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FUTURE

CONCEPTS

FUTURE CONCEPTS 191 INSPIRATIONEN FÜR NEUE PRODUKTE, BUSINESSMODELLE UND MÄRKTE

191 INSPIRATIONEN FÜR NEUE PRODUKTE, BUSINESSMODELLE UND MÄRKTE

Inhalt

FUTURE

CONCEPTS

191 Inspirationen in 14 Megatrend-Hot-Spots

Ad-Hoc-Gesellschaft

OMline

Super-Suchen

SoLoMo

Curated Food

Social Innovation

Responsibility Business Zero Waste

Gamification

DIY-Kultur

Remix Economy Smart Life

Real Digital Wearables

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Einleitung

Referenzen: Megatrends/Branchen

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Einleitung

Man könnte meinen, Cronuts und Cragels hätten ebenso wenig mit Tough-Mudder-Events zu tun wie Underground-Gemüsefarmen mit dem BMW i8. Sie erscheinen wie Einzelphänomene auf einem trubeligen Markt unzähliger Innovationen, Start-ups, Nischenphänomene und avantgardistischer Ideen. Wer hier Orientierung sucht, verliert sich leicht in der Vielzahl der Eindrücke.

Oder gibt es doch mehr Gemeinsamkeiten, als auf den ersten Blick erkennbar? Was dafür spricht, ist der Erfolg der genannten Beispie- le. Diese Ideen haben sich auf dem Markt und in den Köpfen der Menschen durchgesetzt und sind nicht untergegangen in der unübersichtli- chen Masse von Angeboten, die unsere Öko- nomie hervorbringt. Phänomene mit solchem Zukunftspotenzial sind es, die wir in der Trend- forschung immer wieder in den Blick nehmen. Denn an ihnen kristallisieren bestimmte T e- men und Bereiche des Lebens, in die besonders viel und häu f g investiert wird: Felder und Be- reiche, in denen Innovationsbedarf und Markt- chancen o f enbar in besonderem Maß gesehen werden.

Als phänomenologische Grundlage dienen uns dieses Mal ausschließlich sogenannte Best Practices – Beispielfälle von Produkten, Ser- vices, Angeboten, technischen Lösungen oder Bewegungen, die dadurch augenfällig geworden sind, dass sie etwas grundlegend anders machen als die Masse und damit erfolgreich sind bei den Verbrauchern: Sie bedienen bislang nicht erfüllte Bedürfnisse und erobern damit neue Markträume. Dabei handelt es sich keineswegs

um zufällig erfolgreiche Innovationen und Ein- zeltaten von Freaks, denen gerade eine großar- tige Idee gekommen ist. Die Best Practices, die hier vorgestellt werden, sind nicht nur einfach Erscheinungen, die in verschiedene Schubladen einsortiert werden können. Sondern sie sind die konkrete Ausprägung von langfristigen Trends im Alltag. Sie funktionieren nach Prinzipien, hinter denen interessengebundene Businessplä- ne stehen, die erfolgreich den Markt analysiert, Bedürfnisse erkannt und den Bedarf gedeckt haben.

Diese Innovationen werden von Entwicklern mit einem marktorientierten Interesse voran- getrieben. Sie folgen gezielt einem bestimmten Muster und setzen auf ähnliche Konzepte, an- statt aus der Laune einzelner Er f ndergeister zu entstehen. Bei all den vorgestellten Konzepten geht es stets um ein treibendes, ähnliches Prin- zip, nach dem einzelne Produkt-, Service- und Unternehmensideen funktionieren, das zum Garanten des Erfolgs der Idee wird. Über die kleinen Veränderungen werden die Ideen zu ei- nem Element einer größeren Bewegung, zu ei- nem Teil eines E f ekts: Sie sind die wirklichen Avantgarden, die Triebfedern von Trends.

