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Gimp

Gimp ist sehr vielseitig. Es ist ein


einfaches Malprogramm, ein
komplexes
Bildbearbeitungsprogramm, ein
Konvertierer, ein
Animationsprogramm, etc.
Da Gimp frei verfügbar ist, liegen seine Stärken vor
allem bei der Anpassungsfähigkeit und seinen
Erweiterungsmöglichkeiten. Es ist designt mit Hilfe von
Plug-ins und Extensions praktisch zu allem fähig zu
sein.
Ursprünglich für Linux entwickelt wurde Gimp für alle
gängigen Betriebssysteme portiert. Unter anderem
GNU/Linux, Windows, Mac OS X, u.s.w.
Grundlegende Funktionen
Gimps Hilfe wird aufgerufen indem man auf das Symbol
zeigt über das man mehr erfahren möchte, und F1
drückt.
Alle Funktionen von Gimp können über das
Hauptfenster aufgerufen werden. Wenn man Gimp zum
ersten Mal startet, öffnet sich auch die Toolbox in einem
weiteren Fenster, wo sich die meisten Malwerkzeuge
befinden und auch einstellen lassen. Zur einfacheren
Handhabung können weitere Fenster (in Gimp Docks
genannt) über den Reiter <Windows im Hauptfenster>
unter <Dockable Dialogs> geöffnet werden.
Eine kleine Vorführung einiger grundlegender
Tools:
Um ein neues Bild zu erstellen in Gimp geht man im
Hauptfenster auf <File> und dann auf <New…>. Gleich
unter <New> gibt es die Option <Create> wo man
vorgefertigte Graphiken erstellen kann, bei denen man
nur die gewünschten Parameter ändern muss.

Ein Logo, gemacht unter <File> <Create> <Logos> <3D Outline>

Unter <File> kann man auch Dateien speichern, öffnen


(auch von direkt von Html Seiten), auf den originalen
Zustand rücksetzen, drucken, und auch andere Bilder
als Layer öffnen.
Unter <File> im Hauptfenster wähle ich <New…> aus.
Es wird ein neues Fenster geöffnet in dem ich die
Größe, die Auflösung und die Ausrichtung einstellen
können. Ein paar Vorlagen stehen auch zur Verfügung.
Fürs Erste erstelle ich ein Bild mit 1024 mal 768 Pixel.
Dann wähle ich den Pinsel aus. Da ich möchte, dass
mein Bild ein bisschen Handgemalt aussieht klicke ich
auf das Plus bei <Brush Dynamics> in der Toolbox und
setze den Marker neben Velocity und unter Size.
Pressure wäre wahrscheinlich realistischer aber ohne
Graphiktablett ist diese Funktion praktisch sinnlos.
Diese Einstellungen sind so ähnlich bei den anderen
Malwerkzeugen (Radierer und Stift) wiederzufinden.

Drei Smileys mit Pinsel gemalt. Der Erste von rechts mit normalem Pinsel, der zweite
mit nach Geschwindigkeit abnehmender Größe und der letzte mit nach Geschwindigkeit
abnehmender Farbe.

Farben werden in Gimp nach Foreground und


Background ausgewählt. Um sie zu ändern klicke ich
auf die 2 übereinander stehenden Rechtecke in der
Toolbox. Ein neues Fenster öffnet sich in dem ich eine
Farbe wählen kann. Ich wähle eine Farbe aus, weil ich
meine Smileys umfärben möchte. Um sie umzufärben
nehme ich das nach Farbe auswählen Tool (blau-rot-
grüner Streifen mit einer Hand) und wähle den weißen
Hintergrund aus und klicke die rechte Maustaste, gehe
im neuen Dialog auf <Select> und dann <Invert>.
Somit habe ich alles ausgewählt was nicht weiß ist.
Wenn ich direkt schwarz ausgewählt hätte wäre mein
abfärbender Smiley nicht markiert worden, da er nicht
100% Schwarz ist. Jetzt kann ich nur innerhalb des
markierten Bereichs malen.
3 glückliche bunte Smileys

Um die Markierung aufzuheben gehe ich wieder auf


<Select> und dann <None>. Die Auswahl kann ich
noch weiter einstellen. Die Optionen schauen bei allen
Auswahlwerkzeugen gleich aus. Unter anderem kann
man noch einstellen ob die Auswahl scharf oder
gefedert ist. Eine gefederte Auswahl kann schöner
aussehen wenn sie verschoben wird.
Projekt: Eggking (Schneiden, Weichzeichnen,
Layer, Scripte)
Ich möchte dieses Ei:

Auf dieses Hochhaus befördern:


Also umrande ich es mit der intelligenten Schere und
klicke dann innerhalb des umrandeten Bereichs um die
Auswahl zu bestätigen. Rechte Maustaste: <Edit>,
<Copy>
Bei dem Bild von der Großstadt, das ich auch geöffnet
habe füge ich es ein.
Das Ergebnis:
Das Ei wirkt noch irgendwie aufgesetzt, man sieht noch
ein paar Randtexturen vom Originalbild

