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Auf

neuen

WWegene g e n

Schreibmodul

I. Umfang

Das Lehrwerk Auf neuen Wegen (AnW) behandelt alle Fertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Sprechen, Schreiben, Grammatik) in etwa gleichem Umfang. Erfahrungsgemäß bereitet aber das Schreiben von anspruchsvolleren Texten den Lernenden mehr Schwierigkeiten und nimmt auch einen größeren Zeitraum im Unterrichtsgeschehen ein. Daher haben wir ein zusätzliches Schreib- modul entwickelt, in dem die Fertigkeit Schreiben – basierend auf den Themen, Schreibaufgaben und der Progression im Lehrwerk – kleinschrittiger und stärker strukturiert behandelt wird, was aus Platz- und Zeitmangel im Lehrwerk nicht möglich war. Dieses Modul ist konzipiert für Lern- gruppen, in denen die Fertigkeit Schreiben eine wichtige Rolle spielt, so z.B. an Universitäten oder Instituten, an denen auf eine Prüfung vorbereitet wird. Das Modul umfasst 12 Unterrichts- einheiten mit je 4 Unterrichtsstunden und kann als eigenständiges Modul neben dem Lehrwerk eingesetzt werden. Es kann also ausgegliedert werden, so dass bei einem Kurs mit einer Dauer von etwa 12 bis 15 Wochen mit ca. 16 Unterrichtsstunden pro Woche je eine „Schreibsitzung“ mit 4 weiteren Unterrichtsstunden hinzukommt. Natürlich kann das Schreibmodul aber auch in die Arbeit mit dem Lehrwerk integriert werden.

II. Progressionsschienen

Folgende Progressionsschienen wurden bei der Konzeption der Sitzungen jeweils parallel berücksichtigt:

1 Vom Wort zum Satz zum Text

Grundprinzipien der Vertextung; Syntax und Textgrammatik (Proformen, Konnektoren, lexikalische Variation, textgliedernde Wendungen, Kohärenz/Kohäsion)

2 Bewusstmachung des Schreibprozesses (vgl. „Schreiben“/S 6 im Strategieanhang von AnW, S.252-254)

Stoffsammlung, Ordnen (Mind Map), Gliederung/Textaufbau, Schreiben, Revision/Korrektur

3 Textaufbau

Einleitung, Schluss, Überleitungen, Teilthemen und ihre Gewichtung

4 Mittelstufenrelevante Schreibhandlungen

Beschreiben, berichten, vergleichen, erläutern/erklären, begründen, argumentieren, schlussfolgern, kommentieren, bewerten

5 Mittelstufenrelevante Textsorten

(Erfahrungs-/Erlebnis-)Bericht, (fiktive) Erzählung/Sage/Märchen, Protokoll, offizieller/per- sönlicher Brief, Beschreibung (z.B. Bild, Schaubild), Begründung/Argumentation/Stellungsnahme (Pro-Contra-Text), Interpretation/Kritik/Besprechung (z.B. Buch, Film)

6 Fehleranalyse und Fehlerkorrektur

Umgang mit Lehrerkorrekturen, Korrektursymbole und –verfahren, Fehlerstatistik, Hinführung zur Selbstkorrektur

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

III. Schreibkurs

1. Sitzung

1. Bewusstmachung des Schreibprozesses

Schreibgewohnheiten und –erfahrungen anhand der Fragen auf Folie (Anhang 1) thematisieren

2. Textsorte: Personenbeschreibung

Paare bilden; gegenseitige Befragung zu den wichtigsten Informationen (z.B. woher,

wie lange in Deutschland, Familie, Studium, Beruf, Interessen); Stichpunkte notieren;

Text im Unterricht schreiben (20 bis 30 Minuten); Texte mit Lernpartner/Lernpartnerin (im Folgenden: LP) tauschen; gegenseitige Tipps und Vorschläge zur Korrektur

3. Vom Wort zum Satz zum Text

Zwei Arbeitsblätter in Gruppen von 3 bis 4 Personen bearbeiten:

Anhang 2: aus Wörtern Sätze bilden; im Plenum die Themen Valenz, Wortstellung etc. besprechen Anhang 3: Sätze in die richtige Reihenfolge bringen und sprachlich sinnvoll verknüpfen mit Hilfe von Pronomen, Synonymen, Konnektoren; Ergebnisse auf Folien schreiben und ein- sammeln

4. Hausaufgabe

Überarbeitung der Personenbeschreibungen auf der Grundlage der besprochenen syntakti- schen und textgrammatischen Themen (Texte werden in der nächsten Sitzung eingesammelt)

2. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Die zu Hause überarbeiteten Personenbeschreibungen in maximal 5 Gruppen vorlesen; in den Gruppen die beste Hausaufgabe mit Begründung wählen; diese 5 Texte im Plenum vorle- sen; den besten Text wählen und die beschriebenen Personen erraten lassen

2. Vom Wort zum Satz zum Text

Die in der 1. Sitzung eingesammelten Folien besprechen: sie sind korrigiert worden; gemein- sam die Vertextung durch unterschiedliche farbige Markierung der Konnektoren, Proformen, lexikalischen Varianten verdeutlichen (Muster in Anhang 4)

3. Stoff sammeln und ordnen / Mind Map

Assoziogramm zu „Die Deutschen“ im Plenum erstellen; gemeinsam besprechen, nach wel- chen Kriterien die gefundenen Aspekte geordnet werden könnten (Mind Map); in Gruppen auf Folien Mind Map erstellen; unterschiedliche Lösungen besprechen (Anhang 5: ein Mind Map zum Thema „Sommer“ zwecks weiterer Vertiefung)

4. Textsorte: Erfahrungsbericht „Die Deutschen“

In Einzelarbeit aus dem Mind Map zwei Äste auswählen; aus diesen Ästen wiederum Aspekte auswählen und als Vorbereitung für einen schriftlichen Text sinnvoll anordnen

5. Textaufbau verdeutlichen

Gliederung thematisieren; über Einleitung und Schluss sprechen; Ideen für Einleitung und Schluss im Plenum sammeln

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6.

