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German 202

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Fall 2014

1

Claudia schreibt eine Leserfrage an Modernes Leben:

Mein großer Bruder (15) geht manchmal nicht in die Schule. Ich weiß, dass er selbst die Ent- schuldigungsbriefe “von unserer Mutter” schreibt und ihre Unterschrift fälscht. Meine Eltern wissen nichts. Jetzt will er, dass ich (12) unseren Eltern nichts sage. Ich will aber auch nicht lügen. Was soll ich machen? Claudia (Flensburg)

Liebe Claudia! Du hast ein echtes Problem. Du musst Mut ha- ben, etwas gegen den Willen Deines großen Bruders zu machen. Er ist schulpflichtig. Es ist wichtig, dass Dein Bruder in die Schule geht. Wenn nicht, haben er und Deine Eltern Probleme. Sprich mit den Eltern! Sie sollten wissen, was los ist. Katrin Kaufmann

1. Modernes Leben ist wahrscheinlich

A eine Familienzeitschrift.

B ein Reisejournal.

C eine technische Illustrierte.

D eine Sportzeitung.

2. Claudia schreibt an Modernes Leben, denn

A es ist ein Schulprojekt.

B sie sucht einen Brieffreund.

C sie ist in einer schwierigen Situation.

D sie hat eine gute Idee.

3. Die Eltern wissen noch nichts, weil der Bruder

A gern in die Schule geht.

B nicht mit Claudia spricht.

C für die Eltern unterschreibt.

D seiner Schwester Geld gibt.

4. Katrin Kaufmann schreibt, Claudia soll

A mit einem Lehrer sprechen.

B wieder in die Schule gehen.

C den Eltern die Wahrheit sagen.

D für ihren Bruder lügen.

5. Katrin Kaufmann ist wahrscheinlich eine

A Sekretärin.

B Psychologin.

C Schauspielerin.

D Polizistin.

2

Liebe Tante Mathilde, eigentlich wollte ich Dir schon früher schrei- ben, denn ich habe jetzt endlich meinen Füh- rerschein. Vielen Dank, dass Du mir das Geld für die Fahrschule geschenkt hast. Meine Fahrprüfung habe ich gut bestanden, aber ich konnte nicht schreiben, weil ich eine Woche im Krankenhaus war. Das kam so:

Am ersten Dezember hatte ich meine Fahrprü- fung. Erst hatte ich theoretische Prüfung. Das war nicht so schwer, weil ich die Regeln gut gelernt hatte. Dann kam die praktische Prüfung. Ich musste durch die Innenstadt fahren. Es war halb eins, und es gab viel Verkehr. Am meisten Angst hatte ich vor dem Einparken rückwärts, aber alles ging ziemlich gut. Der Prüfer sah ganz zufrieden aus. Und dann ist es passiert. Ich kam an eine Kreuzung. Weil ich Rot hatte, hielt ich an. Als ich bei Grün weiterfuhr, kam plötzlich mit Riesentempo ein Wagen über die Kreuzung und fuhr mir voll in die Seite. Das Auto von der Fahrschule ist ein Totalscha- den. Ich und der Prüfer müssen jetzt eine Zeit- lang eine Halsmanschette tragen. Der Fahrleh- rer hat sich nur den kleinen Finger gebrochen. Aber ich habe die Fahrprüfung bestanden. Vor dem Unfall hatte ich keinen Fehler gemacht, und an dem Unfall war ich nicht schuld. Ich habe also jetzt den Führerschein. Ich bin jetzt schon mit Vaters Mercedes in die Stadt gefahren. Das war super, aber ich fahre jetzt immer ganz besonders vorsichtig und pas- se auch gut auf, wenn ich Grün habe. Viele Grüße von Deinem Wolfgang

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Fall 2014

1. Wolfgang hat nicht früher geschrieben, weil er

1. Die erste Person, die die Schlange fand, war

A seinen Führerschein noch machen muss.

ein

B für eine theoretische Prüfung lernen muss.

A

Beamter.

C kein Geld von seiner Tante möchte.

B

Polizist.

D einige Zeit nicht gesund war.

C

Pilot.

D

Passagier.

2. Seit kurzer Zeit darf Wolfgang

A Briefe an Mathilde schreiben.

B Auto fahren.

C Kaffee trinken.

D zur Fahrschule gehen.

3. Wolfgang hatte in der Prüfung am meisten

Angst vor

A dem Prüfer.

B der theoretischen Prüfung.

C einem Unfall.

D dem Parken.

2. Niemand kann erklären,

A was für eine Schlange an Bord war.

B warum der Kapitän die Polizei angerufen hat.

C wie die Schlange in das Flugzeug kam.

D wie die Schlange in die Toilette kam.

3. Wir wissen über die Schlange, dass sie

A giftig war.

B nicht erwachsen war.

C aus Düsseldorf kam.

D aus Plastik war.

4.

Wolfgangs Prüfung war ungewöhnlich, weil

er

4.

Die Schlange verbrachte den Flug

A nicht gut fahren konnte.

B keine Angst hatte.

C einen Unfall hatte.

D eine praktische Prüfung hatte.

3

Schlange an Bord Eine Schlange hat an Bord eines Flugzeugs von New York nach Düsseldorf für Unruhe gesorgt. Kurz nach dem Start hatte eine junge Frau das kleine Reptil zwischen ihren Füßen entdeckt. Ein Mitreisender packte das Tier mit der Hand und sperrte es in eine Bordtoilette, wo es dann sicher verpackt in zwei Plastiktüten den Rest der Reise verbrachte. Kurz vor der Landung rief der Kapitän der Continental-Airlines- Maschine die Düsseldorfer Flughafenpolizei an und meldete: “Wir haben eine Schlange an Bord!” Ein Beamter identifizierte das Reptil als eine noch sehr junge, ungiftige Schlange von 30 Zentimeter Länge. Nach Angaben der sseldorfer Polizei hat die Schlange ein neues Zuhause im “Düsseldorfer Aquazoo” bekom- men. Unklar ist, wie die Schlange in die Ma- schine gelangt ist.

A bei dem Kapitän.

B in Plastiktüten.

C zwischen den Füßen einer jungen Frau.

D im Handgepäck eines Mitreisenden.

5. Die Polizei in Düsseldorf hat die Schlange

A getötet.

B in die Toilette gesperrt.

C zum Zoo gebracht.

D zurückgeschickt.

4

Mobil-Telefon-Manie Neunte Klasse, Mathematikunterricht. Ein Handy klingelt. Peter sagt die Verabredung ab, aber die Lehrerin ist wütend. Das ist der jetzi- ge Trend. Seitdem die Mobiltelefontarife billi- ger geworden sind und die Werbung speziell Teenager anspricht, haben immer mehr junge Leute Handys zum Telefonieren. Rund 70 Prozent der männlichen 8.-13.-Klässler haben ein Handy und jedes zweite Mädchen in den Klassen auch. Das Hauptargument, das Kinder ihren Eltern geben, ist, dass die Eltern sie immer erreichen können. Wenn die Eltern trotzdem “nein” sa- gen, behaupten die Kinder: “Wenn ich in Ge- fahr bin, kann ich schnell Hilfe holen.” Ein Argument, das zieht.

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Fall 2014

Obwohl Handys in den meisten Schulen verbo- ten sind, halten sich die Schüler nicht an das Verbot. Und die modernsten Handys stören den Unterricht nicht mehr mit Klingeln -- sie vibrieren.

1. Immer mehr Teenager haben Handys, weil

A die Kosten niedriger geworden sind.

B sie die Lehrer ärgern wollen.

C die Schulen Handys empfehlen.

D Handys im Unterricht helfen.

2. In dem Artikel steht, dass Handys in Deutsch-

land

A häufiger von Jungen als von Mädchen be- nutzt werden.

B gern als Internet-Anschluss benutzt werden.

C in vielen interessanten Modefarben ver- kauft werden.

D beim Autofahren verboten sind.

3. Um die Eltern zu überzeugen, sagen die Kin-

der, dass

A Handys in der Schule helfen.

B Handys mehr Sicherheit geben.

C 70 Prozent der Schüler Handys haben.

D Handys nicht gefährlich sind.

4. Die Lehrer wissen jetzt manchmal nicht, ob

die Schüler Handys mithaben, weil

A neue Handys nicht mehr laut sind.

B die neusten Handys wie Taschenrechner aussehen.

C die Schüler die Handys verstecken.

D die Schüler die Handys im Unterricht aus machen.

5. Ein anderer guter Titel für diesen Artikel wäre

A “In der Schule klingelt’s!”

B “Mehr Spaß beim Lernen!”

C “Immer mehr Eltern sagen ‘Nein’!”

D “Schülerdemonstration gegen Handyver- bot!”

5

Fußgänger sind nicht immer die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Das zeigt ein Unfall, der gestern in der Werner-Hilpert-Straße stattfand. Eine etwa 20 Jahre alte Frau lief am Mittwoch gegen 11 Uhr plötzlich zwischen zwei parken- den Autos hervor und stieß mit einem Klein-

transporter (40 km/h) zusammen. Wie die Po- lizei berichtet, sprang die Frau auf und rannte ohne Pause weiter. Sie drehte sich nicht einmal um. An dem Transporter gab es einen Schaden in Höhe von 1000 Mark; Außenspiegel und Seitenscheibe waren zerbrochen. Ob die Frau verletzt wurde, konnte nicht festgestellt wer- den.

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre:

A Tragischer Unfall.

B Starke Frau.

C Brutale Polizei.

D Frau am Steuer.

2. Der Unfall passierte, weil

A die Frau zu schnell fuhr.

B das Wetter nicht gut war.

C die Frau auf die Straße lief.

D die Frau getrunken hatte.

3. Der Artikel berichtet von einem Unfall zwi-

schen einer Frau und

A einem Fahrrad.

B einer Straßenbahn.

C einem Auto.

D einem Bus.

4. Die Geschichte ist ungewöhnlich, weil

A das Auto von der Frau nicht beschädigt wurde.

B die Frau Polizistin war.

C die Frau 1000 Mark bekam.

D die Frau weglaufen konnte.

5. Im Artikel steht, dass wir nicht wissen, ob die

Frau

A einen Führerschein hat.

B einen Unfall hatte.

C am Ende gesund war.

D den Fahrer kannte.

6

Das Dorf Horno liegt in Brandenburg, drei Ki- lometer von der polnischen Grenze. Es ist nicht bedeutend oder besonders schön. Es hat weder ein historisches Schloss noch ein berühmtes Museum, doch ist es die Heimat von 350 Men- schen. Jetzt sollen alle Einwohner das Dorf verlassen und sich eine neue Heimat suchen. Horno soll von der Landkarte verschwinden,

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denn Horno steht auf einer großen Schicht Braunkohle. Mit diesem Mineral produziert das in der Nähe gelegene Kraftwerk Elektrizität. Die Braun- kohle unter Horno kann dieses Kraftwerk noch für 20 Jahre versorgen, wenn man das Dorf zerstört und die Braunkohle aus der Erde holt. Damit werden in der Region um Horno 10 000 Arbeitsplätze gesichert. Die Menschen wollen nicht aus Horno wegziehen, aber jetzt sehen sie keine andere Möglichkeit, da die Arbeitslosig- keit in der Gegend schon sehr hoch ist und noch weiter steigen würde.

1. Horno ist ein Dorf, das

A in der Nähe von Polen liegt.

B in einer historischen Gegend ist.

C viele Touristen anzieht.

D ein berühmtes Schloss hat.

2. Eine gute Überschrift für den Artikel wäre:

A Horno: Ein Dorf soll schöner werden.

B Horno ist eine Reise wert.

C Dorffest in Horno.

D Horno -- eine schwere Entscheidung.

3. Man braucht die Braunkohle, um

A sie zu exportieren.

B sie im Kraftwerk zu verbrennen.

C das Schloss zu heizen.

D sie den Einwohnern zu schenken.

4. Wenn man die Braunkohle aus der Erde holt,

A kann man das Schloss renovieren.

B werden die Menschen in Horno reich.

C können mehr Straßen gebaut werden.

D wächst die Arbeitslosigkeit nicht.

5. Die Einwohner von Horno werden bald

A umziehen müssen.

B ein neues Hotel bauen müssen.

