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GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde - 20.u.21.6.1941

1963 Der Geist Gottes weht, wo er will ....

Der Geist Gottes weht, wo er will .... Es sind diese Worte wieder leicht falsch zu
verstehen, indem der göttliche Wille dem Wirken des Geistes im Menschen zur
Voraussetzung gemacht wird und dies leicht zur Annahme führen kann, daß nicht der
Mensch, sondern Gott bestimmend ist für das Empfangen der Weisheiten aus Gott. Der
Wille Gottes liegt zwar allem zugrunde, was ist und was geschieht. So muß also
auch der göttliche Wille die Zustimmung geben, so der Geist aus Gott sich mit dem
Geistesfunken im Menschen verbindet zwecks Belehrung und Vermitteln geistiger
Wahrheiten. Daher wird der Wille Gottes wohl erste Voraussetzung sein, so sich der
Geist im Menschen äußert .... doch im göttlichen Willen liegt es nicht, einen
Menschen ohne dessen Willen zu einer Aufgabe zu veranlassen, die nur durch
geistiges Wirken zu erfüllen ist ....

Geistiges Wirken kann nie und nimmer in einem Zwangszustand erzielt werden,
geistiges Wirken ist allein vom Menschen abhängig, und geistiges Wirken bedingt
einen außergewöhnlich hohen Reifegrad .... Es muß ihm eine Selbstveredlung
vorangegangen sein, diese aber wieder ist vom Willen des Menschen angestrebt, und
Gott gibt Seine Kraft und Seinen Segen dazu .... Des Geistes Wirken ist abhängig
von der Einstellung des Menschen zu Gott ....

Die Ihm widerstreben, die Seiner gnadenvollen Führung entgegenarbeiten durch einen
dem göttlichen Willen gänzlich entgegengerichteten Willen, diese werden nie des
Geistes Wirksamkeit in sich verspüren. Also muß immer das Verlangen nach Gott
vorhanden sein, es muß der Mensch sich bejahend einstellen zur ewigen Gottheit,
dann kann auch der Geist Gottes in ihm wirksam werden .... Und dann wieder wählet
Gott die Menschen aus, die das zu tun bereit sind, was Er durch Seinen Geist ihnen
kundtut .... Er wählet aus, die sich eignen als Werkzeug, denn sie sollen eines
Amtes walten. Und wieder ist der Wille des Menschen ausschlaggebend, zu
verbreiten, was er empfangen hat.

Denn äußert sich der Geist aus Gott, so will Er durch jene Menschen zu allen
Menschen reden. Es ist der Empfänger des göttlichen Wortes das Sprechorgan Dessen,
Der Sein Wort dem Menschen gibt. Nicht jeder aber erfaßt seine Aufgabe und führt
sie aus, indem er die köstliche Gabe des Himmels weitergibt seinen Mitmenschen.
Und Gott weiß um den Willen der Menschen. Der Geist aus Gott ergießet sich wohl
über einen jeden, der Ihn inniglich begehret, und er wird dessen Denken recht
leiten, doch wo er offensichtlich wirket zum Heil und Segen der Menschheit .... wo
die Menschen deutlich erkennen sollen, daß sich der Geist aus Gott herabsenkt auf
ein williges Erdenkind, dort wählet Gott die Träger des göttlichen Geistes Selbst
aus.

Er läßt göttlichen Inhalt denen zufließen, die Er als Aufnahmegefäß dessen würdig
erachtet und die ihren Willen Seinem Willen unterstellt haben aus eigenem Antrieb.
Wohl ist es Gottes Wille, daß alle Menschen sich so gestalten, daß sie würdig sind
Seiner Gabe, doch der Menschen Wille geht oft eigene Wege, und diese sind nicht
tauglich als Werkzeug Gottes. Gott aber, Der die Herzen aller kennt, wird Sich
dort kundtun, wo Er die Bereitwilligkeit, Ihm zu dienen, findet und also wird der
Geist Gottes wehen, wo Gott es will ....
Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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