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Hintergrund: USA Nr. 41 / 08. Juli 2015 U.S. Supreme Court Entscheidung zur gleichge- schlechtlichen
Hintergrund: USA Nr. 41 / 08. Juli 2015 U.S. Supreme Court Entscheidung zur gleichge- schlechtlichen
Hintergrund: USA Nr. 41 / 08. Juli 2015 U.S. Supreme Court Entscheidung zur gleichge- schlechtlichen

Hintergrund:

USA

Nr. 41 / 08. Juli 2015

Hintergrund: USA Nr. 41 / 08. Juli 2015 U.S. Supreme Court Entscheidung zur gleichge- schlechtlichen Ehe:

U.S. Supreme Court Entscheidung zur gleichge- schlechtlichen Ehe: Urteil gefallen, Debatte erle- digt?

Iris Froeba

Zusammenfassung Nachdem im letzten Monat die Iren per Volksentscheid für die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe votiert haben und der Oberste Gerichtshof von Mexi- ko entschieden hat, dass ein Verbot der Ehe für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der mexikanischen Verfassung verstößt, ziehen die USA nach: Der U.S. Supreme Court hat die gleichgeschlechtliche Ehe mit 5 zu 4 Stimmen landesweit für rechtens erklärt. Das Urteil schlägt nicht nur in den USA hohe Wellen, sondern macht LGBT-Aktivisten rund um den Globus Hoff- nung. Auch in Deutschland fühlen sich die Befürworter einer Reform bestärkt. Doch in den USA ist derweil eine Debatte um die Balance zwischen Gleichbe- rechtigung und Religionsfreiheit entfacht.

Klagen aus Ohio, Kentucky, Michigan und Tennessee brachten den Stein ins Rollen. Nachdem die ein-
Klagen aus Ohio, Kentucky, Michigan und Tennessee brachten den Stein ins Rollen. Nachdem die ein-
Klagen aus Ohio, Kentucky, Michigan und Tennessee brachten den Stein ins Rollen. Nachdem die ein-

Klagen aus Ohio, Kentucky, Michigan und Tennessee brachten den Stein ins Rollen. Nachdem die ein- zelnen Fälle durch verschiedene Instanzen gegangen waren, landeten sie schließlich beim Obersten Gericht, dessen Richter sich seit April dieses Jahres über die Klagen beraten hatten. Mit 5 zu 4 Stim- men fiel das Urteil denkbar knapp aus. Die als konservativ geltenden Richter wollten es weiterhin den Bundesstaaten überlassen, wie sie ihr Eherecht gestalten. Die entscheidende Stimme kam von Richter Anthony Kennedy, der normalerweise als konservativ gilt. Kennedy hat sich auf die Seite der liberalen Richter geschlagen und ihnen zum Sieg verholfen. Das Urteil spiegelt die Stimmung der amerikani- schen Öffentlichkeit wider. Laut einer Studie von Gallup hat die Zustimmung zur gleichgeschlechtli- chen Ehe in den USA eine neue Rekordmarke erreicht: 60% der US-Amerikaner befürworten die gleichgeschlechtliche Ehe. Im Jahr 1996, als Gallup das erste Mal eine Umfrage zu diesem Thema durchführte, sprachen sich nur 27% der US-Bürger für die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paa-

ren

aus. Allein im letzten Jahr stieg die Zustimmung um 5 Prozentpunkte.

Bis

26. Juni 2015 konnte jeder Bundesstaat eigenmächtig entscheiden, ob die Ehe zwi- schen gleichgeschlechtlichen Partnern er-

laubt ist. In 21 Staaten durften gleichge- schlechtliche Paare heiraten. 16 Staaten sowie der Hauptstadtbezirk Washington,

DC erkannten Civil Unions oder Domestic

Partnerships an, die der Ehe zwischen Mann und Frau aber nicht komplett gleich-

gestellt sind. Beide Formen ähneln der ein- getragenen Partnerschaft in Deutschland.

