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akten des 5. Österreichischen Numismatikertages Enns, 21.–22. Juni 2012

herausgegeben von Michael Alram, Hubert Emmerig und Reinhardt Harreither

Enns – Linz 2014

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung:

Münze Österreich AG Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Wien Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett Abteilung Documenta Antiqua, Institut für Kulturgeschichte der Antike, Österreichische Akademie der Wissenschaften Stadtgemeinde Enns

Akademie der Wissenschaften Stadtgemeinde Enns Historisch-kulturwissenschatliche Fakultät Die verwendete
Akademie der Wissenschaften Stadtgemeinde Enns Historisch-kulturwissenschatliche Fakultät Die verwendete

Historisch-kulturwissenschatliche Fakultät

Enns Historisch-kulturwissenschatliche Fakultät Die verwendete Papiersorte ist aus chlorfrei gebleichtem
Enns Historisch-kulturwissenschatliche Fakultät Die verwendete Papiersorte ist aus chlorfrei gebleichtem
Enns Historisch-kulturwissenschatliche Fakultät Die verwendete Papiersorte ist aus chlorfrei gebleichtem

Die verwendete Papiersorte ist aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff hergestellt, frei von säurebildenden Bestandteilen und alterungsbeständig.

Copyright © 2014 by Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalplege Oberösterreich Museumverein Lauriacum Oberösterreichisches Landesmuseum

alle rechte vorbehalten Satz und Layout: Andrea Sulzgruber Herstellung: Plöchl Druck GmbH, A-4240 Freistadt ISBN 978-3-902299-09-3

Forschungen in Lauriacum

Band 15

Forschungen in Lauriacum

herausgegeben von

Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalplege Oberösterreich Museumverein Lauriacum Oberösterreichisches Landesmuseum

Museum der Stadt Enns
Museum der Stadt Enns
und Denkmalplege Oberösterreich Museumverein Lauriacum Oberösterreichisches Landesmuseum Museum der Stadt Enns

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Vii

Programm

iX

Festvortrag

Bernward Ziegaus Die Werkzeuge der keltischen Münzmeister – Funde und Forschungen

3

Vorträge

Marc Philipp Wahl Das System der Deinomeniden: Motivwanderungen auf westgriechischen Münzen im 5 Jahrhundert v chr

33

Lucijana Šešelj – Mato Ilkić Money circulation in Liburnia in the pre-imperial period: preliminary report

43

Martina Griesser – René Traum – Klaus Vondrovec Korrosionserscheinungen an antiken Bronzemünzen

55

Karl Strobel Vorrömischer und frührömischer Geldverkehr in Noricum: Fragen und Tendenzen

67

Martin Ziegert Zwischen Innovation und Tradition. Die Münzprägung Vespasians

101

Ursula Pintz Neue Erkenntnisse zu den Eisenmünzen der Austria Romana

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Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien). Übersicht über die numismatischen Funde.

Ein Beitrag zur Erforschung des Umlaufs von Münzen am Donau-Limes in Pannonien

119

Nikolaus Schindel Zur kushano-sasanidischen Münzprägung

133

Inhaltsverzeichnis

Hubert Emmerig Münzfunde des Mittelalters und der Neuzeit in Österreich: Die Erschließung eines Quellenbestandes – Der Fundkatalog am Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien (FK/ING)

Roman Zaoral Silver and Glass in Trade Contacts between Bohemia and Venice

Petr Schneider Ein Beitrag zur Oberlausitzer Münzgeschichte im 13. Jahrhundert

Dagmar grossmannová Beitrag zur Typologie der mährischen Münzen der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts

Herfried E. Wagner Gefälschte Gegenstempel auf Prager Groschen

Anna Fabiankowitsch 1683 und die Münzfunde in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland

Jürgen mühlbacher – irene mühlbacher Der Diskurs gesellschaftlicher Erinnerungskultur am Beispiel bundesdeutscher Silbermünzen – Ein erster Werkstattbericht

Bernhard Prokisch Funde religiöser Medaillen in Oberösterreich. Ein erster Bericht

Karl Peitler „Dem Johanneum, einer Anstalt, in der ich Stifter und Vaterland ehre und liebe“ – Die Schenkungen Anton Prokesch von Ostens an das Münzkabinett des Universal- museums Joanneum

