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DIENSTAG, 2. FEBRUAR 2010 LOKALES NK NR.

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Winterwelt ! Wer zurzeit mit offenen Augen durch den Kreis spaziert, der kann manch neuen Blickwinkel entdecken. Der Schnee verleiht Ge-
wohntem einen ganz neuen Zauber.

Räumfahrzeuge sind im Dauer-


einsatz – auch in Neunkirchen.

Eiszapfen – bizarre Gebilde in Illingen.

Blick auf den Neunkircher Bahn-


hof – die Züge fahren noch.

Der Schneemann hat gut lachen – es ist seine Zeit. Fotos: Willi Hiegel (7)/Andreas Engel (1) Ein Winterspaziergang macht gut eingepackt so richtig Spaß.

Trotz allem: Ein Winter wie im Märchen


Der Furpacher Weiher ist bei
Mit der richtigen Einstellung lassen sich dem andauernden Winterwetter viele schöne Seiten abgewinnen
Von SZ-Redakteurin Für Hobby-Fotografen ist es eine Stunden waren gestern zumin- gewaltig gestöhnt und sich nach endlich kommen auch mal Müt-
Elke Jacobi Zeit der ganz besondern dest nirgendwo angesagt. Die ge- Schnee und allem Drum und ze, Schal und Handschuhe zu
Schnappschüsse. Klar, es gibt je- wonnene Freizeit lässt sich dann Dran gesehnt. Jetzt endlich ist es neuen Ehren – wasserdichte

W
enn das kein Win- de Menge Unwägbarkeiten: Stra- gar wunderbar nutzen. Denn mal so weit. Auf den Weihern Schuhe an und raus ins Freie (da
ter ist . . . dann fragt ßen sind gesperrt, die Müllabfuhr endlich Winter, endlich mal so, kann man Schlittschuh fahren, an freut sich im Übrigen auch Hünd-
man sich, was noch kommt nicht bei – und weh dem, wie er sein soll, so wie’s früher den Hängen kann man Schlitten chen drüber.) Und nach dem aus-
Winter sein soll. der auf dem Berg wohnt und des- immer war. Deshalb wär’s doch kurven lassen, es dürfen Schnee- giebigen Wintergenuss zurück
Einfach märchenhaft, welch sen Ölvorrat zur Neige geht. Da nicht ganz fair, da einfach nur das männer gebaut werden, hie und ins (hoffentlich) warme Stüb-
Wintermärchen da das Wetter so sieht es ganz danach aus, als Negative zu sehen. Die vergange- da entsteht sogar ein Iglu, und chen und sich bei warmem Kaffee
zaubert. Kein Wunder also, dass müssten die Elektroöfchen zu nen Jahre jedenfalls, als der Win- man kann endlich mal so richtig oder Tee gemütlich auf die Couch
nicht nur die Fotografen der neuen Ehren kommen. Die Schü- ter nur wenige Schneeflocken mit ausgiebig Schneeballschlachten gekuschelt. So lässt sich der Win-
Saarbrücker Zeitung so manch ler freuen sich derweil über frü- sich brachte, mehr Schmuddel als machen. Da ist nur noch eines ter so richtig genießen – auch
ungewöhnliches Motiv finden. here Freizeit. Mehr als sechs Wetter war, da haben die meisten wichtig: Sich warm verpacken – wenn’s draußen weiter schneit.

Unterwegs wie im Winterurlaub

Die Heiligenwalder Kirche kann


zurzeit nicht genutzt werden.

Schneetreiben in der Innenstadt Winter-Impressionen, die können Fotografen eingefangen. Eine Schlittenfahrt auf dem Wacken- und Dinge genießen, von denen man zuvor nie gehofft hät-
gestern Morgen. zurzeit in Mengen einfangen. Und dafür sind nicht berg in Landsweiler-Reden hat sie im Bild festgehal- te, dass sie wirklich einmal möglich werden. Die Fahrt mit
nur die Fotografen der Saarbrücker Zeitung un- ten. Das Schimmelgespann zieht quer übers Feld. der Kutsche über den winterlichen Wackenberg in Lands-
terwegs. Auch die Leser der SZ haben offenbar Gut eingepackt hat man so den Winterspaß pur. Da weiler-Reden jedenfalls, die hat den Beteiligten sehr viel
ihre Kameras immer griffbereit und können so muss wirklich niemand mehr unbedingt weit weg Spaß gemacht, wie unschwer zu erkennen ist. Und auch
manch wunderbaren Schnappschuss machen. fahren, um Winterfreuden zu genießen. Die gibt es alle, die zufällig bei ihrem Winterspaziergang das unge-
Produktion dieser Seite: Ein solcher ist auch Leser-Reporterin Claudia im Moment im Kreis Neunkirchen, wie man sieht, zu wöhnliche Gefährt bestaunen konnten, hatten ihre Freude
Elke Jacobi Schmitz gelungen. Sie hat den Winter in Lands- Hauf und auf die unterschiedlichste Art und Weise. daran und genossen die romantische Fahrt mit Pferdestär-
Solveig Lenz-Engel weiler-Reden auf ganz besondere Art und Weise Da kann man zu ganz neuen Erlebnissen kommen ken mit. red/Foto: SZ-Leser-Reporterin Claudia Schmitz