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DAP 106 Binäre Ausgaben Baugruppen-Beschreibung

23

Die DAP 106 ist eine Baugruppe mit 16 binären, potentialgetrennten

Ausgängen in Form von Relaiskontakten für 24

24

110 VDC oder

230 VAC.

DAP 106

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outputs<250 V outputs<250 V relay relay A 1 32 A 2 30 A 3 28
outputs<250 V
outputs<250 V
relay
relay
A
1
32
A
2
30
A
3
28
A
4
26
outputs<250 V
outputs<250 V
relay
relay
A
5
24
A
6
22
A
7
20
A
8
18
outputs<250 V
outputs<250 V
relay
relay
A
9
16
A
10
14
A
11
12
A
12
10
U
U
ready
M
ready
M
relay
relay
A
13
8
A
14
6
A
15
4
A
16
2
card
card
AEG OS-No.
2993-248 275

Bild 31

Frontansicht und Beschriftungsstreifen DAP 106

88 DAP 106

Gruppe 1 Gruppe 2 :1 –W Gruppe 3 Gruppe 4 (ST) Schraub-/Steckklemmen -W Steckbrücke für
Gruppe 1
Gruppe 2
:1
–W
Gruppe 3
Gruppe 4
(ST)
Schraub-/Steckklemmen
-W
Steckbrücke für die Einstellung des Identcodes

Zeichnung entspricht dem Auslieferungszustand

Alle weiteren, nicht abgebildeten Kontaktkämme sind für werkseitige

Prüffeldeinstellungen notwendig; an ihnen darf keine Veränderung vorge-

nommen werden.

Bild 32

Übersicht Projektierungselemente DAP106

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1

Allgemeines

Die DAP 106 ist eine Baugruppe mit 16 binären Ausgängen in Form von Relaiskontak- ten, die untereinander potentialfrei als Schließer ausgeführt sind. Die Baugruppe wird in den Baugruppenträgern DTA 101, DTA 102, DTA 103, DTA 112, DTA 113, DTA 150 eingesetzt.

1.1 Mechanischer Aufbau

Die Baugruppe hat Doppel-Europaformat mit rückseitiger Bus-Kontaktierung und front- seitigem Peripherieanschluß über Schraub-/Steckklemmen für Prozeßsignale und Ver- sorgung.

Von den beiliegenden Beschriftungstreifen für DIN-Adressierung (gilt für alle Automati- sierungsgeräte) oder für AEG-Adressierung (nur für A350 / A500) wird einer in der auf- klappbaren Frontabdeckung des Baugruppenträgers neben dem Sichtfeld für die LED- Anzeigen eingeschoben. Neben den vorgegebenen Klemmen-Bezeichnungen (Adresse/ Potential) ist Raum für anlagenbezogene Eintragungen (z.B. Signalnamen).

1.2 Wirkungsweise

Die Steuerung der Baugruppe erfolgt über die zugehörige Bus-Ankopplung z.B. ALU 131, DEA 106.

Die Ausgabeart mit Dauer- oder Kurzzeit-Speicherung sowie das Abschaltverhalten sind wählbar. Die Einstellungen hierzu sind softwaremäßig im Zentralgerät und hardwa- remäßig auf der zugehörigen DEA-Koppelbaugruppe vorzunehmen. Einzelheiten siehe jeweilige DEA-Baugruppen-Beschreibung.

Die interne Spannungsversorgung erfolgt durch die Versorgungs-Baugruppe, z.B. DNP, BIK oder DEA.

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die Versorgungs-Baugruppe, z.B. DNP, BIK oder DEA. 2 3 Zur Versorgung der Ausgangsrelais sind der Baugruppe

Zur Versorgung der Ausgangsrelais sind der Baugruppe extern 24 VDC zuzuführen.

Die Kontakte der Schaltrelais können sowohl 24 schalten.

110 VDC als auch 24

230 VAC

Hinweis:

büchern des jeweiligen Automatisierungsgeräts zu entnehmen.

