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Audi in Ingolstadt Vier Ringe an der Donau 1

Audi in Ingolstadt

Vier Ringe an der Donau

Audi in Ingolstadt Vier Ringe an der Donau 1
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Inhalt

Woher Audi kommt – die Geschichte des Automobilunternehmens

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Audi in Ingolstadt – eine Chronologie

6

Jahrzehnte des Erfolgs – der Standort Ingolstadt

10

Vorsprung durch Technik – die Technische Entwicklung

12

Erweiterungen – rund um Ingolstadt

16

Ein Audi entsteht – die Produktion

20

Meisterleistung des Materialflusses – die Logistik

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Streben nach Perfektion – die Qualitätssicherung

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Der Natur zuliebe – Umweltschutz bei Audi

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Topleistung durch Topmitarbeiter – das Personal- und Sozialwesen

32

Der Nachwuchs ist die Zukunft – die Aus- und Weiterbildung

34

Erlebnis Audi – auch in Kultur und Sport

36

Starke Wurzeln – Audi ist in der Region engagiert

38

Weltweiter Vorsprung durch Technik – die Audi-Produktionsstandorte

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Energieeffizienz in allen Modellen – die Verbrauchs- und Emissionswerte im Überblick

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Woher Audi kommt – die Geschichte des

Automobilunter-

nehmens

In Ingolstadt wagten Mitarbeiter der früheren Auto Union AG einen Neuanfang. Viele von ihnen kamen aus dem Osten Deutschlands, aus Zschopau, Chemnitz und Zwickau. Wie Phönix aus der Asche entstand dann über Jahrzehnte ein Auto- mobilhersteller der Extraklasse.

1949 wurde die Auto Union GmbH gegründet, seither sind die Vier Ringe in Ingolstadt beheimatet. Die AUDI AG ist der größte Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter allein in Ingolstadt. Das Markenzeichen, die vier ineinander verschlungenen Ringe, entstand 1932, als sich die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG mit Sitz in Chemnitz zusammenschlossen.

Die Geschichte von DKW lässt sich bis ins Jahr 1904 zurückver- folgen, als der Däne Jørgen Skafte Rasmussen in Chemnitz ein Unternehmen zur Herstellung und zum Vertrieb von Abdampf- armaturen gründete. 1907 wurde der Produktionsbetrieb nach Zschopau verlagert; ab 1912 firmierte man als „Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen“. Zwischen 1916 und 1919 experimentierte die Firma mit Dampfkraftwagen – hieraus

Der sogenannte DKW Schnelllaster war das erste Automobil aus Ingolstadt.

DKW Schnelllaster war das erste Automobil aus Ingolstadt. Ausflug ins Grüne mit einem Audi Front Roadster,

Ausflug ins Grüne mit einem Audi Front Roadster, Baujahr 1935.

leitete sich die Abkürzung „DKW“ ab. Über die Produktion von Spielzeug- und Fahrradhilfsmotoren kam das Unternehmen zur Zweiradfertigung, 1928 wurde das erste DKW Automobil gebaut.

Die Wurzeln von Wanderer gehen bis in das Jahr 1885 zurück. Am 15. Februar 1885 gründeten Johann Baptist Winklhofer und Richard Adolf Jaenicke in Chemnitz die Gesellschaft „Chemnitzer Velociped-Depot Winklhofer & Jaenicke“ zum Verkauf und zur Reparatur von Fahrrädern. Das erste Wanderer Motorrad wurde 1902 gebaut. Bereits 1905 stellten die Unternehmensgründer den ersten Autoprototyp „Wanderermobil“ vor; 1913 begann die Pkw-Serienfertigung.

Die Historie der Automobilmarke mit den Vier Ringen ist eng mit dem Namen August Horch verbunden. Der Unternehmer hatte bereits im Jahr 1899 seine erste Werkstatt in Köln eröffnet. Im Jahr 1904 gründete er im sächsischen Zwickau die „August Horch Motorwagenwerke AG“, fünf Jahre später kam es zum Zer- würfnis zwischen dem Firmengründer und dem Aufsichtsrat. Daraufhin verließ August Horch das Unternehmen und startete in derselben Stadt am 16. Juli 1909 einen Neubeginn unter dem Firmennamen August Horch Automobilwerke GmbH, der am 10. April des folgenden Jahres in Audi Automobil-Werke m.b.H. geändert wurde. Audi ist die lateinische Übersetzung des Namens Horch.

Audi in Ingolstadt – eine Chronologie

1945

Am 3. Dezember wird im ehemaligen Heeresproviant- amt in der Schrannenstraße 3 das Zentraldepot für Auto Union Ersatzteile Ingolstadt GmbH gegründet.

1946

Im Zeughaus am Unteren Graben geht das Zentraldepot zur Ersatzteilfertigung über.

1948

In Ingolstadt beginnt man mit der Entwicklung eines Lieferwagens und der Neuerstellung von Konstruktions- zeichnungen der Vorkriegs-DKW RT 125.

1949

Gründung der Auto Union GmbH als Produktionsgesell- schaft. Im gleichen Jahr startet die Fertigung des DKW Schnelllasters und des DKW Motorrades RT 125 W.

1954

Inbetriebnahme des neu erbauten Motorradwerks an der Esplanade. Es handelt sich um den ersten großen Neubauabschnitt in der Nachkriegsgeschichte.

1958

Am 24. April übernimmt die Daimler-Benz AG die Mehrheit der Geschäftsanteile an der Auto Union. Bis Ende 1964 bleibt sie eine 100-prozentige Tochter der Daimler-Benz AG.

bleibt sie eine 100-prozentige Tochter der Daimler-Benz AG.   Im Juli ist Grundsteinlegung des neuen Automobilwerks
 

Im Juli ist Grundsteinlegung des neuen Automobilwerks am heutigen Standort. Zum Jahresende wird die Motor- radfertigung eingestellt.

1959

Am 20. August läuft der erste DKW Junior vom Band des „Neuen Werkes“.

1962

Im Juni werden die Düsseldorfer Werkanlagen an die Daimler-Benz AG verkauft. Die Fahrzeugproduktion konzentriert sich in Ingolstadt.

1964

Im Dezember übernimmt die Volkswagenwerk AG die Mehrheit der Gesellschafteranteile an der Auto Union. Seit Ende 1966 ist das Ingolstädter Unternehmen eine 100-prozentige VW-Tochter.

1965

Der erste Audi der Nachkriegszeit läuft vom Band. Die Produktion der DKW-Modelle wird sukzessive eingestellt.

1969

Die Auto Union GmbH und die NSU Motorenwerke AG schließen sich zur Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm zusammen.

1972

Der Audi 80 kommt auf den Markt, ein Erfolgsmodell aus Ingolstadt.

1980

Produktionsbeginn Audi quattro in Ingolstadt

1985

Das Unternehmen firmiert als AUDI AG mit Sitz in Ingolstadt. Produkt und Unternehmen tragen seither denselben Namen.

1992

Eröffnung des Audi Kundencenters in Ingolstadt

1999

Einweihung des Windkanal-Zentrums; Eröffnung des Gebäudes „Markt und Kunde“

2000

Einweihung des neuen Audi Forum Ingolstadt

2009

100. Geburtstag der Marke Audi; 60-jähriges Bestehen des Stammsitzes Ingolstadt

2011

10 Millionen Automobile der Baureihe Audi 80/Audi A4

2012

Inbetriebnahme neuer Audi A3-Karosseriebau

2013

Eröffnung einer neuen Fertigung in Münchsmünster

2014

Eröffnung Audi Neuburg: Audi driving experience center und Kompetenz-Center Motorsport/Audi Sport

2015

Eröffnung des neuen Lichtassistenzzentrums in der TE und der neuen Audi Akademie in der Stadtmitte

Vor der Hauptverwaltung der damaligen Auto Union GmbH:

Auto Union 1000 SP im Jahre 1962 in der Ettinger Straße in Ingolstadt.

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In der Technischen Entwicklung (1) werden die neuen Modelle ersonnen. Der Audi A4*, Audi A5*, Audi Q5* und deren Varianten (2) sowie der Audi A3* und dessen Varianten sowie der Audi A3 Sportback e-tron* und der Audi A3 Sport- back g-tron* (3) werden hier am Standort Ingolstadt produziert. Der Karosserie- bau des Audi A3 (4) und des Audi A4 (5) befinden sich im nördlichen Teil des Werkgeländes.

