Sie sind auf Seite 1von 106

VFB STUTTGART

Das Interview:
So wehrt sich Bobic
FC SCHALKE 04
Kopfloser Kampf
gegen die Krise
BORUSSIA DORTMUND

Beste Freunde:
Schweiz 5,– sFr., Österreich € 2,85, BeNeLux € 3,–, Frankreich € 3,40, Italien € 3,40, Portugal (Cont.) € 3,60, Spanien (Cont.) € 3,60, Kanaren (Luftfracht) € 3,90, Ungarn 1190 Ft., Griechenland € 3,90, Dänemark 28,– Dkr

Großkreutz
und Kagawa

Hereinspaziert! UNGLAUBLICHE EINBLICKE:


EIN BRISANTES BUCH ÜBER
GUARDIOLA VERRÄT INTERNA
AUS DER BAYERN-KABINE

CHEFTRAINER ZINNBAUER BECKENBAUER & CRUYFF EINTRACHT BRAUNSCHWEIG Nr. 78


Titelfoto: Getty Images/Hassenstein

22. 9. 2014
So bekam er den Zwei Weltstars Analyse: Probleme 39. Woche

HSV wieder dicht sagen ihre Meinung seit dem Aufstieg € 2,60
Deutschland

24 SEITEN EXTRA Die Teams der spanischen Liga


kicker, 22. September 2014 3

Inhalte Ausgerechnet Guardiola:


BUNDESLIGA
Guardiolas Geheimnisse 6
Plötzlich offen wie ein Buch
Der Trainer des FC Bayern gewährt im Buch Jean-Julien Beer, kicker-Chefredaktion
„Herr Guardiola“ brisante Einblicke

E
Ziemlich beste Freunde 14 s muss irgendetwas schiefgelaufen des FC Bayern wissen will, kann es ja
Kevin Großkreutz und Shinji Kagawa haben sein im sonst so professionell und nun einfach nachlesen. Ausgerech-
sich beim BVB gesucht und gefunden
geradlinig geführten FC Bayern. An- net der sonst so verschlossene und
Ein Jahr des Wahnsinns 18
ders lässt sich Folgendes jedenfalls fast schon scheue Guardiola sperrte
In den letzten zwölf Monaten wirkten beim
HSV fünf Trainer – das führt zu Stillstand
nur sehr schwer erklären: Elf Monate seinem Landsmann – offenbar im
Berichte und Analysen vom 4. Spieltag 21
ging ein spanischer Journalist und Alleingang – alle Türen auf.
Autor in der Klubzentrale an der Sä- Als unsere Reporter Karlheinz Wild
INTERNATIONAL bener Straße ein und aus, war beim und Mounir Zitouni den Autor
Aktuelles aus aller Welt 52 Geheimtraining dabei und bei Be- Marti Perarnau vergangene Woche
2. BUNDESLIGA sprechungen, erlebte Diskussionen
Berichte und Analysen vom 6. Spieltag 62 in der Kabine und taktische Debat-
Der Hitzkopf 90 ten. Und schrieb ein Buch darüber.
Thomas Meggle hat sich und den FC St. Pauli Bei dem FC Bayern wohlgemerkt,
bei seinem Trainerdebüt in Not gebracht der unter Pep Guardiola gerne hinter
Der Abstieg nach dem Aufstieg 92 einem eigens angeschafften Sicht-
Auch in der 2. Liga hat Braunschweig wieder schutz trainiert, damit bloß nichts
Probleme – die Fehlerkette seit Sommer 2013 nach draußen dringt. Dieser Guar- Der Sichtschutz an der Säbener Straße
3. LIGA diola, der im Herbst 2013 aufgeregt
Berichte und Analysen vom 10. Spieltag 76 Maulwürfe suchte, die Interna nach in München trafen, sagte der, nicht
draußen tragen. Wir erinnern uns, mal im Traum habe er das alles für
INTERVIEW
Das Treffen zweier Fußball-Legenden 86
wie Sportvorstand Matthias Sammer möglich gehalten. Wir geben zu: wir
Johan Cruyff und Franz Beckenbauer reden mehrfach in der vergangenen Saison auch nicht. Deshalb hatten wir nicht
über den WM-Titel und viel, viel mehr betonte, er könne zu diesem oder je- nachgefragt, ob wir Guardiola eine
nem nichts sagen, weil – im Grunde ganze Saison so nah begleiten dürf-
JUBILÄUM
logisch – „das natürlich in der Kabine en, um dann darüber zu schreiben...
Nur Meister war er nie 89
Er war im DDR-Fußball eine große Nummer, bleibt“ oder „unter vier Augen“. Kein Es erschien uns völlig abwegig, dass
nun wird Bernd Bransch 70 Jahre alt Problem, kann man inzwischen sa- Trainer, Mannschaft und Verein dies
gen, denn wer dieses oder jenes und dulden. Wir sind nun nicht neidisch.
AKTION noch viel mehr aus dem Innenleben Wir staunen nur. Der Spiegel meint,
Fußball + Familie + Klopp = Riesenspaß 94
Beim Finale des Opel Family Cup ging es hoch
Guardiola habe damit seine Spieler
her – unter den Augen des BVB-Trainers verraten. Was meinen Sie? In unserer
Titelstory ab Seite 6 können Sie sich
Fotos: dpa/Heimken, kicker, Imago

SPORTMAGAZIN selbst ein Bild machen. ■


Golf: „Mehr Druck geht nicht“ 96
Vor zwei Jahren wurde Martin Kaymer zum
Helden, nun steht der nächste Ryder Cup an

BUSINESS
86
Interview mit zwei Weltstars: Reporter
Spiel mit den Profis 98 Hans-Günter Klemm traf Johan Cruyff
Sport macht Spaß – die Kultveranstaltung und Franz Beckenbauer.
des kicker feiert bald ihr Jubiläum

RUBRIKEN
Was war da los? 4 40
Interview mit einem Krisen-
Kolumnistenkreis, Scheinwerfer 75
Manager: die Redakteure
Leserforum 100
George Moissidis und
Nachspielzeit: 1998 – Ein König als Narr 102 Harald Kaiser (rechts) mit
Abpfiff mit Frank Goosen 103 Stuttgarts Fredi Bobic

kicker-sportmagazin ist Mitglied im Verbund „EUROPEAN SPORTS MEDIA“. Dazu gehören: A Bola (Portugal), De Telegraaf (Niederlande),
ELF (Niederlande), Fanatik (Türkei), Goal News (Griechenland), Marca (Spanien), Nemzeti Sport (Ungarn), So Foot (Frankreich),
Sportal Korea (Südkorea), Sport-Express (Russland), Sport-Magazine (Belgien), Tipsbladet (Dänemark), World Soccer (England).
4 kicker, 22. September 2014

WAS Ein Fundstück von 1994


A
WAR
ls Joe Zinnbauer (44) beim der Leidenschaft für Nobelkaros-
Hamburger SV als Trainer sen. Aber der erste Blick täuscht.
vorgestellt wurde, erinnerten sich Schon dem damals erst 24 Jahre
einige kicker-Redakteure sofort jungen KSC-Profi Zinnbauer war

DA an diese Geschichte aus dem Jahr


1994. Zinnbauer? Hatten wir da
nicht ...? Wir hatten: in der Aus-
das Foto unangenehm. Wobei er
sich als Jung-Unternehmer mit
70 Millionen Mark Jahresumsatz

LOS?
gabe 70 im Jahr 1994, auf Seite 8. für seine Autos nicht schämen
Auf den ersten Blick denkt man: musste. Interessant ist der Satz
Ein Trainer, der sich samt Freun- von damals: „Zinnbauer muss
din vor den Motorhauben eines wieder von vorne anfangen,
Porsche, eines Ferrari und eines muss sich an gestandenen Profis
Mercedes präsentiert, ist wie ge- vorbei nach vorne arbeiten.“ Hat
macht für diesen HSV-Kader mit er gerade wieder geschafft.

Im “ vor 15 Jahren

Hertha zu Gast bei 27. 9. 1999: Bei Udinese Calcio wurde Oliver Bierhoff zuvor
Torschützenkönig der Serie A und daraufhin Deutschlands
Fußballer des Jahres. Mit dem AC Mailand holte der heutige
Bierhoff und Milan DFB-Teammanager dann den Meistertitel, empfing nun in
der Königsklasse Hertha BSC. Torschütze beim 1:1? Bierhoff!
Fotos: GES-Sportfoto, Rauchensteiner/Cremer
6
BUNDESLIGA
kicker, 22. September 2014 7

Guardiolas Geheimnisse
– jetzt ein offenes Buch
Im Grunde verschließt sich PEP GUARDIOLA (43) zeile treiben ihn nicht an. Allerdings anderes romanhaft klingt, ist der
ist ihm sehr wohl bewusst, welch Inhalt an verschiedenen Stellen
der Öffentlichkeit. Doch nun gewährte der einzigartige Sonderbehandlung er höchst interessant und brisant. Vor
Trainer Einblicke in Interna seiner Arbeit und ein Jahr lang beim sonst so verrie- allem wenn es konkret um die Spie-
gelten Star-Trainer genossen hat. ler geht.
des FC Bayern. Das Buch „Herr Guardiola“ „Nicht im Traum“ hatte er zu hof- Der spanische Fußballlehrer sah
ist interessant und vor allem brisant. fen gewagt, „dass die erfolgreichste gleich zu Beginn seiner Münchner
Mannschaft Europas und der beste Tätigkeit Toni Kroos als „künftigen
Trainer des Jahrzehnts mir dieses Dirigenten des Bayern-Orchesters“,

A
uf Seite 60 seines Werks war. „Ein paar Spieler“ – der Privileg einräumen würden“. Von schon in den Vertragsgesprächen
hält der Autor seine bis Buchschreiber nennt Phil- Guardiolas oder von Vereinsseite machte der umworbene Star-Coach
heute anhaltende Ver- ipp Lahm, Bastian Schwein- erging an ihn nie das Verlangen, den Bayern-Bossen frühzeitig klar,
blüffung fest. Ein paar Zu- steiger, Manuel Neuer und den gesamten Schriftsatz oder Pas- dass sie sich „unter keinen Umstän-
geständnisse habe er sich Javi Martinez – „haben mich sagen vor der Drucklegung und den von Toni Kroos trennen soll-
erhofft, „Kaffeetrinken mit gefragt, was ich mache“, Veröffentlichung gegenzulesen und ten“, während Mario Gomez, Luiz
dem Trainer“ oder „Zutritt zu ei- generell aber lief Marti Perarnau zu autorisieren – was sonst beim Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk
nigen Trainingseinheiten“, mehr (kl. Foto) wie selbstverständlich, FC Bayern wie in der gesamten keine Guardiola-Spieler waren. „Im
nicht; doch dann widerfuhr ihm deshalb unbeachtet und ungehin- Branche mittlerweile die Regel mit Grunde hat Pep kein Interesse da-
Unerwartetes, Sensationelles, für dert mit, er gehörte einfach zur Bay- ganz seltenen Ausnahmen ist. „Das ran, Gomez weiter im Team zu be-
sein Vorhaben ergab sich fürwahr ern-Familie. Willkommen im Klub!
„eine andere Dimension“: Pep Autor Marti Perarnau, der
Guardiola sperrte ihm alle Türen die 425 Seiten über die Zeit vom „Pep hatte kein Interesse, Gomez im Team zu behalten. Lahms
auf und gewährte ihm den perma- 24. Juni 2013 bis 20. Mai 2014 auf- Fußball-Intelligenz kann man mit der von Iniesta vergleichen.“
nenten Eintritt ins Allerheiligste geschrieben hat, sitzt an diesem
des FC Bayern, in jeden Winkel: sonnigen Spätsommertag in einem
Hereinspaziert in die Kabine des Café nahe der „Münchner Freiheit“ einzige Mal, dass ich mit Pep über halten“, teilt der Autor auf Seite 62
Trainers wie der Spieler! Zu den und kann sein Glück noch immer das Buch gesprochen habe“, erzählt mit. Folgerichtig wurde der Torjäger
Teambesprechungen! In die Players nicht fassen. Der Katalane, 1955 in Perarnau, „war im Trainingslager transferiert, genauso gingen Anato-
Lounge in der Allianz-Arena! In die Barcelona geboren und heute mit im Trentino“, in der ersten Juli-Hälf- liy Tymoshchuk und Luiz Gustavo.
Physioräume! In die Privatwohnung Wohnsitz in Madrid, vertrat Spani- te 2013. Lediglich eine Bedingung Kroos verabschiedete sich ein
des Trainers! An den Spielfeldrand en 1980 als Hochspringer bei den hatte ihm der Trainer auferlegt: Er Jahr später, obwohl ihn Guardio-
beim Training und bei den Spielen! Olympischen Spielen in Moskau, er durfte nichts von all dem, was er la so sehr schätzte und behalten
Diese Erlaubnis, die einzig und hat schon Peps lange Reise in einem vernahm, aktuell verwenden; son- wollte. Konnte der Coach die Klub-
allein Guardiola verfügte, bedeu- Buch nachgezeichnet, beim Espres- dern einzig für das Buchprojekt. Führung nicht umstimmen? Ist er
tete für den Verfasser des Buches so sagt er nun: „Ich bin nicht Peps „Die Leute verstehen noch gar nicht der absolute Herr im Haus?
Herr Guardiola – Das erste Jahr Freund, ich kenne ihn aber besser nicht, wie besonders dieses Buch „Er ist zu 90 Prozent der Chef beim
mit Bayern München „alles sehen als seine Freunde.“ ist“, sagt Perarnau und betreibt da- FC Bayern“, meint Perarnau, aber
und alles hören zu dürfen“, ohne Der jetzige Journalist und mit keine übertriebene Eigenwer- im Fall Kroos sei die Situation zwi-
dass der Fremde jemals der Mann- Schriftsteller wirkt leise, zurückhal- bung: Auch wenn sich manches an
schaft eigens vorgestellt worden tend, Krawall und die fette Schlag- mehreren Stellen wiederholt und Lesen Sie weiter auf Seite 10
10 BUNDESLIGA

Fortsetzung von Seite 7 rend des europäischen Supercup- die Bayern gegen Real Madrid im
Endspiels gegen den FC Chelsea, Halbfinale der Champions League
schen beiden Seiten total verfahren kommt der entscheidende Moment, zu Hause mit 0:4 unter, weil Lahm
gewesen, atmosphärisch und in fi- der Lahm endgültig vom Außen- rechts verteidigte? Gewannen die
nanzieller Hinsicht. verteidiger zum Mittelfeldspieler Bayern das Pokalfinale gegen Dort-
Kroos blieb immerhin noch eine werden lässt: Weil Kroos Probleme mund, obwohl Lahm nach einer
Saison, und bereits nach dem ers- hat, wenn der Ball von Chelsea- halben Stunde rausmusste?
ten Vorbereitungsspiel in Weiden Spielern in seinen Rücken gelegt Auch von Pierre-Emil Höjbjerg
sah sich der Coach bestätigt: Dieserwird, fragt Co-Trainer Torrent den hält der Trainer sehr viel, er sieht
Profi werde „eine eminent wichtige Chef auf der Auswechselbank: „Und bei ihm die Perspektive, der Sergio
Rolle in seinem System spielen. Er wenn wir Lahm in die Mitte stel- Busquets des FC Bayern zu werden,
wird den Ton angeben“. len?“ Guardiola zögert nur kurz und also ein Stratege und Passgeber, wie
Auf Philipp Lahm werden eben- ruft Kroos zu: „Toni, du als 8! Und ihn der spanische Welt- und Eu-
falls Hymnen in mehreren Strophen Philipp als 6!“ Zwei Wochen später ropameister in Barcelona verkör-
gesungen. „Hast du Lahms Po- pert. Deshalb lehrte Guardiola
tenzial gesehen? Hast du gese- Höjbjerg in Nachhilfestunden
hen, wie der die Korridore er- „Ein schwarzer Tag für Javi Martinez. „das ABC des Mittelfeldspiels“
ahnt, wie er sich dreht, um den Die Gehirnwäsche für ihn ist total.“ (Seite 88).
Ball abzuschirmen?“, fragt Gu- Javi Martinez erhielt eine sol-
ardiola seinen Assistenten Do- che Lektion für den Job in der
menec Torrent auf der Rückfahrt erhebt Guardiola den Kapitän zum Innenverteidigung. „Javi irrt kopflos
aus Weiden und schlussfolgert: „Er „intelligentesten Spieler, er begreift umher, der Trainer stoppt die Akti- Guardiola in Gesprächen:
kann sowohl außen als auch in der alles sofort. Seine fußballerische In- on, korrigiert Martinez, und dann Korrekturen für
Mitte spielen.“ Ende August 2013, telligenz kann man mit der von In- das Ganze wieder von vorn, für Javi Javi Martinez; Analyse
nach dem 2:0-Sieg gegen den 1. FC iesta vergleichen“. Später wird Gu- sind es schreckliche Minuten, auch mit Philipp Lahm; Spaß
Nürnberg, wird Guardiola in dem ardiola mehrmals sagen: „Wenn wir weil er in einer sehr schlechten kör- mit Matthias Sammer und
Buch so zitiert (Seite 146): „Lahm in dieser Saison etwas erreichen, perlichen Verfassung aus dem Ur- vergebliche Bemühungen
ist sensationell. Er ist intelligent, werden wir es dieser Entscheidung laub gekommen ist“, teilt die Seite bei Franck Ribery
versteht das Spiel perfekt, der Typ zu verdanken haben“ – er meint 107 dem Leser mit. Dieser 29. Juli
ist der helle Wahnsinn.“ die Versetzung Lahms ins Mittel- 2013 sei „ein schwarzer Tag für ihn,
In Prag, Ende August, wäh- feld. Meint er das ernst? Gingen ein Tag, an dem er ständig korrigiert

Direktiven für den Dirigenten: Pep Guardiola zeigt Toni Kroos die Richtung, in der Mitte Co-Trainer Hermann Gerland.
kicker, 22. September 2014 11

Fotos: Imago (3), Getty Images, Sampics


wird“. Zwei Seiten weiter wird es Während hier Guardiola allein Die Seite 124 gibt Spannungen klügelt und kompliziert, weshalb
noch drastischer. Wer wie Perarnau die Quelle gewesen sei, haben beide zwischen dem Chef und dem Mit- Pep seinen Plan erst mal ad acta
die Übungsstunden, die Guardiola Gesprächspartner, Guardiola und telstürmer wieder. Der Kroate sei legt und auf den geeigneten Mo-
sonst so gerne hinter versperrten Lahm, die Quintessenz der nach ein Kämpfer und deshalb im Team ment wartet.“ Schmeichelhaft für
Eingängen und verhüllt von Planen, der 0:4-Pleite gegen Real am 1. Mai beliebt, doch Mandzukics Aggressi- Riberys Auffassungsgabe liest sich
die er eigens installieren ließ, ab- geführten einstündigen Unterre- vität habe „ihre negative Seite“, weil diese Wertung des Autors nicht, wie
hält, nun aus nächster Nähe visuell dung gegenüber dem wenig oder wie viel von
und akustisch miterleben darf, be- schriftstellernden Be- Guardiolas Meinung
kommt schon sehr viel mit. obachter ausgeplau- „Immer wenn Thomas Müller im Mittelfeld eingesetzt darin auch enthalten
Die gut 45 Minuten mit Spielen dert, wie Perarnau be- wurde, war seine Leistung enttäuschend.“ sein mag.
sechs gegen sechs seien für Marti- richtet: „Beide haben Genauso wenig ist
nez „eine Qual, nach 25 Minuten ist mir hinterher erzählt, der Trainer mit Tho-
er bereits fix und fertig“. Guardiola, worüber sie gesprochen hatten.“ er sie auch im Training auslebe. mas Müllers Verhalten im Mittelfeld
der für gewöhnlich seine Befehle Für gewöhnlich berufen sich Deshalb hätten „Guardiola und sein zufrieden, obwohl ihm doch viele
und Korrekturen in deutscher Spra- die Bayern-Profis auf die eigentlich Trainerstab ihre Zweifel an seinen für diese Position nötige Fähigkei-
che an seine Mitarbeiter weiterlei- selbstverständliche Maxime, Vier- menschlichen, nicht aber an seinen ten zur Verfügung stünden. „Doch
tet, schreit fast den ganzen Morgen augengespräche müssten vertrau- fußballerischen Qualitäten“. Eine immer, wenn er im Mittelfeld ein-
nur auf Spanisch, wird berichtet, lich bleiben; nun meint der Buch- von Guardiola in einer Pressekon- gesetzt wurde, war seine Leistung
es sind diese Anweisungen: „Javi, autor, es sei „kein Problem, dass ferenz dreieinhalb Wochen später enttäuschend“, lautet der Befund
geh’ auf ihn drauf!“ „Javi, jetzt nicht! die Spieler im Buch lesen können, getätigte Aussage über Mandzu- Ende Juli: Der Offensivallrounder
Jetzt nicht!“ „Javi, schau zu Dante! was sie mit Pep besprochen haben“. kic wird so wiedergegeben: „Er ist mit der Nummer 25 „erreicht nicht
Linie! Linie!“ „Nein, Javi, bleib vom Lahm hat damals, nach dem defti- ein anständiger Kerl, ein Kämpfer, das Niveau, das Pep mit ihm im
Stürmer weg! Geh über außen, Javi, gen Rauswurf aus der Champions hat einen großartigen Charakter. Mittelfeld erreichen wollte“. Mül-
über außen, weiter, weiter!“ Javi League, dem aufgewühlten Chef- Er ist ein sehr wichtiger Spieler.“ lers Mängel werden auf Seite 119
Martinez, 2012 für üppige 40 Millio- trainer versichert: „Wir unterstüt- Mandzukic spürte seine Wichtigkeit aufgelistet: „Er verlässt seine Posi-
nen Euro von Athletic Bilbao geholt, zen dich, Pep. Auf Leben und Tod.“ allerdings eher selten, er bat am Sai- tion, wenn er sie halten, oder bleibt
kommt hier wie ein blutiger Anfän- Vielsagender Eindruck des Autors: sonende um die vorzeitige Freigabe stehen, wenn er sie aufgeben soll.
ger rüber, der einen Grundkurs in „Die Mehrheit in der Umkleidekabi- und wechselte zu Atletico Madrid. Er hat Schwierigkeiten, in einem
Raumdeckung brauche und jeden ne“ stehe zu Guardiola und seinem Die sportliche Wertschätzung bestimmten Moment das Richti-
Gedanken an die aus seinem vor- Konzept. Nicht alle? „Natürlich sind des echten Mittelstürmers Mand- ge für die Mannschaft zu tun, eine
maligen Verein gewohnte zukic war Guardiola vor al- für einen Mittelfeldspieler wichti-
Manndeckung aufgeben lem von der hausinternen ge Eigenschaft. Müller verfügt über
müsse: „Die Gehirnwäsche „Kein Problem, dass Spieler im Buch lesen Fachkompetenz verdeut- andere Qualitäten, aber nicht über
ist total.“
Überraschend für einen
können, was sie mit Pep besprochen haben.“ licht worden. Der spanische diese. Pep wird es noch ein paar
Fußballlehrer ist eigentlich weitere Wochen versuchen, doch
Profi mit internationaler ein Freund der falschen 9 am Ende wird er einsehen müs-
Erfahrung äußerte sich Jerome nicht alle damit einverstanden“, und sah dafür in der Kopie eines sen, dass es nicht möglich ist, aus
Boateng gegenüber Guardiola, der wird auf Seite 387 eingeräumt. „Der Lionel Messi beim FC Bayern vier dem Stürmer einen Mittelfeld-
das lange Gespräch auf Trainings- eine fühlt sich nur als Ersatz und Kandidaten: Franck Ribery, Mario spieler zu machen.“
platz 1 Ende Juli an den Autor wei- sieht die Sache distanzierter; ein Götze, Arjen Robben und Thomas Bei einer Unterhaltung am Tag
tergab: Demzufolge habe Boateng anderer glaubt nicht an Pep und Müller. nach dem 2:0 gegen Nürnberg fragt
Guardiola „erzählt, dass ihm nie seine Ideen und verhält sich ab- Mit Ribery wollte er es zunächst der Trainer Müller, warum er nicht
jemand beigebracht hat, wie man wartend; wieder ein anderer hat seit probieren, weil er „fest daran immer so druckvoll und präzise
verteidigen muss. Boateng gesteht einem Jahr ein gespanntes Verhält- glaubt“, dass der Linksaußen „in der spiele wie tags zuvor nach seiner
ihm, er habe nicht gewusst, dass nis zu Pep und verbirgt es nicht nur Mitte deutlich mehr leisten kann, Einwechslung (62. Minute). „Der
man eine Abwehrkette organisieren nicht, sondern brüstet sich auch aber Ribery versteht die Bewe- Spieler sagt zu ihm, und wir hören
kann, und ganz einfach geglaubt, noch damit.“ Namen werden nicht gungsabläufe, die ihm der Trainer es in der morgendlichen Stille, dass
die Kunst des Verteidigens sei an- genannt, aber ein Mario Mandzukic erklärt, nur langsam“, wird auf Seite
geboren“ (Seite 119). Aha. galt nicht als Guardiola-Verehrer. 195 gesagt. „Sie sind viel zu ausge- Lesen Sie weiter auf Seite 12
12 BUNDESLIGA kicker, 22. September 2014

Fortsetzung von Seite 11 die Vorbereitung im Trentino ab- tober 2013 erzählt wird. Guardiola der sofortigen Rückreise der Gast-
geschafft, dafür musste er einen ist am Sonntag nach dem 4:1 gegen teams. Vor den Spielen ist der welt-
er Bewegungsfreiheit brauche, dass Neuntagetrip nach New York und Mainz gut und noch besser drauf, weit anerkannte Erfolgstrainer so
er besser spiele, wenn er keine Ver- Portland akzeptieren. Es ist also Matthias Sammer hat ihn auf die angespannt, dass er keinen Bissen
antwortung übernehmen müsse. leicht abzuleiten, was Guardiola Schippe genommen, so: „Schaut runterbringt. Hinterher schlägt er
Der Trainer antwortet, dass wenn von dieser USA-Reise wirklich hielt. mal auf You Tube nach und gebt richtig zu. In der Players Lounge, in
jeder Spieler der Mannschaft frei Arjen Robben trug damals Tore Guardiola ein. Dann werdet ihr die jeder Spieler vier Begleitperso-
spielen wolle, es in einem Desaster ein T-Shirt mit der Botschaft sehen, was rauskommt: 404-mal not nen einladen darf, gibt es ein Büffet,
enden würde.“ „das durch seine Ein-
Rafinha dagegen ist fachheit auffällt“ (Seite
ein uneingeschränkt 145): zwei Arten Suppe,
gehorsamer Gefolgs- zwei italienische Pasta-
mann Guardiolas. Un- Sorten, Parmesankäse,
ter Jupp Heynckes eher Reis, Salat, Tomaten,
und nachvollziehbar in Fleisch, Fisch, Obst
der zweiten Reihe ver- und normalerweise
ortet, er- und überhöht Apfelstrudel.
ihn am 25. September Weil sich da nach
2013 „ein Mitglied des dem Spiel gegen
Trainerstabs“ (S. 199) Nürnberg lediglich
zum „aktuell wichtigs- vier Profis bedient und
ten Spieler der Mann- Guardiolas Anord-
schaft“, weil er Lahms nung, innerhalb einer
Versetzung ins Mittel- Stunde nach Abpfiff zu
feld gewährleiste. Ra- essen, missachtet ha-
finha begeistert seine ben, hält der Chef am
neue Hauptrolle, er Sonntag danach eine
wird so zitiert: „Letz- knapp vierminütige
tes Jahr hatten wir elf Grundsatzrede – der
Spieler, die 50-mal Gasthörer hat offen-
zum Einsatz kamen, bar mitgestoppt (Seite
während der Rest nur 149f.): „Ich gehe davon
15- oder 20-mal auf aus, dass ihr euch von
den Platz durfte. Jetzt jetzt an daran haltet!“
ist alles besser verteilt.“ Neben diesen sonst
Der Trainerwechsel geheimen Erlebnissen
von Heynckes zu Gu- aus der Kabine oder di-
ardiola sei „nötig“ ge- rekt vom Trainingsplatz
wesen: „Heynckes war verrät das Buch noch
sehr gut, und wir haben personalpolitische De-
klasse gespielt, aber tails. So hätte der SSC
wir waren Konkurren- Neapel drei Millionen
ten und kannten uns Euro mehr für Mario
kaum. Jetzt spielen wir Gomez bezahlt als der
anders und das ist gut AC Florenz; oder: Gu-
Foto: Rauchensteiner
so. Für uns Abwehr- ardiola wollte Ende
spieler ist es toll, weil Juni 2013 gerne Eric
wir überall hindürfen, Abidal vom FC Barce-
nach außen, nach in- lona nach München
nen, und permanent holen.
angreifen dürfen.“ Lässt sich nicht verbiegen, ließ sich aber ein Jahr in die Karten schauen: Pep Guardiola „Ich habe keinem
Auch einige schö- etwas aus dem Innen-
ne Details und Interna serviert „destroy yourself“ – wollte er mit found!“ Riesengelächter bei Guardi- leben verraten“, beteuert der Autor
der aufmerksame Zuschauer dem Hinweis auf Selbstzerstörung ola und Sammer, der sich angeblich und meint damit seine Verschwie-
und Zuhörer Perarnau der Öf- eine programmatische Aussage zehn Minuten lang über des Trai- genheit in Bezug auf die täglichen
fentlichkeit. Am 14. Mai 2013 machen? Perarnau betrachtet Rob- ners klägliche Bilanz als Torschüt- Geschehnisse. Aber jetzt präsentiert
schrieb Guardiola „eine fünfzeilige ben bei dessen täglichen, jeweils ze (13 Tore in rund 400 Spielen) er viele Details und Einsichten in
Mail an seinen Mitarbeiterstab“ halbstündigen Einzelschichten im auslässt: „Nichts. Null. Du gibst den FC Bayern und in Guardiola.
mit der Planung der ersten sieben Kraftraum vor und nach dem Trai- Guardiola ein, und immer: Fehl- Im Herbst 2013 empörte sich der
Wochen: Er will unbedingt den Su- ning sowie beim Essen, er entdeckt anzeige.“ Guardiola verpasst Sam- Trainer noch über einen Maulwurf
percup gegen Dortmund gewinnen dabei eine Parallele: Das Strampeln mer daraufhin den Spitznamen innerhalb der Mannschaft und
und das Team optimal auf die Bun- auf dem Hometrainer, die Dehn- „Bomber-Sammer“, in Anspielung drohte dem betreffenden Verräter
desliga vorbereiten. „Ein simpler und Aufwärmübungen förderten auf Torjäger Gerd Müller, den eins- mit Rauswurf. Nun hat er selbst ei-
Text, verfasst auf Katalanisch und die explosionsartige Spielweise tigen „Bomber der Nation“. nen unglaublichen Zugang zu sich
Deutsch“, steht auf Seite 39, wo zu- des Niederländers, über den es nun Es werden noch weitere men- und dem Rekordmeister genehmigt.
dem von der Vorfreude des Trainers heißt: „Auch beim Essen ist er der schelnde Interna aufgetischt, etwa Guardiolas Gedanken und Ge-
auf das Trainingslager am Garda- Fixeste: Er schneidet das Filet mit die Flasche Weißwein und Wasser, heimnisse sind jetzt ein offenes
see berichtet wird und „von den flinken Bewegungen, ganz so, als die nach jedem Spiel im Trainerbü- Buch. KARLHEINZ WILD/
schrecklichen Tourneen“, die er mit würde er einen Gegner umdribbeln, ro stehen. In Barcelona lud Guardi- MOUNIR ZITOUNI
dem FC Barcelona durch Asien oder und er kaut schnell.“ ola den gegnerischen Kollegen im-
die USA hatte machen müssen. Ein Ebenfalls zum Schmunzeln ist mer hinterher auf ein Gläschen ein, Nächsten Donnerstag lesen Sie:
Jahr später hat der FCB-Chefcoach die Anekdote, die unter dem 20. Ok- in München gehe es nicht, wegen Training und Taktik im Detail
Foto: picture-alliance/Sport Moments
14
BUNDESLIGA
kicker, 22. September 2014 15

Ziemlich beste Freunde


A
uf den ersten Blick ist es eine KEVIN GROßKREUTZ (26) und SHINJI KAGAWA (25) sind enorme Laufbereitschaft ein und
ungewöhnliche Konstellation. glänzt zunehmend als starker Vor-
Auf den zweiten auch. Hier der einfach unzertrennlich. Nach der Rückkehr des bereiter wie vergangenen Dienstag
Dortmunder Junge aus dem Arbei- Japaners zu Borussia Dortmund ist die Welt gegen Arsenal, als er beide Treffer
terstadtteil Eving, oft überschäu- beim 2:0-Sieg einfädelte.
mend und laut, immer für einen wieder in Ordnung – auf und neben dem Platz. Kumpel Kagawa blieb beim Start
Streich zu haben. Einer, der früher in die Gruppenphase der Champi-
selbst auf der Südtribüne stand: le- ons League auf der Bank und wurde
benslustig, unkompliziert, kommu- Früher als fast alle an- sen. „Shinji ist technisch geschont, weil er nach seinem star-
nikativ. Dort der eher stille Japaner, deren erfuhr Großkreutz – überragend, kann zwei, drei ken ersten Auftritt beim 3:1 gegen
meist lächelnd und freundlich, da- selbstverständlich –, dass Mann ausspielen. Es macht Freiburg mit muskulären Proble-
bei zurückhaltend und scheu: leise Kagawas Rückkehrpläne im Riesenspaß mit ihm“, versi- men zu kämpfen hatte. Gemeinsa-
redend, fast schüchtern. Gegensät- August konkreter wurden. Lo- chert Großkreutz, der sich in me Auftritte auf Dauer sind deswe-
ze, die sich augenscheinlich anzie- gisch deshalb, dass er sich in sei- guter Form präsentiert. gen noch Zukunftsmusik. „Ich bin
hen. Denn sie verstehen sich gut, ner Funktion als inoffizieller Integ- Vor zwei Jahren hatte es seinen noch nicht bei 100 Prozent“, sagte
Kevin Großkreutz und Shinji Ka- rationsbeauftragter bei der Borussia Weggefährten nach Manchester ge- der Japaner entschuldigend, und
gawa. Zuletzt zwei Jahre räumlich besonders intensiv um Shinji küm- zogen, wo der eher scheue Japaner fast schien es ihm peinlich, dass er
getrennt, aber Brüder im Geiste und mert. „Ich kenne hier jede Ecke“, meist eine Randfigur blieb. So man- seinen ersten Auftritt in der alten
in ständiger Verbindung. Ziemlich sagt der Ur-Dortmunder. „Deshalb ches Mal wird er sich gefragt ha- Heimat wegen Krämpfen vorzeitig
beste Freunde sogar. sorge ich dafür, dass sich die neuen ben, ob es sich wirklich gelohnt hat, nach etwas mehr als einer Stunde
„Wir hatten auch während seiner Jungs bei uns gleich wohlfühlen.“ sein überragendes Standing und die beenden musste.
Zeit in Manchester ständig Kontakt“, Richtig gute Freunde sind sie in- Geborgenheit in Dortmund gegen In körperlicher Hinsicht hat er
erzählt Großkreutz, der im Sommer zwischen, nachdem der volkstüm- die zweifelhafte Ehre getauscht zu noch Nachholbedarf, aber den spe-
auf der Fotoplattform Instagram liche Profi Großkreutz dem stillen haben, in England spielen zu dür- ziellen, sehr laufintensiven Dort-
sogar den Hilferuf „Shinji, komm‘ Japaner Kagawa auch in dessen fen, dem Land seiner sportlichen munder Stil mit Pressing und Ge-
endlich zurück“ absetzte. Mittler- erster Zeit beim BVB ab 2010 mit Träume. Währenddessen ließ Groß- genpressing hat Kagawa natürlich
weile kündet dort unter seinem Pro- Rat und Tat zur Seite stand. Die kreutz sich auch von neuer Kon- nach wie vor intus. „Man kann nicht
filnamen „Fisch- ersten Brocken kurrenz nicht verdrängen, sondern erwarten, dass er gleich so gut ist
kreutz“ auch der Deutsch sowie festigte seinen Ruf als zuverlässiger, wie in seinem besten Spiel vor zwei
Fotobeweis aus „Wir brauchen nicht viele die Fangesänge äußerst vielseitiger Dauerrenner, Jahren“, sagt Trainer Jürgen Klopp.
der BVB-Kabine Worte, um uns zu verstehen.“ der Südtribüne der alle möglichen Herausforde- „Aber da sind viele Dinge, die er
von der Wieder- lernte Kagawa rungen dank großer Spielintelli- noch auf seiner Festplatte hat. Er
vereinigung der KE VIN GROßKREU T Z von ihm, gemein- genz meistert. In der vorigen Sai- kann extrem gut kicken, was ganz
Freunde. Groß- sam übte man son bestritt er 33 von 34 möglichen praktisch ist. Und wir sorgen nun
kreutz und Kagawa sind dort zu se- auch Schmähgesänge auf Erzriva- Bundesligaspielen. Zunächst als für das Umfeld, dass er das auch
hen vor ihren Schränken, ein Selfie. le Schalke – die Großkreutz zum Vertreter des verletzten Lukasz wieder glaubt.“
Ohnehin versorgt Großkreutz Beispiel auch Henrikh Mkhitaryan Piszczek, später mit wechselnden Sprich: Ein wenig ist dem Edel-
über dieses Internetportal seine An- einimpfte. Im Gegenzug schnappte Aufträgen. Trotz starker Konkurrenz techniker in Manchester der Glaube
hänger fleißig mit Schnappschüs- der Deutsche auch ein paar japani- war Großkreutz unverzichtbar. Die an die eigenen Stärken verloren ge-
sen aus seinem Privatleben: Kevin sche Wörter auf, mag aber nicht so Aufgabe als rechter Verteidiger löste gangen. Der BVB sorgt für seelische
und Lukas Podolski, Daumen hoch, gern sagen, bei welcher Gelegen- er taktisch stark und mit gewohn- Streicheleinheiten – im Speziellen
im Stadion; Kevin mit seinem Bru- heit man diese anbringen könnte. ter Dynamik, weiter vorne bringt
der Lenny und der WM-Medaille; „Wir verstehen uns sehr gut, er ebenfalls gewinnbringend seine Lesen Sie weiter auf Seite 16
Fotos aus dem Mannschaftsbus, auf und neben dem Platz“, findet
vor dem Flug zum Auswärtsspiel; Großkreutz, „da brauchen wir meist ANZEIGE
die frisch auf die linke Schulter tä- nicht viele Worte.“ Ein bisschen
towierte WM-Trophäe nebst Meis- klappt es auf Englisch, „ansonsten
terschale und DFB-Pokal; Kevin, benutzen wir die Fußballerspra-
der mit breitem Grinsen in einen che“. Irgendwie werden sie sich im-
Döner beißt; Familie Großkreutz mer einig. Die deutsch-japanische
beim Grillen; und ein kleiner Gruß Chemie stimmt offenbar, wobei die
an den verletzten Marco Reus: Gesprächsanteile offensichtlich
„Gute Besserung, Bruder! Immer ganz eindeutig verteilt sind: Groß-
positiv denken! Bin immer für dich kreutz plaudert, Kagawa hört zu. Es
da! Haben schon so viel zusam- scheint beiden zu gefallen.
men erlebt!“ Verewigt ist da natür- Beim vielumjubelten Kagawa-
lich auch die Ice Bucket Challenge. Comeback waren die Früchte der
Kevin wurde von Lukasz Piszczek Partnerschaft auch auf dem Rasen
aufgefordert, unterzog sich dem zu sehen. Kagawa durfte im zentra-
Schwall Eiswasser und nominier- len Mittelfeld ran, Großkreutz links
te die Herren Podolski, Schwein- neben ihm. Das passte auf Anhieb.
steiger und natürlich Kagawa, der Kagawa fremdelte kein bisschen,
auch prompt lieferte, damals noch zeigte sich dem großen, überbor-
in Manchester. denden Erwartungsdruck gewach-
16 BUNDESLIGA kicker, 22. September 2014

Fortsetzung von Seite 15 formiert war, dass Kagawa unter besondere Erinnerungen mit dem einmalig“, erinnert sich Großkreutz,
der unbefriedigenden sportlichen am Samstag anstehenden Derby. „als wären wir Meister geworden.“
Großkreutz. Auch durch dessen Un- Entwicklung bei Manchester United Beim Ur-Dortmunder Großkreutz Am Samstag ist wieder Derby-
terstützung fühlt sich der sensible litt. „Es ist ja bekannt, dass beson- ist es die quasi in die Wiege geleg- zeit. Auf das Wiedersehen mit Be-
Kagawa wieder bestens aufgehoben ders das zweite Jahr in Manchester te und intensiv gelebte Abneigung nedikt Höwedes und Julian Drax-
und akzeptiert. Und so waren gleich für mich sehr schwierig war“, er- gegen den königsblauen Rivalen. ler, den Mitbewohnern der WG in
beim ersten Auftritt des Japaners in zählt der Japaner. „Der Trainer hat Kagawa dagegen erlebte auf Schalke Brasilien, freut sich Großkreutz
seinem mehr als 80 000 Zuschauer kaum auf mich gesetzt, es lief insge- seine erste Sternstunde in Deutsch- mächtig – auch wenn beide wohl
fassenden Wohnzimmer im Ruhr- samt auch vieles schief. Mein Herz“, land. Nach dem 3:1 in Gelsenkir- verletzt oder gesperrt nicht spielen
gebiet wieder erstaunliche Kabi- versichert Kagawa, chen vor fast ge- werden. Das Derby elektrisiert den
nettstückchen zu bestaunen. „war ohnehin im- nau vier Jahren, als BVB-Fan und -Angestellten nach
Um dem Rückkehrer den Ein- mer beim BVB.“ „Mein Herz war ohnehin Kagawa zwei Tref- wie vor. Pikant: Während des WM-
stieg zu erleichtern, hatte Klopp Nicht nur we- immer beim BVB.“ fer erzielte, wider- Turniers genoss Großkreutz die
sein Team gegen Freiburg wieder gen Kevin Groß- fuhr ihm ungeahn- Nähe der königsblauen Kollegen.
im 4-2-3-1 antreten lassen, mit Ka- kreutz spürt Kaga- SHINJI K AG AWA te Zuneigung der „Das hat perfekt funktioniert, auch
gawa in der Schaltzentrale neben wa die alte, neue Fans. Es war ein über sonstige Rivalitäten hinweg“,
Kumpel Großkreutz. Zumindest Nestwärme in Dortmund, sondern Abendspiel, und als der Dortmun- erinnert sich Großkreutz. Logisch
phasenweise trumpfte der Japaner fühlt sich auch sportlich bei der der Mannschaftsbus nachts wieder aber auch, dass am Samstag jeder
so auf, als wäre er nie weg gewesen: Borussia exzellent aufgehoben. in der Heimat eintraf, erwarteten Schalker ein Gegner ist, den es mit
mit schnellen Wendungen, wohl- „Ich wollte nur zum BVB. Jürgen Hunderte begeisterte BVB-Anhän- allen erlaubten Mitteln zu besiegen
temperierten Pässen in die Spitze Klopp ist der Trainer, der meine ger ihre Lieblinge mit Fackeln und gilt. „Ein Derby“, stellt Großkreutz
und rascher Spielauffassung. Qualitäten am besten kennt und Sprechchören und trugen Kagawa klar, „kennt keine Freunde.“
„Ich kann mich überhaupt nicht ideal einsetzen kann. Seine Art, und andere Spieler buchstäblich auf Eines allerdings steht bereits lan-
auf dem ausruhen, was hier in der Fußball spielen zu lassen, kommt Händen durch die Nacht. Damals ge vor dem Anpfiff auf Schalke fest:
Vergangenheit passiert ist. Es ist ein mir enorm entgegen.“ gab es auch die Uraufführung der Wiederholt die Borussia den Derby-
Neustart für mich“, sagt der Rück- Nun soll er langsam aufgebaut Jubelarie „Kagawa-Shinji“, die die Coup von 2010 mit Shinji Kagawa
kehrer. Klar, dass ihm dabei Kumpel werden, doch das nächste Ziel hat begeisterten Fans anstimmten und und Kevin Großkreutz, dann sind
Kevin als Erster zur Seite sprang, der Japaner klar vor Augen. Denn auch nach Kagawas Rückkehr ins garantiert ein paar frische Selfies
der natürlich stets brühwarm in- wie sein Busenfreund verbindet er Revier wieder schmettern. „Das war fällig. O L I VE R B I T T E R

Heim-Spieler: Hertha und Paderborn ganz vorne


Fußball-Nostalgie? Von wegen! In 12 von 18 Bundesligakadern stehen aktuell Spieler,
die auch in der jeweiligen Stadt geboren sind.
Hand aufs Herz:
Kagawa bekommen Hertha BSC 6 Eintracht Frankfurt 2
die seelischen Änis Ben-Hatira Timothy Chandler
Streicheleinheiten John Anthony Brooks Joel Gerezgiher
von Großkreutz gut. Sascha Burchert
Marius Gersbeck Hannover 96 2
Hany Mukhtar Timo Königsmann
Nico Schulz Yannik Schulze
SC Paderborn 07 6 FC Schalke 04 2
Martin Amedick Kaan Ayhan
Nachhilfe: Großkreutz Lukas Kruse Marcel Sobottka
brachte Kagawa Viktor Maier
bereits bei, wie in Alexander Nübel VfB Stuttgart 2
Deutschland Titel Mahir Saglik Odisseas Vlachodimos
gefeiert werden. Christian Strohdiek Timo Werner
1. FC Köln 5 Werder Bremen 1
Patrick Helmes Julian von Haacke
Timo Horn
Thomas Kessler Bayern München 1
Marcel Risse Philipp Lahm
Abflug mit Schale: André Wallenborn
Nach dem Gewinn des SC Freiburg 0
Doubles ging Kagawa FC Augsburg 3
ohne Großkreutz Arif Ekin
nach Manchester. Raphael Framberger TSG Hoffenheim 0
Ioannis Gelios
Bayer 04 Leverkusen 0
Hamburger SV 3
Ashton-Phillip Götz
Philipp Müller 1. FSV Mainz 05 0
Fotos: imago (2), firo (2)

Ville Matti Steinmann


Ziemlich beste Bor. Mönchengladbach 0
Freunde? Seit der WM Borussia Dortmund 2
ist auch der Schalker Kevin Großkreutz
Julian Draxler (M.) ein Marco Reus VfL Wolfsburg 0
Großkreutz-Kumpel.
18 BUNDESLIGA

Thorsten Fink 1 Rodolfo Cardoso 2


14. September 2013 21. September 2013
Das 2:6 beim BVB ist sein Der U-23-Coach und Otto
letztes Spiel als Trainer. Drei Addo übernehmen nach
Tage später muss er gehen. Fink – für zwei Pflichtspiele.

E
des Wahns
i n
inn
3

s
Bert van Marwijk
15. Februar 2014
Der Niederländer versucht
sich nach Cardoso, nach
fünf Monaten ist Schluss.

Mirko Slomka
4 Joe Zinnbauer
5
15. September 2014 20. September 2014
Er hält die Klasse, schafft Der Trainer der U 23 ist seit
aber nicht den Umschwung. 16. 9. Chefcoach, holt ein
Nun kommt das Aus. Remis gegen die Bayern.
ANZEIGE
kicker, 22. September 2014 19

D
ie Satire-Website Der Postillon hatte vergan- begnadigt, später abermals gestrichen wurden.
genen Dienstag um die Mittagszeit einen Slomka reaktivierte sie, strich dafür rigoros wie-
ganz eigenen Ansatz zum einst großen Ham- der andere. Fink setzte auf Ballbesitz, war zudem
burger SV. „Nach der Entlassung von Trainer ein echter Motivator, van Marwijk, der auf den
Mirko Slomka hat sich der HSV mit sofortiger Ex-Münchner und auf Interimscoach Rodolfo
Wirkung auch von dessen Nachfolger getrennt. Cardoso folgte, als Typ das Gegenteil. Fußballe-
Mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme will der risch indes setzte auch er auf Dominanz. Slomka
Klub der unausweichlichen Tatsache, dass auch schließlich vollzog den Stilbruch, predigte das
Slomkas Nachfolger scheitern wird, zuvorkom- schnelle Umschaltspiel. „Das“, räumt Heiko Wes-
men.“ Dietmar Beiersdorfer ist ein humorvoller termann ein, „war natürlich eine Umstellung.
Mensch und hätte vermutlich schmunzeln kön- Unser Spiel war lange auf Ballbesitz ausgerichtet,
nen über die Satire – wenn sie nicht so real wäre. das musste sich erst finden.“
Joe Zinnbauer übernahm an jenem Nachmit- Doch Slomka verlor auf seinem Weg die
tag des 16. Septembers, wenige Stunden nach Mannschaft. Weil er die Spieler mit seiner Art
der Verbreitung dieser Meldung, die Nachfolge der Menschenführung nicht auf seine Seite
von Slomka, treffenderweise mit dem Zusatz brachte. Und weil sich der HSV während seiner
„Bis auf Weiteres“ und debütierte am vergange- siebenmonatigen Amtszeit komplett veränderte:
nen Samstag gegen den FC Bayern. Als Trainer Aufsichtsrat, Vorstand und Sportchef wurden
Nummer fünf binnen zwölf Monaten. Seit fast ausgetauscht, Beiersdorfer will endlich wieder
auf den Tag genau ein Jahr zuvor Thorsten Fink Wärme in den Verein transportieren. „Wir brau-
gehen musste, ist der Wahnsinn Programm in chen eine ganz neue Identität.“ Dass Slomka

r
der Hansestadt. Ein Jahr Real-Satire. dazu nicht passte, hatte er frühzeitig erkannt.

h
Und deshalb nach nur drei Spieltagen der neuen

Ja
Saison am 15. September gehandelt.
Der Schlusspunkt hinter zwölf Monate, die
viele Opfer brachten beim Dino. Mit Slomka
musste auch der vierköpfige Trainerstab gehen.
„Wir brauchten dieses Zeichen, diesen völligen
Neuanfang“, sagt Beiersdorfer. Er hat in nur weni-
gen Wochen durchschaut, dass er den HSV kom-
plett neu erfinden muss, dass sowohl der Verein
als auch viele handelnde Personen nachhaltig
geschwächt sind vom jahrelangen Niedergang
und von internen Querelen. „An der Raute wurde
gezerrt und gezogen“, wählt der 50-jährige Franke
einen bildlichen Vergleich. Um das Bild wieder
gerade zu rücken, braucht er nun neue Kräfte.
Von Fink bis Zinnbauer – in Beiersdorfer hat den Nachwuchsbereich neu
den zurückliegenden zwölf geordnet, den Profibereich ebenso. Ab dem
1. Oktober wird noch Peter Knäbel als neuer
Monaten wirkten fünf Trainer Sportdirektor dazugehören, dann ist der Umbau
beim HAMBURGER SV . Wechsel, abgeschlossen, von dem nur einer verschont
wurde: Athletiktrainer Markus Günther, ganz und
mit denen eine Entwicklung gar unverdächtig, irgendeinem Lager zugehörig
der Profis unmöglich wurde. zu sein. Der 47-Jährige kam im Juli 2003 nach
Hamburg. Sein Chef damals hieß für die ersten
drei Monate Kurt Jara, seitdem erlebte er inklu-
sive aller Interimslösungen 16 Trainer.
Fünf Trainer in zwölf Monaten – auf diesen Ein wenig Wahnsinn also steckte auch schon
Verschleiß kommt kein anderer Bundesligist vor den zurückliegenden zwölf Monaten in dem
auch nur annähernd. Zum Vergleich: Selbst in Traditionsklub.
Köln, wo der Trainerstuhl grundsätzlich lange Oliver Kreuzer wird die (kurze) Zeit nie ver-
einem Schleudersitz glich, wirkten fünf Chefs gessen. „Ein Wahnsinnsjahr. So etwas habe ich
in immerhin drei Jahren, der FC Bayern be- noch nie erlebt“, sagt der Ex-Sportchef und erin-
schäftigte fünf Trainer in fünf Jahren, Borussia nert daran, dass im Februar eigentlich noch ein
Dortmund in den zurückliegenden zehn Jahren ganz anderer Wechsel geplant war. Felix Magath
nur drei. Hamburg hingegen befindet sich in sollte auf Wunsch des alten Aufsichtsrates gleich
einem ständigen Umbruch, der erklärbar macht, sämtliche Amtsinhaber ablösen: den Vorsitzen-
weshalb Ex-Coach Slomka schon unmittelbar vor den, den Sportchef und den Trainer. Kreuzer:
seinem Abschied festgestellt hat, „dass Spieler, „Einen Tag vor dem Pokalviertelfinale gegen
die nach Hamburg kommen, hier regelmäßig Bayern München wussten wir nicht, ob Bert van
hinter den Erwartungen bleiben“. Auch Boss Bei- Marwijk auf der Bank sitzt oder Magath. Und
ersdorfer stützt diese These. „Die Kräfte, die auf auch nicht, ob wir alle noch im Amt sind.“ Der
den Verein in der Vergangenheit gewirkt haben, frühere Mittelfeldstar Magath wollte sich sat-
machen nicht vor der Kabine halt.“ Zumal sowohl zungsgemäß zum Vorsitzenden ernennen lassen
dort als auch auf dem Übungsplatz ein ständiger und hätte in dieser Funktion dann das restliche
Fotos: Witters (4), fishing4

Paradigmenwechsel erfolgt. Personal ausgetauscht, sich selbst zum Coach


Mit den Trainern änderten sich auch die Phi- bestimmt. Kreuzer konstatiert: „Im Nachhinein
losophien. Weil dem Klub die Führung fehlte, kann man das alles gar nicht glauben.“ Für den
passierte zumeist das, was der jeweilige Coach einen oder anderen satirischen Beitrag hat der
wollte. Fink sortierte eine Handvoll Profis aus, HSV während seines Jahr des Wahnsinns also
die unter Bert van Marwijk zunächst wieder selbst gesorgt. S E BA S T I A N W O L F F
kicker, 22. September 2014 % -TOP-THEMA 21

Kopfloser Kampf gegen die Krise

Auch nach sechs Pflichtspielen wartet


SCHALKE weiter auf einen Sieg. Die Krise
spitzt sich zu – weil es an Disziplin und
einem funktionierenden Konzept fehlt.

Z
umindest für den Moment spiegelte sich im nicht nur Mitspieler Dennis Aogo, „hätten wir Trainer Jens Keller (43) kritisierte fehlende Bewe-
Abgang von Kevin-Prince Boateng (27) ein mit Sicherheit gewonnen.“ Damit nicht genug: gung und Kreativität hinterher zu Recht und be-
gewisser Realitätsverlust wider. „Die sollen Angesichts der chronischen Verletztenmisere merkte, in der Pause „deutliche Worte“ gefunden
den Schiedsrichter interviewen“, zischte der wiegen die neuerlichen Ausfälle doppelt schwer. zu haben. Diese verfehlten ihre Wirkung offenbar
„Leader“ beim Verlassen der Katakomben und Boateng fehlt am Dienstag bei Werder, Draxler nicht – doch muss sich der Fußballlehrer eben
ließ die Journalisten ansonsten kommentarlos auch am Samstag im Derby gegen Dortmund auch ans Revers heften, dass die Einstellung
stehen. Schiedsrichter Markus Schmidt (41) als und womöglich noch länger (siehe Seite 34). Di- seines Teams zunächst einmal nicht passte.
Sündenbock für die erneut verpasste Chance auf lettantische Blackouts zweier etatmäßiger Leis- „Wir waren überrascht, wie defensiv Frankfurt
den ersten Saisonsieg? Weit gefehlt. Tatsächlich tungsträger, die weitreichende Rückschlüsse aufs aufgetreten ist“, räumte Aogo ein und klang ob
hatte der Unparteiische entscheidend mitge- aktuelle Schalker Nervenkostüm zulassen. der gegnerischen Ausrichtung beinahe belei-
holfen, dass immerhin ein Remis für Schalke Kampfgeist war den Königsblauen wie schon digt: „In der Bundesliga habe ich das so extrem
heraussprang: Frankfurt beim Handspiel Kaan in Chelsea auch gegen Frankfurt nicht abzuspre- defensiv ehrlich gesagt auch selten erlebt. Aber
Ayhans (19) einen klaren Strafstoß verweigert, chen. Doch derart kopflos lässt sich die Krise vielleicht haben wir uns mit dem Spiel in Chel-
dann Schalke nach Medojevics Handspiel einen mit nun sechs Pflichtspielen (inklusive Pokal sea ja diesen Respekt erarbeitet.“ Die Wahrheit
unberechtigten Elfmeter zugesprochen. und Champions League) ohne Sieg gewiss nicht dürfte sein: Wenn Schalkes Kontrahenten, wie
Alles andere als ein „Doppelfehler“ waren bewältigen. Abgesehen von den Platzverweisen zuletzt schon Gladbach und Hannover, aus ei-
dagegen die Feldverweise gegen Boateng und muss diese Diagnose auch für den Auftritt bis ner Konterhaltung heraus spielen, dann vor al-
den Kollegen Julian Draxler (21). So von Sinnen zum Anschlusstreffer gelten. lem deshalb, weil sie davon
wie Boateng nach dem Abpfiff hatten beide Stars Wieder einmal zeigten sich ausgehen dürfen, dass den
Ohne Sieg zuletzt 2010
Fotos: firo Sportphoto; TEAM2sportphoto (2)

auch schon auf dem Platz agiert. Im Laufduell Schalkes gravierende Proble- Gelsenkirchenern das pas-
mit Hasebe signalisierte der bereits verwarnte me gegen eine massierte De- sende Gegenmittel fehlt. Ein
Schalkes Bilanz nach vier Spieltagen
Boateng per Handzeichen, dass er keinesfalls ckung. Von einem passenden Problem, das Keller schnells-
war zuletzt 2010/11 schwächer.
foulen wolle – und stellte dem Gegner dann ein Offensivkonzept mit funktio- tens lösen muss, auch unter
Saison Punkte S-U-N Platz Saison-
Bein. Gelb-Rot mit Ansage. Wenig später trat nierenden Spielzügen keine ende
erschwerten personellen
Draxler gegen Carlos Zambrano nach, aus völlig Spur. Dabei stand mit Hun- 2014/15 2 0–2–2 16. ? Bedingungen. Denn bei le-
heiterem Himmel. Glatt Rot war die einzig logi- telaar, Draxler, Meyer und 2013/14 4 1–1–2 13. 3. diglich zwei Punkten aus
sche Konsequenz. Erklärbar ist das nicht einmal Choupo-Moting außer dem 2012/13 7 2–1–1 5. 4. vier Partien droht die Zeit
mit etwaigem Frust: Schalke hatte gerade einen Langzeitverletzten Farfan 2011/12 9 3–0–1 2. 3. der mildernden Umstände
0:2-Rückstand ausgeglichen und schien auf der diesmal die Top-Besetzung 2010/11 0 0–0–4 18. 14. allmählich abzulaufen.
Siegerstraße. „Ohne die Platzverweise“, fand im Angriff zur Verfügung. THIEMO MÜLLER
22 BUNDESLIGA

Neues
KOMMENTAR Der erste Schritt als Bundesliga-Coach ist
von Jean-Julien Beer gelungen. Weil JOE ZINNBAUER (44) bei seinem
kicker-Chefredaktion HSV-Debüt mehr als ein Heißmacher war.
Resignation hilft
Leben D
er Sonntag bildete keine Aus- lich, positiv. Seine Spieler kennen
beim Handspiel nicht nahme. Joe Zinnbauer stand
wie an jedem Tag der abgelau-
noch ganz andere Seiten an ihrem
neuen Coach: die leidenschaftliche

T
homas Schaaf
brachte es auf
den Punkt: „Wie
fenen Woche im Mittelpunkt des
Interesses, diesmal in dem der Au-
togrammjäger. Und er gab sich wie
und die taktische.
„Mit seiner Ansprache hat der
Trainer in der Kabine Gänsehaut-
wir im Fußball bisher immer: verbindlich, freund- stimmung erzeugt“, verrät Tolgay
mit Handspiel
umgehen, das
geht so nicht.“ Fehlentscheidun-

Neue
gen benachteiligten Frankfurt auf
Schalke. Wie viele Profis sagt auch
Schaaf, er wisse nicht mehr, was
Handspiel ist. Resignation macht
sich breit nach ewigen Debatten.

