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10 BUDAPESTER ZEITUNG

DDEESSIIGGNNEERR

26. OKTOBER - 1. NOVEMBER 2012 • NR. 43

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II m Gewusel auf dem WAMP- Designmarkt im Millenáris sind

auch die drei Labels zu finden. Egal ob jung oder alt, die farben- frohen, graphischen Muster und zum Teil asymmetrischen Schnitte von „Camou” und „Manon” und die frischen, klaren Linien der Kreationen von „Wildpastel” zie- hen viele Blicke an.

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Am längsten dabei ist Beatrix Fehér mit ihrer Marke „Camou”. Seit 2006 entwirft und verkauft sie in erster Linie Kleidung und

fände sie auch Materialmischungen und -veränderungen spannend. Im Moment experimentiere sie damit, Seide mit Akrylllack zu bedrucken, was eine Art „Zerstörung“ des Stoffes hervorruft. Das wichtigste bei den Entwürfen sei die konzep- tuelle Umsetzung ihrer Inspirationen. Danach folge die Verwirklichung, bei der „mir ausgezeichnete Fach- leute zur Seite stehen“. Ihre Kollektionen sind vor allem in inländischen und ausländischen Designerläden zu finden. Neben den Geschäften bietet sie ihre Kreationen auch auf dem WAMP- Designmarkt in Budapest und größeren Modemessen im

WAMP- Designmarkt in Budapest und größeren Modemessen im Beatrix Fehérs Kreationen sind mal kraftvoll und bunt

Beatrix Fehérs Kreationen sind mal kraftvoll und bunt

im Beatrix Fehérs Kreationen sind mal kraftvoll und bunt Ausland, etwa beim Modepalast in Wien oder

Ausland, etwa beim Modepalast in Wien oder beim Blickfang in Zürich und Stutt- gart, an. „Die vielen neuen Eindrücke, die spannenden Menschen, die ich dort treffe und das Feedback, das ich dort bekomme ,sind jedes Mal ein Erlebnis und bringen mich in meiner Ent- wicklung als Desig- nerin weiter“.

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irritierend einfarbig.

Accessoires für Frauen in kleinen Kollektionen. Dabei „folge ich nicht unbedingt den aktuellen Trends und Modeerscheinungen, sondern lege Wert auf die gute Verar- beitung und Einzigartigkeit“, be- tont Beatrix. Der Stil ihrer Ent- würfe ließe sich am einfachsten als leichte und lockere Streewear be- schreiben, jedoch entwerfe sie auch elegantere Kleidung für be- sondere Anlässe. Gemein sei allen Stücken, dass sie gemustert sind. Die Vorlage für die Muster seien Fotos, die bei ihren Reisen entstanden sind:

Momentaufnahmen, Straßen, Städte, der Alltag und auch Naturmotive. Diese Bilder übertrage sie dann mit Siebdruck auf ihre Entwürfe. Als Grundmaterial ziehe die De- signerin Naturfasern vor, jedoch

Einen kleinen Um- weg über die Bild- hauerei nahm die Designerin Azur Kinga, die aber auch im Bereich Textil einen Universitätsabschluss hat. „Mich haben immer schon die verschiedenen Menschen-Charak- tere und Lösungen fasziniert, die die Welt erneuern und aus ihrem Alltagstrott lösen“, erklärt Kinga lächelnd und fügt hinzu, dass sie vor etwa drei Jahren anfing, diese Denkweise in Kleidung umzuset- zen. Der Gedanke, ihre Vorstel- lungen im Alltag in tragbare Realität umzusetzen erfülle sie mit Freude, und so sei die Kollektion „Manon“ langsam gewachsen und entstanden. Ihre Entwürfe seien manchmal vielleicht etwas bizarr, aber immer tragbar und ein Farbklecks in einer zumeist grauen Umgebung. Die Trägerin falle damit auf jeden Fall

positiv auf. „Ich bemühe mich, einzigartige, klare und fröhliche Stücke zu kreieren, in denen sich
positiv auf. „Ich bemühe mich,
einzigartige, klare und fröhliche
Stücke zu kreieren, in denen sich
die Menschen wohlfühlen“, versi-
chert die junge Designerin. Des-
wegen seien ihr ausschließlich na-
türliche Stoffe wichtig, die ein be-
quemes und angenehmes Tragen
der Kleidung garantieren und
dank ihrer hohen Qualität auch
lange halten.
Der Erfolg gebe ihr Recht,
meint Kinga stolz und weist auf
Rückmeldungen ihrer Kundinnen
hin: Gelöster und befreiter wür-
den sich diese fühlen, außerdem
mache die Kleidung gute Laune
und lade den Träger mit positiver
Energie auf. Ein weiteres Plus sei
das gute Material, denn so würden
Garamvölgyi und Tóth mögen es klassisch.

Das Label Wildpastel ist jung und elegant.

Lieblingsstücke lange Zeit Freude bereiten. Trotz der guten Reso- nanz, findet sie es schade, dass es für jun- ge ungarische Desig-

findet sie es schade, dass es für jun- ge ungarische Desig- Kinga Azur liebt es auffällig

Kinga Azur liebt es auffällig und

ner immer noch pro- blematisch und schwierig sei, auf dem ungarischen Markt Fuß zu fassen, vom Ausland ganz zu schweigen.

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Die beiden Neulinge im Bereich Design, Eszter Garamvölgyi und Cecília Tünde Tóth, trafen sich während ihres Studiums an der Modart Kunst- und Designschule, wo sie 2012 ihren Abschluss machten. Seit ihrer Kindheit inter- essieren sich beide für das Ent- werfen von Mode, Schmuck, Ta- schen und Accessoires. Während der Ausbildung fanden sie schnell

und Accessoires. Während der Ausbildung fanden sie schnell bunt bei ihrem Label „Manon“. zusammen, und es

bunt bei ihrem Label „Manon“.

zusammen, und es entstand eine enge Freundschaft. „Die Frage nach dem ‘Wie weiter?’ hat sich keine von uns seit unserer ersten Begegnung gestellt“, erklären Eszter und Cecília. Bereits 2011 begannen die zwei Designerinnen zusammen an ei- nem Projekt zu arbeiten, damals entstand auch ihr Label „Wild- pastel“. Ihre Entwürfe entstünden im Grunde im Alltag. Als Grund- materialien verwendeten sie am liebsten fließende Stoffe von ho- her Qualität, die weich fielen und einfach zu bearbeiten seien. Neben ihren Kleiderentwürfen, die den weiblichen Linien schmei- cheln und leicht, praktisch, einzig- artig und außergewöhnlich sind, entstehen auch passende Accessoires. „Für einen perfekten Auftritt be- nötigt man immer Accessoires für das gewisse Etwas, schließlich ist das Gesamtbild wichtig“, wissen Eszter und Cecília zu berichten.

IINNEESS GGRRUUBBEERR

Alle drei Labels sind regelmäßig auf dem WAMP-Designmarkt anzu- treffen.

KKiinnggaa AAzzuurr MMaannoonnTel.: +36 79 5337309 www.facebook.com/azurkinga/manon

EEsszztteerr GGaarraammvvööllggyyii uunndd CCeeccíílliiaa TTüünnddee TTóótthh „Wildpastel“ Tel.: +36 20 265 3352 oder +36 20 823 5778 www.wildpastel.hu

BBeeaattrriixx FFeehhéérr CCaammoouuPrinta, Insitu, Rododendron Tel.: +36 30 5468921 www.camoubudapest.hu