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http://www.ecmtoday.de Fachbeitrag Elektronische Unterschrift auf iPad & Co. Bis Ende März 2012 wurden weltweit

Fachbeitrag

Elektronische Unterschrift auf iPad & Co.

Bis Ende März 2012 wurden weltweit bereits über 67 Millionen iPads verkauft. Immer mehr Mitarbeiter bringen diese Geräte in die Unternehmen mit („Bring your own Device“). Zahlreiche Firmen beschaffen Tablets für Ihre Mitarbeiter. iPads werden als Unterstützung im Verkaufsgespräch eingesetzt. Dokumente werden auf diesen Tablets bearbeitet und unterschrieben. Dieser Fachbeitrag stellt einige Aspekte der „Elektronischen Unterschrift auf Tablets“ vor. Er zeigt auf welche Anwendungen bereits im Markt erfolgreich sind und skizziert sich abzeichnende Trends.

erfolgreich sind und skizziert sich abzeichnende Trends. Autor: Jörg-M. Lenz, Experte für Elektronische Signaturen,

Autor:

Jörg-M. Lenz, Experte für Elektronische Signaturen, VOI-Mitglied seit 2004, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der SOFTPRO GmbH

Wo sich Menschen begegnen, wird die eigenhändige Unterschrift immer öfter digital erfasst: Spezielle Tabletts zur Erfassung von Unterschriften, so genannte SignPads, sind heute an vielen Orten im Einsatz – z.B. in Kreditinstituten, am Point of Sales im Handel (z.B. Möbel, Mode, Telekommunikation) oder in der Energieversorgung.

Meistens werden dabei elektronische Signaturen erzeugt, mit denen nachweisbar ist wann welcher Inhalt genau unterschrieben wurde. Viele Unternehmen in diversen Branchen verarbeiten so jede Woche zusammengerechnet Hunderttausende Unterschriften allein in Deutschland.

Seit 2011 setzen Unternehmen für die Erfassung von Unter- schriften auch Tablets ein, vor allem iPads.

• Für den deutschen Markt wird für 2012 mit über 1,5 Millionen neuer iPad-Besitzer gerechnet.

• Rund 60 Prozent aller verkauften Tablets weltweit tragen nach Schätzung der Analysten von Gartner 2012 ein Apfel- Logo.

Digitale Tinte ersetzt Tinte auf Papier

Die Elektronische Unterschrift auf iPad oder Unterschriftenpad kann für alle Vorgänge eingesetzt werden für die der Gesetz-

geber keine Schriftform vorschreibt. Dafür hat sich bislang die „gewillkürte Schriftform“ eingebürgert. Sie entstand aus der Überlegung, eine Unterschrift auf Papier als Beweismittel einer aktiven Willenserklärung der Unterzeichner im Streitfall heranziehen zu können. Heute ist es möglich, auf das Trägermedium Papier zu verzichten.

Zur Gewährleistung von Authentizität und Integrität werden biometrische und kryptografische Verfahren kombiniert. Juristen sehen darin ein funktionsäquivalentes Surrogat zur herkömmlichen Unterschrift auf einem Papierdokument, das die von der Schriftform verfolgten Formzwecke in gleichwertiger Weise erfüllt.

Geprüfte Sicherheit

Für die Bereitstellung zu unterschreibender Dokumente und das Post-Processing unterzeichneter Dokumente sollte eine Lösung verwendet werden, bei der die Sicherheit von einer unabhängigen Institution überprüft wurde. Der TÜV Saarland hat erstmals 2010 Verfahren für die elektronische Unterschrift als „geprüfte Software“ zertifiziert. In Anwendungen mit dieser Auszeichnung sind die Daten der Unterschrift und das mit ihr verbundene Dokument gegen grundlegende Manipulationsversuche geschützt. Im März 2012 wurden die ersten Signatur-Apps für iPads und Android-Geräte als „Gepüfte Apps“ zertifiziert. Weitere Orientierungshilfe bietet das Qualitätszeichen „IT Security made in Germany“. Es wird vom IT-Sicherheitsverband TeleTrusT Deutschland e.V. an Hersteller vergeben. Diese verpflichten sich unter anderem dazu, dass ihre Produkte frei von Backdoors sind.

Unterschreiben auf dem iPad

Mehrere Versicherungen in Europa und Asien setzen mittler- weile Lösungen für die fallabschließende Bearbeitung elektronischer Anträge auf iPads in ihrem Außendienst ein.