Entweder ich wähle das Verwisch-


Tool (sieht aus wie ein Tropfen)
und bearbeite den Rand bis er so verschwommen ist,
dass man ihn nicht mehr vom Hintergrund
unterscheiden kann, oder aber ich verwende ein paar
tiefergehende Tools.
Status Quo: Ich habe das Bild von der Stadt und das
Bild von den zwei Eiern. Ich öffne das Stadt-Bild, aber
das Eier-Bild öffne ich als extra Layer innerhalb des
ersten Bildes. Dazu gehe ich im Hauptfenster auf
<File> und dann auf <open as Layers…> und öffne
mein Eier-Bild.
Das sieht dann ungefähr so aus:

Im Layers-Dialog, den ich über <Windows> im


Hauptfenster geöffnet habe, sehe ich jetzt zwei Layer
zur Auswahl. Das erste heißt Background und ist
praktisch das Großstadt-Bild, und das zweite heißt
WeeblandBob3d.png, was auch der Name der Eier-Bild
Datei ist.
Als nächstes klicke ich mit der rechten Maustaste auf
das WeeblandBob3d.png Layer und wähle dann <Add
Alpha Channel>.
Das bewirkt, dass wenn ich jetzt etwas vom Eier-Bild
entferne, das Hochhaus-Bild zum Vorschein kommt,
anstatt nur von einer weißen Fläche.
Eraser ohne Alpha Channel
Eraser mit Alpha Channel

Um ein Layer zu bekommen,


das nur aus dem Ei besteht, wähle ich wieder das Ei per
Schere-Tool aus (aufpassen das wir uns innerhalb des
WeeblandBob3d.png Layers befinden), invertiere die
Auswahl und lösche diese darauf mit Entf. Dann
verschiebe ich mein Ei mit dem Move-Tool und setze es
auf mein Hochhaus.
Dank mehrerer Layers kann ich das Ei bearbeiten ohne
den Hintergrund zu verändern. Mit dem Radiergummi
entferne ich alle Reste am Rand.

Sieht gleich viel besser aus.


Etwas fehlt noch. Genau! Schatten! Dazu verwende ich
ein Script, das gleich mit Gimp mitkommt. Und zwar
perspektivische Schatten.
Unter <Filters> im Hauptfenster wähle ich das
Untermenü
<Light and Shadows> aus und dann das Script
<Perspective…>.
Es öffnet sich ein neues Fenster in dem ich wieder
einige Parameter ändern kann. Ich ändere nur die
Stärke des Schattens (Opacity) auf 50 und drücke auf
OK.
Gimp generiert ein neues Layer indem sich der
Schatten befindet. Sehr praktisch, da der Schatten in
die falsche Richtung zeigt.
Also wähle ich den Layer Perspective Shadow. Zum
umdrehen verwende ich das Flip Tool. Ein Klick mit der
linken Maustaste
und der Schatten dreht sich Horizontal.

Und noch ein Klick per Strg + linke Maustaste und der
Schatten dreht sich Vertikal. Dann verschiebe ich den
Schatten noch unter das Ei…
…und radiere den Schatten am Rand vom Hochhaus
weg. Nach ein bisschen Weichzeichnen sieht das
Endergebnis dann so aus:
Projekt: Free Tibet
Ich möchte dieses Bild:

so filtern, dass es wie dieses sehr bekannte Bild


aussieht:
Zuerst schneide ich den Mönch mitsamt Arm aus,
invertiere die Auswahl und lösche den Rest.

Dieses Bild speichere ich in einer extra Datei, ich werde


sie später noch brauchen.
Dann verwende ich unter <Colors> das Tool
<Desaturate> um das Bild schwarzweiß zu machen und
danach <Treshold> um das Bild stufenlos auf zwei
Farben zu reduzieren.

Sieht schon sehr schick aus, und eigentlich wäre damit


unser Ziel erreicht. Aber ich probiere noch ein paar
andere Filter aus.
Ich öffne dieses Bild:
Und füge den ausgeschnittenen und den zweifärbigen
Mönch darüber als Layer hinzu. Ich wähle den bunten,
ausgeschnittenen Mönch als Layer aus und verwende
<Curves> das man unter <Colors> im Hauptmenü
findet. Dort spiele ich mich ein bisschen rum, damit die
Farben heller wirken.
Da ich Layer verwende wird nur der bunte Mönch
geändert.
Treshold hat den Mönch ein sichtbar verpixelt, also
möcht ich einen Unschärfeeffekt über das ganze Bild
verwenden. Das geht aber erst wenn alle Layer zu
einem Bild vereint werden. Dazu mache ich einen
Rechtsklick auf alle Layer nach einander und wähle
<Merge Down>.
Am Ende habe ich nur noch einen Layer. Für den
Unschärfe Effekt gehe ich auf <Filters> dann auf
<Blur> und dann auf <Gaussian Blur> weil ich dort die
Parameter bestimmen kann. Ich stelle eine leichte
Unschärfe ein und das Ergebnis sieht dann so aus: