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Basiswissen Verbrennungsmotor: Aufgaben

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21

Aufgaben

Änderungsdokumentation:

Datum

Änderung

2008-02-11

komplett überarbeitet

2008-09-26

Hinweise zu Musterlösungen

2012-09-07

neu: 1.3 und 12.2

2013-02-18

neu:

Inhalt

21

Aufgaben

1

Tabellen mit wichtigen Daten von Motoren

2

Kennfeld des Ottomotors der A-Klasse

4

Kennfeld des Dieselmotors der A-Klasse

4

1

Überblick

5

2

Kraftstoffe

5

3

Thermodynamik

6

4

Kenngrößen

7

6

Kräfte und Momente

17

7

Konstruktionselemente

17

8

Ladungswechsel

17

12

Aufladung

18

Hinweise zu den Übungsaufgaben

Bitte verwenden Sie für die Lösung der Übungsaufgaben die Formelsammlung und die Tabellen mit wichtigen Daten aktueller Motoren auf den folgenden Seiten.

Bei manchen Aufgaben müssen Sie unbekannte Größen (z.B. Luftverhältnis λ, Luftaufwand λ a ,

Verdichtungsverhältnis ε, Kraftstoffverbrauch b e im Wirkungsgradoptimum, Umgebungsbedingungen) sinnvoll abschätzen. Bitte begründen Sie in solchen Fällen Ihre Entscheidung. Sie sollten Werte aber nur abschätzen, wenn Sie sie nicht aus der Formelsammlung oder aus den Motortabellen entnehmen können.

Am Ende der Aufgabenstellung finden Sie jeweils einen Hinweis darauf, ob die Aufgabe zu Vorlesung „Einführung in die Kfz-Technik“ (EKFZ) oder zur Vorlesung „Verbrennungsmotoren“ (VM) gehört, sowie einen Hinweis auf den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe.

Hinweise und Tipps zu den Lösungen finden Sie für einige der Aufgaben auf der Homepage des Labors für Verbrennungsmotoren. Bei den Aufgaben ist auch angegeben, in welchem Abschnitt des Buches „Verbrennungsmotorische Berechnungen“ die für die Lösung benötigten Gleichungen hergeleitet werden (z. B. Tipps: VB 4.8).

2013-02-27

hergeleitet werden (z. B. Tipps: VB 4.8). 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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Tabellen mit wichtigen Daten von Motoren

 

1,8-l-Ottomotor

TDI-Dieselmotor von Audi (2004)

CDI-Dieselmotor 320 von Mercedes (2004)

von Opel (2005)

Arbeitsverfahren

4-Takt-Otto

4-Takt-Diesel

4-Takt-Diesel

   

3

 

3

 

3

Hubvolumen

1796 cm

2967 cm

2987 cm

Zylinderabstand

86 mm

90

mm

106

mm

Bohrung

80,5 mm

83

mm

83

mm

Hub

88,2 mm

91,4 mm

92

mm

Hub-Bohrung-Verhältnis

 

1,1

 

1,10

 

1,11

Zylinderanordnung

 

R4

V6 (90°)

V6 (72°)

Pleuellänge

129,75 mm

   

Schubstangenverhältnis

0,340

   

Zahl der Ventile

 

2 EV, 2 AV

2 EV, 2 AV

Ventil-Durchmesser

EV: 31,2 mm AV: 27,5 mm

   

Ventil-Hub

EV: 9,0 mm AV: 8,5 mm

   

Verdichtungsverhältnis

 

10,5

 

17

 

18

max. Drehmoment

175

Nm

510

Nm

510

Nm

max. eff. Mitteldruck

12,25 bar

   

bei einer Drehzahl von

3800/min

1400/min

1600…2800/min

Nennleistung

103

kW

165

kW

165

kW

bei einer Drehzahl von

6300/min

4000/min

3800/min

Verbrennungshöchstdruck

   

180

bar

Verbrauch bei 2000/min und p e = 2 bar

364 g/kWh

   

Motormasse

118 kg

220 kg

208 kg

Leistungsgewicht

 

1,33 kg/kW

1,26 kg/kW

Abgasklasse

 

Euro 4

Euro 4

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kg/kW Abgasklasse   Euro 4 Euro 4 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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2-l-Ottomotor der A-Klasse A 200 (2004)

2-l-Dieselmotor der A-Klasse A 200 CDI (2004)

Arbeitsverfahren

4-Takt-Otto

4-Takt-Diesel

Hubvolumen

 

3

 

3

2034 cm

1991 cm

Zylinderabstand

 

90

mm

Bohrung

83

mm

83

mm

Hub

94

mm

92

mm

Hub-Bohrung-Verhältnis

   

1,11

Zylinderanordnung

 

R4

 

R4

Pleuellänge

 

147,85 mm

Ventil-Durchmesser

 

