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Şehid Viyan Soran

Selbstverbrennung aus Protest gegen die Isolation Öcalans

In Haftanîn (Südkurdistan) verbrannte sich am 1. Februar das HPG Mitglied Viyan Soran mit
bürgerlichem Namen Leyla Weli Hesen aus Silêmanî. Viyan war 25 Jahre jung und hatte sich
schon mit 16 Jahren dem Befreiungskampf angeschlossen. Trotz ihres jungen Alters übernahm
sie in den höchsten Führungsgremien Verantwortung. Viyan wurde in ihrer Heimatstadt Silêmanî
begraben, an der Beerdigung nahmen hunderte Menschen teil. Der Vertreter der PCDK sage bei
der Beerdigung, Viyan sei ein Vorbild für alle Frauen des Südens. In einer Erklärung der
kurdischen Bewegung zum Tod von Viyan heißt es:
In den letzten Monaten ist eine Zunahme dieser Art von Aktionen zu registrieren. Das ist eine
klare Botschaft an diejenigen Politiker, die den KurdInnen ein Leben in angeblicher Freiheit nur
dann in Aussicht stellen, wenn sie sich von ihrem Vorsitzenden Öcalan distanzieren. Die
KurdInnen erklären überall: „Ein Leben ohne Öcalan wollen wir nicht, denn er vertritt die Summe
unser erschaffenen Werte. Ein Freiheit auf Kosten unsrer Werte, kann nicht unsere Freiheit sein.“
Das politische Bewusstsein der KurdInnen hat ihnen einen hohen Preis abverlangt. Sie haben
ihre wertvollsten Kinder verloren, Folter, Mord, Erniedrigung erlitten. Daher sind sie im Stande die
Politik zu durchschauen und zu verstehen, das die angebliche Freiheit, die ihnen in Aussicht
gestellt wird, auf ihrer eigenen Selbstverleugnung aufgebaut ist. Wer kann frei sein, wenn er sich
selbst verleugnet?

Qulle: YÖP, 07.02.2006, ISKU, 09.02.2006

MEİNE LİEBEN GENOSSINNEN

19 JANUAR 2006

Name: Leyla Weli


Deckname: Viyan Karox
Name der Mutter: Julhebaz
Name des Vaters: Hüseyin
Geburtsjahr: 19
Geburtsort: Silêmanî (Sulaimaniyya)