Allgemeine Verkabelungs- und Aufbauvorschriften sind den Benutzerhand-

DAP 106

89

2 Bedienung / Darstellung

Die Frontseite der Baugruppe enthält 18 Anzeigen:

1 x grüne LED ”U” für die Relaisversorgung

1

x grüne LED ”U” für die Relaisversorgung

leuchtet:

Versorgung vorhanden

erloschen:

Versorgung fehlt

1 x gelbe LED ”ready” für die intern geregelte Relaisversorgung

1

x gelbe LED ”ready” für die intern geregelte Relaisversorgung

leuchtet:

Versorgungsspannung > 18 VDC

erloschen:

Versorgungsspannung < 17.5 VDC

16 x rote LEDs für den Signalzustand der Ausgänge

16 x rote LEDs für den Signalzustand der Ausgänge

leuchtet:

Signal vorhanden

erloschen:

Signal fehlt

3 Projektierung

Für die Baugruppe ist zu projektieren:

Festlegen der Platzadresse, vgl. 3.13 Projektierung Für die Baugruppe ist zu projektieren: Einstellung des Identcodes, vgl. 3.2 Prüfung der

Einstellung des Identcodes, vgl. 3.2ist zu projektieren: Festlegen der Platzadresse, vgl. 3.1 Prüfung der zulässigen Belastung und Beschaltung vor Ort

Prüfung der zulässigen Belastung und Beschaltung vor Ort bei induktiven Verbrau- chern, vgl. 3.3Platzadresse, vgl. 3.1 Einstellung des Identcodes, vgl. 3.2 Anschluß und Zuordnung Signaladressen zu

Anschluß und Zuordnung Signaladressen zu Peripheriesignalen, vgl. 3.4Beschaltung vor Ort bei induktiven Verbrau- chern, vgl. 3.3 Anschlußbelegung mit Peripheriesignalen (DIN A3 Formulare),

Anschlußbelegung mit Peripheriesignalen (DIN A3 Formulare), vgl. 3.5und Zuordnung Signaladressen zu Peripheriesignalen, vgl. 3.4 Für die Zentrale ist zu projektieren Platzadresse

Für die Zentrale ist zu projektieren

Platzadresse (BES-Listen-Eintragung)Formulare), vgl. 3.5 Für die Zentrale ist zu projektieren Überwachungszeit für Abschaltverhalten (im Zentralgerät

Überwachungszeit für Abschaltverhalten (im Zentralgerät und auf DEA)ist zu projektieren Platzadresse (BES-Listen-Eintragung) 3.1 Platzadresse Die Baugruppe besitzt für die Adressierung

3.1

Platzadresse

Die Baugruppe besitzt für die Adressierung keine Einstellelemente, da die Adressierung steckplatzgebunden ist.

Die Platzadresse ergibt sich aus der fortlaufenden Numerierung über alle E/A-Einheiten und SystemFeldbus-Linien einer Anlage. Beim Durchnumerieren dürfen zwischen den Gruppen (mit 4 bzw. 9 E/A-Baugruppen) Adreßlücken auftreten; die Gruppen selbst dürfen ebenfalls lückenhaft bestückt sein.

Für die jeweilige Platz-Nr. ist die Eintragung in die BES-Liste entsprechend den Anga- ben zur Anlagen-Projektierung durchzuführen (siehe Benutzerhandbuch des jeweiligen Automatisierungsgeräts).

90 DAP 106

23

–W

–W

3.2 Identcode

Jede E/A-Baugruppe besitzt einen Identcode, damit die ALU den richtigen Baugruppen- typ im Baugruppenträger findet.

Die DAP 106 ist auf den Identcode ”2” (= DAP112) eingestellt.

Bei Verwendung der neusten Grundsoftware im Zentralteil kann die Brücke W auf den Identcode 22 (= DAP 106) eingestellt werden.

-1

Identcode 2 (= DAP 112, Auslieferungszustand)

-1

Identcode 22 (=DAP 106)

3.3 Prüfung der zulässigen Belastung

Belastungsdaten müssen den technischen Daten entsprechen. Beschaltungs- und Ver- sorgungsmaßnahmen führen Sie nach dem jeweiligen Benutzerhandbuch des entspre- chenden Automatisierungsgeräts Kap. ”Projektierung” durch.

23

DAP 106

91

3.4 Anschluß und Signaladressenzuordnung

US/L M4/N UB M2 1 2 3 A1 4 5 A2 6 7 A3 8
US/L
M4/N
UB
M2
1
2
3
A1
4
5
A2
6
7
A3
8
9
A4
10
11
12
13
14
A5
15
16
A6
17
18
A7
19
20
A8
21
22
23
24
25
A9
26
27
A10
28
29
A11
30
31
A12
32
33
34
35
36
37
A13
38
39
A14
40
41
A15
42
43
A16
44
Bild 33
Anschlußbeispiel für DAP 106
4
A
4
A
0.5 A
4
A
4
A
4
A
4
A
4
A
4
A
Gruppe 4 Versorgung/Ausgänge
Gruppe 3 Ausgänge
Gruppe 2 Ausgänge
Gruppe 1 Ausgänge
outputs<250 V outputs<250 V relay relay A 1 32 A 2 30 A 3 28
outputs<250 V
outputs<250 V
relay
relay
A
1
32
A
2
30
A
3
28
A
4
26
outputs<250 V
outputs<250 V
relay
relay
A
5
24
A
6
22
A
7
20
A
8
18
outputs<250 V
outputs<250 V
relay
relay
A
9
16
A
10
14
A
11
12
A
12
10
U
U
ready
M
ready
M
relay
relay
A
13
8
A
14
6
A
15
4
A
16
2
card
card
AEG OS-No.
2993-248 275

