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Progesteron

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 02.05.2008

Wirkungen und Die Progesterone sind Schwangerschaftshormone. Aber sie werden nicht nur in der Medroxyprogesteron wirkt
Nebenwirkungen von Schwangerschaft produziert, sondern in der zweiten Zyklushälfte durch den Gelbkörper. aber nicht genauso wie
Progesteron leider auf Deshalb werden sie auch Gelbkörperhormone genannt. normales Progesteron
englisch … (Rybaczyk LA 2005)
Auch Progesterone haben mit der Milchbildung zu tun. So können Depotpräparate von
Als eine Nebenwirkung Medroxyprogesteronazetat als Nebenwirkung zu einer Galaktorrhoe, also zum Milchfluss, Prolaktin, das bei Brustkrebs
wird erklärt, dass Labortiere führen (Omar HA 2006), was meist von selbst wieder aufhört. Progesterone spielen eine und vielen
durch Progesteron Tumore große Rolle für die Brustentwicklung (Ismail PM 2003, Cooneely OM 2003) Autoimmunkrankheiten und
bekommen und dass man auch bei Multipler Sklerose
nicht wüsste wieso. Für Frauen mit Brustkrebs ist die Rolle, die Progesteron bei der Entwicklung des und Parkinson erhöht ist,
Turmormakers CA-15-3 spielt, besonders wichtig. Dieser Tumormarker zeigt nicht nur verstärkt die Wirkung von
Was hier auch nicht fehlt, an, dass die Brustkrebserkrankung einen bösen Verlauf nimmt, er ist auch in die Progesteron, weil es den
ist, dass auch Tiere, die Unterdrückung der Tumorabwehr eingebunden. Wenn dieser Tumormarker steigt, Progesteronabbau behindert.
nicht im Labor leben wie bedeutet das, dass die Tumorabwehr nicht mehr funktionieren kann. Deshalb muss man
der Mensch von zuviel diesen progesteronabhängig gebildeten Tumormarker unbedingt in den Griff bekommen Wer als zu hohes Prolaktin
Progesteron Tumore und wie man das macht, steht auf dieser Seite, die ich allen Brustkrebs- und auch anderen hat, bei Brustkrebs häufig,
bekommen. Zum Beispiel Krebspatienten dringend ans Herz legen möchte. Seine Bildung wird durch das in der baut das Progesteron der
Fibroadenome und Milch von trächtigen Kühen vorhandene Progesteron gefördert und diese Milchprodukte Nahrung schlecht ab.
Brustkrebs. muss man deshalb dringend weglassen.
Das könnte mit eine Ursache
Dass der Progesteronspiegel nach dem Verzehr von Milchprodukten steigt, wurde von von Brustkrebs zum Beispiel
Goodson III WH, Handagama P, Moore II DH, Dairkee S. California Pacific Medical bei Erkrankungen mit
Center Research Institute, San Francisco, CA nachgewiesen. Bei Dauerkonsum von Prolaktinerhöhung wie
Butter, Milch, Sahne und Soßen ist er dauernd zu hoch und das verändert die Schilddrüsenentzündungen
Tumorabwehr. sein.
Gemessen wurde die Menge an bioverfügbarem Progesteron im Speichel. Sie steigen
einen Tag nach Milchprodukte reichem Essen von ca. 20 - 30 Picogramm/ml auf über 60 Prolaktin
Picogramm/ml, also auf glatt auf das Doppelte bis Dreifache an.
Bei vielen Krankheiten mit
Deshalb muss man der Arbeit von Sonja Hartmann, Markus Lacorn und Hans Steinhart Prolaktinerhöhung ist
von der Uni Hamburg in Frage stellen, die in ihrer Untersuchung zu der Annahme Brustkrebs deshalb häufig.
kommen, dass das über die Nahrung angenommen Progesteron nur wenig ausmacht und
unter 10% der Progesterons im Menschen ausmacht. Auch bei hormoneller
Hormonersatzbehandlung
CA 15-3 wird zwar bei Brustkrebs immer gemessen, ist aber auch bei anderen (HRT) gegen
Krebserkrankungen wie Prostata- und Darmkrebs erhöht, wenn die Krankheit Wechseljahresbeschwerden
fortschreitet. Er wird bei anderen Krebserkrankungen aber leider nicht gemessen. Das verändern sich die Zytokine,
sollte man aber tun. Und wenn er gefunden wird oder besser noch vorher, denn das ist die die Immunabwehr
wahrscheinlich nur eine Frage der Tumormasse, sollte man die gleichen Vorschläge beeinflussen (Kamada M
beherzigen, die hier für Brustkrebs formuliert wurden. 2001) und zwar so, dass der
Anstieg der Th1 verhindert
Bekämpfungen von Krebsmetastasen durch Senkung des Tumormarkers CA 15-3 wurde und die Balance der
Th1/Th2- Immunantwort in
Dass Progesteron in Bezug auf viele Krebserkrankungen so eine ungünstige Wirkung hat, Richtung Th2 verschoben
überraschst einige Menschen, die denken, dass Progesteron doch etwas Natürliches ist. wurde. Die
Hormonersatzbehandlung mit
Mehr zu dieser Frage: Progestinen hat vermutlich die
letzte Brustkrebswelle
Progesteron als Krankheitsursache oder Mitverursacher ausgelöst.

