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Klausur – Politik Wirtschaft

Grundprinzipien der Demokratie

• Im Grundgesetz sind die zentralen Werte des Zusammenlebens verankert


• Dazu gehören die Unantastbarkeit der Menschen und die Grundrechte
sowie die Prinzipien von Republik, Demokratie, Rechts-, Bundes- und
Sozialstaat
• Die Grundrechte der Menschen sind im Grundgesetz verankert und können
von niemandem abgeschafft werden
• Sie stellen eine Werteordnung für die Gesetzgebung, Verwaltung und
Rechtsprechung dar, die von den Grundrechten ausgehen
• Staatsgewalt geht vom Volke aus
• In modernen Staaten wird eine repräsentative Demokratie ausgeübt, das
bedeutet, dass das Volk Vertreter wählt, die dann die Politik gestalten

Rechts- und Sozialstaat

• Mit den Prinzipien des Rechts- und Sozialstaates werden dem Bürger
Rechtssicherheit und ein Existenzminimum garantiert
• Rechtsstaat: Der Staat ist bei all seinen Handlungen an das Gesetz
gebunden. Für alle Bürger gelten dieselben Gesetze und jeder Bürger hat
das Recht zur Klärung eines Sachverhaltes ein Gericht anzurufen
• Sozialstaat: Mit dem Prinzip des Sozialstaates wird dem Bürger ein
Existenzminimum geboten. Dazu gehören die Versorgung mit Wasser,
Strom, Nahrung, öffentliche Verkehrsmittel und Schulwesen. Dieses Prinzip
ergibt sich aus der Gleichberechtigung der Menschen
• Diese Prinzipien sind unveränderbar und zeitlos gültig
• Die Soziale Gerechtigkeit lässt sich nicht genau definieren sondern hängt
von der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung bzw. Lage ab
• Es ist so ein dynamisches Prinzip

Demokratieverständnis – direkt oder repräsentativ

• Das Volk kann über staatliche Angelegenheiten entweder direkt oder


repräsentativ entscheiden
• Direkt: Der Bürger kann selber über eine Angelegenheit abstimmen. Dies
ist beispilsweise in der Schweiz der Fall.
• Repräsentativ: Der Bürger wählt Vertreter die über politische Dinge
entscheiden. Diese müssen die Interessen des Volkes vertreten
• In Deutschland haben wir eine repräsentative Demokratie
• Die Zeit in der die Abgeordneten Macht haben ist begrenzt
• 4 Jahre im Bundestag und 5 Jahre im Landtag
• Die Vertreter sind dem Volk und ihrem Gewissen verpflichtet

Parteien – Basis der freiheitlichen Demokratie in Deutschland

• Eine Partei ist ein Zusammenschluss von mehreren Menschen, die


dieselben, politischen Interessen vertreten
• Jede Partei verfügt über eine Parteiorganisation
• Eine Partei braucht eine Mindestanzahl von Mitgliedern und sie muss sich
öffentlich betätigen
Klausur – Politik Wirtschaft
• Sie können einen Kandidaten auswählen der sich dann für die
Parlamentswahlen aufstelllt
• Parteien haben den Rang einer verfassungsrechtlichen Insitution
• Man spricht auch von Parteiendemokratie
• Die Parteien haben unterschiedliche politische Vorstellungen und
Interessen in der Gesellschaft und versuchen diese in politischen
Konzepten und Programmen zu bündeln
• Die Konkurrenz der Parteien bewegt diese dazu wichtige gesellschaftliche
Fragen aufzugreifen und einen Lösungsvorschlag der sowohl sinnvoll als
auch glaubwürdig ist zu entwerfen
• So vollzieht sich ein öffentlicher Willensbildungsprozess der sich in den
Wahlen „auslebt“
• Parteien stellen Kandidaten für die Parlamentswahlen in Bund, Länder und
Gemeinden auf
• Die Partei, die die Mehrheit der Stimmen hat bildet die Regierung und die
übrigen Parteien ziehen als Opposition in das Parlament ein und bieten
politische Alternativen
• Parteien müssen sich auch in ihrer Organisation an das Gesetz halten.
Parteiämter werden durch geheime Wahlen innerhalb der Partei vergeben

Die Macht der Parteien

• Der Bürger kann sich aktiv in die Politik einbringen und einer Partei
beitreten. Doch die Mitgliederzahlen politischer Parteien gehen stark
zurück
• Aufgaben von Parteien: Parteien….. | nehmen Einfluss auf die politische
Willensbildung | bilden fähige Bürger heran zur Übernahme von Ämtern |
sorgen für ständige Verbindung zu den Bürgern | beteiligen sich an der
Aufstellung von Wahlkandidaten | fordern die Teilnahme am politischen
Geschehen | nehmen Einfluss auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung |
wirken an der Bildung des öffentlichen Willens mit | sollen die politische
Bildung anregen und vertiefen
• Obwohl laut dem Grundgesetz die Parteien nur an der politischen
Willensbildung mitwirken sollen sind sie mittlerweile der Hauptträger
geworden. Man spricht von einem Parteienstaat
• Demokratisch kann ein Parteienstaat nur sein wenn der
Meinungsbildungsprozess innerhalb der Partei demokratisch und für jeden
durchschaubar und nachvollziehbar ist
• Parteien brauche Geld. Die bekommen natürlich auch Geld vom Staat wie
zum Beispiel für Wahlen. Doch auch Spenden sind wichtig.
• Spender müssen ab einer Spende von 10.000 Euro öffentlich genannt
werden

Wahlrecht – Verpflichtung für mündige Bürger