Taktik
Die fatale Folge: Viele haben
keine Lust mehr, sich sachlich da-
mit zu beschäftigen. Die krassen
Fehler auf Schalke lagen nämlich
nicht an der schwammigen Regel
oder der unsäglichen Grauzone;
es waren Wahrnehmungs- oder
Stellungsfehler des Schiedsrich-
ters. Hätte das Gespann zudem
die Chance gehabt, wenigstens
kurz das Fernsehbild zu sehen,
wären beide Handspiele anders
bewertet worden und das Spiel
wohl anders ausgegangen. Natür-
lich: Der Videobeweis würde das
Problem einer nicht alltagstaugli-
chen Handspielregel nicht kom-
plett lösen. Aber alle eindeutigen
Fälle wären schnell geklärt und
der Kern des Problems wieder Guter Einstand:
sichtbar: der zu große Ermessens- Zinnbauer besteht gegen
spielraum bei der „Vergrößerung Guardiolas Bayern.
der Körperfläche“. Einige wün-
schen sich die simple Form: jedes
Handspiel ahnden. Die Gefahr
dabei: Neuen Absurditäten wären
im wahrsten Sinne des Wortes Tür SCHIEDSRICHTER: Gleich mehrere Fehlentscheidungen
und Tor geöffnet. Wäre das bes-
ser? Sicher ist: Resignation hilft
nicht, sondern nur noch Handeln.
Schaaf schimpft: „Das ist
?
1Zlatko Junuzovic nimmt kein
WIR Blatt vor den Mund: „Für mich hatte
ein elfmeterwürdiges Handspiel
von Kaan Ayhan nicht geahndet.
fassungslos macht“, sagte Vorstand
Heribert Bruchhagen. Für Schaaf
WOLLTEN’S der Schiedsrichter kein Bundesli-
ganiveau“, sagt der Bremer harsch.
Auf der Gegenseite gab es Strafstoß
gegen die Eintracht, weil Slobodan
waren alle drei Fehlentscheidungen
„eine massive Beeinflussung“.
WISSEN Werder in Wut. Sauer auf den Un- Medojevic am Boden liegend ein Der Aufreger in Augsburg:
parteiischen Marco Fritz. Nur ein Zuspiel von Draxler mit dem Kör- Schiri Fritz bekam die volle Bremer
Wäre es gerechter, einfach Fall von mehreren. per und dem Arm verhinderte. Breitseite ab. „Er hat alles abgepfif-
jedes Handspiel zu ahnden? Der Aufreger auf Schalke: „Eine Fehlentscheidung, die mich fen, man konnte nicht den Körper
„Wenn man wie wir in einer Wo- einsetzen. Das war von der Zwei-
Ja 26,2 % che solche Entscheidungen erleben kampfbewertung einfach schlecht“,
muss, ist das schwer zu verdauen“, meint Trainer Robin Dutt. Und
Nein 73,8 % sagt Frankfurts Trainer Thomas besonders wegen des Strafstoßes
Foto: picture-alliance

Schaaf. Gegen Augsburg war ein zum 2:1 des FCA. Verhaegh schlägt
2 725 Teilnehmer www.kicker.de Strafstoß nicht gegeben worden, den Ball in den Strafraum, Mölders
Ihre Meinung ist uns wichtig. weil das Headset nicht funktionier- versucht, im Abseits stehend mit
Diskutieren Sie die Frage mit uns te. Dieses Wochenende wurde auf einer Grätsche ranzukommen, ver-
auch auf Facebook, wo Sie Schalke, wo der Unparteiische der fehlt um Zentimeter, der im Rück-
die wichtigsten Meldungen und
Videos kommentieren können. Vorwoche, Manuel Gräfe, Vierter Handspiel? Frankfurts Medojevic raum heranbrausende Bobadilla
Über 230 000 kicker-Fans sind dabei. Offizieller bei Markus Schmidt war, blockt Draxlers Flanke. wird von Bartels gefoult – Elfmeter.
kicker, 22. September 2014 23

Arslan. Worte, die fer. Der 50-Jährige


Sagen
den gebürtigen
Oberpfälzer be-
rühren. „Wenn
macht ein bisher
vermisstes Gefühl
aus: „Team, Trai-
Sie mal . . .
ich das höre, be- ner und Klub ha- Michael Born
komme ich selbst ben sich am Sams- 46, MANAGER SC PADERBORN
Gänsehaut.“ Teil tag positiv gezeigt.
eins seiner Missi- Gut gemacht: Zinnbauer Alles fühlt sich da-
on ist damit schon gratuliert Drobny (oben) durch anders an.“ Herr Born, Ihr Präsident wollte mit zehn unseren Möglichkeiten das Opti-
gelungen: Dietmar und weist Green ein Neues Leben, Punkten zum Spiel nach München fah- male rausholen und ein möglichst
Beiersdorfer hatte neue Taktik – und ren, jetzt sind es „nur“ acht. Konnten unangenehmer Gegner sein.
sich von Zinnbau- tatsächlich auch Sie Herrn Finke mit dem Sprung auf Wie groß ist die Gefahr, dass man
ers Inthronisie- ein neuer Anfang? Platz 1 am Samstag besänftigen? in diesem Spiel mit einer deutlichen
rung versprochen, In der Vergangen- Unser Präsident hat mich am Niederlage einen Dämpfer erleidet und
dass er „die Mann- heit hat der HSV Sonntagmorgen angerufen. Er die Euphorie verfliegt?
schaft packt“. ersten Schritten ist mit der Punkteausbeute und Natürlich kann man dort auch
Allein auf die regelmäßig nicht auch mit der Tabellensituation mehrere Gegentore bekommen,
Emotionalisierung den entscheiden- sehr zufrieden. aber damit sollten wir uns nicht
indes lässt sich den zweiten fol- Sie auch? beschäftigen. Wir haben in den
Zinnbauers Start gen lassen. „Wir Absolut, ja. Wenn wir uns einen vergangenen drei Spielen defen-
nicht reduzieren. sind jetzt nicht im Start in die Bundesliga hätten ma- siv sehr stabil gestanden. Wir ver-
Er hat, obwohl im selben System siebten Himmel, haben nur zwei len können, hätte das Bild genau suchen, in München unsere beste
wie Mirko Slomka agierend, auch Punkte und immer noch kein Tor“, so ausgesehen. Leistung auf den Platz zu bringen.
taktische Dinge verändert. „Wir mahnt Holtby, und auch Beiersdor- Was passiert nun mit der Tabelle? Dann müssen wir schauen, wofür
haben die Abstände in der Mitte fer weiß: „Wir kennen das Problem, Für die Mannschaft ist es eine das reicht.
sehr eng gehalten“, erklärt Johan dass es nach guten Spielen oft Rück-
Djourou, „daran haben wir in der schläge gab. Wir haben jetzt die gro-
gesamten Woche hart gearbeitet.“ ße Möglichkeit, die Eindrücke aus
Arslan ergänzt: „Wir wollten drauf- der Vergangenheit zu revidieren.“
„Man sollte überlegen,
gehen, standen kompakter. Jeder Zinnbauer nährt die Hoffnun-
Einzelne wusste, wie er zu stehen gen. Weil er selbst vorlebt, wie An-
die Tabelle als
hatte.“ Neben atmosphärischen fangserfolge am besten verarbeitet
Störungen, die die Endphase unter werden: Er lobt seinen Vorgänger
Slomka begleitet hatten, war ein („Mirko hat mir eine Mannschaft in
Tapete rauszugeben“
entscheidender Kritikpunkt am top Fitness-Zustand hinterlassen“), schöne Momentaufnahme und Was sagt die Tabelle über das Leis-
Ex-Trainer genau dieser: Er entwi- zementiert die Torwartentschei- für die Fans etwas Besonderes. tungsvermögen Ihrer Mannschaft aus?
ckelte trotz verschiedener perso- dung für Jaroslav Drobny und ge- Die Verantwortlichen unseres Wie gesagt, es ist eine schöne Mo-
neller Besetzungen kein passendes gen René Adler, auch ohne die alte Fanshops sollten sich überlegen, mentaufnahme. Das zeigt höchs-
Fotos: Fishing 4 (2), Baering

Defensivkonzept. Zinnbauer hin- Nummer 1 zu demontieren („Mei- ob sie eine Tapete mit der Tabelle tens, dass die Mannschaft einen
gegen bekam den HSV binnen drei ne schwerste Entscheidung, wir rausgeben. guten Start erwischt hat und in
Trainingstagen dicht. Vom Boss haben zwei starke Keeper“), zeigt Wird also bei Ihnen zu Hause dem- der Liga angekommen ist. Nicht
gibt es daher ein großes Lob. „Er bei aller Emotionalität Demut. Das nächst renoviert? mehr und nicht weniger.
hat in seiner ersten Woche alles garantiert noch keinen Neustart. Bei mir nicht, nein. Man hat den Eindruck, in Paderborn
gehalten, was wir uns von ihm ver- Es ist aber zumindest ein Anfang. Sie haben vor einigen Jahren mal bei besteht immer der Verdacht, dass man
sprochen haben“, sagt Beiersdor- S E BA S T I A N W O L F F den Bayern hospitiert. Jetzt kommt der von allen nur belächelt wird. Wie viel
ehemalige Lehrling als Tabellenführer Genugtuung ist nun dabei?
zurück nach München. Wie schwer In der 2. Liga ist es auch so gewe-
erhitzen die Gemüter in der Liga wird es für die Bayern, Paderborn zu sen. Da haben alle gesagt, Pader-
schlagen? born steigt ab. Am Ende sind wir

schwer zu verdauen“ Das waren damals nur ein paar


Tage, aber es war schon sehr inte-
ressant zu sehen, wie ein Klub auf
diesem Niveau arbeitet. Die Bay-
aufgestiegen. Jetzt haben uns alle
als Absteiger Nummer eins gese-
hen, der Schwierigkeiten haben
würde, die Punktausbeute von
„Dass Mölders im Abseits steht, umstrittenen Freistoß, der zum ern sind eine der besten Mann- Tasmania Berlin zu erreichen.
hätte zumindest der Linienrichter 2:2 führte, deutliche Worte. In der schaften der Welt, wenn nicht die Natürlich freut es einen, wenn
sehen müssen“, klagt Bartels. Fritz vierten Minute der Nachspiel- beste. Von daher ist es für uns man das widerlegen kann.
war nach der Partie selbst verun- zeit feuerte Ronny einen Schuss eine Riesenherausforderung. Und wohin geht es in dieser Saison?
sichert, was denn nun richtig war, ab, den SC-Keeper Roman Bürki Aber wir freuen uns unheimlich, Hoffentlich zum Klassenerhalt.
verweigerte dem TV-Sender Sky ein mit einem tollen Reflex über das dass wir uns mit Weltmeistern Alles andere wäre vermessen.
Statement, wollte erst Rücksprache Tor lenkte. Zeitgleich zum Schuss messen dürfen. Wir wollen mit I N T E RVI E W : JA N R E I N O L D
mit seinen Vorgesetzten bei DFB rutschte Mike Frantz strafwürdig
und DFL halten. Am Ende bekam in den Herthaner herein. Eine ANZEIGE
er die (nicht erhoffte) Bestätigung: äußerst knifflige Szene. Pikanter-
Mölders Aktion wäre als Abseitsstel- weise entschied Schiedsrichter
lung zu ahnden gewesen, weil der Florian Meyer zunächst auf Ecke,
FCA-Stürmer sich aktiv um den Ball bevor er den Freistoß gab. Dieser
bemüht und damit Torhüter Wolf Entschluss lag zwar in seinem Er- BUNDESLIGA – Der Stand nach dem 4. Spieltag
irritiert hatte. messensspielraum, nachvollziehba- 4 weiße Westen: Timo Horn (1. FC Köln)
Der Aufreger in Freiburg: rer wäre es aber gewesen, die Vor- 3 weiße Westen: Lukas Kruse (SC Paderborn 07)
x„Ich fühle mich im wahrsten Sin- teilsregel anzuwenden und es beim 2 weiße Westen: fünf Torhüter
ne des Wortes beschissen“, wählte Eckball zu belassen. M . E B E RT / Die Gesamtübersicht finden Sie unter www.polarweiss.com
Präsident Fritz Keller nach dem J. F R A N Z K E / G . M O I S S I D I S
24 BUNDESLIGA

zu Hause auswärts
4. SPIELTAG BUNDESLIGA Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt.
1. (5) SC Paderborn 07 (N) 4 2 2 0 7:2 +5 8 3 1 2 0 4:2 5 1 1 0 0 3:0 3
19. 9. – 21. 9. 2014
2. (7) 1. FSV Mainz 05 4 2 2 0 7:3 +4 8 2 1 1 0 2:0 4 2 1 1 0 5:3 4
SC Freiburg – Hertha BSC 2:2 (1:1) 3. (8) TSG Hoffenheim 4 2 2 0 6:2 +4 8 2 1 1 0 3:1 4 2 1 1 0 3:1 4
FC Schalke 04 – Eintr. Frankfurt 2:2 (1:2) 4. (2) Bayern München (M, P) 4 2 2 0 5:2 +3 8 2 2 0 0 4:1 6 2 0 2 0 1:1 2
FC Augsburg – Werder Bremen 4:2 (2:1) 5. (1) Bayer 04 Leverkusen 4 2 1 1 10:9 +1 7 2 1 1 0 7:5 4 2 1 0 1 3:4 3
VfB Stuttgart – TSG Hoffenheim 0:2 (0:1) 6. (3) Hannover 96 4 2 1 1 4:3 +1 7 2 2 0 0 4:1 6 2 0 1 1 0:2 1
Hamburger SV – Bay. München 0:0 7. (5) Bor. Mönchengladbach 4 1 3 0 5:2 +3 6 2 1 1 0 5:2 4 2 0 2 0 0:0 2
SC Paderborn – Hannover 96 2:0 (0:0) 8. (9) 1. FC Köln (N) 4 1 3 0 2:0 +2 6 2 0 2 0 0:0 2 2 1 1 0 2:0 4
FSV Mainz 05 – Bor. Dortmund 2:0 (0:0) 9. (12) FC Augsburg 4 2 0 2 7:7 0 6 2 1 0 1 6:5 3 2 1 0 1 1:2 3
VfL Wolfsburg – B. Leverkusen 4:1 (2:1) 10. (4) Borussia Dortmund 4 2 0 2 6:7 -1 6 2 1 0 1 3:3 3 2 1 0 1 3:4 3
1. FC Köln – Mönchengladbach 0:0 11. (13) VfL Wolfsburg 4 1 2 1 8:6 +2 5 2 1 1 0 6:3 4 2 0 1 1 2:3 1
12. (10) Eintracht Frankfurt 4 1 2 1 5:5 0 5 2 1 0 1 1:1 3 2 0 2 0 4:4 2
5. SPIELTAG 13. (11) Werder Bremen 4 0 3 1 8:10 -2 3 1 0 1 0 1:1 1 3 0 2 1 7:9 2
Dienstag, 23. September (20 Uhr) 14. (14) SC Freiburg 4 0 2 2 3:6 -3 2 2 0 2 0 2:2 2 2 0 0 2 1:4 0
Bay. München – SC Paderborn ( - , - ) 15. (15) Hertha BSC 4 0 2 2 7:11 -4 2 2 0 1 1 3:5 1 2 0 1 1 4:6 1
TSG Hoffenheim – SC Freiburg (3:3, 1:1) 16. (16) FC Schalke 04 4 0 2 2 5:9 -4 2 2 0 2 0 3:3 2 2 0 0 2 2:6 0
Werder Bremen – Schalke 04 (1:1, 1:3)
17. (18) Hamburger SV 4 0 2 2 0:5 -5 2 2 0 1 1 0:3 1 2 0 1 1 0:2 1
Eintr. Frankfurt – FSV Mainz 05 (2:0, 0:1)
18. (17) VfB Stuttgart 4 0 1 3 1:7 -6 1 2 0 0 2 0:4 0 2 0 1 1 1:3 1
Mittwoch, 24. September (20 Uhr)
Bor. Dortmund – VfB Stuttgart (6:1, 3:2)
% -ELF DES TAGES
ANZEIGE

Bayer Leverkusen – FC Augsburg (2:1, 3:1)


Mönchengladbach – HSV (3:1, 2:0)
Hannover 96 – 1. FC Köln ( - , - )
Hertha BSC – VfL Wolfsburg (1:2, 0:2)
Koc (1) Okazaki (1)
SC Paderborn 07 1. FSV Mainz 05
SPERREN
Stoppelkamp (1) Ronny (1) Choupo-Moting (1)
Rote Karten SC Paderborn 07 Hertha BSC FC Schalke 04
Schulz (Hertha BSC)
Donati (Bayer 04 Leverkusen)
Behrami (1)
Draxler (FC Schalke 04) Hamburger SV
Gesamtzahl 2014/15 3
Vergleich 4. Spieltag 2013/14 6
Gesamt Saison 2013/14 29
Rodriguez (1) Russ (1) Kempf (1) Verhaegh (1)
VfL Wolfsburg Eintracht Frankfurt SC Freiburg FC Augsburg
Weiterhin gesperrte Spieler:
niemand

Gelb-Rote Karten Karius (1)


Für das nächste Spiel gesperrt: 1. FSV Mainz 05
Medojevic (Eintracht Frankfurt) In Klammern Anzahl der Berufungen in die Elf des Tages
Boateng (FC Schalke 04)
Borussia Dortmund

Eintracht Frankfurt

Mönchengladbach

Gesamtzahl 2014/15 3
Bayer Leverkusen

SC Paderborn 07
Bayern München
1. FSV Mainz 05
TSG Hoffenheim
Werder Bremen

Vergleich 4. Spieltag 2013/14 5


FC Schalke 04
Hamburger SV

VfL Wolfsburg
VfB Stuttgart
Hannover 96
FC Augsburg

Hertha BSC

SC Freiburg

Gesamt Saison 2013/14 29


1. FC Köln

Saison
TOP-SCHIEDSRICHTER
mindestens 33 % der möglichen Spiele
2014/15
FC Augsburg K 28.9. 4:2 2:3 7.2. 25.10. 29.11. 16.5. 31.1. 2.5. 21.2. 14.3. 20.12. 13.12. 8.11. 4.4. 18.4. 7.3.
Pl. Schiedsrichter Notenschnitt/Spiele Hertha BSC 28.2. I 2:2 13.12. 16.5. 14.2. 25.10. 7.11. 20.12. 18.4. 4.2. 1:3 2.5. 29.11. 4.4. 14.3. 3.10. 24.9.
1. Peter Sippel ....................... 2,25/ 2 Werder Bremen 14.2. 31.1. C 20.12. 2.5. 4.10. 18.4. 13.12. 1:1 24.10. 7.2. 4.4. 16.5. 14.3. 29.11. 23.9. 8.11. 28.2.
2. Deniz Aytekin ...................... 2,50/ 2 Borussia Dortmund 4.2. 9.5. 23.5. K 25.4. 3:1 4.10. 25.10. 6.12. 14.3. 0:2 14.2. 9.11. 4.4. 18.4. 28.2. 24.9. 17.12.
Christian Dingert................. 2,50/ 3 Eintracht Frankfurt 0:1 17.12. 6.12. 29.11. E 1:0 28.2. 4.4. 9.5. 4.10. 23.5. 23.9. 18.4. 8.11. 14.3. 14.2. 25.10. 4.2.
4. Peter Gagelmann ................ 2,67/ 3 SC Freiburg 21.3. 2:2 7.3. 7.2. 31.1. R 13.12. 20.12. 21.2. 4.4. 27.9. 18.4. 0:0 16.5. 2.5. 8.11. 29.11. 18.10.
5. Florian Meyer...................... 2,75/ 2 Hamburger SV 25.4. 21.3. 22.11. 7.3. 28.9. 9.5. S 7.2. 19.10. 31.1. 1.11. 6.12. 21.2. 0:0 0:3 23.5. 17.12. 11.4.
6. Tobias Stieler...................... 3,00/ 2
Hannover 96 17.12. 11.4. 9.5. 21.3. 1.11. 23.5. 2:0 P 25.4. 24.9. 22.11. 4.2. 18.10. 7.3. 14.2. 2:1 28.2. 6.12.
7. Bastian Dankert ................. 3,25/ 2
TSG Hoffenheim 2:0 23.5. 4.2. 2.5. 13.12. 23.9. 14.3. 29.11. O 8.11. 17.12. 28.2. 4.4. 18.4. 25.10. 4.10. 14.2. 1:1
Wolfgang Stark ................... 3,25/ 2
1. FC Köln 6.12. 22.11. 21.3. 18.10. 7.3. 2.11. 0:0 21.2. 11.4. R 25.4. 17.12. 0:0 27.9. 7.2. 9.5. 4.2. 23.5.
Felix Zwayer ........................ 3,25/ 2
Bayer 04 Leverkusen 24.9. 4:2 3:3 31.1. 20.12. 28.2. 4.4. 18.4. 16.5. 29.11. T 8.11. 13.12. 2.5. 4.10. 25.10. 14.3. 14.2.
1. FSV Mainz 05 18.10. 7.2. 1.11. 2:0 21.2. 22.11. 2.5. 0:0 26.9. 16.5. 11.4. M 7.3. 20.12. 31.1. 25.4. 13.12. 21.3.
kicker-Ergebnisdienst Bor. Mönchengladbach 23.5. 6.12. 17.12. 11.4. 22.11. 4.2. 24.9. 14.3. 2.11. 14.2. 9.5. 5.10. A 26.10. 28.2. 4:1 1:1 25.4.
Bayern München 9.5. 25.4. 18.10. 1.11. 11.4. 17.12. 14.2. 4.10. 22.11. 28.2. 6.12. 23.5. 21.3. G 23.9. 4.2. 2:0 2:1
Unter Telefon (0137) 82 23 32 22
(0,50/Anruf/Festnetz), erreichbar aus SC Paderborn 07 11.4. 2.11. 25.4. 22.11. 19.10. 6.12. 4.2. 2:0 21.3. 0:0 7.3. 2:2 27.9. 21.2. A 17.12. 23.5. 9.5.
Deutschland, erfahren Sie die Zwischen- FC Schalke 04 31.10. 18.10. 21.2. 27.9. 2:2 11.4. 20.12. 31.1. 7.3. 13.12. 21.3. 29.11. 7.2. 1:1 16.5. Z 2.5. 22.11.
und Endresultate der Bundesligaspiele. VfB Stuttgart 22.11. 7.3. 11.4. 21.2. 21.3. 25.4. 16.5. 27.9. 0:2 0:2 18.10. 9.5. 31.1. 7.2. 20.12. 6.12. I 1.11.
Aus Österreich: (0900) 21 02 20 VfL Wolfsburg 5.10. 21.2. 27.9. 16.5. 2:2 14.3. 9.11. 2.5. 7.2. 20.12. 4:1 26.10. 29.11. 31.1. 13.12. 18.4. 4.4. N
(0,61 Euro/Min./Festnetz) Aus der waagrechten Reihe können Sie die Heimresultate und Heimtermine, aus der senkrechten die Auswärtsresultate und Auswärtstermine ablesen.
kicker, 22. September 2014 25

Spieler des Tages


Loris
Karius
1. FSV Mainz 05

B eim 3:1 in Berlin hätte Loris Karius (21) fast


schon einen Elfmeter gehalten. „Da hat er trai-
niert“, scherzt Manager Christian Heidel. Gegen
Dortmund brachte die Mainzer Nummer 1 gegen
Ciro Immobile die rechte Hand entscheidend
an den Ball. „Es war mir klar, dass ich jetzt mal
einen halten muss“, stellt Karius lapidar fest.
Zudem war er mit Hand und Fuß stets auf der
Höhe, strahlte Ruhe aus und schickte vor dem
1:0 Neuzugang Jairo gedankenschnell mit einem
Abschlag auf die Reise. War der 1,90 Meter große
Schlussmann mal geschlagen, halfen ihm der
Pfosten und Kollege Junior Diaz. Aber der Tüch-
tige hat eben Glück. Bis zum 30. Juni 2015 steht
Karius in Mainz noch unter Vertrag, demnächst

Foto: firo
soll es Gespräche über eine Verlängerung geben.
Sein Berater Florian Goll sagt: „Wir haben keinen

Von wegen Helau BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ist beim selbst


ernannten Karnevalsverein die Feierlaune vergangen.
Druck.“ ANDREAS HUNZINGER

ANZEIGE

Zuschauer Torchancen
am 4. Ausla- bisher letzte Sai-
Die Zahl der erzielten Tore geteilt
Spieltag stung erreicht Ø son Ø durch die Anzahl der Torchancen
Dortmund - - 80 434 79 856 ergibt die Chancenverwertung.
München - - 71 000 71 131 Chancenverwertung/Torchancen
Schalke 61 798 100 % 61 886 61 269
Torschützenliste Hamburg 57 000 100 % 55 777 51 767
1. Paderborn 38,9 % 18
Gladbach - - 52 107 51 952 2. Leverkusen 37,0 % 27
Tore am 4. Spieltag 25 (Schnitt 2,78) Gesamt 2014/15: 96 (Schnitt 2,67) Berlin - - 50 871 49 139 3. Mainz 36,8 % 19
Vergleich 2013/14: 967 (Schnitt 3,16) Köln 50 000 100 % 50 000 46 138* 4. Bremen 36,4 % 22
Stuttgart 44 000 73 % 49 500 49 452 5. Hoffenheim 35,3 % 17
Tore Spieler Verein rechts links Kopf davon Elfer
Hannover - - 49 000 44 215 6. Berlin 35,0 % 20
4 (1) Okazaki 1. FSV Mainz 05 3 1 - - Frankfurt - - 44 850 47 064 7. Wolfsburg 33,3 % 24
3 (2) Ronny Hertha BSC - 3 - 1 Bremen - - 38 900 39 210 8. Schalke 31,3 % 16
3 (-) Schieber Hertha BSC - 1 2 - Mainz 34 000 100 % 30 824 29 457
9. Frankfurt 27,8 % 18
3 (1) di Santo Werder Bremen 2 - 1 1 Augsburg 29 044 95 % 29 852 27 311
Leverkusen - - 29 015 28 212 10. Augsburg 26,9 % 26
3 (1) Kachunga SC Paderborn 07 3 - - - 11. Gladbach 25,0 % 20
Wolfsburg 27 811 93 % 27 670 26 534
2 (-) Bobadilla FC Augsburg 2 - - - Hoffenheim - - 23 803 24 435 12. Hannover 21,1 % 19
2 (1) Matavz FC Augsburg 1 - 1 - Freiburg 23 600 98 % 23 800 23 373 13. Dortmund 18,8 % 32
2 (-) Ramos Borussia Dortmund - 2 - - Paderborn 15 000 100 % 14 939 10 666* 14. München 17,9 % 28
2 (1) Elyounoussi TSG Hoffenheim 2 - - - Gesamt 342 253 94 % 784 228 766 962 15. Freiburg 15,8 % 19
2 (1) Modeste TSG Hoffenheim 1 - 1 - Schnitt 38 028 42 902 42 609 16. Köln 15,4 % 13
2 (-) Bellarabi Bayer 04 Leverkusen 2 - - - *) = Zuschauerschnitt in der 2. Bundesliga 17. Stuttgart 7,1 % 14
2 (-) Jedvaj Bayer 04 Leverkusen 1 1 - - 18. Hamburg 0,0 % 15
2 (-) Hahn Bor. Mönchengladbach 1 - 1 -
2 (1) Stoppelkamp SC Paderborn 07 2 - - - Top-Torhüter Top-Feldspieler
2 (1) Choupo-Moting FC Schalke 04 2 - - 2 Berücksichtigt sind nur Spieler, die in Nach dem 4. Spieltag
2 (-) Olic VfL Wolfsburg - 2 - - mind. 50 % der Spiele benotet wurden. Pl. Name (Verein) Notenschnitt
2 (2) Rodriguez VfL Wolfsburg - 2 - 1 Bei außergewöhnlichen Leistungen wer-
In Klammern Zahl der am letzten Spieltag erzielten Tore.
1. Kruse (Mönchengladbach) ......2,00
den auch Spieler benotet, die weniger als 2. Bellarabi (Bayer Leverkusen)....2,25
4 Choupo-Moting (Schalke 04) (2+2) 30 Minuten eingesetzt wurden.
Scorer-Liste 3. Okazaki (1. FSV Mainz 05) ......2,38
Jeder Torschütze erhält für einen Treffer ei- 3 Bobadilla (FC Augsburg) (2+1) Nach dem 4. Spieltag 4. Bicakcic (TSG Hoffenheim) ......2,50
nen Punkt. Dem Spieler, der die Vorarbeit 3 Ronny (Hertha BSC) (3+0) Pl. Name (Verein) Notenschnitt Kießling (Bayer Leverkusen) .....2,50
geleistet hat, wird ebenfalls ein Punkt gut- 3 Ramos (Borussia Dortmund) (2+1) 1. Bürki (SC Freiburg) ..................2,50
Jara (1. FSV Mainz 05) ............2,50
geschrieben. Bei Foulelfmetern erhält der 3 Calhanoglu (Bayer Leverkusen) (1+2) Baumann (TSG Hoffenheim) ....2,50
Boateng (Bayern München) .....2,50
gefoulte Spieler einen Scorer-Punkt. 3 Jedvaj (Bayer 04 Leverkusen) (2+1) 3. Leno (Bayer 04 Leverkusen) ....2,63
3 Kruse (Bor. Mönchengladbach) (1+2) Sommer (Mönchengladbach) ..2,63 Koc (SC Paderborn 07) ...........2,50
Punkte/Name/Verein (Tore + Vorarbeit)
3 Lewandowski (Bayern München)(1+2) Fährmann (FC Schalke 04)......2,63 Stoppelkamp (SC Paderborn) ..2,50
5 Bellarabi (Bayer 04 Leverkusen) (2+3)
5 Okazaki (1. FSV Mainz 05) (4+1) 3 Hünemeier (SC Paderborn 07) (1+2) 6. Weidenfeller (Bor. Dortmund) ..2,83 10. Wimmer (1. FC Köln) ...............2,63
4 Schieber (Hertha BSC) (3+1) 3 Kachunga (SC Paderborn 07) (3+0) 7. Trapp (Eintracht Frankfurt) .......2,88 Castro (Bayer 04 Leverkusen) ..2,63
4 di Santo (Werder Bremen) (3+1) 3 Rodriguez (VfL Wolfsburg) (2+1) Horn (1. FC Köln) ....................2,88 12. Ronny (Hertha BSC) ................2,67
26 BUNDESLIGA
1. FC Köln –
0:0
Eberl: Punkt
Borussia Mönchengladbach
Horn (3) Trainer: Stöger
Brecko (3) Maroh (2,5) Wimmer (2,5) Hector (3)

zum Geburtstag
Vogt (3) Lehmann (3,5)
Olkowski (3) Risse (3)
Osako (3)
Ujah (4)

Kruse (3)
Raffael (3,5) In Köln zeigte sich, dass die BORUSSIA nicht immer
Johnson (4,5) Hahn (3,5)
mit einem Offensivwirbel glänzen kann. Trotzdem
Kramer (3) Xhaka (3,5) fahren die Fohlen nicht unzufrieden nach Hause.
Wendt (3) Jantschke (2,5) Stranzl (3) Korb (3,5)

A
ls Sportdirektor von Borussia die Lösungen nicht gefunden.“
Trainer: Favre Sommer (3) Mönchengladbach muss Immerhin: Die Borussia bleibt
man seinen 41. Geburtstag auch im achten Pflichtspiel der
Eingewechselt: 54. Halfar (2,5) für Osako, 75. Zoller (–) für Ujah, 82. Gerhardt nicht zwingend in Köln feiern. Saison ungeschlagen.
(–) für Olkowski – 78. Nordtveit (–) für Kramer, 85. Herrmann (–) für Hahn und
Aber wenn es der Spieltag nun Wie erwartet ging Trainer Lu-
Hrgota (–) für Kruse – Reservebank: Mesenhöler (Tor), Mavraj, Matuschyk, Peszko –
Heimeroth (Tor), Alvaro Dominguez, Hazard, Traoré einmal so vorsieht, gab Max Eberl cien Favre das Derby im Vergleich
Chancen: 2:2 – Ecken: 4:3 den Spielern wenigstens mit auf zum Europa-League-Spiel gegen
SR-Team: Zwayer (Berlin – Assistenten: Steuer, Gittelmann – Vierter Offizieller: den Weg: „Die drei Punkte in Köln Villarreal (1:1) mit einer „Rotati-
Dr. Kampka), Note 3,5, leitete die hitzige Partie ordentlich, allerdings mit kleinen wären das schönste Geschenk, das on light“ an. Auf der rechten Ab-
Makeln im persönlichen Strafmaß. Hätte Hector für sein taktisches Foul an Hahn mir die Mannschaft machen kann.“ wehrseite übernahm Julian Korb
(10.) Gelb zeigen müssen und Kramer für seinen Wischer gegen Voigt (74.) vom Geklappt hat es nicht. Dennoch für Tony Jantschke, der seinerseits
Platz schicken können. – Zuschauer: 50 000 (ausverkauft) – Gelbe Karten: Leh- war Eberl nicht unzufrieden. „Ein Alvaro Dominguez im Zentrum
mann, Vogt – Kramer, Hahn – Spielnote: 3, intensives, hart umkämpftes Derby. leistungsgerechtes 0:0. Köln hat es ersetzte. Der Offensive fügte Fav-
Gute Unterhaltung, auch wenn es nur wenig Torszenen gab. gut gemacht, die Räume gut zu- re wieder Raffael (für Branimir

%-ANALYSE EsJanberichten Oliver Bitter, Frank Lußem, gestellt. Sie haben das gemacht, Hrgota) und André Hahn (für Pa-
Lustig und Jan Reinold was sie gut können, und wir haben trick Herrmann) zu, in der Hoff-
nung, dass das nach dem furio-
Intensiver Kampf – wenig Torraumszenen ANZEIGE sen 4:1 gegen Schalke zum neuen
„Traum-Trio“ ausgerufene Dreieck
Von Beginn an entwickelte sich zum Kontern zu gewähren. Den- mit Max Kruse auch in Köln zündet.
ein sehenswertes und intensives noch verbuchte Köln in der ersten Doch an die Gala gegen Königs-
Derby mit vielen Zweikämpfen, Halbzeit die beste Torgelegenheit blau knüpften Raffael, Kruse und
das sich jedoch weitgehend zwi- durch Olkowski (17.). Direkt nach Hahn nicht in Ansätzen an – auch
schen beiden Strafräumen ab- der Pause kam Gladbach durch Borussias Top-Offensive gelang es
spielte. Die Gäste, bei denen sich Kruses Kopfball (48.) zu seiner nicht, als erste Bundesligamann-
Kramer weit zurückfallen ließ, größten Chance. Danach wurde schaft das Kölner Defensivbollwerk
die Bälle forderte und verteilte, Köln mutiger, gewährte dem Geg-
übernahmen früh die Kontrolle. ner jedoch weiter genug Zeit, um
Mit einem sauberen Passspiel sich defensiv zu formieren. KÖLN: Auch im Derby steht die
zogen sie einige längere Kombi-
nationen auf und verlagerten das
Spiel geschickt, bissen sich am tief
gestaffelten FC jedoch die Zähne
aus. Die Kölner stellten gegen den
FAZIT: Ein gerechtes Remis. Glad-
bach besaß zwar Feldvorteile;
der entscheidende Schlag gegen
defensiv kompakte Kölner gelang
Teilerfolg – auch
Ball zwei dicht hintereinander jedoch nicht. 1Über mangelnde Unterstüt- gelang den Geißböcken, die die
angeordnete Viererket- zung im Derby gegen Borussia vorherigen vier Duelle mit Glad-
ten auf und operierten SPIELER DES SPIELS: Als Mönchengladbach konnte bach mit insgesamt 1:15 To-
in der eigenen Offensi- umsichtiger Abwehrchef sich der 1. FC Köln sicher ren verloren hatten, nicht der
ve oft mit langen Bällen agierte Dominic Maroh na- nicht beschweren. Mit Erzbi- erhoffte erste Derbysieg seit
auf Ujah. Dabei rückten hezu fehlerlos, auch im schof Rainer Maria Kardinal sechs Jahren. Das 0:0 sollte
sie nur langsam nach, Spielaufbau. Dazu sehr Woelki, Oberbürgermeister Jürgen aber als Teilerfolg gewertet werden,
scheuten das Risiko, um zweikampfstark, in der Roters und Lukas Podolski drück- immerhin bleibt der Aufsteiger mit
der Borussia keinen Platz Luft und am Boden. ten am Sonntag alle bedeutenden nun sechs Punkten auch nach vier
Instanzen der Stadt dem FC die Spieltagen ungeschlagen.
Köln Gladbach Daumen. „Wir haben so eine tolle Der Schlüssel zum Erfolg war,
Ø-Note 3,0 3,3 62 % Stimmung in der Stadt, die Men- wie schon in den vorherigen Wo-
38 % schen fiebern mit. Es würde sie in- chen, die Defensive. Als einziger
Ø-Alter 24,8 25,6 spirieren, das Derby zu gewinnen“, Bundesligist ist Köln nach wie vor
Teamlaufleistung (km) 119,4 119,3 Ballbesitz hatte Roters noch kurz vor dem ohne Gegentor, für Torwart Timo
48 58 Anpfiff erklärt. Horn war es zudem ein besonderes
Laufstärkster 12,41 12,30 Seit Sonntagabend kann man Spiel, denn: Als erster Keeper der
Spieler (km) Lehmann Johnson nun festhalten, dass sich die Stim- Bundesligageschichte schaffte er es,
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 75 Brecko 113 Jantschke Zweikämpfe mung zumindest nicht wesentlich seine ersten vier Partien, die er über
verschlechtert haben dürfte. Zwar die gesamte Spielzeit absolvierte,
kicker, 22. September 2014 27

KICKER-KULISSE
NOTIERT VON SEBASTIAN WOLFF
Den Plan eines jeden Trainers, in dem Spiel nicht mal Ernst ge-
das Gegenüber mit der Aufstel- macht ...“
lung zu überraschen, hatte auf 2
Schalke auch Frankfurts Thomas Große Ehre für Jean-Marie Pfaff (60).
Schaaf (53). Das Problem: Dieser Der Ex-Keeper des FC Bayern (156
wurde aus den eigenen Reihen Bundesligaspiele, dreimal Deut-
torpediert. Vaclav Kadlec (22) näm- scher Meister) wird mit dem Gol-
lich hatte am Samstag unmittel- den Foot Award ausgezeichnet. Der
bar nach der Mannschaftssitzung Belgier wird den Preis, der jährlich
um 11.44 Uhr unmissverständlich für herausragende Karriereleistun-
einen Ball und dazu den nach un- gen vergeben wird, am 11. Oktober

Foto: Witters/Speck
ten gesenkten Daumen getwittert. in Monte Carlo aus den Händen von
Nun muss er mit einem Nachspiel Fürst Albert II. von Monaco und
rechnen. Sportdirektor Bruno Hüb- Brasiliens Legende Pelé (73) erhal-
ner (53): „Wir machen ein großes ten und ist nach dem Italiener Dino
Geheimnis um die Aufstellung, Zoff (72) und dem Kolumbianer René
Kein Durchkommen im Derby: Die bislang so überzeugende Offensive und dann twittern Spieler, ob sie Higuita (48) erst der dritte Torhü-
mit André Hahn (hier gegen Risse) blieb in Köln ohne Treffer. spielen oder nicht. Das geht nicht. ter, der mit dem Legenden-Award
Ich werde mit Vaclav sprechen ausgezeichnet wird. Mit Gerd Müller
zu knacken. Es zeigte sich: Gegner, Ob daher wieder Traoré die und ihm klar darlegen, dass wir (68), Karl-Heinz Rummenigge (58), Franz
die sich zurückziehen, machen den Chance bekommt? Oder es Favre das nicht akzeptieren.“ Hübner Beckenbauer (69) und Lothar Matthäus
Borussen das Leben schwer. doch einmal mit Herrmann auf erwägt außerdem, feste Regeln (53) wurden bislang vier Deutsche
Was auch daran liegt, dass auf dem rechten Flügel und Hahn auf für die Aktivitäten seiner Profis mit der Auszeichnung bedacht.
dem linken Flügel immer noch links probiert? Eine Überlegung für in den sozialen Netzwerken auf- 2
keine Idealbesetzung gefunden ist. Hamburg sollte Herrmann nach zustellen. Damit für die nächste Nicht nur sportlich sorgt Bochums
Fabian Johnson scheint zurzeit die den Eindrücken vom Sonntag si- Überraschung tatsächlich wieder Sportvorstand Christian Hochstätter
Nase vor Ibrahima Traoré zu haben, cherlich wert sein. der Trainer sorgt. (50) aktuell für Aufsehen. Bei den
allerdings blieb der US-Amerikaner 2 Gofus-Masters in Bad Saarow ge-
blass wie gegen Villarreal. Nicht Fußballerisch war Ostwestfalen wann er trotz eines prominenten
viel, aber wenigstens etwas mehr
Rekord für Hrgota zuletzt eher Diaspora. Mit dem Gaststars: Alain Boghossian (43),
Dynamik ging wieder einmal über SC Paderborn reist am Dienstag Frankreichs Weltmeister von 1998,
Branimir Hrgota bestritt in Köln sein
Hahns rechte Seite aus, wenngleich erstmals seit 13 Jahren wieder ein hat das Profi-Handicap von + 0,9,
47. Bundesligaspiel, keines davon al-
auch er nicht den Schalke-Rhyth- Klub aus der Region als Tabellen- kam aber nicht an Hochstätter
lerdings über 90 Minuten – eine neue
mus aufnehmen konnte. Johnson führer zum FC Bayern. Am zwei- vorbei. Einen spektakulären Auf-
Bundesligabestmarke. Der bisherige
jedenfalls ist nach zwei schwäche- ten Spieltag der Saison 2002/03 tritt hatte auch Stefan Beinlich (42)
Rekordhalter Sven Schipplock hatte in
ren Auftritten einer der Kandida- gastierte der Spitzenreiter Armi- bei den Winstongolf Senior-Open.
seinem 47. Bundesligaspiel erstmals
ten, die gegen Hamburg für eine nia Bielefeld nach einem 3:0 zum Beim Amateurturnier wurde er am
durchspielen dürfen.
Verschnaufpause infrage kommen. Auftakt gegen Werder Bremen ersten Tag Erster, am zweiten Tag
beim Rekordmeister, wurde mit Zweiter. Derweil müssen sich die
2:6 aber ziemlich unsanft auf den Golf spielenden Fußballer einen
Null – Offensivspiel kommt erst spät auf Touren Boden der Tatsachen geholt. Ans- neuen Moderator ihrer Veranstal-
gar Brinkmann (45) weiß aus der tungen suchen: Jörg Wontorra (65),

wegen Horns Rekord Erfahrung, dass diese Konstellati-


on gewisse Gefahren birgt, denn:
„Zum Glück haben die Bayern
für sein soziales Engagement in Bad
Saarow mit dem eQuest-Charity-
Award ausgezeichnet, hört auf.

ohne Gegentreffer zu überstehen. Stögers Plan wäre beinahe bereits in ANZEIGE


Allerdings ging diese Stabilität der 17. Minute aufgegangen, doch
deutlich zulasten der Offensive, Olkowski zögerte zu lange und ent-
wodurch auch die Schwierigkeiten schied sich gegen den Querpass auf
im offensiven Umschaltspiel zu er- den mitgelaufenen Anthony Ujah.
klären waren. Auch das war schon Sein Abschluss aus spitzem Winkel Scherz zaubert 104 Kicks!
beim Saisonstart gegen Hamburg wurde von Yann Sommer zur Ecke Kölns früherer Publikumsliebling Matthias Scherz er-
und zuletzt in Paderborn zu beob- abgewehrt. Ansonsten ging der FC zielte 104 der 8707 Kicks, die mehrere Hundert Köl-
achten gewesen. aber über eine Stunde lang nur kal- ner bei der inoffiziellen Ballhochhalte-Meisterschaft
Anders als in der Vorwoche in kuliertes Risiko, verfolgte diszipli- der Postbank Städte-Tour erspielten. Spitzenreiter
Ostwestfalen hatte Trainer Peter niert den defensiven Plan und eine ist Freiburg (9052 Kicks). Bis 31. Mai 2015 kann auch
Stöger neben Yuya Osako (für Si- Politik der kleinen Schritte. Köln beim Online-Kick weiter punkten. Mehr Infos
mon Zoller) auch Startelf-Debütant Mit der Einwechslung von Halfar unter www.facebook.com/postbankfankurve.
Pawel Olkowski (für Daniel Halfar) reagierte Peter Stöger kurz nach der
gebracht. Der FC setzte im 81. Pause, für die Schlussviertelstun-
Rheinderby in der Bundesliga, vor de kam zudem Zoller. Die Gastge-
dem es in Stadionnähe zu Ausei- ber wurden nun deutlich mutiger,
nandersetzungen zwischen Fan- agierten offensiver und verteidig-
gruppen gekommen war, auf mehr ten höher. Zu gefährlichen Chancen
Tempo über die Außenbahn, und reichte es allerdings nicht mehr.
28 BUNDESLIGA
VfL Wolfsburg –
4:1 (2:1)

Mit Biss
Bayer 04 Leverkusen
Benaglio (3) Trainer: Hecking
Jung (3,5) Naldo (3) Knoche (4) Rodriguez (2)

Luiz Gustavo (2,5) Junior Malanda (3,5)

zur Wende
Vieirinha (3) De Bruyne (2,5) Caligiuri (4)
Bendtner (3,5)

Drmic (3)
Öztunali (4) Calhanoglu (4) Bellarabi (3,5)
Bender (4) Castro (4,5)
Erleichterung beim VfL. Gerade noch rechtzeitig
Wendell (5) Spahic (3) Jedvaj (5) Donati (5) kriegt WOLFSBURG die Kurve, wehrt eine drohende
Trainer: Schmidt Leno (3) Krise ab. Mit einem fulminanten Heimsieg.
Eingewechselt: 68. Hunt (–) für Caligiuri, 84. Schäfer (–) für Junior Malanda,

R
89. Klose (–) für Naldo – 46. Reinartz (3,5) für Bender und Boenisch (4,5) für
obin Knoche pustete kräf- zur eigenen Defensivleistung
Öztunali, 66. Kießling (–) für Bellarabi – Reservebank: Grün (Tor), Klich, Dost, Olic –
Kresic (Tor), Hilbert, Kruse, Son tig durch. „Das war wich- angestimmt hatte – ausdrück-
Tore: 1:0 Rodriguez (8., Linksschuss, Foulelfmeter, Donati an Junior Malanda), tig!“, redete der hochbe- lich mit Allofs Zustimmung:
1:1 Drmic (29., Rechtsschuss, Vorarbeit Bellarabi), 2:1 Vieirinha (45., Kopfball, gabte, diesmal aber beim 1:1 „Wir sehen doch, was Kevin da-
Rodriguez), 3:1 Rodriguez (63., Linksschuss, De Bruyne), 4:1 Hunt (81., Links- indisponierte Innenverteidiger mit angeschoben hat. Es ist wich-
schuss, Junior Malanda) – Chancen: 7:3 – Ecken: 8:3 gar nicht groß um die Gefühlslage tig, dass wir uns kritisieren, dass wir
SR-Team: Aytekin (Oberasbach – Assistenten: Ben. Brand, Achmüller – Vierter herum. Nach schwierigen Anfangs- uns die Meinung sagen. Wenn man
Offizieller: Dankert), Note 2,5, kaum Probleme, entschied beim Elfmeterpfiff wochen sorgte dieser fulminante Fehler und Probleme sieht, muss
gegen Donati hart, aber richtig. – Zuschauer: 27 811 – Gelbe Karten: Luiz Heimsieg gegen Leverkusen gerade man sie auch ansprechen.“
Gustavo – Bender – Rote Karte: Donati (7., Notbremse an Junior Malanda) – noch rechtzeitig für Erleichterung. So schienen die Blicke geschärft.
Spielnote: 2,5, unterhaltsame Partie, vor allem durch die souveräne Gangart der Der VfL, so scheint es, kriegt die „Es war ein wichtiges Spiel“, so Ri-
tonangebenden Gastgeber. Kurve nach durchwachsenem Bun- cardo Rodriguez, „wir wollten ge-

%-ANALYSE Esundberichten H.-G. Klemm, T. Müller desligastart und dem bitteren 1:4 winnen, mussten aber vor allem
M. Richter zum Auftakt der Europa League in eine Reaktion zeigen.“ Das gelang.
Everton am Donnerstag. Mit Biss erreichten die Wölfe die
Bayer früh auf der Verliererstraße „Klar, es wäre ungemütlich ge-
worden“, räumte Klaus Allofs für
Wende, klar dokumentiert in die-
sem deutlichen 4:1, das, so Allofs,
Die Schlüsselszene ereignete sich allem, weil Jedvaj und Wendell den Fall eines weiteren Misserfolges „hoffentlich wie eine Befreiung
bereits in der 7. Minute: Donatis sich Wackler erlaubten. Offensiv ein, wobei: „Gemütlich soll es bei wirkt“. Allerdings, ganz ohne Zittern
Foul zum Elfmeter samt gerecht- brachte die erste Chance das 1:1 uns auch nicht sein. Wir brauchen lief es auch diesmal trotz des klaren
fertigtem Platzverweis schockte (Drmic). Doch der Druck des VfL dieses positive Reizklima.“ Eine An- Endstands nicht. „Es hätte enger
Leverkusen. Wolfsburg, im Ver- war zu groß und führte zum ver- spielung auf die kritischen Töne, werden können, wenn Leverkusen
gleich zum 1:1 in Hoffenheim dienten Erfolg der Wolfsburger, die etwa Kevin De Bruyne nach der weiter vollzählig hätte spielen kön-
mit Bendtner für Olic (wurde die Glück hatten, dass Malanda Pleite in Everton öffentlich in Bezug nen“, gestand Dieter Hecking. Der
geschont) und Vieirinha für Ar- kurz vor der Pause wegen seines
nold (Grippe), spielte dominant. Griffs in das Gesicht von Wendell
Bayer, das im Vergleich zum 0:1 nicht ebenfalls vom Platz flog. LEVERKUSEN: Nur Drmic
in Monaco mit Drmic, Wendell,
Donati und Öztunali für Kießling,
Bönisch, Toprak (verletzt) und
Son begann, stellte in Unterzahl
um: Öztunali rückte nach
FAZIT: Ein souveräner Auftritt des
VfL gegen Leverkusen, das in Un-
terzahl chancenlos war. Castro:
rechts hinten, Calhanog- SPIELER DES SPIELS: Zwei 1Die Ernüchterung auf Leverku-
lu nach links, gegen den Tore und eine Vorarbeit – sener Seite war nach Abpfiff mit
Ball wurde ein 4-4-1, in Ricardo Rodriguez, ein Of- Händen zu greifen. Vor der Partie
der Vorwärtsbewegung fensivverteidiger, der sei- hatte dank Bayerns Remis und Han-
ein 4-2-3 gespielt. Pro- ne Stärken im Vorwärts- novers Niederlage die alleinige Ta-
bleme hatten die Gäste gang hatte, aber auch am bellenführung gewunken. Stattdes-
in der Defensive, vor 1:1 beteiligt war. sen musste die Truppe von Trainer
Roger Schmidt in Wolfsburg ihre
Wolfsburg Leverkusen erste und eine noch dazu happige
Foto: picture-alliance/Steffen

Ø-Note 3,1 4,0 64 % Niederlage quittieren, die Sportchef


36 % Rudi Völler übrigens aus familiären
Ø-Alter 26,3 24,5 Gründen verpasste. Wettbewerbs-
Teamlaufleistung (km) 109,6 107,8 Ballbesitz übergreifend nun sogar schon das
69 58 dritte sieglose Spiel hintereinander
Laufstärkster 11,39 11,75 für die so furios in die Saison ge-
Spieler (km) Luiz Gustavo Castro startete Werkself. Und im Gegen-
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 115 Knoche 59 Wendell Zweikämpfe Tor: Drmic setzt sich vor dem 1:1 satz zum 3:3 gegen Bremen und
gegen Rodriguez durch. zum 0:1 in Monaco konnte Bayer
kicker, 22. September 2014 29

Vieirinhas Premiere Heiße Diskussionen


Rodriguez als Die Schlüsselszene:
„Allesmacher“ Elfer und Donatis Rot
1„Bühne frei für den Matchwin- 1 Sofort nach dem
ner!“, rief Klaus Allofs in die Runde Schlusspfiff eilte Hans-
der Journalisten und beendete sein Jürgen Weber in die
Statement, als Ricardo Rodriguez Kabine der Unpar-
um die Ecke bog. Ehre, wem Ehre teiischen. „Alles in
gebührt. Die Plattform hatte sich Ordnung“, sagte der
der Schweizer wahrlich verdient.„Er frühere Bundesliga-Re-
hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte feree aus Essen, als Beobachter der
Dieter Hecking, „obwohl er nach Schiedsrichter vor Ort. Der 59-Jäh-
der WM noch nicht bei 100 Prozent rige meinte vor allem die Schlüssel-
ist, wie wir an seinen Werten sehen. szene in der Anfangsphase: Elfme-
Er kann noch zulegen.“ terpfiff und die folgerichtige Rote
„Allesmacher“ hätte zur Rolle Karte für Giulio Donati.
des 22-Jährigen an diesem Tag auch Für die Wolfsburger war es keine

Foto: Getty Images/Bongarts


gepasst. Eiskalt traf Rodriguez vom Frage, dass Deniz Aytekin richtig
Punkt gegen Bernd Leno – jenen entschieden hatte. „Ich bin eher
Torwart, gegen den er im Februar am Ball“, schilderte Junior Malan-
2014 beim 3:1-Sieg des VfL noch da die folgenschwere Aktion, die
einen Nachschuss gebraucht hatte. der Italiener Donati begangen hat-
Durchgesetzt hatte sich Rodriguez te, „dann trift er mich.“ Aus Sicht
zuvor – gegen Nicklas Bendtner, Malandas „also eine korrekte Ent-
Glückwunsch: Die Wolfsburger feiern das 2:1 durch Vieirinha (Nr. 8). der ebenfalls ausführen wollte. „Ich scheidung“. Sein Trainer nahm eine
habe mich gut gefühlt und ihm das gleichlautende Einschätzung vor.
Trainer musste kurz vor der Partie kommen und nun bei der nächsten auch gesagt. Er ist ja noch nicht lan- Der Kontakt sei eben da gewesen,
den erkrankten Maximilian Arnold Chance eine gute Reaktion gezeigt.“ ge dabei und wusste nicht, dass ich kommentierte Dieter Hecking. „Das
ersetzen und brachte Vieirinha. Ebenfalls positiv: Für „Oldie“ erster Schütze bei uns bin.“ kann man so geben.“
Zur Freude von Allofs hatte dieser Ivica Olic (35), dem Hecking in den Beteiligt am 1:1 nach Knoches Eine Formulierung, die Kollege
die Lektion der jüngsten Nichtbe- zwei englischen Wochen eine Pau- Stellungsfehler („Ich wollte gegen Roger Schmidt dankbar aufnahm.
rücksichtigung offenbar gelernt: „Er se gönnte, fügte sich Neuzugang Drmic kein Rot riskieren“) sorgte Von einem „Kann-Elfmeter“ sprach
hat einen kleinen Denkzettel be- Nicklas Bendtner gut in die Startelf Rodriguez später mit wuchtigem der Leverkusener Coach: „Viel-
ein. „Er hat die Bälle gut gesichert, Volley für die Vorentscheidung zum leicht kann man so pfeifen.“ Doch
ANZEIGE war damit ein wichtiger Bestand- 3:1, zuvor hatte er mustergültig für Schmidt erlaubte sich auch die
teil“, lobte Allofs den Dänen, der Vieirinhas Treffer zum 2:1 aufge- Feststellung, dass er den Feldver-
die Situation im Wolfsburger Angriff legt. Ein Premierentor des Portu- weis, erst recht zu diesem frühen
somit bereichert sieht: „Zusammen giesen, der als kleinster Wolfsbur- Zeitpunkt, für zu hart gehalten hat.
mit Bas Dost haben wir dort nun die ger (1,72 m) sein erstes Kopfballtor „So ist das Spiel maßgeblich beein-
Konkurrenz und müssen Woche für markierte (insgesamt nun drei) und flusst worden.“ Seine Begründung:
Woche sehen, wer sich durchset- sich artig bei Rodriguez bedankte. Malanda habe nicht eins zu eins
zen kann. Das muss die Normalität „Dieses Tor ist aber nicht so wichtig gegen Torwart Leno gestanden,
werden.“ für mich, sondern für das Team.“ ein anderer Spieler hätte noch ein-
greifen können. Diese Sichtweise
hatte Schmidt indes exklusiv, da
als Gewinner – Auch Wendells Premiere unter keinem guten Stern eine klare Torchance des Belgiers
in Wolfsburger Diensten vereitelt

„Wir müssen die Fehler abstellen!“ wurde. Und die Regel schreibt in
solchen Fällen zwingend eine Rote
Karte vor.
Eine andere Frage ist, ob diese
diesmal auch fußballerisch satz nach dem 3:2 in Kopen- falls Stürmer Josip Drmic (22) füh- Doppelbestrafung sinnvoll ist. Es
nicht überzeugen. „Das war hagen (kicker-Note 4,5) unter len, der für Platzhirsch Stefan Kieß- soll Bestrebungen in der FIFA ge-
ein komplett anderes Spiel als keinem guten Stern, Gleiches ling in die Anfangself rotiert war. ben, die Anweisung aufzulockern.
die bisherigen“, stellte Gonzalo gilt für die Saisonpremiere von Schmidt: „Die Gelegenheit war in Vielleicht hat Hans-Peter Lehnhoff,
Castro treffend fest. Linksverteidiger Wendell. Der der englischen Woche günstig. Josip Leverkusens Teammanager, daran
Geschuldet war dies zum Groß- 21-jährige Brasilianer, für 6,5 Milli- hat sehr viel Potenzial, wir müssen gedacht, als er schimpfte: „Dafür
teil der frühen Roten Karte gegen onen Euro aus Porto Alegre geholt, auch ihn jetzt weiterentwickeln. Der kann ich doch nicht Rot zücken.“
Giulio Donati (siehe Story rechts). kam für den überspielten Boenisch Einsatz und das Tor werden ihm ANZEIGE
Fraglos taugt die Unterzahl als Er- ins Team und ließ beim 2:1 prompt guttun.“ Gegen Augsburg folgt für
klärung dafür, dass Bayer nie die ge- Torschütze Vieirinha komplett aus Bayer nun am Mittwoch sozusa-
wohnte Offensiv-Power entfaltete. den Augen. „Da waren wir nicht gen der Test auf Alltagstauglichkeit:
Einen Maßstab für bereits bekannte mannorientiert“, stellt Schmidt fest. „Mit einer taktisch disziplinierten
Schwachpunkte bietet der Auftritt Castro noch deutlicher: „Wir müs- Vorstellung haben wir alle Chan-
gleichwohl. Defensiv bleibt Lever- sen diese Fehler langsam abstel- cen auf den nächsten Heimsieg“,
kusen auffällig anfällig, speziell bei- len. Ständig Rückstände aufholen sagt Schmidt. Alles andere würde
de Außenverteidigerposten bilden zu müssen, wird sonst schwierig.“ die vor Kurzem noch euphorische
Problempositionen. Hinten rechts Als persönlicher Gewinner auf Stimmung rund um die Bay-Arena
stand Donatis zweiter Startelf-Ein- Seiten der Gäste durfte sich allen- wohl auch vollends kippen lassen.
30 BUNDESLIGA
1. FSV Mainz 05 –
2:0 (0:0)

Harte
Borussia Dortmund
Karius (1,5) Trainer: Hjulmand
Brosinski (3) Bell (3) Jara (2) Junior Diaz (2,5)

Landung
Geis (3) Baumgartlinger (2,5)
Moritz (3)
Allagui (4) Hofmann (3,5)
Okazaki (2)

Ramos (4)
Großkreutz (4) Kagawa (4,5) Aubameyang (4)
Jojic (3) Bender (4)

Durm (4) Sokratis (4,5) Ginter (4,5) Piszczek (3) Ein Rückschlag nach der Gala. Wie schon
vergangene Saison enttäuscht DORTMUND
Trainer: Klopp Weidenfeller (3)
im Anschluss an die Champions League.
Eingewechselt: 60. Jairo (2) für Allagui, 83. Koch (–) für Moritz, 87. Djuricic (–)

A
für Hofmann – 65. Mkhitaryan (–) für Kagawa und Immobile (–) für Ramos,
cht Schritte Anlauf nimmt Ciro Klopp sein Team „nahe an der Per-
80. Maruoka (–) für Bender – Reservebank: Kapino (Tor), de Blasis, Malli, Soto –
Langerak (Tor), Sarr, Schmelzer, Gyau Immobile von der Strafraumli- fektion“ wähnte. Sein Rekordspiel
Tore: 1:0 Okazaki (66., Rechtsschuss, Vorarbeit Jairo), 2:0 Ginter (74., Eigentor, nie aus. Fixiert dabei den Ball, kommentierte der Dortmunder
Jairo) – Chancen: 4:6 – Ecken: 1:8 schaut Richtung Tor, wieder auf Trainer mit gemischten Gefühlen.
SR-Team: Perl (Pullach – Assistenten: Stein, Emmer – Vierter Offizieller: Hart- den Ball, schießt Richtung linkes In Mainz saß Klopp zum 208. Mal
mann), Note 4, mit einigen Fehlern bei der Zweikampfbewertung, übersah Ramos’ Toreck – und scheitert an Keeper auf der Dortmunder Trainerbank
Abseitsposition vor dessen Großchance (14.). Der Handelfmeter war dagegen Loris Karius. und übertraf damit Ottmar Hitzfeld,
eine harte, aber vertretbare Entscheidung. – Zuschauer: 34 000 (ausverkauft) – Frust für den Italiener, der am der zwischen 1991 und ‘97 insge-
Gelbe Karten: Okazaki, Geis – Großkreutz – Besonderes Vorkommnis: Karius Dienstag noch unter anderem mit samt 207 Spiele gecoacht hatte. „Bei
hält Handelfmeter von Immobile (70.) – Spielnote: 3, unterhaltsame Partie mit seinem Solo zum 1:0 mit 55 Metern den Gegentoren waren wir in der
spielerischen Defiziten. Mainz mit Leidenschaft und Effizienz, Dortmund überle- Anlauf die Fans verzückt hatte. Und Birne zu passiv und haben verdient
gen, aber zu wenig zwingend. insgesamt erlebte der BVB eine har- verloren“, kritisierte Klopp. Erstmals

%-ANALYSE EsGeorgberichten Oliver Bitter, te Landung vier Tage nach der Gala in seiner Amtszeit gab es zwei Nie-
Holzner und Andreas Hunzinger beim 2:0 gegen Arsenal, als Jürgen derlagen in den ersten vier Liga-
spielen. Nur sechs Punkte nach vier
Mainz nutzt die Dortmunder Fehler ANZEIGE Runden: Das ist der schlechteste
BVB-Start seit der Saison 2009/10
Jürgen Klopp brachte gegenüber ment zur Stelle, als der BVB Räu- (damals fünf Punkte).
dem Arsenal-Spiel Ramos, Jojic, me anbot. Beide Tore fielen über Auch wenn Dortmund große
Kagawa, Piszczek und Ginter für rechts (Jairo), dabei profitierten Personalsorgen plagen, kommt
Immobile, Mkhitaryan, Kehl, die 05er vom mangelhaften Ab- das 0:2 in Mainz als unerwarteter
Schmelzer und Subotic. Bei Mainz wehrverhalten Dortmunds (So- Rückschlag daher, gerade nach dem
begannen Jara und Moritz für kratis, Ginter). In der Endphase Hochglanzauftritt in der Champi-
Bungert und Koo. Beide Teams brachte Mainz mit einer Fünfer- ons League. Ging da ein wenig die
setzten auf ein 4-2-3-1-System, kette den Sieg über die Zeit.
wobei Moritz zwischen der Zehn
und der Sechs pendelte, um die FAZIT: Dortmund hatte mehr MAINZ: Neuzugang stellt eine Bestmarke
Lücken zu schließen. Die 05er Spielanteile, war aber zu unent-
standen tiefer als gewohnt, um
das Dortmunder Umschaltspiel
zu unterbinden. Das gelang gut,
auch wenn Ramos (14.
schlossen. Deswegen war der Sieg
der kampfstarken und effizienten
Mainzer verdient. Jairo setzt zwei dicke
Pfosten, 40., 53.), Auba- SPIELER DES SPIELS: Mit 1 Christian Heidel hat es Der pfeilschnelle Techniker
meyang (54.) und später einem Abschlag leitete er schon vor drei Wochen ge- hat mit seinen beiden Vorla-
Mkhitaryan (90., Pfosten) das 1:0 ein, dann parier- sagt. „An dem werden wir viel gen eine Bestmarke aufgestellt.
beste Möglichkeiten be- te Loris Karius Immobiles Freude haben“, so die Ein- Für seine ersten beiden Sco-
saßen. Mainz verteidigte Elfmeter. Darüber hinaus schätzung des Mainzer Ma- rerpunkte benötigte er gerade
aber mit Hingabe und ruhig und souverän in al- nagers zur Verpflichtung von Jairo mal 14 Bundesligaminuten, so we-
waren im rechten Mo- len Aktionen. Samperio Bustara, kurz Jairo ge- nige bis zum zweiten Scorerpunkt
nannt. Bei seinem ersten Einsatz für brauchte noch kein Mainzer Bun-
Mainz Dortmund seinen neuen Arbeitgeber hat der desligaspieler. Jairo ist darüber na-
Ø-Note 2,7 3,9 64 % 21 Jahre alte Flügelflitzer gezeigt, türlich sehr glücklich. „Besser kann
36 % was Heidel meint. Vor dem 1:0 tanz- es nicht laufen. Mit diesen beiden
Ø-Alter 25,0 25,4 te er im Strafraum Sokratis aus und Aktionen kann ich das Vertrauen,
Teamlaufleistung (km) 119,4 118,7 Ballbesitz legte Shinji Okazaki den Ball maß- das der Verein in mich gesteckt hat,
66 76 gerecht vor. Das 2:0 initiierte der für zurückzahlen“, sagt der ehemali-
Laufstärkster 12,32 12,48 zwei Millionen Euro vom FC Sevilla ge U-21-Nationalspieler. „Das gibt
Spieler (km) Baumgartlinger Jojic losgeeiste Jairo ebenfalls, nach sei- mir sehr viel Selbstvertrauen. Ich
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 60 Junior Diaz 98 Sokratis Zweikämpfe nem Querpass bugsierte Matthias hoffe, dass es genug weitere Spiele
Ginter die Kugel ins eigene Netz. wie dieses gibt.“ Kasper Hjulmand
kicker, 22. September 2014 31

?
FRAGE
DER
WOCHE
Das Revierderby Schalke
gegen Dortmund am
Samstag – Wie geht’s aus?
Stimmen Sie auf kicker.de ab.
Ende der Umfrage:
Mittwoch, 18 Uhr

DORTMUND
Nächster Ausfall:
Pause für Mkhitaryan
1Der Schreck nach der Nieder-
lage folgte in der Nacht auf Sonn-
tag. Nach einem Pressschlag in der
Gleich geht’s schief: letzten Minute verspürte Henrikh
Immobile bereitet sich Mkhitaryan große Schmerzen im
auf den Elfmeter vor, rechten Fuß, und die Untersuchung
Aubameyang schaut zu. gleich nach der Heimkehr im Dort-

Foto: DeFodi
munder Knappschaftskrankenhaus
bestätigte schlimme Befürchtun-
gen: Der Armenier hat sich einen
knöchernen Bandausriss an der
Spannung verloren? „Wir spielen Ein Problem war vielmehr die Ramos als Spitze begann. Insofern rechten Fußwurzel zugezogen. Etwa
das ja jedes Jahr. Der Rhythmus Abschlussschwäche. So hatte Ad- wird es spannend, wem Klopp am einen Monat wird der Mittelfeld-
dürfte nicht das Problem sein“, ur- rian Ramos mehrmals die freie Mittwoch für das Stuttgart-Spiel das mann pausieren müssen; dadurch
teilt Mittelfeldmann Sven Bender. Auswahl, vergab aber, nachdem Mandat erteilt. wird wohl Pierre-Emrick Aubame-
2012/13 kassierte der BVB in der er in der Vorwoche gegen Freiburg Trotz der vielen Ausfälle kann yang auf die rechte Mittelfeldseite
Gruppenphase drei Bundesliga- noch stark aufgetrumpft hatte. der BVB-Coach im Angriff immer rücken müssen, auch wenn Jürgen
niederlagen im Anschluss an Auf- Grundsätzliche Zweifel an seiner noch reichlich variieren. Nach dem Klopp den schnellen Gabuner lie-
tritte in der Königsklasse, in der vo- vorderen Reihe aber dürften Klopp 0:2 zum Auftakt gegen Leverkusen ber in der Spitze aufbieten würde.
rigen Saison gar vier. „Wir nehmen nicht plagen, nachdem Borussia aber blieb der BVB in Mainz zum Bewegung im Kader gibt es auch
uns immer vor, den Zug aus den zuvor schon mit verschiedenen zweiten Mal im vierten Bundesliga- in der Defensive: In Mainz musste
Champions-League-Spielen mitzu- Besetzungen auftrumpfte: Gegen spiel ohne Tor; das gab es zuletzt in auch noch Kollege Neven Subotic
nehmen“, versichert Bender. „Wir Arsenal mit den überragenden Im- der Saison 2011/12. Damals wurde (Adduktoren) passen, möglich aber,
sind sehr wach reingegangen, das mobile und Aubameyang im 4-4-2, Dortmund am Ende übrigens sou- dass Klopp den Innenverteidiger für
war nicht das Problem.“ zuvor gegen Freiburg im 4-2-3-1, als verän Deutscher Meister. Mittwoch wieder einplanen kann.

auf – Heidel: „Er kann noch viel mehr“ Chilene muss einspringen und überzeugt

Ausrufezeichen Jara zeigt sein Können


1Unverhofft kam Gonzalo Jara Folge: durchwachsene Auftritte in
hat daran keinen Zweifel. „Man hat Yunus Malli, der nach seiner Ein- gegen Dortmund zu seinem zwei- der Europa-League-Qualifikation
die ganze Zeit einen Top-Spieler wechslung an zwei Toren beteiligt ten Bundesligaspiel. Weil Nikolce und im DFB-Pokal. Gegen Dort-
gesehen, mit Schnelligkeit und In- war. Zudem wurde das Fehlen der Noveski wegen einer Knieverlet- mund zeigte Jara, was er kann. Mit
telligenz“, lobt der Coach der 05er. halben Stammabwehr problemlos zung noch fehlt und Niko Bungert gutem Auge unterband er etliche
Er hatte sich bereits vor dem Spiel kompensiert. „Wir müssen jedes (umgeknickt) sowie Philipp Woll- Angriffe des BVB und überzeugte
festgelegt, die neue Nummer 17 „die Jahr versuchen, in der Breite stär- scheid (Muskelfaserriss im linken mit Ruhe am Ball und Passgenau-
letzten 30 Minuten zu bringen. Und ker zu werden“, beschreibt Heidel Oberschenkel) kurzfristig ausfielen, igkeit. „Was er abgeräumt hat, war
dann war Jairo da.“ Damit ist nach die Philosophie, „wir konnten von schlug die Stunde des Neuzugangs aller Ehren wert“, lobt Manager
Ansicht der Verantwortlichen noch der Bank ohne Qualitätsverlust ein- in der Innenverteidigung. Christian Heidel. Und auch Hjul-
nicht das Ende der Fahnenstange wechseln.“ Zuletzt war der Chilene zum Sai- mand schließt sich an: „Gonzalo
erreicht. „Er ist ein Spieler, der noch Der aufgerüstete Kader versetzt sonstart in Paderborn eingewech- ist ein sehr guter Spieler. Er braucht
viel mehr kann“, sagt Heidel. Hjulmand in die Lage, nach der ex- selt worden, gegen Hannover und Zeit, aber er kommt.“
Jairo steht als Beleg dafür, dass trem kräftezehrenden Partie gegen in Berlin drückte der 29-Jährige die Im Spiel bei Eintracht Frankfurt
die 05er nach den Verpflichtungen den BVB im Derby in Frankfurt ro- Ersatzbank. „Es war sehr schwie- muss er wohl erneut ran. Niko Bun-
kurz vor Transferschluss einen qua- tieren zu lassen. „Wir werden auf rig für ihn“, betont Trainer Kasper gert zeigt sich zwar zuversichtlich,
litativ und quantitativ guten Kader jeden Fall eine frische Mannschaft Hjulmand, „Gonzalo kam nach der dass er wieder spielfähig sein wird.
haben. Gegen den BVB setzte Jairo auf dem Platz haben“, verspricht Weltmeisterschaft quasi ohne Ur- Aber Jara hat beste Argumente ge-
als Joker Akzente, in Berlin war es Heidel. Und Qualität auf der Bank. laub nach Mainz. Er war müde.“ Die liefert, in der Startelf zu bleiben.
32 BUNDESLIGA
Hamburger SV –
Bayern München 0:0
Drobny (3) Trainer: Zinnbauer
Diekmeier (3,5) Djourou (3) Westermann (2) Ostrzolek (3)

Behrami (2) Arslan (3)


N. Müller (4) Holtby (3,5) Stieber (4)
Lasogga (5)

Pizarro (4)
Shaqiri (4) Müller (3,5)

Alaba (3) Höjbjerg (4,5)


Lahm (3)

Juan Bernat (2,5) Dante (4) Boateng (2) Rafinha (3,5)


Trainer: Guardiola Neuer (4)
Eingewechselt: 67. Jiracek (–) für Arslan, 76. Green (–) für Lasogga, 87. Stein-
mann (–) für N. Müller – 53. Xabi Alonso (3,5) für Höjbjerg, 61. Götze (–) für
Rafinha, 66. Lewandowski (–) für Shaqiri – Reservebank: Adler (Tor), Cleber,
Nafiu, Rudnevs – Reina (Tor), Benatia, Rode
Chancen: 3:6 – Ecken: 3:9
SR-Team: Dingert (Lebecksmühle – Assistenten: Christ, Aarnink – Vierter Offizi-
eller: Lupp), Note 2, sehr gute Vorteilsauslegung. Korrekt auch, Neuer für des-
sen absichtliches Handspiel nur Gelb zu geben, da er keine hundertprozentige
Torchance vereitelte (90./+5). – Zuschauer: 57 000 (ausverkauft) – Gelbe
Karten: Arslan, N. Müller, Behrami, Drobny – Höjbjerg, Neuer – Spielnote: 3,5,
zähe erste Halbzeit, weil Bayern pomadig begann. Danach wurde es intensiv und

Foto: imago/Baering
packend.