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149

167

177

185

199

215

219

235

sLavica FiLiPović – toMisLav ŠeParović

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien). Übersicht über die numismatischen Funde. Ein Beitrag zur Erforschung des Umlaufs von Münzen am Donau-Limes in Pannonien

Im nordöstlichen Gebiet der in Kroatien liegenden Region Baranja wurde eine außerordentliche Vielzahl von archäologischen Fundorten verzeichnet. Dieses Gebiet gilt als eine der fruchtbarsten Gegenden im Süden Pannoniens. Es beindet sich zugleich an einer ausgesprochen wichtigen euro- päischen Verkehrsader, die dem Lauf der Donau folgte und an der sich ein Verteidigungssystem Limes bildete, das aus einer Reihe von Festungen und Beobachtungsposten bestand (Abb. 1) 1

Festungen und Beobachtungsposten bestand (Abb. 1) 1  abb 1 Eine der wichtigsten Siedlungen in diesem

abb 1

Eine der wichtigsten Siedlungen in diesem Raum war Mursa, beziehungsweise die heutige an der Drau liegende Stadt Osijek. Vom Reichtum der römischen Kolonie Mursa zeugt das Ausmaß an numismatischem Material, das größtenteils im Museum von Slawonien in Osijek verwahrt wird. Mursa gilt als die größte Stadt in diesem Teil des römischen Limes, der im heutigen Kroatien liegt 2 Eine der Festungen am Limes befand sich im Gebiet des heutigen Zmajevac. Die Festung selbst wurde wegen Problemen bezüglich privaten Eigentums nicht erforscht, jedoch zeigen Funde vom Fundort Mocsolás, wo zwischen 1999 und 2008 Rettungsgrabungen innerhalb der spätantiken Nekropole durchgeführt wurden, am deutlichsten ihre Bedeutung 3

1 D. Pinterović, Limesstudien in der Baranja und in Slawonien. Archaeologia Iugoslavica Ix (1968) 55 – 82. m Bulat, Topografska istraživanja Limesa u Slavoniji i Baranji. Osječki zbornik xII (1969) 39 – 52.

2 D Pinterović, Mursa i njeno područje u antičko doba. Osijek 1978. 3 s FiLiPović, Kasnoantička nekropola u Zmajevcu. Osijek 2010.

119

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović abb 2 In der Fülle des archäologischen Materials ragt besonders die

