Sie sind auf Seite 1von 68

Testmagazin

9 Bausätze im Heft Lautsprecher ab 80 Euro

Im Einzeltest:

Mini-Koax, Edel-Tieftöner, Spitzen-Breitbänder

1/2010 Dezember/Januar K10607
1/2010 Dezember/Januar
K10607

4,50 Deutschland · 4,70 Ausland · CHF 8,80 · PLZ 30,80 · DKK 39 · SEK 62

1 2010 Dezember/Januar

Firewire-Soundkarte am Limit

Perfekter Klang vomComputer

· Anstecken, Treiber installieren, läuft!

· Tuning maximiert das Klangpotenzial

· Hochauflösende Digitalformate – günstig wie nie

· Schallplatten in exzellenter Qualität digitalisieren

Pegel-Fest Upgrade-Bausatz für den Klassiker „Das Viech” audiophil · Mehr Dynamik · Bessere Feinauflösung
Pegel-Fest
Upgrade-Bausatz für den Klassiker
„Das Viech”
audiophil
· Mehr Dynamik
· Bessere Feinauflösung
Vier Wege nach
klassischem Vorbild
Hz bis
25kHz
Sehr pegelfest,
angenehm relaxter Klang
Unter 300 Euro pro Box
Wandhorn Wandhorn für für Voxativ-Breitbänder Voxativ-Breitbänder
Klang-
Gemälde
Passt dank
18 cm Tiefe in
jedem Raum
AlternativeTechnologien
dank 18 cm Tiefe in jedem Raum AlternativeTechnologien Dipol-Box mit PA-Chassis Ein-Tages- Bausatz · Einfach und

Dipol-Box mit PA-Chassis

Ein-Tages-

Bausatz

· Einfach und schnell gebaut

· Knackiger Bass, frappierende Räumlichkeit

Keramikkalotte & Doppelbass Riesenbass und Edelkalotte Ri Preiswunder 2-Weg-Referenz · Bausatz für 150 Euro
Keramikkalotte & Doppelbass
Riesenbass und Edelkalotte
Ri
Preiswunder
2-Weg-Referenz
·
Bausatz für 150 Euro
· ·
Extrem tiefer Bass dank
E
·
Hoher Wirkungsgrad:
ideale Box für Röhrenamps
Downfire-Technologie
· · Massives Gehäuse & High-End-Weiche
Das Ende der Subwoofer-Diskussion
Händlerbausatz
Heimkino extrem
Stonewood
·
Tiefbassbeben mit 2 x 50 Watt
Sc Schlanke Standbox
· Hochbelastbares Hightech-Chassis
m mit Kugelwellenhorn

Außerdem: Neues vom Bausatzmarkt · Leserforum · Händlermarkt

JETZT!

Cognito / Incognito Das D´Apollito-Konzept COGNITO MK2 ist ein Lautsprecher zum Hinhören, optimal zu ergän- zen mit dem aktiven Subwoofer INCOGNITO. „Das Trio aus 2 Cognito und 1 Incognito spielt perfekt aus einem Guss und dermaßen offen, ehrlich, souverän und erwachsen, dass man es kaum glaubt, bis man davorgesessen hat. Ein sehr lebensnahes Klangbild und be- eindruckende Dynamik- reserven.“

Klangbild und be- eindruckende Dynamik- reserven.“ Menhir Ein Lautsprecher für die Ewigkeit. „Eine
Klangbild und be- eindruckende Dynamik- reserven.“ Menhir Ein Lautsprecher für die Ewigkeit. „Eine

Menhir Ein Lautsprecher für die Ewigkeit. „Eine Spitzenbox. Die Wiedergabe ist schlicht- weg beeindruckend, eine Bühne baut sich beim Hören auf, auf der Rockmusiker das sprichwörtliche volle Brett fahren, Kammer- musikensembles subtile Feinheiten zelebrie- ren oder riesige Orchester ihre ganze Band- breite entfalten. Man kann sich an der aberwitzigen Dynamik berauschen – das Beste daran: Man kann es bei jeder beliebigen Laut- stärke.“

Klang+Ton 6/2008

Cirrus Eine kompakte Standbox mit High-End- Tiefmitteltöner und Magnetostaten-Hochtöner für himmlischen Klang. „Definitiv ein außergewöhnlicher Laut- sprecher. Völlig unangestrengte, losgelöste Musikwiedergabe mit tiefer Räumlichkeit, ausgewogener Tonalität und sehr guten Leisehörer-Qualitäten. Der ideale Lautsprecher für Langzeithörer und Musikgenießer.“

Klang+Ton 1/2009

für Langzeithörer und Musikgenießer.“ Klang+Ton 1/2009 Klang+Ton 5/2008 Jetzt anfordern! Den druckfrischen

Klang+Ton 5/2008

und Musikgenießer.“ Klang+Ton 1/2009 Klang+Ton 5/2008 Jetzt anfordern! Den druckfrischen Gesamtkatalog ELECTRONICS
und Musikgenießer.“ Klang+Ton 1/2009 Klang+Ton 5/2008 Jetzt anfordern! Den druckfrischen Gesamtkatalog ELECTRONICS
und Musikgenießer.“ Klang+Ton 1/2009 Klang+Ton 5/2008 Jetzt anfordern! Den druckfrischen Gesamtkatalog ELECTRONICS
und Musikgenießer.“ Klang+Ton 1/2009 Klang+Ton 5/2008 Jetzt anfordern! Den druckfrischen Gesamtkatalog ELECTRONICS

Jetzt anfordern!

Den druckfrischen Gesamtkatalog ELECTRONICS FOR SPECIALISTS 2010 von MONACOR INTERNATIONAL und gegen eine Schutzgebühr (7,99 Euro UVP) das aktuelle Bauvorschlagsheft K2008-LSB „LAUTSPRECHER-SELBSTBAU JETZT” Kataloghotline: kataloge@monacor.de

Zum Falsch 36 · 28307 Bremen Telefax: 04 21/48 84 15 info@monacor.com www.monacor.com

KLANG+TON

3

Editorial

Breitband? Plus zwei!

KLANG+TON 3 Editorial Breitband? Plus zwei! J a wo ist es denn, das versprochene Breitband- Spezial?

J a wo ist es denn, das versprochene Breitband- Spezial? Nun, ich fürchte, dass Sie sich aus aktuellem Anlass noch zwei Monate gedulden müssen. Zu viele Projekte standen noch auf zu wackeligen Füßen, als dass wir sie mit der not- wendigen Substanz hätten präsentieren können. Und die liegt natürlich nicht nur in unserem Interesse, sondern auch in Ihrem, denn letzt- endlich sind wir alle erst zufrieden, wenn die KLANG+TON mit einer interessanten Mischung

an ausgereiften Projekten gefüllt ist. Auch wenn Sie, lieber Breitband-Fan, wenn Sie diese Zeilen lesen noch fast genau zwei Monate auf das begehrte Heft warten müssen, so haben wir auch in dieser Ausgabe ein großes Bündel an interessanten Lautsprechern für jedermann gepackt. Der Fullrange-Freund wird sich natürlich primär für den exzellenten kleinen Mittelhochtöner von Monacor im Einzelchassistest und das Wandhorn für den superedlen Voxativ-Elektromagnet-Breitbänder interessieren. Kann er auch mit Koaxen leben, findet er im kleinen Omnes Audio im Einzelchassistest und in un- serer offenen Schallwand mit Eminence-Treibern die Erfüllung. Oder lieber etwas mit ordentlich Pfeffer? Dann sind die vierwegige „Fab Four“, das zur Zweiwegbox erweiterte „Viech MkII“, der knackige Cheap Trick 246 und der deftige Subwoofer „Raver Cinema“ von Monacor etwas für Sie. Freunde der zarteren Töne sollten auf Philipp Höhns „Stonewood“, die äußerst preiswerte „Spirit 6“ von Blue Planet Acoustic und die highendige „Prestige“ mit edler Seas-Bestückung schauen. Profis am Lötkolben dürfen sich zudem an un- seren Modifikationen des hochwertigen Firewire-Soundinterfaces von Ter- ratec laben – ein schon ab Werk hochinteressantes Gerät, aus dem wir mit diversen Änderungen noch besseren Klang quetschen konnten. Sie sehen, wir waren nicht untätig. Umso größer unsere und hoffentlich auch Ihre ungebrochene Vorfreude auf das Breitband-Spezial, welches Sie am 5. Februar des kommenden Jahres am Kiosk Ihrer Wahl finden werden.

Chefredakteur

Christian Gather

In diesem Sinne, Ihr Christian Gather

Christian Gather In diesem Sinne, Ihr Christian Gather E-Mail: klangundton@brieden.de KLANG+TON 1/2010 aktuelle

E-Mail: klangundton@brieden.de

KLANG+TON 1/2010

aktuelle
aktuelle
Infos
Infos
1984 2009

1984

2009

aktuelle Infos 1984 2009 LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK BESCHALLUNGSTECHNIK BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short,
aktuelle Infos 1984 2009 LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK BESCHALLUNGSTECHNIK BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short,

LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK

aktuelle Infos 1984 2009 LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK BESCHALLUNGSTECHNIK BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short,

BESCHALLUNGSTECHNIK

1984 2009 LAUTSPRECHER · ELEKTRONIK BESCHALLUNGSTECHNIK BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short, KEF, ASW,

BOXEN von Dynaudio, Triangle, Mordaunt Short, KEF, ASW, Quad, Scan Speak, Epos ELEKTRONIK von Creek, Jadis, Marantz, Atoll, NAD, Plinius, Yamaha, Heed, Cayin, Unison u.v.a. CAR-HIFI z.B. Zubehör · Kabelangebote · Schnäppchen AKTION Boxen- & Gerätetuning, Zubehör zur Klangverbesserung Alle KOMPLETTBAUSÄTZE in pro Box ohne Gehäuse. GEHÄUSEPREISE auf Anfrage. Wir führen das komplette Sortiment - fragen Sie nach weiteren Bausätzen!

Dynavox-Tube VR70E modifiziert 498,- Fostex Sprinter K&T: Begeisterung 349,- Seas “the Mimir” K&T:
Dynavox-Tube VR70E
modifiziert 498,-
Fostex Sprinter
K&T: Begeisterung 349,-
Seas “the Mimir”
K&T: überaus kernig 174,80
K&T BAUSÄTZE

CT 233 Sat: 101,- · CT 233 Sub: 139,- · CT 234: 84,90

CT 235: 135,90 · CT 236: 119,- · CT 237: 68,90 · CT 238: 89,-

CT 239: 144,- · CT 240: 289,- · CT 240 HE: 332,- · CT 241: 76,99 CT 242 (3/09): 14,50 · CT 243: 275,- · CT 244: 95,- CT 255: ab 129,- · Omnes HK 17TL/SE: 174,- · Hightower: 375,- Direkt 1: 84,- · Twentyfive: 299,- · Pharos: 209,- · Obelisk: 179,- Sprinter: 349,- · Versacube 4/07: 75,- · Partybox: 269,- Spezialist: 229,- · Schwarzweiß: 268,- · akustikart PXT252: 169,90 Hot Spot: ab 49,- · Mini TS: 558,- · Mini HB: 459,- · Sixteen ab 226,- Dayto inkl. Gehäuse: 224,- · Visaton “Conga”: 599,- · Menhir: 439,- Quintet: 699,- · Purus: 249,- · Purus High End: 299,- Titan Fast one: 115,- · Redondo K&T 6/08: 399,- · MPower: 189,- Dayton 17AL: 65,90 · Typus 3: 333,- · Little Sumo (3/09): 495,- CerAL 4.1 (3/09): 88,- · K&T Spring (3/09): 285,- · Chesterfield: 139,- Monacor Logo MKII: 129,- · AP6 monitor: 83,- · Tura: 168,- 4430 revisted: 588,- · Jurua: 309,- · Sound 15: 469,- SON-BMKII & Forte 12: auf Anfrage · Das Tier: auf Anfrage Competition: 299,- · Top Notch: 365,- · Momo: 159,- Visaton Stella Light: 85,50 · TangBand CerAL-Familie: ab 62,- Fermat: 339,50 · ASE Prisma: 269,- · David mit Morel: a. A. Sub W69: 56,- · Sub W8Q: 95,-

BAUSÄTZE HOBBY HIFI

Nycron: 303,- · Expo Horn: 73,- · Capella Plus: 239,- Ladylike Sub: 489,- · PicoLino 2: 58,- · CC 64 - Macro Cube: 239,- CC 81/Mission 2410: 114,- · CC 83: 91,90 · Concorde MkII: 669,- SubZERO Mivoc: 279,- · CC 76: 155,- · Hora: 149,90 Sub10 BRHP: 145,- · Jericho 08: 229,- · GHP-Monitor: 529,90 Wavesub 178: 189,- · StartAirKit 1R: ab 80,- Bookshelf BS1: 699,90/HighEnd: 839,- · Visaton CC 85: 97,50 CC 86: 119,- · CC 91: 96,- · CC 92: 78,-

CC 93 The Voice Kompakt (3/09): 159,- · CC 94 - Zebulon 380: 68,-

CC 95: 79,- · CC 96-Spiralino: 39,99 · Wildcard: ab 120,- · Wildcard LT: ab 85,- · Visaton Classic 200GF: 434,75 · PicoLino: 54,99 Topas BR (3/09): 359,- · BK 168 KH: 523,- · Korona: 365,- Sidewinder GHP: 395,- · Visaton Symphonie: 561,- · Dictum: 299,-

TOP-BAUSÄTZE

Studio 12: 427,50 · Studio 24: 699,- · EX4HE (i.T.): 599,- · Pascal XT: 259,- · Couplet: 269,- · VOX253HE: 559,- · Tang Band Titan Fast: 199,90 · Jim Thiel Neo Monitor: 699,90 weitere auf Anfrage

199,90 · Jim Thiel Neo Monitor: 699,90 weitere auf Anfrage AUDIOTECHNOLOGY z.B. 6A77 (K&T 3/01) Flex

AUDIOTECHNOLOGY

z.B. 6A77(K&T 3/01) Flex Unit Super Chassis, 77 mm Schwingspulen-Durchmesser: 459,-

AKTIVE SUBWOOFER-MODULE

Mivoc AM80 (80W): 78,- · Mivoc AM120 (120W): 127,- Monacor SAM-2 (250W): 299,99 · Monacor SAM-1 (120W): 197,99

Bestellservice rund um die Uhr oder Internet www.openair-speaker.de · E-Mail: info@openair-speaker.de OPEN AIR KATALOG kostenlos, großes Info-Paket inkl. I.T.- & Visatonkatalog 5,- Schutzgebühr/Porto Rentzelstraße 34 (neben der JET-Tankstelle) · 20146 Hamburg Speedversand: Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr

Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter
Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter
Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter
Tel: 0 40 - 44 58 10 · Fax: 4 10 78 12 Parken im Rentzelcenter

