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Drei Wochen drüber

Szenenfolge aus 5 Einzelszenen


Jugendtheaterstück um eine schwangere Schülerin

Autor: Hans Georg Kraus


Das Stück stellt in bezug auf Mimik, Gestik, Körpersprache und Sensibilität sehr hohe
Anforderungen an die Darsteller und ist für sie eine Herausforderung.
Die schwangere Schülerin ist ein fiktive Rolle. Alle Darsteller verhalten sich so, als säße
das Mädchen auf einem ganz bestimmten Platz im Zuschauerraum. Die Sprechpausen
zwischen den Äußerungen der Darsteller wirken auf die Zuschauer bedrückend.
Antworten und Reaktionen des schwangeren Mädchens sind nicht hör– und sehbar und
können nur aus dem nachfolgenden Verhalten der Darsteller geschlossen werden. Der
Zuschauer wird ungewollt und unmerklich in die Rolle der Schwangeren
hineingedrängt und kann im Nachhinein seine Gedanken mit denen des Mädchens
vergleichen. So erzeugt das Stück in seiner Einfachheit und Unvollkommenheit beim
Zuschauer eine hohe Aufmerksamkeit, Betroffenheit und eine ergriffene Spannung. Er
wird bald erkennen, dass das soziale Umfeld (also auch er selbst) mit all seinen Fehlern
und Schwächen das eigentliche Thema des Stückes ist.

Spielform: Szenenfolge

Spielzeit: ca. 25 Minuten

Altersstufe: ab 10. Schuljahr

Rollen:

0 = Sprechpause für fiktive Reaktionen des schwangeren Mädchens


1 = Gynäkologe / Gynäkologin
2 = Freundin Claudia
3 = Freundin Nicky
4 = Ralf, werdender Vater
5 = Vater des Mädchens
6 = Mutter des Mädchens
7 = Klassenlehrer

Szene 1: „Arzt“
Im Sprechzimmer des / der Gynäkologen / Gynäkologin: 1 sitzt am Schreibtisch, liest
etwas, schaut dann 0 an , bewegt sich mit den ersten Sätzen zur Vorderseite des
Schreibtisches, um sich flüchtig darauf zu setzen.
1 So, ich hab´ jetzt das Ergebnis. ... Sagen wir mal so: Ich habe eine gute und eine etwas
unangenehmere Nachricht für dich. Welche willst du zuerst hören?
0
1 Na gut, also erst die gute: Krebs hast du nicht. Und dein Blinddarm muss auch nicht raus.
0
1 Ja, ja, nicht so hastig! Da komme ich jetzt zu: ... Also, wenn du 10 Jahre älter wärst, dann
wäre es auch ´ne gute. ... Du bist im zweiten Monat.
0

1 Kann ich verstehen, dass dich das jetzt umhaut. Aber in der Situation sind schon
Zigtausende vor dir gewesen. ... Na ja, es ist zwar ein schwacher Trost, aber stell dir mal
vor, du hättest jetzt wirklich Krebs!
0
1 Helfen? Natürlich! ... Wie stellst du dir jetzt meine Hilfe vor?
0
1 Klar bist du jung! ... Aber das wusstest du vor fünf Wochen auch schon. ... Habt ihr denn
zu Hause oder in der Schule nie über Verhütung oder über AIDS gesprochen?
0
1 Natürlich hilft dir das jetzt auch nicht mehr. Das sollte auch kein Vorwurf sein. ... Weißt
du denn wenigstens genau, wer der Vater ist?
0
1 So klar und selbstverständlich ist das auch nicht immer. Sonst hätte ich dich gar nicht erst
gefragt.
0
1 Na, prima! Erstes Problem gelöst! ... Sei froh, dass es nicht irgendeiner ist!
0
1 Wie meinst du denn soll ich dir helfen?
0

1 Dazu hätte ich dir eh nicht von vornherein geraten, auch wenn du noch sehr jung bist.
Meine Hauptaufgabe ist es, - und deshalb bin ich da auch nicht ganz unvoreingenommen -
Leben zu erhalten. Aber auch die andere Alternative sollten wir nicht ganz aus den Augen
verlieren.
0
1 Sagen musst du es ihnen schon, ... je früher desto besser.
0