abb 2

In der Fülle des archäologischen Materials ragt besonders die Gruppe von numismatischen Funden hervor, die zugleich auch das Thema dieser Arbeit ist. Es handelt sich hierbei um insgesamt 130 Münzen, die aus 38 Gräbern stammen. Eine Münze wurde außerhalb der Gräber registriert. Die Münzfunde decken sich mit dem Zeitraum zwischen Kaiser Gallienus und Valentinian II. Kaiser Gallienus ist mit zwei Exemplaren vertreten, die in Grab 161 gefunden wurden. Es ist somit das älteste, anhand von Münzen datierte Grab in der Nekropole. Zugleich ist es auch das einzige Grab mit Münzen ausschließlich aus dem dritten Jahrhundert. Beide Münzen datieren in die Periode zwischen 260 und 268. Die Münze mit der Abbildung eines weiblichen Tigers wurde in Rom geprägt (Abb. 2), wohingegen die andere stark beschädigt ist. Die übrigen Münzen aus dem dritten Jahrhundert sind Antoniniane der Kaiser Tacitus, Probus, Carus und Maximian, die aber gemeinsam mit Münzen aus dem 4. Jahrhundert in Gräbern entdeckt wurden. Der Anteil von Münzen aus dem dritten Jahrhundert in der Nekropole ist sehr gering und beträgt nur etwas über 6 % aller Münzfunde. Münzen aus dem vierten Jahrhundert sind bei weitem am zahlreichsten vertreten. Es handelt sich dabei um insgesamt 121 Exemplare oder fast 94 % aller Münzfunde an dieser Fundstätte. Das Vorkommen der Münzen nach den jeweiligen Prägungsperioden ist auf der Tabelle und Graik abgebildet (Abb. 3). Man sieht, dass die bei weitem größte Anzahl an Münzen aus der Zeit zwi- schen 330 und 337 stammt, aus der Herrschaftsperiode von Konstantin dem Großen, sowie aus den Jahren zwischen 364 und 378, als die Münzen von Valentinian I. und Valens dominierten. Im Hinblick auf die Anzahl von Münzen ist der Zeitraum zwischen 313 und 320 von den übrigen Prägungsperioden hervorzuheben. Aus dieser Zeit stammen 12 Exemplare. Die anhand einer Analyse der Münzstätten erstellte Graphik zeigt die bestechende Dominanz der nächstgelegenen Münzstätte von Siscia (der heutigen Stadt Sisak). Münzen aus der Münzstätte von Siscia sind mit 41 Exemplaren, beziehungsweise mit etwas über 47 %, vertreten (Abb. 4). Zahlenmäßig folgen Münzen aus der Prägeanstalt Thessaloniki mit 13 Exemplaren oder etwas unter 15 %, ferner jene aus Konstantinopel mit 8 Exemplaren oder etwas über 9 %. Die Münzstätte in der Stadt Siscia in Pannonia Superior wurde von Kaiser Gallienus im Jahre 262 mit Hilfe von Mitarbeitern der Prägungsanstalt in Rom gegründet. Im Hinblick auf ihre geographische Nähe und die Tatsache, dass sie im 4. Jahrhundert zahlreiche Münzserien emittierte, ist die bei weitem größte Anzahl ihrer Münzen unter den Funden der Nekropole in Zmajevac nicht verwunderlich. Aus der Prägungsperiode zwischen 294 und 305 stammen die Münzen von Maximianus, Constantius I. und Galerius. Die Münze des Maximianus ist ein Viertel eines Nummus, der 305 in Siscia geprägt wurde, wohingegen die Münzen von Constantius I. und Galerius Nummi sind, die in Karthago beziehungsweise Aquileia geprägt wurden. Aus der Prägungsperiode zwischen 305 und 313 stammen die Münzen von Maximianus, Maximinus II. und Severus. Alle wurden in der Münzstätte Siscia geprägt, zwei sind ein Nummus und zwei sind Viertel eines Nummus. Zwölf Münzexemplare wurden aus der Prägungsperiode zwischen den Jahren 313 und 320 dokumentiert, davon können sieben Exemplare Licinius I. und fünf Konstantin dem Großen zuge- schrieben werden. Die jeweiligen Münzstätten konnten für zehn Exemplare bestimmt werden,

120

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien): numismatische Funde

Das Vorkommen der Münzen nach den jeweiligen Prägungsperioden 40,00% 30,00% 20,00% 10,00% 0,00% 294-305 2,52%
Das Vorkommen der Münzen nach den jeweiligen Prägungsperioden
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
294-305
2,52% 3,36%
305-313
313-320
10,08%
35,29%
320-325
324-330
2,52%
330-337
4,20%
337-341
341-348
5,04%
348-351
2,52% 5,88%
350-355
355-361
24,36%
0,84%
364-378
0,84%
378-383
375-392
1,68% 0,84%

Abb. 3

(1) (2) (2) Carthago Treveri (2) Heraclea Arelate Das Vorkommen von Prägungen des 4. Jahrhunderts
(1)
(2)
(2) Carthago
Treveri
(2) Heraclea
Arelate
Das Vorkommen von Prägungen des 4. Jahrhunderts auf der
Nekropole Mocsolas in Zmajevac
Nicomedia
(3)
47,12%
50,00%
Aquileia
(3)
Antiochia
(3)
40,00%
Roma
30,00%
Cyzicus
14,94%
20,00%
(6) (3) (8)
(13)
9,19% 6,89% 3,44% 3,44% 3,44% 3,44% 2,29% 2,29% 2,29% 1,14%
10,00%
(41) Constantinopolis
Siscia Thessalonica
0,00%

Abb. 4

sieben stammen aus der Münzstätte Siscia und jeweils ein Exemplar aus Antiochia, Thessaloniki und aus der Prägeanstalt der Stadt Rom. Die meisten Münzen stammen, wie bereits gesagt, aus der Herrschaftsperiode von Konstantin dem Großen. Nach der Währungsreform im Jahre 317 erscheinen die bereits erwähn- ten Centenionales. Sie wurden nach den Typen des Avers und Revers unterteilt. Die Münzen mit der Abbildung von Konstantin dem Großen sind zahlenmäßig am stärksten vertreten. Es handelt sich dabei um 13 Exemplare oder 26 %. Es folgen Münzen mit der Darstellung von Constantius II. mit elf Exemplaren oder 22 % und Münzen Urbs Roma mit zehn Exemplaren oder 20 %. Danach kommen Münzen vom Typ Constantinopolis mit drei Exemplaren oder 6 %, Constans mit zwei Exemplaren oder 4 % sowie Dalmatius mit zwei Exemplaren oder 4 %. Im Bezug auf Revers-Typen aus der Zeit zwischen 320 und 337 kommen Münzen des Typs Gloria exercitus mit zwei Feldzeichen, wovon 22 Exemplare entdeckt wurden, am häuigsten vor. Es folgt der gleiche Münztyp mit einem Feldzeichen mit sieben Exemplaren. Der Typ Providentiae Caess ist mit vier und der Typ Providentiae Avgg mit zwei Exemplaren vertreten. Mit jeweils einem Exemplar sind die Typen Constantiniana Dafne und Caesarum Nostrorum Vot X vertreten

