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In diesem Monat

Wissen, Motive, Barrieren und Handeln

Gesunder Lebensstil
bei Frauen
B. Dohnke

Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin, Charité, Universitätsmedizin Berlin


(Sprecherin: Prof. Dr. V. Regitz-Zagrosek)

klinikarzt 2006; 35 (1): 12–17

Bei Frauen sind Rauchen, Übergewicht sowie mangelnde körperliche Aktivität mit spezifischen von einem Großteil der Frauen nicht
Risiken für Mortalität und Morbidität verbunden. Trotzdem verhalten sich viele Frauen häufig oder nur unzureichend befolgt wer-
ungesund, sie rauchen, haben Übergewicht oder sind körperlich nicht ausreichend aktiv. Dabei den. Im Gegenteil ist der Anteil rau-
wissen Frauen durchaus, dass diese ungesunden Verhaltensgewohnheiten das Herzinfarktrisiko chender Frauen über die letzten
erhöhen, unterschätzen allerdings häufig ihr Risiko, eher an Herzkreislauferkrankungen zu ster- Jahrzehnte sogar stetig gestiegen.
ben als an anderen Krankheiten. Ausreichendes Wissen allein geht aber selten mit entsprechen- Daten des Bundes-Gesundheitssur-
den Lebensgewohnheiten einher. Vielmehr spielen hier (frauentypische) Motive (erwartete Vor- veys weisen zwischen 1985 und
und Nachteile) sowie Barrieren oder die wahrgenommene Verhaltenskompetenz eine zentrale 2003 für Westdeutschland einen
Rolle. Frauentypische Motive und Barrieren werden am besten durch das soziale Geschlecht Anstieg von 27 auf 32% aus (13).
(„gender“) erklärt, also durch gesellschaftlich geprägte Geschlechterrollenerwartungen. Der Ar- Nach diesen aktuellen Daten aus
tikel beschreibt, wie Geschlechterrollenerwartungen den Lebensstil und dessen Veränderung bei dem Jahr 2003 rauchten in West-
Frauen beeinflussen und wie Interventionen auf Frauen zugeschnitten werden können. Dies er- deutschland 32% der Frauen ver-
folgt exemplarisch am sozial-kognitiven Prozessmodell gesundheitlichen Handelns. glichen mit 38% der Männer. Dabei
ist insbesondere bei Frauen ein
Alterstrend zu beobachten: Wäh-

D
er Lebensstil in den west- gewichtige Männer (7). Körperliche rend 45% der 18–29-jährigen Frauen
lichen Industrienationen be- Aktivität scheint bei Frauen mit einer rauchten, waren es 37% der 30–44-
einflusst in erheblichem Maß verminderten Inzidenz für Osteo- Jährigen, 27% der 45–64-Jährigen,
die Morbidität und Mortalität: Niko- porose assoziiert zu sein und trägt aber nur 7,5% der über 64-jährigen
tinkonsum, fettreiche und ballast- erheblich zu einer Risikoreduktion Frauen.
stoffarme Ernährung, Übergewicht für Herzkreislauferkrankungen und Punktprävalenzraten für Über-
und mangelnde körperliche Aktivität Krebs bei (8). Auf Basis dieser Evi- gewicht zeigen, dass Frauen zwar
tragen zur Entstehung und Progres- denz wurden Präventionsleitlinien seltener leichtes Übergewicht aber
sion von Herzkreislauferkrankungen, speziell für Frauen entwickelt, die häufiger starkes Übergewicht (BMI >
Hypertonie, Schlaganfall, Diabetes unabhängig vom individuellen Risi- 30) haben als Männer (15, 17). Für
und Krebs bei (7). Für Frauen zeigen kostatus Raucherentwöhnung, kör- körperliche Inaktivität hängen Prä-
sich zudem spezifische Risken. So ist perliche Aktivität, gesunde Ernäh- valenzraten bei Frauen sehr stark
Rauchen mit erhöhten Risiken für rung und Gewichtsreduktion emp- davon ab, was unter körperlicher
Herzinfarkt und Lungenkrebs und fehlen (Tab. 1) (18). Aktivität verstanden wird und ver-
zusätzlich mit einer erhöhten Anfäl- deutlichen damit, dass Frauen an-
ligkeit für Osteoporose, einer frühen Befolgung eines ders körperlich aktiv sind. Frauen
Menopause, verminderter Fertilität gesunden Lebensstils sind nicht weniger aktiv als Männer,
und Komplikationen während der Prävalenzen für Rauchen, Über- wenn auch Freizeitaktivitäten (z.B.
Schwangerschaft verbunden (9). gewicht und Inaktivität zu Fuß gehen, Rad fahren) und kör-
Frauen mit Übergewicht haben ein Zahlreiche Daten und Erhebun- perliche Aktivitäten mit geringer
höheres Risiko für Diabetes und gen weisen allerdings darauf hin, oder mittlerer Intensität betrachtet
Herzkreislauferkrankungen als über- dass die aufgestellten Empfehlungen werden (11, 25). Sportaktivitäten

