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Polizeibesuch bei Autorenlesung


26. Januar 2010 | 00:10 Uhr | von Steffen Oldörp

SCHÖNBERG - In Schönberg ist es in der Palmberghalle zu einer heftigen


Auseinandersetzung um den Ex-Bürgermeister Michael Heinze gekommen. Während eines
Vortrages des Militärhistorikers und Journalisten Roman Grafe haben Anhänger von Heinze
die Polizei gerufen. Anschließend haben sie Grafe angezeigt. Er soll Heinze während seiner
Buchlesung beleidigt haben.

Grafe beschäftigt sich seit 1995 mit der Grenze durch Deutschland. Der Historiker behauptete
in einem Gutachten, dass er über Michael Heinze nach Einsicht in dessen Militärakten
angefertigt hat: Der 53-Jährige ehemalige DDR-Grenzkommandeur habe an Schießbefehlen
mitgewirkt. Schönbergs Ex-Bürgermeister soll zudem an der Festnahme von hunderten von
Vergrößern DDR-Flüchtlingen mitgewirkt haben.

Nach der Anzeige von Heinze-Anhängern nahm


Polizeiobermeister Kühn die Personalien des Heinze kündigte an, gegen Grafes Behauptungen (siehe unten stehenden Beitrag) juristisch
Autors und Historikers Roman Grafe auf. Steffen vorgehen zu wollen. Grafe hatte im Foyer der Palmberghalle zunächst aus seinem Buch
Oldörp "Deutsche Gerechtigkeit" vorgelesen. Darin berichtet er über Prozesse gegen
DDR-Grenzschützen und ihre Befehlsgeber. Grafe und die rund 140 Zuhörer diskutierten
anschließend aber auch über Schönbergs Ex-Bürgermeister. Heinze war letzter Grenzkommandeur im Grenzregiment 6, das in
Schönberg stationiert war.

Autor wollte Polizei rufen - Zuhörer taten es

Als Grafe über Heinzes Schießbefehle und die Effektivität der Grenzsicherung vorlesen wollte, fiel Hanno Tilse aus Schönberg ihm ins
Wort. "Wenn sie nicht aufhören zu stören, schlage ich vor, wir rufen die Polizei", sagte Grafe daraufhin. Das gleiche ließ Hanno Tilse
dann offenbar tun. Und zwar von Künstlerin Astrid Welke. Tilse sagte später: "Wir haben Roman Grafe angezeigt. Er kann doch nicht
derart gegen Herrn Heinze vorgehen und ihn hier lächerlich machen. Er stellt Sachen in den Raum, die nicht belegbar sind. Das ist
doch eine Aufhetzung gegen das Volk."

Polizeiobermeister Olaf Spieß erklärte: "Wir sind hergekommen, weil sich einige Bürger dieser Veranstaltung beschwert haben. Hier
wurden mehrere Bürger, mehrere Parteien beleidigt."

Dr. Volker Höffer ist Leiter der Außenstelle Rostock der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR.
Er hat den Abend mit Roman Grafe organisiert: "Dass dieses Thema hoch emotional besetzt sein würde, das war uns völlig klar. Dass
in diesem Rahmen auch vielleicht das eine oder andere Wort fällt, was dem einen oder anderen nicht gefällt, ist auch klar. Ob das einer
strafrechtlichen Anzeige bedurft hätte, finde ich fragwürdig."

Unterschiedliche Meinungen im Publikum

Die Meinungen der Zuhörer waren unterschiedlich. Gerhard Rappen: "Es war eine sehr interessante Veranstaltung. Roman Grafe hat
mit Faktenwissen sehr überzeugt und er konnte dadurch sehr sicher auftreten und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen." Achim
Stiebitz aus Selmsdorf ist im Sperrgebiet aufgewachsen und hat "das hautnah miterlebt, was diese Leute wie der Ex-Bürgermeister von
Schönberg inszeniert haben." Er sagt: "Wenn er moralisch anständig wäre, dann müsste er sagen, ich hab das getan und jetzt verdiene
ich mein Brot mit anderen Dingen, aber nicht mit Politik. Das ist eine Frechheit und es ist schön, dass es einen gegeben hat, der das
auch ausgesprochen hat - nämlich Herr Grafe. Und diese anderen Leute, das ist ja anmaßend, die sich gemeldet haben für Heinze."