C einen neuen Bürgermeister wählen.

D mehr für den elektrischen Strom bezahlen.

7

Lieber Reinhard, Viele Grüße aus Zürich! Ich bin jetzt drei Tage hier, und es gefällt mir sehr gut. Gestern gab es hier etwas total Verrücktes. Ich saß in der Straßenbahn, als plötzlich an einer

Haltestelle ein Schäfer mit fünf Schafen und einem Schäferhund einstieg. Niemand hat et- was gemacht, und ich dachte schon, es ist hier vielleicht normal, wenn Schafe mit der Stra- ßenbahn fahren. Aber die anderen Passagiere fanden die Situation auch nicht alltäglich. Ei- nige haben gelacht, andere haben sich die Nase zugehalten, und manche haben mit dem Schäfer geschimpft. Der Schäfer hat sehr unfreundlich geantwortet; ich konnte aber nichts verstehen, weil er Dialekt sprach. Im Stadtzentrum stieg der Schäfer aus und ich auch, denn ich wollte sehen, wie es weiterging. Der Schäfer lief eine Weile mit den Tieren im Stadtzentrum herum. Als er mit der Straßen- bahn zurückfahren wollte, machte der Fahrer die Türen nicht auf, und der Schäfer blockierte mit seinen Schafen die Schienen. Es gab ein tolles Spektakel. Ich glaube, tausend Leute ha- ben zugesehen. Manche haben geschimpft, an- dere haben applaudiert. Schließlich kam die Polizei und hat den Schäfer, die Schafe und den Hund weggebracht. Komisch, was? Ich habe viele Fotos gemacht, da kannst du alles sehen. Dein Florian

1. Der Schreiber dieses Briefes ist ein

A Straßenbahnfahrer.

B Polizist.

C Tourist.

D Schäfer.

2. Als er den Schäfer zuerst sah, war Florian ge-

rade

A auf dem Campingplatz.

B im Stadtzentrum.

C bei der Polizei.

D in der Straßenbahn.

3. Die anderen Leute fanden die Situation vor

allem

A gefährlich.

B seltsam.

C umweltfreundlich.

D langweilig.

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4. Florian fand die Worte des Schäfers

A unverständlich.

B uninteressant.

C schön.

D

höflich.

5. Die Polizei wurde aktiv, als der Schäfer

A seinen Hund nicht kontrollieren konnte.

B in die Straßenbahn einstieg.

C die Straßenbahn nicht weiterfahren ließ.

D jemanden verletzen wollte.

8

Deutschlandtour Autostop mit 87 Im Sommer sieht man sie immer wieder: Junge Leute stehen an den Straßen und wollen per Anhalter in den Autos von anderen Leuten durch Europa reisen. Aber nicht alle Tramper sind jung. Elisabeth S. aus dem rheinischen Velbert, eine ehemalige Krankenschwester, ist inzwischen 87 und geht immer noch im Som- mer per Anhalter auf Deutschlandtour. Polizist Erwin B. unterhielt sich gestern mit der vermutlich ältesten Tramperin Deutschlands, als er sie an der Landstraße in Richtung Stutt- gart sah. Er berichtet: “Ich wusste schon, wer sie ist. Ich habe sie schon vor sechs Jahren ge- troffen, sie hat sich kein bisschen verändert.” Die Polizei hat keinen Grund, der alten Dame ihre Reiseart zu verbieten, auch wenn sie für ihr Alter ungewöhnlich ist. Trampen ist im Prinzip nicht illegal, und Elisabeth S. ist psy- chisch normal und nicht von zu Hause wegge- laufen. Ihre 88jährige Schwester in Velbert weiß Bescheid über Elisabeths “Passion”, und bisher ist Elisabeth auch immer wieder nach Hause zurückgekehrt.

1. Dieser Text handelt von

A einem ernsten Verbrechen.

B einer psychischen Krankheit.

C einer Art Hobby.

D einer großen Familie.

2. Elisabeth S. reist im Sommer gerne

A mit dem Motorrad.

B zu ihrer älteren Schwester.

C bei anderen Leuten im Auto.

D nach Velbert.

3. Der Polizist Erwin B. sah Elisabeth S. und

A brachte sie ins Krankenhaus.

B erkannte sie wieder.

C alarmierte ihre Schwester.

D

rettete sie.

4. Elisabeths Sommerreisen sind ungewöhnlich,

weil Elisabeth

A immer mit ihrer Schwester reist.

B so gerne nach Stuttgart fährt.

C oft krank wird.

D ziemlich alt ist.

5. Die Polizei sagt zu Elisabeths Aktivitäten,

dass sie

A gefährlich sind.

B nicht verboten sind.

C gemeldet werden müssen.

D ziemlich viel Geld kosten.

9

Katharina S. (17) aus Bochum schreibt:

Ich benutze meinen Computer nicht viel. Viel- leicht bin ich da altmodisch. Aber gerade hat- ten wir einen Vortrag in der Schule. Der Red- ner war ein echter Technik-Freak. Er meinte, jeder sollte einen Computer haben, und freute sich darauf, dass bald jeder nur noch zu Hause arbeiten wird. Da bin ich total anderer Mei- nung. Das Schlimmste, was unserer Gesell- schaft passieren könnte, wäre, dass wir uns noch mehr auseinander leben. Der Typ sagte, dass man das Internet zur Unterhaltung und zur Information nutzen kann. Ist das aber nicht ge- nau das Problem mit dem Fernsehen? Leute, die viel fernsehen, sitzen allein und isolieren sich von der Gesellschaft. Sie sind in der Re- gel auch nicht so gut informiert. Solche Leute beschäftigen sich nur noch mit sich selbst, und ich glaube, wir sollten wirklich mehr an andere Menschen denken.

1. Katharina findet, dass ihre Meinung über

Computer

A sehr normal ist.

B für andere uninteressant ist.

C nicht ganz modern ist.

D in einem Vortrag zu hören war.

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Fall 2014

2. Der Redner in der Schule sagte,

A alle sollten einen Computer haben.

B Computer sind nicht sehr praktisch.

C alle Leute arbeiten schon zu Hause.

D Computer sind wie Fernseher.

3. Katharina findet es schlecht, wenn durch die

Computer

A viele Menschen arbeitslos werden.

B mehr Menschen krank werden.

C die Menschen einsam werden.

D die Schule noch anstrengender wird.

4. Der Redner in der Schule meinte, das Internet

sei gut für

A die internationale Kommunikation.

B Unterhaltung und Information.

C Leute, die viel fernsehen.

D die Wirtschaft.

5. Katharina schreibt, dass Menschen, die viel

fernsehen,

A weniger fit sind.

B weniger Geld verdienen.

C weniger Computer haben.

D weniger Freunde haben.

10

Heidi + Klaus’ Reise: Ein Tagebuch

1. Tag - 05. August

Nach einer schlaflosen Nacht geht es 8.45 Uhr los. Herr Alexander, unser Nachbar, bringt uns, wegen Gewitter, mit dem Auto auf den Bahn- hof. Alles klappt wunderbar, wir sind schon um

13.00 Uhr auf dem Flughafen. Einchecken - die

Dame wundert sich, dass wir beide zusammen

nur einen Koffer haben - und dann heißt es bis

14.00 Uhr warten. Pünktlich um 14.00 Uhr dür-

fen wir zum Flugzeug, und genau so pünktlich um 14.20 Uhr startet die Maschine. Im Flug- zeug kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus! Whow und nochmals whow!! Da sitzen wir doch tatsächlich in einer Boeing 747 mit fast 400 Plätzen, 8 Hauptausgängen u.s.w. Lei- der gibt es keinen Fensterplatz, aber neben uns sitzt ein netter Wiener und so dürfen wir auch immer wieder hinaussehen. Der Service spricht für sich: jeder kriegt ein Kissen und Decke, Zahnbürste + -pasta, Socken (!) und eine Schlafbrille. Nach dem Start ein kurzer Blick

auf Frankfurt, und dann nach kurzer Zeit gibt es nur noch Wolken. Während des Fluges gibt es etwas zum Essen, und Getränke gibt es andauernd. Wir werden müde, doch an Schlaf ist nicht zu denken. Also schauen wir uns zwei Spielfilme und dazwi- schen englische Nachrichten an. 16.25 Uhr landen wir in San Francisco (Heidi)

1. Am Tag vor der Reise konnte Heidi

A ihren Koffer nicht finden.

B Karten auf dem Bahnhof kaufen.

C kaum schlafen.

D noch arbeiten.

2. Der Nachbar fuhr Heidi und Klaus zum Bahn-

hof, weil

A der Bahnhof so weit entfernt war.

B Klaus’ Wagen kaputt war.

C das Wetter so schlecht war.

D der Flug sehr früh abging.

3. Die Frau im Flughafen fand es komisch, dass

Heidi und Klaus

A so wenig Gepäck hatten.

B so früh eingecheckt hatten.

C mit ihrem Nachbarn kamen.

D so viele Probleme hatten.

4. Heidi und Klaus waren erstaunt, dass

A es im Frankfurter Flughafen so voll war.

B das Flugzeug so riesig war.

C der Service während des Fluges so schlecht war.

D sie einen Fensterplatz bekommen haben.

5. Während des Fluges haben Heidi und Klaus…

A geschlafen.

B Filme gesehen.

C gelesen.

D Karten gespielt.

11

Die Bankangestellten und Polizisten nennen ihn „Opa Hermann”, so gut kennen sie ihn schon. „Opa Hermann” ist ein Serien- Bankräuber, der letzte Woche wieder einmal bei einem Überfall auf seine „Lieblingsbank” in Hannover von der Polizei festgenommen wurde.

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„Opa Hermann” kam gerade aus dem Gefäng- nis in Lingen, wo er zwei Jahre abgesessen hat- te. Er hatte sich am Wochenende in Hannover amüsiert und dabei sein ganzes Geld ausgege- ben. Weil er mehr Geld brauchte, ging er mit einer Sonnenbrille und einem Trenchcoat ver- kleidet in dieselbe Bank, die er zuletzt im Juli 2000 beraubt hatte. Er steckte den Finger unter seinen Trenchcoat, als ob er eine Waffe hätte, und verlangte Geld. Die Bankangestellten er- kannten ihn gleich wieder und begrüßten ihn freundlich mit seinem Namen. Als er merkte, dass er kein Geld bekommen würde, versuchte „Opa Hermann” zu fliehen, aber er kam nur noch bis zur nächsten Kreuzung. In Lingen hat man schon auf ihn gewartet.

1. Eine gute Überschrift für den Artikel ist:

A Großer Bankraub!

B Bankräuber werden brutaler.

C Polizei hilflos!

D Er kann nicht aufhören.

2. Die Bankangestellten nennen den Bankräuber

„Opa Hermann”, weil

A sie ihn schon relativ gut kennen.

B er ein Verwandter des Chefs ist.

C sie die Polizei ärgern wollen.

D sie Angst haben, dass er sonst schießt.

3. Es ist merkwürdig, dass „Opa Hermann”

A in hohem Alter im Gefängnis gestorben ist.

B mehr als ein Mal die gleiche Bank überfal- len hat.

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LESERBRIEFE - Thema des Monats: “Pop- stars Live auf der Bühne” ELTERN HABEN NICHTS DAGEGEN Ich könnte jedes Jahr auf ein Konzert fah- ren, doch leider findet nicht jedes Jahr ein Konzert von meinen Lieblingsbands statt. Die- ses Jahr war ich schon bei den Prinzen und Pur, und zu den Ärzten fahre ich noch! Ich finde es toll, meine Lieblingsstars live zu erleben. Aber das Drängeln und Warten vor dem Konzert gefällt mir wirklich nicht. Jeder will der Erste sein, und die Zeit zieht sich lang wie Kaugummi. Aber das Warten lohnt sich auf jeden Fall! Dann die Spannung: Ob man wohl vorne einen guten Platz bekommt???? Bis jetzt habe ich etwa 30 DM pro Kon- zertkarte bezahlt, und ich würde nie mehr als 50 DM dafür ausgeben. Ich gehe zu Konzerten, weil ich die Musik so toll finde und meine Stars mal live erleben möchte. Die ganze At- mosphäre ist toll. Blumen und Kuscheltiere fliegen auf die Bühne! Live-Auftritte turnen mich richtig an, weil die Stars dann spontaner sind.