KLANG+TON

4

Inhalt

KLANG+TON 4 Inhalt Bausatzest: Strassacker „Viech MkII“ Erweiterung des berühmten Breitband-Horns zum Zweiweg-System

Bausatzest: Strassacker „Viech MkII“

Erweiterung des berühmten Breitband-Horns zum Zweiweg-System Seite 10

Spezial: Wandhorn für Voxativ AC-X

Die perfekte Umgebung für Voxativs edlen Elektromagnet-Breitbänder Seite 16

für Voxativs edlen Elektromagnet-Breitbänder Seite 16 High-End-Projekt: „Prestige“ Extrem hochwertige, große

High-End-Projekt: „Prestige“

Extrem hochwertige, große Zweiweg-Standbox mit edlen Seas-Chassis Seite 18

große Zweiweg-Standbox mit edlen Seas-Chassis Seite 18 Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Spirit 6“ Sehr
große Zweiweg-Standbox mit edlen Seas-Chassis Seite 18 Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Spirit 6“ Sehr
große Zweiweg-Standbox mit edlen Seas-Chassis Seite 18 Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Spirit 6“ Sehr
große Zweiweg-Standbox mit edlen Seas-Chassis Seite 18 Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Spirit 6“ Sehr

Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Spirit 6“

Sehr preiswerte, attraktive D‘Appolito-Standbox mit Keramiktweeter Seite 24

Elektronik: Terratec Phase X24 FW modifiziert

Hochwertiges PC-Audiointerface im K+T-Labor weiter verbessert Seite 28

Einzelchassistest

3 neue Chassis im K+T-Labor Toller Breitbänder von Monacor, Edel-17er von Seas, Mini-Koax von Omnes Audio Seite 37

Bausatztest: Monacor „Raver Cinema“

Extrem pegelstarker, hochbelastbarer Subwoofer im Test Seite 44

K+T-Projekt: „Wally“

Offene Schallwand mit Koax und 38er-Bass von Eminence Seite 48

Händlerbausatz: Pro-Hifi-Höhn „Stonewood“

Seite 48 Händlerbausatz: Pro-Hifi-Höhn „Stonewood“ Interessante Zweiweg-Standbox mit Doppel-17er und

Interessante Zweiweg-Standbox mit Doppel-17er und Kugelwellenhorn Seite 52

K+T-Projekt: „Fab Four“

Große, sehr breitbandige und pegelfeste Vierweg-Standbox mit Mivoc-Chassis Seite 54

Cheap Trick 246

Spritzige Kompaktbox mit Konushochtöner von Visaton Seite 58

Themen

 
 

Bausatzest: Strassacker „Viech“

10

Erweiterung des berühmten Breitband-Horns zum Zweiweg-System

Spezial: Wandhorn für Voxativ AC-X

16

Die perfekte Umgebung für Voxativs edlen Elektromagnet-Breitbänder

High-End-Projekt: „Prestige“

18

Extrem hochwertige, große Zweiweg-Standbox mit edlen Seas-Chassis

Bausatztest: Blue Planet Acoustic „Spirit 6“

24

Sehr preiswerte, attraktive D‘Appolito-Standbox mit Kera- miktweeter

Elektronik: Terratec Phase X24 FW modifiziert

28

Hochwertiges PC-Audiointerface im K+T-Labor weiter verbessert

Einzelchassistest

37

3 neue Chassis im K+T-Labor Toller Breitbänder von Monacor, Edel-17er von Seas, Mini-Koax von Omnes Audio

Bausatztest: Monacor „Raver Cinema“

44

Extrem pegelstarker, hochbelastbarer Subwoofer im Test

K+T-Projekt: „Wally“

48

Offene Schallwand mit Koax und 38er-Bass von Eminence

Händlerbausatz: Pro-Hifi-Höhn „Stonewood“

52

Interessante Zweiweg-Standbox mit Doppel-17er und Kugelwellenhorn

K+T-Projekt: „Fab Four“

54

Große, sehr breitbandige und pegelfeste Vierweg-Standbox mit Mivoc-Chassis

Cheap Trick 246

58

Spritzige Kompaktbox mit Konushochtöner von Visaton

Rubriken

 
 

Editorial

3

Inhalt

4

Leserforum

6

Magazin

8

·

Neues vom Bausatzmarkt

Händlermarkt

32

·

Die gute Adresse

Nachbestellung älterer Hefte

64

Impressum/Vertriebsadressen

65

Vorschau

66

Nachbestellung älterer Hefte 64 Impressum/Vertriebsadressen 65 Vorschau 66 Lautsprecherbau.de von
Lautsprecherbau.de von
Lautsprecherbau.de
von

KLANG+TON

6

Leserbriefe

Newtronics Temperance aktiv

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich den Test der Newtronics Temperance aktiv gele- sen. Ich habe aber noch Fragen zum Ver- stärkerteil der Box, die Sie mir sicherlich kurz beantworten können: Brummen die Endverstärker, und sind sie langlebig be- stückt?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

mit freundlichen Grüßen

G. Prager

wäre ich sehr dankbar! mit freundlichen Grüßen G. Prager Alternative Gehäuse- formen zum CT 245 gibt‘s

Alternative Gehäuse- formen zum CT 245 gibt‘s kostenlos unter www. klangundton.de

Sehr geehrter Herr Prager,

das von Ihnen angesprochene Brummen konnten wir bei Newtronics aktiver Tem- perance 3.7 nicht finden, im Gegenteil:

beide Lautsprecher zeichneten sich im Leerlauf durch extrem wenig Brummen und Rauschen aus. Beim Test befürch- teten wir vor dem Erklingen der ersten Töne gar einen Defekt, was sich glück- licherweise nicht bewahrheitete. Sorgen sind hier demnach unangebracht, für einen Aktivlautsprecher ist die Tempe- rance äußerst nebengeräuscharm. Die Bestückung des Verstärkereinschubs bot in Sachen Verarbeitung und Bau- teilequalität ebenso keinen Anlass zur Sorge. Und sollte sich eine Temperance in einer durchzechten Nacht doch mal „verabschieden“, so ist auch das kein Pro- blem. Harald Hecken bemüht sich um seine Bestandskunden genauso akribisch wie um zukünftige Newtronics-Fans und kann Ihre Lautsprecher auch in vielen Jahren noch problemlos instand setzen.

CT 245 mit Schlitz statt Rohren

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich mir schon lange einen Subwoofer bauen wollte, kam mir der CT 245 gera- de recht. Dazu hätte ich aber noch eine Frage: Ich möchte die Bassreflex-Varian- te bauen. In der klassischen Version von Ihrer Webseite sitzen das Chassis und die beiden Reflexrohre vorne. Könnte man die Reflexrohre nicht durch einen Schlitz (Holzkanal ersetzen?) Wenn ja, wie hoch, breit und tief müsste der sein?

Irgendwo hatte ich auch mal gelesen, das man für einen 12-Zöller mindestens das Modul AM 120 benötigt. Ist dieses Mo- dul besser oder kann es nur lauter?

Vielen Dank für ihre Antwort im Voraus. Mit freundlichem Gruß

D. Schmitt

Sehr geehrter Herr Schmitt, die Reflexöffnungen von Cheap Trick 245 können auch als Kanal ausgeführt werden. Der be- nötigte Kanalquerschnitt liegt bei 60 Quadratzentimetern, die Länge von 25 Zentimetern muss beibehalten werden. Die Form des Kanals ist mehr oder we- niger zweitrangig, sofern Sie beachten, dass die Oberfläche der Kanalwände mit zunehmender Abweichung vom quadra- tischen Querschnitt immer größer wird. Das führt bei zu extremer Auslegung zu Reibungsverlusten im Kanal, die auf je- den Fall vermieden werden sollten. Da-

Kanal, die auf je- den Fall vermieden werden sollten. Da- Gibt mit guter Verarbeitung und solidem

Gibt mit guter Verarbeitung und solidem Aufbau keinen Anlass zur Sorge: das Aktivmodul der Newtronics Temperance Mk3.7

her ist es ratsam, den Kanal nicht zu flach werden zu lassen. So sollte in diesem Pro- jekt ein über die gesamte Innenbreite von 33,0 cm breiter und damit 1,81 cm hoher Kanal als absolutes Limit des Machbaren werden. Besser wären zum Beispiel 3 x 20 cm, optimal 7,5 x 8 cm.

4430-Klon auch schmaler?

Guten Tag,

ich beabsichtige den Nachbau des in Aus- gabe 5/2009 beschriebenen 4430-Klons. Allerdings sagen mir die Abmessungen nicht allzu sehr zu: Der Lautsprecher er- scheint unnötig breit. Deshalb möchte ich die Breite so weit re- duzieren, dass das Hochtonhorn oder der Tieftöner gerade so eben auf die Schall- wand passen, je nachdem, welcher Laut- sprecher breiter ist. Der Tieftöner soll so montiert werden, dass der vertikale Abstand beider Zentren gewahrt bleibt. Die Bassreflexrohre wandern also nach unten. Durch entsprechende Anpassung von Höhe und/oder Tiefe des Gehäuses soll das Nettovolumen gewahrt bleiben.

Bestehen

gewichtige

Bedenken

gegen

diese Idee?

Mit freundlichen Grüßen

U. Menrath

Sehr geehrter Herr Menrath, auch wenn die Änderung der Gehäu- sebreite oft ein kritischer Faktor ist, so ist dies in diesem Fall durchaus mach- bar. Zu beachten sind im Regelfall die Verschiebung des gefürchteten „Baffle Step“ – jener Stufe im Frequenzgang

von Tiefmitteltönern, welche durch den Sprung im Strahlungswiderstand durch die Schallwand entsteht. Wird die Schall- wand schmaler, so „sieht“ der Tieftöner die Schallwand erst bei höheren Fre- quenzen, wodurch sich auch die Stufe im Schalldruckverlauf an eine andere Posi- tion schiebt. Zusätzlich sorgen die ande- ren Kanten der geänderten Schallwand für eine Verschiebung der charakteris- tischen Frequenzgangeinbrüche beim Hochtöner. All dies ist üblicherweise per Frequenzweiche behebbar, wird für ein bestimmtes Projekt aber eben für die vorgesehene Gehäuseform kompensiert. Verändert man diese, so ist theoretisch eine Anpassung der Bauteilewerte not- wendig. Da sich in diesem speziellen Fall bei- de Chassis wegen ihrer Größe und ih- rer Bauweise aber nur minimal von der Schallwand beeinflussen lassen, ist eine Anpassung der Breite in größerem Maß- stab möglich. So stellt eine schmalere Va- riante des Gehäuses, in dem die Reflex- rohre unter den Tieftöner wandern und die Schallwand zum Beispiel so schmal

gemacht wird, dass sie auf beiden Seiten dem kleineren Abstand des vorhandenen Projekts entspricht, kein Problem dar.

des vorhandenen Projekts entspricht, kein Problem dar. Unser Klon der berühmten JBL 4430 darf auch etwas

Unser Klon der berühmten JBL 4430 darf auch etwas schmaler werden

Leserbriefe

7

Lesertelefon

Das KLANG+TON-Team beantwor- tet gerne Fragen rund um das Thema Lautsprecher und hilft, wenn Probleme beim Nachbau von in K+T veröffent- lichten Lautsprecher-Bauvorschlägen auftreten. Wenn Sie wichtige Fragen haben, die schnellstens geklärt werden müssen, stehen wir Ihnen

mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr

zur Verfügung. Wir sind unter der Telefonnummer

0203 4292-275

zu erreichen.

Falls Sie Ihre Fragen, Anregungen oder Wünsche lieber schriftlich loswerden möchten, richten Sie Ihren Brief oder auch gerne Ihre E-Mail an:

KLANG+TON Leserbrief Gartroper Straße 42 47138 Duisburg Fax: 0203 4292–248 klangundton@brieden.de

Ihre E-Mail an: KLANG+TON Leserbrief Gartroper Straße 42 47138 Duisburg Fax: 0203 4292–248 klangundton@brieden.de

KLANG+TON

8

Magazin

KLANG+TON 8 Magazin FaitalPRO, Ciare und neue DSP-Aktivweiche bei Strassacker Der quirlige Lautsprechershop aus Karlsruhe

FaitalPRO, Ciare und neue DSP-Aktivweiche bei Strassacker

Der quirlige Lautsprechershop aus Karlsruhe war erneut nicht untätig und sicherte sich den Deutschlandvertrieb der italienischen Chassishersteller FaitalPRO und Ciare. Beide Unter- nehmen eint deutlich über 50 Jahre in der Branche, die Produktpaletten überschneiden sich aber nur im Bereich PA. Dem widmet sich FaitalPRO mit Haut und Haaren, stellt Treiber, Hörner und Konusse in allen Größen und Klassen her (im Bild: der hochbelastbare 18-Zöl- ler W18N8-1000). Ciare ist breiter aufgestellt, bietet neben PA ein fast unerschöpfliches An- gebot an Schallwandlern für den HiFi-Bereich. So manches erfolgreiche K+T-Projekt der Vergangenheit war bereits mit den Chassis der Italiener bestückt. Die komplette Palette ist mit sofortiger Wirkung beim Lautsprechershop Strassacker verfügbar. Ebenfalls neu, respektive überarbeitet, ist die Aktivweiche DCN24 von Ground Sound. Das per Computer frei konfigurierbare DSP-Modul eröffnet quasi unbegrenzte Möglichkeiten in Sachen Lautsprecherabstimmung und überzeugt mit Komfortfeatures wie in Sekunden aus- tauschbaren Setups. Alles weitere zu FaitalPRO, Ciare und Ground Sounds neuer DCN24 gibt’s auf lautsprechershop.de

Ground Sounds neuer DCN24 gibt’s auf lautsprechershop.de ✗ Lautsprechershop Iris Strassacker Albert-Schweitzer

Lautsprechershop Iris Strassacker Albert-Schweitzer Str. 34, 76139 Karlsruhe Telefon: 0721 9703724, Fax: 0721 9703725 E-Mail: info@lautsprechershop.de Internet: www.lautsprechershop.de

HDMI-Switches von Monacor

Auch wenn es in der KLANG+TON primär um Lautsprecher geht, so sind diese doch nur ein Glied der audiovisuellen Kette. Im Zeitalter von Bild und Ton in digitaler Form kommt man am Signalmanagement von HDMI-Geräten nicht mehr vorbei. Dafür hat Monacor International gleich mehrere Helfer im Programm, die je nach Quellenanzahl und Funktionsbedarf alle Wün- sche abdecken. Diese ermöglichen ein professionelles und sehr bequemes Management von HDMI-Signalen bis zum Standard 1.3b. Egal ob Reichweitenverlängerung (HDMI-101), Signalvervielfachung (HDMI-208), mehrere Monitore an einer Signalquelle (HDMI-104) oder mehrere Signalquellen an einem Bildschirm (2 Quellen: HDMI-201, 4 Quellen: HDMI-401, im Bild) – hier wird jeglicher Bedarf an der Verteilung von digitalen Signalen befriedigt. Technische Finessen wie das automatische Erkennen angeschlossener Geräte sind mit an Bord, zudem kommen alle Geräte selbstverständlich inklusive dem notwendigen Zubehör wie Steckernetzteilen. Mehr zum multimedialen Angebot von Monacor International gibt‘s über die unten stehenden Kontaktmög- lichkeiten.

