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Universität der Künste Berlin Der Präsident

Universität der Künste Berlin

Der Präsident

12 / 2010

Bildende Kunst

Gestaltung

Musik

Darstellende Kunst

Anzeiger der Universität der Künste Berlin

vom 20. Oktober 2010

Inhalt

Seite

Zulassungsordnung Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente

2

Studienordnung Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente

3

Prüfungsordnung Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente

7

Zulassungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Orchestermusiker

12

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Orchestermusiker

13

Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Orchestermusiker

18

Zulassungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Instrumentalsolist

22

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Instrumentalsolist

23

Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Instrumentalsolist

27

Zulassungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Kammermusik

31

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Kammermusik

33

Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Kammermusik

35

Fortschreibung der Module BA 1/MA 1 Kernfach Musik

40

Änderung der Zulassungsordnung und Studienordnung für den Studiengang "Master of Musik (Jazz) "

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Zulassungsordnung für den Bachelorstudiengang Orchester- instrumente (sowie Gitarre/Saxophon/Blockflöte) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 28. 04. 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hoch- schulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel

XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakul-

tätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

am 28. 04. 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Zugangsvoraussetzungen

Für das Studium im Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente (im

Folgenden immer incl. Gitarre/Saxophon/Blockflöte zu verstehen)

müssen die folgenden Zugangsvoraussetzungen gegeben sein:

für Ausländer und Ausländerinnen ausreichende deutsche Sprachkenntnisse.

eine besondere künstlerische Begabung;

§ 2 Zulassungsantrag

(1) Die Bewerbung um Zulassung setzt einen schriftlichen Antrag (Zulassungsantrag) voraus. Dieser muss innerhalb der festgesetzten Bewerbungsfrist bei der Universität der Künste Berlin eingegangen sein. Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist.

(2) Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:

- ein tabellarischer Lebenslauf;

- Zeugnisse über die Schulbildung;

- ggf. Nachweise bisheriger Studienzeiten sowie bereits erbrach- ter Studien- und Prüfungsleistungen;

- bei Ausländern und Ausländerinnen der Nachweis über die ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache entspre- chend der Satzung für Studienangelegenheiten der Universität der Künste Berlin.

§ 3 Zulassungsverfahren

(1) Jeder Bewerber und jede Bewerberin hat sich einer Zugangsprü- fung zu unterziehen. In der Zugangsprüfung muss der Bewerber bzw. die Bewerberin eine besondere künstlerische Begabung und die dazugehörigen Fähigkeiten und Kenntnisse durch Alter und Ausbildungsstand entsprechende Leistungen nachweisen. Diese Leistungen müssen ein erfolgreiches Studium erwarten lassen. Die Zugangsprüfung findet am Ende der Vorlesungszeit für das folgen-

de Semester statt.

(2) Inhalte der Zugangsprüfung sind:

1. Vortrag von drei Werken unterschiedlicher Stilrichtungen, die vollständig vorbereitet sein müssen, Studienanfänger und - anfängerinnen können auch einzelne Sätze vorbereiten;

2. Vomblattspiel.

Die Zulassungskommission entscheidet über die Dauer der Zu- gangsprüfung.

3. Musiktheorie (Tonsatz und Gehörbildung); Dauer: etwa eine Stunde; schriftlich: Erkennen und Bestimmen von Intervallen, Drei- klängen, Septakkorden und deren Umkehrungen, Kadenzen sowie Melodien und freien Tonfolgen; vorausgesetzt wird die Kenntnis der allgemeinen Musiklehre. Die musiktheoretische Prüfung in den Teilprüfungen Tonsatz und Gehörbildung muss bestanden sein.

4. Klavier; Dauer: etwa 10 Minuten; Stücke leichten Schwierigkeits- grades, wie z.B. J.S. Bach „Notenbüchlein für Anna Magdalena“ oder R. Schumann „Album für die Jugend“.

§ 4 Entscheidung über die Zulassung

(1) Der Bewerber oder die Bewerberin wird zum Studium zugelas- sen, wenn er oder sie auf Grund des Ergebnisses der Zugangsprü- fung die für den gewählten Studiengang erforderliche besondere künstlerische Begabung nachgewiesen hat. Weiterhin kann die Zulassungskommission in Zweifelsfällen in Ergänzung zu § 2, Abs. 2 bei ausländischen Bewerberinnen und Bewerbern eine weitere Überprüfung der Deutschkenntnisse vornehmen und die Zulassung vom Ergebnis dieser Überprüfung abhängig machen.

(2) Das Ergebnis der Zugangsprüfung ist dem Bewerber oder der Bewerberin nach Abschluss der Beratungen schriftlich bekannt zu geben. Für den Bewerber oder die Bewerberin negative Entschei- dungen sind mit Begründung und Rechtsmittelbelehrung mitzutei- len.

(3) Eine aufgrund der bestandenen Zugangsprüfung erfolgte Zulas- sung gilt für das sich anschließende Semester. Über Ausnahmen entscheidet die Zulassungskommission.

§ 5 Zulassungskommission

(1) Die Durchführung des Zulassungsverfahrens obliegt der Zulas- sungskommission. Sie trifft alle hierfür notwendigen Entscheidun- gen.

(2) Die Zulassungskommission, einschließlich ihres oder ihrer Vor- sitzenden sowie des Stellvertreters oder der Stellvertreterin, wird vom Fakultätsrat bestimmt. Sie besteht aus einer ungeraden Zahl von Mitgliedern von hauptberuflichen Professoren und Professorin- nen und akademischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit selbständiger Lehrtätigkeit, wobei die Professoren und Professorin- nen die Mehrheit stellen. Entscheidungen der Zulassungskommissi- on bedürfen der Mehrheit ihrer Mitglieder.

(3) An den Sitzungen der Zulassungskommission nehmen zwei Studierende mit Rederecht teil. Sie werden vom Fakultätsrat be- stimmt.

§ 6 Öffentlichkeit

Neben den Regelungen der Kunsthochschulzugangsverordnung können Mitglieder des Lehrkörpers der Universität der Künste Berlin als Zuhörer bzw. Zuhörerinnen der Zugangsprüfung beiwohnen. Dies gilt nicht für die Beratung und Bekanntgabe der Zulassungs- entscheidung.

§ 7 Protokoll

Über jeden Abschnitt der Zugangsprüfung ist ein Protokoll zu füh- ren. In dem Protokoll müssen die Namen der Mitglieder der Zulas- sungskommission und die Namen der Bewerber und Bewerberin-

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nen, Ort, Datum und Uhrzeit der Prüfungen, die einzelnen Beurtei- lungen, das Abstimmungsergebnis sowie ggf. die Begründung für

die Ablehnung enthalten sein. Das Protokoll ist vom Vorsitzenden

oder von der Vorsitzenden der Zulassungskommission und vom Protokollführer oder von der Protokollführerin zu unterzeichnen.

§ 8 Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungs- leistungen

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Bachelorstudien-

gang Orchesterinstrumente an der Universität der Künste Berlin in

der jeweils geltenden Fassung.

§ 9 Probesemester

Die ersten beiden Semester an der Universität der Künste gelten als

Probesemester. Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Die Zulassungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentli- chung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Zulassungsordnung für den Studiengang Musik – Instrumentale Hauptfächer – vom 26. November 1990 (HdK-Anzeiger 7/91 vom 23. Juli 1991) bis auf den Bereich der Tasteninstrumente außer Kraft.

Studienordnung Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente (sowie Gitarre/Saxophon/Blockflöte)

vom 28. 04. 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hoch-

schulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel

XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakul-

tätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

am 28. 04. 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

§ 3 Studienbeginn

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

§ 5 Studienaufbau

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

§ 8 Studienabschluss

§ 9 Studienfachberatung

§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Anlage 1: Studienplan

Anlage 2: Modulbeschreibungen

§ 1 Geltungsbereich

Die Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des Bache- lorstudiengangs Orchesterinstrumente (im Folgenden immer incl. Gitarre/Saxophon/Blockflöte zu verstehen) an der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Studiengang.

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

Das Studium bereitet den Studenten bzw. die Studentin auf eine Berufspraxis in folgenden Tätigkeitsfeldern vor: Hauptfach Saiten- instrumente, Hauptfach Blasinstrumente, Hauptfach Schlagzeug:

Solo, Orchester, Kammermusik. Hauptfach Gitarre: Solo, Kammer- musik. Hauptfach Saxophon: Solo, Kammermusik, Ensemble. Hauptfach Blockflöte: Solo, Kammermusik, Ensemble.

Inhalt des Studiums ist die Vermittlung künstlerisch-technischen Könnens, der Interpretationsfähigkeit, des Stilempfindens und des gestalterischen Vermögens beim Vortrag eigenständig erarbeiteter Werke.

§ 3 Studienbeginn

Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommerse- mester.

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

(1) Die Studiendauer ist auf eine Regelstudienzeit von acht Semes- tern festgelegt. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte und durch- schnittlich 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind entsprechend dem Studienauf- wand Leistungspunkte zugeordnet.

(2) Den Studierenden sind auf begründeten Wunsch in der Regel bis zu zwei Urlaubssemester zu gewähren. Hierzu bedarf es der Ge- nehmigung des Hauptfachlehrers bzw. der Hauptfachlehrerin. Längere Beurlaubungen bedürfen daneben der Genehmigung vom jeweiligen Institutsrat. Im Urlaubssemester haben die Studierenden kein Anrecht auf Unterricht und es können keine Prüfungen abge- legt werden. Ein Urlaubssemester soll rechtzeitig, d. h. bis spätes- tens nach Ablauf der Hälfte der vorangehenden Vorlesungszeit, im Immatrikulations- und Prüfungsamt über die Fakultätsleitung bean- tragt werden. Ansonsten gelten die Regelungen der Satzung für Studienangelegenheiten.

§ 5 Studienaufbau

(1) Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lernein- heiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung oder mehreren Prüfungsteilen,

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mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.

(2) In den Modulen 1 bis 3 erfolgt im Hauptfach des Studiums die Vermittlung technischer und musikalischer Grundlagen sowie des Repertoires in hoher künstlerischer Reife. Weiterhin werden wichti- ge Orchesterstellen erarbeitet. Der Unterricht findet als Einzelunter- richt statt. Ergänzt werden die Module 1 bis 3 durch Korrepetition und Orchesterstudien.

(3) Die weiteren Module sind:

Modul 4: Künstlerische Pflichtfächer (Orchester/Ensemble, Kam- mermusik und Beifach Klavier)

Modul 5: Wissenschaftliche Pflichtfächer (Musikwissenschaft/ Mu- sikgeschichte, Tonsatz/Analyse, Gehörbildung/Höranalyse, Instru- mentenkunde)

Modul 6: Wahlpflichtfächer: Es werden 3 Fächer aus den folgenden für die Dauer von je 2 Semestern gewählt: Ensembleleitung, Musik- physiologie, Musikmanagement, Instrumentalpädagogik, Chor.

Näheres zu Studienaufbau und Studieninhalten erläutern Studien- plan und Modulbeschreibungen.

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

Die Lehre findet überwiegend im Einzel- und Gruppenunterricht statt. Insbesondere in den wissenschaftlichen Fächern werden auch Vorlesungen und Seminare abgehalten.

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 8 Studienabschluss

Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium notwen- digen Module erfolgreich absolviert worden sind.

§ 9 Studienfachberatung

Die Studienfachberatung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuellen Stu- dienplanung. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Stu- dienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben aller Hoch- schullehrer.

§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsbestimmun- gen

(1) Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt an der Universität der Künste Berlin die Stu- dienordnung für den Studiengang Musik – Künstlerische Ausbil- dung vom 16. Februar 2005 (UdK-Anzeiger 7/2005 vom 19. Sep- tember 2005) außer für den Bereich Tasteninstrumente außer Kraft.

(3) Abweichend von Abs. 2 können Studierende, die beim Inkraft- treten dieser Ordnung im Diplomstudiengang Instrumentale Haupt- fächer immatrikuliert sind, ihr Studium wahlweise nach dieser

Studienordnung oder den bisher geltenden Regelungen beenden. Bei einem Wechsel in den Bachelorstudiengang werden Studienleis- tungen, die vor dem Umstellungsdatum erbracht wurden, vom Prüfungsausschuss entsprechend ihrer Äquivalenz umgerechnet und anerkannt. Die Studierenden haben spätestens ein Semester nach Inkrafttreten dieser Ordnung dem Prüfungsamt schriftlich mitzutei- len, nach welcher Ordnung sie ihr Studium abschließen wollen. Diese Entscheidung ist nicht revidierbar.

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Anlage 1: Studienplan - Bachelorstudiengang Künstlerische Ausbildung Orchesterinstrumente (incl. Gitarre/Saxophon/Blockflöte)

Nr.

Modul

LV

SWS

 

Leistungspunkte

 

Modulelement

1. Sem.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Σ

1, 2, 3

Pflichtfächer A - Grundlagen

       

- Repertoire

- Künstlerische Reife

[43;62,5;77,5]

1/2/3.1.

Instrumentales Hauptfach /Nebeninstrumente

E

1,5

20

20

17,5

18,5

20,5

21,5

24

26

168

1/2/3.2.

Korrepetition

 

(E)

0,75 (Bläser)

1

1

1

1

1

1

1

1

8

1 (Streicher)

2/3.3.

Orchesterstudien

G

0,75

0,5

0,5

1

1

1

1

1

1

7

4

Pflichtfächer B

                   

[30]

4.1.

Orchesterspiel/Bläserensemble

siehe Orchesterordnung

2

2

2

2

2

2

2

 

14

4.2.

Kammermusik

G

0,5

   

2

2

2

2

2

2

12

4.3.

Klavier

E

0,75

1

1

1

1

       

4

5

Pflichtfächer C

                   

[21]

 

Musikwissenschaft/Musikgeschichte

 

V

2

1

1

1

1

         

5.1.

PS

2

2

2

+2*

         

10

 

*Modulprüfung

5.2.

Tonsatz/Analyse

G/S

1

1

1

1

1

1

1

   

6

5.3.

Gehörbildung/Höranalyse

G/S

1

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

   

3

5.4.

