Sie sind auf Seite 1von 23
Kein Stress mit dem Stress Ein kleiner Ratgeber zum richtigen Umgang mit Stresssituationen

Kein Stress mit dem Stress

Ein kleiner Ratgeber zum richtigen Umgang mit Stresssituationen

Kein Stress mit dem Stress Ein kleiner Ratgeber zum richtigen Umgang mit Stresssituationen

Impressum

Herausgeber

BARMER GEK, Postfach 11 07 04, 10837 Berlin www.barmer-gek.de

Redaktion

Klaus Möhlendick, Prävention Dr. Ursula Marschall, Medizin Claudia Tobis, Gesundheits- und Patienteninformation Lichtscheider Straße 89, 42285 Wuppertal

Text

Dr. Claudia Robben, Dipl. Psychologin, Sportwissenschaftlerin, www.dr-claudia-robben.de

Gestaltung

BARMER GEK Abteilung 0620, Marketing

Stand

Mai 2014

Alle Internetlinks wurden zuletzt am 13.05.2014 abgerufen.

Alle Angaben wurden sorgfältig zusammengetragen und geprüft. Dennoch ist es möglich, dass Inhalte nicht mehr aktuell sind. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhalts keine Gewähr übernehmen können. Für Anregungen und Hinweise sind wir stets dankbar.

© BARMER GEK 2014 Alle Rechte vorbehalten.

Webcode: 104282

Diese Broschüre kann auch im Internet unter www.barmer-gek.de/104282 heruntergeladen werden.

unter www.barmer-gek.de/104282 heruntergeladen werden. Inhalt Kennen Sie das? 4 Was ist Stress? 6 Das

Inhalt

Kennen Sie das?

4

Was ist Stress?

6

Das richtige Maß

8

So können Sie mit Stress umgehen!

Stress kann auch krank machen

24

17

3

Stressausgleich schaffen

30

Durch Bewegung entspannen

37

Tipps und Angebote, Literatur

42

4
4

Kennen Sie das?

5

Sie arbeiten an Ihrem Schreibtisch: wieder einmal ist der Computer abgestürzt, Ihr Chef kommt mit einer dringenden Aufgabe zu Ihnen und dann klingelt auch noch das Telefon …

Sie kommen von Ihrem Job nach Hause, sind hundemüde, aber Kinder und Haus- halt warten bereits …

Ihre Tochter möchte Ihnen unbedingt ein Bild zeigen, das sie gemalt hat, und gleichzeitig schellt es an der Haustür …

Sie müssen die nächste Prüfung unbedingt bestehen und büffeln wie verrückt …

Sie sind auf der Fahrt zu einem wichti- gen Termin und geraten mitten in einen dicken Stau …

Sie haben es eilig und an der Kasse im Kaufhaus drängelt sich auch noch jemand vor …

Für viele Menschen bedeuten diese Situationen Stress. Sicher kennen auch Sie ähnliche Situationen aus Ihrem persönli- chen Alltag.

Stress – darunter können sich alle etwas vorstellen. Vom Stress in der Schule oder am Arbeitsplatz, über Leistungs-, Bezie- hungs- und Freizeitstress bis hin zu Stress beim Einkaufen oder im Straßenverkehr gibt es kaum einen Bereich des alltägli- chen Lebens, in dem dieses Phänomen keinen Einzug gehalten hätte. Stress ist ein Kennzeichen unserer immer schneller werdenden Welt, in der immer mehr und immer höhere Anforderungen an den Einzelnen gestellt werden. Bis zu einem gewissen Grad kann Stress angenehm und

sogar anregend empfunden werden. Was geschieht aber, wenn dieses Maß zeitweilig oder ständig überschritten wird?

Fühlen auch Sie sich manchmal genervt, gereizt oder überfordert?

Haben auch Sie zuweilen den Eindruck, dass Ihnen die Dinge über den Kopf wachsen?

Dann sollten Sie jetzt unbedingt weiterlesen!

Die vorliegende Broschüre kann hier keine Patentrezepte liefern. Die Lektüre kann Ihnen jedoch wertvolle Informationen und Verhaltenstipps geben, die Ihnen helfen, mit Stressbelastungen in Ihrem Alltag bes- ser umgehen zu können. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihren ganz persönlichen Weg des Stressausgleichs finden. Stress ist immer sehr individuell und sollte flexibel gehand- habt werden. Probieren Sie deshalb einige Tipps aus dieser Broschüre einmal aus und entscheiden Sie dann für sich selbst!

werden. Probieren Sie deshalb einige Tipps aus dieser Broschüre einmal aus und entscheiden Sie dann für

6

7

Was ist Stress?

Stress gilt als aktuelles Phänomen unserer Zeit. Immer mehr Menschen klagen über Stresssymptome. Sicher kennen auch Sie aus Ihrer Erfahrung Situationen, in denen Sie hektisch, unausgeglichen oder nervös sind oder sich angesichts (zu) vieler Anforderungen ohnmächtig und niedergeschla- gen fühlen. Wie kommt es dazu?

In unserem Alltag begegnen wir stän- dig Anforderungen, die andere oder wir selbst an uns stellen – in Beruf und Familie, beim Autofahren, Einkaufen, Sporttreiben oder wo auch immer. Zufrie- denheit und Wohlbefinden stellen sich ein, wenn wir die Situation, in der wir uns befinden, im Griff haben, wenn wir die an uns gestellten Anforderungen bewälti- gen. Mit Stress ist dann zu rechnen, wenn uns die Anforderungen über den Kopf wachsen, wenn wir in unserem Handeln keine oder nur unzureichende Mittel und Wege kennen, diese Anforderungen zu bewältigen.

Stress als Störung des Gleichgewichts zwischen Belastung und Erholung

Im alltäglichen Leben und Handeln be- steht idealerweise ein Gleichgewicht zwi- schen Anspannung und Ruhe, zwischen Stress und Erholung. Stress gehört also zu unserem Alltag. Er spornt zu Leistun- gen an und ist eine wichtige Quelle für Erfolgserlebnisse, Vitalität und Zufrieden- heit. Wenn jedoch der Stress überwiegt,

und Zufrieden- heit. Wenn jedoch der Stress überwiegt, wird das Gleichgewicht gestört. Zu viel Stress kann

wird das Gleichgewicht gestört. Zu viel Stress kann krank machen, das Wohlbefin- den erheblich beeinträchtigen und unsere Leistungsfähigkeit mindern.

beeinträchtigen und unsere Leistungsfähigkeit mindern. Die Stressreaktion – ursprünglich lebenswichtig …

Die Stressreaktion – ursprünglich lebenswichtig …

Ursprünglich ist Stress ein Reaktionsmuster des Menschen zur Vorbereitung auf Kampf oder Flucht im Falle eines Angriffs auf Leib und Leben. Die biologische Stressreaktion diente dazu, sämtliche Körper- und Lebens- funktionen auf Maßnahmen zur Sicherung des eigenen Überlebens auszurichten. Dieser Mechanismus ist uns seit Urzeiten gewissermaßen einprogrammiert. Unsere stammesgeschichtlichen Vorfahren waren so innerhalb kürzester Zeit aktionsbereit.

Wenn Gefahr droht, kommt es zu einer enormen Freisetzung von Energie – der Organismus macht mobil, um optimal auf Angriff oder Flucht vorbereitet zu sein. Dazu ein Beispiel:

Ein Urzeit-Jäger hört im Gebüsch ein Knacken. Er sieht einen Bären auf sich zu kommen. Was passiert?

1. Alarmphase:

Aktivierung des vegetativen Nervensystems (Beschleunigung von Herzschlag und Atmung), Anspannung der Muskulatur.

2. Handlungsphase/Widerstandsphase:

Angriff oder Flucht unter Verbrauch der bereitgestellten Energien, Bewältigung der Situation, der Bär wird vertrieben/ erlegt oder der Jäger kann dem Bären entkommen.

3. Erholungsphase:

Ausruhen/Regeneration, Auffüllen der

Energiespeicher, Erschöpfung.

8

Das richtige Maß

Der Mensch in der modernen Gesellschaft kann auf Stresssituationen meist nicht mehr mit Kampf oder Flucht reagieren. Er kann zudem die durch die physiologische Alarmreaktion mobilisierte Energie infolge von z. B. mangelnden Bewegungsmöglichkeiten häufig nicht angemessen abführen.

Aktivität Ruhe Anspannung Entspannung Dauerbelastung Erholung
Aktivität
Ruhe
Anspannung
Entspannung
Dauerbelastung
Erholung

… aber heute?

Fehlende Zeit oder andere Hinderungs- gründe erschweren zudem die Erholung, Entspannung und Regeneration. Dies bewirkt, dass der Körper unter Stress in erhöhter Anspannung gehalten wird, und kann so die Entwicklung körperlicher Be- schwerden bis hin zu ernsthaften Organer- krankungen fördern. Der Mensch ist nicht mehr in der Lage, in ähnlichen Situationen dem Stress sinnvoll zu begegnen – die Widerstandskraft ist erschöpft.

Die leistungsorientierte Gesellschaft fordert in der Regel unseren ganzen Einsatz. Dies ist jedoch auf Dauer nur möglich, wenn wir unsere Energie optimal einsetzen.

