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Einführung Motor OM 936 Motorausführung Euro VI Einführungsschrift für den Service – Dieser Ausdruck wird

Einführung Motor OM 936 Motorausführung Euro VI

Einführungsschrift für den Service

Euro VI Einführungsschrift für den Service – Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst.
Euro VI Einführungsschrift für den Service – Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst.

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 08 / 2012 –

Mercedes-Benz Service

Einführung Motor OM 936

Motorausführung EURO VI

Lastkraftwagen

Technischer Stand 15.6.2012

Daimler AG · Technische Information und Werkstatteinrichtung (GSP/OR) · D-70546 Stuttgart

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 08 / 2012 –

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Daimler AG GSP/ORW HPC R822, W002 D-70546 Stuttgart

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6517 1262 00 - HLI 000 000 08 98

08/2012

– Dieser Ausdruck wird nicht vom Änderungsdienst erfasst. Technischer Stand: 08 / 2012 –

Vorwort

SN00.00-

Vorwort

W-0001-01MD

TYP

963, 964 Einführung Motor OM 936 - Motorausführung Euro VI

Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir Ihnen den neuen 6-Zylinder-Reihendieselmotor OM 936 vorstellen. Diese Broschüre ist für das mit der Wartung und Instandsetzung von Mercedes-Benz Lastkraftwagen betraute technische Personal bestimmt.

Der Inhalt dieser Broschüre ist aufgeteilt in:

Allgemeine Informationen - wie Neuerungen, Technische Daten und Bauzustandsbeschreibungen

Funktionsbeschreibungen

Beschreibungen der Systembauteile

Alle in dieser Broschüre aufgeführten Daten entsprechen dem technischen Stand im Juni 2012. Änderungen oder Nachträge werden ausschließlich im Werkstatt-Informations-System (WIS) veröffentlicht.

Weitere Dokumente für den Motor OM 936 und das Abgasnachbehandlungssystem, wie Wartungs- und Reparaturanleitungen oder Schaltpläne sind ebenfalls dem Werkstatt-Informations-System (WIS) zu entnehmen.

Mercedes-Benz Werk Wörth, GSP/TTH

Juni 2012

Inhaltsverzeichnis

SN00.00-W-0110MD

Übersicht Bauzustands- und Funktionsbeschreibungen

3.8.12

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

mit CODE M5Z(Motorausführung Euro VI) 936.9 im TYP 963 mit CODE M5Z(Motorausführung Euro VI)

 

Neuerungen

 

SN00.00-

Motor OM 936

Seite 10

W-0002-06MD

 

Technische Daten

 

SN00.00-

Technische Daten Motor OM 936

Seite 14

W-0002-07MD

 

Bauzustands-

 

beschreibungen

GF01.20-W-0801MD

Zylinderkopfhaube

Seite 16

Bauzustand

GF05.00-W-0801MD

Kipphebelgehäuse

Seite 17

Bauzustand

GF01.30-W-0800MD

Zylinderkopf Bauzustand

Seite 18

GF01.30-W-0801MD

Zylinderkopfdichtung

Seite 23

Bauzustand

GF01.40-W-0802MD

Kurbelgehäuse

Seite 24

Bauzustand

GF01.45-W-0800MD

Ölwanne Bauzustand

Seite 28

GF03.10-W-0800MD

Pleuel Bauzustand

Seite 29

GF03.10-W-0801MD

Kolben Bauzustand

Seite 30

GF03.20-W-0800MD

Kurbelwelle Bauzustand

Seite 32

GF05.00-W-0800MD

Ventilsteuerung

Seite 33

Bauzustand

GF05.10-W-0801MD

Zahnrädertrieb

Seite 38

Bauzustand

GF05.20-W-0800MD

Nockenwelle Bauzustand

Seite 40

 

Funktions-

 

beschreibungen

GF01.20-W-0001MD

Kurbelgehäuseentlüftung

Seite 41

Funktion

 

Nockenwellen-

 

verstellung

GF05.20-W-0002MD

Nockenwellenverstellung

Seite 43

Funktion

GF05.20-W-1003MD

Nockenwellenverstellung in Grundstellung Funktion

Seite 45

GF05.20-W-1002MD

Nockenwellenverstellung in Stellung "früh" Funktion

Seite 48

 

Motormanagement

 

GF07.16-W-0003MD

Motormanagement

Seite 51

Funktion

Inhaltsverzeichnis

GF07.16-

Motormanagement

 

Seite 55

W-0003-01MD

Gesamtvernetzung

GF07.16-

Motormanagement Verhalten bei Störungen

 

Seite 58

W-0003-02MD

GF07.00-W-2001MD

Startvorgang Funktion

 

Seite 61

GF07.16-W-2021MD

Leerlaufdrehzahlregelung

 

Seite 64

Funktion

GF07.16-W-2022MD

Arbeitsdrehzahlregelung

 

Seite 68

Funktion

GF07.16-W-2023MD

Fahrbetrieb Funktion

 

Seite 73

GF07.00-W-2002MD

Abstellvorgang Funktion

 

Seite 77

GF07.00-W-3001MD

Ermittlung der Motordrehzahl und des Kurbelwellenwinkels Funktion

 

Seite 80

GF07.00-W-3002MD

Ermittlung des Verdichtungstaktes am 1. Zylinder Funktion

 

Seite 82

GF07.16-W-4012MD

Ermittlung der Kühlmitteltemperatur Funktion

 

Seite 84

GF07.07-W-3001MD

Ermittlung der Luftmasse Funktion

 

Seite 85

GF07.04-W-3001MD

Ermittlung der Kraftstofftemperatur Funktion

 

Seite 87

GF30.35-W-3002H

Berechnung des Motorsollmomentes Funktion

 

Seite 88

 

Aufladung

   

GF09.00-W-2000MDA

Aufladung Funktion

MOTOR 936.912 (mit 1- stufiger Aufladung)

Seite 91

GF09.00-W-2000MDB

Aufladung Funktion

MOTOR 936.916 (mit 2- stufiger Aufladung)

Seite 93

 

Motorbremse

   

GF14.15-W-0002MD

Motorbremse Funktion

 

Seite 96

 

Abgasrückführung

   

GF14.20-W-3000MD

Abgasrückführung

 

Seite 101

Funktion

 

Abgasnachbehandlung

   

GF14.40-W-0002MD

Abgasnachbehandlung

 

Seite 104

Funktion

GF14.40-

Abgasnachbehandlung

 

Seite 110

W-0003-03MD

Gesamtvernetzung

 

Ölkreislauf

   

GF18.00-W-0001MD

Ölkreislauf Motor

 

Seite 111

Funktion

GF18.00-

Ölkreislauf Motor Schema

 

Seite 114

W-0001-01MD

 

Kühlmittelkreislauf

   

GF20.00-W-0001MD

Kühlmittelkreislauf

 

Seite 116

Funktion

Inhaltsverzeichnis

GF20.00-

Kühlmittelkreislauf

 

Seite 120

W-0001-01MD

Schema

 

Kraftstoffsystem

   

GF47.00-W-0007MD

Kraftstoffsystem Funktion

 

Seite 122

GF47.00-W-3001MD

Kraftstoff-

 

Seite 124

Niederdrucksystem

Funktion

GF47.00-W-3002MD

Kraftstoff-

 

Seite 129

Hochdrucksystem

Funktion

 

Bauteilbeschreibungen

   

GF54.21-W-0009H

Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) Bauteilbeschreibung

A2

Seite 131

GF30.35-W-4105H

Steuergerät Fahrregelung

A3

Seite 133

(CPC)