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hingegen treibt nur die Hälfte der Tab. 1 Empfehlungen zur Prävention von Herzkreislauferkrankungen
Frauen im Vergleich zu zwei Dritteln bei Frauen (Evidenzklasse I, Stufe B)
der Männer (16).
Rauchen Raucherentwöhnung bzw. Nichtrauchen
Veränderung ungesunder Ernährung herzgesunde Ernährung: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme
Verhaltensweisen Milchprodukte, Fisch, cholesterinarm
Sowohl Frauen als auch Männer Gewicht Aufrechterhaltung bzw. Reduktion eines Body-Mass-Index von 18,5–24,9
versuchen, ihren Lebensstil zu ver- und eines Taillenumfangs < 88,9 cm
ändern und mit dem Rauchen aufzu- körperliche Aktivität mindestens 30 Minuten mittelintensiver körperlicher Aktivität (z.B. zügi-
hören, abzunehmen oder ihre kör- ges Gehen) an den meisten, möglichst allen Tagen der Woche
perliche Aktivität zu steigern (1). nach (18)
Frauen scheinen dabei aber weniger
Erfolg zu haben als Männer (1, 9).
Für die Raucherentwöhnung spie- (93%), Übergewicht (96%) und Be- Ein anderer wichtiger Aspekt der
gelt sich diese Beobachtung in gerin- wegungsmangel (89%) ein erhöhtes weiblichen Geschlechterrolle, die
geren Aussteigerquoten im Bundes- Herzinfarktrisiko, aber jede dritte Betonung des Aussehens, prägt auch
Gesundheitssurvey 1998 wider, die Frau unterschätzte ihr Risiko, eher die individuellen Motive von Mäd-
für Frauen 36% und für Männer 43% an Herzkreislauferkrankungen zu chen und Frauen für das Rauchen. So
betrugen (10). Überdies bestätigen sterben als an anderen Krankheiten. nennen sie häufig das Motiv Ge-
zahlreiche randomisierte Studien wichtskontrolle, insbesondere wenn
zur Wirkung von Nikotinersatzprä- Motive für einen un- sie das heutige Schlankheitsideal
paraten den geringeren Aufhörerfolg gesunden Lebensstil internalisiert haben (30). In diesem
von Frauen (2). Eine weitere Erklärung wäre in Kontext sind auch Motive zu sehen,
Reduktionsdiäten führten 8% der den Motiven zu suchen, die dem Ver- die den eigenen Eindruck auf andere
Frauen und 6% der Männer zum Zeit- halten der Frauen zugrunde liegen. betreffen. Scheinbar spielen Verhal-
punkt des Bundes-Gesundheitssur- Dabei ist zunächst festzuhalten, dass tensmodelle für Frauen eine wichti-
veys 1998 durch (15). Deutlich frauentypisches Verhalten weniger gere Rolle als für Männer, sie sind
höhere Anteile finden sich mit 14% mit dem biologischen Geschlecht also empfänglicher für eine Zigaret-
der Frauen und 9% der Männer im („sex“) als vielmehr mit dem sozia- tenwerbung, die den Typ der attrak-
KORA1-Survey 2000, der die Perio- len Geschlecht („gender“) zu- tiven, schlanken, lebensfrohen und
denprävalenz des letzten Jahres er- sammenhängt (9, 29). Darunter ver- erfolgreichen Frau vermarktet (23).
