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P ARTNERWAHL , F REUNDSCHAFT , V ERLOBUNG

- Aus der Praxis, für die Praxis -

Index:

1. Weshalb heiraten?

2. Meine persönliche Zurüstung vor einer Partnerschaft

3. Der Weg zur Entscheidung

4. A .) Der Zeitpunkt zur Partnerschaft – B.) Die Konsequenzen - Bereitschaft

5 . Während der Freundschaft/Verlobung

6. Die prakt ische Zurüstung auf die Hochzeit /Ehe

7. Praxiserfahrungen aus der Ehe, die im Vorfeld bereits geübt werden können

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Info : Die hochgestellten Zahlen (1,2,3) sind Verweise auf die Quellenangaben auf der letzten Seite.

Als das schöne Thema „Partnerwahl“ in meinem Leben erwachte , habe ich mich erstmals einfach gefreut und war glücklich, dass ich mein Gegenüber gefunden ha be. Meine Augen haben gefunkelt, mein Herz gehüpft , a lles war leicht und schön, nichts mehr schien unmöglich. „Wann wird wohl unser Hochzeitstermin sein?“ , schien mir noch die einzig e offene Frage zu sein. Als mein Vater mich dann fragte, ob ich bereit bin, von zu Hause weg, nach Deutschland zu ziehen, war der Liebesschwall für den ersten Mome nt einmal still gelegt. „Das wird niemals gehen.“ Erst da wurde mir so richtig bewusst, dass es bei einer Eheschliessung nicht nur um ein schönes zukünftiges Ereignis geht, sondern dass es unzählige l ebensverändernde Entsc heidungen mit sich bringt, derer man sich schon im Vorfeld bewusst sein muss. So wurde uns geraten, verheiratete Ehepaare zu interviewen und sie zu fragen, was sie heute anders machen würden und was die Probleme waren, mit denen sie nie gerechnet hätten. Nun haben wir in dieser Broschüre alle kostbaren Impulse und Prozesse in kurzen Worten zusammengefasst und dazu all e gelegten Richtlinien des Dienstes (durch die Botschaften/Schriften) zum Thema Partnerwahl zusammengefasst und hoffen sehr, dass es zu einer nüchternen Entscheidung und Vorbereitung auf den wichtigsten und folgenschwersten Schritt des Lebens dient.

( Sulamith S. )

Beginnen wir ganz von vorn:

1. Weshalb heiraten?

„Eine tüchtige Frau – wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Kaufpreis . “ (Spr. 31.10 ) … „ Danke, gleichfalls“, spricht die Frau! „Tausende von Entscheidungen hat jeder Mensch in seinem Leben zu treffen… Aber eine Entscheidung ist die folgenschwerste, weil endgültigste – die Partnerwahl! Ausgerechnet auf diesem Gebiet gibt es blind überstürzte, unbedachte und visionslose Eheschliessu ngen. Beobachtet man die heutige Partnerwahlmentalität, könnte man meinen, sie gehöre zu den natürlichsten und alltäglichsten Begebenheiten bei Menschen. “ „ Die Partnerwahl gehört zu den tiefsten Geheimnissen dieses Lebens überhaupt, da sie ja gemäss Eph. 5 Schattenbild des Geheimnisses Christi ist. Das Geheimnis Christi ist nach biblischem Gesamtzeugnis die Vereinigung Gottes mit dem Menschen (Kol. 1,26 - 27; Joh.17,23.26; Eph. 5,28 - 32) . Die rechte und von Gott geplante Partnerwahl ist in keiner Weise d er Hand menschlicher Willkür übergeben .“ 1 „Ob verheiratet oder unverheiratet – diejenige Form der organischen Lebensverbindung, die wir eingegangen sind, wird unser gesamtes Leben bestimmen. Entweder wir fördern einander gegenseitig hinein in Christus ode r wir ziehen uns gegenseitig hinunter. Wehe darum jedem, der in der Wahl seiner Partnerschaft nicht das Kriterium der Vollendung in Chris tus als Höchstes vor Augen hat.“ 1

Aus welcher Vision entstammt dein Wunsch zu heiraten? Ist es bloss das schöne Gefühl und die romantischen Vorstellungen einer Ehe oder s pürst du, dass du ohne ein Gegenüber nicht in die Vollendung Gottes h ineinfindest ? Möchtest du eine Stufe höher in die Vereinigung Gottes schreiten, merkst aber, dass dies in deinem aktuellen Umfel d nicht weiter möglich ist? Empfindest du es als deinen aktuellen und vorherbereiteten , nächsten Schritt? Welcher Partner führt dich dann am nächsten zu Gott?

„ Jede Art der Partnerwahl, die der Mensch eingeht, reflektiert die Art des Wohlgefallens, die Gott über ihm hat. So empfängt der eine einen tüchtigen und zugerüsteten Partner, der andere einen grausamen und schändlichen, wie geschrieben steht:

„Eine tiefe G rube ist der Mund von fremden Frauen; wem der Herr zürnt , der fällt hinein“ (Spr. 22,14). Jede Form der

Partnerschaft ist ein Lohn Gottes. Dem Abtrünnigen ist sie Lohn des Verderbens und dem Gottwohlgefälligen ein Lohn des Lebens und der Vollendung. Lohn a ber wird immer nur für vorangegangene Leistungen ausbezahlt. Wie hoch aber ist der Preis für diejenige Partnerschaft, die uns unserem Gott am nahesten bringt?“ 1

Die folgenden Punkte sind lediglich ein kleiner Wegweiser in der ganzen Entscheidung und Entwicklung der Partnerwahl. Es darf d aher nicht als gesetzliche „Abha kliste“ verstanden werden , mit dem Wunsch, „Liste gut – alles gut“.

Warte aber auch nicht ab , bis du vollkommen bist, ehe du dich mit dem Thema „Partnerwahl“ auseinandersetzt. Erharre eben in diese r deine r Lage das Reden des Herrn, bis du ein Bild von Ihm empfangen hast. Er wird es dir zeigen.

2. Meine persönliche Zurüstung vor einer Partnerschaft

Meine Herzenseinstellung :

- Ich bete unablässig, dass der Herr mich vor dem falschen Partner verschont und mich an die Seite jenes Partners stellt, der mich IHM am nächsten bringt. Ich bin mir bewusst, dass ich aus mir niemals die richtige Entscheidung treffen könnte, die bis ans Lebensende verhalten wird. 1

- Ich richte mich offenherzig auf die vorherbereiteten Wege des Herrn aus und wende mich von allen eigenen Wünschen und Begehren ab. Denn Er gibt mich in meine Wünsche hinein, wenn ich mir eigenwillig etwas in den Kopf setze. Ich weiss, dass ER alles vorherbereitet hat und ich will, dass nur Sein Plan sich erfüllt. 6

- „Ich habe bereits vor der Partnerschaft gespürt, dass es nur um die Herrschaft Gottes geht und ich habe dies auch in Form der praktische n Unterordnung unter meine Eltern geübt. Als ich diese Lektion gelernt habe, war ich frei und Gott hat mich in die neue Situation der Partnerwahl gestellt.“ 9

Mein Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht:

Aus Li ebe zu meinem künftigen Partner will ich i hm von klein auf treu sein, bis wir uns finden. Deshalb will ich mich zum anderen Geschlecht distanziert verhalten und mich auch sittlich und keusch kleiden, um keine Anreize und Probleme zu bereiten. Meine Augen spielen nicht mit Blicken und mein Herz ist bis zum Tag der Reife verschlossen. Weder in Gefühlen noch in Gedanken öffne ich mich für das andere Geschlecht, denn ich möchte „verhüllt“ wie Rebekka auf den Tag der Offenbarung des Partners zuschreiten. Denn wenn ich jetzt nicht gelernt habe, distanziert und treu zu sein, wie möchte ich dies später können, wenn ich verheiratet bin? 1 + 7

Jede Qualität die vorher nicht da ist, ist auch hinterher nicht da:

Ich denke niemals diese Torheit, dass die Dinge, die ich jetzt nicht im Griff habe, sich später automatisch verbessern. Sei es die Unordnung, die Untreue, Rücksichtslosigkeit, Ich - Sucht, Unreinheit, Augenlust oder mein gesamtes Wesen. In der Ehe wird alles weitergehen, schneller offenbar und es wird immer mühsamer werden, das einge schliffene Wesen zu überwinden. 2

Ich würde gerne heiraten, es kommt aber niemand auf mich zu:

Bin ich anhaltend oder vorwurfsvoll? Diene ich trotzdem aus vollstem Herzen? Vertraue und warte ich, dass es Gott ganz alleine gut führt? Wenn nicht, dann bin ich untauglich. Denn Gott schaut, wie ich denke und prüft mich daran. 4 Der Feind legt die Lüge in den Kopf: „Wenn ich doch nur verheiratet wäre, dann wäre es anders.“ Doch es ist ei ne Lüge. Denn alles was jetzt nicht ist, wird auch nachher nicht sein. 9

Interview : „ Was fandest d u in der Zeit vor der Partnerschaft sehr wichtig oder was würdest d u heute anders machen?“

„Sehr wichtig finde ich sich von der Unreinheit fern zu halten. Als Jugendlicher bedenkt man diese Konsequenzen nicht, doch es hat direkte Auswirkungen auf die Ehe, man macht damit alles kaputt und muss es hinterher ausbaden. Unreinheit ist die Seuche Nummer 1.“

„Ich hatte die Single - Zeit total ausgenutzt und ausgekauf t und war darin immer glücklich. Deshalb war ich dann auch gerüstet auf den neuen Schritt.“

„Heute würde ich als Mädchen nicht mehr über meine Liebe sprechen (z.B. mit den Schwestern oder Familie), ehe nicht der Partner auf mich zugekommen ist oder ein kl ares Zeichen gegeben hat. Sonst baut vieles auf Spekulationen auf, es ist ablenkend und es festigt sich in mir. Kommt dann z.B. ein anderer Partner auf mich zu, bin ich gar nicht mehr frei, es vor dem Herrn zu bewegen oder durchs Sprechen fühle ich mich be stätigt, schiesse los und richte Unheil an. So oder so bringt zu frühes Sprechen nichts. Lieber bewahre ich es im Herzen, bete und ringe, dass Sein vorherbereiteter Plan geschieht.“

„Mein eigener Wille hätte zu Hause viel eher gebrochen werden müssen. Ich bekam immer alles, was ich wollte und war auch ein eigener Kopf. Dies wurde dann erst richtig in der Ehe offenbar, da ich mein ganzes Wesen mitnahm und es hatte mega schwere Auswirkungen.“

„In der Ehe wird alles noch viel deutlicher, was zuvor nicht g eworden ist, z.B. mein Kleiderschrank. Er war immer etwas unordentlich und ich dachte, dass die Ordnung dann wird, wenn ich verheiratet bin, weil ich dann ganz anders sein werde. Doch das war nicht so. So wie ich war, so nahm ich mich mit und in der Ehe wu rde alles noch viel offensichtlicher.“

„Ich bin in der Pubertät durchgebrannt und habe nicht mehr auf meine Mama gehört. Ich habe meinen eigenen Kopf durchgedrückt und nahm mir alles , was ich wollte. Dies war dann auch in der Partnerwahl so und ich konnte nicht auf sie hören. Ich kann nicht beschreiben, wie ich dies, infolge schlimmster Konsequenzen, bereue. Heute mache ich riesige Ohren, wenn sie spricht.“

„Ich habe im Vorfeld nicht gemerkt, dass mein Partner auf dem Gebiet der Reinheit immer wieder fällt und die s ein langjähriges Problem ist. Dad urch , dass ich einfach sehr verliebt war, habe ich, als er mir ein Vergehen bekannte, nicht genau hingehört und nachgefragt, ob dies öfters passiert. Das war der grösste Fehler, denn weil es vorher nicht abgeschlossen und überwunden war, ging es in der Ehe so weiter und es hat durch die Untreue schon im ersten Jahr alles in den Sand gesetzt und kaputt gemacht. Mein Partner hätte sich vor der Ehe durch mind. ein halbes Jahr ohne einen Absturz bewähren haben sollen. So „würde ich“ nie wieder heiraten, sondern die Finger aus dem Spiel lassen. In der Ehe kriegt man das Misstrauen zum Partner nur sehr schwer, bis nie wieder los!“ (Fall im Internet usw.)

„ W enn man als Single auf dem Gebiet der Unreinheit immer wieder gefallen ist, ist der gröss te Fehler zu denken:

„Das ist dann ganz anders, wenn ich eine Frau/ einen Mann habe und verheiratet bin. Ich werde dann treu und clean sein.“ Das ist nicht so. Es ist eine Macht der Sünde und diese opfert Frau/Mann und Kind gegen die Lust des Fleisches. Das hat mit Liebe nichts zu tun. Die Macht der Sünde muss vorher bezwungen sein! Das habe ich schmerzvoll erlebt.“

3. Der Weg zur Entscheidung

„Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch!“ (1. Mo) „Das Aufatmen Adams ist dabei das typische Zeichen, wenn wir diese Gunst von Gott empfangen haben. Wir wissen einfach durch und durch, dass dieser und kein anderer unser Partner ist. Aber g enau diesen Preis gilt es zu bezahlen (alle Tiere an einem vorübergehen lassen), um zu der einen, zu der von Gott vorherbereiteten Partnerschaft zu gelangen. Den vorherbereiteten Partner zu finden, wird den ganzen Einsatz unseres Lebens und Glaubens erford ern.“ 1

Die Partnerwahl - Checkliste – was wirklich zusammenpassen muss ! 2 und 1, (5)

Beobachte dies über eine geraume Zeit und sei d ir sicher, dass die Qualitäten echt sind, sonst wirst du ein schweres Leben vor d ir haben. Es zählen jedoch keine Äusserlichkeiten wie Schönheit, Höhe des Wuchses, Ansehen, Reichtum oder Leistung, Erkenntnis …

1. Steht er/sie im christlichen Glauben wie ich? (Auf keinen Fall einen U ngläubigen heiraten!)

2. Wie ist seine/ihre Hingabe für den Herrn? (Ist Echtheit da? Von Herzen? Völlige Hingabe unter die Herrschaft Gottes? )

3. Ist er/sie demütig? (Ist jemand stolz, wirst Du ein sehr schweres Leben vor Dir haben .) Woher erkennt man wahre

Demut? :

Kann er/sie Fehler zugeben?

Kann er/sie dienen oder lässt er sich bedienen?

Ist e r/sie Korrekturbereit? (Eigene Wahrnehmung hinten anstellen, sehen, wenn anderes besser ist?)

Wie spricht und geht er/sie mit seinen Mitmenschen um? (So wird er später mit Dir umgehen)

Kann er/sie zuhören oder muss er immer sprechen? (Immer ins Wort fallen , nicht aussprechen lassen)

Wie geht er/sie mit Fehlern von anderen um? (Spricht er nach Wochen noch davon?)

Kann er/sie vergeben? (Nicht? Dann wird es in der Ehe niemals besser funktionieren)

Wie geht er mit seiner Mutter um, wie geht sie mit dem Vater um? (In diese Stellung wirst du eintreten)

Kann er führen? (Ansätze/Gesinnung müssen sichtbar sein. Muss man ihm alles in den Mund schieben?)

Kann sie sich unterordnen? (Ist sie eine E manze? Das hockt tief. Falle nie darauf ein!)

Ist er/sie fleissig? ( Freiwillig zu mehr bereit, als man von ihm fordert? )

Wie betet er/sie? (In Abhängigkeit und Vertrauend oder fordernd, heldenhaft, überfliegend?)