Das Tumorprotein PIBF


CA15-3 ist ein Tumormarker der die natürlichen Killerzellen ruhig stellt. Das macht auch
PIBF, der Progesteron induzierte blockierende Faktor, den die meisten
Tumorzellen ausschütten, um die Natürlichen Killerzellen zu inaktivieren (Check JH
2008). Wie CA15-3 wird PIBF normalerweise in der Schwangerschaft ausgeschüttet, um
den Embryo vor Angriffen der Natürlichen Killerzellen zu schützen (Szekeres-Barto J
2005, s.dazu auch Murphy 2008, Janeway’s Immunobiology S. 647). Während der
Schwangerschaft kann man PIBF auch im Urin nachweisen.

Die natürlichen Killerzellen sind wichtige Zellen der Tumorabwehr und wenn sie
inaktiviert werden, können sich die Tumoren wunderbar ausbilden und Metastasen bilden.
In der Arbeit wird vorgeschlagen die Bildung von PIBF durch Progesteronhemmer wie
Mifegyne zu beseitigen. Das kann man machen. Aber man kann natürlich auch versuchen,
das Progesteron erst gar nicht über die Nahrung (Milchprodukte und Eier) zuzuführen.

Da Mifegyne in Deutschland schwer zu kriegen ist, kann man auch das leicht und in jeder
Apotheke erhältliche Valproat nehmen, das ebenfalls ein Progesteronhemmer ist. Aber am
besten ist eben eine Progesteron vermeidende Diät. (Cave, Valproat ist nicht harmlos! Ob
eine in Bezug auf die Tumorerkrankung erwünschte Wirkung erreicht würde, könnte man
auch erforschen!)
Die Progesteronrezeptoren
Man kennt jetzt zwei Progesteronrezeptor-Untertypen, den Progesteronrezeptor alpha
PRA und den Progesteronrezeptor beta PRB. PRB ist dabei der funktionierende Rezeptor
und PRA eher so etwas wie die Ruheform. Der Progesteronrezeptor beta kann durch
Methylierung stillgelegt werden und das scheint bei Brustkrebs oft der Fall zu sein und ist
ein ungünstiges Zeichen (McCormack O 2007).

Progesteronrezeptor alpha, der normalerweise nicht bestimmt wird, sammelt sich


Baustelle mehr über den
dagegen an. Und zwar schon in dem noch gesunden Brustgewebe von Frauen mit einer
Progesteronrezeptor
Mutation in einem der beiden BRCA Gene, BRCA1 oder BRCA2 (Mote PA 2004).

Oft wird beschrieben, dass Frauen mit BRCA-Mutation keinen Progesteronrezeptor


aufweisen. Das scheint also so nicht der Fall zu sein. Sie haben statt des funktionellen
beta-Rezeptors eine Ansammlung des alpha-Rezeptors, der meist nicht gemessen wurde.
Progesteron nach den Wechseljahren
Die Frage interessiert mich, weil auch Tumoren von Frauen nach den Wechseljahren noch
Progesteronrezeptoren aufweisen. Welche sind das, alpha oder beta? Welche Funktion
haben sie und kann man sie nutzen? Bis jetzt habe ich noch nicht viel dazu gefunden.