Instrumentenkunde

G

1

1

1

           

2

6

Wahlpflichtfächer

                   

[6]

6.1.

Ensembleleitung

   

1,5

                 

6.2.

Musikphysiologie

3 Fächer je- weils über zwei Semester

2

       
   

G

     

1

1

1

1

   

6

6.3.

Musikmanagement

2

1

1

6.4.

Instrumentalpädagogik

à 2 LP

 

2

             

6.5.

Chor

1,5

           
 

Σ

   

30

30

30

30

30

30

30

30

240

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht), PS (Proseminar), S (Seminar), V (Vorlesung)

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Anlage 2: Modulbeschreibungen Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente (sowie Gitar- re/Saxophon/Blockflöte)

Modul 1: Pflichtfächer A1 - Grundlagen Qualifikationsziele: Die künstlerischen Fächer sind für die Stu- dierenden die zentralen Orte zur Entwicklung ihrer musikalischen Persönlichkeit. Ziel ist die Erarbeitung instrumental-technischer und interpretatorischer Kompetenzen sowie die Ausbildung zu Stil- und Formsicherheit, die eine selbständige individuelle, stilistisch adä- quate Interpretation von Musik ermöglichen. Besonderes Ziel des 1. Moduls ist dabei die Schaffung tragfähiger technischer und musikalischer Grundlagen für den weiteren Verlauf der künstleri- schen Entwicklung. Lehrinhalte: Erwerb einer sicheren Instrumentaltechnik, Spiel von anspruchsvollen Etüden und Vortragsstücken unterschiedlichster historischer und stilistischer Provenienz, bewusster Einsatz der Intonation, auch in verschiedenen Besetzungen, Erlangung sicherer musikalischer Vortrags- und Interpretationskompetenz, auch mit Korrepetition. Lehrformen: Instrumentales Hauptfach: wöchentlicher Einzelun- terricht, auf das Hauptfach bezogenes Nebeninstrument: Einzelun- terricht nach Absprache, Korrepetition: wöchentliche Zusammenar- beit, Orchesterstudien: wöchentlicher Gruppenunterricht Teilnahmevoraussetzungen: Bestandene Zugangsprüfung. Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente (im Folgenden immer incl. Gitarre/Saxophon/Blockflöte zu verstehen) Prüfungen und Vorleistungen: Instrumentales Hauptfach:

Wöchentlicher Einzelunterricht, Korrepetition: öffentliche Vorspiele. Die Modulabschlussprüfung umfasst ein Vortragsstück freier Wahl sowie eine Technik-Prüfung (Etüden, Tonleitern, Dreiklänge etc.) nach Festlegung durch die verschiedenen Instrumentalbereiche. Sie wird vor einer Kommission, bestehend aus 2 Professoren bzw. Professorinnen und einem akademischen Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin abgelegt und dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Arbeitsaufwand: 43 LP Dauer: 2 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 2: Pflichtfächer A2 - Repertoire Qualifikationsziele: Sichere Beherrschung von Teilen des Stan- dardrepertoires sowie Fähigkeit zur selbständigen Erarbeitung weiterer musikalischer Literatur des Hauptinstruments. Kenntnis und Beherrschung relevanter Orchesterstellen. Lehrinhalte: Sonaten, Vortragsstücke, Konzerte, Orchesterstellen, Vom-Blatt-Spiel. Lehrformen: Instrumentales Hauptfach: wöchentlicher Einzelun- terricht, auf das Hauptfach bezogenes Nebeninstrument: Einzelun- terricht nach Absprache, Korrepetition: wöchentliche Zusammenar- beit, Orchesterstudien: wöchentlicher Gruppenunterricht Teilnahmevoraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss von Modul 1 bzw. bestandene Zugangsprüfung und Einstufung in das 3. Studiensemester Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente. Prüfungen und Vorleistungen: Instrumentales Hauptfach:

Wöchentlicher Einzelunterricht, Korrepetition: öffentliche Vorspiele. Die Modulabschlussprüfung umfasst zwei bis drei Werke unter- schiedlicher Epochen (auch Einzelsätze) freier Wahl, Vom-Blatt- Spiel sowie zwei bis fünf repräsentative Orchesterstellen unter- schiedlicher Herkunft. Die Modulprüfung wird vor einer Kommissi- on, bestehend aus 2 Professoren bzw. Professorinnen und einem akademischen Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin, abgelegt und dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Arbeitsaufwand: 62,5 LP Dauer: 3 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 3: Pflichtfächer A3 – Künstlerische Reife (studien- abschließendes Modul) Qualifikationsziele: Fähigkeit zum sicheren Vortrag des Reper- toires in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen in hoher künst- lerischer Reife. Lehrinhalte: Probespiel Konzerte, Orchesterstudien für Probespie- le, individuelle Prüfungsprogramme. Lehrformen: Instrumentales Hauptfach: wöchentlicher Einzelun- terricht, auf das Hauptfach bezogenes Nebeninstrument: Einzelun- terricht nach Absprache, Korrepetition: wöchentliche Zusammenar- beit, Orchesterstudien: wöchentlicher Gruppenunterricht Teilnahmevoraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss von Modul

1 und 2 oder bestandene Zugangsprüfung und Einstufung in das

6. Studiensemester. Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente. Prüfungen und Vorleistungen: Instrumentales Hauptfach:

Wöchentlicher Einzelunterricht/Prüfung (Vorspiel), Korrepetition:

öffentliche Vorspiele. Modulabschlussprüfung vgl § 17 der Prü- fungsordnung des Bachelorstudiengangs Orchesterinstrumente. Arbeitsaufwand: 77,5 LP Dauer: 3 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 4: Pflichtfächer B (Orchesterspiel/Ensemble, Kam- mermusik, Klavier) Modulelemente: Orchesterspiel/Bläserensemble, Kammermusik, Nebenfach Klavier Qualifikationsziele: Fähigkeit zum Spielen im sinfonischen Orchester (für Bläser auch in Bläserensembles) sowie in verschie- denen Kammermusik-Besetzungen. Professionelle Absicherung musikalischer und technischer Aspekte des Klavierspiels je nach dem Eingangsniveau der Studierenden sowie Ausführung von Klavierbegleitungen für das jeweilige Hauptinstrument. Lehrinhalte: Orchester: Sinfonische Literatur verschiedener histo- rischer und stilistischer Provenienz. Kammermusik: Ausgewählte, repräsentative Werke der Kammer- musik-Literatur für das jeweilige Hauptinstrument. Klavier: Wesent- liche Klavierkompositionen auf einem angemessenen Leistungsni- veau sowie einfache Klavierbegleitungen für das jeweilige Hauptin- strument. Lehrformen: Spiel im sinfonischen Orchester der Hochschule sowie in verschiedenen Kammermusik-Besetzungen unter Anlei- tung, sowie Einzelunterricht im Nebenfach Klavier. Teilnahmevoraussetzungen: Bestandene Zugangsprüfung. Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente Prüfungen und Vorleistungen: Orchesterspiel/Bläserensemble:

Anwesenheit lt. Orchesterordnung der Fak. Musik der UdK Berlin. Kammermusik: Probenarbeit in der Gruppe sowie Vorstellung der Arbeitsergebnisse im Rahmen öffentlicher Konzerte. Nebenfach Klavier: Wöchentlicher Einzelunterricht sowie Abschlussprüfung. Die Modulprüfung setzt sich aus den genannten Prüfungsteilen für Orchesterspiel, Kammermusik und Klavier zusammen. Arbeitsaufwand: Insgesamt 30 LP (Orchesterspiel/Bläser- ensemble: 14 LP, Kammermusik: 12 LP, Nebenfach Klavier: 4 LP). Dauer: Orchesterspiel/Bläserensemble: 7 Semester, Kammermusik:

6 Semester, Nebenfach Klavier: 4 Semester. Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

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Modul 5: Pflichtfächer C Modulelemente: Musikwissenschaft/Musikgeschichte, Tonsatz/ Analyse, Gehörbildung/Höranalyse, Instrumentenkunde Qualifikationsziele: Musikwissenschaft/Musikgeschichte: Grund- kenntnisse über Gegenstände der Musikgeschichte und Musikwis- senschaft; eigenständige, berufsbezogene Informationsbeschaffung über diese Gegenstände. Tonsatz/Analyse, Gehörbildung/Höranalyse: Analytische Beschrei- bung schriftlich oder akustisch gegebener, musikalischer Sachver- halte. Beherrschung der grundlegenden musiktheoretischen Termi- nologie, Kenntnis einfacher Satztechniken. Instrumentenkunde: Überblick über Funktionsweise, physikalische Beschaffenheit und Spieltechnik der wichtigsten Instrumente. Lehrinhalte: Musikwissenschaft/Musikgeschichte: Grundzüge der Musikgeschichte, auch über Musik und Musikleben der Gegenwart, instrumentenspezifische Recherche sowie die Präsentation der Ergebnisse in Wort und Schrift. Tonsatz/Analyse, Gehörbildung/Höranalyse: Grundlagen der Musik- theorie. Musikalische Stile, Formen und Satztechniken des 17. bis 21. Jahrhunderts, Komposition von instrumentalen Überleitungen und Kadenzen. Instrumentenkunde: Geschichte, Spieltechnik und Repertoire, Akustik; Hörübungen zur Klangfarbenerkennung Lehrformen: Musikwissenschaft/Musikgeschichte: 4 Vorlesungen, 2 Seminare; Tonsatz/Analyse, Gehörbildung/Höranalyse: Gruppenunterricht im 1. bis 4. Semester, danach 2 Seminare; Instrumentenkunde: Seminare. Teilnahmevoraussetzungen: Bestandene Zugangsprüfung. Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente Prüfungen: Fünf Prüfungsteile (Hausarbeit und mündliche Prü- fung im Fach Musikwissenschaft/Musikgeschichte; je eine Klausur in den Fächern Tonsatz/Analyse und Gehörbildung/Höranalyse; mündliche Prüfung im Fach Instrumentenkunde) Arbeitsaufwand: Insgesamt 21 LP Dauer: 2 Semester Instrumentenkunde; 4 Semester Musikwissen- schaft/Musikgeschichte, 6 Semester Tonsatz/Analyse und Gehörbil- dung/Höranalyse. Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 6: Wahlpflichtfächer (unbenotet) Modulelemente: Ensembleleitung, Musikphysiologie, Musikma- nagement, Instrumentalpädagogik, Chor. Qualifikationsziele: Ensembleleitung: Selbständiges Leiten von kleinen bis mittleren Ensembles mit und ohne Instrument. Musikphysiologie: Bewusstmachung körperlicher, mentaler und psychischer Grundlagen, auf denen sich künstlerische Potentiale entfalten können. Ökonomisierung und Verfeinerung der Spielwei- se konstruktiver Umgang mit Auftrittssituationen. Musikmanagement: Wirklichkeitsnahe Karriereplanung für Musi- ker, Professionalisierung der beruflichen Eigeninitiative und Kreati- vität, realistische Selbsteinschätzung. Instrumentalpädagogik: Kenntnisse in der Hauptfachmethodik sowie in weiteren praktischen und wissenschaftlichen musikpäda- gogischen Bereichen. Chor: Förderung der musikalischen und künstlerischen Bildung, Festigung von Intonation und harmonischer Verankerung in einem mehrstimmigen Gebilde. Lehrinhalte: Ensembleleitung: Grundkenntnisse des Dirigierens und der Führung kleinerer bis mittlerer Ensembles. Musikphysiologie: Körperübungen, Experimente und Spiele. Arbeit am Instrument zur optimalen Anpassung des Instrumentes an den Körper und umgekehrt. Musikmanagement: Einführung in unternehmerisches Denken, Programm-Konzeption und -Moderation, medienrechtliches und – technisches Fachwissen, Funktionsweise des Musikbetriebs.

Instrumentalpädagogik: Reflexion des eigenen Lernens, Übens und der eigenen Kreativität. Lektüre grundlegender musikpädagogi- scher Texte. Chor: Praktisches Chorsingen in regelmäßigen Proben und Auffüh- rung der Ergebnisse. Lehrform: Gruppenunterricht Teilnahmevoraussetzungen: Bestandene Zugangsprüfung Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente Prüfungen: Portfolioprüfung mit dem Erfordernis der erfolgreichen Teilnahme Arbeitsaufwand: Insgesamt 6 LP Gesamtdauer: 3 der 5 Fächer müssen jeweils über 2 Semester belegt werden. Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Prüfungsordnung des Bachelorstudiengangs Orchesterin- strumente (sowie Gitarre/Saxophon/Blockflöte)

vom 28. 04. 2010

Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70),, hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 28. April 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Zweck der Bachelorprüfung

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau

§ 6 Probesemester

§ 7 Regelstudienzeit und Studienumfang

§ 8 Prüfungsausschuss

§ 9 Prüfer und Beisitzer bzw. Prüferinnen und Beisitzerinnen

§ 10 Regelung zum Nachteilsausgleich

§ 11 Bestehen und Nichtbestehen

§ 12 Bewertung der Prüfungsleistungen

§ 13 Bildung der Abschlussnote

§ 14 Anmeldung zu Modulprüfungen

§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der Modulprüfungen

§ 16 Wiederholung von Modulprüfungen

§ 17 Studienabschließende Modulprüfung

§ 18 Modulbeschreibungen

§ 19 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungs- leistungen

§ 20 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

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§ 21 Einsicht in die Prüfungsakten

§ 22 Prüfungsprotokoll

§ 23 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

§ 1 Geltungsbereich

Die Ordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungs- leistungen im Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente (im Folgenden immer incl. Gitarre/Saxophon/Blockflöte zu verstehen) an der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Studienordnung für diesen Studiengang.

§ 2 Zweck der Bachelorprüfung

(1) Die Bachelorprüfung bildet den berufsqualifizierenden Ab- schluss des Studiums. Mit dem Bachelorabschluss wird nachge- wiesen, dass die Studierenden befähigt sind, den Beruf als Musi- ker oder Musikerin in seinen vielfältigen Ausformungen professi- onell auszuüben. Dabei soll der Nachweis künstlerisch- technischen Könnens sowie gestalterischen Vermögens hinsicht- lich Interpretationsfähigkeit und Stilempfindens erbracht werden.