Im Güterverkehrszentrum (GVZ) (6) fertigen Lieferanten in Montagezentren und liefern direkt an die Montagelinien. Das Audi Forum (7) ist mit dem Kunden- center und dem museum mobile Eingang, Aushängeschild und Herz des Unterneh- mens in einem.

* Die gesammelten Verbrauchswerte aller genannten und für den deutschen Markt erhältlichen Modelle entnehmen Sie der Auflistung am Ende der Broschüre.

Jahrzehnte des Erfolgs – der Standort Ingolstadt

Am Stammsitz Ingolstadt schlägt das Herz der AUDI AG. Alle 30 Sekunden fährt ein Automobil vom Band, pro Tag mehr als 2.500 Audi-Modelle. Fast 600.000 produ- zierte Automobile und mehr als 40.000 Mitarbeiter – das sind die markanten Eck- daten des Standorts Ingolstadt. Produziert werden der Audi A3, Audi A3 Sportback e-tron, Audi A3 Sportback g-tron, Audi A4, Audi A5 und Audi Q5 sowie deren Varianten. Audi ist die wirtschaftliche Lokomotive und der größte Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen hat sich als automobiles Zentrum in der Welt etabliert, der Standort Ingolstadt ist das zweitgrößte Automobil- werk in Europa.

Mit der Gründung der Auto Union GmbH in Ingolstadt begann 1949 ein neues Kapitel in der Geschichte des Automobilherstel- lers, der ehemals in Sachsen zu Hause war. In alten Gebäuden der Ingolstädter Festung begann das Unternehmen, Ersatzteile, Motorräder sowie DKW-Fahrzeuge zu produzieren. Seit 1985 firmiert das Unternehmen als AUDI AG, Produkte und Unterneh- men tragen seither denselben Namen. Das in der Mitte Bayerns gelegene Werk ist nicht nur die größte Produktionsstätte des Unternehmens, sondern auch Sitz der Konzernzentrale und der Technischen Entwicklung der AUDI AG. Als wirtschaftlicher Motor der Region Ingolstadt bekennt sich Audi zu seiner Heimat an der Donau.

Erfolgsgeschichte schrieb das Unternehmen mit dem Audi 80, dem Audi 100, dem quattro und den Siegen im Rallyesport. In den folgenden Jahrzehnten hat sich Audi stets weiterentwickelt. Aus dem Audi 80 wurde der Audi A4, dem Audi 100 folgten der Audi A6 und eine variantenreiche Modellpalette. Nach dem legen- dären quattro-Antrieb, dem Inbegriff des Slogans „Vorsprung

quattro-Antrieb, dem Inbegriff des Slogans „Vorsprung Täglich werden bis zu 330 Automobile am Audi Forum

Täglich werden bis zu 330 Automobile am Audi Forum Ingolstadt an Kunden ausgeliefert.

durch Technik“, brachte Audi eine ganze Reihe technischer Inno- vationen auf den Markt. So kommt mit den Matrix LED-Schein- werfern eine wegweisende Lichttechnik aus Ingolstadt, für die Audi rund um die Welt bekannt ist. Audi ist auch Vorreiter beim Leichtbau und bei richtungsweisenden Fahrerassistenzsystemen. Hinsichtlich der Verkaufszahlen eilt das Unternehmen von Re- kord zu Rekord, in 2014 lieferte Audi mehr als 1,74 Millionen Automobile aus. Davon kamen über eine halbe Million Audi- Modelle aus Ingolstadt.

Das Audi Forum Ingolstadt ist mit rund 400.000 Besuchern pro Jahr ein beliebter Publikumsmagnet für die Menschen der Region und Besucher aus der ganzen Welt sowie für Neuwagenabholer. Es steht für eine urbane, offene Philosophie und verbindet Pro- duktion, museum mobile, Shopping, Kino, Gastronomie, Fahr- spaß, Ausstellungen und Tagungsräume an einem Ort. Kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte aus Klassik und Jazz, Kunstaus- stellungen sowie Führungen durch das Werk und das museum mobile für die ganze Familie runden das Erlebnisangebot ab. Einen aufregenden Einblick in die Audi-Themenwelten erhalten Kinder und Jugendliche mit spannenden Aktionsmodulen, inno- vativen Fahrsimulatoren und multimedialen Wissensspielen. Täglich liefert Audi im Kundencenter bis zu 330 Automobile an Kunden aus. Fahrzeugabholer, die mit der Bahn anreisen, begrüßt Audi in der exklusiven Audi Lounge am Ingolstädter Hauptbahnhof unter anderem mit einem ganz besonderen Service: Ein VIP-Shuttle bringt sie schnell und bequem zum Audi Forum Ingolstadt.

Das Werk der AUDI AG in Ingolstadt umfasst den gesamten Prozess der Autoproduktion – von der Entwicklung bis hin zum fertigen Automobil. In den Produktionshallen befinden sich Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Am Stammsitz werden die Modellreihen Audi A3, Audi A4, Audi A5 und Audi Q5 inklusive deren Derivate komplett gefertigt.

Vorsprung durch Technik – die Technische Entwicklung

Die Mitarbeiter der Technischen Ent- wicklung (TE) sind ihrer Zeit weit voraus. Heute schon entstehen Techniken für die Automobile von übermorgen. Das Design gehört dabei genauso in die TE wie die Entwicklung der Motoren, der Elektronik, der Karosserien und der Fahrwerke. Ein konsequenter Schritt in Richtung E-Mobili- tät ist die Serienfertigung des ersten Plug-in-Hybridmodells in Ingolstadt, des Audi A3 Sportback e-tron.

Im SE-Forum (Simultaneous Engineering) können neue Modelle durch die integrierte und zeitparallele Abwicklung von Produkt- und Prozessgestaltungen noch schneller entwickelt werden. Zudem befindet sich mit dem hochmodernen Rechenzentrum dort das IT-Herz von Audi. Im elfstöckigen Gebäude SE-Forum Nordspange arbeiten rund 1.000 Mitarbeiter aus der Entwick- lung und der Beschaffung. Im Untergeschoss dieses höchsten Gebäudes auf dem Werkgelände befindet sich das neue Licht- assistenzzentrum. Es ist der größte befahrbare Lichtkanal

Das neue Lichtassistenzzentrum: Im 120 Meter langen Tunnel testen Entwickler Systeme wie adaptives Fernlicht und kamerabasierte Lichtassistenzsysteme.

Fernlicht und kamerabasierte Lichtassistenzsysteme. Wegweisende Lichttechnik aus Ingolstadt: Dafür ist Audi

Wegweisende Lichttechnik aus Ingolstadt: Dafür ist Audi rund um die Welt bekannt, zum Beispiel für die Matrix LED-Scheinwerfer.

Europas. Von den Xenon plus-Scheinwerfern über Matrix LED-Scheinwerfer bis zum Laserlicht hat Audi seit 20 Jahren wegweisende Innovationen in der Lichttechnologie in Serie gebracht.

Im Physikum sind die Fachabteilungen Akustik, Fahrleistungen / Effizienz, Mechanik, Festigkeit und Korrosion tätig. In zahlreichen Mess- und Prüfeinrichtungen werden einzelne Komponenten und komplette Fahrzeuge erprobt. Vom Außengeräuschprüfstand bis hin zum Straßensimulator und zum Flachbahnprüfstand, der für Fahrleistungs- und Verbrauchsmessungen genutzt wird, durch- laufen alle Modelle ein wirklichkeitsnahes Testprogramm. Das Physikum wird aktuell um experimentelle Großsimulatoren und Großprüfstände zur Prüfung der CO 2 -Vorgaben erweitert.

Die Konzeptstudie Audi prologue steht für die neue Audi-Designsprache. Im Elektronik-Center arbeiten Projektteams

Die Konzeptstudie Audi prologue steht für die neue Audi-Designsprache.

Im Elektronik-Center arbeiten Projektteams effektiv zusam- men. Diverse Mess- und Prüfeinrichtungen stehen den Mitarbei- tern zur Verfügung. Zu ihnen zählen ein Klima-Rollenprüfstand zur Bewitterungs- und Fahrbahnsimulation, ein Lichtkanal, ein Multi-Media-Interface-Labor und ein Soundlabor zur Entwick- lung von Klangkonzepten. Zudem sind zahlreiche Prüfeinrich- tungen für vernetzte Elektronikkomponenten vorhanden. Im Jahr 2010 wurden zwei eigene Systemprüfplätze für Hochvolt- Batterien aufgebaut.