EV: 28,5 mm; AV: 25,4 mm

Ventil-Hub

 

EV: 8,5 mm; AV: 8,5 mm

Verdichtungsverhältnis

   

18

max. Drehmoment

185

Nm

300

Nm

max. eff. Mitteldruck

11,43 bar

 

bei einer Drehzahl von

3500/min … 4000/min

1600/min … 3000/min

Nennleistung

100

kW

103

kW

bei einer Drehzahl von

5500/min

4200/min

Bestverbrauch

230 g/kWh

202 g/kWh

Motormasse

 

105 kg

 

Leistungsgewicht

1,05 kg/kW

 
 

Schiffsmotor von MTU 12V 2000 M91 (2000)

Schiffsmotor von MTU 10V 2000 M93 (2004)

Arbeitsverfahren

4-Takt-Diesel

4-Takt-Diesel

Hubvolumen

23,88 dm 3

22,30 dm 3

Zylinderhubvolumen

1,99 dm 3

2,23 dm 3

Zylinderanordnung

V12

V10

Zahl der Ventile

2 EV, 2 AV

2 EV, 2 AV

Aufladung

2 ATL mit LLK

2 ATL mit LLK

max. absoluter Ladedruck

 

4,0 bar

Nennleistung

1119 kW

1120 kW

bei einer Drehzahl von

2300/min

2450/min

Einspritzsystem

Pumpe – Leitung - Düse

Common-Rail (max. 1800 bar)

Motormasse

2660 kg

2210 kg

Leistungsgewicht

2,38 kg/kW

1,97 kg/kW

2013-02-27

Leistungsgewicht 2,38 kg/kW 1,97 kg/kW 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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Kennfeld des Ottomotors der A-Klasse

Seite 4 von 18 Kennfeld des Ottomotors der A-Klasse Kennfeld des Dieselmotors der A-Klasse 2013-02-27 HTWG

Kennfeld des Dieselmotors der A-Klasse

der A-Klasse Kennfeld des Dieselmotors der A-Klasse 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner

2013-02-27

A-Klasse Kennfeld des Dieselmotors der A-Klasse 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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1

1.1

Überblick

Der Kurbeltrieb des 1,8-l-Ottomotors von Opel soll bei Nennleistung untersucht

werden. (Tipps: VB 5.1)

Berechnen Sie die Kolbengeschwindigkeit und die Kolbenbeschleunigung, wenn sich der Kolben in der Stellung 30°KW vor dem OT befindet.

2

(EKFZ – leicht: 18,83 m/s; 19885 m/s )

Berechnen Sie die entsprechenden Werte zu dem Zeitpunkt, an dem sich der Kolben 20 mm unterhalb des oberen Totpunktes befindet.

(EKFZ – mittel: 27,10 m/s; 11301 m/s 2 )

Berechnen Sie weiterhin die maximale Kolbengeschwindigkeit, die während einer Kurbelwellenumdrehung auftritt, und vergleichen Sie sie mit der mittleren Kolbengeschwindigkeit.

(EKFZ – mittel: 30,59 m/s; 18,5 m/s; 1,65)

Berechnen Sie den maximalen prozentualen Fehler, der bei Verwendung der Näherungsformel für den Kurbelweg entsteht.

1.2

1.3

2

2.1

2.2

2.3

(EKFZ – mittel: 0,500 %)

Manche Autoren behaupten, dass die größte Kolbengeschwindigkeit dann auftritt, wenn Pleuelstange und Kurbelkröpfung einen rechten Winkel bilden. Stimmt das?

(VM - mittel)

Erklären Sie mit Hilfe des Zündabstandes, warum Sternmotoren immer eine ungerade Anzahl von Zylindern haben.

(EKFZ – schwer)

Kraftstoffe

Kontrollieren Sie den in der Formelsammlung gegebenen Wert für die Mindestluftmenge L min bei Ottokraftstoff. (Tipps: VB 2.4)

(EKFZ – leicht: 14,38)

Bestimmen Sie die Zusammensetzung C x H y eines Diesel-Modellkraftstoffes mit einer Molmasse von 190 kg/kmol. (Tipps: VB 2.4)

(EKFZ – mittel: 13,6; 26,6)

BMW gibt den Kraftstoffverbrauch seines 6-Zylinder-Ottomotors im M3 CSL mit 11,9 l/100 km an. Gleichzeitig behauptet BMW, dass die CO 2 -Emission des Motors 287 g/km betrage. Kontrollieren Sie diesen CO 2 -Wert. (Tipps: VB 2.2)

(EKFZ – mittel (Klausur): 278,6 g/km)

2013-02-27

VB 2.2) (EKFZ – mittel (Klausur): 278,6 g/km ) 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner

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2.4 Die Verwaltung einer deutschen Großstadt überlegt sich, ob Sie die städtischen Busse auf den Betrieb mit Wasserstoff statt Diesel umrüsten sollen. Die Befürworter freuen sich über die Tatsache, dass Wasserstoffmotoren kein CO 2 emittieren und somit die Umwelt entlastet wird. Die Gegner des Projektes befürchten, dass sich im Winter folgendes Problem ergeben könnte:

Wasserstoffmotoren emittieren Wasser als Reaktionsprodukt der Verbrennung. Dieses Wasser könnte im Winter kondensieren und einen Eisfilm auf der Straße bilden, der dann zu unerwarteter Straßenglätte führen könnte. Führen Sie einige überschlägige Berechnungen durch und versuchen Sie abzuschätzen, ob das geschilderte Problem wirklich auftreten kann. (Tipps: VB 2.6)

(VM – schwer)

3

Thermodynamik

3.1 Berechnen Sie den thermischen Wirkungsgrad (Gleichraumprozess) des 1,8-l- Ottomotors von Opel bei Nennleistung. (Tipps: VB 4.1)

(EKFZ – leicht: 0,6096)

3.2 Berechnen Sie den Gleichraum-Wirkungsgrad eines typischen Ottomotors. (Tipps:

VB 4.1) (EKFZ – mittel: 0,62)

3.3 Berechnen Sie den Gleichdruck-Wirkungsgrad eines typischen Dieselmotors.

(Tipps: VB 4.2) (EKFZ – schwer: 0,60)

3.4 Wie groß ist der thermische Wirkungsgrad eines Dieselmotors, wenn folgende Daten gegeben sind:

Verdichtungsverhältnis

Ansaugdruck

Ansaugtemperatur

Verbrennungshöchstdruck

Luftverhältnis

ε

= 20

p

= 0,9 bar

t

= 60°C

p max

= 80 bar

λ

= 1,28

Verwenden Sie als Idealprozess den Gleichdruckprozess und den Seiligerprozess.

(Tipps: VB 4.2) (EKFZ – schwer: 0,6039; 0,6394)

3.5 Erstellen Sie eine Excel-Tabelle, mit der man den Seiliger-Prozess im p,V- Diagramm für verschiedene Eingabegrößen darstellen kann. (Tipps: VB 4.4)

(VM – schwer)

3.6 Erklären Sie, warum die Wirkungsgradlinie des Gleichdruckprozesses bei kleinen Verdichtungsverhältnissen endet und nicht bis zur waagerechten Achse verläuft.

(Tipps: VB 4.5) (VM – schwer)

2013-02-27

Achse verläuft. (Tipps: VB 4.5) (VM – schwer) 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor

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4

Kenngrößen

4.1

Berechnen Sie in einer Tabelle den effektiven Wirkungsgrad des Audi-TDI-Motors, wenn der spezifische effektive Kraftstoffverbrauch b e -Werte von 180 g/kWh, 200

g/kWh,

320 g/kWh, 340 g/kWh annimmt. (Tipps: VB 3.2)

(EKFZ – leicht: 0.467 … 0,247)

4.2

Berechnen Sie für den Mercedes-CDI-Motor

 

- die Hubraumleistung bei Nennleistung und

- den effektiven Mitteldruck sowie den effektiven Wirkungsgrad im Punkt des maximalen Drehmomentes.

Gehen Sie dabei davon aus, dass der spez. eff. Kraftstoffverbrauch dort 200 g/kWh beträgt. (Tipps: VB 3.2)

(EKFZ – leicht: 55,24 kW/l; 21,46 bar; 0,421)

4.3

An einem 4-Zylinder-Viertakt-Otto-Motor (V H = 1,76 dm 3 , ε = 10,2) wurden auf dem Prüfstand folgende Daten ermittelt:

Drehzahl

n

= 5500/min

Bremskraft

F B

= 127,8 N

Hebelarm der Bremse

x

= 1 m

= 20,8 kg/h

stündl. Kraftstoffverbrauch

m

B

Bei einer Zylinderdruckindizierung ergab sich eine indizierte Arbeit von W i = 506 J. Berechnen Sie die effektive Leistung P e , den effektiven Mitteldruck p e , den spez.

effektiven Kraftstoffverbrauch b e , den mechanischen Wirkungsgrad η m , die

Reibleistung P r , den inneren Wirkungsgrad η i und den Gütegrad. (Verwenden Sie als Idealprozess den Gleichraumprozess.) (Tipps: VB 4.6)

(EKFZ – mittel: 73,6 kW; 9,12 bar; 282,6 g/kWh; 0,793; 19,16 kW; 0,382; 0,632)

4.4

An einem Viertakt-Saugdiesel-Motor (V H = 1,9 dm 3 ) wurden auf einem Prüfstand

folgende Daten in einem Betriebspunkt ermittelt:

Drehzahl

Drehmoment

stündl. Kraftstoffverbrauch stündl. Luftbedarf Umgebungsdruck

Umgebungstemperatur

2013-02-27

n

M D

= 3230/min = 67,1 Nm

6,65 kg/h

= 192 kg/h = 1 bar

= 30°C

m

B

=

=

m

p u

L

t u

= 192 kg/h = 1 bar = 30°C  m B =  m p u

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Berechnen Sie den Luftaufwand λ a , das Luftverhältnis λ, die Motorleistung P e , den

eff. Mitteldruck p e , den spez. effektiven Kraftstoffverbrauch b e und den effektiven

Wirkungsgrad η e .