fasste (17). Von diesen beurteilten steht man gesellschaftliche Erwar- Für den Einfluss des sozialen Ge-
62% der Frauen, jedoch 72% der tungen, wie sich eine Frau oder ein schlechts oder der sozialen Rolle
Männer ihre Diät als erfolgreich. Für Mann verhalten sollte (Geschlechter- spricht auch, dass berufstätige
Sportaktivitäten ist seit 1991 ein An- rollenerwartungen). Diese Erwar- Frauen häufiger rauchen als Haus-
stieg zu verzeichnen: 6% mehr tungen knüpfen zwar am biologi- frauen (29). Eine weitere Überle-
Frauen trieben 1998 mindestens schen Geschlecht an, hängen jedoch gung bezieht sich auf den Einfluss
zwei Stunden pro Woche Sport (16). in einem hohen Maß vom jeweiligen von Stress: Frauen scheinen häufiger
Gleichzeitig sank der Anteil inakti- soziokulturellen Kontext ab und sind zur Bewältigung von Stress und in
ver Frauen um 4%. Gemäß interna- entsprechend veränderbar. negativen Affektlagen (etwa bei Är-
tionaler Leitlinien (Tab. 1) sind aller- ger, Traurigkeit oder Langeweile) zu
dings nur 10–20% der Frauen ausrei- Rauchen und die weibliche rauchen als Männer (23, 29).
chend aktiv. Geschlechterrolle
Solange die traditionelle weibli- Adipositas und Bewegungs-
Wissen von Frauen che Geschlechterrolle ein Rauchver- mangel bei Frauen
Welche Ursachen hat es, dass bot beinhaltet hat, haben nur sehr Zur Frage, warum Frauen häufiger
der Lebensstil bei vielen Frauen so wenige Frauen mit dem Rauchen be- an starkem Übergewicht leiden, kön-
sehr von den Empfehlungen ab- gonnen. Die Akzeptanz weiblichen nen zwei Antworten angeführt wer-
weicht? Eine Erklärung wäre, dass Rauchens und der Anteil rauchender den (9, 23). Zum einen sind Frauen
die Aufklärung versagt hat und Frauen ist jedoch gestiegen, je stär- weniger körperlich aktiv. Zum ande-
Frauen nicht hinreichend über die ker sich die sozialen Einstellungen ren sind bestimmte Lebensereignisse
Bedeutung eines gesunden Lebens- zum Rauchen von Frauen und Män- bzw. -phasen bei Frauen mit Überge-
stils informiert sind. Dafür spricht nern seit Mitte des 20. Jahrhunderts wicht verbunden: Pubertät, Heirat,
eine im Jahr 2002 vom Emnid-Insti- angeglichen haben (29). Denn die Schwangerschaft bzw. Kinder und
tut für die DAK durchgeführte Befra- Aufnahme des Rauchens wird gene- Menopause.
gung von 1 045 Frauen: Fast alle rell eher durch soziale Einflüsse wie Übergewicht ist bei Frauen sehr
Frauen sahen zwar in Rauchen rauchende Freunde in Verbindung stark mit einem geringen sozioöko-
mit einer schwachen Widerstands- nomischen Status verbunden (26),
1 Cooperative Health Research in the Region kompetenz gegenüber Gruppen- was auf die Geschlechterrollen-
of Augsburg druck begünstigt (23). erwartungen zurückgeführt wird:

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Übergewicht ist bei Frauen stark zu können) und sportbezogene sozi- die 18% der unzufriedenen Frauen
stigmatisiert, und sie scheinen dies ale Unterstützung wichtige Korrelate Normalgewicht hatten (versus 0,1%
auch stärker als Männer zu inter- körperlicher Aktivität sind (28). der unzufriedenen Männer). Folglich
nalisieren. Bereits im Jungendalter hängen die Motive für eine Reduk-
bilden Mädchen gewichtsbezogene Motive und Barrieren für tionsdiät eher mit dem Aussehen
Einstellungen aus und beginnen, eine Lebensstiländerung und dem wahrgenommenen Kör-
sich um ihr Gewicht zu sorgen. Mäd- Biologische und soziale Faktoren perbild und weniger mit der Ge-
chen und Frauen mit einem geringe- des Rauchens sundheit zusammen. Ähnliches
ren sozioökonomischen Status inter- Rauchen wird allgemein meist zeigte beispielsweise das DAK-Ge-
nalisieren diese sozialen Normen wegen seiner positiven Wirkungen sundheitsbarometer Diäten (2004)
jedoch weniger stark. Sie haben aufrechterhalten (23). Für das Auf- auch für die Durchhaltemotivation:
entsprechende gewichtsbezogene hören oder die Abstinenz können Frauen motivierte besonders häufig,
Überzeugungen, die vermittelt über Wirkungen auf der biologischen so- dass sie sich attraktiver und selbst-
(wenig gezügeltes) Essverhalten und wie der sozialen Ebene unterschie- bewusster fühlten und alte Klei-
körperliche Inaktivität zu einem hö- den und diskutiert werden. Auf der dungsstücke wieder passten, Män-
heren Körpergewicht führen (26). biologischen Ebene erschwert die ner hingegen, dass sie sich dadurch
Bei Männern ist die Befundlage zum physiologische Abhängigkeit das körperlich besser fühlten.
Zusammenhang zwischen Gewicht Aufhören. Da sie bei Frauen häufig Die Steigerung der körperlichen
und sozioökonomischen Status we- stärker ausgeprägt ist als bei Män- Aktivität wird bei Mädchen und
niger eindeutig (26). nern (21, 22), könnte dies die ver- Frauen im Wesentlichen durch
Sport galt lange Zeit als männ- gleichsweise geringere Erfolgsrate wahrgenommene Verhaltensvor-
liche Domäne, da maskuline Eigen- der Frauen erklären. teile und -kompetenz beeinflusst.
schaften wie Kraft, Stärke, Kampf- Auf der sozialen Ebene sind Mo- So machten Frauen regelmäßige
geist und Aggressivität damit ver- tive, Barrieren und Wirkungen zu körperliche Aktivität eher zu ihrer
bunden wurden (5). Derart stereo- nennen, die mit Geschlechterrollen- Gewohnheit, je mehr Vorteile sie
type Vorstellungen beeinflussen Er- erwartungen verbunden sind. So davon erwarteten (4) und je stärker
wartungen und Verhalten gegen- fühlen sich Frauen häufig einem ihr Motiv „Freude“ war (27). Im
über Mädchen und Frauen: Es wird stärkeren sozialen Druck von ihrer Gegensatz dazu gaben Frauen mit
weniger von ihnen erwartet, Sport Familie ausgesetzt und hören häufig nur wenigen Motiven und einem
zu treiben und sie werden weniger aufgrund einer Schwangerschaft schlechten Gesundheitszustand re-