Die Civil Union gibt es in Vermont, Connec-

ticut, New Jersey, New Hampshire, Illinois,

Hawaii, Delaware, Rhode Island sowie Colo- rado. Kalifornien, Maine, Washington, Oregon, Maryland, Wisconsin, Nevada und Washington, DC erkennt die Domestic Partnership an. In 13 Staaten, darunter Texas, Louisiana, Mississippi, Arkansas,

Georgia, Tennessee, Missouri, Kentucky, Ohio, Michigan, Nebraska, South Dakota und North Dakota,

zur Supreme Court Entscheidung am

Dakota und North Dakota, zur Supreme Court Entscheidung am U.S. Supreme Court / Foto: FNF-Projekt Washington,

U.S. Supreme Court / Foto: FNF-Projekt Washington, D.C.

gab

es dagegen ein explizites Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare.

Mit

dem Grundsatzurteil dürfen nun gleichgeschlechtliche Paare in allen 50 Staaten Ehen eingehen,

die

traditionellen Ehen gleichgestellt sind. Die Möglichkeit, eingetragene Partnerschaften wie der Civil

Union oder der Domestic Partnership einzugehen, bleibt in den relevanten Staaten zunächst bestehen.

Wollen gleichgeschlechtliche Paare, die noch unverheiratet sind oder bereits in eingetragenen Part- nerschaften leben, auf die gleichen Rechte zurückgreifen wie traditionelle Ehepartner, dann müssen

sie offiziell den Bund der Ehe eingehen. Zu diesen Rechten gehören u.a. das Recht, Eigentum und

Vermögen vom Ehepartner zu erben, auch wenn kein Testament vorliegt, das Recht medizinische Ent- scheidungen im Namen des Ehepartners zu treffen, das Recht auf Hinterbliebenenrente sowie steuerli-

che

Vorteile. Da das US-amerikanische Eherecht auf Bundesstaatenebene geregelt wird, gestalten sich

die

Rechte und Pflichten von Staat zu Staat unterschiedlich. Auch das Adoptionsrecht wird in jedem

Bundesstaat individuell geregelt. Derzeit können gleichgeschlechtliche Paare in 38 Bundesstaaten und in Washington, DC gemeinsam Kinder adoptieren.

In Kentucky, Michigan, Mississippi, Nebraska und Ohio gibt es gesetzliche Hürden für gleich- geschlechtliche Paare.
In Kentucky, Michigan, Mississippi, Nebraska und Ohio gibt es gesetzliche Hürden für gleich- geschlechtliche Paare.
In Kentucky, Michigan, Mississippi, Nebraska und Ohio gibt es gesetzliche Hürden für gleich- geschlechtliche Paare.

In Kentucky, Michigan, Mississippi, Nebraska und Ohio gibt es gesetzliche Hürden für gleich- geschlechtliche Paare. In North Dakota, South Dakota, Texas, Louisiana, Missouri, Alabama und Georgia ist es gleichgeschlechtlichen Paaren nicht erlaubt, Kinder gemeinsam zu adoptieren. Heterosexuelle Ehepaare können hingegen in allen 50 Bundesstaaten gemeinsam adoptieren. D.h. im Umkehrschluss: Bundesstaaten wie Texas oder Louisiana können gleichgeschlechtlichen Partnern das Adoptionsrecht nicht mehr verwei- gern, wenn sie verheiratet sind. Beobachter be- fürchten jedoch, dass sich einige Staaten quer- stellen und das Adoptionsrecht nicht direkt auf gleichgeschlechtliche Ehepaare übertragen wer-

den. Damit steht das Thema Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare als nächster Punkt auf der Agenda der LGBT-Aktivisten in den USA.

Punkt auf der Agenda der LGBT-Aktivisten in den USA. Demonstration für das Gesetz vor dem U.S.

Demonstration für das Gesetz vor dem U.S. Supreme Court / Foto:

flickr, Joshua M. Hoover

Präsident Obamas Worte nach Verkündung des Urteils waren emotional: „Das Urteil ist ein Sieg für Amerika. Die Entscheidung bekräftigt, was Millionen von Amerikanern in ihren Herzen bereits glauben. Wenn alle Amerikaner wirklich gleichbehandelt werden, dann sind wir freier als je zuvor.“ Obama selbst hatte sich während seines Wahlkampfes im Jahr 2012 öffentlich für die landesweite Legalisie- rung der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen. Gleichzeitig spiegeln andere Reaktionen auf das Urteil aber auch wider, wie sehr das Thema LGBT-Rechte die amerikanische Öffentlichkeit und Politik immer noch spaltet.