(EKFZ – mittel: 0,907; 1,978; 22,70 kW; 4,44 bar; 293 g/kWh; 0,287)

4.5 In der Turbo-Ära der Formel 1 Anfang der 80er Jahre war einer der erfolgreichsten Motoren der Porsche TAG-Motor. Die wichtigsten Kenndaten des 4-Takt-Motors waren:

V H

p Lade, absolut

P e,max

= 1,5 l = 3,5 bar = 625 kW bei n = 11000/min

z = 6

Berechnen Sie für diesen Punkt der max. effektiven Leistung den effektiven Mitteldruck. Wie beurteilen Sie diesen Zahlenwert im Vergleich zu „normalen“ PKW-Motoren?

(EKFZ – leicht)

Als Rennmotor hat der Porsche-Motor ein Hub-Bohrungs-Verhältnis von 0,577. Wie beurteilen Sie diesen Zahlenwert?

(EKFZ – mittel)

Berechnen Sie Hub und Bohrung des TAG-Motors.

(EKFZ – mittel)

Schätzen Sie den effektiven spezifischen Kraftstoffverbrauch des Motors bei max. Leistung ab. Wählen Sie hierfür einen geeigneten λ –Wert.

a

(EKFZ – schwer (Klausur))

(45,45 bar; 47,3 mm; 82,0 mm; 1; 192,8 g/kWh)

4.6 DAF hat für die Super-Race-Truck-Klasse einen 4-Takt-Dieselmotor mit einer Leistung von 1103 kW entwickelt. (Damit kann der Race-Truck übrigens innerhalb von 6,5 Sekunden von 60 km/h auf 160 km/h beschleunigen.) In einer Veröffentlichung in der MTZ (November 2000) werden folgende Zahlen genannt:

P e

V H

t

lade

= 1103 kW = 12 l = 45°C

p

p

p

e

lade,abs

Zyl,max,abs

= 52 bar = 5 bar = 310 bar

λ = 1 (DAF gibt wirklich einen λ-Wert von eins für den Dieselmotor an.)

Berechnen Sie die zu diesen Motordaten passende Motordrehzahl.

(EKFZ – leicht)

Schätzen Sie einen Zahlwert für den Luftaufwand λ a und berechen

Sie damit den effektiven Wirkungsgrad η e sowie den effektiven

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Wirkungsgrad η e sowie den effektiven 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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spezifischen Kraftstoffverbrauch b e .

(EKFZ – mittel)

Berechnen Sie das Verdichtungsverhältnis ε unter der Annahme, dass der maximale Druck im Zylinder p Zyl,max um 10% größer ist als

der Kompressionsenddruck, der am Ende der Kompressionsphase erreicht wird.

(VM – mittel (Klausur))

(2121/min; 1; 0,324; 259,7 g/kWh; 17,8)

4.7 Das folgende Bild zeigt das Kennfeld des effektiven spezifischen Kraftstoff- verbrauchs (in g/kWh) des unaufgeladenen Ford-Duratorq-Motors (4-Takt-Motor, Motorhubvolumen V H = 2,4 l) :

(4-Takt-Motor, Motorhubvolumen V H = 2,4 l) : • Geben Sie an, ob es sich um

Geben Sie an, ob es sich um das Kennfeld eines Otto- oder eines Dieselmotors handelt, und begründen Sie Ihre Entscheidung.

(EKFZ – mittel)

Berechnen Sie die Motorleistung in den Kennfeldpunkten A (eff. Mitteldruck = 1050 kN/m 2 ) und B (825 kN/m 2 ).

(EKFZ – leicht: 63 kW; 66 kW)

Lesen Sie aus dem Kennfeld den minimalen effektiven spez. Kraftstoffverbrauch ab und berechnen Sie daraus den maximalen effektiven Wirkungsgrad.

(EKFZ – mittel: 205 g/kWh; 0,410)

2013-02-27

(EKFZ – mittel: 205 g/kWh; 0,410 ) 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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4.8 Merker gibt in seinem Lehrbuch folgendes Kennfeld für einen Verbrennungsmotor an. Klären Sie, ob es sich hierbei um einen Otto- oder um einen Dieselmotor handelt und ob es ein Saugmotor sein kann.