Monacor International Zum Falsch 36, 28307 Bremen Telefon: 0421 48650, Fax: 0421 488415 E-Mail: info@monacor.de Internet: www.monacor.com

Korrekturen zu K+T 6/2009

- Die bei der Newtronics Temperance aktiv Mk3.7 abgedruckten Preise zwi- schen 1.150 und 1.950 Euro beziehen sich nicht wie angegeben auf das Stück, sondern jeweils auf das Paar Lautspre- cher

Für aktuelle Korrekturen zu den letzten Ausgaben besuchen Sie bitte auch unsere Internetseite www.klangundton.de

Hochflexibler 2.1-Amplifier bei Intertechnik

Der äußerlich fast unscheinbare 2.1-Verstärker MCA2550D von Dayton ist bei ge- nauerer Betrachtung ein hochinteressantes Stück Technik. Dank Class-D-Technik äußerst kompakt, befeuert der Dayton sowohl den Subwoofer als auch die Satelliten eines 2.1-Systems mit Leistung. Den per schaltbarer 3-dB-Anhebung zu kräftigenden, in der Trennfrequenz flexiblen Bassbereich zweigt sich ein 50-Watt- Modul ab, den tieftonbereinigten Rest bekommt ein Kanalpär- chen mit je 25 Watt zugeteilt – und das auf gerade mal 25 x 13 cm. Der Line-in nimmt Signale von jeder gängigen Audio- quelle wie MP3-Playern, PCs und Stereoanlagen entgegen, die Gesamt- und die relative Lautstärke von Sub und Sats lassen sich direkt am Gerät regeln. Die Einschaltautomatik macht die Bedienung komfortabel, der Preis ist mit 131 Euro sehr freundlich. Mehr Infos zum flexiblen Kraftpaket von Dayton gibt‘s beim Deutschlandvertrieb Intertechnik.

von Dayton gibt‘s beim Deutschlandvertrieb Intertechnik. ✗ I.T. Electronic, Europaring 28, 50170 Kerpen Telefon:

I.T. Electronic, Europaring 28, 50170 Kerpen Telefon: 02273 90840, Fax: 02273 908435 E-Mail: info@intertechnik.de Internet: www.intertechnik.de

Magazin

Magazin Power-Koax von Beyma Philipp Höhn (pro-hifi -hoehn.de) machte es möglich – wir durften Hand an

Power-Koax von Beyma

Philipp Höhn (pro-hifi-hoehn.de) machte es möglich – wir durften Hand an den klei- nen Koax 6CX200NC des spanischen Chassisherstellers Beyma legen. Der hat es faustdick hinter der Schwingspule, von außen angedeutet durch die riesigen Neodymtabletten, welche gleich bei beiden Treibern für die Antriebskraft sorgen. Der Tiefmitteltonpart des nur 165 mm durchmessenden Chassis besitzt durchaus basstaugliche Parameter für kompakte Gehäuse und unterstreicht diesen Anspruch mit satten 5,1 mm Xmax in jede Richtung. Das integrierte Hochtonhorn strahlt über einen kleinen Trichter im Zentrum des Chassis ab und knackt an einem Watt die 100-dB-Marke. Damit sollten sich nicht nur solo, sondern auch im Verbund mit kräftigen Bässen exzellente Punktstrahler auf- bauen lassen. Alternativ lässt sich der Beyma mit dem Hersteller-Bauvorschlag auch zum pe- gelstarken Mini-Monitor machen. Mehr zum 6CX200NC gibt‘s bei Beyma Deutschland.

Beyma Vertriebs-GmbH Weinstr.1, 79235 Vogtsburg-Oberrotweil Telefon: 07662 93020, Fax: 07662 930222 E-Mail: info@beyma.de Internet: www.beyma.de

Hörtests 2010

Die Termine für die Hörtests im kommenden Jahr stehen noch nicht endgültig fest. So bald dem so ist, werden wir sie auf unserer Internetseite www.klangundton.de veröffentli- chen.

9

Internetseite www.klangundton.de veröffentli- chen. 9 500.000 Downloads auf Katalog-Sofort.de – Ersparnis von

500.000 Downloads auf Katalog-Sofort.de – Ersparnis von 100 Tonnen Papier

November 2009 wurde die Anzahl der heruntergeladen PDF-Kataloge von 500.000 Downloads auf www.katalog-sofort.de überschritten. „Seit dem Launch von Katalog- Sofort.de können wir ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen“, sagt Produktma- nager Peter Röger. „Wir haben mit dem 500.000sten heruntergeladen Katalog eine wichtige Marke erreicht.“ Jeder heruntergeladene PDF-Katalog spart die Kosten und das Papier eines gedruck- ten Katalogs. Der wiegt im Schnitt 200 g, durch Katalog-Sofort.de wurden also be- reits über 100 Tonnen Papier, oder anders ausgedrückt fast fünf typische 20-Fuß- Seefrachtcontainer, eingespart. Der Kataloganbieter spart enorme Herstellungs-, Transport- und Logistikkosten, der Kunde freut sich über sofortige Verfügbarkeit der gewünschten Information. Peter Röger erklärt: „Das Einspar- und dadurch frei werdende Wachstumspotenzial ist enorm. Nebenbei entlasten wir dabei noch die Umwelt. Die Zahl der geladenen Kataloge zeigt, dass die Kunden das Angebot annehmen.“ Der Ansatz „Einfach, schnell, direkt und für jeden“ wurde von Anfang an konsequent beibehalten. Ein vielgenutztes Feature auf Katalog-Sofort.de ist der Onlineblätterer. „Seit die zusätzliche Flash-Variante eingerichtet wurde, nehmen die Besucher den Blätterer noch besser an. Er ist spielerisch zu bedienen und sehr komfortabel, da man einen Katalog online durchblättern und lesen kann, bevor man ihn herunterlädt“, so Röger. „Wir freuen uns auf die nächsten Jahre und werden weiterhin intensiv für einen kontinuierlichen Ausbau der Seite sorgen.“

Alle Angebote von www.katalog-sofort.de sind für den Nutzer kostenlos und ohne Registrierung frei zugänglich.

Neue

Alpair-Breitbänder

Mark Fenlon bringt über den Deutsch- landvertrieb Blue Planet Acoustic direkt zwei neue Typen des exzellenten Alu- membran-Breitbänders der Alpair-Serie. Der 135 mm messende Alpair 7 wurde auf optimale Hochtonwiedergabe bis über die menschliche Hörgrenze hinaus optimiert. In einem kleinen Reflexge- häuse oder kombiniert mit einem Bass schlägt er den Großteil der Hochtöner- welt nicht nur in Sachen Grenzfrequenz, sondern kommt dem Ideal Punktschall- quelle mit wesentlich niedrigeren Trenn- frequenzen deutlich näher. Mit ähnlichen Optimierungen betritt der neue, größere Alpair 12 die Bühne. Mit ihm verwirk- lichte Fenlon die Weiterentwicklung seiner ungewöhnlichen Breitbänder, de- ren Metallmembran sehr kontrolliert aufbricht und so große Breitbandigkeit ohne die trypischen Resonanzen bie- tet. Mehr zu den neuen Alpairs gibt‘s direkt bei BPA und demnächst in der KLANG+TON.

Blue Planet Acoustic, Niklas Baur Westerbachstraße 47 Gebäude 6, 60489 Frankfurt Telefon: 069 74308845, Fax: 069 74308976 E-Mail: info@blueplanetacoustic.de Internet: www.oaudio.de

KLANG+TON

10

Bausatztest

Preiswerter Zweiwege-Hornlautsprecher

Chassistest:

• Oberton D2544 mit Horn Audaphon KW25-290 /APD25-75 Seite 11

• Ciare PM200 Seite 12

Teil zwei der Viecherei

„Das Viech“ ist einer der nach wie vor populärsten Bauvorschläge, den das Internet hergibt: Buchstäb- lich tausende von Selbstbauern haben sich schon dem einfachen Hornkonzept verschrieben und sich dem Projekt auf unterschiedlichste Wiesen angenä- hert. Eines ist ihnen jedoch gemeinsam: Sie haben eine Menge Spaß. Dennis Frank vom Lautspre- chershop Strassacker hat – im wahrsten Sinne des Wortes – da noch einen draufgesetzt

W er es tatsächlich noch nicht kennt:

Das Viech ist eine Lautsprecher-

konstruktion von Berndt Burghard – im weltweiten Web bekannt unter dem Pseudonym „Cyburgs“ – die vor fünf Jahren eingeschlagen hat wie ein Bombe und sich nach wie vor größter Beliebt- heit erfreut. Spielfreude pur hat sich das Viech auf die Fahnen geschrieben – volle Zustimmung von unserer Seite (siehe KT 6/2005). Allerdings muss man bei

aller Euphorie über den Spaßlautspre- cher eines zugeben: Der ursprünglich eingesetzte Beyma 8ag/n ist nicht das ultimative Chassis für anspruchsvolleres Musikhören, zu sehr merkt man ihm an, dass er für PA-Zwecke entwickelt wur- de, wo er als kleiner Gesangsmonitor eingesetzt werden soll. Die hohe Reso- nanzfrequenz verhindert selbst im Horn wirklichen Bass, die Hochtonwiedergabe ist trotz (oder wegen) Schwirrkonus un- ruhig und nicht sehr definiert. Die Ziele, die sich Dennis Frank für das „Viech Mk

II“ gesetzt hat, sind also eine tiefere Bass- wiedergabe und eine Qualitätssteigerung im Hochtonbereich. Das eine lässt sich ohne Probleme mit einem entsprechend parametrierten Tieftöner erreichen, das andere nur durch das Ausweichen auf Zweiwegigkeit.

Technik

Im Bass soll es der Ciare PM200 rich- ten – ein Chassis aus der professionellen Beschallungsabteilung des italienischen Herstellers, der seit Neuestem vom Laut- sprechershop Strassacker in Deutschland vertreten wird. Vom Parametersatz her ist der Ciare deutlich günstiger als der Beyma, vor allem die niedrigere Reso- nanzfrequenz und Gesamtgüte lassen eine gesteigerte Leistung im Bassbereich erwarten – wobei hier natürlich auch das recht kurze Horn Grenzen setzt. Der Wirkungsgrad des PM200 liegt im Tief- mitteltonbereich deutlich höher als der des 8ag/n, so dass eine deutlich substan-

tiellere Wiedergabe zu erwarten ist. Der Ciare hat die traditionellen Qualitäten professioneller Treiber: Kräftiges Ma- gnetsystem, einen ordentlichen Stahl- blechkorb, eine Sicke aus getränktem Ge- webe und eine leichte Papiermembran. Die maximale lineare Auslenkung von plusminus 1,5 Millimeter und die Re- sonanzfrequenz von gut 80 Hertz lassen keine Tiefbasswunder erwarten – aber zum Vergleich: Der Beyma liegt hier bei 111 Hertz. Der Frequenzgangverlauf des PM200 ist recht linear mit einer deut- lichen Störung um ein Kilohertz, die sich durch alle Messungen zieht – sicherlich nicht schön, im Rahmen dieses Projekts aber völlig in Ordnung, da es eben nicht um eine audiophile Kleinbox geht. Den- nis Frank hat den Ciare vor allem auf- grund seiner gewonnenen Höreindrücke für am besten geeignet befunden. Die höher liegenden Resonanzen sind für uns nicht mehr entscheidend, da bereits ab 1,5 Kilohertz der Hochtöner über- nimmt. Das gewaltige Konstrukt besteht aus einem Einzoll-Oberton-Treiber mit einem adaptierten Zwölfzoll-Kugelwel- lenhorn von Audaphon. Diese Kombi- nation lässt sich exakt ab der gewählten Trennfrequenz sinnvoll einsetzen, dafür stimmt aber dann alles: Der Amplituden- verlauf ist recht linear, das Wasserfall- diagramm blitzsauber bis auf die Andeu- tung einer Störung bei 4 Kilohertz. Die Klirrwerte liegen auch bei 105 Dezibel noch in einem sehr erträglichen Rahmen – der relativ hohe K2-Anteil ist ganz ty- pisch für einen Hornhochtöner.

Gehäuse

Nun, das Viech ist bekannt, aber trotz- dem eine kurze Beschreibung: Der Hornverlauf ist recht kurz mit drei Fal- tungen. Daher kommt es mit relativ we- nigen Brettern aus. Gebaut werden kann die Box übrigens auch ohne Gehrungs- schnitte, dann müssen die offenen Fugen großzügig zugekleistert werden – sieht man von außen aber nicht. Besitzer des ursprünglichen Viechs kön- nen den Upgrade-Bausatz einfach ein- bauen, ohne Änderungen am Gehäuse vornehmen zu müssen – mit zwei klei- nen Einschränkungen: Durch die tiefere Bauweise des Ciare muss der Noppen- schaumstoff hinter der Tieftöner-Aus- fräsung teilweise entfernt werden. Daher kann er auch nicht in die eigentliche Schallwand eingefräst werden, sondern benötigt ein „Zierbrett“ oder eine Front- blende wie von Dennis Frank realisiert.

Bausatztest

11

Oberton D2544 + Audaphon KW25-290 / APD25-75

Bausatztest 11 Oberton D2544 + Audaphon KW25-290 / APD25-75 Technische Daten Hersteller: Oberton, Audaphon

Technische Daten

Hersteller:

Oberton, Audaphon Lautsprechershop, Karlsruhe 88 + 27,50 Euro

Bezugsquelle:

Unverb. Stückpreis

Chassisparameter K+T-Messung Z:

16 Ohm

Fs:

1330 Hz

Re:

10,53 Ohm

Rms:

- kg/s

Qms:

3,87

Qes:

1,63

Qts:

1,15

Cms:

-

Mms:

-

BxL:

-

Vas:

-

Le:

0,06

Sd:

Ausstattung

Frontplatte

Horn Kunststoff

Membran

Polyester

Sicke

-

-

Schwingspulenträger

Kapton

Schwingspule

44 mm

Xmax absolut

--

Magnetsystem

Neodym

Polkernbohrung

-

Sonstiges

-

Neodym Polkernbohrung - Sonstiges - Eine eventuell schon vorhandene Frä- sung für den Beyma

Eine eventuell schon vorhandene Frä- sung für den Beyma muss um etwa 4 Millimeter erweitert werden. Der Hornaufsatz wird mit einem selbst- gebauten Winkel auf der Box befestigt, so dass der Hornrand etwas über die Schall- wand ragt.

