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Juist will erste klimaneutrale Insel werden

Anmerkung zum folgenden Artikel in der Ostfriesen-Zeitung vom 08.02.2010

Andere machen aus Scheiße Bonbon, Juist macht aus CO2, dem
Spurengas der Atemluft, ein Marketingmodell. Ob der Juister Klima-Wahn
das Wetter oder in Folge den statistischen Wert des "Klimas" beeinflusst,
ist höchst zweifelhaft. Juist ist ohnehin "autofrei", der Transport geschieht
mit Pferdefuhrwerken, und aus den Pferdehintern entweicht als Blähung
Methan, das soll ja auch ein "Klimagas" sein.

Immerhin erfährt man aus dem Beitrag, dass diese Idee "bei einem
Forschungsprojekt der Universitäten Lüneburg und Freiburg geboren"
wurde. Daher weht also der warme Klimawind: Dafür gibt es
Forschungsgelder, mit denen sich Wissenschaftler und Institute über
Wasser halten., Hauptsache es steht "Klima" drauf, dann sprudeln die
Mittel fast von selbst. CO2 kommt nur zu 0,038 Prozent in der Atmosphäre
vor, der anthropogene (vom Menschen gemachte) Anteil des CO2 liegt
gerade einmal bei drei Prozent des Gesamt-CO2, also bei 0,00114
Prozent; wie hoch der Anteil von Juist dabei ist, lässt sich gar nicht mehr
darstellen.Die geistigen Blähungen des Marketingsleiters von Juist sind
also schon jetzt garantiert klimaneutral.

MK

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Bezugsartikel in der
Ostfriesen Zeitung, S.9., 08.Februar 2010

Juist will erste klimaneutrale Insel werden Derzeit arbeiten die Partner an
einer Emissions-Bilanz. Im zweiten Schritt sollen Insulaner und Touristen
dazu bewogen werden, Energie einzusparen.

TOURISMUS Gemeinde setzt mit der EWE ein Konzept zur Verringerung
des CO2-Ausstoßes um

von Heidi Janssen

JUIST - Der Klimawandel ist in vollem Gange. „Die Frage ist, wie reagiert
man darauf“, so Thomas Vodde, Marketingleiter der Kurverwaltung auf
Juist. Abwarten oder Handeln, Anpassen oder etwas gegen die globale
Erderwärmung tun. Juist hat sich fürs Handeln entschieden. Sie schickt
sich an, erste klimaneutrale Insel in Deutschland zu werden. „Das schaffen
wir natürlich nicht alleine“, so Vodde. Die Insel hat sich deshalb einen
Partner gesucht. Gemeinsam mit der EWE will die Gemeinde ihr
Klimaschutzkonzept für die Insel umsetzen. Das gemeinsame Ziel: Sie
wollen den CO2-Ausstoß der Insel reduzieren.

Die Idee wurde nach den Worten von Vodde bei einem Forschungsprojekt
der Universitäten Lüneburg und Freiburg geboren, an dem Juist – neben
Norderney – als Pilotregion teilnahm. Bei Kuntikum, die Abkürzung für
„Klimatrends und nachhaltige Tourismusentwicklung in Küsten- und
Mittelgebirgsregionen“, arbeiteten Touristiker, Wirtschaftswissenschaftler
und Klimaforscher zusammen. Die Experten räumten der Insel gute
Chancen ein, ihr Ziel zu erreichen. „Juist bringt sehr gute
Voraussetzungen mit“, sagt Andreas Gerbrand, Projektleiter bei der EWE.
Erstens sei die Insel überschaubar, „und es fahren keine Autos“, nennt
Gerbrand einen entscheidenden Vorteil. Das erleichtert den Partnern den
ersten Schritt – das Erstellen eines sogenannten CO2-Fußabdrucks. Diese
Bilanz wird derzeit erstellt. Sie wird Auskunft geben, welche Mengen des
Treibhausgases auf Juist überhaupt anfallen.

Als Grundversorger auf der Insel könne die EWE einen Großteil der
Energie-Daten bereitstellen, so Gerbrand. Andere müssen erhoben
werden: „Wir erfassen gerade den Fährbetrieb.“ Denn auch die Schiffe
tragen zur CO2-Bilanz bei. Der Fußabdruck soll nach den Worten von
Gerbrand Ende des ersten Quartals 2010 vorliegen. „Aber die Tonnenzahl
sagt letztlich wenig aus“, so der EWE-Projektleiter. Wichtig seien die
nächsten Schritte zur Reduzierung des Treibhausgases. Dabei setzen
Energieversorger und Inselgemeinde in erster Linie auf Information. „Es
geht darum, die Menschen zu sensibilisieren“, erläutert Thomas Vodde.
Bereits kleine Änderungen im Nutzungsverhalten könnten zu erheblichen
Einsparungen führen. Vodde: „Das muss nicht immer das große Geld
kosten.“

Gedacht ist an Energieberatungen, Informationsbroschüren und Infotage


nicht nur für Insulaner, sondern auch für Touristen, denen man die
Zusammenhänge zwischen CO2-Emissionen, Erderwärmung,
Meeresspiegelanstieg und den Folgen für die Menschen darstellen will. „Im
Urlaub sind die Leute empfänglicher“, so Vodde. Die Partner sind sich
bewusst, ihr Ziel nicht von heut’ auf morgen erreichen zu können. „Es ist
ein langfristiges Projekt“, so Vodde, das wenigstens auf zehn Jahre
angelegt sei.