Deshalb erst mal der Überblick:

• Progesteron wird von der Pubertät bis zu den Wechseljahren gebildet. Wenn die
Eierstöcke auf die Steuerungshormone der Hirnanhangdrüse nicht mehr genug
reagieren, bleibt der Anstieg des Luteinisierenden Hormons, der beim normalen
Zyklus zum Eisprung führt, aus. Es gibt keinen Eisprung mehr.

• Ohne Eisprung, kommt es auch nicht mehr zur Bildung eines Gelbkörpers. Dieser
Gelbkörper bildet normalerweise Progesteron. Diese Hormonproduktion geht
ebenfalls zurück. Dadurch verkürzt sich die Dauer des Monatszyklus.

• Der Mangel an Progesteron führt aber noch nicht zum völligen Wegfall der
Menstruation. Erst, wenn auch die Östrogenproduktion ausfällt, bleibt die
Regelblutung aus.

• Durch die Pillen gegen Hormonmangel nach den Wechseljahren


(Hormonersatztherapie abgekürzt HET) , die auch Progesterone enthielten,
gab es eine Erhöhung der Brustkrebsrate. Und auch das Levonorgestrel, ein
Progesteron, das Frauen jetzt oft gegen zu starke Monatsblutungen als
Scheideneinlage verschreiben bekommen, steht in Verdacht, Brustkrebs
auszulösen (Trinh XB 2007).

• Ein Zuviel an Progesteronen ist also gefährlich. Und in diesem Zusammenhang ist
wichtig, dass zur Gewinnung der Kuhmilch zur Herstellung von Milchprodukten
heute schwangere Kühe gemolken werden, in deren Milch sehr viel Progesteron
enthalten ist (Maria Rollinger).
Auch aus diesem Grund sind Kuhmilch und Kuhmilchprodukte besonders
gefährlich für Säuglinge und für Frauen mit BRCA-Mutation. Bei der BRCA-
Mutation sammeln sich nämlich Progesteronrezeptoren an, die auf Progesteron
reagieren. Bei Mäusen mit BRCA1-Mutation kann durch Progesteronhemmer wie
Mifegyne/Mifepriston die Entwicklung von Brustkrebs verhindert werden.

Da stellt sich die Frage:

Kann man Mifegyne gegen Brustkrebsmetastasen eingesetzt werden?

Progesterone und Brustentwicklung

Progesterone und Brustentwicklung - ein Übersichtsartikel, s. Ismail PM 2003.

Progesteron und Östrogene

Braucht man die Antihormonbehandlung gegen Östrogene, damit die Progesteron


vermeidende Tumormarker senkende Ernaehrung wirkt?

Progesteron und Melatonin

Progesteron kann möglicherweise die Ausschüttung von Melatonin verhindern (De


Jonage-Canonico MB 2003).

Das wichtig zu wissen, denn die Immunbehandlung von Krebs mit Interlekin-2 und
vermutlich auch mit Mistelpräparaten funktioniert viel besser, wenn man abends 40 mg
Melatonin einnimmt. (Quelle?)
Progesteron und Wachstumsfaktoren wie IGF
Im Hund bewirken Progestine einen Anstieg der Insulinähnlichen Wachstumsfaktoren I
und II von verschiedenen Bindungshormonen dieser Wachstumsfaktoren und auch von
Wachstumshormon. Unter dem Einfluss der Progestine werden die IGFs und das
Wachstumshormon im Euter von Hunden und Katzen gebildet und so vermutlich verläuft
auch die Bildung beim Menschen. Das würde bedeuten, dass das natürliche IGF I und II
unter dem Einfluss des Progesterons in der Brust selbst hergestellt wird.

Die Brust ist also die Drüse, die diese Wachstumsfaktoren und Hormone bildet. Deshalb
finden sie sich auch in der Kuhmilch, denn hier der wird es nicht anders sein (Mol JA
1997).
Der Progesteronrezeptor in Brustkrebszellen
Die Wirkung von Wenn das p53 Protein nicht mehr funktioniert, dann bewirken Progesterone in
Resveratrol* Brutkrebszellen einen Anstieg des Wachstumfaktors VEGF (Liang Y 2005.) Dieser
Wachstumsfaktor VEGF soll bewirken, dass der Tumor besonders gut durchblutet wird,
was natürlich kein Vorteil ist.