Bauteilbeschreibung

GF07.08-W-4110MD

Steuergerät

A4

Seite 135

Motormanagement

(MCM)

Bauteilbeschreibung

GF42.25-W-3135H

Steuergerät Elektronische Bremssteuerung (EBS) Bauteilbeschreibung

A10b, A10c

Seite 137

GF54.21-W-5005H

Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) Bauteilbeschreibung

Steuergerätevariante

Seite 138

App_0008

A22

GF54.25-W-6000H

Steuergerät

Nur bei Fahrzeugen mit CODE E5T (ADR-

Seite 141

Batterietrennschalter

Bauteilbeschreibung

Typklasse EX/II, inklusive AT), CODE E5U (ADR-

Typklasse EX/III, inklusive EX/II und AT), CODE E5V (ADR-Typklasse FL, inklusive EX/II, EX/III und AT), CODE E5X (ADR- Typklasse AT), CODE E5Z (Zubehör, ADR), CODE E9D (Vorrüstung,

Doppelpol-Batterie-

Trennschalter) oder CODE E9E (Vorrüstung ADR, ohne Fahrgestellabdeckung)

A33

GF49.20-W-3009MD

NOx-Sensor Ausgang Abgasnachbehandlungsei nheit Bauteilbeschreibung

A57, A57 b1

Seite 143

GF14.40-W-3003MD

Pumpenmodul

A58, M25

Seite 146

Bauteilbeschreibung

GF14.40-W-3020MD

Steuergerät

A60

Seite 149

Abgasnachbehandlung

(ACM)

Bauteilbeschreibung

Inhaltsverzeichnis

GF14.40-W-3013MD

AdBlue-Dosiergerät

A67

Seite 151

Bauteilbeschreibung

GF49.20-W-3008MD

NOx-Sensor Eingang Abgasnachbehandlungsei nheit Bauteilbeschreibung

A70, A70 b1

Seite 153

GF83.70-W-4039H

Heizgerät Zusatzheizung Bauteilbeschreibung

Nur bei Fahrzeugen mit CODE D6M (Warmwasserzusatzheizu ng, Fahrerhaus) oder CODE D6N (Warmwasserzusatzheizu ng, Fahrerhaus und Motor)

Seite 156

A901

GF83.70-W-4032H

Umwälzpumpe Kühlmittel Zusatzheizung Bauteilbeschreibung

Nur bei Fahrzeugen mit CODE D6M (Warmwasserzusatzheizu ng, Fahrerhaus) oder CODE D6N (Warmwasserzusatzheizu ng, Fahrerhaus und Motor) A901 M2

Seite 160

GF26.19-W-3002H

Weg- und Geschwindigkeitssensor Bauteilbeschreibung

B18

Seite 161

GF49.20-W-3001MD

Drucksensor Abgas vor Dieseloxidationskatalysat or Bauteilbeschreibung

B37

Seite 162

GF49.20-W-3002MD

Drucksensor Abgas nach Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung

B38

Seite 163

GF30.20-W-2012H

Sensor Fahrpedal Bauteilbeschreibung

B44

Seite 164

GF49.20-W-3003MD

Temperatursensor Abgas vor Dieseloxidationskatalysat or Bauteilbeschreibung

B67

Seite 167

GF49.20-W-3004MD

Temperatursensor Abgas nach Dieseloxidationskatalysat or oben Bauteilbeschreibung

B68

Seite 168

GF49.20-W-3006MD

Temperatursensor Abgas nach Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung

B70

Seite 169

GF49.20-W-3007MD

Temperatursensor Abgas nach SCR-Katalysator Bauteilbeschreibung

B73

Seite 170

GF14.40-W-3026MD

Füllstandssensor / Temperatursensor AdBlue Bauteilbeschreibung

B74

Seite 165

GF20.30-W-1002H

   

Seite 171

Inhaltsverzeichnis

 

Sensor Kühlmitteldruck- Regelung Bauteilbeschreibung

Nur bei Fahrzeugen mit CODE B3H (Sekundär- Wasser-Retarder)

 

B87

GF03.20-W-4100MD

Positionssensor

B600

Seite 172

Kurbelwelle

Bauteilbeschreibung

GF05.20-W-4105MD

Positionssensor

B601

Seite 173

Nockenwelle

Bauteilbeschreibung

GF47.50-W-4100MD

Temperatursensor

B602

Seite 174

Kraftstoff

Bauteilbeschreibung

GF18.40-W-2020MD

Öldruckschalter

B604

Seite 175

Bauteilbeschreibung

GF18.40-W-4117MD

Füllstandssensor Motoröl Bauteilbeschreibung

B605

Seite 176

GF20.00-W-4100MD

Temperatursensor Kühlmittel Auslass Bauteilbeschreibung

B606

Seite 178

GF14.20-W-1003MD

Differenzdrucksensor

B613

Seite 179

Frischluft

Bauteilbeschreibung

GF09.41-W-4135MD

Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse Bauteilbeschreibung

Nur bei MOTOR 936.916 (mit 2-stufiger Aufladung)

Seite 181

B614

GF09.41-W-4110MD

Druck- und Temperatursensor Ladeluft Bauteilbeschreibung

B616

Seite 182

GF09.41-W-4125MD

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftgehäuse Bauteilbeschreibung

B617

Seite 184

GF07.04-W-6253MD

Drucksensor Rail Bauteilbeschreibung

B622

Seite 185

GF07.04-W-6101MD

Lambdasonde

B624

Seite 187

Bauteilbeschreibung

GF49.20-W-3011MD

Dieselkraftstoff-

B625, B628, Y628, Y629

Seite 189

Dosiergerät

Bauteilbeschreibung

GF83.75-W-0002H

Restwärmepumpe

Nur bei Fahrzeugen mit CODE D6I (Restwärmenutzung)

M20

Seite 191

Bauteilbeschreibung

GF54.61-W-4105H

Tachograf (TCO) Bauteilbeschreibung

P1

Seite 192

GF80.57-W-6004H

Elektronisches Zündschloss (EIS) Bauteilbeschreibung

S1

Seite 193

GF54.25-W-4130H

Schalter NOT-AUS Bauteilbeschreibung

Nur bei Fahrzeugen mit CODE E5T (ADR- Typklasse EX/II, inklusive

Seite 195

Inhaltsverzeichnis

   

AT), CODE E5U (ADR-

 

Typklasse EX/III, inklusive EX/II und AT), CODE E5V (ADR-Typklasse FL, inklusive EX/II, EX/III und AT), CODE E5X (ADR- Typklasse AT), CODE E5Z (Zubehör, ADR), CODE E9D (Vorrüstung,

Doppelpol-Batterie-

Trennschalter) oder CODE E9E (Vorrüstung ADR, ohne Fahrgestellabdeckung)

S30

GF54.25-W-4131H

Schalter NOT-AUS Rahmen Bauteilbeschreibung

Nur bei Fahrzeugen mit CODE E5T (ADR- Typklasse EX/II, inklusive AT), CODE E5U (ADR-

Seite 196

Typklasse EX/III, inklusive EX/II und AT), CODE E5V (ADR-Typklasse FL, inklusive EX/II, EX/III und AT), CODE E5X (ADR- Typklasse AT), CODE E5Z (Zubehör, ADR), CODE E9D (Vorrüstung,

Doppelpol-Batterie-

Trennschalter) oder CODE E9E (Vorrüstung ADR, ohne Fahrgestellabdeckung)

S31

GF07.00-W-4010MD

Taste Motorstart und Motorstopp Bauteilbeschreibung

S600

Seite 198

GF83.20-W-3126H

Absperrventil Heizung Bauteilbeschreibung

Y49

Seite 200

GF20.30-W-1001H

Magnetventil

Nur bei Fahrzeugen mit CODE B3H (Sekundär- Wasser-Retarder)