Das Leben von Viyan Karox


Unsere Freundin Viyan Karox (Leyla Weli) wurde 1981 in der südkurdischen Stadt
Silêmanî (Sulaimaniyya) geboren. Dort lebte sie bis zur ihrem Eintritt in unsere
Freiheitsbewegung 1997. Als sie das Gymnasium verließ und die Berge der Freiheit
betrat war sie erst 16 Jahre alt.
Viyan kam aus einer patriotischen Familie, was großen Einfluss auf ihre Persönlichkeit
hatte. Sie besaß ein ausgesprochenes Auffassungsvermögen und übernahm
innerhalb unserer Freiheitsbewegung in nur kurzer Zeit Aufgaben in verschiedenen
Vorstandsstufen. In nahezu ihrem gesamten Leben im Kampf ist sie mit
Annäherungen konfrontiert worden, deren Ziel die Liquidation der Bewegung war,
und die Lösungen außerhalb des Vorsitzenden Apo suchten. Jedoch hat sie ihren
Glauben und ihre Entschlossenheit nicht einmal veloren. Mit dieser Haltung wurde sie
zu einer beneidenswerten Genossin. Denn in allen Phasen und Arbeitsbereichen ihres
Lebens innerhalb der Bewegung hat sie eine Verbindung zwischen sich selbst und
dem Vorsitzenden Apo geschlagen, die nicht zu brechen war. Sie hat allen ihren
Genossen und unserem Volk einen einzigartigen Weg gezeigt, Stärke zu beweisen
und nicht auf die Knie zu fallen.
Nach der strategischen Umformung der Organisation und des Aufbaus des neuen
organisatorischen Modells ist sie nach Südkurdistan gegangen und hat innerhalb der
Koordinierung der PÇDK (Kurdische Partei der demokratischen Lösung) ihre Aufgaben
mit Erfolg erfüllt.Gleichzeitig nahm sie ihren Platz in der Koordination der TJAK, die für
die Frauenbefreiung in Südkurdistan kämpft, ein. Nach dem ersten Kongress des
Kongra Gel wurde sie in den Ausführungsrat gewählt und hat ihre Arbeiten hier
fortgesetzt. Trotz aller Bemühungen von Verschwörern von innen wie auch aus der
internationalen Arena, die Bewegung zu spalten und zum Einsturz zu bringen, ist
unsere Freundin Viyan als Trägerin einer erfolgreichen Praxis erneut in die Berge
zurückgekehrt. Innerhalb unserer Frauenbewegung hat sich stets in großer
Verbundenheit zu ihrer Rolle und Mission eine beispielhafte Haltung eingenommen
und aktiv innerhalb der Koordination der PJAK teilgenommen. Zu diesem Zeitpunkt
hat der Vorsitzende Apo die Neugründung der PKK als Garantie deer Freiheitslinie auf
unsere Tagesordnung gesetzt. Unsere Freundin Viyan hat daraufhin an den Arbeiten
des Kommittees zum Neuaufbau der PKK teilgenommen. Entgegen der strategischen
Wandlung und der Bemühungen des
Vorsitzenden Apo für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage, hat der
türkische Staat seine Verlyeugnungs- und Zerstörungspolitiken noch weiter vertieft.
Auf unseren Vorsitzenden wurde ein Liquidationskonzept angewandt. Die
Volksbefreiungseinheiten haben daraufhin ihren sechs Jahre anhaltenden einseitigen
Waffenstillstand beendet und sind in aktive legitime Selbstverteidigung getreten.
Nach all dem hat Viyan darauf bestanden, zu den Volksbefreiungseinheiten (HPG) zu
wechseln. Auf der kurz darauf stattgefundenen III. HPG Konferenz wurde sie in den
HPG-Rat gewählt. Jedoch hat sie die Wahl in den Vorstand abgelehnt und ihren
Wunsch, ihren Platz als Militante einzunehmen verteidigt. So hat sie mit einer
beispielhaften Haltung gezeigt, welch großen Wert sie den Bergen Kurdistans, der
Apoistischen Freiheitswerte und deren Erbe beimisst. In ihren Bewertungen hat sie
verteidigt, dass man nicht nur in Vorstandspositionen, sondern als Kämpfer auch
vieles verändern kann. Sie blieb nicht nur dabei, dies zu verteidigen. Mit ihrer
bescheidenen Persönlichkeit, ihrer Intelligenz und dem Bund zwischen ihr und dem
Vorsitzenden Apo hat sie diese Auffassung in der Praxis auch stets bewiesen. Mit
dieser Haltung ist sie in den Bergen Kurdistans, in den politischen Arbeiten und
innerhalb der Volksbefreiungseinheiten eine Freundin gewesen, der alle Genossen
großes Vetrauen und Vertrautheit schenkten und die schon zu Legzeiten zum Beispiel
genommen wurde. Nach der III. HPG Konferenz nahm sie an den Arbeiten der
Frauenarmee YJA-Star teil. Sie schrieb einen Bericht, in dem sie den Vorschlag
machte, in die Einheiten in Nordkurdistan gesendet zu werden. Auch wenn sie
hiernach als Vorstandsperson in das Gebiet Haftanin entsendet worden ist, hat sie
auch dort ihre Bemühungen, nach Nordkurdistan zu gehen, fortgeführt. Nachdem die
Isolation des Vorsitzenden Apo sich in ein Zerstörungskonzept gewandelt hat, hat
unsere Freundin Viyan Karox als Vorstandsmitglied wie viele Hunderte HPG Militante
auch einen Bericht an den Befehlsrat geschrieben, in dem sie den Vorschlag machte,
sich mit einer Aktion selbst zu opfern. Im Oktober 2005 nahm sie als Delegierte von
Haftanin an der III. YJA-Star Konferenz teil. Dort hat sie mit Beharrlichkeit abgelehnt,
in den Vorstand gewählt zu werden. Vor dem Vorstand des HPG hat sie ihre
Entschlossenheit ihrer Aktion noch einmal unterstrichen.In den Tagen, in denen sie in
Haftanin im Vorstand war und die YJA-Star Einheiten geführt hat, hat sie sich mit den
Worten “Diesen Februar werde ich so nicht begegnen” selbst geopfert und den
Märtyrertod gefunden. Unsere Freundin Viyan Karox stellt für den gesamten HPG
Vorstand und seinen Militanten einen Wegweiser, eine Auszeichnung und ein
einzigartiges Beispiel dar, wie man zu einer wahren Militanten auf der Linie von Apo
wird. Sie ist zwar körperlich von uns gegangen, jedoch hat sie zugleich unsere Seelen
mit der Liebe zur Heimat, enormer Gebundenheit, der Haltung einer freien Frau
erschüttert. Von nun an werden die Berge Kurdistans Viyan leben. Ihr Feuer wird die
Mächte des Internationalen Komplotts erfassen. Ihre lebendige und kämpferische
Seele, die sie den Militanten der HPG in jungem Alter hinterlassen hat, wird als
unsterbliches Werk und unfehlbare Linie mit goldenen Buchstaben in die Geschichte
der PKK geschrieben.