In Zellen, in denen das p53 funktioniert, passiert das nicht. Leider funktioniert das Protein
p53 in Brustkrebszellen und in anderen Krebszellen oft nicht. Aber es gibt einen
Naturstoff, der noch nicht als Medikament auf dem Markt ist, wie ich von meiner
Apothekerin erfahren habe, aber eventuell als Nahrungsergänzungsmittel. Und dieser
Naturstoff, das Resveratrol reaktiviert das Protein p53 (Alkhalaf M. 2007).

Ein funktionierendes p53 ist aber nicht nur in Zusammenhang mit Progesteron wichtig.
Ohne funktionierendes p53 haben Krebszellen ein großes Problem, abzusterben. Deshalb
sollte man auf jeden Fall versuchen, in den eigenen Krebszellen das p53 mit Resveratrol
zu aktivieren.

Und wenn ein nicht funktionierendes p53 Protein wieder aktiviert werden kann, dann
werden die Brustkrebszellen wieder hormonabhängig. Das ist von großem Vorteil, weil
dann Tamoxifen und andere Substanzen wieder wirken können..

Aber wie kann man das bewirken? Wenn die Gene im Menschen mutiert sind, besteht
dazu bis jetzt sicher noch keine Möglichkeit, sie wieder zum Funktionieren zu bringen.
Anders sieht es aus, wenn sie durch Methylierung oder andere Prozesse stillgelegt
sind.

Dann kann man versuchen, das Protein p53 zu reaktivieren. Eine Substanz, die man dazu
zu nutzen versucht, ist das Resveratrol (Alkhalaf M 2007).

Dass Resveratrol Rezeptoren auf der Zelloberfläche wieder hervorlocken kann, erklärt
auch, dass eine Insulinresistenz durch Resveratrol verringert werden kann, vielleicht weil
unter Resveratrol nicht nur Rezeptoren für Hormone wie Östrogen wieder gebildet
werden, sondern auch solche für Insulin.
Progesteron und Cortison
Progesteron und Cortison sind ähnliche Hormone. Kortison unterdrückt die Abstoßung
von Fremdzellen durch das Immunsystem und Progesteron unterdrückt die Abstoßung des
Embryos und Fötus, der für den Körper der Mutter auch eine Art Fremdkörper ist.

Bei der Geburt sinkt das Progesteron deshalb, denn dann verlässt der Säugling den Körper
der Mutter. Aber in der Stillzeit scheint es wieder anzusteigen und da könnte es im
Brustgewebe sitzende Viren aktivieren, die von der Brust aus in einen neuen Wirt
kommen wollen. Denn die Brust ist für ein Virus ein idealer Absprungsort in einen neuen
Organismus, ähnlich wie die Prostata.

Ein Virus braucht ja einen neuen Organismus oder Wirt, denn ohne diesen ist er nicht
lebensfähig und über die Milch kann er auf den gestillten Säugling theoretisch übertragen
werden. Und dieser Säugling kann sich noch nicht einmal wehren, weil sein
Immunsystem zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbau ist.
Viele Viren lassen sich in der Brust nachweisen und in Taiwan ist jetzt herausgefunden
worden, dass der Brustkrebs umso schneller zu Tode führt, je mehr verschieden Viren in
der Brust nachgewiesen werden (Quelle?).

Es gibt also nicht nur einen Brustkrebsvirus, sondern viele und sie reagieren vermutlich
auf die Hormone, die in der Stillzeit gebildet werden, damit sie den Absprung nicht
verpassen.

Das könnte der Grund dafür sein, dass Cortison und ähnlich wirkende Progesteron für
Brustkrebs ein Problem sind.

Für Brustkrebs wichtige Viren sind BLV, HTLV, EBV, HHV8. Ob man Brustkrebsviren
sagen sollte, weiß ich nicht. Es könnten viele Viren Einfluss auf den Ausbruch von
Brusterkrankungen haben. Jedenfalls mehr als man so denkt. Möglicherweis auch solche
die Augeninfektion machen und solche die durch Hunde übertragen werden.