Meine beste Freundin mag die gleichen Stars wie ich. Deshalb fahren wir immer zu- sammen auf Konzerte. Meine Eltern haben nichts dagegen, solange die Hin- und Rückfahrt organisiert ist. Dani, 15 Jahre

 

C das ganze Geld gestohlen hat, um anderen

1.

Dani fährt nicht jedes Jahr auf ein Konzert,

Menschen zu helfen.

weil

 

D einen ganz anderen Namen hat.

A

die Karten für ihre Bands zu teuer sind.

 

B

die Eltern es nicht erlauben.

4.

„Opa Hermann” glaubte, die Bankangestellten

C

die Konzerte oft in anderen Städten statt-

würden ihn nicht erkennen, weil

 

finden.

 

A es zu dunkel war.

D

ihre Lieblingsbands nicht immer eine

B alles sehr schnell ging.

Konzerttour machen.

C er eine Sonnenbrille trug.

D er viel älter geworden war.

5. Als der Räuber merkte, dass er kein Geld be-

kam,

A rannte er weg.

B schoss er sofort.

C übergab er sich der Polizei.

D ging er in eine andere Bank.

2. Dani findet es schlecht, dass

A ihre Freunde billigere Karten bekommen haben.

B viele Leute im Konzert Kaugummi kauen.

C ihre Freunde allein ins Konzert gehen dür- fen.

D man vor einem Konzert so lange warten muss.

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3. Dani schreibt, dass sie vor dem Konzert nie

weiß, ob

A sie backstage gehen wird.

B sie einen guten Platz vorne bekommen wird.

C sie vielleicht ein Kuscheltier fangen kann.

D das Konzert gut sein wird.

4. Dani fährt oft mit ihrer Freundin zusammen

ins Konzert, denn

A ihre Freundin kauft die Karten für sie.

B sie haben dieselben Stars gern.

C sie hat Angst, alleine zu gehen.

D ihre Freundin hat ein Auto.

5. Danis Eltern wollen wissen,

A wie viel die Konzertkarten kosten.

B mit wem Dani ins Konzert geht.

C was für Musik Dani hört.

D wie Dani nach Hause kommt.

13

Glückwunsch zum 110. Einer der wenigen Menschen der Welt, die in drei Jahrhunderten gelebt haben, Jochen Reich- ardt, feiert demnächst seinen 110. Geburtstag. Deutschlands ältester Mann bereitet sich im Stillen auf dieses besondere Fest am kommen- den Sonntag vor. Gefeiert wird im Familien- kreis mit frischem Kuchen und gutem Essen. Der Oberbürgermeister kommt zu einem kur- zen Besuch und gratuliert. Ein Telegramm vom Bundespräsidenten wird erwartet. Was steckt hinter so einem langen Leben? “Ich esse jeden Tag Joghurt und Reis,” erzählt der Greis einem Reporter. Auch eine Kombination von körperlicher und geistiger Aktivität scheint eine wichtige Rolle gespielt zu haben. “Ich bin früher jeden Tag –auch beim kältesten Wetter– im Freien geschwommen,” sagt der immer noch relativ robuste Alte, “und Krimis – ich le- se Krimis sehr gern.” Und wie hat sich Jochen Reichardts Welt in der langen Zeit verändert? “Früher war alles lang- samer und ruhiger,” meint der Jubilar. Und es gab nicht so viele Autos. “Ich erinnere mich noch an die Zeit, als das erste Auto durch unser Dorf fuhr. Das war eine richtige Sensation.” Heute kann er bei dem Verkehr nicht mehr al-

leine über die Straße gehen. Nur gut, dass sei- ne Urenkel manchmal kommen und ihn spazie- ren fahren. Drei Enkelkinder, die jeweils über 70 Jahre alt sind, planen die Geburtstagsfeier. Der Kuchen wird mit Joghurt serviert. Dazu gibt es ei- nen Reispudding.

1. Am nächsten Wochenende feiert Jochen

Reichardt

A seinen eigenen Geburtstag.

B den Geburtstag seiner Enkelkinder.

C ein Hochzeitsjubiläum.

D den ältesten Mann der Welt.

2. In dem Bericht steht, dass Jochen Reichardt

früher jeden Tag

A Sport getrieben hat.

B früh aufgestanden ist.

C Krimis gelesen hat.

D Kuchen gegessen hat.

3. Am kommenden Sonntag wird Jochen Reich-

ardt

A im Freien schwimmen gehen.

B eine Autofahrt machen.

C eine Rede im Rathaus halten.

D Joghurt und Reis essen.

4. Jochen Reichardt sagt über die heutige Welt,

dass

A die Krimis nicht mehr so gut sind.

B die Straßen voller sind.

C das Wasser schmutziger geworden ist.

D das Wetter wärmer geworden ist.

5. Die folgende Aktivität spielt noch eine Rolle

im Leben von Jochen Reichardt:

A Auto fahren.

B Politik.

C Lesen.

D Spazieren gehen.

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Thema: Flöhe Datum: Thu, 29 Sep 2001 Von: Christi1216@aol.de An: Bernhard_Seeger@t-online.de

Bernhard! Gestern ist im Haus neben mir etwas total Ver- rücktes passiert. Ein Mann, der nebenan wohnt, hatte ein Problem, weil sein Hund sehr viele Flöhe hatte. Er wollte alle Flöhe in seiner Wohnung töten, und so hat er zehn Dosen In- sektenspray in seiner Wohnung versprüht. Er hatte alle Fenster zugemacht, so dass das Gift- spray besser wirken konnte. Es hat so gestun- ken, dass er mit seinem Hund weggehen muss- te und einen Spaziergang machte. Er hatte aber die Waschmaschine angelassen, und als die Waschmaschine umschaltete, gab es einen Funken, und das Insektenspray ist explodiert. Stell dir mal vor! Die ganze Wohnung ist in die Luft geflogen! Ziemlich blöd, aber doch witzig, was? Christina

1. Christina findet diese Geschichte:

A langweilig.

B tragisch.

C sehr bekannt.

D komisch.

2. Der Mann hatte ein Problem, weil

A er die Tür nicht verschlossen hatte.

B sein Hund Parasiten hatte.

C er nicht genug Insektenspray hatte.

D sein Hund weggelaufen ist.

3. Der Mann wollte die Insekten

A ertränken.

B verbrennen.

C vergiften.

D sammeln.

4. Als das Unglück passierte, war der Mann

A in der Küche.

B am Fenster.

C bei Bernhard.

D nicht zu Hause.

5. Im Haus neben Christine gab es

A eine Explosion.

B eine freie Wohnung.

C einen Streit.

D immer viel Lärm.

15

Niederweiern. Ein entlaufenes Känguru macht der Polizei und Feuerwehr in Niederweiern bei Nürnberg seit Mittwochnachmittag extra Arbeit. Gegen 16 Uhr rief ein Mann bei der Polizei an und erklärte den erstaunten Beamten, dass gera- de ein Känguru an seinem Fenster vorbei durch seinen Garten in den Wald gehüpft war. Darauf- hin rückten 20 Mann von Polizei und Feuerwehr an und versuchten, das Tier zu fangen. Nach vie- len vergeblichen Versuchen mussten die Männer ohne Erfolg nach Hause gehen, weil die Nacht einbrach und man nichts mehr sehen konnte. Mehrere Male hatten die Beamten das Tier ein- gekreist, aber es konnte immer wieder entkom- men, da es zu schnell und beweglich war. Am nächsten Morgen fehlte von dem Känguru zu- nächst jede Spur. Die Beamten wollen die Suche aber fortsetzen. Ein Spezialist aus dem Nürnber- ger Zoo wird ihnen dabei helfen. Bislang ist noch völlig unbekannt, von wo das Känguru ent- laufen sein könnte.

1. Ein passender Titel für diesen Artikel wäre:

A Känguru im deutschen Wald.

B Polizei hilft Nürnbergern.

C Katastrophe in Niederweiern.

D Känguru aus dem Zoo vermisst.

2. Die Polizei begann, das Känguru zu suchen,

nachdem

A es ein Auto zerstört hatte.

B die Feuerwehr nicht gekommen war.

C ein Mann telefoniert hatte.

D das Tier krank geworden war.

3. Die Männer gingen am Mittwochabend nach

Hause, weil

A sie das Känguru gefangen hatten.

B sie müde waren.

C es zu stark geregnet hat.

D es zu dunkel wurde.

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4.

Es war schwer, das Känguru zu fangen, weil

2.

Diese Art Urlaub ist ungewöhnlich, weil man

es

A ein Theaterstück aufführt.

A sich zu gut versteckt hatte.

B zu schnell gehüpft ist.

C Angst vor den Autos hatte.

D nicht hungrig war.

5. Am Ende des Berichts wollen die Beamten

das Känguru

A weiter suchen.

B in den Zoo bringen.

C füttern.

D mit Hunden jagen.

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Sonne, Strand und Schwimmen – das sind Feri- en, oder? Jetzt kann man eine andere Art von Urlaub ma- chen: Detektiv spielen. Diese Hobby-Detektive müssen herausfin- den, wer den toten Menschen ermordet hat. Für dieses Vergnügen zahlen die Klienten rund

400 pro Person für ein Wochenende.

Opfer (d.h. Mörder und Toter) sind Schauspieler. Die Hobbydetektive bekommen Kameras und Fingerabdruckausrüstung wie die wirkliche Poli- zei. Und es gibt auch viele falsche Spuren wie im wirklichen Leben. Manchmal kommt es zu Missverständnissen, wenn Leute, die nicht am Detektivspiel teilnehmen, eine Situation falsch verstehen. Zum Beispiel hat die Polizei einmal ein ‚blutiges‘ Auto abgeschleppt, weil jemand da angerufen hatte, um ein Verbrechen zu melden. Wer macht mit? Dreimal hat die pensio- nierte Kriminalkommissarin Eva Ehlers das Spiel schon gemacht. Sie bringt gern ihren Hund mit. Einmal hat sie einen Fall schon nach 24 Stunden gelöst. Sie meint: „Das war schließ- lich früher mein Beruf.“ Warum existiert dieser „Trend zum Krimi- Event“? Ein Psychologe meint: „Unsere Wirk- lichkeit wird immer komplizierter. Da freuen sich die Leute, wenn etwas schwarz-weiß ist. Jeder hat es gern, wenn der Mörder gefangen wird. Man fühlt sich besser.“

Täter und

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre

A Urlaub mit Strand und Sonne.

B Polizei löst Mordfall.

C Freizeitkriminalisten.

D Hundehotel.

B seine Hunde mitbringen kann.

C der Polizei helfen kann.

D einen Mordfall löst.

3. Die Organisatoren haben manchmal folgendes

Problem:

A Zu viele Leute wollen mitmachen.

B Fremde nehmen das Spiel ernst.

C Die Kameras funktionieren nicht gut.

D Tierfreunde protestieren.

4. Eva Ehlers macht das Spiel wohl besonders

gut, weil sie

A gern fotografiert.

B Erfahrung hat.

C früh ankommt.

D Schauspielerin ist.

5. Die Leute machen gerne bei dem Krimi-Event

mit, weil sie

A Schauspieler werden wollen.

B den Fall lösen können.

C einen billigen Urlaub machen können.

D der Polizei helfen wollen.

17

Uljana Tielicke

Breitenborn 37

47259 Duisburg

An den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrter Herr Minister, heute schreibe ich Ihnen als Tochter eines Poli- zeibeamten. Sie wissen, dass es in diesem Som- mer eine Hitzewelle gibt; es ist heißer als seit 30 Jahren. Mein Vater ist bei der Kriminalpolizei, und er muss jeden Tag in seiner Uniform zum Dienst. Die Uniform ist ja sehr schön, aber bei dieser Hitze ist sie viel zu warm. Jeden Tag kommt mein Papa schweißgebadet nach Hause und dann hat er immer ganz schlechte Laune. Er ist den ganzen Nachmittag am Schimpfen, bloß weil ihm zu heiß ist. Ich habe da eine Idee. Können Sie nicht eine Uniform mit kurzen Ho- sen für den Sommer einführen? Dann könnten viele Leute zur Arbeit gehen und müssten nicht so schwitzen. Mein Papa wäre dann auch wieder viel freundlicher.