stark dazu ermutigt. Dies prägt mit dem Rauchen auf, Männer hin- gelmäßiges Laufen auf (27). Wahr-
wiederum ihre sportbezogenen Mo- gegen häufig aufgrund geringer kör- genommene Verhaltenskompetenz
tive und Barrieren. So verfolgen sie perlicher Leistungsfähigkeit. Frauen oder -kontrolle hatte bereits bei 14-
primär Motive, die sich auf Gewicht erwarten auch mehr Nachteile von jährigen Mädchen, aber auch bei er-
und Aussehen oder Gesundheit be- der Raucherentwöhnung als Män- wachsenen Frauen Vorhersagekraft
ziehen und seltener spaß- oder leis- ner, insbesondere eine Gewichtszu- für eine Steigerung bzw. Aufrechter-
tungsbezogene Motive (31). nahme, aber auch schlechter mit haltung regelmäßiger körperlicher
Zugleich nehmen Frauen viele Stress umgehen zu können (14). In Aktivität (4, 19, 27). Vergleichbar
Barrieren wahr, die ihnen die körper- dieser Studie führten auch primär gaben weibliche Teilnehmer einer
liche Aktivität erschweren. Jede diese negativen Erwartungen zu ei- EU-Befragung häufig die Barrieren
vierte Teilnehmerin einer US-ameri- ner geringeren Aufhörmotivation an, „nicht der sportliche Typ“ zu
kanischen Befragung gab Zeitmangel sowie einer geringeren Abstinenz- sein oder „keine Energie“ zu haben
an (12). Familiäre Verpflichtungen, rate. Zwar erwarteten Frauen auch (31). Zudem nannten sie häufiger
Müdigkeit, Mangel an Energie und mehr Vorteile als Männer, aber „Betreuung von Kindern/Älteren“
Hemmungen wegen des Aussehens diese Erwartungen sagten weder als Hindernis.
nannte jede fünfte Frau. Diese Bar- ihre Motivation noch ihren Entwöh-
rieren sind nicht unbedingt frauen- nungserfolg vorher. Modellvorstellungen zur
typisch. Es gibt aber Hinweise darauf, Lebensstiländerung
dass sich bei Frauen Barrieren wie Gewichtsreduktion und körper- Wie können Interventionen auf
beispielsweise Zeitmangel aufgrund liche Aktivität Frauen so zugeschnitten werden,
von Geschlechterrollenerwartungen Geschlechterrollenerwartungen dass es ihnen leichter fällt, dauerhaft
anders auswirken (6). So glauben erklären auch die Motive für eine Re- mit dem Rauchen aufzuhören, ihr
Frauen häufig, keine oder kaum Frei- duktionsdiät bei Frauen: Sie sind ei- Gewicht zu reduzieren oder zu hal-
zeit außerhalb ihrer häuslichen und nem stärkeren sozialen Druck aus- ten und regelmäßig körperlich aktiv
familiären Verpflichtungen zu ha- gesetzt dünn zu sein und legen da- zu sein? Zur Beantwortung dieser
ben. Daher verwundert es nicht, dass her größeren Wert auf ihr Aussehen. Frage reichen die Erkenntnisse von
insbesondere bei Frauen die Über- Entsprechend ist die Hälfte der frauentypischen Motiven und Bar-
zeugung von der eigenen sportbezo- Frauen, verglichen mit einem Drittel rieren nicht aus, da eine Lebensstil-
genen Verhaltenskompetenz (d.h. der Männer, mit ihrem Gewicht un- änderung ein komplexer Verände-
trotz Barrieren körperlich aktiv sein zufrieden (17) – wobei in dieser Stu- rungsprozess ist.

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Sozial-kognitives Prozessmodell Abb. 1 Das sozial-kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns


gesundheitlichen Handelns (HAPA)
Das sozial-kognitive Prozess-
modell gesundheitlichen Handelns, Selbstwirksamkeits-
auch „Health Action Process Ap- erwartung
proach“ (HAPA) (23, 24) genannt, er-
klärt diesen Prozess (Abb. 1). Es
unterscheidet eine Motivations-
Aufrecht-

Disengagement
phase, die zur Bildung einer Verhal- Aufnahme
erhaltung
tensintention führt und eine an-
Konsequenz-
schließende Volitionsphase, welche Intention Planung
erwartung
die Aufnahme und Aufrechterhal-
tung des Verhaltens beschreibt. So- Wiederaufnahme
zial-kognitive Faktoren sind in bei-
den Phasen unterschiedlich wichtig
(Tab. 2). Handlung
Bevor eine Person ihre Verhal- Risiko-
tensgewohnheiten ändert, muss sie wahrnehmung
dazu motiviert sein und eine Inten- situative Barrieren und Gelegenheiten
tion ausbilden. Drei sozial-kognitive
HAPA = Health Action Process Approach nach (23, 24)
Faktoren spielen hier eine zentrale
Rolle (Tab. 2). Die Wahrnehmung ei-
nes ernsthaften Gesundheitsrisikos Prozessmodell gesundheitlichen des empfohlenen Gesundheitsver-
ist notwendig, reicht allein aber Handelns einige Gründe erkennen, haltens und ihre eigene Verhaltens-
nicht aus, damit eine Person eine warum sich Frauen trotz vorhande- kompetenz haben. Frauen haben
Absicht bildet. Sie unterstützt je- nen Wissens über einen gesunden zwar durchaus positive Konse-
doch, sich mit Vor- und Nachteilen Lebensstil häufig nicht entspre- quenzerwartungen für Raucherent-
präventiver Verhaltensweisen und chend verhalten. wöhnung, Reduktionsdiäten und
der eigenen Verhaltenskompetenz körperliche Aktivität. Es gibt aber
auseinanderzusetzen. Daher sollten Unterschätztes Gesundheits- Hinweise, dass sie beispielsweise
Ko n s e qu e n z e r wa r t u n ge n u n d risiko eher unspezifische oder wenige
Selbstwirksamkeitserwartungen Die meisten Frauen sind der An- Vorteile von körperlicher Aktivität
gemeinsam die Intentionsbildung sicht, nicht an Herzkreislauferkran- erwarten (3, 27). Theoretisch sollte
stärker beeinflussen als die Risiko- kungen zu versterben und unter- jedoch eine Motivation bei spezifi-
wahrnehmung. schätzen das mit ihrem Lebensstil schen und möglichst vielen positi-
Hat eine Person eine Intention, verbundene Gesundheitsrisiko. Der ven Konsequenzerwartungen trag-
muss sie das Verhalten aufnehmen Aufklärung scheint es bisher also fähiger sein (4). So kann eine Frau
und dauerhaft aufrechterhalten. nicht ausreichend gelungen zu sein, etwa eine Gewichtsabnahme von
Hierzu müssen in der Volitions- auch Frauen für das Thema Herz- 5 kg oder eine längere Ausdauer
phase verschiedene Teilphasen er- kreislauferkrankungen zu sensibili- eher wahrnehmen und als persön-
folgreich durchlaufen werden: Pla- sieren. Hier könnten vermehrte Bot- lichen Erfolg bewerten als unspezi-
nung, Aufnahme, Aufrechterhal- schaften über Massenmedien oder fische Vorteile, wie erhöhte Attrak-
tung und gegebenenfalls Wieder- Aufklärungsbroschüren effektiv tivität und bessere Gesundheit.
aufnahme. In diesen Teilphasen sein. Begünstigend dürfte sich dabei Ferner unterstreichen die Be-
verändert sich die Bedeutung der auswirken, dass sich Frauen typi- funde, dass Frauen häufig viele und
sozial-kognitiven Faktoren: Die Ri- scherweise mehr um ihre Gesund- zum Teil sehr spezifische negative
sikowahrnehmung hat keinen wei- heit sorgen als Männer (29) und ent- Konsequenzerwartungen haben. Im
teren Einfluss, wohingegen Konse- sprechend interessierter an Gesund- Fall der Raucherentwöhnung ist das
quenzerwartungen weiterhin wich- heitsthemen sind. Laut Prozessmo- die befürchtete Gewichtszunahme,
tig bleiben. Wesentlich sind aber dell sind Frauen somit leicht für Le- die wahrgenommenen Nachteile
die Selbstwirksamkeitserwartun- bensstiländerungen zu motivieren. überwiegen teilweise sogar (14). Für
gen, insbesondere wenn Barrieren körperliche Aktivität benannten äl-
und Schwierigkeiten auftreten. Negative Konsequenz- tere Frauen in einer Studie 19 Nach-
Überdies können situative Barrie- erwartungen teile (wie Schmerzen, Atemlosig-
ren oder Ressourcen (z.B. soziale Der Misserfolg von Gesund- keit) im Vergleich zu sechs Vorteilen
Unterstützung) die Verhaltensauf- heitsaufklärungen bzw. Risikoinfor- (3). Daher ist eine offensive und ak-
nahme und -aufrechterhaltung er- mationen geht zum Großteil aber tive Auseinandersetzung mit solch
schweren oder begünstigen. offensichtlich darauf zurück, dass negativen Erwartungen zu empfeh-
Frauentypische Motive und Bar- die meisten Frauen ungünstige Er- len. Denn nur dadurch kann sich ihre
rieren lassen in Verbindung mit dem wartungen an die Konsequenzen Bedeutung relativieren.