HPG Presse und Kommunikationszentrum

An Meine Lieben GenossInnen,

Ein Monat sind es nur noch bis zum Jahrestag der Entführung unseres Vorsitzenden.
Sieben Jahre sind vorbei, Nun beginnt das achte. Mein Herz und meine Seele fühlen
sich wie ein Vulkan an. Es sucht eine Gelegenheit um auszubrechen. In der Natur gibt
es ebenfalls viele Dinge, die wie ein Vulkan darauf warten auszubrechen. Genau wie
Obstbäume... Welche Obstsorte es auch sein mag, sie hängt an ihrem Ast, und wartet
ungeduldig darauf, nicht abzufallen bevor sie nicht reif ist. Dabei geht sie mit der Zeit
einen Wettkampf ein und wartet darauf, dass der richtige Zeitpunkt kommt. Wenn es
nicht so wäre, würde keine Obstsorte zu Obst werden und somit ihre Besonderheiten
an Geschmack, Vielfältigkeit und Feinheit nicht bekommen. Ein Vulkan ist auch so.
Obstbäume zeigen ihre Schönheit als Resultat ihrer langen Mühe in Form von Äpfeln,
Granatäpfeln und vielen anderen wunderschönen Obstsorten. Ein Vulkan weiß sehr
genau, wann und wie er ausbrechen wird. Er weiß, wann er seine Wut an die
untreuen Menschen, an die Ehrimans ausbrechen soll.

GenossInnen, Freunde und Frauen, die so viel Leid erlebt haben,

Ich möchte einige Worte an euch richten. Bitte seid nicht traurig, tanzt unseren
Gowend! (Halay) Ihr wisst doch, ich liebe es sehr, Gowend (Halay) zu tanzen. Immer
wenn ich tanze, fühle ich, dass ich Flügel bekomme und fliege! Als Kind der Natur
und ein kleiner Teil dieses Universums möchte ich euch mitteilen, dass ich die
Gesetze und Maßstäbe eines ehrenvollen Lebens erfüllen und meinem Leben eine
Bedeutung zumessen möchte.

Ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, wie ein Obstbaum ihre Ernte an mein Volk zu
geben, welches seit Jahrhunderten leidet. Ich möchte eine Hoffnung für alle
ertrunkenen Träume sowie für alle Kinder sein, die Ihre Arme in die Luft heben und
um Hilfe schreien. Wenn auch sehr gering, möchte ich ein Atom sein, welches die
Freiheitsmoleküle für alle Leid ertragenden Frauen entwickelt. Aber am
allerwichtigsten ist mir, eine Kerze in der Mitte aller Kerzen zu sein, die die Insel
Imrali umzingeln. Ich möchte euch sagen, dass die Zeit endlich gekommen ist, dem
souveränen, lügnerischen und grausamen “Mann” eine Antwort zu geben. Deswegen
möchte ich die Nacht des 15. Februars zur Nacht der Bestrafung machen, in der der
Hass und die Wut in mir wie ein Vulkan ausbrechen.
In der Nacht des 15. Februars werde ich das Feuer von Mazlum Dogan, Zekiye Alkan,
Berivan, Ronahi, Rahsan, Sema, Fikri Baygeldi und auch das von Serdar Ari, welcher
den letzten Ring der Kette darstelle, in meiner Seele und in meinem Herz fühlen.
Die Parolen “Entweder ein freies Leben oder ein ehrenvoller Tod” und “Biji Serok
Apo” kann ich hören. Sie erklingen in meinen Ohren. Dieser Ton in meinem Kopf wird
zum Echo und versucht die ganze Welt zu erreichen. Dieser Ton wird die Stimme
meiner Verbundenheit dieser meiner Handlung darstellen. Somit garantiert sie eine
100-prozentige Erfolgschance. In mir werden die Flammen von Sema und Serdar
größer und größer. Ich werde niemals zulassen, dass die Flammen um unseren
Vorsitzenden Apo erlöschen. In diesem harten Winter möchte ich mit dem Schmerz
des Feuers meines Körpers allen eine Botschaft übergeben. Diese Botschaft ist die
Botschaft für Freiheit. Ich rufe euch alle dazu auf, unseren Vorsitzenden Apo zu
beschützen und Aktionen durchzuführen sowie stärker zu kämpfen, um den Erfolg zu
erreichen.

