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Ministerul Educaţiei Naționale Centrul Naţional de Evaluare şi Examinare

Examenul de bacalaureat național 2014 Proba E. c) Istorie Simulare pentru elevii clasei a XI-a

Filiera teoretică, profil umanist, toate specializările; Filiera vocaţională - profil artistic, toate specializările; - profil sportiv, toate specializările; - profil pedagogic, specializările: bibliotecar-documentarist, instructor-animator, instructor pentru activităţi extraşcolare, pedagog şcolar; - profil teologic, toate specializările.

Toate subiectele sunt obligatorii. Se acordă 10 puncte din oficiu.

Timpul de lucru efectiv este de 3 ore.

1. Thema

(30 Punkte)

Lesen Sie aufmerksam folgende Quellen:

A. „[Der Erste Weltkrieg] hat […] zur endgültigen Kristallisierung der faschistischen

Ideologie beigetragen. […]. Er hat völlig neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Planung und der Mobilisierung, sowohl der italienischen Wirtschaft als auch des privaten Eigentums im Interesse

des Staates, gezeigt. Der Staat wurde betrachtet als ein Symbol der nationalen Einheit […] welcher durch alle möglichen Mittel unterstützt wurde. Der Krieg hat bewiesen, wie groß die Fähigkeit der Individuen sich zu opfern war […] und wie leicht alle Gesellschaftsschichten im Dienste des Staates mobilisiert werden könnten. […] Deshalb beinhaltete der Faschismus der 30er Jahre die Erfahrung des Krieges, so wie es in den Schriften von Gentile und Mussolini vorkommt. […] Der Kult des Führers, welcher Geist, Wille und Tugenden eines Volkes verkörperte und welcher mit der Nation identifiziert wurde, war der Schlüsselstein des faschistischen Rituals [in Italien]. […] Der faschistische Staat, als Gründer des gesamten politischen und sozialen Lebens und aller spirituellen Werte, sollte, selbstverständlich, der nicht verfochtene Herrscher der Wirtschaft und der gesellschaftlichen Beziehungen sein. […] Mit dem Ziel eine neue Zivilisation, einen neuen Menschen und eine vollständig neue Lebensweise zu schaffen, konnte der Faschismus nicht zulassen, dass ein Bereich der menschlichen Tätigkeit vom Staat nicht beeinflusst wird. […] Für Mussolini, […]« konnten keine menschlichen und geistlichen Werte» und «keine Individuen oder Gruppen, kulturelle und wirtschaftliche Vereine, Gesellschaftsklassen» außerhalb des Staates existieren.” (D. Miller, Enzyklopädie Blackwell der politischen Denkweise)

B. „Nach dem Krieg in Äthiopien, beginnt Mussolini sich Fragen zu stellen über den

Beitrittsgrad der Massen zu seinem Regime und über dessen Überlebenschancen. […] Trotz aller Bemühungen des Faschismus scheint Italien den Weg Richtung Zerfall eingegangen zu sein […]. Diese Entwicklung hat für [Mussolini] grundsätzlich ethische Gründe, die mit dem entscheidenden

Einfluss der traditionellen Eliten auf die italienische Gesellschaft und Kultur in Verbindung zu bringen sind. […] Diese haben aber nicht die nötige Kraft, um die italienischen Massen zu bewegen und aus Italien eine große Nation zu machen, die sich an die Führung Europas beteiligen kann, so wie Deutschland oder Sowjetrussland. […] Dieses wird das Hauptziel dessen, was der Historiker De Felice «kulturelle Revolution des Faschismus» nannte […]. Unter dem Einfluss der hitleristischen Wirksamkeit, erteilt Mussolini dem Faschismus die Hauptaufgabe «einen neuen Menschen» zu schaffen. Dieser soll spezifische Eigenschaften haben […] und sich dem dekadenten Stil der bürgerlichen Lebensweise widersetzen. Nach 1931 erscheint so die Nachahmungstendenz des nationalsozialistischen Deutschlands.” (S. Berstein, P. Milza, Die Geschichte Europas) Von diesen Quellen ausgehend, lösen Sie folgende Aufgaben:

1. Nennen sie den internationalen Konflikt, der in der Quelle A vorkommt.

2 Punkte

2. Schreiben sie das Jahrhundert auf, das in der Quelle B erwähnt wird.

2 Punkte

3. Nennen Sie den historischen Raum und die politische Persönlichkeit, die in beiden Quellen

erwähnt werden.

6 Punkte

4. Schreiben Sie auf das Prüfungsblatt den entsprechenden Buchstaben für die Quelle, die

behauptet, dass der faschistische Staat das politisch-wirtschaftliche Leben des Landes

kontrolliert.

3 Punkte

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5.

Entnehmen Sie der Quelle B zwei Informationen, die sich in einer Beziehung von Ursache und Folge befinden, wobei Sie die Rolle einer jeden (bzw. Ursache und Folge) erklären. 7 Punkte

6.

Nennen Sie zwei spezifische Ideen einer demokratischen Regierung aus der Gegenwart. 6 Punkte

7.