Zukunftsinstitut | Future Concepts

Trends sind Veränderungsbewegungen und Wandlungsprozesse, die nicht ungerichtet in ein zufälliges und willkürliches Ereignis mün- den, sondern sich in eine ganz bestimmte Rich- tung entwickeln. Ein einzelner Ursprung eines Trends ist häu f g gar nicht mehr auszumachen, meist entsteht er aus der gegenseitigen Verstär- kung von mehreren einzelnen Phänomenen, die dieselbe Idee verfolgen und zeitgleich aufkom- men.

Trends sind zunächst einmal Zeitdiagnosen, keine Prognosen. Sie sind aber sowohl Treiber als auch ihrerseits Produkt von

soziokulturellen Veränderungen und ge- sellschaftlichen Entwicklungen, sich wandeln- den Wertorientierungen und Einstellungen und den daraus resultierenden Lebensstilen der Menschen, die von ihren Lebensgefühlen, Mo- tiven, Wünschen und Bedürfnissen getragen werden;

wirtschaftlichen, schlüsseltechnologischen Errungenschaften, die einen sowohl aktivie- renden als auch bremsenden Ein f uss auf das Lebensgefühl der Menschen haben können,

die aber auch Orientierung verscha f en und Lösungen für aktuelle Problemstellungen bie- ten können;

kurzfristigen, verbraucher- und markt- bezogenen Konsumtrends, die zu einer Nach- frage an bestimmten Produkten, Services und neuen Geschäftsmodellen führen, die ihren Ur- sprung nicht selten in den beiden erstgenann- ten, größeren Trends haben.

Die bedeutendsten Trends mit dem größten Wirkungsbereich sind die Megatrends. Sie wir- ken langfristig und global: Ihre Halbwertszeit beträgt gut mehrere Jahrzehnte, und ihr Impact ist so gewaltig, dass sie die Art des gesellschaft- lichen Zusammenlebens und die bestehenden Wirtschaftsstrukturen nachhaltig verändern. Ökonomie, Kultur, Konsum, Politik – keiner dieser Bereiche bleibt von dem Wandel, den ein Megatrend zu bewirken vermag, unberührt.

Ad-Hoc-Gesellschaft

Mit einem Leben, das immer schneller wird, ändern sich auch die Ansprüche der Menschen: Überall und kurzfristig verfügbare Services sind gefragt. Das Marketing kontert bereits seinerseits mit überra- schenden Pop-up-Aktionen.

OMline

Entschleunigung ist ein altes Zauberwort, das neue Wertschätzung erfährt: Menschen suchen nach Möglichkeiten, auf verschiedene Art und Weise abzuschalten und temporär auszusteigen.

Super-Suchen

Wenn das Internet alles möglich macht, möchte man auch immer von allem das Beste f nden können:

Suchdienste, Bewertungsplattformen und spezielle App-Formate erfüllen das Bedürfnis, tatsächlich alles Vorstellbare auf der Welt suchen und f nden zu können.

SoLoMo

Den Kunden auf der Straße abholen: Location Based Services für das Handy sind für die modernen No- maden als Dienstleistung und auch als Geschäftsmo- dell noch lange nicht ausgereizt.

Curated Food

Ernährung ist zu einer Lebensaufgabe geworden. Menschen nehmen Dienste, die beim Filtern der An- gebote und der Auswahl des richtigen Essens helfen, dankbar in Anspruch.

Social Innovation

Gemeinsam etwas erreichen: Menschen rücken zusammen und entwickeln mit Sharing-Konzepten, Crowdfunding und sozialem Engagement einen neuen Wertekanon jenseits von Pro f t, Konsum und Besitz.

Responsibility Business

Wirtschaftswelt im Wandel: Etablierte Unternehmen erkennen die Zeichen der Zeit und ö f nen sich neuen Formen der mitarbeiterorientierten Unternehmens- führung.

Zero Waste

Recycling und Ressourceneinsparung werden in Zukunft konsequent zu Ende gedacht: Probleme ver- meiden statt beseitigen – diese neue Faustregel wird Energiewirtschaft, Produktion und Handel grundle- gend verändern.

Gamification

Der Spieltrieb des Menschen ist ungebrochen und wird nun endlich auch jenseits der Unterhaltungs- branche als Chance erkannt, Menschen zu erreichen und sie für etwas zu begeistern.

