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Libeth 11.06.2006 18:31


Noch ein gemeiner Natternkopf

Die Zweckentfremdung des Beispielforums begrüße ich aus der tiefsten Mördergrube meines Herzens.

Auf der Verkehrsinsel an der nächsten Querstraße zu meiner Wohnung ist auch ein Gemeiner Natternkopf.

Wenn er bis zur Fruchtreife überlebt, werde ich ein paar Samen ernten. Libeth

Libeth 27.09.2006 10:33


Mit Bruckstein und Kermani durch Schönschrift zum Frieden.

Frieden durch Schönschreibung, eine Veranstaltung der Stadtrevue,


die mich schlaflose Stunden gekostet hat

Gestern abend wurde ich durch eine merkwürdige Ankündigung ins Schauspielhaus gelockt.
In einer Podiumsdiskussion sollte von Almut Sh. Bruckstein und Nawad Kermani in mittelalterlichen Karikaturen an
iberischen Kirchen nach Gemeinsamkeiten von Juden und Muslimen gesucht werden.

Nun schlägt mein Herz seit einiger Zeit für die mittelalterlichen Christen, die sich nicht immer ohne Grund von Juden und
Muslimen verfolgt fühlten, sei es durch das Vordringen des Islams in Spanien oder Kleinasien, sei es die Knabenlese, also
den Entzug und die Zwangsislamisierung christlicher Jungen, die gezwungen wurden, als Janitscharen den Islam zu
verteidigen. Gewiss nicht zur ganzen Freude ihrer beraubten Eltern.

Gewappnet, die Sache der Christen zu vertreten, kam ich ins Schauspielhaus. Aber die Karikaturen sollten nur Aufhänger
und Einstieg sein. Kermani und Bruckstein hatten noch mehr Ideen.

Durch die in beiden Religionen vorhandenen Bilderverbote erblühte im jüdisch-islamischen Raum die Kalligraphie zu einer
weiter geschätzten Ausdrucksform. Denn der Weg in der Malerei blieb versperrt.

Was liegt da näher, als durch das gemeinsame Studium der mittelalterlichen Kalligraphie Judentum und Islam wieder
näher aneinander zu führen. Ein hehres Ziel und erst mal überraschend in seiner Ausgefallenheit.

Es wird noch einige Zeit brauchen, bis es die letzte Hauptschule durchdrungen hat. Trotzdem ein aufmunternd neuer
Gedanke in der verfahrenen nahöstlichen Situation, den man erst einmal in seinen umwälzenden Möglichkeiten erkennen
muss. Nach einer schlaflos verbrachten Nacht beginne ich seine Vorzüge zu schätzen.

Picasso soll von der jüdisch-islamischen Kalligraphie derartig begeistert gewesen sein, so Brucksteins Schlusswort, dass er
ihretwegen gerne auf Malerei verzichtet hätte. Das könnte man auch bedauern.

Aber wer weiß, was Picasso als Kalligraph alles geleistet hätte. Ich beginne mich mit dem Gedanken anzufreunden. Mein
Tuschkästchen steht bereit.

Libeth 12.10.2008 14:35


Völkerverständigung Kopftuch

Im Rahmen der sicher wünschenswerten besseren Verständigung sammele ich jetzt Bilder von Frauen mit Kopftuch.

Gestern habe ich zufällig die Tracht der Wischauer Schulmädchen gesehen. Mit einem alles verhüllenden roten Kopftuch.
Ich glaube, mit dem Bild werde ich meine Sammlung starten. Libeth