Respektvolle Grüße
15. 01. 2006
(Tag, an dem dem Vorsitzenden Apo die Bunkerstrafe erteilt wurde)

Liebe GenossInnen,
In der PKK ist es die größte Aktion, das Wort zu halten. Ich möchte, dass ihr euch
dessen im Klaren seid, dass an dem Punkt, wo Wörter ihre Bedeutung verlieren,
große Unachtsamkeit, Gewissenlosigkeit und moralische Verdorbenheit resultiert.
Das Resultat einer solchen Situation ist der Verrat. Das kurdische Volk, Frauen, die
PKK und der Vorsitzende Apo sind stets von hinten gedolcht worden. In allen
Gedanken, Gefühlen, Gedichten, Liedern sowie Diskussionen wird schmerzvoll immer
wieder davon erzählt. Immer standen sich der Widerstand und der Verrat parallel
gegenüber. Genauso wie der Krieg zwischen Ehriman und Ahura Mazda. Sie waren
ständig in einem Kampf. Zarathustra sagt: “Wie schwer dieser Krieg auch sein mag,
gewinnen wird immer das Licht von Ahura Mazda. Deswegen; denke gut nach, rede
schön und mache das Richtige“ bis die Gedanken und Ziele des Ahura Mazda von
heute den Sieg erringen.
Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen, meine Aktion in der
Nacht des 15. Februars durchzuführen. Als Frau und Kurdin möchte ich nun nicht
mehr zum 8. Mal mit ansehen, wie der Vorsitzende APO ans Kreuz gehängt wird. Das
8. kann ich nicht mehr mit ansehen. Ich verstehe, dass es für die PKK unter den
Bedingungen des Winters sehr schwer ist, die Positionen der Ehrimans zu erreichen.
Die Ehrimans fressen Tag für Tag die Seelen, die Körper und die Gehirne unseres
Volkes. Dies geschieht vor unseren Augen. Hierbei handelt es sich um eine sehr
gefährliche Situation, was mich dazu zwingt, eine Aktion zu vollführen. Ich würde
sehr gerne eine Aktion machen, ohne mein Leben dafür zu geben. Aber an Eines
glaube ich ganz fest: Ein Mensch sollte nur so lange leben, wie er/sie auch sollte.
Außerdem; da, wo Wörter ihre Bedeutung verloren haben, tritt die Aktion ans Licht.
Jede Aktion bedeutet gleichzeitig, dass Worte und Versprechen erneut eine
Bedeutung bekommen und die Hoffnung für Freiheit gekräftet wird. Diese
Wirklichkeit schwebt in meinem Kopf ständig umher. Das Schicksal der
gegenwärtigen Phase, in der wir uns befinden, wird geschrieben. Dies bedeutet, dass
einerseits für die Freiheit des kurdischen Volkes neue Möglichkeiten entstehen,
jedoch gleichzeitig werden die Angriffe und Gefahren auf unseren Vorsitzenden APO
und unser Volk gestärkt. Wo es doch so viele Möglichkeiten gibt, hat die
Hoffnungslosigkeit von einigen, die bis zum Verrat führt, mein Beharren für diese
Aktion nur noch mehr gestärkt.

Liebe GenossInnen!