Etwas Stress muss sein – das richtige Maß ist für jeden anders

Zwischen Anspannung bzw. Stress und Leistungsfähigkeit besteht eine enge Be- ziehung. Ist das Aktivitätsniveau zu gering, kommt es also eher zu Langeweile oder Apathie. Sie werden Ihren Chef kaum zu Begeisterungsstürmen hinreißen, wenn Sie ohne jede Lust und Laune Ihre Arbeit verrichten. Bei Stress, bei hoher innerer An-

spannung und Nervosität sinkt ebenso die Leistungsfähigkeit. Beispiel wäre etwa der Blackout in einer Prüfung oder bei einem wichtigen Vortrag. Nur ein mittleres, ausgeglichenes Maß der Anspannung bildet die Grundlage für langfristig optimale Leistungen und persön- liches Wohlbefinden in Beruf und Alltag.

Es kommt also auf die Dosis an!

Wo genau die richtige Dosis, das ausge- glichene Maß an Anspannung oder Stress liegt, lässt sich nicht allgemeingültig klären. Menschen sind da durchaus sehr verschie- den. Was für den einen optimale Anspan- nung ist, bedeutet für den anderen starke Belastung. Was heute anregend wirkt, kann uns morgen aus dem Gleichgewicht bringen.

Welches sind nun die Ereignisse, Anfor­ derungen oder Situationen, die Stress entstehen lassen?

Was sind die Dinge, die uns häufig über den Kopf wachsen? Diese Stressauslöser, genannt Stressoren, sind von Person zu Person und von Zeit zu Zeit unterschiedlich.

9
9

Stressauslösend für die meisten Menschen sind sicherlich Ausnahmesituationen oder Lebenskrisen, die gravierende Veränderun- gen der Lebenssituation mit sich bringen, z. B. Krankheit oder Tod eines Angehörigen, Trennung vom Partner, Arbeitslosigkeit, Umzug, Geburt eines Kindes usw. Aber auch die täglichen, nervenden Kleinigkei- ten können zu Stressbelastungen werden, z. B. Autostaus, Gedränge und Hektik beim Einkaufen, ständiges Telefonklingeln usw.

Es lässt sich eine Fülle solcher Stressoren finden, von denen die folgende Liste nur eine Auswahl darstellt. Versuchen Sie doch einmal, die für Sie persönlich stressauslö- senden Ereignisse herauszusuchen oder zu ergänzen! Finden Sie ein Beispiel dazu? An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, Ihren Stress bei den Wurzeln zu packen, denn die Identifizierung und Benennung stressauslösender Ereignisse ist der erste Schritt zu ihrer Bewältigung!

10

11

… und jetzt Sie!

… ist für mich stressauslösend

1. Physische Stressoren

schlechte Arbeitsbedingungen (z. B. schlechtes Licht, Hitze, Durchzug, Schichtarbeit)

Lärm, Umweltverschmutzung

Verkehrsstau

2. Leistungsstressoren

neuer Aufgabenbereich/Überforderung

Langeweile, Unterforderung

Zeitdruck/Hetze

Konkurrenzkampf, „Mobbing“

Angst vor Versagen

zu viel/zu wenig Verantwortung

Mangel an Abwechslung

dauerndes Telefonklingeln

3. Soziale Stressoren

Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten

ungerechte Kritik an mir

wenig Anerkennung für erbrachte Leistungen

Streit in der Familie/Partnerschaft

Probleme mit den Kindern

Menschengedränge

4. weitere für mich relevante Stressoren

eher selten

eher häufiger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wesentlich für die Auswirkung und Bewältigung von Stresssituationen ist die jeweilige Bewertung der Stressoren. Was läuft im Kopf ab, wenn eine potenziell stresserzeugende Anforderung auf uns zukommt? Wird diese Anforderung eher als Herausforderung gesehen – sagt die Person sich „Ich kann das schaffen.“? Oder entsteht für die Person eher eine bedrohli- che Situation mit Gedanken wie „Ich darf keine Fehler machen, ich darf mich nicht

blamieren“?

Die Unterscheidung zwischen Herausforde- rung und Bedrohung ist für die aktive und erfolgreiche Auseinandersetzung mit

Stresssituationen besonders bedeutsam.

Fühlt die Person sich bedroht, überfor-

dert und hilflos angesichts eines auf sie

zukommenden Ereignisses, erlebt sie den

Stress intensiv negativ. Derjenige, der sich

von einem Ereignis eher herausgefordert

fühlt, stellt sich positiv dazu und nutzt seine

persönlichen Handlungsmöglichkeiten, um weiterzukommen. Stress entsteht so ent- weder gar nicht oder kann aktiv bewältigt

werden.

so ent- weder gar nicht oder kann aktiv bewältigt werden. Ganz wichtig ist dabei die realistische
so ent- weder gar nicht oder kann aktiv bewältigt werden. Ganz wichtig ist dabei die realistische

Ganz wichtig ist dabei die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Eine ständige Überschätzung der eigenen Person und Verkennung realer Bedrohun- gen führt erst recht zu Stress mit allen negativen Folgen!

Sie sehen also, oft hängt die negative Wirkung eines Stressors von Ihrer persönli- chen Einschätzung der Situation ab. Diese Einschätzung erfolgt aufgrund Ihrer eige- nen Lebenserfahrungen, Gewohnheiten, Persönlichkeitsmerkmale und Stimmungen. Sie kann deshalb bei anderen Personen oder auch bei Ihnen selbst zu einem anderen Zeitpunkt ganz anders sein!

12 Meine persönliche Bewertung Stressor ➔ persönliche Einschätzung als Bedrohung oder Zumutung „Das geht
12
Meine persönliche
Bewertung
Stressor ➔ persönliche Einschätzung
als Bedrohung oder Zumutung
„Das geht bestimmt schief.“
➔ Stressreaktion
Stressor ➔ persönliche Einschätzung
als Herausforderung
„Ich kann das schaffen.“
➔ keine Stressreaktion/
Stress wird aktiv bewältigt

13

Woran merken Sie, dass Sie unter Stress stehen?

Dass Sie unter Stress stehen, merken Sie – kurz gesagt – daran, dass die Situation Sie im Griff hat und nicht umgekehrt. Sie fühlen sich gereizt und können Ihre Anspannung nicht mehr durch Phasen der Entspannung ausglei- chen. Ihr Wohlbefinden ist beeinträchtigt, viele fühlen sich permanent unter Zeitdruck. Überforderungserscheinungen wie Ver- spannungen in der Muskulatur oder Kopfschmerzen können sich einstellen. Manche Menschen werden unter Stress hek- tisch, andere niedergeschlagen bis hin zur Depressivität. Aufgrund ihres beeinträchtigten Wohlbefindens, ihrer Gereiztheit oder schlechten Laune treten sie ihren Mitmen- schen anders gegenüber. Es entstehen Miss- verständnisse, die sozialen Beziehungen wer- den belastet, es kommt zu neuem Stress – ein Aufschaukelungsprozess, den es frühzeitig zu stoppen gilt!

Menschen entwickeln meist relativ stabile in- dividuelle Reaktionsweisen auf Stress. Dem ei- nen schlägt Stress auf den Magen, der andere bekommt es am Herzen. Man spricht in die- sem Zusammenhang von zwei unterschied- lichen Stress-Persönlichkeiten, dem Typ-A und dem Typ-B.

lichen Stress-Persönlichkeiten, dem Typ-A und dem Typ-B. Typ-A-Menschen sind im Allgemeinen leicht erregbar,

Typ-A-Menschen sind im Allgemeinen leicht erregbar, aufbrausend und nervös. Sie neigen bei Dauerstress zu Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck oder Herzinfarkt.

Typ-B-Menschen sind äußerlich eher ruhig und „schlucken ihren Ärger hinunter“. Sie sind bei Dauerstress besonders anfällig für Magen- und Darmbeschwerden bis hin zu Magen- Darm-Geschwüren.

Sie sind bei Dauerstress besonders anfällig für Magen- und Darmbeschwerden bis hin zu Magen- Darm-Geschwüren.

14

Die Stressreaktion

Über die physiologischen Körperreaktionen des schon genannten Urzeit-Jägers hinaus, macht sich Stress auch im Verhalten und Erleben des Menschen bemerkbar. Stress- symptome äußern sich im Allgemeinen also auf drei Ebenen – körperlich-physiolo- gisch, kognitiv-emotional und im offenen Verhalten.

gisch, kognitiv-emotional und im offenen Verhalten. 1. körperlich­physiologisch ■ Beschleunigung von

1. körperlich­physiologisch

Beschleunigung von Herzfrequenz (Puls) und Atmung

Anstieg des Blutdrucks oder Absacken bis zum Kollaps

vermehrte Schweißbildung

Unterdrückung der Magen-Darm-Tätigkeit

Verspannungen in der Muskulatur (z. B. im Gesicht und im Hals-Nacken-Bereich)

Verringerung der Immunabwehr

im Hals-Nacken-Bereich) ■ Verringerung der Immunabwehr 2. kognitiv­emotional ■ Unsicherheit,

2. kognitiv­emotional

Unsicherheit, Überempfindlichkeit

Gefühl der inneren Anspannung und Belastung

Angst, Nervosität, Gereiztheit

u. U. depressive Verstimmungen, Niedergeschlagenheit

Konzentrationsschwäche

Einengung der Wahrnehmung, u. U. Fixierung allein auf den Stressor

Beeinträchtigung des Denkens (z. B. Blackout, Gedankenkreisen)

3. verhaltensmäßig

Meiden der stressauslösenden Situation

gereiztes Verhalten gegenüber Mitmenschen

sozialer Rückzug

Frauen­ und Männerreaktionen

Wenn Frauen unter Stress leiden, äußert sich dies insbesondere durch innere Unruhe oder ängstliche, depressive Verstimmung. Sehr oft sind diese Reaktionen Zeichen einer kontinuierlichen Überforderung, eines anhaltenden Stresses, der kaum von der Umwelt ernst genommen wird. Die Belas- tung durch Beruf, Kinder, Partnerschaft und Haushalt führen immer wieder zu der Angst, dem allen nicht gewachsen zu sein.