121

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Das Vorkommen von Prägungen aus der Periode 364-378 78,57% 80,00% 60,00% 7,14% 7,14% 7,14% 40,00%
Das Vorkommen von Prägungen aus der Periode 364-378
78,57%
80,00%
60,00%
7,14%
7,14%
7,14%
40,00%
20,00%
0,00%
Siscia (11)
Aquileia (1)
Roma (1)
Thessalonica (1)

abb 5

7,14% 40,00% 20,00% 0,00% Siscia (11) Aquileia (1) Roma (1) Thessalonica (1) abb 5 abb 6

abb 6

7,14% 40,00% 20,00% 0,00% Siscia (11) Aquileia (1) Roma (1) Thessalonica (1) abb 5 abb 6

abb 7

7,14% 40,00% 20,00% 0,00% Siscia (11) Aquileia (1) Roma (1) Thessalonica (1) abb 5 abb 6

abb 8

7,14% 40,00% 20,00% 0,00% Siscia (11) Aquileia (1) Roma (1) Thessalonica (1) abb 5 abb 6

abb 9

122

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien): numismatische Funde

Aus der Periode zwischen 337 und 341 stammen sechs Münzen. Unter ihnen beinden sich Exemplare des Typs Gloria Exercitus von Constantinus II. und Constans, die in Siscia geprägt wurden, sowie die in Antiochia emittierte Münze von Divus Constantinus. Die Prägungsperiode zwischen 341 und 348 ist durch den Typ Victoriae gekennzeichnet. Es handelt sich dabei um Centenionales von Constantius II. und Constans. Zwei Münzen wurden in Siscia geprägt und eine in der Münzstätte von Treveris (Trier). Münzen aus der Prägungsperiode zwischen 348 und 351 sind mit sieben Exemplaren vertre- ten. Unter ihnen ist die Münze von Constantius II. des Typs Fel temp reparatio hervorzuheben – Soldat ersticht den gefallenen Reiter –, die in Aquileia geprägt wurde, sowie die Münze von Kaiser Vetranio des Typs Hoc signo victor eris aus der Münzanstalt in Siscia. Nun kommen wir zu der Periode, in der – nach der Zeit Konstantins – die meisten Münzen entstanden sind. Es handelt sich dabei um den Zeitabschnitt zwischen 364 und 378, aus dem insgesamt 29 Exemplare stammen, die den Kaisern Valentinian I. und Valens zugeschrieben wer- den. Die Münzen beider Kaiser gehen auf zwei Typen zurück; Typ Gloria Romanorum und Typ Securitas Reipublicae. Das Diagramm über das Vorkommen von Prägungen aus dieser Periode zeigt, dass die Münzen der Münzstätte Siscia bei weitem am häuigsten vertreten sind. Es handelt sich dabei um elf bzw. um über 78 % der bestimmbaren Exemplare (Abb. 5). Hier sei angefügt, dass aufgrund der starken Abnutzung nur bei 14 Exemplaren die Münzstätte erkannt werden konnte. Aus der Zeit nach dem Jahr 378 wurden zwei Münzen bestimmt. Ein Exemplar von Kaiser Gratian ist vom Typ Concordia Auggg aus der Münzanstalt Siscia, das andere eine stark abge- nutzte Münze von Kaiser Valentinian II. Eine genauere Datierung des zweiten Exemplars ist schwierig. Auf dem Revers dieser Münze ist die Abbildung der Victoria nur schwach erkennbar. An dieser Stelle sei auf einige Gräber mit Münzfunden hingewiesen. In Grab 105 war ein zwischen 45 und 50 Jahre alter Mann beigesetzt. Als Grabbeigabe ent- deckte man zehn Münzen, die sich in der Hand befanden. Sie stammen alle aus der Zeit zwischen