Seit 1999 verfügt das Werk Ingolstadt über ein eigenes Wind- kanal-Zentrum. Im Aeroakustik-Windkanal, im Thermo-Wind- kanal und seit 2007 auch im Klima-Windkanal werden Geschwin- digkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde simuliert. So kann an einer optimalen Aerodynamik gefeilt, die Innenraum- klimatisierung und das Thermomanagement entwickelt sowie an der Reduzierung der Windgeräusche gearbeitet werden.

Kaufgrund Nummer eins der Audi-Kunden ist das Design. Auf dem TE-Gelände in Ingolstadt entsteht ein neues Design Center, in dem künftig Designer, Projektmanager und Modelltechniker gemeinsam an den neuesten Serienmodellen und Showcars arbeiten. Insgesamt sind am Standort Ingolstadt rund 300 Designer beschäftigt. Neben der TE in Ingolstadt spielt das Konzept Design Studio in München eine tragende Rolle bei der Entwicklung innovativer Design- und Produktkonzepte. Auch dort arbeitet ein internationales Kreativteam.

Im Design Check werden Fahrzeugmodelle realistisch und detailgetreu betrachtet, noch bevor sie entstehen. Möglich

machen dies die Virtual Reality (VR) Studios. Greifbar und „lebensecht“ erscheinen die unterschiedlichen Materialien – vom schillernden Lack bis zur feinen Lederstruktur. Die wirklich- keitsnahen Lichtverhältnisse mit Schattenwurf und Spiegelungen erzeugen für den Betrachter ein „Automobil zum Einsteigen“.

Im Aggregate-Center werden Messungen für Abgas und Ver- brauch unter unterschiedlichsten Klimabedingungen durchge- führt. Der Fahrbetrieb mit Allradfahrzeugen in Höhen von bis zu 4.200 Metern wird in einer Simulationskammer nachgestellt. In den Werkstätten und auf den Getriebeprüfständen werden die künftigen Aggregate aufgebaut und erprobt. 2010 ist das Agg- regate-Center inklusive eines neuen Entwicklungs- und Prüf- zentrums für elektrifizierte Antriebe erweitert worden: Auf dem TE-Gelände entstand ein Neubau mit hochmodernen Prüf- ständen zur Erprobung elektrifizierter Antriebskonzepte. Die Konzentration der Prüfstände für die E-Mobilität in diesem Ent- wicklungs- und Prüfzentrum schafft eine optimale Vernetzung der beteiligten Entwickler.

Die Interessen der TE und der Produktion werden im Audi Vor- seriencenter (VSC) gebündelt. Schon früh in der Entwicklungs- phase werden Produkteigenschaften und Fertigungstechniken abgesichert und die wirtschaftliche Herstellung der Automobile gewährleistet.

Audi betreibt seit 1995 ein eigenes Prüfgelände in Neustadt an der Donau. Dort werden neue Entwicklungen in vielfältigen Fahrsituationen erprobt. Ob Hochgeschwindigkeitstests auf der 4,7 Kilometer langen, dreispurigen Ovalstrecke mit zwei Steil- kurven oder Messungen zu Fahrleistung, Verbrauch, Geräusch- entwicklung, Temperatur und Bremsvorgängen auf den anderen Teststrecken: In Neustadt wird auf Herz und Nieren geprüft.

Die Fahrerassistenzsysteme im neuen Audi Q7: ein Angebot, das neue Maßstäbe setzt.

Erweiterungen – rund um Ingolstadt

Für Münchsmünster eine Fertigung – für Neuburg ein Hightech-Areal mit Fahrerlebnisgelände und Kompetenz- Center Motorsport.

Seit Jahren wächst der Audi-Standort Ingolstadt – die am Stammsitz zur Verfügung stehende Fläche ist jedoch begrenzt. Erweiterungen in der Region sind notwendig, ein weiterer In- vestitionsschwerpunkt ist daher die neue Audi-Fertigung in Münchsmünster, rund 30 Kilometer östlich von Ingolstadt ge- legen. Dort ist auf 31 Hektar ein Kompetenzzentrum für die Produktion von Karosserie-Strukturteilen aus Aluminiumdruck- guss und von warm- und kaltumgeformten Bauteilen sowie Fahrwerkkomponenten angesiedelt. Die Produktion wird stufen- weise hochgefahren. Zurzeit arbeiten dort rund 300 Mitarbeiter, 2017 werden es etwa 900 sein. Das gesamte Gelände umfasst 48 Hektar.

es etwa 900 sein. Das gesamte Gelände umfasst 48 Hektar. Audi Neuburg: Eröffnung des neuen Audi-Geländes

Audi Neuburg:

Eröffnung des neuen Audi-Geländes in Neuburg im Sommer 2014.

Audi-Fertigung in Münchsmünster:

Produktion von Karosserie-Strukturbauteilen aus Aluminiumdruckguss.

von Karosserie-Strukturbauteilen aus Aluminiumdruckguss. Mit Audi Neuburg ist 18 Kilometer westlich von Ingolstadt

Mit Audi Neuburg ist 18 Kilometer westlich von Ingolstadt ein neues Hightech-Areal entstanden. Auf diesem 47 Hektar großen Gelände in Neuburg an der Donau arbeiten 460 Menschen. Die Audi driving experience veranstaltet hier Fahrtrainings. Audi-Kunden und Gäste können auf einem Fahrerlebnisgelände die gesamte Modellpalette der Vier Ringe erfahren – auf der Handlingstrecke, auf der Dynamikfläche oder on- und offroad. Das zentrale Kundengebäude bietet Präsentationsflächen, Konferenzmöglichkeiten sowie ein Restaurant. Von der Aus- sichtsterrasse haben Kunden einen weitläufigen Blick über das gesamte Areal und das Fahrgeschehen.

In Neuburg ist auch das Kompetenz-Center Motorsport an- gesiedelt, die neue Zentrale von Audi Sport. Seit Ende 2014 organisiert und koordiniert die Motorsport-Mannschaft alle weltweiten Renneinsätze von Neuburg aus – im Durchschnitt sind es pro Jahr 20 Rennen in zwölf Ländern. Die Audi-Renn- fahrzeuge für den Motorsport werden in Neuburg entwickelt, konstruiert und gebaut. Die neuen Rennwagen werden dann vor Ort bei einer ersten Roll-out-Fahrt erprobt. Aus Neckarsulm kommen weiterhin die Motoren für den Rennsport.

Ein Audi entsteht – die Produktion

Premiumqualität bei den Automobilen heißt für Audi hohe Qualität bei den Karos- serien – durch effiziente Produktionssys- teme und neue Hightech-Lösungen. Die Vision: smart factory – die intelligente, digital vernetzte Fabrik.

Die AUDI AG verfügt über eines der flexibelsten und effizien- testen Produktionssysteme der Automobilindustrie: Das Audi Produktionssystem (APS) basiert auf den Grundprinzipien Takt, Fluss, Pull und Perfektion. Diese Prinzipien setzt Audi in der Pro- duktion und im gesamten Unternehmen konsequent um: kurze Durchlaufzeiten, niedrige Bestände und eine hohe Produktivi- tätssteigerung – bis zu zehn Prozent pro Jahr. Hauptaugenmerk ist der „Kontinuierliche Verbesserungsprozess“ (KVP) – denn wer sich nicht nachhaltig verbessert, verspielt langfristig den Erfolg des Unternehmens.

verspielt langfristig den Erfolg des Unternehmens. Der Audi A3 Sportback e-tron ist das erste

Der Audi A3 Sportback e-tron ist das erste Plug-in-Hybridmodell von Audi. Er wird in Ingolstadt in demselben Takt und auf derselben Linie wie die konven- tionellen A3-Modelle gefertigt – hier das Anbringen der Motorenabdeckung.

Die zunehmende Digitalisierung macht den Weg frei für die smart factory – die intelligente, digital vernetzte Fabrik. Neue Hightech-Lösungen in der Produktion steigern das sehr hohe Qualitätsniveau noch weiter, zugleich erleichtern sie die Arbeit in der Fertigung und sorgen für eine verbesserte Ergonomie.