%-ANALYSE EsSebastian berichten Oliver Hartmann, Wieder nix: Robert


Wolff und Mounir Zitouni Lewandowski kommt
gegen Drobny zu spät.
HSV mit Herz und taktischer Disziplin
Die Bayern mussten nach dem wechslungen von Götze und Le-
Aufwärmen kurzfristig Robben wandowski nur vereinzelt, da der HAMBURG: Lob vom Coach und Kumpel – „ Er war
durch Thomas Müller ersetzen HSV selbst unter Druck in der De-
und fanden, von Guardiola im
4-3-3-System angeordnet, zu-
nächst kein Mittel gegen Ham-
burgs aggressives Pressing: Das
fensive selten Orientierung und
Kompaktheit verlor. Einzig Djou-
rous Patzer gegen Lewandowski
(88.) bildete eine Ausnahme.
Westermanns starke
Offensiv-Quartett störte energisch 1 Die Statistiken stellten „Ich habe schon vor der Sai-
beim Spielaufbau, Arslan und FAZIT: Der HSV verdiente sich den ihm ein bemerkenswertes son gesagt, dass ich meine
Behrami schoben bei Münchner Punkt durch Leidenschaft und Zeugnis aus. 89 Prozent Spiele machen werde.“ Dafür
Ballbesitz immer wieder vor. Die taktische Disziplin gegen eine seiner Zweikämpfe hatte redeten andere. „Heiko hat
Folge: Kaum klare Torszenen des Münchner Elf, die lethargisch be- Heiko Westermann im Du- sehr gut gespielt, mit vollem
Rekordmeisters. Erst nach knapp gann, aber auch später mit mehr ell mit dem Rekordmeister Einsatz für die Mannschaft“,
einer Stunde wurden die Bayern Tempo keine Idee entwickelte, die gewonnen, totale Souveränität und lobte Klubboss Dietmar Beiersdor-
dominant, drückten den HSV aggressiv und kompakt verteidi- Leidenschaft ausgestrahlt – eine fer und Joe Zinnbauer befand: „Ich
erstmals in dieser Partie dauer- genden Gastgeber zu knacken. eindrucksvolle Rückkehr des von habe ihn selten so gut gesehen.“
haft in dessen Hälfte, weil Mirko Slomka aussortierten Ver- Mehr ließ sich der Coach nicht ent-
Entlastungsangriffe über SPIELER DES SPIELS: Vom teidigers. locken: „Wenn ich Heiko großartig
Stieber und Nicolai Mül- ersten Moment an war Westermann war von Außenste- lobe, heißt es nur wieder, der ist
ler seltener wurden, La- Valon Behrami Hamburgs henden immer wieder zum ja auch mein Kumpel.“ Tat-
sogga zudem wirkungslos Herzstück, ordnete das Sinnbild des Hamburger Nie- sächlich sind Zinnbauer und
blieb. Aber: Großchancen Pressing, eroberte viele dergangs erklärt und vom Ex- Westermann aus gemeinsa-
verzeichnete der FC Bay- Bälle und leistete sich Coach im Sommer zusätzlich men Tagen im Frankenland
ern auch nach den Ein- kaum Fehler im Aufbau. geschwächt worden. Ihm täte es gut bekannt, den Verdacht, einen
gut, nicht als Stammspieler gesetzt Freundschaftsbonus zu benötigen
Hamburg München zu sein, hatte Slomka gemutmaßt, indes wischte der Innenverteidiger
Ø-Note 3,3 3,5 74 % während der Vorbereitung auf Go- gegen die Bayern kompromisslos
26 % jko Kacar und zuletzt in Hanno- und beherzt beiseite. Und gibt sich
Ø-Alter 26,0 26,7 ver auf Neuling Cleber gesetzt. Am so wie eigentlich immer seit seinem
Teamlaufleistung (km) 120,4 115,1 Ballbesitz Samstag belegte Westermann das Wechsel an die Elbe 2010: Wester-
63 60 Gegenteil: Dem 31-jährigen Fran- mann hat weniger sich selbst als
Laufstärkster 12,91 11,57 ken tut es gut, Vertrauen zu spü- vielmehr das große Ganze im Visier.
Spieler (km) Holtby Juan Bernat ren – dann kann auch er dem HSV „Wir haben es erstmals seit einer
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 48 Ostrzolek 118 Dante Zweikämpfe guttun. Über sich selbst wollte er Ewigkeit geschafft, die Grundtu-
danach nicht viel reden, nur so viel: genden an den Tag zu legen, sind
kicker, 22. September 2014 33

A
uch am Sonntagmorgen wurde Lewandowski am Ball ist, beim BVB braucht er den Ball. Der Pole arbei- Zu viel Belastung?
es nichts mit dem Toreschie- hatte er im vergleichbaren Zeitraum tet viel, reibt sich auf, doch das Spiel
ßen für Robert Lewandowski. 2013/14 alle zwei Minuten einen
Während Trainer Pep Guardiola Kontakt. Kein Wunder, dass auch
läuft zeitweise an ihm vorbei.
Die Bayern tun sich aber derzeit
Rummenigge fordert
das Training der Reservisten lei- die Zahl seiner Torschüsse drama- insgesamt schwer, Torgefahr aus-
tete (Alonso, Götze, Benatia, Rode, tisch abgenommen hat. Schoss er zustrahlen. Sie kommen seltener
weniger Länderspiele
Weiser, Reina, Starke plus vier in den Strafraum, was 1Die Regeneration seiner Spie-

Laues
U-19-Akteure, Transferkosten vor allem an den fehlen- ler ist Karl-Heinz Rummenigge
etwa 66 Millionen Euro), konnte den Ribery und Robben ein Herzensthema. Nach der WM
der Pole nur ein Lauftraining liegt. Die Offensivbilanz hatte der Vorstandschef der Bay-
absolvieren. Muskuläre Proble- liest sich traurig: 22 Tor- ern bereits vorgeschlagen, die Liga
me, so hieß es aus dem Verein, schüsse und 10 Chancen später starten zu lassen, damit sich
es handele sich um eine „rei- weniger als 2013/14. seine elf WM-Fahrer besser erho-
ne Vorsichtsmaßnahme“. Am „Andere Mannschaften len könnten. Das wurde abgelehnt.

Lüftchen
Dienstag gegen Paderborn soll machen aus zwei Tor- Nun greift Rummenigge das The-
er wieder spielen – und treffen. chancen drei Tore. Das ma wieder auf. „Die Belastung der
Nach sieben Pflichtspielen steht ist im Moment bei uns Spieler hat ein gesundes Maß längst
nur ein Tor zu Buche, zu wenig nicht der Fall. Das hat überschritten. Dafür sind die Dach-
für einen Mann wie ihn. nix mit den Stürmern zu verbände mit ihrer Flut von Län-
Das Zusammenspiel mit den tun. Das liegt nicht an derspielen verantwortlich“, kritisiert
neuen Kollegen klappt noch Robert, das braucht sei- Rummenigge. Er fordert FIFA und
nicht so richtig. Sie übersehen Beim FC Bayern hapert es in der ne Zeit“, glaubt Jerome UEFA auf, „dieser Entwicklung drin-
ihn oft, gegen massiv vertei- Offensive. Ein Grund: Stürmer Boateng. gend Einhalt zu gebieten“. Den DFB
digende Gegner fehlt Lewan- Dass der polnische nimmt er dabei von der Kritik aus.
dowski dazu manches Mal der ROBERT LEWANDOWSKI (26) wird noch Angreifer in Hamburg Dass viele der WM-Nachzügler nur
Platz für Aktionen, teilweise zu wenig ins Spiel eingebunden. 65 Minuten zuschauen für ein paar Spielminuten während
nehmen ihm auch die rochie- musste, war sicherlich der Vorbereitung in die USA reisen
renden Nebenleute den Raum. nicht förderlich. „Wir mussten, verschwieg er allerdings.
In Hamburg hatte Lewandowski in in Dortmund in den ersten vier Li- alle brauchen Rhythmus“, hatte Wegen der WM bestreitet Jogi
28 Minuten (inklusive Nachspiel- gaspielen der letzten Saison 22-mal Lahm noch vor dem Spiel gesagt. Löws Team in diesem Jahr 17 Spiele;
zeit) ganze neun Ballkontakte. Kei- aufs Tor, war das in München nur Auch Lewandowski. Doch Guar- das sind nur zwei mehr als 1982,
ne Ausnahme. Auch in den Spielen neunmal der Fall. „Ich mache mir diola ließ beim HSV ausgerechnet ein Jahr, in dem der DFB ebenfalls
zuvor hatte der Stürmer deutlich keine Sorgen, dass Lewandowski den Polen – und auch Xabi Alonso – ein WM-Finale bestritt. 2013 gab es
weniger Ballberührungen als noch bei uns einschlägt“, sagt Philipp draußen, was zu diesem Zeitpunkt zwölf Spiele, 32 Jahre zuvor, 1981,
in Dortmund. In München dauert Lahm. „Er hat sehr viel Qualität, der Saison weder nachvollziehbar deren elf. Eine fulminante Steige-
es im Schnitt fast drei Minuten, bis vor allem im Strafraum.“ Doch dafür noch nötig war. rung sieht also anders aus.

ANZEIGE
so gut wie selten“

Rückkehr
als echte Einheit aufgetreten.“ Er ist
wieder ein Teil dieser Einheit. Zum
Leidwesen von Cleber, der trotz
ordentlichen Debüts in Hannover
wieder auf die Bank musste. Und
dem dort ein längeres Dasein droht,
wenn Westermann seinen Auftritt
aus dem Bayern-Spiel konservie-
ren kann. Er sagt: „Es geht nur als
Mannschaft, das muss bei jedem
in die Birne rein. Es geht hier nicht
um mich.“ Aber seit Samstag wissen
seine Kritiker: Es geht auch noch
mit ihm.

Bochum noch vorne


Der HSV bleibt auch nach 360 Bundesliga-
minuten ohne Torerfolg. Nur diese fünf Vereine
mussten ab dem Saisonstart noch länger auf
den ersten eigenen Treffer warten.
Minuten Verein Saison
ohne Tor
474 VfL Bochum 1979/80
392 Hansa Rostock 2000/01
380 Mönchengladbach 1991/92
373 Hertha BSC 2003/04
372 Energie Cottbus 2008/09
34 BUNDESLIGA
FC Schalke 04 –
2:2
Die
(1:2)
Eintracht Frankfurt

Wundertüte
Fährmann (3,5) Trainer: Keller
Höger (3,5) Ayhan (3,5) Neustädter (3,5) Fuchs (5)

Boateng (6) Aogo (3)


Choupo-Moting (2) Meyer (3,5) Draxler (4,5)
Huntelaar (4,5)
Die Leistungen der EINTRACHT schwanken gewaltig.
Trotzdem wären mehr Punkte drin gewesen.
Meier (3)
Seferovic (4) Hasebe (3,5) Ignjovski (3,5) Inui (3,5)

W
ie viel Ironie im Spiel de Diskussion beendete, wa-
Medojevic (4) war, blieb ungeklärt. rum der Leistungsträger der
„Nach einer schlaflo- vergangenen Jahre in seiner
Djakpa (3,5) Russ (2) Zambrano (4) Chandler (4,5) sen Nacht“, sagte Thomas elften Saison nur Ersatz-
Schaaf und lachte, sei ihm spieler ist. Zumindest zu-
Trainer: Schaaf Trapp (3) klar gewesen, wie er gegen nächst. Schaaf argumentierte
Schalke spielen lässt. Gemäß den mit dessen Verletzung, Meiers Knie
Eingewechselt: 74. Barnetta (–) für Meyer, 82. Obasi (–) für Huntelaar, 90./+4 „individuellen Qualitäten der Spie- machte eine ganze Weile Proble-
Friedrich (–) für Choupo-Moting – 58. Oczipka (3,5) für Djakpa, 72. Aigner (–) für
ler“, so der Trainer, stellte er Haris me. Auffällig war aber auch, dass er
Ignjovski – Reservebank: Wetklo (Tor), Clemens, Sam, L. Sané – Wiedwald (Tor),
Kinsombi, Piazon, Stendera, Kadlec Seferovic auf den linken und Ta- Meiers Aktionen im Training und in
Tore: 0:1 Meier (15., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit), 0:2 Russ (24., Rechts- kashi Inui auf den rechten Flügel. den Testspielen häufig korrigierte.
schuss, –), 1:2 Choupo-Moting (40., Rechtsschuss, Handelfmeter, Medojevic), Gegen den Ball agierten sie auf In der Bundesliga durfte der 31-Jäh-
2:2 Draxler (50., Kopfball, Choupo-Moting) – Chancen: 4:5 – Ecken: 1:3 einer Höhe mit Makoto Hasebe rige an den ersten drei Spieltagen
SR-Team: Schmidt (Stuttgart – Assistenten: Walz, Voss – Vierter Offizieller: Gräfe), und Aleksandar Ignjovski, wodurch nur 58 Minuten mitwirken.
Note 5, die drei Platzverweise waren korrekt, dennoch eine mangelhafte Leistung ein 4-1-4-1 entstand. Bei Ballbesitz „Ich habe mich gewundert, dass
wegen der eindeutigen und spielentscheidenden Fehler bei Auslegung der Hand- stand das Duo fast auf einer Linie die Luft so lange gereicht hat. Alles
spiele: Ayhans Eingreifen hätte mit Elfmeter geahndet werden müssen (14.), der mit Alex Meier, es wurde ein 4-3-3 andere muss ich mir wieder erar-
Strafstoß für Schalke bei Medojevics Handspiel war dagegen unberechtigt. – daraus. beiten“, sagte Meier, „ich glaube,
Zuschauer: 61 798 – Gelbe Karten: Ayhan – Zambrano, Ignjovski – Gelb-Rote Für Meier war es der erste Ein- ich habe das Fußballspielen nicht
Karten: Boateng (61.) – Medojevic (85.) – Rote Karte: Draxler (71., Tätlichkeit satz in der Startelf in dieser Bundes- verlernt.“ Das konnte man beim 1:0
an Zambrano) – Spielnote: 3, die Partie lebte zwar kaum von spielerischer Klasse, ligasaison. „Ich freue mich für Alex, deutlich sehen. Wie der Offensiv-
dafür speziell nach der Pause von Spannung und Intensität. dass er gleich getroffen hat. Und spieler den Ball aus spitzem Winkel

%-ANALYSE EsJanberichten Michael Ebert, für mich ist er vom Naturell her ein ins Tor bugsierte, war aller Ehren
Lustig und Thiemo Müller Stürmer“, sagt Schaaf, der damit die wert. „Der macht die Erbse rein“,
in Frankfurt immer stärker werden- hatte Schaaf seine Wertschätzung
Eintracht erst clever, dann zu verhalten ANZEIGE
bereits unlängst ausgedrückt.
Defensiv wirkte die Eintracht
Die Eintracht baute von Beginn gungsfreudiger und kreativer. gut organisiert, auch das Konter-
an taktisch sehr geschickt auf eine Doch als die Zeichen vermeintlich spiel konnte sich sehen lassen,
kompakte Defensive und lauer- auf Sieg standen, brachten sich der Trainer fand es „toll“ wie die
te auf Konter. Schalke fiel gegen die Gastgeber durch völlig unmo- Mannschaft nach der schwachen
die massierte Deckung zunächst tivierte Platzverweise von Boateng Leistung gegen den FC Augsburg
überhaupt nichts ein, es fehlten und Draxler selbst um alle Chan- auf Schalke zunächst aufgetreten
Bewegung und ein spielerisches cen. Ihr Glück, dass die nun zu ist. Probleme hatte sie allerdings im
Konzept. Hinzu kamen dilettan- verhaltene Eintracht viel zu wenig Überzahlspiel. Sportdirektor Bruno
tische Fehler in der eigenen De- aus der Überzahl machte.
ckung, die Frankfurt zwei frühe
Treffer ermöglichten. Erst dann FAZIT: Trotz Steigerung schmei- SCHALKE: TV-Bilder sollen eine Provokation
wurden die Hausherren vorne chelt das 2:2 am Ende Schalke.
zumindest etwas aktiver,
der Anschlusstreffer fiel
infolge eines unberech-
tigten Elfmeters dennoch
SPIELER DES SPIELS: Per
Elfmeter und Assist sorg-
te Eric Maxim Choupo-Moting
Draxlers Hoffnung: Nur
glücklich. Nach Wieder- nach dem 0:2 maßgeblich 1Denkwürdig bleibt dieser Ge- desligaeinsätze dar. Selbst Re-
beginn ein verändertes für die Wende. Auch in burtstag allemal. An seinem kordmann Charly Körbel (602
Bild: Schalkes Offensive Unterzahl die treibende 21. erzielte Julian Draxler erst Partien) hatte bei Vollendung
nun wesentlich bewe- Kraft der Schalker. einen tollen Kopfballtref- des 21. Lebensjahres erst 100
fer zum 2:2 – und leistete sich Spiele auf dem Buckel. Schalke-
Schalke Frankfurt dann mit dem Nachtreten gegen Idol Olaf Thon übrigens sogar „nur“
Ø-Note 3,9 3,5 56 % Carlos Zambrano eine Aktion aus 95, dafür aber mit 25 Toren bereits
44 % dem Tollhaus. Und doch ist es nicht neun mehr als Draxler (16).
Ø-Alter 25,3 26,3 das erste Kuriosum dieser Art: Tor Der muss auf dem Weg zu wei-
Teamlaufleistung (km) 105,9 107,4 Ballbesitz und Rot am Geburtstag „schaffte“ teren Topwerten nun erst einmal
60 58 am 16. April 1996 auch der damals pausieren. Laut Rechts- und Ver-
Laufstärkster 11,27 11,65 exakt 28-jährige Gladbacher Martin fahrensordnung des DFB erwartet
Spieler (km) Aogo Hasebe Dahlin beim 1:1 gegen Lautern. Draxler eine Sperre für drei Spiele,
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 96 Neustädter 58 Chandler Zweikämpfe Eine einsame Bestmarke stellen die Mindeststrafe für eine „Tätlich-
freilich Draxlers nunmehr 105 Bun- keit im leichteren Fall“. Als solche
35

ANZEIGE
kicker, 22. September 2014

Wieder in
seinem Revier:
Torschütze
Alex Meier

Foto: Mika
Hübner: „Wir waren zu gehemmt.“ Umso bitterer, dass durch meh-
Im Rhein-Main-Derby am Diens- rere Schiedsrichter-Fehlentschei-
tag gegen die erstarkten Mainzer dungen einige mögliche Punkte
wird Frankfurt aber wieder deutlich fehlen. „Im schlechtesten Fall sind
mehr zum Spiel beitragen müssen, es fünf“, rechnet Schaaf vor. Zwei
was eine Herausforderung wird. bei Schalke, drei gegen Augsburg.

Schon der zweite Kreuzbandriss nach Valdez

Für Djakpa ist die Hinrunde gelaufen


1Im zweiten Auswärtsspiel nach- Die Szene in der 56. Minute sah
einander beklagt ein Eintracht-Profi zunächst gar nicht gefährlich aus.
einen Kreuzbandriss. Nachdem es Djakpa klärte mit einem hohen
in Wolfsburg Nelson Valdez (30) linken Bein einen Ball an der Straf-
erwischt hatte, traf es auf Schalke raumgrenze. Als er auf dem Rasen
Constant Djakpa. Der 27 Jahre alte aufkam, sank er jedoch zu Boden.
Linksverteidiger verdrehte sich das Der herbeigeeilte Mannschaftsarzt
linke Knie, zog sich eine Ruptur Dr. Wulf Schwietzer signalisier-
des vorderen Kreuzbandes zu und te sofort die Auswechslung. „Wir
stellt sich in den nächsten Tagen sind sehr erschrocken, erneut eine
bei Dr. Jürgen Huber in Heidelberg solche Diagnose zu erleben“, sagte
zur Operation vor. Voraussichtliche Trainer Thomas Schaaf, als das Aus-
Ausfallzeit – bis März 2015. maß des Malheurs klar war.

belegen – Choupo-Motings riskantes Signal

zwei Spiele Sperre?


ist sein beileibe nicht brutaler Tritt Figur aufzusteigen. Dabei schien
gewiss zu werten. Im Fall einer vor- das Eigengewächs nach dem star-
angegangenen Provokation könnte ken Auftritt in Chelsea und auch
die Sperre gar auf zwei Spiele re- gegen Frankfurt auf dem besten
duziert werden. Genau darauf zielt Wege – bis zur fatalen 71. Minute.
Schalkes Strategie: Anhand der TV- Zentraler Impulsgeber wurde
Bilder zumindest eine Berührung dafür Eric Maxim Choupo-Moting,
des am Boden liegenden Draxlers der sogar Klaas Jan Huntelaar als
durch Zambrano nachzuweisen, die Elferschützen verdrängte und per
dann – sehr wohlwollend – als straf- Lupfer verwandelte. Sein Kommen-
mildernd ausgelegt werden könnte. tar: „Ich habe mich so am sichers-
So oder so bleibt es ein bitte- ten gefühlt.“ Der Ex-Mainzer beweg-
rer und selbstverschuldeter Rück- te sich auf ganz dünnem Eis – setzte
schlag bei Draxlers Unterfangen, aber so, glücklich, ein wertvolles
nachhaltig zur positiv prägenden Signal für verkrampfte Schalker.
36 BUNDESLIGA
FC Augsburg –
4:2 (2:1)

Weinzierls
Werder Bremen
Hitz (3) Trainer: Weinzierl
Verhaegh (3) Callsen-Bracker (4) Klavan (4) Baba (4)
Baier (3)
Kohr (3,5)
Bobadilla (3,5) Altintop (2,5) Werner (2,5) Der FC AUGSBURG hat
Mölders (4) die Kurve gekriegt.
Was steckt hinter
di Santo (3) Selke (3) dem Umschwung?
Elia (4,5) Bartels (4)
Galvez (4) Junuzovic (3,5)

A
m Ende dieses er-
Garcia (4) Lukimya (5) Prödl (3,5) Fritz (4,5) eignisreichen Nach-
mittags huschte
Trainer: Dutt Wolf (3,5) ein Lächeln über Markus
Weinzierls Gesicht. „Vor einer
Eingewechselt: 63. Matavz (–) für Mölders, 75. Caiuby (–) für Bobadilla, Woche“, sagte der Trainer zu-
80. Hong (–) für Kohr – 58. Busch (4,5) für Fritz und Hajrovic (4,5) für Elia,
frieden, „gab es noch Fragen nach
79. Petersen (–) für Galvez – Reservebank: Manninger (Tor), de Jong, Esswein,
Feulner – Husic (Tor), Caldirola, Kroos, Makiadi einem Fehlstart und einer Krise.
Tore: 0:1 Selke (3., Rechtsschuss, Vorarbeit Garcia), 1:1 Baier (14., Rechts- Jetzt haben wir sechs Punkte.“ Der
schuss, Altintop), 2:1 Verhaegh (45./+3, Rechtsschuss, Foulelfmeter, Bartels an FC Augsburg hat die Kurve gekriegt:
Bobadilla), 2:2 di Santo (56., Rechtsschuss, Foulelfmeter, Kohr an Bartels), 3:2 Dem Pokalaus in Magdeburg und
Werner (77., Kopfball, Caiuby), 4:2 Matavz (90./+3, Rechtsschuss, Werner) – dem mit zwei Niederlagen verpatz-
Chancen: 9:4 – Ecken: 6:5 ten Start in die Liga folgten zwei
SR-Team: Fritz (Korb – Assistenten: Schaal, Pelgrim – Vierter Offizieller: Willen- Siege. Erst ein 1:0 in Frankfurt, jetzt
borg), Note 5, insgesamt keine klare Linie bei der Zweikampfbewertung; hätte ein 4:2 gegen Bremen. Das Spiel
statt auf Elfmeter für Augsburg auf Abseits entscheiden müssen, da Mölders in Leverkusen kann der FCA nun
zuvor aktiv eingriff (45./+1); der Strafstoß für Bremen war korrekt. – Zuschauer: beruhigt angehen. „Wir waren un-
29 044 – Gelbe Karten: Kohr – Garcia, Elia, Bartels, di Santo – Spielnote: zufrieden, haben knallhart gear-
2, ein Spektakel mit sechs Toren und hohem Tempo, aber auch mit vielen Fehlern. beitet und die richtigen Schlüsse

%-ANALYSE EsH.-G.berichten D. Bernreuther, gezogen“, schildert Weinzierl. Aber


Klemm und G. Moissidis was passierte genau in der Länder-
spielpause, während der Augsburg
Hajrovic vergibt Werders Chance zum 3:2 zurück in die Spur fand?
Zuvor, gibt Manager Stefan Reu-
Zwei mutige und kampfstarke ter aus. Die Gäste hatten nun ein ter zu, „hatten wir Probleme, un-
Foto: Fishing 4

Teams lieferten sich einen offe- Übergewicht, waren im letzten seren Rhythmus zu finden“. Weil
nen Schlagabtausch. Dass die Drittel aber nicht effizient genug, die Vorbereitung nicht gut lief, weil
Partie zu einem Spektakel wur- Hajrovic vergab die Chance zum immer wieder Spieler verletzt fehl-
de, lag weniger an spielerischem 3:2 (65.). In den letzten 15 Minu-
Glanz, sondern vielmehr am ra- ten drehte der FCA, angetrieben
santen Tempo und der Intensität, von Joker Caiuby sowie Werner, BREMEN: Der ersten Saisonniederlage folgt
mit der sich beide Mannschaf- wieder auf und traf zweimal.
ten bekämpften – und so Fehler
provozierten. Selke und di Santo
störten den Augsburger Aufbau
früh, Werder nutzte die erste Un-
FAZIT: Die Partie hätte auch in die
andere Richtung kippen können,
der FCA war etwas zielstrebiger,
Verletzungssorgen
achtsamkeit des Gegners zum hatte zudem das nötige Glück. 1 Das Momentum sei gegen- Hoffenheim (1:1) fehlen laut der
1:0. Beim FCA schoben wärtig nicht „auf unserer Seite“, Einschätzung des Trainers, der
die Außenverteidiger mit SPIELER DES SPIELS: Der sagt Thomas Eichin. Der Bre- natürlich mit Recht auf den
an, Baier und besonders Schlüsselspieler in der mer Manager fällt dieses Urteil Auftakt mit drei Auswärtsspie-
Altintop prägten das FCA-Offensive. Mit viel nach der Partie der bisherigen len verweisen kann. Robin Dutt
Spiel – nicht nur beim Übersicht und tollen Päs- „Remis-Könige“ in Augsburg, die spricht indes der Elf das Vertrauen
1:1. Augsburgs Führung sen setzte Halil Altintop sei- aus seiner Sicht erneut ein „Unent- aus nach dem nicht ganz geglück-
per Strafstoß glich Bre- ne Kollegen in Szene, sein schieden-Spiel“ gewesen ist, doch ten Start: „Wenn wir am Dienstag
men ebenfalls per Elfme- Assist zum 1:1 war genial. mit der ersten Saisonniederlage en- gewinnen, ist alles okay.“
dete. Nun steht Werder nach vier Es kommt zum Keller-Duell im
Augsburg Bremen Spieltagen wieder da, wo die Elf in buchstäblichen Sinn: Werder gegen
Ø-Note 3,4 4,0 48 %
der letzten Saison aufgehört hatte: Schalke und Jens Keller. Ein Sieg
52 % Die einstige Spitzenmannschaft hat ist Pflicht, soll nicht schon zu so
Ø-Alter 27,3 26,0 eine Dauerkarte für die Gefahren- früher Zeit der Überlebenskampf
Teamlaufleistung (km) 114,5 115,4 Ballbesitz zone in der höchsten Spielklasse anbrechen. Schlechte Vorzeichen
78 65 gebucht. dabei: Ein Quartett fehlte am Sonn-
Laufstärkster 11,32 12,44 Erneut Gefahr in Verzug an der tag, droht nun auszufallen. Rapha-
Spieler (km) Werner Bartels Weser. „Die Punktausbeute ist zu el Wolf, Clemens Fritz, Sebastian
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 84 Baba 90 Garcia Zweikämpfe gering“, gibt Fin Bartels zu. Zwei Prödl und Felix Kroos klagen über
Zähler aus dem Heimspiel gegen Magen-Darm-Beschwerden. „Wir
kicker, 22. September 2014 37

Impulse
PERSONALIEN
Bayern München Hannover 96
Arjen Robben (30) verletzte Miiko Albornoz (23) muss-
sich in Hamburg beim Aufwär- te in Paderborn wegen Achilles-
men, er konnte wegen einer Ver- sehnenproblemen passen und
härtung im Oberschenkel nicht fehlt womöglich auch noch am
ten. Und weil der phänomenale beginn nur dritte Wahl hinter den spielen. Mittwoch gegen Köln. + + + Ma-
achte Platz im Vorjahr in den Köp- Neuzugängen Tim Matavz und Ni- nuel Schmiedebach (25) musste in
fen der Spieler Spuren hinterlassen kola Djurdjic war: „Ich habe definitv Borussia Dortmund Paderborn mit Schmerzen an der
hatte. „Nach so einer Saison glaubt keine gute Vorbereitung gespielt“, Sebastian Kehl (34) fehlte Hüfte vom Platz. + + + Markus Mil-
man natürlich irgendwie, alles läuft sagt er. „Es spricht nicht für einen wegen Adduktorenbeschwerden ler (32) muss sich an diesem Mon-
von alleine“, bekennt Reuter. „Aber Stürmer, wenn er in zehn Testspie- in Mainz, nicht ausgeschlossen, tag einer Arthroskopie in seinem
wenn du ein paar Prozent nachlässt, len kein Tor schießt.“ Doch Mölders dass er am Mittwoch gegen den operierten linken Knie unterzie-
reicht es nicht nahm den Kon- VfB Stuttgart wieder zur Ver- hen, weil bei Belastung erneut
mehr.“ In den ers- kurrenzkampf an fügung steht. + + + Der Japaner Schmerzen auftraten.
ten Pflichtspielen „Ich habe definitiv keine und zeigte die Re- Mitsuru Maruoka (18) absolvier-
war nicht viel von gute Vorbereitung gespielt.“ aktion, die Wein- te seinen ersten Bundesliga- Hertha BSC
dem zu sehen, was zierl sehen wollte. einsatz. John Anthony Brooks (21) er-
den FCA 2013/14 SASCHA MÖLDER S, FC Augsburg Von den vier hielt beim Freitagabendspiel in
ausgemacht hatte. neuen Offensiv- FC Schalke 04 Freiburg einen Schlag auf den Fuß
Also versammelte Weinzierl seine kräften Matavz, Djurdjic, Caiuby Joel Matip (23, nach Ad- und konnte am Samstag nur Fahr-
Spieler am Tag nach dem 2:3 gegen und Shawn Parker stand bei beiden duktorenzerrung) trainierte am rad fahren.
Dortmund – und gab die richtigen Siegen keiner in der Startelf. „Wir Sonntag wieder mit und dürfte
Impulse. „Die Mannschaft war da- sind von ihrer Qualität überzeugt“, bei der Partie in Bremen im Ka- Werder Bremen
nach unglaublich konzentriert und betont Reuter, „aber es braucht eine der stehen. + + + Gleiches gilt für Davie Selke (19), der seinen
hat konsequent trainiert“, berichtet gewisse Zeit, bis sie sich an unsere Atsuto Uchida (26), der im Regio- Vertrag bis 2018 verlängert
Reuter. Zwei Wochen später zeigte Spielweise gewöhnen.“ Immerhin nalliga-Derby gegen RW Essen hat, schoss in Augsburg sein ers-
sie wieder ihre typischen Stärken: konnte Weinzierl dank der Neuen (1:1) ein 60-Minuten-Comeback tes Bundesligator. Er ist damit der
Kompaktheit, Kampfgeist, schnelles gegen Werder durch Einwechslun- feierte. + + + Sidney Sam (26) fehlte 200. Spieler in der Vereinsgeschich-
Umschalten. „Wir haben als Team gen entscheidende Impulse geben: am Sonntag wegen muskulärer te, der in der höchsten Spielklasse
agiert“, lobte Weinzierl nach dem Caiuby spielte stark, sein Latten- Probleme, ist aber ebenso ein- traf.
Sieg gegen Werder. „Die Mann- schuss ging dem 3:2 voraus, Matavz satzfähig wie Marco Höger (25,
schaft hat verinnerlicht, dass es nur traf zum 4:2 – sein zweites Jokertor. Knöchelprellung). Eintracht Frankfurt
so für uns geht.“ Anderson (26), der auf Schalke
Zudem dachte der Trainer perso- ANZEIGE Bayer Leverkusen wegen einer Magen-Darm-Grippe
nell um. Sascha Mölders beorderte Ömer Toprak (25, Muskel- fehlte, trainierte am Sonntag mit
er von der Tribüne in die Startelf. verletzung) fehlte beim Gastspiel den Reservisten. + + + Auch Alexan-
Mit seiner Robustheit und seinem in Wolfsburg. der Madlung (32, grippaler Infekt)
Einsatzwillen tut der Angreifer dem befindet sich auf dem Weg der
FCA gut, auch wenn er in Sachen VfL Wolfsburg Besserung.
Torgefährlichkeit noch Luft nach Ivan Perisic (25) kehr-
oben hat. Der 29-Jährige kann te nach seiner Schultero- SC Freiburg
nachvollziehen, dass er zu Saison- peration ins Mannschafts- Oliver Sorg (24) musste gegen
training zurück. Hertha BSC wegen Nasenblu-
tens ausgewechselt werden, steht in
ein Schlüsselspiel gegen Schalke 04 1. FSV Mainz 05 Hoffenheim aber wieder zur Ver-
Julian Koch (23) feierte fügung.

vor dem Keller-Duell mit seiner Einwechselung (83.)


sein Saisondebüt. + + + Ja-Cheol
Koo  (25) fehlte gegen Dort-
mund wegen Wadenproblemen,
VfB Stuttgart
Adam Hlousek (25) fällt wegen
eines Muskelfaserrisses auch für
dürfen uns nicht verrückt machen Trainer Dutt registrierte „gewisse sein Einsatz in Frankfurt ist die kommenden drei Begegnun-
lassen“, fordert Geschäftsführer Offensivkraft, die wir entwickelt ha- sehr fraglich. gen aus.
Eichin vor dem Schlüsselspiel. „Wir ben“, in die richtige Relation setzt.
dürfen nicht alles negativ sehen“, Seit Jahren krankt das Werder- FC Augsburg Hamburger SV
meint gleichlautend der erneut für Spiel an der Anfälligkeit in den Dominik Reinhardt (29, Achil- Matti Steinmann (19) feierte
die Startelf nominierte Neuzugang hinteren Reihen. Ein Manko, das lessehnenprobleme) muss am Samstag gegen den FC Bayern
Bartels. nun wieder zu beobachten ist: kürzertreten und wird auch in München seine Bundesligapre-
Bei aller berechtigten Schelte am Zehn Gegentore nach vier Spielen, der Begegnung bei Bayer Lever- miere. + + + Rafael van der Vaart (31,
überforderten Schiedsrichter Marco so viel wie zuletzt 1997/88, nur in kusen sowie beim Heimspiel ge- Wadenprobleme) ist auf dem Weg
Fritz (siehe Seiten 22/23) müssen der Spielzeit 1977/78 kassierte Wer- gen Hertha BSC fehlen. der Genesung, wird aber in der eng-
die Norddeutschen auch die eige- der beim Start mehr Gegentreffer. lischen Woche wohl kein Comeback
nen Fehlerquellen in Betracht zie- Dutt war vor einem Jahr angetre- 1899 Hoffenheim feiern.
hen. Als „ordentlich“ bezeichnet ten, um die Abwehr dicht zu ma- Sejad Salihovic (29) wird wei-
Mittelfeldspieler Bartels die bishe- chen. So ganz geglückt ist ihm dies tere drei Wochen ausfallen. Die SC Paderborn 07
rigen Auftritte. Ein Wort, das eher noch nicht, auch wenn er die hohe genähte Platzwunde aus dem Abwehrspieler Tim Welker
negativ gemeint ist, denn der Profi Zahl an Gegentoren zu relativieren Spiel gegen Wolfsburg hat sich (21, nach Handbruch) wird am
fügt diese kritischen Anmerkung bemüht ist. Angesprochen auf die entzündet, sie musste erneut ge- Montag operiert. + + + Marvin Baka-
an: „Wir kriegen es nicht hin, kont- Fehler, sagt der 49-Jährige: „Es ist öffnet und gespült werden, um lorz (25) meldete sich am Sonntag
rolliert nach vorn zu spielen.“ Eine anders, weil wir unsere Offensive eine Ausbreitung der Entzündung krank und wird wohl nicht mit nach
korrekte Beobachtung, die die von dagegensetzen können.“ zu verhindern. München reisen.
38 BUNDESLIGA
VfB Stuttgart –
0:2 (0:1)

Am Pranger
TSG Hoffenheim
Ulreich (3) Trainer: Veh
Klein (3,5) Schwaab (4,5) Rüdiger (3,5) Sakai (4)
Oriol Romeu (4)
Leitner (4) Gentner (5)
Didavi (3)
Harnik (5) Werner (4,5) Vier Spiele, ein Punkt, Tabellenplatz 18. Bei den
Fans des VFB STUTTGART wächst der Unmut – über
Modeste (2,5) die Spieler, vor allem aber über die Klubführung.
Roberto Firmino (4)
Zuber (3,5) Elyounoussi (3)

N
Schwegler (3) Polanski (2) ach dem zweiten Gegen- ben. Resultat ist ein völlig auf-
treffer machte sich End- geblähter Kader, gespickt mit
Beck (3) Strobl (2,5) Süle (3) Rudy (3,5) zeitstimmung breit. Wüten- Mittelmaß“), während der Par-
de „Bobic raus“-Rufe begleiteten tie wurden in der Kurve immer
Trainer: Gisdol Baumann (2,5) die letzten Minuten eines Spiels, wieder Spruchbänder mit Parolen
in dem der VfB die Wende schaf- gegen Sportvorstand Fredi Bobic,
Eingewechselt: 56. Rausch (5) für Sakai, 70. Maxim (–) für Harnik, 76. Kostic (–) fen wollte nach einem verkorksten Präsident Bernd Wahler und die
für Oriol Romeu – 68. Volland (–) für Zuber, 83. Vestergaard (–) für Schwegler, 86.
Saisonstart mit nur einem Punkt Mannschaft entrollt. Am Ende ver-
Schipplock (–) für Modeste – Reservebank: Kirschbaum (Tor), Haggui, Gruezo –
Grahl (Tor), Abraham, Herdling, Szalai aus drei Spielen. In den Tagen vor loren die Stuttgarter trotz starker
Tore: 0:1 Modeste (15., Kopfball, Vorarbeit Rudy), 0:2 Elyounoussi (84., Rechts- dem Anpfiff hatten die Fans des kämpferischer Leistung auch ihr
schuss, Volland) – Chancen: 8:5 – Ecken: 9:4 „Commando Cannstatt“ in einem drittes Ligaspiel in Folge mit 0:2
SR-Team: Sippel (München – Assistenten: Leicher, Schüller – Vierter Offizieller: offenen Brief auf ihrer Internetsei- und rutschten ans Tabellenende;
Winkmann), Note 2, keine schwerwiegenden Fehler, ließ das Spiel gut laufen. te mit Vereinsführung und Mann- nach dem Abpfiff wagten sich die
Nachvollziehbar, bei Kleins Einsteigen gegen Volland (80.) nicht auf Strafstoß zu schaft gebrochen („Die falschen Spieler nicht mehr in die Fankurve.
entscheiden. – Zuschauer: 44 000 – Gelbe Karten: Rudy, Schipplock – Spiel- Spieler werden geholt, die falschen Mannschaft und Vereinsfüh-
note: 4, defizitäres Offensivspiel beider Teams mit vielen vermeidbaren Fehlern, abgegeben und die falschen blei- rung am Pranger – nach gerade
aber zumindest eine stabile Defensivleistung der Gäste. einmal 360 Saisonminuten. Wo

%-ANALYSE Esundberichten
Bobic zwar angeschlagen wirkte,
Harald Kaiser Veh bereits auf Platz 5 sich aber kämpferisch gab (siehe
Michael Pfeifer
Interview auf der folgenden Doppel-
Hoffenheims Bollwerk nicht zu knacken
Armin Veh saß am Samstag gegen
seite) und sich Wahler genötigt sah,
die TSG Hoffenheim zum 100. Mal in
den sportlich Verantwortlichen in
einem Bundesligaspiel auf der Stutt-
Hoffenheim überließ Stuttgart kensituationen zu spielen, flogen Schutz zu nehmen („Bobic ist abso-
garter Bank. Nur vier Fußballlehrer
absichtlich die Initiative, um den die Bälle ins Aus oder ins Nichts. lut der Mann unseres Vertrauens“),
betreuten die Schwaben seit 1963
offensiv wenig kreativen Gegner Aber auch Hoffenheim nutzte da blieb einer – zumindest äußer-
noch häufiger: Jürgen Sundermann (in
in defensiv ungeordnete Situati- die sich ergebenden Konterräu- lich – seelenruhig: Armin Veh. „Klar
143 Bundesligaspielen), Felix Magath
onen zu locken. Die Gäste kon- me keineswegs konsequent und verbessert“ gegenüber dem 0:2 ge-
(114), Christoph Daum (112) und Hel-
zentrierten sich aufs Spiel gegen musste lange warten, ehe Elyo- gen Köln sei der VfB aufgetreten,
mut Benthaus (102).
den Ball in einem engmaschigen unoussi einen Angriff zum ent- meinte der 53-Jährige, „ich habe
4-4-2 und waren an langen Ball- scheidenden 0:2 verwertete.
besitzzeiten nicht interessiert. Der
VfB schaffte es nur selten, dieses FAZIT: Verdienter Sieg der taktisch HOFFENHEIM: Die TSG will für die
tief stehende, aggressive und lauf- cleveren Gäste, die die Schwächen
starke Bollwerk zu durchbrechen,
weil die Kombinationen schnell
fehlerhaft wurden, sobald taugli-
ches Spieltempo erreicht wurde.
des Gegners gezielt ausnutzten.
Die in Strafraumnähe einfallslo-
sen Stuttgarter konnten mit den
überlassenen hohen Spielanteilen
Gisdols Truppe ist
Im Zentrum verdichtete die TSG wenig anfangen. 1Der Zweck heiligt die Mittel. Der zur Verriegelung der
massiv, und über außen „Das war sehr unkonventionell Defensive nun durchaus häu-
wurde Stuttgart kaum SPIELER DES SPIELS: Als und nicht das typische Hoffen- figer zum Einsatz kommen
gefährlich, weil die dazu Herz der TSG-Defensive heimer Spiel“, gestand Andreas könnte. Die einstige Spek-
nötigen Diagonalbälle überzeugte Eugen Polanski Beck. Allerdings fügte der Ka- takeltruppe reift so langsam
fast nie ankamen. Und mit sehr resolutem Zwei- pitän auch dieses hinzu: „Es war zu einer taktisch variableren und
wenn es den Gastgebern kampfverhalten, strate- absolut ein Fortschritt.“ Und was für damit effizienteren Mannschaft.
doch mal gelang, einen gischem Gespür und viel einer. Im Vergleich zum kopflosen „Grundsätzlich wollen wir von un-
Außenverteidiger in Flan- Spielübersicht. Auftritt der TSG in Stuttgart vor Jah- serer Spielart nicht abweichen und
resfrist fingen sich die Kraichgauer aggressiv und vorwärts verteidigen“,
Stuttgart Hoffenheim diesmal sechs Gegentore weniger erläutert Manager Alexander Ro-
Ø-Note 4,1 3,0 62 % ein. „Wir wollten die Fehler des sen, „aber es kann die Variation in
38 % Vorjahres nicht wiederholen“, er- der Anlaufhöhe sein.“
Ø-Alter 24,3 24,6 klärte Trainer Markus Gisdol die So soll die TSG für den jeweili-
Teamlaufleistung (km) 115,3 117,6 Ballbesitz verordnete Zurückhaltung seiner gen Gegner unberechenbarer und
88 71 ungewöhnlich spät attackierenden die Resultate berechenbarer wer-
Laufstärkster 11,71 11,61 Schützlinge, „ich bin froh, dass die den. „Es ist schöner, 2:0 zu gewin-
Spieler (km) Leitner Roberto Firmino Mannschaft diese Variante so ange- nen, als 3:3 zu spielen“, versichert
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 104 Leitner 66 Roberto Firmino Zweikämpfe nommen hat, das war der Schlüssel Gisdol. Und Beck argumentiert:
zum Erfolg.“ „Das war nicht schön, nicht spek-
kicker, 22. September 2014 39

Glückloser Didavi
„Befreien können
wir uns nur selbst“
1Wenn man so will, steht er sinn-
bildlich für den VfB in diesen tris-
ten Septembertagen. Daniel Didavi
versuchte am Samstag aus seiner
Position im zentral-offensiven Mit-
telfeld heraus alles, um die Stuttgar-
ter Torflaute dieser Saison zu been-
den. Doch ob nun mit Pässen auf
die beiden Spitzen Martin Harnik
und Timo Werner oder mit eigenen
Schüssen aus der Distanz, „zurzeit
will der Ball einfach nicht rein“, sagt
der 24-Jährige. Alexandru Maxims
Führungstreffer in der 51. Minute
viele Dinge gesehen, die gut wa- rückzuführen, widersprach Torhü- der Auftaktpartie in Mönchenglad-
ren“. Zwar räumte Stuttgarts Meis- ter Sven Ulreich. „Das Wir-Gefühl bach (1:1) bleibt auch nach 360
tertrainer von 2007 ein, er habe sich fehlt nicht“, betonte er. „Dennoch ist Minuten das einzige Saisontor der
die Aufgabe nach seiner Rückkehr klar, dass jeder seine Leistung wei- Schwaben, die beim 0:2 im Pokal in
„einfacher vorgestellt“, doch gebe ter verbessern muss.“ Bochum ebenfalls leer ausgingen.
es keinen Grund, in dieser frühen Gegen Hoffenheim also ist die Dass der VfB offensiv gefährlicher
Saisonphase in Panik zu verfallen. Wende – zumindest was das werden müsse, sei klar, so Didavi,
„Natürlich haben wir viel Arbeit vor nackte Ergebnis angeht – „ich glaube aber, man sieht, dass
uns, doch ich bin keiner, der jetzt ausgeblieben. Nun soll der wir wollen“. Der Tiefpunkt, markiert
am Boden zerstört ist und zu den Bock am Mittwoch in Dort- durch die 0:2-Heimniederlage ge-
Spielern sagt: Bitte, helft mir mal.“ mund umgestoßen werden. „Ich gen Köln am zweiten Spieltag, sei
Dem auf einem Banner geäußerten bin noch nie abgestiegen“, sagt Veh überwunden, doch Fußball sei nun
Vorwurf, die fehlenden Punkte sei- schon einmal. „Und das wird auch mal eine Kopfsache, „jeder will die
en auf mangelnden Teamgeist zu- so bleiben.“ Qualität, die er hat, abrufen, doch
daran hapert es derzeit“. Bleibt die
ANZEIGE Weiterhin sieglos: Hoffnung, dass der Knoten schnell
Antonio Rüdiger, platzt, „nur durch die tägliche Trai-
Alexandru Maxim ningsarbeit“, so der Mittelfeldspie-
ler, könne sich die Mannschaft das
Fotos: Baumann, firo verloren gegangene Selbstvertrauen
zurückholen: „Wir müssen weiter
hart arbeiten, weil nur wir selbst
uns aus dieser Situation befreien
können.“

Gegner unberechenbarer werden Auch ohne Bicakcic muss der Däne warten

gelehrig und gierig Vestergaard als Opfer Löws


1So langsam scheint sich Sebas- garter nach dem Auswärtscoup, „es
takulär, aber sehr effektiv. Jeder hat Gisdol. Doch dessen Spieler sind tian Rudy mit dem Gedanken an- ist immer etwas Besonderes, beim
sich an den Plan gehalten, das zeigt weiter gelehrig und gierig. „Man freunden zu müssen, häufiger als Ex-Verein zu spielen und in diesem
die Flexibilität der Truppe.“ sieht ja, dass noch extrem viel Luft Rechtsverteidiger aufzulaufen, als Stadion zu gewinnen.“
Die allerdings (noch) zu Lasten nach oben ist. Wenn wir das hin- ihm lieb ist. Nach Joachim Löws Nicht ganz so frohgelaunt verließ
der einstigen Offensivwucht geht. bekommen, dann holen wir noch überraschender Variante mit dem Jannik Vestergaard das Stuttgarter
Aus der Tiefe der Defensivordnung den einen oder anderen Punkt und Hoffenheimer gegen Schottland zog Stadion. Der Innenverteidiger war
heraus blieben auf dem langen Weg spielen eine gute Saison“, verspricht nun auch Markus Gisdol nach. „Ich im Grunde genommen Löws Idee
zum gegnerischen Tor zu viele An- Kevin Volland. habe die Vorlage aus dem Länder- zum Opfer gefallen, weil so Tobi-
griffe auf der Strecke. „Da haben „Das Problem bei dieser Fort- spiel gerne angenommen“, erklärte as Strobl zur Alternative für innen
wir noch viel Arbeit vor uns“, weiß entwicklung ist, die Balance wie- der TSG-Coach, „da war es einfach, wurde – die Gisdol nach Ermin Bi-
der hinzukriegen, damit wir die darauf zurückzugreifen.“ cakcics Ausfall dem Dänen vorzog.
Umschaltaktionen sauberer und Für Rudy war es weniger einfach, Sicherlich auch wegen der Wendig-
konsequenter spielen“, so Rosen, „die Position ist immer noch unge- keit der beiden VfB-Spitzen.„Es ist
„aber das wird eine Aufgabe, die wohnt.“ Dennoch ließ der 24-Jähri- sehr schwer, in die erste Elf reinzu-
sicher nicht am vierten Spieltag er- ge diesmal nach hinten nichts an- kommen“, stellte Vestergaard fest,
ledigt sein kann.“ Aber schon am brennen und bereitete fast als Kopie „natürlich war ich enttäuscht, aber
Foto: Ulmer

fünften kann niemand wissen, mit seiner Torvorbereitung im DFB- immerhin durfte ich gegen Ende
welcher Marschroute Hoffenheim Trikot erneut das 1:0 vor. „Das war noch reinkommen. Ich warte weiter
am Dienstagabend gegen Freiburg wirklich ähnlich, nur diesmal als auf meine Chance, auch wenn es
Neue Masche: Markus Gisdol zu Werke geht . . . Freistoß“, freute sich der Ex-Stutt- schwer ist.“
40 BUNDESLIGA

„Ich werde
nicht für alles
den Kopf
hinhalten“
Nach dem 0:2 gegen Hoffenheim
wurde er von den Fans angefeindet.
VfB-Sportvorstand FREDI BOBIC (42)
wirkt angeschlagen, doch er will
seinen Weg weiter unbeirrt gehen.