Es kann daher nicht erstaunen, dass Frauen mehr als doppelt so häufig an Stresssymptomen leiden wie Männer. Nicht weil sie so schwach wären, sondern weil sie etwas zusammenbringen müssen, was vielfach nicht geht: berufstätig, perfekte Hausfrau, Mutter und Geliebte zu sein. Insgesamt weisen Frauen auch eine höhere Besorgnisneigung auf. So werden Belastun- gen als bedrohlicher erlebt und bleiben eher im Gedächtnis, was wiederum zu vermehrter Stressbelastung führt.

was wiederum zu vermehrter Stressbelastung führt. Männer hingegen achten weniger auf Erschöpfungssignale.
was wiederum zu vermehrter Stressbelastung führt. Männer hingegen achten weniger auf Erschöpfungssignale.

Männer hingegen achten weniger auf Erschöpfungssignale. Sie gehen oftmals rücksichtslos mit ihrem Körper um, er- nähren sich ungesünder, nehmen weniger Vor sorge untersuchungen wahr und können Schwächen kaum zugeben. Männer setzen sich in der Regel mit den Ursachen des Stresses wenig auseinander. Der stressun- sensible Mann kompensiert Stress meist mit gesteigerter Aktivität, reibt sich bei der Arbeit auf und glaubt zu sehr an seine Un- verwundbarkeit. Da Männer häufig stärker in das direkte Erwerbsleben eingebunden sind, stellt das Arbeitsleben für Männer die Hauptquelle von Stress dar. Besonders betroffen sind Männer um das 40. Lebens- jahr. In der von vielen durchgemachten beruflichen „Karriereentwicklung“ werden Erwartungen häufig zu hoch angesetzt, was die Spannung und den Druck weiter erhöht. Männer neigen vermutlich mehr als Frauen dazu, die Wahrnehmung von Stresssymptomen abzuwehren, weil allein das Leiden unter Stress – nicht der Stress selbst – als Zeichen von Schwäche gedeu- tet werden könnte.

16

Wie reagieren Sie persönlich auf Stress?

Damit Sie mit Ihrem Stress angemessen umgehen können und Ihren persönlichen Weg der Stressbewältigung finden, sollten Sie versuchen, Ihre Reaktionsweisen in Stresssituationen zu erkennen und zu iden- tifizieren. Probieren Sie doch einmal, die folgenden Fragen ganz für sich persönlich zu beantworten. Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen, wiederholen Sie die Beantwortung nach einigen Wochen.

Vielleicht haben Sie bei Ihrer eingehenden Betrachtung festgestellt,

dass auch für Sie Stress ein aktuelles Problem ist,

dass Sie häufig schon bei Kleinigkeiten gestresst reagieren,

dass Ihre Reaktionen auf Stress generell heftig sind,

dass Ihre bisherigen Bewältigungsmaß­ nahmen häufig im Konsum von Medikamenten, Alkohol oder Zigaretten bestehen und damit eher Schein- lösungen sind,

oder dass Sie sich dem Stress bereits ergeben haben

… und jetzt Sie!

Wie empfinde ich Stress gefühlsmäßig?

Welche Gedanken gehen mir in Stress- situationen durch den Kopf?

Wie reagiert mein Körper auf Stress?

Welche Verhaltensweisen zeige ich meinen Mitmenschen gegenüber?

Wie verhalten andere sich mir gegenüber?

Welche Maßnahmen ergreife ich, um den Stress zu kontrollieren?

Welche Nachwirkungen haben die Situatio- nen auf mich und meine Umgebung?

haben die Situatio- nen auf mich und meine Umgebung? So können Sie mit Stress umgehen! Sicherlich
haben die Situatio- nen auf mich und meine Umgebung? So können Sie mit Stress umgehen! Sicherlich

So können Sie mit Stress umgehen!

Sicherlich haben Sie schon eine Reihe von Strategien entwickelt, wie Sie Ihrem persönlichen Stress zu Leibe rücken. Sei es der Spaziergang am Abend oder das Ausgehen mit Freunden oder

In dieser Broschüre finden Sie weitere Tipps dazu!

Stress kann zusammenfassend als Ungleich- gewicht zwischen den Anforderungen an uns und unseren Handlungsmöglichkeiten gesehen werden. Sobald wir Stress erleben, reagieren wir darauf mit einer Reihe von Verhaltensweisen, die der Stressverarbei- tung bzw. der Wiederherstellung des Gleichgewichts dienen. Ein erfolgreiches Bewältigungsverhalten liegt dann vor, wenn wir unser körperliches und psychi-

sches Wohlbefinden erhalten bzw. fördern können.

Die heutigen Lebensumstände mit ihren vielfältigen, hohen und teilweise sehr ein- seitigen Anforderungen in Beruf und Alltag überfordern häufig unsere Bewältigungs- möglichkeiten und schränken gleichzeitig unseren Handlungsspielraum ein.

18

Ansatzpunkte zur Stressbewältigung liegen demnach sowohl in einer Veränderung der Umwelt, d. h. im Aufbau von persönlichen Fertigkeiten, die einen effektiven Umgang mit alltäglichen Belastungen und Stress ge- währleisten. Auch Sie sind in der Lage, die für Sie stressauslösenden Bedingungen zu erkennen, Ihre derzeitigen Bewältigungs- bemühungen zu überprüfen und Ihren eigenen Stressausgleich einzuteilen.

Stressbewältigung

1. Finden Sie Ihre persönlichen Auslöser für Stress. Beschreiben Sie Ihre indivi- duelle Stressreaktion in diesen Situa- tionen.

2. Setzen Sie Prioritäten – welche Stress- situation wollen Sie zuerst angehen?

3. Bestandsaufnahme: Was tue ich bereits gegen Stress? Weitere Überlegungen zur Stress- bewältigung können daran anknüpfen.

4. Finden Sie Möglichkeiten, kurzfristig die Stressreaktion zu mildern, z. B. durch spontane Entspannung oder Ablenkung.

5. Suchen Sie die konkreten Ursachen für Ihren Stress.

6. Finden Sie Ihren eigenen Weg, mit

für Ihren Stress. 6. Finden Sie Ihren eigenen Weg, mit Stresssituationen langfristig besser umzugehen – etwa
für Ihren Stress. 6. Finden Sie Ihren eigenen Weg, mit Stresssituationen langfristig besser umzugehen – etwa

Stresssituationen langfristig besser umzugehen – etwa durch Belastungs- reduzierung (z. B. Zeitmanagement, Veränderung der allgemeinen Arbeits- situation) oder Stärkung Ihrer persön- lichen Stresskompetenz (z. B. Entspan- nungstraining und Bewegung, Ände- rung stressrelevanter Einstellungen, Förderung sozialer Fähigkeiten).

Und nun einige ausführlichere, konkrete Anregungen zu Ihrem persönlichen Umgang mit Stress!

Entspannt und ausgeglichen fühlen Sie sich wahrscheinlich dann, wenn Sie Ihre persön- lichen Stressauslöser in den Griff bekom- men. Dieses können Sie auf verschiedene Weise tun:

Ablenkung

Wenden Sie sich in der stressauslösenden Situation aktiv oder in Gedanken etwas an- derem zu, indem Sie z. B. im Wartezimmer des Zahnarztes einen spannenden Krimi lesen. Achtung! Hilft nur kurzfristig und löst den Stress nicht ursächlich!

Aktive Auseinandersetzung

Königsweg der Stressbewältigung ist in vie- len Fällen die konkrete aktive Auseinander- setzung mit der Stresssituation. Finden Sie die Ursachen für Ihre Stressreaktion und gehen Sie diese direkt an. Ausgangspunkt dafür kann die Reflexion Ihrer persönlichen Stressauslöser und Stressreaktionen sein, die Sie auf den Seiten 10 und 16 dieser Broschüre vornehmen konnten.

Bekämpfen Sie die Stressursachen

Gibt es Stressoren oder stressauslösende Rahmenbedingungen in Ihrem Alltag, die Sie verändern können? Hier einige Leitfra- gen, die Ihnen bei der Problemlösung behilflich sein können:

Woher kommt der Stressor?

Was will ich erreichen?

Welche Hindernisse gibt es?

Wer kann mich unterstützen?

Für den beruflichen Alltag können hier An- sätze zur betrieblichen Gesundheitsförde- rung (z. B. Gesundheitszirkel) auch im Hin- blick auf den Themenbereich Stress greifen.

Suchen Sie Unterstützung

Ziehen Sie sich nicht zurück und werden Sie nicht zum Einzelkämpfer im Stress-Dschun- gel – die Menschen in Ihrem Umfeld kön- nen Ihnen Unterstützung geben. Suchen Sie soziale Unterstützung durch Delegation von Aufgaben an Kollegen, Arbeiten im Team – auch zu Hause oder auch einfach mal durch ein Gespräch! Sie können so Ihren Stress selbst in die Hände nehmen,

ihn aktiv mindern und werden nicht zum Spielball äußerer Einflüsse.

Stärken Sie Ihre sozialen Fähigkeiten

Neben dem Verändern von stressauslö- senden Umgebungsbedingungen – so weit möglich – dient auch der Aufbau von persönlichen Fertigkeiten der Reduzierung individueller Stressbelastungen. Erweitern Sie also Ihren Handlungsspielraum und stär- ken Sie Ihre Fähigkeiten. Von besonderem Nutzen bei der Bewältigung von Stress- situationen sind häufig sogenannte soziale Kompetenzen:

Wenn Ihnen die Aufgaben und Anforde- rungen über den Kopf wachsen, über- legen Sie doch einmal, ob Sie sich nicht zu viel aufladen (lassen). Üben Sie, auch Nein zu sagen! Am leichtesten ist dies zu erlernen, wenn Sie in weniger brisanten Situationen damit beginnen und sich dann allmählich auch in schwierigeren Situationen mit Ihrem Nein durchsetzen.

Suchen Sie bei Konflikten mit anderen Menschen die offene Aussprache. Beziehen Sie sich dabei auf die konkrete Situation. Bleiben Sie sachlich und greifen Sie den anderen nicht persönlich an. Formulieren Sie Kritik als Ihren subjek- tiven Eindruck. Unangemessene Verall- gemeinerungen oder Charakterurteile verhärten nur die Positionen.

19

20

Wenn wichtige Gespräche, Vorträge oder Prüfungssituationen für Sie stressauslö- send sind, erwägen Sie, ein Kursangebot zur Rhetorik oder Gesprächsführung wahrzunehmen. Sie gewinnen so mehr Sicherheit in diesen Situationen, stärken Ihr Selbstbewusstsein und bieten dem Stress aktiv die Stirn.

Gewinnen Sie mehr Zeit

Ein wesentlicher Faktor in der aktiven Aus- einandersetzung mit Stress ist der Umgang mit Zeit. Ständiger Zeitdruck kennzeich- net die Situation vieler stressgeplagter Menschen. Doch Sie müssen sich diesem Zeitdruck nicht hilflos ausgeliefert fühlen! Die folgenden Anregungen können Ihnen helfen, sich selbst und Ihre Zeit (noch) besser zu nutzen – durch ein bewusstes und konsequentes Organisieren. Auf diese Weise vermeiden Sie Stress und gewinnen mehr Zeit für die Dinge, die Ihnen wirklich wichtig sind.

Erster Schritt ist eine genaue Analyse. Be- ginnen Sie mit einer Studie über sich selbst und identifizieren Sie Ihre Zeitdiebe. Wenn unser Alltag nicht immer so läuft, wie wir es planen, dann liegt es häufig daran, dass wir zwischendurch gestört werden. Beispie- le für solche Störungen, die uns die Zeit stehlen, sind etwa das ständig klingelnde Telefon, unangemeldete Besucher oder zu lange und unergiebige Gespräche. Schrei- ben Sie doch einmal einige Tage lang auf, was Sie an der Erledigung wichtiger Dinge hindert. Suchen Sie nach Ursachen dafür, und vielleicht haben Sie sogar schon eine Lösungsidee. Dann sind Sie auf dem besten Wege, Ihre Zeitdiebe zu fassen.

Dann sind Sie auf dem besten Wege, Ihre Zeitdiebe zu fassen. Planen Sie Ihren Tag Für
Dann sind Sie auf dem besten Wege, Ihre Zeitdiebe zu fassen. Planen Sie Ihren Tag Für

Planen Sie Ihren Tag

Für jeden Tag können Sie Ihre Ziele defi- nieren. Wenn Sie konkrete Aufgaben als Tagesziele vor Augen haben, behalten Sie leichter den Überblick und können konse- quenter und effektiver auf das Wesentliche hinarbeiten. Am Ende des Tages werden Sie so eher das Gewünschte erreicht haben und mit sich zufrieden sein. Halten Sie die- se Ziele schriftlich fest und setzen Sie Priori- täten: 1 für sehr wichtig, 2 für wichtig und 3 für weniger wichtig.

Wenn Sie nicht alles schaffen, überlegen Sie, ob andere Personen Sie unterstützen können (z. B. Delegieren an Kollegen, Kinder in die Hausarbeit einbeziehen) oder ob die eine oder andere Aufgabe mit der Bewertung „3” nicht auch mal liegen bleiben kann. Wesentlich ist, dass Sie Ihre Zeit nicht überschätzen – das führt nur zu unnötiger Frustration. Versuchen Sie also, den Zeitbedarf für jede Aufgabe realistisch zu kalkulieren. Einen Tagesplan können Sie nach dem folgenden Schema aufstellen.

… und jetzt Sie!

Tagesplan

Datum

 

Aufgaben/Ziele

Zeitbedarf

Zeitpunkt

wie lange?

bis wann?

1

2

   

3

   

4

   

5

   

In ähnlicher Weise können Sie Pläne für eine ganze Woche oder einen ganzen Monat aufstellen.

21

22
22

Zeit = Energie?

Das Ausmaß an Energie, das uns für un- seren Alltag zur Verfügung steht, ist auch abhängig von der Grundeinstellung, mit der wir unseren Mitmenschen und unserer Umwelt gegenübertreten. Positives Denken ist oft ein entscheidendes Kriterium für Erfolg, Kraft und Zufriedenheit. Tun Sie ge- rade in Phasen mit Dauerstress am besten jeden Tag etwas, das Ihnen Freude bereitet. Ein positiver Start, z. B. mit einem ruhigen Frühstück, ist häufig schon Garant für einen gelungenen Tag. Ein geringer Zeitaufwand kann Ihnen also ein großes Maß an Energie liefern!

Achten Sie auf Ihre Körpersignale

Beachten Sie im Verlaufe des Tages Ihre Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit. Jeder Mensch unterliegt während des Tages be- stimmten natürlichen Schwankungen. Ein Leistungshöhepunkt liegt am Morgen, ein Tief nach dem Mittag(essen), ein weiteres Zwischenhoch am frühen Abend. Danach fällt die Leistungskurve kontinuierlich ab

und erreicht einige Stunden nach Mitter- nacht ihren absoluten Tiefpunkt. Der Verlauf dieser Leistungskurve ist sehr individuell und abhängig von persönlichen Gewohnheiten. Achten Sie deshalb auf die Signale Ihres Körpers und passen Sie die Aufgaben Ihrer Leistungsfähigkeit an. Erledigen Sie komplizierte, wichtige Dinge eher morgens. Versuchen Sie in Phasen mit Leistungstiefs nicht gegen Ihren natürlichen Rhythmus zu kämpfen, sondern nutzen Sie diese zur gezielten Entspannung oder für Routinetätigkeiten.

Gönnen Sie sich Pausen

Zu langes, intensives Arbeiten zahlt sich nicht aus, da Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nachlassen, Fehler wahrscheinlicher werden und die Erledi- gung sich zunehmend zäher gestaltet.

Machen Sie deshalb auch Pausen! Diese sind keine Zeitverschwendung, sondern dienen dem Auftanken neuer Energien, und Sie arbeiten danach umso besser.

Kurze Bewegungs- und Entspannungs- übungen können den Regenerationseffekt noch steigern. Machen Sie ggf. Termine mit sich selbst, z. B. für eine stille (Halbe-, Viertel-) Stunde, in der Sie nicht gestört werden wollen.

Sie sehen, es gibt Wege, den Alltag über- sichtlich zu gestalten und damit leichter zu bewältigen. Auch arbeitsreiche Tage müs- sen so keinen Stress bedeuten. Probieren Sie doch einmal einige dieser Anregungen zum Zeitmanagement in Ihrem persönli- chen Alltag aus!

Umbewertung der Stresssituation

Häufig liegen die Ursachen für Stress in uns selbst. Unsere eigenen Einstellungen, Ansprüche und Bewertungen können Stress entstehen lassen oder seine Verarbeitung behindern. Beispiele dafür sind etwa der Hang zum Perfektionismus oder die über- steigerte Furcht vor Misserfolgen.

Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Sie immer noch bessere Lösungen finden können, werden Sie mit keiner Lösung wirklich zufrieden sein, sondern sich im- mer wieder neu unter Druck setzen.

Wenn Sie in eine Situation bereits mit dem Gedanken hineingehen „das geht bestimmt schief!“, dann geht es zum einen wirklich eher schief, weil Sie ver- krampft und nervös sind. Darüber hinaus steigert dieser Misserfolg erst recht die Befürchtung, beim nächsten Mal wieder zu versagen – ein Teufelskreis.

beim nächsten Mal wieder zu versagen – ein Teufelskreis. Prüfen Sie Ihre Ansprüche Versuchen Sie also,

Prüfen Sie Ihre Ansprüche

Versuchen Sie also, die Einstellungen und Ansprüche zu erkennen, die Sie belasten. Überdenken Sie Ihre eigenen Ansprüche an sich selbst. Müssen Sie wirklich immer perfekt sein? Dürfen Sie sich nie mit einer Notlösung zufrieden geben? Führt ein Fehler wirklich zu einer Katastrophe? Sind Sie immer für alles verantwortlich? Muss jedermann Sie mögen? Sicherlich kennen auch Sie diese Verallgemeinerungen und können Ihnen realistische Einschätzungen entgegensetzen! Beginnen Sie damit, einige Vokabeln zu ersetzen, z. B. einer oder eini­ ge statt alle, heute oder in dieser Situa­ tion statt immer. Setzen Sie sich realistische Ziele! Überlegen Sie, was Sie in dieser Situation erreichen wollen und können.

Denken Sie positiv

Formulieren Sie für Ihre persönlichen Stress- situationen positive Gedanken als Aussa- gen, von denen Sie sich wünschen, dass sie eintreffen, z. B. „Ich kann das schaffen!“ oder „Ich werde geschätzt, auch wenn ich nicht immer zu allen freundlich bin!“ Am effektivsten – besonders in der Phase des Einübens – ist es, wenn Sie sich diese alternativen, positiven Gedanken halblaut vorsagen oder sie aufschreiben.

