Sie sind auf Seite 1von 19

HOW TO

DO AN INTERVIEW

1. Die Interviewanfrage

Bei einer Ini-a-vanfrage müssen wir erklären:

für wen wir das Interview machen wollen – also wo wir es veröffentlichen werden – und was wir bisher so gemacht respek-ve geschrieben haben und auch wieder: für wen.

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

respek-ve geschrieben haben und auch wieder: für wen. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do

How to – Do an Interview 1

HOW TO

DO AN INTERVIEW

1. Die Interviewanfrage

Wem müssen wir das erklären?

dem Pressekontakt der Band (auf der Homepage, der Facebook-Seite, dem Blog Dem InternetauTriU der Band) die Promoagen-n das Label (evtl. mit einer speziellen Ansprechpartnerin für die Band) die Promoterin (mitunter als selbstständige Ein-Frau-Agentur oder als Mitarbeiterin einer größeren Agentur) das Management der Band. die Band selbst die Promo-on (nur dann, wenn kein anderer Kontakt zu finden ist)

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

(nur dann, wenn kein anderer Kontakt zu finden ist) Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to –

How to – Do an Interview

2

HOW TO

DO AN INTERVIEW

1. Die Interviewanfrage

Und wie erkläre ich das am besten?

Digital und schriTlich (am üblichsten ist die Anfrage per Mail) Evtl. telefonische Anfrage (Mail mit Details nachreichen)

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

Evtl. telefonische Anfrage (Mail mit Details nachreichen) Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do an

How to – Do an Interview

3

HOW TO

DO AN INTERVIEW

1. Die Interviewanfrage

Was sind denn nun die Eckdaten, die in die Anfrage gehören?

für wen machen wir das Interview, wo soll es veröffentlicht werden soll es überhaupt veröffentlicht werden bzw. zu welchem Zweck wann und wo soll es sta`inden (Terminwünsche der Band berücksich-gen, aber auch sicherstellen, dass man selber genügend Zeit hat) wie viel Zeit sollte die Band einplanen (nicht mehr Zeit veranschlagen als nö-g, aber auf keinen Fall zu wenig).

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

veranschlagen als nö-g, aber auf keinen Fall zu wenig). Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to –

How to – Do an Interview

4

HOW TO

DO AN INTERVIEW

1. Die Interviewanfrage

Literatur

BriUen, Uwe (2002): Interviews planen, durchführen, verschriTlichen. Bamberg: PaleUe Verlag, Seite 17 Doehring , Andrè (2011): Musikkommunikatoren. transcript Verlag, Seite 190 Haller, Michael (2001³): Das Interview – Ein Handbuch für Journalisten. Konstanz: UVK VerlagsgesellschaT, Seite 213 Müller- Dofel , Mario (2009): Interviews führen – Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Berlin: Econ, Seite 62ff Venker , Thomas (2003): Ignoranz und Inszenierung: Schreiben über Pop. Ven-l Verlag, Seite 211ff

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

Schreiben über Pop. Ven-l Verlag, Seite 211ff Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do an

How to – Do an Interview

5

HOW TO

DO AN INTERVIEW

2. Die Interviewvorbereitung

Sich beschäTigen mit der Band auf

Allmusic.com Indiepedia.de Laut.de Wikipedia (englisch und/oder deutsch) Weiterführende Links zu Fanpages , Label-Homepage u.a. Band-relevanten Seiten NewsleUer und Neuigkeiten auf Last.fm Bandcamp Facebook

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

•   Last.fm •   Bandcamp •   Facebook Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to –

How to – Do an Interview

6

HOW TO

DO AN INTERVIEW

2. Die Interviewvorbereitung

Was mache ich mit den Informa-onen?

Keinen Fragenkatalog sondern ein Fragengerüst entwerfen, d.h. keine Liste von Fragen, die dann sklavisch abgearbeitet werden muss sondern

S-chpunktar-g formulieren, Nur die groben Themen des Interviews no-eren, um dem Interview eine inhaltliche Struktur zu geben, Frageziele no-eren als Hinweis, worauf wir eine Antwort möchten, ohne dass wir die konkrete Formulierung der Frage no-eren Interessante Hintergrundfakten als Merkhilfe no-eren.

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

  Interessante Hintergrundfakten als Merkhilfe no-eren. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do an Interview

How to – Do an Interview

7

HOW TO

DO AN INTERVIEW

2. Die Interviewvorbereitung

Wieviele Merkhilfen brauchen wir?