Wie verbringt er/sie die Freizeit? (Nur Fleisch frö nen, nur Gesellschaft lieben, seelisch? = schwacher Christ)

Wie heiligt er/sie sich? (Kämpft und unternimmt er etwas, sich zu heiligen mit aller Kraft? Zurüsten?)

Ist Wort und Tat identisch oder ist eine grosse Diskrepanz dazwischen? (In der Praxis muss es stimmen!)

Wie geht er/sie mit Kindern um? (Heiraten, aber keine Kinder wollen = schlecht. Ist vorher die Liebe für Kinder da?)

Wie verhält er/sie sich unter Druck? ( Ist er wetterwendisch? Dann nimm Dich in acht! Bleibt er den Vorsätzen treu? )

Kann er/sie auf das Gesamtzeugnis hören und darauf eing ehen?

Kann er/sie auf etwas warten? Ist er/sie geduldig?

Was ist, wenn die Liste passt, ausser 1 - 2 Dinge? Ist keine 100%ige Vollgewissheit da, dass es kommt und es sich auskorrigiert, dann gehe auf Abstand! Bete um Offenbarung!

Aus welchem Motiv heraus möchte ich heiraten? Diese Motive sind zum Scheitern verurteilt. Es ist ein Prüfstein Gottes : 4 , 3

- Verknallt - Motiv : „I ch habe sie so lieb… ich bin verknallt . “

- Traditions - Motiv : Weil man das halt so macht | die Eltern wollen Schwiegertochter - /Sohn und Enkel sehen | weil der Partner einfach von Eltern, Freunde n empfohlen wurde | Heiratsflutwelle – alle andern, ich dann auch …

- Ich - Motiv : Steuersenkung | mal was anderes | Gewinninteresse | Erbe | mystisches Heirats - Erlebnis | es lockt | Liebeslust | kann es nicht „verklemmen“ | will ein eigenes Kind haben | will Putzfrau auf Lebenszeit | Alterspflegerin | will einen Brotgeber | Sattheit vom Freileben | Abwechslung | eigenes Königsreich bilden | Geltungsdrang | Höhere Stellung durch einen angesehenen Partner…

- Falsches Sinnmotiv : Kinder = Sinn des Lebens | Familie = ein und alles | Götze…

- Flucht - Motiv : Dinge , die man nicht bewältigen konnte | Realitätsflucht | Problem mit Unreinheit | Berufsleben satt | müde vom allein sein | Streit im Haus überdrüssig …

- Selbstverwirklichungs - Motiv : Beweisen, dass man auch etwas auf die Beine stellen kann | Familienstolz | etwas gelten wollen | Familie als Selbstverwirklichung

- Torschlusspanik : W ill versorgt werden | aus A ngst, dass es vorbei ist

- Will Vater/Mutter - Ersatz : S ich an jemanden anhangen, da die Eltern weg sind (z.B. man früh auszieht)

- Aus Mystik/Forderung : „Der Herr hat mir gezeigt, du bist mein Mann…“ | „Ich will um jeden Preis dieses Mädchen“ | „Ich heirate dich, wenn du…“, „U nd ich heirate dich, wenn du…“

Interview : „ Was hat d i r die Gewissheit gegeben, dass d u den richtigen Partner gefunden hast oder an was ist die wachsende Beziehung vielleicht gescheitert ?“

„Das Wichtigste für mich ist, dass ich spüre, dass ich meinem Mann voll vertrauen kann und weiss, dass er nur mich liebt und keinen anderen Frauen nachschaut und mir treu ist und so viel Geduld und Verständnis für mich hat.“

„Man muss sich wirklich bewuss t sein, wen man heiratet. Nie einfach „Hauptsache heiraten“ und „Hauptsache mit jemandem zusammen sein“. Das ist dann ganz, ganz schlimm. Überall wird es krachen und man wird sich nicht eins sein.“

„Ich suchte immer nach einer Partnerin und als ich sie ge funden hatte, zog ich aus der seelischen Beziehung das Ersatz - Leben, um die Einsamkeit zu lindern, die aber nichts anderes als ein fetter Geistesmangel war. Dadurch scheiterte leider unsere Beziehung.“

„Weil meine Zukünftige damals nicht in der OCG war (d ie Beziehung begann schon vor der OCG - Zeit), machte ich mich ganz fest, auf jeden Fall diesen Weg niemals zu verlassen, sondern auch sie auf diesen Weg zu bringen. Alles andere kam für mich nicht in Frage.“

„Ich habe schon oft gehört, dass die Mädchen vom Wesen her lieber „Väter“ heiraten und am liebsten solche Männer wollen, die so viel Erfahrung haben wie ihre Väter. Sie sind gar nicht bereit, den Weg nochmals von vorne zu gehen und haben keine Geduld in den Anfängen des Wachstums. Da hatte ich zu Anfang auch einen zu hohen Massstab und unbewusst verglich ich meinen Partner oft mit meinem Vater. Hätte ich da nicht umdenken können, hätte ich meinen Partner heute nicht.“

„Ich habe auch in den grössten Krisen, als einem alles genommen wurde, gewusst, dass me in Partner der Richtige IST und das NUR auf diesem Weg die Kraft und das Leben ist und war. Der Anker war und ist fest und die Liebe und Sicherheit hat auch in Krisen verhalten!“

„Es hatte mich sehr verletzt, als ich gemerkt habe, dass mein Mann anderen Frauen nachschaute und in der Augenlust war.“

„Ich machte mir im Vorfeld viele Sorgen, dass ich Fehler machen könnte und wollte immer erst dann vertrauen, wenn ich wusste, ob die Beziehung etwas werden wird oder nicht. „Ist er es oder nicht?“ Ich war oft hin und her gerissen und wollte ein „Zeichen“, dass ich in der Ruhe sein kann. Doch ich habe erst dort in die Ruhe gefunden, als ich einfach vertraut habe, dass der Herr mich richtig führt und ich selbst nichts beizutragen habe, als einfach zu glauben und zu warten.“

4. A.) Der Zeitpunkt zur Partnerschaft

Lehrabschluss : Ich bin mir bewusst, dass vor einem gründlichen Lehr - / Uniabschluss nicht der geeignete Zeitpunkt ist, eine Partnerschaft zu pflegen. 10

Bemessung : Bevor ich auf ein Mädchen zugehe, lasse ich dies rechtzeitig bei meinen Eltern und dem Dienst bemessen. Dies kann möglicherweise dazu verhelfen, verfrühte oder falsche Schritte zu erkennen und unnötigen Schaden zu vermeiden.

Die Eltern des Mädchens : Der Mann sollte als erstes die Eltern des Mädc hens kontaktieren und fragen, ob sie noch frei ist oder es sonstige Schwierigkeiten gibt. Vielleicht sieht in den eigenen vier Wänden alles ganz anders aus oder vielleicht haben ihre Eltern ein Problem mit dir? Vielleicht ist sie schon „vergeben“?

Liebe : H eirate nie ohne innerste vorangehende Herzenszuneigung und Liebe!

Erschütterung : Es ist notwendig über jede Begeisterung mindestens „ eine Nacht“ gehen zu lassen, d.m. eine göttliche Nacht, eine Krise, eine Erschütterung, eine Versuchung zur Bewährung.