(EKFZ – mittel)

handelt und ob es ein Saugmotor sein kann. (EKFZ – mittel) 4.9 Der Fiat Multipla ist

4.9 Der Fiat Multipla ist auch als Erdgasfahrzeug lieferbar. Hierbei besitzt der Multipla vier Erdgasflaschen mit einem Volumen von jeweils 54 Liter, in denen sich Erdgas bei einem maximalen Druck von 200 bar befindet. Berechnen Sie, welcher Tankfüllung mit Ottokraftstoff diese Energiemenge

entspricht. (Tipps: VB 2.7)

(EKFZ – schwer (Klausur): 43,4 l)

4.10 Das stärkste Serienmotorrad der Welt, die Münch Mammut 2000, wird mit einem aufgeladenen 4-Takt-4-Zylinder-Ottomotor ausgeliefert. Münch gibt die Motorleistung mit 191 kW bei einer Drehzahl von 5650/min an.

Berechnen Sie in diesem Leistungspunkt den effektiven Mitteldruck, wenn das

beträgt.

Berechnen Sie weiterhin, wie lange man das Motorrad bei maximaler Leistung betreiben könnte, wenn der Volllastkraftstoffverbrauch auf 250 g/kWh geschätzt wird und der Tankinhalt 26,5 l beträgt.

3

Motorhubvolumen V H = 2000 cm

2013-02-27

l beträgt. 3 Motorhubvolumen V H = 2000 cm 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner

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Berechnen Sie den effektiven Wirkungsgrad des Motors bei Volllast unter Verwendung des oben genannten Kraftstoffverbrauchs.

Berechnen Sie den Wirkungsgrad des Vergleichsprozesses (Gleichraumprozess), wenn das Verdichtungsverhältnis des Motors zu ε = 10 geschätzt wird, und vergleichen Sie den Zahlenwert mit dem zuvor berechneten effektiven Wirkungsgrad.

(EKFZ – mittel (Klausur): 20,28 bar; 25,31 min; 0,3428; 0,6019; 0,5696)

4.11 Schätzen Sie den maximalen Mitteldruck, den man mit einem modernen Saug- Ottomotor und mit einem modernen Saug-Dieselmotor erreichen kann. (Tipps: VB

3.8)

(EKFZ – mittel: 11 bar; 10 bar)

4.12 Das folgende Kennfeld zeigt den effektiven spezifischen Kraftstoffverbrauch eines 4-Takt-TDI-Dieselmotors mit einem Gesamthubvolumen von 0,9 dm 3 :

mit einem Gesamthubvolumen von 0,9 dm 3 : Ein Pkw wird von diesem Dieselmotor angetrieben und

Ein Pkw wird von diesem Dieselmotor angetrieben und benötigt für eine konstante Geschwindigkeit von 60 km/h eine Motorleistung von 10 kW. Je nach eingelegtem Getriebegang kann diese Geschwindigkeit bei hoher Drehzahl (niedriger Gang) oder niedriger Drehzahl (hoher Gang) gefahren werden.

Geben Sie an, wie viel Liter Diesel-Kraftstoff der Autofahrer pro 100 km sparen kann, wenn er den Motor bei einer Drehzahl von 2000/min statt 5000/min betreibt.

(Tipps: VB 6.4) (EKFZ – mittel (Klausur): 3,57 l/100 km)

4.13 Ein 4-Takt-Ottomotor mit vier Zylindern und 3-Wege-Katalysator (λ = 1) wird bei Umgebungsbedingungen (p U = 1 bar, t U = 20°C) betrieben. Vom Motor sind folgende Daten bekannt:

Hub-Bohrung-Verhältnis

Motorhubvolumen

2013-02-27

s/D

V H

= 0,913 = 2,5 l

Motorhubvolumen 2013-02-27 s/D V H = 0,913 = 2,5 l HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner

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In einem Betriebspunkt werden folgende Werte gemessen:

Motordrehmoment Motordrehzahl stündlicher Kraftstoffverbrauch innere Arbeit eines Zylinders

M d

n

m

B

W i,Zyl

= 202,3 Nm = 6750/min

=

=

38,6 kg/h

794 J

Berechnen Sie folgende Motorkennwerte:

• effektive Motorleistung

• Kolbenhub s und Zylinderbohrung D

• spezifischer effektiver Kraftstoffverbrauch

• Luftaufwand λ

• Reibleistung

a

Während der Motor in dem oben berechneten Betriebspunkt läuft, fällt eine Zündkerze aus. Die Motorelektronik reagiert zunächst nicht und spritzt die gleiche Kraftstoffmenge wie zuvor ein. Berechnen Sie so genau, wie es mit den gegebenen Daten möglich ist, welche effektive Leistung der Motor abgibt. (Die Antwort „¾ der ursprünglichen Leistung“ ist nicht genau genug. Bitte rechnen Sie

genauer.) (Tipps: VB 4.9)