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http://www.ecmtoday.de • Seit Ende 2011 signieren Mitarbeiter und Kunden der AIA Gruppe mit Sitz in Hong

• Seit Ende 2011 signieren Mitarbeiter und Kunden der AIA

Gruppe mit Sitz in Hong Kong elektronische Dokumente mit ihren iPads. Ein eigenes Sales Team mit mehreren Tausend Mitarbeitern wurde mit Tablets ausgerüstet. AIA ist die größte unabhängige Versicherung im asiatisch-pazifischen Raum mit Tochtergesellschaften oder Filialen in 14 Ländern.

• Seit Anfang 2012 ist die INTER Versicherungsgruppe aus

Mannheim Vorreiter beim Signieren auf iPads. Der Anbieter von Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen entlastet dadurch Mitarbeiter und Makler vom Papierkram.

In die jeweiligen iPad-Apps der Versicherungsgesellschaften wurde eine Anwendung zur Erfassung von Unterschriften und deren sicheren Einbindung in elektronische Dokumente integriert. Diese Firmenspezifische Apps werden Mitarbeitern und Partnern typischerweise über einen eigenen Verteil- Mechanismus („Apple Enterprise Provisioning“) zur Verfügung gestellt. Sie sind in diesem Falle nicht als für jedermann erhältliche Anwendung im App Store oder in Android- Marktplätzen wie Google Play aufzufinden.

Der App-Dschungel

Wer im App Store oder in Google Play nach Lösungen zur Erfassung von Unterschriften auf Tablets sucht, findet eine verwirrende Vielzahl an Lösungen, die alle irgendwie eine Aufnahme der Unterschrift versprechen. Die meisten Angebote beschränken sich dabei auf eine recht krakelige Aufnahme des Bildes der Unterschrift, die einem elektronischen Dokument oft lediglich als Grafikdatei hinzugefügt wird, vergleichbar eines Kommentars. Diese Lösungen haben im Streitfall geringen bis gar einen Beweiswert.

Für die Bereitstellung zu unterschreibender Dokumente und das Post-Processing unterzeichneter Dokumente sollte eine Lösung verwendet werden, bei der die Sicherheit von einer unabhängigen Institution überprüft wurde.

Wer sich auf die Unterschriften verlassen will, die auf Tablets aufgenommen werden, sollte professionelle Signatur-Apps wählen, die mehr können. Folgende Faktoren sichern unter anderem die Authentizität und Integrität signierter Dokumente:

• Erfassung der Unterschrift einschließlich ihrer biometrischen Merkmale wie Geschwindigkeit und Beschleunigung beim Unterschreiben.

• Speicherung dieser Merkmale im Dokument als Datensatz gemäß Standard ISO/IEC 19794-7

• Speicherung des PDF-Dokuments konform zu Standard ISO 32000 („Adobe Signatur-Standard“). Sofern zu

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einem späteren Zeitpunkt Zweifel an der Integrität eines Dokumentes bestehen kann dieses mit gängigen PDF- Anzeigeprogrammen, inklusive des weit verbreiteten Adobe Reader validiert werden. Eventuelle Manipulationen lassen sich so leicht aufdecken.

In der Praxis ist auch die Leistungsfähigkeit einer Lösung im mobilen Netz von großer Bedeutung. Eine superschnelle Datenübertragung via LTE (Long-Term-Evolution) ist vielerorts noch Zukunftsmusik und die Daten schleichen über eine EDGE-Verbindung. Umso besser, wenn also nur die für das Ausfüllen und Unterzeichnen nötigen Daten verschlüsselt übertragen werden. Das Dokument selbst verbleibt bis zu seiner abschließenden Bearbeitung („Finalisierung“) in der sicheren Serverumgebung.

iPad-Alternative Android-Tablets

Bei aller Begeisterung für das iPad sollte man nicht ver- gessen, dass es auch Alternativen gibt: Einige Android- Tabletts, die 2011 und 2012 auf den Markt kamen, sind für geschäftliche Anwendung konzipiert, bei denen das iPad bislang nur bedingt geeignet ist. Für Interessenten ist nicht einfach geeignete Tablets auszuwählen: Die Vielfalt der Geräte und auch der Betriebssystem-Varianten verwirrt. Nach Beobachtung des Autors werden Mitte 2012 Android- Geräte, die aus unterschiedlichen Gründen jeweils für einen geschäftlichen Einsatz geeignet sind, unter anderem von den Firmen Asus, Fujitsu, Lenovo, Motorola, Olivetti, Panasonic und Samsung angeboten.