F inanzen : Sind Schulden vorhanden, ist es das Schlechteste, was es gibt, darin zu heiraten. Die Schulden vervielfachen sich im Nu und man kommt nie wieder aus dieser Todesspirale hinaus. Denn wenn man im Vornherein nicht gelernt hat, mit den Finanzen umzuge hen und nach seinem Mass zu leben, wird man in allen Lebensgebieten immer wieder diesen „Kredit“ beanspruchen und es wird zu Ehekrisen ohne Ende kommen, weil man sich auch nichts mehr gönnen und leisten kann. 11

Interview : „Was hat für d ich den Zeitpunkt für die Partnersc haft bestimmt oder was würdest d u heute anders machen ?“

„Ich spürte über Jahre hinweg, dass ein Mann mich liebt und ich liebte ihn auch. Da wir uns aber immer so verhielten, als würden wir nichts merken, wurde ich als Mädchen ungeduldig u nd gab ihm in unüberlegter Weise ein eindeutiges Zeichen. Von da an wuchs die Beziehung; wir waren aber noch gar nicht reif und hatten auch die Konsequenzen einer Ehe nicht bedacht. Dies mussten wir dann über mind. 2 Jahre wie in einer Waschmaschine „aussc hwitzen“, bis alles wieder in den rechten Bahnen war. Denn es ging zu schnell und war eindeutig noch nicht reif. Dies würde ich nie, nie wieder so tun. Der Mann trägt die Verantwortung und er wäre erst später auf mich zugekommen und hätte alles viel seriös er eingefädelt. Die Frau sollte also nie den ersten Schritt tun.“

„Ich habe gemerkt, dass ich alleine als Single nicht mehr vorankomme und stagniere. Ich hatte immer meine „Single - Schlupflöcher“, z.B. sich schonen, verschlossen und hart sein etc. und ich spürte, dass ich ein Gegenüber brauche, damit ich wieder „schwach“ werden kann.“

„Nachdem es bei mir gefunkt hatte und ich einen Zug zu einem Mädchen verspürte, durfte ich diesen Wunsch zunächst einmal im Herzen ganz loslassen, weil es noch nicht an der Z eit war. Ich spürte, dass ich das machen muss und es hat mir sehr geholfen in den Jahren meiner Jugendzeit die volle Kraft zu haben und unabgelenkt zu bleiben.“

„Ich habe im Stress gehandelt, weil ich Angst hatte, jemand könnte mir meine Geliebte wegnehmen. Heute weiß ich, dass die Richtige immer bleibt und niemals auf jemand anderen abfahren würde. Der voreilige Schritt war unnötig und hat einen riesigen Rattenschwanz nach sich gezogen , bis zu schweren Unfällen und sehr harten Konsequenzen .“

„Wenn ich es nochmals durchgehen würde, dann würde ich mir im Vorfeld mehr Zeit nehmen, um zu reifen und wachsen und viele Prozesse schon vor der Ehe abschliessen. Denn man muss eh durch die Prozesse durch, ob vor oder in der Ehe.“

„Mein Gegenüber kam während der Ausbildung auf mich zu. Der Zeitpunkt war jedoch verfehlt, da es während der Ausbildung nicht an der Zeit war, sich auch nur schon mit dem Thema Partnerwahl auseinanderzusetzen. Es teilte mein Herz, brach die Kraft und es kam nicht gut.“

„Ich würde a us heutiger Sicht warten, bis ich wirklich mit der Ausbildung fertig bin und mir eine ausreichende Summe für den Aufbau einer neuen Existenz angespart habe.“

„Eigentlich habe ich deutlich im Herzen gespürt, dass es noch nicht an der Zeit ist. Doch ich wollte dem Frieden nicht vertrauen. Deshalb habe ich meinen Eltern die Frage nach dem Zeitpunkt der Partnerschaft auch nicht wirklich vorgelegt, sondern bei ihnen nur das Okay für meinen schon beschlossenen Weg eingeholt. Weil ich nicht vertrauen wollte, gab d er Herr mich in meinen eigenwilligen Weg hinein.“

„Meine Frau hatte ihre Ausbildung nicht abgeschlossen. Es verfolgt sie manchmal heute noch. Sie hätte es lieber zuerst abgeschlossen gehabt.“

„Von dem Antrag erfuhren meine Eltern und das Team erst durch mich. Mir ist klar geworden, dass ich mir in solch einem existentiellen Schritt niemals Entscheidungsgrundlage genug bin. Denn die Eltern und der Dienst haben mega viel Lebenserfahrung und können so viele entscheidende Impulse und Bemessungskriterien anbri ngen. Da wir dies übergingen, merkte ich erst während der Verlobung, dass starke Unruhe auf der Beziehung liegt. So haben wir die Verlobung aufgelöst.“

„Die Eltern sind die allerbesten Ratgeber. Wenn es ihnen schmerzliche Unruhe auslöst, ihr Kind ziehen z u lassen, dann stimmt oft etwas noch nicht! Z.B. geht es zu schnell und zu überstürzt voran.“

„Ich habe in meiner Entscheidung einen groben Fehler gemacht und wir sind total „durchgebrannt“. Leider sehe ich erst im Nachhinein, dass das Zeugnis vom Gesamten mich bewahrt hätte und viele Impulse da waren. Wir haben nicht gehört, dass wir langsamer fahren sollten und grosse Unruhe da ist. Diese Unruhe durfte ich dann am eigenen Leib während der Ehe erfahren. Ich hätte besser hören sollen!“

„Als er auf mich zu gekommen ist, habe ich ihn nicht richtig geliebt.“ Frage: „Wie ist dann die Liebe (nach der Hochzeit) gekommen?“ – „Ja, sie kommt jetzt schon. Wir bleiben einfach dran - Man sollte nicht ohne tiefe Liebe heiraten.“

„Mein Mann hatte im Glauben und Vertrauen gewartet, bis der richtige Moment gekommen war und ist nicht einfach drauflos gestürzt. Auch dann nicht, als Kollegen, Geschwister und Eltern ihn dazu drängten. Sein grösster Wunsch war immer, diesen Schritt unter der Herrschaft Gottes und besond ers im Gesamten bemessen zu lassen. Ich habe dies total bewundert und es hat mir Vertrauen geschenkt. Es war dann der absolut perfekte Zeitpunkt.“

4 . B.) Die Konsequenzen - Bereitschaft zur Partnerschaft/Ehe

Passen alle Voraussetzungen wie Alter, Lehrabsch luss, Bemessung, Herz usw. stellt sich die Frage: Wann soll die Beziehung gestartet werden und was reguliert das Tempo der Beziehung? Möglichst schnell verloben und heiraten oder doch etwas langsamer? Was ist das Kriterium und wer bestimmt es? - > Der Regul ator ist die REIFE und DIE BEREITSCHAFT FÜR ALLE KONSEQUENZEN. Man kann nie zu schnell sein, wenn man alle Konsequenzen überdenkt. Der Zeitpunkt für eine Partnerschaft ist also dann gekommen, wenn die Liebe alle anderen Gebiete überwinden konnte. Wenn nich t mehr die Umstände, Preise, Nachteile und Einbussen im Vordergrund stehen, sondern wenn die Liebe so stark ist, dass man bereit ist, alles loszulassen und einzutauschen. 2 Deshalb ein paar wichtige Fragen, die von Mann und Frau schon vor einer Verlobung vo r dem Herrn bewegt und zusammen besprochen werden sollten, bis ein gemeinsamer Friede vorhanden ist. 3 Gründe zur Wichtigkeit der Fragen:

Grund 1: All diese Fragen kommen früher oder später direkt auf einen zu. Besser man hat sich im Vorfeld bereits damit auseinandergesetzt, als erst dann, wenn es bereits zu spät ist oder man bereits in der Situation steht. Grund 2: Sobald man sich entschieden hat u nd der Schritt der Ablösung bevorsteht, darf kein Geheule, Nachtrauern, Geschrei, Tränen, Krisen, Heimweh, Sehnsucht etc. mehr aufkommen. Deshalb muss man sich im Vornherein all dieser Fragen und Ablösungen bewusst sein und sich auf diesen lebensverändernd en Schritt rüsten. Grund 3: Es kommt auf eines an: Du musst glücklich sein, spüren, dass es Dich trägt und das Wichtigste ist, dass Du tiefen Frieden, Liebe und Freude hast.

Hausfrau : Bin ich als Frau bereit zu kochen, zu putzen, waschen, bügeln, einkaufen , sprich den ganzen Haushalt zu führen?