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

KLANG+TON

12

Bausatztest

Frequenzweiche

Der Ciare erhält eine Impedanzlinea- risierung und eine Spule – das war es schon in Sachen Tiefmitteltöner-Tren- nung. Aufwendiger wird es beim Hoch- töner: Bedingt durch die Tatsache, dass der Oberton-Treiber bis an die untere Grenze seines Frequenzbereichs betrie- ben wird, muss er mit einem 18-dB- Filter getrennt werden. Die Überhöhung bei knapp unter 4 Kilohertz egalisiert ein Saugkreis ebenso wie den Pegel zwischen dieser Problemzone und der Übergangs- frequenz. Ein Spannungsteiler reduziert den Pegel des Hochtonhorns.

Messwerte

Überraschend gut misst sich das Ge- samtkonstrukt. Okay, die Resonanz des Tiefmitteltöners ist nach wie vor vor- handen, geht aber in den hornbedingten Resonanzen ohnehin unter. Das Klirr- verhalten, gerade im Mitteltonbereich, ist auch bei hohen Lautstärken vorbild- lich. Das Wasserfalldiagramm zeigt die erwähnten langen Nachschwinger jeder Hornkonstruktion. Der Impedanzver- lauf lässt sich mit dem optionalen Saug- kreis linearisieren, so dass der Betrieb mit einem Röhrenverstärker möglich ist. Von dieser Maßnahme profitiert auch der Phasengang des Viech Mk II. Überrascht waren wir vom Frequenzgang, der trotz aller bauartbedingten Besonderheiten ziemlich gerade verläuft – vor allem das Hochtonhorn zeigt zwischen 2 und 10 Kilohertz ein fast astreines Constant-Di- rectivity-Verhalten. Der Superhochton- bereich gibt sich dagegen zurückhaltend – oberhalb von 15 Kilohertz fällt der Pe- gel recht schnell ab.

Nicht zwingend, aber optisch sehr gefällig ist die Abdeckplatte, hinter der der auf die Schallwand gesetzte Tieftöner verschwindet. Der Korbdurch- messer des Ciare passt leider nicht in die Fräsung eines eventuell eingesetzten Beyma

nicht in die Fräsung eines eventuell eingesetzten Beyma Ciare PM200 Technische Daten Hersteller: Ciare

Ciare PM200

die Fräsung eines eventuell eingesetzten Beyma Ciare PM200 Technische Daten Hersteller: Ciare Bezugsquelle:

Technische Daten

Hersteller:

Ciare

Bezugsquelle:

Lautsprechershop, Karlsruhe

Unverb. Stückpreis

88 Euro

Chassisparameter K+T-Messung Z:

6 Ohm

Z

1 kHz:

8,5 Ohm

Z

10 kHz:

24,8 Ohm

Fs:

86,1 Hz

Re:

5,77 Ohm

 

Rms:

1,96 kg/s

 

Qms:

4,90

 

Qes:

0,58

Qts:

0,52

 

Cms:

0,19 mm/N

Mms:

17,73 g

BxL:

9,77 Tm

Vas:

13,21 l

Le:

0,41 mH

Sd:

222 cm 2

Ausstattung

 
 

Korb

Stahlblech

Membran

Papier

Dustcap

Papier

 

Sicke

Stoff

Schwingspulenträger

-

Schwingspule

38 mm

Xmax absolut

3 mm

Magnetsystem

Ferrit

Polkernbohrung

-

Sonstiges

 
Ferrit Polkernbohrung - Sonstiges   Frequenzgang für 0/15/30/45 Impedanz und elektrische Phase
Ferrit Polkernbohrung - Sonstiges   Frequenzgang für 0/15/30/45 Impedanz und elektrische Phase
Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

Hörtest

Im Hörraum ließen wir die beiden neu- en Viecher daher auf den Hörplatz ein- gewinkelt stehen, um genügend Hoch- tonpegel zu haben – nun, am oberen Frequenzrand hat es ebenso dicke ge- reicht wie am unteren. Die Hochtonein- heit sorgt für eine schnelle und präzise Wiedergabe, die Räumlichkeit ist wie bei allen guten Hörnern frappierend drei- dimensional und weit über die Töner hinaus. Die Umrisse von Stimmen und Instrumenten werden scharf abgebildet – der Aufnahmeraum besitzt ebenso prä- zise umrissene Konturen. Der Mittelton- bereich klingt aufgeräumt, sauber und lässt dabei wiederum absolut nichts an Fülle und Ausdruck vermissen – so soll es sein. Ich gebe es zu: Auch bei dieser Hornkonstruktion sollten Klassikhörer mit einem Hang zu höchster Klangtreue vielleicht zwei Mal über den Nachbau nachdenken, für Pop und Rock gibt es dagegen fast nichts Besseres als das Viech Mk. II. Und – Überraschung! – das gilt sogar für den Bassbereich. Ultratief geht es immer noch nicht, dafür legt der Ciare gegenüber dem Ur-Viech nochmal eine Schippe Pegel drauf, die sich im Freifeld gemessen gar nicht so spektakulär aus- nimmt, im Hörraum mit Bodenunter- stützung umso mehr – je nach individu- eller Sensibilität wird man sogar darüber nachdenken, ob man nicht die eine oder andere Matte Dämmstoff in den Horn- verlauf einbringt, um nicht dauernd das Gefühl zu haben, man reißt das Haus ein. Mit einem Single-Ended-Röhrenverstär- ker wird es im Bass dann etwas weniger brachial – die Kombination überzeugt mit einer fast schon audiophilen und aufgeräumten Spielweise – Faszination Horn+Röhre inkusive.

Fazit

Eine Box für jeden? Sicher nicht – die To- nalität ist eben nicht 100%ig perfekt. Alle Selbstbauer, die damit leben können, nden eine perfekte Spaßbox, die gegen- über dem Original sowohl an Spielfreude wie an Ausgewogenheit deutlich gewon- nen hat – und das zu einem Preis, der für das Gebotene immer noch als äußerst günstig zu bezeichnen ist.

Thomas Schmidt

Bausatztest

Viech Mk.II

Technische Daten

Chassishersteller:

Ciare, Oberton+Audaphon

Vertrieb:

Lautsprechershop Strassacker

13

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m

Karlsruhe

Konstruktion: Berndt Burghard, Dennis Frank

Funktionsprinzip:

Backloaded Horn

Bestückung:

1x Ciare PM200

1x Oberton D2544 + Audaphon KW25-290 / APD25-75

Nennimpedanz:

6 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

96 dB

H x B x T:

109,8 x 28,8 x 50,0 cm

Kosten pro Stück:

199 Euro + Gehäuse

189 Euro + Gehäuse als Upgrade-Satz

Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 105 dB/1 m

Schön zu sehen ist hier die vorspringende Monta- ge des Hochtonhorns. Der Winkel besteht einfach aus zwei Holzbrettchen mit einer passenden Bohrung

Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

KLANG+TON

14

Bausatztest

125
125
H
H

Aufbauanleitung

Der Ausschnitt (Radius 9 cm) für das Chassis wird mit einem Abstand von 144 mm zur Ober-

kante der Box aus A ausgeschnitten. B wird ein- seitig mit Noppenschaumstoff beklebt. Danach die Abstände laut Plan auf S anzeichnen und die Bretter A, B, C, D, F und zwei G aufleimen.

B und C (Anm. d. Red.: in der Version ohne

Gehrungsschnitte) mit viel Leim abdichten. Die Bretter H, I, J und E am Schluss einpassen und einleimen. Kabel mit Heißkleber im Hornver- lauf befestigen und an gewünschter Stelle aus dem Gehäuse führen. Deckel S aufleimen. Eine Lage Dämmwolle locker einrollen und unter den Chassisausschnitt zwischen A und B klemmen. Der Holzwinkel für das Horn wird 8 Zentimeter hinter der Schallwand befestigt. Der Hohlraum im Fuß kann beliebig gefüllt werden.

Zubehör pro Box

• Anschlussklemmen

• Dämpfungsmaterial

• Schrauben

• Schaumstoffdichtstreifen für die Lautsprecher

• 2 m Kabel 2 x 1,5 mm 2

Lieferant:

Lautsprechershop, Karlsruhe

Holzliste pro Box

Holzliste in 19 mm Spanplatte oder MDF (mit Gehrungsschnitten):

A:

1 x 55,0 x 25,0

B:

1 x 44,0 x 25,0

C:

1 x 37,0 x 25,0

D:

1 x 21,0 x 25,0

E:

1 x 53,0 (23°/-23°) x 25,0

F:

1 x 106,0 x 25,0

G:

2 x 50,0 x 25,0

H:

1 x 7,5 (45°/45°) x 25,0

I:

1 x 14,0 (45°/41°) x 25,0

J:

1 x 17,0 (45°/45°) x 25,0

S:

2 x 110,0 x 50,0

Änderungen für das Viech ohne Gehrungsschnitte:

E:

1 x 53,0 x 25,0

H:

1 x 5,5 x 25,0

I:

1 x 12,0 x 25,0

J:

1 x 15,0 x 25,0

In

Stärke 10 mm mit viel Leim einkleben.

15,0 x 25,0 In Stärke 10 mm mit viel Leim einkleben. Weichenbestückung L1: 1,0 mH Luftspule,

Weichenbestückung

L1:

1,0 mH Luftspule, 1,4 mm

L2:

0,68 mH Luftspule, 0,7 mm

L3:

2,2 mH Rohrkernspule

L4:

0,22 mH Luftspule, 0,7 mm

C1:

22 uF Elko

C2:

3,3 uF MKP

C3:

6,8 uF MKP

C4:

1,0 uF MKP

C5:

8,2 uF MKP

R1:

1,0 Ohm MOX 10 Watt

R2:

6,8 Ohm MOX 10 Watt

R3:

3,3 Ohm MOX 10 Watt

R4:

18 Ohm MOX 10 Watt

R5:

10 Ohm MOX 10 Watt

AWM 104 55,- € AWM 124 75,- € - 10” und 12” Subwoofer-Chassis - Aluminium-Druckgusskorb

AWM 104

55,- €

AWM 124

75,- €

- 10” und 12” Subwoofer-Chassis

- Aluminium-Druckgusskorb

- Langhubgummisicke

- Xmax +/- 9 mm

- hochwertige, beschichtete Membran

- Kapton-Schwingspule

- Schraub-Anschlussterminals

- einsetzbar in kleinsten Bassreflexgehäusen Bauvorschläge: K+T 5/06 + 6/07

MHE 380 50,- € - 3” / 1” Mittel-Hochtoneinheit - D’Appollito Konstruktion - 1” Aluminiumkalotte
MHE 380
50,- €
- 3” / 1” Mittel-Hochtoneinheit
- D’Appollito Konstruktion
- 1” Aluminiumkalotte
- geschirmte Neodym Antriebssysteme
- Größe (BxHxT) 100 x 226 x 69 mm
- Ausführungen der Front:

Echtes Aluminium in Silber oder Schwarz eloxiert

der Front: Echtes Aluminium in Silber oder Schwarz eloxiert XAW 110 HC 35,- € - 4”Tiefmittelton-System

XAW 110 HC

35,- €

in Silber oder Schwarz eloxiert XAW 110 HC 35,- € - 4”Tiefmittelton-System - 3-Schichten Honeycomb Membran
in Silber oder Schwarz eloxiert XAW 110 HC 35,- € - 4”Tiefmittelton-System - 3-Schichten Honeycomb Membran

- 4”Tiefmittelton-System

- 3-Schichten Honeycomb Membran

- geschirmtes Neodym- / Ferrit Antriebssystem

- Kapton Schwingspulenträger

- hoher Wirkungsgrad

- massiver, gedrehter Alu-Montagering

- hoher Wirkungsgrad - massiver, gedrehter Alu-Montagering WM 8 45,- € - 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem -
- hoher Wirkungsgrad - massiver, gedrehter Alu-Montagering WM 8 45,- € - 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem -
- hoher Wirkungsgrad - massiver, gedrehter Alu-Montagering WM 8 45,- € - 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem -
- hoher Wirkungsgrad - massiver, gedrehter Alu-Montagering WM 8 45,- € - 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem -
- hoher Wirkungsgrad - massiver, gedrehter Alu-Montagering WM 8 45,- € - 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem -

WM 8

45,- €

- massiver, gedrehter Alu-Montagering WM 8 45,- € - 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem - Double Roll Sicke

- 8” Hochleistungs-Tiefmitteltonsystem

- Double Roll Sicke

- Xmax +/- 4,5 mm

- luftgetrocknete Papiermembran

- guter Wirkungsgrad

- Polkern mit Kupferkappe

- geeignet für Bassreflexgehäuse Bauvorschlag: K+T 6/08

- geeignet für Bassreflexgehäuse Bauvorschlag: K+T 6/08 KFT 130 M 50,- € - Magnetostat mit Kaptonfolie

KFT 130 M

50,- €

- Magnetostat mit Kaptonfolie und Kurzhorn

- Impedanz 8 Ohm

- Frequenzbereich 1.000 – 40.000 Hz

- Grösse (B x H x T) 98 x 135 x 44 mm Bauvorschlag: K+T 5/08

Grösse (B x H x T) 98 x 135 x 44 mm Bauvorschlag: K+T 5/08 MPA

MPA PA 2.1 Aktiv

Sub-/Sat Systembausatz 229,- €/Set

5/08 MPA PA 2.1 Aktiv Sub-/Sat Systembausatz 229,- €/Set - 1x 12” (30 cm) PA Subwoofer

- 1x 12” (30 cm) PA Subwoofer Tieftonsystem

- 2x 6,5” (16 cm) PA Tiefmitteltonsystem

- 2x 1” (2,5 cm) PA Horn-Hochtonsystem

- 2x passende und abgestimmte Frequenzweiche

- 1x 3-Kanal PA Verstärker- Aktiveinheit

- Ausgangsleistung Aktivmodul: 3 x 120 Watt R.M.S.

- Inclusive Anschlussterminal, Kleinteile und Bauanleitung

- Der Bausatz beinhaltet kein Holz

und Bauanleitung - Der Bausatz beinhaltet kein Holz AW 3000 49,- € - 12” Subwoofer-Chassis -
und Bauanleitung - Der Bausatz beinhaltet kein Holz AW 3000 49,- € - 12” Subwoofer-Chassis -

AW 3000

49,- €

- 12” Subwoofer-Chassis

- Gummisicke

- stabiler Aluminium Druckgusskorb

- hochwertige beschichtete Membran

- Schraubanschlussterminals

- Xmax +/- 6,3 mm Bauvorschläge: K+T 4/06 + 6/06

- Xmax +/- 6,3 mm Bauvorschläge: K+T 4/06 + 6/06 AW 2000 35,- € - 8“
- Xmax +/- 6,3 mm Bauvorschläge: K+T 4/06 + 6/06 AW 2000 35,- € - 8“

AW 2000

35,- €

- 8“ Tieftonsystem

- Gummisicke

- stabiler Aluminium Druckgusskorb

- hochwertige beschichtete Membran

- Schraubanschlussterminals

- Xmax +/- 6,5 mm

AM 80 79,- €

- Aktivmodul 80 Watt

- einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

- Phasen-Umkehrschalter

- Low-Level Eingang Cinch

- High-Level Eingang- / Ausgang

- Satelliten über High-Level Ausgang anschließbar

- 80 Watt R.M.S. / 150 Watt max.