Religionsfreiheit und Gleichberechtigung ein Balanceakt

Das Grundsatzurteil entfachte in den Bundesstaaten, in denen die gleichgeschlechtliche Ehe bis zur Entscheidung des Supreme Courts verboten war, eine Debatte über Religionsfreiheit. In Staaten des Bible Belts fürchten Evangelikale und Katholiken um die Freiheit ihrer Religionsausübung. Vertreter der Nationalen Vereinigung der Evangelikalen (NAE), des Bundes der Südlichen Baptisten und der US- amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) sind besorgt, dass das Urteil die Kirche und ihre Anhänger dazu zwinge, gegen ihre religiösen Überzeugungen zu handeln. Unterstützung erhalten sie von gläubi- gen Mandatsträgern, die an dem traditionellen Eheverständnis festhalten. Während einige Landkreise in Bundesstaaten wie z.B. Texas und Alabama bereits am Wochenende nach der Supreme Court Ent- scheidung offiziell Heiratsurkunden ausstellten, wollen andere Landkreise erst einmal auf die Anwei- sung der jeweiligen Justizminister warten. Einige Justizminister erteilten klare Anweisungen, dass An- gestellte der Landkreise keine gleichgeschlechtlichen Ehen schließen müssten, wenn ihre religiöse Gesinnung dies nicht erlaube. Darunter war auch der texanische Justizminister Ken Paxton. Paxton hält das Supreme Court Urteil für gesetzeswidrig, da es nicht die Stimme der Bürger repräsentiere. Er bot Angestellten der Landkreise seine Unterstützung an, sollten sie auf rechtliche Schwierigkeiten treffen, wenn sie sich weigerten, gleichgeschlechtlichen Paaren eine Heiratsurkunde auszustellen. Auch der texanische Gouverneur Greg Abbott betont nachdrücklich, dass das Recht auf Religionsfrei- heit trotz der Supreme Court Entscheidung bewahrt werden müsse.

Während Geistliche, die in den USA auch Ehen schließen und Heiratsurkunden offiziell ausstellen kön- nen,
Während Geistliche, die in den USA auch Ehen schließen und Heiratsurkunden offiziell ausstellen kön- nen,
Während Geistliche, die in den USA auch Ehen schließen und Heiratsurkunden offiziell ausstellen kön- nen,

Während Geistliche, die in den USA auch Ehen schließen und Heiratsurkunden offiziell ausstellen kön- nen, sich auf den 1. Zusatzartikel zur U.S. Verfassung, der die Religionsfreiheit umschließt, berufen können, wird es für Angestellte im öffentlichen Dienst komplizierter. Denn nach der U.S. Supreme Court Entscheidung ist die Ausgangssituation eine andere: Jetzt garantiert die US-Verfassung landes- weit das Recht auf gleichgeschlechtliche Eheschließung. Und laut der Supremacy Clause (Artikel 6, Absatz 2 der U.S. Verfassung) ist die Verfassung das oberste Recht der USA, an die sich auch die Rich- ter der Einzelstaaten halten müssen. D.h. von nun an sind jegliche Gesetze und Regelungen auf Lan- desebene, die die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren einschränken, verfassungswid- rig. Zuvor wurde auf Landesebene darüber entschieden, ob Angestellte im öffentlichen Dienst ihre Pflichten aus religiösen Gründen verweigern dürfen. Während New York keine Ausnahmen akzeptierte, konnten sich Angestellte in Alabama auf ihre religiöse Gesinnung beziehen, wenn sie gleichge- schlechtlichen Paaren keine Heiratsurkunde ausstellen wollten. Da das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe jetzt durch die U.S. Verfassung garantiert ist, halten es Rechtsexperten für unwahrscheinlich, dass es Ausnahmen aus religiösen Gründen geben wird. Man müsse das Thema rational und emotionslos angehen. Gesetz sei Gesetz - so Professor Daniel Pinello vom John Jay College of Criminal Justice - und auch gläubige Angestellte im öffentlichen Dienst müssten sich an die Regeln des Obersten Ge- richtshofs halten. (Washington Post, 29.06.2015) Ruthann Robson, Rechtsprofessorin an der City Uni- versity of New York, betont, dass zukünftig jeder Fall im Einzelnen geprüft werden müsse. Mit ihrem Eid verpflichten sich Angestellten dazu, sich an die Verfassung und die bestehenden Gesetze zu hal- ten. Wird ein Angestellter im Einzelfall aus religiösen Gründen von seinen Aufgaben freigestellt, müsse das Gericht gewährleisten, dass jemand anderes die Heiratsurkunde ausstelle. (Washington Post,