Foto: Baumann
Herr Bobic, der VfB Stuttgart hat sich nach dem Fast- chen Situation. Da stehen noch einige Schritte Es geht darum, Tradition zu wahren und neue
abstieg 2014 neu aufgestellt, mit einem neuen Trainer, an, die momentan nicht für jeden sofort ersicht- Tradition aufzubauen, die erfolgreiche Geschich-
neuen Spielern, Neuerungen im Verein. Trotzdem ging der lich, aber für die wirtschaftliche Weiterentwick- te weiterzuschreiben. Das wird nur gehen, wenn
Saisonstart schief. Waren die Maßnahmen nicht gut oder lung des Vereins wichtig sind. sich der Verein verändert …
nicht weitreichend genug? Wie sieht der Zeitplan der Ausgliederung aus? … also eine Kapitalgesellschaft wird.
Jede Veränderung benötigt ihre Zeit, bis sie rich- Denkbar ist eine Mitgliederversammlung zu die- Richtig.
tig greift. Wir befinden uns in einem Prozess, der sem Thema im kommenden Jahr. Es geht um Für „normale Vereine“ sind Titel nicht mehr möglich?
noch lange nicht abgeschlossen ist und noch einen längeren Prozess, in dem sinnvoll Geld Vollkommen richtig. Das ist die Lehre aus dem
weitere Veränderungen beinhaltet. So etwas geht in den Kader und in die Infrastruktur investiert heutigen Fußball, der sich durch die Fernseh-
nicht einfach auf Knopfdruck, und man ist plötz- werden soll, wie wir das derzeit beim Neubau verträge und neue Vermarktungsmöglichkeiten
lich Tabellenfünfter. Das ist Wunschdenken. unseres Nachwuchszentrums schon machen. in der Champions League massiv verändert hat;
Der VfB ist nach vier Spieltagen Tabellenletzter. Sehen Das alles muss organisch wachsen. Unser Ziel der Unterschied zur Europa League ist riesen-
Sie dennoch positive Veränderungen? ist es, unsere Eigengewächse dauerhaft zu bin- groß. Die Vereine hinter den Champions-League-
Da geht es um viele Kleinigkeiten, die von außen den und keine Transfergelder mehr mit ihnen Teilnehmern sind qualitativ sehr eng zusammen-
betrachtet nicht jedem sofort ins Auge fallen. erlösen zu müssen. gerückt, auch weil sich die Budgets dieser Klubs
Nehmen wir die interne Haben Sie den Eindruck, dass nicht mehr großartig unterscheiden. Das ist die
Kommunikation, wie wir die bei vielen Fans vorhande- Realität, und jeder Klub muss sich fragen, wie
miteinander umgehen, „Wenn man Tabellenachtzehnter ist, ne Skepsis mittlerweile Ver- er seine eigene Identität steigern und für eine
wie wir miteinander an wird man keinen Frieden haben.“ trauen gewichen ist? größere Wertschöpfung sorgen kann.
vielen Projekten arbei- Auch das ist ein Prozess. Der deutsche Fußball war immer stolz darauf, dass – im
ten, die wir teilweise in Viele wissen, dass dieser Gegensatz zu vielen anderen Ligen – selbst der Letzte
schweren Zeiten angeschoben haben und die Schritt unausweichlich ist. Man kann sich zwar den Ersten schlagen kann. Ist das vorbei?
für die Zukunft auch noch anstehen. auf die Tradition berufen, darf aber nicht in der Es wird auch weiterhin punktuell möglich sein,
Zum Beispiel? Vergangenheit leben. Man muss sich auch auf aber das wird die Ausnahme werden.
Ein großes Thema ist die geplante Ausgliederung die Zukunft vorbereiten. Alle Traditionsvereine Nervt es Sie, dass Sie sich als Sportvorstand auch um
der Profiabteilung oder die Markenschärfung – werden diesen Weg irgendwann gehen müssen, finanzielle Belange kümmern müssen?
wofür wollen wir als VfB stehen. Das sind alles sonst werden sie abgehängt. Natürlich will ich mich vor allem ums Sportliche
schwierige Prozesse in einer schweren sportli- Tradition hat also keine Zukunft? kümmern, aber die Finanzen gehören dazu.
kicker, 22. September 2014 41

Mussten Sie sich das nötige Fachwissen extra aneignen? scheidungen, sondern Teamwork; man holt die aber das hat nicht allein mit ihm zu tun, sondern
Oder reicht es zu wissen, wer sich damit auskennt? Spieler gemeinsam, man fasst Beschlüsse ge- auch mit der Mannschaft, die er braucht, um
Man muss sich vieles aneignen und überall dazu- meinsam. seine Stärken optimal einzubringen.
lernen. Ich lerne jeden Tag dazu. Natürlich macht Sie meinen Manager, Trainer, Vorstände, Aufsichtsrat . . . Wie beurteilen Sie seine lustlos wirkende Körpersprache?
man auch Fehler, das habe ich den Mitgliedern Man beschließt alles gemeinsam. Ich war aber Lustlos? Das hat man mir in meiner Laufbahn
gegenüber bereits erklärt. Ich nehme vieles auf in den letzten Jahren das Gesicht des Vereins … auch mal nachgesagt, das ist vielleicht bei Stür-
mich, aber ich werde nicht für alles den Kopf hin- … und haben Prügel auch für alle anderen eingesteckt. mern so. Treffen sie, sind sie Helden, treffen sie
halten. Es sind in den vergangenen Jahren vie- Ich war mir bewusst, dass es irgendwann gegen nicht, sind sie Flaschen. So ist das Leben eines
le Dinge passiert; viele davon im positiven Sinne, mich gehen könnte. Stürmers, damit muss er klarkommen.
die Früchte tragen werden. Zuletzt stand die Ernennung eines Beratergremiums im Wie erleben Sie Armin Veh, von dem ebenfalls viel er-
Mit der Aussicht, eines Tages wieder oben mitzumischen? Raum, das Ihnen auf die Finger schauen sollte. wartet wird?
Wenn wir weiterhin geschlossen auftreten und Es gibt keinen Beraterstab oder was auch immer Er hat den Vorteil, dass er schon sehr viel erlebt
uns zukunftsorientiert aufstellen, wird sich das kolportiert wurde. hat. Er kommt mit der Situation sehr gut klar.
auf den sportlichen Bereich positiv auswirken. Was dann? Sollte es in den nächsten Wochen nicht aufwärts gehen:
Beeinflusst die aktuelle sportliche Schwäche die Suche Ich wollte schon immer einen Klub der Ehemali- Denken Sie an Verstärkungen?
nach Investoren negativ? gen gründen, genannt „Für immer VfB“, und eine Natürlich, und wir haben auch schon genaue
Nicht unbedingt. Der VfB ist nach wie vor eine Runde mit Vertrauten, mit denen ich mich immer Vorstellungen, was wir im kommenden Sommer
starke Marke. Aber nehmen wir den sportlichen mal wieder austauschen möchte. umsetzen möchten. Zwar kann sich das natürlich
Bereich: Will man einen Spieler verkaufen, ist Also niemand, der Sie kontrolliert. punktuell verändern, aber im großen Ganzen
er auf Platz 5 mehr wert als auf Platz 15, der Ka- Das ginge faktisch doch haben wir bereits Pläne
der hat einen ganz anderen Wert. Darüber hin- gar nicht. im Kopf.
aus bekommt man mehr Sponsoren, weil man Tabellarisch hat sich der VfB „Die Trainerfrage wird sich nicht Werden Sie bereits im Winter
attraktiver ist. Das Stadion ist voller, man be- im Vergleich zum Vorjahr nicht stellen, heute und in Zukunft nicht.“ aktiv?
kommt mehr TV-Geld. Im Klartext: Wenn man verbessert. Sehen Sie den- Gut möglich. Grundsätz-
sich über vier Jahre konsolidieren muss, also das noch Unterschiede? lich macht man sich als
Budget runterfährt, kann man nicht automatisch Wir sind ein Jahr weiter, vielleicht ein Jahr reifer, Manager immer Gedanken, wie der Kader opti-
erwarten, mehr Geld einzunehmen. kennen die Situation, können damit besser um- miert werden kann.
Was, wenn die Ausgliederung nicht käme? gehen. Wir wissen, dass wir intern totale Ruhe Wäre ein Verkauf von Antonio Rüdiger, für den über zehn
Dann werden wir ein Verein in einer Tabellenre- brauchen. Die Trainerfrage wird sich nicht stel- Millionen Euro als Transfererlös im Raum standen, da
gion sein, die unseren Ansprüchen nicht gerecht len, nicht heute und auch nicht in der Zukunft, nicht sinnvoll gewesen, um den finanziellen Spielraum
wird. Dann würden wir auf Dauer nicht mehr mit weil Armin Veh für die Zukunft steht. Und wir zu vergrößern?
den gleichen Waffen wie unsere Konkurrenten wussten, dass der Start holprig werden könnte. Wenn es so gewesen wäre, hätten wir ihn ver-
kämpfen. Die Qualifikation für den internationa- Aber wir sprechen zu diesem Zeitpunkt nicht von kauft.
len Wettbewerb ist für viele Klubs ein Ziel, aber einer unglaublichen Krise. Überrascht Sie seine Entwicklung?
nicht von allen wird sie erwartet. Aufgrund der Hat der VfB wirklich die nötige Ruhe? Ich war – auch entgegen der Meinungen anderer
Historie wird es aber von uns erwartet, obwohl Ich habe sie auf jeden Fall, die Vereinsführung Fachleute – immer überzeugt von ihm und habe
die Realität anders aussieht. hat sie, und der Trainer hat sie auch. Man kann schon vor einem Jahr gesagt: Der wird National-
Allerdings – nach der dritten 0:2-Niederlage in Folge ist im DFB-Pokal in der ersten Hauptrunde raus- spieler. Entweder du hast diesen Biss, den Willen,
der VfB Letzter. Sie selbst wurden in der Endphase des fliegen, das kann nach 18 Jahren auch mal dem es zu schaffen, oder du hast ihn nicht.
Spiels gegen Hoffenheim von den Fans heftig attackiert. VfB passieren. Was nicht passieren darf, ist die Rüdiger könnte so etwas wie die neue Identifikationsfi-
Können Sie dies nachvollziehen? Niederlage gegen Köln. Diese Punkte fehlen uns, gur des VfB werden.
Wir werden jetzt keine Nebenkriegsschauplätze dafür gibt es zu Recht Kritik. Wie wir in diesem Toni weiß, dass er bei uns Fehler machen darf
aufmachen, es geht nicht um meine persönli- Spiel aufgetreten sind, war nicht gut. und gut bei uns aufgehoben ist. Wir wollen seine
chen Befindlichkeiten. Das Hoffenheim-Spiel Nach dem Köln-Spiel sprachen Sie von fehlender Leiden- Qualitäten nutzen, die er noch lange nicht aus-
war ein wichtiger Moment in dieser Saison, und schaft bei der Mannschaft. Hat sie diese Leidenschaft geschöpft hat, und ihn besser machen.
wir haben alles darangesetzt zu punkten. Es hat gegen Hoffenheim gezeigt? Timo Werner, ein zweites großes Talent des VfB, dagegen
nicht geklappt, aber es war kein Finale für uns. Am Samstag hat die Mannschaft einen hohen scheint derzeit auf der Stelle zu treten. Warum?
Wir werden weiter geschlossen auftreten – wir Aufwand betrieben und alles gegeben. Aber wenn Ich sehe keine Stagnation bei ihm, ich sehe ihn
sind erst am vierten Spieltag. du mit dem ersten Schuss das 0:1 kassierst und lernen. Er ist 18; in zwei Jahren können wir uns
Überrascht Sie die Wucht der Attacken auf Sie? dann einem Rückstand hinterherrennen musst, darüber unterhalten, wie er sich entwickelt hat.
Diese Attacken sind nicht wird’s schwer. Es man- Wo sehen Sie den VfB in zwei Jahren?
schön, weil sie natürlich gelt derzeit am nötigen Das werden wir sehen, der Verein steht vor wich-
belasten. Aber ganz klar: „Müsste ich meine Überzeugungen Selbstvertrauen, und das tigen Weichenstellungen. Ich bin kein Prophet,
Wenn man Tabellenacht- verkaufen, würde ich aufhören.“ bekommst du nur über aber der Verein muss sportlich wie wirtschaftlich
zehnter ist, wird man kei- Erfolgserlebnisse. stabil dastehen.
nen Frieden haben, wenn Für Erfolge braucht man Tore; In der 1. Liga?
man Fünfter ist, schon eher. Wir brauchen Punkte der VfB hat in den ersten vier Saisonspielen nur ein Natürlich.
und Erfolgserlebnisse, aber nur die Mannschaft einziges erzielt. Wie groß sind die Hoffnungen in Daniel Triste Gegenwart mit der Hoffnung auf eine bessere Zu-
kann Punkte holen. Ginczek, der nach seinem Kreuzbandriss vor der Rück- kunft: Macht Ihnen Ihr Job in diesen Tagen auch Spaß?
Denken Sie daran hinzuwerfen? kehr steht? Der Job ist immer anspruchsvoll, man bewegt
Nein, davonlaufen kann jeder. Ich bin nicht der Groß, aber wir haben ja auch noch Vedad Ibisevic sich zwischen den Interessengruppen und er-
Typ, der hinwirft. und Timo Werner. scheint meist in der Öffentlichkeit, wenn es nicht
Unter gar keinen Umständen? Verstehen Sie, dass Ibisevic bei den Fans derzeit so sehr läuft. Sonst interessieren sich wenige für dich.
Das nicht. in der Kritik steht? Aber ich bin da nicht eitel und deswegen habe
Wann käme so ein Schritt infrage? Nein, absolut nicht. Wenn einer ein VfB-Trikot ich nach wie vor Freude an meinem Job.
Wenn ich meine Überzeugungen verkaufen müss- trägt, muss er unterstützt werden. Vedo hat ge- Sie persönlich haben doch sicher höhere Ziele.
te, um meine Position zu halten, dann würde ich nug gebüßt für seinen Platzverweis im Vorjahr. Man muss realistisch sein. Ich kann Wünsche ha-
von selbst aufhören. Ich gehe konsequent mei- Man sollte nicht vergessen, dass er in 100 Bun- ben und ich muss wissen, wie ich diese erfüllen
nen Weg. desligaspielen für den VfB 47 Tore erzielt hat. kann. Dieser Prozess kann sehr lange dauern. So-
Ihnen wird auch in diesem Jahr wieder falsche Personal- Und am Samstag gegen Hoffenheim hat uns ein lange man sich treu bleiben kann, ist alles okay.
politik vorgeworfen. Mittelstürmer wie er gefehlt. Das ist kein Frei- I N T E RVI E W : H A R A L D K A I S E R
Transfers beim VfB sind keine Ein-Mann-Ent- fahrtschein, er muss seine Form wiederfinden, UND GEORGE MOISSIDIS
42 BUNDESLIGA
SC Paderborn 07 –
Hannover 96 2:0 (0:0)
HANNOVER: Dufner mit deutlicher Kritik

Korkuts Idee überrascht


Kruse (3) Trainer: Breitenreiter
Heinloth (3,5) Strohdiek (3,5) Hünemeier (3) Brückner (3,5)
1Kein Geringerer als Martin Kind achter der Idee des schon oftmals
hatte es in der vergangenen Woche mit seinen Maßnahmen erfolgrei-
Wemmer (3,5) Ziegler (3) Vrancic (3,5) Stoppelkamp (2) angedeutet. Als der Klubboss im chen Trainers folgen. Womöglich
kicker-Interview mit Blick auf die wäre Andreasen, der dann nach
Kachunga (4) Koc (2) Spiele gegen die beiden Aufsteiger knapp einer Stunde kam, mit sei-
von einem „attraktiven Spielplan“ ner Zweikampfführung, seiner Tor-
gesprochen hatte, spiegelte dies gefährlichkeit und seiner (Verbal-)
Joselu (5) Sobiech (5) den Optimismus in Hannover wie- Präsenz der nötige Impulsgeber in
Kiyotake (5) Bittencourt (5) der, sich zumindest vorerst im obe- einer, so Korkut, „nicht zwingen-
ren Teil der Tabelle festzusetzen. den“ 96-Elf gewesen. Der 31-Jährige
Gülselam (4) Schmiedebach (5) Um so größer der Frust, dass die selbst nahm die Versetzung profes-
Serie von acht Bundesligaspielen sionell: „Klar hat es mich über-
Pander (4,5) Schulz (3,5) Marcelo (3,5) Sakai (5) ohne Niederlage ausgerechnet rascht. Ich habe vor dem Spiel
jetzt riss. „Es war klar, dass davon erfahren. Der Trainer hat
Trainer: Korkut Zieler (3,5) wir mal ein Spiel verlieren. es entschieden, das respektiere
Aber es musste nicht in Pa- ich natürlich.“
Eingewechselt: 68. Kutschke (–) für Heinloth, 79. Bakalorz (–) für Koc, 89. derborn sein“, seufzte Leon And- Womöglich kehrt Andreasen nun
Vucinovic (–) für Kachunga – 57. Andreasen (4,5) für Schmiedebach, 77. Briand
reasen, der auch aus persönlichen am Mittwoch für Gülselam oder den
(–) für Joselu, 78. Karaman (–) für Bittencourt – Reservebank: Lück (Tor), Ouali,
Rupp, Ducksch – Almer (Tor), Felipe, Stankevicius, Schlaudraff Gründen nicht gerade glücklich angeschlagenen Manuel Schmiede-
Tore: 1:0 Kachunga (71., Rechtsschuss, Vorarbeit Hünemeier), 2:0 Stoppelkamp schien: Zum Anpfiff hatte sich der bach ins Team zurück. „Wenn wir
(90./+3, Rechtsschuss, Hünemeier) – Chancen: 5:3 – Ecken: 7:5 Däne, zuletzt noch Torschütze und jetzt Köln schlagen, sind wir wieder
SR-Team: Kircher (Rottenburg – Assistenten: R. Kempter, Schiffner – Vierter Offizi- Aktivposten beim 2:0 über den HSV, in der Spur“, dachte auch Dirk Duf-
eller: Borsch), Note 4, spielentscheidende Fehler unterliefen den Unparteiischen auf der Bank wiedergefunden. „Das ner bereits weiter, allerdings nicht
nicht, dafür aber einige Irrtümer bei Fouls, Einwürfen oder Ecken. – Zuschauer: war ein taktischer Wechsel, um ei- ohne zu hadern. „Wieder mal waren
15 000 (ausverkauft) – Gelbe Karte: Stoppelkamp – Spielnote: 4, eine span- nen defensiveren Sechser zu ha- wir in der Situation, dass wir we-
nende und intensive, wenngleich keine hochklassige Partie, die nur wenige Tor- ben“, begründete Tayfun Korkut die sentlich nach oben hätten kommen
raumszenen bot. Berufung von Neuzugang Ceyhun können, und haben es verpasst. Mit

%-ANALYSE EsMichael berichten Oliver Bitter, Gülselam zum Startelf-Debüt. einem Sieg wäre es ein Riesenstart
Richter und Jan Reinold Gülselam machte seine Sache gewesen.“ Der weitgehend maue
ordentlich. Der 26 Jahre alte tür- Auftritt der Mannschaft sorgt
Konterspiel schlägt Ballbesitz kische Nationalspieler besitzt die
Erfahrung und Klasse dafür, grund-
beim Manager für Irritationen –
und für deutliche Kritik. „Ich war
Ähnlich wie im Aufsteiger-Duell sorgte für zusätzlichen Auftrieb. sätzlich in Korkuts Überlegungen vorher in der Kabine, die Jungs wa-
gegen Köln in der Vorwoche Kutschke, Kachunga und Stoppel- eine gleichwertige Alternative auf ren richtig heiß, aber das habe ich
startete das Spiel in Paderborn kamp verpassten es anschließend, der Sechs zu sein. Und dennoch: auf dem Platz nicht gesehen. Ich
temporeich – nach der stürmi- den Sack zuzumachen. So blieb Diesmal konnten nicht alle Beob- hatte das Gefühl, dass die das Spiel
schen Anfangsphase verflachte Hannover zunächst im Spiel. Erst einfach so runterspielen, einfallslos,
die Partie aber schnell. Spiele- in den Schlussminuten gelang es ANZEIGE mir fehlte da der unbändige Wille,
risch blieb vieles Stückwerk, Tor- 96 aber, mit langen Bällen in den die letzte Entschlossenheit.“
raumszenen waren vor allem in gegnerischen Strafraum zu kom- Erst 0:0 in Mainz, jetzt Pader-
der ersten Halbzeit Mangelwa- men und für Torgefahr zu sorgen. born, zweimal auswärts kein Tor
re. Hannover tat Paderborn den lautet Hannovers Bilanz. In der
Gefallen, das Spiel zu machen, FAZIT: Verdienter Heimsieg des Vorsaison konnte 96 in den ersten
und kam am Ende auf über 60 Aufsteigers, der erneut aus einer vier Auswärtsspielen keinen Treffer
Prozent Ballbesitz. Die Offensive sicheren Defensive sein Konter- erzielen. Samstag geht’s zum nächs-
war aber gegen die defensiv ein- spiel durchbrachte. Hannover ten Anlauf nach Stuttgart.
mal mehr sicheren Gastgeber ein enttäuschte hingegen auf ganzer
Totalausfall, zumal sich Breiten- Linie.
reiters Umstellungen mit PADERBORN: Erfolgstrainer
Heinloth als Rechtsver- SPIELER DES SPIELS: Ein
teidiger, Wemmer im Mit-
telfeld und Koc als zweite
Spitze bezahlt machten.
Tor oder eine Vorlage ge-
langen ihm nicht. Den-
noch ragte Süleyman Koc
Spitzenreiter!
Nach der Pause legte Pa- heraus. Er war ein stän- 1Matthias Hack versichert, als 45-minütigen Flug, der schließlich
derborn etwas zu, agierte diger Unruheherd und Vielflieger verfüge er über eine ge- nicht in Mainz, sondern auf dem
zielstrebiger, die Führung kaum zu bändigen. wisse Flug-Routine, die Flugreise Ausweichflughafen Frankfurt-Hahn
nach Mainz ins Aktuelle Sportstudio ein gutes Ende fand. Breitenreiter
Paderborn Hannover am Samstagabend aber sei dann
Ø-Note 3,1 4,5 61 % doch eine Katastrophe gewesen.
39 % Die Delegation um Cheftrainer An-
Ø-Alter 26,7 26,3 dré Breitenreiter, Manager Michael
Teamlaufleistung (km) 113,4 112,1 Ballbesitz Born, Co-Trainer Volkan Bulut und
62 76 Pressesprecher Hack geriet in eine
Foto: osnapix

Laufstärkster 11,69 11,12 Schlechtwetter-Front, es kam zu


Spieler (km) Stoppelkamp Gülselam heftigen Turbulenzen. Zwischen-
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 64 Vrancic 74 Pander Zweikämpfe zeitlich habe er gedacht, „das war’s“,
berichtete Hack von dem etwa Harte Arbeit: André Breitenreiter
kicker, 22. September 2014 43

Das Jahrhunderttor Nach seinem Sensations-Tor


rechnet MORITZ STOPPELKAMP (27) mit

83 Meter
den Fans seines Ex-Klubs ab.

Historisch:
Moritz Stoppelkamp
nimmt Maß.
Foto: Köppelmann

D
ie genauen Dimensionen dieser Torwart Ron-Robert Zieler war
Stoppelkamp übertrifft Tzavellas um zehn Meter historischen Leistung sind noch zuvor bei einem Freistoß mit auf-
nicht abschließend ermittelt, gerückt. Stoppelkamps Befreiungs-
Moritz Stoppelkamp schoss gegen Hannover aus 83 Metern Entfernung ins gegnerische wahlweise liegen sie bei 83, 82,3 schlag kam nach einigen Sekunden
Tor – neuer Bundesligarekord. Die bisherige Bestmarke stammte von Georgios Tzavellas. oder aber bei „exakt 81,98 Metern“, Flugzeit am gegnerischen Strafraum
Schuss- wie die Bild-Zeitung feststellte. Tat- runter, kullerte auf das leere Gehäu-
Pl. Torschütze weite Begegnung Datum sache ist in jedem Fall, dass das se zu und schlug schließlich nach
1. Moritz Stoppelkamp 83 m SC Paderborn – Hannover 96 20. 9. 2014 Traumtor von Moritz Stoppelkamp über 80 Metern im Tor ein. „Un-
2. Georgios Tzavellas 73 m FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt 12. 3. 2011 ein Rekordtreffer in der Bundes- glaublich“ fand das nicht nur der
3. Klaus Allofs 70 m 1. FC Köln – Bayer Leverkusen 31. 1. 1986 liga ist und wohl so schnell nicht Schütze und scherzte: „Ich wusste
4. Diego 62 m Werder Bremen – Alemannia Aachen 20. 4. 2007 überboten werden dürfte. Von der gar nicht, dass ich so weit schießen
5. Alex Alves 52 m Hertha BSC – 1. FC Köln 30. 9. 2000 eigenen Strafraumgrenze schlug der kann.“
Fabian Ernst 52 m Werder Bremen – Borussia Dortmund 26. 10. 2002 27-Jährige den Ball in der Nach- Der Treffer an sich war schon
spielzeit nach vorne, Hannovers speziell genug, dass aber ausge-
rechnet Stoppelkamp ein solches
Kunststück gegen seinen Ex-Klub
Breitenreiter erlebt eine denkwürdige Reise ins ZDF-Sportstudio gelang, verlieh dem Ganzen zusätz-
lich eine besondere Note. Beim Tor-

Höhenflug mit schweren Turbulenzen jubel lief der Mittelfeldspieler dann


auch in Richtung Gäste-Block und
grüßte die 96-Fans demonstrativ
hatte es wohl ähnlich empfunden, Kachunga ehrfurchtsvoll sagte. Der Heimerfolg in der noch jungen mit einer Geste des Schweigens.
seinen Humor behielt er sich aber: Respekt vor dem Rekordmeister ist Bundesligageschichte des Klubs, „Keine schöne Zeit“ habe er in
„Ohne Hannover zu nahe treten zu groß, verstecken aber wollen sich sollte die Konkurrenz gewarnt Hannover erlebt, erzählte er spä-
wollen, aber der Flug war spektaku- die Ostwestfalen auch dort nicht. sein. Die Ostwestfalen vermieden ter und erklärte: „Ich habe einfach
lärer als die 90 Minuten.“ Das Selbstvertrauen sei „wahn- zwar Kampfansagen, Spieler, Trai- den Finger auf den Mund gehalten,
Der 40-Jährige und der Aufstei- sinnig groß“, versicherte Michael ner und Manager bezeichneten die weil die mich in meinem letzten
ger befinden sich derzeit im Hö- Heinloth, der gegen Hannover sein Tabellenführung unisono als „Mo- Jahr in Hannover die ganze Zeit
henflug, wenn auch mit Turbulen- Bundesliga-Debüt gefeiert hatte. mentaufnahme“. Eine gewisse Ge- beschimpft haben, was auch nicht
zen, und am Dienstag könnte es „Wir fahren nicht nach München, nugtuung über das bisher Erreichte unbedingt fair war. Ich bin ausge-
für die Ostwestfalen in sportlicher um Fotos mit den Weltmeistern konnten sie aber nicht verbergen. pfiffen und auf der Straße beleidigt
Hinsicht ungemütlich werden. Der zu machen. Wir wollen ein gutes „Alles bei uns ist ein Produkt har- worden. Es ist ein toller Verein, aber
noch ungeschlagene Liga-Neuling Ergebnis erzielen“, kündigte Brei- ter Arbeit“, betonte Breitenreiter am es sind ein paar Sachen vorgefallen.
gastiert in München, beim „großen tenreiter an. Spätestens mit dem Samstag einmal mehr. Die soll nun Deswegen war es für mich eine Ge-
FC Bayern“, wie Torschütze Elias Sieg über Hannover, dem ersten auch in München Früchte tragen. nugtuung.“
44 BUNDESLIGA
SC Freiburg –
Hertha BSC 2:2 (1:1)

Bürki (2,5) Trainer: Streich


Sorg (3,5) Krmas (3) Kempf (2) Günter (2,5)

Schuster (3) Darida (3)


Schmid (3) Klaus (2)
Philipp (4,5)
Guedé (4,5)

Schieber (5,5)
Haraguchi (5) Ronny (2) Beerens (4)
Hegeler (5)
Hosogai (4)
Schulz (4,5) Brooks (5) Lustenberger (3,5) Pekarik (4)
Trainer: Luhukay Kraft (2)
Eingewechselt: 46. Mujdza (3) für Sorg, 68. Frantz (–) für Philipp, 89. Höfler (–)
für Darida – 46. Kalou (5) für Schieber, 68. Stocker (–) für Haraguchi, 75. Heitinga
(–) für Lustenberger – Reservebank: Mielitz (Tor), Torrejon, Kerk, Freis – Jarstein
(Tor), Ndjeng, Niemeyer, Skjelbred
Tore: 1:0 Kempf (30., Kopfball, Vorarbeit Schmid), 1:1 Ronny (36., Linksschuss,
direkter Freistoß), 2:1 Klaus (79., Rechtsschuss, Guedé), 2:2 Ronny (90./+6,
Linksschuss, direkter Freistoß) – Chancen: 6:2 – Ecken: 7:5
SR-Team: Meyer (Burgdorf – Assistenten: Bornhorst, Dietz – Vierter Offizieller:

Zu geringe
Petersen), Note 3,5, lange souverän, Rote Karte und lange Nachspielzeit waren
in Ordnung. Nach der Attacke von Frantz an Ronny auf Freistoß zu entscheiden,
war eine mögliche Ermessensentscheidung, aber es wäre besser gewesen, die
Vorteilsregel anzuwenden und das Spiel mit Eckball fortzusetzen. – Zuschauer:
23 600 – Gelbe Karten: Ronny, Brooks, Stocker, Hegeler – Rote Karte: Schulz
(90./+3, Notbremse an Frantz) – Spielnote: 3,5, zähe erste Halbzeit. Dann wurde
es ansprechender, was an Freiburg und nicht an uninspirierten Berlinern lag.
Dramaturgisch hochwertige Schlussphase.

%-ANALYSE EsSteffen K
onsterniert. Erschüttert. Fas-
berichten Julian Franzke,
Rohr und Thomas Roth
Freiburgs Trainer sungslos. Die Gefühlslage beim
CHRISTIAN STREICH (49) SC Freiburg bewegt sich nach
Ronnys Zauberfuß und Mauerlöcher ist sicher, dass seine dem 2:2 gegen Hertha BSC zwi-
schen Zorn und Frustration. Die
Berlin tat über die gesamte Spiel- telfeldspieler den Vorwärtsgang Spieler den späten äußerst umstrittene Schiedsrichter-
zeit nahezu nichts für die Offen- einschalteten, kamen keine aus- entscheidung vor dem 2:2 erregte
sive. In der ersten Halbzeit kam sichtsreichen Angriffe zustande. Nackenschlag die Gemüter (siehe Seiten 22/23).
Freiburg mit dieser destruktiven So musste erneut ein direkter wegstecken werden. Christian Streich war auch am
Einstellung nicht zurecht. So war Freistoß für den Ausgleich herhal- nächsten Tag noch bedient. „Wir
es logisch, dass beide Treffer nach ten, begünstigt durch einen sehr
Standardsituationen fielen. Vor löchrigen Freiburger Mauerbau.
dem 1:0 ließ Schieber den ihm BERLIN: Elf Gegentore nach vier Spielen
zugeteilten Kempf ohne Körper- FAZIT: Ein äußerst glücklicher
einsatz zum Kopfball kommen.
In der zweiten Halbzeit gewann
der SC an Dominanz, war ag-
gressiver, laufstärker,
Punktgewinn für die Hertha, die
aus dem Spiel heraus zu keiner
einzigen Chance kam. Kraft: „Uns fehlt
spielfreudiger und erar- SPIELER DES SPIELS: 1Plötzlich war der Zwerg auf dem Die dürre Darbietung in Freiburg
beitete sich Torgelegen- Der linke Zauberfuß des Trainingsplatz, mit Ball am Fuß, hat keine der drängenden Fragen
heiten. Hertha veränder- Herthaners bescherte den Vater im Blick. Und so spiel- beantwortet, sondern eher ein paar
te auch in Rückstand die seinem Team ein nicht ten sich Ronnynho, zweieinhalb, neue aufgeworfen: Mehr noch als
äußerst zurückhaltende verdientes Remis. Beson- und Ronny am Samstag nach dem die Unzulänglichkeiten in beiden
Grundhaltung nicht. Da ders sehenswert Ronnys Auslaufen ein paarmal den Ball zu. Strafräumen gibt der unbeseelte,
weder Abwehr- noch Mit- Freistoß zum 1:1. Jos Luhukay, der Trainer, lobte den konturenlose Gesamteindruck zu
Brasilianer, der Hertha in Freiburg denken. Hertha BSC im September
Freiburg Berlin einen Punkt gerettet hatte („Er war
unser Glücksbringer“) – und beob- ANZEIGE
Ø-Note 3,0 4,1 48 %
52 % achtete danach Herthas A-Jugend
Ø-Alter 25,5 26,3 bei ihrem 2:0-Sieg gegen Rot-Weiß
Teamlaufleistung (km) 119,5 116,8 Ballbesitz Erfurt. Womöglich hat der Nieder-
81 59 länder neben Ronnys Söhnchen
Laufstärkster 12,12 11,87 auch im klubeigenen Nachwuchs
Spieler (km) Darida Pekarik manches gesehen, was Hoffnung
Daten: opta

Gewonnene
Meiste Ballkontakte 76 Kempf 71 Brooks Zweikämpfe für die Zukunft macht – in der Ge-
genwart allerdings hilft das kaum.
kicker, 22. September 2014 45

Platz zu bringen, werden sie die nö-


tigen Punkte für den Klassenerhalt
A-JUNIOREN-
einfahren. BUNDESLIGA
Streich ist jedenfalls davon über-
zeugt, dass sich die Mannschaft NORD
durch die fehlenden Erfolgserleb- 6. SPIELTAG
Werder Bremen – RB Leipzig 0:7 (0:1)
nisse nicht aus der Fassung bringen Dynamo Dresden – Carl Zeiss Jena 0:4 (0:2)
lassen wird. „Was denken Sie, was Hertha BSC – Rot-Weiß Erfurt 2:0 (1:0)
wir schon für Nackenschläge weg- Eintracht Braunschweig – FC St. Pauli 3:4 (2:3)
Hamburger SV – VfL Wolfsburg 2:1 (2:0)
gesteckt haben? Wir machen ein- Hannover 96 – Hansa Rostock 3:0 (2:0)
fach weiter. Für uns geht es darum, Holstein Kiel – SV Meppen 6:1 (1:0)
wie wir gespielt haben, was wir ein- 1. Hertha BSC 6 14:6 14
gebracht haben, wie leidenschaft- 2. Eintracht Braunschweig (N) 5 12:6 12
3. VfL Wolfsburg (M) 6 11:6 12
lich wir aufgetreten sind. Das hat 4. FC St. Pauli 5 16:11 11
gestimmt. Wir waren voll da. Jetzt 5. Hamburger SV 6 17:9 10
6. Hannover 96 5 14:8 10
ist eine Situation eingetreten, wie 7. Carl Zeiss Jena 5 12:9 9
wir sie kennen“, erklärt der Trainer. 8. RasenBallsport Leipzig (N) 5 13:7 7
Die Erfahrungswerte im Abstiegs- 9. Holstein Kiel 6 18:15 7
10. Werder Bremen 5 9:15 6
kampf könnten dem Team helfen, 11. Hansa Rostock 6 8:10 5
die Ruhe zu bewahren und den 12. Rot-Weiß Erfurt 6 4:10 4
Kopf einmal mehr aus der Schlinge 13. SV Meppen (N) 6 4:26 3
14. Dynamo Dresden 6 5:19 1
zu ziehen. Zuversichtlich stimmt,
TORJÄGER
dass sich die Mannschaft deutlich 7 Krol (Hamburger SV)
stabiler und spielerisch reifer als 7 Sarenren-Bazee (Hannover 96)
zum gleichen Zeitpunkt der Vorsai-
son präsentiert.
Fotos: SportNAH; Eibner-Pressefoto In einem Punkt sollte der Trainer WEST
bei der Analyse der vergangenen 6. SPIELTAG
Fortuna Düsseldorf – VfL Bochum 0:1 (0:1)
Partie seine Spieler jedoch wach-

Ausbeute
FC Schalke 04 – B. Mönchengladbach 3:3 (1:2)
rütteln. Zum großen Erstaunen Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 2:3 (0:1)
vieler Beobachter konnte der in 1. FC Köln – MSV Duisburg 3:1 (2:0)
Bonner SC – Wuppertaler SV 0:3 (0:3)
den dramatischen Schlussminuten 1. FC Mönchengladbach – A. Bielefeld 1:0 (0:0)
nach vorne geeilte Hertha-Torwart FC Viktoria Köln – Preußen Münster 0:1 (0:0)
Thomas Kraft ungestört Berliner 1. FC Schalke 04 (M) 6 19:3 16
Spieler in der Freiburger Freistoß- 2. Borussia Dortmund 6 16:6 13
3. 1. FC Köln 6 15:9 12
mauer platzieren. Die SC-Akteure 4. Bor. Mönchengladbach 6 17:13 10
wurden zum wiederholten Male um steckt. „Uns steht das Wasser bis ließen ihn ohne Protest gewähren, 5. VfL Bochum 5 8:8 10
6. Bayer Leverkusen 5 17:12 9
einen Sieg gebracht“, ärgerte sich zum Hals“, sagt Streich angesichts was sie in dieser Situation nicht wie 7. 1. FC Mönchengladbach (N) 6 9:10 8
der Trainer in Anspielung auf strit- von nur zwei Punkten aus vier Par- gestandene Profis, sondern eher 8. Arminia Bielefeld 6 10:12 7
tige Schiedsrichterentscheidungen tien. Eine Ausbeute, die den gezeig- wie brave Buben in einer Schüler- 9. Fortuna Düsseldorf 5 8:6 6
10. FC Viktoria Köln (N) 6 7:13 6
in der Vergangenheit. ten Leistungen nicht gerecht wird. mannschaft aussehen ließ. Dass die 11. Bonner SC 6 10:19 6
Nun stellt sich die Frage, wie die Beim 0:1 in Frankfurt war Freiburg konfus zusammengestellte Mauer 12. MSV Duisburg 6 10:15 4
13. Wuppertaler SV 5 5:13 3
Mannschaft vor der englischen Wo- mindestens gleichwertig, gegen Ronnys Freistoß zum 2:2 schließ- 14. Preußen Münster (N) 6 7:19 3
che mit den schweren Spielen in Gladbach (0:0) und Hertha BSC klar lich nicht standhalten konnte, kam
TORJÄGER
Hoffenheim und gegen Leverku- besser. Schaffen es die Breisgauer, ungeachtet aller vorangegangenen 9 Brasnic (Bayer Leverkusen)
sen den erneuten Rückschlag weg- diese Leistungen konstant auf den Kuriositäten nicht überraschend. 7 Rizzo (Borussia Mönchengladbach)
7 Schröter (FC Schalke 04)
5 Kader (VfL Bochum)
5 Hoffmann (1. FC Köln)
– mehr gab es nur 1972/73 mit 14 Gegentreffern

die nötige Bissigkeit“


SÜD
6. SPIELTAG
VfB Stuttgart – SC Freiburg 1:3 (0:1)
1. FC Nürnberg – Bayern München 2:2 (1:0)
1. FSV Mainz 05 – FC Augsburg 1:0 (1:0)
2014: Das ist eine Mannschaft ohne linken Fuß“, lobt Kraft, der beim 1. FC Kaiserslautern – 1860 München 1:2 (1:0)
1. FC Saarbrücken – TSG Hoffenheim 2:4 (2:2)
Statik, Esprit und Selbstbewusst- denkwürdigen Schlussakt die Frei- SpVgg Greuther Fürth – Karlsruher SC 4:4 (4:0)
sein. „Wir hatten am Freitag viel, burger Mauer in Unruhe versetzte – Eintr. Frankfurt – Waldhof Mannheim 2:2 (1:1)
viel Glück“, gesteht Luhukay, „wir und drei eigene Kollegen (Kalou,
Foto: imago/Eibner

1. TSG Hoffenheim (M) 6 23:7 16


2. Karlsruher SC 6 18:9 13
haben die Kontrolle über das Spiel Heitinga, Stocker, der sein Bundes- 3. 1. FSV Mainz 05 6 13:8 13
verloren, viele unserer Spieler ha- ligadebüt gab) entschlossen davor- 4. VfB Stuttgart 6 16:9 12
ben derzeit mit sich selbst zu tun.“ schob. „So“, sagt Kraft, „kann man 5. Bayern München 5 18:10 10
6. SC Freiburg (P) 6 13:7 10
Einzig Keeper Thomas Kraft und die gegnerische Mauer etwas aus- 7. 1. FC Nürnberg (N) 6 11:13 10
Doppeltorschütze Ronny, der aber einanderreißen und dem Torwart Kritisiert die Berliner Kollegen: 8. 1. FC Kaiserslautern 6 10:14 7
zu oft das Tempo verschleppte, er- die Sicht nehmen. Hat ja geklappt.“ Torhüter Thomas Kraft 9. 1. FC Saarbrücken (N) 6 13:19 7
10. SpVgg Greuther Fürth 6 10:13 6
füllten ihren Arbeitsauftrag. „Ich Auf Dauer wird es freilich nicht 11. TSV München 1860 5 3:7 5
war am Ende müde, aber ich habe genügen, sich auf die eigene Fines- nötige Bissigkeit“, analysiert Kraft 12. Eintracht Frankfurt 6 8:19 2
13. FC Augsburg 6 3:14 2
mit Herz draufgehalten“, so der Bra- se bei den Standards zu verlassen. treffend, „das ist eine Mischung aus 14. Waldhof Mannheim (N) 6 5:15 1
silianer. Zwei Freistöße in einem Hertha braucht einen Befreiungs- Unsicherheit und Unkonzentriert-
Bundesligaspiel hatte zuletzt der schlag – gegen Wolfsburg am Mitt- heiten. Wir müssen jetzt die Kurve TORJÄGER
damalige Dortmunder Alexander woch, spätestens aber am Sonntag kriegen.“ Würde auch ihm helfen. 10 Barry (Karlsruher SC)
7 Grbic (VfB Stuttgart)
Frei am 28. April 2007 verwandelt. in Augsburg. „Wir haben in man- Elf Gegentore nach vier Spielen – 6 Fiore Tapia (SC Freiburg)
„Ronny hat einen unglaublichen chen Momenten derzeit nicht die mehr gab es nur 1972/73 (14). 6 Teuchert (Nürnberg)
4. Spieltag
22. September 2014 Die Bundesliga-Saison 2014/15:
SC Freiburg FC Schalke 04 FC Augsburg VfB Stuttgart Hamburger SV
Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note
von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists
Bürki 4/4 –/– 2,50 Aogo 3/2 –/– 4,00 Altintop 4/4 –/1 3,63 Didavi 3/3 –/– 4,00 Adler 2/2 –/– 3,25
Darida 4/4 –/– 3,63 Ayhan 4/4 –/– 4,50 Baba 4/4 –/2 3,50 Gentner 4/4 –/1 4,00 Arslan 4/3 –/– 4,17
Frantz 4/1 –/– 4,50 Barnetta 1/– –/– – Baier 4/4 1/– 3,38 Gruezo 2/– –/– – Badelj 2/2 –/– 4,00
Guedé 2/2 –/1 4,75 Boateng 3/3 –/– 5,33 Bobadilla 3/2 2/1 3,00 Harnik 4/4 –/– 4,63 Behrami 4/4 –/– 3,25
Günter 4/4 –/– 3,50 Choupo-Moting 4/4 2/2 3,00 Caiuby 3/1 –/1 5,00 Ibisevic 3/3 –/– 4,67 Cleber 1/1 –/– 3,50
Höfler 2/1 –/– 4,50 Clemens 2/1 –/– 5,00 Callsen-Bracker 4/4 –/– 4,13 Klein 4/4 –/– 3,88 Diekmeier 4/4 –/– 4,00
Kempf 4/4 1/– 3,25 Draxler 4/3 1/– 4,13 Djurdjic 2/1 –/– 5,00 Kostic 4/– –/– 3,50 Djourou 4/4 –/– 3,88
Kerk 2/– –/– – Fährmann 4/4 –/– 2,63 Feulner 3/2 –/– 3,75 Leitner 3/2 –/– 4,50 Drobny 2/2 –/– 3,00
Klaus 4/3 1/– 3,38 Felipe Santana 1/1 –/– 4,00 Hitz 4/4 –/– 3,50 Maxim 4/2 1/– 3,75 Green 2/1 –/– 5,00
Krmas 4/4 –/– 3,63 Friedrich 2/– –/– – Hong 2/– –/– – Oriol Romeu 4/4 –/– 3,63 Holtby 2/2 –/– 3,25
Mehmedi 3/3 –/– 4,33 Fuchs 4/2 –/– 5,00 Klavan 4/4 –/– 3,75 Rausch 2/– –/– 5,00 Ilicevic 2/2 –/– 3,50
Mujdza 1/– –/– 3,00 Höger 3/3 –/– 4,17 Kohr 3/2 –/– 3,75 Rüdiger 4/4 –/– 3,63 Jansen 2/2 –/– 3,50
Philipp 4/1 –/1 4,17 Höwedes 3/3 1/– 3,33 Matavz 3/1 2/– 4,00 Sakai 4/4 –/– 4,38 Jiracek 2/– –/– 4,00
Schahin 1/1 –/– 4,50 Huntelaar 3/2 1/– 4,00 Mölders 3/2 –/– 3,50 Schwaab 4/4 –/– 3,88 Lasogga 4/4 –/– 4,63
Schmid 4/4 –/1 3,38 Kirchhoff 1/1 –/– 5,00 Parker 2/1 –/– 4,25 Ulreich 4/4 –/– 3,00 N. Müller 2/2 –/– 4,50
Schuster 4/4 –/– 3,25 Kolasinac 1/1 –/– – Verhaegh 4/4 1/– 3,50 Werner 3/2 –/– 4,83 Ostrzolek 3/2 –/– 4,25
Sorg 4/4 1/– 3,75 Matip 2/2 –/– 3,50 Werner 4/4 1/1 3,25 16 Spieler 1/1 4,03 Rudnevs 2/– –/– 5,50
Zulechner 1/– –/– – Meyer 3/2 –/– 3,75 17 Spieler 7/6 3,67 Steinmann 1/– –/– –
18 Spieler 3/3 3,59 Neustädter 4/3 –/– 4,13 Noch nicht eingesetzt: Stieber 3/2 –/– 4,50
Obasi 1/– –/– – Noch nicht eingesetzt: Abdellaoue, Ginczek, Haggui, Hlousek, van der Vaart 2/2 –/– 3,50
Noch nicht eingesetzt: Sam 3/3 –/– 4,00 de Jong, Ekin, Esswein, Framberger, Holzhauser, Kirschbaum, Leibold, Nie- Westermann 3/3 –/– 3,33
Batz, Freis, Höhn, Jullien, Mielitz, Mitrovic, 21 Spieler 5/2 3,99 Gelios, Manninger, Moravek, Philp, dermeier, Sararer, Vlachodimos, Yalcin 21 Spieler 0/0 3,92
Perger, Riether, Stanko, Torrejon Reinhardt, Reinthaler, Rieder, Schuster,
Noch nicht eingesetzt: Thommy, Uhde Noch nicht eingesetzt:
Klopp ist jetzt der Avdijaj, Farfan, Giefer, Goretzka, Itter, Beister, Brunst, Götz, Jung, Kacar,
Trainer mit den meisten L. Sané, Sobottka, Uchida, Wellenreuther, P. Müller, Nafiu, Rajkovic
Wetklo
Bundesligaspielen für
den BVB. Wer sind bei den 18
Klubs die Trainer mit den meisten
BL-Spielen in einer Amtszeit?

Nur vier Trainer gab es in Freiburgs Huub Stevens stand zweimal bei Seit 2012 ist Markus Weinzierl Mit 114 Spielen von 2001 bis Die HSV-Fans erinnern sich gerne
Bundesligazeit. Vor Christian den Königsblauen unter Vertrag. In Chefcoach beim FCA. In 72 der 2004 ist Felix Magath der VfB- an bessere Zeiten unter Ernst
Streich, Marcus Sorg seiner ersten Amtszeit 106 Augsburger Bun- Trainer mit der längsten Happel. In dessen
und Robin Dutt betreu- von 1996 bis 2002 desligaspiele war er für Bundesligaamtszeit. sechsjähriger Ära ab
te Volker Finke den saß er in 194 Bun- Auf- und Einstellung Rekordmann Sunder- 1981 (204 Spiele)
SC zwischen 1993 und desligaspielen auf der der Schwaben verant- mann (143 Spiele) wurde der HSV zweimal
2005 in 340 Spielen. Trainerbank. wortlich. war zweimal da. Deutscher Meister.

Hertha BSC Eintracht Frankfurt Werder Bremen TSG Hoffenheim Bayern München
Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note
von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists
Allagui 1/– –/– – Aigner 1/– –/– – Bartels 3/2 1/1 3,00 Abraham 1/– –/– 4,50 Alaba 4/4 –/– 3,38
Beerens 4/4 –/1 3,88 Anderson 3/3 –/– 3,17 Busch 3/– –/– 4,50 Baumann 4/4 –/– 2,50 Badstuber 3/3 –/– 3,50
Ben-Hatira 1/– –/– – Chandler 2/1 –/– 4,25 Caldirola 1/1 –/– 4,00 Beck 4/4 –/1 3,13 Boateng 3/3 –/– 2,50
Brooks 3/3 –/– 4,17 Djakpa 4/4 –/– 3,88 di Santo 4/4 3/1 2,75 Bicakcic 3/3 –/– 2,50 Dante 4/3 –/– 3,75
Haraguchi 2/2 –/1 4,00 Flum 2/– –/– 4,50 Elia 4/4 –/1 4,00 Elyounoussi 4/3 2/– 3,50 Gaudino 2/1 –/– 3,00
Hegeler 4/2 –/– 4,50 Hasebe 4/4 –/– 3,88 Fritz 4/4 –/– 3,88 Kim 1/1 –/– 3,50 Götze 4/3 1/– 3,67
Heitinga 3/2 –/– 4,00 Ignjovski 4/4 –/1 3,50 Galvez 4/3 1/– 4,17 Modeste 3/2 2/– 2,75 Höjbjerg 3/1 –/– 4,50
Hosogai 3/3 –/– 4,00 Inui 4/4 –/1 3,38 Garcia 4/4 –/2 4,25 Polanski 4/4 –/– 3,00 Juan Bernat 4/3 –/– 3,75
Jarstein 1/1 –/– 3,00 Kadlec 2/1 1/– 3,00 Hajrovic 4/2 –/– 4,00 Roberto Firmino 4/4 1/1 3,13 Lahm 4/4 –/– 3,00
Kalou 2/– –/– 5,00 Lanig 1/1 –/– 3,50 Junuzovic 4/4 –/2 3,00 Rudy 4/4 –/2 3,13 Lewandowski 4/3 1/2 3,33
Kraft 3/3 –/– 3,17 Medojevic 2/1 –/– 4,25 Kroos 1/1 –/– 4,00 Salihovic 2/1 –/– 4,50 Müller 4/4 1/– 3,38
Langkamp 1/1 –/– 3,50 Meier 3/1 1/– 4,00 Lukimya 4/4 1/– 4,00 Schipplock 2/– –/– – Neuer 4/4 –/– 3,38
Lustenberger 3/3 –/– 3,83 Oczipka 1/– –/– 3,50 Makiadi 1/1 –/– 3,50 Schwegler 1/1 –/– 3,00 Pizarro 2/1 –/– 4,00
Ndjeng 2/2 –/– 4,25 Piazon 3/3 –/– 4,50 Petersen 3/– –/1 – Strobl 4/3 –/– 3,00 Rafinha 1/1 –/– 3,50
Niemeyer 3/3 –/– 4,00 Russ 4/4 1/– 2,88 Prödl 3/3 1/– 3,33 Süle 4/4 –/– 3,00 Ribery 1/– 1/– –
Pekarik 2/2 –/– 4,00 Seferovic 4/4 1/– 3,88 Selke 4/3 1/– 3,63 Szalai 3/3 1/– 4,00 Robben 1/1 1/1 1,50
Plattenhardt 1/– –/– – Stendera 1/– –/– – Wolf 4/4 –/– 3,50 Vestergaard 2/– –/– – Rode 2/1 –/1 3,50
Ronny 3/2 3/– 2,67 Trapp 4/4 –/– 2,88 17 Spieler 8/8 3,67 Volland 4/2 –/1 3,50 Shaqiri 3/2 –/– 3,75
Schieber 4/4 3/1 3,75 Valdez 2/2 –/– 4,00 Zuber 2/1 –/– 3,50 Xabi Alonso 3/2 –/– 2,83
Schulz 4/4 –/1 3,75 Zambrano 4/3 –/– 3,67 Noch nicht eingesetzt: 19 Spieler 6/5 3,16 19 Spieler 5/4 3,34
Skjelbred 1/1 –/– 3,50 20 Spieler 4/2 3,64 Aycicek, Bargfrede, Gebre Selassie,
Stocker 1/– –/– – Husic, Hüsing, Obraniak, Strebinger, von Noch nicht eingesetzt: Noch nicht eingesetzt:
van den Bergh 2/2 –/– 4,50 Noch nicht eingesetzt: Haacke, Yildirim, Zander Akpoguma, Nad. Amiri, Casteels, Grahl, Benatia, Javi Martinez, Kurt, Reina,
Wagner 2/– –/– – Gerezgiher, Kinsombi, Kittel, Madlung, Haberer, Hamad, Herdling, Musona, Schweinsteiger, Starke, Thiago, Weiser
24 Spieler 6/4 3,84 Rosenthal, Waldschmidt, Wiedwald Schwäbe, Stolz, Toljan, Wiese

Noch nicht eingesetzt:


Bastians, Baumjohann, Burchert, Cigerci,
Gersbeck, Janker, Mukhtar

Ab 1966 war für fast acht Jahre Erich Ribbeck trainierte die Ein- 480 Bundesligaspiele am Ralf Rangnick stieg 2008 mit der 1998 begann Ottmar Hitzfeld
Helmut Kronsbein der starke tracht von 1968 bis 1973 in 170 Stück für Werder, so lautet Otto TSG in die Bundesliga auf und war erstmals in München, wo er in
Mann bei der Hertha. Spielen. Dietrich Weise Rehhagels Bilanz ab dort in den folgenden den folgenden sechs
195 Bundesligaspiele kommt zwar insgesamt 1981. Den „Rekord für 85 Partien aktiv. Von Jahren seine Bayern in
fielen in diesen Zeit- auf 205 Partien für die die Ewigkeit“ verfehlte seinen Nachfolgern 204 Spielen anleitete.
raum. 1980 kamen 17 Frankfurter, benötigte Thomas Schaaf 2013 knackte noch keiner Ab 2007 kamen 49
weitere Spiele dazu. aber zwei Amtszeiten. nur um ein Spiel. die 50-Spiele-Marke. weitere Partien hinzu.
Alle Spieler, alle Tore, alle Noten
1. FSV Mainz 05 VfL Wolfsburg 1. FC Köln
ANZEIGE

Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note


von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists
Allagui 2/2 1/– 3,75 Arnold 3/2 1/– 3,00 Brecko 4/4 –/– 3,50
Baumgartlinger 4/4 –/– 3,38 Benaglio 2/2 –/– 3,25 Gerhardt 2/– –/– –
Bell 4/4 –/– 3,38 Bendtner 3/1 –/– 3,50 Halfar 4/3 –/1 3,38
Brosinski 4/4 –/– 3,38 Caligiuri 4/2 –/1 3,17 Hector 4/4 –/– 3,25
Bungert 3/3 –/– 3,33 De Bruyne 4/4 –/2 3,25 Horn 4/4 –/– 2,88
Djuricic 3/1 –/– 3,00 Grün 2/2 –/– 3,00 Lehmann 4/4 –/– 3,38
Geis 4/4 –/1 3,38 Guilavogui 3/2 –/– 4,50 Maroh 4/4 –/– 2,75
Hofmann 2/2 –/– 3,75 Hunt 3/1 1/– 5,00 Matuschyk 2/1 –/– 3,00
Jairo 1/– –/2 2,00 Jung 4/4 –/– 3,63 Olkowski 3/1 –/– 3,00
Jara 2/1 –/– 2,50 Junior Malanda 4/2 –/2 4,17 Osako 4/3 1/– 3,50
Junior Diaz 3/3 –/1 3,00 Klose 1/– –/– – Peszko 1/– –/– 4,00
Karius 4/4 –/– 3,00 Knoche 4/4 –/– 3,38 Risse 4/4 –/– 3,25
Koch 1/– –/– – Luiz Gustavo 4/4 –/– 3,88 Ujah 4/4 1/– 3,13
Koo 3/3 1/1 3,83 Naldo 4/4 1/– 2,88 Vogt 4/3 –/– 3,00
Malli 3/1 –/1 3,50 Olic 3/3 2/– 3,33 Wimmer 4/4 –/– 2,63
Bayern München – SC Paderborn 07 1,05 7,50 15,00 Moritz 4/2 –/– 3,25 Rodriguez 4/4 2/1 3,13 Zoller 3/1 –/– 5,00
Noveski 1/1 –/– 3,00 Schäfer 1/– –/– – 16 Spieler 2/1 3,20
Okazaki 4/4 4/1 2,38 Vieirinha 3/3 1/1 4,00
TSG Hoffenheim – SC Freiburg 1,55 3,60 4,50
Park 1/1 –/– 4,00 18 Spieler 8/7 3,48 Noch nicht eingesetzt:
Parker 1/– –/– – Bröker, Finne, Golobart, Helmes, Kalas,
Werder Bremen – FC Schalke 04 2,65 3,10 2,20 Wollscheid 1/– –/– – Noch nicht eingesetzt: Kessler, Mavraj, Mesenhöler, Nagasawa,
21 Spieler 6/7 3,22 Dost, Drewes, Felipe, Klich, Ochs, Peri- Schuhen, Svento, Wallenborn
Eintracht Frankfurt – 1. FSV Mainz 05 2,30 3,00 2,60 sic, Seguin, Sprenger, Thoelke, Träsch,
Noch nicht eingesetzt: Zawada
Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 1,25 4,50 8,00 de Blasis, Kapino, Nedelev, Pflücke,
Roßbach, Rukavytsya, Saller, Schilk,
Sliskovic, Soto, Zentner
Bayer 04 Leverkusen – FC Augsburg 1,40 4,00 5,25

Bor. M’gladbach – Hamburger SV 1,50 3,50 5,00

Hannover 96 – 1. FC Köln 1,95 3,10 3,10


Kasper Hjulmand bestritt bislang Im März 1998 feierte Wolfgang Zwischen 1976 und 1980 absol-
Hertha BSC – VfL Wolfsburg 2,50 3,10 2,30 vier Bundesligapartien, auf 102 für Wolf sein Bundesligadebüt als vierte Hennes Weisweiler 130
den FSV kommt Jürgen Cheftrainer. Er blieb Bundesligaspiele als
Klopp. Übertroffen wer- beim VfL bis März FC-Coach. Christoph
den beide von Thomas 2003 im Amt. In diese Daum blieb zehn Jahre
Tuchel, der 170-mal Zeit fielen 166 Wolfs- später nur eine Partie
die Mainzer anleitete. burger Ligaspiele. unter Weisweilers Wert.

SC Paderborn 07 Hannover 96 Borussia Dortmund Bayer Leverkusen Bor. Mönchengladbach


Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note Spiele/ Tore/ Note
von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists von Beginn Assists
Bakalorz 4/3 –/1 3,17 Albornoz 3/3 –/1 3,50 Aubameyang 4/3 1/– 3,83 Bellarabi 4/4 2/3 2,25 Alvaro Dominguez 2/2 –/1 2,75
Bertels 1/– –/– – Andreasen 4/3 1/– 3,13 Bender 3/1 –/– 4,00 Bender 2/2 –/– 3,50 Hahn 4/4 2/– 3,13
Brückner 4/4 –/1 3,38 Bittencourt 4/4 –/1 3,25 Durm 4/4 –/– 3,75 Boenisch 4/3 –/1 4,38 Hazard 3/– –/– –
Ducksch 2/– –/– – Briand 2/– –/– – Ginter 2/2 –/– 4,75 Brandt 2/– 1/– 1,50 Herrmann 2/– –/– 2,50
Heinloth 1/1 –/– 3,50 Gülselam 3/1 –/– 4,00 Großkreutz 4/3 –/2 3,00 Calhanoglu 4/4 1/2 3,13 Hrgota 4/2 –/– 4,75
Hünemeier 4/4 1/2 2,88 Joselu 4/4 1/1 3,25 Hofmann 2/– –/– – Castro 4/4 –/1 2,63 Jantschke 4/4 –/– 3,25
Kachunga 4/4 3/– 3,13 Karaman 2/– –/– – Immobile 3/1 –/– 5,00 Donati 2/1 –/– 5,00 Johnson 4/2 –/– 3,75
Koc 3/3 –/1 2,50 Kiyotake 4/3 –/– 4,13 Jojic 4/4 –/– 3,50 Drmic 2/1 1/– 3,00 Korb 3/3 –/– 3,83
Kruse 4/4 –/– 3,13 Marcelo 4/4 –/– 3,63 Kagawa 2/2 1/– 3,25 Jedvaj 4/4 2/1 3,63 Kramer 4/3 1/– 2,83
Kutschke 3/1 –/– 4,00 Pander 3/3 –/– 3,83 Kehl 3/3 –/1 2,83 Kießling 4/3 1/1 2,50 Kruse 2/2 1/2 2,00
Ouali 1/– –/– – Prib 1/1 1/1 2,50 Langerak 1/1 –/– 4,00 Leno 4/4 –/– 2,63 Nordtveit 3/1 –/– 3,00
Rupp 3/1 –/– 4,50 Sakai 4/4 –/– 4,00 Maruoka 1/– –/– – Öztunali 2/2 –/– 3,75 Raffael 4/4 1/1 3,13
Stoppelkamp 4/4 2/– 2,50 Schmiedebach 4/4 –/– 3,38 Mkhitaryan 4/3 –/1 3,17 Papadopoulos 1/– –/– – Sommer 4/4 –/– 2,63
Strohdiek 3/3 –/– 3,00 Schulz 4/4 –/– 3,25 Piszczek 4/4 –/– 3,13 Reinartz 4/– –/– 3,50 Stranzl 4/4 –/– 3,13
Vrancic 4/4 1/– 3,00 Sobiech 4/2 1/– 4,00 Ramos 3/2 2/1 3,00 Rolfes 2/2 –/– 2,75 Traoré 2/2 –/– 3,00
Vucinovic 3/– –/– – Zieler 4/4 –/– 3,00 Reus 2/2 1/1 3,50 Son 3/2 1/– 4,00 Wendt 3/3 –/– 3,33
Wemmer 4/4 –/– 3,25 16 Spieler 4/4 3,49 Sokratis 4/4 1/– 3,00 Spahic 4/4 1/– 2,88 Xhaka 4/4 –/– 3,38
Ziegler 4/4 –/– 2,88 Subotic 2/2 –/– 3,00 Toprak 3/3 –/– 3,33 17 Spieler 5/4 3,17
18 Spieler 7/5 3,06 Noch nicht eingesetzt: Weidenfeller 3/3 –/– 2,83 Wendell 1/1 –/– 5,00
Almer, Ballas, Dierßen, Ernst, Felipe, 19 Spieler 6/6 3,38 19 Spieler 10/9 3,18 Noch nicht eingesetzt:
Noch nicht eingesetzt: Hoffmann, Königsmann, Miller, Rankovic, Blaswich, Brandenburger, Brouwers,
Amedick, Burchert, Hartherz, Lück, Maier, Sané, Schlaudraff, Schulze, Stankevicius, Noch nicht eingesetzt: Noch nicht eingesetzt: Daems, Dahoud, Heimeroth, Marx, Rit-
Meha, Nübel, Pepic, Rafa, Saglik, Welker Stindl, Sulejmani, Teichgräber, Thesker Alomerovic, Blaszczykowski, Gündogan, Hilbert, Kresic, Kruse, Lomb, Yelldell, ter, Schulz
Hummels, Ji, Kirch, Sahin, Schmelzer Yurchenko

Bereits seit dem 1. Spieltag ist Zunächst arbeitete Mirko Slomka Mit seinem 208. Bundesligaspiel In Köln und Stuttgart ist Christoph Nach dem Bundesligaaufstieg
André Breitenreiter Paderborns als Jugend- und Co-Trainer bei für den BVB (seit 2008) überholte Daum jeweils der Trainer mit der 1965 blieb Hennes Weisweiler
Rekordhalter. Bei den Hannover 96. Von Jürgen Klopp Ottmar zweitlängsten Amtszeit. zehn weitere Jahre im
bisherigen vier Spielen Anfang 2010 bis Ende Hitzfeld, der zwischen Bei Bayer (144 Spiele Amt und war in jedem
saß immer der gebür- 2013 war er in 135 1991 und 1997 „nur“ von 1996 bis 2000) der folgenden 340
tige Niedersachse auf Bundesligaduellen als in 207 Begegnungen verdrängt er Dettmar Partien für die Borussia
der Trainerbank. Cheftrainer am Werk. auf der Bank saß. Cramer auf Rang 2. verantwortlich.
48 INTERVIEW

„Aufgeben gibt’s
bei mir nicht“
Plötzlich arbeitslos. Das gibt es auch im Fußball. TOBIAS LEVELS (27)
spricht über Zweifel, Sorgen und den Glauben an sich selbst.