Passend für 8”- und 10”-Woofer

R.M.S. / 150 Watt max. Passend für 8”- und 10”-Woofer AM 120 129,- € - Aktivmodul

AM 120 129,- €

- Aktivmodul 120 Watt

und 10”-Woofer AM 120 129,- € - Aktivmodul 120 Watt - einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

-

einstellbare aktive Frequenzweiche 40-180 Hz

-

Phasen-Umkehrschalter

-

Low-Level Eingang Cinch

-

-

High-Level Eingang- / Ausgang

Satelliten über High-Level Ausgang anschließbar

- 120 Watt R.M.S. / 250 Watt max. Passend für 12”- und 15”-Woofer sowie AWX 184

 

AWM 104

MHE 380

AWM 124

XAW 110HC

WM 8

KFT 130 M

AW 3000

AW 2000

 

Impedanz

4 Ohm

8/4 Ohm

4 Ohm

8 Ohm

8 Ohm

8 Ohm

4 Ohm

4 Ohm

X max

+/- 1,5 mm

+/- 9 mm

+/- 3 mm

+/- 4,5 mm

-

+/- 6,4 mm

+/- 6,5 mm

 
    Fs +/- 9 mm 37 Hz 91 Hz 30 Hz 54 Hz 45 Hz
 

Fs

+/- 9 mm 37 Hz

91

Hz

30 Hz

54

Hz

45

Hz

1.100 Hz

27 Hz

30

Hz

 
  Qms 7,40 6,60 7,50 4,90 6,20   - 4,10 4,10

Qms

7,40

6,60

7,50

4,90

6,20

 

-

4,10

4,10

Qes 0,27 0,52 0,26 0,36 0,33 - 0,33 0,32
Qes 0,27 0,52 0,26 0,36 0,33 - 0,33 0,32
Qes 0,27 0,52 0,26 0,36 0,33 - 0,33 0,32
Qes 0,27 0,52 0,26 0,36 0,33 - 0,33 0,32

Qes

0,27

0,52

0,26

0,36

0,33

-

0,33

0,32

 

Qts

0,26

0,48

0,25

0,34

0,31

-

0,31

0,29

Vas

37,0 l

1,1 l

68,0 l

4,9 l

39

l

-

97,0 l

37,0 l

 

SPL

88,1 dB

90

dB

90,5 dB

86

dB

93

dB

93

dB

89,6 dB

88

dB

R.M.S.

200

W

100

W

220

W

60

W

120

W

20

W

180

W

120

W

Besuchen Sie uns unter

 

Pmax

500

W

200

W

600

W

150 W

300

W

-

450

W

300

W

www.speakertrade.com

Alle Preise incl. MwSt. und zzgl. Versand- und Nachnahmekosten Vertrieb: SpeakerTrade · Neuenhofer Straße 42-44 · D-42657 Solingen · Tel. 0212/38 226 0 · Fax 0212/38 226 40

KLANG+TON

16

Spezial

Wandhorn für Voxativ AC-X in zwei Varianten

Rückenwind

In unserem Hochwirkungsgrad-Spezial (5/09) stellten wir Voxativs Elektromagnet-Breitbänder AC-X aus- führlich vor. Nun kommt die optimale Gehäuseemp- fehlung für den Ausnahmewandler

die optimale Gehäuseemp- fehlung für den Ausnahmewandler Das kleine Wandhorn ist dank geringem Bauaufwand schnell

Das kleine Wandhorn ist dank geringem Bauaufwand schnell fertig

A ls Vertreter der sehr wirkungsgrad- starken Achtzoll-Breitband-Fraktion

fühlt sich auch der AC-X in einem Rear- loaded-Horn sehr wohl: Der rückseitige Schalltrichter sammelt Tief-, Grund- und Mittelton, der Treiber liefert auf direktem Wege den Rest ans Ohr. Dem AC-X steht sein gigantischer Antrieb al- lerdings buchstäblich im Wege, denn der würde eine entsprechende Vorkammer und damit eine völlige Neukonstruktion

bewährter Rearloaded-Hörner bedin- gen. Auch auf diese knifflige Frage hat

Entwicklerin Inès Adler allerdings eine sehr passende Antwort gefunden: ein Wandhorn. Dessen Kontur schlängelt sich nicht hinter dem Treiber nach un- ten, sondern auf einer Ebene parallel zur Wand. Die enorme Größe des Gehäuses wird durch die geringe Tiefe von 18 cm gekonnt entschärft, zudem eröffnet sie ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Varianten

Voxativ hat für den AC-X zwei verschie- dene Wandhörner entwickelt. Die gut 1 x 1 Meter große Variante mit mehrfacher Umwegleitung erreicht unter Einbezie- hung des Raums bis zu 25 Hz untere Grenzfrequenz – das lässt keine Wünsche mehr offen und macht Subwoofer über- üssig. Durch die Aufrechterhaltung des Stahlungswiderstands bis in den Tiefbass hinein bedämpft es den Hub des Treibers zudem effektiv und ermöglicht gigan-

den Hub des Treibers zudem effektiv und ermöglicht gigan- Die Oberflächengestaltung steht dem Besitzer frei, egal

Die Oberflächengestaltung steht dem Besitzer frei, egal ob unauf- fällig oder extrovertiert

tische Lautstärken. Das kleinere Horn ist mit gut 60 mal knapp 100 cm deutlich kompakter und auch deutlich einfacher aufgebaut, reicht dabei aber nicht so tief in den Bassbereich hinein. Die Simulati- on zeugt von linearerem Verhalten, ein Umstand, der sich unter Einbeziehung des Raums aber relativiert. Hörbare Pe- gelschwankungen im Bassbereich sind auch mit der großen Variante nicht zu erwarten. Wer den Bauaufwand nicht scheut oder schlicht keine Kompromisse eingehen will, der sollte auf jeden Fall zum großen Horn greifen. Natürlich be- steht auch die Möglichkeit, mit der klei- nen Variante anzufangen und das große Horn für die Zukunft vorzusehen. Und wer es mit der Holzarbeit nicht so hat, bekommt bei Voxativ auch Fertiggehäu- se, wie zum Beispiel die große Variante in feinstem Klavierlack für 2.800 Euro pro Exemplar. Beide Hörner können alternativ zur Auf- hängung an der Wand auf einen Fuß ge- stellt werden, um die Freiheiten bei der Aufstellung zu gewinnen. Die Gestaltung der Oberflächen – egal ob wandähnlich- unauffällig oder bunt und extrovertiert –steht dem Endanwender frei. Das kleine Horn kann auch durchaus zum Teil eines schnell aufgebauten Regalsystems wer- den und fällt bei entsprechender Gestal- tung nur noch klanglich auf. Als Horn lässt sich auch diese Bauform über Grad und Position der Bedämp- fung penibel auf Raum und Geschmack

Die Tieftonsimulation dokumentiert den deutlich gesteigerten Tiefgang des großen Horns (grün) einstellen. Mehr
Die Tieftonsimulation dokumentiert den deutlich gesteigerten Tiefgang des großen Horns (grün) einstellen. Mehr

Die Tieftonsimulation dokumentiert den deutlich gesteigerten Tiefgang des großen Horns (grün)

einstellen. Mehr Dämmwolle ergibt lo- gischerweise weniger Bass, da die Funk- tion des Horns reduziert wird. Immer frei bleiben sollte aber der Horneingang, sonst klingt es dumpf. Eine zusätzliche Eingriffsmöglichkeit in Sachen Bass ist das Auskleiden der Rückkammer mit 10-mm-Fasermatten, welche Voxativ bei Bedarf liefert. Auch der Wandabstand spielt in Sachen Bass eine große Rolle, da die Mauer als Begrenzungsfläche die Ef- fizienz des Horns beeinflusst. Frau Adler rät im Zweifelsfall zu weniger Dämmung und mehr Wandabstand für den per- fekten Tiefton. Dazu kommt das Einstellen der „Höhen- dosis“ über den Winkel zwischen Breit- bänder und Hörer – Voxativ empfiehlt 15 Grad. Ein gewisses Maß an Abstim- mungsarbeit ist also erforderlich, dafür lässt sich das Hornsystem auch ohne Filter und Equalizer präzise an die Wün- sche des Besitzers anpassen.

präzise an die Wün- sche des Besitzers anpassen. Voxativ AC-X 2.250 Euro pro Stück (ausführliche

Voxativ AC-X

2.250 Euro pro Stück (ausführliche Vorstellung in K+T 5/2009)

 

Kontakt

Voxativ GmbH

Nollendorfstraße 11-12

Praxis

10777 Berlin

Zumindest theoretisch funktionieren natürlich auch andere Treiber in diesem Horn, entwickelt wurde es aber speziell für dem AC-X. Frau Adler weist nach Tests den AC-3 als mögliche Alternativ- bestückung aus, alles Weitere ist im End- effekt Glückssache. Als optimale Verka- belung empfiehlt sie zudem das LS-8 von Silent Wire, welches ebenfalls direkt in Berlin zu bekommen ist. Auch Zubehör- Kits mit Schrauben, Einschlagmuttern, Dämmung, Dichtung und Kabeln gibt es vor Ort. Und der AC-X wird in Kürze noch ein Upgrade der etwas anderen Art erfahren: eine Sicke aus Ziegenleder. Das speziell für diesen Treiber gefertigte Bau- teil ist laut Hersteller außergewöhnlich verlustarm und damit perfekt geeignet für einen Breitbänder, dessen leichtge- wichtige Membran sich möglichst unge- stört feinsten Klangdetails widmen soll. Und damit niemand meint, der AC-X und die Wandhörner müssen sich vor anderen Konstruktionen verstecken,

Tel.: 030 21005662 E-Mail: info@Voxativ.de Internet: www.voxativ.de

lassen sich beide Varianten jederzeit in Berlin Probe hören. Frau Adler schreckt dabei auch nicht vor dem direkten Ver- gleich zurück und lädt jeden Interessen- ten dazu ein, seine Lautsprecher zum Shootout beizusteuern. Zitat: „Mitbrin- gen, was man tragen kann!“ – eine Einla- dung, die man sich auf keinen Fall entge- hen lassen sollte.

Ausführliche Baupläne für beide Hör- ner gibt‘s auf www.klangundton.de!

Christian Gather

Hör- ner gibt‘s auf www.klangundton.de! Christian Gather Das große Horn (rechts) ist deutlich aufwendiger gestaltet,

Das große Horn (rechts) ist deutlich aufwendiger gestaltet, belohnt dafür mit mehr Tiefbass und höherem Maximalpegel

17

KLANG+TON 18 High-End-Projekt Sehr großes Zweiwegsystem für höchste Ansprüche Zweiweg zum Glück In der

KLANG+TON

18

High-End-Projekt

Sehr großes Zweiwegsystem für höchste Ansprüche

Zweiweg zum Glück

In der Beschallungstechnik sind Zweiwege- Lautsprecher mit 30er- oder gar 38er-Tiefmittel- tönern alltäglich, in der HiFi-Welt hört Zweiweg hingegen bei spätestens 20 cm auf. Dabei besitzen nicht nur die Kleinen, sondern auch gerade die sehr großen Zweiwegler eine hohe Anziehungskraft

Chassistest:

• Seas Prestige CA26RFX K+T 2/2006

• Seas Excel T29CF002 K+T 4/2008

S o mancher moderne 25er sagt in den Messungen durchaus „Zweiweg“. Nur

setzt es offensichtlich niemand in die Tat um. Rein objektiv gesehen machen Lautsprecher ab einer gewissen Größe dreiwegig eben mehr Sinn. Andererseits eröffnet gerade der Selbstbau ja die Frei- heit, Systeme zu entwerfen, welche die eingefahrenen Wege verlassen und die Grenzen der Machbarkeit ausloten. Dazu gehört mit Sicherheit auch die „Prestige“,

bestückt mit edelstem Material von Seas.

Bestückung

Den zweiwegtauglichen 25er zieht man natürlich nicht mal eben aus der Schub- lade, insbesondere wenn er mit einer edlen Kalotte wie der „Crescendo“ von Seas-Excel verheiratet werden soll. Die Suche im selben Haus brachte uns je- doch schnell zum Ziel: der CA26RFX aus

der Prestige-Serie von Seas, die unserer Box gleichzeitg den passenden Namen verlieh. Er ist die zweiwegtaugliche Aus- nahme im Programm der Norweger. Die Excel-26er sind zwar exzellente Chassis, verlangen aber klar nach einem dritten Weg. Zudem lässt sich der RFX nichts zu- schulden kommen, bietet neben einem linearen Frequenzgang bis in den Mittel- ton ideale Parameter für sehr tiefen Bass und einen angenehm hohen Wirkungs- grad. Auch er sitzt in dem sehr luftig gebauten und doch sehr stabilen Alu- druckgusskorb mit hochgelegter Zen- trierspinne. Die frontseitig beschichtete Papiermembran ist äußerst gutmütig und wird von einer weichen Gummisicke eingefasst. 14 mm linearer Hub und die 51-mm-Schwingspule sprechen zudem für eine exzellente Großsignalfestigkeit. Als möglichst hochwertiger Partner

springt schnell der T29CF002 ins Auge. Die große Gewebekalotte bekam von Seas alle technischen Finessen mit auf den Weg und bildet die Speerspitze der aktuellen Hochtönerpalette der Norwe- ger. Sie agiert dank niedriger Resonanz- frequenz angenehm breitbandig und ist ebenfalls hoch belastbar – der ideale Kandidat für ein ebenso kräftiges wie ed- les Zweiweg-System.

Gehäuse

Selbstverständlich gehört zu einer so hochwertigen Bestückung auch das ent- sprechende Gehäuse. Wir erkoren 27 mm starkes Birkenmultiplex zum Material der Wahl. Das ist zwar nicht ganz billig, dafür aber sehr massiv und vor allem mit einer attraktiven Oberfläche und hüb- schen Kanten gesegnet. Um die Struk- tur der Schichtplatten herauszustellen,

gaben wir fast allen Kanten der Box und des dazugehörigen Fußes eine großzü- gige 18-mm-Fase. Diese nimmt dem 100 Liter fassenden Gehäuse auch ein wenig von seiner Größe. Für noch mehr „Luf- tigkeit“ sorgt der Fuß der Box, welcher zudem den nötigen Abstand zum Boden einhält, damit das dort sitzende Reflex- rohr seine Arbeit verrichten kann. Kur- zerhand setzten wir auch die Polklem- men nach unten, damit die Rückseite der Box makellos bleiben kann. Die Chassis sollten sowohl aus optischen als auch aus technischen Gründen in der Schallwand versenkt werden. Zur Sicherheit sitzen ober- und unterhalb des Tieftöners noch zwei Versteifungskreuze, welche die doch recht großflächigen Wände gegeneinan- der abstützen und für absolute Ruhe sorgen. Den Rest besorgt das profunde Eigengewicht der Box.