(EKFZ – schwer (Klausur): 143 kW; 87,2 mm; 95,5 mm;269,9 g/kWh; 0,994; 35,65 kW; 68,77 %)

4.14 An einem 6-Zylinder-Zweitakt-Diesel-Motor (V H = 1227 dm 3 ) wurde bei n = 225/min und Volllast ein Kraftstoffverbrauch von 864 kg/h gemessen, was einem spezifischen effektiven Kraftstoffverbrauch b e = 217 g/kWh entspricht. Bei der gleichen Drehzahl und verschiedenen Teillasten wurden folgende Kraftstoffverbräuche gemessen:

p e / bar

2,16

4,32

6,48

m_pkt_B / (kg/h)

261

440

619

Berechnen Sie für Volllast die effektive Leistung P e , den eff. Mitteldruck p e , den indizierten Mitteldruck p i und den Reibmitteldruck p r , wenn der mechanische Wirkungsgrad η m auf einen Wert von 92% geschätzt wird.

(VM – leicht): 3981 kW, 8,65 bar, 9,41 bar, 0,75 bar

Schätzen Sie den stündlichen Kraftstoffverbrauch bei Leerlauf in der max. Drehzahl (n = 225/min) ab. (Tipps: VB 6.1)

(VM – mittel): ca. 82 kg/h

3

Der Motor wird in ein Schiff eingebaut und dort auf der Propellerkurve (P e n ) belastet. Welche max. Drehzahl stellt sich ein, wenn die Einspritzleitung eines

2013-02-27

stellt sich ein, wenn die Einspritzleitung eines 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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Basiswissen Verbrennungsmotor: Aufgaben

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Zylinders gebrochen ist und im dazu gehörenden Zylinder keine Verbrennung mehr stattfindet? Dabei soll vorausgesetzt werden, dass die indizierte Leistung der restlichen Zylinder und die Reibleistung des Motors konstant bleiben. Welche Nutzleistung wird dann an die Schiffsschraube abgegeben?

(VM – schwer): 210/min, 3260 kW

4.15 Wenn man die Verbrauchskennfelder realer Motoren genau anschaut, so kann man erkennen, dass im Allgemeinen die Linien konstanten spezifischen effektiven Verbrauchs (be) im Leerlaufbereich (pe sehr klein) mit einer kleinen positiven Steigung verlaufen. (be wird mit zunehmender Drehzahl größer.) Versuchen Sie, dieses Verhalten thermodynamisch zu erklären.

(VM – schwer)

4.16 Versuchen Sie thermodynamisch zu berechnen, wie groß der Kraftstoffverbrauch

m

B

(in kg/h) eines 2-Liter-Ottomotors im Leerlauf bei n = 1000/min mindestens ist.

Schätzen Sie dazu die Ladungswechselarbeit und die Reibungsverluste und

stellen Sie eine Gleichung zur Berechnung von

dieser Gleichung, warum ein großer Pkw-Ottomotor (z.B. ein 6-Liter-Ottomotor)

einen deutlich größeren Kraftstoffverbrauch im Leerlauf hat.

(VM – schwer)

m

B

auf. Begründen Sie dann mit

ca. 0,4 l/h

4.17 BMW hat in der MTZ 12/2004 das folgende Verbrauchskennfeld des 6-Zylinder- Reihenottomotors veröffentlicht. Im Bestpunkt beträgt der spez. eff. Kraftstoffverbrauch 240 g/kWh. Bei den anderen Linien konstanten Kraftstoff- verbrauchs hat BMW die Zahlenwerte weggelassen. (Die blauen Balken geben die Verbrauchsverbesserung gegenüber dem Vorgängermodell an und können vernachlässigt werden.) Zeigen Sie ohne Rechnung durch eine kurze Überlegung, dass Sie trotzdem in der Lage sind, die Verbrauchslinien zu beschriften, und bestimmen Sie den Volllastverbrauch bei n = 6000/min. (Tipps: VB 4.12)

(VM – schwer)

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p s : V B 4 . 1 2 ) (VM – schwer) 2013-02-27 HTWG Konstanz

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Basiswissen Verbrennungsmotor: Aufgaben Seite 14 von 18 4.18 In den Unterlagen finden Sie Verbrauchskennfelder eines