Richtwert: 10 Fragen pro 30 Minuten Denkbar und dankbar sind aber auch S-chpunkte zu:

Wich-gen oder ausgefallenen Sta-onen in der Bandgeschichte, Discographie und Nebenprojekten, unseren eigenen Gedanken und Überlegungen zur Band, zu ihrer Musik und zum speziellen Thema des Interviews, Gerade der letzte Punkt ist für eine spannende Diskussion das beste Fundament.

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

ist für eine spannende Diskussion das beste Fundament. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do

How to – Do an Interview

8

HOW TO

DO AN INTERVIEW

2. Die Interviewvorbereitung

Wieviele Merkhilfen brauchen wir?

Sowohl zu viel als auch zu wenig Diskussionsstoff ist unangenehm:

zu viele Fragen führen dazu, dass die HälTe (vielleicht die wich-gere) nicht gestellt werden kann und wir tatsächlich nicht alles erfahren, was wir wollten, zu wenige Fragen führen leicht zu peinlicher S-lle auf beiden Seiten des Mikros oder zu peinlichen bzw. uninteressanten Gesprächen übers WeUer

zu peinlichen bzw. uninteressanten Gesprächen übers WeUer Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do an

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

How to – Do an Interview

9

HOW TO

DO AN INTERVIEW

2. Die Interviewvorbereitung

Literatur

BriUen, Uwe (2002): Interviews planen, durchführen, verschriTlichen. Bamberg: PaleUe Verlag, Seite 15 Ecker, Hans-Peter et al. (1977): Texporm Interview. Düsseldorf: Pädagogischer Verlag Schwann, Seite 44 Haller, Michael (2001³): Das Interview – Ein Handbuch für Journalisten. Konstanz: UVK VerlagsgesellschaT, Seite 224ff Friedrichs, Jürgen / Schwinges , Ulrich (2005²): Das journalis-sche Interview.Wiesbaden :

Verlag für SozialwissenschaTen, Seite 53 Müller- Dofel , Mario (2009): Interviews führen – Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Berlin: Econ, Seite 88ff Petermann, Kers-n (2014): "Go exclusive - Interviews über Interviews", in: Interviews über Interviews

über Interviews", in: Interviews über Interviews Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do an Interview

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

How to – Do an Interview

10

HOW TO

DO AN INTERVIEW

3. Ort und Zeit des Interviews

Im Vorfeld des Interviews spielt die Terminabsprache eine bedeutende Rolle, weil sich die Band aber auch wir uns auf die Länge des Interviews einstellen muss.

Denkbar sind zwei (Zeit)Szenarien:

1. 30 - 45 Minuten 2. 60+ Minuten

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

•   1. 30 - 45 Minuten •   2. 60+ Minuten Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

How to – Do an Interview

11

HOW TO

DO AN INTERVIEW

3. Ort und Zeit des Interviews

30 – 45 Minuten

häufig bei Interviews vor einem Konzert, mit knappen Zeitplan Diese knappe Zeit bedeutet für das Interview:

Kaum Autau einer Beziehung zum Interviewpartner, Kaum eine -efgehende Diskussion möglich, Höchstens Fragen zu einem möglichst eng gesteckten Thema Oder Abfragen loser Antworten für O-Töne

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

•   Oder Abfragen loser Antworten für O-Töne Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do

How to – Do an Interview

12

HOW TO

DO AN INTERVIEW

3. Ort und Zeit des Interviews

60+ Minuten

Ein solch längeres Interview braucht ein Konzept das dieses längere Gespräch auch erfordert das so originell und spannend ist, dass die Band sich die Zeit nimmt Die Planung liegt dann natürlich in unserer Hand, deshalb:

einen Terminvorschlag machen, an dem wir mind. die angefragte Interviewzeit plus eine Stunde stressfrei einplanen können, einen Ort vorschlagen, den wir schon gut kennen und für gut befinden, aber keinen Ort vorschlagen, bei dem wir befürchten müssen, dass sich die Band da nicht wohlfühlt oder der sonstwie problema-sch ist, wenn die Band einen Ort vorschlägt, unbedingt versuchen, diesen Ort zu berücksich-gen, wenn er für uns passt.

diesen Ort zu berücksich-gen, wenn er für uns passt. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to –

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

How to – Do an Interview

13

HOW TO

DO AN INTERVIEW

3. Ort und Zeit des Interviews

Wann passt denn ein Ort?