Hausaufgabe

Erfahrungsbericht „Die Deutschen“ schreiben, auf die Kommunikationsmittel in L1, A7, S.16 hinweisen (Texte werden in der nächsten Sitzung eingesammelt)

3. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Hausaufgabe „Personenbeschreibung“ aus der 1. Sitzung zurückgeben; Korrekturblatt (Anhang 6) austeilen und anhand der Fehlerbeispiele aus den Hausaufgaben an der Tafel bzw. auf Folie erklären:

Die Korrekturen der Kursleiterin / des Kursleiters (im Folgenden: KL) bestehen darin, dass die Fehlerkategorie am Rand notiert und im Text nur unterstrichen ist. Die Lernenden sollen ihre Fehler selbständig analysieren und mit einer anderen Farbe die Korrekturen in den Text einfügen. Bei zu vielen Fehlern sollte nicht in den Text korrigiert werden, sondern dieser in korrigierter Form zu Hause abgeschrieben und erneut zur Korrektur vorgelegt werden. In die- ser Korrekturphase im Unterricht sollte eine Individualberatung stattfinden.

2. Fehlerstatistik

Die Lernenden anleiten, auf der Basis der Lehrerkorrekturen eine persönliche Fehlerstatistik zu führen (welche Fehlertypen kommen am häufigsten vor?) und in der Korrekturphase bei ihren Texten besonders auf diese Fehler zu achten

3. Schreibstile

Die verschiedenen Schreibstile: kreatives, funktionales und kommunikatives Schreiben besprechen (vgl. Strategieanhang S 6 in AnW S.252-254)

4. Kreatives Schreiben: „Zeitgeschichte“

Schreibaufgabe aus Lektion 2, A8, S.51 in Gruppen vorbereiten: über Textsorte und Schreib- stil sprechen; Konzept erstellen; Stichpunkte anfertigen; Sätze formulieren (z.B. jede/r abwechselnd einen Satz); Verknüpfungen überprüfen bzw. einsetzen (Gruppentexte werden dann eingesammelt)

5. Vorbereitung der Hausaufgabe

Text zu „Zeitsprichwort“, Lektion 2, C4, S.56 besprechen: die beiden möglichen Textsorten thematisieren – entweder fiktive Erzählung oder authentischer Erlebnisbericht; Textgliederung besprechen (vgl. gliedernde Fragen 1 bis 5 zu C4); Textaufbau verdeutlichen:

gewähltes Sprichwort als Ausgangspunkt (Einleitung) oder als Fazit (Schluss)

6. Hausaufgabe

Erzählung oder Erlebnisbericht zu „Zeitsprichwort“ schreiben (Texte werden in der nächsten Sitzung eingesammelt)

4. Sitzung

1. Textsorte: Protokoll

Textsorte Protokoll besprechen und Arbeitsblatt dazu austeilen (Anhang 7); ein Beispiel für Protokoll auf Folie präsentieren (Anhang 8); zwei Lernende fertigen gemeinsam ein Protokoll der Stunde an

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

2.

Korrektur der Hausaufgaben

Den Text „Die Deutschen“ zurückgeben: er soll zu Hause korrigiert werden; die Erlebnisgeschichte, die in Gruppen geschrieben wurde, mit den KL-Anmerkungen ebenfalls zurückgeben; in den jeweiligen Gruppen gemeinsam korrigieren, dann vorlesen und die beste auswählen

3. Textsorte: Sachtext / Schreibhandlung: beschreiben und begründen (Lektion 3, B6, S.81)

Im Plenum über Wunschberufe der Lernenden sprechen; dann Schreibstil, Schreibhand- lungen und Textsorte zum Thema „Wunschberuf“ klären; bei diesem Text sind besonders kausale Konnektoren wichtig, deshalb sollten sie zunächst besprochen werden (vgl. Lektion 3, C9, S.90 und GT3, S.102); auch verschiedene additive Ausdrücke sollen im beschreibenden

Teil eingesetzt werden wie: und, außerdem, sowie, darüber hinaus, desgleichen, zudem, sowohl - als auch, nicht nur - sondern auch, zum einen - zum anderen, einerseits - andererseits

4. Textaufbau

Gliederungen besprechen; vgl. hierzu mögliche Gliederungen in Anhang 9, diese auf Folie präsentieren; in Einzelarbeit im Unterricht Gliederungen erstellen und diese mit LP bespre- chen; im Plenum noch einmal Ideen für Einleitung und Schluss sammeln

5. Hausaufgabe

Text „Wunschberuf“ schreiben (Texte werden in der nächsten Sitzung eingesammelt)

5. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Den Text „Wunschberuf“ mit LP tauschen, LP markiert am Rand die einzelnen Gliederungspunkte wie Einleitung, Überleitungen, Hauptteil (Beschreibung der Aspekte und Begründungen der persönlichen Eignung), Schluss; dies zu zweit besprechen (Texte werden dann eingesammelt)

2. Textsorte: persönlicher Brief / offizieller Brief

Formale Kriterien und Redemittel für persönlichen und offiziellen Brief bearbeiten (Anhang 10); persönlichen Brief in offiziellen Brief umformulieren (Anhang 11); Ergebnisse in Kleingruppen besprechen

3. Vorbereitung der Hausaufgabe (Lektion 4, VT3, S.122)

Besprechen der Unfallskizze und des Unfallhergangs; hierzu einen offiziellen Brief an die Versicherung über den Unfallhergang schreiben wie auch einen persönlichen Brief an eine/n Freund/in, in dem über den Unfall, die Folgen etc. berichtet wird; es bieten sich je nach Zeit und Bedarf verschiedene Möglichkeiten an:

der persönliche Brief wird in Gruppen geschrieben, der offizielle in Einzelarbeit als Hausaufgabe oder umgekehrt; in Zweier-Gruppen: ein/e Lernende/r schreibt den offiziellen, der/die andere den persönlichen Brief; jede/r Lernende/r schreibt einen offiziellen und einen persönlichen Brief

4. Hausaufgabe

einen oder zwei Briefe schreiben (Briefe werden in der nächsten Sitzung eingesammelt)

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

6.

Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Verschiedene Einleitungen und Schlussgedanken aus den Texten „Wunschberuf“ auf Folie zeigen, über gute und schlechte sprechen; einen Mustertext zeigen und den Aufbau verdeut- lichen;

2. Textsorte Schaubild / Aufbau und Kommunikationsmittel

Übungen aus AnW:

L4, B1, S. 109: Aufbau eines Schaubildes; L6, C4, S.185: Kommunikationsmittel zum Aufbau und der Beschreibung eines Schaubildes; L6, A9, S.172: wichtige Verben; L6, VT3, S.195:

Übung zu den Verben; dazu wichtige Nomen thematisieren wie: die Zunahme, die Abnahme,

der Anstieg, der Rückgang, die Prozentzahl, der Anteil, der Prozentsatz, der Trend, die Entwicklung, die Stagnation, der Stillstand;

über verschiedene Typen von Schaubildern sprechen (hierzu aktuelle Vorlagen suchen):

Säulen-/Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Kurvendiagramm und differenzieren in Schaubilder, die eine Entwicklung zeigen (Kurvendiagramm, oft auch Balken- oder Säulendiagramm) und Schaubilder, die einen Zustand zeigen (Kreisdiagramm, manchmal Säulen- oder Balkendiagramm); den Zusammenhang mit den unterschiedlichen Verben ver- deutlichen

3. Schriftliche Schaubildbeschreibung

Im Plenum über Thema (nicht immer Titel) und Fazit der Schaubilder sprechen; in Gruppenarbeit zu 3 bis 4 Lernenden je eines dieser Schaubilder beschreiben, auf Folie schrei- ben, im Plenum besprechen und korrigieren (ggf. den Lernenden Musterbeschreibungen geben)

4. Hausaufgabe

Schaubild zu VHS (L6, C4, S.185) mit den vorgegebenen Hilfen beschreiben

7. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Korrigierte Briefe zurückgeben, für offiziellen Brief Musterbrief austeilen (Anhang 12)

2. Korrektur der Schaubildbeschreibung

Schaubildbeschreibungen mit LP austauschen und gegenseitig Korrekturvorschläge machen

3. Textaufbau Gesamttext/Vorbereitung der Hausaufgabe

Die korrigierten Schaubildbeschreibungen in einen Gesamttext einbinden mit der Fragestellung:

Wenn Sie Zeit und Geld hätten, welchen Kurs / welche Kurse würden Sie gerne an einer VHS belegen? Begründen Sie Ihren Wunsch.(ca. 250 Wörter);

Textaufbau nochmals thematisieren: über mögliche Einleitungen, Überleitungen, Schluss- gedanken sprechen; darauf hinweisen, dass die Einleitung zum Gesamttext nicht der Einleitung zum Schaubild entspricht

4. Textsorte: Argumentativer Text

Textsorte und Textstruktur besprechen, dazu Arbeitsblatt mit Kommunikationsmitteln aus- geben (Anhang 13)

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

5.

Argumente sammeln

Thema „alternative Heilmethoden“ (zu L4, C-Teil): im Plenum Argumente sammeln und auf Folie schreiben

6. Hausaufgabe

Argumente zu alternativen Heilmethoden zu Hause ergänzen

8. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

VHS-Text mit LP tauschen: Textaufbau am Rand durch Abkürzungen (z.B. E für Einleitung) verdeutlichen; zu zweit über Aufbau und Gewichtung der Teilthemen sprechen; einen Mustertext vorlesen

2. Argumente ergänzen

Folie mit Pro- und Contra-Argumenten aus der letzten Sitzung auf der Basis der Hausaufgaben gemeinsam ergänzen

3. Schreiben im Unterricht

In Einzelarbeit einen bestimmten Argumentationsweg wählen (vgl. Anhang 13) und maxi- mal zwei Pro- und zwei Contra-Argumente auswählen; dann ein Stichpunktkonzept (Gliederung mit inhaltlichen Stichworten) anfertigen; im Plenum einige Stichpunktkonzepte vorstellen, diskutieren und bewerten; mit der Zeitvorgabe von 40 Minuten einen argumentativen Text schreiben (Texte werden dann eingesammelt)

4. Vorbereitung der Hausaufgabe

Aktuelles Schaubild zum Thema „Studentisches Wohnen in Deutschland“ (alternativ Schaubild in AnW, L6, VT3, S. 194) anschauen und Thema, Daten, Fazit mündlich formulie- ren; im Plenum Argumente sammeln:

Studentisches Wohnen in Deutschland

 

pro

contra

während des Studiums bei den Eltern wohnen

   

während des Studiums nicht bei den Eltern wohnen

   

5. Textaufbau

Gliederung wie unten besprechen und im Unterricht individuell Stichwortkonzept anferti- gen, falls die Zeit reicht (Texte werden in der nächsten Sitzung eingesammelt):

1. Einleitung zum Gesamttext Überleitung

2. Hauptteil Schaubild (Thema, wichtige Daten, Fazit) Überleitung pro/contra (nicht) Wohnen bei Eltern

3. Schlussbemerkung

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

9. Sitzung

1. Besprechung des argumentativen Textes

Rückgabe des benoteten Pro-Contra-Textes zu alternativen Heilmethoden und allgemeine Besprechung

2. Korrektur

Die Texte im Unterricht auf der Grundlage der Korrekturanleitung individuell verbessern (v.a. sprachliche Korrektur; bei misslungenem Aufbau/Inhalt evtl. neu schreiben)

3. Vom Wort zum Satz zum Text

Übungen zu häufigen Fehlern und zur Vertextung im Plenum bearbeiten:

Artikelgebrauch

Einen von KL korrigierten und zum Lückentext aufgearbeiteten Schülertext (alle Artikel feh- len) bearbeiten und die jeweilige Artikelwahl begründen; Regeln zum Artikelgebrauch wie- derholen (vgl. AnW L4, C11, S.120 und Anhang 14), evtl. detailliertere Regeln aus einer Grammatik hinzunehmen

Konnektorengebrauch

Die wichtigsten Konnektoren anhand AnW bzw. anhand einer tabellarischen Übersicht (z.B. aus der Übungsgrammatik von Hall/Scheiner, S.193) wiederholen; einen vom Kursleiter kor- rigierten und zum Lückentext aufbereiteten Schülertext (alle Konnektoren fehlen) bearbei- ten (alternativ einen Artikel aus einer Fach-/Zeitschrift dementsprechend aufbereiten)

Textualität

Aus Stichpunkten zunächst komplexe Sätze bilden, diese zu einem Text verknüpfen; auf die Verwendung von Proformen, Konnektoren, lexikalischen Varianten achten (Anhang 15)

10. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

„Studentisches Wohnen in Deutschland“ zurückgeben und unter inhaltlichen und sprachli- chen Aspekten sehr ausführlich besprechen

2. Film

Verfilmung z.B. zu Lektion 7: „Die Leiden des jungen Werther“ (Goethe) oder „Die neuen Leiden des jungen W.“ (Plenzdorf) gemeinsam im Unterricht anschauen

3. Textsorte: Rezension

Über den Film sprechen, ihn bewerten; allgemein über Lieblingsbücher, Lieblingsfilme oder Theaterstücke sprechen; Textsorte Rezension einführen, über Aufbau und Kommunikationsmittel sprechen (Anhang 16)

Hausaufgabe

Eine Rezension entweder zu dem geschauten Film oder einem anderen Film, einem Buch, einem Theaterstück schreiben

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

11.

Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Die Titel der von den Lernenden besprochenen Filme/Bücher an die Tafel schreiben; 5 Titel zum Vorlesen auswählen (jede/r darf 3 Punkte oder Striche vergeben)

2. Textsorte: Sage

„Europa und der Stier“ (AnW, L8, VT1, S.239) im Unterricht lesen und besprechen; Textsorte erarbeiten; ähnliche Sagen aus der Heimat erzählen

3. Hausaufgabe

Eine Sage (alternativ ein Märchen) aus der Heimat schreiben

4. Probe-Prüfung

Vorschlag: Textproduktion aus Lehrerhandbuch AnW (S.73) zum Thema „Studiengebühren“ (Pro-Contra-Text mit Schaubildbeschreibung); Zeitvorgabe: 60 Minuten

12. Sitzung

1. Besprechung der Hausaufgabe

Einige der Sagen vorlesen

2. Besprechung der Probe-Prüfung

Rückgabe der Prüfungen und ausführliche Individualberatung

3. Abschlussbesprechung

An ursprüngliche Erwartungen erinnern: Welche haben sich erfüllt? Welche haben sich nicht erfüllt (vgl. Anhang 1)

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Auf neuen Wegen Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 1:

Fragen am Anfang des Schreibkurses

Welche Schreibgewohnheiten und –erfahrungen hatte ich bisher?Anhang 1: Fragen am Anfang des Schreibkurses Welche Rolle spielte Schreiben in meinem bisherigen Leben/Studium/Beruf?

Welche Rolle spielte Schreiben in meinem bisherigen Leben/Studium/Beruf?Schreibgewohnheiten und –erfahrungen hatte ich bisher? Wie wichtig wird Schreiben voraussichtlich in meinem

Wie wichtig wird Schreiben voraussichtlich in meinem geplanten Fachstudium oder Beruf? oder Beruf?

Wie wichtig finde ich Schreibübungen in einem Deutschkurs?voraussichtlich in meinem geplanten Fachstudium oder Beruf? Was erwarte ich von diesem Schreibkurs? Auf neuen Wegen

Was erwarte ich von diesem Schreibkurs?Wie wichtig finde ich Schreibübungen in einem Deutschkurs? Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 2:

Übung zu A. Souaré

1. Vom Wort zum Satz: Bilden Sie mit Hilfe der folgenden Ausdrücke Sätze.

Beispiel: Aboubacar Souaré / Guinea / kommen / Westafrika:

Aboubacar Souaré kommt aus Guinea in Westafrika.

1. Souaré / sein / alt / 36 Jahre

2. Souaré / leben / Deutschland / 5 Jahre

3. elegant / Heimat / Souaré / immer / sich kleiden

4. schätzen / Souaré:

die Deutschen: Zuverlässigkeit, Direktheit

5. Souaré / sich gewöhnen:

achten / Deutschland / mehr Persönlichkeit als Aussehen

6. Souaré / sich vorstellen :

für immer / Deutschland / bleiben

7. nicht wissen / Souaré:

Ehefrau / sich gewöhnen / Westafrika / Leben

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 3:

Übung zu A. Souaré

1. Bringen Sie die folgenden Sätze in eine sinnvolle Reihenfolge. Begründen Sie Ihre Entscheidung. Verknüpfen Sie dann die Einzelsätze so miteinander, dass ein flüssiger („kohärenter“) Text entsteht.

Verwenden Sie dabei

Proformen (Aboubacar Souaré (Aboubacar Souaré

Synonyme (Aboubacar Souaré (Aboubacar Souaré

Konnektoren (aber, und, deshalb, seitdem, dass (aber, und, deshalb, seitdem, dass

Er

// In Westafrika

)

Der Westafrikaner

)

Dort

)

In der Heimat hat sich Aboubacar Souaré immer sehr elegant gekleidet.

Aboubacar Souaré ist seit drei Jahren verheiratet.

Aboubacar Souaré kann sich vorstellen, für immer in Deutschland zu bleiben.

Aboubacar Souaré kommt aus Guinea in Westafrika.

Aboubacar Souaré hat eine kleine Tochter.

Aboubacar Souaré schätzt an den Deutschen ihre Zuverlässigkeit und Direktheit.

Aboubacar Souaré ist 36 Jahre alt.

Aboubacar Souaré hat noch engen Kontakt zu Guinea.

Aboubacar Souaré weiß nicht, ob die Ehefrau von Aboubacar Souaré sich an das Leben in Westafrika gewöhnen könnte.

Aboubacar Souaré lebt seit fünf Jahren in Deutschland.

Aboubacar Souaré arbeitet an der Universität in Göttingen.

Aboubacar Souaré hat Soziologie studiert.

Die Eltern und Geschwister von Aboubacar Souaré leben noch in Guinea.

Aboubacar Souaré musste sich daran gewöhnen, dass man in Deutschland mehr auf die Persönlichkeit als auf das Aussehen achtet.

In Deutschland werden Freundschaften nach einem Streit manchmal sehr schnell beendet. Das gefällt Aboubacar Souaré nicht.

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 4:

Muster zur Markierung von Verknüpfungen

Konnektoren

Proformen

lexikalische Varianten

Aboubacar Souaré

kommt aus Guinea in Westafrika

und
und

ist 36 Jahre alt.

Er
Er

lebt seit fünf

Jahren in Deutschland

ist seit drei Jahren verheiratet.ist 36 Jahre alt. Er lebt seit fünf Jahren in Deutschland Souaré hat eine kleine Tochter.

Souaré
Souaré

hat eine kleine

Tochter.

Seine
Seine

Eltern und Geschwister leben noch in

Guinea, deswegen
Guinea,
deswegen

hat

er
er

engen

und Geschwister leben noch in Guinea, deswegen hat er engen Kontakt zur Heimat. Der Westafrikaner hat

Kontakt zur Heimat. Der Westafrikaner

hat Soziologie studiert

der Universität in Göttingen.