Nachwuchs : a.) Bin ich bereit für Nachwuchs in dieser schlimmen Zeit? (Frühsexualisierung, Tagesschulen, Erziehungsrechte, P ädophilie, div. schlimme Gesetz e…) b.) Wie viel Nachwuchs? So wie der Herr schenkt? c.) Kann ich mit Kindern umgehen? d.) Würde ich auch glücklich werden, wenn der Herr lange keine oder vielleicht keine Kinder schenkt?

Wohnort : a.) Genügt mir mein Partner über alles, dass es mir egal ist, wo immer wir auch hinziehen werden? Auch wenn es weit weg von meinem früheren Wohnort und Familie ist (z.B. ein anderes Land oder Distrikt)? b.) Welcher Wohnort? In das Gebiet des Mannes oder der Frau oder ganz woanders? c.) Bin ich mir als Frau bewusst und bereit, vielleicht tagsüber ganz alleine zu Hause zu sei n?

Familien : a.) Fühlen wir uns in den neuen Familien wohl? b.) Kann ich meine frühere Familie/Zelle und sie auch mich von Herzen loslassen oder ist es ein grosser Schmerz?

Weltlage : a.) Was, wenn Krieg ausbricht und mein Mann einrücken muss? b.) Was, we nn der Krieg mein und sein Vaterland voneinander trenn t ?

Finanzen : a.) Sind die nötigen finanziellen Mittel vorhanden, um eine Existenz aufzubauen? ( Keinesfalls in Schulden heiraten!) b.) Wie werden die Finanzen gehandhabt? Wäre ich bereit, mein Erspartes in einem „Gemeinschaftspool“ loszulassen und über alle Ausgaben Rechenschaft abzulegen?

Beruf : a.) Wie wird das Berufsleben beider Partner aussehen? b.) Bin ic h als Frau bereit, meinen Beruf aufzugeben?

Dienst : a.) Behalten beide Partner ihre Dienste oder muss jemand anderes in einem ihrer Dienste nachgezogen werden? b.) Wenn eine Übergabe oder das Nachziehen eines Beuteljüngers nötig ist: Habe ich ihn so nachge zogen und wesensmässig übergeben, dass kein „Loch“ entsteht? c.) Wie kommt mein Umfeld mit dem Zeitpunkt zu Recht , wenn ich den Ort verlasse? Leiden das Umfeld und der Dienst Mangel durch mich? Kommen alle von Herzen mit? So was kann man sie getrost fragen.

Gesundheit : Weiss mein Partner von meinen allfällig körperlichen Schwachheiten, Krankheiten und Nöten?

Sprache : Falls durch eine Heirat zwei verschiedene Sprachen/Dialekte zusammenkommen: Welche Sprache/Dialekt sprechen die Eltern, welchen die Kind er?

Familienname : Bin ich als Frau bereit, den Familiennamen des Mannes anzunehmen?

Singlehaushalt : a.) Wie werden die Haushalte zweier bestehender „Singlewohnungen“ verschmolzen? b.) Sind beide Seiten auch bereit, gewisse Utensilien loszulassen, sodass eine ganz neue Wohnungskonstellation entstehen kann? Empfehlung: Nie eine Singlewohnung so belassen und übernehmen wie sie ist! Loslassen und völlig neu beginnen, sodass beide sich wohl fühlen können.

Traditionen : Welche eingeschliffenen Abläufe gilt es bei mir zu verlassen?

Freiheiten : Bin ich bereit, meine persönlichen Freiheiten einzuschränken? (z.B. gemütlicher Feierabend etc.)

Geld nicht gelernt usw.) und wir entschieden uns dar aufhin, alle Termine auf ein Jahr zu verschieben, bis alle Schulden abgeglichen sind. Dies hatte sich, trotz erstmaligem Schmerz, sehr gelohnt und ich würde es niemals anders tun. (Die Schulden waren dann auch viel eher abgeglichen als geplant ).“

„Ich habe die Kosten und Konsequenzen nicht überschlagen und bin naiv, unnüchtern und idealistisch an diese existentielle Entscheidung herangegangen. Aufgrund all dieser Lektionen, die ich gemacht habe, wäre ich damals bestimmt viel vorsichtiger in meiner Entscheidung gewesen.“

„Ich dachte mir, dass ich alle meine dienstlichen Verantwortungen in die Ehe mitnehmen werde und hatte mich nicht schon genug frühzeitig damit auseinandergesetzt, ob dies überhaupt der Friede ist und wen ich in mein Amt einschulen k önnte. Wir hätten uns mehr Zeit nehmen müssen, um uns in Ruhe damit zu befassen, alles einzufädeln, raus zu wachsen und zu übergeben. Aber auch nicht „wie komm ich möglichst schnell raus“, sondern dass es einen organischen Übergang gibt.“

„Die Haushaltsverschmelzung war sehr Kraft zehrend. Wir hätten früher planen sollen, wo wir wohnen, wie wir es gestalten, was wir alles behalten und was wir wegwerfen. Z.B. welche Schränke, Pfannen, Staubsauger etc. Dies hat uns im Nachhinein etwas überro llt und es wäre im Vorfeld ein gutes gemeinsames Projekt gewesen.“

„Das Thema Geld sollte vorher besprochen werden. Mein Partner hat z.B. eher einen grosszügigen Umgang, ich eher nicht. Dies ist ein heikler Punkt und man könnte bei jedem Einkauf die Krise schieben. Bio? Qualität? Ökonomisch? Billig? Sind wir auf der gleichen Schiene? Wo ist der Friede? Auch die Frage, wie die Verschmelzung seines und meines Geldes aussieht, sollte besprochen werden. In der Praxis braucht es immer wieder die Zusammenführung . Sonst heisst es später: „Was hat er jetzt wieder mit unserem Geld gemacht?“ Dies geht sehr tief.“

„Der Wechsel in einen anderen Distrikt war sehr intensiv. „Wo bin ich hier auf einmal?“ Man sollte im Vorfeld schon wissen, wie die Struktur im neuen Distr ikt ist, wo man angedockt und welchen Dienst man hat usw. Man muss zu allem das „ja“ haben.“

„Mir wurde erst in der Ehe bewusst, dass ich nicht mehr Single bin und nicht mehr genauso wie im Single - Leben meine Zeit für den Dienst einsetzen kann. Weil ich i n der Ehe oftmals noch genauso gelebt habe wie vorher, kam eine Unwucht in die ganze Familie hinein.“

„Mein Mann hatte sich gar nicht im Haushaltswesen ausgekannt. Z.B. Waschmaschine, Müll etc. Als ich schwanger oder sonst mal weg war, gab es hier Schwieri gkeiten. Der Mann sollte auch Bescheid über diese Dinge wissen.“

„Als wir den Hochzeitstermin festmachten, spürte ich, dass es sehr schnell geht und es hat in mir „gewabert“. Doch weil wir schnell zusammen kommen wollten, haben wir schnell geheiratet und ich wurde mir erst im Nachhinein aller Konsequenzen bewusst.“

„Ich hatte mir vor der Hochzeit vieles gar nicht zu Ende gedacht und ich hatte m ich auch nicht damit auseinander gesetzt. Mir wurde z.B. erst nach der Hochzeit bewusst, dass ich jetzt ganz alle ine mit „diesem Mann“ sein werde und alle meine Geschwister weg sind und ich nie mehr in meiner Familie, Haus und Zimmer sein werde. Ich dachte mir früher einfach: „Ich werde dann ja meinen Mann haben und es wird alles voll schön und gut werden.“ Doch dem ist nicht so. Dies wurde mir leider erst in der 1. gemeinsamen Nacht offenbar, als ich fast die ganze Nacht geweint hatte.“

„Ich war mir im Vorfeld nicht bewusst, was es heisst, auf einmal ganz alleine zu Hause zu sein, da ich zuvor in einer Grossfamilie lebte.“

„Da ich aus einem anderen Land komme, hatten mein Mann und ich verschiedene Traditionen und Gewohnheiten. Für mich war es ein guter Prozesse, mich in diesen Gelegenheiten meinem Mann anzupassen und nicht immer so zu tun, wie ich es mir gewohnt wa r.“

„Unsere Beziehung ging zu Anfang etwas zu schnell. Als es mich überrollte, wünschte ich mir, dass man die Beziehung wieder einstampfen könnte und alles erst nach zwei Jahren von vorne beginnen könnte. Doch es wäre wie der Wunsch: „Wäre ich doch nicht in diesen Baum gefahren und wäre alles wie vorher.“ Wir mussten stattdessen verstehen, was genau schief gelaufen ist und daraus lernen. Sonst wäre die Beziehung zwei Jahre lang eingestampft und danach wäre immer noch alles beim Alten gewesen. Über diesen Impuls vom Dienst waren wir sehr dankbar und wir lernten so in der Praxis dem Geist zu folgen und alle Konsequenzen zu berechnen.“

5. Während der Freundschaft /Verlobung

Wie lange soll die Freundschaft vor der Verlobung existieren?