Seite 201

Kühlmitteldruck-Regelung

Bauteilbeschreibung

Y53

GF07.03-W-6120MD

Kraftstoffinjektoren

Y608

Y613

Seite 203

Bauteilbeschreibung

 

GF20.40-W-2002H

Elektromagnetische

Y616, Y616 b1

Seite 206

Viskosekupplung

Bauteilbeschreibung

GF14.20-W-4007MD

Abgasrückführsteller

Y621

Seite 209

Bauteilbeschreibung

GF14.40-W-3025MD

Magnetventil Kühlmittel AdBlue-Heizung Bauteilbeschreibung

Y627

Seite 211

GF07.05-W-6020MD

Druckregelventil

Y634

Seite 213

Bauteilbeschreibung

GF05.20-W-2110MD

 

Y635

Seite 215

Inhaltsverzeichnis

 

Stellmagnet

   

Nockenwellensteller

Bauteilbeschreibung

GF09.40-W-4020MDA

Ladedrucksteller

MOTOR 936.912 (mit 1- stufiger Aufladung)

Seite 216

Bauteilbeschreibung

Y636

GF09.40-W-4020MD

Ladedrucksteller

MOTOR 936.916 (mit 2- stufiger Aufladung)

Seite 217

Bauteilbeschreibung

Y636

GF14.15-W-3000MD

Magnetventil

Y637

Seite 218

Motorbremse

Bauteilbeschreibung

GF07.05-W-6010MD

Mengenregelventil

Y643

Seite 220

Bauteilbeschreibung

GF01.20-W-2020MD

Ölnebelabscheider

 

Seite 222

Bauteilbeschreibung

GF01.20-W-2030MD

Rückschlagventil

 

Seite 225

Kurbelgehäuseentlüftung

Bauteilbeschreibung

GF05.20-W-1120MD

Nockenwellensteller

 

Seite 227

Bauteilbeschreibung

GF07.02-W-3012MD

Kraftstoff-

 

Seite 229

Hochdruckpumpe

Bauteilbeschreibung

GF07.03-W-6110MD

Rail Bauteilbeschreibung

 

Seite 230

GF09.40-W-4010MDA

Abgasturbolader

MOTOR 936.912 (mit 1- stufiger Aufladung)

Seite 233

Bauteilbeschreibung

GF09.40-W-4010MDB

Abgasturbolader

MOTOR 936.916 (mit 2- stufiger Aufladung)

Seite 235

Bauteilbeschreibung

GF14.20-W-2020MD

Abgasrückführkühler

 

Seite 237

Bauteilbeschreibung

GF14.40-W-3001MD

AdBlue-Behälter

 

Seite 239

Bauteilbeschreibung

GF18.10-W-4000MD

Ölpumpe

 

Seite 241

Bauteilbeschreibung

GF18.20-W-4100MD

Öl-Kühlmittel-Modul

 

Seite 244

Bauteilbeschreibung

GF20.00-W-4000MD

Kühlmittelpumpe

 

Seite 247

Bauteilbeschreibung

GF20.00-W-4003MD

Öl-Wasser-

 

Seite 249

Wärmetauscher

Bauteilbeschreibung

GF20.10-W-3162MD

Kühlmittelthermostat

 

Seite 251

Bauteilbeschreibung

GF43.30-W-3300H

Retarder

Nur bei Fahrzeugen mit CODE B3H (Sekundär- Wasser-Retarder)

Seite 254

Bauteilbeschreibung

GF47.20-W-4200MD

Kraftstofffiltermodul

 

Seite 260

Bauteilbeschreibung

GF47.20-W-2040MD

Kraftstoff-

 

Seite 263

Niederdruckpumpe

Bauteilbeschreibung

GF49.10-W-3006MD

   

Seite 265

Inhaltsverzeichnis

 

Dieseloxidationskatalysat or Bauteilbeschreibung

 

GF49.10-W-3008MD

SCR-Katalysator

Seite 267

Bauteilbeschreibung

GF49.10-W-3010MD

Abgasnachbehandlungsei nheit Bauteilbeschreibung

Seite 269

GF49.20-W-3010MD

Dieselpartikelfilter der Abgasnachbehandlungsei nheit Bauteilbeschreibung

Seite 273

GF49.20-W-3012MD

Düseneinheit für DPF- Regeneration Bauteilbeschreibung

Seite 275

GF83.20-W-3123H

Heizungswärmetauscher

Seite 277

Bauteilbeschreibung

Motor

SN00.00-

Motor OM 936

W-0002-06MD

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR 936.9 im TYP 964 MOTOR 936.9 im TYP 963 Motor 936.912 (mit 1-stufiger Aufladung) W01.10-1117-79

Motor 936.912 (mit 1-stufiger Aufladung)

W01.10-1117-79

1 Common Rail System

8

Abgasrückführkühler

2 Dieselkraftstoff-Dosiergerät (zur Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF))

9

Öl-Kühlmittel-Modul

3 Kraftstofffiltermodul

10

Abgasturbolader

4 Verdichter

11

Kühlmittelsammelrohr

5 Kältemittelkompressor

G2

Generator

6 Lenkhelfpumpe

M1

Starter

7 Kraftstoff-Hochdruckpumpe

Y636

Ladedrucksteller

Motor

Motor Motor 936.916 (mit 2-stufiger Aufladung) W01.10-1122-79 1 Common Rail System 9 Öl-Kühlmittel-Modul 2

Motor 936.916 (mit 2-stufiger Aufladung)

W01.10-1122-79

1 Common Rail System

9

Öl-Kühlmittel-Modul

2 Dieselkraftstoff-Dosiergerät (zur Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF))

11

Kühlmittelsammelrohr

3 Kraftstofffiltermodul

12

Abgasturbolader (Niederdruckstufe)

4 Verdichter

13

Abgasturbolader (Hochdruckstufe)

5 Kältemittelkompressor

G2

Generator

6 Lenkhelfpumpe

M1

Starter

7 Kraftstoff-Hochdruckpumpe

Y636

Ladedrucksteller

8 Abgasrückführkühler

Allgemeines

Die Medium-Duty-Motoren der Baureihe OM 936 ersetzen zukünftig die Motoren der Baureihe OM 926. Mit ihren sechs Zylindern sowie 7,7 Litern Hubraum decken sie eine Leistungsspanne von 175 kW (238 PS) bis 260 kW (354 PS) ab und sind besonders auf Umweltschonung, Wirtschaftlichkeit und Performance ausgelegt.

Umweltschonung

Weil die Medium-Duty-Motoren überwiegend im Verteilerverkehr eingesetzt werden, also im Stadtverkehr und in stadtnahen Gebieten, hat die Umweltschonung eine besondere Bedeutung.

Deshalb erfüllen alle Motoren der Baureihe OM 936 von Beginn an serienmäßig die Abgasnorm Euro

VI.

Voraussetzung für saubere Abgase ist zunächst der hocheffiziente Verbrennungsprozess. So werden mit Hilfe des neuen Common Rail Systems

Zünddrücke von mehr als 200 bar und Einspritzdrücke von bis zu 2400 bar erreicht. Überdies kommt eine gekühlte Abgasrückführung zum Einsatz.