(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Bachelorprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lernziele der jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzung ist eine besondere künstlerische Bega- bung. Die Zulassung zum Studium erfolgt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester. Näheres über Zugangsvorausset- zungen und Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der Hoch- schulgrad Bachelor of Music (B.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:

- die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,

- das studienabschließende Modul mit Benotung und zugehöri- gen Leistungspunkten,

- die Gesamtnote

- den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin .

Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungs- ausschusses und vom Dekan oder von der Dekanin unterzeichnet, die Urkunde vom Dekan oder von der Dekanin und vom Präsi- denten oder von der Präsidentin. Beide tragen das Siegel der Universität der Künste Berlin.

(2) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Bachelorstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supp- lement ausgehändigt, das nach national und international ge- bräuchlichen Standards der Einstufung und Bewertung des Ab- schlusses dient.

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau

(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveran- staltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung oder mehreren Prüfungsteilen, mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.

(2) Das Bestehen des Moduls 2 – Pflichtfächer A – Repertoire - entspricht dem Bestehen einer Zwischenprüfung.

(3) Die Bachelorprüfung setzt sich aus den einzelnen Modulprü- fungen sowie der studienabschließenden Modulprüfung zusam- men. Modulprüfungen können sich aus mehreren Teilprüfungen zusammensetzen.

§ 6 Probesemester

Die beiden ersten Semester in diesem Studiengang an der Uni- versität der Künste Berlin gelten als Probesemester, an deren Ende gegebenenfalls bei nicht ausreichenden Studienleistungen eine Leistungsüberprüfung über die Berechtigung zum Weiterstu- dium entscheidet. Die Leistungsüberprüfung findet nur auf An- trag eines Hauptfachlehrers oder einer Hauptfachlehrerin vor einer eigens hierfür zusammengestellten Prüfungskommission, der zwei hauptberuflichen Professoren oder Professorinnen und ein akademischer Mitarbeiter bzw. eine akademische Mitarbeite- rin mit selbständiger Lehrtätigkeit angehören, statt. Die Anforde- rungen richten sich nach dem in zwei Semestern zu erwartenden Leistungsfortschritt. Bestandene Modulprüfungen ersetzen die Leistungsüberprüfung in diesem Bereich. Die Entscheidung wird dem Studenten oder der Studentin unverzüglich mitgeteilt, bei Ablehnung zusätzlich mit schriftlicher Begründung und Rechts- mittelbelehrung. Die nicht bestandene Leistungsüberprüfung kann zu Beginn des darauf folgenden Semesters einmal wieder- holt werden.

§ 7 Regelstudienzeit und Studienumfang

Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. Der gesamte Stu- dienaufwand wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte mit 30 Leistungspunkten pro Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen werden dem Studienaufwand entsprechend Leistungspunkte zugeordnet. Leistungspunkte zum Nachweis bisheriger Studienleistungen werden nur nach bestandener Mo- dulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 8 Prüfungsausschuss

(1) Für den Studiengang ist der Prüfungsausschuss "Künstleri- sche Ausbildung (KA)" zuständig. Seine Mitglieder und ihre Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen werden vom Fakultätsrat auf Vorschlag der in ihm vertretenen Gruppen gewählt. Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Professoren und Professorinnen, eines der Grup- pe der akademischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der Studierenden angehören.

(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe der Professoren und Professorinnen einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr

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Amt nach Ablauf der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.

(3) Der Prüfungsausschuss beauftragt die einzelnen Instrumen- talbereiche mit der Organisation und Durchführung der Prüfun- gen. Die Instrumentalbereiche

- legen die Prüfungstermine fest,

- schlagen dem Prüfungsausschuss die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen vor,

- achten darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,

Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen und entscheidet über die Anrech- nung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen. Er kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.

(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amts- verschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.

(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des bzw. der Vorsitzenden oder des Stellvertreters bzw. der Stellvertreterin. Die Stimmen- mehrheit der Professoren und Professorinnen muss gegeben sein. Der Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 9 Prüfer und Beisitzer bzw. Prüferinnen und Beisitzerin- nen

(1) Bei den Prüfungen ist in der Regel der Prüfer oder die Prüferin die für die Lehrveranstaltung verantwortliche Lehrperson. Münd- liche Prüfungen sind dabei in Gegenwart mindestens eines weite- ren Prüfers bzw. einer weiteren Prüferin oder eines sachkundigen Beisitzers bzw. einer sachkundigen Beisitzerin durchzuführen, die vom Prüfungsausschuss bestellt werden.

(2) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfungen der Module 1 und 2 sowie 4 (Pflichtfach Klavier) jeweils eine Prüfungskom- mission. Die Prüfungskommission hat drei Mitglieder, von denen mindestens zwei Professor bzw. Professorin sind. Die Prüfungs- kommission wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Professoren und Professorinnen.

(3) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfung des studienab- schließenden Moduls eine Prüfungskommission. Die Prüfungs- kommission hat fünf Mitglieder, von denen mindestens drei Professor bzw. Professorin sind. Die Prüfungskommission wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Professoren und Professorinnen.

(4) Prüfungsberechtigt sind alle Professoren und Professorinnen im Rahmen ihres Fachgebiets. Soweit diese nicht zur Verfügung stehen, können akademische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Lehrbeauftragte zu Prüfern und Prüferinnen bestellt wer- den, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Beisitzer bzw. Beisitzerin darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.

§ 10 Regelung zum Nachteilsausgleich

Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beein- trächtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prü- fungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleich- wertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder in anderer Form er- bracht werden können.

§ 11 Bestehen und Nichtbestehen

(1) Das Studium wird mit der erfolgreichen Bachelorprüfung abgeschlossen. Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das Studium vorgesehenen Module bestanden sind. Folgende Module müssen belegt werden:

Modul 1: Künstlerisches Hauptfach/Grundlagen

Modul 2: Künstlerisches Hauptfach/Repertoire

Modul 3: Künstlerisches Hauptfach/Künstlerische Reife

Modul 4: Künstlerische Pflichtfächer (Orchester, Ensemble, Kam- mermusik, Klavier)

Modul 5: Wissenschaftliche Pflichtfächer (Musikwissenschaft/ Musikgeschichte, Tonsatz/Analyse, Gehörbildung/Höranalyse, Instrumentenkunde)

Modul 6 (unbenotet): Wahlpflichtfächer (es sind 3 Fächer über jeweils 2 Semester zu wählen aus: Ensembleleitung, Musikphy- siologie, Musikmanagement, Instrumentalpädagogik, Chor)

(2) Eine zusammengesetzte Modulprüfung muss in all ihren Teilen bestanden sein.

(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hoch- schule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Modulprüfung endgültig nicht bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforde- rungen einer oder mehreren Modulprüfungen dieses Studien- gangs entspricht, so kann das Studium nicht fortgesetzt werden. Die Bachelorprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.

§ 12 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Für die Benotung von Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:

1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung

2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittli- chen Anforderungen liegt

3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforde- rungen entspricht

4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt

5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt

Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder

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abgesenkt werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei aus- geschlossen.

(2) Die Notenskala für eine Modul- oder Abschlussnote lautet wie

folgt:

Bei einem Durchschnitt

von 1,0 bis 1,5 = sehr gut

von 1,6 bis 2,5 = gut

von 2,6 bis 3,5 = befriedigend

von 3,6 bis 4,0 = ausreichend

ab 4,1 = nicht ausreichend

(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Mo- dulprüfung aus mehreren Teilprüfungen, so errechnet sich die Modulnote aus dem arithmetischen Mittel der nach den betref- fenden Leistungspunkten gewichteten Noten der Teilprüfungen.

(4) Die ECTS-Bewertungsskala gibt Aufschluss über das relative Abschneiden der Absolventen bzw. der Absolventinnen und wird in das Diploma Supplement aufgenommen. Von den folgenden Noten erhalten:

A die besten 10 %

B die nächsten 25 %

C die nächsten 30 %

D die nächsten 25 %

E die nächsten 10 %

Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohor- ten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absol- ventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlussko- horte aufzunehmen.

§ 13 Bildung der Abschlussnote

Die Abschlussnote des Bachelorstudiengangs ist das arithmeti- sche Mittel der gewichteten Noten aller benoteten Modulprüfun- gen (Module 1 – 5). Die einzelnen Noten werden entsprechend den Leistungspunkten gewichtet, die den jeweiligen Modulen zugeordnet sind. Dabei werden die Leistungspunkte des studien- abschließenden Moduls (Modul 3 – Pflichtfächer – Künstlerische Reife) anderthalbfach gezählt.

§ 14 Anmeldung zu Modulprüfungen

Die Anmeldung zur Teilnahme an einem Modul ist gleichzeitig die Anmeldung zu der an die Lehrveranstaltungen anschließen- den Modul- oder Modulteilprüfung. Die Anmeldung erfolgt spä- testens in der zweiten Vorlesungswoche. Die Teilnahmevoraus- setzungen werden in der Modulbeschreibung festgelegt. Die Teilnahme an einer Studienleistung eines Moduls kann zur Vor- aussetzung für die Teilnahme an der Modulprüfung gemacht werden.

§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der Modulprüfungen

Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrundeliegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig bekanntgegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfungen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt.

§ 16 Wiederholung von Modulprüfungen

(1) Prüfungen können einmal wiederholt werden. Besteht ein

Kandidat oder eine Kandidatin eine Modulprüfung nicht, so hat er oder sie Gelegenheit, diese in der Regel zu Beginn der Vorle- sungszeit des darauffolgenden Semesters zu wiederholen. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin nicht zu, so wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festgelegt, die geeignet ist, den Studienerfolg des Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Eine nicht bestandene Prü- fung kann frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an gerechnet, wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfungen müssen spätestens bis 4 Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit des auf die Prüfung folgenden Semesters abgeschlossen sein. Bei zusammengesetzten Modulprüfungen müssen nur die nicht bestandenen Teile wiederholt werden.

Wird ein Modul endgültig nicht bestanden, kann das Studium nicht fortgesetzt werden.

(2) Wenn studienbegleitende Prüfungen von nur einem Prüfer

oder einer Prüferin abgenommen werden, so sind bei einer letzen

Wiederholungsprüfung diese Prüfungen von mindestens zwei Prüfern oder Prüferinnen abzunehmen.

§ 17 Studienabschließende Modulprüfung

(1) Die Anmeldung zum studienabschließenden Modul 3 (Pflicht-

fächer - Künstlerische Reife) erfolgt gegen Ende des fünften Semesters. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Module 1 und 2.

(2) Die Prüfung des studienabschließenden Moduls findet zum

Ende des letzten Modul-Semesters statt. Sie besteht aus

(A) einer Repertoire-Prüfung von ca. 50 Minuten Dauer. Die

Repertoire-Prüfung umfasst den Vortrag von Repertoire-Stücken,

den Vortrag eines Pflichtstücks von etwa zehn Minuten Dauer (Vorbereitungszeit: 14 Tage) sowie 3 – 6 Orchesterstellen nach Auswahl durch die Prüfungskommission aus einer vom Prüfling vorgelegten Liste;

(B) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von ca. 40 bis 45

Minuten Dauer. Das Programm wird vom Kandidaten bzw. von der Kandidatin ausgewählt und hat aus repräsentativen Werken der Solo-, Rezital- und Kammermusik verschiedener Stilepochen zu bestehen. Zum Kammerkonzert ist eine kurze schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen dokumentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben kann. Sie wird im Zusammenhang mit der künstlerischen Leis- tung im Konzert bewertet.

In einem der beiden Prüfungsteile muss ein Werk der zeitgenössi- schen Musik vorkommen.

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§ 18 Modulbeschreibungen

Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere:

Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls

Lehrformen

Teilnahmevoraussetzungen

Verwendbarkeit des Moduls

Prüfungen und Vorleistungen

Arbeitsaufwand und Leistungspunkte

Dauer der Module

Häufigkeit des Angebots

Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der Quali- tätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungs- ausschuss konkretisiert und ergänzt werden.

§ 19 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prü- fungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die an ande- ren Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin er- bracht wurden, werden auf Antrag anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit durch den Prüfungsausschuss festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn die Studienzeiten, Stu- dien- und Prüfungsleistungen nach Inhalt, Umfang und Leis- tungsniveau den Anforderungen des neu gewählten Studien- gangs im Wesentlichen entsprechen. Hierbei ist kein schemati- scher Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbe- wertung ausschlaggebend. Es können Studienleistungen höchs- tens im Umfang von 150 Leistungspunkten anerkannt werden. Nicht bestandene Prüfungen sind bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen.

(2) Bei Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereichs des Grundge- setzes erbracht wurden, sind auf Antrag nach Maßgabe der von der Kultusministerkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarun- gen anzuerkennen. Wenn solche nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuss. Im Übrigen kann bei Zweifeln an der Gleich- wertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Zur Förderung des internationalen Austausches ist bei der Anerkennung im Ausland erworbener Leistungen im Zweifel zu Gunsten der Studierenden zu entscheiden.

§ 20 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfung gilt als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet, wenn der Kandidat oder die Kandidatin seinen Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er bzw. sie nach Be- ginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurück- tritt.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit hat der Kandidat oder die Kandidatin ein ärztliches Attest und im Zwei- felsfall nach Aufforderung ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so wird ein neuer

Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.

(3) Versucht ein Kandidat oder eine Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfungsleistung als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet. Dasselbe gilt, wenn der Kandidat oder die Kandidatin bei einer Prüfungsleistung ge- täuscht hat und diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt wird. Ein Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der jeweiligen Prüferin oder dem bzw. der Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleis- tung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Kandi- daten oder die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungs- leistungen ausschließen.

(4) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer be- standenen Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat oder die Kandidatin hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen dieser Prüfung geheilt. Hat der Kandidat oder die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Un- recht erwirkt, so kann der Prüfungsausschuss die entsprechende Prüfung für nicht bestanden erklären.

(5) Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Absatz 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft werden. Belastende Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

§ 21 Einsicht in die Prüfungsakten

Nach Abschluss eines Prüfungsverfahrens wird dem Prüfling innerhalb eines Jahres auf Antrag in angemessener Frist durch den Prüfungsausschuss Einsicht in die Prüfungsakten gewährt.