1 Natürlich werden sie nicht gerade begeistert sein. Aber den Hals werden sie dir auch nicht
gleich umdrehen. ... Wenn du möchtest, werde ich mit ihnen sprechen ... und sie auf ihre
Großvater- und Großmutterrolle vorbereiten.
0
1 Ja, ja, schon gut!
0
1 Stocksauer?? ... War er nicht selber dabei?!
0

1 Wieso nur du? ... Hat er ´s denn getan? ... Das ist nicht nur die Sache der Frau! ... Auch
wenn er ´s vielleicht nicht wahr haben will: Er trägt genau so Verantwortung wie du. ... Es
gehören nun mal immer zwei dazu.
0

1 Langsam, langsam! ... Einiges musst du jetzt natürlich zurückstellen. ... Jetzt ist der kleine
Wurm erst mal die Hauptperson. ... Freu dich doch einfach drauf!
0
1 Immer langsam mit den jungen Pferden! Eins nach dem anderen! ... Überleg in Ruhe mit
deinem Freund und deinen Eltern! Du hast ja noch viel Zeit. ... Schwanger ist man ja nicht
nur 14 Tage. ... Und vergiss nicht: Einen Weg gibt ´s immer.

Szene 2: „Freundinnen“
Spielort beliebig!
0
2 Echt???
3 Willst du uns verarschen?
0
2 Na? Und? ... Was hat er gesagt?
0
3 Und der ist sich ganz sicher?
0
3 Oh Scheiße; Mann! Ich dachte immer, das gäb ´s nur in der Bravo.
2 zu 0 / 3 Ich find´ das total super! … Mensch, stell dir mal vor: So ´n kleiner Schreier - in
echt lebendig!
3 zu 2 Sag mal, hast du ´n Rad ab? ... Komm mal runter von Wolke sieben!
0

3 Ja, ja! Aber es gibt doch genug Leute, die dir helfen würden.
0
2 Wir, zum Beispiel!
0
2 Ne ganze Menge! ... Mit Schule, zum Beispiel, da können wir dich schon
durchziehen.
0
3 Klar! ... Wir sind doch schließlich Freundinnen!
2 Ey, wissen das schon die andern in der Klasse?
0
2 Das wird der totale Hammer!
3 Du musst allerdings damit rechnen, dass einige anfangen zu geiern.
2 Gegen das blöde Gelaber der andern kannst du sowieso nichts machen.
3 Was hat Ralf denn überhaupt gesagt?
0
2 Wie? Hast du ihn nicht sofort angerufen?
0
2 Tja. wie? ... Lass uns doch mal überlegen.
3 zu 0 / 2 Au Backe! Ralf als Vater! Das haut den um. Der arme Teufel!
0
2 Sicher musst du es kriegen. ... Eigentlich ist das jetzt nicht sein Problem oder dein
Problem, sondern euer Problem.
0
2 Ruf ihn doch einfach an und bestell ihn ins Café. ... Und wir gehen mit.
3 Oder nimm ein paar Blumen mit und sag einfach: „Hallo, Pappi!“
2 zu 3 Ne, lass mal! Dann fühlt er sich vielleicht verarscht.
3 Oder mach ´s kurz und schmerzlos!
2 Genau! ... Du sagst einfach: „Setz dich mal hin! Ich krieg ´n Kind.“ Punktum! ...
Soll er doch in Ohnmacht fallen!
0
3 Kann ich verstehen. Wer fühlt sich da schon gut?
2 Da fühlst du dich vermutlich wie ins eiskalte Wasser geschubst.
0

2 Heul dich erst mal aus! ... Das tut gut.

Szene 3: „Vater in spe“


Spielort beliebig!
4 (verzweifelt:) Ey, bist du bescheuert? ... Was hast du dir denn eigentlich dabei gedacht?
0
4 Klar war ich dabei! ... Aber dass du gleich ´n Kind kriegst!
0
4 (zynisch:) Ach, so! Das wolltest du auch nicht! ... Dann hättest du auch aufpassen
müssen! ... Was weiß ich, wann du deine...
0
4 Natürlich hab´ ich dich nie gefragt! Weil ich gedacht hab´, da geht nichts schief!
0
4 Wie, was jetzt? ... Da gibt ´s doch wohl keine Frage! ... Du musst einen Arzt suchen und
zur Beratungsstelle! ... Oder wir fahren nach Holland. ... Siehst du denn ´ne andere
Lösung?
0