29.06.2015)

Die Balance zwischen Religionsfreiheit und Gleichberechtigung und die Frage, ob Angestellte im öf- fentlichen Dienst die Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren aus religiösen Gründen ver- weigern dürfen, wird somit zum Schlüsselproblem der zukünftigen Debatte, die noch am Anfang steht.

Republikanische Präsidentschaftskandidaten im Zwiespalt

Auch die Reaktionen der republikanischen Präsidentschaftskandidaten zeigen, wie sehr das Thema die amerikanische Politik polarisiert. Für die republikanischen Präsidentschaftsanwärter scheint es jetzt zwei Strategien zu geben: Sie können extreme Positionen zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe ein- nehmen, um die konservative Stammwählerschaft für die Vorwahlen zu mobilisieren. Mit dieser Stra- tegie laufen sie aber Gefahr, moderate Republikaner und Wechselwähler, deren Stimmen sie für die Präsidentschaftswahl im November 2016 brauchen, abzuschrecken. Oder sie können das Thema gleichgeschlechtliche Ehe mit dem gefällten Urteil endgültig abhaken, um sich wieder auf andere Kernthemen zu konzentrieren, mit denen sie eine breite Wählerschaft ansprechen können. Noch vor zehn Jahren hatten konservative Republikaner das Thema gleichgeschlechtliche Ehe genutzt, um sich von moderaten Republikanern und Demokraten deutlich abzuheben. Doch der rasche Wandel in der Gesellschaft hat auch die politische Landschaft verändert. Und zwar zum Nachteil der Republikaner. Die Grand Old Party befindet sich in einem Zwiespalt: Auf der einen Seite wollen sie es den älteren, konservativen Wählern, die wichtige Stimmen bei den Vorwahlen liefern, recht machen; auf der ande- ren Seite wollen sie die junge Wählerschaft, die die gleichgeschlechtliche Ehe als fundamentales Bür- gerrecht sieht, ansprechen.

Auch wenn die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten sich schnell darin einig waren, dass die Entscheidung
Auch wenn die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten sich schnell darin einig waren, dass die Entscheidung
Auch wenn die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten sich schnell darin einig waren, dass die Entscheidung

Auch wenn die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten sich schnell darin einig waren, dass die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs falsch sei, fielen die Reaktionen auf die Urteilsver- kündung unterschiedlich aus. Der ehemalige Gouverneur Floridas Jeb Bush und Senator Marco Rubio (R-FL) schlugen einen eher sanfteren Ton ein. Beide Präsidentschaftskandidaten halten das Urteil für falsch, akzeptieren es aber, da das Gericht im Sinne der US-Bürger entschieden habe. Gouverneur Scott Walker aus Wisconsin, Gouverneur Bobby Jindal aus Louisiana, Senator Ted Cruz aus Texas und der ehemalige Gouverneur Arkansas, Mike Huckabee, gaben sich nicht so schnell geschlagen. Sie wol- len das Grundsatzurteil nutzen, um für traditionelle republikanische Werte zu werben und so die Basis der Partei zu vereinen. Gouverneur Scott Walker nahm wohl die extremste Position ein. Er fordert eine Gesetzesänderung zur U.S. Verfassung, die es den Bundesstaaten wieder ermöglichen soll, über die Ausgestaltung des Eherechts zu entscheiden. Außerdem plädiert er dafür, dass die Richter des Obers- ten Gerichtshofs zukünftig per Direktwahl durch die Bürger ins Amt berufen werden sollten und das auch nur für eine zeitlich begrenzte Amtszeit. Seine oppositionelle Haltung soll den Kern seiner Präsi- dentschaftskampagne bilden, die er Mitte Juli offiziell ankündigen will. Walkers Erfolgsaussichten sind allerdings zweifelhaft. Denn auch unter den jungen Republikanern findet ein Wandel statt: 60% un- terstützen die gleichgeschlechtliche Ehe und damit die Entscheidung des Supreme Courts. 1