§ 22 Prüfungsprotokoll

Über die Prüfung ist vom einzelnen Prüfer bzw. von der einzelnen Prüferin oder von einem Mitglied der Prüfungskommission ein Protokoll zu fertigen, das vom Prüfer bzw. der Prüferin oder vom Vorsitzenden bzw. von der Vorsitzenden der Prüfungskommission und vom Protokollführer bzw. von der Protokollführerin unter- zeichnet und den Personalakten des Kandidaten oder der Kandi- datin beigefügt wird. Es muss außer dem Namen des Kandidaten oder der Kandidatin Angaben enthalten über

- Zeitpunkt und Ort der Prüfung,

- die Namen der Prüfer und Prüferinnen sowie des Protokollan- ten oder der Protokollantin,

- Prüfungsstoff und Prüfungsaufgaben,

- den wesentlichen Verlauf und die Dauer der Prüfung,

- die Benotung,

- besondere Vorkommnisse wie Unterbrechungen oder Täu- schungsversuche.

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§ 23 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelun- gen

(1) Die Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentli- chung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den Studiengang Künstlerische Ausbildung an der Fakultät 03 - Musik – der Uni- versität der Künste vom 16. Februar 2005 (UdK-Anzeiger 7/2005 vom 19.09.2005) außer Kraft, außer für den Bereich Tastenin- strumente. Die letzte Dipom-Vorprüfung nach dieser Ordnung findet im WS 2012/13, die letzte Diplomprüfung im SS 2015 statt.

(3) Abweichend von Abs. 2 können Studierende, die beim In- krafttreten dieser Ordnung im Diplomstudiengang Instrumentale Hauptfächer immatrikuliert sind, ihr Studium wahlweise nach dieser Studienordnung oder den bisher geltenden Regelungen beenden. Bei einem Wechsel in den Bachelorstudiengang werden Studienleistungen, die vor dem Umstellungsdatum erbracht wurden, vom Prüfungsausschuss entsprechend ihrer Äquivalenz umgerechnet und anerkannt. Die Studierenden haben spätestens ein Semester nach Inkrafttreten dieser Ordnung dem Prüfungs- amt schriftlich mitzuteilen, nach welcher Ordnung sie ihr Studium abschließen wollen. Diese Entscheidung ist nicht revidierbar.

Zulassungsordnung für den konsekutiven Masterstudien- gang Orchestermusiker (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 28. 04. 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 28. 04. 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Zugangsvoraussetzungen

Für das Studium im Masterstudiengang Orchestermusiker müssen die folgenden Zugangsvoraussetzungen gegeben sein:

1. ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang Orchesterin-

strumente an der Universität der Künste Berlin oder in einem

gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule;

2. eine besondere künstlerische Eignung;

3. für Ausländer und Ausländerinnen ausreichende deutsche

Sprachkenntnisse.

§ 2 Zulassungsantrag

(1) Die Bewerbung um Zulassung setzt einen schriftlichen Antrag (Zulassungsantrag) voraus. Dieser muss innerhalb der festgesetz- ten Bewerbungsfrist bei der Universität der Künste Berlin einge- gangen sein. Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist. Ein gewünschter Studienschwerpunkt ist bei der Bewerbung an- zugeben.

(2) Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:

- ein tabellarischer Lebenslauf;

- Zeugnis über den entsprechenden Hochschulabschluss gemäß § 1 Nr. 1;

- ggf. Nachweise bisheriger Studienzeiten sowie bereits er- brachter Studien- und Prüfungsleistungen;

- bei Ausländern und Ausländerinnen der Nachweis über die ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache entspre- chend der Satzung für Studienangelegenheiten der Universität der Künste Berlin.

§ 3 Zulassungsverfahren

(1) Die Bewerber und Bewerberinnen, die die Voraussetzungen nach § 1 Nr. 1 und 3 erfüllen, haben sich einer Zugangsprüfung zu unterziehen. Zweck der Zugangsprüfung ist es festzustellen, ob die für die Zulassung erforderliche besondere künstlerische Begabung vorliegt. Die Zugangsprüfung findet in der Regel am Ende der Vorlesungszeit für das folgende Semester statt.

(2) Die Überprüfung der besonderen künstlerischen Begabung für den Masterstudiengang findet für Bewerber und Bewerberinnen aus dem Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente an der Universität der Künste Berlin gemeinsam mit der Prüfung des studienabschließenden Moduls statt. Eine Zulassung kann nur erfolgen, wenn das Modul mindestens mit der Note 1,7 abge- schlossen wird und die Prüfungskommission die besondere künstlerische Begabung für den Masterstudiengang feststellt. Für Bewerber und Bewerberinnen mit einem qualifizierten Hoch- schulabschluss einer anderen Hochschule findet eine gesonderte Zulassungsprüfung statt, die den Anforderungen der studienab- schließenden Modulprüfung entspricht. Alle Bewerber und Be- werberinnen müssen ein künstlerisches Entwicklungspotential erkennen lassen, das deutlich über das Niveau des Bachelo- rabschlusses hinausweist und das den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums erwarten lässt.

(3) Zur gesonderten Zugangsprüfung haben die Bewerber und Bewerberinnen 3 vollständige Werke vorzubereiten, von denen eines ein dezidiert virtuoses Werk sein muss und eines aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik stammen soll. Die Wahl eines Schwerpunktes (Alte Musik oder Neue Musik) soll in die Auswahl der vorbereiteten Werke einfließen. Die Kommission behält sich vor, nur Teile des vorbereiteten Programms anzuhören.

§ 4 Entscheidung über die Zulassung

(1) Der Bewerber oder die Bewerberin wird zum Studium zuge- lassen, wenn er oder sie auf Grund des Ergebnisses der Zugangs- prüfung die für den gewählten Studiengang erforderliche beson- dere künstlerische Begabung nachgewiesen hat.

(2) Das Ergebnis der Zugangsprüfung ist dem Bewerber oder der Bewerberin nach Abschluss der Beratungen schriftlich bekannt zu geben. Für den Bewerber oder die Bewerberin negative Entschei- dungen sind mit Begründung und Rechtsmittelbelehrung mitzu- teilen.

(3) Eine aufgrund der bestandenen Zugangsprüfung erfolgte Zulassung gilt für das sich anschließende Semester. Über Aus- nahmen entscheidet die Zulassungskommission.

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§ 5 Zulassungskommission

(1) Die Durchführung des Zulassungsverfahrens obliegt der Zulas- sungskommission. Sie trifft alle hierfür notwendigen Entschei- dungen.

(2) Die Zulassungskommission, einschließlich ihres oder ihrer Vorsitzenden sowie des Stellvertreters oder der Stellvertreterin, wird vom Fakultätsrat bestimmt. Sie besteht aus einer ungeraden Zahl von Mitgliedern von hauptberuflichen Professoren und Professorinnen und akademischen Mitarbeitern und Mitarbeite- rinnen mit selbständiger Lehrtätigkeit, wobei die Professoren und Professorinnen die Mehrheit stellen. Entscheidungen der Zulas- sungskommission bedürfen der Mehrheit ihrer Mitglieder. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre.

(3) An den Sitzungen der Zulassungskommission nehmen zwei Studierende mit Rederecht teil. Sie werden vom Fakultätsrat bestimmt.

§ 6 Öffentlichkeit

Neben der Öffentlichkeit nach den Regelungen der Kunsthoch- schulzugangsverordnung können Mitglieder des Lehrkörpers der Universität der Künste Berlin als Zuhörer bzw. Zuhörerinnen der Zugangsprüfung beiwohnen. Dies gilt nicht für die Beratung und Bekanntgabe der Zulassungsentscheidung.

§ 7 Protokoll

Über jeden Abschnitt der Zugangsprüfung ist ein Protokoll zu führen. In dem Protokoll müssen die Namen der Mitglieder der Zulassungskommission und die Namen der Bewerber und Bewer- berinnen, Ort, Datum und Uhrzeit der Prüfungen, die einzelnen Beurteilungen, das Abstimmungsergebnis sowie ggf. die Begrün- dung für die Ablehnung enthalten sein. Das Protokoll ist vom Vorsitzenden oder von der Vorsitzenden der Zulassungskommis- sion und vom Protokollführer oder von der Protokollführerin zu unterzeichnen.

§ 8 Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prü- fungsleistungen

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudien- gang Orchestermusiker an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 9 Probesemester

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudien- gang Orchestermusiker an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 10 Inkrafttreten

Die Zulassungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Orchestermusiker (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 28. 04. 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 28. 04. 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

§ 3 Studienbeginn

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

§ 5 Studienaufbau

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

§ 8 Studienabschluss

§ 9 Studienfachberatung

§ 10 Inkrafttreten

Anlage 1: Studienplan

Anlage 2: Modulbeschreibungen

§ 1 Geltungsbereich

Die Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des Master- studiengangs Orchestermusiker an der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Studiengang.

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

Das Studium befähigt die Studierenden, den Beruf des Orches- termusikers oder der Orchestermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei erlan- gen sie eine eigenständige künstlerische Tätigkeit auf höchstem Niveau und entwickeln die Fähigkeit, verantwortlich im musikali- schen Bereich zu arbeiten. Das Studium kann auch mit einem thematischen Schwerpunkt in Alter Musik oder neuer Musik absolviert werden.

§ 3 Studienbeginn

Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommerse- mester.

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§ 4 Studiendauer und Studienumfang

(1) Die Studiendauer ist auf eine Regelstudienzeit von vier Se- mestern festgelegt. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein Leistungspunktesystem abge- bildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leis- tungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.

(2) Den Studierenden sind auf begründeten Wunsch in der Regel bis zu zwei Urlaubssemester zu gewähren. Hierzu bedarf es der Genehmigung des Hauptfachlehrers bzw. der Hauptfachlehrerin. Längere Beurlaubungen bedürfen der Genehmigung des Haupt- fachlehrers bzw. der Hauptfachlehrerin und des jeweiligen Insti- tutsrates. Im Urlaubssemester haben die Studierenden kein An- recht auf Unterricht und es können keine Prüfungen abgelegt werden. Ein Urlaubssemester soll rechtzeitig, d. h. bis spätestens nach Ablauf der Hälfte der vorangehenden Vorlesungszeit, im Immatrikulations- und Prüfungsamt über die Fakultätsleitung beantragt werden. Ansonsten gelten die Regelungen der Satzung für Studienangelegenheiten.

§ 5 Studienaufbau

(1) Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lern- einheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammenset- zen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nach- weisen.

(2) Die im Bachelorstudiengang erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse werden durch intensives Studium vertieft und mit dem Ziel hervorragender Kompetenz erweitert.

(3) Das Studium setzt sich aus drei Modulen zusammen:

Modul 1: Instrumentales Hauptfach

Modul 2: Masterkonzert

Modul 3: Nebenfächer (Orchesterstudien, Orchesterspiel, Korre- petition und Kammermusik)

(4) Der Masterstudiengang baut nach Inhalten und Anforderun- gen insbesondere auf dem Bachelorstudiengang Orchesterin- strumente an der Universität der Künste Berlin auf.

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

Die Lehre in den Modulen findet überwiegend im Einzel- und Gruppenunterricht statt.

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 8 Studienabschluss

Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium not- wendigen Module erfolgreich absolviert worden sind.

§ 9 Studienfachberatung

Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie mindestens eine studentische Hilfskraft einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuel- len Studienplanung. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.

§ 10 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

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Anlage 1:

Studienplan – konsekutiver Masterstudiengang Orchestermusiker

Nr.

Modul

LV

SWS

 

Leistungspunkte

Modulelemente

1. Sem.

2.

3.

4.

Σ

1

Instrumentales Hauptfach

E

1,5

24

24

24

 

72

2

Masterkonzert

E

1,5

     

24

24

3

Nebenfächer

           

[24]

31.

Orchesterstudien

G

1

1

1

1

1

4

3.2.

Orchesterspiel

siehe Orchesterordn.

2

2

2

2

8

3.3.

Korrepetition

E

1

1

1

1

1

4

3.4.

Kammermusik

Selbststudium

2

2

2

2

8

 

Σ

   

30

30

30

30

120

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht)

Anzeiger der Universität der Künste Berlin 12 / 2010

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Studienplan – konsekutiver Masterstudiengang Orchestermusiker mit Schwerpunkt Alte Musik oder Neue Musik

Nr.

Modul

LV

SWS

 

Leistungspunkte

Modulelemente

1. Sem.

2. Sem.

3. Sem.

4. Sem.

Σ

1

Instrumentales Hauptfach

allgemein

E

0,75

12

12

12

 

72

Alte bzw. Neue Musik

E

0,75

12

12

12

 

2

Masterkonzert

allgemein

E

0,75

     

12

24

Alte bzw. Neue Musik

E

0,75

     

12

3

Nebenfächer

           

[24]

 

3.1. Orchesterstudien

G

1

1

1

1

1

4

 

3.2. Orchesterspiel

siehe Orchesterordn.

2

2

2

2

8

 

3.3. Korrepetition

E

1

1

1

1

1

4

 

3.4. Kammermusik

Selbststudium

2

2

2

2

8

 

Σ

   

30

30

30

30

120

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht)

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Anlage 2: Modulbeschreibungen Masterstudiengang Orchestermusiker (auch mit Schwer- punkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)

Modul 1: Instrumentales Hauptfach Qualifikationsziele: Fähigkeit, das gängige Repertoire des jewei- ligen Hauptfachs auf Konzertreife-Niveau vorzutragen sowie zur selbständigen Erweiterung dieses Repertoires. Technische Sicher- heit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituatio- nen aller Art. Vorbereitung auf Probespiele. Bei Wahl des Schwer- punktes „Alte Musik“ wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die Literatur nach 1950. Lehrinhalte: Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unter- schiedlicher stilistischer und historischer Provenienz. Repräsentative und paradigmatische Stellen aus der Orchesterliteratur für das jeweilige Hauptinstrument. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ oder des Schwerpunktes „Neue Musik“ wird die zu erar- beitende Literatur dementsprechend ausgewählt. Lehrformen: 1,5 SWS Einzelunterricht, bei Wahl eines Schwer- punktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) 2 mal 45 Minuten Einzelunterricht. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Orchesterinstrumente (vgl. Zulassungsordnung für den Mas- terstudiengang Orchesterinstrumente). Verwendbarkeit: Masterstudiengang Orchesterinstrumente Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Kontinuierliche Leistungskontrolle im Einzelunterricht mit der Gesamtbewertung "bestanden" bzw. "nicht bestanden". Arbeitsaufwand: 72 LP Dauer: 3 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 2: Masterkonzert Qualifikationsziele:

Die Studierenden weisen mit dem Masterkonzert eine sehr hohe künstlerische Kompetenz und Vielfalt des Repertoires nach. Sie haben die Fähigkeit, eine Auswahl des Repertoires des jeweiligen Hauptfachs auf Konzertrei-

fe-Niveau zu treffen und öffentlich vorzutragen. Technische Sicher- heit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituatio- nen aller Art. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die Literatur nach

1950.