4.18 In den Unterlagen finden Sie Verbrauchskennfelder eines Otto- und eines Dieselmotors der A-Klasse. Ermitteln Sie den effektiven Kraftstoffverbrauch bei Leerlauf (n = 1000/min und n = 3000/min) für beide Motoren. (Tipps: VB 6.1)

ca. 0,66 kg/h bzw. 0,37 kg/h bei 1000/min

(VM – schwer)

ca. 1,8 kg/h bzw. 2,1 kg/h bei 3000/min

4.19 Der Fahrer eines Pkws versucht, den Kraftstoffverbrauch im Leerlauf abzuschätzen. Der Bordcomputer des Pkws kann leider nicht den aktuellen Kraftstoffverbrauch angeben, wohl aber den durchschnittlichen Verbrauch seit dem Nullsetzen des Tageskilometerzählers. Der Fahrer geht folgender-maßen vor:

Er setzt den Tageskilometerzähler auf Null, fährt eine gewisse Strecke (7,2 km) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,6 km/h, hält dann an und lässt den Motor im Leerlauf weiterlaufen. Dabei beobachtet er die Anzeige des Bordcomputers. Es ergeben sich die in der Tabelle angegebenen Werte ab dem Zeitpunkt 0 (Anhalten). Ermitteln Sie daraus den Kraftstoff-verbrauch im Leerlauf

des Motors. (Tipps: VB 6.2) (VM – schwer) ca. 0,4 l/h

Zeit in s

Verbrauch in l / (100 km)

Zeit in s

Verbrauch in l / (100 km)

0

4,55

111

4,72

20

4,57

123

4,74

35

4,61

145

4,76

58

4,63

156

4,78

70

4,65

166

4,81

80

4,67

190

4,83

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4,65 166 4,81 80 4,67 190 4,83 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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90

4,69

90 4,69
90 4,69

4.20 MTU hat im Jahr 2004 die neue Version der Baureihe 2000 mit einer großen Werbekampagne vorgestellt. Eine wesentliche Aussage war, das bei der neuen BR 2000 der 10-Zylinder-Motor (10V 2000 M93) die gleiche Leistung hat wie der alte 12-Zylinder-Motor (12V 2000 M91), obwohl der neue Motor zwei Zylinder weniger hat. In den Unterlagen finden Sie alle Kenndaten, die MTU in den Werbeaussagen angibt. Versuchen Sie, mit diesen Daten zu erklären, warum es nichts Besonderes ist, dass der neue Motor die gleiche Leistung hat wie der alte. (Das Besondere an der neuen Baureihe ist aber, dass die neuen Motoren bei gleicher Leistung wesentlich leichter sind als die alten.)

(VM – mittel)

4.21 Hyundai hat in der Ausgabe 10/2011 der Zeitschrift MTZ den Theta-GDI-Motor vorgestellt und dieses Kennfeld veröffentlicht:

vorgestellt und dieses Kennfeld veröffentlicht: Das Kennfeld zeigt den eff. Wirkungsgrad des Motors in

Das Kennfeld zeigt den eff. Wirkungsgrad des Motors in Prozent. Die max. eff. Leistung des Motors beträgt 204 kW bei 6000/min.

Entscheiden Sie, ob es sich dabei um einen Otto- oder einen Dieselmotor handelt. Rechnen Sie weiterhin die Wirkungsgradangaben in eff. spez. Kraftstoffverbräuche um. Beschriften Sie zusätzlich die senkrechte Achse mit geeigneten Werten.

(EKFZ - mittel)

4.22 Bosch hat in der Ausgabe 9/2011 der Zeitschrift MTZ Motorschleppleistungen von verschiedenen Motoren in Abhängigkeit von der Motordrehzahl angegeben:

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in Abhängigkeit von der Motordrehzahl angegeben: 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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Basiswissen Verbrennungsmotor: Aufgaben Seite 16 von 18 Die Angabe der Schleppverluste als Leistung ist nicht besonders

Die Angabe der Schleppverluste als Leistung ist nicht besonders sinnvoll, wenn man verschiedene Motorkonzepte miteinander vergleichen möchte. Überlegen Sie sich eine bessere spezifische Art der Darstellung. Vergleichen Sie das Ergebnis zusätzlich mit den Reibungsverlusten von Verbrennungsmotoren. Wie kann man den Unterschied erklären?

(VM - schwer)

4.23 VW hat in der Sonderausgabe 9/2011 der Zeitschrift ATZ den VW up! vorgestellt und folgendes Diagramm veröffentlicht:

VW up! vorgestellt und folgendes Diagramm veröffentlicht: Es zeigt den Schleppmitteldruck des 3-Zylinder-Ottomotors (

Es zeigt den Schleppmitteldruck des 3-Zylinder-Ottomotors (V H = 999 cm 3 , P max = 50 kW bei n = 6200/min). Die Beschriftungen der Koordinatenachsen wurden von VW entfernt. Können Sie trotzdem abschätzen, was an den Achsen wo steht?