Bei der Abgasnachbehandlung setzt die neue Baureihe OM 936 auf die BlueTec-6-Technologie, die vor einem Jahr in den schweren Motoren der Baureihe OM 471 erfolgreich eingeführt wurde: Ein geschlossener Partikelfilter kombiniert mit dem seit Jahren erfolgreich eingesetzten SCR-System (selektive katalytische Reduktion). Die BlueTec-6- Technologie bewirkt, dass Partikelemissionen auf ein Maß am Rande der Nachweisbarkeit reduziert und die Stickoxidemissionen durch AdBlue®- Einspritzung im nachgeschalteten SCR-Katalysator in harmlose Luftbestandteile zerlegt werden.

Zudem verfügen die neuen Motoren als weltweit erste in Serie gefertigte Dieselmotoren über eine verstellbare Auslassnockenwelle. Durch die Verschiebung der Steuerzeiten der

Motor

Auslassnockenwelle bei niedrigen Motordrehzahlen wird erreicht, dass die Temperatur der Abgase

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Wirtschaftlichkeit

Höchste Wirtschaftlichkeit bedeutet für die neuen Motoren Langlebigkeit, geringer Verbrauch an Kraftstoff, Adblue® und Motoröl sowie lange Wartungsintervalle.

Insbesondere die verlängerten Wartungsintervalle tragen zur Wirtschaftlichkeit der neuen Motoren bei. Sie belaufen sich beim OM 936 mit hoher Auslastung auf bis zu 120.000 km und liegen damit um 20 % höher als bisher. Dabei wurde die Ölfüllmenge im Vergleich zum Vorgängermotor sogar um 12 % verringert. Das Wechselintervall des Partikelfilters beläuft sich auf bis zu 240.000 km.

Die Funktionalität des Wartungsrechners wurde nochmals weiterentwickelt. Die Wartungsintervalle

-

Performance

Trotz ihrer großen Robustheit erreichen die neuen Motoren eine beeindruckende Performance. Die spezifische Leistung von bis zu knapp 34 kW (46 PS) pro Liter Hubraum befördert die Triebwerke in Leistungsklassen, die bisher nur mit hubraumgrößeren Motoren erreicht wurden.

Der Motor OM 936 mit maximal 260 kW (354 PS) und 1400 Nm aus 7,7 Litern Hubraum erreicht eine Leistungsklasse, für die bislang häufig mehr als zehn Liter Hubraum notwendig waren. Dieses Downsizing ist eine der Voraussetzungen für die günstigen Werte bei Abgas, Verbrauch und Leistungsgewicht der neuen Triebwerke.

Neben den nominellen Daten überzeugt die Fahrbarkeit der neuen Motoren. Bereits ab einer Drehzahl von 1600/min und bis zu etwa 2500/min stehen rund 90 % der maximalen Motorleistung an. Damit erreichen die Motoren annähernd eine Konstantleistungs-Charakteristik in einem extrem breiten Drehzahlband. Daraus resultiert eine hervorragende Fahrbarkeit selbst bei Fahrzeugen mit wenig Schaltstufen und entsprechend großen Gangsprüngen, wie häufig im Verteilerverkehr anzutreffen.

Gleichzeitig verfügen die neuen Motoren über einen dynamischen Durchzug bereits bei niedrigen Drehzahlen. Das maximale Drehmoment steht schon ab 1200/min und konstant bis 1600/min über den gesamten Hauptfahrbereich an. Aber bereits bei Drehzahlen unter 1000/min zeigen die Motoren hohe Leistungskraft, was bei den Motoren 936.916

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erhöht wird, was die Regeneration des Dieselpartikelfilters verbessert.

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werden damit noch exakter an die individuellen Einsatzbedingungen angepasst. Dies führt vor allem im Verteilerverkehr zu einer Verlängerung der Wartungsabstände. Die langen Intervalle senken nicht nur die unmittelbaren Servicekosten, sie erhöhen im gleichen Schritt ebenfalls die Verfügbarkeit.

Langlebigkeit ist ein weiterer großer Vorzug der neuen Aggregate. Mit einer prognostizierten Laufleistung von bis zu 750.000 km ohne grundlegende Überholung erreichen die neuen Medium-Duty-Motoren auch in diesem Punkt Werte, die noch vor wenigen Jahren allein Heavy- Duty-Triebwerken vorbehalten waren. Die durchschnittliche Motorlebensdauer liegt rund 20 % über derjenigen der Vorgängerbaureihe.

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sicherlich der 2-stufigen Aufladung zu verdanken ist.

Ebenso wirkungsvoll agiert die Motorbremse der Baureihe OM 936. Ihre für einen Motor dieser Klasse einzigartige Leistungsfähigkeit erhöht die Sicherheit, erhöht die durchschnittliche Transportgeschwindigkeit und verringert gleichzeitig den Verschleiß der Bremsbeläge durch den geringeren Einsatz der Betriebsbremse. Sie ist damit ein wesentlicher Beitrag für die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge. Die eigens für den Motor OM 936 entwickelte Motorbremse arbeitet als doppelt getaktete Dekompressionsbremse entsprechend den Heavy-Duty-Motoren der Baureihe OM 471. Die Leistungsdaten sind beeindruckend. Erreicht die Serienausführung der Motorbremse, Code M5U (Motorbremse, Standardsystem), bereits bis zu 235 kW, so sind es in der Premium-Ausführung, Code M5V (Motorbremse, Hochleistungssystem), sogar 300 kW. Werte in dieser Größenordnung erzielten bislang nur deutlich größere Motoren der Heavy- Duty-Klasse.

Die höchste Bremsleistung erreichen die Motoren bei 2700/min bis 3000/min – nicht nur ein Plus an Fahrbarkeit durch den erweiterten nutzbaren Drehzahlbereich sondern auch ein Beleg für die Drehzahlfestigkeit und Stabilität der Triebwerke. In der Fahrpraxis überrascht darüber hinaus die hohe Leistung der Motorbremse bei niedrigen Drehzahlen: Sie liegt bei Fahrzeugen mit Code M5V (Motorbremse, Hochleistungssystem) mehr als doppelt so hoch wie bei den Vorgängertriebwerken.

Motor

Die Aktivierung der Motorbremse erfolgt über den rechten Multifunktionshebel, und zwar in drei Stufen. Jeder Zylinder verfügt über eine eigene hydraulische Motorbremseinheit, die bei aktivierter Motorbremse die Bewegung des separaten

Bremsnockens auf der Auslassnockenwelle auf die Auslassventile überträgt. Vorteil dieser Technik ist der höhere Wirkungsgrad ohne Reibleistungsverlust im Normalbetrieb.

Technische Daten

SN00.00-

Technische Daten Motor OM 936

W-0002-07MD

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

Leistungsklassen

OM 936.912

OM 936.912

OM 936.912

OM 936.916

OM 936.916

mit Code

mit Code

mit Code

mit Code

mit Code

M2A

M2C

M2D

M2E

M2F

Leistung (kW)

175

200

220

235

260

Leistung (PS)

238

272

299

320

354

Drehmoment (Nm)

1000

1100

1200

1300

1400

Aufladung

1-stufig

1-stufig

1-stufig

2-stufig

2-stufig

Leistungsdiagramme OM 936

a OM 936.912 mit Code M2A

b OM 936.912 mit Code

M2C

c OM 936.912 mit Code

M2D

d OM 936.916 mit Code M2E

e OM 936.916 mit Code M2F

Code M2D d OM 936.916 mit Code M2E e OM 936.916 mit Code M2F W01.10-1120-72 W01.10-1121-72

W01.10-1120-72

mit Code M2E e OM 936.916 mit Code M2F W01.10-1120-72 W01.10-1121-72 14 – Dieser Ausdruck wird

W01.10-1121-72

Technische Daten

Allgemeine Daten

OM 936

Abgasnorm

Code M5Z

(EURO VI)