In

seiner Heimat
seiner
Heimat

hat sich

Souaré
Souaré

immer sehr elegant gekleidet,

und jetzt arbeitet er aber er musste sich
und jetzt
arbeitet
er
aber
er
musste sich

daran gewöhnen,

man in Deutschland mehr auf die Persönlichkeit als auf dasjetzt arbeitet er aber er musste sich daran gewöhnen, an Aussehen achtet. Obwohl der Soziologe gefällt

an

Aussehen achtet.

Obwohl

der Soziologe

gefällt

ihm
ihm

nicht,

dass
dass

beendet werden.

Zwar
Zwar

an den Deutschen

ihre
ihre

Zuverlässigkeit und Direktheit schätzt,

Freundschaften nach einem Streit manchmal sehr schnellden Deutschen ihre Zuverlässigkeit und Direktheit schätzt, kann der Afrikaner sich vorstellen, für immer in

kann

der Afrikaner

sich vorstellen, für immer in Deutschland zu

bleiben,

aber er
aber
er

weiß nicht, ob

seine
seine

Frau sich an das Leben in

Westafrika

gewöhnen

könnte.

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 5:

Mind Map zu Sommer

Anhang 5: Mind Map zu Sommer Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 6:

Korrektursymbole und –erklärungen

¬

Morphologie/Orthographie und Interpunktion

 

E

R

Z

Syntax

 

St

 

Präp

HV/MV

Refl

Ak/Pa

VS

 

Konstr

.

.

.

falsche Endung, also:

Numerusfehler (Singular, Plural) bei Nomen und Verben, falsche Pluralform Kasusfehler, eventuell wird der richtige angegeben (NOM, AKK, DAT, GEN) Genusfehler, eventuell wird das richtige angegeben (m., f., n.) falsche Verbform (Stammform, Personalendung)

falsche Rechtschreibung

falsche Zeichensetzung

falsche Wortstellung Hilfssymbole:

falsche Zeichensetzung falsche Wortstellung Hilfssymbole: ➝ Einheiten vertauschen ➝ Einheit (meist Verb) muss

Einheiten vertauschen

Einheit (meist Verb) muss nach vorne oder hinten

falsche oder fehlende Präposition

falsches Hilfs- oder Modalverb

Reflexivpronomen fehlt oder ist zuviel

Aktiv statt Passiv oder umgekehrt

Fehler in der Verbstruktur (falsche Valenz), eventuell wird richtige angegeben, z.B. geben

NOM

DAT

AKK

Konstruktion insgesamt unverständlich, muss neu formuliert werden Korrekturzeichen: Schlängellinie unter der ganzen Textstelle Satz unvollständig

fehlendes Wort

Textualität

Art

Artikel fehlt oder falsch verwendet (z.B. bestimmt statt unbestimmt und umge- kehrt)

T

falsche Zeit, eventuell wird die richtige angegeben (Präs, Prät., Plusq., Perf.)

Prof

falsche Proform

Konn

falscher Konnektor

Lexik/Idiomatik

Vok

Wortschatzfehler (falsches oder unpassendes Wort)

A

Ausdrucksfehler (falscher oder unpassender Ausdruck, Problem Stil, Register)

Wh

Wort oder Ausdruck wird wiederholt, nicht variiert (Problem Stil)

Inhaltlicher und logischer Aufbau

Inhalt

inhaltlich falsche oder unklare Darstellung; (eventuell mit Kommentar)

Logik

logisch falsche oder unklare Verknüpfung von Aussagen (evtl. Kommentar)

Gesamtbeurteilung

+ +

sehr gut

85 – 100 %

+

 

gut

70 – 85 %

±

Grenzbereich

50 – 70 %

-

-

-

nicht ausreichend „Katastrophe“

30 – 50 % 0 – 30 %

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 7:

Protokoll-Darstellung

Protokoll

Ein Protokoll hat vor allem zwei wichtige Funktionen: zum einen ist es eine Erinnerungsstütze für die Teilnehmenden an einer Sitzung (z.B. Vorstand einer Firma; verschiedene Gremien in einer Universität; Versammlungen in der Politik etc.), zum anderen dient es als Information für Personen, die an der Sitzung nicht teilgenommen haben. Außerdem werden mit einem Protokoll Entscheidungen und Ergebnisse dokumentiert, also schriftlich festgehalten.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen von Protokollen:

Verlaufsprotokoll

Es hält den genauen Ablauf der Sitzung fest und gibt die einzelnen Rede-/Diskussionsbeiträge, Entscheidungen, Beschlüsse sachlich und in logisch zeitlicher Abfolge wieder. Zur besseren Übersicht und nötigen Klarheit kann der Protokollant / die Protokollantin den Verlauf durch eine entsprechende Gliederung systematisieren. Das Verlaufsprotokoll ist überall dort notwen- dig, wo zu einem späteren Zeitpunkt genau nachvollzogen werden muss, was in der Sitzung besprochen wurde, also z.B. bei Gerichtsverhandlungen, Parlamentssitzungen etc.

Ergebnisprotokoll

Es ist kürzer und komprimierter als das Verlaufsprotokoll, da es lediglich die Arbeits- und Diskussionsergebnisse sowie ggf. die Beschlüsse in systematisch gegliederter Form (z.B. geord- net nach den Tagesordnungspunkten) enthält. Noch offene Fragen bzw. noch ausstehende Aufgaben werden für eine weitere Diskussion festgehalten, so dass es als Grundlage für die Tagesordnung der Folgesitzung dienen kann. Das Ergebnisprotokoll bietet sich vor allem bei längeren Sitzungen oder Gesprächsrunden mit vielen Teilnehmern an, wo es darauf ankommt, nur die wesentlichen Ergebnisse zu dokumentieren.

Formale Festlegungen

Das für das Protokoll zu wählende Tempus ist das Präsens Alle Protokolle sollten

Ort, Zeit, Teilnehmende nennenzu wählende Tempus ist das Präsens Alle Protokolle sollten das Datum der Anfertigung tragen die Tagesordnung

das Datum der Anfertigung tragenAlle Protokolle sollten Ort, Zeit, Teilnehmende nennen die Tagesordnung bzw. die behandelten Themen anführen

die Tagesordnung bzw. die behandelten Themen anführenZeit, Teilnehmende nennen das Datum der Anfertigung tragen Zitate in indirekter Rede wiedergeben die Unterschrift des

Zitate in indirekter Rede wiedergebendie Tagesordnung bzw. die behandelten Themen anführen die Unterschrift des Protokollanten / der Protokollantin

die Unterschrift des Protokollanten / der Protokollantin tragenThemen anführen Zitate in indirekter Rede wiedergeben Mitschreiben Protokollieren ist eine Form des Mitschreibens.