Zählpunkt 8: Abnahme durch das geschulte Auge eines Mitarbeiters, bevor der Audi A3 Sportback e-tron die Montagelinie verlässt.

der Audi A3 Sportback e-tron die Montagelinie verlässt. Einen großen Teil der Verantwortung für die

Einen großen Teil der Verantwortung für die Premiumqualität trägt der Audi-Werkzeugbau. Er arbeitet eng mit Designern, Entwicklern und Planern zusammen. Hier wird festgelegt, was physikalisch möglich und prozesssicher herstellbar ist. Aus- zeichnungen untermauern den hohen Qualitätsanspruch und die technologische Kompetenz, wie der mehrfache Gesamtsieg im renommierten Wettbewerb „Excellence in Production“ als „Werkzeugbau des Jahres“ und der bereits zweimalige Gewinn des Bayerischen Qualitätspreises. Die Werkzeugbauer aus Ingol- stadt beliefern neben Audi auch andere Marken des Volkswagen Konzerns mit Umformwerkzeugen und Karosseriebauanlagen. Hier arbeiten 980 Beschäftigte. Der Audi-Werkzeugbau beschäf- tigt derzeit an den fünf Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Barcelona (Spanien), Győr (Ungarn) und Peking (China) insge- samt 2.127 Mitarbeiter.

Die Produktions- und Werkplanung ist verantwortlich für die planerische Umsetzung aller Fahrzeugprojekte der Marke Audi und gestaltet dabei das Produkt, die Fertigungsprozesse und die Produktionsstandorte weltweit. In enger Zusammenarbeit mit der Technischen Entwicklung ermöglicht sie die Herstell- barkeit der Automobile. Dabei steht der Kunde mit seinen Anforderungen im Mittelpunkt.

Audi integriert Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen in bestehende Teams und ermöglicht ihnen eine

Audi integriert Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen in bestehende Teams und ermöglicht ihnen eine wertschöpfende Tätigkeit in der Produktion.

In den Presswerken des Standortes Ingolstadt verarbeiten rund 1.300 Mitarbeiter pro Tag etwa 1.700 Tonnen Blech (davon rund 75 Tonnen Aluminium) zu 521.000 Blecheinzelteilen. Die modernen Großraumpressen der Sparte Presswerk nehmen im internationalen Produktivitätsvergleich Spitzenpositionen ein.

Ganz neu am Standort Ingolstadt ist der Karosseriebau für den neuen Audi A4. Beide Ingolstädter Karosseriebauten für die Modellreihen A3 und A4 sind hochmoderne Produktions- hallen und zeichnen sich durch innovative Fertigungstechno- logien sowie höchste Flexibilität aus. Bei deren Planung standen Effizienz und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: automatische Matrix-Lichtsteuerung, Photovoltaikanlagen zur regenerativen Stromerzeugung auf dem Hallendach, Verbrauchsanalysen. Das Mitarbeiterqualifizierungsprogramm „Energieproduktivi- tät in der Produktion“ und intelligente Abschaltkonzepte sowie die Auswahl energieeffizienter Anlagenkomponenten helfen Energie zu sparen. Der direkte Schulterschluss von Mensch und Maschine ist hier bereits Realität: Im Karosseriebau unterstützt ein Roboter beim Auftragen von Klebenähten. Der Mitarbeiter legt bei dieser Mensch-Roboter-Kooperation die Karosserieteile bereit und startet den Klebeauftrag. Im Karosseriebau A3 ferti- gen 850 Mitarbeiter und 900 Roboter den Audi A3 mit höchster Präzision. Im Karosseriebau A4 sind 1.980 Mitarbeiter beschäf- tigt und rund 2.500 Roboter im Einsatz.

In der Lackiererei wird in mehreren vernetzten Fertigungs- schritten die Karosserie in rund 30 Serienfarben zum Glänzen gebracht. 2.400 Mitarbeiter der Lackierereien sorgen täglich dafür, dass das innovative Audi-Design der Modelle Audi A3, A4, A5 und Q5 in der richtigen Farbe erstrahlt. Hochqualifizierter Nachwuchs wird direkt vor Ort in der Lackiererei ausgebildet. Zurzeit entsteht zusätzlich eine neue Lackiererei auf dem Ingol- städter Werkgelände – mit ökologisch und energetisch hoch- effizienter Trockenabscheidung. Hier werden hochmoderne Lackierroboter eingesetzt, diese können die Designlinien der neuen Fahrzeuggenerationen optimal nachfahren.

An den Produktionslinien in der Montage gilt der Grundsatz:

Nichts ist so gut, als dass es nicht noch weiter optimiert werden könnte. Nur wenn die Produktionsprozesse intelligent und effizient gesteuert werden, kann die hohe Komplexität in der Fertigung beherrscht werden. Innovative Technologien erleich- tern die Arbeit in der Fertigung und verbessern die Ergonomie. Ein Beispiel in der Montage ist die „elektronische Wagenbe- gleitkarte“ („eWBK“). Diese zeigt auf Monitoren für jedes Auto genau das Bauteil an, das der Mitarbeiter benötigt. Bilder und Farben sorgen für eine rasche und sichere Orientierung. Der Mit- arbeiter bekommt teilweise auch per Lämpchen angezeigt, aus welchem Behälter er die Bauteile holen muss. An eventuelle Prüftätigkeiten erinnert die „eWBK“ voll automatisch. Ein Robo- ter der Zukunft assistiert auch in der Montage: Hier arbeitet der Roboter „PART4you“ (Produktions-Assistent reicht Teil) Hand in Hand mit dem Menschen – ohne Schutzzaun und angepasst an den Arbeitstakt des Mitarbeiters.

Der Roboter PART4you holt mittels Kamera und Sauggreifer die Kühlmittel- ausgleichsbehälter aus einer Materialbox und reicht diese dem Mitarbeiter zur richtigen Zeit und in einer ergonomisch optimalen Position.

Meisterleistung des Materialflusses – die Logistik

Das Beherrschen von Komplexität durch moderne Logistik ermöglicht die Modell- vielfalt in den Werken.

Die Logistik hat in den vergangenen Jahren weiter an Bedeu- tung gewonnen. Die steigende Modellvielfalt erhöht die Pro- zesskomplexität entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Logistik steuert heute durchgängig sämtliche Supply-Chain- Prozesse, angefangen bei der Auftragseinplanung bis zur Aus- lieferung an den Kunden. Zudem ist die Logistik bereits bei der Produktentstehung eingebunden und übernimmt während der gesamten Fahrzeugentstehungsphase eine aktive, integrative Rolle. So wird sichergestellt, dass die Produktanläufe und die Marktversorgung pünktlich, flexibel, bei minimaler Durchlauf- zeit und geringsten Beständen realisiert werden. Das neue Logistik- konzept (NLK) gewährleistet den bestmöglichen Materialfluss. Ziele des NLK sind die Erhöhung von Qualität, Produktivität und die Termintreue bei gleichzeitiger Reduzierung von Kosten und Durchlaufzeiten. Der Materialfluss vom Lieferanten bis ins Werk und die termingerechte Versorgung am Band werden optimiert.

Im Güterverkehrszentrum (GVZ) am Standort der AUDI AG in Ingolstadt werden die Materialströme gebündelt. Direkt vor den Werktoren werden Systeme und Module vormontiert und „just in sequence“ an die Fertigungsbänder geliefert. Investor und „Hausherr“ des GVZ sind die IFG Ingolstadt, eine 100-pro- zentige Tochtergesellschaft der Stadt Ingolstadt, sowie die LGI GmbH, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der IFG Ingolstadt und der AUDI AG. Das GVZ verfügt auf einem 125 Hektar großen Areal über 15 Hallen mit einer Nutzfläche von 450.000 Quadrat- metern. Insgesamt sind derzeit im Güterverkehrszentrum circa 4.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Güterverkehrszentrum circa 4.500 Mitarbeiter beschäftigt. Bei dem Pilotprojekt Lkw Quick-Check-in werden Lastwagen,

Bei dem Pilotprojekt Lkw Quick-Check-in werden Lastwagen, die Teile von Zulieferern anliefern, künftig gesteuert und priorisiert ins Werk gelotst – ähnlich wie bei einem Flughafentower.