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Tab. 2 Sozial-kognitive Faktoren der Verhaltensänderung 3 kg rechnen muss (20), kann sie sich
darauf einstellen. Sie könnte bei-
Risikowahrnehmung bezüglich Krankheitsparametern/Erkrankungen spielsweise präventiv ihre Ernäh-
• Schweregrad (z.B. von Lungenkrebs) rung und körperliche Aktivität an-
• Vulnerabilität (Eintrittswahrscheinlichkeit); z.B. wenn man weiterraucht wie bisher, wird man passen und sich überlegen, zu wel-
sicherlich Lungenkrebs bekommen chen Dingen sie alternativ in Stress-
Konsequenzerwartungen situationen oder Kaffeepausen grei-
• positive, d.h. erwartete Vorteile; z.B. dann spart man viel Geld fen kann.
• negative, d.h. erwartete Nachteile; z.B. dann nimmt man Gewicht zu Das Prozessmodell gesundheit-
Selbstwirksamkeitserwartungen lichen Handelns kann auf die be-
• subjektive optimistische Überzeugungen von den eigenen Fähigkeiten, ein Verhalten trotz schriebene Art angewendet werden,
Schwierigkeiten ausführen zu können; z.B. auch dann mit dem Rauchen aufhören zu können, um zu erklären, warum viele Frauen
wenn man ein paar Kilogramm zunimmt wider besseren Wissens häufig kei-
nen gesunden Lebensstil führen. Es
eröffnet einen Weg, Interventionen
Gering wahrgenommene Tennis- oder Volleyballverein an- gezielt auf die Motivation bzw. Moti-
Verhaltenskompetenz schließen. Ebenso kann Gewichts- vationsprobleme von Frauen zuzu-
Schließlich ist die wahrgenom- reduktion eher (dauerhaft) realisiert schneiden und sie dadurch mögli-
mene Selbstwirksamkeit ein großes werden, wenn eine Umstellung der cherweise effektiver zu gestalten.
Motivationsproblem von Frauen. Ernährung konkret geplant wird und
Denn sie sind typischerweise wenig nicht spontan gefastet wird. Knowledge, Motives, Barriers
von ihrer eigenen Verhaltenskompe- and Action – Healthy Life-Style
tenz überzeugt (z.B. trotz Barrieren Dauerhafte Lebensstiländerung in Women
dauerhaft körperlich aktiv sein zu ist aktiver Prozess In women smoking, obesity and phy-
können). Da Selbstwirksamkeitser- Wenn Frauen die beabsichtigte sical inactivity are associated with
wartungen aber entscheidend für Lebensstiländerung vollzogen ha- specific risks for mortality and mor-
Motivation sowie Verhalten sind, ben, gilt es, diese möglichst dauer- bidity. However, many women en-
sollten frauenspezifische Interven- haft aufrechtzuerhalten: Sie müssen gage in unhealthy habits, i.e., smoke,
tionen hier ansetzen und überdies sich mehr oder weniger anstrengen are obese or do not engage in suffi-
auf Frauen ohne oder mit Verhal- und Ausdauer investieren. Dabei er- cient physical activity. Although wo-
tensabsicht zugeschnitten sein. Sie fordert der Verzicht auf das Rauchen men know quite well these unhealthy
sollten Barrieren thematisieren, die ebenso wie die Aufnahme körper- habits increase the risk of myocardial
die Intentionsbildung, die Verhal- licher Aktivität einen aktiven Bewäl- infarction, they frequently underscore
tensumstellung oder die dauerhafte tigungsprozess, der durch erreich- their risk to die of coronary heart dis-
Aufrechterhaltung erschweren und bare Unterziele und Belohnungen eases. Basic knowledge rarely meets
dabei die Frauen ermutigen, die unterstützt werden kann. Da es im- with corresponding habits. Moreover,
antizipierten Barrieren erfolgreich mer Ablenkungen und „Risikositua- (women-typical) motives (i.e. expec-
meistern zu können. tionen“ gibt, ist es zudem wichtig, ted pros and cons) and barriers or
Frauen mit der Intention zu einer über verschiedene Bewältigungsop- perceived behaviour control (or self-
Lebensstiländerung – wie Nichtrau- tionen zu verfügen. efficacy) play the central role. Mo-
chen, dauerhafte Gewichtsreduktion Eine Frau, die bereits erfolglos tives and barriers typical for women
oder regelmäßiges Sporttreiben – versucht hat, ihren Lebensstil zu än- can best be explained by gender roles
muss nicht auch unbedingt klar sein, dern, könnte möglicherweise diese and related expectancies. This paper
wie sie dieses Ziel konkret erreichen Erfahrung nutzen. Sie weiß vielleicht describes how gender role expectan-
können. Eine Handlungsplanung schon, in welcher Situation ihr Nicht- cies influence life-style and its chan-
kann helfen, die Lebensstiländerung rauchen oder die Reduktionsdiät be- ges among women and how interven-
vorzubreiten und im Detail zu pla- sonders schwer fällt, wann oder in tions may be tailored to women. This
nen. Hierzu sollte sich eine Frau Be- welcher Form sich regelmäßige will be exemplified with the health
dingungen und Realisierungsmög- Sportaktivität nur schwer mit ihrem action process approach.
lichkeiten beispielsweise für körper- Alltag vereinbaren lässt. Dies sind
liche Aktivität vor Augen führen und Kompetenzen, die der aktuellen Le- Key Words
das „Wann“, „Wo“ und „Wie“ fest- bensstiländerung zugute kommen women – life-style or health behav-
legen: Bevorzugt sie mittelintensive können. Eine möglichst konkrete Be- iour change – gender role – smoking
Aktivitäten ohne Leistungsdruck, wältigungsplanung ist insbesondere cessation – physical activity – over-
könnte ein Gymnastikkurs oder aber bei der Raucherentwöhnung zu weight or obesity
auch ein Waldlauf in Frage kommen, empfehlen. Denn die größte Sorge
der gut in den Tages- bzw. Wochen- von Raucherinnen ist eine Gewichts-
Literatur
verlauf passt. Dagegen könnte sich zunahme. Wenn eine Frau von vorn- 1. Assaf AR, Parker D, Lapane KL et al.
eine Frau, die an leistungsbezoge- herein weiß, dass sie ohne vorzubeu- Does the Y chromosome make a difference?
nem Sport interessiert ist, einem gen mit einer Zunahme von rund Gender differences in attempts to change

