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Vor der Behandlung von Brustkrebs – Mehr zum Hintergrund von Brustkrebs

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 09.05.2006

Hintergründe bei der Brustkrebsbehandlung

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Bei Brustkrebs ist nur bei frühem Brustkrebs die Amputation zur Heilung möglich.

Bei spätem, ausgebreitetem Brustkrebs nicht. Weil der Krebs da über die Brust hinaus ist, kann man ihn durch die Amputation nicht mehr
vernichten. Da bleibt dann nur die Chemotherapie und die Anti-Hormonbehandlung, denn die übliche äußere Bestrahlung wirkt nur im bestrahlten
Feld. Anders ist das bei der inneren Bestrahlung im radioaktivem Jod131, die man beim Vorhandensein von Schilddrüsen Antikörpern in Betracht
ziehen kann. Warum soll die Jod131 Behandlung besser wirken als die Chemotherapie?

Warum die Chemotherapie beim frühem Brustkrebs ohne nachweisbare Metastasen also der adjuvanten Behandlung wirkt und sie wirkt da wohl
tatsächlich, wird sehr kontrovers diskutiert und ist fast zu einer Glaubenssache geworden. Ich will mich bemühen die Gründen für diesen Erfolg
darzustellen.

Brustkrebs ist nämlich praktisch der einzige solide Organkrebs bei dem es Erfolge der Chemotherapie gibt, sonst findet man diese Erfolge eigentlich
nur bei Leukämien und dem Hodgkins Lymphom. Viellicht auch noch bei Krebserkrankungen von Kindern. Da kenne ich mich aber nicht aus.

Da die Chemotherapie so eng begrenzte Erfolge hat stellt sich die Frage: Warum soll das gerade bei der adjuvanten Behandlung des Brustkrebs
anders sein?

Das ist aber keine akademische Frage, sondern eine, mit der eine Frau sich vor der adjuvanten Chemotherapie beschäftigen sollte.

Deshalb:

Wie kann man sich die Erfolge der Chemotherapie bei Brustkrebs erklären?

Erfolg der adjuvanten Chemotherapie bei Brustkrebs


Die Lymphknotenuntersuchung

Forum

Die Lymphknotenuntersuchung wird gemacht, damit man weiß, ist die Krankheit noch auf die Brust beschränkt oder schon ausgebreitet.

Wenn Fernmetastasen vorhanden sind oder bei Inflammatorischem Brustkrebs, den man bei einer geröteten, entzündeten Brust vermuten muss, ist
die Lymphknotenuntersuchung für die Behandlung nicht mehr entscheidend. In Studien macht man das dann trotzdem, um die Ergebnisse
vergleichen zu können.

Vor der Behandlung


Viele Frauen lassen sich vor Angst und Schreck Psychopharmaka verschreiben, entweder um den Gedanken an den Verlust der Brust oder um den
an den Tod um den Gedanken verkraften zu können.

Ob man in dieser Situation aber vernünftige Entscheidungen treffen kann, ist mehr als fraglich.

Tut es nicht! Um wichtige Entscheidungen zu treffen braucht frau einen klaren Kopf sonst landet sie als Versuchskaninchen vollgepumpt mit neuen
Medikamenten in einer Studie und kann den Löffel bald abgeben.

Kann ich nicht empfehlen.

Studien können sehr sinnvoll sein, aber Frau sollte sich genau informieren worum es geht, wozu sie bereit ist und was sinnvoll ist. Das würde man
auch nicht betrunken entscheiden. Vollgepumlpt mit Medikamenten kann man es auch nicht.

Ordner anlegen, in den alles hineinkommt.

Wenn frau eine Zweitmeinung einholen möchte, nicht sagen, was die erste Stelle empfohlen hat, denn dann sind die Ärzte nicht unabhängig in ihrer
Meinungsbildung.

Alles in Ruhe entscheiden. Brustkrebs braucht lange, um sich zu entwickeln. Auf ein, zwei Wochen kommt es bei der Behandlung nicht an.
Zu den Terminen am besten noch eine zweite Person, die die Ruhe bewahren kann, mitnehmen. Bei einer Krankheit, wie Brustkrebs ist man oft so
durcheinander, dass man gar nicht alles mitbekommt oder sofort versteht.

Notizen machen, ist auch nicht schlecht.

Versuchen, die Diagnose mit den ganzen Stadien zu verstehen.

Text im Archiv der Library of Congress: http://web.archive.org/web/20071018035304/www.erieping.de/bkhint1.htm