Lehrinhalte:

Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unterschiedlicher stilisti- scher und historischer Provenienz. Repräsentative und paradigma- tische Stellen aus der Orchesterliteratur für das jeweilige Hauptin- strument. Vorbereitung auf das öffentliche Konzert. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ oder des Schwerpunktes „Neue Musik“ wird die zu erarbeitende Literatur dementsprechend aus- gewählt. Lehrformen: 1,5 SWS Einzelunterricht, bei Wahl eines Schwer- punktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) 2 mal 45 Minuten Einzelunterricht. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Orchesterinstrumente (vgl. Zulassungsordnung für den Mas- terstudiengang Orchesterinstrumente).Abgeschlossenes Modul 1

Verwendbarkeit: Masterstudiengang Orchesterinstrumente Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Modulabschlussprüfung vgl. § 16 der Prüfungsordnung des Masterstudiengangs Orchesterinstrumente.

Arbeitsaufwand: 24 LP Dauer: 1 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 3: Nebenfächer Modulelemente: Orchesterstudien, Orchesterspiel, Korrepetition, Kammermusik Qualifikationsziele: Fähigkeit zum sicheren Spiel der gängigen Orchesterstellen sowie Erfahrung im Orchesterspiel. Stilsichere Interpretation der Sololiteratur unterschiedlichster historischer Provenienz mit einem Korrepetitor bzw. einer Korrepetitorin sowie selbständige Erarbeitung paradigmatischer Werke der Kammermu- sik gemeinsam mit anderen Studierenden. Lehrinhalte: Wichtige Stellen aus der Orchesterliteratur für das jeweilige Instrument, gemeinsame Projekte des Hochschulorches- ters, klavierbegleitete Sololiteratur aus dem Hauptfachunterricht sowie wichtige Werke der Kammermusik. Bei Wahl eines Schwer- punktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) richtet sich die Aus- wahl der Lehrinhalte nach diesem. Lehrformen: Orchesterstudien: Gruppenunterricht; Orchesterspiel:

Mitwirkung im sinfonischen Orchester der Hochschule; Korrepetiti- on: Einzelunterricht; Kammermusik: Projektarbeit. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Orchesterinstrumente (vgl. Zulassungsordnung für den Mas- terstudiengang Orchesterinstrumente). Verwendbarkeit: Masterstudiengang Orchesterinstrumente Prüfungen und Vorleistungen:

Orchesterstudien: Teilnahme am Unterricht, Teile des hier erarbei- teten Repertoires können in die Modulabschlussprüfungen (Modul 1 und 2 – Repertoireprüfung) einfließen; Orchesterspiel: Anwesenheit lt. Orchesterordnung der Fak. Musik der UdK Berlin; Korrepetition: Teilnahme am Unterricht, Nachweise über 2 Vorspie- le; Kammermusik: Nachweise über 2 Vorspiele. Portfolioprüfung der o.g. Nachweise mit dem Erfordernis der er- folgreichen Teilnahme Arbeitsaufwand: 24 LP, davon Orchesterstudien: 4 LP; Orches- terspiel: 8 LP; Korrepetition: 4 LP; Kammermusik: 8 LP. Dauer: 4 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

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Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudien- gang Orchestermusiker (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 28. 04. 2010

Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70),, hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 28. April 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Zweck der Masterprüfung

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau

§ 6 Probesemester

§ 7 Regelstudienzeit und Studienumfang

§ 8 Prüfungsausschuss

§ 8 Prüfer und Beisitzer bzw. Prüferinnen und Beisitzerinnen

§ 10 Regelung zum Nachteilsausgleich

§ 11 Bestehen und Nichtbestehen

§ 12 Bewertung der Prüfungsleistungen

§ 13 Bildung der Abschlussnote

§ 14 Ankündigung und Ergebnisse der Modulprüfungen

§ 15 Wiederholung von Modulprüfungen

§ 16 Studienabschließende Modulprüfung

§ 17 Modulbeschreibungen

§ 18 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungs- leistungen

§ 19 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

§ 20 Einsicht in die Prüfungsakten

§ 21 Prüfungsprotokoll

§ 22 Inkrafttreten

§ 1 Geltungsbereich

Die Ordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungs- leistungen im Masterstudiengang Orchestermusiker an der Uni- versität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Studien- ordnung für diesen Studiengang.

§ 2 Zweck der Masterprüfung

(1) Die Masterprüfung bildet einen weiteren berufsqualifizieren- den Abschluss. Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die Studierenden befähigt sind, den Beruf des Orchestermu-

sikers oder der Orchestermusikerin in seinen vielfältigen Ausfor- mungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Be- reich arbeiten zu können, erbracht werden. Bei Wahl eines Schwerpunkts (Alte Musik oder Neue Musik) wird die hierdurch erworbene, spezielle Qualifikation in der Masterprüfung doku- mentiert.

(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Masterprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lern- ziele der jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen sind ein Hochschulabschluss im Bache- lorstudiengang Orchesterinstrumente an der Universität der Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule sowie eine besondere künstlerische Bega- bung. Die Zulassung zum Studium erfolgt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester. Näheres über Zugangsvorausset- zungen und Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der Hoch- schulgrad Master of Music (M.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:

- die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,

- das studienabschließende Modul mit Benotung und zugehöri- gen Leistungspunkten,

- die Gesamtnote

- den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin .

Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungs- ausschusses, und vom Dekan oder von der Dekanin unterzeich- net, die Urkunde vom Dekan oder von der Dekanin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin. Beide tragen das Siegel der Universität der Künste Berlin.

(2) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Masterstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supp- lement ausgehändigt, das nach national und international ge- bräuchlichen Standards der Einstufung und Bewertung des Ab- schlusses dient.

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau

(1) Das gesamte Studium besteht aus 3 Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehr- veranstaltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfun- gen zusammensetzen. Die Module enden mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.

(2) Die Masterprüfung setzt sich aus den unbenoteten Modulprü- fungen (Modul 1 und 3) und der benoteten studienabschließen- den Modulprüfung (Modul 2) zusammen. Modulprüfungen kön- nen sich aus mehreren Prüfungsteilen zusammensetzen.

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§ 6 Probesemester

Das erste Semester gilt als Probesemester, an dessen Ende gege- benenfalls bei nicht ausreichenden Studienleistungen eine Leis- tungsüberprüfung über die Berechtigung zum Weiterstudium entscheidet. Die Leistungsüberprüfung findet nur auf Antrag eines Hauptfachlehrers oder einer Hauptfachlehrerin vor einer eigens hierfür zusammengestellten Prüfungskommission, der zwei hauptberuflichen Professoren oder Professorinnen und ein akademischer Mitarbeiter bzw. eine akademische Mitarbeiterin mit selbständiger Lehrtätigkeit angehören, statt. Die Anforderun- gen richten sich nach dem in einem Semester zu erwartenden Leistungsfortschritt. Die Entscheidung wird dem Studenten oder der Studentin unverzüglich mitgeteilt, bei Ablehnung zusätzlich mit schriftlicher Begründung und Rechtsmittelbelehrung. Die nicht bestandene Leistungsüberprüfung kann zu Beginn des darauf folgenden Semesters einmal wiederholt werden.

§ 7 Regelstudienzeit und Studienumfang

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studien- aufwand wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und ca. 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen werden dem Studienaufwand entsprechend Leistungspunkte zugeordnet. Leistungspunkte zum Nachweis bisheriger Studienleistungen werden nur nach bestandener Mo- dulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 8 Prüfungsausschuss

(1) Für den Studiengang ist der Prüfungsausschuss Künstlerische Ausbildung zuständig. Seine Mitglieder und ihre Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen werden vom Fakultätsrat auf Vorschlag der in ihm vertretenen Gruppen gewählt. Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Professoren und Professorinnen, eines der Gruppe der akademi- schen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der Studierenden angehören.

(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe der Professoren und Professorinnen einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Für das studentische Mitglied beträgt die Amtszeit ein Jahr. Die Wieder- wahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt nach Ablauf der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.

(3) Der Prüfungsausschuss beauftragt die einzelnen Instrumen- talbereiche mit der Organisation und Durchführung der Prüfun- gen. Die Instrumentalbereiche

- legen die Prüfungstermine fest,

- schlagen dem Prüfungsausschuss die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen vor,

- achten darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,

Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen und entscheidet über die Anrech- nung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen. Er

kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.

(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amts- verschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.

(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des bzw. der Vorsitzenden oder des Stellvertreters bzw. der Stellvertreterin. Die Stimmen- mehrheit der Professoren und Professorinnen muss gegeben sein. Der Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 9 Prüfer und Beisitzer bzw. Prüferinnen und Beisitzerin- nen

(1) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfung des studienab- schließenden Moduls 2 (Masterkonzert) eine Prüfungskommissi- on. Die Prüfungskommission hat fünf Mitglieder, von denen mindestens drei Professor oder Professorin sind. Die Prüfungs- kommission wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Professoren und Professorinnen.

(2) Prüfungsberechtigt sind alle Professoren und Professorinnen im Rahmen ihres Fachgebiets. Soweit diese nicht zur Verfügung stehen, können akademische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Lehrbeauftragte zu Prüfern und Prüferinnen bestellt wer- den, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Beisitzer bzw. Beisitzerin darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.

§ 10 Regelung zum Nachteilsausgleich

Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beein- trächtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prü- fungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleich- wertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder in anderer Form er- bracht werden können.

§ 11 Bestehen und Nichtbestehen

(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Masterprüfung abge- schlossen. Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das Studium vorgesehenen Module bestanden sind. Folgende Module müssen belegt werden:

Modul 1: Instrumentales Hauptfach (unbenotet)

Modul 2: Masterkonzert (benotet)

Modul 3: Nebenfächer: Orchesterstudien, Orchesterspiel, Korre- petition und Kammermusik (unbenotet)

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(2) Eine zusammengesetzte Modulprüfung muss in all ihren Teilen bestanden sein.

(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hoch- schule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Modulprüfung endgültig nicht bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforde- rungen einer oder mehreren Modulprüfungen dieses Studien- gangs entspricht, so kann das Studium nicht fortgesetzt werden. Die Masterprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.

§ 12 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Für die Benotung von Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:

1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung

2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittli- chen Anforderungen liegt

3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforde- rungen entspricht

4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt

5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt

Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei aus- geschlossen.

(2) Die Notenskala für die Modul- und Abschlussnote lautet wie

folgt:

Bei einem Durchschnitt

von 1,0 bis 1,5 = sehr gut

von 1,6 bis 2,5 = gut

von 2,6 bis 3,5 = befriedigend

von 3,6 bis 4,0 = ausreichend

ab 4,1 = nicht ausreichend

(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Mo- dulprüfung aus mehreren Teilprüfungen, so errechnet sich die Modulnote aus dem arithmetischen Mittel der nach den betref- fenden Leistungspunkten gewichteten Noten der Teilprüfungen.

(4) Die ECTS-Bewertungsskala gibt Aufschluss über das relative Abschneiden der Absolventen und der Absolventinnen und wird in das Diploma Supplement aufgenommen. Von den folgenden Noten erhalten:

A die besten 10 %

B die nächsten 25 %

C die nächsten 30 %

D die nächsten 25 %

E die nächsten 10 %

Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohor- ten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absol- ventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlussko- horte aufzunehmen.

§ 13 Bildung der Abschlussnote

Die Abschlussnote des Masterstudiengangs ist die Note der studienabschließenden Modulprüfung.

§ 14 Ankündigung und Ergebnisse der Modulprüfungen

Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrunde liegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig bekannt gegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfun- gen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt und den Studierenden vom Prüfungsamt bescheinigt.

§ 15 Wiederholung von Modulprüfungen

(1) Prüfungen können einmal wiederholt werden. Besteht ein Kandidat oder eine Kandidatin eine Modulprüfung nicht, so hat er oder sie Gelegenheit, diese zu Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters zu wiederholen. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin nicht zu, so wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festge- legt, die geeignet ist, den Studienerfolg des Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Eine nicht bestandene Prüfung kann frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an ge- rechnet, wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfungen müs- sen spätestens bis Ende des auf die Prüfung folgenden Semesters abgeschlossen sein.

(2) Wenn studienbegleitende Prüfungen von nur einem Prüfer oder einer Prüferin abgenommen werden, so sind bei einer letzen Wiederholungsprüfung diese Prüfungen von mindestens zwei Prüfern oder Prüferinnen abzunehmen.

§ 16 Studienabschließende Modulprüfung

(1) Die Anmeldung zur studienabschließenden Modulprüfung (Modul 2) erfolgt gegen Ende des dritten Semesters.

(2) Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus 2 Teilen, namentlich

a) einem hochschulöffentlichen Repertoire-Nachweis von 40 bis 50 Minuten, bestehend aus Repertoire-Konzerten und

b) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von etwa 90 Minuten Dauer. Das Programm kann vom Kandidaten bzw. der Kandidatin bestimmt werden. Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusam- menstellung des Programms des Kammerkonzerts deutlich wer- den. Zum Kammerkonzert ist eine schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen dokumentarischen als auch einen analysieren- den oder reflektierenden Schwerpunkt haben kann. Sie wird im Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.