Hubraum (l)

7,7

Zylinderanzahl

6 (in Reihe)

Ventilsteuerung

DOHC

Ventilanzahl je Zylinder

2/2

(Einlass/Auslass)

Leerlaufdrehzahl (1/min)

600

Abregeldrehzahl

2750

Verdichtungsverhältnis

17,6

(ε)

Hub (mm)

135

Hub-Bohrungs-

1,23

Verhältnis

Gewicht je nach Aufbau,

750

900

Leistung, Applikation, mit oder ohne Lüfter, mit oder ohne Betriebsstoffe

 

(kg)

Kolben

OM 936

Durchmesser (mm)

110

Gesamthöhe (mm)

110

Kolbenbolzen

OM 936

Innendurchmesser (mm)

22

Außendurchmesser

46

(mm)

Länge (mm)

80

Kraftstoffsystem

OM 936

Raildruck Leerlauf (bar)

900

Raildruck Teillast (bar)

1800

Raildruck max. (bar)

2400

Kurbelwellenlager

OM 936

Durchmesser (mm)

94

Breite (mm)

22,7

Pleuel

OM 936

Länge (mm)

215

Pleuellager

OM 936

Durchmesser (mm)

82

Breite (mm)

30,3

Kurbelgehäuse

OM 936

Bohrung (mm)

110

Zylinderabstand (mm)

128

Bauzustände

GF01.20-W-0801MD

Zylinderkopfhaube Bauzustand

16.7.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

1

Zylinderkopfhaube

2

Ölnebelabscheider

3

Profildichtung

4

Hülse

X

Fahrtrichtung

3 Profildichtung 4 Hülse X Fahrtrichtung W01.20-1056-76 Die Zylinderkopfhaube (1) besteht aus

W01.20-1056-76

Die Zylinderkopfhaube (1) besteht aus Kunststoff und verhindert einerseits das Eindringen von Wasser und Fremdkörpern in den Ventiltrieb. Andererseits dichtet sie das Kipphebelgehäuse, unter Verwendung einer Profildichtung (3), nach außen hin ab und verhindert das Austreten des zur Schmierung des Ventiltriebs verwendeten Motoröls.

In der Zylinderkopfhaube (1) ist ein Ölnebelabscheider (2) integriert. Der Ölnebelabscheider (2) sorgt dafür, dass das Motoröl, das durch den Ventiltrieb verwirbelt wird und sich mit den Blow-by-Gasen vermischt, abgeschieden wird.

Die Hülsen (4) in den Durchgangsbohrungen sind beweglich, aber dennoch verliersicher in der Zylinderkopfhaube (1) gelagert. Bei Anzug der

Zylinderkopfhaubenschrauben mit Normanzugsmoment werden die Hülsen (4) verspannt, bis sie am Kipphebelgehäuse anliegen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Profildichtung (3) gleichmäßig an den Dichtflächen aufliegt.

Zusätzlich dienen die Hülsen (4) dazu, dass die Zylinderkopfhaubenschrauben beim Ausbauen bzw. Ablegen der Zylinderkopfhaube (1) nicht herausfallen.

p

Die Zylinderkopfhaube (1) darf nicht betreten werden. Bei erhöhter Krafteinwirkung kann die Zylinderkopfhaube (1) brechen, wodurch auch der Ventiltrieb beschädigt werden kann.

Bauzustände

GF05.00-W-0801MD

Kipphebelgehäuse Bauzustand

16.7.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

1 Kipphebelgehäuse

2 Bohrung (für gereinigtes Blow-by-Gas)

1 Kipphebelgehäuse 2 Bohrung (für gereinigtes Blow-by-Gas) W01.30-1153-76 Das Kipphebelgehäuse (1) besteht aus

W01.30-1153-76

Das Kipphebelgehäuse (1) besteht aus Aluminium. Es dient zur Aufnahme der Kipphebelachsen sowie der oberen Nockenwellenlager. Über die Bohrung

(2) wird das durch den Ölnebelabscheider gereinigte Blow-by-Gas in den Zylinderkopf geleitet.

Bauzustände

GF01.30-W-0800MD

Zylinderkopf Bauzustand

3.8.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

Der Motor OM 936 besitzt einen einteiligen Zylinderkopf aus Grauguss mit Lamellengraphit. Im Zylinderkopf sind beide Nockenwellen gelagert sowie pro Zylinder je zwei Einlassventile und zwei Auslassventile eingebaut. Durch die schmale

Motorkonstruktion kann insgesamt eine symmetrische Anordnung der Ventile erfolgen. Dieses symmetrische Ventilbild ist für die Verbrennung optimal.

symmetrische Ventilbild ist für die Verbrennung optimal. Anzugsschema Zylinderkopfschrauben 1 bis 26

Anzugsschema Zylinderkopfschrauben

1 bis 26

Zylinderkopfschraube

Zylinderkopfschrauben

Um sicherzustellen, dass beim Einbau des Zylinderkopfes die richtigen Schrauben verwendet werden, befindet sich auf jedem Schraubenkopf eine Prägung, die Auskunft über die Gewindestärke der jeweiligen Zylinderkopfschraube gibt. Die Zylinderkopfschrauben haben das Gewinde M14×2 und besitzen daher die Prägung "14". Alle Zylinderkopfschrauben müssen in fünf Stufen nach einem festgelegten Anzugsschema festgezogen werden. Die Anzugsdrehmomente und die Anzugswinkel sind den Reparaturanleitungen zu entnehmen.

W01.30-1132-78

Da sich die Zylinderkopfschrauben durch die Montage längen, muss bei jeder Schraube, die schon einmal verwendet wurde, vor dem erneuten Montieren die Schaftlänge gemessen werden. Beim Überschreiten der zulässigen Schaftlänge, muss die betreffende Schraube erneuert werden.

i

Bei montiertem Ventiltrieb sind die Zylinderkopfschrauben nicht mehr zugänglich. Der Ventiltrieb muss vor der Demontage des Zylinderkopfes ausgebaut werden.

Bauzustände

27

Einlasskanäle

28

Gewindebohrungen für die Befestigung des Ladeluftgehäuses

B

Blow-by-Gas-Kanal

X

Fahrtrichtung

29

Auslasskanäle

30

Gewindebohrungen für die Befestigung des Abgaskrümmers

B

Blow-by-Gas-Kanal

X

Fahrtrichtung

B Blow-by-Gas-Kanal X Fahrtrichtung W01.30-1133-76 W01.30-1134-76 i Einführung Motor OM 936

W01.30-1133-76

B Blow-by-Gas-Kanal X Fahrtrichtung W01.30-1133-76 W01.30-1134-76 i Einführung Motor OM 936 Motorausführung

W01.30-1134-76

Bauzustände

31

Anschlüsse Kühlmittelsammelrohr

32

Anschluss Abgasrückführkühler

33

Anschluss Kühlmittelsammelrohr/ - sammelgehäuse

X

Fahrtrichtung

34

Einlassventile

35

Auslassventile

36

Bohrungen für die Kraftstoffinjektoren

X

Fahrtrichtung

für die Kraftstoffinjektoren X Fahrtrichtung W01.30-1135-76 W01.30-1136-76 20 – Dieser Ausdruck wird

W01.30-1135-76

Kraftstoffinjektoren X Fahrtrichtung W01.30-1135-76 W01.30-1136-76 20 – Dieser Ausdruck wird nicht vom