Gisela Graupmann sieht das anders. Sie ärgerte sich über einige Aussagen des Autors und fragte Grafe: "Wer hat sie zur Buchlesung
eingeladen. Wir schlagen uns mit diesem Thema seit Monaten herum, da hätten wir ihre Lesung nicht mehr gebraucht." Für Roman
Grafe eine dreiste Behauptung: "Für wen sprechen sie gerade", fragte er. "Sie sagen gerade wir, auch das ist typisch SED, dass man
alle vereinnahmt und sagt, wir hätten sie hier nicht gebraucht. Sprechen sie für die 140 Leute im Saal hier? Sie sprechen auf jeden Fall
nicht für die Schönberger, denn die kennen sie gar nicht alle und haben sie auch nicht alle gefragt."

Helmut Rohloff ärgerte sich vor allem über Roman Grafes Aussage, die SED sei eine kriminelle Vereinigung. Grafe verabschiedete sich
schließlich von seiner Lesung mit den Worten: "Dann wünsche ich ihnen in Schönberg alles Gute und recht bald einen anderen
Bürgermeister."

Vorwürfe des Historikers: „Der Fall Heinze ist keine Provinzbagatelle“

Für Roman Grafe ist der Fall Heinze keine mecklenburgische Provinzbagatelle, sondern ein „deutsches Lehrstück.“ Seiner Meinung
nach habe Heinze gegen die Menschenrechte verstoßen. Denn während der Dienstzeit Michael Heinzes und unter seiner Mitwirkung
sollen Hunderte von DDR-Flüchtlingen im Bereich der Grenzregimenter Salzwedel und Schönberg festgenommen und der SED-Justiz
übergeben worden sein. Die gescheiterten Flüchtlinge hätten in der Regel mehrjährige Haftstrafen erleiden müssen. Hinzu kämen
verletzte und getötete Flüchtlinge im Bereich dieser Regimenter,darunter der 20-jährige Reiner Borgis durch eine Selbstschussanlage
bei Mechau sowie Harry Weltzin, ebenfalls durch Splitterminen bei Kneese. „Für beide Tötungen war Michael Heinze nicht direkt
verantwortlich – er trägt aber eine moralische Mitschuld, weil er zu dieser Zeit das Grenzsicherungs-System der DDR unterstützt hat“,
so Grafe.

Für Grafe sei es als Zufall zu bezeichnen, dass„es infolge der von Michael Heinze als stellvertretender Stabschef mit ausgearbeiteten
Schießbefehle nicht zur Ermordung von DDR-Flüchtlingen gekommen ist.“ Als stellvertretender Stabschef sei es die Aufgabe Michael
Heinzes gewesen, die so genannten Jahresbefehle 20 des Regimentskommandeurs maßgeblich mit auszuarbeiten. „In diesen Befehlen
wurde regelmäßig gefordert, keine Grenzverletzungen zuzulassen, sondern ,Grenzverletzer’ festzunehmen oder zu vernichten.“ Einen
Einblick in die Tätigkeit des Stabschefs Heinze gibt sein Lagebericht vom 21. Juni 1988 (Militärarchiv Freiburg, GTÜ 16707): „Sieben.
Grenzverletzer seien allein im Mai 1988 festgenommen worden, zweien sei der Grenzdurchbruch
Weiterführende Links
gelungen. Infolgedessen kritisierte Major Heinze in seinem Bericht die „inkonsequente Einstellung
zur Erfüllung erteilter Befehle“ und forderte „die weitere Erhöhung der Effektivität der MEHR AUF SVZ.DE
Grenzsicherung“. Staatsschutz ermittelt gegen
Heinze-Kritiker

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Leserkommentare
F R ANZ S C HUL T E
Nichts- und vielsagendes Geschwafel 26.01.2010 08:01
Das konnten sie, die Parteibonzen - Schwafeln! Viel reden, dabei immer unverbindlich bleiben, so dass man im Zweifelsfall immer behaupten konnte,
genau das Gegenteil gemeint zu haben. "...die weitere Erhöhung der Effektivität der Grenzsicherung..." ist zum Beispiel so ein Geschwafel. Wie
anders stellte sich dieser Grenztruppenkommandeur das denn wohl anders vor, als "draufzuhalten", als "schiess in den Rücken".
Aber wie gesagt, Heinze schwafelte etwas von Erhöhung der Effektivität. Klingt ja auch humaner, als "Feuer frei!"

G R E N ZG Ä N G E R
Wohl gefühlt 26.01.2010 12:42
Ein beachtlicher Teil der Schönberger hat sich offenbar sehr wohl gefühlt im Kreise der effektiv arbeitenden Grenzsicherungskräfte. Menschen
hinterrücks abzuknallen, die wie vormals KZ-Häftlinge auf den Elektrozaun zuliefen, ist offensichtlich völlig "normal" gewesen, dass man darüber
überhaupt kein Wort zu verlieren hatte. War doch völlig normal...