Tragen Sie die jeweiligen Signalnamen bzw. Signaladressen im Beschriftungsstreifen ein.

92 DAP 106

23

Bei zu schaltenden induktiven Lasten führen Sie eine Beschaltung vor Ort parallel zur Induktivität (Erregerspule) durch:

Bei Schaltspannungen L = 230 VAC eine zusätzliche, ausreichend dimensionierte (nach Herstellerangaben) RC-Beschaltung, notwendig zur Erhöhung der Kontakt-Le- bensdauer und der EMV-Festigkeitvor Ort parallel zur Induktivität (Erregerspule) durch: Bei Schaltspannungen U S = 24 VDC eine Freilaufdiode

Bei Schaltspannungen U S = 24 VDC eine Freilaufdiode (Löschdiode) zur Erhöhung der Kontakt-Lebensdauer S = 24 VDC eine Freilaufdiode (Löschdiode) zur Erhöhung der Kontakt-Lebensdauer

23

Achtung:(Löschdiode) zur Erhöhung der Kontakt-Lebensdauer 2 3 Vor Ziehen der Schraub-/Steckklemmen bzw. der Baugruppe

Vor Ziehen der Schraub-/Steckklemmen bzw. der Baugruppe Geber-

und Schaltspannung abschalten.

Achtung:bzw. der Baugruppe Geber- und Schaltspannung abschalten. Leere Steckplätze im Baugruppenträger mit Blindabdeckung

Leere Steckplätze im Baugruppenträger mit Blindabdeckung schließen

(Schutz vor 230 V - Berührung).

VDC müssen entsprechend Bild 34 in räumlich getrennten Kabelkanälen verlegt werden.Blindabdeckung schließen (Schutz vor 230 V - Berührung). Achtung: Die Leitungen zur Prozeßperipherie für 115 /

Achtung:

Die Leitungen zur Prozeßperipherie für 115 / 230 VAC und 24

60

DTA DTA DTA 24/60 VDC 115/230 VAC
DTA
DTA
DTA
24/60 VDC
115/230 VAC

Bild 34

Räumliche Trennung der DC- und AC-Verdrahtung

DAP 106

93

3.5 Schemazeichen, Dokumentationshilfen

U [3, RD] [34, GN] ready [35, YE] U M A1 A8 34 35 3
U
[3, RD]
[34, GN]
ready
[35, YE]
U
M
A1
A8
34
35
3
4
5/6
7/8
9/10
14/15
16/17
18/19
20/21
[43, RD]
A9
A16
25/26
27/28
29/30
31/32
37/38
39/40
41/42
43
44
Bild 35
Schemazeichen
9.
1.
16.
8.
DAP 106

Zur projektspezifischen Anlagendokumentation und Darstellung der angeschlossenen Prozeßperipherie stehen DIN A3 Formulare zur Verfügung.

Diese Formulare sind:

für konventionelle Bearbeitung Bestandteil des SFB–E/A-Formularblocks (siehe Be- stellangaben)DIN A3 Formulare zur Verfügung. Diese Formulare sind: für Ruplan-Bearbeitung (TVN-Version) Bestandteil der A350-

für Ruplan-Bearbeitung (TVN-Version) Bestandteil der A350- bzw. A500-Datenbanksind: für konventionelle Bearbeitung Bestandteil des SFB–E/A-Formularblocks (siehe Be- stellangaben) 94 DAP 106 23