Mitschreiben

Protokollieren ist eine Form des Mitschreibens. Hier wie auch im Falle von Vorträgen, Unterrichtsstunden, an die man sich später genau erinnern möchte oder deren Inhalte man weiterverarbeiten möchte, benötigt man eine mehr oder weniger genaue Mitschrift. Häufigster Fehler beim Mitschreiben ist: Es wird zu viel mitgeschrieben. Wichtig für das Mitschreiben ist, dass man nur die Hauptinformationen in Stichpunkten notiert. Hilfreich ist die Verwendung von Abkürzungen. Man sollte sich auf das Thema und den Aufbau konzentrieren. Nur durch ständiges Mitdenken gelingt es, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Themen, Teilthemen, Hauptfragestellungen sollten in der Mitschrift besonders hervorgehoben werden.

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Anhang 8:

Protokoll-Muster (Originaltext einer Studierenden, leicht korrigiert)

Protokoll „Einführung in die Wissenschaftssprache”

Mittelstufe Kurs A

Ort:

Universität Mainz

Zeit:

Philosophicum Raum P6, P5 10. 05. 2004 8 h 30 – 12 h

Teilnehmende:

Frau N.N., Dozentin 18 Studierende

Tagesordnungspunkte:

Grundlagen der Protokollführung „Die Deutschen“: Besprechung der Hausaufgaben „Erlebnisgeschichte“ : Auswertung der Gruppenarbeiten „Mein Wunsch-Beruf“: Vorbereitung der nächsten Hausaufgabe

Zu 1.

Frau N.N. erklärt den Studierenden, was ein Protokoll ist, wozu man es braucht, welche Typen von Protokoll es gibt, welchen Unterschied es zwischen Mitschreiben und Protokollieren gibt, zwischen dem Verlaufsprotokoll und dem Ergebnisprotokoll, welche wichtigen Punkte man im Protokoll schreiben muss. Sie zeigt und erläutert drei Beispiele auf Folie. Dazu teilt die Lehrerin ein Informationsblatt aus. Zwei Studierende übernehmen das Protokoll dieser Sitzung.

Zu 2.

Die Lehrerin gibt den Studierenden die Hausaufgabe „Was mir an Deutschland und den Deutschen aufgefallen ist“ zurück. Sie weist darauf hin, dass dieses Mal die Ergebnisse der Hausaufgabenkontrolle zeigten, dass die Studierenden noch viel arbeiten müssten. Viele Fehler seien gemacht worden. Die Lehrerin bemerkt, dass einige keinen Schluss geschrieben hätten, dass vielfach die Teile des Textes nicht gut verknüpft worden seien. Sie analysiert mit den Studierenden Beispiele für Einleitungen und Schlüsse. Frau N.N. bietet den Studierenden an, im Rahmen ihrer Sprechstunden Einzelprobleme zu klären.

Zu 3.

Die Lehrerin liest die Erlebnisgeschichten von fünf Gruppen vor. Die Anwesenden wählen eine davon als beste Geschichte aus.

Zu 4.

Kursbuch S. 80, B 6. „Wunsch-Beruf“. Frau N.N. erklärt, dass der Text wieder eine bestimmte Struktur aufweisen solle. Zuerst komme die Einleitung, dann der Hauptteil mit der Beschreibung der Tätigkeit und mit der Begründung, warum dieser Beruf für den Studierenden am besten geeignet sei. Zwischen den Teilen solle man eine Überleitung schreiben. Die Studierenden schreiben Stichpunkte zu jedem Teil, danach stellen drei Studierende ihre eige- nen Konzepte vor. Alle sollen zu Hause einen Text zu ihrem Wunschberuf verfassen.

Mainz den 12. 05. 2004

Auf neuen Wegen Anhang zum Schreibmodul von Evelyn Müller-Küppers und Claudia Wiemer © Max Hueber Verlag 2004

Protokollantin: N.N.

Anhang 9:

Gliederungen zum Text Wunschberuf

Muster 1 für eine Textgliederung zum Thema „Wunschberuf“

1. Einleitung

2. Hauptteil:

2.1 mein Wunschberuf:

1 Aspekt

1 Aspekt

1 weiterer Aspekt

1 weiterer Aspekt

1 weiterer Aspekt

1 weiterer Aspekt

2.2 meine Persönlichkeit:

1 Aspekt, der zu meinem Wunschberuf passt

1 Aspekt, der zu meinem Wunschberuf passt

1 weiterer Aspekt, der zum Wunschberuf passt

1 weiterer Aspekt, der zum Wunschberuf passt

1 weiterer Aspekt, der zum Wunschberuf passt

1 weiterer Aspekt, der zum Wunschberuf passt

3. Schlussgedanke

Muster 2 für eine Gliederung zum Thema „Wunschberuf“

1.Einleitung

2. Hauptteil

2.1 1 Aspekt meines Wunschberufes

dazu passt eine Eigenschaft von mir

2.2 1 weiterer Aspekt meines Wunschberufes eine dazu passende Eigenschaft

2.3 1 weiterer Aspekt meines Wunschberufes eine dazu passende Eigenschaft

3. Schluss

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Anhang 10: Formale Kriterien und Redemittel für offizielle Briefe

Aufgabe 1

Notieren Sie in eine vergrößerte Abbildung (Fotokopie) des Briefformats in Lektion 3 (L3, VT4, S. 93), an welchen Stellen die unten angeführten Redemittel stehen. (Es genügt, wenn Sie den jeweiligen Buchstaben an die entsprechende Stelle schreiben.)

a) Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom

b) Sehr geehrte Damen und Herren,

c) In der Hoffnung auf eine baldige Antwort verbleibe ich

d) wie gestern telefonisch besprochen, sende ich Ihnen

e) Mit freundlichen Grüßen

f) Lieber Herr Dr. Maler,

g) mit diesem Schreiben möchte ich mich an Sie wenden, um

h) Ich würde mich sehr freuen, bald von Ihnen zu hören

i) Ihre/Ihr

j) In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich

k) Sehr geehrte Frau Lustig,

Aufgabe 2

Welche der unten stehenden Formulierungen verwendet man eher in einem offi- ziellen Brief, welche passen besser in einen persönlichen Brief? Markieren Sie die Ausdrücke mit „o“ (offiziell) bzw. „p“ (persönlich). Manche eignen sich natürlich auch für beide Briefformen.