4 (zynisch:) Wie schön!! ... Mensch, streng mal deine Grips an! ... Das kann doch wohl
nicht dein Ernst sein!
0
4 Komm, heul nicht rum!
0
4 (ungehalten:) Ja, okay, lass uns drüber reden!
0
4 Ja! ... Ist ja gut! ... Aber dann musst du auch wissen, auf was du dich da einlässt.
0
4 Quatsch, verpfuscht! ... Schwer ist das schon. ... (verliert die Fassung, weint) Mann, das
ist aber auch eine verfluchte Scheiße!
0
4 Ja, ja! Sollst du auch! ... Hab´ ich doch schon gesagt!
0
4 Ich?? ... Du bist vielleicht lustig! ... Wer will es denn haben, du oder ich? ... Im Übrigen
bin ich noch viel zu jung.
0
4 Ach nee! Auf einmal? ... Jetzt fällt dir das plötzlich ein? ... Hat dir aber trotzdem
gefallen! ... Oder willst du behaupten, dass du dich gewehrt hast, weil du zu jung dafür
bist?
0
4 (genervt:) Natürlich liebe ich dich. ... Aber denk doch mal nach! Das hast du jeden Tag
am Rockzipfel hängen. ... Und wer soll sich überhaupt den ganzen Tag drum kümmern?
Und das entsetzliche Geschrei! Fläschchen kochen, Pampers wechseln, Strampelhöschen
waschen!
0
4 Klar kann man das schaffen! ... Aber ich will auch noch ´n bisschen leben!
0
4 Ja, aber jeden Tag? Jedes Wochenende? Nur zu Hause? ... Nur weil du auf dem
sentimentalen Trip bist!
0

4 Deine Heulerei löst die Probleme auch nicht! ... Tu mir bitte einen Gefallen, ja! Lass
mich bitte für heute allein! Ich muss mich erst mal - sagen wir- mental mit der Situation
auseinandersetzen.
0
4 Jetzt sei nicht zickig! ... Ich rufe dich an, ja?

Szene 4: „Eltern“
In der Wohnung:
6 Also, Kind! Mit solchen Sachen scherzt man nicht!
5 Jetzt aber mal Butter bei die Fische! ... Jetzt hör das dämliche Grinsen auf und
rede!
0
5 Das darf doch nicht wahr sein! ... Jetzt gib endlich zu, dass du uns verarschst!
0
6 (schockiert:) Musst du und jetzt diese Blamage antun? ... Darauf haben die
Klaukes doch nur gewartet. Die werden sich jetzt die Hände reiben.
5 zu 6 Die lachen sich einen, dass es uns erwischt hat! Vor allem deren hochanständiges
Töchterchen, die mit allen rummacht...
zu 0 Und ausgerechnet du dummes Huhn lässt dir so ´n Balg andrehen!
0
6 Egal?! ... Wir müssen noch jahrelang mit unseren Nachbarn leben. Du kennst
doch diese Neidhammel und Tratschtanten. Jetzt haben sie natürlich wieder
Gesprächsstoff!
5 zu 6 / 0 Was werden sie sich wieder die Mäuler zerreißen! Ausgerechnet wir, denen sie
noch nie etwas nachsagen konnten!
6 zu 5 Pass mal auf, wie freundlich und nett die uns demnächst grüßen!
0
5 Nicht so wichtig? ...Für dich nicht, aber für uns schon! Wir stehen als Trottel da!
Die anderen haben die tollen Kinder, und unsere Tochter läuft mit ´m dicken
Bauch rum!
6 Mir fehlen einfach die Worte! ... Wie oft habe ich dir angeboten: „Komm zu mir,
wenn ´s so weit ist!“ Andere Mädchen wären froh, wenn sie so verständnisvolle
Eltern hätten.
5 Und du legst dich bei der erstbesten Gelegenheit mit diesem Taugenichts auf die
Matratze, als wenn du nichts in der Birne hättest! ... Wo und wann ist das
überhaupt passiert?
0
5 zu 6 Na, schau einmal an! ... Und du erzählst mir, dass wir unbesorgt fahren können! ...
Da siehst du , wie weit du mit diesem gottverdammten Vertrauen kommst!
6 zu 5 Du hast jetzt gut reden! ... Hinterher ist man immer schlauer.
5 zu 6 Hab´ ich ´s dir nicht gesagt, wir sollten sie mitnehmen, damit sie unter Kontrolle
ist? ... Irgendwie hab´ ich ´s befürchtet, so wie sie in den letzten Monaten
rumläuft, mit so ´m Röckchen und halbnackt!
0
5 Alle! Alle! ... Aber komischerweise werden nicht alle schwanger! ... Aber ich rede
ja immer nur dummes Zeug, wenn ich sage, du sollst nicht so aufreizend
rumlaufen! ... Da muss der Ralf ja scharf auf dich werden!
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6 Von Nutte hat überhaupt keiner was gesagt, auch Papa nicht! ... Aber ein bisschen
mehr Verstand hätten wir dir schon zugetraut.
5 Genau! Wie kann man nur so blöd sein! ... Was hast du mich damals genervt mit
den Hausaufgaben für Sexualkunde! ... Wozu bist du überhaupt aufgeklärt
worden? ... Und von AIDS hast du wohl auch noch nie was gehört!
0