94 DAP 106

23

4 Technische Daten

23

4.1 Zuordnung

Geräte

4.2 Versorgungs-Schnittstelle Versorgungsspannung der Relaisspulen U Bezugspotential M Versorgung (intern)

A130, A250, A350, A500, U130

U B = 24 VDC, < 0.5 A M2, potentialfrei gegen Kontaktausgänge 5 V, < 100 mA

4.3 Prozeß-Schnittstelle (Ausgänge)

Anzahl Schaltverzögerung Schaltspannungen der Kontakte Minimalschaltstrom

16 Relaiskontakte (Schließer) mit Anzeige

ca. 10 ms

24

5 mA bei neuwertigen Kontakten

110 VDC/ 24

230 VAC, max. 250 VAC

Schaltströme bei 230 VAC

max. 2 A dauernd bei cos max. 4 A kurzzeitig bei cos max. 1 A dauernd bei cos

max. 1.6 A/ 240 V nach AC 11, VDE 0660, Teil 200

= 1

= 1

= 0.5

Beschaltung (unbedingt erforderlich zur Erhöhung der Lebensdauer und der EMV-Festigkeit)

Schaltströme bei 24 VDC

Schaltströme bei 60 VDC

Beschaltung (unbedingt erforderlich zur Erhöhung der Lebensdauer)

Überlastschutz

alle Schließer sind mit 68

(Reststrom ca. 1mA). Bei allen induktiven Lasten ist eine zusätzliche, ausreichend dimensionierte RC-Beschaltung vor Ort parallel zur Induktivität (Erregerspule) notwendig

+ 15 nF beschaltet

max. 2 A dauernd (ohmsche Last) max. 4 A kurzzeitig (ohmsche Last) max. 1 A dauernd (L/R = 30 ms) max. 0.5 A/ 24V nach DC 11, VDE 0660, Teil 200

max. 1 A dauernd (ohmsche Last) max. 0.6 A (L/R = 30 ms)

Freilaufdiode vor Ort parallel zur Induktivität (Erregerspule)

ist extern vorzusehen

DAP 106

95

Lebensdauer mechanisch elektrisch (ohmsche Last) elektrisch (cos = 0.5) 20 Mio. Schaltspiele 10 Mio. Schaltspiele
Lebensdauer
mechanisch
elektrisch (ohmsche Last)
elektrisch
(cos
= 0.5)
20 Mio. Schaltspiele
10 Mio. Schaltspiele (230 VAC/0.2 A)
7 Mio. Schaltspiele (230 VAC/0.5 A)
typ. 8 Mio. Schaltspiele (30 VDC/2 A, mit Freilaufdiode)
typ. 1 Mio. Schaltspiele (60 VDC/1 A, mit Freilaufdiode
und max. 3000 Schaltspielen/h)
5 Mio. Schaltspiele (230 VAC/0.2 A)
7
10
8
Schaltzahl eff. =
Schaltzahl (ohm’sch) x Reduktionsfaktor F
6
1
4
0.9
2
0.8
6
10
8
6
0.7
4
0.6
2
5
10
0.5
0
0.2
0.4
0.6
0.8
1
1.2
1.4
1.6
1.8
2
1
0.9
0.8
0.7
0.6
0.5
0.4
0.3
Schaltzahl
Reduktionsfaktor F

Bild 36

Geschaltete AC-Leistung (kVA)

links: Kontaktlebensdauer bei omscher Last

4.4 Daten-Schnittstelle PLB oder PAB1

4.5 Fehlerauswertung

cos

rechts: Reduktionsfaktor für induktive Belastung

siehe Benutzerhandbuch des jeweiligen Automatisirungs- gerätes Kap. ”Technische Daten”

Anzeigen

siehe Kap. 2, Seite 90

Systemmerker

siehe Benutzerhandbuch des jeweiligen Automatisie- rungsgeräts

96 DAP 106

4.6 Mechanischer Aufbau Baugruppe Format Masse (Gewicht)

Doppel-Europaformat 6 HE, 8 T 850 g

23

4.7 Anschlußart

Prozeß

PLB oder PAB1 (intern)

4.8 Umweltbedingungen

4 aufsteckbare 11polige Schraub-/Steckklemmen

für Leitungsquerschnitte 0.25

Auf die Berührungsgefahr weist ein Hochspannungs- pfeil und rote Steckerbeschriftung hin.

Messerleiste C64M

2.5 mm 2 .

Systemdaten

siehe jeweiliges Benutzerhandbuch Kap. ”Technische

Verlustleistung

Daten” 8 W typisch, bei max. Ausgangsbelastung

Belüftung

natürliche Konvektion (oberhalb und unterhalb des Baugruppenträgers freie Luftzirkulation)

4.9 Bestellangaben Baugruppe DAP 106

424 248 276

DIN A3 Formular-Block SFB – E/A

A91V.12-234787

Ersatz-Beschriftungsstreifen

424 248 275

23

Technische Änderungen vorbehalten

DAP 106

97