364 und 378. Im Hinblick auf die hier sichtbare Position der Funde besteht die Möglichkeit, dass

die Hand auf einem Beutel mit Münzen lag, der an einem Riemen hing [am Gürtel befestigt war] (Abb. 6). In Grab 132 lag ein Kind im Alter von 8 oder 9 Jahren. Von den insgesamt neun Münzen wurden vier Exemplare unter dem Schädel und fünf im Mund entdeckt. Aufgrund der Position der Funde ist es möglich, dass sich ursprünglich alle Münzen im Mund befanden (Abb. 7). Es handelt sich dabei offensichtlich um den heidnischen Brauch der Bezahlung der Überfahrt in die Unterwelt. Aus diesem Grab stammt wahrscheinlich die jüngste derzeit bekannte Prägung aus der Nekropole, eine Münze des Kaisers Valentinian II. aus den Jahren 375–392. Die Münzen aus Grab 20 können uns als Hinweis auf die Länge des Münzumlaufs dienen. In

den meisten Gräbern, in denen es mehrere Funde von Münzen gab, liegen diese zeitlich und typolo- gisch nahe beieinander. In diesem Grab haben wir zwei Münzen, von denen eine Kaiser Constans, der Periode zwischen 337 und 340, und die andere Kaiser Gratian und der Zeit zwischen 378 und

383 zugeordnet wird. Der Terminus zur Datierung ist die Herrschaft von Gratian, wohingegen die

ältere Münze etwa vierzig Jahre im Umlauf war. Schließlich ist auch das Grab 91 sehr interessant (Abb. 8). Es enthielt an Beigaben neben Glasperlen eine durchlochte Münze des Valens, was darauf hindeutet, dass dieses Grab das jüngste der Nekropole ist (Abb. 9). Anhand des verfügbaren numismatischen Materials aus der Nekropole Mocsolas wurde eine Graphik erstellt, welche die Intensität des Zulusses an Münzen nach Zmajevac, umgerechnet in einen Umlauindex, zeigt (Abb. 10). Man erkennt den Höhepunkt während der Herrschaft Konstantins des Großen, in die zweifellos auch die Zeit des größten Wohlstandes der Siedlung Ad Novas fällt. Nach dieser Periode nimmt der Münzzustrom ab, um zwischen 348 und 351 vorüberge-

123

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Intensität des Zuflusses von Münzen nach Zmajevac gemäß den Funden von der Nekropole Mocsolas 6
Intensität des Zuflusses von Münzen nach Zmajevac gemäß den Funden von der
Nekropole Mocsolas
6
5
4
3
2
1
0
260-291
294-305
305-313
313-320
320-325
325-330
330-337
337-341
341-348
348-351
351-361
364-378
378-392

Abb. 10

hend wieder zuzunehmen. Eine Abnahme der Intensität erfolgt erneut nach dem Jahr 351 als Folge der Krise, die durch den Zustand im Kaiserreich bedingt war, aber auch aufgrund der Invasionen der Stämme der Sueben, Quaden und Sarmaten, die Pannonien plünderten. Die Intensität der Münzen steigt während der Regentschaft der Kaiser Valentinian I. und Valens erneut an (beide wurden im nahen Cibalae, dem heutigen Vinkovci, geboren). In dieser Zeit widmete man sich intensiv der Befestigung und Verteidigung des Limes, der zunehmend von barbarischen Stämmen gefährdet wurde. Im Jahre 378 starb Valens im Kampf gegen die Goten bei Adrianopel, worauf- hin die Goten Pannonien und Dalmatien plünderten. Die Graphik zeigt den vollständigen Abfall und die Unterbrechung des Münzumlaufes in den letzten Jahrzehnten des vierten Jahrhunderts. Das belegen die bereits erwähnten, jüngsten Münzen aus der Nekropole – es handelt sich dabei um Exemplare der Kaiser Gratian und Valentinian II. In dieser Zeit kam es zum Zusammenbruch des römischen Limes an der Donau, wodurch den barbarisch-germanischen Völkern (durch die Invasion der Hunnen) der Weg nach Pannonien offen stand. Auch wenn wir nicht völlig sicher sein können, ob die Siedlung in Zmajevac nach diesen Ereignissen vollständig aufgegeben wurde, kann man doch behaupten, dass der Zuluss von Münzen deinitiv unterbrochen wurde. Doch besteht die Möglichkeit, dass das Gebiet um Zmajevac auch gegen Ende des vierten und zu Beginn des fünften Jahrhunderts durch eine neu zugezogene Bevölkerung weiter besiedelt blieb, wovon das erwähnte Grab 91 mit Beigaben in Form von Glasperlen und einer durchlochten Münze des Kaisers Valens zeugen könnte. Zum Abschluss sei angemerkt, dass wir hoffen, mit diesem Vortrag zumindest etwas zum Wissen über den Umlauf der Münzen am Donaulimes in Pannonien beigetragen zu haben.