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Fall 2014

Hochachtungsvoll, Ihre Uljana Tielicke (12)

1. Uljana Tielicke schreibt diesen Brief an

A einen Freund.

B die Regierung.

C die Schule.

D die Zeitung.

2. Der Beruf von Uljanas Vater ist

A Minister.

B Journalist.

C Lehrer.

D Polizist.

3. Uljana hat ein Problem, weil ihr Vater jetzt oft

A länger arbeiten muss.

B schlechte Laune hat.

C nicht zu Hause ist.

D raucht.

4. Uljana hat das Problem wegen

A des Wetters.

B des Verkehrs.

C der Schule.

D der Polizisten.

5. Uljana möchte, dass das Folgende verändert

wird:

A die Uniform.

B die Arbeitszeit.

C die Regierung.

D die Temperatur.

18

Liebe Frau Maierhofer! Ich schicke Ihnen noch schnell heute Abend ein Fax, damit Sie es morgen früh im Büro haben. Ich bin gut in Wien angekommen. Mein Flug von Berlin hatte etwa eine Stunde Verspätung, so dass ich erst gegen 22 Uhr im Hotel war. Morgen ist unsere erste Sitzung mit den Kunden aus Ungarn und Polen; ich brauche von Ihnen eine Liste mit allen Bestellungen von diesem und letztem Jahr. Am besten schi- cken Sie die Liste per Fax ans Hotel, wenn möglich vor 10 Uhr. Könnten Sie bitte auch meinen Rückflug von Samstag auf Montagmorgen umbuchen? Ich möchte gerne zwei Tage hier in Wien ver-

bringen. Ich hoffe, dass ich die Hofburg und Schloss Schönbrunn besuchen kann. Gruß, Ute Traugott

1. Frau Traugott ist jetzt in

A Ungarn.

B Schönbrunn.

C Wien.

D Polen.

2. Wir wissen über den Beruf von Frau Traugott,

dass sie jetzt

A als Sekretärin arbeitet.

B eine Fabrik in Wien hat.

C als Managerin arbeitet.

D eine neue Stelle sucht.

3. Frau Traugott machte ihre Reise mit dem

A Zug.

B Flugzeug.

C Auto.

D Bus.

4. Frau Traugott schreibt, Frau Maierhofer soll

morgen

A ein Hotel finden.

B ein Fax schicken.

C einen früheren Flug buchen.

D einen Anruf nach Wien machen.

5. Am Wochenende möchte Frau Traugott gerne

A nach Hause fahren.

B Freunde besuchen.

C einen extra Tag arbeiten.

D etwas besichtigen.

19

Als er ein Junge war, hat Volker P. stundenlang Plastikmodelle von Autos gebaut. Jetzt macht der 41-jährige Familienvater seine Automodel- le am Computer. “Irgendwann habe ich die Idee gehabt, meine kleinen Wagen nicht aus Plastik zu ma- chen, sondern aus Papier”, sagt Volker P. Zu Hause studiert er Bilder aus Fachzeitschriften. Dann überlegt er sich, wie man diese Formen in Papier nachbauen kann. An seinem Compu- ter macht er die vielen Teile für die Autos platt. Viele Automodelle haben mehr als 60 Teile aus ganz normalem, flachem Papier, die richtig zu-

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Fall 2014

sammengesetzt werden müssen, wenn man ein dreidimensionales Modellauto haben will. Die meisten Leute würden verrückt werden, wenn sie mit so vielen kleinen Stückchen Papier ar- beiten müssten. Volker P. macht es Spaß. Er vergisst bei dem Hobby all seine Probleme. Volker P. hat mittlerweile schon die Schnittformen für 100 Automodelle im Maß- stab 1:43 im Computer. Seine Modelle sind auch im Internet zu bekommen -- auf der Seite www.racepaper.de. Volker P. verdient mit seinem Hobby kein Geld. Warum macht er sich die viele Ar- beit? “Ich bin Motorsportfan, und außerdem macht mir das Basteln Spaß. Anderen wird es vielleicht auch so gehen.” Er hat wohl Recht, denn es gibt 2000 Klicks pro Woche auf seiner Seite, und Bemerkungen wie “super toll” und “einfach gut” sprechen für sich. Ein Fan schrieb sogar: “Dieses Hobby ist für mich die beste Apotheke.”

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre

A Vom Hobby zum Geld.

B Auto fahren macht Spaß.

C Hobbyautos aus Papier.

D Mit dem Auto um die Welt.

2. Wenn Volker P. an seinem Hobby arbeitet,

denkt er nicht an

A seine Kinder.

B seine Medikamente.

C seine Probleme.

D sein Essen.

3. Das Besondere an den Autos von Volker P.

ist, dass sie

A so schnell sind.

B automatisch gemacht werden.

C aus Papier sind.

D von einem Kind gemacht werden.

4. Volker P. hat eine Web-Seite gemacht, weil er

A ein Rennen gewonnen hat.

B seinen Kindern eine Freude machen wollte.

C anderen sein Hobby zeigen will.

D die Automodelle verkaufen will.

5. Besucher auf der Webseite von Volker P.

schreiben, dass die Autos

A sie verrückt machen.

B sehr gut fahren.

C größer sein sollten.

D ihnen gut gefallen.

20

Kamps in Heiligenrode ist die größte Bäckerei der Region. Hier werden jeden Tag Tausende von Broten gemacht. Mehrmals täglich kommt ein LKW aus Göttingen und bringt 16 Tonnen Mehl für die zwei riesigen Silos, in denen alles anfängt. Wenn einer der 16 Bäcker, die hier arbeiten, den Namen einer Brotsorte in den Computer tippt, werden 180 Kilo Mehl vollau- tomatisch von dem Silo in eine große Metall- wanne geleitet. Dann wird das Mehl ebenso vollautomatisch mit anderen Zutaten ver- mischt: für das Körnerbrot mit Salz, Wasser, Sonnenblumenkernen, Sesam und anderen. Ein Kneter, ein riesengroßer Küchenmixer, rührt und knetet alle Zutaten, und nach 15 Minuten ist der Teig fertig. Jetzt muss der Teig liegen -- für manche Brotsorten bis zu vier Stunden. Danach wird der Teig gewogen, damit die Bro- te später alle gleich schwer sind. Dann werden die Brote geformt. Zwei Bäcker formen das Bäckerbrot mit den Händen. Sie schaffen 900 Brote in einer halben Stunde!!! Danach müs- sen die Brote noch einmal aufgehen und dann kommen sie in den Ofen.

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre

A Probleme bei der Brotherstellung.

B Backen wie in der alten Zeit.

C Brote werden kleiner.

D Backen in der Fabrik.

2. Im Text steht, das Mehl für die Bäckerei

kommt

A nur am Abend.

B mehrere Male pro Tag.

C sechzehn mal täglich.

D wenigstens alle vier Stunden.

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Fall 2014

3. Das Backen einer Brotsorte beginnt damit,

dass einer der Bäcker

A das Mehl wiegt.

B die Zutaten holt.

C den Computer bedient.

D den Ofen heizt.

4. Der Kneter ist wie eine besondere Art

A Küchenmaschine.

B Bäcker.

C Brot.

D Mehl.

5. Die Bäcker arbeiten besonders schnell, wenn

sie

A das Mehl holen.

B den Teig mischen.

C den Teig kneten.

D die Brote formen.

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Das Ahrensburger Schloss hat eine neue Web- seite. „Seit zweieinhalb Jahren besteht der Wunsch nach einer eigenen Homepage,” be- richtet Museumsleiterin Ina Gerwig. „Nun hat sich der Wunsch erfüllt.” Es kam so: Ein Leh- rer der Ahrensburger Goethe-Schule hat von dem Wunsch gehört und an eine Schülergruppe gedacht. Er wusste, dass diese Schüler schon gute Webseiten erstellt hatten. Die Schüler zeigten auch Interesse an der Schloss- Webseite. Sechs Monate lang haben die Schü- ler an der Homepage gearbeitet. Am Tag der Freischaltung der Webseite dankte Frau Ger- wig den Schülern und lobte das „fantastische Design” der Seite. Die Schüler ihrerseits dank- ten dafür, dass sie „ziemlich freie Hand gehabt hatten.” Auf der Startseite wählt der Besucher die Ver- sion in Englisch oder in Deutsch. Dann kann er einen Computer-Rundgang durch das Schloss machen, die Umgebung kennen lernen und et- was von der Geschichte des Schlosses erfahren. Unter dem Punkt „Service” gibt es Informatio- nen über die Öffnungszeiten, den Muse- umsshop und Veranstaltungen. Man findet auch eine Anfahrtskizze, so dass Autofahrer den Weg zum Schloss leichter finden können. Man kann auch seine Hochzeit im Schloss fei-

ern oder einen Kindergeburtstag mit Detektiv- spiel machen.

1. Das Projekt, das hier besprochen wird, ist

A die Planung einer Party.

B die Erstellung einer Webseite.

C die Gründung einer Schülergruppe.

D die Eröffnung eines Museums.

2. Ein Lehrer hat geholfen, indem er

A die Schüler Informatik lehrte.

B den Schülern Design-Ideen gab.

C den Schülern weniger Hausaufgaben gab.

D Schüler und Museum zusammenbrachte.

3. Die Schüler fanden es gut, dass sie

A Geld für die Arbeit bekamen.

B viel Freiheit bei der Arbeit hatten.

C klare Anweisungen von der Leiterin hatten.

D nicht jeden Tag in die Schule gehen muss- ten.

4. Auf der Webseite kann man nicht nur die Öff-

nungszeiten herausfinden, sondern auch

A eine französische Version sehen.

B eine Bilderserie von dem Schloss sehen.

C den Schülern E-Mails schicken.

D den Service kommentieren.

5. Am Ende des Texts findet man folgende In-

formation:

A Man kann im Schloss Geburtstagspartys feiern.

B Schulklassen können das Schloss besuchen.

C Im Schloss bietet man Computerkurse an.

D Das Schloss hat einen Spielplatz.

22

(Note: die Spinne, -n = spider) Spinnen sind nicht gerade die Lieblingstiere von Menschen. Eine Umfrage zeigt, dass 37 Prozent der Frauen und drei Prozent der Män- ner Angst vor Spinnen haben. Mehr als 20 Pro- zent der Deutschen sagen sogar, dass sie die Tiere sofort totschlagen. Der Biologe Martin Dietrich versteht das nicht, denn er hält die Spinnen für die wichtigsten Freunde der Menschen im Kampf gegen die In- sekten. „Wir leben im Zeitalter der Insekten. Es gibt unglaublich viele verschiedene Insektenar- ten und allein die Menge macht sie zu Herren

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Fall 2014

der Welt,” meint Dietrich. Insekten übertragen Krankheiten (die Tsetse Fliege zum Beispiel Malaria), Moskitos stören uns im Freien und Motten zerstören unsere Kleidung zu Hause. Spinnen helfen, die Masse von Insekten zu kontrollieren. Die Zahlen sprechen für sich:

„Auf einem Hektar Wiese fangen Spinnen Mil- lionen Insekten pro Jahr, gut 50 Tonnen”, er- klärt der Biologe Dietrich. Die haarigen Acht- beiner sind uns fremd, aber sie sind meistens ungefährlich. Nicht in allen Ländern fürchten sich Leute vor Spinnen. In China sagt man, Glück kommt vom Himmel herunter, wenn ei- ne Spinne an den Fäden in ihrem Netz herun- terkommt. In Südamerika halten sich Kinder Spinnen als Haustiere und gehen mit ihnen spazieren.

1. Was meint Martin Dietrich, wenn er sagt:

„Wir leben im Zeitalter der Insekten”?

A Die Menschen interessieren sich für Insek- ten.

B Insekten sind eine sehr erfolgreiche Tierart.

C Es gibt mehr Bücher über Insekten.

D Die Insekten sind aggressiver als früher.

2. In dem Artikel steht, dass die Insekten für die

Menschen schädlich sind, weil sie

A Krankheiten übertragen.

B Häuser zerstören.

C Pflanzen fressen.

D die Umwelt verschmutzen.