(VM - schwer)

4.24 In der Sonderausgabe 2/2013 der Zeitschrift AMS wird der Polo R WRC vorgestellt. Dieses Rallye-Fahrzeug unterliegt dem WRC-Regelment. Insbesondere gilt: Der Motor ist ein direkt einspritzender Ottomotor, der auf einen max. Ladedruck von 2,5 bar aufgeladen sein darf. Das Motorhubvolumen ist auf

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aufgeladen sein darf. Das Motorhubvolumen ist auf 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor für

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1,6 l begrenzt. Die angesaugte Luft muss durch einen Restriktor mit einem Durchmesser von 33 mm angesaugt werden. Der Motor hat einen 3-Wege- Katalysator. Die AMS gibt an, dass solche Motoren typischerweise eine eff. Motorleistung von 315 PS bei einer Drehzahl von 6000/min haben. Der Drehmomentbestwert liegt bei 415 Nm bei einer Drehzahl von 5000/min.

Klären Sie, ob die Angabe des Ladedrucks von 2,5 bar einen relativen oder einen absoluten Ladedruck darstellt.

(VM - schwer)

6

Kräfte und Momente

6.1

Der V8-Motor im Volvo XC90 hat einen V-Winkel von 60°. Bestimmen Sie den Zündabstand eines „normalen“ V8-Motors bei einem V-Winkel von 60°. Volvo hat durch eine spezielle Konstruktion der Kurbelwelle dafür gesorgt, dass der Zündabstand gleichmäßig ist. Machen Sie hierfür einen konstruktiven Vorschlag.

(VM – mittel)

Sie hierfür einen konstruktiven Vorschlag. (VM – mittel) 7 Konstruktionselemente 7.1 Klären Sie anhand der

7

Konstruktionselemente

7.1

Klären Sie anhand der Tabelle mit den Motordaten, ob es sich bei dem 1,8-l- Ottomotor von Opel um einen 2-Ventiler oder um einen 4-Ventiler handelt.

(VM – leicht)

8

Ladungswechsel

8.1

Der Antrieb der Nockenwelle über eine Kette ist nie ganz spielfrei. Insbesondere durch Schwingungsvorgänge kann es vorkommen, dass die Nockenwelle nicht exakt synchron zur Kurbelwelle läuft, sondern um einen gewissen Verdrehwinkel vor- oder nacheilt. (Bei der Auslegung wird versucht, den maximalen Nockenwellenverdrehwinkel auf ±1,5° zu begrenzen.) Je größer dieser Verdrehwinkel ist, umso größer ist die Gefahr, dass die Ventile den Kolben berühren.

Schätzen Sie mit einfachen Gleichungen ab, wie sehr sich beim

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mit einfachen Gleichungen ab, wie sehr sich beim 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner Labor

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1,8-l-Motor von Opel der minimale Abstand zwischen Einlassventil und Kolben im Extremfall verringert, wenn der Nockenwellenverdrehwinkel 1,5° beträgt.

(VM – schwer)

12

Aufladung

12.1

In Technik-Profi 16/2004 erklärt Werner Hofmockel die Aufladung von Motoren und meint: „Bei aufgeladenen Otto- und Dieselmotoren wird das Verdichtungsverhältnis zurückgenommen. Das schafft zusätzliche Leistung, weil sich der Motor beim Verdichten weniger anstrengen muss.“ Was halten Sie von dieser Aussage?

(VM – schwer)

12.2

In den VDI-Nachrichten vom 17.8.2012 ist zu lesen: Der französische Automobil- zulieferer Valeo möchte einen elektrisch angetriebenen Kompressor als Ergän- zung oder Alternative zum Abgasturbolader einführen. (Der Einsatz werde aber nach Aussage von Valeo im Allgemeinen in dem Bereich „Ergänzung“ liegen.) Der Vorteil des elektrischen Kompressors liegt darin, dass er unabhängig von Motor- Drehzahl und –Drehmoment Ladedruck aufbauen kann. Die Antriebsleistung beträgt bei einer Bordnetzspannung von 12 V maximal 2 kW. Dabei kann ein „Ladedruck“ von maximal 1,45 bar aufgebaut werden. (Die VDI-Nachrichten schreiben nicht, ob es sich dabei um einen Absolutdruck oder um einen Überdruck handelt.) Der Kompressor soll bei Motoren mit einem Gesamthubvolumen von 2 l einsetzbar sein.

Geben Sie einen Kommentar zur elektrischen Energieversorgung des Kompressors ab.

Schätzen Sie mit einfach Berechnungen ab, welchen Luftmassenstrom man mit einer Antriebsleistung von 2 kW auf einen Ladedruck von 1,45 bar verdichten kann.

Machen Sie dann eine Aussage zum Einsatzbereich des Kompressors.

(VM – schwer: 167 A / 0,042 kg/s bzw. 0,016 kg/s / Absolutdruck / 2000/min )

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kg/s bzw. 0,016 kg/s / Absolutdruck / 2000/min ) 2013-02-27 HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Klaus Schreiner

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