A
m letzten Spieltag der vergange- Albträume sind andere Dinge, eine Wie landet jemand, der 102 Bundesliga- Ist das Ausland eine Option? Sie hatten
nen Saison stand Tobias Levels schwere Krankheit zum Beispiel. und 83 Zweitligaspiele für Borussia Mön- früher Offerten aus Italien.
noch als Rechtsverteidiger in Ich bezeichne es als Phase, in der chengladbach und Fortuna Düsseldorf Natürlich kann das Ausland eine
der Startelf von Fortuna Düsseldorf ich unheimlich viel lernen und absolviert hat, in der vergangenen Saison Möglichkeit sein.
– doch dann wurde er aussortiert. mir sogar positive Sachen für mein Stammspieler bei der Fortuna war und Anfang April stand fest, dass die Fortuna
weiteres Leben rausziehen kann. gute Leistungen gezeigt hat, plötzlich den Vertrag nicht verlängern wird. Ab
Herr Levels, mit 27 arbeitslos – erleben Zudem bin ich überzeugt, dass sich auf der Straße? wann nahm der Gedanke Form an: „Mist,
Sie den Albtraum des Profifußballers? alles in naher Zukunft drehen wird. Für mich als Spieler ist das schwer ich finde nichts Neues!“
zu erklären. Ich glaube, dass ich So eine Geschichte zieht sich
unter Beweis gestellt habe, was ich über Monate hinweg. Im April,
33 Profis warten: Im Juni unter Vertrag, jetzt arbeitslos leisten kann. In Düsseldorf spielte Mai steckst du mit den Gedanken
ich eine gute Rolle und übernahm noch voll im Spielbetrieb, dann ist
Aufgeführt sind alle Spieler der 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga der Saison 2013/14, die seit dem auch Verantwortung. Urlaubszeit, und du beobachtest
Sommer vertragslos sind und noch nach dem Transferschluss am 1. September verpflichtet werden können.
Und stehen jetzt ohne Klub da. schon einmal intensiver, ob sich je-
Einsätze (Tore)
Name Alter letzter Verein Bundesliga 2. Bundesliga
Das war tatsäch- mand auf deinem
Mimoun Azaouagh 31 1. FC Kaiserslautern 105/10 87/9
lich in keinster Handy meldet.
Weise Teil meiner „Zack, vorbei! Es ist brutal Und dann?
Leon Balogun 26 Fortuna Düsseldorf 23/– 11/–
Überlegungen. Da schwer, damit umzugehen.“ Plötzlich ist Ende
Jurica Buljat 28 Energie Cottbus –/– 24/–
bin ich ehrlich. Ich August und das
Cidimar 30 VfR Aalen –/– 124/27 hatte diese Mög- Transferfenster
Adama Diakité 23 SV Sandhausen –/– 3/– lichkeit nicht auf dem Schirm, es schließt sich. Zack, vorbei! Es ist
Nestor Djengoue 23 Energie Cottbus –/– 10/– traf mich völlig unerwartet. Auch brutal schwer, damit umzugehen.
Nicolas Farina 28 Energie Cottbus –/– 23/2 mein Umfeld – Familie, Freunde, Vor allem, wenn es absolut über-
Malik Fathi 30 1. FSV Mainz 05 175/3 15/– befreundete Profifußballer – findet raschend kommt. Wenn du alters-
Maik Franz 33 Hertha BSC 192/12 40/2 keine Erklärung. bedingt Richtung Karriereende
Cheikh Gueye 27 Dynamo Dresden –/– 73/1 Außenstehende würden auf den Gedan- kommst oder vielleicht gerade eine
Tamas Hajnal 33 FC Ingolstadt 04 149/17 41/8 ken kommen: Sie haben sich verzockt! schwere Verletzung hinter dir hast,
Philipp Heithölter 32 Arminia Bielefeld –/– 61/4 Das ist falsch. Es gab keine Angebo- meinetwegen. Aber so?
Timo Hildebrand 35 FC Schalke 04 298/– –/– te, bei denen ich mich hätte verzo- Was hat die Ursachenforschung ergeben?
Bastian Hohmann 24 Erzgebirge Aue –/– –/– cken können. Ich bin auf keine vernünftige Erklä-
Matthias Jaissle 26 TSG Hoffenheim 31/– 22/2 Das klingt schwer nachvollziehbar. Sie rung gestoßen.
Levan Kenia 23 Fortuna Düsseldorf 11/– 11/– sind im besten Fußballeralter, ein Team- Könnte einer der Gründe sein, dass Sie
Tobias Levels 27 Fortuna Düsseldorf 102/1 83/– player, waren in Gladbach Vizekapitän, in als meinungsstarker Spieler gelten, nicht
Ahmed Madouni 33 Energie Cottbus 85/6 43/1 Ihrer Karriere nie schwer verletzt – das als ein typischer Ja-Sager daherkommen?
Adnan Mravac 32 Dynamo Dresden –/– 8/– ruft keine Interessenten auf den Plan? Das schließe ich nicht aus. Ich will
Heinz Müller 36 1. FSV Mainz 05 65/– 29/– So ist es nun einmal. Glauben Sie mich aber auch in Zukunft nicht
Tobias Nickenig 30 Erzgebirge Aue 1/– 62/3 mir, ich habe viel über die Situation verdrehen. Lieber halte ich zu be-
nachgedacht, versucht, die Gründe stimmten Themen die Klappe, als
Andreas Ottl 29 FC Augsburg 148/6 –/–
zu erforschen und dabei jeden Stein Dinge zu sagen, hinter denen ich
Markus Palionis 27 SC Paderborn 07 –/– 59/1
zweimal umgedreht, was die Ursa- nicht stehe.
Oliver Petersch 25 Arminia Bielefeld –/– 84/3 che dafür sein könnte. Nagen starke Selbstzweifel an Ihnen?
Dennis Riemer 26 Arminia Bielefeld –/– –/– Liegen vielleicht Ihre Ansprüche zu hoch? Gar keine! Ich habe keine Selbst-
Stiven Rivic 29 Energie Cottbus 62/5 65/7 Nein. Mit 27 Jahren und über zweifel, weil ich von meinen sport-
Carsten Rothenbach 34 VfL Bochum 13/– 229/10 200 Spielen im Profifußball kann lichen Qualitäten hundertprozentig
Lukas Sinkiewicz 28 VfL Bochum 76/2 90/4 ich durchaus den Anspruch stellen, überzeugt bin. Ich weiß, dass ich
Predrag Stevanovic 23 Werder Bremen 3/– –/– weiterhin dort oben bleiben zu wol- jeder Mannschaft helfen kann. Auf
Adam Susac 25 Dynamo Dresden –/– 17/1 len. Zumal ich, wie Sie zuvor bereits und neben dem Platz. Und ich bin
Christian Tiffert 32 VfL Bochum 225/13 82/7 sagten, in Düsseldorf Stammspieler ein positiv denkender Mensch. Auf-
Filip Trojan 31 Dynamo Dresden 61/– 168/16 war. Ich werde wieder in der Bun- geben gibt’s bei mir nicht.
Radoslav Zabavnik 34 SV Sandhausen 63/– –/– desliga oder der 2. Liga landen. Da- Sind Sie im Stolz verletzt, weil sich kein
von bin ich überzeugt. Verein meldet?
kicker, 22. September 2014 49

Mit verletztem Stolz hat meine


Gefühlslage nichts zu tun. Man
fühlt sich eher unter Wert verkauft,
wenn man die Vita betrachtet, die
30 Spiele vergangene Saison sieht,
die Leistung bringt – und trotzdem
kein Angebot reinkommt.
Schauen Sie zurzeit überhaupt Fußball?
Ich schaue mir unheimlich viele
Spiele an, auch im Stadion. Zuletzt
war ich bei Mönchengladbach.
Und?
Es kitzelt. Am liebsten würde ich mir
die Fußballschuhe anziehen, von
der Tribüne auf den Platz laufen.
Zählen die Stadionbesuche denn zur Wei-
terbildung?
Auch. Das ist für mich aber nichts
Neues. Ich habe mir schon immer
viele Fußballspiele angeschaut
oder am Fernseher analysiert, wie
die Mannschaften spielen, wie sie
sich taktisch verhalten. Der Fußball
selbst interessiert mich zu sehr, als
dass ich mich wegen der aktuellen
Situation davon abschotten müsste.

„Ich bin fit. Jetzt muss ich es


nur noch beweisen dürfen.“

Haben Sie finanziell vorgesorgt?


Ein bisschen was sollte man schon
beiseitelegen während der Karriere.
Aber für mich geht es nicht darum
zu sagen: Ich bin 35 und habe durch
den Fußball meinen Ruhestand be-
reits finanziert. So ticke ich nicht.
Es war immer mein Ziel, nach der
Karriere einen Beruf auszuüben,
der mir Spaß macht.
Haben Sie sich parallel zum Fußball wei-
tergebildet oder beginnen Sie jetzt erst
für Ihre Zukunft vorzubauen?
Anfang des Jahres habe ich in
der Schweiz ein Fernstudium zur
ganzheitlichen Gesundheitsbera-
tung aufgenommen. Ich könnte
mir auch etwas mit Sprachen vor-
stellen. Englisch, Französisch und
Spanisch spreche ich ja schon. Viel-
leicht kommt bald Italienisch hinzu.
Seit wann sind Sie denn offiziell arbeits-
los gemeldet?
Seit Juli. Normalerweise muss man
so etwas drei Monate vor Beendi-
gung des Arbeitsverhältnisses ma-
chen, aber mit dieser Entwicklung
hatte ich ja nicht gerechnet.
Und um sich fit zu halten, trainieren Sie
bei der Gladbacher U 23 mit?
Ich bin dem Klub dankbar, dass er
mir die Möglichkeit gibt. So bleibe
ich wenigstens in einem regelmäßi-
gen Trainingsbetrieb. Ich nutze zu-
dem täglich den Kraftraum, absol-
Foto: : imago/Michael

viere sogar einige Zusatzeinheiten


auf dem Platz. Körperlich bin ich
fit, in einer sehr guten Verfassung.
Jetzt muss ich es nur noch beweisen
dürfen. INTE RVIEW: JAN LUSTIG
50 BUNDESLIGA kicker, 22. September 2014

WER SPIELT 5. SPIELTAG


WER FEHLT Voraussichtliche Aufstellungen

Bayern München – SC Paderborn Di., 20 Uhr Hoffenheim – SC Freiburg Di., 20 Uhr Werder Bremen – FC Schalke Di., 20 Uhr

München: Neuer – Benatia, Boateng, Alaba – Hoffenheim: Baumann – Rudy (Strobl), Süle, Bremen: Wolf (Strebinger) – Fritz (Busch), Prödl
Rafinha, Lahm, Xabi Alonso, Juan Bernat – Rob- Strobl (Vestergaard), Beck – Polanski, Schwegler (Lukimya), Caldirola, Garcia – Junuzovic, Galvez
ben (Müller), Götze – Lewandowski (Rudy) – Elyounoussi, Roberto Firmino, Zuber – Bartels, Elia – di Santo, Selke
Es fehlen: Javi Martinez (Kreuzbandriss), Ribery – Modeste Es fehlen: Bargfrede (Reha nach Knieoperati-
(Patellasehnenentzündung), Thiago (Rehatrai- Es fehlen: Salihovic (entzündete Wunde am on), Gebre Selassie (Knochenödem), Zander
ning), Schweinsteiger (Patellasehnenentzün- Knie), Haberer (Bauchmuskel), Kim (Asienspiele (Knieverletzung), von Haacke (Kreuzbandriss)
dung), Badstuber (Muskelsehnenriss) mit der U 23 Südkoreas), Toljan (Adduktorenver-
letzung), Bicakcic (Faserriss), Casteels Schalke: Fährmann – Uchida, Ayhan,
Paderborn: Kruse – Wemmer, Strohdiek, (Trainingsrückstand), Akpoguma (U 23) Neustädter, Fuchs – Höger, Aogo – Sam, Meyer,
Hünemeier, Brückner – Ziegler – Koc, Rupp, Choupo-Moting – Huntelaar
Vrancic, Stoppelkamp – Kachunga Freiburg: Bürki – Sorg, Krmas (Torrejon), Kempf, Es fehlen: Draxler (Rotsperre), Boateng
Es fehlen: Saglik, Meha, Lopez (alle Aufbautrai- Günter – Schuster, Darida – Schmid, Klaus – (Gelb-Rot-Sperre), Giefer (Adduktorenverlet-
ning), Bakalorz (Infekt), Bertels (Fußreizung), Philipp – Guedé zung), Höwedes (Sehnenteilriss), Kolasinac
Welker (Handoperation) Es fehlen: Mehmedi (Muskelfaserriss), Stanko (Kreuzbandriss), Felipe Santana, Goretzka
(Kreuzbandriss), Schahin (muskuläre Probleme) (beide Muskelbündelriss), Sobottka (Faserriss),
Farfan (Knorpelschaden)
ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE
FCB – SCP 1: 1,12 X: 9,0 2: 25 HOF – SCF 1: 1,7 X: 4,0 2: 5,0 BRE – S04 1: 3,3 X: 3,5 2: 2,15

Eintr. Frankfurt – 1. FSV Mainz 05 Di., 20 Uhr Bor. Dortmund – VfB Stuttgart Mi., 20 Uhr Bayer Leverkusen – FC Augsburg Mi., 20 Uhr

Frankfurt: Trapp – Ignjovski, Zambrano, Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Leverkusen: Leno – Jedvaj, Reinartz, Spahic,
Anderson, Oczipka – Hasebe, Russ – Aigner, Sokratis, Schmelzer – Bender, Jojic – Aubamey- Boenisch – Castro, Bender – Bellarabi,
Meier, Inui – Seferovic ang, Kagawa, Großkreutz – Ramos Calhanoglu, Drmic – Kießling
Es fehlen: Medojevic (Gelb-Rot-Sperre), Es fehlen: Gündogan (Trainingsrückstand), Es fehlen: Donati (Rotsperre), Toprak
Djakpa, Valdez (beide Kreuzbandriss), Flum Mkhitaryan (knöcherner Bandausriss), (Wadenprobleme), Rolfes, Papadopoulos,
(Muskelfaserriss), Gerezgiher (Syndesmose- Blaszczykowski (Faserriss), Kirch (Muskelbün- Brandt (alle Aufbautraining)
teilriss), Kittel, Rosenthal (beide Aufbautrai- delriss), Reus (Außenbandteilriss), Sahin
ning), Waldschmidt (Leistenbeschwerden) (Knieoperation), Ji (Faserriss) Augsburg: Hitz – Verhaegh, Callsen-Bracker,
Klavan, Baba – Kohr, Baier – Bobadilla, Altintop,
Mainz: Karius – Brosinski, Bell, Jara, Junior Diaz Stuttgart: Ulreich – Klein, Schwaab, Rüdiger, Werner – Mölders
– Geis, Baumgartlinger – Jairo (Allagui), Malli, Sakai – Romeu, Gentner – Maxim, Didavi, Es fehlen: Moravek (Kreuzbandriss), Reinhardt
Hofmann – Okazaki Leitner – Ibisevic (Achillessehnenprobleme)
Es fehlen: Noveski (Knieverletzung), Wollscheid Es fehlen: Hlousek (Muskelfaserriss), Ginczek,
(Muskelfaserriss), Park (Asienspiele mit der Abdellaoue (beide Aufbautraining)
U 23 Südkoreas), Sliskovic (Trainingsrückstand),
Rukavytsya (nicht berücksichtigt)
ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE
FFM – M05 1: 2,4 X: 3,4 2: 2,9 BVB – VFB 1: 1,35 X: 5,5 2: 8,0 B04 – FCA 1: 1,45 X: 4,8 2: 6,5

Mönchengladbach – Hamburger SV Mi., 20 Uhr Hannover 96 – 1. FC Köln Mi., 20 Uhr Hertha BSC – VfL Wolfsburg Mi., 20 Uhr
Quotenänderungen und Tippfehler vorbehalten. Stand: Freitag 15.00 Uhr

Gladbach: Sommer – Korb, Stranzl, Jantschke, Hannover: Zieler – Sakai, Marcelo, Schulz, Berlin: Kraft – Pekarik, Lustenberger, Brooks
Wendt – Kramer, Xhaka – Hahn, Johnson – Pander – Schmiedebach (Andreasen), Gülselam (Heitinga), van den Bergh – Hosogai, Skjelbred
Raffael – Kruse – Bittencourt, Kiyotake – Sobiech, Joselu – Beerens, Ronny, Kalou – Schieber
Es fehlt: – Es fehlen: Albornoz (Achillessehnenprobleme), Es fehlen: Schulz (Rotsperre), Langkamp
Hoffmann, Prib (beide Aufbautraining nach (Sprunggelenkoperation), Baumjohann
Knieoperation), Miller (Arthroskopie), Stindl (Kreuzbandriss), Cigerci (Reha nach Zehenope-
(Außenbandanriss am Knie) – ration), Gersbeck (Meniskusoperarion),
Hamburg: Drobny – Diekmeier, Djourou, Bastians (U 23)
Westermann, Ostrzolek – Behrami, Arslan –
Müller, Holtby, Stieber – Lasogga Köln: Horn – Brecko, Maroh, Wimmer, Hector
Es fehlen: van der Vaart (Wadenprobleme), – Lehmann, Vogt – Risse, Osako, Halfar – Ujah Wolfsburg: Benaglio – Jung, Naldo, Knoche,
Ilicevic (muskuläre Probleme), Jansen, Rajkovic, Es fehlen: Helmes, Svento, Nagasawa, Bröker Rodriguez – Junior Malanda (Guilavogui), Luiz
Beister (alle Aufbautraining) (alle Aufbautraining) Gustavo – Caligiuri, Arnold (Vieirinha), De
Bruyne – Olic
Es fehlen: Träsch (Schulter-OP), Seguin
(Stirnhöhlenfraktur), Ochs (Kreuzbandriss),
Felipe (Durchblutungsstörungen)
ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

BMG – HSV 1: 1,55 X: 4,2 2: 6,0 H96 – KOE 1: 2,05 X: 3,5 2: 3,6 BSC – WOB 1: 2,8 X: 3,4 2: 2,5
kicker, 22. September 2014 FRAUEN 51

NACHRICHTEN FRAUEN-FUSSBALL
Zusammengestellt von Gunnar Meggers
Biologischer Pass kommt mehr so gewaltigen Abstand zu den
Die UEFA setzt im Kampf gegen großen Marken wie Manchester
Doping nun auch auf den Biolo- United, Real Madrid, FC Barcelona
gischen Pass. Das Dokument, in und FC Bayern München“ weiter SPITZENSPIEL: Potsdam setzt sich durch
dem medizinische Daten eines verringern, wie es Geschäftsführer
Sportlers aus Kontrollen gesam-
melt werden, soll für die Champi-
ons League ab der Saison 2015/16
Hans-Joachim Watzke ausdrückt. Er
hält mittelfristig „zehn bis 20 Milli-
onen Euro Umsatz für realistisch,
Nagasato trifft im Doppelpack
eingeführt werden. Der Blutpass wenn der Erfolg nachhaltig ist“. Im Turbine Potsdam –
gibt die Möglichkeit, Veränderun-
gen des Körpers zu analysieren
nächsten Jahr plant die Borussia
eine Asienreise.
1. FFC Frankfurt 2:1 (1:0)

und so ein individuelles Profil des Potsdam: Sarholz – Kulis, Wesely, Kemme –
Sportlers zu erstellen. Löw wird Ehrenbürger in Schönau Zietz, Wälti, Simic (90. Deines), Cramer (46.
Am 17. Oktober wird Jogi Löw in Bremer) – Nagasato, Anonma, Andonova
Pause bei Gehirnerschütterung seinem Heimatort Schönau im (80. Rauch) – Trainer: Schröder
Nach einem UEFA-Beschluss darf Schwarzwald empfangen und dort Frankfurt: Schumann – Crnogorcevic, Lau-
der Schiedsrichter mit sofortiger zum Ehrenbürger ernannt. Ebenso dehr, Kuznik (85. Ando), Huth – Tanaka (65.
Wirkung das Spiel für bis zu drei werde das örtliche Fußballstadion Fishlock) – Boquete, Marozsan – Gare-
Minuten unterbrechen, wenn er nach dem Weltmeister-Trainer be- frekes, Sasic, Islacker – Trainer: Bell
den Verdacht hat, dass sich ein nannt, erklärte Bürgermeister Peter Tore: 1:0 Nagasato (42.), 2:0 Nagasato

Foto: imago/Hilse
Spieler eine Gehirnerschütte- Schelshorn. Dies habe der Gemein- (59.), 2:1 Laudehr (79.) – SR: Kurtes
rung zugezogen hat. Nur wenn derat des 2300 Einwohner zählen- (Düsseldorf) – Zuschauer: 3260 – Gelb:
der Teamarzt danach Entwarnung den Ortes beschlossen. Cramer, Andonova, Anonma – Huth, Fishlock
gibt, darf der Profi weiterspielen, Am Ende waren sich alle einig: Der
bislang durfte dieser das selbst Frauen: Weniger Abstand auf USA Sieg von Turbine Potsdam war völ- Grund zur Freude: Potsdams
entscheiden. Die Frauen-Nationalmannschaft lig verdient. Die Mannschaft von Stürmerin Asano Nagasato
des DFB steht in der Weltrangliste Trainer-Urgestein Bernd Schröder
Youth League wird erweitert nach wie vor auf Platz zwei hin- (50.), 2:1 Julien (53.), 2:2 Wermelt
schlug am Sonntag im Duell der (64.), 2:3 Nesse (68.), 3:3 Hartmann
Die Youth League der UEFA bleibt ter den USA, verkürzte in dem am alten Erzrivalen den 1. FFC Frank-
bestehen und wird ab der kom- vergangenen Freitag erschienen (72.) – Zuschauer: 405
furt mit 2:1. Frankfurt rutscht nach
menden Saison ausgeweitet. Ab Ranking nach der erfolgreichen dieser Niederlage auf den fünften B. München – Hoffenheim 3:0 (1:0)
2015/16 treten 64 statt bislang WM-Qualifikation mit zehn Siegen Tabellenplatz ab – und die Turbinen Tore: 1:0 Abbe (21.), 2:0 Bürki (81.),
32 Nachwuchs-Teams der europä- in zehn Spielen den Abstand jedoch mussten trotz des Sieges ihre Tabel- 3:0 Schnaderbeck (84.) – Zuschauer:
ischen Spitzenklubs international auf sechs Punkte. lenführung an den VfL Wolfsburg 420
an. Zusätzlich zu dem bestehen- abgeben. Aber das war den Pots-
den Format spielen die 32 neuen FIFA-Prüfung erst im November B. Leverkusen – Wolfsburg 0:3 (0:1)
damerinnen am Sonntag einerlei,
Teams um acht Plätze im Achtelfi- Die Ethikkommission der FIFA Tore: 0:1 Bernauer (4.), 0:2 Bernauer
sie feierten nach dem Schlusspfiff
nale des Nachwuchswettbewerbs, lässt sich bei der Bewertung des (65.), 0:3 Popp (89.) – Zuschauer: 598
mit ihren Fans ausgelassen den
den in der vorigen Saison der Untersuchungsberichts zu Korrup- Erfolg. „Turbine war vor allem in MSV Duisburg – SC Freiburg 0:2 (0:0)
FC Barcelona gewonnen hatte. tionsvorwürfen bei den Vergaben der 1. Halbzeit klar besser. Wir ha-
der WM-Endrunden 2018 und 2022 Tore: 0:1 Kayikci (50.), 0:2 Starke (76.)
ben dem Druck nicht standhalten – Zuschauer: 522
BVB plant Büro in Singapur noch Zeit. Deren deutscher Vor- können, sind zu spät aufgewacht
Vizemeister Borussia Dortmund sitzender Joachim Eckert nannte und haben deshalb auch verdient SC Sand – SGS Essen 0:1 (0:0)
wird im November dieses Jahres „Ende Oktober, Anfang November“ verloren“, gab Frankfurts Trainer Tor: 0:1 Klasen (87.) – Zuschauer: 514
sein erstes Auslandsbüro in Sin- als Ziel. Ursprünglich sollten die Colin Bell zu. Sein Team kam nicht
gapur in Asien eröffnen. Der BVB 430 Seiten von Chefermittler Mi- ins Spiel und wurde von den Gastge-
forciert damit seine Auslandsver- chael Garcia noch im September TABELLE
berinnen sofort unter Druck gesetzt.
marktung und möchte den „nicht ausgewertet sein. 1. VfL Wolfsburg (M) 3 7:0 9
Erst als der 1. FFC sich ein wenig
2. Turbine Potsdam 3 7:1 9
befreien konnte, schoss Asano Na-
3. Bayern München 3 6:2 7
gasato kurz vor der Pause das 1:0.

TV FUSSBALL
präsentiert von 4. SGS Essen 3 3:2 6
„Wir können nicht zufrieden sein“,
5. 1. FFC Frankfurt (P) 3 8:3 4
sagte Frankfurts Manager Siggi Diet-
Mehr Sportprogramm finden Sie unter www.tvdirekt.de 6. SC Sand (N) 3 4:3 4
rich in der Pause. Und das änderte
sich bis zum Spielende auch nicht 7. Bayer Leverkusen 3 3:5 4
MONTAG mehr, denn Nagato schnürte ihren 8. SC Freiburg 3 3:5 3
20.15 Uhr Sport 1+: Eintracht Trier – TuS Koblenz (Regionalliga) zweiten Bundesliga-Doppelpack. 9. USV Jena 3 5:6 2
Die quirlige Japanerin verwertete 10. TSG Hoffenheim 3 1:5 1
DIENSTAG in der 59. Minute eine Flanke von 11. Herforder SV (N) 3 4:10 1
17.30 Uhr Sky: Die vier Zweitligaspiele des Tages einzeln und in der Konferenz Nationalspielerin Pauline Bremer 12. MSV Duisburg 3 1:10 0
19.00 Uhr Sport 1+: Stade Reims – Olympique Marseille (Frankreich) zum 2:0. Frankfurt gelang nur noch
20.00 Uhr Sky: Die vier Bundesligaspiele des Tages einzeln und in der Konferenz der Anschlusstreffer von Simone 4. SPIELTAG
20.45 Uhr Sportdigital: FC Liverpool – FC Middlesbrough (englischer Ligapokal) Laudehr. „Heute muss ich meine Mittwoch, 24. September (16 Uhr)
Mannschaft mal loben“, sagte Bernd SC Freiburg – Turbine Potsdam (1:2, 0:4)
MITTWOCH Schröder, „in der 1. Halbzeit haben 1. FFC Frankfurt – SC Sand ( - , - )
17.30 Uhr Sky: Die vier Zweitligaspiele des Tages einzeln und in der Konferenz wir wirklich sehr gut gespielt“. Herforder SV – Leverkusen (18.00) ( - , - )
18.00 Uhr Eurosport: VfL Wolfsburg – Bayern München (Frauen-Bundesliga) Wolfsburg – B. München (18.00) (1:1, 1:3)
19.00 Uhr Sport 1+: HSC Montpellier – AS Monaco (Frankreich) Die Statistik der Spiele: SGS Essen – USV Jena (18.30) (1:6, 0:2)
20.00 Uhr Sky: Die fünf Bundesligaspiele des Tages einzeln und in der Konferenz USV Jena – Herforder SV 3:3 (1:0) Donnerstag, 25. September (18 Uhr)
20.45 Uhr Sportdigital: Tottenham Hotspur –Nottingham Forest (englischer Ligapokal) TSG Hoffenheim – MSV Duisburg (1:1, 1:4)
Tore: 1:0 Julien (14.), 1:1 Mc Donald
21.00 Uhr Sport 1+: FC Parma – AS Rom (Italien)
52 INTERNATIONAL

1000 km

RUSSLAND
St. Petersburg
SCHOTTLAND
Glasgow DÄNEMARK
IRLAND Kopenhagen
ENGLAND NIEDERLANDE
Dublin Amsterdam
London BELGIEN
Brüssel DEUTSCHLAND UNGARN
München Budapest RUMÄNIEN
INTERNATIONAL

ITALIEN Bukarest
Bilbao
Rom ASERBAIDSCHAN
SPANIEN Baku

Halbfinals und Endspiel 3 Gruppenspiele/1 Viertelfinale 3 Gruppenspiele/1 Achtelfinale

12 Länder, 51 Spiele, 4300 Kilometer

Die EM der Extreme


Der DFB-Elf winken Bei der Delegation aus dem
ölreichen Aserbaidschan war der
nerseits nicht um die EURO 2024
zu bewerben. Manche nennen
schaftskrisen. Sollte Deutschland
als Ausrichter 2024 bestätigt wer-
drei Heimspiele bei Jubel auch am lautesten, als die das ein Gentlemen’s Agreement, den, kämen danach fast nur die
der EM 2020 – und bald UEFA in Genf die Spielorte prä-
sentierte. Um Olympia 2020 hatte
andere sprechen von Kungelei.
Jedenfalls stehen die Chancen
Türkei, Russland oder England
in Frage. Roy Hodgson wird es
darauf noch viel mehr. sich Baku vergeblich beworben, nun bestens, dass Deutschland freuen. M A RT I N G RU E N E R
nun werden in dem nächstes Jahr 2017 den Zuschlag für die EM in
fertiggestellten neuen National- zehn Jahren erhält. „Das ist unser

E KOMMENTAR
ndlich hätten seine jungen stadion (68 000 Plätze) drei Grup- großes Ziel“, sagt DFB-Präsident
Kerle ein klares Ziel vor Au- penspiele sowie ein Viertelfinale Wolfgang Niersbach, der auch
gen. „Wer Wembley 2020 stattfinden. Mitglied der UEFA-Exekutive ist. von kicker-Redakteur
nicht als Antrieb sieht, den ver- Etwaige Bedenken, das au- Für das Turnier 2020 begnügte Martin Gruener
stehe ich auch nicht mehr“, sagt tokratisch geführte Land werde sich der DFB mit seinem Spiel-
Englands Nationaltrainer Roy
Hodgson. In sechs Jahren steigen
dadurch zu sehr hofiert, spielten
offenbar nur eine untergeordnete
ort München mit drei Gruppen-
partien und einem Viertelfinale.
Fußball lässt kaum
in London nicht nur die beiden
Halbfinals der EM, auch das End-
Rolle. Schließlich wurde ja auch
das derzeit weitgehend politisch
Falls sich das DFB-Team qualifi-
ziert, sind zwei deutsche Vorrun-
Raum für Olympia
N
spiel findet in Wembley statt und isolierte und wirtschaftlich sank- denspiele in der Arena in Frött- och ist offen,
da soll die zuletzt eher kümmerli- tionierte Russland mit St. Peters- maning vorgesehen, auch das ob sich Berlin
che englische Nationalelf endlich burg prominent bedacht. Nicht mögliche Viertelfinale wäre ein oder Ham-
wieder mit dabei sein. genügend Stimmen der 16 UEFA- Heimspiel. Weitere Details zum burg bewirbt um
Ein Turnier der Extreme war- Exekutiv-Mitglieder erhielten Modus werden noch erarbeitet. Olympia 2024.
Mit dem kicker immer topaktuell informiert:

tet dann auf die 24 Teilnehmer. hingegen Schweden (mit Stock- Ein „einmaliges Geschenk Erst wolle man
13 Städte in 12 Ländern werden holm) und Wales (Cardiff ). Weiß- zum 60. Geburtstag der EM“ soll die Stimmung in den Städten
diese Überall-EM ausrichten, russland (Minsk), Mazedonien dieses Pan-Europäische Turnier ausloten, heißt es, also prü-
Tore und Ergebnisse live auf kicker.de

einzig das auch weiterhin Verei- (Skopje), Bulgarien (Sofia) sowie sein, sagte UEFA-Präsident Mi- fen, wo es weniger Widerstand
nigte Königreich stellt mit Lon- Israel (Jerusalem) wurden we- chel Platini, der angeblich selbst gibt; in München votierten die
don und Glasgow zwei Spielorte. gen ungenügender Bewerbungs- die Idee zu dieser Turnierform Menschen zuletzt gegen Win-
Ordentlich Bonusmeilen werden unterlagen gar nicht erst zur Ab- hatte. Man darf gespannt sein, ob terspiele. Vielleicht sollte man
dabei gesammelt, denn rund stimmung zugelassen. es nicht bald wieder wenigstens sich das Geld für die Befra-
4300 Kilometer Luftlinie liegen Dass England mit London Tandem-Lösungen gibt, wie 2012 gung gleich sparen, denn 2024
beispielsweise allein zwischen vorigen Freitag einstimmig den mit Polen und der Ukraine. Denn scheint Deutschland sportlich
Bilbao in Spanien und Baku am Zuschlag für das Premium- viele Kandidaten gibt es nicht, ausgebucht. Durch den Deal
kaspischen Meer. Wer in der paket erhielt, war da längst keine die das ab der nächsten Ausgabe mit England ist der Weg berei-
Hauptstadt Aserbaidschans sein Überraschung mehr. Der einzige in zwei Jahren in Frankreich auf tet für eine EM hierzulande –
Viertelfinale gewinnt, muss sich Konkurrent Deutschland hatte 24 Teilnehmer aufgeblähte Tur- großer Gegenwind scheint da-
außerdem beim folgenden Trip seine Bewerbung für die Final- nier noch beheimaten können. bei kaum zu erwarten. Viel zu
nach London auf vier Stunden runde kurz zuvor zurückgezogen, Großmächte wie Spanien und populär ist der Fußball derzeit
Zeitunterschied einstellen. weil England zusicherte, sich sei- Italien kämpfen daheim mit Wirt- daheim bei den Weltmeistern.
kicker, 22. September 2014 53
Fotos: Getty Images/Rogers, imago/BPI

Traurige Blicke: Das 3:5 gegen Nottingham Forest


war das letzte Spiel von Felix Magath mit Fulham.
Das Team um Kapitän Scott Parker ist Letzter.

Bilanz
Magath in seiner Trainerlaufbahn Offen ist nun, wie die Perspek-
bei Bayern und Wolfsburg drei tiven all der Neuzugänge sind. Als
Meisterschaften gewonnen. Doch Interimscoach wurde mit Kit Sy-
in England konnte er erst den Ab- mons (43) der bisherige U-21-Trai-
stieg nicht verhindern, in der 2. Liga ner der Cottagers bestimmt, der
dann holte er mit einem von ihm viele aus dem Kader bereits kennt.
zusammengestellten Team nur Ob er bleiben darf, hängt von den
einen einzigen Punkt aus sieben Ergebnissen ab. Doch auch im ers-
Partien, ehe Teambesitzer Shahid ten Spiel nach Magath setzte es am
Khan den roten Knopf drückte. Ins- Samstag eine 0:1-Niederlage gegen
gesamt ist es eine desaströse Bilanz: die Blackburn Rovers. Dabei saß
In 20 Pflichtspielen unter Magath Kiraly nur noch auf der Bank, wäh-

des Grauens
gab es für Fulham nur vier Siege, rend Hoogland, schon zuvor einer
aber zwölf Niederlagen. Furchtbar der wenigen Leistungsträger, weiter
deprimiert wirkt Magath nach au- spielte; Chihi fehlte im Kader.
ßen dennoch nicht. Er sei völlig re- Erstmals durfte zudem Bryan
laxt, sagt er, „es war eine spannende Ruiz spielen. Der Mittelfeldmann
Zeit“. Vor seinem Rauswurf hatte war vorige Saison an die PSV Eind-
er immer wieder betont, dass der hoven verliehen, glänzte dann im
Umbruch samt Gehaltseinsparung Sommer bei der WM zwar im Trikot
Dreimal so viele Niederlagen wie Siege, sowie die Verjüngung des Kaders Costa Ricas, kam nach seiner Rück-
letztlich zum Erfolg führen werde. kehr zu Fulham aber unter Magath
dafür 44 Transfers. FELIX MAGATH (61) 20 Spieler mussten oder durften kein einziges Mal zum Einsatz.
hinterlässt Fulham als Baustelle und im Sommer gehen, darunter die KEIR RADNEDGE/gru
Ex-Bundesligaprofis Sascha Rie-
erntet obendrein viel Spott in England. ther (jetzt Freiburg), Ashkan Deja-
gah (Al-Arabi/Katar) und William Magaths Trainerstationen
Kvist (Wigan). 24 Neue kamen in

J
etzt, wo Felix Magath weg ist, Hangeland wechselte bald da- den Kader, darunter acht Talente
Zeitraum Verein
wird natürlich auch die Sache rauf zu Crystal Palace, und auch aus Fulhams Nachwuchsakademie,
mit dem Käse aufgetischt. Aller- sonst war der FC Fulham während aber auch der 27-jährige Schotte 02/14 – 09/14 FC Fulham
lei Skurrilitäten listeten Englands der 216 Tage dauernden Regent- Ross McCormack von Leeds United, 03/11 – 10/12 VfL Wolfsburg
Medien genüsslich auf, die sich der schaft Magaths nicht nur sportlich der in England zwar nie erstklassig 07/09 – 03/11 FC Schalke 04
am Donnerstag beurlaubte deut- im Niedergang, sondern erlebte spielte, aber knapp zwölf Millio- 07/07 – 06/09 VfL Wolfsburg
sche Trainer des FC Fulham erlaubt ein Kommen und Gehen wie eine nen Euro teuer war. Mit Tim Hoog- 07/04 – 01/07 Bayern München
habe. Der Guardian etwa berichtet Metrostation. In Deutschland dürf- land (Ex-Schalke) und Adil Chihi 02/01 – 06/04 VfB Stuttgart
über eine Story mit Brede Hange- te man davon weniger überrascht (Ex-Köln) holte Magath auch aus 12/99 – 01/01 Eintracht Frankfurt
land. Als sich Fulhams damaliger sein, denn schon bei seinen letzten Deutschland bekannte Kräfte, zu- 10/98 – 05/99 Werder Bremen
Kapitän mit Oberschenkelproble- Stationen Wolfsburg und Schalke letzt kam noch Keeper Gabor Kiraly 09/97 – 07/98 1. FC Nürnberg
men plagte, habe ihm Magath eine war die horrende Personalfluk- von 1860 München, der aber in zwei 10/95 – 05/97 Hamburger SV
spezielle Therapie verordnet: Der tuation ein bestimmendes Thema. Spielen gleich acht Treffer kassierte. 07/93 – 10/95 Hamburger SV
Norweger musste sich eine Scheibe Als erster deutscher Trainer 29 Profis hatte der Coach in sieben (Amateur- u. Co-Tr.)
Käse auf die verletzte Stelle pressen, durfte er im Februar in der Premier Spielen eingesetzt, so viele wie kein 07/92 – 06/93 FC Bremerhaven
den ganzen Nachmittag lang. League anheuern, schließlich hatte anderer Verein der Liga. (Spielertrainer)
54 ENGLAND

Lampard, ausgerechnet Lampard!


André Schürrle trifft im
SPITZENSPIEL für Chelsea,
doch die Showbühne
gehört einem anderen.

AU S E N G L A N D B E R I C H T E T
KEIR RADNEDGE

K
einer hat mehr Tore für den
FC Chelsea erzielt als Frank
Lampard, 211 in 13 Jahren.
Die Vereinsikone aber war nicht
mehr gefragt an der Stamford
Bridge, wollte in New York sei-
ne Karriere ausklingen lassen. Und

Foto: pixathlon/Action Images


sorgte als Leihgabe des US-Klubs an
ManCity nun für eine Mischung aus
Magie, Romantik und Knalleffekt.
Denn, natürlich, war er es, war es
sein Tor gegen seinen alten Klub,
seine alte und einzige Fußballliebe,
die den Meister am Sonntag vor ei-
ner weiteren Niederlage bewahrte. Sorry, Chelsea: Frank Lampard wollte sich nicht über sein Ausgleichstor gegen den Ex-Verein freuen.
Lampard, ausgerechnet Lampard,
traf zum 1:1, egalisierte so André Bei Lampards Tor aber ließ Lampard: „Mir fehlen ein biss- heit in Spitzenspielen, doch Citys
Schürrles Führungstor. Der Welt- Schürrle Gegenspieler James Milner chen die Worte. Fast hätte ich noch Druck drängte Chelsea tatsächlich
meister hatte ebenfalls als Joker aus den Augen, der den Ex-Chelsea- ein Tor gemacht, doch John Terry tief in die eigene Hälfte. Dass sie
einen starken Konter vollendet, als Star bediente. Und der jubelte nicht, war im Weg, so wie es immer im dort ihr Handwerk weitestgehend
Chelsea nach Pablo Zabaletas Am- sondern entschuldigte sich fast mit Training war.“ Entschuldigen muss- verstanden, wird Mourinho freu-
pelkarte in Überzahl agierte. Gesten für seinen Treffer. te sich City für das Remis nicht, en, hatte er doch trotz vierer Siege
dafür war man zu lange die über- und der Tabellenführung kritisiert,
legene Mannschaft in dieser Partie. dass seine Mannschaft schon sechs
ManCity nur einen Punkt besser als ManUnited Allerdings hatte man trotz deutlich Gegentreffer kassiert hatte. Dies be-
Meister und Manchester – das verspricht amtierender Champion auf dem Konto. größerer Spielanteile vor Zabaletas reitet ihm ebenso Sorgen wie die
keinen guten Saisonstart. 2013/14 be- Schlechter war nur Blackburn Rovers Platzverweis auch nur eine gro- Tatsache, dass er Starstürmer Diego
gann United mit sieben Punkten aus 1995/96 mit vier Zählern. Chelsea ver- ße Chance, die Thibaut Courtois Costa selten in drei Spielen in einer
fünf Spielen, City verbuchte nun wenigs- passte derweil den fünften Sieg im fünf- glänzend gegen Sergio Aguero ent- Woche wird bringen können, wegen
tens den achten Zähler. Arsenal hatte ten Spiel – diese optimale Ausbeute war schärfte. Bis dahin wollte Mourinho dessen Oberschenkelproblemen.
1998/99 auch nur sieben Punkte als ihnen schon dreimal geglückt. keinen Bus vor dem eigenen Tor Diesmal ging er erstmals leer aus,
parken, wie so oft in der Vergangen- und Chelsea siegte erstmals nicht.

ARSENAL: Stark kritisierter Weltmeister leitet den Sieg der Gunners ein

Özils Antwort aus dem Reich der Mitte


1Hinterher ist man immer schlau- Der Franzose äußerte er wür- auch spielen“, so Wenger, der damit
er – da wären Lobeshymnen auf de „natürlich“ auch heute noch einerseits den Grund für den Um-
Mesut Özil nicht originell gewesen. 50 Millionen Euro für den Techni- schwung relativierte, andererseits
Schließlich erzielte der deutsche ker bezahlen, so wie er es 2013 tat, aber verdeutlichte, dass Führungs-
Weltmeister beim 3:0 des FC Arse- weil: „Özil ist ein Topspieler.“ Um torschütze Özil nun dieses Level
nal in Birmingham gegen Aston Vil- aber seine Stärken noch mehr oder wieder halten muss. Özil meinte
la nicht nur sein erstes Tor seit eben endlich mal wieder aus in Richtung seiner Kritiker: „ Ich
dem WM-Achtelfinale gegen Arsenals Sicht zur Geltung zu spiele ja nicht, um jemandem was
Algerien und für die Gunners bringen, entschloss sich Wen- zu beweisen, sondern für Arsenal.“
seit Ende April. Doch schon be- ger zu einer Systemänderung Weitere Besonderheit: Drei Tref-
vor der Mittelfeldspieler eine von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1, wobei fer binnen vier Minuten (das zweite
Foto: Getty Images

gute Antwort auf die harsche, be- er dem Deutschen erstmals in die- war das erste von Neuzugang Dan-
rechtigte Kritik an seiner Leistung ser Saison wieder einen zentralen ny Welbeck) erzielte man zuletzt im
der vergangenen Wochen mit dem Platz in der offensiven Dreierreihe Januar 2013 beim 5:1 gegen West
Dortmund-Spiel als Tiefpunkt gab, zuwies, ihn also vom Flügel hol- Ham. Die Gäste profitierten bei den
erhielt er öffentlich Rückendeckung te. „Er bevorzugt sicher die Mitte, bisher ungeschlagenen Hausherren Die Befreiung: Mesut Özil bejubelt
von seinem Trainer Arsene Wenger. aber da wollen zehn andere bei uns auch von einem Grippevirus. sein erstes Saisontor für Arsenal.
kicker, 22. September 2014 55

Swansea City – Southampton 0:1 (0:0)


Premier League Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt. Swansea: Fabianski – Rangel, Fernandez, A. Wil- SZENE ENGLAND
liams, N. Taylor – Shelvey, Ki (85. Emnes) – Dyer
1. (1) FC Chelsea 5 4 1 0 16:7 +9 13 (59. Montero), Sigurdsson, Routledge – Bony –
2. (4) FC Southampton 5 3 1 1 9:3 +6 10 Trainer: Monk
3. (2) Aston Villa 5 3 1 1 4:4 0 10 Southampton: Forster – Clyne, José Fonte,
4. (7) FC Arsenal (P) 5 2 3 0 10:6 +4 9 Yoshida (46. Gardos), Bertrand – Cork (63. St.
5. (3) Swansea City 5 3 0 2 8:6 +2 9 Davis), Schneiderlin, Ward-Prowse (69. Wan-
6. (5) Manchester City (M) 5 2 2 1 8:5 +3 8 yama) – Long, Tadic – Pelle – Trainer: R. Koeman
7. (12) Leicester City (N) 5 2 2 1 9:8 +1 8 Tor: 0:1 Wanyama (80.) – SR: Moss – Zuschauer:
8. (13) West Ham United 5 2 1 2 9:8 +1 7 20 596 – Gelb-Rote Karte: Bony (39.)

Foto: imago
9. (6) Tottenham Hotspur 5 2 1 2 7:6 +1 7
10. (10) Hull City 5 1 3 1 7:7 0 6 West Ham Utd. – FC Liverpool 3:1 (2:1)
11. (8) FC Liverpool 5 2 0 3 7:8 -1 6 West Ham: Adrian – Demel (61. Jenkinson),
12. (9) Manchester United 5 1 2 2 9:8 +1 5 Tomkins, W. Reid, Cresswell – Noble, Kouyaté, Geknickt: ManUniteds Trainer
Song (69. M. Amalfitano) – Sakho, Downing,
13. (14) Stoke City 5 1 2 2 4:5 -1 5 Louis van Gaal verlor erneut.
E. Valencia (76. Collins) – Trainer: Allardyce
14. (11) FC Everton 5 1 2 2 11:13 -2 5
Liverpool: Mignolet – Javi Manquillo (22. Sakho),
15. (17) Crystal Palace 5 1 2 2 8:10 -2 5 Skrtel, Lovren, Alberto Moreno – Gerrard – Lucas
ManUnited: Historische Pleite
16. (19) West Bromwich Albion 5 1 2 2 3:7 -4 5 (46. Lallana), Henderson – Sterling – Borini (75. Das Mini-Revival von Manchester
17. (15) AFC Sunderland 5 0 4 1 5:6 -1 4 Lambert), Balotelli – Trainer: Rodgers United hat sich nach einer pein-
18. (16) Queens Park Rangers (N) 5 1 1 3 3:11 -8 4 Tore: 1:0 W. Reid (2.), 2:0 Sakho (7.), 2:1 Sterling lichen Auswärtsniederlage schon
19. (18) FC Burnley (N) 5 0 3 2 1:4 -3 3 (26.), 3:1 M. Amalfitano (88.) – SR: Pawson – wieder erledigt. Dem 4:0-Sieg
20. (20) Newcastle United 5 0 3 2 5:11 -6 3 Zuschauer: 34 977 gegen QPR folgte ein 3:5 beim
Aufsteiger Leicester. Eine histori-
Leicester City – ManUnited 5:3 (1:2) sche Niederlage für Trainer Louis
QP Rangers – Stoke City 2:2 (1:1)
5. SPIELTAG QPR: Green – Isla, Caulker, Ferdinand, Traoré –
Leicester City: Schmeichel – de Laet, Morgan,
Moore, Konchesky – Hammond, Drinkwater,
van Gaal und seine Mannen,
denn noch nie hatte United in der
Mutch (50. K. Henry), Barton (34. M. Phillips), Cambiasso (71. King) – Ulloa, Nugent (75. M. Premier League nach einem Zwei-
QP Rangers – Stoke City 2:2 (1:1) Fer, Kranjcar – Vargas (70. Zamora), Austin – Trai- James), Vardy (85. Schlupp) – Trainer: Pearson
ner: Redknapp
Tore-Vorsprung (hier ein 3:1)
Aston Villa – FC Arsenal 0:3 (0:3) ManUnited: de Gea – Rafael da Silva, Evans verloren. Das Match offenbar-
FC Burnley – AFC Sunderland 0:0 Stoke: Begovic – Bardsley, Shawcross, Wilson, (30. Smalling), Blackett, Rojo – Blind – Ander
te, was nach den merkwürdigen
Newcastle Utd. – Hull City 2:2 (0:0) Pieters – Whelan – N’Zonzi, Adam (70. Sidwell) – Herrera, di Maria (76. Mata) – Rooney – van Per-
Diouf, Moses (79. Arnautovic) – Crouch – Trai- sie, Falcao (72. Januzaj) – Trainer: van Gaal Einkäufen (Falcao kam, aber kein
Swansea City – Southampton 0:1 (0:0) defensiver Hochkaräter) zu er-
West Ham Utd. – FC Liverpool 3:1 (2:1) ner: Hughes Tore: 0:1 van Persie (13.), 0:2 di Maria (16.),
Tore: 0:1 Diouf (11.), 1:1 Caulker (42.), 1:2 1:2 Ulloa (17.), 1:3 Ander Herrera (57.), 2:3 warten war: Vorne präsentierten
Leicester City – Manchester Utd. 5:3 (1:2) sich Angel di Maria und Co. Welt-
Crouch (51.), 2:2 Kranjcar (88.) – SR: Atkinson – Nugent (62., FE), 3:3 Cambiasso (64.), 4:3
Tottenham Hotspur – West Brom 0:1 (0:0) Vardy (79.), 5:3 Ulloa (83., FE) – SR: Clat- klasse, hinten katastrophal.
Zuschauer: 16 163
FC Everton – Crystal Palace 2:3 (1:1) tenburg – Zuschauer: 31 784 – Rote Karte:
Manchester City – FC Chelsea 1:1 (0:0) Blackett (83., Notbremse)
Liverpool: Es läuft weiter nicht
Aston Villa – FC Arsenal 0:3 (0:3)
Villa: Guzan – Hutton, Senderos, Clark, Cissokho – Man könnte es sich einfach ma-
Tottenham H. – West Brom 0:1 (0:0)
Cleverley, Sanchez (86. Bacuna), Delph – Wei- chen und sagen, dass Liverpool
6. SPIELTAG mann (46. Grealish), Richardson (77. N’Zogbia) –
Tottenham: Lloris – Dier, Kaboul, Chiriches, Rose – mit nur zwei Siegen aus fünf
Samstag, 27. September (16 Uhr) Capoue (76. Lennon), Dembelé (61. Paulinho) –
Agbonlahor – Trainer: Lambert Lamela, Eriksen, Chadli (61. Soldado) – Adeba- Spielen gestartet ist, weil man
FC Liverpool – Everton (13.45) (4:0, 3:3) erstmals seit 2009 wieder inter-
Arsenal: Szczesny – Chambers, Mertesacker, yor – Trainer: Pochettino
FC Chelsea – Aston Villa (2:1, 0:1) Koscielny, Gibbs – Ramsey (78. Wilshere), national am Ball ist. Doch damals
Crystal Palace – Leicester City ( - , - ) West Brom: Foster – Wisdom, C. Dawson,
Arteta – Oxlade-Chamberlain (78. Rosicky), Özil, Lescott, Pocognoli – J. Morrison, C. Gardner – gab es neun Punkte, und mit zwei
Hull City – Manchester City (0:2, 0:2) Santi Cazorla – Welbeck (78. Podolski) – Trainer: Dorrans, Sessegnon (90./+1 Anichebe), Brunt – Zählern war man in den vergan-
Manchester Utd. – West Ham (3:1, 2:0) Wenger Berahino – Trainer: Irvine genen fünf Jahren 2012 sogar
FC Southampton – QP Rangers ( - , - ) Tore: 0:1 Özil (32.), 0:2 Welbeck (34.), 0:3 Tor: 0:1 J. Morrison (74.) – SR: Friend – noch schlechter. Nein, Liverpool
Sunderland – Swansea City (1:3, 0:4) Cissokho (36., ET) – SR: Jones – Zuschauer: Zuschauer: 35 861 verlor 1:3 bei West Ham United,
FC Arsenal – Tottenham (18.30) (1:0, 1:0) 40 013
weil Luis Suarez noch nicht er-
Sonntag, 28. September (17 Uhr) FC Everton – Crystal Palace 2:3 (1:1) setzt ist, Daniel Sturridge verletzt
West Bromwich – FC Burnley ( - , - ) FC Burnley – AFC Sunderland 0:0 Everton: Howard – Stones (64. Mirallas), Jagi- fehlt und Mario Balotelli bis auf
Montag, 29. September (21 Uhr) Burnley: Heaton – Trippier, M. Duff, Shackell, elka, Distin (84. Gibson), Baines – J. McCarthy, die Vorlage zum 1:2 nur bei einem
Stoke City – Newcastle Utd. (1:0, 1:5) Mee – Arfield, Marney, D. Jones (86. Wallace), Barry, Osman – Atsu (64. Naismith), Lukaku,
Streit mit Keeper Adrian auffiel.
Boyd (90./+2 S. Reid) – Jutkiewicz, Sordell (63. Eto’o – Trainer: Martinez
Barnes) – Trainer: Dyche Palace: Speroni – Kelly, Dann, Delaney, Ward –
McArthur (84. Guedioura), Jedinak – Puncheon,
Wanyama: Ein besonderes Tor
TORJÄGER Sunderland: Mannone – Vergini, O’Shea, Brown,
Ledley, Bolasie (87. Fryers) – Campbell (86. Beim 1:0 Southamptons in
7 (–) Diego Costa (FC Chelsea) van Aanholt – Cattermole – Larsson (67. Jordi
Gomez), Rodwell, A. Johnson (67. Altidore), Giac- Doyle) – Trainer: Warnock Swansea (mehr als 50 Minuten
5 (2) Ulloa (Leicester City) cherini (73. Buckley) – Wickham – Trainer: Poyet Tore: 1:0 Lukaku (9.), 1:1 Jedinak (30., FE), 1:2 in Unterzahl) schlug Victor Wan-
3 (–) Naismith (FC Everton) Campbell (54.), 1:3 Bolasie (69.), 2:3 Baines yama im doppelten Sinne spät zu:
SR: Taylor – Zuschauer: 20 026
3 (1) Jelavic (Hull City) (83., FE) – SR: Oliver – Zuschauer: 37 574 Erst in der 80. Minute fiel das 1:0,
3 (1) Sterling (FC Liverpool) vor allem aber war er nach mehr
3 (–) Aguero (Manchester City) Newcastle Utd. – Hull City 2:2 (0:0) Manchester City – FC Chelsea 1:1 (0:0) als 22 Jahren der erste Kenianer,
3 (–) Pelle (FC Southampton) Newcastle: Krul – Janmaat, Williamson, Coloc-
ManCity: Hart – Zabaleta, Kompany, Mangala, der in der Premier League traf.
3 (–) Schneiderlin (FC Southampton) cini, Dummett – Tioté (85. Sa. Ameobi) – Sissoko, Kolarov (78. Lampard) – Milner, Fernandinho
Gouffran (90./+4 Ayoze Perez) – Colback – (73. Jesus Navas), Yaya Touré, Silva – Dzeko (70.
3 (–) Dyer (Swansea City) Riviere (69. Cissé), Cabella – Trainer: Pardew Hughes: Rekordmarke winkt
3 (–) Chadli (Tottenham Hotspur) Sagna), Aguero – Trainer: Pellegrini
Hull: McGregor – El-Mohammadi, M. Dawson,
Die Mannschaft von Mark
Chelsea: Courtois – Ivanovic, Cahill, Terry, Hughes, Stoke City, kann nach
C. Davies, Robertson (88. Rosenior) – Livermore, Azpilicueta – Fabregas, Matic – Ramires (63.
Huddlestone – Diamé, Hernandez (56. Aluko), Schürrle), Willian (63. Mikel), Hazard – Diego dem 2:2 in London gegen QPR am
Quinn – Jelavic (81. Meyler) – Trainer: Bruce Costa (86. Drogba) – Trainer: Mourinho 4. Oktober den eigenen Rekord
Tore: 0:1 Jelavic (48.), 0:2 Diamé (68.), 1:2 Tore: 0:1 Schürrle (71.), 1:1 Lampard (85.) – von sechs Auswärtsspielen in Fol-
Cissé (73.), 2:2 Cissé (87.) – SR: Swarbrick – SR: Dean – Zuschauer: 45 602 – Gelb-Rote ge ohne Niederlage egalisieren.
Zuschauer: 49 119 Karte: Zabaleta (66.) Dann geht es nach Sunderland.
56 SPANIEN

Fotos: Getty Images/Ramos, imago/Marca


Verrückte Zahlen: James und Cristiano Ronaldo feiern den Kantersieg in der Liga. Florentino Perez legt Neues aus der Finanzabteilung dar.