Siehe

Augeninfektinonen und Brustkrebs

Ein unter Progesteroneinfluss gebildetes Protein ist der Tumormarker CA15-3 auch
MUC1 genannt. Bei Frauen mit sich ausbreitendem Brustkrebs findet man viel davon im
Blut und es ist ein schlechtes Zeichen. Denn CA15-3 ist nicht nur ein böses Symptom,
sondern ein Protein, das aktiv an der Abschottung der Tumorzellen vor den Angriffen des
Immunsystems beteiligt ist. Deshalb sollte man alles tun, um seine Produktion zu
vermeiden. Siehe

Den Tumormarker CA-15-3 bei Brustkrebs senken.

Progesteron vermeiden
Zur Vermeidung von Progesteron muss man die Quellen kennen.

Es sind die Milchprodukte sehr wichtig, weil heute auch schwangere Kühe mit ganz
hohem Progesteronspiegel gemolken werden. Eine sehr gefährliche Angewohnheit, die
Maria Rollinger ans Tageslicht gebracht hat.

Siehe

Maria Rollinger

Wo findet sich Progesteron noch?

Progesteron- und Progestinhaltigen Medikamente zum Beipiel gegen


Wechseljahresbeschwerden.

Hautcremes

Keuschlamm auch Mönchspfeefer oder Angus Castus genannt, vielleicht?

Die Liste muss nicht vollständig sein. Das ist das, was ich bis heute sammeln konnte.
Wenn jemand noch was einfällt: Ich bitte sehr um Nachricht!

Auch Kortison muss die Frau mit Brustkrebs unbedingt vermeiden, denn es hat viel
Ähnlichkeit mit Progesteron.

MPA - ein künstliches Progesteron


Über die Wirkung von MPA - dem künstlichen Progesteron, dass in vielen Medikamenten
enthalten ist - auf die Brust. Die Autoren meinen, dass MPA, also
Medroxyprogesteronazetat, die Androgenwirkung auf die Brust stört: Disruption of
androgen receptor signaling by synthetic progestins may increase risk of developing
breast cancer (Birell SN 2007).
Effect of progesterone receptor: A predominance on breast cancer cell migration into bone
marrow fibroblasts (MacGowan EM 2004).

MPA - aber auch natürliches Progesteron - erhöhen die Prolaktinrezeptoren auf


Brustkrebszellen (Murphy lJ 1986).

Erkennen der Progesteronwirkung - alkalische Phosphatase


An der Entstehung der alkalischen Phosphatase, einem Endprodukt der
Progesteronwirkung in Progesteronrezeptor positiven Zellen kann man die
Progesteronwirkung erkennen und auch, ob ein Stoff Progesteron hemmend oder fördernd
wirkt (Zava DT 1998). Man kann natürlich auch andere Proteine, die progesteronabhängig
gebildet werden, benutzen, z.B. VEGF oder uPA. Aber die alkalische Phosphatase kann
man überall messen lassen und dieser progesteronabhängig gebildete Tumormarker ist
auch einer, der bei behandelten Patienten auf eine Rückkehr der Krankheit hindeutet
(Keshavia A 2007).

Bei welchen Krankheiten spielt die Progesteronerhöhung eine Rolle?


Bei solchen Krankheiten, bei denen man vermehrt embryonale Proteine findet, die unter
Progesteroneinfluss gebildet werden, s. Krankheiten bei denen das progesteronabhängig
gebildete Protein VEGF verstärkt gefunden wird.