- Eine unverbindliche Freundschaft sollte eine kurze Zeitspanne, vom Heiratsantrag bis zur Verlobung dauern. Die Freundschaft ist kein Fluchtort, um noch ein bisschen in der Unverbindlichkeit zu verweilen und doch den Partner schon zu geniessen. Wenn eine Fr eundschaft beginnt, dann nur , weil man schon vom ersten Moment an die Sicherheit hat, dass man sich auch verloben und heiraten wird! Die volle Bereitschaft zum Weg der Ehe. Freundschaft ist kein Ausprobieren! 2 Was ist Verlobung und wie lange soll sie daue rn?

- Die Verlobung ist nicht dazu da, um zu sehen, ob es evtl. passt, um dann wieder abspringen zu können. Die Verlobung ist ein verbindliches Vorversprechen zur Ehe und sollte genauso verbindlich eingehalten werden. 2

- Falls es wirklich die absolute Katastr ophe gibt, dann ist die Gelegenheit da, sich noch zu trennen! Aber kein Normalfall.

- Die Verlobung sollte im Grunde nie länger als ein ½ Jahr dauern. Die Gefahr besteht, dass man sich immer näher kommt und die körperlichen Grenzen überschritten werden. 2 Kö rperlicher Kontakt? Ja/Nein?

- Der körperliche Ausdruck der Liebe gehört nur in die Ehe! Vergleicht man dies mit der Erde: Die Erde ist nützlich zum pflanzen und säen, doch wird die Erde mit den Schuhen ins Wohnzimmer getragen, dann gilt sie einzig als Dreck ! 3

- Stelle sämtliche seelisch - fleischliche Liebesempfindungen hinten an. Beherrsche sie, kraft der Liebe des Geistes und sei ungeteilt dabei, die wahre Grundlage der Liebe zu legen: Die Vereinigung des Geistes in Christus. Alles, was sich nach der Seele oder nach dem Fleisch orientiert, macht nur blind für die eigentlichen Qualitäten, auf die es bei der Grundlage einer Ehe ankommt. 1

- Allerwelts - Sorge: „Passen wir wirklich zusammen?“ Passt die geistliche Harmonie und die gemeinsame Abstimmung, dann wird di e Einheit auch auf dieser Ebene sein! Die intime Harmonie ist der Lohn für die Reinheit zuvor. 3

- Jede körperliche Anregung vor der Ehe (und sei es durch Händchen halten) gilt als unrein. Dann gehe auf Abstand, denn es ist Feuer und Feuer sucht nach mehr un d nicht nach weniger. 3 Die praktischen Vorbereitungen in der Verlobung:

- Das gemeinsame Heim aufbauen. 3

- Bewegt zusammen vor dem Herrn die Punkte der Konsequenzen - Bereitschaftsliste (Wohnort, Finanzen, Kinder…)

- Gemeinsames zurüsten im Gebet, Bibellesen, Bo tschaften hören, singen… 3

Interview: „Wie habt ihr körperlichen Kontakt gehandhabt? Gab es positive oder negative Erfahrungen/ Auswirkungen?“

„Da wir wussten und spürten, dass der körperliche Kontakt brandgefährlich ist, haben wir „Spielregeln“ aufgestellt, in denen wir übereingekommen sind, damit wir die Grenzen nicht überschreiten. Dies waren einfach Hilfsschranken, die wir uns gesetzt haben.“

„Wir hatten vor der Ehe immer einen gewissen Abstand und waren auch nicht so emotional. Denn man kann nicht mehr zurück, wenn man einmal zu weit gegangen ist. Auch haben wir uns nie geküsst. Es war immer rein und fein, herzlich, aber das war‘s. Im Vorfel d sollte man sich Zeit nehmen für die Vorbereitungen und nicht körperlich abfahren. Wir würden dies nie anders machen. So ist es am s chönsten.“

„Wir haben uns im Vorfeld sehr oft getroffen, leider auch dann, wenn es gar nicht dran und im Frieden war. Unse r Zusammensein war meist seelischer Natur und wir sind uns auch körperlich immer näher gekommen. Auch wurden die Telefonate und Spaziergänge immer länger, auch wenn gar kein Friede mehr war. So konnten wir es schwer ertragen, noch so lange auf die Hochzeit zu harren und es machte es sehr schwer, auf den Frieden und die Impulse aus dem Umfeld zu achten. Dies hat dann durch eine verfrühte Hochzeit viel, viel Leid mit sich gebracht und wir mussten dann alle Prozesse im Nachhinein mühsam nachholen, die zuvor dr an gewesen wären. Ich würde das „nächste Mal“ sofort runterschrauben, wenn ich spüre, dass ich das Herz nicht mehr beim Herrn, sondern nu r noch beim Partner, am falschen Fleck habe.“

„Der geistliche Austausch kam viel zu kurz, da oft nur seelisches Beisam mensein war. Mein Verlobter hatte einfach immer alles für mich gemacht und mich geschont. Dass ich noch sehr ungebrochen war, wurde daher erst nach der Hochzeit, während vielen Krisen richtig klar.“

„Ich fragte meine Zukünftige schon vor der Verlobung, ob es irgendeinen körperlichen Kontakt vorher gegeben hat. Das war mir sehr wichtig, dass nicht erst in der Ehe solche Geschichten offengelegt werden.“

„Ich finde es wichtig, dass man vorher im Dienst Gelegenheit hat, zusammen zu arbeiten und zu beobachten, wie sich der andere in Herausforderungen und Drücken verhält. Dafür war ich sehr froh.“

„Ab dem Moment, wo es beiden klar war, dass man zusammengehört und es auch öffentlich wurde, da wurde es anspruchsvoll. Man muss sich anschnallen und besonders aufpassen, dass man nicht seelisch und fleischlich darauf abfährt. Das war bei uns ein grosses Problem.“

„Ich bin aufgewacht, als in der Ehe gross e Prozesse begannen. Mir wurde bewusst, dass ich eine seelische Verlobungszeit hatte, wo wir uns nicht gegenseitig geschliffen haben. Wir haben nicht auf Geist gesetzt und die Dinge vorher anges prochen. Da s hat in der Ehe gross e Mühe bereitet. Heute würde ich den ersten Tag der Verlobung für die geistliche Arbeit nutzen. Das erspart sehr vieles.“

„Ich würde „bei einem nächsten Mal“ unbedingt Abstand halten! Es beginnt mit Händchen halten und dann wird es im mer mehr. In die eine Richtung geht es sehr schnell und einfach, aber wieder zurück geht sehr schwer, bis fast gar nicht. Man rutscht auf die falsche Schiene und nimmt das Gesamte nicht mehr wahr. Das ist Endstation.“

„Ich würde auf keinen Fall mehr seelis ch an diese Entscheidung gehen. Es ist so die Gefahr, dass man die Dinge nicht real wahrnimmt, die den Partner betreffen.“

Interview: „ Wie ist d eine Familie/Zellgemeinschaft mit der Beziehung kl ar gekommen und wie empfandest d u die Ablösung vom Elternhaus? “