Jetzt schlägt’s 13
AU S S PA N I E N B E R I C H T E T
P E T E R S C H WA R Z - M A N T E Y

S
ind die Zahlen, die derzeit aus
Madrid vermeldet werden, ga-
laktisch, königlich – oder ein-
fach nur verrückt? Das ist wohl Ge-
schmackssache. Fakt ist: Beim 8:2
bei Aufsteiger Deportivo La Coruna
gelang Real Madrid am Samstag der
Fünf Toren in der Königsklasse ließ REAL MADRID den höchsten
höchste Auswärtssieg in der Ver- Auswärtssieg seiner Liga-Historie folgen: 8:2 in La Coruna. Am
einsgeschichte (bislang ein 7:1 1987
in Saragossa). Vor allem in Halbzeit
Sonntag gab’s diese Zahlen: Rekordumsatz und Rekordschulden.
zwei, in der die Madrilenen zuletzt
gegen Atletico (1:2) und San Sebas- celotti reagierte – und analysierte: der Derby-Pleite gegen Atletico in di Marias (75 Millionen Euro) zu
tian (2:4) ganz und gar nicht könig- „Beim Stand von 3:1 war das Spiel der Kritik stand und schon beim ManUnited erscheint so in neuem
lich eingebrochen waren, ließ es noch lange nicht gewonnen, Asier 5:1 gegen Basel in der Champions Licht. Die Möglichkeit, den Gürtel
Real mit fünf Toren richtig krachen. Illarramendi hat uns dann Gleich- League die Argumente fand, war enger zu schnallen und auf neue
Am Ende hatte Cristiano Ronal- gewicht gegeben und wir hatten zufrieden: „13 Tore in zwei Spielen Stars wie James und Kroos zu ver-
do drei Tore erzielt, Gareth Bale wieder die Kontrolle.“ sind eine gute Reaktion, denke ich.“ zichten, scheut der von Titeln und
sowie der eingewechselte „Chicha- Und den perfekten Tore-Sturm 13 schlug es am Sonntag auch Marketingmillionen begeisterte
rito“ Hernandez je zwei, der über- entfesselt – bezeichnenderweise in Sachen Zahlen der Finanzabtei- Baulöwe Perez grundsätzlich wie
ragende James Rodriguez eins. Und ohne den zusätzlichen defensiven lung. Bei einem Markenwert von der Teufel das Weihwasser. Nun
Trainer Carlo Ancelotti war viel- Mittelfeldmann „Illarra“ geopferten über 2,5 Milliarden Euro und ei- erklärte er: „2013/14 war mit der
leicht das Licht aufgegangen, das Karim Benzema. Ob der Franzose nem Rekordumsatz von 2013/14 Decima ein magisches Jahr, aber
den nach Xabi Alonsos Abgang ge- in Zukunft öfter draußen bleibt? 604 Millionen Euro (die Transferbi- wir wollen jetzt die Undecima.“ Also
suchten Weg zu neuen Titeln wei- Kaum zu glauben, Ancelotti hatte lanz eingerechnet 550 Millionen) ist den elften Titel in der Königsklas-
sen könnte: Denn nach Depors An- Benzema und Kroos zuletzt noch Real finanzstärkster Klub der Welt. se. Das hätte auch der verstorbene
schlusstor per Handelfmeter (von demonstrativ gelobt, Luka Modric Dennoch aber hat der Verein Alfredo di Stefano so gewollt.
Sergio Ramos verschuldet) kam und Gareth Bale aber hätten sich mehr Schulden denn je. Wie schon Bei so viel Anspruch bleibt als
Real mit Weltmeister Toni Kroos wie zu verbessern. Was beide gegen De- vor der Jahreshauptversammlung einziger Ausweg: noch höhere Ein-
zuletzt mächtig unter Druck. An- portivo taten. Ancelotti, der nach durchsickerte, drücken den Klub nahmen. Wohl aus Tausend und
Verbindlichkeiten von 602 Millio- einer Nacht. Rund 500 Millionen
nen Euro, 61 Millionen mehr als Euro Einnahmen für die Namens-
Umsatz: Real Madrid seit Jahren top im Vorjahr. 361 Millionen davon rechte am Bernabeu-Stadion sol-
werden im nächsten Jahr fällig. len in den kommenden 20 Jahren
Vorneweg: Nicht nur, weil Real am Sonntag als erster der Top-4 den Umsatz 2013/14
Was angesichts des Markenwertes angeblich aus Abu Dhabi fließen –
vorstellte. Auch zahlenmäßig lagen die Madrilenen in vergangenen Jahren stets vorne.
zwar grundsätzlich zu stemmen ist, wie Reals Fußballtempel, dessen
Umsatz

500 Mio. Euro aber laut Ökonomie-Experten zur geplanter Umbau ab 2015 (bis 2018)
Umwandlung in eine Aktiengesell- derzeit vom Obersten Gerichtshof
schaft führen könnte. Was bei Real per einstweiliger Verfügung ge-
400 Mio. Euro
wiederum niemand möchte. Den stoppt wird, genau heißen wird, ist
Quelle: Deloitte kickerinfografik

Delegierten erklärte Präsident Flo- noch unklar. Der bei den Klubmit-
300 Mio. Euro rentino Perez: „Wir sind seit zehn gliedern umstrittene Deal scheint
Jahren der Klub mit den höchsten unausweichlich, allein schon um
Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Einnahmen, dieser Weg erlaubt das Bauprojekt zu finanzieren. Was
Real Madrid 366 Mio. 401 Mio. 439 Mio. 480 Mio. 513 Mio. 519 Mio. uns, weiter uns selbst zu gehören.“ wohl der legendäre Santiago Berna-
Manchester United 325 Mio. 327 Mio. 350 Mio. 367 Mio. 396 Mio. 424 Mio. Auch Transfereinnahmen gehö- beu dazu sagen würde? Insider mei-
FC Barcelona 309 Mio. 366 Mio. 398 Mio. 451 Mio. 483 Mio. 483 Mio.
Bayern München 295 Mio. 290 Mio. 323 Mio. 321 Mio. 368 Mio. 433 Mio. ren zum Real-Geschäft – der von nen: Er hätte es genauso gemacht.
den Fans kritisierte Transfer Angel Jetzt schlägt’s 13.
kicker, 22. September 2014 57

Celta: Sergo Alvarez – Hugo Mallo, Cabral,


Primera Division Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt.
Fontas, Planas – Alex Lopez (46. Nolito),
Radoja, Krohn-Dehli (89. Jonny Castro) –
SZENE SPANIEN
1. (1) FC Barcelona 3 3 0 0 6:0 +6 9 Orellana, Larrivey, Hernandez (71. Sergi
2. (4) Atletico Madrid (M) 4 2 2 0 6:4 +2 8 Gomez) – Trainer: Berizzo
3. (6) FC Granada 4 2 2 0 4:2 +2 8
4. (2) FC Valencia 3 2 1 0 7:2 +5 7 Tore: 0:1 Hernandez (19.), 1:1 Miranda (31.),
5. (8) FC Villarreal 4 2 1 1 6:3 +3 7 2:1 Godin (41.), 2:2 Nolito (53., FE) – SR:
6. (3) FC Sevilla 3 2 1 0 5:2 +3 7 Martinez Munuera – Zuschauer: 47 000

Foto: picture-alliance
7. (13) Real Madrid (P) 4 2 0 2 13:8 +5 6
8. (5) Celta Vigo 4 1 3 0 8:6 +2 6 Espanyol – FC Malaga 2:2 (1:0)
9. (14) SD Eibar (N) 4 2 0 2 4:3 +1 6 Espanyol: Casilla – Javi Lopez, Colotto,
10. (17) UD Almeria 4 1 2 1 4:4 0 5 Alvaro Gonzalez, Victor Alvarez – Victor San-
11. (11) FC Malaga 4 1 2 1 3:5 -2 5 chez, Canas – Vazquez, Sergio Garcia (89.
12. (7) Real Sociedad San Sebastian 4 1 1 2 7:7 0 4 Raul Rodriguez), Montanes (46. Stuani) – Ausgleich gegen Atletico: Vigos
13. (10) FC Elche 4 1 1 2 4:8 -4 4 Caicedo (61. Salva Sevilla) – Tr.: Gonzales Nolito schockt den Meister.
14. (9) Deportivo La Coruna (N) 4 1 1 2 6:12 -6 4 Malaga: Kameni – Rosales, Sergio San-
15. (12) Athletic Bilbao 4 1 0 3 3:4 -1 3 chez, Weligton, Antunes – Ignacio Camacho, Standards zu wenig für Atletico
16. (15) FC Getafe 3 1 0 2 2:5 -3 3 Darder – Ricardo Horta (81. Samu Castillejo), Ein Elfmeter von Nolito, ein Ha-
17. (18) FC Cordoba (N) 3 0 2 1 2:4 -2 2 Luis Alberto (67. Duda), Juanmi – Santa Cruz ckentor von Pablo Hernandez,
18. (16) Rayo Vallecano 4 0 2 2 6:9 -3 2 (46. Amrabat) – Trainer: Javi Gracia ein überragender Torwart Sergio
19. (19) Espanyol Barcelona 4 0 2 2 5:8 -3 2 Alvarez: Celta ist nach dem 2:2
Tore: 1:0 Caicedo (16.), 1:1 Ignacio
20. (20) UD Levante 3 0 1 2 0:5 -5 1 bei Atletico Madrid noch unbe-
Camacho (53.), 2:1 Stuani (88.), 2:2 Duda
siegt. Dessen Kapitän Gabi: „Vigo
(90./+3) – SR: I. Iglesias Villanueva –
schoss einmal aufs Tor, hat aber
Dep. La Coruna – Real Madrid 2:8 (0:3) Zuschauer: 12 600
3. SPIELTAG La Coruna: Lux – Laure, Sidnei, Diakité,
zweimal getroffen.“ Dem starken
2:1 im Derby gegen Real vor einer
Luisinho – Alex, Medunjanin – Juanfran (46. Real Sociedad – UD Almeria 1:2 (0:1)
Woche folgte damit nach dem 2:3
FC Elche – SD Eibar 0:2 (0:2) Juan Dominguez), Farina (74. Toché), Real Sociedad: Zubikarai – Zaldua (71. in der Champions League in Pi-
Dep. La Coruna – Real Madrid 2:8 (0:3) Cuenca – Helder Postiga (46. Ivan Cavaleiro) – Carlos Martinez), Elustondo, Inigo Martinez,
Trainer: Fernandez räus die nächste Enttäuschung.
Athletic Bilbao – FC Granada 0:1 (0:1) de la Bella – Markel Bergara (68. Ruben Atleticos Treffer gegen Vigo durch
Atletico Madrid – Celta Vigo 2:2 (2:1) Real: Casillas – Arbeloa,Varane, Sergio Ramos, Pardo), Granero – Vela, Xabi Prieto, Canales
Marcelo – Modric (71. Isco), Kroos, James –
Miranda und Godin erhöhten die
Espanyol – FC Malaga 2:2 (1:0) (60. Chori Castro) – Agirretxe – Tr.: Arrasate Quote der aus Standards erzielten
Real Sociedad – UD Almeria 1:2 (0:1) Bale (77. Hernandez), Benzema (59. Illarra-
mendi), Cristiano Ronaldo – Trainer: Ancelotti Almeria: Ruben – Ximo, dos Santos, Trujillo, Ligatore beim Meister: Von sechs
FC Villarreal – Rayo Vallecano 4:2 (1:2) sind es nun fünf. Mario Mandzu-
Tore: 0:1 Cristiano Ronaldo (29.), 0:2 James Dubarbier – Azeez, Verza, Thomas – Zongo,
FC Cordoba – FC Sevilla * kic, der in Piräus einen Nasen-
(36.), 0:3 Cristiano Ronaldo (41.), 1:3 Hemed (81. Fran Velez), Edgar Mendez (76.
UD Levante – FC Barcelona * beinbruch erlitt, fiel aus.
Medunjanin (51., HE), 1:4 Bale (66.), 1:5 Thievy) – Trainer: Francisco Rodriguez
Montag, 22. September (20.45 Uhr):
Bale (74.), 1:6 Cristiano Ronaldo (78.), Tore: 0:1 de la Bella (30., ET), 0:2 dos
FC Getafe – FC Valencia (0:1, 3:1) Uche spielt, Vietto trifft
2:6 Toché (84.), 2:7 Hernandez (88.), 2:8 Santos (51.), 1:2 Chori Castro (85.) – SR:
*) Bei Redaktionsschluss nicht beendet Hernandez (90./+2) – SR: Perez Montero – Gegen Rayo konnte Villarreal
Estrada Fernandez – Zuschauer: 18 000 –
Zuschauer: 27 685 Gelb-Rote Karte: Dubarbier (79.) doch auf Ikechukwu Uche zu-
rückgreifen, der sich in Glad-
FC Elche – SD Eibar 0:2 (0:2)
5. SPIELTAG FC Villarreal – Rayo Vallecano 4:2 (1:2) bach bei seinem 1:1 am Knöchel
Elche: Tyton – Suarez, Roco, Lomban, verletzt hatte. Uche spielte fast
Dienstag, 23. September (20 Uhr) Albacar – Mosquera, Adrian Gonzalez Villarreal: Sergio Asenjo – Rukavina,
Real Madrid – FC Elche (3:0, 2:1) durch, die Tore schossen ande-
(59. Victor Rodriguez) – Garry Rodrigues Musacchio, Gabriel Paulista, Adrian Marin –
Celta Vigo – La Coruna (22.00) ( - , - ) (77. Alvaro), Coro (46. Cristian), Fajr – Jona- re: Erst Rayos Kakuta und Bueno,
Espinosa (58. Luciano Vietto), Manu Trigueros
Mittwoch, 24. September (20 Uhr) thas – Trainer: Fran Escriba dann kam der Gegenschlag: Espi-
(67. J. dos Santos), Bruno Soriano, Cani –
UD Almeria – Atletico Madrid (2:0, 2:4) nosa, Musacchio und zweimal Vi-
Eibar: Xabi Irureta – Eneko Boveda, Raul Cheryshev, Uche (86. Moreno) – Tr.: Marcelino
SD Eibar – FC Villarreal ( - , - ) Albentosa, Raul Navas, Abraham (49. Lillo) – etto machten das 4:2 perfekt.
Rayo Vallecano – Athletic Bilbao (0:3, 1:2) Rayo: C. Alvarez – Tito, Zé Castro, Morcillo
Jon Errasti, Dani Garcia – Ander Capa, Arrua-
Sevilla – R. Sociedad (22.00) (1:0, 1:1) barrena, Saul (82. Piovaccari) – Angel (66. (66. Quini), Insua – Raul Baena, Trashorras – „Ich will doch nur spielen“
FC Granada – Levante (22.00) (0:2, 1:0) Javi Lara) – Trainer: Garitano Lica, Bueno (74. Manucho), Kakuta – Bapti- Vor dem Valencia-Spiel an die-
stao (61. wPozuelo) – Trainer: Paco Jemez sem Montag hängt Getafes Pedro
Malaga – FC Barcelona (22.00) (0:1, 0:3) Tore: 0:1 Dani Garcia (3.), 0:2 Raul
Donnerstag, 25. September (20 Uhr) Albentosa (42.) – SR: Jaime Latre – Tore: 0:1 Kakuta (22.), 0:2 Bueno (29.), 1:2 Leon weiter in der Luft. Zwar hat
Espanyol – FC Getafe (0:2, 0:0) Zuschauer: 22 474 Espinosa (33.), 2:2 Musacchio (63.), 3:2 ihm der Verband die von der Liga
FC Valencia – Cordoba (22.00) ( - , - ) Luciano Vietto (74.), 4:2 Luciano Vietto (87.) – verweigerte Lizenz erteilt. Auch
Athletic Bilbao – FC Granada 0:1 (0:1) SR: Prieto Iglesias – Zuschauer: 18 000 die Spielergewerkschaft erklärte:
Athletic: Iraizoz – Iraola, Etxeita, San José, „Die Lizenz ist legal.“ Die Liga be-
Balenziaga – Iturraspe, Moran (54. Mikel streitet dies aber, weil Getafe mit
TORJÄGER Rico) – Susaeta (78. Guillermo), Unai Lopez Leons Gage die für Getafe fest-
5 (3) Cristiano Ronaldo (Real Madrid) (46. Viguera), Iker Muniain – Aduriz – Trainer:
gelegte Gehalts-Obergrenze von
4 (1) Bueno (Rayo Vallecano) Valverde
17 Millionen Euro überschreiten
3 (2) Bale (Real Madrid) Granada: Roberto – Nyom, Babin, Murillo, würde. Pedro Leon: „Ich will doch
3 (–) Orellana (Celta Vigo) Foulquier – Rochina (62. Eddy), Fran Rico,
nur spielen.“ Ob bei Valencia
Yuste, Piti (67. Juan Carlos) – Isaac, Cordoba
(73. Javi Marquez) – Trainer: Caparros Weltmeister Shkodran Mustafi
sein Debüt gibt, war noch unklar.
Tor: 0:1 Cordoba (40.) – SR: Teixeira
ANZEIGE

Vitienes – Zuschauer: 33 000


Erster Auswärtssieg für Eibar
Foto: imago

Atletico Madrid – Celta Vigo 2:2 (2:1) Seinen nach dem Auftakterfolg
Atletico: Moya – Juanfran, Miranda, Godin, gegen San Sebastian zweiten Sieg
Ansaldi – Arda Turan, Gabi, Tiago, Koke – Raul feierte Eibar mit dem 2:0 in Elche.
Jimenez (82. Cerci), Griezmann (68. Raul Zweites Tor in Serie: Gael Kakutas Für den Neuling der erste Aus-
Garcia) – Trainer i. V.: Burgos 1:0 war für Rayo aber zu wenig. wärtssieg in der Ligahistorie.
58 ITALIEN

Vaterfreude: Paul Pogba Mailänder ihr Heil bloß in Herzblut


und Carlos Tevez feiern und Catenaccio, der auch einem
ihre Co-Produktion zum Aufsteiger gut gestanden hätte.
Siegtor von Juventus. Die Gäste agierten aber derart
selbstbewusst, dass die Führung
nur eine Frage der Zeit war. Nach
zwei Chancen des exzellenten Vi-
dal-Ersatzes Roberto Pereyra (der
zuletzt verletzte Ex-Leverkusener
wurde eingewechselt), einem Pfos-
tenschuss von Claudio Marchisio
und Chancen für Fernando Llorente
und Leonardo Bonucci traf Carlo
Tevez nach einem überragenden
Zuspiel von Paul Pogba (71.). Auch
Signor Berlusconi wusste um die
Entscheidung – er verließ das Stadi-
on, als der Argentinier per Schnuller
(obwohl sein Söhnchen Lito Junior

Foto: imago/HochZwei
bereits im Februar geboren wurde)
feierte: „Wollen wir mal sehen, aus
welchem Holz Milan geschnitzt ist“,
hatte der Torschütze vor der Partie
getönt. Danach meinte er nur: „Wir
haben vor niemandem Angst.“

Das Kind geschaukelt


Die neue, leicht zurückgezogene
Position scheint dem 30-Jährigen zu
bekommen – er schoss sein viertes
Tor im vierten Spiel. 2012 waren
sich der AC und Tevez bereits über
einen Wechsel einig, das nötige
Geld blockierte aber der Verbleib
Der Auftritt geriet zur Für Milan bedeutete das Duell Titelverteidiger ist nun mal von Alexandre Pato, damals liiert
mit Juventus tatsächlich eine Juventus, nicht Milan. Das mit Berlusconi-Tochter Barbara.
Demonstration der Art Spiel des Jahres, für die Tu- Match spiegelte dann auch die Dabei hätte Trainer Max Allegri
Stärke: JUVENTUS siegt bei riner eine relativ wichtige Par- aktuelle Konstellation wider. während seiner Milan-Jahre Tevez
tie inmitten von Dutzenden. Denn mit Juves 1:0 setzte sich gut gebrauchen können. Der jetzige
Milan hochverdient 1:0. Milan-Oberhaupt Silvio die klar bessere Mannschaft Juve-Coach wurde mit Pfiffen und
Berlusconi redete von einem durch. Nach den Auftaktsiegen kühlem Händedruck von Milans
AU S I TA L I E N B E R I C H T E T „historischen Treffen“, und die gegen Lazio und Parma suchten die Filippo Inzaghi begrüßt. Den hat-
O L I VE R B I R K N E R Südkurve zeigte eine imposante te Allegri einst in die zweite Reihe
Choreografie. Scudetto und Cham- versetzt, „Superpippo“ stellte dafür
23 von 92 Pflichtspielen bei Milan

A
tmosphärisch sah man sich um pions-League-Pokal flankierte der gewann Juventus, 30 Partien dessen Können infrage. „Der Sieg
Jahre zurückversetzt. Das San Spruch: „Eine Saison des Zorns, um wurden verloren. Insgesamt trafen sich bedeutet für mich keine Revanche“,
Siro platzte vor Erwartung, war wieder zu Größe aufzusteigen“. In beide Teams seit Einführung der Liga merkte Allegri nun an, meinte aber
mit knapp 80 000 ausverkauft. Rela- der vollgepackten Juve-Kurve je- 1929 187-mal (66 Siege Juventus, womöglich das Gegenteil. Inzaghi
tiv rasch machte die Verklärung je- doch hing das Plakat „Gemeinsam 55 Milan, 254:243 Tore). trauerte, man hätte es verpasst, „ein
doch der nüchternen Realität Platz. zur nächsten Meisterschaft“. Wunder zu feiern“.

Bayerns Champions-League-Gegner Roma weiter spitze

Florenzi trifft – und herzt die Oma


1Zurück zum täglich Brot, trug Daniele Conti die Binde. Nachvollziehbar, denn trotz Ro-
wie Roma-Trainer Rudi Garcia Der Sohn der Roma-Ikone Bru- tation war für einige Profis des kom-
den Alltag inmitten der Cham- no Conti geht schon in seine menden Bayern-Gegners das ZSKA-
pions-League-Euphorie mah- 16. Saison und wurde wie ge- Buch noch nicht geschlossen. Die
nend nennt. „Das 5:1 gegen wohnt gellend ausgepfiffen. ersten Treffer im Duell mit Moskau
ZSKA Moskau war eine herrliche Als kleine Gegenleistung traf er fielen binnen zehn Minuten, ähn-
Geschichte. Doch dieses Buch habe gegen keinen Klub häufiger (fünf- lich lief es gegen Cagliari. Alessan-
ich längst geschlossen und wegge- mal). Auch Gästecoach Zdenek dro Florenzi bediente Mattia Destro
legt“, hatte der Franzose vor dem 2:0 Zeman mit jahrelangem Wohnsitz zu dessen erstem Saisontor (11.).
am Sonntag gegen Cagliari gesagt. in der Hauptstadt nennt sich Wahl- Nur Minuten später legte Gervinho
Zeit für eine neue Geschichte Römer und trainierte die Gelbroten Florenzi das 2:0 auf. Der 23-jährige
Foto: Getty Images

beim Bayern-Gegner (21. Oktober) zwischen 1997 und 1999, übernahm waschechte Römer sprintete auf
in der Königsklasse. Eine Geschich- erneut 2012, ehe eine Niederlage die Tribüne und herzte seine Oma.
te, die römischer kaum sein könnte. 2013 zur Entlassung führte – gegen Gegen das Umarmen von Verwand-
Bei der Roma agierte in Daniele de Cagliari. „Wen ich von der Roma ten spricht zwar keine Regel, für
Rossi ein Sohn der Stadt als Kapi- gerne in meinem Team hätte? Un- das Betreten der Ränge gab es aber Bejubelt das 2:0 gegen Cagliari:
tän, wie auch bei den Sarden: Dort gefähr 20 Spieler“, so Zeman. trotzdem Gelb. Romas Alessandro Florenzi
kicker, 22. September 2014 59

AC Chievo – FC Parma 2:3 (1:0)


Serie A Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkt. Chievo: Bardi – Frey, Dainelli, Cesar, Biraghi – SZENE ITALIEN
1. (2) AS Rom 3 3 0 0 5:0 +5 9 Izco (78. Paloschi), Radovanovic (69. Cofie),
Hetemaj – Birsa (73. Botta), Lazarevic – Maxi
2. (2) Juventus Turin (M) 3 3 0 0 4:0 +4 9
Lopez – Trainer: Corini
3. (1) AC Mailand 3 2 0 1 8:6 +2 6
4. (5) Sampdoria Genua 3 1 2 0 3:1 +2 5 Parma: Mirante – Pedro Mendes, Costa,
5. (4) Inter Mailand 2 1 1 0 7:0 +7 4 Lucarelli, Gobbi – Acquah, Lodi (63. Gal-
loppa), Jorquera – Ghezzal (63. M. Coda),
6. (6) Atalanta Bergamo 2 1 1 0 2:1 +1 4
Cassano, Belfodil (78. Rispoli) – Trainer:
(6) Hellas Verona 2 1 1 0 2:1 +1 4
Donadoni
8. (15) CFC Genua 1893 3 1 1 1 2:2 0 4

Foto: liverani
9. (12) AC Cesena (N) 3 1 1 1 3:5 -2 4 Tore: 1:0 Izco (4.), 1:1 Cassano (65.), 1:2
10. (8) Lazio Rom 3 1 0 2 4:4 0 3 M. Coda (75.), 1:3 Cassano (77.), 2:3 Palo-
schi (82.) – SR: Damato – Zuschauer: 5500
11. (9) SSC Neapel (P) 2 1 0 1 2:2 0 3
(9) Udinese Calcio 2 1 0 1 2:2 0 3 Nur Zuschauer: Weltmeister
Genua 1893 – Lazio Rom 1:0 (0:0) Miro Klose beim 0:1 in Genua
13. (19) FC Parma 3 1 0 2 7:8 -1 3
14. (11) AC Chievo 3 1 0 2 3:4 -1 3 Genua 1893: Perin – Antonini (60. Bertolacci),
15. (18) Sassuolo Calcio 3 0 2 1 1:8 -7 2 de Maio, Burdisso – Edenilson, Sturaro, Rin- Lazio verliert ohne Klose
16. (13) US Palermo (N) 2 0 1 1 2:3 -1 1 con, Antonelli – Perotti, Matri (68. Pinilla), So gut wie die Präsidenten-Kum-
Kucka (56. Lestienne) – Trainer: Gasperini pel Enrico Preziosi (CFC Genua)
17. (16) AC Florenz 2 0 1 1 0:2 -2 1
(16) FC Turin 2 0 1 1 0:2 -2 1 Lazio: Berisha – Basta (46. Konko), de Vrij, und Lazios Claudio Lotito verste-
19. (13) Cagliari Calcio 3 0 1 2 2:5 -3 1 Gentiletti (69. Cana), Braafheid – Parolo, hen sich in der Serie A sonst keine
(20) FC Empoli (N) 3 0 1 2 2:5 -3 1 Biglia (45. Ledesma), Lulic – Candreva, Klub-Bosse. Beide erweisen sich
F. Djordjevic, Felipe Anderson – Trainer: Pioli nicht nur kleine Transfergefällig-
Tor: 1:0 Pinilla (87.) – SR: Guida – keiten, wenn Not am Mann ist,
AC Mailand – Juventus Turin 0:1 (0:0) Zuschauer: 18 000 – Gelb-Rote Karte:
3. SPIELTAG Milan: Abbiati – Abate, Rami, Zapata, de Vrij (85.)
sie verbringen auch schon mal
gemeinsam die Sommerferien.
de Sciglio – Poli (76. Fernando Torres), Diesmal genoss nur Preziosi,
AC Cesena – FC Empoli 2:2 (2:0) AS Rom – Cagliari Calcio 2:0 (2:0) denn Genua siegte 1:0 – glücklich,
de Jong, Muntari – Honda (83. Pazzini), Menez,
AC Mailand – Juventus Turin 0:1 (0:0) AS Rom: de Sanctis – Maicon, Manolas, denn Lazio vergab anfangs sechs
El Shaarawy (66. Bonaventura) – Trainer:
AC Chievo – FC Parma 2:3 (1:0) Yanga-Mbiwa, A. Cole – Keita, de Rossi (81. große Chancen und traf durch
Inzaghi
Genua 1893 – Lazio Rom 1:0 (0:0) Emanuelson), Nainggolan – Florenzi (71. Klose-Ersatz Filip Djordjevic die
AS Rom – Cagliari Calcio 2:0 (2:0) Juventus: Buffon – Caceres (34. Ogbonna), Ljajic), Destro (68. Pjanic), Gervinho – Latte. Nach der Gelb-Roten Kar-
Sassuolo – Sampdoria Genua 0:0 Bonucci, Chiellini – Lichtsteiner (83. Romulo), Trainer: Garcia te für Stefan de Vrij (85.) köpfte
Atalanta Bergamo – AC Florenz * Pereyra (76. Vidal), Marchisio, Pogba, Cagliari: Cragno – Pisano (50. Balzano), Mauricio Pinilla zum Sieg ein.
Udinese Calcio – SSC Neapel * Asamoah – Llorente, Tevez – Trainer: Allegri Ceppitelli, Rossettini, Danilo Avelar – Ekdal Weltmeiser Klose blieb auf der
US Palermo – Inter Mailand * Tor: 0:1 Tevez (71.) – SR: Rizzoli – (59. Dessena), Conti, Joao Pedro Galvao – Bank, zuvor war er beim 1:3 gegen
FC Turin – Hellas Verona * Farias (59. Longo), Sau, Ibarbo – Trainer: Milan aus- und beim 3:0 gegen
Zuschauer: 78 681
*) Bei Redaktionsschluss nicht beendet Zeman Cesena eingewechselt worden.
Tore: 1:0 Destro (11.), 2:0 Florenzi (13.) – Letztmals in der Liga getroffen
4. SPIELTAG AC Cesena – FC Empoli 2:2 (2:0) SR: Peruzzo – Zuschauer: 40 977 hat der 36-Jährige am 30. März.
Dienstag, 23. September (20.45 Uhr) Cesena: Leali – Volta, Lucchini, Capelli, Ren-
FC Empoli – AC Mailand ( - , - ) zetti – Giorgi (55. Zé Eduardo), Cascione, Sassuolo – Sampdoria Genua 0:0 Schreck für Mihajlovic
Mittwoch, 24. September (20.45 Uhr) Coppola – Defrel (84. Perico), Marilungo, Sassuolo: Consigli – Vrsaljko, Antei, Acerbi, Schreck für Samp-Coach Sinisa
Cagliari Calcio – FC Turin (2:1, 1:2) Brienza (66. Djuric) – Trainer: Bisoli Peluso – Brighi (77. Biondini), Magnanelli, Mihajlovic vor der Abreise zum
AC Florenz – Sassuolo Calcio (3:4, 1:0) Taider – N. Sansone, Zaza (76. Floccari), Floro 0:0 bei Sassuolo: Ein Mann offen-
Hellas Verona – Genua 1893 (3:0, 0:2) FC Empoli: Sepe – Hysaj, Rugani, Barba,
Flores (88. Chibsah) – Trainer: di Francesco bar geistig Verwirrter schlug ihm
Inter Mailand – Atal. Bergamo (1:2, 1:1) Silva Duarte – Valdifiori – Vecino, Croce (72.
Sampdoria: Viviano – de Silvestri, Silvestre, ins Gesicht, Mihajlovics Sonnen-
Juventus Turin – AC Cesena ( - , - ) D. Moro) – Verdi (87. Aguirre) – Tavano, Puc-
Gastaldello, Regini – Soriano (67. Rizzo), brille ging zu Bruch. Das Match
Sampdoria Genua – AC Chievo (2:1, 1:0) ciarelli (77. Zielinski) – Trainer: Sarri Palombo, Obiang – Gabbiadini (69. G. San- selbst verlief ruhig, mit Nicola
SSC Neapel – US Palermo ( - , - ) Tore: 1:0 Marilungo (30.), 2:0 Defrel (32.), sone), Eder (80. Bergessio), Okaka – Trainer: Sansone (Sassuolo) und Roberto
FC Parma – AS Rom (1:3, 2:4) 2:1 Tavano (55., FE), 2:2 Rugani (72.) – SR: Mihajlovic Soriano standen sich zwei Be-
Donnerstag, 25. September (20.45 Uhr) Gavillucci – Zuschauer: 14 073 SR: di Bello – Zuschauer: 10 000 kannte aus der Zeit in der Bayern-
Lazio Rom – Udinese Calcio (2:1, 3:2) Jugend (2006 bis 2009) gegenüber,
ohne sich unnötig zu schaden.

Cassanos Widmung für Biabiany


Parmas Antonio Cassano widme-
TORJÄGER te seine zwei Tore beim 3:2 bei
3 (–) Menez (AC Mailand) Chievo Teamkollege Jonathan Bi-
3 (–) Icardi (Inter Mailand) abiany. Der muss derzeit wegen
3 (2) Cassano (FC Parma) Herzrhythmusstörungen pausie-
2 (1) Pinilla (CFC Genua 1893) ren. Cassano selbst hatte 2011/12
2 (–) Honda (AC Mailand) nach einer Herzoperation fünf
2 (–) Osvaldo (Inter Mailand) Monate aussetzen müssen.
2 (1) Tevez (Juventus Turin)
Foto: picture-alliance

2 (–) di Natale (Udinese Calcio) Galgenhumor bei Empoli


Im Duell der Aufsteiger verspielte
Cesena beim 2:2 gegen Empoli
ein 2:0. Gästecoach Maurizio Sarri
feierte den ersten Serie-A-Zähler:
Matchwinner: Antonio Cassano trifft beim 3:2-Sieg Parmas bei Chievo „Jetzt schließe ich wenigstens
doppelt. Hier kommt Dario Dainelli vor dem 1:1 zu spät. nicht mit null Punkten ab.“
60 INTERNATIONAL kicker, 22. September 2014

UEFA Youth League 8. Mord. Saransk (N) 8 7:7 11 Basaksehir - Trabzonspor Mo. 3. 1. FC Slovacko 8 19:10 14 9. NK Osijek 9 8:13 8
Gruppe F, Ergebnis vom Donnerstag: 9. Rubin Kasan 8 8:11 10 Bursaspor - Besiktas Mo. 4. FK Gablonz 8 12:8 14 10. Slaven Belupo 9 6:20 7
Ajax Amsterdam - Paris SG 6:1 10. Lok Moskau 8 7:7 9 1. Akhisar BGS 3 6:4 7 5. FK Mlada Boleslav 8 11:6 13
11. FK Ufa (N) 8 5:9 7 2. Kasimpasaspor 3 5:4 5 6. Bohemians 1905 8 12:12 13
1. Ajax Amsterdam 1 6:1 3 12. Amkar Perm 7 5:10 7 3. Genclerbirligi Ankara 3 4:3 4 7. Zbrojovka Brünn 8 11:8 12 Polen
2. FC Barcelona 1 3:0 3 13. Ural Jekaterinburg 8 6:13 4 8. Slavia Prag 8 13:12 12 Slask Breslau - Korona Kielce 1:0
3. APOEL Nikosia 1 0:3 0 Gaziantepspor 2 4:3 4 Lechia Danzig - Pogon Stettin 0:1
14. Torpedo Moskau (N) 7 6:20 4 Mersin I. Y. (N) 3 4:3 4 9. FK Teplitz 8 10:8 11
4. Paris St. Germain 1 1:6 0 15. FK Rostow (P) 8 9:27 4 10. Banik Ostrau 8 5:12 11 Piast Gleiwitz - Cracovia Krakau 4:2
6. Fenerbahce (P) 2 3:2 4 Bielsko-Biala - Gornik Zabrze 0:3
16. Arsenal Tula (N) 8 2:15 1 Konyaspor 3 3:2 4 11. Dukla Prag 8 5:9 9
Lech Posen - Zawisza Bydgoszcz 6:2
Portugal 8. Besiktas 2 2:1 4 12. Slovan Liberec 8 11:9 8
Ruch Chorzow - GKS Belchatow 0:1
Guimaraes - Pacos Ferreira 1:1 9. Galatasaray (M) 3 2:2 4 13. Dynamo Budweis (N) 8 7:14 8
Niederlande 10. Eskisehirspor 3 2:3 4 14. FC Hradec Kralove (N) 8 4:14 6 Wisla Krakau - Legia Warschau *
FC Penafiel - Vitoria Setubal 2:0 Willem II - NAC Breda 2:1 Gornik Leczna - Jagiellonia Mo.
Nac. Funchal - Sporting Braga 1:1 11. Balikesirspor (N) 3 3:4 3 15. 1. FK Pribram 8 8:18 5
Excelsior - FC Dordrecht 1:1 12. Bursaspor 2 2:3 3 16. Vysocina Jihlava 8 4:11 4 1. Wisla Krakau 8 18:9 18
Belenenses - Maritimo 1:0 ADO Den Haag - Go Ahead Eagles 1:1 2. Gornik Zabrze 9 16:6 17
Rio Ave - FC Arouca 1:2 13. Basaksehir FK (N) 2 1:1 2
Vitesse Arnhem - Heerenveen 1:1 3. Legia Warschau (M) 8 19:8 16
Benfica - Moreirense FC * Heracles Almelo - FC Twente 1:4
14. Trabzonspor 2 0:0 2 Dänemark 4. GKS Belchatow (N) 9 9:4 16
Gil Vicente - Sporting * 15. Erciyesspor 3 3:4 2 Randers FC - Silkeborg IF 1:0
Feyenoord - Ajax Amsterdam 0:1 Sivasspor 3 3:4 2 5. Slask Breslau 9 14:12 16
FC Porto - Boavista Porto * PSV Eindhoven - SC Cambuur 4:0 Hobro IK - Esbjerg fB 1:1 6. Lech Posen 9 17:10 13
Acad. Coimbra - GD Estoril Praia Mo. 17. Rizespor 3 2:4 2 Odense BK - SönderjyskE 1:1
AZ Alkmaar - PEC Zwolle 1:0 18. K. Karabükspor 3 3:5 1 7. P. Bielsko-Biala 9 14:13 13
1. Vitoria Guimaraes 5 11:3 11 FC Utrecht - FC Groningen 1:0 FC Kopenhagen - Bröndby IF 1:0 8. Pogon Stettin 9 14:14 13
2. FC Rio Ave 5 13:4 10 Nordsjaelland - FC Midtjylland * 9. Jagiellonia Bialystok 8 12:13 13
1. PSV Eindhoven 6 19:6 15 FC Vestsjaelland - Aalborg BK Mo.
3. Benfica Lissabon (M,P) 4 9:1 10 2. Ajax Amsterdam (M) 6 11:8 12 Griechenland 10. Lechia Danzig 9 14:13 12
4. FC Porto 4 7:1 10 3. PEC Zwolle (P) 6 10:7 12 Skoda Xanthi - Levadiakos 2:0 1. FC Midtjylland 7 16:8 18 11. Piast Gleiwitz 9 11:12 12
5. CF Belenenses 5 8:6 10 4. SC Heerenveen 6 9:5 11 OF Iraklion - Atromitos 1:0 2. Randers FC 8 9:7 16 12. Gornik Leczna (N) 8 14:16 11
6. Maritimo Funchal 5 6:5 9 5. SC Cambuur 6 10:9 11 Olympiakos - AE Veria 3:0 3. Hobro IK (N) 8 13:6 15 13. Cracovia Krakau 9 10:17 8
7. Sporting Braga 5 6:3 8 6. FC Twente 6 10:6 10 Asteras Tripolis - AEL Kallonis 1:0 4. FC Nordsjaelland 7 11:11 13 14. Ruch Chorzow 9 8:14 7
8. FC Arouca 5 4:5 7 7. FC Utrecht 6 6:7 10 AO Kerkyra - PAS Ioannina 2:0 5. FC Kopenhagen 8 7:9 11 15. Korona Kielce 9 5:18 4
9. Sporting Lissabon 4 4:3 6 8. Willem II Tilburg (N) 6 9:8 9 Panthrakikos - Panionios Athen 1:0 6. Aalborg BK (M, P) 7 8:6 10 16. Zawisza Bydgoszcz (P) 9 11:27 3
10. Pacos de Ferreira 5 3:5 5 9. AZ Alkmaar 6 8:8 9 Niki Volou - AE Ergotelis 1:4 7. Bröndby IF 8 9:9 10
11. Moreirense FC (N) 4 2:4 5 10. FC Groningen 6 8:10 9 AO Platanias - Panathinaikos * 8. SönderjyskE 8 7:9 8
12. Nacional Funchal 5 5:7 4 11. Excelsior Rotterdam (N) 6 9:10 8 Panetolikos - PAOK Saloniki Mo. 9. Esbjerg fB 8 8:9 7 Serbien
13. GD Estoril Praia 4 5:9 4 10. FC Vestsjaelland 7 10:13 7 OFK Belgrad - FK Vozdovac 1:0
12. NAC Breda 6 8:11 8 1. Olympiakos (M, P) 4 10:2 10 Radnicki Nis - FK Rad 3:0
14. Vitoria Setubal 5 3:10 4 13. ADO Den Haag 6 8:7 6 11. Odense BK 8 9:12 6
2. AE Veria 4 6:6 9 Mladost Lucani - Borac Cacak 2:1
15. FC Penafiel (N) 5 3:9 3 14. Go Ahead Eagles 6 7:9 5 12. Silkeborg IF (N) 8 3:11 3
3. PAOK Saloniki 3 8:1 7 FK Jagodina - Napr. Krusevac 1:1
16. Boavista Porto (N) 4 1:8 3 15. Feyenoord Rotterdam 6 4:6 5 4. AO Kerkyra (N) 4 5:3 7 Roter Stern - FK Novi Pazar 2:0
17. Acad. Coimbra 4 3:5 2 16. FC Dordrecht (N) 6 5:8 5 Schottland
5. AEL Kallonis 4 4:2 7 Cukaricki - FK Donji Srem 1:1
18. FC Gil Vicente 4 3:8 1 17. Vitesse Arnhem 6 8:12 5 Partick Thistle - FC St. Mirren 1:2
6. Atromitos Athen 4 2:1 7 Vojvodina - SZV Subotica 5:2
18. Heracles Almelo 6 4:16 0 7. Panionios Athen 4 5:5 6 Hamilton Acad. - Kilmarnock 0:0 Radn. Kragujevac - Partizan 0:3
Frankreich 8. Asteras Tripolis 4 5:6 6 FC Aberdeen - Ross County 3:0
1. Partizan Belgrad 6 21:4 18
Bordeaux - Evian TG 2:1 9. OF Iraklion 4 2:4 6 Inverness CT - St. Johnstone 2:1
Ukraine 10. Skoda Xanthi 4 6:5 5 FC Dundee - Dundee Utd. 1:4 2. Roter Stern (M) 6 9:0 16
Ol. Marseille - Stade Rennes 3:0 Met. Donezk - Ill. Mariupol 3:0 3. Vojvodina Novi Sad (P) 6 16:6 15
FC Lorient - Stade Reims 0:1 11. PAS Ioannina 4 6:6 5 Celtic - FC Motherwell 1:1
Saporischschja - Worskla Poltawa 0:3 12. Panthrakikos Komotini 4 4:4 5 4. OFK Belgrad 6 9:8 11
FC Metz - SC Bastia 3:1 1. Dundee United 7 16:10 16
Schachtar - Sorja Luhansk 0:1 13. Panathinaikos Athen 3 3:3 4 5. Mladost Lucani (N) 6 8:7 10
FC Nantes - OGC Nizza 2:1 2. Inverness CT 7 10:4 16
Karpaty Lwiw - Met. Charkiw * 14. Platanias Chanion 3 3:5 3 3. Hamilton Acad. (N) 7 11:5 14 6. Spartak ZV Subotica 6 6:6 10
Toulouse FC - SM Caen 3:3 How. Uschhorod - TM Odessa * 7. Cukaricki Belgrad 6 8:6 9
Lille OSC - Montpellier 0:0 15. AE Ergotelis 4 5:8 3 4. Celtic Glasgow (M) 6 13:5 11
Dynamo Kiew - Wolyn Luzk Mo. 16. Panetolikos Agrinio 3 1:2 2 5. FC Kilmarnock 7 7:7 11 8. Borac Cacak (N) 6 6:5 8
RC Lens - AS St. Etienne 0:1 Dnipro - Olimpik Donezk Mo. 9. Donji Srem Pecinci 6 4:7 8
AS Monaco - EA Guingamp 1:0 17. Levadiakos 4 3:6 2 6. FC Dundee (N) 7 6:7 10
1. Sch. Donezk (M) 7 15:2 18 18. Niki Volou (N) 4 2:11 0 7. FC Aberdeen 6 8:6 9 10. FK Novi Pazar 6 7:8 7
Paris SG - Olymp. Lyon * 11. FK Rad Belgrad 6 9:11 7
2. Dnipro Dnipropetrowsk 6 14:3 16 8. FC St. Johnstone (P) 7 5:8 9
1. Olympique Marseille 6 14:6 13 3. Dynamo Kiew (P) 6 11:4 14 12. FK Jagodina 6 7:11 5
2. Girondins Bordeaux 6 12:6 13 Schweiz 9. Partick Thistle 6 10:8 7
4. Worskla Poltawa 7 9:5 11 10. FC Motherwell 7 4:8 7 13. Radnicki Kragujevac 6 1:7 4
3. AS St. Etienne 6 7:6 13 5. Olimpik Donezk (N) 6 5:11 10 1. FC Zürich (P) 8 17:9 19 14. Napredak Krusevac 6 4:9 3
4. Lille OSC 6 6:1 12 11. FC St. Mirren 6 3:10 3
6. Wolyn Luzk 6 7:6 9 2. FC Basel (M) 8 19:12 18 12. Ross County 7 4:19 0 15. Radnicki Nis 6 5:13 3
5. Montpellier HSC 6 5:2 10 7. Tschornom. Odessa 6 8:7 8 3. FC Thun 8 14:12 13 16. FK Vozdovac 6 2:14 0
6. FC Nantes 6 5:5 10 8. Metalurh Donezk 7 9:9 8 4. Young Boys Bern 8 15:11 12
7. Paris St. Germain (M) 5 10:3 9 9. Sorja Luhansk 7 6:7 8 5. FC Aarau 8 10:10 10 Kroatien
8. Stade Rennes 6 8:8 8 6. FC St. Gallen 8 11:13 9 Lok Zagreb - NK Zadar 0:1 Brasilien
10. Metalist Charkiw 6 7:10 7 Ergebnisse vom Donnerstag/Freitag:
9. FC Metz (N) 6 6:6 8 11. Met. Saporischschja 7 5:12 7 7. Grasshoppers 8 8:12 8 Istra Pula - NK Zagreb 1:2
10. SM Caen (N) 6 8:6 7 RNK Split - Hajduk Split 1:1 Cruzeiro - Atl. Paranaense 2:0
12. Karpaty Lwiw 6 5:11 4 8. FC Sion 8 7:11 8
11. FC Lorient 6 6:5 7 Slaven Belupo - NK Osijek 2:0 EC Vitoria - Fluminense 3:1
13. Howerla Uschhorod 6 5:8 3 9. FC Vaduz (N) 8 6:12 6
12. RC Lens (N) 6 6:6 7 10. FC Luzern 8 8:13 5 HNK Rijeka - Dinamo Zagreb * Sport Recife - Internacional 0:0
14. Illitschiwez Mariupol 7 7:18 2 Figueirense FC - Criciuma 1:1
13. Toulouse FC 6 8:10 7 Mittwoch, 24. September (19.45 Uhr): 1. Dinamo Zagreb (M) 8 22:7 22
14. Stade Reims 6 8:11 7 2. HNK Rijeka (P) 8 22:6 21 Botafogo - EC Bahia 2:3
FC Basel - FC Vaduz (Di., 19.45)
15. AS Monaco 6 6:9 7 Belgien FC Thun - FC Luzern (Di., 19.45) 3. Hajduk Split 9 21:15 12 Palmeiras - Flamengo 2:2
16. OGC Nizza 6 6:11 7 RSC Charleroi - Zulte Waregem 2:1 4. NK Zagreb (N) 9 15:15 12 FC Coritiba - FC Sao Paulo 3:1
FC St. Gallen - Grasshoppers Corinthians - AF Chapecoense 1:1
17. Olympique Lyon 5 6:6 6 Mouscron-P. - KRC Genk 1:2 FC Zürich - FC Aarau 5. NK Zadar 9 12:23 11
18. SC Bastia 6 7:10 6 RSC Anderlecht - Cercle Brügge 3:2 6. Lokomotiva Zagreb 9 17:19 10 EC Goias - Atl. Mineiro 2:3
FC Sion - Young Boys (20.30) Gremio - FC Santos 0:0
19. EA Guingamp (P) 6 3:9 6 KV Oostende - KAA Gent 1:3 7. RNK Split 9 10:12 10
20. Evian TG 6 4:15 1 KVC Westerlo - Lierse SK 6:1 8. Istra Pula 9 8:11 8 *) bei Redaktionsschluss nicht beendet
Mittwoch, 24. September (19 Uhr): Waasland-Beveren - Standard 0:2 Österreich
St. Reims - Ol. Marseille (Di., 19.00) FC Brügge - KV Kortrijk * Rapid Wien - Wolfsberger AC 3:0
St. Rennes - Toulouse FC (Di., 21.00) KSC Lokeren - KV Mechelen * SV Ried - Sturm Graz 0:1
SC Bastia - FC Nantes
Evian TG - RC Lens
EA Guingamp - FC Metz
1. RSC Anderlecht (M)
2. KAA Gent
8 16:9 18
8 13:7 16
FC Admira Wacker - SV Grödig
SCR Altach - SC Wr. Neustadt
RB Salzburg - Austria Wien
0:0
2:0
2:3
NEWS
3. KV Oostende 8 12:11 13
Olymp. Lyon - FC Lorient 4. KVC Westerlo (N) 8 19:15 13 1. Wolfsberger AC 9 19:8 21 Israels Nationalteam und is- Partizan Belgrad muss mit
Montpellier - AS Monaco 5. Mouscron-Peruwelz (N) 8 15:11 11 2. RB Salzburg (M, P) 9 33:8 18 raelische Klubs dürfen wie- einer Strafe der UEFA rech-
OGC Nizza - Lille OSC 6. KSC Lokeren (P) 7 8:6 11 3. Rapid Wien 9 16:12 15
SM Caen - Paris SG (21.00) 7. Standard Lüttich 8 16:16 11 4. FC Admira Wacker 9 13:15 12 der Heimspiele austragen. nen. Beim Europa-League-
AS St. Etienne - Bordeaux (Do., 21.00) 8. KRC Genk 8 10:10 11 5. SCR Altach (N) 9 10:14 12 Die UEFA hob die Sperre Spiel gegen Tottenham (0:0)
9. RSC Charleroi 8 10:11 10 6. Sturm Graz 9 12:13 11 auf, die aufgrund der unkla- hatten Fans ein antisemiti-
10. FC Brügge 7 9:8 10 7. Austria Wien 9 13:15 11
Russland 11. KV Mechelen 7 13:13 9 8. SV Grödig 9 11:19 10 ren Sicherheitslage im Land sches Plakat gezeigt.
Arsenal Tula - M. Saransk 0:1 12. Cercle Brügge 8 6:10 9 9. SC Wiener Neustadt 9 12:28 7 beschlossen worden war.
FK Ufa - U. Jekaterinburg 0:1 13. Waasland-Beveren 8 9:10 8 10. SV Ried 9 10:17 6
FK Rostow - Zenit 0:5 Pal Dardai (38) übernimmt
14. KV Kortrijk 7 8:12 7
Kuban Krasnodar - Rubin Kasan 2:1 15. SV Zulte Waregem 8 10:15 6 Brandao (34), Stürmer des Ungarns Nationalteam.
Spartak Moskau - Terek Grosny 1:1 Tschechien
ZSKA Moskau - Lok Moskau 1:0
16. K. Lierse SK 8 7:17 5
Mlada Boleslav - FK Teplitz 3:0
SC Bastia, wurde für sei- Zunächst aber nur bis zum
Amkar Perm - FK Krasnodar Mo. 1. FC Slovacko - Dukla Prag 5:1 nen Kopfstoß gegen Thiago Ende des Jahres, denn er ist
Torp. Moskau - Dyn. Moskau Mo. Türkei Vys. Jihlava - 1. FK Pribram 0:1 Motta (PSG) vom 16. August zudem im Jugendbereich
1. Zenit St. Petersburg 8 26:4 24 Eskisehirspor - Genclerbirligi 0:2 FK Gablonz - Dyn. Budweis 0:0
2. ZSKA Moskau (M) 8 16:5 18 Erciyesspor - Akhisar BGS 1:2 Zbrojovka Brünn - Slovan Liberec 1:0 für sechs Monate gesperrt. von Hertha BSC aktiv.
3. Kuban Krasnodar 8 10:4 18 Mersin I. Y. - Rizespor 2:0 Bohemians 1905 - Slavia Prag 2:0
4. Spartak Moskau 8 13:10 16 Balikesirspor - Galatasaray 2:0 Viktoria Pilsen - Banik Ostrau 2:0
5. Dynamo Moskau 7 18:9 15 Kasimpasa - K. Karabükspor 2:1 Sparta Prag - Hradec Kralove 3:1 Weitere Tabellen finden Sie auf unserer Website unter
6. Terek Grosny
7. FK Krasnodar
8 11:3 15
7 10:5 11
Sivasspor - Konyaspor
Fenerbahce - Gaziantepspor
0:0
*
1. Viktoria Pilsen
2. Sparta Prag (M,P)
8 18:6
8 11:4
17
16
www.kicker.de/tabellen-international
kicker, 22. September 2014 EUROPA LEAGUE 61

EUROPAPOKAL: Deutsch-englischer Vergleich Bor. Mönchengladbach –


FC Villarreal 1:1 (1:0) FC Everton –
VfL Wolfsburg 4:1 (2:0)
Mehr als ein Schönheitsfehler Mönchengladbach: Sommer (2,5) –
Jantschke (3,5), Stranzl (3,5), Alvaro
Everton: Howard (2,5) – Coleman (3,5;
90./+1 Osman/–), Stones (3), Jagielka (3,5),
1Die vergangene Europa- Doch dann gibt es ja noch Dominguez (2,5), Wendt (3,5) – Kramer Baines (2) – Barry (3), J. McCarthy (3) –
cupwoche ließ sich aus Bun- das internationale Unterhaus, (3), Xhaka (3) – Herrmann (3; 74. Tra- McGeady (2,5), Naismith (2,5; 82. Gibson/–),
desligasicht prima an bei den die Europa League: Und da oré/–), Johnson (4,5; 62. Hahn/–) – Hrgota Mirallas (3) – Lukaku (3; 69. Eto‘o/–) –
deutsch-englischen Duellen. sorgte Wolfsburg – durchaus Trainer: Martinez
(4,5; 77. Raffael/–), Kruse (3) – Trainer:
In der Champions League gab mit hohen Zielen in die Sai- Favre Wolfsburg: Benaglio (4) – Jung (5), Naldo
es zwei echte Erfolge (Bayern, son gegangen – für mehr als (4), Knoche (4,5), Rodriguez (4) – Junior
Villarreal: Sergio Asenjo (3,5) – Mario Malanda (5; 46. Hunt/4), Luiz Gustavo (5;
Dortmund) und einen gefühl- nur einen kleinen Schönheits- (3), Musacchio (3), Victor Ruiz (4), Gabriel
ten Sieg, nämlich Schalkes 1:1 in fehler in dieser Bilanz. Denn das 1:4 77. Guilavogui/–) – Caligiuri (5; 61. Bendt-
Paulista (4) – Pina (4; 60. Manu Trigu- ner/–), Arnold (4,5), De Bruyne (4) – Olic (5) –
London gegen Chelsea. Eine sol- in Everton war nicht nur deutlich,
eros/3), Bruno Soriano (3) – Cani (3), Trainer: Hecking
che Bilanz konnte man in drei Ver- sondern kostet auch wichtige Zäh-
Moises Gomez (4) – Cheryshev (3) – Luci- Tore: 1:0 Rodriguez (15., Eigentor, Naismith),
gleichen im Europacup noch nie ler in der Fünfjahreswertung.
ano Vietto (3; 67. Uche/–/73. J. dos San- 2:0 Coleman (45./+1, Kopfball, Baines), 3:0
vorweisen. Viermal gab es bisher Weil auch Gladbach das Heim-
tos/–) – Trainer: Marcelino Baines (47., Linksschuss, Foulelfmeter, Kno-
drei Partien in diesem Länderkampf spiel gegen Villarreal nicht gewann,
binnen einer Woche: 2007 (kein ist der Start in die Europa League Tore: 1:0 Herrmann (21., Linksschuss, che an McGeady), 4:0 Mirallas (89., Rechts-
Sieg, zwei Remis, eine Niederlage), eher misslungen. Es ist und bleibt ohne Vorarbeit), 1:1 Uche (68., Links- schuss, Eto‘o), 4:1 Rodriguez (90./+4, Links-
schuss, Manu Trigueros) – Chancen: 6:5 –  schuss, direkter Freistoß) –  Chancen: 7:4 – 
2006 (ein Sieg, zwei Niederlagen) nicht der Wettbewerb der Bundes-
Ecken: 3:10 – SR: Kruzliak (Slowakei), Note Ecken: 1:8 – SR: Banti (Italien), Note 5, zwei
sowie zweimal 1970 (zweimal je- liga. Zuletzt gewann Schalke 1997 gravierende Fehler: Knoches Foulspiel vor
weils einen Sieg, ein Remis, eine den UEFA-Cup und in den vergan- 4, schwaches Auftreten, aber letztendlich
dem Elfmeter fand außerhalb des Strafraums
Niederlage). Also: Noch nie sah es genen zehn Jahren starteten nur richtig, dass er den Handelfmeter für Glad-
statt, Mirallas erzielte das 4:0 aus einer
so gut aus für die Bundesliga, zu- zweimal (2010, 2005) alle drei deut- bach zurücknahm (89.). –  Zuschauer: Abseitsposition. – Zuschauer: 32 000 – Gelbe
mal alle drei deutschen Champi- schen Starter mit einem Sieg. Nun 39 128 – Gelbe Karte: Pina – Spielnote: Karten: Naismith, Mirallas – Knoche – Spiel-
ons-League-Starter im Vorjahr in sind nur zwei in der Gruppenphase, 3, eine abwechslungs- und temporeiche note: 3, torreich und daher unterhaltsam,
gleicher Konstellation ihre Matches da war die Bundesliga schon besser. Partie, aber ohne die spielerischen Glanz- aber einseitig, da nur Everton sich durch-
gegen City, Arsenal und Chelsea Aber jetzt steht erst mal wieder eine lichter. –  Spieler des Spiels: Alvaro schlagend um Tempo und Treffer bemühte. – 
verloren hatten. englische Woche an, national. tb ö Dominguez Spieler des Spiels: Leighton Baines

EUROPA LEAGUE 2014/15: GRUPPENPHASE, 1. SPIELTAG


Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde (letzte 32). Sind nach Abschluss der Gruppenphase zwei oder mehr Mannschaften punktgleich, so entscheidet über das Weiterkommen:
1. die größere Punktzahl aus den Direktbegegnungen, 2. die Tordifferenz aus den Direktbegegnungen, 3. die größere Anzahl erzielter Tore in den Direktbegegnungen, 4. die größere Anzahl an Auswärtstoren aus
den Direktbegegnungen. Sollten danach immer noch Mannschaften gleich sein, werden die Kriterien 1 bis 4 erneut angewendet. Erst danach entscheidet: 5. die größere Tordifferenz aus allen Gruppenspielen,
6. die größere Anzahl erzielter Tore aus allen Gruppenspielen, 7. der UEFA-Koeffizient. – Weitere Termine: Auslosung Zwischenrunde und Achtelfinale: 15. 12. – Zwischenrunde: 19. und 26. 2. – Achtelfinale: 12.
und 19. 3. – Auslosung Viertelfinale: 20. 3. – Spiele: 16. und 23. 4. – Auslosung Halbfinale: 24. 4. – Spiele: 7. und 14. 5. – Endspiel: 27. 5. in Warschau.

GRUPPE A GRUPPE B GRUPPE C GRUPPE D

Bor. Mönchengladbach – FC Villarreal1:1 FC Brügge – FC Turin 0:0 Partizan Belgrad – Tottenham Hotspur 0:0 RB Salzburg – Celtic Glasgow 2:2
Apollon Limassol – FC Zürich 3:2 FC Kopenhagen – HJK Helsinki 2:0 Besiktas Istanbul – Asteras Tripolis 1:1 Dinamo Zagreb – Astra Giurgiu 5:1
1. Apollon Limassol 1 3:2 3 1. FC Kopenhagen 1 2:0 3 1. Besiktas Istanbul 1 1:1 1 1. Dinamo Zagreb 1 5:1 3
2. B. Mönchengladbach 1 1:1 1 2. FC Brügge 1 0:0 1 Asteras Tripolis 1 1:1 1 2. Celtic Glasgow 1 2:2 1
FC Villarreal 1 1:1 1 FC Turin 1 0:0 1 3. Partizan Belgrad 1 0:0 1 RB Salzburg 1 2:2 1
4. FC Zürich 1 2:3 0 4. HJK Helsinki 1 0:2 0 Tottenham Hotspur 1 0:0 1 4. Astra Giurgiu 1 1:5 0
Donnerstag, 2. Oktober (21.05 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (21.05 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (21.05 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (21.05 Uhr):
FC Zürich – Bor. Mönchengladbach FC Turin – FC Kopenhagen Tottenham Hotspur – Besiktas Istanbul Astra Giurgiu – RB Salzburg
FC Villarreal – Apollon Limassol HJK Helsinki – FC Brügge Asteras Tripolis – Partizan Belgrad Celtic Glasgow – Dinamo Zagreb
GRUPPE E GRUPPE F GRUPPE G GRUPPE H

PSV Eindhoven – GD Estoril Praia 1:0 Qarabag Agdam – AS St. Etienne 0:0 FC Sevilla – Feyenoord Rotterdam 2:0 FC Everton – VfL Wolfsburg 4:1
Panathinaikos Athen – Dyn. Moskau 1:2 Dnipro Dnipropetrowsk – Inter Mailand 0:1 Standard Lüttich – HNK Rijeka 2:0 Lille OSC – FK Krasnodar 1:1
1. Dynamo Moskau 1 2:1 3 1. Inter Mailand 1 1:0 3 1. Standard Lüttich 1 2:0 3 1. FC Everton 1 4:1 3
2. PSV Eindhoven 1 1:0 3 2. Qarabag Agdam 1 0:0 1 FC Sevilla 1 2:0 3 2. FK Krasnodar 1 1:1 1
3. Panathinaikos Athen 1 1:2 0 AS St. Etienne 1 0:0 1 3. HNK Rijeka 1 0:2 0 Lille OSC 1 1:1 1
4. GD Estoril Praia 1 0:1 0 4. Dnipro Dnipropetrowsk 1 0:1 0 Feyenoord Rotterdam 1 0:2 0 4. VfL Wolfsburg 1 1:4 0
Donnerstag, 2. Oktober (21.05 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (21.05 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (19 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (19 Uhr):
Dynamo Moskau – PSV Eindhoven (18.00) AS St. Etienne – Dnipro Dnipropetrowsk HNK Rijeka – FC Sevilla FK Krasnodar – FC Everton (18.00)
GD Estoril Praia – Panathinaikos Athen Inter Mailand – Qarabag Agdam Feyenoord Rotterdam – Standard Lüttich VfL Wolfsburg – Lille OSC
GRUPPE I GRUPPE J GRUPPE K GRUPPE L

SSC Neapel – Sparta Prag 3:1 FC Rio Ave – Dynamo Kiew 0:3 AC Florenz – EA Guingamp 3:0 Metalist Charkiw – Trabzonspor 1:2
Young Boys Bern – Slovan Bratislava 5:0 Steaua Bukarest – Aalborg BK 6:0 PAOK Saloniki – Dinamo Minsk 6:1 Legia Warschau – KSC Lokeren OV 1:0
1. Young Boys Bern 1 5:0 3 1. Steaua Bukarest 1 6:0 3 1. PAOK Saloniki 1 6:1 3 1. Trabzonspor 1 2:1 3
2. SSC Neapel 1 3:1 3 2. Dynamo Kiew 1 3:0 3 2. AC Florenz 1 3:0 3 2. Legia Warschau 1 1:0 3
3. Sparta Prag 1 1:3 0 3. FC Rio Ave 1 0:3 0 3. EA Guingamp 1 0:3 0 3. Metalist Charkiw 1 1:2 0
4. Slovan Bratislava 1 0:5 0 4. Aalborg BK 1 0:6 0 4. Dinamo Minsk 1 1:6 0 4. KSC Lokeren OV 1 0:1 0
Donnerstag, 2. Oktober (19 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (19 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (19 Uhr): Donnerstag, 2. Oktober (19 Uhr):
Slovan Bratislava – SSC Neapel Dynamo Kiew – Steaua Bukarest Dinamo Minsk – AC Florenz KSC Lokeren OV – Metalist Charkiw
Sparta Prag – Young Boys Bern Aalborg BK – FC Rio Ave EA Guingamp – PAOK Saloniki Trabzonspor – Legia Warschau
62 2. BUNDESLIGA

Die Krise spitzt sich zu


D In Karlsruhe wird NÜRNBERG mit einer
ie Miene versteinert, die kickenden Personal mit seinem
Schultern hängend, nur die Gang in die Fankurve noch Hal-
rechte Hand beschreibt gesti- erschreckenden Leistung seinen tung und Mut. Dies ändert frei-
kulierend kleine Kreise – so steht Ansprüchen erneut nicht gerecht. lich nichts daran, dass er massiv
2. BUNDESLIGA

Sportvorstand Martin Bader seit in der Kritik steht. Bader hat den
der Pause im Karlsruher Stadion Umbruch ebenso zu verantwor-
vor dem FCN-Fanblock und ver- mittag den Dress des FCN trugen. Pinola vor dem 0:2 fabrizierte – ten wie die Entscheidung, den
sucht zu erklären, was nicht zu Drängte sich in den vergangenen übrigens nicht der erste folgen- unerfahrenen Valerien Ismael
erklären ist. Wochen bereits die Vermutung schwere Blackout des 31-Jährigen mit der Mission sofortiger Wie-
Und zwar die Darbietung auf, dass dem nach dem Abstieg in dieser Saison. Um Missver- deraufstieg zu betrauen. Eine
seiner Mannschaft in der ersten komplett neu zusammengestellte ständnissen vorzubeugen: Die Handschrift des 38-Jährigen
Hälfte – und einen 0:3-Rück- Kader eine gemeinsame Basis, beiden sind nicht die Allein- ist bislang nicht zu erkennen,
stand, der gar noch schmeichel- sprich Spielidee und Spielkon- schuldigen, die sein Umgang
haft ausfällt. Wobei, pardon, zept, abgeht, so bestätigt sich die- Liste ließe sich mit der Situa-
Mannschaft ist der falsche Be- ser Verdacht im Wildparkstadion beliebig verlän- „So gehörst du nicht tion erscheint
griff, richtig muss es heißen: Elf auf frappierende Art und Weise. gern. Das größte einmal in die 3. Liga.“ unglücklich – er
Fußballer, die an diesem Nach- Zusammenhang-, plan- und zu Ärgernis aus Sicht präsentiert sich
allem Überfluss auch noch lei- der Franken war JAN P OL AK, FCN-Kapitän widersprüchlich
denschaftslos spulten die Spieler freilich, wie der und ohne kla-
Der Stotterstart des selbst ernannten Aufstiegsas- Club auf den Rückstand reagier- re Linie. Dass er sich unlängst
piranten vor allem in den ersten te  – nämlich gar nicht. „So ge- nach dem schwachen 0:2 gegen
Vier Niederlagen nach sechs Zweit-
45 Minuten ihr Pensum herunter. hörst du nicht in die 2. Liga, nicht Düsseldorf schützend vor seine
ligaspielen hatte der 1. FC Nürnberg
Automatisierte Laufwege in einmal in die 3. Liga“, gab Kapitän Elf stellen wollte, ehrte ihn zwar,
erst einmal zuvor auf dem Konto:
den einzelnen Mannschaftstei- Jan Polak zu. Timo Gebhart setzte brachte aber nichts. Sein Team
1997/98 standen nach vier Par-
len? Abstimmung zwischen den dieser Leistung übrigens noch dankte es ihm mit einer Leistung,
tien gar nur vier Punkte (ein Sieg,
besagten Teilen? Fehlanzeige! die Krone auf: Vorne schwach, die der Deutsch-Franzose „unter-
ein Unentschieden) zu Buche – am
Was es stattdessen reichlich gab: hinten nicht existent – und dann idirdisch“ bezeichnete.
Saisonende stieg der FCN dennoch
individuelle Fehler. Wie der des quittierte er seine folgerichtige Keine Frage, Ismael ist nach
auf. Auch Nürnbergs letzte Zweitli-
überforderten jungen Linksver- Auswechslung nach einer halben dem Tiefpunkt einer bisher ent-
gasaison 2008/09 endete mit dem
teidigers Cristian Ramirez (20) Stunde mit einem grußlosen Ab- täuschenden Saison angezählt.
Aufstieg; damals waren nach sechs
vor dem 0:1. Noch schlimmer gang in die Kabine. Am Mittwoch in Heidenheim
Spielen enttäuschende fünf Punkte
freilich war der unbedrängte So gesehen beweist der Sport- dürfte er noch eine Chance er-
herausgesprungen.
Fehlpass, den Routinier Javier vorstand im Gegensatz zu seinem halten. CHRIS BIECHELE

LEIPZIG: Nach 20 Punktspielen erstmals


Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_2bl_li

KOMMENTAR
von kicker-Redakteur HARALD KAISER

Es geht auch um Baders Zukunft


Zornigers Kritik am
1Es sollte der Sprung an doch arg selbstverliebt

K lar, noch sind re Spielidee zu vermitteln, hat die Tabellenspitze wer- über den Platz laufen,
Mit dem kicker immer topaktuell informiert:

satte 84 Punk- Ismael bislang nicht geschafft; den, stattdessen hagelte monierte der Coach.
te zu vergeben die Zweifel, dass der junge es im hitzigen Ost-Gipfel die „Wir waren nicht zielgerich-
in dieser Zweit- Trainer nach verpatztem Sai- erste Zweitliganiederlage in der tet genug, der ein oder andere hat
ligasaison. Doch sonstart für die Wende sorgen blutjungen Vereinsgeschichte. sich stattdessen an den Pass-Sta-
nach 540 gespiel- kann, wachsen mit jeder Nie- Unmittelbar nach der Darbietung fetten berauscht“, so Zorniger. In
ten Minuten deutet alles darauf derlage. Da passt es ins Bild, zog Trainer Alexander Zorniger der Tat gelang es dem Aufsteiger
hin, dass der 1. FC Nürnberg bei dass der Club derzeit eine veri- das Team noch auf dem Platz zu- kaum einmal, aus der optischen
seinem Versuch, auf direktem table Führungskrise durchlebt. sammen, hielt seinem Personal Überlegenheit und 57 Prozent
Weg zurück in die Bundesliga Am 30. September werden fünf in einer knappen Ansprache die Ballbesitz auch klare Möglich-
zu galoppieren, auf die falschen Aufsichtsräte neu gewählt, eine Gründe fürs Scheitern vor Augen. keiten zu kreieren. „Wir wollten
Pferde gesetzt hat. Verfrüht beju- Opposition, die Sportvorstand Kern seiner Kritik: „Wir haben die hundertprozentige Chance
belte Valerien Ismael nach dem Martin Bader stürzen will, for- zweimal mit Talent und nicht mit rausspielen, hätten öfter mal in
4:0 in Berlin die „Geburt einer miert sich. Zwei Punktspiele Willen verteidigt.“ die Spitze passen müssen“, so
neuen Mannschaft“; zwei Spiele hat der Club bis dahin noch Die zuvor aufgestellte Erfolgs- Zorniger ernüchtert.
später erhärtet sich der Verdacht, zu bestreiten; die Ergebnisse serie von 20 Punktspielen ohne Angesprochen fühlen von der
dass gut die Hälfte der 18 Neu- werden über Ismaels Zukunft Niederlage seit dem 1:2 gegen Trainerkritik durfte sich in erster
zugänge den Ansprüchen nicht und den weiteren Fortgang der Duisburg am 1. Februar habe Linie das junge Mittelfeld-Trio
genügt. Eine Mannschaft zusam- Saison entscheiden – und wohl dafür gesorgt, dass einige seiner mit Joshua Kimmich (19), Diego
menzubauen, ihr eine erkennba- auch über Baders Schicksal. Jung-Talentierten inzwischen Demme (22) und Rani Khedi-
kicker, 22. September 2014 63

Sagen
Sie mal . . .
Marco Stiepermann
23, SPVGG GREUTHER FÜRTH

Wie fällt Ihr Fazit nach dem 2:1-Sieg Sie sagten vor dem Saisonstart, dass
gegen Kaiserslautern aus? Sie sich ganz bewusst für den Wechsel
Es war ein richtig spannendes nach Fürth entschieden haben. Füh-
Spiel. Die erste Halbzeit ging klar len Sie sich nach sechs Spieltagen
an Kaiserslautern. Da waren wir bestätigt?
viel zu passiv. Die zweite Hälfte Ich merke, dass ich hier ein gu-
ging dann an uns, weil wir die tes Standing habe und wollte von
wichtigen Zweikämpfe gewon- Beginn an die Rolle einnehmen,
nen haben und die Fehler von das Team zu führen. Das gelingt
Kaiserslautern erzwungen haben. mir ganz gut. Es war richtig den
Am Ende war der Sieg verdient. Schritt nach Fürth zu gehen, ob-
Bis zur Pause hatte nichts auf den wohl ich auch Angebote von Kai-
dritten Heimerfolg hingedeutet. serslautern und Bochum hatte,
Wir haben in der Kabine die Feh- die ebenfalls oben mitspielen.
ler angesprochen und sind den Aber das Gesamtpaket bei der
Gegner danach anders angelau- SpVgg hat mich überzeugt.