3. Der Biologe Martin Dietrich sagt über Spin-

nen, dass sie

23

Auch sechzig Jahre nach dem Ende des Zwei- ten Weltkriegs gibt es an vielen Orten noch Überreste des Krieges zu sehen, nämlich die Bunker, die die Bewohner vor den Bomben schützen sollten. Heute stellen diese Bunker ein besonderes Problem dar, denn sie sehen nicht schön aus, erinnern die Leute an eine schlimme Zeit, und stehen auf wertvollem Bau- land. Kurz nach dem Krieg haben noch Menschen in den Bunkern gewohnt, aber in den fensterlosen Gebäuden blieb niemand länger als nötig, und sie standen meistens leer. Die Bunker sind „bombenfest” gebaut, und man kann sie mit normalen Maschinen nur sehr schwer abreißen. Noch weniger kann man sie einfach mit Dyna- mit in die Luft sprengen. So standen und ste- hen sie als eine Art Denkmal in der Gegend herum. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es nun zumin- dest für einige dieser Bunker eine neue Ver- wendung. In ihnen wurden nämlich Proberäu- me für Rockbands eingerichtet. Durch die mehrere Meter dicken Wände dringt kein Laut nach draußen. Rockbands können dort für we- nig Geld Räume mieten, in denen sie so laut spielen können, wie sie wollen. Uwe Eichent- hal, 25 Jahre alt, Mitglied der Rockgruppe „Dynamit Boys”: „Hier können wir 24 Stun- den am Tag spielen, ohne die Nachbarn zu stö- ren -- und es kostet fast nichts.”

A für Menschen gefährlich sind.

1.

Eine passende Überschrift für diesen Text wä-

B Kleidung zerstören.

re:

C sehr viele Insekten fressen.

D vor allem auf Wiesen leben.

4. Der Text beschreibt Kinder in Südamerika, die

A Angst vor Spinnen haben.

B mit Spinnen spielen.

C viele Spinnenarten kennen.

D wegen Spinnen krank werden.

5. Eine gute Überschrift für den Artikel wäre:

A Neue Spinnenarten entdeckt.

B Gefährliche Spinnenarten.

C Von Spinnen und Menschen.

D Wie man Spinnen fängt.

A Kriegsschäden.

B Rock im Bunker.

C Ruhestörende Rockbands.

D Dynamit gegen Bunker.

2. Im Text steht, die Bunker sind heute ein Prob-

lem, weil sie

A gefährlich sind.

B explodieren können.

C Bauland blockieren.

D attraktiv für Kriminelle sind.

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Fall 2014

3. Nach Aussage des Texts haben die Leute nicht

gern in den Bunkern gewohnt, weil sie

A zu groß waren.

B zu viel kosteten.

C zu weit von der Stadt lagen.

D zu dunkel waren.

4. Was kann man seit Anfang der neunziger Jah-

re in den Bunkern machen?

A Übernachten.

B Musizieren.

C Graffiti sprayen.

D Autos parken.

5. Es ist gut für die neuen Benutzer der Bunker,

dass die Räume in den Bunkern

A niedrige Decken haben.

B leer sind.

C nicht viel kosten.

D renoviert sind.

24

Name: Klaus Köbel Klasse: 6a

Bericht über den Klassenausflug am 06. 10.

2005

Unser Klassenausflug im Oktober brachte uns zu einer Bäckerei, die schon hundert Jahre besteht. Die Bäckerei heißt “Gellmanns Brot- korb” und liegt in dem kleinen Ort Venroth. Zu ihrem 100-jährigen Jubiläum hatte die Bäckerei einen Tag der offenen Tür. Deshalb konnte unsere Klasse eine Besichtigung in der Backstube machen und zuschauen, wie z.B. Brötchen, Berliner, Kekse und viele verschie- dene Brotsorten gebacken werden. Wir konn- ten die leckeren Sachen auch zu sehr billigen Preisen kaufen. Unsere Besichtigung machten wir mit Herrn Josef Gellmann (58 Jahre alt) und seinem Sohn René Gellmann (26 Jahre alt). Sie erzählten uns, dass diese Bäckerei schon seit 4 Generationen in der Familie ist. Josef Gellmann lernte das Backen bei seinem Vater und wurde 1966 Bäckermeister. Heute hat der Betrieb fast 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterin- nen und außerdem 5 Lehrlinge (Azubis), die für den Verkauf und in der Produktion ausge- bildet werden. Ich fand sowohl die Geschichte der Firma als auch das Backhandwerk so faszinierend, dass

ich jetzt überlege, ob ich vielleicht einmal Bä- cker werden möchte. Ich esse nämlich furcht- bar gern Brot und helfe meiner Mutter oft beim Kuchen backen. Ich habe nur eine Sorge: Der Bäcker erzählte, er müsse jeden Morgen um 3 Uhr aufstehen!

1. Im Oktober feierten Gellmanns den Geburts-

tag von

A ihrer Bäckerei.

B dem Dorf Venroth.

C dem Bäckermeister.

D ihrem Lehrling Josef.

2. Wegen des Jubiläums konnte man

A selbst ein Brot backen.

B beim Backen zusehen.

C alles kostenlos probieren.

D einen Preis gewinnen.

3. Josef Gellmann lernte das Backen

A bei seinem Großvater.

B bei seinem Vater.

C in der Berufsschule

D in Berlin.

4. Wegen des Ausflugs möchte der Autor des

Artikels später vielleicht

A Bäcker werden.

B Verkäufer werden.

C Famile Gellmann kennenlernen.

D mit seinem Vater arbeiten.

5. Im Text steht: Ein Nachteil im Leben eines

Bäckers ist, dass man

A früh aufstehen muss.

B bei großer Hitze arbeitet.

C oft alleine arbeiten muss.

D nicht viel Geld verdient.

25

Jana Röttgen, Klasse 11d, Städtisches Gymna- sium Soest, verbringt dieses Schuljahr in Tai- wan. Sie berichtet von ihren Erfahrungen mit der chinesischen Kultur:

Die Schulen in Taiwan füllen sich schon ab sieben Uhr morgens. Im Gegensatz zu deut- schen Schülern putzen und kehren die taiwane- sischen Schüler ihren Klassenraum selbst. Je- der hat seine Aufgabe und macht sie gewissen- haft, bis die Klassenräume blitzblank sind. Bei uns ist eine Putzfrau dafür zuständig.

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Fall 2014

Bevor die Lehrer den Unterricht begin- nen, wird auf dem Schulhof die Nationalhymne gesungen und die Flagge gehisst. Anschließend hält der Schulleiter eine kleine Rede. Das war für mich völlig ungewohnt. -- Wir singen bei uns im Gymnasium die Nationalhymne nie, und den Schulleiter sehen wir selten. Obwohl es in Taiwan sehr heiß ist, gehen die Kinder immer gerne zur Schule. Bei uns hätten wir bei den Temperaturen in Taiwan hit- zefrei -- und wir wären froh darüber. Nach der Schule bleibt nicht mehr viel Zeit für Freizeitaktivitäten, denn die Schule en- det erst um 16.30 Uhr, bei uns in Soest meis- tens schon um 13.15 Uhr. Die Schüler in Tai- wan haben also täglich vier Stunden und zehn Minuten länger Schule als wir. Und die meisten Eltern achten streng darauf, dass ihre Kinder auch außerhalb der Schule viel lernen. Wenn mal etwas Zeit bleibt, spielen viele Jugendliche in Taiwan Klavier oder schauen fern.

1. Eine gute Überschrift für diesen Artikel wäre:

A Freizeit in Taiwan.

B Schule in einem anderen Land.

C Freundschaft mit Taiwanesen.

D Das Ausland ist auch nicht anders.

2. In Taiwan beginnt der Tag in der Schule

A um sieben Uhr.

B mit einer Rede des Klassenlehrers.

C mit einer Nachrichtensendung im Fernse- hen.

D mit Frühsport.

3. Jana berichtet: In Taiwan ist es normal, dass

Schüler

A nachmittags viel Freizeit haben.

B früh morgens fernsehen.

C auch bei großer Hitze in die Schule gehen.

D um 13.15 Uhr nach Hause gehen.

4. Jana schreibt: Im Vergleich zu Deutschland ist

der Schultag in Taiwan

A schwieriger.

B langweiliger.

C einfacher.

D länger.

5. Jana schreibt: In Deutschland ist es üblich,

dass

A Putzfrauen in der Schule aufräumen.

B man täglich die Nationalhymne singt.

C der Direktor oft eine Rede hält.

D die Eltern die Hausaufgaben überwachen.

26

Katze im Cockpit Eine fauchende Katze im Cockpit eines Flug- zeugs von Brüssel nach Wien hat die Maschine mit 58 Passagieren zur Notlandung gebracht. Niemand weiß, wie das Tier mit dem Namen „Ginny“ aus dem Transportkoffer entkommen ist, wo seine Besitzerin es für den Flug einge- sperrt hatte. „Ginny“ war dann irgendwie in das Cockpit der Maschine gekommen, wo sie sich extrem aggressiv zeigte. Sie fauchte, sprang durch das Cockpit und griff schließlich den Co- piloten an. Zum Glück konnte er das Tier aber abwehren. Dann versteckte die Katze sich an ei- ner Stelle, wo niemand sie erreichen konnte. Die Crew beschloss, lieber vorsichtig zu sein und nach Brüssel zurückzufliegen, bevor die Katze wieder unruhig und aggressiv würde. Nach der Landung in Brüssel mussten die Flug- gäste in ein anderes Flugzeug steigen; sie reisten mit drei Stunden Verspätung noch einmal nach Wien ab. Die Besitzerin der Katze reiste noch später. Sie musste erst „Ginny“ aus dem Cockpit holen und wieder in den Transportkoffer stecken. Dieses Mal kontrollierte die Crew vor dem Start aber sehr genau, ob der Transportkoffer auch wirklich gut verschlossen war.

1. In welchem Teil der Zeitung würde man diese

Geschichte wahrscheinlich lesen?

A Sport.

B Politik.

C Vermischtes.

D Kultur.

2. Die Besitzerin des Tiers hat wahrscheinlich

nicht gut aufgepasst, als sie

A das Ticket kaufte.

B die Katze fauchen hörte.

C den Transportkoffer verschlossen hat.

D mit dem Copiloten gesprochen hat.

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Fall 2014

3. Wir wissen nicht, wie die Katze

A in das Flugzeug kam.

B in den Transportkoffer kam.

C in das Cockpit kam.

D endlich nach Wien kam.

4. Das Flugzeug machte eine Notlandung in

Brüssel, weil

A der Copilot verletzt war.

B die Polizei es befohlen hatte.

C die Katze nicht unter Kontrolle war.

D die Katze das Flugzeug beschädigt hatte.

5. Wir wissen, dass die Besitzerin der Katze

A von der Katze gekratzt wurde.

B sehr spät in Wien ankam.

C viel Geld bezahlen musste.

D das Tier nach Hause bringen musste.

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Seit dem 1. Januar 2002 bezahlt man in Deutschland und den meisten anderen westeu- ropäischen Ländern mit dem Euro. Fast alle Leute in Deutschland haben sich mittlerweile an den Euro gewöhnt, auch wenn viele Deut- sche immer noch von ihrer lieben Deutschen Mark, der D-Mark, träumen. Viele träumen nicht nur; sie haben noch D-Mark-Münzen und -Scheine zu Hause. Nach der Statistik einer großen deutschen Zeitung bewahren immerhin noch 33% aller Deutschen alte D-Mark zu Hause auf. Die größte Gruppe unter ihnen hat nur kleine Summen unter 20 Mark, aber zehn Prozent von diesen Leuten ha- ben zwischen 100 und 500 Mark zu Hause. Ei- ne kleine Zahl bunkert über 500 D-Mark. Was sie mit so vielen D-Mark tun wollen, weiß niemand, vielleicht nicht einmal sie selbst. Immerhin gibt es ein paar Geschäfte, wo man immer noch mit D-Mark bezahlen kann. Und was machen diese Geschäfte mit den D- Mark, die sie bekommen? Sie tun das, was die meisten anderen Deutschen schon lange getan haben. Sie bringen das Geld zu einer Filiale der Deutschen Bundesbank und tauschen es gegen Euro um. Jedes Jahr gehen so 300 Millionen Mark an die deutsche Bundesbank. Und man wird die D-Mark in der Bundesbank immer ge- gen Euro tauschen können. Ein Euro ist genau

1,95583 D-Mark wert.