Nennen Sie ein anderes Charakteristikum der in den Quellen A und B erwähnten politischen Regime, außer denen, die in den Quellen vorkommen. 4 Punkte

2.

Thema

(30 Punkte)

Lesen Sie aufmerksam folgende Quelle:

„Die Entwicklung [in Westeuropa] einiger Tendenzen der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Integration […] ist das Ziel, das von den Vertretern der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl am Anfang der 50er Jahre verfolgt wurde. Die Idee gehörte […] Jean Monnet, einem überzeugten «Europäer» […]. Der französische Außenminister, Robert Schuman […] hat sich Monnets Projekt schnell angeeignet und hat es am 9. Mai 1950 in einer Rede allen europäischen Ländern in großen Zügen vorgestellt. Der Erfolg ist schnell zu bemerken, aber nicht in allen Ländern Europas. […] Die UdSSR und ihre Satellitenstaaten verurteilen diese Politik […]. In Deutschland, Italien und in den drei Benelux- Staaten [Belgien, Holland und Luxemburg] gibt es eine positive Antwort. «Der Schuman Plan» wird von den Vereinigten Staaten gut aufgenommen […] weil Washington darin den Beginn einer europäischen Union sieht, welche später zum Problem ihrer Abwehr dienen könnte und die «Last», die auf die Schulter der Weltmacht von Übersee drückt, verringern würde. Die Anhänger einer europäischen wirtschaftlichen und, wenn möglich, auch politischen Integration kommen meistens in […] politischen Organisationen vor, die den Kern der Bündnisse, die im Westen an der Macht sind. […] Sechs Länder: Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Holland und Luxemburg unterzeichnen am 18. April 1951 das Pariser Abkommen, welches die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl für eine Zeitspanne von 50 Jahren gründet und die Aufgaben deren Institutionen bestimmt: die Führung ist autonom und hat ausführende Macht, der Ministerrat, welcher die Interessen des Staates vertritt, die Versammlung, welche die Führung kontrolliert und der Gerichtshof, der über die Streitfälle urteilt. […] Am 9. Mai 1955 wählt die Vereinigung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl einstimmig die Wiederaufnahme des europäischen Aufbaus […]. Am 3. Juni 1955 wird während der Konferenz von Messina, die die Außenminister der sechs Staaten zusammenbringt, ein Beschluss gefasst, welcher den gemeinsamen Wunsch der vertretenen Staaten äußert «zu einer neuen Etappe weiterzugehen». Ein aus Experten und Vertretern der interessierten Regierungen gebildeter Ausschuss wird beauftragt einen Bericht zu erstellen, der in großen Zügen beschreiben soll, was die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft bedeuten wird.” (S. Berstein, P. Milza, Die Geschichte Europas)

Von dieser Quelle ausgehend, lösen Sie folgende Aufgaben:

1.

Nennen Sie das Ereignis, an dem die Außenminister am 3. Juni 1955 teilnehmen. 2 Punkte

2.

Erwähnen Sie einen Grund, warum die USA den Schuman Plan unterstützt. 2 Punkte

3.

Nennen Sie die wirtschaftlichen Organisationen, auf die sich die Quelle bezieht. 6 Punkte

4.

Entnehmen sie der Quelle zwei Informationen bezüglich der Antwort der europäischen Staaten

gegenüber dem «Schuman Plan».

6 Punkte

5.

Formulieren sie aufgrund der Quelle eine Stellungnahme bezüglich des Pariser Abkommens, welche Sie mit zwei aus der Quelle entnommenen Informationen begründen. 10 Punkte

6.

Argumentieren Sie anhand einer wichtigen geschichtlichen Begebenheit die Aussage entsprechend welcher im 20. Jahrhundert die europäische Integration nach 1955 fortgesetzt wird. (Bewertet wird die Vorstellung einer wichtigen geschichtlichen Begebenheit und die Verwendung von Konnektoren, die Ursache und Schlussfolgerung ausdrücken. 4 Punkte

3.

Thema

(30 Punkte)

Erarbeiten Sie, auf etwa zwei Seiten, einen Essay über Staat und Gesellschaft im Europa des 20. Jahrhunderts, indem Sie folgende Struktur verfolgen:

- Vorstellung einer Form der staatlichen Organisierung aus der Gegenwartsgeschichte;

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- Erwähnung eines Merkmals der rumänischen Kultur, welches den europäischen Charakter dieser hervorhebt;

- Erwähnung je zweier Merkmale der Dorf- und Stadtwirtschaft in Rumänien in der Nachkriegszeit;

- Formulierung eines Standpunktes bezüglich der Wirkung der Technologie auf den zeitgenössischen Alltag und die Begründung dessen durch ein historisches Argument.

Anmerkung! Es wird bewertet auch die Verwendung der geeigneten geschichtlichen Sprache, die Gliederung der Arbeit, die Hervorhebung der Beziehung Ursache-Folge, die Ausarbeitung eines geschichtlichen Argumentes (Vorstellung einer wichtigen geschichtlichen Begebenheit und die Verwendung der Konnektoren, welche Ursache und Schlussfolgerung ausdrücken), das Einhalten der chronologischen/logischen Reihenfolge der Ereignisse und das Einhalten der Seitenanzahl.