6 Scheinheilig hin, Glück her! Fest steht, dass wir den Schlamassel jetzt am Hals
haben.
5 zu 6 Das musste ja so kommen! Die durfte doch alles bei dir. ... Und wenn ich mal was
sage, heißt es doch immer, ich bin altmodisch. Aber lieber altmodisch Jungfrau
als fortschrittlich schwanger!
6 zu 5 (aufbrausend:) Jetzt mach aber mal ´n Punkt! Mit deiner ständigen Nörgelei bist
du auch nicht weit gekommen!
5 zu 6 Diese Scheiß – Bravo! Die hast du ihr doch immer gekauft! Da hatte sie bestimmt
die Gebrauchsanweisungen her!
0
5 Ach nee! Da soll man sich nicht aufregen!
0

5 Jetzt fällt dir auf einmal ein, dass du Eltern hast! Du machst dir die Probleme, und
wir sollen sie lösen.
6 zu 5 / 0 (hysterisch weinend:) Das ist der Dank! ... Da zieht man seine Kinder groß, sorgt
für sie, all die Jahre, liest ihnen jeden Wunsch von den Augen ab....
5 zu 6 ... Und diese frühreifen Früchtchen haben nichts Besseres zu tun, als Vater und
Mutter möglichst früh zu Opa und Oma zu machen!
zu 0 Und wie stellst du dir eigentlich deine Zukunft vor?
0

6 Hab´ ich ´s mir doch gedacht! ... Also wieder Papa und Mama!
5 Du, sag mal, wer weiß eigentlich bis jetzt schon davon?
0
5 Scheiße! ... Hättest du nicht erst zu uns kommen können?
6 zu 5 Was ändert das denn schon? Irgendwann werden sie ´s sowieso alle erfahren.
5 zu 6 Aber dann hätten wir noch die Möglichkeit gehabt, das Problem eleganter zu
lösen.
0
5 Ach so! Du willst! ... Bist selber noch ´ne Rotznase und weißt aber genau, was du
willst!
6 Jetzt lauf doch nicht weg! Bleib hier!
5 Ja, ja, heul nur, dumme Gans!
zu 6 So, jetzt ist Schluss! Jetzt werden wir mal andere Saiten aufziehen!
6 zu 5 Wie denn?
5 zu 6 Also, jeden Tag zum Ralf, das hört mir jetzt auf. Disco und Kneipe unter der
Woche: Gestrichen! Zapfenstreich: Zehn Uhr, keine Minute später! ... Das wollen
wir doch mal sehen!