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre:

A Keine D-Mark mehr.

B D-Mark verliert an Wert.

C Viele Deutsche haben noch D-Mark.

D D-Mark bald in Westeuropa.

2. Im Artikel steht, dass viele Deutsche noch

A D-Mark verdienen.

B gerne an die D-Mark denken.

C die D-Mark zurückbringen wollen.

D stark gegen den Euro sind.

3. Die Statistik der Zeitung zeigt, dass 67% aller

Deutschen

A gar keine D-Mark besitzen.

B unter 100 D-Mark besitzen.

C zwischen 100 und 500 D-Mark haben.

D über 500 D-Mark zu Hause haben.

4. Wenn man noch etwas für D-Mark kaufen

will, muss man

A ins europäische Ausland reisen.

B in bestimmten Geschäften einkaufen.

C ein Konto bei der Bundesbank eröffnen.

D auf den Flohmarkt gehen.

5. Wenn man D-Mark gegen Euro tauschen will,

muss man

A vor dem ersten Januar 2010 zur Bank ge- hen.

B mindestens 20 D-Mark haben.

C zur Bundesbank gehen.

D eine feste Adresse haben.

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Von Russland nach Deutschland In Deutschland leben heute über zwei Millio- nen Menschen aus der ehemaligen Sowjetuni- on. Viele von diesen Migranten erzählen, dass sie nach Deutschland kamen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ein Bei- spiel ist Sergei Zobel, der 1997 mit seiner Frau Katharina und seiner Tochter Paulina von St. Petersburg nach Berlin kam. Herr Zobel war in Russland Ingenieur, aber heute arbeitet er als Hausmeister. Er akzeptierte diesen sozialen Abstieg, weil er für Paulina ein besseres Leben erhoffte.

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Fall 2014

Paulina war 9 Jahre alt, als ihre Familie nach Deutschland kam. Die ersten sieben Mo- nate lebten sie in einem Aufnahmelager für Migranten, wo Paulina viele Freunde und Freundinnen fand, die auch aus Russland ka- men. Aber dann zog Paulinas Familie nach Berlin und Paulina wurde zur Außenseiterin. Niemand wollte auf dem Schulhof mit ihr spie- len. “Ich kann es heute nicht glauben, wie al- lein ich anfangs war”, sagt Paulina. Obwohl sie schon ziemlich gut Deutsch konnte, hatte sie Angst, mit anderen zu sprechen. Langsam hat Paulina aber Freundschaften geschlossen und begann, sich in Berlin zu Hause zu fühlen. Heute ist Paulina Zobel 19 Jahre alt und spricht fließend Deutsch mit einem leichten russischen Akzent. Bald wird sie an der Freien Universität in Berlin Wirtschaftswissenschaften studieren. Sie jobbt nebenbei als Kellnerin und spielt in ihrer Freizeit Geige. Obwohl das Le- ben in Deutschland am Anfang nicht einfach war, ist Paulina ihrem Vater sehr dankbar, dass er seine Karriere aufgegeben hat, damit sie heute ein besseres Leben hat.

1. Paulinas Vater kam nach Deutschland, um

A seiner Tochter ein besseres Leben zu ge- ben.

B seine Verwandten in Berlin zu besuchen.

C Urlaub zu machen.

D Deutsch zu lernen.

2. Als Paulina und ihre Familie zuerst nach

Deutschland kamen, lebten sie

A in einem Aufnahmelager.

B im Norden Berlins.

C neben dem Schulhof.

D mit vielen Deutschen.

3. In Berlin war Paulina unglücklich, weil sie

A zu viel Geige spielen musste.

B kein Deutsch konnte.

C keine Freunde finden konnte.

D nach der Schule arbeiten musste.

4.

Neben ihrem Studium arbeitet Paulina Zobel

in

A einem Aufnahmelager.

B einer Band.

C einem Supermarkt.

D einem Restaurant.

5. Paulina ist ihrem Vater heute dankbar, weil er

A als Ingenieur viel Geld verdient.

B nach Deutschland gekommen ist.

C Wirtschaftswissenschaften studiert.

D so oft mit ihr Geige gespielt hat.

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Liebe Anna, vielen Dank für Deine Einladung. Leider kön- nen wir nächste Woche nicht zu deinem Fest kommen, denn es geht Tante Hilde momentan nicht gut. Ich weiß nicht genau, wie ich anfangen soll. Die ganze Sache begann im Frühherbst, als ich Hilde ein Mobiltelefon zum Geburtstag geschenkt habe. Wie hätte ich damals wissen können, dass ein Handy so gefährlich sein kann!

Am Anfang hat Hilde ihr Handy kaum benutzt; sie wusste wohl nicht, was sie mit dem Ding machen sollte. Deshalb habe ich ihr ge- holfen, einen Abendkurs zu finden, damit sie

mehr von ihrem Handy hat. Nach einer Weile merkte ich, dass sie ihr Handy sehr fleißig be- nutzte -- das fand ich sehr schön. Aber dann fiel mir auf, dass sie immer weniger persönli- chen Kontakt zu der Familie hatte. Im letzten Monat wurde es viel schlim- mer. Hilde lebte nur noch für ihr Handy. Sie machte Dutzende von Anrufen pro Stunde und interessierte sich nicht für uns zu Hause. Sie vergaß sogar oft das Essen. Ich fand heraus, dass sie mit ihrem Handy jeden Tag hunderte Nachrichten am Tag verschickte, Fotos und Vi- deos machte, Musik und Radio hörte. Es war schrecklich für mich, diese Situation ansehen zu müssen. Eines Tages nahm ich ihr das Ding einfach weg … da wurde sie unkontrollierbar

— völlig nervös und deprimiert. Endlich habe ich sie zu einer Klinik ge- bracht, wo sie nun eine Therapie macht. Sie lernt langsam aber sicher, wie sie auch ohne

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Fall 2014

Handy wieder ein ruhiges und frohes Leben führen kann. Wir hoffen alle, dass sie nächsten Monat wieder nach Hause kommen darf. Viele Grüße von Deinem Onkel Peter

1. Onkel Peter und Tante Hilde können nicht zu

dem Fest kommen, weil Tante Hilde

A sich schlimm erkältet hat.

B für einen Abendkurs lernen muss.

C einen Autounfall gehabt hat.

D in einer Klinik ist.

2. Tante Hildes Probleme begannen mit einem

A Telefonanruf.

B Radioprogramm.

C Geschenk.

D Fest.

3. Nachdem Tante Hilde den Abendkurs ge-

macht hatte, hörte sie bald auf,

A ihre Rechnungen zu bezahlen.

B Auto zu fahren.

C ihr Telefon zu benutzen.

D mit der Familie zu sprechen.

4.Was machte Tante Hilde, als Onkel Peter ihr das Handy wegnahm?

A Sie verlor ihre Selbstkontrolle.

B Sie benutzte wieder ihr altes Telefon.

C Sie sprach nicht mehr mit ihm.

D Sie hörte nie wieder Radio.

5. Onkel Peter meint, dass Tante Hilde jetzt wie-

der lernen muss, wie man

A spricht.

B ohne Handy lebt.

C Auto fährt.

D ein Bankkonto managt.

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25. Januar Liebe Anna, es ist schon eine ganze Weile her, dass wir etwas von dir gehört haben! Hoffentlich geht es dir gut an der Uni. Wir wissen ja, dass es sehr viel zu tun gibt, besonders am Ende eines Semesters. Wir freuen uns schon darauf, dich in den Semesterferien zu sehen. Rate mal, was dein Onkel mir geschenkt hat -- ein Handy! Ich habe sehr schnell ge- merkt, dass ich wirklich keine Ahnung da-

von habe, wie so ein Mobiltelefon funktio- niert. Es gab aber für mich als ‘Seniorin’ ei- ne wunderbare Lösung -- die Volkshoch- schule bietet Handy-Kurse an. Ich gehe also zweimal die Woche wieder in die Schule. Ich kann schon gut Anrufe machen, aber an den anderen Sachen muss ich noch arbeiten. Wenn ich nur jünger wäre! Es ist schwer für mich, den kleinen Text auf dem Display zu lesen. Und die Tasten sind zu klein für meine Finger! Ich muss noch lernen, wie man SMS schickt, ein eigenes Telefonbuch mit Kurzwahl anlegt und Datum und Uhr- zeit einstellt. Das ist ganz schön viel für Deine alte Oma, was? Deine Mutter klagt immer noch über dei- ne neuen Piercings. Ich finde sie exotisch und charmant. Deine Mutter wird das viel-

leicht eines Tages verstehen. Aber

Opa hat gestern im Radio eine wichtige Warnung gehört: Wenn es eiskalt ist, soll man die Nasenringe lieber zu Hause lassen. Metall wird bei Minustemperaturen sehr schnell kalt und kann zu Erfrierungen füh- ren. Zieh dich warm an, liebe Anna, und komm gut (und sicher) wieder nach Hause! Deine Großmutter

Dein

1. Die Großmutter schreibt diesen Brief im

A Herbst.

B Winter.

C Frühling.

D Sommer.

2. Wo ist Anna jetzt?

A In der Volkshochschule.

B An der Universität.

C Im Handyladen.

D In den Ferien.

3. An der Volkshochschule lernt die Großmutter,

wie man

A im Alter fit bleibt.

B Piercing-Schmuck macht.

C das Display vergrößert.

D ein Handy benutzt.

4. Die Großmutter warnt ihre Enkelin vor

A dem Studienstress.

B Piercings.

C dem Universitätsleben.

D Kälte.

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Fall 2014

5. Annas Onkel hat ihrer Großmutter

A ein Mobiltelefon gekauft.

B ein Piercing arrangiert.

C größere Knöpfe bestellt.

D eine E-Mail geschickt.

31

Die kleine Insel Juist liegt in der Nordsee. Sie ist 17 Kilometer lang und an manchen Stellen nur 500 Meter breit. Jedes Jahr machen hier ungefähr 100 000 Leute Urlaub, meist Familien mit Kindern. Für Kinder ist diese Insel ideal, denn hier dürfen keine Autos fahren. Die Be- wohner der Insel und auch die Feriengäste ge- hen zu Fuß, benutzen Kutschen mit Pferden statt Taxis und fahren vor allem mit dem Rad. “Ohne den Drahtesel kann man hier gar nichts machen”, sagt Frau Lüpkes. Auf der Insel gibt es 1500 Fahrräder zu vermieten. Sandra Lüpkes, 35 Jahre alt, Autorin, wohnt und schreibt seit dem Jahr 2005 auf der Insel Juist. Sie hat die Insel literarisch bekannt gemacht. Ihre Krimis mit der Hauptkommissa- rin Wenke Tydmers spielen auf Juist. So gibt es spannende Geschichten, die sowohl die Juisti- ner als auch die Feriengäste begeistert lesen. Auf Juist gibt es sogar ein Krimifestival mit bekannten Autoren. Sie wohnen und essen kostenlos, wenn sie zu dem Festival kommen. Dafür schreiben die Autoren in ihren Büchern vielleicht etwas über Juist und machen damit Reklame für diese Insel. Die Insel ist ein Para- dies für Urlauber, und es gibt fast keine Krimi- nalität.

1. Ein guter Titel für diesen Text wäre:

A Die Insel Juist: Gefährlicher, als man denkt.

B Die Insel Juist: Für Familien zu teuer.

C Die Insel Juist: Krimis und Urlaub.

D Die Insel Juist: Umwelt in Gefahr.

2. Warum ist die Insel ein guter Ort für Kinder?

Was steht im Text?

A Es gibt viele Spielplätze.

B Sie ist sehr groß.

C Man kann hier reiten.

D Es gibt keine Autos.

3. Was ist wohl ein “Drahtesel”?

A Ein Auto.

B Ein Tier.

C Ein Fahrrad.

D Ein Spielzeug.

4. Was ist Frau Lüpkes Beruf?

A Sie schreibt Detektivgeschichten.

B Sie hat ein Hotel.

C Sie vermietet Fahrräder.

D Sie ist Polizeikommissarin.

5. Wenn Autoren für das Festival auf die Insel

kommen,

A müssen sie Frau Lüpke besuchen.

