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Name: Lennard Paßmann, E-Mail: j4pl0804@unibw.de, Matrikelnummer: 1141736

Faszination Betriebswirtschaft

Vorwort

BWL – Betriebswirtschaftslehre: Das heißt Prozesse optimieren und erneuern, Strategien entwickeln, Strukturen ordnen; Wirtschaft, Technologie, Gesellschaft, sowie Natur berücksichtigen und dabei noch Kapitalgeber, Kunden, Mitarbeiter, Öfentlichkeit, Staat, Lieferanten und die Konkurrenz beachten - wie ist das möglich? Antworten darauf vermittelt dieses Lehrbuch. Und, so viel vorweg: Die Konzepte und Teorien der Betriebswirtschaftslehre helfen dabei, den Großteil der komplexen Aufgaben der Unternehmens- steuerung zu bewältigen.

Die Betriebswirtschaftslehre gehört zu den Wirtschaftswissenschaften, die wiederum zu den Sozialwissenschaften, jene den Geisteswissenschaften entspringen, die ein Teil der Realwissenschaften sind. Dementsprechend vielfältig ist das Temenspektrum mit dem sich die Betriebswirtschaftslehre befasst: Es reicht von der Organisation eines Unternehmens, über Personalwesen und Marketing, bis hin zur Produktion und dem Vertrieb. Durch ihr großes Spektrum bietet die Betriebswirtschaft viele Möglichkeiten für eine Spezialisierung während des Studiums und darauf folgend für den Berufseinstieg. Dennoch bietet die Betriebswirtschaftslehre kein allumfassendes Konzept zur Unternehmensteuerung. Grenzen zeigen sich dort auf, wo keine Kontrolle möglich ist. Hierbei kann es sich um die verschiedensten Faktoren, wie Naturkatastrophen, Krieg, Wirtschaftsschwankungen oder Innovationen in der Technologie handeln.

Wagt man einen Blick auf die Strukturen großer Unternehmen, so erkennt man schnell, dass es sich hierbei nicht um simple Systeme, sondern um enorm große Verkettungen von Prozessen handelt, die in ihrer Gesamtheit einen hoch komplizierten Mechanismus ergeben. Ihnen als Leser empfehlen wir bei einer Werksführung in einem solchen großen Unternehmen, wie der BMW AG oder der Paulaner GmbH und Co. KG, die Erfahrung zu machen, wie umfassend und kompliziert die Steuerung solcher Prozesse ist. Bei einem Unternehmen, welches Produkte weiterverarbeitet, ist allein das Finden einer optimalen Balance zwischen Lieferung und Produktion eine Mammutaufgabe. Einerseits müssen Güter in richtiger Art, Qualität und Menge zum richtigen Zeitpunkt beschaft werden; ausreichend

Name: Lennard Paßmann, E-Mail: j4pl0804@unibw.de, Matrikelnummer: 1141736

Lagerkapazitäten werden benötigt und das Lager muss verwaltet werden. Andererseits muss ein Produkt in richtiger Qualität, Menge und möglicherweise auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten hergestellt werden. Die Optimierung des Produktionsverfahrens ist somit ein weiterer wichtiger Aspekt. In einem letzten Schritt müssen beide Aufgaben wiederum so aufeinander abgestimmt werden, dass der Prozess möglichst reibungslos abläuft.

Auch die Forschung im Bereich der Betriebswirtschaft ist längst nicht abgeschlossen. Immer wieder stellen sich neue Herausforderungen und Probleme. Aktuell befndet sich die Betriebswirtschaft in einer Phase der Digitalisierung. Diese hat eine massive Wirkung auf Unternehmen: So kann beispielsweise anhand von Klickzahlen schon nach kurzer Zeit erkannt werden, ob ein Produkt sich gut verkaufen wird. Die Erstellung von Lieferketten kann digital unterstützt werden und Produkte können durch das Internet auf ganz andere Art und Weise als durch herkömmlichen Medien vermarktet werden. Aus diesem Grund liegt das Internet als Forschungsthema auch ganz vorne bei BWL-Fakultäten.

Die Digitalisierung ist jedoch nicht die einzige Herausforderung. Für viele Unternehmen ist der Umweltschutz zu einer zentralen Aufgabe geworden. Das ist allerdings nicht nur einem etwaigen „grünen Gewissen“ geschuldet, sondern wird durch äußere Faktoren, wie beispielsweise die Politik, die neue Umweltschutzmaßnahmen, wie Anpassungs- und Emissions-Verminderungsmaßnahmen, beschließt, oder Versicherungen, die ihre Prämien an Umwelteinflüsse anpassen, bestimmt. Diese Faktoren müssen jedoch nicht negativ für ein Unternehmen sein. Wie die Subventionierung erneuerbarer Energien oder Ausgleichszahlungen in der Landwirtschaft zeigen, können Unternehmen davon auch proftieren.

Die Zahl neuer Herausforderungen für die Betriebswirtschaftslehre wird künftig nicht weniger werden:

Unternehmen werden damit zu kämpfen haben, dass Rohstofvorkommen schrumpfen. Beispielsweise könnten bereits in 50 Jahren die Erdölreserven aufgebraucht sein. Dadurch werden in Zukunft die Ölpreise höchstwahrscheinlich stark ansteigen - mit Auswirkungen in den verschiedensten Bereichen:

Einerseits ist Erdöl einer der wichtigsten Energieträger und somit bedeutend für fast alle produzierenden Unternehmen. Andererseits wird Erdöl aber auch für die Herstellung von verschiedenen Kunststofen verwendet. Überfschung und unfruchtbare Erde sind weitere Probleme, die sich im Zusammenhang mit der

Name: Lennard Paßmann, E-Mail: j4pl0804@unibw.de, Matrikelnummer: 1141736

wachsenden Erdbevölkerung den Unternehmen stellen werden. Somit ist die Entwicklung neuer Technologien für Unternehmen unvermeidlich. Energie muss effizienter genutzt und auf umweltschonenden Wegen erzeugt werden. Die Betriebswirtschaft ist in diesen Prozessen immer dann gefragt, wenn es darum geht etwas Neues zu implementieren oder Vorhandenes zu optimieren.

Insgesamt beschäftigt dieses Lehrbuch sich nicht nur mit klassischen Modellen und Teorien der Betriebswirtschaft, sondern auch mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, die sich Unternehmen stellen und stellen werden – denn diese sind immer auch Herausforderungen für die sie begleitende Wissenschaft. Sie als Leser sollen einen Eindruck davon bekommen, was wirklich in der Welt der Unternehmen vor sich geht und mit welchen Temen Unternehmen konfrontiert sind. Sie sollen Teorien und Konzepte kennenlernen, um Probleme zu lösen und ein eigenes Bild davon erhalten, wie wichtig Betriebswirtschaft in der heutigen Zeit ist. Abschließend wünschen wir Ihnen als Leser viel Erfolg und Freude beim Erkunden der Welt der Betriebswirtschaft mit diesem Lehrbuch.