Warum fand man in der Nurses Health Studie keine erhöhten Progesteronwerte im Blut von
Frauen, die später Brustkrebs bekamen?
Im Laufe der Nurses Health Studie wurde in alten, aufbewahrten Proben untersucht, ob Endogenous estrogen,
bei Frauen, die später Brustkrebs bekommen hatten, vorher bereits bestimmte Hormone androgen, and
erhöht waren. progesterone
concentrations and
Progesteron war nicht erhöht, obwohl es untersucht worden war (Missmer SA 2004). Das breast cancer risk
irritierte mich sehr und ich habe mich natürlich gefragt, warum? Denn meiner Ansicht
nach müsste ja gerade das Progesteron erhöht sein.
among
Und jetzt habe ich eine mögliche Erklärung gefunden: Das Blut könnte nüchtern postmenopausal
abgenommen worden sein, damit man keine Schwankungen der Hormone durch die women.
Nahrungsaufnahme hat, denn dass gerade Milchprodukte die Hormonspiegel erhöhen, ist
ja bekannt. Leider sind in den veröffentlichen Studien keine Angaben zu diesem Missmer SA, Eliassen AH,
wichtigen Punkt gemacht worden. Aber da es sich um Krankenschwestern handelt, die Barbieri RL, Hankinson SE.
sich das Blut selbst haben abnehmen lassen und es dann eingesandt haben, könnten sie
darauf geachtet haben. Channing Laboratory,
Brigham and Women's
Im nüchternen Zustand wird man keine Progesteronerhöhung finden, denn das Hospital and Harvard Medical
Progesteron kommt ja aus der Milch (s.o. Goodson zeigt die Erhöhung im Speichel am School, 181 Longwood
folgenden Tag?). Wenn man die Proben vor der Nahrungsaufnahme entnimmt, also bei Avenue, Boston, MA 02115,
Nüchternen, wird man auch keine Progesteronerhöhung im Speichel (?s.o.) oder im USA.
Serum finden. Das endogene - also vom Körper selbst produzierte - Progesteron ist nicht
erhöht. Das exogene Progesteron wird erhöht sein. Bei Nüchternen findet man es nicht.
Progesteron und Immunsystem
Man kann Progesteron auch einsetzen, um Reaktionen des Immunsystems zu
unterdrücken. Hier zum Beispiel, um das Absterben von Gehirnzellen nach
Gehirnquetschungen zu verhindern (Chen G 2008.) Und zwar wird hier das Absterben der
Gehirnzellen, die Apoptose, verhindert. So könnte Progesteron auch bei Krebskranken der
Tod der Krebszellen verhindern.

Der Gelbkörper bildet sich beim Rind nach erfolgter Besamung nicht zurück, sondern Milchverzehr und
verhindert, dass neue Follikel während der Trächtigkeit reifen. Er bildet ständig Tumorwachstum
Progesteron und beeinflusst damit gleichzeitig das Milchbildungshormon, welches dann
langsam aber sicher versiegt. Somit wird die Milchleistung während der fortschreitenden
Trächtigkeit negativ beeinflusst. Jedenfalls an und für sich. Die heutigen Milchkühe
bilden dagegen bis kurz vor der nächsten Geburt weiter Milch.

Progesteron blockiert im Menschen über Rezeptoren an der Milchdrüse die


Milchbildung durch Prolaktin. Das scheint also im Menschen und in der Kuh von
heute verschieden zu laufen.

Aber für uns ist hier sowieso die Milchbildung nur nebensächlich. Wichtig ist die
Wirkung des Progesterons auf die Abwehr gegen Embryonen und Tumore. Da müssen
wir verhindern, dass die Tumoren durch die progesteronbedingte Unterdrückung der
Abwehr auch die Tumorabwehr lahmlegt.

Progesteronvermeidende Diät

Progesterone receptor
The PR gene also is a member of the nuclear receptor superfamily. Two isoforms of the
PR, PRA and PRB, are encoded by the same gene, utilizing two distinct transcriptional
start sites and yielding proteins that differ with regard to their animo terminal regions and
biologic activities. Although both PRA and PRB are highly expressed in normal tissues,
PRB protein concentrations reportedly are elevated in breast carcinoma. This results in a
decrease in the PRA:PRB ratio that is believed to be an important parameter for
progesterone-mediated functions (Keen 2003).

Hautkrankheiten, die in der Gelbkörperphase des Zyklus ausbrechen


Pierart-Franchimond C 1999

Dazu Diskussion: Herpes Simplex, Progesteron und die Tumorabwehr

Baustelle
Der Progesteronspiegel kann auch mit unterschiedlichem sozialen Verhalten verbunden
sein (Saltzman W 2006).
So kann Progesteron mütterliches Verhalten während der Schwangerschaft von Ratten
unterdrücken (Mann PE 2006).

Social suppression of female reproductive maturation and infanticidal


behavior in cooperatively breeding Mongolian gerbils (Saltzman W 2006).

Stichworte: Stillen, Milchbildung, Gelbkörper, Galaktorrhöe, CA 15-3, Tumormarker, Progesteronhemmer, BRCA-Genmutationen, Östrogene,
Melatonin, p53, Wachstumsfaktoren, IGF, Resveratrol, Kortison, Medroxyprogesteronazetat, Immunsystem, Prolaktin

Text im Archiv der Library of Congress: http://web.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/progesteron.htm