Der Standort des GVZ ist das Ergebnis von Verkehrsunter- suchungen. Die Vorteile des GVZ liegen für Audi in der Ver- sorgungssicherheit, der Komplexitätsbewältigung sowie der Reduzierung der Logistikkosten. Neben der verringerten Umweltbelastung, etwa wegen des geringeren Lkw-Transport- verkehrs, stärkt das GVZ auch den Wirtschaftsstandort Ingol- stadt und schafft neue Arbeitsplätze. In Montagezentren fer- tigen Modullieferanten ihre Baugruppen und liefern sie direkt an die Montagelinien. Zurzeit versorgen 14 externe Lieferanten und Dienstleister Audi über das GVZ. Im Logistikzentrum wer- den die ankommenden Lastwagen mithilfe einer Leitstelle und mit Telematikgeräten in 19 Sprachen gesteuert. Das bedeutet geringere Verkehrsbelastung und verminderte Emissionen. Durch die zentrale Steuerung, die durchaus mit dem Handling an einem Flughafen vergleichbar ist, beträgt die Lkw-Verweil- dauer weniger als eine Stunde.

Streben nach Perfek- tion – die Qualitäts- sicherung

Audi genießt weltweit den Ruf bester Verarbeitung, höchster Materialanmutung und größter Zuverlässigkeit.

Ein Audi A6 absolvierte zum Beispiel kürzlich den 100.000-Kilo- meter-Dauertest der Zeitschrift „auto motor und sport“ ohne Panne und ohne Defekt – ein Rekordergebnis in der langen Historie dieses renommierten Tests. Qualität ist bei Audi in allen Geschäftsbereichen fest verankert und wird von jedem Mitarbeiter getragen. Als neutrale Einheit ist die Qualitäts- sicherung organisatorisch unmittelbar an den Vorstandsvor- sitzenden angebunden. Mit zentralem Sitz in Ingolstadt steuert sie die Qualitätssicherungen aller Audi-Werke welt- weit. Dabei ist sie inhaltlich am gesamten Produktprozess beteiligt, das heißt von der Entwicklung über die Herstellung der Automobile bis hin zur Begleitung des Handels.

Bereits im Fahrzeugentwicklungsprozess nimmt die Qualitäts- sicherung zahlreiche Überwachungs- und Beratungsaufgaben wahr. Sie bringt damit Produktanforderungen frühzeitig in die Fahrzeugkonzepte ein. In der Entwicklungsphase selbst werden die Bauteile zusammen mit den Lieferanten qualifiziert und in der Werkstofftechnik mit modernsten Analysemethoden geprüft und abgesichert.

Dachvermessung am Außenmeisterbock.

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und abgesichert. Dachvermessung am Außenmeisterbock. 26 Absicherungsfahrt unter extremen klimatischen Bedingungen

Absicherungsfahrt unter extremen klimatischen Bedingungen mit einem getarnten Fahrzeug.

Am sogenannten Meisterbock bekommen alle Bauteile den letzten Feinschliff. Mit diesem Referenzwerkzeug werden alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt. Eine hochwertige Anmutung durch präzise Radien, Fugen und klare Bauteilübergänge stehen dabei genauso im Fokus wie die Oberflächenoptik und Bauteilhaptik.

An die Dauererprobung der Technischen Entwicklung schließt sich der Absicherungslauf der Qualitätssicherung an. Unter den unterschiedlichsten Kundenbedingungen wird über Millionen von Kilometern hinweg sichergestellt, dass jedes einzelne Bau- teil dauerhaft den Vorgaben entspricht. Dazu werden Vorserien- fahrzeuge auf öffentlichen Straßen in verschiedenen Ländern unter allen möglichen Bedingungen auf Herz und Nieren ge- testet. Erst wenn diese Prozedur erfolgreich absolviert wurde, erfolgt die Freigabe zur Serienproduktion.

Den Herstellprozess begleitet die Qualitätssicherung mit zahlreichen Beratungs- und Überwachungsfunktionen. In der Endabnahme der Fertigungslinie, am sogenannten Zählpunkt 8, werden die Autos vor ihrer Auslieferung einer intensiven Ab- schlussprüfung unterzogen. Zusätzlich erfolgen Stichproben- prüfungen im Rahmen des Fahrzeugaudits oder der Straßen- fahrprüfung. Bei Abweichungen greifen sofort entsprechende Regelkreise, um zu gewährleisten, dass alle Autos, die das Werk verlassen, den Audi-Ansprüchen genügen.

Sobald sich das Auto beim Kunden befindet, unterstützt die „Service Technik“ den Handel beim Fahrzeugservice. Die Er- kenntnisse, die dabei gewonnen werden, fließen sowohl in die aktuelle Serienfertigung als auch in den Entwicklungsprozess neuer Audi-Modelle ein. Damit verwirklicht Audi auch hier den Gedanken der kontinuierlichen Verbesserung.

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Der Natur zuliebe – Umweltschutz bei Audi Ein Automobilwerk, das nur Ökostrom nutzt. Audi pflegt

Der Natur zuliebe – Umweltschutz bei Audi

Ein Automobilwerk, das nur Ökostrom nutzt. Audi pflegt einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen – für den Erhalt unserer Umwelt.

Audi legt größten Wert auf den schonenden Umgang mit Res- sourcen. Die offene Kommunikation und die Einbindung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den betrieblichen Umwelt- schutz sichern die nachhaltige Umsetzung der umweltpolitischen Ziele. Audi-Umweltpolitik wird auf allen Ebenen gelebt.

Basis der Umweltaktivitäten sind die bei Audi installierten Umweltmanagementsysteme. Der Standort Ingolstadt hält seit mehr als 18 Jahren das Signet des EG-Öko-Audit-Systems (EMAS). Durch die Nutzung einer Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, den Bezug von Abwärme aus benachbarten Industrieunterneh- men und den Einsatz von Wärmetauschern in den Produktions- hallen vermeidet Audi aktiv CO 2 -Emissionen. Seit Anfang 2012 baut Audi in Ingolstadt Automobile ausschließlich mit Ökostrom, der aus deutschen und österreichischen Wasserkraftwerken stammt.

Doch Audi leistet noch mehr. Die mit fünf Millionen Euro Stammkapital dotierte Audi Stiftung für Umwelt verfolgt aus- schließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Bereich Ökologie. Gefördert werden Maßnahmen und Forschungs-

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30 Jahre Autoverladebühne: schnelles und effizientes Waggonbeladen in Ingolstadt – rund 1.800 Autos täglich auf bis zu 180 Waggons.

Auf dem Werkgelände in Ingolstadt sind auf einer Fläche von insgesamt 23.000 Quadratmetern Photovoltaikmodule installiert.

aktivitäten, die die Entwicklung von umweltverträglichen Technologien jenseits des Automobils unterstützen sowie zur Umweltbildung und zu einem nachhaltigen Mensch-Umwelt- System beitragen.

Ziel des Audi-Konzerns ist es, trotz der geplanten Produktions- ausweitung bis zum Jahr 2020 die standort- und unternehmens- bezogenen spezifischen CO 2 -Emissionen um 25 Prozent, be- zogen auf die Werte von 2010, zu senken. Darüber hinaus sollen an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm die spezifischen CO 2 -Emissionen im Rahmen der Energieversorgung bis 2020 um weitere 40 Prozent im Vergleich zum Referenzjahr 2010 verringert werden. Ebenfalls auf Basis von 2010 sollen konzern- weit die umweltrelevanten Kennzahlen für Energie, Frisch- wasser, entsorgte Abfälle und organische Lösemittel (VOC) bis 2018 je Bezugseinheit um 25 Prozent verbessert werden. Der kontinuierlichen Steigerung der Energieeffizienz der Pro- duktionsanlagen kommt dabei große Bedeutung zu. Für Photo- voltaikanlagen stehen circa 23.000 Quadratmeter auf Audi- Hallendächern zur Verfügung. Damit werden rund 1.800 Mega- wattstunden Strom pro Jahr produziert, der zu 40 Prozent direkt vor Ort verbraucht wird. Im Rahmen eines Wärmeverbundes nutzt der Standort Ingolstadt jährlich mindestens 120.000 Megawattstunden Energie aus Abwärme.

Der Audi-Konzern setzt auf eine ressourcenschonende Logistik. Mehr als 70 Prozent aller in Ingolstadt produzierten Automobile gelangen auf Güterzügen zu ihren Bestimmungsorten. Ausge- feilte Systeme helfen, Verpackungen und Transportmittel opti- mal einzusetzen. Für den Transport zum Nordsee-Verladehafen in Emden nutzt Audi Züge, die mit regenerativ erzeugtem Strom angetrieben werden. Einsparung in 2014 am Standort Ingol- stadt: 7.517 Tonnen CO 2 gegenüber einem herkömmlichen Bahntransport.

