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Sterben,

Tod,

— und dann?
Themenheft 4
Sterben, Tod — und dann?

Zusammengestellt aus Bibel- und EGW-Texten sowie aus


Liedertexten von

Soweit nicht anders vermerkt wurden die Bibeltexte entweder der


Schlachter 2000 oder der Lutherbibel von 1984 entnommen.

Die Zusammenstellung wird ständig ergänzt.

Stand: 21. März 2009


Ursachen des Todes und
Zustand im Tod

Gottes Gebot in Eden


Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst
essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der
Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem
Tage, da du von ihm issest, mußt du des Todes sterben. 1.Mose 2,16f

Die erste Predigt über Unsterblichkeit – durch Sündigen?


Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute
Verderben. Sprüche 14,34

Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet keineswegs des


Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esset,
werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und
wissen, was gut und böse ist. 1.Mose 3,4f

Die Folge des Ungehorsams: der Tod


Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du
wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde
und sollst zu Erde werden. 1.Mose 3,19

Es ist das ganze menschliche Geschlecht durch die Erbsünde dermaßen


gefallen und verblendet worden, daß der Mensch nicht allein Gott und
sich selber, sondern auch seinen eigenen Jammer und Dürftigkeit, so er
empfindet und leidet, nicht erkennen kann. … Denn den Tod überwindet
man nicht durch Verachten, wie die Landsknechte und Spitzbuben
meinen. ... Es gehört andere Kunst und Arznei hierzu. … Der Tod ist so
kräftig, daß er uns verschluckt, ehe denn wir es empfinden. Drum
müssen wir zu einem andern Lichte kommen, und vom Himmel herab
eröffnet werden, wie die Gemüter in Todesgefahr aufzurichten und zu
stärken sind. Martin Luther 1534

3
Der Zustand der Toten
Haucht der Mensch sein Leben aus und kehrt er zurück zur Erde,
dann ist es aus mit all seinen Plänen. Psalm 146,4; EÜ
Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; wer wird dir bei den Toten
danken? Psalm 6,6

Die Toten werden dich, HERR, nicht loben, keiner, der hinunterfährt
in die Stille. Psalm 115,17

Wenn du den Lebenshauch zurücknimmst, kommen sie um und


werden zu Staub. Psalm 104,29; GN

Ihr Trachten ist, daß ihre Häuser ewig bestehen sollen, ihre
Wohnungen auf alle Geschlechter hin; sie nennen Ländereien nach
ihrem Namen. Aber der Mensch in seiner Pracht bleibt nicht; er
gleicht dem Vieh, das umgebracht wird. Psalm 49,12f

Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist
er? Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt
und vertrocknet, so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird
nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel
bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. … Meinst du, ein
toter Mensch wird wieder leben? Hiob 14,10-12.14

Die Seele ist sterblich


Gott: Die Seele, die sündigt, soll sterben! Hesekiel 18,4.20

Bileam: Meine Seele sterbe den Tod der Gerechten, und mein Ende
soll dem ihren gleichen! 4.Mose 23,10

Simson: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Richter 16,30

David: HERR, mein Gott, bei dir suche ich Zuflucht; hilf mir von allen
meinen Verfolgern und rette mich, das er nicht wie ein Löwe meine
Seele zerreißt und sie zerfleischt, weil kein Retter da ist. Psalm 7,2f

Mose: Lagert euch nun außerhalb des Lagers sieben Tage lang,
jeder, der eine Seele getötet oder einen Erschlagenen angerührt hat.
4.Mose 31,19

4
Gott: Gleich einem brüllenden Löwen, der den Raub zerreißt,
verschlingen sie Seelen, reißen Reichtum und Gut an sich und
machen viele Witwen darin. Hesekiel 22,25

Gott: Ihr entweiht mich bei meinem Volk für einige Hände voll Gerste
und für etliche Bissen Brot, um Seelen zu töten, die nicht sterben
sollten, und Seelen am Leben zu erhalten, die nicht leben sollten,
indem ihr mein Volk anlügt, das Lügen gern Gehör schenkt! Hesekiel
13,19

Salomo bezeugt
Denn die Lebenden wissen, daß sie sterben werden, die Toten aber
wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken
ist vergessen. Ihr Lieben und ihr Hassen und ihr Eifern ist längst
dahin; sie haben kein Teil mehr auf der Welt an allem, was unter der
Sonne geschieht. … Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun
mit deiner Kraft, das tu; denn bei den Toten, zu denen du fährst, gibt
es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.
Prediger 9,5f.10