124

Prof. Slavica Filipović Muzej Slavonije Osijek Trg Svetog Trojstva 6, 31000 Osijek, Kroatien slavica.ilipovic@mso.hr

Dir. Mag. Tomislav Šeparović Muzej Hrvatskih archeoloških spomenika Stjepana Gunjače bb, 21000 Split, Kroatien tomislav.separovic@mhas-split.hr

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien): numismatische Funde

125

KATALOG DER MÜNZEN

Nr.

Nominal

Datierung

Münz-

Zitat

Beizeichen

Gewicht

Durchmesser

Stempel-

Erhaltung

Grab

stätte

stellung

 

EINZELFUND

1/1

               
 

ProBus

                 

*1

an

276–282

rom

RIC 183

R_Γ

3,50 g

20

mm

Stst. 10

Mäßig abgenutzt

 
 

graBFunDe

1/2

               
 

gallienus

                 

*1

an

260–268

rom

RIC 230

 

2,64 g

22

mm

stst 1

Stark abgenutzt

grab 161

*2

an

260–268

?

RIC ?

 

3,17 g

20

× 18 mm

stst 11

Völlig abgenutzt

grab 161

 

tacitus

                 

*3

an

275–276

Tic

RIC 163

 

3,70 g

22

× 21 mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

Grab 146

 

ProBus

                 

*4

an

276–282

Tic

RIC 516

VXXi

3,45 g

23

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 160

*5

an

276–282

ser

RIC 851 ?

KAA

4,28 g

23

mm

stst 12

Mäßig abgenützt

Grab 160

 

carus

                 

*6

an

282–283

ant

RIC 124

a

XXi

3,82 g

20

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 110

 

maximianus

                 

*7

an

291

rom

RIC 515

XXia

3,34 g

22

× 23 mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

Grab 43

 

Prägeperiode 294–305

 
 

maximianus

                 

*8

1/4 Num

305

Sis

RIC 146

sis

2,08 g

20

× 18 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 144

 

constantius i

                 

*9

num

299–303

car

RIC 32a

Γ

9,12 g

26

× 30 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 160

 

galerius

                 

*10

num

301

Aq

RIC 32b

AQΓ

10,74 g

27

× 26 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 146

 

Prägeperiode 305–313

 
 

maximianus

                 

*11

num

309–310

Sis

RIC 198a

a

sis

6,00 g

24

× 22 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 148

*12

1/4 Num

305–306

Sis

RIC 169b?

sis

1,66 g

18

mm

stst 6

Stark abgenutzt

Grab 160

126

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Nr.

Nominal

Datierung

Münz-

Zitat

Beizeichen

Gewicht

Durchmesser

Stempel-

Erhaltung

Grab

stätte

stellung

 

maximinus ii

                 

*13

1/4 Num

305–306

Sis

RIC 171b

sis

2,45 g

19

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 160

 

severus

                 

*14

num

305–307

Sis

RIC 172?

sisa

10,18 g

27

× 28 mm

stst 6

Stark abgenutzt

grab 175

 

Prägeperiode 313–320

 
 

licinius i

                 

*15

num

314

rom

RIC 21

? F R *T

2,92 g

20

× 19 mm

Stst. 4

Mäßig abgenutzt

grab 117

*16

num

313–315

Sis

RIC 4

D

sis

3,46 g

24

× 20 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 110

*17

num

313–315

Sis

RIC 8

a

sis

3,00 g

23

× 20 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 110

*18

num

315–316

Sis

RIC 17

B

sis

3,78 g

22

× 21 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 117

*19

num

315–316

Sis

RIC 17

Γ .SIS.

3,70 g

22

× 20 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 121

*20

num

313–317

?