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30

31

Topleistung durch Topmitarbeiter – das Personal- und Sozialwesen

Ein Unternehmen kann nur so gut sein wie seine Mitarbeiter. Bei Audi geht das Personal- management weit über das Einstellen und Verwalten von Mitarbeitern hinaus.

Viele aktuelle Auszeichnungen belegen: Audi ist als Arbeitge- ber beliebter denn je. Den ersten Rang erreichte Audi innerhalb der Zielgruppe der Ingenieure im Young Professional Barometer 2014 des Beratungsunternehmens Universum Communications. Auch junge berufstätige Wirtschaftswissenschaftler wählten Audi auf Platz eins. Den Sieg erreichte Audi außerdem im Uni- versum-Ranking 2014 für angehende Wirtschaftswissenschaft- ler und Ingenieure. Im aktuellen Arbeitnehmerranking von FOCUS und Xing und im Absolventenranking des Beratungsin- stituts trendence belegte Audi ebenfalls Spitzenplatzierungen.

Nicht nur für seine Innovationsfelder Leichtbau, Elektromobi- lität und Vernetzung benötigt das Unternehmen Experten aller Fachrichtungen. Audi setzt dabei stark auf Nachwuchsförde- rung: Von der Betreuung von Praktikanten, Doktoranden und Abschlussarbeiten bis hin zu dualen Studiengängen versucht Audi, möglichst früh eine Beziehung zu talentierten jungen Menschen aufzubauen, diese zu fördern und durch attraktive Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen ans Unter- nehmen zu binden. Der Audi-Konzern hat seine Belegschaft an allen Standorten 2014 weiter ausgebaut und beschäftigt nun weltweit mehr als 80.000 Mitarbeiter, davon 55.927 in Deutschland. Am Standort Ingolstadt sind 40.027 Mitarbeiter beschäftigt, davon 1.644 Auszubildende (gewerblich-technisch:

1.310, kaufmännisch: 194, duales Studium: 140). Im Septem- ber 2014 haben in Ingolstadt 483 junge Menschen ihre Ausbil- dung in 22 Berufen aufgenommen (336 Jungen, 147 Mädchen). 40 davon starteten eine duale Berufsausbildung und erwerben parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife.

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Die Altersstruktur der Gesellschaft verändert sich und auch die Belegschaft von Audi wird allmählich älter. Dieser Tatsache trägt Audi schon seit mehreren Jahren Rechnung. Damit die Mitarbei- ter bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben, hat das Unterneh- men zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Prävention steht dabei im Mittelpunkt. So wurden am Standort Ingolstadt sowohl in der Produktion als auch im Büro ergonomische Arbeitsbedin- gungen geschaffen. Der kostenlose Gesundheits-Check-up, der allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offensteht, trägt zu einem sehr hohen Gesundheitsstand in der Belegschaft bei. Mit über 200 Arbeitszeitmodellen unterstützt Audi seine Mit- arbeiter darin, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Das Unternehmen baut das Betreuungskonzept „Audi Spiel- raum“, das alle Aktivitäten rund um das Thema Kinderbetreu- ung bündelt, stetig weiter aus. Dazu gehören beispielsweise Belegplätze in werknahen Kindertagesstätten und Angebote für die großen und „kleinen“ Ferien. Oder eine flexible Kurzzeit- betreuung, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kinder stunden- oder tageweise betreuen lassen können – etwa dann, wenn unerwartet ein Arbeitstermin oder eine Dienstreise ansteht oder wenn der Kindergarten geschlossen ist. Auch die Förderung von Frauen spielt bei Audi eine große Rolle:

Der Automobilhersteller hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Frauen im Konzern – von der Auszubildenden bis zur Top- managerin – weiter zu erhöhen.

Ausbildungsstart im September 2014: Am Standort Ingolstadt begannen 483 junge Menschen ihre Ausbildung in 22 verschiedenen Berufen.

im September 2014: Am Standort Ingolstadt begannen 483 junge Menschen ihre Ausbildung in 22 verschiedenen Berufen.

Der Nachwuchs ist die Zukunft – die Aus- und Weiterbildung

Willkommen bei Audi – das Unternehmen bietet vielfältige Ausbildungsberufe für die Fachkräfte von morgen.

724 junge Menschen starteten 2014 ihre Ausbildung bei Audi, davon 483 am Standort Ingolstadt. Somit befinden sich im Unternehmen derzeit 2.486 Azubis und duale Studenten in einer Berufsausbildung. In unterschiedlichen Berufen erhalten die Fachkräfte von morgen Wissen und Expertise. Moderne Medien sind im Einsatz, Theorie und praxisnahe Übungen wechseln sich ab. Zudem ermöglicht Audi vielen Berufsanfän- gern, ihre praktische Ausbildung mit dem Erwerb der Fach- hochschulreife oder einem Ingenieurstudium zu verbinden.

So vielfältig die Herausforderungen und Anforderungen der Automobilbranche sind, so vielfältig ist auch die Bandbreite der Ausbildungsberufe, die Audi jungen Frauen und Männern anbietet: vom Mechatroniker und Fertigungsmechaniker über den Modellbauer und die Fachkraft für Lagerlogistik bis hin zum Werkfeuerwehrmann.

In 22 Berufen bildet Audi die Fachkräfte von morgen aus. Audi ist auch in der Ausbildung international. Azubis können während eines dreimonatigen Auslandsaufenthalts zum Bei- spiel in Spanien, Ungarn oder Großbritannien arbeiten und dort wichtige Berufserfahrungen sammeln.

Der Anteil an weiblichen Auszubildenden steigt kontinuierlich – 2014 lag er bei rund 29 Prozent. Audi ist sehr daran interessiert, Mädchen und junge Frauen schon vor der Ausbildungs- oder Stu- dienfachwahl für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern – mit konkret auf den weiblichen Nachwuchs zu- geschnittenen Programmen oder Mentoring-Seminaren von Audi-Mitarbeiterinnen für Studentinnen.

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von Audi-Mitarbeiterinnen für Studentinnen. 34 Das neue Gebäude der Audi Akademie liegt zentral in der

Das neue Gebäude der Audi Akademie liegt zentral in der Stadtmitte Ingolstadts nahe dem Neuen Schloss.

Sehr erfolgreich sind jedes Jahr der „Girls’ Day“, das „For- scherinnen-Camp“ und das „Mädchen-für-Technik-Camp“. Für angehende Akademiker bietet Audi vielfältige Einstiegs- möglichkeiten: vom Vor- oder Grundpraktikum, das häufig vor Studienbeginn absolviert wird, über duale Studiengänge und Praktika bis hin zur Betreuung von Abschlussarbeiten oder Promotionen.

Das Thema Weiterbildung hat einen hohen Stellenwert bei Audi. Wissensvermittlung und Wissenstransfer sind wichtiger denn je, da die Komplexität der Anforderungen ständig steigt. Die Audi Akademie steht Mitarbeitern des Audi-Konzerns in allen Fragen der Kompetenzentwicklung und praxisnaher Aus- und Weiterbildung zuverlässig zur Seite. Das Themenspektrum reicht von Maßnahmen der Personalentwicklung und Trainings zu Persönlichkeit und Verhalten über technische Qualifizierungs- maßnahmen bis hin zu Sprachenausbildung.

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Erlebnis Audi – auch in Kultur und Sport

Mehr als nur ein Automobilhersteller:

Audi öffnet der Kreativität Tür und Tor – und unterstützt sportliche Höchstleis- tungen.

Seit über 50 Jahren fördert Audi Kultur. Die Audi Bläserphilhar- monie, ein Werkorchester, das aus der Initiative von Mitarbeitern entstand, war der Ausgangspunkt für das kulturelle Engagement von Audi. Unter dem Begriff Audi ArtExperience bündelt das Unternehmen heute ein vielfältiges Kulturprogramm, das von Kooperationen mit weltberühmten Kulturinstitutionen über eigene Veranstaltungen in der Region bis hin zu wertvollen Projekten für den Künstlernachwuchs reicht. Neben dem Enga- gement bei den Salzburger Festspielen oder den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sorgen die Audi Sommerkonzerte in der Region Ingolstadt oder die Audi Jugendchorakademie für wahre Kunst- und Kulturerlebnisse.

Der Audi Kunstraum in der Check-in-Lounge im Audi Forum bietet interessierten Besuchern und Kunden Einblicke in aktuelle Ausstellungen des Museums für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt.