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§ 17 Modulbeschreibungen

Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere:

Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls

Lehrformen

Teilnahmevoraussetzungen

Verwendbarkeit des Moduls

Prüfungen und Vorleistungen

Arbeitsaufwand und Leistungspunkte

Dauer der Module

Häufigkeit des Angebots

Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der Quali- tätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungs- ausschuss konkretisiert und ergänzt werden.

§ 18 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prü- fungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die an ande- ren Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin er- bracht wurden, werden auf Antrag anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit durch den Prüfungsausschuss festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn die Studienzeiten, Stu- dien- und Prüfungsleistungen nach Inhalt, Umfang und Leis- tungsniveau den Anforderungen des neu gewählten Studien- gangs im Wesentlichen entsprechen. Hierbei ist kein schemati- scher Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbe- wertung ausschlaggebend. Es können Studienleistungen höchs- tens im Umfang von 30 Leistungspunkten anerkannt werden. Nicht bestandene Prüfungen sind bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen.

(2) Bei Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereichs des Grundge- setzes erbracht wurden, sind auf Antrag nach Maßgabe der von der Kultusministerkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarun- gen anzuerkennen. Wenn solche nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuss. Im Übrigen kann bei Zweifeln an der Gleich- wertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Zur Förderung des internationalen Austausches ist bei der Anerkennung im Ausland erworbener Leistungen im Zweifel zu Gunsten der Studierenden zu entscheiden.

§ 19 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfung gilt als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet, wenn der Kandidat oder die Kandidatin seinen Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er bzw. sie nach Be- ginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurück- tritt.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit hat der Kandidat oder die Kandidatin ein ärztliches Attest und im Zwei- felsfall nach Aufforderung ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.

(3) Versucht ein Kandidat oder eine Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfungsleistung als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet. Dasselbe gilt, wenn der Kandidat oder die Kandidatin bei einer Prüfungsleistung ge- täuscht hat und diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt wird. Ein Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der jeweiligen Prüferin oder dem bzw. der Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleis- tung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Kandi- daten oder die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungs- leistungen ausschließen.

(4) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer be- standenen Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat oder die Kandidatin hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen dieser Prüfung geheilt. Hat der Kandidat oder die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Un- recht erwirkt, so kann der Prüfungsausschuss die entsprechende Prüfung für nicht bestanden erklären.

(5) Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Absatz 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft werden. Belastende Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

§ 20 Einsicht in die Prüfungsakten

Nach Abschluss eines Prüfungsverfahrens wird dem Prüfling innerhalb eines Jahres auf Antrag in angemessener Frist durch den Prüfungsausschuss Einsicht in die Prüfungsakten gewährt.

§ 21 Prüfungsprotokoll

Über die Prüfung ist vom einzelnen Prüfer bzw. von der einzelnen Prüferin oder von einem Mitglied der Prüfungskommission ein Protokoll zu fertigen, das vom Prüfer bzw. der Prüferin oder vom Vorsitzenden bzw. von der Vorsitzenden der Prüfungskommission und vom Protokollführer bzw. von der Protokollführerin unter- zeichnet und den Personalakten des Kandidaten oder der Kandi- datin beigefügt wird. Es muss außer dem Namen des Kandidaten oder der Kandidatin Angaben enthalten über Zeitpunkt und Ort der Prüfung, die Namen der Prüfer und Prüferinnen sowie des Protokollanten oder der Protokollantin,

- Prüfungsstoff und Prüfungsaufgaben,

- den wesentlichen Verlauf und die Dauer der Prüfung,

- die Benotung,

- besondere Vorkommnisse wie Unterbrechungen oder Täu- schungsversuche.

§ 22 Inkrafttreten

Die Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

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Zulassungsordnung für den konsekutiven Masterstudien- gang Instrumentalsolist (auch mit Schwerpunkt Alte Mu- sik oder Schwerpunkt Neue Musik) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 09. Juni 2010

Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 09. Juni 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Zugangsvoraussetzungen

Für das Studium im Masterstudiengang Instrumentalsolist müs- sen die folgenden Zugangsvoraussetzungen gegeben sein:

1. ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang Orchesterin-

strumente (sowie Gitarre/Saxophon/ Blockflöte) an der Universi- tät der Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule;

2. eine besondere künstlerische Begabung;

3. für Ausländer und Ausländerinnen ausreichende deutsche

Sprachkenntnisse.

§ 2 Zulassungsantrag

(1) Die Bewerbung um Zulassung setzt einen schriftlichen Antrag (Zulassungsantrag) voraus. Dieser muss innerhalb der festgesetz- ten Bewerbungsfrist bei der Universität der Künste Berlin einge- gangen sein. Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist. Ein gewünschter Studienschwerpunkt ist bei der Bewerbung an- zugeben.

(2) Dem Zulassungsantrag sind beizufügen:

- ein tabellarischer Lebenslauf;

- Zeugnis über den entsprechenden Hochschulabschluss gemäß § 1 Nr. 1;

- ggf. Nachweise bisheriger Studienzeiten sowie bereits er- brachter Studien- und Prüfungsleistungen;

- bei Ausländern und Ausländerinnen der Nachweis über die ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache entspre- chend der Satzung für Studienangelegenheiten der Universität der Künste Berlin.

§ 3 Zulassungsverfahren

(1) Die Bewerber und Bewerberinnen, die die Voraussetzungen nach § 1 Nr. 1 und 3 erfüllen, haben sich einer Zugangsprüfung zu unterziehen. Zweck der Zugangsprüfung ist es festzustellen, ob die für die Zulassung erforderliche besondere künstlerische Begabung vorliegt. Die Zugangsprüfung findet in der Regel am Ende der Vorlesungszeit für das folgende Semester statt.

(2) Die Überprüfung der besonderen künstlerischen Begabung für den Masterstudiengang findet für Bewerber und Bewerberinnen aus dem Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente an der Universität der Künste Berlin gemeinsam mit der Prüfung des studienabschließenden Moduls statt. Eine Zulassung kann nur

erfolgen, wenn das Modul mit der Note 1,0 abgeschlossen wird und die Prüfungskommission die besondere künstlerische Bega- bung für den Masterstudiengang Instrumentalsolist feststellt. Für Bewerber und Bewerberinnen mit einem qualifizierten Hoch- schulabschluss einer anderen Hochschule findet eine gesonderte Eignungsprüfung statt, die den Anforderungen der studienab- schließenden Modulprüfung entspricht. Alle Bewerber und Be- werberinnen müssen ein künstlerisches Entwicklungspotential erkennen lassen, das deutlich über das Niveau des Bachelo- rabschlusses hinausweist und das den erfolgreichen Abschluss dieses Masterstudiums erwarten lässt.

(3) Zur gesonderten Zugangsprüfung haben die Bewerberinnen und Bewerber 3 vollständige Werke vorzubereiten, von denen eines ein dezidiert virtuoses Werk sein und eines aus dem Be- reich der zeitgenössischen Musik stammen muss. Die Bewerbe- rinnen und Bewerber müssen dabei eine besondere Begabung für die spätere Laufbahn als Solistin bzw. Solist erkennen lassen. Bei Wahl eines Schwerpunktes (Alte Musik oder Neue Musik) soll dieser in die Auswahl der vorbereiteten Werke einfließen. Die Kommission behält sich vor, nur Teile des vorbereitenden Pro- gramms anzuhören.

§ 4 Entscheidung über die Zulassung

(1) Der Bewerber oder die Bewerberin wird zum Studium zuge- lassen, wenn er oder sie auf Grund des Ergebnisses der Zugangs- prüfung die für den gewählten Studiengang erforderliche beson- dere künstlerische Begabung nachgewiesen hat.

(2) Das Ergebnis der Zugangsprüfung ist dem Bewerber oder der Bewerberin nach Abschluss der Beratungen schriftlich bekannt zu geben. Für den Bewerber oder die Bewerberin negative Entschei- dungen sind mit Begründung und Rechtsmittelbelehrung mitzu- teilen.

(3) Eine aufgrund der bestandenen Zugangsprüfung erfolgte Zulassung gilt für das sich anschließende Semester. Über Aus- nahmen entscheidet die Zulassungskommission.

§ 5 Zulassungskommission

(1) Die Durchführung des Zulassungsverfahrens obliegt der Zulas- sungskommission. Sie trifft alle hierfür notwendigen Entschei- dungen.

(2) Die Zulassungskommission, einschließlich ihres oder ihrer Vorsitzenden sowie des Stellvertreters oder der Stellvertreterin, wird vom Fakultätsrat bestimmt. Sie besteht aus einer ungeraden Zahl von Mitgliedern von hauptberuflichen Professoren und Professorinnen und akademischen Mitarbeitern und Mitarbeite- rinnen mit selbständiger Lehrtätigkeit, wobei die Professoren und Professorinnen die Mehrheit stellen. Entscheidungen der Zulas- sungskommission bedürfen der Mehrheit ihrer Mitglieder. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre.

(3) An den Sitzungen der Zulassungskommission nehmen zwei Studierende mit Rederecht teil. Sie werden vom Fakultätsrat bestimmt.

§ 6 Öffentlichkeit

Neben der Öffentlichkeit nach den Regelungen der Kunsthoch- schulzugangsverordnung können Mitglieder des Lehrkörpers der Universität der Künste Berlin als Zuhörer bzw. Zuhörerinnen der

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Zugangsprüfung beiwohnen. Dies gilt nicht für die Beratung und Bekanntgabe der Zulassungsentscheidung.

§ 7 Protokoll

Über jeden Abschnitt der Zugangsprüfung ist ein Protokoll zu führen. In dem Protokoll müssen die Namen der Mitglieder der Zulassungskommission und die Namen der Bewerber und Bewer- berinnen, Ort, Datum und Uhrzeit der Prüfungen, die einzelnen Beurteilungen, das Abstimmungsergebnis sowie ggf. die Begrün- dung für die Ablehnung enthalten sein. Das Protokoll ist vom Vorsitzenden oder von der Vorsitzenden der Zulassungskommis- sion und vom Protokollführer oder von der Protokollführerin zu unterzeichnen.

§ 8 Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prü- fungsleistungen

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudien- gang Instrumentalsolist an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 9 Probesemester

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudien- gang Instrumentalsolist an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 10 Inkrafttreten

Die Zulassungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Instrumentalsolist (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 09. Juni 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 09. Juni 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

§ 3 Studienbeginn

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

§ 5 Studienaufbau

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

§ 8 Studienabschluss

§ 9 Studienfachberatung

§ 10 Inkrafttreten

Anlage 1: Studienplan Anlage 2: Modulbeschreibungen

§ 1 Geltungsbereich

Die Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des Master- studiengangs Instrumentalsolist an der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Studiengang.

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

Das Studium befähigt die Studierenden, den Beruf des Instrumen- talsolisten oder der Instrumentalsolistin in seinen vielfältigen Ausformungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei erlan- gen sie eine eigenständige künstlerische Tätigkeit auf höchstem Niveau und entwickeln die Fähigkeit, verantwortlich im musikali- schen Bereich zu arbeiten. Das Studium kann auch mit einem thematischen Schwerpunkt in Alter Musik oder neuer Musik absolviert werden.

§ 3 Studienbeginn

Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommerse- mester.

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

Die Studiendauer ist auf eine Regelstudienzeit von vier Semestern festgelegt. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbst- studium) wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und durch-

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schnittlich 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungs- punkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.

§ 5 Studienaufbau

(1) Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lern- einheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammenset- zen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nach- weisen.

(2) Die im Bachelorstudiengang erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse werden durch intensives Studium vertieft und mit dem Ziel hervorragender Kompetenz erweitert.

(3) Das Studium setzt sich aus drei Modulen zusammen:

Modul 1: Instrumentales Hauptfach

Modul 2: Masterkonzert

Modul 3: Nebenfächer (Korrepetition und Kammermusik)

(4) Der Masterstudiengang baut nach Inhalten und Anforderun- gen insbesondere auf dem Bachelorstudiengang Orchesterin- strumente an der Universität der Künste Berlin auf.

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

Die Lehre in den Modulen findet im Einzelunterricht sowie in Form von selbst organisierten Projekten (Modul 2, Modulelement Kammermusik) statt.

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 8 Studienabschluss

Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium not- wendigen Module erfolgreich absolviert worden sind.

§ 9 Studienfachberatung

Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie mindestens eine studentische Hilfskraft einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuel- len Studienplanung. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.

§ 10 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

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Anlage 1:

Studienplan - Masterstudiengang Instrumentalsolist Orchesterinstrumente

Nr.

Modul

LV

SWS

 

Leistungspunkte

Modulelemente

1. Sem.

2.

3.

4.

Σ

1

Instrumentales Hauptfach

E

1,5

27

27

27

 

81

2

Masterkonzert

E

1,5

     

27

27

2

Nebenfächer

           

[12]

 

2.1. Korrepetition

E

1

1

1

1

1

4

 

2.2. Kammermusik

Selbststudium

2

2

2

2

8

 

Σ

   

30

30

30

30

120

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht)

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Studienplan - Masterstudiengang Instrumentalsolist Orchesterinstrumente mit Schwerpunkt in Alter Musik bzw. Neuer Musik

Nr.