Beachten Sie:

Stresssituationen können auch eine Heraus- forderung darstellen. Also stecken Sie nicht gleich den Kopf in den Sand – vielleicht bietet diese Situation für Sie eine neue Erfahrung. Vermeiden Sie Selbstvorwürfe und Verlierergedanken, erkennen Sie Ihre Stärken und lernen Sie auch, Ihre Schwä- chen zu akzeptieren.

23

24
24

Stress kann auch krank machen!

Alles positive Denken nutzt aber auf Dauer nichts mehr, wenn Sie den Stress nicht mehr als Herausforderung erleben, sondern nur noch als Belastung. Negativer Stress kann nämlich auf Dauer auch krank machen. Er wird dann zur Alarmreaktion, mit der zwar im Körper noch Kraftreserven mobilisiert werden, bei der aber die Psyche überfordert wird.

An solchen Stressreaktionen sind eine Reihe von Hormonen beteiligt, z. B. Adrenalin und Noradrenalin aus dem Nebennierenmark, Kortisol aus der Nebennierenrinde und diverse andere Hormone aus der Hirnanhangdrüse. Durch ihre Wirkung erweitern sich die

Bronchien, das Herz schlägt rascher, der Blutdruck steigt. Alles ist darauf ausgerichtet, Organe und Muskulatur mit so viel Energie und Sauerstoff zu versorgen, dass sie Höchstleistungen erbringen können. Eine sol- che Hochspannung kann der Körper aber nur

über kurze Zeit durchhalten. Wenn diese Anspannungen zur Dauerbelastung werden, pendeln sich die Körperfunktionen auf einem höheren Anspannungsniveau ein. Dies gilt auch für die Tätigkeit der Hormondrüsen und des Nervensystems. Die Folgen können daher unspezifische Symptome wie Schwindel, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sein. Auch Rücken- schmerzen und andere Krankheiten des Bewegungsapparates, Asthma, Bluthochdruck und Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre können durch anhaltenden Stress verstärkt werden. Ebenso können Beschwerden bei entzündlichen Darmerkrankungen, spezi- fischen Hauterkrankungen sowie Ess- störungen durch Dauerstress zunehmen.

Weil die Stresshormone die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen, steigt auch die Bereitschaft für Infektionskrankheiten, möglicherweise sogar für Autoimmun-

krankheiten wie Rheuma oder Schilddrüsen- überfunktion. Bei all diesen Krankheiten sind Organe oder Gewebe deutlich krankhaft ver- ändert, und diese Veränderungen sind durch psychische Vorgänge mitbedingt. Ärztinnen und Ärzte sprechen von psychosomatischen Krankheiten. Diese trugen in den letzten Jahren in steigendem Maße zu Krankschrei- bungen bei. Vielfach werden Medikamente zur Behandlung von Symptomen wie Herz- rasen, Verstopfung oder Schlafstörungen ein- gesetzt. Diese können aber nur kurzfristige Hilfestellung bieten. Langfristig hilft jedoch nur eines: Das Gleichgewicht zwischen Körper und Psyche muss wiederhergestellt werden, wir müssen darauf hören, wie die Seele mit dem Körper spricht.

Psyche und Körper hängen doch stärker zu- sammen, wie vielfach früher angenommen wurde. In vielen Köpfen wird der Körper eines Menschen wie ein Maschinenmodell betrach-

25

26

tet: Die Faszination eines solchen Modells be- ruht darauf, dass ein räumliches Ordnungs- schema bereitgestellt wird, aus dem sich ein- fache Handlungsanweisungen für mögliche Therapie ableiten lassen.

Mehr und mehr setzt sich jedoch ein bio-psy- cho-soziales Krankheitsverständnis durch. Dies bedeutet, dass nicht nur organische Faktoren eine Krankheit erklären, sondern auch psy- chische und soziale Einflüsse gleichberechtigt mit einbezogen werden. Magenbeschwerden, Rückenschmerzen, Herzsymptome oder asth- matische Beschwerden lassen sich vielfach nicht ohne Berücksichtigung psychischer und

sich vielfach nicht ohne Berücksichtigung psychischer und sozialer Gründe erklären – eine alleine auf die Maschine

sozialer Gründe erklären – eine alleine auf die Maschine Körper gerichtete Reparatur- behandlung wird spätestens hier versagen.

Gestörtes Gleichgewicht als Ursache

Körper und Psyche beginnen zu streiken, wenn ein dauerndes Missverständnis zwi- schen eigenem Können und Wollen oder auch Sollen besteht. Dieses Missverhältnis kommt nicht nur durch ständige Überfor- derung zustande, auch ständige Unterfor- derung erzeugt Stress. Wenn die seelischen Reserven zum Ausgleich des Missverhält- nisses zwischen Anspruch und Fähigkeiten erschöpft sind und zusätzlich belastende Ereignisse aus anderen Lebensbereichen hinzukommen, ist die Balance zwischen Körper und Psyche nachhaltig gestört.

Der Körper reagiert auf dieses Missverhält- nis mit unterschiedlichen Beschwerden.

Die gestörte Balance zwischen Körper und Psyche führt zunächst zu allgemeinen Symptomen wie Nervosität, Unruhe, Schlaf- störungen, depressiven Verstimmungen, Kreislaufstörungen, Müdigkeit, Magen- und Verdauungsbeschwerden, Kopf- und Rückenschmerzen. Sie stellen daher ein wichtiges Alarmsystem dar. Durchhalte- willen und eigener Zwang zu Leistung, Disziplin und Ordnung ist nicht die geeig- nete Lösung. Hilfreicher ist es, die Signale ernst zu nehmen und auch psychosoziale Belastungen aufzuspüren. Wenn diese Warnsignale übergangen werden, treten die körperlichen Beschwerden umso deut- licher hervor. Oft werden Menschen erst dann ernst genommen, wenn sie wirkliche körperliche Symptome und Krankheiten

vorweisen können. Ernsthaften Schaden an Organen richten diese Erscheinungen dann an, wenn die Belastungen langfristig anhalten.

Betroffen von solchen Störungen sind auch Menschen, die eine Neuorientierung in ihrem Leben finden müssen. Am bekann- testen sind z. B. die sogenannten Pensions- schocks: Beim Wechsel vom Berufsleben in den Ruhestand kann es – manchmal mit Verzögerungen – zu funktionellen Störun- gen wie auch Herzbeschwerden kommen.

Können Medikamente eine Hilfe sein?

Leider werden Stresssymptome oft auch nach dem Maschinenmodell behandelt – Arzneimittel, meist Beruhigungs- und Schlafmittel sollen das Ungleichgewicht wieder ins Lot bringen. Dabei beheben Tranquilizer oder ähnliche Substanzen nicht die Ursache, sondern sie schirmen nur von weiteren Reizen ab.

Besonders Frauen erhalten Medikamente zur Therapie der Symptome, allerdings ohne der Ursache der Symptome auf den Grund zu gehen.

Wichtig zu wissen ist vor allem: Viele dieser Mittel können abhängig machen, wenn sie über längere Zeit unkontrolliert eingenommen werden. Eine alleinige Behandlung mit Beruhigungsmitteln ist häufig nicht zielführend für die Behandlung von psychosomatischen Krankheiten. Die psychosozialen Probleme, die diese Erkran- kungen begleiten, müssen erkannt und bewältigt werden. Für eine begrenzte Zeit können in einigen Fällen pflanzliche Mittel eine gewisse Hilfe darstellen.

werden. Für eine begrenzte Zeit können in einigen Fällen pflanzliche Mittel eine gewisse Hilfe darstellen. 27
werden. Für eine begrenzte Zeit können in einigen Fällen pflanzliche Mittel eine gewisse Hilfe darstellen. 27
werden. Für eine begrenzte Zeit können in einigen Fällen pflanzliche Mittel eine gewisse Hilfe darstellen. 27

27

28

Baldrian

Mittel mit Baldrianextrakt können ange- wendet werden bei nervösen Unruhe- zuständen und Einschlafstörungen. Baldianpräparate sind bekannt für ihre beruhigende, einschlaf- und durchschlaf- fördernde, krampflösende und muskelent- spannende Wirkung. Sie sind allerdings keine Mittel, die den Schlaf erzwingen, sie fördern einen entspannten Zustand und machen dadurch das Einschlafen leichter. Eine körperliche oder psychische Abhängig- keit ist durch Baldrian nicht bekannt.

psychische Abhängig- keit ist durch Baldrian nicht bekannt. Johanniskraut Mittel mit Johanniskrautextrakt werden bei
psychische Abhängig- keit ist durch Baldrian nicht bekannt. Johanniskraut Mittel mit Johanniskrautextrakt werden bei
psychische Abhängig- keit ist durch Baldrian nicht bekannt. Johanniskraut Mittel mit Johanniskrautextrakt werden bei

Johanniskraut

Mittel mit Johanniskrautextrakt werden bei leichten depressiven Störungen eingesetzt. Sie sind dagegen bei Angstzuständen, ner- vöser Unruhe und psychovegetativen Stö- rungen außerhalb einer depressiven Stim- mungslage keine geeigneten Präparate. Der Schweregrad von Depressionen ist wichtig für die Auswahl eines Arzneimittels – bei schweren Depressionen ist die Anwendung von Johanniskraut nicht angebracht.

Grundsätzlich sollen auch wiederholte leichte Verstimmungszustände immer von einer Ärztin oder einem Arzt beurteilt wer- den, damit sie nicht allzu lange unkontrol- liert bleiben.