Historischer Moment für die USA, Hoffnungs- schimmer für den Rest der Welt

für die USA, Hoffnungs- schimmer für den Rest der Welt In 21 Ländern weltweit können homosexuelle

In 21 Ländern weltweit können homosexuelle Paare heiraten und die gleichen rechtlichen Vorteile wie traditionelle Ehepartner genießen. 2 Viele andere Länder erkennen die Ehe zwar an, gewähren gleichgeschlechtlichen Paaren aber nicht dieselben Rechte und Vorzüge. Auch wenn das Supreme Court Urteil keine rechtliche Wir- kung außerhalb der USA hat, trägt die Entschei- dung eine hohe Symbolkraft für Schwule, Les- ben und LGBT-Aktivisten auf der ganzen Welt. In unserer heutigen vernetzten und digitalen Welt überqueren politische Bewegungen nationale Grenzen in Windeseile. Somit verleiht das Supreme Court Urteil dem Trend zur rechtlichen Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen Rückenwind und ist für viele Aktivisten ein ‚call to action’ und bedeutender Wendepunkt. Sylvia Estrada Claudio, Gender-Aktivistin und Professorin an der University of the Philippines, geht davon aus, dass die Ent- scheidung positive Rückwirkungen auf die LGBT-Bewegung in den Philippen haben wird, gerade weil die rechtlichen Konstellationen der Philippinen auf dem US-System basieren. (New York Times,

27.06.2015)

Das Urteil in den USA wird nicht von heute auf morgen die Welt verändern.

1 http://www.pewresearch.org/fact-tank/2014/03/10/61-of-young-republicans-favor-same-sex-marriage/

2 Dazu gehören: Argentinien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Island, Irland, Luxemburg, Kana- da, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien, Südafrika, Uruguay und die USA. In Mexiko ist in den Bundestaaten Mexiko-Stadt, Quintana Roo und Chihuahua die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt.

Es liegt noch ein langer und anstrengender Weg vor der Weltgemeinschaft, wenn man bedenkt, dass
Es liegt noch ein langer und anstrengender Weg vor der Weltgemeinschaft, wenn man bedenkt, dass
Es liegt noch ein langer und anstrengender Weg vor der Weltgemeinschaft, wenn man bedenkt, dass

Es liegt noch ein langer und anstrengender Weg vor der Weltgemeinschaft, wenn man bedenkt, dass Homosexualität in weiten Teilen der arabischen Welt und vielen Ländern Afrikas noch immer als Straf- tat gilt. Doch die Entscheidung in den USA gibt Homosexuellen und Parteien, die sich für LGBT-Rechte rund um den Globus einsetzen, wie z.B. Liberal International 3 , Kraft und Hoffnung. Ländern, in denen gleichgeschlechtliche Paare bereits heiraten dürfen, aber noch nicht die gleichen Rechte wie traditio- nelle Ehepartner haben, wie z.B. in Deutschland, könnte die historische Wende in den USA den ent- scheidenden Hieb zur Umsetzung von Reformen des Eherechts versetzen.

Iris Froeba ist Policy Analyst und Media Officer im Transatlantic-Dialogue-Programm der FNF.

Impressum Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) Bereich Internationale Politik Referat für Querschnittsaufgaben Karl-Marx-Straße 2 D-14482 Potsdam

3 http://www.liberal-international.org/site/Human_Rights.html