„Für mich war ein sehr wichtiger Prozess, um meiner Familie immer wieder Anteil an den Entwicklungen zu geben und sie in die „Zeugungsmomente“, sprich Kreuzungen und Abbiegungen mit einzubeziehen und ihnen nicht erst das „f ertige Produkt“ zu p räsentieren (z.B. Beziehungsbeginn, Heiratsantrag, sons tige Entwicklungen und Prozesse). Sie waren dann manchmal etwas überrumpelt und alles ging so schnell. Es ist wichtig, dass sie überall folgen können, da sie ja meinen Partner ein Stück weit „mit heira ten“ und nur das Beste für mich wollen.“

„Ich habe mich innerlich schon mit dem Beginn unserer Freundschaft vom Elternhaus abgelöst. Dies hat viele Probleme bereitet, weil ich zwar noch zu H ause wohnte, aber doch nicht wirklich da war. Viel besser ist, w enn man bis zum Beginn der Ehe vollständig Teil der Familie bleibt. Dann kann man auch mit viel gröss erer Freude das Neue beginnen.“

„Meine Schwestern litt en manchmal etwas darunter, dass ich im Herzen oft nicht ganz DA war und oft am Faxe schreiben war, telefonieren, Briefe schreiben usw. Das Zellleben war zunehmend zerrissen. So haben wir feste „Ausgangszeiten“ bestimmt, wo ich Zeiten für meinen Partner hatt e. Denn es ist nicht allezeit alles dran. So setzten wir uns den Sonntag und Mittwoch Abend, wo wir unsere Zeiten zum Telefonieren oder Faxe schreiben hatten. Dies hatte sich SEHR bewährt und auch mein Partner und ich fühlten uns darin viel wohler, als we nn man stä ndig zerrissen ist und denkt: „V ielleicht ruft sie gleich an oder er hat was geschrieben…?“ (s)

„Da mein Partner einige Stunden von mir entfernt wohnte, war es für mich wichtig, mich an das neue Umfeld zu gewöhnen, in dem ich später wohnen werde und auch üben zu kön nen, ohne meine Familie zurechtzu kommen. So führten wir als erstes eine „Testwoche“ durch, wo ich die Familie meines Partners besuchen durfte. Als es verhielt, planten wir immer wieder mal eine Woche / ein Wochenende zusammen, um die Ab lösung richtig einzufädeln.“

„Wenn Impulse von meiner Familie kamen oder sie mir Fragen stellten, dachte ich oft, dass sie etwas gegen die Beziehung haben oder mir vielleicht etwas missgönnen. Dies war oft eine Spaltungsgefahr. Denn sie wollten immer nur d as Beste für mich und deshalb gaben sie Impulse und haben auch Fragen gestellt, um sicher zu stellen, dass ich glücklich bin.“

„Für meine Mama war es ein ziemlich grosser Schmerz , mich loszulassen. Im Nachhinein sehen wir, dass nicht nur ich, sonde rn auch meine Mama sich in der s elben Weise vor dem Herrn hätte rüste n müssen, um zu empfangen, wie alles mit ihr weitergeht. Dann wäre auch für sie die Umschüttung besser verkraftbar gewesen, weil sie dies zuvor schon durchgegangen ist. Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen.“

„Ich hätte nie gedacht, dass die Ablösung vom Elternhaus und meiner Schwesternbeziehung so tief gehen würde. Für meine Schwester war dies auch nicht leicht, weil sie oft dachte, dass sie durch meinen Partner an die zweite Stelle geschoben wurde. Da durften wir nie das Herz zueinander verlieren und auch wenn es oft Krise gegeben hat, sich nie gegeneinander verhärten oder seelisch festhalten.“

Interview: „Gab es während der Partnerschaft Krisen, dass d u d ir unsicher geworden bist ? Was waren die einschneidensten Prozesse? “

„Während meiner Partnerschaft war oft die Gefahr, dass wenn einmal Fehler passiert sind (z.B. zu nah zusammen sein oder sonstige Unruhe auslösen), dass ich hernach mein Herz verschlossen und gegen den Partner verhärtet habe. Ich fühlte mich schuldig und dachte, da ss ich durch Kälte und Distanz alles wieder „gut machen“ kann. Jedoch gab es ni chts „gut zu ma chen“, s ondern nur umzukehren und voller Herz und Glauben weiterzuziehen. Das Schlimmste ist, wenn sich die Liebe in Hass umdreht. Dies kann schnell passieren und darf nie der Fall sein!“

„Ich liess nie etwas im Herzen zu, was komisch war u nd ich sagte nie: „Naja, ich schau mal , wie es kommt. Es kommt schon irgendwie gut“, s ondern ich sprach schonungslos darüber, wenn was quälte. Hier kam en das Vertrauen und die Liebe ganz besonders.“

„Anspruchsvoll ist, dass wenn man verliebt ist, dass all es wie der Friede Gottes wirkt und man schwer hat zu unterscheiden, was nur V erliebt s ein und was wirklich Gesamtfriede ist. Deshalb war für mich sehr wichtig, immer grosse Ohren zu machen, wenn aus dem Gesamten ein Signal kam.“

„Ich fand sehr wichtig, dass mein Zukünftiger die Vorschläge macht und nicht einfach mich als Frau fragt, was wohl dran ist. Er darf führen und wir bewegen dann zusammen, ob es auf beiden Seiten passt.“

„ Ich hatte seelische, menschliche und eigenwillige W ege in der Partnerwahl geführt . Doch dies hatte zur Abspaltung vom Dienst geführt und es wurde überaus schmerzvoll und gefährlich, umzukehren und in den Lauf zurückzufinden. Davor möchte ich eindringlichst warnen.“

„Der wichtigste und existentiellste Proze ss während der Partnerschaft war, dass ich ein eigenes Fundament bekam. Ich hing sehr oft an Menschen und schaute, was sie gut finden und was nicht und entweder „schoss ich daraufhin los“ oder wenn ich dachte, dass sie alles schlecht finden , versuchte ich , alles „einzustampfen“. Obwohl das Gesamtzeugnis unentbehrlich ist, können doch nicht die Menschen mein Halt sein, sondern ich muss ein 100%iges , eigenes Fundament haben und wissen, dass ICH diese Beziehung eingehen will und ICH spüre, dass ich glücklich und ans Ziel kommen werde. Ich habe die VOLLE Verantwortung. Da ist nur MEIN Glaube gefragt und der muss halten, auch wenn sich die ganze Welt dagegen aufbäumen würde! Dies habe ich während meiner Partnerschaft geübt, bevor ich geheiratet habe.“

6.

Di e praktische Zurüstung auf die Hochzeit / Ehe

Viele kommen nicht einmal auf die Idee, dass Gott einen Plan haben könnte und dies auch z.B. örtlich einen Zusammenhang haben könnte. „ Wo will Gott mich haben?“, könnte so eine Frage lauten. Es zählen hier keine irdischen Perspektiven und eigene Ideen. Sondern nur Seine Herrschaft, die sich in gemeinschaftlichem Frieden zeigt. 5 Die theokratische Wahl des Wohnsitzes:

- Es zählen nicht: B essere Löhne | schöneres Land/Umgebung | „Ich werde halt von meiner Arbeitsstel le versetzt“ | „Der Herr hat mir gezeigt, so und so machen wir es jetzt“ | „Was denkst Du, sollten wir vielleicht so und so…?“

- Es zählt nur: Miteinander erleben was Gott wirkt | Kommt dabei mehr raus, als was wir bisher hatten? | Gott zeigt es nicht nur ei nem Partner, sondern Er wirkt bei beiden tieferen Frieden od. leichtsinnige Freude für einen Schritt | Fördert es das Reich? | Der Friede kann sich erst dort durchsetzen, wenn jeder bereit ist, alles Eigene loszulassen. Z.B. Vorstellungen über das Umfeld, Qualität, Preis usw. Bereit sein für alle Wege. Dann wird sich der Friede auf eines legen .

Interview: „Was gehörte für d ich zu einer seriösen Ehe - Vorbereitung oder was würdest d u heute anders machen?“

„Ich würde mir vor der Hochzeit unbedingt mehr (nicht weniger!) Zeit nehmen für die persönliche Zeit mit dem Herrn. Für Stille - Zeit, Predigten hören usw. Denn vor der Hochzeit zieht es von allen Seiten. Die vielen Vorbereitungen, wenig Schlaf, aber auch all die „Verwandtschaftsgeister“ die aufeinander stossen usw. Da braucht es sehr viel Kraft, um auch an der Hochzeit nicht Krise zu bekommen.“

„Für Umzug, Renovierung etc. muss genügend Zeit im Vorfeld eingerechnet werden.“

„Wir hatten uns vor der Ehe intensiv mit den Botschaften über Ehe und Familie auseinandergesetzt. Das hat sehr geholfen für die Zurüstung.“

„Es war uns sehr wichtig, dass wir eine Vision hatten, wofür unsere Hochzeit da sein soll.“

„Am besten ist es, wenn beide in eine neue Wohnung ziehen und zusammen neu beginnen. Ansonsten hängt der Eine immer am Alten und der hinzugezogene Partner kann sich gar nicht frei bewegen und etwas neu aufbauen. Weil dies bei uns wegen einer Eigentumswohnung nicht möglich war, haben wir alles renoviert und von Grund auf neu eingerichtet.“

„Mein Mann und ich hatten immer nur eine Vision: Wir heiraten nicht für uns selbst und für unseren eigenen Vorteil! Sondern wir heiraten fürs Gesamte, für die Errettung der Welt, wir möchten ein Vorbild sein! Auch die Hochzeit ist nicht für uns selbst, sondern für die Me nschen und ihre Berührung mit Gott! Diese Einstellung hat uns unglaublich geholfen und ohne diese würde man nur um sich selbst drehen und Ansprüche stellen, wobei es gar nicht immer dran ist. Dieser Fokus ist sehr wichtig, wenn man ein Aufsteiger sein und bleiben will.“

7. Praxiserfahrung en aus der Ehe, die im Vorfeld bereits geübt werden können

Interview: „Was sind in der Ehe die Kraftr äuber, welche zehren und Krisen auslösen?“

„Wenn die Zeiten, Pläne und Absprachen nicht eingehalten werden! Die Verbindlichkeit hat oberste Priorität. Z.B. Frühstück - , Abendbrot - Zeiten usw. Es gilt immer die Absprache, wann gegessen wird und wann z.B. die Nac htruhe ist. Auch wie es aussieht bei Nachtschichten und wann die geregelten Ruhezeiten sind. Es braucht in al len Punkten eine gemeinsame Zusammenführung.“

„Wenn die Zelle und die Basis unter dem Dienst leiden und man , statt sich um die Zelle richtig zu kümmern , einfach im Dienst absinkt. Dies ist sehr Kraft raubend und vom Dienst niemals so gewollt.“

„Was an de r Beziehung zehrt: wenn es der Mann selbstverständlich hinnimmt, dass die Frau die Putzfrau und Köchin ist und selbst nie etwas berühren würde. Man sollte auch immer über den Haushalt sprechen und das Herz niemals füreinander verlieren. Vor allem auch spre chen, wenn es zu viel wird.“

„Wenn z.B. der Rasierschaum jeden Tag an der „falschen Stelle“ steht. Das stört und hemmt die Beziehung, wenn man nicht darüber spricht und überall im Frieden übereinkommt.“

„Es ist schwer, das Kind über seine eigene Nasenspitze zu erziehen. Wenn ich nicht ordentlich bin, kann ich mein Kind auch keine Ordentlichkeit lehren.“

„Schlimm ist es, wenn man nicht vergeben kann, in Ich - Sucht ist und sich selbst im Mittelpunkt sieht.“

„Nach der Schwangerschaft war mir mein Bab y oft genug, dass ich distanziert und eiskalt zu meinem Mann wurde und keine Nähe mehr wollte. Ich war auch sehr sensibel und empfindlich und alles war durcheinander.“

„Das Wichtigste finde ich das Reden. Oft interpretiert man Dinge falsch, die der andere tut und es gibt Streit. Doch er macht es aus einem ganz anderen Grund. Z.B. wenn er einfach aus dem Haus geht und man weiss nicht, was er tut… Man muss unbedingt kommunizieren, um einander zu verstehen.“

„Für mich war der Schlüssel, nie das Herz gegen me inen Partner zu verschliessen oder den Finger gegen den anderen zu richten , auch im Herzen niemals nur schon einen Gedanken gegen den anderen zuzulassen, sondern bei Unklarheiten sofort zu sprechen, bis die Liebe wieder ganz da ist. So konnten wir jedes Sa ndkorn sofort wegschaffen, wenn z.B. die eingeschliffenen Gewohnheiten aufeinander stiessen. Es ist wichtig, immer wieder von Herzen bereit zu sein, um loszulassen, zu zu hören und zu kommunizieren.“

„Da ich als Frau schon einige Zeit länger in der OCG war a ls mein Mann, habe ich oft das Ruder in die Hand genommen und gesagt wo es lang geht. Dies hat viele Krisen ausgelöst, da mein Mann oft entmutigt war, weil ich es ja eh „besser wisse“. Doch es klappte nie und es war nie der Segen darauf, auch wenn es sogar richtig gewesen wäre. Ich durfte dann lernen, einfach mitzugehen und auch bereit zu sein, mal Fehler auszubaden und in meinen Mann hineinzuglauben und zu wissen, dass er als Haupt vom Herrn gesetzt ist. Ich lernte auch , mich nie aufzulehnen oder die Gedul d zu verlieren, wenn ich Dinge nochmals durchgehen musste, die ich früher schon durchgemacht habe.“

„Nachdem ich geheiratet habe, bin ich in Selbstschonung gefallen und habe mich auf eine falsche Weise zurückgelehnt. Ich dachte, dass ich jetzt nicht mehr alles selbst bestimmen muss, da ich ja einen Mann habe. Das war gar nicht gut und man hatte mich auch nicht mehr gespürt. Wenn man heiratet, heisst es nicht einfach „Nestchen bauen“, sonder n noch mehr Investition ins Gesamte und einen Gang tiefer in die Übernatürlichkeit. Niemals zurücklehnen.“

„Zuerst bekamen wir länger keine Kinder. Doch das Wichtige war darin, einfach im Vertrauen zu bleiben und sich keine Sorgen und Stress zu machen. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es ganz genau richtig war, wie der Herr alles geführt hat. Von allen Prozessen hätte es früher nicht gepasst, wenn wir schon eh er Kinder gekriegt hätten.“

„Ich empfinde die Ehe als unglaubliche „Abkürzung“. Alleine wür de man kaum so schnell wachsen und geschliffen werden. Ohne meine Kinder und die Überforderu n g en des Alltags , wäre ich niemals aus meinem alten Wesen (z.B. Schlaberhaftigkeit, mangelnder Innehalt , Eigenwilligkeit …) rausgekommen. Die Ehe ist ein sehr, sehr grosser Segen.“

Quellen:

- 1 Broschüre: „Partnerwahl“

- 2 Botschaft: „Freundschaft/ Verlobung I“

- 3 Botschaft: „Freundschaft/ Verlobung II“

- 4 Botschaft: „Familie als Prüfstein“

- 5 Botschaft: „Theokratische Familien“

- 6 Oratorium: „Friedensreich – Buch des Lebens“

- 7 Oratorium: „Fragen&Antworten – Spar Gefühle“

- 8 Oratorium: „Fragen&Antworten – Michi und Lena“

- 9 DVD: Der totale Single – Plenumsbeitrag Anni

- 10 DVD: Der totale Single – Referat Z ita

- 11 Botschaft: „Fundamente“