W01.30-1136-76

Bauzustände

37

Ölrücklauföffnungen bzw. Ölrücklaufbohrungen vom Zylinderkopf zum Kurbelgehäuse

38

Ölkanal für die Ölversorgung der hydraulischen Motorbremseinheiten

39

Ölkanal für die Ölversorgung der Auslasskipphebelachse, der Auslassnockenwelle und des Nockenwellenstellers

40

Ölkanal für die Ölversorgung der Einlasskipphebelachse und der Einlassnockenwelle

41

Durchgangsbohrungen für die Aufnahme der Zylinderkopfschrauben

X

Fahrtrichtung

42

Kühlmittelkanäle

X

Fahrtrichtung

42 Kühlmittelkanäle X Fahrtrichtung W01.30-1137-76 W01.30-1138-76 i Einführung Motor OM 936

W01.30-1137-76

Kühlmittelkanäle X Fahrtrichtung W01.30-1137-76 W01.30-1138-76 i Einführung Motor OM 936 Motorausführung

W01.30-1138-76

Bauzustände

43 Untere Kühlebene

44 Obere Kühlebene

Bauzustände 43 Untere Kühlebene 44 Obere Kühlebene W01.30-1139-76 Kühlung Der Zylinderkopf besitzt einen geteilten

W01.30-1139-76

Kühlung

Der Zylinderkopf besitzt einen geteilten Kühlmittelmantel. Das Kühlmittel strömt, nachdem es die Zylinder im Kurbelgehäuse umspült hat, auf der Einlass- und Auslassseite in den Zylinderkopf. Dort gelangt es zuerst in die untere Kühlebene (43)

des Zylinderkopfes, wo die Kraftstoffinjektoren und Ventilsitzringe gekühlt werden. Anschließend strömt das Kühlmittel in die obere Kühlebene (44) und kühlt dort die Ventilführungen. Hier wird auch das Kühlmittel gesammelt und nach außen geführt.

Bauzustände

GF01.30-W-0801MD

Zylinderkopfdichtung Bauzustand

16.7.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

Zylinderkopfdichtungsobersei

te

ODB

Motorölzulauföffnung zu den hydraulischen Motorbremseinheiten

ODK

Motorölzulauföffnungen zu den Kipphebelachsen

OR

Motorölrücklauföffnung

S

Öffnungen für die Zylinderkopfschrauben

WZ

Kühlmittelzulauföffnung en

X

Fahrtrichtung

WZ Kühlmittelzulauföffnung en X Fahrtrichtung W01.30-1140-76 Die Zylinderkopfdichtung besteht aus mehreren

W01.30-1140-76

Die Zylinderkopfdichtung besteht aus mehreren Edelstahllagen. An nahezu allen Öffnungen besitzt die Zylinderkopfdichtung erhöhte

Elastomerelemente, durch die die Abdichtung zwischen dem Zylinderkopf und dem Kurbelgehäuse verbessert wird.

Bauzustände

GF01.40-W-0802MD

Kurbelgehäuse Bauzustand

14.8.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

1

Kühlmittelanschluss Verdichter

2

Kühlmittelanschluss Einspritzdüse (für die Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF)) und Ladedrucksteller

3

Kühlmittelkanäle zum Zylinderkopf

4

Kühlmitteleintritt Kurbelgehäuse

5

Verschlussdeckel

X

Fahrtrichtung

5 Verschlussdeckel X Fahrtrichtung W01.40-1168-76 24 – Dieser Ausdruck wird nicht vom

W01.40-1168-76

Bauzustände

6

Verschlussdeckel

7

Öleintritt Öl-Kühlmittel- Modul

8

Öleintritt Kurbelgehäuse

9

Ölrücklaufkanal vom

10

Ölfilter (zum Ölfilterwechsel) Ölrücklauf Ölzentrifuge

11

(optional) Ölrücklaufkanäle vom

12

Zylinderkopf Ölkanal für die

13

Ölversorgung der hydraulischen Motorbremseinheiten Ölkanal für die

14

Ölversorgung der Kipphebelachsen, der Nockenwellen und des Nockenwellenstellers Ölkanal von der Ölpumpe

15

zum Öl-Kühlmittel-Modul Ölkanal vom Öl-

16

Kühlmittel-Modul zu sämtlichen Schmierstellen (Hauptölkanal) Ölpumpenraum

17

Ölkanäle zur

18

Ölversorgung des Zahnrädertriebs und des Druckregelventils der Ölpumpe Anschluss Ölrücklauf

X

Abgasturbolader Fahrtrichtung

Ölrücklauf X Abgasturbolader Fahrtrichtung W01.40-1169-76 i Einführung Motor OM 936 Motorausführung

W01.40-1169-76

Bauzustände

19

Öleintritt Ölpumpe

20

Ölrücklaufkanäle zur Ölwanne

X

Fahrtrichtung

21

Bohrungen für die Ölversorgung der Ölspritzdüsen

22

Bohrungen für die Ölversorgung der Hauptlager, Kurbelwelle und Pleuellager

X

Fahrtrichtung

Kurbelwelle und Pleuellager X Fahrtrichtung W01.40-1170-76 W01.40-1171-76 Das Kurbelgehäuse besteht aus

W01.40-1170-76

und Pleuellager X Fahrtrichtung W01.40-1170-76 W01.40-1171-76 Das Kurbelgehäuse besteht aus dem gleichen

W01.40-1171-76

Das Kurbelgehäuse besteht aus dem gleichen Werkstoff wie der Zylinderkopf (Grauguss mit Lamellengraphit). Die hohe Steifigkeit wird durch eine Tragholmstruktur erreicht. Diese ermöglicht hohe Verbrennungsdrücke und verringert gleichzeitig die Geräuschabstrahlung. Die

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Am Kurbelgehäuse sind folgende Aggregate und Komponenten angeordnet:

Rechte Seite

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Laufbahnen der Zylinderbohrungen werden mit einer feinen Plateauhonung endbearbeitet. Die glatte und dennoch mit großem Ölhaltevermögen ausgestattete Oberfläche verringert die Reibleistungsverluste und ist gleichzeitig ein Beitrag zur Reduzierung des Ölverbrauchs.

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Abgasturbolader

 

Starter (M1)

 

Öl-Kühlmittel-Modul

 

Bauzustände

Linke Seite

• Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4)

• Kraftstofffiltermodul

• Kraftstoff-Hochdruckpumpe

• Verdichter, Lenkhelfpumpe

Bauzustände

GF01.45-W-0800MD

Ölwanne Bauzustand

1.8.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR 936.9 im TYP 963 MOTOR 936.9 im TYP 964 1 Ölwanne (Kunststoffausführung, Serie) Für den

1 Ölwanne (Kunststoffausführung, Serie)

Für den Motor OM 936 sind derzeit zwei Ölwannen erhältlich. Serienmäßig wird die Ölwanne (1) aus Kunststoff verwendet. Bei Fahrzeugen mit Motorabtrieb vorn (bspw. bei Frigogenerator)

2

W01.45-1057-79

Ölwanne (Aluminiumausführung, bei Fahrzeugen mit Motorabtrieb vorn)

kommt aus Platzgründen eine Ölwanne (2) aus Aluminium mit einer entsprechenden Aussparung zum Einsatz.

Bauzustände

GF03.10-W-0800MD

Pleuel Bauzustand

16.7.12

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

936.9 im TYP 963

1 Pleuelstange

2 Pleuelauge (klein)

3 Pleuelbuchse

4 Pleuelschaft

5 Pleuelfuß

6 Pleuellagerschalen

7 Pleuellagerdeckel

8 Dehnschraube

6 Pleuellagerschalen 7 Pleuellagerdeckel 8 Dehnschraube W03.10-1156-76 Die Pleuel sind aus Stahl geschmiedet und

W03.10-1156-76

Die Pleuel sind aus Stahl geschmiedet und zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit aus.