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des Museums für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt. 36 Deutscher Eishockeymeister 2014: Der ERC Ingolstadt feiert

Deutscher Eishockeymeister 2014: Der ERC Ingolstadt feiert mit einem Cabrio-Corso seinen Erfolg.

Auf regionaler Ebene engagiert sich Audi auch als verlässlicher Förderer des Sports. Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Marke Partner des Eishockeyclubs ERC Ingolstadt.

Mit den Fußballern des FC Ingolstadt 04, die die Vier Ringe auf ihrer Brust tragen, verbindet Audi eine langjährige Partner- schaft: Die Heimspiele des Zweitligisten werden im Audi Sport- park ausgetragen. Besonderen Wert legt Audi beim FC Ingol- stadt 04 auf eine verstärkte Jugend- und Nachwuchsförderung, die durch die Audi Schanzer Fußballschule und das neue Nach- wuchsleistungszentrum bereits hervorragend umgesetzt wird.

Neben diesen beiden Vereinen und der langjährigen Partner- schaft mit der MTV Leichtathletikabteilung unterstützt Audi unterschiedlichste Sportveranstaltungen, die entweder als Bayerische Meisterschaft durchgeführt werden oder sehr viele Teilnehmer und Zuschauer aufweisen. Dieses sind beispielsweise der Halbmarathon Ingolstadt und der Triathlon Ingolstadt, die Reitertage Hagau, die Eisgala und die Nacht des Sports.

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Mitmachen ist Ehrensache: Audi unterstützt das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter in der Region, hier beim

Mitmachen ist Ehrensache: Audi unterstützt das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter in der Region, hier beim Freiwilligentag im Sommer 2014.

Starke Wurzeln – Audi ist in der Region engagiert

Audi baut in Ingolstadt nicht nur Automobile. Audi übernimmt auch Verantwortung in der Region.

Verantwortung zu leben, ist als Grundsatz fest in der Audi- Strategie verankert. Neben der Arbeit an CO 2 -neutraler Mobilität und Produktion engagiert sich Audi für die Gesellschaft – vor allem in den Bereichen Bildung, Technik und Katastrophenhilfe. Als größter Arbeitgeber in der Region Ingolstadt will Audi die Lebensqualität vor Ort steigern und arbeitet daher regelmäßig mit Vertretern der Stadt Ingolstadt, ortsansässigen Unter- nehmen, Verbänden, Bildungsstätten und sozialen Einrichtungen zusammen.

Helfen ist für Audi Ehrensache. In ihrer Freizeit sind viele Audianer ehrenamtlich tätig. Dieses Engagement will das Unter- nehmen mit der Initiative „Audi Ehrensache“ anerkennen und gleichzeitig weitere Beschäftigte ermutigen und unterstützen, sich für eine gute Sache einzusetzen. Bei den Audi Freiwilligen- tagen können Interessierte einen Tag lang ein Ehrenamt kennen-

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lernen – 460 Mitarbeiter haben sich 2014 in 54 gemeinnüt- zigen Projekten in der gesamten Region engagiert. Wer sich über die Freiwilligentage hinaus unterjährig engagieren möchte, kann über die Vermittlungsplattform „Audi Ehrensache online“ nach dem geeigneten Ehrenamt suchen. Dort melden sowohl Audi-Mitarbeiter als auch gemeinnützige Einrichtungen aus der Region ehrenamtliche Projekte, für die noch Helferinnen und Helfer benötigt werden. Interessierte können dann nach passenden Angeboten aus verschiedenen Bereichen wie Bildung und Betreuung, Handwerk, Rettung, Sport und Natur suchen oder sich mit Gleichgesinnten austauschen. Außerdem engagie- ren sich regelmäßig Abteilungen im Rahmen von Teameinsätzen in sozialen Einrichtungen.

Soziale Verantwortung für die Region übernehmen die Beschäf- tigten bei Audi auch mit der jährlichen Weihnachtsspende. Seit nunmehr 38 Jahren ruft der Betriebsrat die Belegschaft zur Weihnachtsspende auf. Rund 99 Prozent der Mitarbeiter folgten im Jahr 2014 dem Aufruf und spendeten gemeinsam mit dem Unternehmen insgesamt 910.000 Euro. Mit diesem Geld wurden 120 Projekte von karitativen und sozialen Einrichtungen in Ingol- stadt und den umliegenden Landkreisen unterstützt.

Zudem veranstaltet der Betriebsrat einen sozialen Weihnachts- markt am Audi Forum Ingolstadt, auf dem sich im jährlichen Wechsel regionale und internationale karitative Einrichtungen präsentieren. Im Rahmen der „Wunschbaum-Aktion“ können Audi-Mitarbeiter sozial benachteiligte Kinder beschenken:

2014 wurden am Standort Ingolstadt so 184 Wünsche erfüllt.

Geschenke für einen guten Zweck verkaufen soziale Einrichtungen aus der Region auf dem Weihnachtsmarkt am Audi Forum in Ingolstadt.

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Im September 2014 starteten die ersten Schüler an der öffentlichen Profilschule Ingolstadt, einem Modellprojekt des

Im September 2014 starteten die ersten Schüler an der öffentlichen Profilschule Ingolstadt, einem Modellprojekt des Freistaats Bayern, der Stadt Ingolstadt, der AUDI AG und der Roland Berger Stiftung.

Audi pflegt zu zahlreichen Hochschulen intensive Kontakte. Die Wissenschaftskooperationen schaffen ideale Voraussetzungen für innovative Lösungen. Die direkte Kommunikation beschleunigt den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. Derzeit arbeitet Audi weltweit mit 31 wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. 2014 wurde die TU Dresden in den Kooperationsver- bund aufgenommen; der German Graduate School of Manage- ment and Law (GGS) in Heilbronn stiftete die AUDI AG eine Professur für Operations Management und Prozessinnovation.

Auch die Förderung des Nachwuchses liegt Audi am Herzen: In den von Audi finanzierten Wissenschaftsprojekten forschen der- zeit mehr als 140 Doktoranden. Aber nicht nur die Forschung steht im Fokus der Wissenschaftskooperationen von Audi. Unter dem Motto „Universität zum Anfassen“ fördert Audi mit der Veranstaltungsreihe „Audi Kolloquium“ auch eine verständliche Wissensvermittlung für die interessierte Öffentlichkeit. Über 2.100 Besucher hörten sich die Fachvorträge im Jahr 2014 an.

Audi arbeitet zudem eng mit den Schulen der Region zusammen, um praxisnahes Lernen zu unterstützen. Das Unternehmen war von Anfang an als Partner im „Arbeitskreis Schule Wirtschaft“ dabei und gestaltet dieses Netzwerk aktiv mit. Experten von Audi organisieren Tagungen und Seminare für Lehrer und Schüler und bieten Werkführungen und Praktika an. Darüber hinaus unterstützt Audi arbeitswillige Jugendliche ohne Ausbildungs- platz mit Programmen zur Einstiegsqualifizierung dabei, ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Audi ist auch Gründungs- mitglied des Fördervereins der Swiss International School in

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Ingolstadt, die mehrsprachigen Unterricht vom Kindergarten bis zum Abitur anbietet und eine international anerkannte Ausbil- dung ermöglicht. Seit dem Schuljahr 2014/2015 fördert Audi zudem die deutschlandweit erste öffentliche Profilschule in Ingolstadt. Dieses Modellprojekt will engagierten und begabten Kindern und Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen den Weg zum Abitur erleichtern.

Die Region Ingolstadt soll stärkster Wirtschaftsstandort Deutschlands werden. Dieses Ziel schreibt sich die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e. V. (IRMA) auf die Fahnen. Audi ist einer der Begründer der Initiative, die aus Unternehmen, der Stadt Ingolstadt, den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen sowie aus einigen Kommunen besteht. Sie alle haben eines im Sinn: Gemeinsam wollen sie die Region „IngolStadtLandPlus“ weiter voranbringen:

als Wirtschaftsstandort, als Lebensraum, als Heimat.