Frequenzweiche

Trotz der exotischen Kombination konn- te die Frequenzweiche recht einfach ge- halten werden. Der Tieftöner wird von einer Serienspule im Pegel gezügelt. Ein vorsichtiges RC-Glied optimiert den Frequenzgangverlauf im Mittelton, ein Saugkreis kümmert sich um die einzige Frequenzgangresonanz bei 2,5 kHz.

((kt110 intertechnik textdiagramm tt mit und ohne weiche))
((kt110 intertechnik textdiagramm tt mit
und ohne weiche))

Der breitbandige Hochtöner hat einen leicht glockenförmigen Frequenzgang, dessen lautester Bereich um 5 kHz von einem Sperrkeis sanft eingeebnet wird. Ein Vorwiderstand sorgt für leichte Pe- gelreduktion, dann folgt ein tief tren- nendes 18-dB-Filter.

((kt110 intertechnik textdiagramm ht mit und ohne weiche))
((kt110 intertechnik textdiagramm ht
mit und ohne weiche))

Mit gleich gepolten Chassis ergibt sich so ein harmonischer Übergang bei 1,8 kHz, was sowohl der Tief-, als auch der Hoch- töner klaglos mitmachen.

der Tief-, als auch der Hoch- töner klaglos mitmachen. High-End-Projekt „Prestige“ Technische Daten 19

High-End-Projekt

„Prestige“

Technische Daten

19

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45

Chassishersteller:

Seas

Vertrieb:

Intertechnik, Kerpen

Konstruktion: Holger Barske, Christian Gather

Funktionsprinzip:

Zweiweg, Bassreflex

Bestückung:

1 x Seas Prestige CA26RFX 1 x Seas Excel T29CF002

Nennimpedanz:

8 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

89 dB

B x H x T:

40,4 x 105,8 x 45,4 cm

Kosten pro Box:

ca. 650 Euro + Gehäuse

Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
((kt110 intertechnik textdiagramm zweige summe))
((kt110
intertechnik
textdiagramm
zweige summe))

An Bauteilequalitäten gehört in die Pre- stige natürlich nur edelstes Material. Intertechniks exzellente Tritec-Spulen, Audyn-Kondensatoren und Metalloxid- Widerstände kümmern sich behutsam um die zu filternden Signale. Selbst in den oft vernachlässigten Parallelzwei- gen sitzen ausschließlich Luftspulen und MKPs, im besonders sensitiven Hochton kommen die Audyn-Plus-Caps zum Ein- satz.

Messwerte

Neben dem bereits erwähnten, erstaun- lich hohen Wirkungsgrad von 89 dB an 2,83 V ist die Prestige ein sehr ausgewo- gener Lautsprecher. Der Bass reicht ohne Probleme bis 30 Hz, der leichte Abfall wird durch die Bodennähe des Reflex- rohrs im Wohnraum kompensiert. Leicht wellig, dabei aber sehr gutmütig und ge- messen an der Größe der Membranen mit exzellentem Rundstrahlen gesegnet,

Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

KLANG+TON

High-End-Projekt

KLANG+TON High-End-Projekt 20 Zubehör pro Box überzeugen auch die Winkelmessungen. Menschen auf der ewigen Suche nach

20

Zubehör pro Box

überzeugen auch die Winkelmessungen. Menschen auf der ewigen Suche nach „der Linie“ werden unter gut 10 Grad glücklich.

((kt110 intertechnik textdiagramm 10 grad))
((kt110
intertechnik
textdiagramm
10
grad))

Die Impedanz ist absolut unkritisch und erfüllt die 8-Ohm-Norm problemlos. Die Qualität der Chassis unterstreichen die Klirrmessungen bei 85 und 95 dB. K2 und K3 bewegen sich ab dem Grundton aufwärts stets deutlich unterhalb von 1 %, insbesondere der klanglich auffäl- lige K3 hält sich angenehm zurück. Auch wenn der RFX hier nichts anbrennen lässt, so zeigt der Crescendo mit extrem wenig K3 auch bei 95 dB seine Klasse. Das Wasserfalldiagramm zeugt von we- nigen, harmlosen Nachschwingern im Mittelton - unbedeutende Relikte der Größe des Tiefmitteltöners.

Klang

Im klassischen Stereodreieck angeordnet, muss die Prestige ihre Qualitäten nur noch im Hörraum unter Beweis stellen. Dort zaubert sie ein sehr luftiges, ener-

• Bassreflexrohr JetSet 100 (je 1 x AT, MR, IT, gekürzt auf 14 cm)

• 1 Paar Polklemmen PK18/82MS/NI

• 4 Beutel Sonofil

• 1/2 Matte Damping 30

• 3 m Kabel 2 x 2,5 mm 2

• 18 Schrauben IKS25

Lieferant: Intertechnik, Kerpen

Holzliste pro Box

27-mm-Birkenmultiplex:

2

x 80,0 x 35,0 cm

Front / Rückwand

2

x 85,4 x 45,4 cm

Seitenwände

2

x 45,4 x 35,0 cm

Deckel / Boden

4

x 30,0 x 15,0 cm

Fuß Streben

2

x 45,4 x 40,0 cm

Fuß Boden

Dachlatte 24 x 48 mm:

4

x 40,0 cm

Versteifung vorne / hinten

4

x 35,0 cm

Versteifung links / rechts

/ hinten 4 x 35,0 cm Versteifung links / rechts Aufbauanleitung Der Aufbau beginnt auf einer

Aufbauanleitung

Der Aufbau beginnt auf einer liegenden Sei- tenwand. Sie erhält Deckel und Front, dann die Versteifungskreuze. Danach kommen die Rück- wand und der Boden. Vor dem Verschließen mit der zweiten Seitenwand wird das Gehäu- se zur Orientierung markiert. Währenddessen werden bereits die aufgedoppelten Platten für die Füße vollflächig miteinander verleimt. Nach dem groben Schliff auf Maß bekommt das Ge- häuse die Ausfräsungen für die Chassis und die Löcher für Reflexrohr und Polklemmen. Danach bekommen alle Kanten der Box, der senkrech- ten Streben des Fußes und die Oberkante der Bodenplatte einen 18-mm-Radius per Oberfrä- se. Nun kann der Fuß geklebt werden. Wäh- rend dieser trocknet, wird die Box fein geschlif- fen, dann der Fuß. Dieser kann entweder an die Box geklebt oder mit koppelnder Trittschall- dämmung „lose“ unter die Box gestellt werden – das Eigengewicht hält das Gehäuse problem- los am Platz, der Zugang zum Reflexrohr wird erleichtert. Jetzt wird die Frequenzweiche auf einem Brett, welches durch die Tiefton-Öffnung passt, auf- gebaut und mit Kabeln versehen. Sie wird auf der Rückwand hinter dem Tieftönerausschnitt platziert, die Kabel an die entsprechenden Stel- len verlegt. Die Polklemmen können bereits an- geschlossen werden, auch das Reflexrohr wird nach dem Kürzen auf 14 cm zusammenge- setzt, mit Klebeband fixiert und eingeschraubt. Dann wird bedämpft: Sonofil füllt das Gehäu- se locker oberhalb der oberen und unterhalb der unteren Versteifung. Achtung: unten den Weg zum Reflexrohr freilassen (sprich die Mat- ten um das Rohr legen)! Das Damping 30 wird zugeschnitten und belegt die Seitenwände um den Tieftöner herum, eine Matte Sonofil kommt über die Frequenzweiche. Dann wer- den die Treiber angelötet und eingeschraubt, was die Box komplettiert.

K+T-Tipp zur Gehäusegestaltung:

Da das Multiplex bereits schöne Flächen und Kanten mitbringt, empfiehlt sich die Behand- lung mit Klarlack, Holzöl oder Beize, je nach gewünschter Oberfläche und Farbton.

Weichenbestückung

L1 =

1,8 mH Tritec-Luftspule,

 

7

x 0,60 mm, 0,37 Ohm

L2 =

1,5 mH Luftspule, 1,00 mm Draht, 0,73 Ohm

L3 =

0,18 mH Tritec-Luftspule,

7

x 0,50 mm, 0,13 Ohm

L4 =

0,39 mH Tritec-Luftspule,

7

x 0,50 mm, 0,21 Ohm

C1 =

2,7 μF Audyn Cap QS

C2 =

10 μF Audyn Cap QS

C3 =

6,8 μF Audyn Cap Plus

C4 =

10 μF + 2,2 μF Audyn Cap Plus parallel

C5 =

10 μF Audyn Cap Plus

R1 =

6,8 Ohm 10 W MOX

R2 =

33 Ohm 10 W MOX

R3 =

1,2 Ohm 10 W MOX

R4 =

2,7 Ohm 10 W MOX

High-End-Projekt 21 Reflexrohr und Polklemmen sind beide im Boden der Box untergebracht Das Beste vom

High-End-Projekt

21

Reflexrohr und Polklemmen sind beide im Boden der Box untergebracht

und Polklemmen sind beide im Boden der Box untergebracht Das Beste vom Besten: der 26er ist

Das Beste vom Besten: der 26er ist einer der wenigen Zweiwegtauglichen, die Kalotte das Flaggschiff von Seas-Excel

giereiches Klangbild, welches mit seinem außergewöhnlichen Ver- bund aus Intensität und Sanftmut unweigerlich an einen Kopfhörer erinnert. Mit der vorbildlichen Geschlossenheit eines Zweiwegsy- stems, dabei aber mit einer sehr überzeugenden, fast unspektakulären Dynamik gesegnet, verblüfft die Prestige die verdutzte Hörmann- schaft. Beide Chassis reichen dabei viele Details an, insbesondere der Hochtöner macht seine Sache sehr gut: er folgt dem Quellmaterial sehr gewissenhaft, gibt dem Ganzen aber unterschwellig eine große Portion Charme mit auf den Weg, die ein Lächeln aufs Gesicht des Hörers zaubert. An der Entspanntheit des Systems ist natürlich auch die Frequenz- weiche beteiligt. Hochwertige Bestückungen bringen eben das klei- ne Quäntchen mehr Ruhe, Gelassenheit und Reinheit ins Klangbild, welches einen erfahrbaren Unterschied macht. Räumlich, tonal und in Sachen Details ist die Gesamtheit aus Chassis, Weiche und Ge- häuse ein highendig-präzises Konstrukt, welches sich keine Schwä- chen erlaubt. Im Gegensatz zu den hier häufig anzutreffenden Hart- membran-Lautsprechern besitzt die Prestige aber den klanglichen Charme, der den auf technische Gesichtspunkte optimierten Kon- kurrenten einfach abgeht. Sie spielt rund, sie swingt, sie lebt. Dabei produziert sie ohne Probleme sehr hohe Lautstärken, bei denen kein anderer HiFi-Zweiwegler mitkommt. Ihr Bass ist nicht PA-typisch trocken, dafür aber rollend-rund und exorbitant tief – nach meinem Gefühl sogar noch tiefer, als die Messung prophezeit. Sie baut Klänge durchaus von unten auf, wirkt dabei aber in keinster Weise dicklich- rund, sondern sehr sauber und bis in den Bass hinein durchhörbar.

sondern sehr sauber und bis in den Bass hinein durchhörbar. Zu einem hochwertigen Projekt gehört natürlich

Zu einem hochwertigen Projekt gehört natürlich auch die entsprechende Frequenzweiche

Fazit

Die Prestige verbindet die Vorteile aus zwei Welten auf ideale Weise:

sie bietet die Vorzüge eines Zweiwegsystems wie bruchfreie Wieder- gabe und tolle Räumlichkeit, ist dabei aber angenehm wirkungs- gradstark, hochbelastbar und mit einem exorbitant tiefen Bass ge- segnet. Die edlen Chassis verströmen zudem fein ausbalancierte, liebliche Klänge zum Träumen.

Christian Gather

edlen Chassis verströmen zudem fein ausbalancierte, liebliche Klänge zum Träumen. Christian Gather KLANG+TON 1/2010

Was soll ich kaufen,

Was soll ich kaufen,
Was soll ich kaufen,
Was soll ich kaufen,
Was soll ich kaufen,
Was soll ich kaufen,
Was soll ich kaufen,
Was soll ich kaufen,

bbrs

Heinz?

bbrs Heinz? Heinz ist einzigartig und von Beruf leidenschaftlicher Testredakteur für HiFi-Verstärker. Keiner hat mehr
bbrs Heinz? Heinz ist einzigartig und von Beruf leidenschaftlicher Testredakteur für HiFi-Verstärker. Keiner hat mehr
bbrs Heinz? Heinz ist einzigartig und von Beruf leidenschaftlicher Testredakteur für HiFi-Verstärker. Keiner hat mehr
bbrs Heinz? Heinz ist einzigartig und von Beruf leidenschaftlicher Testredakteur für HiFi-Verstärker. Keiner hat mehr

Heinz ist einzigartig und von Beruf leidenschaftlicher Testredakteur für HiFi-Verstärker. Keiner hat mehr Verstärker gehört und getestet. In seinem Beruf (kommt von Berufung) hat er mehr als 2.500.000 Watt Verstärkerleistung angeschlossen, gemessen und beurteilt. Heinz kennt sie alle. Heinz ist auf

er mehr als 2.500.000 Watt Verstärkerleistung angeschlossen, gemessen und beurteilt. Heinz kennt sie alle. Heinz ist

KLANG+TON

24

Bausatztest

Günstige D’Appolito-Standbox mit Omnes und Tang Band

Chassistest:

• Omnes Audio MW 6W K+T 06/2009

• Tang Band 25-1719:

K+T 03/2009

Weiß auf Schwarz

Bei der Qualität des kleinen Keramikhochtöners von Tang Band konnte es natürlich nicht aus- bleiben, dass eine Menge neuer Bauvorschläge mit der Hartkalotte realisiert werden. Nachdem das Thema Kompaktboxen mit der CerAl-Serie kompetent und ausführlich bearbeitet wurde, stellt Blue Plant Acoustic nun die Spirit-Serie vor – Standboxen, für die die passenden neuen Treiber von Omnes Audio soeben vorgestellt wurden

B isher zwei Lautsprecher umfasst die neue Spirit-Reihe von Blue Planet

Acoustic – jeweils zwei Tiefmitteltöner in D´Appolito-Anordnung umrahmen die Tang-Band-Keramikkalotte. Die Nmaen „Spirit 5“ und „Spirit 6“ verweisen auf den nominellen Durchmesser der ver- wendeten Omnes-Audio-Töner – in un- serem Fall der Spirit 6 haben wir es also mit zwei Sechszöllern zu tun.