Die Trennstelle zwischen der Pleuelstange (1) und dem Pleuellagerdeckel (7) ist gecrackt. Dies hat u. a. die Vorteile, dass man nach dem

Zusammenschrauben der beiden Teile keinen Versatz hat und der Pleuellagerdeckel (7) nicht rutschen kann. Im kleinen Pleuelauge (2) ist eine Pleuelbuchse (3) eingepresst.

Bauzustände

GF03.10-W-0801MD

Kolben Bauzustand

3.8.12

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

936.9 im TYP 963

1 Kolben

2 Verbrennungsmulde

3 Kolbenboden

4 Feuersteg

5 Kolbenringzone

6 1. Kolbenring

7 2. Kolbenring

8 Ölabstreifring

9 Bolzenauge

10 Kolbenschaft

11 Sicherungsring

12 Kolbenbolzen

13 Kühlkanal

Kolbenschaft 11 Sicherungsring 12 Kolbenbolzen 13 Kühlkanal W03.10-1157-76 Kolben (1) Der Kolben (1) ist einteilig und

W03.10-1157-76

Kolben (1)

Der Kolben (1) ist einteilig und besteht aus Aluminium. Die Lauffläche des Kolbens (1) ist reibungsoptimiert (siehe Laufflächenschutz). Das Gewicht des Kolbens (1) beträgt 2,46 kg (komplett, inklusive Kolbenringe und Kolbenbolzen). Der Kolben hat einen Durchmesser von 110 mm.

Kolbenboden (3)

Der Kolbenboden (3) verfügt über eine Verbrennungsmulde (2). Durch die Verbrennungsmulde (2) wird der Verdichtungsraum teilweise in den Kolben (1) verlagert.

Feuersteg (4)

Der Feuersteg (4) schützt den 1. Kolbenring (6) vor zu starker Erwärmung während des Verbrennungsvorgangs.

Kolbenringzone (5)

In der Kolbenringzone (5) befinden sich der 1. Kolbenring (6), der 2. Kolbenring (7) und der Ölabstreifring (8). Der 1. Kolbenring (6) und der 2. Kolbenring (7) übernehmen die Feinabdichtung zum Kurbelgehäuse. Der Ölabstreifring (8) streift das überschüssige Öl an der Zylinderwand ab und leitet das Öl zurück in die Ölwanne.

Kolbenschaft (10)

Der Kolbenschaft (10) dient der Führung des Kolbens (1) im Zylinder. Er überträgt die Seitenkräfte auf die Zylinderlaufbahn. Im Kolbenschaft (10) ist das Bolzenauge (9), das den Kolbenbolzen (12) aufnimmt, angeordnet.

Kühlung

Die Kühlung der Kolben (1) erfolgt über je eine pro Zylinder im Kurbelgehäuse angeordnete Ölspritzdüse. Die Ölspritzdüse spritzt das Motoröl kontinuierlich in eine im Kühlkanal (13) angebrachte Einspritzöffnung. Durch die koaxiale Spritzrichtung der Ölspritzdüse wird im Kühlkanal (13) ein größtmöglicher Motoröldurchsatz erzielt und dadurch die Kühlung des Kolbens deutlich verbessert. Eine weitere Öffnung, die sich auf der gegenüberliegenden Seite befindet, dient dabei als Ablauf.

Zusätzliche Bohrungen im Kühlkanal (13) dienen zur besseren Schmierung des Kolbenbolzens (12) und der Pleuellagerbuchse.

Laufflächenschutz

Zum Schutz der Kolbenlauffläche wird die Reibung, vor allem in der Einlaufphase des Motors, durch

Bauzustände

aufgebrachte Schutzschichten herabgesetzt. Dies erlaubt eine lange Laufleistung, und bei gestörter Schmierung werden Motorschäden durch

Notlaufeigenschaften, die aus der Beschichtung resultieren, vermieden.

Bauzustände

GF03.20-W-0800MD

Kurbelwelle Bauzustand

1.8.12

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR 936.9 im TYP 964 MOTOR 936.9 im TYP 963 W03.20-1274-79 1 Kurbelwellenlagerzapfen 3

W03.20-1274-79

1 Kurbelwellenlagerzapfen

3

Gegengewichte

2 Pleuellagerzapfen

Pfeile

Ölbohrungen

Die Kurbelwelle ist mit 7 Kurbelwellenlagerzapfen (1) im Kurbelgehäuse gelagert. Um Schwingungen zu vermeiden, sind an den Wangen Gegengewichte (3) angeschmiedet. Die Kurbelwellenlagerzapfen (1) und die Pleuellagerzapfen (2) sind in der

Randschicht induktiv gehärtet und geschliffen. An den Kurbelwellenlagerzapfen (1) und an den Pleuellagerzapfen (2) befinden sich Ölbohrungen (Pfeile), über die die Kurbelwellenlager und Pleuellager geschmiert werden.

Bauzustände

GF05.00-W-0800MD

Ventilsteuerung Bauzustand

16.7.12

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

936.9 im TYP 963

1 Auslasskipphebel

2 Hydraulische

Motorbremseinheit

3 Antriebszahnrad

Auslassnockenwelle

4 Auslassnockenwelle

5 Auslasskipphebelachse

6 Ventilfeder

7 Auslassventil

8 Einlasskipphebel

9 Antriebszahnrad

Einlassnockenwelle

10 Einlassnockenwelle

11 Einlasskipphebelachse

12 Einlassventil

13 Kipphebelgehäuse

Einlasskipphebelachse 12 Einlassventil 13 Kipphebelgehäuse W05.00-1052-76 Über die Ventilsteuerung wird der Gaswechsel

W05.00-1052-76

Über die Ventilsteuerung wird der Gaswechsel in den Brennräumen gesteuert.

Zu den Komponenten der Ventilsteuerung gehören:

• Zwei oben liegende Nockenwellen – die Einlassnockenwelle (10) und die Auslassnockenwelle (4), die vom Zahnrädertrieb über das Antriebszahnrad Einlassnockenwelle (9) bzw. über das Antriebszahnrad Auslassnockenwelle (3) angetrieben werden.

• Zwei Kipphebelachsen – die Einlasskipphebelachse (11) und die

Auslasskipphebelachse (5), auf denen die Einlasskipphebel (8) bzw. die Auslasskipphebel (1) gelagert sind.

• Je Zylinder zwei Auslassventile (7) und zwei Einlassventile (12), die symmetrisch angeordnet sind und über die Ventilfedern (6) auf ihre Sitze gedrückt werden, wenn sie nicht über die entsprechenden Kipphebel betätigt werden.

Bauzustände

Aufbau der Ventilsteuerung an der Auslassseite

1

Auslasskipphebel

2

Hydraulische Motorbremseinheit

4

Auslassnockenwelle

5

Auslasskipphebelachse

6

Ventilfedern

7

Auslassventile

16

Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels

23

Einstellelement Überdruckventil

des Ventilspiels 23 Einstellelement Überdruckventil W05.00-1053-82 Auslasskipphebelachse (5) 5

W05.00-1053-82

Auslasskipphebelachse (5)

5

Auslasskipphebelachse

14

Schmierölkanal

(5) 5 Auslasskipphebelachse 14 Schmierölkanal W05.00-1054-75 Auslasskipphebel (1) 1 Auslasskipphebel

W05.00-1054-75

Auslasskipphebel (1)

1

Auslasskipphebel

15

Kipphebelrolle

16

Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels

17

Ölzutrittsbohrung

18

Aufnahmefuß

19

Einstellelement Motorbremse

18 Aufnahmefuß 19 Einstellelement Motorbremse W05.00-1055-71 34 – Dieser Ausdruck wird nicht vom

W05.00-1055-71

Bauzustände

Hydraulische Motorbremseinheit (2)

2

Hydraulische Motorbremseinheit

20

Überdruckventil

21

Kolben (Nehmerzylinder)

25

Rolle

Die Ventilsteuerung an der Auslassseite zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Zylinder über einen zweiarmigen Auslasskipphebel (1) verfügt. Alle Auslasskipphebel (1) besitzen jeweils eine Kipphebelrolle (15). Durch die Kipphebelrollen (15) wird der Verschleiß zwischen dem jeweiligen Betätigungsnocken der Auslassnockenwelle (4) und dem entsprechenden Kipphebel verringert.