Hiskia bezeugt
Denn die Toten loben dich nicht, und der Tod rühmt dich nicht, und
die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Treue; sondern allein,
die da leben, loben dich so wie ich heute. Jesaja 38,18f

Jesu Ruf am Kreuz


Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!
Und als er das gesagt hatte, verschied er. Lukas 23,46

Jesus bezeugt nach seiner Auferstehung von den Toten


Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm
auf hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!
Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht
aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage
ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu
meinem Gott und zu eurem Gott. Johannes 20,16f

5
Petrus über den verstorbenen Erzvater David
Ihr Männer, liebe Brüder, laßt mich freimütig zu euch reden von dem
Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei
uns bis auf diesen Tag. … Denn David ist nicht gen Himmel
gefahren. Apostelgeschichte 2,29.34

Die Tatsache, daß David bis zur Auferstehung im Grabe bleibt,


beweist: Die Gerechten gehen beim Tode nicht in den Himmel ein.
Nur durch die Auferstehung und kraft der Tatsache, daß Christus
auferstanden ist, kann David schließlich zur Rechten Gottes sitzen.
Der große Kampf 549

Auf wen die Irrlehre über die


Unsterblichkeit der Seele
zurückgeht: Plato!

Trifft der Tod den Menschen an, so stirbt das Sterbliche an ihm;
das Unsterbliche und Unvergängliche zieht wohlbehalten an,
dem Tod aus dem Wege. Plato

Wovor der Kirchenvater JUSTIN DER MÄRTYRER (100-165 n.Chr.)


warnt
Wenn ihr den angeblichen Christen beipflichtet, die … [der Lehre von
der Auferstehung] nicht zustimmen und es wagen, den Gott
Abrahams, Isaaks und Jakobs zu lästern, indem sie sagen, es gäbe
keine Auferstehung der Toten, ihre Seelen würden vielmehr bei ihrem
Tod in den Himmel genommen, dann meint nicht, sie seien Christen.
Dialogue with Trypho Kapitel 80 in Ante-Nicene Fathers Bd. 1 239

Mit ATHENAGORAS VON ATHEN (127-190) ging es los


Athenagoras verband häufig den Glauben der griechischen Dichter
und Philosophen, vor allem den Platos, mit den Lehren des
christentums. Encyclopedia Americana (2001) Bd. 2 605

6
TERTULLIAN (160-240) – die Verbindung von der
Unsterblichkeit der Seele und ewiger Höllenqual
Tertullian war der erste, der versicherte, daß die Qualen der
Verlorenen mit dem Glück der Erretteten gleichzeitig existierten und
ihm an Intensität entsprechen. L.R. FROOM The Coditionalist Faith of our
Fathers I, 931

Johannes XXII – Ein Papst mit Durchblick

… verkündete 1330
Die Seelen der Gerechten kommen nicht sofort nach dem Tod in den
Genuß der Gottesschau. Auch werden die Gottlosen nicht sofort
verdammt. Vielmehr warten alle auf das letzte Gericht Gottes am
Jüngsten Tag. The Popes 253

… und die Folgen


Durch den Papst veranlaßt, untersuchten viele Theologen diese
Frage und meldeten sich in der Diskussion zu Wort. Die Universität
von Paris schaltete sich ein, auch der König von Frankreich erklärte,
sein Reich dürfe mit solchen Irrlehren nicht verseucht werden.
History of the Intellectual Development of Europe II, 94

Es konnte nicht ausbleiben, daß die Dominikanermönche der


Universität von Paris den Papst der Ketzerei beschuldigten. So war
der alternde Pontifex schließlich kurz vor seinem Tod im Jahr 1334
dazu gezwungen, seine Aussagen zu widerrufen.

Martin Luther (1483-1546) über die Lehre von der


Unsterblichkeit der Seele
Die Theorie von der Unsterblichkeit der Seele war eine der falschen
Lehren, die Rom dem Heidentum entlehnte und mit der christlichen
Religion vermengte. Martin Luther reihte sie „den zahllosen
Ausgeburten des römischen Misthaufens der Dekretalen an“.
(Petavel: THE PROBLEM OF IMMORTALITY, S. 255) In seinen Anmerkungen zu
den Worten Salomos im Prediger, daß die Toten nichts wissen, sagt
der Reformator. „Ein weiterer Beweis, daß die Toten bewußtlos sind.
Salomo denkt deshalb, die Toten schliefen gänzlich, und dächten an
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nichts. Sie liegen, ohne Tage oder Jahre zu rechnen; doch wenn sie
aufwachen, wird es ihnen vorkommen, als ob sie nur einen
Augenblick geschlafen hätten.“ (LUTHERS WERKE, St. L., Bd. V, S. 1535 f.)
Der große Kampf 551f

Tyndale über den Zustand der Toten


Ich gestehe offen, ich bin nicht davon überzeugt, daß sie schon in der
Herrlichkeit leben, wie Christus und die erwählten Engel Gottes. Auch
ist diese Lehre kein Artikel meines Glaubensbekenntnisses; denn
wenn dem so wäre, sähe ich die Predigt von der Auferstehung des
Leibes als ganz vergeblich an. Preface to "New Testament", 1534

Das Unlogische und Widersprüchliche an der Lehre von


der Unsterblichkeit der Seele
Wenn sich aber die Toten bereits der Wonne des Himmels erfreuen
oder sich in den Flammen der Hölle winden, wozu ist dann noch ein
künftiges Gericht notwendig? Die Lehren des Wortes Gottes über
diese wichtigen Fragen sind weder dunkel noch widersprechend, sie
können von einfachen Leuten verstanden werden. Welches
aufrichtige Gemüt kann aber in der üblichen Lehre Weisheit oder
Gerechtigkeit sehen? Sollen die Gerechten nach der Untersuchung
ihrer Fälle im Gericht das Lob empfangen: „Ei du frommer und
getreuer Knecht... gehe ein zu deines Herrn Freude!“ (Mat 25,21),
wenn sie vielleicht schon jahrhundertelang in seiner Gegenwart
verweilt haben? Sollen die Gottlosen von dem Ort der Qual
weggerufen werden, um von dem Richter der ganzen Erde das Urteil
zu vernehmen: „Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige
Feuer“? (Mat 25,41) Welch ein Spott! Welch schändliche Anklage
gegen die Weisheit und Gerechtigkeit Gottes! Der große Kampf 551

Das ewige Leben, das im Menschen [der wiedergeboren ist] wohnt,


kann sich nur durch einen physischen Mechanismus ausdrücken, so wie
der elektrische Strom nur leuchten kann, wenn er durch eine Glühbirne
oder eine Neonröhre fließt. Wenn die Glühbirne oder die Röhre zerbricht,
verlöscht das Licht, obwohl der Strom noch immer existiert. …
Die volkstümlichen Kirchen lehren, daß sich beim Tod des Menschen ein
Geist von seinem gefallenen Leib trennt, der die Fähigkeit hat, ohne
Augen, Ohren und Stimmbänder zu sehen, zu hören und zu sprechen.
Es wird behauptet, daß dieses Geistleben solange in dem lebenden
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Körper des Menschen wohnt, bis der Mensch stirbt. Wenn dieses
Geistleben zum Beispiel sehen kann, ohne physische Augen zu haben,
warum kann dieser Geist dann nicht sehen, wenn der Mensch erblindet,
das heißt, wenn sein Augenlicht gestorben ist? Die Tatsache, daß dieser
Geist nicht sehen kann, bevor der Körper stirbt, beweist, daß er es auch
danach nicht kann. Kindererlösung Kapitel 19

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Die biblische Lösung für den
Tod: Jesu Wiederkunft und
ZWEI Auferstehungen

Jesu Aussage
Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle,
die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden
hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens,
die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
Johannes 5,28f

Paulus vor Felix


Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Weg, den sie eine Sekte
nennen, dem Gott meiner Väter so diene, daß ich allem glaube, was
geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten. Ich habe die
Hoffnung zu Gott, die auch sie selbst haben, nämlich daß es eine
Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten geben wird.
Apostelgeschichte 24,14f

Christi Auferstehung – der


Garant unserer Auferstehung
Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten
auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine
Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist
auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht
auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer
Glaube vergeblich. …
Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht
auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube
nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in
Christus entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben
auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter
denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod
gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die
Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so
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werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 1,Korinther
15,12-14.16-22

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Die Auferstehungshoffnung für die
Gerechten
Jesu Verheißung
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In
meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre,
hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu
bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich
wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.
Johannes 14,1-3

Wer überwindet …
Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des
Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist. … Wer
überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod. …
Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und
ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens,
und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor
seinen Engeln. … Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im
Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen;
und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den
Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom
Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen
Namen. … Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem
Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit
meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Offenbarung 2+3

Johannes bezeugt
Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über
diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester
Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
Offenbarung 20,6

Paulus an die Korinther


Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle
entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das
plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es
wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen
unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
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Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies
Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit.
Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und
dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt
werden das Wort, das geschrieben steht (Jes 25,8; Hos 13,14): »Der
Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist
dein Stachel?« 1.Korinther 15,51-56

Paulus an die Thessalonicher


Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über
die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern,
die keine Hoffnung haben. …
Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir
leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht
zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr,
wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die
Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst
werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit
ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn
entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet
euch mit diesen Worten untereinander. 1.Tessalonicher 4,13.15-18

Ein altes englisches Kirchenlied berichtet uns, daß der „Tod das Tor
zur ewigen Freude“ ist, aber die Bibel sagt uns, in 1.KORINTHER 15,26
daß der Tod ein Feind ist: „Als letzter Feind wird der Tod weggetan.“
Da der Tod ein Feind ist, dürfen wir wissen, daß er uns nicht in den
Himmel einläßt und das Kirchenlied falsch ist.
Außerdem kam der Tod durch die Sünde in diese Welt: „Darum, wie
durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und
durch die Sünde der Tod.“ Römer 5,12 Wenn es nun der Wahrheit
entspräche, daß der Tod das Tor zur endlosen Freude sei, dann
würde daraus folgen, daß, da der Tod durch die Sünde kam, die
Sünde den Menschen den Eintritt in den Himmel gestattet. Das ist
aber so handgreiflich falsch und schriftwidrig, daß niemand, der
etwas die Bibel beachtet, daran festhalten kann. Außerdem ist der
Teufel der eine, der die Macht des Todes hat (siehe Heb 2,14).
Wenn der Tod der Weg wäre, zu Christus zu kommen, und das Tor
zum Himmel wäre, dann wäre der Teufel der Torhüter des Himmels!
Das aber ist viel zu absurd, um darüber nachzudenken. …

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Wir sehen, wie unsere Freunde erkranken und sterben. Wir sehen,
wie sie kalt und schweigend zu Grabe getragen werden, und jede
vergossene Träne, jeder Trauerzug und jede Beileidsbekundung
zeigt, daß die Aussage, der Tod sei ein Freund, eine Lüge ist!
Jemand mag sagen, daß es sich um eine theologische
Angelegenheit handelt, wenn er aber direkt mit dem Tod konfrontiert
wird, bezeugt er unwillkürlich die Tatsache, daß der Tod ein
erbitterter und furchtbarer Feind ist. In Zeiten der Trauer können die
Heiden nicht anders, als in heftiges Klagen auszubrechen, denn der
Tod hat keine Hoffnung in sich. Während der Christ darum trauern
muß, daß er einen Lieben verloren hat, kann er aber nicht so trauern
wie diejenigen, die keine Hoffnung haben, denn das Kommen Christi
gibt Hoffnung im Tod. Er wird kommen. Das ist der Trost für die
Trauernden. Geliebte, die durch den Tod getrennt worden sind,
werden so vereint; denn bei dem Schall der Posaune werden die
Toten unverweslich auferstehen, und die Lebenden, auch unsterblich
gemacht, werden mit ihnen entrückt werden dem Herrn entgegen in
der Luft, und so werden wir immer bei dem Herrn sein. Das ist der
einzige Weg, und das ist es, was der Verheißung der Ankunft des
Herrn solch einen gesegneten Trost gibt. E.J. WAGGONER Waggoner über
das Johannesevangelium 99f

Wie die Auferstehungslehre verdrängt wurde


Die Auferstehungslehre scheint unter den ersten Christen von weit
größerer Bedeutung gewesen zu ein, als es heute der Fall ist. Wie
kommt das? Die Apostel betonten sie beständig und ermahnten
durch sie die Gotteskinder zu Fleiß, Gehorsam und Freudigkeit. Ihre
Nachfolger in der Gegenwart erwähnen sie nur selten! So predigten
die Apostel und so glaubten die ersten Christen; so predigen wir, und
so glauben unsere Zuhörer. Es gibt keine Lehre im Evangelium, auf
die mehr Nachdruck gelegt wird, und es findet sich keine Lehre in der
gegenwärtigen theologischen Verkündigung, die mehr vernachlässigt
wird.
DR. ADAM CLARKE Commentary on the New Testament", Bd. II, über 1.Korinther 15

Die weite Auferstehung für die


Gottlosen
Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl.
Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. Und wenn jemand nicht
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gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde
geworfen in den feurigen Pfuhl. Offenbarung 20,14f

Noch eine kleine Zeit, so ist der Gottlose nicht mehr da; und wenn du
nach seiner Stätte siehst, ist er weg. Aber die Elenden werden das
Land erben und ihre Freude haben an großem Frieden. Psalm 37,10f

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