DIY-Kultur

Konsummüdigkeit, neues Umweltbewusstsein und eine wachsende Kreativ-Kultur führen dazu, dass immer mehr Menschen Dinge wieder selbst machen und erscha f en wollen.

Remix Economy

Innovationen über f uten den Markt. Viele davon machen nicht wirklich neugierig. Erfolgreich ist dagegen, wer überraschen kann mit neuartigen Kombinationen von zwei Dingen, die bislang nichts miteinander zu tun hatten.

Smart Life

Intelligente Technologien werden von Menschen immer mehr in ihren Alltag integriert – wenn sie es scha f en, überzeugend für mehr Komfort, Zeiterspar- nis und eine höhere Lebensqualität zu sorgen.

Real Digital

Virtuelle und physische Welt verschmelzen zu einer einzigen Wahrnehmung und Erfahrung von Wirk- lichkeit. Die Unendlichkeit der virtuellen Möglich- keiten erzeugt aber auch Wünsche, die noch darauf warten, erfüllt zu werden.

Wearables

Der Körper ist als Medium der Selbst- und Welter- fahrung wiederentdeckt worden: Seine Möglichkei- ten werden mithilfe moderner Technik sogar noch erheblich erweitert.

Zukunftsinstitut | Future Concepts

Die 14 Hot Spots der Megatrend-Map:

Was kann man daraus lernen?

Future Concepts sind Vorzeigemodelle, aber nicht zu verwechseln mit Kopiervorlagen. Wer den Erfolg solcher Best-Practice-Unternehmen zum Anlass nimmt, sein eigenes Unternehmen auf genau dieselbe Art und Weise zu strukturie- ren oder exakt dieselbe Methode und dasselbe Vorgehen anzuwenden, wird scheitern. Future Concepts repräsentieren nicht einen idealen Standardfall, ihr Konzept hat keine universelle Gültigkeit. Vielmehr sind sie als Empfehlungen zu verstehen, aus denen jeder für seine Branche, seine Firma oder für sich selbst seine eigenen Schlüsse zu ziehen hat. Darum kann man sie auch alternativ als Best Fits bezeichnen: Ideen, von denen man sich inspirieren lässt, die man als Anreiz nimmt – aus denen man aber, damit sie zu den eigenen Strukturen passen, einen ei- genen Cocktail an Strategien ableiten muss. Um dazu in der Lage zu sein, ist es umso wichtiger, das dahinterstehende Prinzip zu erkennen: zu verstehen, was genau ein Vorzeige-Unterneh- men innovativ und erfolgreich gemacht hat.

Die vorgestellte Sammlung ist ein Best Of der Future Concepts, denen wir im vergangenen Jahr 2014 begegnet sind und die wir in unse- ren Publikationen zusammengetragen und nun herausgesiebt haben. Best Of heißt: die mit dem größten Zukunftspotenzial. Die, die nicht nur als Signale zu verstehen sind, die nicht nur

Veränderungsbedarf anzeigen und kurzfristige Inspiration liefern mit Blick auf sich ö f nende Märkte und Veränderungen. Sondern die auf langfristigeren Strategien beruhen, die wir oben als „Prinzipien“ bezeichnet haben.

Wir haben diese Future Concepts herausgelöst aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen unserer Studien, Reports und Auftragsarbeiten sowie aus den Einzeleindrücken, die monatlich in unserem Magazin TREND UPDATE ent- stehen. Damit konnten wir aus einer neutra- hhhleren Perspektive einen neuen und unge- trübten Blick auf die einzelnen Innovationen gewinnen. Wir haben ihre allgemeingültige Re- levanz analysiert, sie in branchenübergreifende Zusammenhänge gestellt und sind damit zu ei- ner völlig neuen Clusterung gekommen.

Damit Sie dennoch mit branchenspezi f schem Interesse in den Future Concepts stöbern kön- nen, haben wir die besonders angesprochenen Branchen unterhalb der Beispiele vermerkt und in einem Branchenindex registriert. Für Neu- gierige, die sich für die Zukunft der Megatrends interessieren und die gespannt sind auf die neu- esten Entwicklungen innerhalb der einzelnen Megatrends, steht zudem eine Megatrend- Zuordnung samt einem Branchen-Register als Referenz bereit.

Ad-Hoc-Gesellschaft

Hier! Jetzt! Sofort! Unsere heutige Gesellschaft ist hochgradig mobil und damit oft auch sprunghaft und ungeduldig geworden. Immer größer wird der Wunsch nach überall und kurzfristig – ad-hoc – verfügbaren Services. Wer schnell lebt, möchte auch entsprechenden Komfort auf der Überholspur geboten bekommen. Mit Stundenhotels zum Arbeiten und Salat-Automaten um die Ecke wird solchen Bedürfnissen bereits ebenso wie mit kleinen Gadgets wie dem Unterwegs-Drucker entgegengekommen.

Viele Unternehmen haben aber auch erkannt, dass die zunehmende Kurzlebigkeit von Produkten und Angeboten nicht zu ihrem Nachteil ausfallen muss: Pop-up-Events sind ein Symptom der Ad- hoc-Gesellschaft. Sie kultivieren die kurze Lebensdauer sogar, inszenieren künstliche Verknappung und begrenzte lokale Verfügbarkeit.

Damit wird ein neuer Wert gescha f en: Konsum wird wieder zu einem Erlebnis. Ort, Zeit und Produkt sind nur kurzzeitig verfügbar, erzeugen Aufmerksamkeit und gewinnen damit eine neue Einmaligkeit, die in der heutigen Lebenswelt selten geworden ist. Sowohl Kunde als auch Anbieter sind damit treibende Kräfte des Ad-hoc und warten gegenseitig auf weitere Überraschungen.

Zukunftsinstitut | Future Concepts

Lese-Flash

Plansch-Kino

Mobile Küche

Gesundheit aus dem Automat

Taschen-Drucker

Helfende Hände per Internet

Mobiles Bibliothekslabor

Abenteuerorte und wandernde Kunst

Konzerthalle auf Reisen

Rezepte bestellen

Katerbus

Der spontane Weg von A nach B

Stundenhotel zum Arbeiten

Pop-up-Parks

Bank macht mobil

One Day Stand

Mietparkplatz für zwischendurch

Wenn’s mal hängt – Rückruf garantiert

Art in the Dark, Shanghai; Marco Di Noia

Mobiles Bibliothekslabor

Der Frysklab-Bus ist die Makers-Antwort auf den Bibliotheksbus. Er ist ausgestattet mit 3D-Druckern und weiteren elektronischen und programmierbaren Tools, die vor allem Kindern und Jugendlichen näher gebracht werden sollen. Da sich bisher die FabLabs in urbanen Gegenden be f nden und die Energie der Makerspaces samt des Learning-by-Doing-Prozesses die ländlichen Gegenden nicht erreicht, wurde in den Niederlanden das erste mobile FabLab gegründet. Es gehört zur Bibliothek in Fryslân, einer kleinen Provinz im Norden der Niederlande, und könnte ein Modell für die Zukunft des Lernens sein. Der Fokus liegt auf T emen, die für die Region von Bedeutung sind. Ein Ziel ist es auch, die lokalen Unternehmen mit jungen Talenten auszustatten.