B dürfen sie nichts darüber schreiben.

C können sie kostenlos Taxi fahren.

D müssen sie nichts bezahlen.

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Note: Schiedsrichter = referee Wauwau und Aua Das Fußballspiel des Sportclub 07 Waldesgrün und des Fußballvereins Weinheim am vergan- genen Samstag war sehr turbulent. Die beiden Mannschaften trafen um 14 Uhr aufeinander. Von Anfang an erwartete die Polizei Probleme mit den aggressiven und rüden Weinheimer Fans. Deshalb war die Polizei schon bei Spiel- beginn neben dem Spielfeld präsent: mit 20 Mann und einer Staffel Polizeihunde. Die Poli- zisten und ihre Hunde sollten für Ruhe sorgen. Das funktionierte am Anfang auch. Am Ende der ersten Halbzeit wurden die Weinheimer Fans aber unruhig und warfen Bierdosen und andere Dinge auf das Spielfeld. Dadurch wurde ein Polizeihund so irritiert, dass er auf das Spielfeld rannte und den Schieds- richter-Assistenten Friedhelm Nährlich ins Bein biss. Der Biss war so tief, dass Friedhelm Nährlich ins Krankenhaus gebracht werden musste. In der Halbzeitpause konnte der Schiedsrichter zwar einen neuen Assistenten finden (Guido Schneider), aber der musste erst aus Frankfurt anfahren. Die Mannschaften konnten deshalb erst nach einer Stunde Pause weiterspielen. Die Mannschaft des Sportclub 07 Waldesgrün ge- wann 4:1.

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Fall 2014

1.

Ein guter alternativer Titel für diesen Text wä-

re:

A Weinheim siegt hoch.

B Ein fairer Kampf.

C Hund schießt Tor.

D Fußballmatch mit Pause.

2. Das Fußballspiel begann um

A 7 Uhr abends.

B 4 Uhr nachmittags.

C 2 Uhr nachmittags.

D 8 Uhr abends.

3. Die Polizisten waren im Stadion, weil sie

A Probleme mit einigen Fans erwarteten.

B das Fußballspiel auch sehen wollten.

C dem Schiedsrichter helfen mussten.

D nach Guido Schneider suchten.

4. Man brauchte einen neuen Schiedsrichter-

Assistenten, weil

A Friedhelm Nährlich Angst vor den Fans hatte.

B die Fans mit der Polizei kämpfen wollten.

C ein Polizeihund Probleme gemacht hatte.

D der erste Assistent nicht fair gewesen war.

5. Die Spielpause dauerte eine Stunde, weil

A das Krankenhaus zu weit entfernt war.

B die Polizei die Fans nicht kontrollieren konnte.

C Guido Schneider aus Frankfurt kam.

D die Polizisten den Hund suchen mussten.

33

GÖTTINGEN – Diese Woche geht fast jeder Göt- tinger Student in die Mensa, denn dort gibt es etwas Besonderes zu essen. Peter Wegner, bekannt als Autor, Foodstylist und Koch bei der Fernsehsen- dung “Kochduell”, bereitet bis Freitag feine Gerich- te für die Studenten zu. Beispiele? Es gibt “Schweinefilet im Knusperteig mit Steckrüben, Chili, Vanille & Blattpetersilie” oder “Gebratenen Seelachs mit Erbsenpüree, Muskatblinis & Oran- genricotta” - und das zu studentenfreundlichen Preisen. In der Mensa essen die Studenten immer gern Schnitzel und Currywurst, erzählt Carsten Zimmer, Chefkoch der Südmensa. Ihm ist es wichtig, dass die Mensagerichte frisch und schmackhaft sind. Da

viele Studenten trotzdem mit dem Essen in der Mensa nicht zufrieden sind, organisiert Carsten Zimmer immer wieder besondere Wochenaktionen wie diese mit Peter Wegner. Zu anderen Zeiten gibt es die “Fischwoche”, “Weihnachtswoche” oder “Bioessenwoche”. Allein in der Südmensa werden täglich mehr als 3 000 Essen serviert. Das muss perfekt organisiert sein. Mit dem Gourmet-Essen jedenfalls scheinen die Studenten zufrieden. Während der Wegner- Woche gehen manchmal 480 Essen in einer Vier- telstunde über den Tresen. Der Seelachs ist sehr beliebt, aber das Schweinefilet ist unter den Studen- ten doch noch beliebter.

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre:

A Fernsehkoch wird neuer Mensa-Chef.

B Beliebte Kochsendungen im Fernsehen.

C Studenten von heute wollen Bioessen.

D Feines Essen zu günstigen Preisen.

2. Viele Studenten wollen diese Woche in der

Mensa essen, weil

A vegetarisches Essen angeboten wird.

B das Essen besonders billig ist.

C das Essen besonders gut ist.

D Bioessen angeboten wird

3. Peter Wegner arbeitet normalerweise

A als Chefkoch in der Südmensa.

B bei der Organisation der Fischwoche.

C in einem kulinarischen Institut in Göttin-

gen.

D als Koch bei einer Fernsehsendung.

4. Es gibt in der Mensa immer wieder besonde-

re Wochenaktionen, weil

A viele Studenten das normale Essen nicht

gut finden.

B nicht so viele Studenten täglich in die

Mensa gehen.

C viele Studenten das Kochen lernen

möchten.

D nicht so viele Studenten Schnitzel essen

wollen.

5. Das populärste Gericht während der Weg-

ner-Woche war

A ein Fischgericht.

B Erbsenpüree.

C Currywurst.

D Schweinefilet.

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Viele Autofahrer wollen heute ohne ihr Navi- gationsgerät (Navi) gar nicht auf die Straße, aber manchmal machen diese praktischen Geräte auch Probleme. So fuhr eine Familie aus Holland in den Ferien in den Bayerischen Wald. Die Urlauber wollten von Cham nach Weiden, aber das Navi führte sie im Kreis von einem Dorf zum anderen. Zum Glück sahen sie einen Dorfpolizisten, der ihnen dann den richtigen Weg zeigte. Eine 22 Jahre alte Autofahrerin im Sauerland folgte ihrem Navi von der Straße in einen Wald, wo ihr Auto nicht weiterfahren konnte. Sie rief mit ih- rem Handy die Polizei, die nach ihren GPS Koor- dinaten fragte. Leider waren die Koordinaten nicht für einen Ort in Deutschland, sondern in -- Sibirien. Es dauerte über eine Stunde, bis die Polizei die Frau im Wald fand. Aber diese Frau hatte Glück, wenn man hört, was einem jungen Mann an einem dunklen De- zemberabend passierte. Er wollte mit Freunden in eine andere Stadt fahren und benutzte dazu sein Navigationsgerät. Er musste einen Fluss überque- ren, aber diese Straße führte nicht über eine Brücke, es gab ein Fährboot. Dem Navi war das aber egal. Es sagte dem jungen Mann, er sollte geradeaus fah- ren -- und das Auto landete im Wasser. Zum Glück kamen alle Passagiere gesund aus dem Auto her- aus, und die Feuerwehr zog das Auto wenig später wieder an Land. Der junge Mann möchte sich jetzt aber doch eine Landkarte kaufen.

1. Eine gute Überschrift für diesen Text ist:

A Gefährlicher Unfall auf der Straße nach

Weiden.

B GPS wird immer besser.

C Polizei sucht Diebe von Navigationsgerä-

ten.

D Probleme mit Navigationsgeräten.

2. Die Familie, die im Bayerischen Wald im

Kreis fuhr, kam aus

A dem Sauerland.

B den Niederlanden.

C Sibirien.

D einem Dorf.

3. Die Polizisten konnten der Frau im Wald

nicht schnell helfen, weil

A sie nicht wussten, wo die Frau war.

B sie das Auto nicht reparieren konnten.

C das Polizeiauto sich verfahren hatte.

D die Frau nicht wusste, wo ihr Handy war.

4. Was für ein Problem hatte der junge Mann?

A Er war nicht allein im Wagen.

B Sein Navigationsgerät war gestohlen

worden.

C Das Navi konnte den Fluss nicht erken-

nen.

D Die Feuerwehr kam nicht an die Unfall-

stelle.

5. Man kann sagen, dass der junge Mann Glück

hatte, weil

A das Navi nach 5 Minuten wieder funkti-

onierte.

B kein Passagier ins Krankenhaus musste.

C die Fähre pünktlich gefahren ist.

D die Versicherung für ein neues Auto be-

zahlt.

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Geschenke für Tiere In Neudorf ist es seit einem halben Jahrzehnt Tradition: am 24. Dezember kommt wie erwar- tet … der Weihnachtshund! Als vom Turm der nahen Johanneskirche die Glocken zu läuten beginnen, zieht Brutus, der massige vierjährige Neufundländer, seinen Wagen mit Geschenken für die Tiere vor das Tierheim. Der "Weih- nachtsmann auf vier Pfoten" bringt viele Päck- chen und Tüten, gefüllt nicht nur mit Futter, sondern auch mit Spielzeug für die Vierbeiner. Im Hintergrund werden festliche Weihnachts- lieder gespielt und Tierheim-Chefin Ingeborg Eckhardt verteilt die Geschenke. In langer Schlange warten vor der Tür bedürf- tige Menschen, die wenig Extras im Leben ha- ben und für ihre Haustiere Futter abholen wol- len. Diese jährliche Aktion wird von verschie- denen Helfern und Sponsoren des kleinen Ortes finanziell unterstützt. Wie in jedem Jahr ist auch diesmal wieder Susanna Becker mit ihrem sechsjährigen Schnauzermischling Gina gekommen. Tro- cken- und Nassfutter gibt es für den Vierbeiner. Als Belohnung für gutes Benehmen bekommt Gina auch ein buntes Halsband. Nach nahezu

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fünf Stunden haben rund 100 Menschen Weih- nachtsgeschenke für gut 200 Vierbeiner abge- holt. "Alles ist bestens gelaufen", freut sich In- geborg Eckhardt über ihre gut besuchte Aktion. Sie vergisst nicht den Dank an die Sponsoren. "Ohne ihre Hilfe hätte unsere Weihnachtsfeier nicht stattfinden können.

1. Wer bringt in Neudorf die Geschenke für die

Tiere?

A Der Kirchenälteste.

B St. Nikolaus.

C Ein großer Hund.

D Der Hund Gina.

2. Was teilt Ingeborg Eckhardt aus?

A Hunde und Katzen.

B Halsbänder und Geld.

C Schlangen und Vierbeiner.

D Futter und Spielzeug.

3. Wer zahlt die Kosten dieser Aktion jedes

Jahr?

A Die Tierheim-Chefin.

B Frau Susanna Becker.

C Die Johanneskirche.

D Sponsoren aus dem Dorf.

war richtig, aber Schumann hatte sich bei der Kontonummer vertippt. Das Geld landete auf dem Konto einer ihm unbekannten Person. Der Empfänger will jetzt das Geld nicht zurückge- ben; Schumann nennt das Diebstahl. Schumanns Bank und die Bank des Empfän- gers waschen ihre Hände in Unschuld. Der Fehler liegt bei Schumann; er gab die falsche Nummer ein. Es ist den Banken egal, dass die Namen nicht übereinstimmten. Nur die Konto- nummer ist wichtig, sagen die Banker. Der Kunde ist für die Richtigkeit der Information verantwortlich. Aus diesem Grund ist Online- banking nicht so teuer. Die Banken müssen die Informationen nicht checken. „Wer den Onli- ne-Weg wählt, sollte alle eingetippten Num- mern sehr genau kontrollieren, bevor er sie ab- schickt”, rät Frank Wolf von der Verbraucher- zentrale Berlin. Albert Schumann bleibt jetzt noch die Hoff- nung, dass ein Ombudsmann die Sache für ihn regulieren kann. Und er möchte andere Ver- braucher warnen, so dass sie so eine Überra- schung nicht erleben.

 

1.

Albert Schumann machte einen Fehler, indem

4.

Die Tradition dieser Weihnachtsfeier in

er

Neudorf gibt es schon seit

A einem Jahr.

B fünf Jahren.

C zehn Jahren.

D hundert Jahren.

5. [First line in second paragraph] Das Wort

bedürftigist hier ein anderes Wort für

A freundlich.