Die Auslasskipphebel (1) verfügen jeweils über zwei Einstellelemente zum Einstellen des

Auslassventilsteuerung

1

Auslasskipphebel

2

Hydraulische Motorbremseinheit

4

Auslassnockenwelle

5

Auslasskipphebelachse

6

Ventilfedern

7

Auslassventil

18

Aufnahmefuß

20

Überdruckventil

21

Kolben (Nehmerzylinder)

22

Steuerventil

24

Kolben (Geberzylinder)

26

Bremsnocken

Bei deaktivierter Motorbremse

Über die Auslassnocken auf der Auslassnockenwelle (4) wird die Drehbewegung der Nockenwelle in eine Hubbewegung umgewandelt und auf die dazugehörigen Auslasskipphebel (1) auf der Auslasskipphebelachse (5) übertragen. Die Auslasskipphebel (1) lenken die Hubbewegung wiederum auf die entsprechenden Auslassventile

Hubbewegung wiederum auf die entsprechenden Auslassventile W05.00-1057-71 Ventilspiels (16). Das Spiel zwischen dem

W05.00-1057-71

Ventilspiels (16). Das Spiel zwischen dem Aufnahmefuß (18) und dem Bremsnocken (26) wird über das Einstellelement Motorbremse (19) eingestellt. Die Auslasskipphebel (1) sind auf der Auslasskipphebelachse (5) drehbar gelagert. Die Auslasskipphebelachse (5) ist zur Gewichtsreduzierung als Rohr ausgeführt und besitzt einen Schmierölkanal (14).

als Rohr ausgeführt und besitzt einen Schmierölkanal (14). W05.00-1058-73 (7) um, die daraufhin geöffnet und durch

W05.00-1058-73

(7) um, die daraufhin geöffnet und durch die Ventilfedern (6) wieder geschlossen werden. Da die Kolben (21) bei deaktivierter Motorbremse über eine Feder an ihren unteren Anschlag gedrückt werden und die hydraulischen Motorbremseinheiten (2) nicht mit Motoröl versorgt werden, kommt es zwischen den Kolben (21) und den Aufnahmefüßen (18) zu keinem Kontakt. Zudem besteht keine hydraulische Kraftübertragung über die hydraulischen Motorbremseinheiten (2) zwischen

Bauzustände

den Bremsnocken (26) der Auslassnockenwelle (4) und den Auslasskipphebeln (1), sodass die Bremsnocken (26) frei drehen.

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Bei aktivierter Motorbremse

 

Im Motorbremsbetrieb werden alle hydraulischen Motorbremseinheiten (2) mit Motoröl versorgt. Um die Auslassventile (7) eines Zylinders zweimal pro Arbeitsspiel zu öffnen, verfügt der betätigende Bremsnocken (26) über zwei Erhebungen. Die erste Erhebung des Bremsnockens (26) betätigt den Kolben (24) vom Ende des Ansaugtaktes an bis zur einsetzenden Verdichtung und die zweite Erhebung vom Ende des Verdichtungstaktes an bis in den Arbeitstakt hinein.

 

Während jeder dieser beiden Betätigungen

 

• fährt der Kolben (24) des Geberzylinders ein und verdrängt Motoröl aus dem Geberzylinder

 

• strömt aufgrund der hydraulischen Kopplung mit dem Nehmerzylinder das Motoröl in diesen hinein und betätigt dessen Kolben (21)

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fährt der Kolben (21) des Nehmerzylinders aus, die Kolbenstange betätigt über den Aufnahmefuß (18) den Auslasskipphebel (1), und die Auslassventile (7) werden geöffnet

werden die Auslassventile (7) wieder geschlossen, indem deren Ventilfedern (6) über den Auslasskipphebel (1) und den Aufnahmefuß (18) auf die Kolbenstange des Kolbens (21) vom Nehmerzylinder drücken und solange Motoröl aus dem Nehmerzylinder in den Geberzylinder hineinfließt, bis die Rolle (25) der Kolbenstange des Kolbens (24) vom Geberzylinder auf dem kreisförmigen Abschnitt des Bremsnockens (26) abrollt.

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Aufbau der Ventilsteuerung an der Einlassseite

6

Ventilfedern

8

Einlasskipphebel

10

Einlassnockenwelle

11

Einlasskipphebelachse

12

Einlassventil

16

Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels

16 Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels W05.00-1060-82 36 – Dieser Ausdruck wird nicht vom

W05.00-1060-82

Bauzustände

Einlasskipphebelachse (11)

11

Einlasskipphebelachse

14

Schmierölkanal

(11) 11 Einlasskipphebelachse 14 Schmierölkanal W05.00-1061-75 Einlasskipphebel (8) 8 Einlasskipphebel

W05.00-1061-75

Einlasskipphebel (8)

8

Einlasskipphebel

15

Kipphebelrolle

16

Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels

16 Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels W05.00-1062-71 Zur Ventilsteuerung der Einlassseite ist

W05.00-1062-71

Zur Ventilsteuerung der Einlassseite ist jedem Zylinder ein Einlasskipphebel (8) zugeordnet, über den jeweils zwei Einlassventile (12) betätigt werden. Alle Einlasskipphebel (8) besitzen jeweils eine Kipphebelrolle (15). Durch die Kipphebelrollen (15) wird der Verschleiß zwischen dem jeweiligen Betätigungsnocken der Einlassnockenwelle (10) und dem entsprechenden Einlasskipphebel (8) verringert.

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Einlassventilsteuerung

Über die Nocken auf der Einlassnockenwelle (10) wird die Drehbewegung der Nockenwelle in eine Hubbewegung umgewandelt und auf die dazugehörigen Einlasskipphebel (8) auf der

Die Einlasskipphebel (8) sind auf der Einlasskipphebelachse (11) drehbar gelagert. Die Einlasskipphebelachse (11) ist zur Gewichtsreduzierung als Rohr ausgeführt und besitzt einen Schmierölkanal (14).

Jeder Einlasskipphebel (8) verfügt über zwei Einstellelemente zum Einstellen des Ventilspiels

(16).

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Einlasskipphebelachse (11) übertragen. Die Einlasskipphebel (8) lenken die Hubbewegung wiederum auf die entsprechenden Einlassventile (12) um, die daraufhin geöffnet und durch die Ventilfedern (6) wieder geschlossen werden.

Bauzustände

GF05.10-W-0801MD

Zahnrädertrieb Bauzustand

16.7.12

MOTOR

936.9 im TYP 963

MOTOR

936.9 im TYP 964

1

Kurbelwelle

2

Ölpumpe

3

Doppelzwischenrad

4

Verdichter

5

Zwischenrad

7

Kraftstoff- Hochdruckpumpe

8

Doppelzwischenrad

9

Zwischenrad

10

Auslassnockenwelle