Auf die Nebenwirkungen des Johannis- krauts wie z. B. Magen-Darm-Beschwerden und verstärkte Photosensibilität sollte geachtet werden. Besonders hellhäutige Menschen und diejenigen, die Johannis- kraut in höherer Dosierung einnehmen, müssen auf einen ausreichenden Sonnen- schutz achten.

Wechselwirkungen mit anderen Antide- pressiva, mit Blutverdünnungsmitteln, mit der Pille, mit Digoxin (bei Herzschwäche), mit Ciclosporin, einem Mittel gegen die Abstoßung von Organen nach einer Trans- plantation, oder mit Indinavir, einem Mittel, das z. B. bei AIDS eingesetzt wird, sind bekannt und werden von Arzt oder Ärztin beachtet. Wichtig bei der Auswahl der Mittel ist es, auf eine ausreichende Dosie- rung der Tabletten, Dragees oder Kapseln zu achten. Eine körperliche oder psychische Abhängigkeit ist durch Johanniskraut nicht bekannt.

29
29

30

Stressausgleich schaffen

Wenn Sie die Signale des Körpers und der Psyche nicht mit Arzneimitteln zudecken, liegt darin auch eine Chance zur Veränderung. Sie werden sich bewusster über die Situationen, die Sie belasten, Sie können sie verändern oder zumindest besser damit umgehen lernen.

Sie können z. B. lernen, sofort und deutlich zu reagieren, wenn Sie sich überfordert oder ungerecht behandelt fühlen. Stel- len Sie ärgerliche Dinge möglichst rasch klar, damit sich der Unmut erst gar nicht festsetzen kann, ergehen Sie sich nicht im Selbstmitleid, sondern werden Sie aktiv im Gestalten Ihrer Umwelt. Stress für sich betrachtet macht nicht krank, es sind die mangelnden Bewältigungsmöglichkeiten, die letztlich zu psychosomatischen Krank- heiten führen. Im Umgang mit Stress können wir als Ausgleich oder auch als vorbeugende Maßnahme einen Schutzwall aufbauen.

Wenn wir uns durch gezielte Entspannung, körperliche Aktivität oder soziale Kontakte einen Ausgleich verschaffen, neigen wir weniger zu negativen Stressreaktionen. Wir erhöhen unsere Leistungsfähigkeit, verbessern unsere emotionale Befindlichkeit und gelangen zu mehr Dynamik und Le- bensfreude. Suchen Sie also entspannende und ausgleichende Situationen und stellen Sie auf diese Weise wieder ein Gleichge- wicht zwischen Anspannung und Entspan- nung in Ihrem Alltag her. Geben Sie unter Stress nicht Ihre Hobbys, Bekanntschaften oder sportlichen Aktivitäten auf, sondern nutzen Sie diese zum Auftanken von neuer Energie.

Die Wege zur Entspannung und Erho- lung sind vielfältig. Für den einen ist es das Entspannungsbad, für den anderen ein Waldspaziergang. Hilfreich sind auch gezielte, systematische Bewegungs-, Ent- spannungs- und Atemübungen. Sie können überhöhte Spannungszustände in der Muskulatur abbauen und unsere psychische Ausgeglichenheit fördern.

abbauen und unsere psychische Ausgeglichenheit fördern. Bewegung und Entspannung haben sich als Maßnahmen des

Bewegung und Entspannung haben sich als Maßnahmen des aktiven Stressausgleichs bewährt (denken Sie nur mal zurück an

unseren Urzeit-Jäger

).

Auch Sie können Bewegungs- möglichkeiten in Ihrem Alltag finden oder eine Entspannungs- technik erlernen!

Aktiv entspannen

Ausgehend von der Erfahrung, dass das Erleben von Stress im entspannten Zustand nicht möglich ist, fördern Entspannungs- übungen die Fähigkeit, sich von Bean- spruchungen zu erholen und unterstützen auf Dauer eine bewusste Körper- und Selbstwahrnehmung. Es gibt viele bewährte Methoden, die Sie bei Stress, innerer Un- ruhe und überhohen Spannungszuständen anwenden können. Lernen Sie hier die we- sentlichen systematischen Entspannungs- verfahren kennen. Zunächst jedoch einige allgemeine Hinweise zur Durchführung eines Entspannungstrainings:

Hinweise zur Durchführung eines Entspannungstrainings: 31 und jetzt Sie! ■ Suchen Sie sich einen ruhigen und

31

und jetzt Sie!

Suchen Sie sich einen ruhigen und angenehm temperierten Platz.

Üben Sie anfangs eher über einen kürzeren Zeitraum (bis 5 Minuten) und steigern Sie dann.

Üben Sie regelmäßig, so oft wie möglich.

Versuchen Sie nicht, Entspannung zu erzwingen, sie stellt sich von selber ein. Nehmen Sie die Dinge wie sie kommen.

Üben Sie nur so lange, wie Sie es als angenehm empfinden.

Finden Sie vor jedem Entspannungs- training eine bequeme Entspannungs- haltung.

Beenden Sie immer mit der speziellen Übung Zurücknehmen, um wieder richtig in Schwung zu kommen.

Probieren Sie verschiedene Entspan- nungsübungen oder -techniken aus, um die für Sie angenehmste und effek- tivste herauszufinden. Die allein richtige Entspannungstechnik gibt es nicht. Zur Orientierung werden im Folgenden die wesentlichsten systema tischen Entspan - nungsmethoden vorgestellt.

Autogenes Training

Das Autogene Training wurde Anfang des letzten Jahrhunderts von J. H. Schultz entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine konzentrative Selbstentspannung, die Entspannung durch Autosuggestion herbeiführt.

32

Entspannung entsteht also durch die intensive Vorstellung von Ruhe, ebenso wie etwa die intensive Vorstellung unserer Lieblingsspeise, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Das Autoge- ne Training erfordert ein systematisches, intensives und sehr regelmäßiges Üben. Es sollte am sinnvollsten unter Anleitung erfahrener Kursleiter erlernt werden.

Beim Erlernen und Durchführen des Autogenen Trainings bauen verschiedene Übungen aufeinander auf. Den Einstieg bildet eine Phase zur allgemeinen Beruhi- gung von Körper und Psyche. Dann werden Übungen zum Erleben von Schwere und Wärme, zur Beruhigung von Herzschlag und Atem, zur vermehrten Durchblutung der Bauchorgane sowie zur Entspannung des Kopfes durchlaufen. Das Ziel ist im Wesentlichen die Muskelentspannung und die Regulation des vegetativen Nervensys- tems, verbunden mit einer beschleunigten psychophysischen Erholung.

Progressive Muskelentspannung

Die Entspannungstechnik der Progressiven Muselentspannung (auch: Progressive Rela- xation) geht zurück auf E. Jacobson, der sie um 1934 als Methode zur Bewältigung von Spannungszuständen entwickelte. Durch die systematische nacheinanderfolgende (= progressive) Anspannung und Entspannung verschiedener Muskelgruppen können Spannungszustände gelöst und eine tiefe Entspannung erreicht werden. Wenn wir lernen, verspannte Muskelgruppen von ent- spannten zu unterscheiden, gelangen wir zu einer bewussten Körperwahrnehmung, können Stressreaktionen frühzeitig erken- nen, ihnen entgegenwirken und so ein körperliches und psychisches Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung erhal- ten. Die Progressive Muskelentspannung ist im Gegensatz zum Autogenen Training relativ rasch zu erlernen und erfordert zwar regelmäßiges, aber weniger häufiges Üben.

Im Folgenden finden Sie ein kurzes Übungs- programm zur Entspannung nach dem Prinzip der Progressiven Muskelentspan- nung. Probieren Sie es doch einmal aus! Achten Sie dabei auf die grundlegenden Hinweise für Entspannungsübungen. Die Anspannung der verschiedenen Muskeln sollte jeweils etwa 5 Sekunden dauern und zunächst nur etwa mit halber Kraft erfol- gen. Atmen Sie dabei gleichmäßig weiter. Für die Entspannungsphase sollten Sie sich jeweils etwa 30 Sekunden Zeit nehmen.

… und jetzt Sie!

Setzen Sie sich möglichst bequem auf Ihrem Stuhl zurecht. Die Arme liegen locker auf den Oberschenkeln. Lassen Sie Ihre Muskeln so locker wie möglich. Versuchen Sie mit geschlossenen Augen Ihre Wahrnehmung auf Ihre rechte Hand zu lenken.

Schließen Sie Ihre rechte Hand zur Faust – nicht zu fest – und achten Sie auf die Span- nung in Ihrem Unterarm und in der Hand. Und nun lassen Sie die Hand und den Unterarm lo- cker. Achten Sie darauf, wie sich die Muskeln Ihrer Hand und Ihres Unterarms allmählich immer mehr entspannen. Versuchen Sie auch, die Finger ganz locker zu lassen.

Und nun schließen Sie Ihre rechte Hand noch einmal zur Faust. Halten Sie wieder die Spannung.

Geben Sie jetzt nach, und achten Sie auf den Übergang von der Spannung zur Entspan- nung. Beachten Sie sehr genau die unter- schiedlichen Empfindungen bei der Anspan- nung und bei der Entspannung.

Wiederholen Sie diese Übung mit der linken Hand. Schließen Sie die linke Hand fest zur Faust. Beobachten Sie die Empfindungen, die bei der Anspannung entstehen.

Und lassen Sie wieder locker. Spüren Sie, wie angenehm es ist, wenn die Muskeln vom verkrampften in den entspannten Zustand übergehen. Achten Sie auf die Entspannung in jedem einzelnen Finger.