„Jetzt spiele ich auf


der Lieblingsposition“
fen. Wir haben es geschafft, zu Zu Hause ist Fürth eine Macht, aus-
unserem Spiel zu finden, und wärts läuft es noch nicht rund. Wie
wenn wir einmal ins Laufen kom- lautet Ihr Erklärungsansatz?
Foto: Bongarts/Getty Images

men, dann sind wir nur schwer Wir diskutieren in der Mannschaft
zu schlagen. Wir gehören zu den viel darüber. Aber es fällt auf, dass
spielstärksten Mannschaften in uns die Gegner mit vielen Fouls
dieser Liga. bearbeiten und uns nicht mit-
Sie haben mit Ihrem ersten Saison- spielen lassen wollen. Wir brau-
treffer den Ausgleich erzielt und so die chen mehr Zweikampfstärke und
Wende mit eingeleitet. Wie groß war die müssen unsere Chancen besser
Haltung bewiesen: Sportvorstand Martin Bader geht in Karlsruhe beim Erleichterung? nutzen. In Sandhausen haben
Stand von 0:3 zu den Club-Fans und stellt sich ihren Fragen. Als Offensivspieler wirst du im- wir einen Elfmeter verschossen,
mer an Toren gemessen, obwohl auch in Ingolstadt hatten wir in
ich nicht der große Torjäger bin, der Anfangsphase drei gute Chan-
geschlagen – Erste Pflichtspielpleite für Bellot sondern mehr die Rolle des Vor- cen. Wir müssen die Gier von den
bereiters einnehme. Aber der Heimspielen mitnehmen, dann

berauschten Mittelfeld Treffer gibt mir natürlich Selbst-


vertrauen. Ich hoffe, dass der
Knoten jetzt geplatzt ist. Zumal
der Lupfer über Torwart Florian
sind wir ganz schwer zu schlagen.
Die Liga ist bislang sehr ausgeglichen.
Welche Rolle wird Fürth in dieser Sai-
son spielen?
ra (20). Der Neuzugang vom VfB für die Leipziger seine erste Nie- Sippel eines meiner schöneren Es ist der Wahnsinn, wie eng alles
Stuttgart ging zudem bei Sebastian derlage überhaupt. Dass er daran Tore war. zusammen ist. Ich denke, dass
Polters erstem Treffer nicht in den beim 0:1, als ihm der Ball unter dem Und Ihre Familie war mit im Stadion. sich nach dem 13., 14. Spieltag die
Luftkampf, war da schon wegen Körper durchrutschte, auch einen Nicht nur meine Familie, auch Spreu vom Weizen trennen wird.
Adduktorenbeschwerden gehan- Anteil hatte, wollte er gar nicht ver- meine ganzen Freunde. Es war ihr Wenn wir weiter unsere Heim-
dicapt, behielt dies aber für sich. neinen: „Da muss ich einfach mit erster Besuch seit ich in Fürth bin, spiele gewinnen und auswärts zu-
Entsprechend verärgert reagierte dem Fuß hingehen.“ und schon habe ich getroffen. Sie legen können, dann werden wir
der Coach: „Wenn ich nicht mehr Kapitän Daniel Frahn haderte dürfen alle gerne wiederkommen. eine starke Rolle spielen.
verteidigen kann, muss ich sagen, derweil mit Schiedsrichter Tobias Sie durften diesmal im zentralen Mit- Mit Aalen am Dienstag und 1860 Mün-
dass ich rausmuss.“ Beim zweiten Stieler, der in gleich drei strittigen telfeld spielen statt auf dem Flügel. Die chen am Freitag stehen diese Woche
Gegentor fehlte im RB-Team jeg- Strafstoß-Aktionen den Sachsen Position liegt Ihnen deutlich besser. noch zwei Spiele an. Wie lautet die
liche Balance, verloren vor allem einen zumindest in einem Fall Auf jeden Fall. Ich habe letzte Wo- Zielsetzung?
der diesmal indisponierte Georg (Jopek gegen Poulsen) fälligen che auch mit dem Trainer darüber Wir denken von Spiel zu Spiel
Teigl und der auf Abseits spielende Elfmeter versagte: „Wenn es drei- geredet. Jetzt spiele ich auf mei- und konzentrieren uns jetzt erst
Tim Sebastian den zweifachen Tor- mal im Strafraum zur Berührung ner Lieblingsposition. Ich komme mal auf die Partie gegen den VfR
schützen Polter aus den Augen. „Da kommt, kann man auch mal Elf- aus der Mitte viel öfter zum Ab- Aalen. Aber bei allem Respekt für
haben wir zu offen gespielt, wollten meter geben.“ Stattdessen gab es schluss und kann das Spiel bes- unseren nächsten Gegner: Mit
den Sieg zu sehr“, monierte Benja- aber Gelb für den Kapitän wegen ser gestalten. Das habe ich auch unserer Heimstärke kann das Ziel
min Bellot. Der Keeper, seit 2009 im einer vermeintlichen Schwalbe. schon beim Derbysieg gegen den nur ein Sieg sein. I N T E RVI E W :
Kader und damit dienstältester RB- „Das“, so Frahn, „war die komplett 1. FC Nürnberg bewiesen. M A RT I N F E R S C H M A N N
Profi, kassierte im 21. Pflichtspiel falsche Entscheidung.“
64 2. BUNDESLIGA

zu Hause auswärts
6. SPIELTAG 2. Bundesliga
1. (5) VfL Bochum
Sp. g. u.
6 3 3
v.
0
Tore Diff. Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt. Sp. g. u. v. Tore Pkt.
15:6 +9 12 3 0 3 0 3:3 3 3 3 0 0 12:3 9
19. 9. – 21. 9. 2014
2. (1) FC Ingolstadt 04 6 3 3 0 13:5 +8 12 3 2 1 0 8:3 7 3 1 2 0 5:2 5
Braunschweig – Darmstadt 98 2:0 (1:0) 3. (6) Karlsruher SC 6 3 3 0 10:4 +6 12 3 1 2 0 4:1 5 3 2 1 0 6:3 7
VfR Aalen – SV Sandhausen 0:1 (0:0) 4. (2) RB Leipzig (N) 6 3 2 1 8:3 +5 11 3 2 1 0 4:1 7 3 1 1 1 4:2 4
Erzgebirge Aue – FC St. Pauli 3:0 (1:0) 5. (7) Fortuna Düsseldorf 6 3 2 1 11:7 +4 11 3 1 1 1 5:6 4 3 2 1 0 6:1 7
Greuther Fürth – Kaiserslautern 2:1 (0:1) 6. (3) SV Darmstadt 98 (N) 6 3 2 1 8:5 +3 11 3 3 0 0 5:0 9 3 0 2 1 3:5 2
1860 München – FC Ingolstadt 1:1 (1:1) 7. (4) 1. FC Kaiserslautern 6 3 2 1 10:8 +2 11 3 3 0 0 6:3 9 3 0 2 1 4:5 2
FSV Frankfurt – VfL Bochum 1:5 (1:1) 8. (9) SpVgg Greuther Fürth 6 3 1 2 11:6 +5 10 3 3 0 0 10:2 9 3 0 1 2 1:4 1
Karlsruher SC – 1. FC Nürnberg 3:0 (3:0) 9. (8) 1. FC Heidenheim (N) 6 2 2 2 10:11 -1 8 3 2 1 0 7:4 7 3 0 1 2 3:7 1
Fort. Düsseldorf – Heidenheim 3:2 (2:1) 10. (13) Eintr. Braunschweig (A) 6 2 1 3 10:9 +1 7 3 2 0 1 6:2 6 3 0 1 2 4:7 1
1. FC Union Berlin – RB Leipzig 2:1 (0:0) 11. (15) SV Sandhausen 6 2 1 3 4:7 -3 7 3 1 1 1 2:4 4 3 1 0 2 2:3 3
12. (11) TSV München 1860 6 1 3 2 8:11 -3 6 3 0 2 1 2:5 2 3 1 1 1 6:6 4
7. SPIELTAG 13. (10) 1. FC Nürnberg (A) 6 2 0 4 6:11 -5 6 3 1 0 2 1:3 3 3 1 0 2 5:8 3
Dienstag, 23. September (17.30 Uhr) 14. (17) 1. FC Union Berlin 6 1 3 2 5:10 -5 6 3 1 1 1 3:6 4 3 0 2 1 2:4 2
Greuther Fürth – VfR Aalen (1:0, 2:0) 15. (12) VfR Aalen 6 1 2 3 5:9 -4 5 3 1 1 1 4:3 4 3 0 1 2 1:6 1
FC St. Pauli – E. Braunschweig ( - , - ) 16. (14) FSV Frankfurt 6 1 1 4 5:11 -6 4 3 0 1 2 3:8 1 3 1 0 2 2:3 3
FC Ingolstadt 04 – Erzgeb. Aue (1:2, 0:0)
17. (16) FC St. Pauli 6 1 1 4 4:12 -8 4 3 1 1 1 4:4 4 3 0 0 3 0:8 0
Sandhausen – 1860 München (0:0, 2:0)
18. (18) Erzgebirge Aue 6 1 0 5 4:12 -8 3 3 1 0 2 4:8 3 3 0 0 3 0:4 0
Mittwoch, 24. September (17.30 Uhr)
Kaiserslautern – 1. FC Union (3:0, 1:1)
1. FC Heidenheim – Nürnberg ( - , - ) Torjäger Top-Torhüter ELF DES TAGES
RB Leipzig – Karlsruher SC ( - , - ) 8 (2) Terodde (VfL Bochum) nach dem 6. Spieltag
Darmstadt 98 – FSV Frankfurt ( - , - ) 5 (–) Stroh-Engel (SV Darmstadt 98) Pl. Name (Verein) Notenschnitt
Donnerstag, 25. September (20.15 Uhr) 5 (1) Okotie (TSV München 1860) 1. Ortega (TSV München 1860) ... 2,50 Terodde (3) Löning (1) Polter (1)
VfL Bochum – Fort. Düsseldorf (0:0, 0:1) 4 (1) Nielsen (Eintr. Braunschweig) 2. Orlishausen (Karlsruher SC)..... 2,67 Bochum Aue Berlin
4 (2) Benschop (Fortuna Düsseldorf) 3. Klandt (FSV Frankfurt) ............. 2,75
4 (2) Niederlechner (Heidenheim) Hesl (SpVgg Greuther Fürth) .... 2,75
4 (–) Lex (FC Ingolstadt 04) Groß (3) Benschop (1) Yabo (2)
Spieler des Tages 4 (–) Lakic (1. FC Kaiserslautern)
Ingolstadt Düsseldorf Karlsruhe
Top-Feldspieler
4 (2) Yabo (Karlsruher SC)
Frank 4 (1) Poulsen (RB Leipzig)
1. Terodde (VfL Bochum) ............. 2,25 Benatelli (1)
Löning 2. Poulsen (RB Leipzig) ................ 2,30 Aue
Rote Karten 3. Groß (FC Ingolstadt 04) ........... 2,33
FC Erzgebirge Aue 4. Stöger (1. FC Kaiserslautern) ... 2,40
niemand
5. Torres (Karlsruher SC) .............. 2,42 Feick (1) Decarli (1) Zimmer (1)
Aalen Braunschweig Kaiserslautern
Gelb-Rote Karten 6. Heller (SV Darmstadt 98) ........ 2,50
Für das nächste Spiel gesperrt: Torrejon (1. FC Kaiserslautern) .. 2,50
F ünf Niederlagen in Folge – das
hatte auch Frank Löning in sei-
ner langen Karriere noch nicht er-
niemand

Gelbe Karten
8. Schnatterer (Heidenheim)........ 2,58
9. Simunek (VfL Bochum) ............ 2,60 Sandhausen
Riemann (1)
In Klammern Anzahl der Berufungen
10. Niederlechner (Heidenheim) .... 2,67 in die Elf des Tages
lebt. Entsprechend groß war beim Für das nächste Spiel gesperrt Peitz (Karlsruher SC)................ 2,67
Torjäger die Erleichterung, dass niemand
es nun endlich mit dem ersten
1. FC Kaiserslautern

Dreier geklappt hat. Die Zuschau-


Eintr. Braunschweig

Fortuna Düsseldorf
1. FC Union Berlin

1. FC Heidenheim
SV Darmstadt 98

er verabschiedeten ihn bei seiner


FC Ingolstadt 04

SV Sandhausen
1860 München

1. FC Nürnberg
Greuther Fürth
Erzgebirge Aue

Karlsruher SC

Auswechslung mit Ovationen.


FSV Frankfurt
VfL Bochum

FC St. Pauli
RB Leipzig

Völlig zurecht, denn der 33 Jahre


VfR Aalen

alte Ostfriese war beim 3:0-Heim- Saison


sieg gegen den FC St. Pauli der
überragende Mann auf dem Platz.
2014/15
VfR Aalen K 15.3. 24.10. 3.5. 19.4. 8.2. 30.11. 7.11. 8.3. 17.5. 22.2. 2:2 5.4. 17.12. 3.10. 14.12. 0:1 2:0
Dabei hatten den Torjäger nicht
Erzgebirge Aue 26.9. I 30.11. 1:5 9.11. 22.2. 0:3 19.4. 22.3. 14.12. 8.3. 17.5. 3.5. 8.2. 19.10. 17.12. 12.4. 3:0
wenige Anhänger des FC Erzge-
1. FC Union Berlin 12.4. 10.5. C 8.2. 24.5. 27.9. 1:1 7.12. 31.10. 22.2. 26.4. 8.3. 17.12. 2:1 23.11. 0:4 18.10. 22.3.
birge bereits zum Auslaufmodell
degradiert, nachdem der Mann- VfL Bochum 23.11. 21.12. 1:1 K 15.2. 17.10. 25.9. 1.3. 1:1 15.3. 10.5. 26.4. 1:1 12.4. 2.11. 3.10. 24.5. 7.12.
schaft in den ersten fünf Parti- Eintracht Braunschweig 2.11. 26.4. 14.12. 1:2 E 2:0 17.12. 3.5. 18.10. 3:0 22.3. 8.2. 17.5. 22.2. 12.4. 30.11. 26.9. 8.3.
en der Saison lediglich ein Tor SV Darmstadt 98 2:0 2:0 15.3. 5.4. 1.3. R 5.10. 24.9. 7.12. 19.4. 21.12. 3.5. 30.11. 8.11. 15.2. 27.10. 1:0 24.5.
gelungen war. Löning widerlegte Fortuna Düsseldorf 10.5. 15.2. 21.12. 8.3. 2:2 22.3. S 24.5. 23.11. 3:2 31.10. 12.4. 0:2 28.9. 26.4. 22.2. 7.12. 20.10.
wieder mal all seine Kritiker, de- FSV Frankfurt 26.4. 2.11. 17.5. 1:5 23.11. 8.3. 14.12. P 12.4. 17.12. 19.10. 22.2. 2:3 0:0 10.5. 8.2. 22.3. 28.9.
monstrierte eindrucksvoll seine SpVgg Greuther Fürth 23.9. 3.10. 19.4. 17.12. 5.4. 17.5. 3.5. 24.10. O 30.11. 8.2. 2:1 9.11. 14.12. 15.3. 5:1 22.2. 3:0
Klasse. O L A F M O R G E N S T E R N 1. FC Heidenheim 7.12. 24.5. 3:1 28.9. 21.12. 1.11. 1.3. 2:1 10.5. R 12.4. 17.10. 15.2. 22.3. 2:2 24.9. 23.11. 26.4.
FC Ingolstadt 04 4:1 23.9. 9.11. 30.11. 5.10. 2:2 19.4. 5.4. 2:0 26.10. T 14.12. 15.3. 17.5. 1.3. 3.5. 15.2. 17.12.
1. FC Kaiserslautern 15.2. 7.12. 24.9. 7.11. 2:1 23.11. 25.10. 1:0 1.3. 5.4. 24.5. M 4.10. 19.4. 3:2 15.3. 21.12. 10.5.
Karlsruher SC 19.10. 23.11. 0:0 22.2. 7.12. 10.5. 8.2. 21.12. 26.4. 1:1 27.9. 22.3. A 8.3. 24.5. 3:0 31.10. 12.4.
kicker-Ergebnisdienst RasenBallsport Leipzig 0:0 1:0 1.3. 24.10. 3:1 26.4. 15.3. 15.2. 24.5. 6.10. 7.12. 3.11. 24.9. G 21.12. 5.4. 10.5. 23.11.
Unter Telefon (0137) 82 23 32 22 1860 München 22.3. 5.4. 3.5. 19.4. 26.10. 1:1 10.11. 30.11. 26.9. 8.2. 1:1 17.12. 14.12. 0:3 A 17.5. 8.3. 22.2.
(0,50 Euro/Anruf), erreichbar aus 1. FC Nürnberg 24.5. 1:0 15.2. 22.3. 10.5. 12.4. 0:2 0:1 21.12. 8.3. 23.11. 29.9. 1.3. 17.10. 7.12. Z 26.4. 1.11.
Deutschland, erfahren Sie die Zwischen-
und Endresultate der Bundesligaspiele. SV Sandhausen 1.3. 26.10. 5.4. 14.12. 15.3. 17.12. 17.5. 5.10. 1:0 3.5. 0:3 1:1 19.4. 30.11. 23.9. 7.11. I 8.2.
Aus Österreich: (0900) 21 02 20 FC St. Pauli 21.12. 1.3. 4.10. 17.5. 23.9. 14.12. 5.4. 15.3. 15.2. 8.11. 1:1 30.11. 25.10. 3.5. 1:2 19.4. 2:1 N
(0,61 Euro/Min.) Aus der waagrechten Reihe können Sie die Heimresultate und Heimtermine, aus der senkrechten die Auswärtsresultate und Auswärtstermine ablesen.
kicker, 22. September 2014 65

Die Erlösung
Fünf Spiele lang musste ner schlechten letzten Saison für
Union Berlin warten. mich habe ich endlich wieder ge-
troffen. Noch viel wichtiger war
SEBASTIAN POLTER (23) der Sieg aber für die Mannschaft.
sorgt beim 2:1 über Jeder hat für jeden gekämpft.“
Polter sieht hier und da allerdings
Leipzig mit zwei Toren noch Nachholbedarf. Der Doppel-
für den ersten Sieg. torschütze verweist darauf, dass er
noch nicht allzu lange bei Union
dabei ist. „Es geht immer noch bes-

N
ach dem Abpfiff brachen beim ser. Sören Brandy und ich haben
1. FC Union alle Dämme. Erst- noch nicht immer dieselben abge-
mals nach fast sechs Monaten stimmten Laufwege. Das kommt,
konnte wieder ein Sieg in einem dann werden wir noch stärker.“
Pflichtspiel bejubelt werden. Die Die englische Woche mit den
Mannschaft tanzte wieder im Kreis, Partien am Mittwoch in Kaiserlau-
wie in alten, fast schon vergessenen tern und dem nächsten Heimauf-
Zeiten. Der zuletzt zunehmend in tritt gegen Darmstadt kann Union
die Kritik geratene Union-Coach nun entspannter angehen. „Wir
Norbert Düwel reihte sich beim hatten fünf Spieltage lang keinen
traditionellen und ergebnisunab- Sieg. Es gibt nichts Besseres, als
hängigen Ehrengang nach Abpfiff in eine englische Woche mit drei
erstmals in die Feierschar mit ein. Punkten zu gehen“, diktierte der ge-
Es schien irgendwie, als seien fragte Polter nach dem Sieg in die
die zwölf saisonübergreifenden Blöcke. Beim FCK steht auch wieder
Pflichtpartien ohne vollen Erfolg Mittelfeldakteur Martin Dausch zur
und die fünf sieglosen Meister- Verfügung, der seine Rotsperre von
schaftspartien in dieser Serie mit zwei Partien abgesessen hat.
einem Schlag vergessen. „Ich muss Stimmungstechnisch gab es im
der Mannschaft und den Fans ein Stadion An der Alten Försterei zwei
Riesenkompliment machen. Die Welten. In den ersten 15 Minuten

Foto: Koch
Jungs haben den Plan bis auf eine war das „Wohnzimmer“ des 1. FC
Situation einhundertprozentig um- Union ganz in Schwarz gehüllt. Die
gesetzt“, erklärte ein sichtlich er- Späte Genugtuung: Neuzugang Sebastian Polter schreit unter den Augen heimischen Zuschauer hatten sich
leichterter Düwel. „Wir haben es von Mitspieler Benjamin Köhler seine Freude heraus. dunkle Plastiksäcke übergezogen,
dem Gegner schwer gemacht, ins schwiegen in der Startviertelstun-
Spiel zu kommen, konnten ihn auch Mann des Tages war Sebastian terte er zu den Fans auf den Zaun. de komplett. Damit protestierte
defensiv beschäftigen.“ Der Trainer Polter. Die Leihgabe von Mainz 05 „Es gibt nichts Besseres, als Tore zu die Union-Familie kreativ für den
hatte in der Abwehr erneut auf eine schlug in ihrer zweiten Zweitligabe- schießen. Dafür werde ich bezahlt, Erhalt der Fußball-Kultur. Der Ver-
Viererkette gesetzt. Im Gegensatz gegnung für Union zweimal eiskalt das ist mein Job! Wenn ich noch das ein und seine Fanszene sehen diese
zur 1:3-Niederlage vor einer Woche zu, konnte sich bei beiden Treffern Dritte gemacht hätte“, erklärt Polter, durch Vereine wie RB Leipzig ge-
in Heidenheim ließ er seine Elf aber im Jubelrausch kaum halten. Das „hätte ich eine Einhundertprozent- fährdet. Ab der 16. Minute wurde
nicht im 4-2-3-1 sondern im 4-4-2 1:0 feierte er nach einem Sturmlauf quote gehabt.“ Der Offensivmann es dann so laut wie immer in der
mit Mittelfeldraute auflaufen. auf dem Rasen, nach dem 2:1 klet- ist dennoch zufrieden: „Nach ei- Försterei. M AT T H I A S KO C H

KARLSRUHE: „Perfekte“ erste Halbzeit – Orlishausen: „Mit breiter Brust nach Leipzig“

Yabo trumpft auf, Krebs staunt Bauklötze


1 Die Erleichterung war allen und den Doppelschlag des grandios sonst so treffsicheren Koen van der
überdeutlich anzusehen. Es gab nur auftrumpfenden „Ray“ Yabo einen Biezen kurz vor Spielende einen
strahlende Gesichter auf Seiten des Gang zurückgeschaltet. Die KSC- Handelfmeter zu vergeben. Man
KSC. Durch das absolut verdiente Profis nahmen deshalb nach dem merkte den Hausherren zudem an,
3:0 gegen den 1. FC Nürnberg war Seitenwechsel das Tempo aus dem dass sie in den ersten 45 Minuten
endlich der Bann gebrochen, Spiel. „Wir hatten aber immer alles ein Höllentempo vorgelegt hatten.
endlich gelang dem KSC der unter Kontrolle, ich hatte nie das Sie rückten plötzlich nicht mehr so
erste Heimdreier – im dritten Gefühl, dass etwas passieren kann“, konsequent nach, spielten langsa-
Spiel im Wildparkstadion. so die Analyse von Kapitän und mer. Der Hintergedanke: Am Mitt-
Die Karlsruher sind in dieser Keeper Dirk Orlishausen. „Jetzt fah- woch steht das schwere Spiel bei
Saison also weiterhin ohne Nieder- ren wir mit sehr, sehr breiter Brust Tabellennachbar Leipzig bevor.
lage. „Man hat gemerkt, dass die nach Leipzig.“ Dort sei wichtig, er- Etliche Akteure hatten diese Par-
Spieler unbedingt diesen Sieg woll- neut die gegen den FCN an den Tag tie bereits im Kopf. Das gab Mittel-
ten“, so Markus Kauczinski. „Die gelegte Effizienz beim Verwerten feldmann Gaetan Krebs unumwun-
erste Halbzeit“, erklärt der Coach, der Torchancen zu wiederholen. den zu. „Was wir in Halbzeit eins
Foto: J. Hübner

„war perfekt, die zweiten 45 Minu- Die Gäste hatten in Halbzeit zwei nach vorne gezeigt haben“, staunt
ten in Ordnung.“ Der Grund: Die zwar mehr Ballbesitz, wurden aber Krebs Bauklötze, „war richtig geil.
Karlsruher hatten im Gefühl der so gut wie nie gefährlich. Der KSC Danach hatten wir uns im Hin-
sicheren Führung durch den ersten Doppeltorschütze für den KSC: indes hatte alles im Griff, erlaubte blick auf RB Leipzig entsprechend
Saisontreffer von Hiroko Yamada Mittelfeldspieler Reinhold Yabo sich sogar den Luxus, durch den verhalten.“ P E T E R PU T Z I N G
66 2. BUNDESLIGA

Tah sorgt für


Begeisterung
Trainer OLIVER RECK (49) schwärmt in den höchsten
Tönen von seinem neuen Innenverteidiger.

D
ie Frage nach der Startelf Deutsch-Ivorer auftrat, so be-
konzentrierte sich auf nur scheiden kommentierte er
eine Position. Medien seine fehlerfreie Leistung: „Es
und Fans hatten in den ver- hat ganz gut geklappt.“ Dass
gangenen Tagen gerätselt, wer Tah am Donnerstag im einzigen
neben Kapitän Adam Bodzek gegen Westderby der Liga, im Topspiel
Heidenheim in der Innenverteidi- beim VfL Bochum, im Team stehen
gung stehen würde: der Brasilia- wird, steht außer Frage. Jegliche
ner Bruno Soares, auf den Trainer Zweifel haben auch Lukas Schmitz
Oliver Reck in Nürnberg zunächst und Axel Bellinghausen ausge-
vertraut hatte, oder Jonathan Tah? räumt. Beide bilden auf links ein
Der 18-jährige Neuzugang (kam Bollwerk mit ausgeprägtem Offen-
vom Hamburger SV) hatte bei den sivdrang. Heinrich Schmidtgal, zu
Franken in der letzten halben Stun- Saisonbeginn der einzige Fortune
de andeuten dürfen, über welche mit konstant guten Leistungen, hat
Qualitäten er verfügt. vorerst das Nachsehen. Wie man

Foto: imago/Müller
Die Personalfrage hatte sich am sich beim Trainer nachhaltig in Er-
Freitag erübrigt – aus unerfreuli- innerung ruft, zeigte Joel Pohjan-
chen Umständen. Nach einem palo. Kaum stand der Finne gegen
Streit von Soares mit seiner Frau Heidenheim für Erwin Hoffer auf
hatte die Polizei Ermittlungen ein- dem Platz, nickte er zum Siegtreffer Meist einen Schritt schneller: Jonathan Tah, hier gegen Heidenheims
geleitet. Das Ehepaar Soares wand- ein. WOLFGANG SCHMITZ Smail Morabit, war der Stabilisator in einer wackligen Fortuna-Abwehr.
te sich daraufhin über die Fortuna
an die Öffentlichkeit: „Wir werden
uns weiter privat aussprechen und KAISERSLAUTERN: Die Chancenverwertung bleibt das Manko
unsere Angelegenheiten unter uns
klären.“ Aus Rücksichtnahme stellte
der Verein den Profi für das Spiel
gegen den Aufsteiger frei.
Zimmer: „Das ist ein Lernprozess“
Tah enttäuschte seinen Trainer 1Tobias Sippel und Markus unglücklicher Abwehrversuch noch makellos. „Wichtig wird sein,
nicht. Dem jüngsten in der Vierer- Karl wussten es schon vori- von Orban ins eigene Gesicht dass wir danach wieder aufstehen“,
abwehrkette waren die punktuellen ge Woche: „Wir werden mit ermöglichte Fürth mit der hatten die Niederlagen-Propheten
Aussetzer, die die brandgefährli- dieser jungen Mannschaft ersten eigenen Chance direkt Sippel und Karl in einem Atemzug
chen Gäste rigoros ausnutzten, auch mal verlieren.“ Bereits in das 1:1. „Danach kam ein Bruch gesagt. Ob’s gelingt? Antwort am
nicht anzukreiden. Statt das 2:1 zu Fürth war es so weit. Nach dem ins Spiel, weil die Jungs sich geär- Mittwoch. C A R ST E N S C H R Ö T E R
sichern, entblößten die Düsseldor- 1:2 herrschte im FCK-Lager zwar gert haben. Man konnte von au-
fer ihre Abwehr und kassierten den Enttäuschung, „einen großen Rück- ßen sehen, dass sie das emotional
Ausgleich durch den überragenden schlag“ sah Dominique Heintz beschäftigt hat“, sagte Runjaic. Sein
Florian Niederlechner. „Es darf uns jedoch ebenso wenig wie seine Team verbuchte danach trotzdem
nicht passieren, dass wir bei einem Kollegen. Das lag am wieder über- noch weitere drei Torgelegenhei-
solchen Spielstand ausgekontert zeugenden Auftritt des Teams von ten – sie blieben ungenutzt.
werden“, befand Spielmacher Mi- Kosta Runjaic. Rund eine Stunde Die guten spielerischen Leistun-
chael Liendl. Auch Reck legte trotz lang beherrschte es den Gegner, gen in Ehren: Auswärts ist dennoch
des Sieges „den Finger in die Wun- wusste erneut auch spielerisch zu ein negativer Trend zu erkennen.
de“. Wenn der Ball sauber durch gefallen, erarbeitete sich mit se- Dreimal geführt, dreimal nicht ge-
die eigenen Reihen laufe, dürfe das henswerten Kombinationen vier wonnen. „Das ist ein Lernprozess
nicht zur Sorglosigkeit verleiten: gute Chancen – nutzte jedoch nur für uns“, sagt Jean Zimmer (20), am
„Dann muss man den Ball auch mal eine. „Das ist derzeit unser großes Samstag jüngstes und bestes Mit-
in den Fangzaun schießen.“ Manko, dass wir das zweite Tor glied der jüngsten FCK-Startelf der
Ansonsten fiel dem Trainer die nicht nachlegen“, haderte Sippel. Saison (24,6 Jahre). Wie der Trainer
Fehlersuche schwer. Auch wegen Während es gegen den und die Mitspieler freut sich der
Foto: Eibner

Tah. Reck imponierte die Abge- FSV  Frankfurt durch eine stabile „Fan der englischen Liga“ auf die
klärtheit des 1,92 Meter großen Abwehrleistung noch zu einem 1:0- englische Woche und damit die
Kleiderschranks. „Das macht uns Sieg reichte, traten diesmal Fehler Möglichkeit auf schnelle Rehabi-
Mut. Wir haben einen tollen Spie- in der Defensivarbeit zutage, die litation. Union Berlin kommt auf Blickt nach vorne: Jean Zimmer
ler dazu gewonnen.“ So forsch der letztlich zur Niederlage führten. Ein den Betzenberg – dort ist die Bilanz freut sich auf die englische Woche.
kicker, 22. September 2014 67
2. LIGA Der Spieltag im Überblick: Alle Tore, alle Spiele, alle Noten
Fotos: imago

Schlusspunkt: Eintracht-Stürmer Auch vom Punkt nicht zu Premiere: Aues Torhüter Männel Matchwinner: Fürths Weilandt
Kruppke trifft in der Nachspielzeit. bezwingen: SVS-Keeper Riemann. kassiert erstmals kein Gegentor. dreht gegen den FCK das Spiel.

Eintracht Braunschweig – SV Darmstadt 98 2:0 (1:0) VfR Aalen – SV Sandhausen 0:1 (0:0)
Braunschweig: Gikiewicz (3) Trainer: Lieberknecht Aalen: Fejzic (4,5) Trainer: Ruthenbeck
Kessel (3,5) Decarli (2) Correia (2,5) Reichel (3) Ofosu-Ayeh (3,5) Barth (2,5) Mockenhaupt (2,5) Feick (2)

Kruppke (3) Pfitzner (4,5) Boland (3,5) Zuck (4) Hofmann (4) Hainault (3) Leandro (4)

Ademi (3,5) Nielsen (2,5) Daghfous (2,5) Drexler (4,5) Ludwig (5)

Stroh-Engel (4) Wooten (4)


Sailer (4)
Thiede (4) Bieler (3) Kuhn (5)
Heller (2,5) Behrens (3,5) Gondorf (4,5) Kempe (3,5) Kulovits (4) Linsmayer (4,5)
Stegmayer (3) Sulu (3,5) Bregerie (4) Sirigu (3,5) Achenbach (3) Hübner (3) Olajengbesi (2,5) Kübler (3,5)
Darmstadt: Mathenia (3) Trainer: Schuster Sandhausen: Riemann (1,5) Trainer: Schwartz
Eingewechselt: 46. Vrancic (3,5) für Pfitzner, 83. Bakenga (–) für Ademi, 90./+4 Eingewechselt: 76. Weiß (–) für Drexler, 86. Junglas (–) für Hainault und Klauß (–)
Theuerkauf (–) für Nielsen – 36. Jungwirth (3) für Behrens, 59. Exslager (4) für Sailer, für Ludwig – 65. Zillner (–) für Kuhn, 88. Gartler (–) für Wooten, 90./+3 Tüting (–) für
74. Ivana (–) für Gondorf – Reservebank: Petkovic (Tor), Dogan, Khelifi, G. Korte – Bieler – Reservebank: Bernhardt (Tor), Chessa, Gjasula, Quaner – Knaller (Tor), Pfert-
Platins (Tor), Gorka, Holland, König zel, Schulz, Bouhaddouz
Tore: 1:0 Nielsen (34., Linksschuss, Vorarbeit Zuck), 2:0 Kruppke (90./+4, Rechts- Tor: 0:1 Wooten (80., Rechtsschuss, Vorarbeit Linsmayer) – Chancen: 7:3 – Ecken: 6:2
schuss, –) – Chancen: 6:1 – Ecken: 3:10
SR-Team: Ittrich (Hamburg – Assistenten: Dittrich, Schult – Vierter Offizieller: Fischer), SR-Team: Gerach (Landau – Assistenten: Alt, Bauer – Vierter Offizieller: Jöllenbeck),
Note 5, bei Mathenias Einsatz gegen Ademi (25.) hätte er auf Elfmeter entscheiden Note 2, traf stets die richtige Entscheidung, mit sicherem Gespür für die Ansprache
können, bei Pfitzners Einsteigen gegen Heller (39.) sogar müssen – und Gelb-Rot zei- der Spieler. – Zuschauer: 5112 – Gelbe Karten: Hübner, Thiede, Linsmayer – Beson-
gen müssen. Gelb gegen Decarli war übertrieben, Boland hätte für ein absichtliches deres Vorkommnis: Riemann hält Foulelfmeter von Leandro (47., Kübler an Dagh-
Handspiel verwarnt werden müssen. – Zuschauer: 21 805 – Gelbe Karten: Pfitzner, fous) – Spielnote: 4, Aalen gab Gas und Sandhausen spielte äußerst passiv, was
Boland, Kruppke, Decarli, Kessel – Stroh-Engel, Heller, Exslager – Spielnote: 3,5, dem Spielniveau nicht förderlich war. Wooten wartete 80 Minuten auf seine Chance,
intensiv geführte Partie, in der Darmstadt nach der Pause zwar mehr Spielanteile hatte, die er dann zum letztlich doch glücklichen Sieg nutzte. – Spieler des Spiels: Manuel
sich aber gegen die starke Eintracht-Abwehr so gut wie keine Chance erarbeitete. – Riemann, der SVS-Keeper war der eigentliche Matchwinner: Er parierte einen platziert
Spieler des Spiels: Saulo Decarli, legte Stroh-Engel 90 Minuten lang an die Kette. geschossenen Elfmeter und war auch sonst ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft.

Erzgebirge Aue – FC St. Pauli 3:0 (1:0) SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Kaiserslautern 2:1 (0:1)
Aue: Männel (1,5) Trainer: Stipic Fürth: Hesl (2,5) Trainer: Kramer

Klingbeil (3) Vucur (3,5) Paulus (3,5) Luksik (4) Pledl (3,5) Korcsmar (3,5) Röcker (3) Gießelmann (4)
Benatelli (2) Fink (3) Fürstner (3) Sukalo (5)
Müller (3,5) Könnecke (3,5) Kortzorg (2) Weilandt (4) Stiepermann (2,5) Schröck (4)
Löning (1) Przybylko (4)
Verhoek (5) Lakic (4)
Nöthe (5) Kringe (4) Görlitz (3,5) Stöger (2,5) Demirbay (3,5) Matmour (3)
Daube (4,5) Trybull (5) Ring (2,5) Karl (3,5)
Buballa (5) Ziereis (5,5) Thorandt (5,5) Thy (5) Löwe (4) Heintz (3) Orban (4,5) Zimmer (2)
St. Pauli: Tschauner (4) Trainer i. V.: Schultz Kaiserslautern: Sippel (3) Trainer: Runjaic
Eingewechselt: 73. Novikovas (–) für Könnecke, 78. Schönfeld (–) für Löning, Eingewechselt: 80. Lam (–) für Stiepermann und Zulj (–) für Przybylko, 88. Caligiuri
85. Diring (–) für Benatelli – 59. Rzatkowski (4) für Trybull und Budimir (4,5) für (–) für Weilandt – 46. Hofmann (4,5) für Lakic, 71. Jenssen (–) für Demirbay, 86.
Kringe, 75. Kurt (–) für Daube – Reservebank: Kirschstein (Tor), Dartsch, Schröder, Jacob (–) für Löwe – Reservebank: Mickel (Tor), Guilherme, Kleine – Marius Müller
Okoronkwo – Heerwagen (Tor), Sobiech, Litka, Maier (Tor), Heubach, Schulze, Gaus
Tore: 1:0 Löning (41., Linksschuss, Vorarbeit Könnecke), 2:0 Benatelli (56., Rechts- Tore: 0:1 Ring (11., Rechtsschuss, Vorarbeit Matmour), 1:1 Stiepermann (57.,
schuss, Löning), 3:0 Kortzorg (69., Rechtsschuss, Benatelli) – Chancen: 11:10 – Linksschuss, –), 2:1 Weilandt (82., Rechtsschuss, Zulj) – Chancen: 3:7 – Ecken: 3:7
Ecken: 2:5 SR-Team: Gagelmann (Bremen – Assistenten: Gorniak, Assmuth – Vierter Offizieller:
SR-Team: Bandurski (Oberhausen – Assistenten: Storks, Schmitz – Vierter Offizieller: Wingenbach), Note 4, ließ in der fordernden Partie lange zu viel laufen und eine
Beitinger), Note 3, solide Spielführung; lediglich mit einigen kleineren Fehlern in klare Linie vermissen. Gelb für Ring (39.) war falsch. – Zuschauer: 13 015 – Gelbe
der Zweikampfbewertung. – Zuschauer: 9400 – Gelbe Karten: Vucur – Ziereis, Tho- Karten: Sukalo, Pledl, Stiepermann – Lakic, Ring, Karl, Stöger – Spielnote: 2, eine
randt, Budimir – Spielnote: 2,5, eine tempo- und chancenreiche Partie, die von intensive Partie mit vielen Zweikämpfen, sehenswerten Kombinationen, Torraumsze-
beiden Teams mit einer hohen Intensität geführt wurde. – Spieler des Spiels: Frank nen und Spannung bis zum Schluss. – Spieler des Spiels: Jean Zimmer, ließ defen-
Löning, überragender Auftritt; das erste Tor schoss er selbst, das zweite bereitete er siv auf seiner Seite kaum etwas zu, kurbelte das Offensivspiel oft mit an und leitete
mit einem starken Dribbling vor, das dritte leitete er mit seinem Pass auf Benatelli ein. das Führungstor exzellent ein.
68 2. BUNDESLIGA
2. LIGA Der Spieltag im Überblick: Alle Tore, alle Spiele, alle Noten

Treibt sein Team fleißig an, treibt es aber nicht Erzielt sein erstes Zweitligator für Düsseldorf: Muss fünfmal hinter sich greifen: Keeper
zum Sieg: Pascal Groß vom FC Ingolstadt 04 Der Finne Joel Pohjanpalo (re.) trifft zum 3:2. Patric Klandt vom FSV Frankfurt

TSV München 1860 – FC Ingolstadt 04 1:1 (1:1) FSV Frankfurt – VfL Bochum 1:5 (1:1)
München: Ortega (3) Trainer: Moniz Frankfurt: Klandt (3) Trainer: Möhlmann
Angha (5) Kagelmacher (4) Schindler (4) Wojtkowiak (4,5) Huber (5) Beugelsdijk (5) Oumari (6) Bittroff (4,5)
Balitsch (4,5)
Stark (3,5) Sanchez (4,5) Bedia (4,5)
Roshi (5) Kruska (4,5) Konrad (4,5) Grifo (5)
Leonardo (5) Rama (3,5)
Okotie (3) Kapllani (3,5)
Hinterseer (2,5) Terodde (1,5) Sestak (2)
Leckie (2,5) Lex (4)
Gregoritsch (2,5) Tasaka (3)
Morales (2,5) Groß (1,5) Roger (2,5)
Losilla (2) Latza (3)
Danilo (2,5) Hübner (3,5) Matip (2,5) da Costa (3) Perthel (3,5) Fabian (4) Cacutalua (3) Celozzi (3)
Ingolstadt: Özcan (2,5) Trainer: Hasenhüttl Bochum: Esser (3) Trainer: Neururer
Eingewechselt: 60. Rodri (3,5) für Bedia, 77. Wood (–) für Rama, 90. Bülow (–) Eingewechselt: 46. Toski (5,5) für Kruska, 73. Epstein (–) für Balitsch und Dedic
für Schindler – 63. Hartmann (–) für Lex, 80. Pekhart (–) für Hinterseer, 90./+2 (–) für Roshi – 52. Weis (3) für Latza, 62. Terrazzino (–) für Gregoritsch, 80.
Engel (–) für Danilo – Reservebank: Eicher (Tor), Steinhöfer, Tomasov, Weigl – Weis Zahirovic (–) für Tasaka – Reservebank: Pirson (Tor), Schlicke, Engels, Schembri –
(Tor), R. Bauer, Mijatovic, Lappe Dornebusch (Tor), Butscher, Cwielong, Forssell
Tore: 0:1 Losilla (29., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit), 1:1 Kapllani (41., Rechts-
Tore: 0:1 Groß (16., Kopfball, Vorarbeit Morales), 1:1 Okotie (20., Rechtsschuss, schuss, Balitsch), 1:2 Gregoritsch (57., Linksschuss, Sestak), 1:3 Terodde (64.,
Rama) – Chancen: 2:5 – Ecken: 0:7 Rechtsschuss, Handelfmeter, Konrad), 1:4 Terodde (79., Linksschuss, Tasaka), 1:5
SR-Team: Jablonski (Bremen – Assistenten: Schröder, Riehl – Vierter Offizieller: Sestak (84., Rechtsschuss, Terodde) – Chancen: 4:12 – Ecken: 1:6
Blos), Note 5, entschied in Zweifelsfällen immer für den Tabellenführer und wirkte SR-Team: Thomsen (Kleve – Assistenten: Reichel, Münch – Vierter Offizieller:
insbesondere bei der Zweikampfbewertung alles andere als sicher. – Zuschauer: Schütz), Note 4,5, teilweise kleinlich, zudem mit einem gravierenden Fehler: Vor
21 800 – Gelbe Karten: Stark, Angha – Pekhart – Spielnote: 4, 1860 war über dem Elfmeter zum 1:3 lag kein absichtliches Handspiel vor, da Konrad seinen Arm
beim Hochspringen angelegt hatte. – Zuschauer: 5677 – Gelbe Karten: Balitsch,
weite Strecken zu schwach, um Ingolstadt einen Kampf auf Augenhöhe bieten Konrad – Perthel, Losilla – Spielnote: 2,5, die Spannung ebbte wegen des desola-
zu können. Insgesamt bot die Partie sehr wenig echte Torszenen. – Spieler des ten FSV-Auftritts vorzeitig ab, das Bochumer Offensivfeuerwerk sorgte aber für gute
Spiels: Pascal Groß, Dreh- und Angelpunkt in einer reifen Ingolstädter Mannschaft, Unterhaltung. – Spieler des Spiels: Simon Terodde, drehte nach der Pause mächtig
stets anspielbar, Schütze des 0:1 und Initiator weiterer guter Offensivszenen. auf, erzielte zwei Tore und hatte Pech bei einem Lattenkracher (73.).

Fortuna Düsseldorf – 1. FC Heidenheim 3:2 (2:1)


Düsseldorf: Rensing (3) Trainer: Reck
Schauerte (4) Tah (2) Bodzek (4) Schmitz (2,5)
da Silva Pinto (4) Gartner (3)
Liendl (3) Benschop (2) Bellinghausen (2,5)
Hoffer (4,5)
Niederlechner (1,5) Morabit (5)

Schnatterer (3) Riese (4) Griesbeck (2,5) Reinhardt (4)


Fotos: Winter, picture-alliance (2), imago/Buthmann, J. Hübner

Heise (4,5) Kraus (2,5) Göhlert (3) Strauß (3,5)


Heidenheim: Zimmermann (3,5) Trainer: Schmidt
Eingewechselt: 60. Pohjanpalo (2) für Hoffer, 71. Avevor (–) für Gartner, 90./+1
Schmidtgal (–) für Bellinghausen – 46. Leipertz (4) für Morabit, 64. Bagceci (–)
für Riese, 88. Mayer (–) für Reinhardt – Reservebank: Unnerstall (Tor), Bomheuer,
Bolly, Halloran – Sattelmaier (Tor), Malura, Vitzthum, Titsch-Rivero
Tore: 1:0 Benschop (23., Linksschuss, Vorarbeit Bellinghausen), 1:1 Niederlechner
(37., Linksschuss, Strauß), 2:1 Benschop (42., Linksschuss, Liendl), 2:2 Nieder-
lechner (68., Rechtsschuss, Schnatterer), 3:2 Pohjanpalo (82., Kopfball, Liendl) –
Chancen: 8:5 – Ecken: 6:6
SR-Team: Steinhaus (Hannover – Assistenten: Günsch, Unger – Vierter Offizieller:
Braun), Note 4, lag zwar bei keiner entscheidenden Situationen daneben, leistete
sich in der Summe aber zu viele kleine Fehler. – Zuschauer: 27 681 – Gelbe
Karten: keine – Spielnote: 1,5, eine temporeiche, hochunterhaltsame Partie, bei
der sich beide Teams nichts schenkten und um jeden Ball kämpften. – Spieler des
Spiels: Florian Niederlechner, ständiger Unruheherd, der permanent in die Schnitt- Stiller Protest gegen RB Leipzig: Die extra in schwarz gekleideten Union-
stellen der Düsseldorfer Abwehr stieß und seine Leistung mit zwei Toren krönte. Fans schweigen im Stadion An der alten Försterei die ersten 15 Minuten.
kicker, 22. September 2014 69

DARMSTADT: Erste Auswärtsniederlage

Gorka muss sich gedulden


1 Das 0:2 in Braunschweig es können aber nun mal nur
war für Darmstadt 98 erst die zwei spielen.“ Der 30-Jährige
zweite Auswärtspleite 2014 will um seine Chance kämp-
und die erste in dieser Saison. fen: „Ich habe große Teile der
„Mit der Niederlage können wir Vorbereitung aufgrund der Leis-
aufgrund der Art und Weise leben, tenverletzung verpasst. Ich werde
Mehr als ein Lächeln für den KSC: Der Japaner Hiroiki Yamada trägt sich es war über die gesamte Dauer ein weiter Vollgas geben und stelle
beim 3:0 in die Torschützenliste ein und bereitet einen Treffer vor. offener Schlagabtausch“, analysierte mein Ego hintenan. Das Team geht
Kapitän Aytac Sulu und wies auch bei uns über alles.“
auf den entscheidenden Stellungs- Im Hessen-Derby dürfte er er-
Karlsruher SC – 1. FC Nürnberg 3:0 (3:0) fehler von Sandro Sirigu vor dem
0:1 hin: „Eine Fahrlässigkeit.“
neut auf der Bank sitzen. Besse-
re Chancen auf einen Einsatz von
Karlsruhe: Orlishausen (2,5) Trainer: Kauczinski
Der positiven Grundstimmung Beginn hat Angreifer Marco Sailer,
Klingmann (3) Gulde (2,5) Gordon (3) Kempe (3) tat die Niederlage vor den Parti- der sich seinen Platz vom zunächst
Peitz (2,5) en gegen den FSV Frankfurt am gesetzten Maurice Exslager zurück-
Mittwoch und bei Union Berlin am geholt hat. JE N S D Ö R R
Torres (2) Yabo (1,5) Krebs (2,5) Yamada (2,5) Samstag keinen Abbruch. Einer
Micanski (4) stand am Freitag allerdings erneut
Sylvestr (5,5) im Schatten: Innenverteidiger Ben-
jamin Gorka, der während der Ver-
Gebhart (6) Schöpf (5) Polak (4) Candeias (5)
letzung von Sulu ein guter Vertreter
Mössmer (5) und in der vergangenen Saison aus
Ramirez (6) Pinola (5) Petrak (4,5) Celustka (5) der Startelf nicht wegzudenken war,
musste erneut zuschauen, geht aber
Nürnberg: Schäfer (3) Trainer: Ismael fair damit um, dass er nach Sulus
Eingewechselt: 57. van der Biezen (3,5) für Micanski, 71. Alibaz (–) für Torres, Rückkehr und der Verpflichtung
86. Nazarov (–) für Yabo – 30. Füllkrug (5) für Gebhart, 61. Mlapa (–) für Sylvestr – von Romain Bregerie (28) derzeit

Foto: J. Hübner
Reservebank: Vollath (Tor), Max, Stoll, Valentini – Rakovsky (Tor), Bulthuis, Pachonik, nur zweite Wahl ist. „Der Trainer
Stark, Koch hat mir gesagt, dass es eine un-
Tore: 1:0 Yamada (9., Rechtsschuss, Vorarbeit Micanski), 2:0 Yabo (20., Rechts- heimlich schwere Entscheidung
schuss, Krebs), 3:0 Yabo (40., Rechtsschuss, Yamada) – Chancen: 7:1 – Ecken: 5:8
war“, sagte Gorka. „Wir haben drei Ist derzeit nur zweite Wahl:
SR-Team: Siebert (Berlin – Assistenten: Seidel, Heft – Vierter Offizieller: Bläser),
Note 2, hatte nach längerer Verletzungspause die Partie höchst souverän im Griff. – gute bis sehr gute Innenverteidiger, Innenverteidiger Benjamin Gorka
Zuschauer: 19 944 – Gelbe Karten: Gulde, Peitz – Sylvestr, Ramirez, Candeias –
Besonderes Vorkommnis: Schäfer hält Handelfmeter von van der Biezen (89., Ra-
mirez) – Spielnote: 3, in der einseitigen Partie konnte es sich der KSC gegen eine HEIDENHEIM: Zu viele Fehler in der Defensive

Lahme Flügel ärgern Schmidt


ganz schwache Nürnberger Elf leisten, nur noch mit angezogener Handbremse zu
agieren. – Spieler des Spiels: Reinhold Yabo, beweglich, technisch stark, torgefähr-
lich – stellte die FCN-Abwehr vor unlösbare Rätsel.

1. FC Union Berlin – RasenBallsport Leipzig 2:1 (0:0) 1Es hätte ein richtig schöner
Tag sein können für Florian
Dass sich der Neuling noch
im Lernprozess befindet, wollte
Berlin: Haas (3) Trainer: Düwel
Niederlechner. Zwei Tore er- Kapitän Marc Schnatterer nicht
Trimmel (2,5) Puncec (3) Leistner (4,5) Schönheim (2,5) zielte der 23-Jährige in Düssel- mehr hören. „Auch Düsseldorf
Kreilach (3) dorf, insgesamt stehen in dieser hat in der Abwehr Fehler ge-
Özbek (4) Köhler (3,5) Saison vier Treffer und zwei Vor- macht, die wir ausgenutzt haben.“
Zejnullahu (4,5) lagen zu Buche. In Feierlaune war Kevin Kraus blickt bereits auf das
Polter (1,5) Brandy (4) Heidenheims Stürmer aber nicht. Spiel gegen Nürnberg: „Das Gute
Die bittere 2:3-Niedelage wollte an einer englischen Woche ist,
Morys (4) Frahn (5) Poulsen (2,5)
Niederlechner erst nicht wahrha- dass wir schnell die Chance ha-
Demme (4) Kimmich (4) ben: „Das war eine überragende ben, die Niederlage vergessen zu
Khedira (4,5) Leistung von uns. Wir waren pha- machen.“ T H O M A S G RÜ N I N G E R
Jung (3) Compper (3,5) Sebastian (4) Teigl (5) senweise die bessere Mannschaft.
Düsseldorf wusste gar nicht so
Leipzig: Bellot (4) Trainer: Zorniger recht, warum sie gewonnen haben.“
Eingewechselt: 55. Jopek (4) für Zejnullahu, 73. Kopplin (–) für Özbek, 86. Eggi- Doch am Eingeständnis, dass der
mann (–) für Polter – 71. Kaiser (–) für Khedira, 76. Palacios Martinez (–) für guten Heidenheimer Offensivleis-
Morys, 86. Heidinger (–) für Teigl – Reservebank: Amsif (Tor), Thiel, Nemec, tung wieder einmal entscheidende
Skrzybski – Dähne (Tor), Fandrich, Hierländer, Kalmar Fehler im Abwehrverhalten folgten,
Tore: 1:0 Polter (70., Kopfball,Vorarbeit Köhler), 1:1 Poulsen (77., Rechtsschuss, –), kam im FCH-Lager keiner vorbei.
2:1 Polter (83., Rechtsschuss, Schönheim) – Chancen: 3:5 – Ecken: 1:3
„In der Defensive hatten wir Pro-
SR-Team: Stieler (Hamburg – Assistenten: Häcker, Kleve – Vierter Offizieller:
Rohde), Note 4,5, etliche Probleme mit der Zweikampfbewertung, die Attacke bleme. Alle Gegentore sind über
von Jopek auf Poulsen war elfmeterwürdig (58.), die Gelbe Karte für Frahn die Flügel gefallen“, sagte Trainer
Foto: Eibner

wegen angeblicher Schwalbe indes eine falsche Entscheidung (22.). – Zuschauer: Frank Schmidt. Der Coach ärgerte
21 366 – Gelbe Karten: Özbek, Kreilach, Brandy – Frahn, Jung – Spielnote: 3, sich, „dass wir es vor so einer Kulis-
träge erste Halbzeit, danach aber ein intensives und rassiges Duell. – Spieler des se zweimal geschafft haben, einen
Spiels: Sebastian Polter, war die erste Halbzeit kaum zu sehen, danach aber mit Rückstand zu egalisieren, aber am Sauer aufgrund der unnötigen
zwei Toren der Mann für die entscheidenden Momente. Ende mit leeren Händen dastehen.“ Niederlage: Frank Schmidt
70 2. BUNDESLIGA

Auflösungserscheinungen
Nach dem 1:5 gegen „Wir können jetzt nicht zur Ta- haben. „Es ist keine Frage des Kön- spiel gegen Eintracht Frankfurt (0:1)
gesordnung übergehen“, betonte nens“, meint Stöver. Der Geschäfts- seien zufriedenstellend gewesen.
Bochum stellt sich in Sportchef Uwe Stöver am Sonntag- führer Sport verweist auf den 1:0- Deshalb erklärt Stöver: „Es ist eine
FRANKFURT einmal mehr mittag. In einer knapp einstündigen Sieg in Nürnberg und die starke Frage der Konzentration, der Kom-
Videoanalyse wurden den Spielern Leistung beim 0:0 gegen Leipzig. munikation und der Einstellung.“
die Mentalitätsfrage. am Vormittag ihre Fehler vor Au- Auch die Auftritte im Pokal (5:4 i.E. Eine Trainerdiskussion gibt es
gen geführt, nachmittags folgte eine in Siegen) sowie im jüngsten Test- bisher nicht. Das ist nachvollzieh-

W
ie ein schwer angeschla- weitere, dreistündige (!) Sitzung, bar, da damit zu rechnen war, dass
gener Boxer taumelte der um die Geschehnisse vom Vortag der FSV mit seinen bescheidenen
FSV Frankfurt in der zweiten aufzuarbeiten. Die Auflösungser- finanziellen Mitteln gegen den Ab-
Hälfte gegen Bochum von einer scheinungen nach der noch eini- stieg spielt. 2012 reüssierte Möhl-
Verlegenheit in die nächste. Nahe- germaßen passablen ersten Hälfte mann als Retter, 2013 führte er den
zu wehr- und willenlos ließen werfen viele Fragen auf. Reicht die Verein sensationell auf Platz 4, und
sich die Hessen demontieren. Die Qualität der Mannschaft, um in der als es 2013/14 eng wurde, schaffte
Lücken zwischen den einzelnen 2. Liga zu bestehen? Ist die Einstel- er die Wende. Entsprechend hoch
Mannschaftsteilen waren teilweise lung der Spieler zu ihrem Beruf ist sein Kredit. Doch auch der erfah-
so groß, dass man hätte Viehherden professionell genug? Kann Benno rene Coach trifft unglückliche Ent-
hindurchtreiben können. Vor der Möhlmann die Wende schaffen? scheidungen. Die Hereinnahme des
englischen Woche mit dem Derby Schon in der vergangenen Sai- lange verletzten Joan Oumari erwies
in Darmstadt und der Partie gegen son ließ das Team phasenweise die sich als fatal und unverständlich.
St. Pauli ist die Ausgangslage äu- Zügel schleifen, vergab leichtsinnig Hanno Balitsch und Tom Beugels-

Foto: imago
ßerst brenzlig. Es droht ein heißer, Punkte und musste deshalb län- dijk harmonierten im Abwehrzen-
ungemütlicher Herbst. In vier der ger als nötig um den Klassenerhalt trum zuvor gut. Oumari avancierte
sechs Ligaspiele (Heidenheim, KSC, zittern. Die Auftritte in dieser Sai- dagegen rasch zum Unsicherheits-
FCK, Bochum) wies der FSV keine son festigen den Eindruck, dass „Es ist keine Frage des Könnens“: faktor und könnte seinen Platz wie-
Zweitligatauglichkeit nach. die Spieler ein Mentalitätsproblem FSV-Sportchef Uwe Stöver der verlieren. J U L I A N F R A N Z K E

ANZEIGE
kicker, 22. September 2014 71

Eine Torfabrik
auf Hochtouren
Mit 15 Treffern hat sich der VFL BOCHUM auch dank
Er trifft und
trifft: Bochums Simon Terodde an die Spitze geschossen. Für eine
Simon Terodde
Zielkorrektur ist es den Verantwortlichen zu früh.