B hilfsbereit.

C ängstlich.

D arm.

36

Note: Ombudsmann = mediator Teurer Tippfehler Es war eine ganz normale Geldüberweisung. Albert Schumann, Verkäufer, wollte seine Mie- te von 1400 Euro bezahlen. Als moderner Mensch machte er das an seinem Computer -- Onlinebanking. Doch die Miete kam nie an. Etwas ging schief. Der Name des Empfängers

A am Computer falsch tippte.

B den falschen Computer benutzte.

C die Miete nicht bezahlte.

D einen gestohlenen Computer kaufte.

2. Der Empfänger des Geldes glaubt anschei-

nend, dass

A er eine neue Bank braucht.

B Onlinebanking zu teuer ist.

C Albert die Miete bezahlen muss.

D er das Geld behalten kann.

3. Im Text steht: Die Banken meinen, dass alle

Kunden

A Onlinebanking machen sollten.

B ihr Passwort oft wechseln sollten.

C mehr Geld sparen sollten.

D sehr vorsichtig tippen sollten.

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4. Die Banken finden: Onlinebanking ist billiger,

weil die Banken

A neue Computer haben.

B die Informationen nicht kontrollieren müs- sen.

C für Probleme einen Ombudsmann haben.

D dafür weniger Büromiete bezahlen müssen.

5. Im Text steht: Albert Schumann will jetzt

A eine neue Bank suchen.

B mit dem Empfänger sprechen.

C sein Geld zurückbekommen.

D die Namen deutlicher schreiben.

37

Der Gummibär Der Gummibär wurde 1921 von Hans Riegel in Bonn erfunden. Seine Firma Haribo (Hans Rie- gel Bonn) brachte 1922 den damals so genann- ten Tanzbären, später Goldbär genannt, das ers- te Mal auf den Markt. 2005 produzierte Haribo täglich rund hundert Millionen Goldbären in 18 Betrieben und verkaufte seine Produkte in über hundert Ländern. Jede Packung Gummibären enthält ein Drittel rote und jeweils ein Sechstel grüne, gel- be, orangefarbene und weisse Goldbären. Eine Marktstudie hat gezeigt, dass die roten Goldbä- ren die beliebtesten sind und die weißen Gold- bären mit Abstand die unbeliebtesten. Für den deutschen Markt werden die Goldbären inzwischen mit natürlichen Fruchtextrakten gefärbt, obwohl in der Ver- gangenheit auch künstliche Farbstoffe benutzt wurden. Bis August 2007 gab es die Gummibä- ren in den Farben Grün (Erdbeere), Rot (Him- beere), Gelb (Zitrone), Orange (Orange) und Weiß (Ananas). Im August 2007 überarbeitete Haribo seine Palette. Seitdem gibt es Goldbären in den folgenden Kombinationen: Himbeere (dunkel- rot), Apfel (grün), Zitrone (gelb), Orange (orange), Ananas (weiß), sowie Erdbeere (hell- rot). Als Geschmacksrichtung kam also Apfel neu hinzu. Zudem wurde die Goldbärenform gegenüber früheren Generationen leicht verän- dert: Alle Goldbären erhielten fortan ein „lä- chelndes” Gesicht.

1. Der erste Name des Gummibären war

A

B Haribobär.

C Tanzbär.

D Goldbär.

Hansibär.

2. In wie vielen Farben gab es die Gummibären

bis zum August 2007?

A Achtzehn.

B Drei.

C Sechs.

D Fünf.

3. Am unpopulärsten war die Farbe

A

B Hellrot

C Weiß.

D Gelb.

Grün.

4. Im Text steht: Das Aussehen der Gummibären

seit August 2007 ist anders, weil

A die Gummibären jetzt lächeln.

B es nur noch eine Sorte rote Bären gibt.

C natürliche Farben benutzt werden.

D es keine blauen Gummibären mehr gibt.

5. Ein neuer Geschmack für Haribo Goldbären

seit 2007 ist

A Himbeere.

B Apfel.

C Blaubeere.

D Ananas.

38

Einen ungemütlichen Abend erlebte Frau Bar- bara Schulz letzten Mittwoch auf dem großen Jahrmarkt in Bebelstein. Sie hatte aber noch Glück im Unglück, weil ihr Mann sich an die- sem Tag nicht wohl gefühlt hatte und zu Hause geblieben war. Frau Schulz war mit ihren Nachbarn zum Jahrmarkt gegangen, hatte im Bierzelt gefeiert, war mit dem Autoscooter und dem Karussell gefahren. Zum Schluss fuhren alle mit dem großen Riesenrad, um die Aussicht auf die Stadt genießen. Als sie aber mit dem Riesenrad ganz oben waren, blieb das Rad stehen. Und nicht nur das -- die Lichter gingen aus, und Frau Schulz und ihre Nachbarn saßen in der dunklen Kabine hoch oben auf dem Riesenrad fest. Die

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Gefangenen drückten mit aller Kraft auf den Alarmknopf, aber es gab keinen Ton. Die Gruppe rief laut um Hilfe, aber offenbar nicht laut genug, denn nichts geschah. Wie sich spä- ter herausstellte, hatte der Besitzer des Riesen- rades kurz nach Mitternacht Feierabend ge- macht, hatte die Elektrizität abgestellt und war zu Bett gegangen, ohne die besetzte Kabine zu bemerken. Zum Glück erinnerte sich Frau Schulz, dass sie ihr Handy mitgenommen hatte, so dass ihr kranker Mann sie notfalls anrufen konnte. Damit rief sie nun ihren Mann an und erklärte ihm alles. Der Mann verständigte sofort die Polizei, die den Besitzer des Riesenrades um 2 Uhr nachts aus dem Bett holte, so dass er die Eingeschlossenen aus ihrer unangenehmen La- ge befreien konnte.

1. Barbara Schulz ging mit Nachbarn auf den

Jahrmarkt, weil ihr Mann

A das Auto reparieren musste.

B sich nicht gut fühlte.

C Geld verdienen musste.

D Karussells langweilig findet.

2. Das Problem war, dass Barbara Schulz und

ihre Nachbarn

A das Riesenrad nicht verlassen konnten.

B kein Geld für das Riesenrad hatten.

C ihre Kreditkarten zu Hause gelassen hatten.

D kein gutes Essen finden konnten.

3. Barbara Schulz und die Nachbarn versuchten

zuerst,

A auf den Alarmknopf zu drücken.

B mit der Polizei zu telefonieren.

C ihr Geld zurück zu bekommen.

D mit dem Besitzer zu sprechen.

4. Als die Polizei kam, hat der Besitzer des

Riesenrads

A gearbeitet.

B den Arzt besucht.

C eine Party gefeiert.

D geschlafen.

5. Barbara hatte Glück, dass sie

A nicht die Polizei gerufen hat.

B den elektrischen Schalter finden konnte.

C mit ihrem Mann kommunizieren konnte.

D am Ende das Geld wiedergefunden hat.

39

Worauf freuen sich deutsche Jugendliche täg- lich nach vielen langen Stunden in der Schule? Fußball mit Klassenkameraden? Einkaufen in der Stadt? Chillen im Straßencafé? Vielleicht ist es schwer zu glauben, aber eine wachsende Zahl von Teenagern hat nach der Schule ein einziges Ziel: sich ins eigene Bett legen und schlafen! Eine Umfrage aus dem vergangenen Jahr berichtet, dass Jugendliche lieber schlafen als aktiv etwas zu unternehmen. Wie ist das möglich, wenn so viele Städte ihren jungen Leuten zahlreiche Aktivitäten für die Freizeit bieten? Vielleicht liegt der Grund darin, dass Jugendliche heute nicht genug Nachtschlaf bekommen. Es sieht so aus, als schliefen junge Leute einfach weniger als frü- her. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass deut- sche Jugendliche nach der neuen Gesetzgebung das Abitur in 12 anstatt 13 Jahren schaffen müssen. Das verursacht einen besonderen Stress, den man nicht leicht reduzieren kann, und führt zu Schlafmangel. Wenn sich nichts ändert, werden Schlaf und Müdigkeit noch lange ein wichtiges Thema bleiben. Schlafforscher berichten, dass junge Leute in der Altersgruppe von zwölf bis sech- zehn Jahren mindestens eine Stunde länger als die früher empfohlenen acht Stunden brauchen. Obwohl ein ‚Mittagsschlaf’ noch oft als ein Zeichen von Faulheit angesehen wird, ist er vielleicht eigentlich eine Notwendigkeit.

1. Ein guter Titel für diesen Artikel wäre:

A Schlafen Lernen!

B Schlaf in der Schule!

C Faule Tage!

D Zu wenig Schlaf!

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2. In diesem Artikel steht, immer mehr deutsche

Teenager schlafen jetzt

A in der Schulpause.

B am frühen Abend.

C beim Fernsehen.

D am Nachmittag.

3. Schlafforscher meinen heute, Fünfzehnjährige

brauchen mindestens

A sieben Stunden Schlaf.

B acht Stunden Schlaf.

C neun Stunden Schlaf.

D zehn Stunden Schlaf.

4. Im Text steht, Jugendliche schlafen heutzuta-

ge nicht genug, weil sie

A für das Abitur lernen müssen.

B nachmittags Geld verdienen.

C längere Schulwege haben als früher.

D am Abend zu lange fernsehen.

5. Nach der Schule haben die Jugendlichen heute

keine Lust auf Freizeitaktivitäten, weil

A die Städte zu langweilig sind.

B die Aktivitäten zu teuer sind.

C die Jugendlichen zu müde sind.

D die Jugendlichen zu wenig Sport treiben.

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Ist die Zeit der großen Abenteuer vorbei? Nord- und Südpol sind erkundet. Von Afrika ist beinahe jede Ecke bekannt. Der Engländer Ed Stafford hat jetzt jedoch bewiesen, dass auch heute noch großartige Leistungen möglich sind. Als erster Mensch wanderte er zu Fuß den gesamten Amazonas entlang, den (nach dem Nil) zweitlängsten Fluss der Welt. In 859 Tagen legte der 34-Jährige eine Stre- cke von etwa 6 400 Kilometern zurück. Sein Weg führte von den schneebedeckten Bergen der Anden in Peru bis an die Küste des Atlan- tiks in Brasilien. Er machte Bekanntschaft mit Schlangen, Skorpionen und riesigen Krokodi- len. Mindestens 50.000 Mal stachen ihn Mü- cken. Und manche Indianerstämme waren ihm feindlich gesinnt. Am 2. April 2008 starteten Stafford und ein Freund aus Großbritannien die Tour an der süd- lichen Pazifikküste Perus. Sein Partner hielt nur drei Monate durch. Stafford marschierte weiter.

Auf einem großen Teil der Strecke wurde Staf- ford von einem Peruaner begleitet. Auch ande- re Menschen gingen aus Bewunderung eine Zeitlang mit den Abenteurern. Gegessen wur- de, was sie unterwegs kaufen konnten und was man im Fluss und im Dschungel finden konnte. Auch die gefährlichen Piranha-Fische standen auf der Speisekarte. Als er sein Ziel im Norden Brasiliens erreich- te, war er völlig erschöpft. „Ich schlafe beim Gehen ein“, schrieb er in seinem Blog. „Der letzte Tag wird sehr lang sein.“ Jetzt plant Stafford bereits die nächste Aben- teuerreise. Wohin diese geht, will er jedoch noch nicht sagen.

1. Die Reise von Ed Stafford dauerte

A 50 Tage.

B drei Monate.

C 34 Jahre.

D mehr als zwei Jahre.

2. Im Text steht, Staffords englischer Partner hat

nach drei Monaten

A Stafford verlassen.

B den ersten Skorpion gesehen.

C den Amazonas erreicht.

D eine Krankheit bekommen.

3. Staffords Heimat ist in

A Peru.

B Großbritannien.

C Brasilien.

D den USA.

4. Im Text steht über Stafford und die Piranha-

Fische, dass

A ein Fisch Stafford gebissen hat.

B Stafford die Fische studiert hat.

C Stafford die Fische gegessen hat.

D die Fische Stafford ignoriert haben.

5. Stafford hat geschrieben, dass er gegen Ende

seiner Reise sehr

A müde war.

B hungrig war.

C deprimiert war.

D arm war.