www.frysklab.nl

MEGATREND: Neues Lernen

BRANCHE: Medien und Kultur; Bildung

Abenteuerorte und wandernde Kunst

In regelmäßigen Abständen organisiert Emmelie Koster temporäre Ausstellungsformate in Metropolen wie Amsterdam, Hamburg, Mumbai, Paris, Kopenha- gen, Rotterdam und Shanghai. Neben den Künstlern, darunter lokale Talente und Künstler vom vorherigen Standort, stehen vor allem die Ausstellungsorte im Vordergrund des Konzepts. Die Präsentations f ächen können repräsentativ, ungewöhnlich oder schwer zu- gänglich sein – in jedem Fall dienen sie nicht als un- sichtbare Hintergrund f äche für die Kunst, sondern als ebenbürtiger Anziehungspunkt einer temporären Galerie. Die Hinterfragung und Umdeutung eines gefundenen Ortes, der sich außerhalb der Kulturin- stitutionen platziert, ist der Anker des Konzepts. Die ausgestellten Werke bis dato unbekannter Künstler gewinnen durch die Besonderheit der Bühne, auf der sie präsentiert werden, an zusätzlicher Attraktivi- tät und Relevanz. Zu den neu interpretierten Orten zählen die Nordkapelle des Vestre-Friedhofs in Ko- penhagen, der Westerpark in Amsterdam (in dem die Kunstwerke für nur 24 Stunden an Bäumen befestigt wurden) sowie eine zum Verkauf stehende Luxuswoh- nung in Rotterdam. In einer stillgelegten Mühle in Mumbai mussten die neugierigen Besucher erst durch die Ruinen der Mühle steigen, um in den Ausstel- lungsraum zu gelangen.

www.nomansart.com

MEGATREND: Urbanisierung

BRANCHE: Medien und Kultur

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Ad-Hoc-Gesellschaft

Zukunftsinstitut | Future Concepts

Katerbus

Berühmt geworden ist der „Hangover Heaven“, ein Bus, der in Las Vegas gemietet werden kann und neben einer Chill-out-Lounge für Verkaterte auch medizini- sche Infusionen gegen die Nachwirkungen übermäßi- gen Feierns bereitstellt. Mittlerweile bietet das Unter- nehmen aber auch Shuttles in die „Hangover“-Klinik an. Und wer es nicht aus dem Bett scha f t, kann die Kater-Behandlung auch direkt ins eigene Hotelzim- mer ordern.

www.hangoverheaven.com/our-bus

MEGATREND: Mobilität

BRANCHE: Services und Dienstleistungen

Konzerthalle auf Reisen

Unweit der Bucht von Matsushima, umgeben von zahlreichen Bäumen, liegt die Ark Nova wie ein rie- siger violetter Donut. Die weltweit erste aufblasbare Konzerthalle besteht aus einem elastischen Kunst- sto f material, ist 36 Meter lang, 30 Meter breit und 18 Meter hoch – und komplett ausgestattet mit Bühne und Soundsystem. Auf eleganten Holzbänken bietet sie rund 500 Zuschauern Platz. Für das Design sind der britische Bildhauer Anish Kapoor und der japa- nische Architekt Arata Isozaki verantwortlich. Das Projekt entstand nach einer Idee des Intendanten des Schweizer Lucerne Festivals, Michael Hae f iger. Dieser wollte mit einem Musikfestival der 2011 von einem Tsunami heimgesuchten Region im Nordos- ten Japans helfen. Die Ark Nova ist mehr als nur eine Konzerthalle. Sie ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Bewohner und Touristen, sondern symbolisiert auch den Wiederaufbau eines kulturellen Lebens in der Katastrophenregion.

www.ark-nova.com

MEGATREND: Urbanisierung

BRANCHE: Medien und Kultur

Lucerne Festival ARK NOVA 2013
Lucerne Festival ARK NOVA 2013

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LiquidSpace: Dieses Stundenhotel ist fürs Arbeiten da; www.liquidspace.com

Mobile Küche

Der Name „Outstanding in the f eld“ ist ein Wort- spiel: „Outstanding“ bedeutet „hervorragend“, „Out- standing in the f eld“ also „aus dem Feld hervorra- gend“. Dahinter steckt ein gastronomisches Konzept, das das Prinzip Regionalität auf die Spitze treibt: An- statt die Region in die Küche zu bringen, bringt es die Küche in die Region. Auf Bauernhöfen, in Gärten, auf Berggipfeln oder am Strand wird ein langer Tisch aufgebaut, auf dem dann ausschließlich Speisen aus der angrenzenden Gegend serviert werden. Zubereitet werden die lokalen Spezialitäten von einem Spitzen- koch aus der Region. Hintergedanke ist, „eine neue Verbindung zwischen Speisen und dem Land ihrer Herkunft zu scha f en und den örtlichen Bauern und kulinarischen Kunsthandwerkern die Ehre zukom- men zu lassen, die ihnen gebührt.“ Bereits seit 1999 gibt es das Konzept in den USA, mittlerweile wird es längst auch in Asien und Europa praktiziert – in Österreich beispielsweise im Weinviertel.

www.outstandinginthefield.com/about

www.weinviertel.at/tafeln-im-weinviertel

MEGATREND: Urbanisierung

BRANCHE: Hotel, Gastronomie (Gastgewerbe); Tourismus

Stundenhotel zum Arbeiten

Über die Plattform Liquid Space vermieten Hotels auch stundenweise leere Zimmer. Allerdings nicht für die Liebe, sondern zum Arbeiten: Das Marriott bie- tet z.B. seit einem Jahr „Workspace on Demand“ an, das Westin stellt mit „Tangent“ innovativ ausgestat- tete Räume für spontane Kreativ-Meetings zur Ver- fügung. 87 Prozent der Befragten einer Umfrage von Hilton Worldwide gaben an, dass Meetings im Hotel den Vorteil einer relaxten Umgebung haben, 63 Pro- zent f nden Meetings außerhalb des Büros produk- tiver. Diese Zahlen werden in Zukunft sicher noch steigen, wenn andere Hotels auf den Zug aufspringen und ihren Komfort mit Annehmlichkeiten für mobile Arbeiter kombinieren.

www.liquidspace.com

www.workspaceondemand.marriott.com

www.westingrandmunich.com/de/westin-tangent

MEGATREND: New Work

BRANCHE: Hotel, Gastronomie (Gastgewerbe)

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Ad-Hoc-Gesellschaft

BEST PRACTICE EDITION 2015

BEST PRACTICE EDITION 2015 Chefredaktion: Thomas Huber Chefredaktion: Verena Muntschick Viktoria Wegscheider

Chefredaktion:

Thomas Huber Chefredaktion:

Verena Muntschick Viktoria Wegscheider Informationsvisualisierung:

Bianca Traub 175,- Euro zzgl. MwSt. ISBN: 978-3-938284-95-7

Bianca Traub 175,- Euro zzgl. MwSt. ISBN: 978-3-938284-95-7 FUTURE CONCEPTS 191 Inspirationen für neue Produkte,

FUTURE CONCEPTS

191 Inspirationen für neue Produkte, Businessmodelle und Märkte

Diese geballte Informationsquelle bündelt auf 143 Seiten die Zukunft der Produkt- und Dienstleistungspalette für den Endverbraucher- markt. Als wertvolles und praktisches Navigationswerkzeug ist die Studie gemacht für alle Branchen und Experten in den Bereichen Pro- duktentwicklung, Beratung, Marketing und Research.

Erfolgreiche Produkte und Services adressieren echte Marktbedürf- nisse, bedienen die Ansprüche von Avantgarden - und werden zu Triebfedern für ausgeprägte Trends, die neue Markträume erobern. Wie aber lassen sich echte Innovationen von Eintagsfliegen unter- scheiden? Ohne detaillierte Marktanalysen ist das nahezu unmöglich, für ausführliches Trend-Scouting fehlt meist die Zeit. Und der Zufall als Inspirationsquelle lässt oft auf sich warten. Deshalb liefern wir Ihnen mit der neuen Studie Future Concepts 191 Best Practices: rich- tungsweisende Trend-Ausprägungen, die die Marktbedürfnisse der Zukunft bedienen werden.

Themenschwerpunkte Die 191 Future Concepts haben wir zu 14 Schwerpunkten gebündelt:

branchenübergreifende Trend-Cluster, von „Ad-hoc-Gesellschaft“ bis „Zero Waste“. Sie können aber auch ganz gezielt nach Megatrends sortiert oder branchenspezifisch in den Future Concepts stöbern: Die jeweils relevanten Branchen sind bei den Best Practices vermerkt und in einem Branchenindex gesammelt.

       

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Exemplar(e) der Best Practice Edition „Future Concepts“ zum Preis von

je 175,– Euro zzgl. 7% MwSt., 112 Seiten

 
     

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