Modul

LV

SWS

 

Leistungspunkte

Modulelemente

1. Sem.

2. Sem.

3. Sem.

4. Sem.

Σ

1

Instrumentales Hauptfach

allgemein

E

0,75

13,5

13,5

13,5

 

81

Alte bzw. Neue Musik

E

0,75

13,5

13,5

13,5

 

2

Masterkonzert

allgemein

E

0,75

     

13,5

27

Alte bzw. Neue Musik

E

0,75

     

13,5

3

Nebenfächer

           

[12]

 

3.1. Korrepetition

E

1

1

1

1

1

4

 

3.2. Kammermusik

Selbststudium

2

2

2

2

8

 

Σ

   

30

30

30

30

120

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht)

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Anlage 2: Modulbeschreibungen Masterstudiengang Instrumentalsolist

Modul 1: Instrumentales Hauptfach Qualifikationsziele: Fähigkeit, das Solo-Repertoire des jeweili- gen Hauptfachs auf Bühnenreife-Niveau vorzutragen sowie Fähig- keit zur selbständigen Erweiterung dieses Repertoires. Technische Sicherheit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsi- tuationen aller Art. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die Litera- tur nach 1950. Lehrinhalte: Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unter- schiedlicher stilistischer und historischer Provenienz. Lehrformen: 1,5 SWS Einzelunterricht, bei Wahl eines Schwer- punktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) 2 mal 45 Minuten Einzelunterricht. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Instrumentalsolist (vgl. Zulassungsordnung für den Master- studiengang Instrumentalsolist). Verwendbarkeit: Masterstudiengang Instrumentalsolist. Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Kontinuierliche Leistungskontrolle im Einzelunterricht mit der Gesamtbewertung "bestanden" bzw. "nicht bestanden". Arbeitsaufwand: 81 LP Dauer: 3 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 2: Masterkonzert Qualifikationsziele: Die Studierenden weisen mit dem Master- konzert eine sehr hohe künstlerische Kompetenz und Vielfalt des Repertoires nach. Sie haben die Fähigkeit, eine Auswahl des Solo- Repertoires des jeweiligen Hauptfachs auf Bühnenreife-Niveau zu treffen und öffentlich vorzutragen. Technische Sicherheit, Stilemp- finden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituationen aller Art. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die Literatur nach 1950. Lehrinhalte:

Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unterschiedlicher stilisti- scher und historischer Provenienz. Vorbereitung auf das öffentliche Konzert. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ oder des Schwerpunktes „Neue Musik“ wird die zu erarbeitende Literatur dementsprechend ausgewählt. Lehrformen: 1,5 SWS Einzelunterricht, bei Wahl eines Schwer- punktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) 2 mal 45 Minuten Einzelunterricht. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Instrumentalsolist (vgl. Zulassungsordnung für den Master- studiengang Instrumentalsolist). Abgeschlossenes Modul 1 Verwendbarkeit: Masterstudiengang Instrumentalsolist. Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Modulabschlussprüfung vgl. § 15 der Prüfungsordnung des Masterstudiengangs Instrumentalsolist Arbeitsaufwand: 27 LP Dauer: 1 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 3: Nebenfächer Modulelemente: Korrepetition, Kammermusik Qualifikationsziele: Stilsichere Interpretation der Sololiteratur unterschiedlichster historischer Provenienz mit einem Korrepetitor bzw. einer Korrepetitorin sowie selbständige Erarbeitung paradig-

matischer Werke der Kammermusik gemeinsam mit anderen Stu- dierenden. Lehrinhalte: Klavierbegleitete Sololiteratur aus dem Hauptfachun- terricht sowie wichtige Werke der Kammermusik. Lehrformen: Korrepetition: Einzelunterricht; Kammermusik:

Projektarbeit. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Instrumentalsolist (vgl. Zulassungsordnung für den Master- studiengang Instrumentalsolist). Verwendbarkeit: Masterstudiengang Instrumentalsolist. Prüfungen und Vorleistungen:

Korrepetition: Teilnahme am Unterricht, Nachweise über 2 Vorspie- le; Kammermusik: Nachweise über 2 Vorspiele. Portfolioprüfung der o.g. Nachweise mit dem Erfordernis der er- folgreichen Teilnahme Arbeitsaufwand: 12 LP, davon Korrepetition: 4 LP; Kammermu- sik: 8 LP. Dauer: 4 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Instrumen- talsolist (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwer- punkt Neue Musik)an der Fakultät 03 – Musik – der Uni- versität der Künste Berlin

vom 09. Juni 2010

Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70),, hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 09. Juni 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Zweck der Masterprüfung

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau

§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang

§ 7 Prüfungsausschuss

§ 8 Prüfer und Beisitzer bzw. Prüferinnen und Beisitzerinnen

§ 9 Regelung zum Nachteilsausgleich

§ 10 Bestehen und Nichtbestehen

§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen

§ 12 Bildung der Abschlussnote

§ 13 Ankündigung und Ergebnisse der Modulprüfungen

§ 14 Wiederholung von Modulprüfungen

§ 15 Studienabschließende Modulprüfung

§ 16 Modulbeschreibungen

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§ 17 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungs- leistungen

§ 18 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

§ 19 Einsicht in die Prüfungsakten

§ 20 Prüfungsprotokoll

§ 21 Inkrafttreten

§ 1 Geltungsbereich

Die Ordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungs- leistungen im Masterstudiengang Instrumentalsolist an der Uni- versität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Studien- ordnung für diesen Studiengang.

§ 2 Zweck der Masterprüfung

(1) Die Masterprüfung bildet einen weiteren berufsqualifizieren- den Abschluss. Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die Studierenden befähigt sind, den Beruf des Instrumental- solisten oder der Instrumentalsolistin in seinen vielfältigen Aus- formungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Be- reich arbeiten zu können, erbracht werden. Bei Wahl eines Schwerpunkts (Alte Musik oder Neue Musik) wird die hierdurch erworbene, spezielle Qualifikation in der Masterprüfung doku- mentiert.

(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Masterprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lern- ziele der jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen sind ein Hochschulabschluss im Bache- lorstudiengang Orchesterinstrumente (sowie Gitarre/ Saxophon/ Blockflöte) an der Universität der Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule sowie eine besondere künstlerische Begabung. Die Zulassung zum Studium erfolgt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der Hoch- schulgrad Master of Music (M.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:

- die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,

- das studienabschließende Modul mit Benotung und zugehöri- gen Leistungspunkten,

- die Gesamtnote

- den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin .

Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungs- ausschusses und vom Dekan oder von der Dekanin unterzeich- net, die Urkunde vom Dekan oder von der Dekanin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin. Beide tragen das Siegel der Universität der Künste Berlin.

(2) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Masterstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supp- lement ausgehändigt, das nach national und international ge- bräuchlichen Standards der Einstufung und Bewertung des Ab- schlusses dient.

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau

(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveran- staltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Einige Module enden mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.

(2) Die Masterprüfung besteht aus der benoteten studienab- schließenden Modulprüfung (Modul 2).

§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studien- aufwand wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und ca. 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen werden dem Studienaufwand entsprechend Leistungspunkte zugeordnet. Leistungspunkte zum Nachweis bisheriger Studienleistungen werden nur nach bestandener Mo- dulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 7 Prüfungsausschuss

(1) Für den Studiengang ist der Prüfungsausschuss Künstlerische Ausbildung zuständig. Seine Mitglieder und ihre Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen werden vom Fakultätsrat auf Vorschlag der in ihm vertretenen Gruppen gewählt. Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Professoren und Professorinnen, eines der Gruppe der akademi- schen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der Studierenden angehören.

(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe der Professoren und Professorinnen einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Für das studentische Mitglied beträgt die Amtszeit ein Jahr. Die Wieder- wahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt nach Ablauf der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.

(3) Der Prüfungsausschuss beauftragt die einzelnen Instrumen- talbereiche mit der Organisation und Durchführung der Prüfun- gen. Die Instrumentalbereiche

- legen die Prüfungstermine fest,

- schlagen dem Prüfungsausschuss die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen vor,

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- achten darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,

Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen und entscheidet über die Anrech- nung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen. Er kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.

(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amts- verschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.

(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des bzw. der Vorsitzenden oder des Stellvertreters bzw. der Stellvertreterin. Die Stimmen- mehrheit der Professoren und Professorinnen muss gegeben sein. Der Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 8 Prüfer und Beisitzer bzw. Prüferinnen und Beisitzerin- nen

(1) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfung des studienab- schließenden Moduls 2 (Masterkonzert) eine Prüfungskommissi- on. Die Prüfungskommission hat fünf Mitglieder, von denen mindestens drei Professor oder Professorin sind. Die Prüfungs- kommission wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Professoren und Professorinnen.

(2) Prüfungsberechtigt sind alle Professoren und Professorinnen im Rahmen ihres Fachgebiets. Soweit diese nicht zur Verfügung stehen, können akademische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Lehrbeauftragte zu Prüfern und Prüferinnen bestellt wer- den, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Beisitzer bzw. Beisitzerin darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.

§ 9 Regelung zum Nachteilsausgleich

Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beein- trächtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prü- fungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleich- wertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder in anderer Form er- bracht werden können.

§ 10 Bestehen und Nichtbestehen

(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Masterprüfung abge- schlossen. Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das Studium vorgesehenen Module bestanden sind. Folgende Module müssen belegt werden:

Modul 1: Instrumentales Hauptfach (unbenotet)

Modul 2: Masterkonzert (benotet)

Modul 3: Nebenfächer: Korrepetition und Kammermusik (unbenotet)

(2) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hoch- schule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Modulprüfung endgültig nicht bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforde- rungen einer oder mehreren Modulprüfungen dieses Studien- gangs entspricht, so kann das Studium nicht fortgesetzt werden. Die Masterprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.

§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Für die Benotung von Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:

1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung

2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittli- chen Anforderungen liegt

3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforde- rungen entspricht

4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt

5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt

Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei aus- geschlossen.

(2) Die Notenskala für die Modul- und Abschlussnote lautet wie

folgt:

Bei einem Durchschnitt

von 1,0 bis 1,5 = sehr gut

von 1,6 bis 2,5 = gut

von 2,6 bis 3,5 = befriedigend

von 3,6 bis 4,0 = ausreichend

ab 4,1 = nicht ausreichend

(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Mo- dulprüfung aus mehreren Teilprüfungen, so errechnet sich die Modulnote aus dem arithmetischen Mittel der nach den betref- fenden Leistungspunkten gewichteten Noten der Teilprüfungen.

(4) Die ECTS-Bewertungsskala gibt Aufschluss über das relative Abschneiden der Absolventen und der Absolventinnen und wird in das Diploma Supplement aufgenommen. Von den folgenden Noten erhalten:

A die besten 10 %

B die nächsten 25 %

C die nächsten 30 %

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D die nächsten 25 %

E die nächsten 10 %

Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohor- ten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absol- ventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlussko- horte aufzunehmen.

§ 12 Bildung der Abschlussnote

Die Abschlussnote des Masterstudiengangs ist die Note der studienabschließenden Modulprüfung.

§ 13 Ankündigung und Ergebnisse der Modulprüfungen

Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrunde liegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig bekannt gegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfun- gen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt und den Studierenden vom Prüfungsamt bescheinigt.

§ 14 Wiederholung von Modulprüfungen

(1) Prüfungen können einmal wiederholt werden. Besteht ein Kandidat oder eine Kandidatin eine Modulprüfung nicht, so hat er oder sie Gelegenheit, diese zu Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters zu wiederholen. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin nicht zu, so wird ein anderer Wiederho- lungstermin festgelegt. Eine nicht bestandene Prüfung kann frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an ge- rechnet, wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfungen müs- sen spätestens bis Ende des auf die Prüfung folgenden Semesters abgeschlossen sein.

(2) Wenn studienbegleitende Prüfungen von nur einem Prüfer oder einer Prüferin abgenommen werden, so sind bei einer letzen Wiederholungsprüfung diese Prüfungen von mindestens zwei Prüfern oder Prüferinnen abzunehmen.

§ 15 Studienabschließende Modulprüfung

(1) Die Anmeldung zur studienabschließenden Modulprüfung (Modul 2) erfolgt gegen Ende des dritten Semesters.

(2) Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus 2 Teilen,

namentlich

a) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von etwa 90

Minuten Dauer. Das Programm kann vom Kandidaten bzw. der Kandidatin bestimmt werden. Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusam-

menstellung des Programms des Kammerkonzerts deutlich wer- den.

b) Mitwirkung in einem öffentlichen Konzert mit Orchester von

etwa 90 Minuten Dauer. Das Programm wird von Kandidat bzw. Kandidatin, Hauptfachlehrer oder Hauptfachlehrerin und Dirigent bzw. Dirigentin gemeinsam festgelegt. Bei Wahl eines Schwer- punktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung des Programms deutlich werden. Zum Konzert ist eine schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen doku-

mentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben kann. Sie wird im Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.

§ 16 Modulbeschreibungen

Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere:

Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls

Lehrformen

Teilnahmevoraussetzungen

Verwendbarkeit des Moduls

Prüfungen und Vorleistungen

Arbeitsaufwand und Leistungspunkte

Dauer der Module

Häufigkeit des Angebots

Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der Quali- tätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungs- ausschuss konkretisiert und ergänzt werden.

§ 17 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prü- fungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die an ande- ren Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin er- bracht wurden, werden auf Antrag anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit durch den Prüfungsausschuss festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn die Studienzeiten, Stu- dien- und Prüfungsleistungen nach Inhalt, Umfang und Leis- tungsniveau den Anforderungen des neu gewählten Studien- gangs im Wesentlichen entsprechen. Hierbei ist kein schemati- scher Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbe- wertung ausschlaggebend. Es können Studienleistungen höchs- tens im Umfang von 30 Leistungspunkten anerkannt werden. Nicht bestandene Prüfungen sind bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen.

(2) Bei Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereichs des Grundge- setzes erbracht wurden, sind auf Antrag nach Maßgabe der von der Kultusministerkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarun- gen anzuerkennen. Wenn solche nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuss. Im Übrigen kann bei Zweifeln an der Gleich- wertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Zur Förderung des internationalen Austausches ist bei der Anerkennung im Ausland erworbener Leistungen im Zweifel zu Gunsten der Studierenden zu entscheiden.

§ 18 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfung gilt als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet, wenn der Kandidat oder die Kandidatin seinen Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er bzw. sie nach Be- ginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurück- tritt.

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(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit hat der Kandidat oder die Kandidatin ein ärztliches Attest und im Zwei- felsfall nach Aufforderung ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.

(3) Versucht ein Kandidat oder eine Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfungsleistung als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet. Dasselbe gilt, wenn der Kandidat oder die Kandidatin bei einer Prüfungsleistung ge- täuscht hat und diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt wird. Ein Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der jeweiligen Prüferin oder dem bzw. der Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleis- tung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Kandi- daten oder die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungs- leistungen ausschließen.

(4) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer be- standenen Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat oder die Kandidatin hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen dieser Prüfung geheilt. Hat der Kandidat oder die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Un- recht erwirkt, so kann der Prüfungsausschuss die entsprechende Prüfung für nicht bestanden erklären.

(5) Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Absatz 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft werden. Belastende Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

§ 19 Einsicht in die Prüfungsakten

Nach Abschluss eines Prüfungsverfahrens wird dem Prüfling innerhalb eines Jahres auf Antrag in angemessener Frist durch den Prüfungsausschuss Einsicht in die Prüfungsakten gewährt.