Szene 5: „Klassenlehrer“
Am Lehrerpult des Klassenraumes:
7 Du wirst verstehen, dass ich etwas sprachlos bin. Aber ich finde es toll, dass du mich als
Klassenlehrer sofort informierst.
0
7 In der Lage würde sich jedes Mädchen so fühlen. Wichtig ist jetzt erst einmal, einen klaren
Kopf zu behalten. Also, keine unüberlegten Schritte!
0
7 (etwas ratlos:) Tja, einen Rat? ... Gar nicht so einfach! ... Ich würde zuerst mal mit deinen
Eltern reden.
0

7 Kann ich mir vorstellen. Eltern reagieren eben oft so.


0
7 Glaub´ mir, das legt sich wieder. Wenn sie sich erst mal mit der Situation abgefunden
haben, wirst du dich noch wundern, wie verrückt die sich auf das Kind freuen.
0
7 Sie werden dir schon helfen, wenn ´s drauf ankommt. Du darfst sie jetzt nicht verurteilen,
weil sie so reagiert haben. Ihr müsst jetzt viel miteinander reden und genau überlegen und
planen, wie es weitergehen soll.
0
7 Also, wenn du mich so direkt fragst, weder heiraten noch zusammen wohnen. ... Ihr
braucht beide Hilfe von zu Hause. Heiraten könnt ihr in ein paar Jahren immer noch. Aber
das ist meine ganz persönliche Meinung. ... Das solltest du aber auch mit Ralf und seinen
Eltern besprechen. Aber entscheiden musst du ganz alleine.
0
7 Sicher würden sie das lieber sehen. Aber ich fürchte, dass die Probleme euch dann
erdrücken. Ihr wärt möglicherweise schneller wieder auseinander, als du dir das jetzt
vorstellen kannst.
0
7 Genau! Wenn sie euch helfen wollen, dann lasst euch um Himmels Willen helfen! Und
stoßt sie nicht vor den Kopf!
0
7 Natürlich, als Pfarrer muss er solche Dinge auch etwas anders sehen.
0

7 Eben nicht! Wichtig ist, dass du trotz allem deine eigene Zukunft nicht aus den Augen
verlierst. Du brauchst zum Beispiel eine abgeschlossene Ausbildung, trotz des Kindes, ...
oder besser gesagt wegen des Kindes.
0
7 Das sehe ich nicht so. Du bist doch eine gute Schülerin. ... Möglicherweise wirst du ein
Jahr verlieren. Das kann sein, muss aber nicht sein.
0
7 Das kommt darauf an, wie deine Schwangerschaft verläuft und wie deine
Klassenkameraden zu dir stehen.
0
7 Natürlich! Jetzt können sie mal beweisen, wie es um die vielgelobte Klassengemeinschaft
bestellt ist. Die könnte dich doch mit Nachhilfe durchziehen, wenn du mal ein paar Stunden
versäumst.
0
7 Sicher schaffst du das. Es wird zwar eine harte Zeit für dich, aber es müsste funktionieren.
Du musst dir immer wieder sagen: Jetzt erst recht! Ich werde es allen zeigen!
0
7 Ja, stimmt. Aber so was haben viele vor dir auch schon geschafft. Du musst nur wollen und
darfst dich nicht aufgeben. ... Vor allem weißt du ja schon, für wen du das alles machst.
0

7 Wohin? Das lässt sich alles regeln. Aber alles zu seiner Zeit, eins nach den anderen! Es gibt
zum Beispiel Tagesmütter, Spielkreise, Selbsthilfegruppen oder vergleichbare
Möglichkeiten. Und wenn der Kleine erst mal im Kindergarten ist, werden die Probleme
geringer.
0
7 (zufrieden und erfreut:) So? ... Das freut mich, wenn ich dir Mut gemacht habe. Du
kannst immer wieder zu mir kommen, wenn du nicht weiter weißt oder wenn du einfach
mal reden willst. Nur: Helfen musst du dir letztlich immer selbst.
0
7 Na, prima! Das sehe ich auch so. Ein Kind verändert zwar das ganze Leben, aber ein Kind
ist keine Katastrophe, sondern immer noch ein Glücksfall. Da wirst du mir in einigen
Jahren Recht geben.