Der Ort muss eine entspannte Gesprächsatmosphäre ermöglichen (z.B. Café, Park, Studio, Proberaum ) darf nicht zu laut sein (was bei Café oder Kneipe unbedingt zu prüfen ist), sollte eine Steckdose haben, sonst haben wir evtl. keine Aufnahme sollte einen Kasten Wasser, SaT, evtl. Bier, Nüsse herumstehen haben, sollte dann auch eine ToileUe haben - sonst könnte das Interview angespannter werden, als uns lieb ist Diesen Ort suchen wir und sind zur verabredeten Zeit 10-15 Minuten eher da , damit wir das Aufnahmegerät noch einmal testen und uns sammeln können.

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

Aufnahmegerät noch einmal testen und uns sammeln können. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do

How to – Do an Interview

14

HOW TO

DO AN INTERVIEW

3. Ort und Zeit des Interviews

Literatur

BriUen, Uwe (2002): Interviews planen, durchführen, verschriTlichen. Bamberg: PaleUe Verlag, Seite 19ff Haller, Michael (2001³): Das Interview – Ein Handbuch für Journalisten. Konstanz: UVK VerlagsgesellschaT, Seite 213ff Müller- Dofel , Mario (2009): Interviews führen – Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Berlin: Econ, Seiten 113, 137ff Petermann, Kers-n (2008): May I ask you a ques-on? Illoku-onäre Akte und die SprechakUheorie in Interviews. Hamburg: Verlag Dr. Kovač, Seite 24

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

in Interviews. Hamburg: Verlag Dr. Kovač, Seite 24 Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do

How to – Do an Interview

15

HOW TO

DO AN INTERVIEW

4. Die Eins-egsfrage

Es geht nicht gleich mit der ersten Frage los. Ganz am Anfang kommt erst einmal:

eine neUe Begrüßung, ein ebenso neUes: "Was wollt Ihr trinken?", ein wenig Plauderei zum Aufwärmen (z.B. vorstellen des Ortes, Frage nach der aktuellen Tour - dabei können wir das Aufnahmegerät rich-g auspegeln ), wenn das Aufnahmegerät an ist, fürs Protokoll sagen, dass die Aufnahme läuT, eine Vorstellung des Interviewkonzepts (Warum und für wen soll das Interview geführt werden - also das, was die Band eigentlich aus der Anfrage schon wissen sollte, zur Erinnerung wiederholen), Der Übergang zwischen Aufwärmen und Interview muss nicht allzu groß sein, wir können auch beiläufig sagen, dass wir ins Interview übergehen - in jedem Fall sollte der Band aber schon klar sein, dass wir sie mit den folgenden Äußerungen zi-eren können.

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

wir sie mit den folgenden Äußerungen zi-eren können. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to – Do

How to – Do an Interview

16

HOW TO

DO AN INTERVIEW

4. Die Eins-egsfrage

Dann kommt die Frage, die wir als Eins-eg vorgesehen haben. Sie sollte:

die Band nicht überfordern, d.h. leicht und intui-v zu beantworten sein und zum Erzählen einladen, vor allem für kürzere Gespräche nicht zu allgemein sein - geplaudert haben wir ja am Anfang schon gerne witzig sein - natürlich, die Band aber auch das Publikum in das Thema des Interviews einführen.

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

auch das Publikum in das Thema des Interviews einführen. Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to –

How to – Do an Interview

17

HOW TO

DO AN INTERVIEW

4. Die Eins-egsfrage

Literatur

BriUen, Uwe (2002): Interviews planen, durchführen, verschriTlichen. Bamberg:

PaleUe Verlag, Seite 23 Friedrichs, Jürgen / Schwinges , Ulrich (2005²): Das journalis-sche Interview.Wiesbaden : Verlag für SozialwissenschaTen, Seite 59 Müller- Dofel , Mario (2009): Interviews führen – Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Berlin: Econ, Seite 143

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

für Ausbildung und Praxis. Berlin: Econ , Seite 143 Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann How to –

How to – Do an Interview

18

HOW TO

DO AN INTERVIEW

Vielen Dank

Kers-n Petermann peterfrau.de

Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann

DO AN INTERVIEW Vielen Dank Kers-n Petermann peterfrau.de Peterfau.de Ÿ Kers-n Petermann Interviews über Interviews 19

Interviews über Interviews

19