Unterschriftsreife Smartphones

Seit Oktober 2011 ist mit dem Samsung Galaxy Note 5.3 Smartphone auf dem Markt. Es ist das erste Gerät, das mit einem besonders schmalen elektromagnetischen Stift ausgestattet ist, mit dem auch 128 Druckstufen auf- genommen werden. Die Technik stammt von Wacom, dem Weltmarktführer für Stifttabletts. Die Erfassung von Unterschriften auf diesem Android-Gerät ist vergleichbar der auf Unterschriftenpads. Im zweiten Quartal 2012 kommt ein Tablet mit gleicher Technik und 10 Zoll-Bildschirm auf den Markt. Mit diesem Gerätetyp lassen sich biometrische Daten von Unterschriften auf Tablets derzeit am besten erfassen.

iPad-Alternative Windows Tablet PCs

Tablet PCs auf Basis des Windows-Betriebssystems gibt es bereits seit November 2002. Für die elektronische Unterschrift gibt es bereits seit 2003 Client-Lösungen für Windows Tablet PCs, die auch von einer Reihe von Anwendern eingesetzt werden.

Nach Angaben der Gartner Gruppe aus dem April 2012 beträgt der Marktanteil von Tablets mit Windows-

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http://www.ecmtoday.de Betriebssystem jedoch nur bescheidene vier Prozent. Es dominieren im Tablet-Markt eindeutig die

Betriebssystem jedoch nur bescheidene vier Prozent. Es dominieren im Tablet-Markt eindeutig die Betriebssysteme im iOS und Android. Bislang tun sich die Geräte dieser Kategorie unter anderem aufgrund höherer Kosten und ihrem oft deutlich höheren Gewicht schwer. Obwohl es zahlreiche Hersteller gibt, ist deren Unterstützung für diesen Gerätetyp nicht sonderlich intensiv. Die geringen Verkaufszahlen haben den einstigen Enthusiasmus erlahmen lassen und für Slate Tablets fokussieren sich einige Hersteller mittlerweile auf die Android-Plattform. Deutlich wachsende Bedeutung für Windows im Tablet-Markt erwarten die Analysten von Gartner für Windows-Tablets durch die Einführung von Windows 8.

Trends bei Einsatzfeldern

Die Möglichkeiten für das Unterschreiben ohne Papier werden in rascher Folge immer zahlreicher.

• Die heute beispielsweise im Versicherungsbereich noch

übliche Kombination von Notebook und Unterschriftenpad dürfte in Zukunft durch Tabletts deriPad-Kategorie abgelöst werden.

• Für die Dokumentation von Serviceleistungen könnten sich elektronische Belege auf Smartphones durchsetzen.

• Der Point of Sale im Einzelhandel, Check-In-Counter in

Mietstationen und auch die Filialen der Banken dürften auf absehbare Zeit eine Domäne der Unterschriftenpads bleiben.

Es gilt also flexibel zu bleiben und Insellösungen zu ver- meiden. Die Software für das elektronische Unterschreiben sollte folglich unabhängig von der Hardware zur Erfassung der Unterschrift sein und die technologische Plattform, typischerweise ein Signatur-Server wiederum möglichst viele Typen an Endgeräten unterstützen.

Über SOFTPRO:

Die SOFTPRO GmbH ist weltweit führend in der Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Lösungen zur digitalen Erfassung, Verwaltung und Prüfung eigenhändiger Unter- schriften.

Die Muttergesellschaft der SOFTPRO Gruppe – die SOFTPRO GmbH – ist seit ihrer Gründung 1983 in Böblingen bei Stuttgart zuhause. Vier Tochterfirmen sitzen in den USA, Großbritannien, Indien und Singapur. Repräsentanzen werden in Chile und im Libanon unterhalten. Die Gruppe beschäftigt derzeit über siebzig Mitarbeiter. Entwickelt wird die Software „made in Germany“.

Fachbeitrag

Der am schnellsten wachsende Geschäftszweig sind Lösungen für die Elektronische Signatur mit biometrischen Merkmalen der eigenhändigen Unterschrift. SOFTPRO bietet dazu Software - vom SDK bis zu Clients für Windows- Rechner und mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen iOS und Android.

Unterstützt wird ein breite Palette von Gerätetypen zur Erfassung von Unterschriften – von einfachen Pen Pads über interaktive Stiftdisplays und Tablet PCs bis hin zu iPads. Mit SOFTPROs Lösungen lassen sich Kosten senken, Geschäftsprozesse beschleunigen, Fehlerquellen eliminieren und Dokumente gegen Manipulation geschützt speichern. Das so eingesparte Papier ist auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.

SOFTPROs Lösungen sind derzeit in 35 Ländern auf fünf Kontinenten im Einsatz. Elf von den 25 größten Banken weltweit sind SOFTPROs Kunden, wie auch Versicherungen, Unternehmen in Handel und Telekommunikation, der öffentlichen Verwaltung und der Energiewirtschaft sowie der Industrie und im Gesundheitswesen.

Leserkontakt:

SOFTPRO GmbH

Wilhelmstraße 34

71034 Böblingen

Telefon: +49 7031 6606-0

Telefax: +49 7031 6606-66

E-Mail: jle@softpro.de

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