a) Ich wollte dich / Sie mal fragen

b) Dazu bräuchte ich aber

c) Ich hätte eine persönliche Bitte

d) Für ein XXX-Projekt benötige ich

e) Im Zusammenhang mit XXX interessiere ich mich für

f) In der Angelegenheit XXX wende ich mich heute an Sie

g) natürlich

h) selbstverständlich

i) Es ist mir klar, dass

j) Danke, dass

k) Wäre es dir/Ihnen möglich

l) Wie du/Sie weißt/wissen,

m) Für XXX stehe ich jederzeit zur Verfügung

n) Ich kann zu der Veranstaltung kommen

o) Ich bedanke mich ganz herzlich im Voraus

p) An der Veranstaltung nehme ich gerne teil

q) Lass mal wieder was von dir hören

r) Über einen baldigen Bescheid würde ich mich freuen

s) Bis dann

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Anhang 11: Persönlicher Brief wird offizieller Brief

Lesen Sie den folgenden persönlichen Brief. Stellen Sie sich vor, Sie würden nicht an Ihre Bekannte, sondern an eine Dozentin in einem Universitäts-Institut schrei- ben. Wählen Sie die Informationen aus dem persönlichen Brief aus, die in dem offiziellen erscheinen müssen und überlegen Sie sich adäquate Formulierungen (Beachten Sie die entsprechenden Redemittel in Anhang 1). Formulieren Sie den Brief und vergleichen Sie das Ergebnis in Gruppen. Erstellen Sie eine gemeinsame endgültige Version.

Maria Hutscher Rosenheimer Straße 141 81671 München

Frau Dr. Julia Koppers Philipp-Wasserburg-Straße 65 55122 Mainz

Liebe Julia,

München, den 18. Oktober 2004

vielen Dank noch mal, dass du mich neulich auf die Ausstellung „Neue Ausgrabungen aus der römischen Zeit“ aufmerksam gemacht und mich zu deinem Dia-Vortrag „Auf den Spuren der Römer in Mainz“ zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen hast. Ich finde die Ausstellung sehr gelungen und war von deiner Präsentation total begeistert. Das hast du wirklich toll gemacht! Ich hab’ viele Anregungen bekommen und wieder richtig Lust gekriegt, an meiner Diss weiterzuarbeiten. Wie du weißt, geht’s da ja um die neueren Ausgrabungen am Oberrhein. Auch unser gemeinsames Essen danach und der Zug durch die Mainzer Altstadt-Weinkneipen hat mir viel Spaß gemacht. Endlich konnten wir mal wieder ausführlich über unsere Studentenzeit quatschen. Hoffentlich ergibt sich bald mal wieder eine Gelegenheit, z.B. auch hier in München. Jedenfalls bist du herzlich eingeladen.

Nun noch mal etwas anderes: Eine jüngere Cousine von mir hat gerade Abi gemacht und ist auf der Suche nach einem Studienfach und einem Studienplatz. Stell dir vor, sie interessiert sich auch für Geschichte – das muss bei uns wirklich in der Familie liegen. Jedenfalls hat sie nun herausgekriegt, dass ihr an der Uni Mainz wohl einen guten Ruf im Fach Byzantinistik und christliche Archäologie habt. Dafür interessiert sie sich besonders. Da du ja bei den Historikern bist, dachte ich mir, ich frage einfach mal nach, ob du uns vielleicht ein paar Informationen über das Fach besorgen kannst und ihr vielleicht behilflich sein kannst, entsprechende Kontaktpersonen zu finden, die sie beraten können. Du würdest ihr wirklich sehr weiterhelfen!

Bitte melde dich doch mal bei mir und sag mir, ob du was für uns tun kannst. Ansonsten wünsche ich dir weiterhin viel Spaß bei deinen Forschungsarbeiten.

Für heute ganz liebe Grüße Deine Maria

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Anhang 12: Offizieller Musterbrief zu Lektion 4, VT3, S. 122

Isabelle Michalski Binger Straße 10 55257 Budenheim

An die Barmer Ersatzkasse z.Hd. Frau Petry Postfach 1448 55004 Mainz

Mainz, den 15.06.2002

Betr.: Versichertennummer 109 440 620; Ihr Schreiben vom 31.05.02; Krankentransport-Kosten 21.01.02

Sehr geehrte Frau Petry,

ich beziehe mich auf Ihr oben genanntes Schreiben und sende Ihnen nachstehend meinen Bericht zu dem Unfall, der zu dem im Betreff erwähnten Krankentransport am 21.01.02 geführt hat:

Ich wollte, mit dem Rad von der Universitätsstraße kommend, die Koblenzer Straße überqueren. Die Ampeln in der Universitätsstraße und auf der gegenüberliegenden Seite des Radfahrer-/Fußgängerüberwegs standen auf Grün. Als ich mitten auf der Koblenzerstraße war, wurde ich von einem aus der Universitätsstraße links in die Koblenzer Straße abbiegenden Auto übersehen und erfasst. Ich stürzte mit meinem Fahrrad um und verletzte mich dabei am rechten Fuß und Unterschenkel. Mein Fahrrad wurde dabei erheblich beschädigt: Das Vorderrad war kaputt und der Lenker komplett verbogen. Da ich nicht mehr in der Lage war zu gehen, musste ein Krankenwagen gerufen wer- den, der mich in die Universitätskliniken brachte, wo meine Verletzungen versorgt wurden.

Alle weiteren Einzelheiten zu dem Unfall entnehmen Sie bitte dem beigefügten ausge- füllten Fragebogen. In der Hoffnung, dass damit alle Ersatz- und Erstattungsansprüche geklärt werden können, verbleibe ich für heute

mit freundlichen Grüßen

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Anhang 13: Argumentative Texte/Stellungnahme – Strukturskizze und Kommunikationsmittel

Strukturskizze

Einleitung:

zum Thema hinführen, Fragestellung erörtern

hier:

eigene Meinung äußern / Position beziehen

Hauptteil:

Argumente dafür und dagegen mit ausführlicher Begründung

oder hier:

eigene Meinung äußern / Position beziehen

Schluss:

abschließende, zusammenfassende Bemerkungen machen, schlussfol- gern

Drei mögliche „Argumentationswege“

1

alle Pro-Argumente

 

2

alle Contra-Argumente

3

Arg. pro 1 Arg. pro 2

– Arg. contra 1

alle Contra-Argumente

alle Pro-Argumente

 

– Arg. contra 2

 

etc.

Kommunikationsmittel: argumentieren; Stellung nehmen

ein Thema einleiten:

Meinung äußern/ Position beziehen:

Argumente anführen:

Argumente

gegenüberstellen:

eine Schlussbemerkung machen:

Das Thema meiner Stellungnahme ist

Mit dem Problem der

sollte man sich ernsthaft beschäftigen.

Vor einiger Zeit hat die Diskussion um

begonnen.

hat es schon immer/noch nie gegeben. Daher

Meiner Meinung/Ansicht nach (+ Verb/Hauptsatz !) Ich bin der Meinung, dass

In Bezug auf

vertrete ich die Meinung/Position, dass

Die folgenden Argumente sprechen für/ gegen diese Meinung:

Man kann einige wichtige Argumente dafür/dagegen anführen:

Dafür/dagegen gibt es viele Argumente. Zunächst muss man feststellen, dass Außerdem Dazu kommt noch, dass Ein weiteres Argument ist, dass Man darf auch nicht vergessen/muss auch berücksichtigen, dass …

Einerseits/Sicherlich Auf der einen Seite dass

Andererseits aber sollte man bedenken, Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen,

Zusammenfassend könnte man sagen, dass Aus all dem kann man den Schluss ziehen / kann man folgern, Abschließend möchte ich festhalten, dass Es bleibt die Frage (offen),

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Anhang 14: Regeln und Übung zum Gebrauch des Artikels

Markieren Sie in dem Text/in den Texten alle bestimmten, unbestimmten und Nullartikel.

Beispiel: Was machen

ø
ø

chinesische Ärzte anders als

ø
ø

westliche ? In

der
der

westlichen

Überlegen Sie nun: Wo trifft welche Regel zu ?

bestimmter Artikel

A

etwas ist aus dem Kontext bekannt (gl. Nomen, Synonym, Oberbegriff, Teilbegriff o.ä.)

B

etwas ist aus der Situation heraus bekannt (nichtsprachliches Umfeld)

C

etwas ist aus dem Sprach- und Weltwissen bekannt (z.B. elementare Zeitbestimmungen, historische Orientierungspunkte, Unikate, geographische Namen mit festem Artikel, fachwissenschaftlich normierte Begriffe etc.)

unbestimmter Artikel

A

etwas wird zum ersten Mal im Text erwähnt/ eingeführt

B

etwas ist nicht aus der Situation heraus bekannt

C

etwas ist nicht durch das Sprach- und Weltwissen bekannt

D

etwas wird aus mehreren Elementen hervor- gehoben

Nullartikel

A

unbestimmter Artikel im Plural

B

bei bestimmten Nomengruppen, wenn sie zum ersten Mal erwähnt werden (Stoffnamen, Abstrakta, Eigennamen, geographische Namen, Berufs-, Funktions-, Nationalitäten- bezeichnungen, Unterrichts-/Studienfach etc.)

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Anhang 15: Anekdoten-Puzzle

Bilden Sie aus den bei a) bis d) stehenden Informationen jeweils einen komplexen Satz. Verknüpfen Sie die Sätze dann zu einem zusammenhängenden Text. Verwenden Sie Konnektoren, Proformen, lexikalische Varianten

Musik geht durch den Magen

a) gab; in Meiningen (Thüringen); ein Kammerkonzert; zu Ehren; der berühmte Komponist; mit seinem Quartett; Max Reger; einmal; der Gräfin von Arnstadt

b) spielten; von Franz Schubert; sie; als letztes Stück; das „Forellenquintett“; selbst; spielte, den Klavierpart; Reger

c) schickte; am Morgen danach; zum Dank; die Gräfin; einen Korb Forellen; dem Komponisten; ließ, gleich zubereiten, die Forellen, er; verspeiste; zusammen mit den anderen Herren; die Forellen; er; mit großem Genuss

d) sich; bedankte; artig; in einem Brief; Reger; für die köstlichen Forellen; bei der Gräfin; darauf; wies; hin; er; sie; würden spielen; seine Kollegen; bei dem Konzert; Haydns „Ochsenmenuett“; und er; in der kommenden Woche

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Anhang 16: Buchkritik/Filmkritik - Textaufbau und Redemittel

Anhang 16: Buchkritik/Filmkritik - Textaufbau und Redemittel Titel und Autor/Autorin bzw. Regisseur/Regisseurin und Typ

Titel und Autor/Autorin bzw. Regisseur/Regisseurin und Typ von Buch (Liebesroman, Abenteuerroman, historischer Roman, Kriminalroman, Science Fiction, Thriller, Gesellschaftsroman, Satire, Novelle, Erzählung etc.), Typ von Film (Actionfilm, Krimi etc.):

Der Roman heißt

Jahr

um einen Liebesroman/Kriminalfilm

;

XYZ schrieb ihn im Jahr

;

Der Film mit dem Titel XYZ wurde im

von dem Regisseur/der Regisseurin XYZ gedreht; Es handelt sich bei dem Buch/Film

Worum ging es (Zusammenfassung):Regisseurin XYZ gedreht; Es handelt sich bei dem Buch/Film Er/Sie handelt von ; Die Hauptfigur ist

Er/Sie handelt von

;

Die Hauptfigur ist

;

Die Hauptrolle spielt

;Außerdem kommen

darin noch

vor; Die Handlung kann man in wenigen Sätzen folgendermaßen zusam-

menfassen:

man in wenigen Sätzen folgendermaßen zusam- menfassen: Evtl. Bedeutung/Interpretation: könnte in Zusammenhang mit

Evtl. Bedeutung/Interpretation:

könnte in Zusammenhang mit

stehen; hat eine

(symbolische) Bedeutung, d.h.,

;

der Autor/die Regisseurin will mit dem Buch/Film darauf aufmerksam machen, dass

will mit dem Buch/Film darauf aufmerksam machen, dass Wie hat Ihnen das Buch / der Film

Wie hat Ihnen das Buch / der Film gefallen und warum/nicht:

Das Buch / der Film ist meiner Meinung nach (nicht) sehr gelungen/spannend/originell,

weil

Zusammenfassend kann ich zu dem Buch/Film sagen, dass

;

Besonders interessant/schlecht finde ich

;

hat mir gut (nicht so gut) gefallen;

finde ich ; hat mir gut (nicht so gut) gefallen; Evtl. Empfehlung: Ich würde jedem, der

Evtl. Empfehlung:

Ich würde jedem, der sich für abraten,

interessiert, unbedingt empfehlen,

; Ich würde jedem

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