Spannen Sie nun beide Hände und Unterarme an – und lassen Sie wieder locker. Achten Sie auf den Übergang von der Anspannung zur Entspannung. Beobachten Sie, wie die Unter- arme schwer auf den Oberschenkeln ruhen, und konzentrieren Sie sich wieder auf jeden einzelnen Finger.

Als Nächstes spannen Sie nun den rechten Oberarm an. Winkeln Sie den Ellenbogen an, spannen Sie die Oberarmmuskeln fest an. Achten Sie auf die Spannung.

Und lassen Sie wieder locker. Sie spüren wieder den Übergang von der Anspannung zur angenehmen Entspannung. Lassen Sie den Oberarm ganz locker und achten Sie auf die Empfindung der Entspannung.

Wiederholen Sie noch einmal die Anspan- nung der Oberarmmuskulatur. Halten Sie die Spannung – und lassen Sie den Arm wieder sinken. Entspannen Sie, und achten Sie auf den Unterschied.

Nun wiederholen Sie die Übung mit dem lin- ken Oberarm. Spannen Sie die Muskeln im lin- ken Oberarm fest an. Entspannen Sie wieder. Lassen Sie die Muskeln ganz locker. Versuchen Sie, sich immer tiefer zu entspannen.

Genießen Sie das Gefühl der Entspannung. Und achten Sie auf das Gefühl der Ruhe, das sich im ganzen Körper ausbreitet.

Zurücknehmen:

Spannen Sie nun die Hände langsam wieder an, beugen Sie die Arme, strecken Sie die Arme und räkeln Sie sich. Tief durchatmen und öffnen Sie wieder die Augen. Lang- sam aufrichten und aufstehen, gehen und bewegen.

34

34 Hatha-Yoga Hatha-Yoga ist eine der Haupt-Yogaarten in- dischen Ursprungs. Es besteht aus einer Folge von
34 Hatha-Yoga Hatha-Yoga ist eine der Haupt-Yogaarten in- dischen Ursprungs. Es besteht aus einer Folge von

Hatha-Yoga

Hatha-Yoga ist eine der Haupt-Yogaarten in- dischen Ursprungs. Es besteht aus einer Folge von Körperstellungen oder -haltungen (Asanas). Die Asanas beziehen die gesamte Körpermuskulatur in ihren Bewegungsablauf mit ein. Durch eine intensive Anspannung und Dehnung bleibt der Körper beweglich und lei- stungsfähig. Alle Yogabewegungen sollten bewusst langsam und ruhig ausgeführt wer- den. Sie versuchen dabei, sich voll auf die

Bewegungen zu konzentrieren und ablenken- de Gedanken auszuschließen. Hatha-Yoga kann so im Organismus verborgene Energien freisetzen, Verspannungen lösen und eine tie- fe Körper- und Selbsterfahrung ermöglichen.

Neben der Asanas sind die Pranayamas als Atemübungen im Hatha-Yoga von besonderer Bedeutung. Das Yoga-System betrachtet das Atmen als wichtigste biologische Funktion des Körpers. Richtig durchgeführt wirkt die be- wusste Atmung beruhigend auf das zentrale Nervensystem, erhöht die Widerstandskraft der Organe und trägt zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit bei.

Atemübungen

In Stresssituationen kann es vorkommen, dass Sie Ihre gleichmäßige und ruhige Atmung ver- lieren. Nur im Zustand der Entspannung ist die Atmung langsam und rhythmisch, im Stress ist sie schnell und unregelmäßig. Richtiges, ruhiges Atmen wirkt entspannend und führt dem Organismus Sauerstoff und neue Energie zu. Sie können Atemübungen in stressauslösenden Situationen deshalb zur schnellen Regeneration nutzen. Hier ein paar Anregungen, die dem Yoga entlehnt sind:

Hier ein paar Anregungen, die dem Yoga entlehnt sind: 35 … und jetzt Sie! ■ Begeben

35

… und jetzt Sie!

Begeben Sie sich in die Rückenlage. Legen Sie die Hände locker auf den Bauch und richten Sie Ihre Konzentration auf den Bauch. Atmen Sie aus. Atmen Sie dann durch die Nase langsam wieder tief ein, und spüren Sie, wie sich die Bauchdecke nach oben wölbt. Atmen Sie wieder aus, die Bauchdecke sinkt zurück.

Atmen Sie durch die Nase ein und fühlen Sie, wie der Atem in Ihren Bauch strömt. Atmen Sie dann wieder aus – es sollte etwas länger dauern als die Einatmung. Machen Sie nach dem Ausatmen eine kurze Pause. Das erneute Einatmen erfolgt dann fast wie von selbst. Sie werden merken, wie Sie durch ein solches ruhiges Atmen schnell neue Kräfte tanken.

Stellen Sie sich bequem hin und falten Sie Ihre Hände vor dem Bauch. Die Handflächen zeigen nach oben und bilden eine Schale. Nun atmen Sie langsam durch die Nase ein und schöpfen begleitend den Atem mit den Händen bis in Brusthöhe. Im Übergang vom Einatmen zum Ausatmen kehren Sie langsam Ihre Handflächen nach unten und bewegen Ihre Hände mit dem Ausatmen wieder nach unten in die Ausgangshaltung. Hier ruhen die Hände kurzzeitig, bis die nächste Einat- mung beginnt.

36
36

37

Durch Bewegung entspannen

Neben der gezielten und systematischen Entspannung hat sich im Umgang mit Stress ein weiterer Ansatz bewährt: Bewegung! Körperliche Aktivität ist ein ausgezeichnetes Mittel zum Stressausgleich. Dies gilt insbesondere für das Ausdauertraining, also z. B. Rad fahren, Schwimmen, Joggen oder Wandern. Aber auch andere Arten von Sport oder Bewegung – mit Freude durchgeführt – können Ihrer persönlichen Erholung und Entspannung dienen. Dies wird wohl von jedem bestätigt werden, der einmal damit angefangen hat.

Warum?

Bewegungstraining fördert schon kurz- fristig und erst recht bei regelmäßiger Durchführung das individuelle Wohlbefin- den.

Sport und Bewegungstraining fördern körperliche Fitness und Leistungsfähig- keit. Hier können Sie sich individuell herausfordern, Ihre Leistungsfähigkeit erleben und auf der Basis positiver Erfahrungen Ihr Selbstbewusstsein auch für Anforderungen in anderen Bereichen stärken.

Im Bewegungstraining können Sie Spannung und Entspannung am eigenen Körper erleben. Sie können Strategien zur Entspannung erlernen, die auch in anderen Situationen zur Bewältigung von körperlichen und psychischen Anforde- rungen einsetzbar sind.

Bei Sport und Bewegung können Sie ab- schalten und zu Problemen Ihres Alltags Abstand gewinnen. Sie können psychi- sche Spannungen abbauen und mehr Gelassenheit entwickeln.

Über den Sport ergeben sich Möglich- keiten zum Aufbauen und Erhalten von Kontakten zu Freunden und Bekannten.

Rein theoretisch sind Sie vermutlich jetzt überzeugt, dass auch für Sie Bewegung ein Weg zum Stressausgleich sein kann. Doch das ist leichter gesagt als getan, und gute Vorsätze verlaufen nach anfänglichem Enthusiasmus auch nur allzu gerne im Sande. Gerade dann, wenn wir Bewegung am nötigsten hätten, nämlich in Phasen mit Dauerstress, ist es wohl am schwierigsten, sich dazu aufzuraffen.

38

Was also tun?

Bewegung soll Spaß machen

Suchen Sie eine Bewegungsaktivität, die Ihnen Spaß macht! Das Bewegungstraining sollte nicht zusätzlicher Stress sein. Wenn Sie dagegen mit guter Laune dabei sind, erzielen Sie am ehesten Zufriedenheit und echte Erholungseffekte.

Suchen Sie nach Möglichkeiten, um einen leichten Einstieg in die neue Aktivität zu finden. Schließen Sie sich zum Beispiel Freunden an, die bereits regelmäßig schwimmen gehen, oder gründen Sie einen Mini-Lauftreff mit ähnlich stressgeplagten Nachbarn.

Mäßig – aber regelmäßig!

Suchen Sie nach Wegen, um die neue Akti- vität aufrecht zu erhalten:

Planen Sie regelmäßige, feste Zeiten ein – u. U. sogar im Terminkalender.

Vermeiden Sie großen Aufwand bei der Durchführung Ihres Bewegungstrainings.

Gestalten Sie die Rahmenbedingungen so angenehm wie möglich. Verabreden Sie sich z.B. mit Freunden zum Rad fah- ren, wählen Sie eine schöne Umgebung zum Joggen aus, denken Sie an etwas Schönes

Gehen Sie systematisch vor und setzen Sie sich realistische Ziele. Wenn Sie z.B. als Anfänger sofort 5 km ohne Pause joggen wollen, sind Sie am Ende eher frustriert als erholt.

Genießen Sie nach der körperlichen Aktivität bewusst das angenehme Wohl- gefühl, z. B. unter der Dusche.

Trainieren – aber mit Köpfchen!

Damit Ihnen Ihr Bewegungstraining auch auf Dauer Freude bereitet und Sie die po- sitiven Effekte so richtig genießen können, sollten Sie einige Regeln beachten. Hier also ein paar Tipps – besonders wichtig, falls Sie neu mit einem Bewegungstraining beginnen wollen oder längere Zeit ausge- setzt haben:

Vielleicht denken Sie jetzt, „das ist alles gut und schön, aber für alle diese Aktivitäten habe ich keine Zeit – ich bin im Stress“ Dann sollten Sie zunächst innehalten und nochmals Ihr Zeitmanagement überdenken. Überlegen Sie doch einmal, an welchen Stellen in Ihrem Tages- oder Wochenablauf Sie Bewegungs- oder Entspannungsmo- mente einschieben können.

