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Wochenergebnisse (von 7. bis 13.

Januar 2015)
In diesen «Wochenergebnissen» werden die Zusammenfassungen über die Lage im Osten der
Ukraine, auf der Krim, in der Wirtschaft der Ukraine dargestellt, sowie die Analyse der
internationalen und ukrainischen Erklärungen in dieser Woche und die Tendenzen der internationalen
Unterstützung der Ukraine.
Die Situation in der ATO-Zone wurde nach der Ankunft eines weiteren “humanitären Konvois”
Russlands am 8. Januar viel schlechter. Seit 12. Januar die OSZE-Monitorgruppe stellte eine
erhebliche Eskalation des Konflikts in der ATO-Zone fest. Während 2 Tage stieg die Zahl der
Beschießungen auf 194. Dabei wurden letzte Mehrfachraketenwerfer «Buratino», die nur in Russland
zur Verfügung stehen, sowie „Grad“-Systeme, Panzer und andere schwere Ausrüstung verwendet. Seit
dem Beginn des „Stillregimes“ – seit 9. Dezember – beschossen die Kämpfer die ATO-Kräfte fast 900
Male.
Der Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit und Verteidigung S. Paschinskyj
erklärte, dass es im Donbass zum ersten Mal fixiert wurde, dass die Zahl der Terrorgruppen und der
Streitkräfte der RF wesentlich größer als die von ATO-Kräften ist. Die Bandenführer versuchen, die
Anzahl der Militanten zu vergrößern, sie neu zu formieren und ein einheitliches Kommandosystem zu
schaffen.
Einer der blutigsten Terroranschläge von russischen Söldnern gegen die Zivilbevölkerung
wurde die Beschießung mit „Grad“-Anlagen des mit der Zivilbevölkerung erfüllten Busses in der Nähe
der Stadt Volnovacha. 13 Menschen wurden getötet, andere wurden schwer verletzt. Im Hintergrund
dieses schrecklichen Terroraktes verringerte sich weiter die Unterstützung von Terroristen bei der
lokalen Bevölkerung. Aus dem vorübergehend besetzten Gebiet sind ca. 630.000 der Menschen in
andere Regionen umgezogen.
Die Ukraine ist durch Terrorakte in Paris erschüttert und deprimiert und wie nie versteht und
teilt den Schmerz des französischen Volkes. Die ukrainischen Beamten drückten ihr Beileid den
Opfern der Getöteten und dem ganzen Volk Frankreichs. P. Poroschenko betonte, dass es keinen
Unterschied zwischen Terroranschlägen der Kämpfer in der Stadt Wolnovacha und Ermordung von
Journalisten der französischen Ausgabe «Charlie Hebdo» gibt. Das Außenministerium der Ukraine
erklärte, dass die Mörder durch keine politischen, ethnischen oder religiösen Gründe rechtfertigt sein
können. Die Ukraine ruft die ganze internationale Gemeinschaft auf, im Kampf gegen Terrorismus zu
vereinigen, egal hinter welchen Slogans oder Ziele sich die Terroristen verstecken.
Neben den verstärkten Terrorakten der Kämpfer gegen Zivilbevölkerung im Osten der Ukraine
ruft das Europäische Parlament die EU-Chefs auf, die „DVR“ und „LVR“ auf die Liste der
terroristischen Organisationen zu setzen – die Erklärung von M. Schulz. Die Mitglieder der
Europaparlaments-Fraktion Europäischen Konservativen und Reformisten empfehlen Russland für den
„unerklärten Hybrid-Krieg gegen die Ukraine mit regulären russischen Streitkräften und für die

Unterstützung illegaler bewaffneter Gruppen“ hart zu verurteilen, die Sanktionen gegen Russland zu
verstärken, das Militärembargo einzuführen. J. Saryusz-Wolski bemerkte, dass russischer Terrorismus
in der Ukraine so gefährlich, wie Terrorismus radikaler Islamisten, ist.
Die Europa und die ganze Welt sind um die Eskalation des Konflikts im Donbass sehr besorgt
und deshalb werden weiterhin die Sanktionen gegen Russland diskutiert. Insbesondere treten D. Tusk
und T. Rõivas für die Fortsetzung der Sanktionen ein. L. Linkevičius stellt fest, dass Russland keine
positiven Schritte macht, um den Konflikt zu lösen, deshalb gibt es keine Gründe in der EU für
schwächere Sanktionen. Der litauische Minister betonte, dass Russland die bewaffneten Gruppen im
Osten der Ukraine weiter unterstützt und illegale Hilfskonvois dahin sendet.
Gleichzeitig warnte S. Lawrow in offen heuchlerischer Erklärung die Europa und die Welt und
betonte, dass sich die Ukraine angeblich für neue bewaffnete Operationen im Donbass vorbereitet,
während die Kämpfer der „DVR“ und „LVR“ tägliche blutige Angriffe gegen Zivilisten und
ukrainische Streitkräfte machen. Allerdings versichert er, dass niemand in Russland keine Absichten
hat, die Sowjetunion oder das russische Imperium wiederherzustellen.
Die Aktivierung der Kämpfer und Russlands im Donbass ist damit verbunden, dass sie den
Friedensprozess sabotieren möchten, dessen Chancen nach neuer Eskalation deutlich verschlechtert
sind. Das Treffen im „Norman“-Format, das zuvor am 15. Januar in Astana geplant wurde, ist
verschoben. F.-W. Steinmeier stellte fest, dass diese Pläne scheiterten, allerdings entschieden sich die
Außenminister der Norman-Vier, die Konsultationen fortzusetzen.
In der besetzten

Krim

bleibt:

1)

schwierige

Wirtschaftslage

Rückgang der

Industrieproduktion um 80%, verzögerte Rentenzahlungen, höhere Preise für Internet – und dabei
teilweise Lösung der Energiekrise dank Vereinbarungen mit der Ukraine; 2) schlechtere Situation mit
Menschenrechten – Ergreifung der Privatunternehmen, Verstaatlichung des Kircheneigentums,
Wegnahme der Kirchengebäude. Es wurden auch die Gesetze über a) die Anerkennung der
ukrainischen Staatsbürger, die in der Krim leben, als Nicht-Residenten; b) die Meldepflicht von
Staatsbürgern über die Existenz einer anderen Staatsangehörigkeit; c) die Krim-Selbstverteidigung; d)
den Widerstand der extremistischen Tätigkeit; d) Änderungen zum Strafgesetzbuch, die Haftung für
die Aufrufe an Separatismus festlegen; verabschiedet.
Die Wirtschaftssituation in der Ukraine wird durch folgende Tendenzen gekennzeichnet. 1)
Die Verschlechterung der makroökonomischen Lage – Prognose des Wirtschaftsfalles im Jahr 2015
um 2,3%, Rückgang der Goldwährungsreserven auf 7,5 Milliarden Dollar, verringerte Beträge der
Tender bis auf 155 Milliarden, weitere Bankenrefinanzierung im Betrag von 1,2 Mrd. UAH,
verschlechterte Investitionsattraktivität; 2) schwierige Situation mit der Staatsverschuldung und
größere finanzielle Abhängigkeit von externen Kreditgebern – Erklärung Russlands über vorfristige
Schuldungrückzahlungen im Betrag von 3 Milliarden Dollar. Dabei bedroht der Ukraine im Jahre 2015
ohne Finanzhilfe im Betrag von 15 Milliarden ein Default. 3) Die Stabilisierung der Energiesituation –

erzwungene Zusammenarbeit mit Russland bezüglich der Kohlelieferungen, Wiederherstellung der
Reverse des Gases aus Ungarn, vorübergehende Aussetzung des Stromexports nach Weißrussland und
Moldawien. Negativ war es, dass die britischen Öl- und Gasgesellschaft JKX Oil & Gas sein
Bohrprogramms in der Ukraine aussetzt.
Die intensive internationale Unterstützung der Ukraine in verschiedenen Bereichen behält
ein positives Wachstum und wird weiter durch Hilfe der USA durch politische Unterstützung des
Kongresses, eine gemeinsame militärische Ausbildung PASSEX im Schwarzen Meer, finanzielle
Unterstützung, Deutschlands durch 500 Mio. Euro-Kredit, Großbritanniens durch Übergabe der
OSZE-Mission gepanzerte Fahrzeuge und Telekommunikationsgeräten für bessere Arbeit im Osten der
Ukraine, Polens durch politische und humanitäre Hilfe, Ungarns durch Wiederherstellung der Reverse
des Gases, Kanadas durch humanitäre Lastkonvois, Kasachstan durch Übergabe der 300 Tonnen der
Produkte für Bewohner im Donbass, der Tschechischen Republik durch humanitäre Hilfe, Litauens
durch Entscheidung über Sendungseinstellung der russischen TV-Kanäle.
Die Ukraine ist herzlich dankbar für die unschätzbare finanzielle Unterstützung der Staaten und
internationaler Organisationen. Insbesondere, hieß es in Erklärungen des Ministerpräsidenten, des
Präsidenten der Ukraine, des Wirtschaftsministers. A. Jazenjuk betonte, dass beim Krediteinsatz die
Wiederaufbau der Infrastruktur in den östlichen Gebieten der Ukraine prioritär ist. Das Geld wird für
Wiederaufbau von Brücken, Krankenhäusern, Eisenbahnen, Objekten der sozialen Infrastruktur
ausgegeben. Gleichzeitig stellte der Ministerpräsident fest, dass die ukrainischen Behörden in der
Korruptionsbekämpfung im Energiesektor Erfolg erreichten. Der Ministerpräsident rief westliche
Unternehmen auf, ins ukrainische Gastransportsystem zu investieren. P. Poroschenko erklärte
wiederum, dass nach Verhandlungsergebnissen sowohl mit den internationalen Finanzinstitutionen der
IWF und der Weltbank, als auch mit einzelnen Ländern, und zwar den USA, der EU, Australien,
Japan, Kanada und anderen, die Ukraine rechnet damit, 13-15 Milliarden Dollar während nächste zwei
Jahre zu erhalten.
Die Ukraine wartet auf Visafreiheit mit der EU in nächster Zukunft – Erklärung des
Außenministers und Präsidenten der Ukraine. P. Poroschenko versicherte die EU, dass die Ukraine
wiederum die zweite Phase des Aktionsplans über Visaliberalisierung erfolgreich umsetzt,
insbesondere biometrische Reisepässe einführt. Gleichzeitig warnt der Botschafter der Ukraine in der
EU K. Yeliseyev davor, dass wenn sogar eine positive Entscheidung über die Visafreiheit für die
Ukraine während Gipfeltreffens der Östlichen Partnerschaft von Riga im Mai getroffen wird, wird es
nicht sofort umgesetzt.
Die erhebliche Bemühungen der internationalen Gemeinschaft für die Situationslösung im
Donbass und internationale Unterstützung für die Ukraine werden allerdings nicht in konkrete
Ergebnisse der Lösung der ukrainischen Krise verwandelt, weil Russland weiter eine der

Konfliktparteien bleibt und durch diplomatische Rhetorik seine direkte und indirekte Aggression
gegen die Ukraine verbirgt.
Bei der Vorbereitung der analytischen Zusammenfassungen wurden solche Quellen verwendet:
offizielle Websites der Staatsorgane der Ukraine (Website des Präsidenten, der Nationalsicherheit- und
Verteidigungsrat, des Außenministeriums und der Regierung), Ukrajinska Prawda, Informacijnij
Sprotyv, UNIAN, TSN, Korrespondent, Ukrainian Week und andere.