HO L D E N C AUL F IE L D
@Michel 26.01.2010 13:31
Der Vorteil einer Demokratie gegenüber einer Diktatur wie der DDR ist auch daran zu erkennen, dass Menschen wie Sie sich hier äußern dürfen, üble
Nostalgiker, welche die alten Zeiten verherrlichen und eine schöne Westrente kassieren. Nun, warum nicht. Aber auch eine Demokratie hat gewisse
Regeln, unter anderem die Orthographie. Vielleicht wenden Sie sich zunächst einmal diesem Gebiet zu.

Mit freundlichen Grüßen

Holden Caulfield

PS: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein ehemaliger hauptamtlicher Grenzchef und nebenamtlicher Stasi-Spitzel Bürgermeister in
Mecklenburg wird

MIC H E L
@holden caufield 26.01.2010 15:07
Ihre Kritik in Richtung von mir übersehener Orthografie ist berechtigt.

Ihr PS ist jedoch sachlich falsch und enthält einen orthografischen Fehler.

Herr Heize war bereits vor der letzten Wahl 2009 Bürgermeister in Schönberg !

Vor Nadelöhr muß ein Komma stehen !

Übrigens bin ich 1998 von Hamburg nach MV gezogen. Mit Westrente haben Sie da natürlich recht. Das ist aber auch alles.

PS : Schon zur Auffrischung Ihrer Sachkenntnis in die genannten Seiten geschaut?

P AUL
Kein öffentliches Amt für einen uneinsichtigen Grenzkommandeur! 26.01.2010 15:36
Schlimm ist es, dass der Herr Heinze ebenso wie seine Freunde keine einziges Wort des Bedauerns über die Mauertoten/ Verletzten/ Gefangenen
verlautbaren lässt. Keine Reflektion der eigenen Handlung. Ein bisschen Reue, Fehlanzeige. Es war ja alles so schön als Grenzsoldat. Hoffentlich
bleiben alle wachsam....Ansonsten volle Zustimmung an Holden Caufield.

G Ü N T H E R P A L MO W S K Y
In die Welt hinaus 26.01.2010 16:27
Schönberg trägt ein "wunderbares" Bild in die Welt hinaus - eine Mülldeponie, auf der zu Devisen-Beschaffungszeiten kein Mensch danach fragte,
was dort gelagert wurde und nun das Bild betonköpfiger Grenzverteidiger, die auch 20 Jahre nach ( der in Schönberg augenscheinlich nicht gewollten
Wende ) nur noch peinlich sind.

Schade, dass man Schönberg nicht einfach einmauern kann - Leninberg. Freie Republik Leninberg.

HO L D E N C AUL F IE L D
@Michel 26.01.2010 17:04
Ihr Geschichtsverständnis bewegt sich auf dem Niveau, auf dem sich auch Ihre Kenntnisse von Rechtschreibung und Sprachstilistik bewegen:
unterirdisch. Ihre Äußerungen hier sind reine Polemik, ebenso die denunziatorischen Verlautbarungen auf den von Ihnen angeführten Seiten, die von
ehemaligen Stasi-Leuten stammen. Und was Heinze und seine Bürgermeisterkarriere anbetrifft: während seiner ersten Wahlperiode war seine
Spitzeltätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi unbekannt. Kaum zu glauben, dass Sie aus dem Westen stammen sollen.

Mit freundlichen Grüßen

Holden Caulfield

B E O B AC HT E R
uneinsichtig ? 26.01.2010 17:44
Schlimm ist es auch , dass kein Wort des Bedauers und der Einsicht über die 35 von BRD- Verbrechern ermordeten DDR- Grenzsoldaten verlautet
wird. Für Leute wie Paul und Holden sicher begrüßenswerte Taten.

Auch , dass zur frühen BRD -Zeit mehrere Schmuggler von Zollbeamten erschossen wurden-- nicht erwähnenswert.

Und dass heute ein deutscher Oberst 150 Unschuldige , weil er vor Angst die Hosen voll hat, einfach umbringen läßt--- Alles im Sinne der
demokratischen freiheitlichen Ordnung.

Leute wie Caulfield und Paul haben mit ihrer schon perfiden und nachplappernden Sichtweise immer noch nicht begriffen, dass Heinze mit 72 % aller
Wählerstimmen als Bürgermeister demokratisch bestätigt wurde. Schon vorher war er eine Lgislaturperiode Bürgermeister. Warum wohl, weil er das
Vertrauen der Bürger hatte und hat. Und das werden seine Gegner von der CDU nie haben.