Finden Sie Ihre „Erholungsnischen“

Ausgleichsmöglichkeiten im Dienste Ihres persönlichen Stressausgleichs ergeben sich

… und jetzt Sie!

Fangen Sie langsam an und überlasten Sie sich nicht. Muskelkater schadet und ist kein Zeichen von richtigem Training.

Beginnen Sie mit geringen Belastungen, beim Joggen z. B. mit einem Wechsel von Laufen und Gehpausen (je 2 Minuten) und steigern Sie dann wöchentlich die Lauf- phasen.

Trainieren Sie regelmäßig, am besten mehr- mals wöchentlich. Die Trainingsdauer kann dann zu Anfang lieber etwas kürzer sein, beim Joggen z. B. etwa 20 Minuten.

Beachten Sie beim Ausdauertraining Ihren Puls. Er sollte während der Belastung nicht höher liegen als etwa 180 minus Lebensal- ter. Als Faustregel gilt: Sie sollten sich z. B. während des Laufens noch unterhalten können.

Wärmen Sie sich vor dem Training auf. 5 bis 10 Minuten Gymnastik oder Stretching ver- mindern die Verletzungsgefahr und bringen Sie erst richtig in Schwung.

Beenden Sie Ihr Training mit einem 5 bis 10-minütigen „Cool Down“ (Abwärmen), z. B. Gehen, gezielte Dehn- und Lockerungs- übungen. Dies trägt zur schnellen Regenera- tion und zu einem optimalen Trainingseffekt bei.

Trainieren Sie nicht mit vollem Magen, bei großer Hitze oder bei Erkältung/Grippe.

in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens. Sie können Erholung finden beim Musik hören, Heimwerken, Handarbeiten oder Lesen, im Kino, Konzert oder Museum, beim Einkaufsbummel, Faulenzen oder im

Gespräch mit Freunden, oder

Was halten

Sie von einem Entspannungs-Ritual? Neh- men Sie sich doch einmal am Tag etwa 10 Minuten Zeit, in denen Sie ganz bewusst abschalten.

… Ihr Alltag ist voll davon

Neben einem regelmäßigen Bewegungstrai- ning bietet auch Ihr Alltag Bewegungsmög- lichkeiten, die Ihren persönlichen Stressaus- gleich unterstützen. Man muss kein Detektiv sein, um in jedem Tagesablauf Gelegenhei- ten zur Bewegung aufzuspüren. Suchen und nutzen Sie sie! Das Warten auf den Aufzug dauert häufig genauso lange wie das Benutzen der Treppe. Ein kurzer Weg, der zu Fuß statt mit dem Auto erledigt wird, lässt sich sicher genießen, spart den Stress beim Parkplatz suchen und schafft Kraft und Energie für neue Aufgaben.

Auch am Arbeitsplatz können Sie kurze Erholungsmomente einschieben, um geistig und körperlich wieder fit zu werden.

39

40

Hier ein paar Anregungen:

… und jetzt Sie!

Entspannen Sie sich beim Sitzen. In einer ruhigen Minute setzen Sie sich hin wie ein Droschkenkutscher: Legen Sie die Hände in den Schoß, lassen Sie Kopf und Schultern heruntersinken, der Rücken rundet sich dabei; und atmen Sie ruhig in den Bauch. Lassen Sie eine kleine Weile Ihre Seele baumeln

Versuchen Sie das dynamische Sitzen als er- holsame Abwechslung zu nutzen: „Rollen Sie Ihr Becken langsam mit kleinen kreisenden Bewegungen über die Sitzfläche, heben Sie im ruhigen Wechsel die linke und die rechte Seite Ihres Beckens an. Der Oberkörper bleibt dabei bei beiden Übungen aufrecht.

Wenn Sie länger stehen müssen, geben Sie Ihrer Muskulatur etwas Erholung, wenn Sie wechselseitig, d. h. dynamisch, belasten:

Pendeln Sie mit Ihrem Körper zwischen Fuß- ballen und Fersen vor und zurück, verlagern Sie Ihr Körpergewicht mal auf den rechten, mal auf den linken Fuß.

Stressfrei auf die Schnelle?

In akuten Stresssituationen ist eine Kurzentspannung, etwa durch geziel- te Atemübungen, hilfreich. Das schafft schnell einen klaren Kopf. Wenn Sie eine Entspannungstechnik sicher beherrschen,

können Sie daraus Kurzformen ableiten. Manchmal kann Ablenkung die Belas- tung vorübergehend vergessen lassen, wenn Sie z. B. bewusst aus dem Fenster schauen oder intensiv an ein erfreuliches Ereignis denken. Kurzfristige Erleichterung verschafft häufig auch ein körperliches Abreagieren. Laufen Sie doch einmal etwas schneller die Treppe hoch – Sie werden sehen, wie gut Sie dabei Dampf ablassen können. Denken Sie gerade in akuten Stresssituationen positiv!

Beachten Sie, dass diese kurzfristigen Maß- nahmen nur im Rahmen eines insgesamt erfolgreichen Umgangs mit Stressbelas- tungen wirksam sind. Streben Sie daher grundsätzlich dauerhaft effektive Strategien Ihres persönlichen Stressausgleichs an!

Ihr persönlicher Weg zum besseren Umgang mit Stress

Sie haben nun viele Anregungen zum Um- gang mit Stressbelastungen bekommen. Entwickeln Sie zum Schluss einen Plan zu Ihrem ganz persönlichen Stressausgleich. Was tun Sie ab heute, um mehr Gelassen- heit zu entwickeln und Stresssituationen wirksam entgegenzutreten? Überlegen Sie, welche Bewegungs- oder Entspannungs- aktivitäten Sie zu Ihrem Stressausgleich nutzen wollen. Gehen Sie bestimmte Stresssituationen konkret und aktiv an. Wählen Sie dabei zunächst nur ein bis zwei Stresssituationen aus und beginnen Sie mit der Situation, deren Bearbeitung am meis- ten Erfolg verspricht. Sie können für Ihren persönlichen Anti-Stress-Plan das folgende Schema benutzen.

… und jetzt Sie!

Welche Aktivitäten nutze ich ab heute für meinen persönlichen Stressausgleich?

Welche Stresssituation will ich konkret angehen?

Was ist mein Ziel?

Was werde ich tun?

Was ist der erste Schritt?

Wer kann mich dabei unterstützen?

41
41

42

Tipps und Angebote

BARMER GEK Broschüre „Entspannung PUR“

www.barmer­gek.de/126987

Sie interessieren sich für Entspannungs- kurse in Ihrer Nähe? Ihre BARMER GEK Geschäftsstelle informiert Sie gerne über geeignete qualifizierte Präventionsangebote. Oder nutzen Sie unsere Gesundheits- kurssuche Online:

www.barmer­gek.de/146168

Literatur:

Brenner, Helmut:

Progressives Entspannungstraining, Wolfgang Pabst Science, 2002

Engel, Siegbert:

Richtig Tai-Chi,

blv, 2007

Engel, Siegbert:

Qi Gong – Innere Ruhe und Energie für den Alltag, blv, 2012

Lindemann, Hannes:

Autogenes Training, Der bewährte Weg zur Entspannung, Goldmann Verlag, 2004

Olschewski, Adalbert:

Progressive Muskelentspannung Stress abbauen mit klassischen und neuen Übungen nach Jacobsen Trias Verlag, 2011

Seiwert, Lothar J.:

30 Minuten Zeitmanagement Gabal-Verlag, 2012

Seiwert, Lothar J.:

Noch mehr Zeit für das Wesentliche, Goldmann, 2009

Trökes, Anna:

Das große Yoga Buch, Gräfe & Unzer, 2010

Anna: Das große Yoga Buch, Gräfe & Unzer, 2010 Zufriedene Patienten empfehlen weiter! Das BARMER GEK

Zufriedene Patienten empfehlen weiter!

Das BARMER GEK Arztnavi!

Finden, bewerten, weiterempfehlen

verständlich, aussagekräftig, einfach

kostenlos und werbefrei

von Patienten für Patienten

eine echte Orientierungshilfe – wissenschaftlich belegt

Mehr unter www.barmer-gek.de/arztnavi

für Patienten ■ eine echte Orientierungshilfe – wissenschaftlich belegt › Mehr unter www.barmer-gek.de/arztnavi

6011 N 0514

6011 N 0514 „Stress“ – darunter können sich alle etwas vorstellen. Stress in der Schule, am

„Stress“ – darunter können sich alle etwas vorstellen. Stress in der Schule, am Arbeitsplatz oder durch die Doppelbelastung Arbeit und Haushalt, Beziehungs- und Freizeitstress, Stress beim Einkaufen oder im Straßen- verkehr. Es gibt kaum einen Bereich des täglichen Lebens, in dem dieses Phänomen keinen Einzug gehalten hat.

Stress kann aber auch angenehm sein und sogar anregen, z. B. beim Sport oder wenn schwierige Aufgaben erfolg- reich gelöst werden. Bis zu einem gewissen Grad ist er leistungsfördernd und eine wichtige Quelle für Erfolgs- erlebnisse sowie Zufriedenheit. Was aber geschieht, wenn dieses Maß überschritten wird?

Unsere Broschüre gibt Ihnen Anregungen und Verhaltens- tipps, die Ihnen helfen, Ihren ganz persönlichen Weg des Stressausgleichs zu finden. Probieren Sie einige Empfehlungen einmal aus, und entscheiden Sie dann für sich selbst, welcher Weg zur Stressbewältigung für Sie der richtige ist.