D
ie vergangenen drei Jahre, in fahrlässig gearbeitet.“ Diese Die Bochumer dokumen- Hochstätter sieht – auch mit
denen sich der VfL Bochum je- Fahrlässigkeit war Thema der tierten im zweiten Durchgang Blick auf eine Korrektur der ur-
weils am Abgrund der 2. Liga Pausenansprache, die ihre eindrucksvoll, dass ihre Offen- sprünglichen Saisonziele – noch
bewegte, wirken offenbar immer Wirkung nicht verfehlte. Mi- sive nicht nur aus Simon Terod- Verbesserungspotenzial: „Wenn wir
noch nach und mahnen zur Vor- chael Gregoritsch, dem der Trai- de besteht, der seine Saisontreffer besser werden wollen, müssen wir
sicht. Obwohl die VfL-Verantwort- ner noch vor dem Anpfiff in einem sieben und acht markierte. „Unsere von Beginn an konzentrierter und
lichen augenblicklich jeden Grund intensiven Vier-Augen-Gespräch Offensive ist gut besetzt“, bestätigt aggressiver spielen.“ U L I K I E N E L
haben, mit sich und der Welt zu- Mut zugesprochen hatte, gab mit Peter Neururer angesichts von be-
frieden zu sein, bleiben sie auch seinem Führungstor das Signal reits 15 Saisontoren, „wir wissen,
nach sechs Ligaspielen ohne Nie- für eine dann folgende fulminante was wir da für Möglichkeiten ha-
Acht Tore kein Rekord
derlage in ihren Aussagen sach- halbe Stunde. Der VfL setzte seine ben. Es passt gut ins Bild, dass auch
Acht Tore an den ersten sechs Zweitli-
lich und selbstkritisch. Selbst nach deutlich höhere Qualität durch und Michael Gregoritsch und Stani Se-
ga-Spieltagen lautet Simon Teroddes
dem souveränen 5:1-Sieg beim FSV traf praktisch nicht mehr auf Wider- stak ihre Tore gemacht haben.“
Bilanz. In der Historie des Unterhauses
Frankfurt. stand. „Da waren wir dann zurück Sportvorstand Christian Hoch-
gelang dies zuvor erst drei Spielern:
„Nach der Führung, die verdient im Spiel und haben tollen Fußball stätter teilte die Meinung seines
Dieter Schatzschneider traf 1978/79
war, haben wir uns einige Fehler gespielt“, freute sich Bochums Trai- Trainers zur ersten Halbzeit: „In
für Hannover 96 sogar neunmal,
geleistet und waren weit von dem ner. Neururer war auch deshalb den ersten 45 Minuten haben wir
Michael Tönnies 1990/91 für Duisburg

Foto: DeFodi
entfernt, was wir vorhatten“, bilan- glücklich, „weil wir mit dem VfL uns nicht gut bewegt und fressen
und Francisco Copado 2003/04 für
zierte Trainer Peter Neururer. „In beim FSV schon ganz bittere Stun- da ein Gegentor, das man so nicht
Unterhaching jeweils achtmal.
einigen Phasen haben wir sogar den erlebt haben“. bekommen darf.“

AALEN SANDHAUSEN AUE

Gelassener Scholz Famoser Riemann Emotionaler Stipic


1„Mit Fußball hatte das ja nicht 1Als Manuel Riemann 2007 im Tri- 1Die Stimme war weg, aber To-
viel zu tun, was Sandhausen hier kot von Wacker Burghausen mit zwei mislav Stipic war einfach nur
gespielt hat.“ Umso tiefer saß der gehaltenen Elfmetern fast die Bayern glücklich. Der 35-Jährige feierte
Frust nach der 0:1-Niederlage nicht aus dem DFB-Pokal geworfen hätte, beim 3:0 gegen St. Pauli ein erfolg-
nur bei Arne Feick. Der Linksverteidi- adelte Uli Hoeneß den jungen Tor- reiches Heimdebüt als Aue-Trainer.
ger des VfR Aalen verstand die Welt nicht mehr. wart mit den Worten: „Der hat einen Magneten Mit viel Leidenschaft, Laufbereitschaft und
„Wir waren die klar bessere Mannschaft. Da im Handschuh.“ In den vergangenen acht Tagen Kampfgeist, aber auch zahlreichen gelungenen
musst du die drei Punkte einfach hierbehalten.“ polierte der mittlerweile 26-Jährige seinen Ruf Kombinationen zwang das Schlusslicht die Ham-
Der Pechvogel des Spiels war Kapitän Le- als Elfmeterkiller auf. Sonntag vor einer Woche burger in die Knie.
andro. Er hätte seine glänzende Leistung der bewahrte er Sandhausen beim 1:0 gegen Fürth Ob dieser Triumph zur „Wiederauferstehung“
ersten Halbzeit per Elfmeter mit dem möglichen vor dem Rückstand, am Freitag gelang ihm das wird, muss sich freilich noch zeigen. Das 3:0 lässt
Siegtor – und später noch einmal mit einer Rie- gleiche Kunststück beim 1:0-Erfolg in Aalen. den Sachsen zumindest wieder etwas Luft zum
senchance – krönen können. „In der Kabine war „Manuel ist ein Teufelskerl“, freute sich Trai- Atmen. „Kompliment an meine Mannschaft“,
Totenstille. Aber es wird weitergehen“, richtete ner Alois Schwartz, „nachdem er den Elfmeter erklärte Stipic mit heiserer Stimme. Die TV- und
schon wenig später Sascha Mockenhaupt den gehalten hatte, waren wir wacher.“ Zuvor hatten Radiointerviews nach Spielende hatte der Kroate
Blick nach vorne. Schließlich steht am Dienstag die Sandhäuser auf der Ostalb eine schwache absagen müssen, weil die Stimme komplett weg
in Fürth die nächste Aufgabe an. Seit vier Li- erste Halbzeit geboten. Danach kam Riemanns war. Der jüngste Trainer der 2. Liga hat es offen-
gaspielen wartet der VfR auf einen Sieg. Schon großer Auftritt, er parierte den Strafstoß von bar verstanden, mit seinen zumeist sehr emoti-
vor der Partie gegen Sandhausen hatte Trainer Leandro. „Torwarttrainer Daniel Ischdonat und onalen Worten die Leidenschaft bei den Spielern
Stefan Ruthenbeck klargemacht: „Wir haben ich setzen uns vor jedem Spiel zusammen und neu zu wecken. Torhüter Martin Männel dazu:
jetzt Druck.“ Der ist nach der ersten Heimnieder- sprechen über mögliche Schützen. Aber ein biss- „Er beherrscht nicht nur die emotionale Schiene,
lage der Saison weiter gestiegen. Denn Greuther chen Intuition gehört auch dazu“, verriet Rie- sondern gibt uns auch einen klaren Plan mit.“
Fürth hat bislang alle drei Heimspiele gewonnen, mann. Auch Präsident Jürgen Machmeier lobte Gut so, denn nur die emotionale Schiene wäre
Aalen auswärts hingegen noch gar nicht. Ange- den Schlussmann. „Er ist momentan unsere am Dienstag zu wenig, dann da muss Aue bei
sichts der brenzligen Tabellensituation betonte Lebensversicherung. Wir haben jetzt zweimal den starken Ingolstädtern antreten. Für Stipic ist
VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz: „Wir wer- zu null gewonnen, das ist wichtig für die Psyche dies übrigens ein ganz besondere Partie, schließ-
den jetzt nicht in Panik verfallen. Die Saison hat der Spieler. Das gibt Selbstbewusstsein für das lich betreute er bis vor wenigen Wochen noch die
erst angefangen.“ WERNER RÖHRICH Spiel gegen 1860 München.“ C L AU S W E B E R U 23 des FCI. OLAF MORGENSTERN
72 2. BUNDESLIGA

Wie ein Absteiger


Patzer vor dem gegnerischen und dem eigenen
Tor, dazu viele Verletzte. Der FC ST. PAULI ist
Vorletzter und gegen Braunschweig unter Druck.

1860 MÜNCHEN: Gegen Ingolstadt verfielen die Löwen wieder in ihr passives Schema

Moniz will das vorgeschriebene System ändern


1Dominante Spielweise, viel das, was sich die Löwen unter Um zudem die Löcher zu stop-
Druck nach vorne und gegen ihrem neuen Trainer vorgestellt fen, die im Mittelfeld klaffen, erwägt
den Ball. So, wie der FC Ingol- hatten. Moniz führt den ge- Moniz nun einen Systemwechsel:
stadt am Samstag in der Alli- hemmten Auftritt im oberbay- weg vom 4-3-3, das die Vereinsfüh-
anz Arena gespielt hat, woll- erischen Duell auf mangelnde rung fordert, hin zu einem 4-2-2-2
ten eigentlich die Löwen in dieser Sicherheit zurück, physisch und mit Rodri/Okotie als Doppelspitze
Spielzeit auftreten. Jedoch: Nach psychisch. „Einige haben vielleicht und einem zweiten Sechser neben
dem 2:1-Sieg bei St. Pauli war nichts Stress und fühlen sich noch nicht so Chefzweikämpfer Yannick Stark.
davon zu spüren, dass sich das neu- frei“, mutmaßte er. „Meine Überlegung für die Zu-
formierte Team in die gewünschte Speziell auf den Außenbahnen kunft ist, dass wir so spielen“, sag-
Richtung weiterentwickelt. sei von der körperlichen „Über- te Moniz und führte die letzten
Ein Glückstor durch Rubin Oko- kapazität“, die der Niederländer 20 Minuten vom Samstag als bes-
tie, Torjäger vom Dienst, und viel einfordert, nicht viel zu sehen. Le- tes Beispiel an: „Mit Rodri hatten
Verzagtheit in allen Mannschafts- onardo habe „fast rechter Verteidi- wir mehr Druck auf den Gegner,
Foto: Sampics/Pahnke

teilen – am Ende mussten die ger gespielt“, um Neuzugang Martin und für die Stürmer waren die An-
Münchner froh sein, wenigstens Angha zu unterstützen. Und was laufwege kürzer.“ Zu klären ist jetzt,
einen Punkt gerettet zu haben. „Wir Valdet Rama angeht: Der Links- was dem Verein wichtiger ist: Die
waren viel zu passiv“, klagte Trainer außen habe zwar den Ausgleich festgeschriebene Philosophie im
Ricardo Moniz und wiederholte sei- durch Okotie mustergültig vorbe- 4-3-3 – oder ein System, das die
ne Analyse wie ein Mantra. Sechs reitet, aber für volle 90 Minuten sei gewünschten Erfolge schnellstens Unzufrieden: Ricardo Moniz
Punkte aus sechs Spielen sind nicht er „leider noch nicht fit genug“. ermöglicht. R I C H A R D R Ö S E N E R bringt die Löwen nicht in die Spur.
kicker, 22. September 2014 73

T
rainer Thomas Meggle gibt un- schaft den Rückstand psychisch BRAUNSCHWEIG: Lieberknechts Forderung
verdrossen den Optimisten. besser verkraftet.“ Das Gegenteil
„Wir müssen das Positive in
den Fokus ziehen.“ Das ist rasch
erledigt: St. Pauli erspielte sich auch
in Aue im ersten Durchgang gute
war der Fall: St. Pauli löste sich auf.
Immerhin, gegen Braunschweig
entspannt sich die personelle Lage
zumindest teilweise: Enis Alu-
Ademi hofft auf mehr
Möglichkeiten. Dem jedoch steht shi und Jan-Philipp Kalla kehrten 1Von einer Trendwende zu ließ, um von dort in die Räume
eine lange Mängelliste gegenüber. Sonntag nach auskurierten musku- sprechen, wäre verfrüht. Doch zu stoßen. Auch Ademi wusste
Entscheidend: Die Viererkette ver- lären Problemen ins Mannschafts- nach zuvor drei Niederlagen bei seiner Startelf-Premiere zu
teidigt nicht zweitligareif. Dem- training zurück, erhöhen den in Folge machten die Braun- gefallen, wenngleich er meh-
entsprechend ist nicht allein die Spielraum bei der Besetzung der schweiger beim 2:0 gegen rere gute Chancen vergab. „Da-
Startbilanz (siehe Infofläche) be- Defensive. Sören Gonther war nach Darmstadt zumindest einen Schritt von muss ich mindestens eine ma-
sorgniserregend. einer Mandelentzündung bislang in die richtige Richtung – sowohl chen“, ärgerte sich der Schweizer.
„Wenn wir im letzten Drittel sol- lediglich im Kraftraum, seine Rück- spielerisch als auch tabellarisch. Dennoch darf der 22-Jährige be-
che Fehler machen, bekommen wir kehr jedoch ist ebenso möglich. Dementsprechend groß war die rechtigt hoffen, am Dienstag beim
Probleme“, klagt Timo Schultz, als Für Sebastian Schachten (Bauch- Erleichterung beim Absteiger. „Mei- FC St. Pauli erneut von Anfang an
Meggle-Ersatz auch noch kommen- muskelzerrung) und Christopher ne Mannschaft hat gezeigt, dass sie aufzulaufen. „Die englische Woche
den Dienstag gegen Braunschweig Buchtmann (Fußprellung) wird der den Willen hat, sich aus dieser Lage kommt genau richtig“, sagte Ade-
an der Seitenlinie verantwortlich. Kampf ums Comeback am Dienstag zu befreien“, lobte Trainer Torsten mi, wohl wissend, dass sein Team
Das Innenverteidiger-Paar Markus zum Wettlauf gegen die Zeit. Lieberknecht seine Schützlinge, einen großen Sprung in der Tabel-
Thorandt und Philipp Ziereis war Die bange Frage lautet daher: die laut Mittelfeld-Mann Hendrick le machen kann. „Es kommt jetzt
im Erzgebirge an allen drei Ge- Reichen allein zwei, drei Rückkeh- Zuck „keine leichte Zeit“ hinter sich drauf an, Konstanz in unser Spiel zu
gentreffern mitbeteiligt, der zum rer für eine Wende? „Es ist zu früh, hatten. Von einem „sehr, sehr wich- bekommen“, forderte Trainer Lie-
Außenverteidiger umfunktionierte Panik zu machen“, sagt Thorandt tigen Sieg“ sprach deshalb auch An- berknecht. Damit aus dem Schritt
Lennart Thy ließ sich vor dem 0:1 und Torhüter Philipp Tschauner greifer Havard Nielsen und räumte in die richtige Richtung eine echte
übertölpeln und wird zum Sinn- pflichtet bei: „Es ist noch zu früh, ein: „Der Druck war groß.“ Die da- Trendwende wird (mehr über die
bild: Der Offensiv-Allrounder muss vom Abstiegskampf zu sprechen.“ raus resultierende Verunsicherung Eintracht auf den Seiten 92 und 93).
in der Viererkette aushelfen, weil Dabei stecken sie als Vorletzter war dem auf vier Positionen verän- CHRISTIAN SCHIEBOLD
St.  Pauli personell am Stock geht. nicht nur längst drin – St. Pauli prä- derten Erstligaabsteiger im Duell
Noch ein Alarmsignal, denn: Allen sentiert sich mit Nachlässigkeiten mit den bis dato noch unbesiegten
Beteuerungen Meggles zum Trotz – vor dem gegnerischen und dem ei- Hessen in der Anfangsphase auch
seine zuletzt von acht Ausfällen ge- genen Tor streckenweise auch wie deutlich anzumerken. Umso wich-
beutelte Formation ist nicht zweitli- ein Absteiger. SEBASTIAN WOLFF tiger, weil nervenberuhigend war
gatauglich. Der Coach will dennoch Nielsens Führungstreffer nach gut
nicht lamentieren: „Wir werden nie- einer halben Stunde.
mals rumjammern, sonst hat man
St. Paulis miese Bilanz Für den Norweger war es im
schon Energie verloren.“ Doch auch sechsten Saisonspiel der vierte
Ein Sieg, ein Unentschieden nach
er hat registriert, dass sowohl die Treffer. „Das ist mein Job als Stür-
sechs Spieltagen. Erst zweimal zuvor
angespannte Personalsituation als mer“, konstatierte der 21-Jährige,
startete der FC St. Pauli so oder noch
Foto: imago
auch der sportliche Niedergang der an dessen Seite erstmals in dieser
schwächer in eine Zweitligasaison.
zurückliegenden Monate, mit nur Saison von Beginn an Orhan Ademi
1984/85 (1 S, 1 U, 4 N) stand am
Foto: Witters

zwei Siegen aus den letzten 15 Spie- auflief. „Das hat gut funktioniert“,
Saisonende der Abstieg, ebenso in der
len, Spuren hinterlassen haben. fand Nielsen, der sich mehrfach auf Ordentliche Startelf-Premiere:
Spielzeit 2002/03 (1 S, 5 N).
„Ich hätte gedacht, dass die Mann- die Zehner-Position zurückfallen Eintracht-Stürmer Orhan Ademi

INGOLSTADT: Ärger über verpassten Derbysieg – Groß bemängelt fehlende Kaltschnäuzigkeit

Özcan: „Gegen uns geht keiner mehr los wie die Feuerwehr“
1 Eigentlich war die Büh- kaum gekannte Probleme haben uns in den letzten Spielen Moment wird jeder Gegner von uns
ne bereitet. Nimmt man den stellte. „Es war nicht nur Pech, Respekt erarbeitet. Wir können uns in der Vorwoche von St. Pauli auf-
Spielverlauf und vor allem wir haben immer wieder auch schon darauf einstellen, dass auch gebaut“, meinte Hasenhüttl augen-
die Spielanteile wäre der ers- die falsche Entscheidung ge- die nächsten Gegner nicht wie die zwinkernd. Torwart Özcan erwartet
te Derbysieg der Ingolstädter troffen“, gab der Ingolstädter Trai- Feuerwehr gegen uns losrennen“, noch aus einem anderen Grund ein
in München auch durchaus ver- ner zu. So wirkte Lukas Hinterseer warnte Özcan. schweres Spiel. „Dort arbeitet mit
dient gewesen. „Ich bin jetzt drei oft unentschlossen, Alfredo Mora- Am Dienstag kommt Schlusslicht Tommy Stipic unser ehemaliger
Jahre in Ingolstadt, noch nie wa- les verstolperte eine hunderprozen- Aue, das wie zuvor die Löwen ge- U-23-Trainer, die werden mit
ren wir so nah dran“, ärgerte sich tige Chance und Moritz Hartmann rade mit einem Sieg gegen St. Pauli Schaum vor dem Mund zu uns
Torwart Ramazan Özcan, der in schoss im Strafraum seinen Team- Selbstvertrauen getankt hat. „Im kommen.“ N O R B E RT R O T H
der zweiten Halbzeit nicht einen kollegen Hinterseer an. „Da fehlte
Ball halten musste. uns die Kaltschnäuzigkeit“, befand
Ein Aussetzer der ansonsten si- Mittelfeldmotor Pascal Groß, der
FCI auf Rekordkurs
cheren Defensive und die schlechte einmal mehr zu fast allen Chancen
Saisonübergreifend blieb der FC Ingol-
Chancenverwertung verhinderten die Anspiele lieferte und auffälligs-
stadt auch im 16. Auswärtsspiel in Fol-
jedoch den Erfolg gegen erstaunlich ter Mann auf dem Platz war.
ge ungeschlagen. Damit fehlt nur noch
Foto: imago

harmlose Löwen. „Der Gegner hatte Das zähe Anrennen gegen einen
ein Spiel zum Zweitligarekord. Bayer
Schiss vor uns“, kommentierte Ral- tief stehenden Gegner – eine Auf-
Leverkusen blieb von Mai 1978 bis
ph Hasenhüttl die Defensivtaktik gabe, die den so verheißungsvoll
April 1979 in 17 Partien hintereinander
der Gastgeber, die den bisherigen gestarteten Oberbayern ab jetzt Freut sich auf das Duell, warnt
in fremden Stadien ohne Niederlage.
Tabellenführer indes vor bisher wohl häufiger begegnen wird. „Wir aber vor Aue: Ramazan Özcan
74 2. BUNDESLIGA kicker, 22. September 2014

WER SPIELT PERSONALIEN


7. SPIELTAG
WER FEHLT Voraussichtliche Aufstellungen

Foto: imago/Hessland
SpVgg Greuther Fürth – VfR Aalen Di., 17.30 Uhr FC St. Pauli – Eintracht Braunschweig Di., 17.30 Uhr

Fürth: Hesl – Pledl, Korcsmar, Röcker, Gießelmann – St. Pauli: Tschauner – Kalla, Thorandt, Gonther,
Fürstner, Sukalo (Caligiuri) – Weilandt, Stiepermann, Buballa – Daube, Alushi – Görlitz, Maier – Nöthe,
Schröck – Przybylko (Zulj) – Es fehlen: Azemi (Reha), Verhoek – Es fehlen: Nehrig, Schachten, Buchtmann
Wurtz (Patellasehnen-Probleme), Flekken (Reha nach (Aufbautraining), Himmelmann (Sehnenentzündung) – Kehrt zurück: Fabio Coltorti
Kreuzbandriss) – Gelbsperre droht: Sukalo (4) Gelbsperre droht: –

Aalen: Fejzic – Ofosu-Ayeh, Barth, Mockenhaupt, Feick – Braunschweig: Gikiewicz – Kessel, Decarli, Correia, RB Leipzig
Hofmann, Hainault, Leandro – Daghfous, Drexler, Reichel – Kruppke, Vrancic (Theuerkauf), Boland, Zuck – Torhüter Fabio Coltorti (33, nach In-
Klauß – Es fehlen: Lechleiter (Reha nach Kreuzband- Ademi, Nielsen – Es fehlen: Hochscheidt (Adduktoren- nenbandanriss im rechten Knie)
riss), Neumann (Aufbautraining nach Knie-OP), Zahner abriss), Oehrl (Fußverletzung), Washausen (Reha nach soll in dieser Woche wieder ins
(muskuläre Probleme) – Gelbsperre droht: – Kreuzbandriss) – Gelbsperre droht: – Mannschaftstraining einsteigen.
Vorsaison: 1:0. Fürth gewann alle drei Heimspiele mit 10:2 Toren. Zuletzt: 5:1 (2012/13). 2002/03 gewann St. Pauli sogar mit 7:1 – SV Darmstadt 98
Aalen traf in dieser Saison auswärts erst einmal. und beide Klubs stiegen ab! Zweitliga-Heimbilanz: 3–2–1, 14:5 Tore.
Trainer Dirk Schuster (46) will noch
einen vertragslosen Rechtsvertei-
diger holen.
FC Ingolstadt 04 – Erzgebirge Aue Di., 17.30 Uhr SV Sandhausen – 1860 München Di., 17.30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth
Ingolstadt: Özcan – da Costa, Matip, Hübner, Sandhausen: Riemann – Kübler, Olajengbesi, Hübner, Kacper Przybylko (21, Sturm) und
Danilo – Groß, Roger, Morales – Lex, Hinterseer, Leckie Achenbach – Linsmayer, Kulovits – Thiede, Bieler, Goran Sukalo (33, Mittelfeld) konn-
Es fehlen: Cohen, Gunesch, Jessen, Eigler (alle Reha- Stiefler – Wooten – Es fehlen: Jovanovic (Reha), Adler
Training) – Gelbsperre droht: – ten am Sonntag nicht trainieren.
(Leisten-OP), Paqarada (Bänderriss in der Schulter), Przybylko hat Probleme mit der
Kratz (Reha) – Gelbsperre droht: –
Schulter, Sukalo erlitt gegen Kai-
Aue: Männel – Klingbeil, Vucur, Paulus, Luksik – 1860 München: Ortega – Adlung, Kagelmacher, serslautern eine Rückenprellung;
Benatelli, Fink – Müller, Könnecke, Kortzorg – Löning Schindler, Wojtkowiak – Stark, Weigl – Leonardo, ihr Einsatz gegen Aalen ist offen.
Es fehlen: Miatke (Leistenzerrung), Schulz (muskuläre Rama – Rodri, Okotie – Es fehlen: Hain, Stahl (beide
Probleme) – Gelbsperre droht: – Aufbautraining nach Knieverletzungen) SV Sandhausen
Gelbsperre droht: – Das Verletzungspech bleibt Nicky
Adler (29) treu. Sandhausens bes-
Vorsaison: 1:2. Ingolstadt noch ohne Heimsieg gegen Aue. Bilanz: Vorsaison: 0:0. Sandhausen noch ohne Heimtor gegen 1860. Bilanz: ter Torschütze der abgelaufenen
0–2–2, 2:4 Tore. Aue ist auswärts noch ohne Tor und Punkt. 0–1–1, 0:1 Tore. Die Löwen mit drei Remis in den letzten vier Spielen.
Saison (neun Treffer) plagten wo-
chenlang Adduktorenprobleme,
muss nun operiert werden.
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Union Mi., 17.30 Uhr 1. FC Heidenheim – 1. FC Nürnberg Mi., 17.30 Uhr
1860 München
Kaiserslautern: Sippel – Zimmer, Orban, Heintz, Heidenheim: Zimmermann – Strauß, Göhlert, Kraus, Wegen eines Schlags auf den Kopf
Löwe – Karl, Ring – Matmour, Demirbay, Stöger (Gaus) Heise – Bagceci, Griesbeck, Titsch-Rivero, Schnatterer – musste Christopher Schindler (24,
– Lakic – Es fehlen: Occean (wird nicht berücksichtigt), Mayer, Niederlechner Abwehr) gegen Ingolstadt ausge-
Younes (Muskelfaserriss), Zellner (Reha) Es fehlen: Wittek (Innenbanddehnung im Knie), Janzer wechselt werden. Der Einsatz des
Gelbsperre droht: – (Muskelfaserriss) – Gelbsperre droht: –
Kapitäns am Dienstag in Sand-
Berlin: Haas – Trimmel, Puncec, Leistner, Schönheim – Nürnberg: Schäfer – Celustka, Petrak, Pinola, hausen ist nicht in Gefahr.
Kreilach, Özbek – Brandy, Zejnullahu, Köhler – Polter Bulthuis – Mössmer – Candeias, Polak, Schöpf,
Es fehlen: Kobylanski (Innenbandteilabriss im rechten Füllkrug – Mlapa – Es fehlen: Hovland (Rückstand nach 1. FC Union Berlin
Kniegelenk), Oschkenat (Kreuzbandriss) Adukktorenverletzung), Blum (Reha nach Knorpelscha- Mittelfeldspieler Christopher Qui-
Gelbsperre droht: – den im Knie) – Gelbsperre droht: – ring (23) fehlte gegen RB Leipzig
aufgrund von Rückenproblemen.
Vorsaison: 3:0. Davor auf dem „Betze“ zweimal unentschieden. Premiere. Aufsteiger Heidenheim ist daheim noch unbesiegt. Bun-
Bilanz: 1–2–0, 7:4 Tore. Lautern gewann alle drei Saison-Heimspiele. desligaabsteiger Nürnberg kassierte auswärts schon acht Gegentore.
FC St. Pauli
Marcel Halstenberg (22, Abwehr)
ist nach langwierigen muskulä-
RB Leipzig – Karlsruher SC Mi., 17.30 Uhr SV Darmstadt 98 – FSV Frankfurt Mi., 17.30 Uhr ren Problemen wieder ins Mann-
schaftstraining zurückgekehrt.
Leipzig: Bellot – Teigl, Sebastian, Compper, Jung – Darmstadt: Mathenia – Sirigu, Bregerie, Sulu, Für das Spiel gegen Braunschweig
Kimmich, Khedira, Demme – Poulsen, Frahn, Morys Stegmayer – Kempe, Gondorf, Behrens, Heller – Stroh- ist er aber noch keine Option.
Es fehlen: Boyd, Ernst (beide Knieverletzung), Franke Engel, Sailer – Es fehlt: keiner – Gelbsperre droht: –
(Achillessehnenreizung), Rebic (Fersenverletzung) –
Gelbsperre droht: – FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Beugelsdijk, Balitsch,
A B G E RU N D E T
Bittroff – Konrad – Roshi, Kruska, Grifo, Epstein –
Karlsruhe: Orlishausen – Klingmann, Gulde, Gordon, Kapllani – Es fehlen: Yelen (Außenbandteilriss), Am Wochenende gab es
Kempe – Peitz – Torres, Yabo, Krebs, Yamada – Micanski Pagenburg (Rückenprobleme), Kauko (Innenbandzer- folgende Jubiläen:
Es fehlen: Traut (Kreuzbandriss), Mauersberger rung im Knie), Chahed (private Gründe), Aoudia
(Fingeroperation), Meffert (Knieprobleme) (Kreuzbandriss), Kaffenberger (Achillessehnenprobleme) 100. Zweitligaspiel:
Gelbsperre droht: Peitz (4) Gelbsperre droht: – Romain Bregerie (28, SV Darmstadt 98)
Premiere. Aufsteiger Leipzig kassierte zu Hause erst ein Gegentor. Zuletzt: 6:2 (1982/83). Einziger FSV-Sieg in Darmstadt 1975/76 50. Zweitligaspiel:
Der KSC ist eines von drei ungeschlagenen Teams der Liga. (2:1). Bilanz: 5–0–1, 17:6 Tore. Die Lilien noch ohne Heim-Gegentor.
Alfredo Morales (24, FC Ingolstadt 04)
Faton Toski (27, FSV Frankfurt)
kicker, 22. September 2014 MEINUNGEN 75
kicker-Kolumnisten-Kreis

SERGEJ
BARBAREZ
Ex-Profi und früherer
Aufsichtsrat des HSV

Es gibt gewisse
Parallelen zu Doll
A m Samstag ging es mir wie den wohl meis-
ten der 57 000 Zuschauer im Hamburger
Stadion – ich war verwundert und positiv über-
rascht über einen HSV, der die Leute mit seiner
Leidenschaft mitriss, der aber auch noch mehr
als nur Herz zeigte: Von der Tribüne aus war zu
erkennen, was der neue Trainer vorhat.

Joe Zinnbauer hat einen Start erwischt, der Mut


macht. Als Letzter zum Einstand einen Punkt
gegen den FC Bayern – was bringt Selbstver-
trauen, wenn nicht so ein Ergebnis? Erst recht,
da es nicht glücklich ermauert wurde. Aber
es gilt auch, wachsam zu bleiben. Ich warne
davor, vorzeitig von einer Wende zu reden.
Nur zur Erinnerung: Zum Einstand von Mirko
Slomka hat der HSV im Februar Borussia Dort-
mund mit 3:0 geschlagen. Deshalb ist es jetzt
entscheidend, dass nachgelegt wird, denn das
Programm bleibt anspruchsvoll: In Gladbach
und Dortmund, dazwischen zu Hause gegen
Frankfurt. Der HSV muss jetzt punkten. Denn kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh dreht den
genau das, einen Anfangserfolg zu bestätigen,
ist in der Vergangenheit oft nicht gelungen.

Thomas Doll wurde in den vergangenen Tagen,


vor allem auch vom kicker, immer wieder er-
wähnt, als es um die Beförderung Zinnbauers
SCHEINWERFER
ging. Und auch ich sehe durchaus Paralle-
len, nicht nur, weil beide aus der Regionalliga
hochgezogen wurden: Auch Dolly hat uns da-
mals direkt neues Leben eingehaucht, war sehr
Joe Zinnbauer – Joe wer?
nah an der Mannschaft. Aber: Er hat vor allem
auch neue Trainingsinhalte reingebracht, hat
uns bei Weitem nicht nur heiß gemacht, son-
D ie Überraschung war groß, als der HSV in die
vorläufige Nachfolge von Mirko Slomka einen
gewissen Joe Zinnbauer berief. Joe wer? Kaum
bilden eine gewisse Grundlage, um zumindest
einen Funken Glauben daran festzumachen.

dern eine klare Idee gehabt. Die habe ich am jemand kennt Zinnbauer, der als durchschnitt- Vom Neu-Hamburger zum Alt-Hamburger: Ist das der
Samstag auch gesehen: Zinnbauer hat es zum licher Profi höchstens dank kaufmännischen bittere Abgesang eines erfolgsverwöhnten Meis-
Beispiel verstanden, Valon Behrami nach des- Geschicks und seiner Vorliebe für teure Autos termachers? Das endgültige Aus für Felix Ma-
sen Stärken einzusetzen. Bisher hat mich die- einem kleinen Kreis von Insidern bekannt war; gath als Trainer? Als erster Chefcoach frisch aus
ser enttäuscht, weil die Mannschaftsteile aber der dann als Trainer die Ochsentour über Ama- Deutschland in die englische Premier League
auch zu weit auseinanderstanden. Gegen die teurklubs zum Juniorenteam des HSV suchte. importiert, stürzte er mit dem Traditionsklub
Bayern hat der HSV weniger Räume gelassen, Zinnbauer schaffte gegen den eigentlich über- FC Fulham gleich zweimal gnadenlos ab: Erst als
kompakter gepresst. Und Behrami war die mächtigen FC Bayern, was seine Vorgänger nur ersehnter „Retter“ hinab in die 2. Liga, dann dort
Schlüsselfigur, Taktgeber, Balleroberer. Wenn peripher erreichten: Eine kämpferische Einheit mit runderneuertem Team nach sieben Spielta-
Trainern es gelingt, entscheidende Figuren so auf den Rasen zu bringen, die die Herzen der gen auf den letzten Platz der Tabelle. Was seine
nach ihren Qualitäten einzusetzen, sagt das Hamburger zurückeroberte – zumindest für schnelle Ablösung bedeutete – ein üblicher Gang
noch weit mehr aus, als wenn die anderen diesen einen Tag. Jetzt gilt es für ihn wie alle im Profifußball aller Länder. Schade für Magath,
ihn nachher dafür loben, wie sehr er sie heiß Spieler, dauerhaft an einem Strang zu ziehen, um der mit großen Hoffnungen nach England ging;
gemacht hat. Entscheidend ist aber auch, was den fast aussichtslosen Fall des ins scheinbare schade ebenso für den Ruf deutscher Fußball-
Lewis Holtby gesagt hat: Der Auftritt gegen Nichts stürzenden Dinos zu stoppen. Vor knapp lehrer, die sich nun schwerer tun dürften, auf
Bayern kann nur der Anfang gewesen sein. zwanzig Jahren habe ich Zinnbauer kennen- und der Insel Fuß zu fassen. Es sei denn, sie besäßen
als einen Menschen schätzen gelernt, der Ziele wie Uwe Rösler bereits als Spieler ein großes
ins Visier nimmt und sich in ihnen festbeißt. Standing. Magath nun auch in Deutschland ein
Der kicker-Kolumnistenkreis: Sergej Barbarez,
Zum Beispiel bei der Idee, ein fast aussichtslos Karriereende vorherzusagen wäre verfrüht. Es
Giuseppe Bergomi, Thomas Berthold, Fredi Bobic,
scheinendes Charity-Event erfolgreich durch- gibt sicherlich Klubchefs, die seine Qualitäten
Marco Bode, Didier Deschamps, Thomas Helmer, Bernd
zuziehen. Ob Zinnbauer diesen maroden HSV in der Nachfolge seiner Lehrmeister Zebec und
Heynemann, Jürgen Kohler, Morten Olsen, Uli Stein,
wirklich zu neuem Schwung erweckt, bleibt da- Happel auch für die heutige Spielergeneration
Joachim Streich, Olaf Thon, Rudi Völler, Marc Wilmots
hingestellt. Sein Ehrgeiz, seine Visionen jedoch als zeitgemäß empfinden.
76 3. LIGA

Das Ende der Durststrecke


Nach 280 Tagen und schärfte einen Klos-Kopfball (85.)
und verhinderte den möglichen
15 Pflichtspielen hat Ausgleich. Im direkten Gegenzug
der FC HANSA ROSTOCK setzte Weidlich zu einem unwi-
derstehlichen Solo an. Er ließ Sal-
endlich den ersehnten ger stehen, umkurvte Torhüter
Heimsieg eingefahren. Schwolow und traf aus spitzem
Winkel zum erlösenden 4:2.
Doch von Euphorie an der

N
ach seinen Taten fehlten Ste- Ostsee keine Spur. „Wir haben
ven Ruprecht „ein bisschen jetzt elf Punkte nach zehn Spie-
die Worte, weil so viele Emo- len. Das ist nicht viel“, gab Ru-
3. LIGA

tionen hochkommen“. Die wich- precht zu bedenken. „Wir wol-


tigste Erkenntnis: Hansa kann len an die Leistung anknüpfen“,
doch zu Hause gewinnen. 280 meinte er mit Blick auf Mittwoch,
Tage mit insgesamt 15 Pflicht- wenn der Tabellendreizehnte bei
spielen (13 Drittligapartien, siehe Aufsteiger Fortuna Köln zu Gast
Infokasten) hatten Ruprecht und ist. Ruprecht wird die Reise in die
seine Kollegen auf diesen Augen- Domstadt nicht antreten, er kas-
blick warten und für die erfolglo- sierte seine fünfte Gelbe Karte.
sen Versuche viel Kritik einste- S T E FA N E H L E R S
cken müssen. „Wir haben genug
auf die Fresse bekommen“, mein-
te Rostocks Innenverteidiger.
Die verflixte 13

Fotos: Inside-Picture; Andy Bünning


Mit dem 4:2 über Bielefeld
Der FC Hansa war saisonüber-
wurde der Bock nun umgesto-
greifend 13 Liga-Heimspiele lang
ßen. „Jetzt kann das ganze Gela-
sieglos, ehe nun die Erlösung folg-
ber aufhören mit Heimkomplex
te. Länger auf einen Heimerfolg in
hier, Heimkomplex da“, so Rup-
der 3. Liga warten musste bisher
recht, der mit zwei verwandelten
nur Regensburg: Der Jahn blieb
Foulstrafstößen maßgeblichen
zu Hause 16 Partien (2010/11 –
Anteil an dem lang ersehnten Be-
2011/12) ohne Dreier. Rostock
freiungsschlag hatte. Ein Garant
jedoch hat die längste Sieglosserie
für den Erfolg war auch Aleksan- wusstsein aus. „Er hat ein richtig Mitte der zweiten Halbzeit
eines Gastgebers innerhalb eines
dar Stevanovic, der bei seinem gutes Spiel gemacht und uns Si- drohte die Partie zu kippen.
Kalenderjahres beendet (auf Platz 2
Debüt mit Ballsicherheit und cherheit im Mittelfeld gegeben“, Nach dem 2:3 „haben wir gewa-
liegt Werder Bremen II: 12 Partien
Coolness überzeugte. Der Neu- lobte Torhüter Jörg Hahnel den ckelt ohne Ende“, räumte Trainer
ohne Erfolg im Kalenderjahr 2011).
zugang strahlte großes Selbstbe- 22 Jahre alten Ex-Bremer. Peter Vollmann ein. Hahnel ent-
Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_3liga_li

DRESDEN: Moll fehlt auch in Halle BIELEFELD: Meier findet eher milde Worte

Fiel hofft auf Lerneffekt Klos: „Das war saudämlich“


1Über Fußballweisheiten kann man nur lernen.“ Den 1Fabian Klos ist ein Freund schon besser gespielt“, fand
wird gern geschmunzelt. Lerneffekt, der am besten klarer Worte. „Die erste Geburtstagskind Norbert
Mit dem kicker immer topaktuell informiert:

Dass ein Spiel jedoch tat- bereits am Mittwoch beim Halbzeit war unter aller Meier noch milde Wor-
sächlich erst dann zu Ende HFC einsetzt, stellt auch Sau, zweite Halbzeit wurde te. Der Trainer wurde am
ist, wenn der Schiedsrichter Cheftrainer Stefan Böger he- es dann besser“, sagte der Ka- Samstag 56 Jahre alt. Er hakte
abpfeift, hat sich beim 1:1 gegen raus. Gerade für die Reihe von pitän des DSC Arminia nach dem das Spiel als „weiteren Lernpro-
Mainz II bestätigt. Sekunden vor Spielern, die aus unterklassigen 2:4 bei Hansa Rostock. „Beim 3:0 zess“ ab. „Es war doch klar, dass
dem Abpfiff egalisierten die Gäs- Vereinen kommen, seien solche stellen wir uns saudämlich an, wir nicht unfallfrei durch die
te und verhinderten den sicher Partien für den Entwicklungspro- kommen dann noch mal zurück Saison kommen“, erklärte Mei-
geglaubten Dreier. „Es ist brutal zess wichtig. „Es sind alles Men- und stellen uns beim 4:2 erneut er. „Wir haben das Spiel nicht so
bitter, aber genau das ist Fußball. schen. Und Menschen machen saudämlich an. Da dürfen wir angenommen, wie man es in der
Wir brauchen uns nicht beschwe- eben Fehler“, so Böger, der neben uns nicht wundern, dass wir 3. Liga eigentlich tun sollte.“ Man
ren – wir haben in der zweiten dem späten Gegentor einen wei- ohne Punkte nach Hause fahren.“ habe verloren, wisse aber damit
Halbzeit mehr reagiert als agiert“, teren Wermutstropfen hinneh- Ohne Erfolgserlebnis hatten umzugehen.
so Cristian Fiel. Der Dynamo-Ka- men musste: Quirin Moll, bisher die Bielefelder schon länger kei- Meiers Forderung an sein
pitän weiß in der englischen Wo- auf der Sechserposition einer der ne Partie mehr beendet. Zuletzt Team ist klar: „Die nächste Auf-
che aber ganz genau: „Wir kön- Dauerbrenner, zog sich einen In- setzte es am 9. August (1:2 gegen gabe gegen den VfB Stuttgart II
nen kurz enttäuscht sein, müssen nenbandeinriss im rechten Knie Osnabrück) eine Niederlage. Die wartet schon am Mittwoch, da
aber so schnell wie möglich die zu, fällt mehrere Wochen aus. Of- Serie ist nun gerissen, aufgrund müssen wir wieder mit voller
Köpfe wieder nach oben be- fen ist, ob er operativ behandelt einer schwachen Gesamtleis- Konzentration bei der Sache sein.“
kommen. Aus solch einem Spiel werden muss. E VA WAG N E R tung auch verdient. „Wir haben C A R S T E N B LU M E N S T E I N
kicker, 22. September 2014 77

10. SPIELTAG 1.
3. Liga
(1) Chemnitzer FC
Sp.
10
g.
6
u.
3
v.
1
Tore
14:4
Diff.
+ 10
Pkt.
21
Spieler des Tages
19. 9. – 21. 9. 2014 2. (2) Dynamo Dresden (A) 10 6 2 2 19:12 +7 20
Johannes
Rahn
3. (8) Preußen Münster 10 5 3 2 18:13 +5 18
Unterhaching – MSV Duisburg 1:1 (0:0)
4. (4) MSV Duisburg 10 4 5 1 15:10 +5 17 Fortuna Köln
Stuttg. Kickers – VfL Osnabrück 1:1 (0:0)
5. (6) Stuttgarter Kickers 10 5 2 3 16:12 +4 17
Dyn. Dresden – FSV Mainz 05 II 1:1 (1:0)
6. (3) Arminia Bielefeld (A) 10 5 2 3 19:16 +3 17
VfB Stuttgart II – Chemnitzer FC 0:0
7. (7) SV Wehen Wiesbaden 10 5 2 3 16:13 +3 17
Hansa Rostock – Arm. Bielefeld 4:2 (2:0)
Bor. Dortmund II – Fortuna Köln
Holstein Kiel – SV Wehen
0:2 (0:0)
0:0
8.
9.
10.
(5)
(10)
(11)
Energie Cottbus (A)
Rot-Weiß Erfurt
Hallescher FC
10
10
10
4
4
4
4
3
2
2
3
4
11:7
16:14
14:12
+4
+2
+2
16
15
14
J ohannes Rahn erzielte in Dort-
mund nicht nur beide Tore, er
sorgte auch dafür, dass Köln die
RW Erfurt – Jahn Regensburg 2:0 (0:0) Partie in Überzahl zu Ende brachte,
11. (9) VfL Osnabrück 10 4 2 4 12:15 -3 14
Pr. Münster – SGS Großaspach 3:1 (1:1) nachdem ihn Marc Hornschuh nur
12. (12) SpVgg Unterhaching 10 3 3 4 15:17 -2 12
Energie Cottbus – Hallescher FC 1:2 (1:0) mit einer Notbremse hatte stoppen
13. (17) Hansa Rostock 10 3 2 5 16:19 -3 11
14. (14) VfB Stuttgart II 10 3 2 5 11:17 -6 11 können. „Ich gehe davon aus, dass
11. SPIELTAG 15. (15) Holstein Kiel 10 2 4 4 10:11 -1 10 er am Ende der Saison eine zwei-
Dienstag, 23. September (19 Uhr) stellige Zahl an Scorerpunkten ha-
16. (19) Fortuna Köln (N) 10 3 1 6 10:12 -2 10
VfL Osnabrück – SV Wehen (1:0, 0:1) ben wird,“ sagt Trainer Uwe Koschi-
17. (13) SGS Großaspach (N) 10 2 4 4 13:18 -5 10
FSV Mainz 05 II – Pr. Münster ( - , - ) nat. Mit inzwischen vier Treffern ist
18. (16) Borussia Dortmund II 10 2 3 5 11:16 -5 9
Stuttg. Kickers – Unterhaching (2:3, 2:2) Rahn auf einem guten Weg. LR
19. (18) Jahn Regensburg 10 2 2 6 13:22 -9 8
Chemnitzer FC – En. Cottbus ( - , - )
20. (20) 1. FSV Mainz 05 II (N) 10 1 3 6 11:20 -9 6
Mittwoch, 24. September (19 Uhr)
SGS Großaspach – RW Erfurt ( - , - )
Jahn Regensburg – Holst. Kiel (1:0, 0:0) Unterhaching – MSV Duisburg 1:1 (0:0) Chemnitz: Pentke (2) – Conrad (3), Endres (2,5), SR: Treiber (Neuburg/Donau), Note 4 – Zuschau-
MSV Duisburg – B. Dortmund II (1:2, 0:2) Röseler (3,5), Poggenberg (2,5) – Stenzel (3), er: 3945 – Gelbe Karten: Kegel, Heider – Vun-
Unterhaching: Zetterer (3,5) – Schwabl (3,5), Her-
Danneberg (3,5) – Türpitz (4; 59. Garbuschew- guidica, Wiemann
Fortuna Köln – Hansa Rostock ( - , - ) röder (3,5), Schwarz (3) – Dittrich (3,5), Götze
ski/3,5), Kehl-Gomez (3,5; 64. Mauersberger/-),
Arm. Bielefeld – VfB Stuttgart II ( - , - ) (3,5) – Thiel (4), Abelski (4; 66. Bigalke/-),
Cincotta (3; 75. Glasner/-) – A. Fink (3,5) – Trai-
Redondo (4) – Voglsammer (3), Köpke (2,5; 87. ner: Heine RW Erfurt – Jahn Regensburg 2:0 (0:0)
Hallescher FC – Dyn. Dresden ( - , - ) Ollert/-) – Trainer: Ziege
SR: Schlager (Niederbühl), Note 3 – Zuschauer: Erfurt: Klewin (3,5) – Judt (3,5), Kleineheismann
Duisburg: Ratajczak (3) – Feltscher (3), St. Bohl 720 – Gelbe Karten: Lang, Obernosterer (3,5), Möckel (3), Czichos (3,5) – Wiegel (3,5),
TORJÄGER (3,5), Meißner (3,5), Wolze (4,5) – Albutat (4; 46. Menz (2,5), Möhwald (4; 57. Tyrala/4), Bukva (4;
8 (1) Eilers (Dynamo Dresden) Dum/-/73. Schnellhardt/-), Hajri (4) – Gardaw- 57. Aydin/3) – Kammlott (2; 75. Baumgarten/-),
ski (4), Janjic (3), Grote (3,5) – Onuegbu (4,5; H. Rostock – Arm. Bielefeld 4:2 (2:0) Brandstetter (3) – Trainer: Kogler
7 (1) Reichwein (Preußen Münster) 73. Scheidhauer/-) – Trainer: Lettieri Rostock: Hahnel (4) – Gröger (2,5), Stuff (3),
6 (–) A. Fink (Chemnitzer FC) Regensburg: Bergdorf (3) – Trettenbach (4),
Tore: 1:0 Köpke (71.), 1:1 Janjic (90./+1) – SR: Ruprecht (2), Pelzer (3) – Christiansen (3), A. Ste- Windmüller (3,5), Kurz (4,5), Dürmeyer (3,5) –
5 (1) Klos (Arminia Bielefeld) Siewer (Drolshagen), Note 4 – Zuschauer: 2200 – vanovic (2) – Srbeny (3; 75. Schwertfeger/-), Bic-
Hein (3,5), Güntner (4; 81. Muhovic/-) – Herzel
5 (–) C. Müller (Arminia Bielefeld) Gelbe Karten: Abelski, Dittrich – Albutat, Felt- kel (2) – Kucukovic (3,5; 84. Vidovic/-), Blacha
(3), Lienhard (3,5; 71. Franziskus/-) – Schmid
(2,5; 70. Weidlich/-) – Trainer: Vollmann
5 (1) Janjic (MSV Duisburg) scher, Janjic, Hajri (3,5; 53. Steininger/3,5), Aosman (3,5) – Trai-
5 (–) Aosman (Jahn Regensburg) Bielefeld: Schwolow (3,5) – Dick (4), Börner (4), ner: Schmidt
Salger (5), Schuppan (5) – Schütz (4,5; 46. Tes-
5 (–) Ziemer (Hansa Rostock) Stuttg. Kickers – Osnabrück 1:1 (0:0) troet/2), Kluge (4) – Hemlein (4,5; 65. Renneke Tore: 1:0 Kammlott (63.), 2:0 Kammlott (71.) –
5 (–) Vunguidica (SV Wehen) Stg. Kickers: Ko. Müller (3) – Leutenecker (2,5), /-), C. Müller (4), Mast (4,5; 60. Ulm/4) – Klos SR: Sather (Grimma), Note 3 – Zuschauer:
Fennell (3,5), Stein (3), Baumgärtel (3) – Halimi (3) – Trainer: Meier 4983 – Gelbe Karten: Möhwald, Menz, Kleine-
(3,5), Marchese (3), Braun (3,5) – Edwini-Bonsu heismann – Trettenbach, Hein
Tore: 1:0 Ruprecht (26., FE), 2:0 Ruprecht (28.,
ROTE KARTEN (4; 60. Calamita/3,5), Soriano (3; 76. Gerster/-), FE), 3:0 Schuppan (66., ET), 3:1 Klos (72.), 3:2
Hornschuh (Borussia Dortmund II) G. Müller (3,5; 71. Badiane/-) – Trainer: Steffen Testroet (77.), 4:2 Weidlich (86.) – SR: Osmers Pr. Münster – SGS Großaspach 3:1 (1:1)
Bischoff (Preußen Münster) Osnabrück: Heuer Fernandes (3) – Willers (3), (Hannover), Note 3 – Zuschauer: 6500 – Gelbe Münster: Masuch (2,5) – Hergesell (3) – Schö-
Pisot (2,5), Grassi (3), Kandziora (3) – Salem (4; Karten: Ruprecht (5., gesperrt) – Salger, Schup- neberg (2,5), Do. Schmidt (2,5), Heitmeier (2) –
75. Glockner/-), C. Groß (3,5), Feldhahn (2,5), pan Truckenbrod (2,5), Bischoff (-) – Siegert (3; 85.
Hohnstedt (3; 41. Thee/3,5) – Menga (2,5), Iljut- P. Hoffmann/-), Piossek (3; 90. Scherder/-), Kara
cenko (3,5; 78. Alvarez/-) – Trainer: Walpurgis Bor. Dortmund II – Fort. Köln 0:2 (0:0) (2) – Reichwein (2; 89. Krohne/-) – Trainer: Loose
GELB-ROTE KARTEN Tore: 0:1 Menga (50.), 1:1 Soriano (54.) – SR: Dortmund II: Alomerovic (3) – Narey (3,5), Horn- Großaspach: Kunz (4) – Vecchione (3,5), Gehring
Für das nächste Spiel gesperrt: Rohde (Rostock), Note 4,5 – Zuschauer: 2835 – schuh (4), Gorenc-Stankovic (3), Güll (5; 80. (3), Leist (3), Landeka (3,5; 53. Kienast/3,5) –
niemand Gelbe Karten: Fennell, G. Müller, Gerster – Grassi, Bandowski/-) – Solga (4; 63. Amini/-), Nyarko S. Schiek (3,5), Rizzi (2,5), Jüllich (3), Skarlatidis
Willers, Iljutcenko, Kandziora (3,5) – Jordanov (3,5), Harder (3,5), Kefkir (3,5; (3) – Sohm (4; 61. M. Fischer/-), Senesie (-; 22.
68. Derstroff/-) – Väyrynen (4,5) – Trainer: Wagner Binakaj/4) – Trainer: Rehm
Dynamo Dresden – Mainz 05 II 1:1 (1:0) Fort. Köln: Poggenborg (2) – Kwame (3,5), Hör- Tore: 1:0 Kara (5.), 1:1 Rizzi (26., HE), 2:1
Dresden: Kirsten (4) – Kreuzer (3,5), Hefele (4), nig (2,5), Uaferro (2), T. Fink (3,5) – Andersen Reichwein (58., FE), 3:1 Krohne (90./+4) – SR:
ELF DES TAGES Erdmann (2,5), Teixeira (4) – Moll (3; 46. Vrzo- (1,5), Pazurek (2,5) – Dahmani (3,5; 90./+2 Schwermer (Magdeburg), Note 4 – Zuschauer:
Engelman/-), Oliveira Souza (3; 56. T. Kraus/3,5), 7385 – Gelbe Karten: Schöneberg, Do. Schmidt –
gic/3), Fiel (3,5) – Eilers (3), Dürholtz (3,5; 87.
Rahn (1,5) – Kialka (3; 83. Aydogmus/-) – Trai- Rizzi, Landeka, Kunz, Leist, Binakaj – Rote Karte:
J. Müller/-), Fetsch (3,5) – Comvalius (4; 64. Ste-
Reichwein (2) Kammlott (1) ner: Koschinat Bischoff (25., Handspiel)
faniak/-) – Trainer: Böger
Münster Erfurt Tore: 0:1 Rahn (53.), 0:2 Rahn (90./+1) – SR:
Mainz II: Zentner (2) – Weil (3,5), Kalig (3), Ihrig Schriever (Dorum), Note 2 – Zuschauer: 1063 –
(3), Roßbach (4) – Falkenmayer (4,5; 81. Kle- Gelbe Karten: Gorenc-Stankovic – T. Fink,
En. Cottbus – Hallescher FC 1:2 (1:0)
Kara (3) Rahn (1) Siedschlag (1) ment/-), D. Bohl (3,5) – Parker (4), Nedelev (3,5;
Münster Fort. Köln Kiel Uaferro, Andersen – Rote Karte: Hornschuh (75., Cottbus: Ke. Müller (3) – Perdedaj (4), Mimbala
65. Pflücke/-), Saller (3,5) – Wachs (4; 54. Bou- Notbremse) (3), Möhrle (3), Szarka (4) – Elsner (3,5), Zeitz
ziane/2,5) – Trainer: Schmidt (3) – Kleindienst (4), Mattuschka (3), S. Michel
Andersen (1)
Fort. Köln Tore: 1:0 Eilers (31.), 1:1 Bouziane (90./+2) – Holstein Kiel – SV Wehen 0:0 (4) – Pospech (3,5; 68. Pawela/-) – Trainer: Krä-
SR: Göpferich (Bad Schönborn), Note 4 – Zu- mer
schauer: 23 221 – Gelbe Karten: keine Kiel: Kronholm (3) – Herrmann (3), Man. Hart-
Leibold (2) Gröger (1) mann (2), Wahl (2,5), Wetter (2,5) – Kegel (3), Halle: Kleinheider (3) – Baude (3,5), M. Franke
Stuttgart II Rostock (2), Krebs (2,5), Ziebig (3) – M. Jansen (4; 46.
Vendelbo (3,5) – Siedschlag (2,5; 89. P. Breit-
M. Franke (1) Ruprecht (1) VfB Stuttgart II – Chemnitzer FC 0:0 kreuz/-), Lindner (-; 11. Sané/4) – Heider (3), To. Schmidt/3,5), Kruse (3,5), Engelhardt (3,5) –
Halle Rostock Stuttgart II: Vlachodimos (2,5) – Lang (3,5), Ba- Schäffler (3,5; 73. Sykora/-) – Trainer: Neitzel Pfeffer (3,5; 75. Aydemir/-), Gogia (3), Schick
umgartl (2,5), Sama (2,5), Leibold (2) – Lovric (3,5; 46. Osawe/3,5) – Trainer: Köhler
Wehen: Kolke (3) – Wein (3), Herzig (2,5), Geyer
Zentner (1) (3,5), Rathgeb (2,5), Holzhauser (2,5) – Breier (2), Mintzel (2,5; 82. Grupp/-) – R. Müller (3), Tore: 1:0 Pospech (20.), 1:1 Ziebig (79.), 1:2
Mainz II (3; 79. Grüttner/-), Lohkemper (3; 68. Kiesewet- Wiemann (3,5) – Jänicke (3,5; 87. Schindler/-), M. Franke (88.) – SR: S. Stegemann (Niederkas-
In Klammern Anzahl der Berufungen ter/-), Sararer (3; 89. Obernosterer/-) – Trainer: Book (3), Riemann (3,5; 69. Schnellbacher/-) – sel), Note 3,5 – Zuschauer: 8013 – Gelbe Kar-
in die Elf des Tages Kramny Vunguidica (4) – Trainer: Kienle ten: Zeitz – Schick, Engelhardt
78 3. LIGA

DUISBURG: Rückschlag für Sascha Dum

Lettieri maßlos verärgert


1Der MSV Duisburg, zuletzt mit Der Coach will nach der eng-
drei Siegen in Folge und 322 Mi- lischen Woche mit einem Heim-
nuten ohne Gegentor auf der spiel gegen Dortmund II und
Überholspur, wurde beim 1:1 dem Gastspiel in Rostock erst-
in Unterhaching ausgebremst. mals ein Saisonziel ausgeben.
Nicht nur das Ergebnis war aus Nach dem Remis in Bayern ist
MSV-Sicht enttäuschend, sondern bei Lettieri ein Stück Ernüchterung
auch die Leistung. „Wir hatten dies- eingekehrt: „Wir haben nun gese-
mal Glück“, wusste Zlatko Janjic, der hen, wie lang der Weg zum Ziel sein
den Zebras in der Nachspielzeit mit wird.“
seinem Freistoßtor zumindest noch Einen Rückschlag musste auch
einen Zähler sicherte. Sascha Dum hinnehmen. Der Ab-
Gino Lettieri ärgerte sich, „dass wehrspieler ist nach einer Band-
wir 80 Minuten unser Potenzial scheibenoperation und einer mo-
nicht abgerufen haben“. Der Trainer natelangen Reha wieder am Ball,
hatte eindringlich auf sein Personal hatte gehofft, endlich schmerzfrei

Foto: osnapix
eingeredet, die Hachinger nicht an zu bleiben. Daraus wurde leider
deren zuletzt schwachen Ergebnis- nichts. Nur 29 Minuten nach seiner
sen zu messen. „Die Warnungen Einwechslung humpelte er mit ei-
sind nicht angekommen“, stellte ner Oberschenkelverletzung wieder Alles andere als gut gelaunt nach der Magerkost in Unterhaching:
Lettieri frustriert fest. vom Platz. DIRK RETZLAFF Entsprechend bedient war MSV-Trainer Gino Lettieri nach dem 1:1.

ERFURT REGENSBURG OSNABRÜCK STUTTG. KICKERS


Kammlot macht den In der Krise gibt Walpurgis zufrieden, Leutenecker: Mehr
großen Unterschied Hein den Motivator Menga enttäuscht Lösungen müssen her
1Mit seinen ersten beiden 1Es gibt Szenarien, die 1Beim Angstgegner gab 1 Zwei Spiele ohne
Saisontoren hat Carsten schiebt Alexander Schmidt es endlich was zu holen: Sieg – für die Kickers ein
Kammlott dem FC  Rot- in diesen Tagen noch weit Nach zwölf Spielen bei Novum in dieser Saison,
Weiß Erfurt den vierten weg. Auf die Frage, ob für den Stuttgarter Kickers mit aber auch kein Zufall. So-
Heimsieg in Folge beschert. Beim sein Team nach dem 0:2 in Erfurt nur einem Sieg und einem Remis wohl Duisburg als auch Osnabrück
2:0-Erfolg über den sportlich dar- möglicherweise der Abstiegskampf holte der VfL mit dem 1:1 einen hielten vor allem kämpferisch stark
benden SSV Jahn Regensburg schon begonnen habe, antwortet verdienten Zähler. „Das Zuschauen dagegen und setzten die Kickers
machte letztlich die Effizienz der Trainer des SSV Jahn schmal- hat heute auch mir als Trainer Spaß mächtig unter Druck  – ein Vorge-
des Stürmers den großen Unter- lippig: „Vom Abstieg zu reden, dafür gemacht“, sagte Trainer Maik Wal- hen, das die Stuttgarter noch immer
schied aus. gibt es keinen Grund.“ purgis nach einem temporeichen, vor Probleme stellt.
Während seine Mannschaft die Doch nach vier sieglosen Spielen offensiv geführten und zweikampf- „Es waren schon einige richtige
Spitzengruppe in Sichtweite behält, in Folge, der bereits sechsten Sai- betonten Match. Dinge dabei, wir haben viel inves-
war der Doppelpack für Kammlott sonniederlage und dem Abrutschen Doch nicht alle waren zufrieden. tiert“, stellte Außenverteidiger Fa-
selbst eine Erlösung. Ein Kapsel- auf den vorletzten Platz schwebt „Ich bin enttäuscht“, sagte Addy- bio Leutenecker fest. Das Problem:
riss im Sprunggelenk, den er in der genau das, was in Regensburg Waku Menga, „so, wie wir aufgetre- Gegen aggressive Gegner wie den
Saisonvorbereitung erlitten und der schon wegen des Bezugs des neu- ten sind, mussten wir gewinnen.“ VfL beim 1:1 gibt es zwar Alterna-
eine siebenwöchige Leidenszeit en Stadions in der nächsten Spiel- Der Torjäger erzielte seinen vier- tivpläne, doch an der Umsetzung
nach sich gezogen hatte, musste der zeit als GAU gälte, wie ein Damo- ten Saisontreffer, wie immer leistete hapert es noch. „Da müssen wir
24-Jährige erst einmal verkraften. klesschwert über den Köpfen der Stanislav Iljutcenko die Vorarbeit. noch mehr Lösungen bereit haben“,
„Das wa