Nicht Heinze ist uneinsichtig, sondern Leute wie Paul und Garfield und die eigentlichen Organsatoren dieser Hetzjagd wie Klüver und Preller mit ihren
CDU Unterstützern. Kehren Sie endlich vor ihrer eigenen westdeutschen Tür, meine Herren !

Und wo leben sie Paul? Gleich nach der Wende wurden mindestens 17000 ehemalige MfS Mitarbeiter in den öffentlichen Dienst übernommen Die
Dunkelziffer kann man unbedenklich mit mindestens zusätzlich 100% ansetzen. Nicht gewußt ? Dann lesen Sie gefälligst nach. Schon damals hat die
Stasivergangenheit niemanden wirklich interssiert. Sie war und ist nur ein Mittel der Demagogie, sprich Volksverdummung.

1 von 2 28.01.2010 19:19


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P E T E R MA N N
Ossis 26.01.2010 20:12
Ihr Sch...-Ossis - enttäuscht darüber, dass eure ach so Pleite DDR wie ein reifer Apfel vom Baum gefallen ist, habt viel schneller als nach dem Krieg
die Nazis vergessen wurden, euer eigenes Elend vergessen. Und jetzt glorifiziert ihr eure miefige Vergangenheit auf Kosten derer, die ihr in eurem
sozialistischen Wahn wie die Karnickel abgeschossen habt. Ihr kleingeistigen Sozialisten seid noch schlimmer, als früher die Nazi-Leugner - denn die
hatten 1946 folgende beileibe nicht die Informationsmöglichkeiten, die heute allen zur Verfügung stehen. Ihr Unverbesserlichen solltet euch schämen -
aber selbst dafür seid ihr zu kleinkariert.

O D IN4 24
@PETER MANN 26.01.2010 22:35
Danke für Ihren Beitrag. Zuerst wollte ich mich ereifern und emotional überspitzt antworten, aber nein, wozu denn? Mit solchen Aussagen wie den
Ihren braucht man keine Argumente mehr. Zum Glück kann man sich sicher sein, hier zu Hause nicht nur von solchen Gesinnungsathleten umgeben
zu sein wie Ihnen. Und wenn Sie solchen qualifizierten Unrat weiter um sich herum verteilen, dann kann man wenigstens sicher sein, dass noch mehr
Menschen aufwachen und die DDR-Zeit mal mit den heutigen Zuständen vergleichen. Danke für alles und weiter so.

W .B US C H
@@@ 27.01.2010 06:50
Lesen Sie unter google "Die seltsame Biografie des Herrn Joachim Gauck". und "Tausende frühere Stasimitarbeiter in Behörden".
Mit diesen Beiträgen wird bewiesen , was einige absolut nicht wahr haben wollen.

Die Kommentare von Michel und Beobachter sind deshalb, im Gegensatz zu den Äußerungen von z.B. Peter Mann, vollinhaltlich sachlich und absolut
korrekt.

Primitive Beschimpfungen und Rundumbeleidigungen zeugen nur vom Mangel an wirklichen Argumenten und Sachkenntnis und sind Straftaten.

K AL L E
@ peter mann 27.01.2010 07:12
Dummer Wessi ! ! !

H E L MU T R O L O F F , R A D D I N G S D O R F
@ Holden Caulfield 27.01.2010 13:29
Das ein Grenzkommandeur Verbindungen zur Stasi hatte, war doch wohl für jeden anzunehmen. Es bedurfte kaum noch der "Aufdeckung", die
ohnehin als taktischer Zug unmittelbar vor der Wahl öffentlich lanciert wurde. Allerdings ohne Wirkung zu verbreiten. Denn Michael Heinze ist ein guter
Bürgermeister. Wenn er es nicht wäre, hätte er kaum 72 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können.Wer die Wählerentscheidung derart
umfunktionieren will, nimmt einen Verlierer in Kauf: die Demokratie.
Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang auch die DDR-Karriere des neuen Kreisvorsitzenden der CDU-Neubrandenburg. Möglicherweise
haben die Christdemokraten dort begriffen, dass jedem Menschen eine zweite Chance eingeräumt werden sollte. Es wäre ha auch allzu traurig, wenn
wir alle auf dem Kenntnisstand von vor 20 Jahren stehen geblieben wären.
@PAUL Ach, Paul, was soll man dazu sagen? Vielleicht ganz einfach: Wer Lesen kann, ist deutlich im Vorteil!

P E T E R MA N N
@kalle 27.01.2010 16:40
Dann haben wir ja die selbe Meinung über uns gegenseitig.
Geht doch!

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2 von 2 28.01.2010 19:19