Technik

Der Omnes Audio MW 6W hat uns in der K+T 6/2009 positiv überrascht. „Engineered in Germany“ ist die Devi- se: Das bedeutet, dass die Konstruktion des preisgünstig in Fernost gefertigten Chassis von Blue Planet Acoustic selbst stammt – Omnes ist ja dort die Haus- marke. Das Chassis verfügt über einen

Gusskorb und einen klassischen Fer- ritmagneten mit Polkernbohrung. Die Sicke ist S-förmig ausgelegt, so dass ei- niges an Hub zu erwarten ist. Unsere Messungen zeigten einen leicht welligen Mitteltonbereich, dafür aber ein sauberes Wasserfalldiagramm mit nur einer Reso- nanz oberhalb des nutzbaren Frequenz- bereichs. In einem mittelgroßen Gehäuse spielt der MW 6W bis unter 40 Hertz. Die Keramikkalotte überzeugt durch saubere Messwerte und vor allem ihren ganz speziellen Klang: Fast unheimlich präzise aufspielend unterschlägt sie nicht das kleinste Detail – dabei bleibt sie gänz- lich entspannt und niemals aufdringlich, qualitativ in einer Klasse, die normaler- weise ganz bestimmt nicht mit 29 Euro zu bezahlen ist.

Gehäuse

Zwei der Omnes-Audio-Tieftöner sind in dem netto 48 Liter großen Gehäuse so untergebracht, dass sie ihre Tiefbass- fähigkeiten voll ausschöpfen können. Viel mehr gibt es nicht zu sagen: Die noch recht kompakte Standbox kommt mit 6 Brettern plus zwei Versteifungen aus, vorne unten sitzen noch die beiden Reflexrohre, hinten das Terminal. Durch die schwarze Lackierung und die weißen Membranflächen wirkt die Spirit 6 auch äußerlich weitaus edler und teurer als die 150 Euro, die der Bausatz kostet.

Frequenzweiche

Die Trennfrequenz liegt bei der Spirit 6 noch etwas tiefer als bei den CerAl-Bo- xen – Spule und Kondensator des Filters zweiter Ordnung sind eine Nummer grö- ßer. Mit den beiden Omnes-Audio-Tief- mitteltönern ist der Keramikhochtöner auch ausgereizt – ein Vorwiderstand ist nicht mehr nötig. Etwas mehr korrigierende Maßnahmen erfahren die zwei MW 6W, die neben dem 12-dB-Filter noch eine Impedanz- korrektur erhalten sowie einen Saug- kreis, bestehend aus L2 und C3, der die Resonanzspitze eliminiert.

Messwerte

Satte 91 Dezibel durchschnittlicher Wir- kungsgrad – das ist doch ein Wort, kein Wunder, dass der Hochtöner nicht mehr im Pegel abgesenkt werden muss! Der Frequenzgang ist recht ausgewogen mit deutlich weniger Unregelmäßigkeiten im Mitteltonbereich, als es die Einzelmes- sung des MW 6W gezeigt hatte. Lediglich eine leichte Unregelmäßigkeit bei 600

hatte. Lediglich eine leichte Unregelmäßigkeit bei 600 Das solide Terminal erlaubt den Anschluss von üblichen

Das solide Terminal erlaubt den Anschluss von üblichen Lautsprecherkabeln und pro- fessionellen Speakons

Bausatztest

25

Blue Planet Acoustic Spirit 6

Speakons Bausatztest 25 Blue Planet Acoustic Spirit 6 Technische Daten Chassishersteller: Tang Band, Omnes Audio

Technische Daten

Chassishersteller:

Tang Band, Omnes Audio

Vertrieb:

Blue Planet Acoustic, Eschborn

Konstruktion:

Blue Planet Acoustic

Funktionsprinzip:

Bassreflex

Bestückung:

2 x Omnes Audio MW 6W 1 x Tang Band 25-1719

Nennimpedanz:

4 Ohm

Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m:

91 dB

B x H x T:

23 x 100 x 30 cm

Kosten pro Paar:

150 Euro + Gehäuse

Hertz trübt das Bild ein wenig. Das Was- serfalldiagramm zeigt jedoch ein zügiges Ausklingen der Resonanz, also handelt es sich um kein gravierendes Problem. Die basskräftige Spirit 6 zeigt sich auch beim Klirr souverän – lediglich der K3 der beiden Omnes Audio steigt im Mit- teltonbereich an, aber selbst bei 95 Dezi- bel liegt sein Maximum bei exakt einem Prozent, der K2 sogar noch weit darun- ter. Der Hochtöner zeigt sein bekannt gutes Rundstrahlverhalten mit einem auf Achse leicht ansteigenden Hochtonpegel.

Frequenzgang für 0/15/30/45
Frequenzgang für 0/15/30/45
Impedanz und elektrische Phase
Impedanz und elektrische Phase
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 85 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Klirrfaktor K2/K3 für 95 dB/1 m
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Zerfallspektrum (Wasserfall)

KLANG+TON

Bausatztest

26
26

Aufbauanleitung

Holzliste pro Box

Zubehör pro Box

Die Boxen werden auf einer Seitenwand lie- gend aufgebaut. Auf diese werden nach- einander Deckel, Rückwand, Boden und Front aufgeleimt, danach werden die Versteifungen angebracht. Zuletzt werden die Gehäuse mit der zweiten Seitenwand verschlossen. In die fertigen Gehäuse werden die Löcher und Aus- fräsungen für Chassis, Reflexrohre und Termi- nals gefräst und gesägt. Die Frequenzweiche findet an der Rückwand oberhalb des Termi- nals Platz. Nach dem Verkabeln wird die Be- dämpfung hinter den Chassis und im Unterteil der Box eingebracht. Wegen der schwarzweißen Farbgebung der Chassis sieht natürlich eine Lackierung in einem dieser Farbtöne reizvoll aus.

19-mm-MDF:

 

• Anschlussterminal

2

x 00,0 x 23,0 cm

Front/Rückwand

• Dämpfungsmaterial

2

x 100,0 x 26,2 cm

Seitenteile

• Holzschrauben

2

x 19,2 x 26,2 cm

Deckel, Boden

• Kabel 2 x 1,5 mm²

2

x 19,2 x 10,0 cm

Versteifung

• 2 Rohre BR70SW, auf 12,5 cm abgelängt

Weichenbestückung

L1 =

1,0 mH, 1 mm Luftspule

L2 =

0,15mH, 0,7 mm Luftspule

L3 =

0,27mH, 0,7 mm Luftspule

C1 =

10 μF, Elko glatt

C2 =

22 μF, Elko glatt

C3 =

6,8 μF, MKP

C4 =

10 μF, MKP

C5 =

2,7 μF, MKP

R1 =

6,8 Ohm, MOX10

Lieferant:

Blue Planet Acoustic, Eschborn

μF, MKP C5 = 2,7 μF, MKP R1 = 6,8 Ohm, MOX10 Lieferant: Blue Planet Acoustic,

MIt Unterstützung der beiden Reflexrohre und gut 40 Liter Nettovolumen spielen die beiden Omnes-Tieftöner enorm tief hinunter

Weiß auf Schwarz: Die schlichte Farbgebung der Chassis in Verbindung mit einer entspre- chenden Lackierung sieht richtig edel aus

mit einer entspre- chenden Lackierung sieht richtig edel aus Hörtest Messtechnisch der ausgewogenste Fre-
mit einer entspre- chenden Lackierung sieht richtig edel aus Hörtest Messtechnisch der ausgewogenste Fre-

Hörtest

Messtechnisch der ausgewogenste Fre- quenzgangverlauf stellt sich unter einem Messwinkel von 20 Grad ein, den wir dann auch am Hörplatz realisiert haben.

((Textdiagramm kt110 bpa textdia- gramm))
((Textdiagramm
kt110
bpa
textdia-
gramm))

Bausatztest

Mit dieser Aufstellung musizierte die Spirit 6 ausgewogen und souverän. Im Tieftonbereich schiebt sie ordentlich, mit Präzision und einer Menge Druck – die- ser Lautsprecher kann definitiv auch mal auf einer Party für etwas Schwung sorgen. Der Mitteltonbereich ist, wie er sein soll:

Von den gemessenen Unsauberkeiten keine Spur, im Gegenteil: Selbst kritische Instrumente wie Geigen und Klavier kommen lebensnah und erfreulich offen herüber – sicherlich auch ein Verdienst des vorzüglichen Hochtöners, der die Obertöne erfrischend transparent und leichtfüßig setzt. Im Zusammenspiel der Chassis wächst die Spirit ohnehin über die Summe der wahrlich schon nicht schlechten Einzelteile hinaus. Was diese Box macht, ist nicht nur Musikwiederga- be – sie schafft es, durch ihre dynamische UND feinsinnige Spielweise, auch alle Feinheiten und Emotionen zu bewahren, die auf den Tonträgern gespeichert sind.

Thomas Schmidt

die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home
die auf den Tonträgern gespeichert sind. Thomas Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home

katalog-sofort.de

Kataloge kostenlos downloaden

27

Schmidt katalog-sofort .de Kataloge kostenlos downloaden 27 home a - z kategorien mega-werbe- katalog

home

a - z

kategorien

mega-werbe-

katalog

charts

newsletter

neu-

 

kampagne

einstellen

erscheinungen

Postwurfsendung komplett Europa TMC und TMC Pro Bluetooth integriert USB und SD - 99 ---
Postwurfsendung
komplett Europa
TMC und TMC Pro
Bluetooth integriert
USB und SD
-
99 ---
iPod/iPhone ready
Finanzierung
monatlich
ab 30.- ##
ZE-NC2010
Naviceiver für VW und SEAT
Weitere Angebote auf www.acr.eu
über 40 x Multimedia
über 25 x Navigation
über 60 MP3-Player
über 60 Lautsprecher
über 50 Subwoofer
über 50 Verstärker
hunderte Zubehörartikel
1199.-1199.-
## Monatlicher Zins auf ausstehenden Saldo von 1,22%; entspricht anfänglichem effektiven Jahreszins von 15,66%. Partner ist Santander Consumer Bank AG.
über 40 x Multimedia
über 60 MP3-Player
über 60 Lautsprecher
über 50 Subwoofer
über 50 Verstärker
hunderte Zubehörartikel
www.katalog-sofort.de
Weitere Angebote auf www.acr.eu
Markenkataloge kostenlos downloaden
Riesige Auswahl
Ständig neue Kataloge
Alles auf einen KLICK!
monatlich ab 30.- ##
Finanzierung
abab 89.-89.-
iPod/iPhone ready
abab 89.-89.-
USB und SD
abab59.-59.-
abab22.-22.-
abab39.-39.-
Bluetooth integriert
abab79.-79.-
TMC und TMC Pro
komplett Europa
[ 43 ]SCHNAPP
abab22.-22.- abab39.-39.- Bluetooth integriert abab79.-79.- TMC und TMC Pro komplett Europa [ 43 ]SCHNAPP
abab22.-22.- abab39.-39.- Bluetooth integriert abab79.-79.- TMC und TMC Pro komplett Europa [ 43 ]SCHNAPP
abab22.-22.- abab39.-39.- Bluetooth integriert abab79.-79.- TMC und TMC Pro komplett Europa [ 43 ]SCHNAPP
abab22.-22.- abab39.-39.- Bluetooth integriert abab79.-79.- TMC und TMC Pro komplett Europa [ 43 ]SCHNAPP

KLANG+TON

28

Bausatztest

Integration einer Firewire-Soundkarte in ein rechnerbasierendes Musikwiedergabesystem

Alles beim Alten

M achen wir uns nichts vor: Die Le- benskalender der klassischen Mu-

sikmedien steht auf Herbst. Die Anzahl der Menschen, die heute noch auf CD und LP setzen, schrumpft zusehends. Wobei die gute alte Schallplatte die CD vermutlich überleben wird, aber das Medium, das die moderne Musikwie- dergabe nachhaltig prägen wird, ist sie nun auch nicht. MP3? Ja, vielleicht. Bis zu einem gewissen Grad, und ganz be- stimmt mit einer Datenrate jenseits der netzüblichen, akut ohrengefährdenden 128 Kilobit pro Sekunde. Das muss auch

Von einem, der auszog, um einen Computer auf hohem Niveau als Zuspielgerät für die Anlage zu benutzen – und der dabei Dinge lernte, die er so genau eigentlich nicht wissen wollte

gar nicht, denn es gibt heutzutage digi- tale Tonformate in Hülle und Fülle, und darunter auch richtig hochwertige Vari- anten ohne Datenreduktion, dafür aber mit hoher Auflösung und Abtastrate. Über Formatvielfalt allerdings haben wir mit den Jahren eins gelernt: Es funktio- niert nicht. Jedes eigens dafür entwickelte Gerät ist binnen kürzester Zeit technisch überholt und kommt mit den aktuellen Entwicklungen in Sachen Formatfrage nicht mehr klar. Die Lösung des Dilem- mas ist eigentlich ganz einfach, und so ganz langsam hält sie auch ins Spielzim-

mer des Musikhörers Einzug. Die einzig universelle Plattform für solche Anwen- dungen: der PC. Nun gibt’s für ganz normale Rechner jede Menge Musikabspiel-Software, und eigentlich muss man auch nur ein Ka- bel in die mintgrüne Klinkenbuchse am Rechner einerseits und zwei Cinchstecker an den Verstärker der HiFi-Anlage ande- rerseits anschließen, und schon ist man in Sachen Musikwiedergabe per PC ganz weit vorne. Denkste. Ganz, ganz falsch. Natürlich funktioniert das im Prinzip. Natürlich lässt sich auch so der nicht

Das Terratec-Audiointerface ohne sein Guss- gehäuse. Für ein Gerät dieser Preisklasse be- kommt man hier
Das Terratec-Audiointerface ohne sein Guss-
gehäuse. Für ein Gerät dieser Preisklasse be-
kommt man hier zweifellos einiges geboten