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In diesem Monat Ins Netz gegangen

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older-aged women. Health Psychol 2000; 29. Waldron I. Changing gender roles and die Rubrik „Cardiac News“, eine Übersicht über die
19: 354–364 gender differences in health behavior. In: Themen der letzten Monate hält das „News Archive“
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ten in Deutschland – Ergebnisse des telefo- havior research. New York: Plenum Press, Herz („Exercise Tips – Women’s Cardiac Health“)
nischen Bundes-Gesundheitssurveys 2003. 1997; 303–328
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14. McKee SA, O’Malley SS, Salovey P et al. et al. Smoking in college women: The role of („How to Stop Smoking“) in der Rubrik „Fitness &
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vation and treatment outcome. Addict Be- Quarterly 2001; 25: 233–241
www.akf-info.de
hav 2005; 30: 423–435 31. Zunft HJ, Friebe D, Seppelt B et al. Per-
15. Mensink GBM, Burger M, Beitz R et al. ceived benefits and barriers to physical acti- Im Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin,
Was essen wir heute? Ernährungsverhalten vity in a nationally representative sample in Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) haben
in Deutschland, Beiträge zur Gesundheits- the European Union. Public Health Nutr sich Frauen und Verbände zusammengeschlossen,
berichterstattung des Bundes. Berlin: Ro- 1999; 2: 153–160 die im Bereich Frauengesundheit oder der Selbst-
bert-Koch-Institut, 2002
16. Mensink GBM. Körperliche Aktivität.
hilfe arbeiten. Auf der Startseite sind Hinweise auf
Gesundheitswesen 1999; 61 Spec No: die aktuellsten Nachrichten untergebracht, in der
S126–S131 Rubrik „Publikationen“ sind verschiedene Flyer, bei-
17. Mönnichs G, von Lengerke T. Unzufrie- spielsweise zum Thema Hormonersatztherapie,
denheit mit dem eigenen Gewicht nach Re-
und Unterlagen zu den Jahrestagungen ab 1999
duktionsdiät bei Frauen und Männern. Zeit-
schrift für Gesundheitspsychologie 2004; hinterlegt. In der Rubrik „Aktuelles“ finden Sie un-
12: 116–130 Anschrift der Verfasserin ter anderem Termine zu Veranstaltungen aus dem
18. Mosca L, Appel LJ, Benjamin EJ et al. Evi- Dr. phil. Dipl.-Psych. Birte Dohnke Bereich Frauengesundheit, den Tagungen des AKF,
dence-based guidelines for cardiovascular Zentrum für Geschlechterforschung Stellungnahmen zu relevanten Themen und eine
disease prevention in women. Circulation in der Medizin (GiM)
2004; 109: 672–693 Charité – Universitätsmedizin Berlin
Linkliste. Über die Suchfunktion ist es möglich, die
19. Motl RW, Dishman RK, Ward DS et al. Luisenstr. 65 Internetseite nach bestimmten Stichworten zu
Comparison of barriers self-efficacy and per- 10117 Berlin durchsuchen.

klinikarzt 2006; 35 (1) 17