Seit 2012 kooperiert die AUDI AG mit der Ingolstädter Ver- kehrsgesellschaft GmbH (INVG), die den Busverkehr in der Region weiter ausbaut. So wurden neue Linien geschaffen, die Abfahrtzeiten der Busse an die Bedürfnisse der Audi-Mitarbei- ter angepasst und neue Haltestellen eingerichtet. Von diesen Neuerungen profitieren nicht nur Audi-Beschäftigte, sondern alle Anwohner der Region. Für Audi-Mitarbeiter gibt es zudem ein ermäßigtes Job-Ticket, von dem seit 2012 über 6.500 ver- kauft wurden. Das Unternehmen baut das Mobilitätsangebot für Mitarbeiter kontinuierlich weiter aus: Für ihren Weg zur Arbeit erhalten sie seit 2014 einen Rabatt auf das Job-Ticket der Deut- schen Bahn. Auch diese Maßnahme trägt dazu bei, Verkehr und Umwelt am Standort weiter zu entlasten.

Nächster Stopp Audi-Werk Ingolstadt: Die öffentlichen Busse halten nun auch auf dem Werkgelände.

weiter zu entlasten. Nächster Stopp Audi-Werk Ingolstadt: Die öffentlichen Busse halten nun auch auf dem Werkgelände.

Weltweiter Vorsprung durch Technik – die Audi-Produktions- standorte

Deutschland

1. Audi in Ingolstadt

6. Audi in Bratislava

Standort:

VOLKSWAGEN SLOVAKIA in Bratislava, Slowakei

Produktionsstart:

2005

Mitarbeiter:

2.200 (Stand: 31. Dezember 2014)

Modell:

Audi Q7

Produktion (2014):

60.021 Automobile

7. Audi in Kaluga

Standort:

Volkswagen AG, Werk Kaluga, Russland

Produktionsstart:

2013

Modelle:

Audi A6, Audi A8 L

Asien

Grundfläche: Mitarbeiter: 2.737.500 m² 40.027 (Stand: 31. Dezember 2014) Audi A3, Audi A3 Sportback, Audi
Grundfläche:
Mitarbeiter:
2.737.500 m²
40.027 (Stand: 31. Dezember 2014)
Audi A3, Audi A3 Sportback, Audi Sportback e-tron, Audi Sportback
g-tron, Audi S3, Audi S3 Sportback, Audi RS 3, Audi A4, Audi A4 Avant,
Audi S4, Audi S4 Avant, Audi A4 allroad quattro, Audi RS 4 Avant,
Audi A5 Sportback, Audi A5 Coupé, Audi S5 Sportback, Audi S5 Coupé,
Audi RS 5 Coupé, Audi Q5, Audi Q5 hybrid quattro, Audi SQ5 TDI
572.022 Automobile
8. Audi in Changchun
Modelle:
Standort:
FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd. in Changchun, China
Produktionsstart:
1988
Modelle:
Produktion (2014):
Audi A4 L, Audi A6 L, Audi Q3, Audi Q5
483.100 Automobile
Produktion (2014):
9.
Audi in Foshan
2.
Audi in Neckarsulm
Standort:
FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd. in Foshan, China
Produktionsstart:
2013
Grundfläche:
Mitarbeiter:
ca. 1,25 Mio. m 2 (inkl. Audi Böllinger Höfe)
15.900 (Stand: 31. Dezember 2014)
Audi A4 Limousine, Audi A5 Cabriolet, Audi S5 Cabriolet, Audi RS 5
Cabriolet, Audi A6 Limousine, Audi A6 hybrid, Audi A6 Avant, Audi S6,
Audi A6 allroad quattro, Audi RS 6 Avant, Audi A7, Audi S7, Audi RS 7,
Audi A8, Audi A8 L, Audi A8 hybrid, Audi S8*, Audi R8, Audi R8 Spyder,
Audi R8 LMX
273.168 Automobile (inkl. CKD)
Modelle:
Produktion (2014):
Audi A3 Sportback, Audi A3 Limousine
46.000 Automobile
Modelle:
10.
Audi in Aurangabad
Standort:
Škoda Auto India Private Limited (SAIPL)
in Aurangabad, Indien
7
Produktion (2014):
Produktionsstart:
2007
4
2
Modelle:
1
6 3
Produktion (2014):
Audi A3 Limousine, Audi A4, Audi A6, Audi Q3, Audi Q5, Audi Q7
10.248 Automobile
Europa
8
5
11.
Audi in Jakarta
3.
Audi in Győr
Standort:
INDOMOBIL/Garuda Mataram Motors in Jakarta, Indonesien
Produktionsstart:
2011
Standort:
Grundfläche:
AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. in Győr, Ungarn
5.167.366 m 2
11.274 (Stand: 31. Dezember 2014)
Audi TT Coupé, Audi TT Roadster, Audi A3 Limousine,
Modelle:
Produktion (2014):
Audi A4, Audi A6
126 Automobile
Mitarbeiter:
9
Modelle:
12
Produktion (2014):
Audi A3 Cabriolet
1.973.734 Motoren, 135.232 Automobile
10
Nordamerika
4.
Audi in Brüssel
12.
Audi in Mexiko
Standort:
Standort:
Audi México S.A. de C.V. in San José Chiapa, Mexiko
Grundfläche:
AUDI BRUSSELS S.A./N.V. in Brüssel, Belgien
540.000 m 2
2.528 (Stand: 31. Dezember 2014)
Audi A1, Audi A1 Sportback, Audi S1, Audi S1 Sportback
115.378 Automobile
Produktionsstart:
2016
Mitarbeiter:
Mitarbeiter:
Modelle:
Modelle:
1.200 (Stand: 31. Dezember 2014)
Audi Q5 (neue Generation)
Produktion (2014):
11
5.
Audi in Martorell
Südamerika
Standort:
SEAT in Martorell, Spanien
Produktionsstart:
2011
13.
Audi in Brasilien
Mitarbeiter:
2.400 (Stand: 31. Dezember 2014)
Modell:
Audi Q3
13
Standort:
Curitiba, Brasilien
Produktion (2014):
112.815 Automobile
Produktionsstart:
2015
Modelle:
Audi A3 Limousine (ab 2015), Audi Q3 (ab 2016)
42
43

44

45

Energieeffizienz in allen Modellen – die Verbrauchs- und Emissionswerte im Überblick

Modell:

Kraftstoffverbrauch

CO 2 -Emission kombiniert:

kombiniert:

A3

8,3–1,5 l /100 km

194–35 g/km

A3 Sportback

7,0–3,3 l /100 km

162–88 g/km

S3

7,1–6,9 l /100 km

165–159 g/km

S3 Sportback

8,3–1,5 l /100 km

194–35 g/km

RS 3 Sportback

8,3–8,1 l /100 km

194–189 g/km

A3 Sportback

 

e-tron

1,5 l /100 km

35 g/km

A3 Sportback

 

g-tron

5,2–5,0 l /100 km

120–115 g/km

A4

10,7–4,0 l /100 km

249–104 g/km

A4 Avant

10,7–4,2 l /100 km

249–109 g/km

A4 allroad quattro

7,1–5,4 l /100 km

164–139 g/km

S4

7,8–7,7 l /100 km

180–178 g/km

S4 Avant

7,5 l /100 km

174 g/km

3.0

TFSI quattro

 

RS 4 Avant

10,7 l /100 km

249 g/km

4.2

FSI quattro

 

A5

10,7–4,2 l /100 km

249–109 g/km

A5 Sportback

7,7–4,2 l /100 km

179–109 g/km

A5 Coupé

10,5–4,2 l /100 km

246–109 g/km

S5 Sportback

7,7 l /100 km

179 g/km

3.0

TFSI quattro

 

46

l /100 km 179 g/km 3.0 TFSI quattro   46 Der Audi A3 Sportback e-tron an

Der Audi A3 Sportback e-tron an der Ladesäule am Audi Forum in Ingolstadt.

Modell:

Kraftstoffverbrauch

CO 2 -Emission kombiniert:

kombiniert:

S5 Coupé

7,7 l /100 km

178 g/km

3.0

TFSI quattro

 

RS 5 Coupé

10,5 l /100 km

246 g/km

4.2

FSI quattro

 

Q5

8,5–4,9 l /100 km

199–129 g/km

Q5 hybrid quattro

6,9 l /100 km

159 g/km

SQ5

6,8 l /100 km

179 g/km

3.0

TDI quattro

 

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AUDI AG Kommunikation Standorte I/GP-U2 85045 Ingolstadt www.audi.de Stand: März 2015 Printed in Germany 48

AUDI AG Kommunikation Standorte

I/GP-U2

85045 Ingolstadt www.audi.de Stand: März 2015

Printed in Germany
48