High-End-Projekt

29

komprimierte „Rip“ einer Audio-CD relativ leicht von einem ordentlich zusam- mengestauchten MP3-File unterscheiden, aber so richtig gut klingt das alles nicht. Dafür bedarf es leider eines deutlich höheren Aufwandes, und darum soll es hier gehen. Wer keine Lust aufs Basteln hat, der kauft sich einfach einen aktuellen Apple-Rechner, investiert nochmals ordentlich Geld in die angesagte Player-Soft- ware „Amarra“, einen guten externen Digital-/Analogwandler und ist schon mit nur wenigen tausend Euro in der Lage, alle möglichen Formen digital aufgezeich- neter Musik zu genießen. Wir hier, wir sind allerdings Bastler. Wir mögen die ach so perfekten Lösungen in dieser Art nicht, wir wollen unseren Erfolg erkämpfen. Und: Wir wollen ganz be- stimmt nicht so viel Geld ausgeben. Also setzen wir auf bewährte Technik aus der Windows-Welt und (weitgehend) kostenlose Software. Da die eingebaute Sound- Lösung eines durchschnittlichen PCs den Anforderungen an qualitativ hoch- wertiges Musikhören nicht genügt, muss eine externe Lösung her. So etwas wird heutzutage entweder per USB- oder Firewire-Schnittstelle an den Rechner ange- bunden. Während die meisten USB-Lösungen nur in der Lage sind, Digitaldaten mit maximal 48 Kilohertz Datenrate zu transportieren (erst wenige moderne Ge- räte beherrschen auch 24 Bit und 96 Kilohertz), ist die rüstige, aber zuverlässige und schnelle FireWire-Schnittstelle in der Lage, auch 24 Bit und 192 Kilohertz zu bedienen, und genau das wollen wir: Musikmaterial mit diesen Auflösungen wird immer häufiger angeboten, und wir wollen ja nicht in Kürze wieder das Equip- ment tauschen. In der naiven Annahme, dass der Rechner selbst bei diesem Projekt eine unterge- ordnete Rolle spielt, haben wir uns auf dem Markt nach einer guten, aber bezahl- baren externen Wandlerlösung mit den erwähnten Spezifikationen umgesehen:

Das Objekt der Wahl kommt vom niederrheinischen Spezialisten Terratec und heißt „Phase x24 FW“. Neben einem per FireWire ansteuerbaren D/A-Wandler mit maximal 24 Bit und 192 Kilohertz Auflösung gibt’s hier eine symmetrische Signalverarbeitung und sogar einen gleichwertigen Analog-/Digitalwandler: Man kann mit dem Gerät also auch mit 24 Bit und 192 Kilohertz aufnehmen. Das ist nicht so überflüssig, wie es sich zunächst anhört: Im Netz kursieren derzeit Men- gen von auf diese Art und Weise digitalisierten „Vinyl-Rips“, die ganz vorzüglich klingen – sogar nachdem sie auf das CD-Format mit 16 Bit und 44,1 Kilohertz heruntergerechnet wurden. Wenn man das richtig macht, lassen sich so ganz er- staunliche Ergebnisse erzielen – ein Thema für die Zukunft. Besagtes Terratec-Gerät ist, wenn man ein bisschen sucht, für knapp 100 Euro zu erstehen und bildet eine ganz ausgezeichnete Basis für Experimente in der Art, wie wir sie vorhaben. Bevor wir uns allerdings der Kür widmen, erfordert die Pflicht

KLANG+TON

30

Bausatztest

KLANG+TON 30 Bausatztest unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, und das heißt: Wir brauchen einen geeig- neten Computer. Da

unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, und das heißt: Wir brauchen einen geeig- neten Computer. Da sich die meisten Menschen damit schwertun, einen han- delsüblichen, wenig formschönen und meist ziemlich lauten Standard-PC ins Wohnzimmer zu stellen, ist eine erheb- lich dezentere Lösung gefragt. Ein Note- book wäre prima. Ist zwar weder beson- ders günstig noch wirklich richtig leise, aber schon mal kompakt und kein allzu hässlicher Klotz. Oder man konfiguriert sich eine etwas spezielle Lösung selbst, der Markt bietet heutzutage jede Menge Komponenten speziell für Multimedia- PCs – über so eine Lösung haben wir zu Anfang des Jahres auch schon einmal be- richtet. Unsere Experimental-Plattform bestand aus einem kompakten Mini- ITX-Board mit VIA-Prozessor und 1,5 GHz Taktfrequenz, einem Gigabyte Ar- beitsspeicher, einer leisen 2,5-Zoll-Fest- platte und einer Stromversorgung, die ohne Lüfter auskommt – tatsächlich ist der ganze Rechner praktisch geräuschlos, mit Mühe kann man die Festplatte hier und da wahrnehmen. Thema Betriebssystem: Ja, es gibt da draußen gut funktionierende Audiopro- jekte auf Linux-Basis, und wir arbeiten daran, Ihnen auch so etwas vorzustellen; wer sich in der Microsoft-Welt umtun will, der tut gut daran, seine Audio-Ex- perimente unter Windows XP vorzu- nehmen. Dafür gibt’s stabile Treiber für jede erdenkliche Hardware, auch für un- ser Terratec-Audiointerface. Windows 7 wird hier sicherlich bald aufholen, aber XP ist eine Bank – über Vista hüllen wir gnädig den Mantel des Schweigens. Fast ebenso wichtig ist die Auswahl der richtigen Abspielsoftware, und da bieten sich zwei Kandidaten an: Winamp und Foobar. Beide sind kostenlos und lassen

das Auswählen des Asio-Treibers – al- les kein Problem, und deshalb können wir doch jetzt ganz prima Musik hören – sollte man meinen. Dem ist aber nicht so. Trotz ASIO war die Widergabe nicht nebengeräuschfrei hinzubekommen. Ständig zirpte und brummte irgend et- was in den Lautsprechern, ab und zu gab’s deutlich vernehmbare Knack- ser und Störungen – unschön. Und für ungetrübten Musikgenuss absolut un- brauchbar. Schuld daran war definitiv die Rechnerseite, mit gezogener Firewire- Verbindung herrschte Grabesstille. Also ugs das eingangs erwähnte Notebook mit entsprechenden Treibern ausgestat- tet, ans Audiointerface gestöpselt, Foobar gestartet: Rauschen und Piepsen, Zischen und Brummen. Verdammt. Wenn Kolle- ge Gather nicht auf die Idee gekommen wäre, mal kurz das Netzteil vom Note- book abzuziehen, säßen wir wohl heute noch fluchend im Hörraum. Denn: Es herrschte paradiesische Ruhe. Im Ak- kubetrieb waren sämtliche Störungen verschwunden. Offensichtlich speist das Schaltnetzteil so viele Störungen in den Rechner ein, dass an eine ungestörte Audiowiedergabe nicht mehr zu denken ist. Prima, vielleicht funktioniert das bei dem anderen Rechner ja auch? Glückli- cherweise lässt der sich nämlich dank ei- ner äußerst kompakten Versorgung vom Typ „Pico PSU“ auch mit 12 Volt betrei- ben. Also flugs eine Autobatterie in den Hörraum gewuchtet, Computer ange- schlossen – Sie ahnen es: Stille. Absolute, schwarze und ungestörte Ruhe. Was ler- nen wir daraus? Die Stromversorgung ist auch hier wieder einmal entscheidend, und sei das Umfeld auch noch so digital. Jetzt endlich konnten wir uns mit den

Die analoge Signal- verarbeitung setzt auf

Standard-Operationsver-

stärker und Koppelelkos. Hier ist zweifellos noch ein bisschen was zu holen – kommt noch

sich in hohem Maße an die persönlichen Bedürfnisse anpassen; entscheidend aber ist ein anderer Punkt: Für beide sind spe- zielle Plugins erhältlich, mit denen man die Windows-eigene Audiosignalverar- beitung weitgehend ausklammern kann und die Sorge dafür tragen, dass tat- sächlich die originalen Musikdaten zum Wandler gelangen, aber nichts, was zum Beispiel durch den Windows-Mixer „auf- gehübscht“ wurde. Zu diesem Zweck gibt’s das so genannte „ASIO“-Treibermodell und ein „Kernel Streaming“ genanntes Verfahren. Erste- res ist eine Art spezieller Schnittstelle, die aus der professionellen Musikpro- duktion stammt und die Steuerung des Geschehens komplett in die Hände der entsprechenden Software legt, und genau das wollen wir hier. „Kernel Streaming“ lassen wir an dieser Stelle mal außer Acht, weil es erstens in unserem Fall et- was Ähnliches tut und wir es zweitens mit dem Terratec-Gerät nicht zum Lau- fen gebracht haben; das ASIO-Plugin für Foobar hingegen tut ganz ausgezeichnet. Die Installation der Terratec-Software,

ganz ausgezeichnet. Die Installation der Terratec-Software, Dieser Vielbeiner ist der „Codec“. Er übernimmt die

Dieser Vielbeiner ist der „Codec“. Er übernimmt die Wandlung der digi- talen Signale ins Analoge und umgekehrt. Der eingestzte Crystal-Chip ist nicht mehr der letzte Schrei, qualitativ aber durchaus in Ordnung

Von den zahlreichen Bedienelementen brauchen wir bei unserer Anwendung lediglich den Kopfhörerausgang und den

Von den zahlreichen Bedienelementen brauchen wir bei unserer Anwendung lediglich den Kopfhörerausgang und den dazugehörigen Pegelsteller; die relevanten Anschlüsse sitzen auf der Rückseite

klanglichen Qualitäten des Terratec-Gerätes auseinandersetzen. Kurz gesagt: Das Setup spielt exzellent. Nicht überragend und jedem CD-Player haushoch überle- gen, aber trotzdem wirklich überzeugend. Der Klangcharakter ist eher unauffäl- lig und ein kleines bisschen gemütlich, keinesfalls mit digitaler Härte versehen, wie es vielleicht zu vermuten gewesen wäre. Ohne direkten Vergleich zu echten Spitzenkönnern ein Klangbild, mit dem man hervorragend leben kann. Dum- merweise hatten wir einen sehr guten CD-Player da – der kostete allerdings auch knapp 3.000 Euro, und der rückte die Maßstäbe wieder zurecht: Der kuschelig- intimen Raumabbildung des Rechner-Setups setzte er eine ausladende Raumab- bildung mit merklich besserer Abgrenzung entgegen, er spielte dynamischer, klarer und lieferte merklich mehr Feininformationen. Wohlgemerkt: Das sind Unterschiede auf reichlich hohem Niveau, und die komplette Hardware, die wir dagegen antreten ließen, kostet vielleicht ein Fünftel des Players und kann zudem noch unendlich viel mehr als CDs abspielen. Der Quercheck mit dem Notebook als Zuspieler brachte eher schlechtere Ergeb- nisse: Die Wiedergabe wirkte farbloser und weniger spannend. Unser „Bastel- rechner“ mit Batteriebetrieb scheint sich also gar nicht so schlecht zu machen, so dass klangliche Fortschritte per Hardware wohl eher beim Audiointerface zu erreichen sind. Die „Phase x24 FW“ wird von Hause aus mit einem Steckernetz- teil mit – glücklicher Zufall – 12 Volt Wechselspannung versorgt. Und wo 12 Volt dransteht, da passt auch – richtig, unsere Autobatterie. Die Tatsache, dass die Gleichspannung liefert ist hier nicht tragisch, die Versorgung im Terratec- Gehäuse richtet die normalerweise anstehende Wechselspannung ohnehin un- mittelbar gleich. Also flugs einen passenden Stecker besorgt, Kabel angelötet, eine Sicherung mit 1,6 Ampere (träge) eingeschleift und das Gerät mit an die Batterie geklemmt. Das funktioniert ausgezeichnet und lässt sich auch mit einem kleineren Akku als unserem bewerkstelligen: Das Gerät verbraucht im Mittel knapp 700 Milliampere, so dass ein zum Beispiel ein handelsüblicher Blei-Gel- Akku mit 7,2 Ah (gängige Größe für Alarmanlagen) 10 Stunden Musikgenuss ermöglicht. Und ein merklich gesteigertes Maß an Genuss gibt’s hier tatsächlich: Dynamisch legt die Terratec deutlich zu, es treten merklich mehr Feinheiten bei der Wieder- gabe hervor, das gesamte Klangbild wirkt entspannter, harmonischer und edler. So geht das zweifellos schon richtig gut, und dabei haben wir noch nicht ein- mal Hand an die Elektronik selbst gelegt. Auch da ist, zumindest für Leute mit ruhiger Hand und feinem Lötkolben, noch einiges zu holen; wie das das geht, erzählen wir Ihnen ein andermal.

Holger Barske

Links zum Thema

Terratec: www.terratec.net

Foobar: www.foobar2000.org

Winamp: de.winamp.com

PicoPsu: www.mini-box.com

Links zum Thema Terratec: www.terratec.net Foobar: www.foobar2000.org Winamp: de.winamp.com PicoPsu: www.mini-box.com

KLANG+TON

32

Stellenmarkt

KLANG+TON 32 Stellenmarkt Der Michael E. Brieden Verlag ist der Spezialist der Unterhaltungselektronik. Seit 20 Jahren

Der Michael E. Brieden Verlag ist der Spezialist der Unterhaltungselektronik. Seit 20 Jahren verlegen wir renommierte Ma- gazine wie HIFI TEST, HEIMKINO, CAR & HIFI, digital home, K+T, LP und das LLoxx Online Magazin. In bereits vier Ländern er- scheinen Lizenzausgaben unserer Zeitschriften. Wir expandieren erfolgreich im Markt und publizieren mit 50 Mitarbeitern am Standort Duisburg Special-Interest-Konzepte mit Zugkraft.

Zum weiteren Ausbau unseres Geschäftsfeldes suchen wir für unsere Testmagazine fachkundige, kompetente und kundenfreundliche

technischer Redakteur (m/w) print und web

Durch kurze Wege und flache Hierarchien bau- en wir unseren Unternehmenserfolg weiter aus. Unsere Mitarbeiter schätzen das positive Klima, das Freiräume schafft, gemeinsam Ziele zu er- reichen. Sie erwartet ein interessantes und ab- wechslungsreiches Aufgabengebiet und ein moti- viertes, dynamisches Team von „Hobbyisten“, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.

die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Michael E. Brieden Verlag GmbH Personalabteilung Gartroper

Michael E. Brieden Verlag GmbH Personalabteilung Gartroper Straße 42 47138 Duisburg www.brieden.de

Das erwarten wir:

Leicht verständliche Schreibe Ihrer Labor-, Klang-, Bild- und Praxistests

Journalistische Aufbereitung von Artikeln rund um die Unterhaltungselektronik

Freundlichkeit zu Ihren Mitarbeitern und unseren Kunden

Ausbau unserer Geschäftsfelder

Das bringen Sie mit:

Sie besitzen fundierte Kenntnisse im Bereich der HiFi- und Heimkinotechnik

Sie haben Spaß, Technisches mit verständlichen Worten zu vermitteln

Leidenschaftliches Interesse an der Unterhaltungselektronik sowie Kontaktfreude, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit

Wollen Sie das Verlagsleben von einer abwechslungsreichen Seite kennenlernen? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen.

Die Spezialisten der UE · The CE Specialists Überregional
Die Spezialisten der UE · The CE Specialists
Überregional
Die Spezialisten für CD/DVD/SACD-SPIELER-MODIFIKATION ab 150.- € NEU: DAC-UP-PCM1794 MKII Nach über 1 Jahr Arbeit
Die Spezialisten für CD/DVD/SACD-SPIELER-MODIFIKATION
ab
150.- €
NEU: DAC-UP-PCM1794 MKII Nach über 1 Jahr Arbeit gibt es unseren
besten DAC in einer vollständig geänderten, noch besseren Version
nur