Diese Entscheidung von mir ist nicht neu. Im Juli habe ich in meinen Berichten an die
neue PKK und an YJA-STAR meine Gedanken darüber niedergeschrieben. Es handelt
sich somit um keine neue Entscheidung von mir. Sie beruht auf eine lange Zeit. Ich
trage den Entschluss seit 1999 in mir. Aufgrund der politischen Situation, in der sich
die Bewegung nach 1999 befand, war es für mich notwendig, innerhalb der
Frauenbewegung sowie in einigen anderen Vorstandsgremien der Bewegung Platz
einzunehmen. Andererseits hatte ich aus politischer wie auch aus technischer Sicht
nicht die Möglichkeiten gesehen, solch eine Aktion zu dem damaligen Zeitpunkt
durchzuführen. Nach dem Ansturm vom 1. Juni hatte ich die Möglichkeit bekommen.
Ich bin davon überzeugt, dass die Gewissen von vielen, die in der Kälte eingefroren
sind, aufgetaut werden müssen. Dafür muss ein Feuerring gebildet werden. Denn
aufgrund der Komplotte von innen wie von außen, bin ich davon überzeugt, dass die
Frauenbewegung erneut Militante braucht, wie es sie zwischen 1996-1998 gegeben
hat. Ich denke, dass jeder gegen falsche Freundschaft und unzureichende
Genossenschaft im Leben sowie in der Praxis eine Antwort wie Zilan, Sema und
Serdar geben sollte.
Ihr fragt euch sicherlich, warum ich solch eine Aktion gewählt habe. Ihr kritisiert mich
sicherlich. Ihr mögt sagen, dass der Vorsitzende Apo gegen solche Aktionen ist. Aber
soweit ich verstanden habe, ist es nicht möglich, den kurdischen Befreiungskampf
zum Erfolg zu bringen ohne dafür zu zahlen. Auch durch die Geschichte dieser
Bewegung kann gut ersehen werden, dass es ohne Opfer keine Entwicklung gegeben
hat. Dies ist eine unverzichtbare Methode in der Frauenbewegung sowie in der
Bewegung von APO. Auch ich möchte als eine Militante Frau auf diesem Weg
vorangehen. Ich plane diese Aktion mit großer Stimmung und Liebe, seit ich zur HPG
und YJA-STAR gekommen bin. Ich hätte meine Aktion gerne an einem anderen Ort
verwirklicht. Erstens, wollte ich die Aktion im Zentrum der Prostituierung und der
Sklaverei Kurdistans durchführen, ohne mir selbst zu schaden. Zweitens wollte ich
wie Zilan und Sema den Staat durch eine Aktion im Regierungszentrum des
türkischen Staates, der das Zentrum des Krieges und des Bandentums darstellt,
erschüttern. Jedoch lassen weder die Bedingungen des Winters solch eine Aktion zu,
noch habe ich trotz vieler Versuche die Freundinnen und Freunde in meinem Umfeld
nicht überzeugen können. Nach der YJA Konferenz habe ich mich dann dazu
entschlossen, solch eine Aktion, wenn auch nur in den Bergen, durchzuführen. Dem
diesjährigen 15. Februar werde ich nicht in Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit
entgegentreten, sondern gefüllt mit Liebe, Begeisterung und einem großen Glauben.
An dieser Stelle möchte ich in drei Punkten meine Sehnsucht ausdrücken und meine
Liebe mit euch teilen. Ich habe meinen für mich selbst gestellten Plan und mein Ziel
nicht umsetzen können und mich auf die Weise, die ich mir gewünscht hätte, nicht
rächen können. Zweitens habe ich das Volk Nordkurdistans nicht von der Nähe sehen
können, die Schönheit seiner Natur nicht kennen lernen können. Dies ist stets als
Sehnsucht in mir geblieben. Drittens hätte ich gerne, wenn auch nur für eine Stunde,
meinen Kopf auf die Schulter des Vorsitzenden Apo stützen und tief Luft geholt. Auch
wenn dies als Sehnsucht in meinem Herzen geblieben ist, so bin ich doch trotzdem
voller Freude. Denn ich glaube ganz fest daran, das meine FreundInnen an meine
Stelle dies erfüllen werden.
Ohne Zweifel ist es für eine Führungskraft von Aufwand, sich zu konzentrieren, sich
vorzubereiten, solch eine Aktion zu planen und umzusetzen. Denn täglich wird eine
starke Teilnahme gefordert. Ich habe mich bis zum Schluss sehr darum bemüht,
meine Arbeiten und Aufgaben zu erfüllen. Jedoch bin ich mir darüber bewusst, dass
ich den Freunden nicht in der Weise helfen konnte, wie es nötig gewesen wäre. Aus
diesem Grund entschuldige ich mich bei ihnen.

Mit Revolutionären Grüßen


23.01.2006

Quelle: HPG-Online 2006

Letzter Besuch am 1.Februar 2010


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