§ 20 Prüfungsprotokoll

Über die Prüfung ist vom einzelnen Prüfer bzw. von der einzelnen Prüferin oder von einem Mitglied der Prüfungskommission ein Protokoll zu fertigen, das vom Prüfer bzw. der Prüferin oder vom Vorsitzenden bzw. von der Vorsitzenden der Prüfungskommission und vom Protokollführer bzw. von der Protokollführerin unter- zeichnet und den Personalakten des Kandidaten oder der Kandi- datin beigefügt wird. Es muss außer dem Namen des Kandidaten oder der Kandidatin Angaben enthalten über

- Zeitpunkt und Ort der Prüfung,

- die Namen der Prüfer und Prüferinnen sowie des Protokollan- ten oder der Protokollantin,

- Prüfungsstoff und Prüfungsaufgaben,

- den wesentlichen Verlauf und die Dauer der Prüfung,

- die Benotung,

- besondere Vorkommnisse wie Unterbrechungen oder Täu- schungsversuche.

§ 21 Inkrafttreten

Die Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

Zulassungsordnung für den konsekutiven Masterstudien- gang Kammermusik (nur für Ensembles) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 09. Juni 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 09. Juni 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Zugangsvoraussetzungen

Für das Studium im Masterstudiengang Kammermusik gilt: Es können sich nur bereits bestehende Ensembles bewerben, wobei jedes einzelne Ensemblemitglied folgende Voraussetzungen erfüllen muss:

1. ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang Orchesterin-

strumente an der Universität der Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule;

2. eine besondere künstlerische Begabung;

3. für Ausländer und Ausländerinnen ausreichende deutsche

Sprachkenntnisse.

§ 2 Zulassungsantrag

(1) Die Bewerbung um Zulassung setzt einen schriftlichen Antrag (Zulassungsantrag) des Ensembles voraus. Dieser muss innerhalb der festgesetzten Bewerbungsfrist bei der Universität der Künste Berlin eingegangen sein. Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschluss- frist.

(2) Dem Zulassungsantrag sind für jedes Ensemblemitglied beizu- fügen:

- tabellarischer Lebenslauf

- Zeugnis über den entsprechenden Hochschulabschluss gemäß § 1;

- ggf. Nachweise bisheriger Studienzeiten sowie bereits er- brachter Studien- und Prüfungsleistungen

- bei Ausländern und Ausländerinnen der Nachweis über die ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache aller En- semblemitglieder entsprechend der Satzung für Studienange- legenheiten der Universität der Künste Berlin.

Daneben ggf. Nachweise über den bisherigen künstlerischen Werdegang des Ensembles;

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§ 3 Zulassungsverfahren

(1) Die Ensembles, die die Voraussetzungen nach § 1 Ziff 1 und 3 erfüllen, haben sich einer Zugangsprüfung zu unterziehen. Zweck der Zugangsprüfung ist es festzustellen, ob die für die Zulassung erforderliche besondere künstlerische Begabung vorliegt. Die Zugangsprüfung findet in der Regel am Ende der Vorlesungszeit für das folgende Semester statt.

(2) In der Zugangsprüfung muss sowohl das Ensemble als Ganzes als auch jedes einzelne Ensemblemitglied ein künstlerisches Entwicklungspotential erkennen lassen, das deutlich über das Niveau eines Bachelorabschlusses hinausweist und den erfolgrei- chen Abschluss des Masterstudiums Kammermusik erwarten lässt.

(3) Zur Zugangsprüfung haben die Ensembles 3 vollständige Werke vorzubereiten, von denen eines dem grundlegenden Stan- dard-Repertoire für die jeweilige Besetzung entstammen soll (z. B. für Streichquartett: Beethoven, op. 59, Nr. 1 - 3), eines ein romantisches Werk sein muss und eines aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik stammen soll. Die Bewerber und Bewer- berinnen müssen dabei eine besondere Begabung für die spätere Laufbahn als Kammermusikensemble erkennen lassen. Die Kom- mission behält sich vor, nur Teile des vorbereitenden Programms anzuhören.

§ 4 Entscheidung über die Zulassung

(1) Ein Ensemble ist zum Studium zugelassen, wenn es auf Grund des Ergebnisses der Zugangsprüfung das für den gewählten Studiengang erforderliche besondere künstlerische Potential bzw. die besondere künstlerische Begabung der einzelnen Ensemble- mitglieder nachgewiesen hat.

(2) Das Ergebnis der Zugangsprüfung ist den Bewerbern und Bewerberinnen nach Abschluss der Beratungen schriftlich be- kannt zu geben. Für den Bewerber oder die Bewerberin negative Entscheidungen sind mit Begründung und Rechtsmittelbelehrung mitzuteilen.

(3) Eine aufgrund der bestandenen Zugangsprüfung erfolgte Zulassung gilt für das sich anschließende Semester. Über Aus- nahmen entscheidet die Zulassungskommission.

§ 5 Zulassungskommission

(1) Die Durchführung des Zulassungsverfahrens obliegt der Zulas- sungskommission. Sie trifft alle hierfür notwendigen Entschei- dungen.

(2) Die Zulassungskommission, einschließlich ihres oder ihrer Vorsitzenden sowie des Stellvertreters oder der Stellvertreterin, wird vom Fakultätsrat bestimmt. Sie besteht aus einer ungeraden Zahl von Mitgliedern. Mitglieder sind Professoren und Professo- rinnen und akademischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit selbständiger Lehrtätigkeit, wobei die Professoren und Professo- rinnen die Mehrheit der Mitglieder stellen. Entscheidungen der Zulassungskommission bedürfen der Mehrheit ihrer Mitglieder. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre.

(3) An den Sitzungen der Zulassungskommission nehmen zwei Studierende mit Rederecht teil. Sie werden vom Fakultätsrat bestimmt.

§ 6 Öffentlichkeit

Neben der Öffentlichkeit nach den Regelungen der Kunsthoch- schulzugangsverordnung können Mitglieder des Lehrkörpers der Universität der Künste Berlin als Zuhörer bzw. Zuhörerinnen der Zugangsprüfung beiwohnen. Dies gilt nicht für die Beratung und Bekanntgabe der Zulassungsentscheidung.

§ 7 Protokoll

Über jeden Abschnitt der Zugangsprüfung ist ein Protokoll zu führen. In dem Protokoll müssen die Namen der Mitglieder der Zulassungskommission und die Namen der Bewerber und Bewer- berinnen, Ort, Datum und Uhrzeit der Prüfungen, die einzelnen Beurteilungen, das Abstimmungsergebnis sowie ggf. die Begrün- dung für die Ablehnung enthalten sein. Das Protokoll ist vom Vorsitzenden oder von der Vorsitzenden der Zulassungskommis- sion und vom Protokollführer oder von der Protokollführerin zu unterzeichnen.

§ 8 Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prü- fungsleistungen

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudien- gang Kammermusik an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 9 Probesemester

Einzelheiten regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudien- gang Kammermusik an der Universität der Künste Berlin in der jeweils geltenden Fassung.

§ 10 Inkrafttreten

Die Zulassungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

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Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang Kammermusik (nur für Ensembles) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 09. Juni. 2010

Aufgrund von § 71 Satz 1 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 09. Juni 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

§ 3 Studienbeginn

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

§ 5 Studienaufbau

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

§ 8 Studienabschluss

§ 9 Studienfachberatung

§ 10 Inkrafttreten

Anlage 1: Studienplan Anlage 2: Modulbeschreibungen

§ 1 Geltungsbereich

Die Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des Master- studiengangs Kammermusik an der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Stu- diengang.

§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums

Das Studium befähigt die Studierenden, den Beruf des Kammer- musikers oder der Kammermusikerin in seinen vielfältigen Aus- formungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei erlangen sie eine eigenständige künstlerische Tätigkeit auf höchstem Niveau und entwickeln die Fähigkeit, verantwortlich im musikali- schen Bereich zu arbeiten.

§ 3 Studienbeginn

Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommerse- mester.

§ 4 Studiendauer und Studienumfang

Die Studiendauer ist auf eine Regelstudienzeit von vier Semestern festgelegt. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbst- studium) wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und durch-

schnittlich 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungs- punkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.

§ 5 Studienaufbau

(1) Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lern- einheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammenset- zen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nach- weisen.

(2) Die im Bachelorstudiengang erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse werden durch intensives Studium vertieft und mit dem Ziel hervorragender Kompetenz erweitert.

(3) Das Studium setzt sich aus drei Modulen zusammen:

Modul 1: Ensemble-Grundlagen

Modul 2: Ensemble-Reife

Modul 3: Masterkonzert

§ 6 Lehrveranstaltungsformen

Die Lehre in den Modulen findet im Einzel- und Gruppenunter- richt statt.

§ 7 Nachweis von Studienleistungen

Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung oder Teilprüfung vergeben.

§ 8 Studienabschluss

Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium not- wendigen Module erfolgreich absolviert worden sind.

§ 9 Studienfachberatung

Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie mindestens eine studentische Hilfskraft einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuel- len Studienplanung. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.

§ 10 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

Anzeiger der Universität der Künste Berlin 12 / 2010

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Anlage 1: Studienplan – konsekutiver Masterstudiengang Kammermusik (nur für Ensembles)

Nr.

Modul

LV

SWS

 

Leistungspunkte

1. Sem.

2. Sem.

3. Sem.

4. Sem.

Σ

1

Ensemble-Grundlagen

E/G

2

30

30

   

60

2

Ensemble-Reife

E/G

2

   

30

 

30

3

Masterkonzert

E/G

2

     

30

30

 

Σ

   

30

30

30

30

120

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht)

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Anlage 2: Modulbeschreibungen Masterstudiengang Kammermusik (nur für Ensembles)

Modul 1: Ensemble-Grundlagen Qualifikationsziele: Instrumentale und kammermusikalische Fähigkeiten, die die Studierenden in die Lage versetzen, als En- semble Werke von höchsten Ansprüchen zu bewältigen. Selbstän- digkeit im Erfassen und Erlernen dieser Kompositionen in Hinblick auf Struktur, Stil und Semantik. Individuelle künstlerische Aus- drucksfähigkeit und Stilsicherheit sowie Weiterentwicklung des Ensemblespiels vor allem unter musikalischen Gesichtspunkten, aber auch in Hinblick auf Konzerterfahrung, Auftrittssicherheit und Podiumspräsenz sowie Zusammenspiel, Intonation, Balance etc Verfügbarkeit eines stilistisch und historisch weitgefächerten Re- pertoires. Lehrinhalte: Repräsentative Literatur der Kammermusik unter- schiedlichster historischer und stilistischer Provenienz bis hin zu neuen und neuesten Kompositionen gemäß der durch das unter- richtete Ensemble gegebenen Besetzung. Lehrformen: Ensemblearbeit sowie individueller Instrumentalun- terricht mit Bezug auf diese Ensemblearbeit. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Kammermusik (vgl. Zulassungsordnung für den Masterstu- diengang Kammermusik). Verwendbarkeit: Masterstudiengang Kammermusik Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Die Modulabschlussprüfung besteht aus einem hochschulöffentlichen Konzert von etwa 90 Minuten Dauer, dessen Programm stilistisch und historisch vielfältig gestal- tet sein soll und vom Ensemble selbst zusammengestellt werden kann. Arbeitsaufwand: 60 LP Dauer: 2 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 2: Ensemble-Reife Qualifikationsziele: Weiterentwicklung der in Modul 1 beschrie- benen Qualifikationen auf höchstem Niveau. Lehrinhalte: Repräsentative Literatur der Kammermusik unter- schiedlichster historischer und stilistischer Provenienz bis hin zu neuen und neuesten Kompositionen gemäß der durch das unter- richtete Ensemble gegebenen Besetzung. Lehrformen: Ensemblearbeit sowie individueller Instrumentalun- terricht mit Bezug auf diese Ensemblearbeit. Teilnahmevoraussetzungen: Abgeschlossenes Modul 1 des Masterstudiengangs Kammermusik. Verwendbarkeit: Masterstudiengang Kammermusik Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Kontinuierliche Leistungskontrolle im Einzelunterricht mit der Gesamtbewertung "bestanden" bzw. "nicht bestanden". Arbeitsaufwand: 30 LP. Dauer: 1 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 3: Masterkonzert Qualifikationsziele: Die Studierenden weisen mit dem Master- konzert eine sehr hohe künstlerische Kompetenz und Vielfalt des Repertoires nach. Sie haben die in Modul 1 beschriebenen Qualifi- kationen auf höchstem Niveau weiterentwickelt und sie haben die Fähigkeit, selbständig eine Auswahl des Kammermusik-Repertoires zu treffen und öffentlich gemeinsam auf höchstem Niveau vorzu- tragen Lehrinhalte: Repräsentative Literatur der Kammermusik unter- schiedlichster historischer und stilistischer Provenienz bis hin zu

neuen und neuesten Kompositionen gemäß der durch das unter- richtete Ensemble gegebenen Besetzung. Lehrformen: Ensemblearbeit sowie individueller Instrumentalun- terricht mit Bezug auf diese Ensemblearbeit. Teilnahmevoraussetzungen: Aufnahme in den Masterstudien- gang Kammermusik (vgl. Zulassungsordnung für den Masterstu- diengang) Abgeschlossenes Modul 2 Verwendbarkeit: Masterstudiengang Kammermusik Prüfungen und Vorleistungen: Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und an Vorspielen. Modulabschlussprüfung vgl. § 17 der Prüfungsordnung des Mas- terstudiengangs Kammermusik Arbeitsaufwand: 30 LP. Dauer: 1 Semester Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudien- gang Kammermusik (nur für Ensembles) an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin

vom 09. Juni. 2010

Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG) in der Neufassung vom 13. Februar 2003 zuletzt geändert durch Artikel XII des Gesetzes vom 31. März 2009 (GVBl. S. 70), hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am 09. 06 2010 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Zweck der Masterprüfung

§ 3 Zugangsvoraussetzungen

§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement

§ 5 Modularisierung und Prüfungsaufbau