RIC ?

 

3,31 g

20

mm

stst 12

Stark abgenutzt

grab 117

 

(licinius II.)

                 

*21

num

317–320

ant

RIC 29

SMANT

2,70 g

19

mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

grab 175

 

constantinus i

                 

*22

num

313–315

Sis

RIC 3

Є

SIS

2,82 g

22

mm

stst 6

Stark abgenutzt

grab 118

*23

num

313–316

?

RIC ?

 

2,97 g

20

mm

stst 6

Stark abgenutzt

Grab 114

 

(crisPus)

                 

*24

cen

319

Tes

RIC 62

.TS. Є.

3,01 g

19

× 18 mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

Grab 13

 

(constantinus II.)

                 

*25

num

317

Sis

RIC 7

?SIS

3,38 g

20

× 19 mm

stst 7

Mäßig abgenutzt

Grab 84

*26

cen

320

Sis

RIC 133

Є

SIS*

2,70 g

20

mm

stst 7

Mäßig abgenutzt

grab 162

 

Prägeperiode 320–325

 
 

constantinus i

                 
 

(constantinus II.)

                 

*27

cen

322–323

are

RIC 261

Q*AR

2,87 g

19

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 162

*28

cen

324–325

Cyz

RIC 27

SMKA

2,87 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 171

 

(constantius II.)

                 

*29

cen

324–325

Cyz

RIC 27

SMKB

2,99 g

18

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 163

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien): numismatische Funde

127

Nr.

Nominal

Datierung

Münz-

Zitat

Beizeichen

Gewicht

Durchmesser

Stempel-

Erhaltung

Grab

stätte

stellung

 

Prägeperiode 324–330

 
 

constantinus i

                 

*30

cen

326–328

Tes

RIC 153

SMTSA

2,72 g

19

× 18 mm

stst 7

Mäßig abgenutzt

grab 156

*31

cen

328

con

RIC 29

cons

2,56 g

19

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*32

cen

325–326

ant

RIC 63

SMANTB

3,80 g

20

mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 162

 

(constantinus II.)

                 

*33

cen

326–327

Sis

RIC 202

. ЄSIS.

2,88 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 163

 

(constantius II.)

                 

*34

cen

326

Tre

RIC 480

STR

2,61 g

19

mm

stst 7

Mäßig abgenutzt

grab 162

 

Prägeperiode 330–337

 
 

constantinus i

                 

*35

cen

334–335

Sis

RIC 235

asis

2,59 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 172

*36

cen

334–335

Sis

RIC 235

asis

2,24 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*37

cen

334–335

Sis

RIC 235

asis

2,05 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*38

cen

334–335

Sis

RIC 235

.?SIS.

2,25 g

18

mm

stst 12

Stark abgenutzt

grab 162

*39

cen

335–336

Sis

RIC 252

asis

1,42 g

17

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 172

*40

cen

337

Sis

RIC 261

?SIS*

1,77 g

17

mm

stst 1

Mäßig abgenutzt

grab 156

*41

cen

330–333

her

RIC 121

smha

2,49 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*42

cen

333–335

con

RIC 73

consa

2,56 g

18

mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

grab 162

*43

cen

330–335

Nic

RIC 188

SMNЄ

2,33 g

19

mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 162

*44

cen

334–336

?

RIC ?

 

2,58 g

17

mm

stst 12

Stark abgenutzt

Grab 124

 

(constantinus II.)

                 

*45

cen

333–334

are

RIC 376

PCONST

2,54 g

17

× 16 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 157

*46

cen

335–336

Sis

RIC 220

asis

2,16 g

17

mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 162

*47

cen

335–336

Sis

RIC 253

ЄSIS

1,16 g

17

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*48

cen

335–336

Tes

RIC 199

SMTSA

2,39 g

18

mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

grab 172

*49

cen

330–335

?

RIC ?

 

2,34 g

18

mm

stst 12

Stark abgenutzt

grab 162

*50

cen

336–337

?

RIC ?

 

1,02 g

17

mm

stst 12

Stark abgenutzt

Grab 124

128

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Nr.

Nominal

Datierung

Münz-

Zitat

Beizeichen

Gewicht

Durchmesser

Stempel-

Erhaltung

Grab

stätte

stellung

 

(constans)

                 

*51

cen

334–335

Sis

RIC 238

?SIS.

2,45 g

19

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 162

*52

cen

337

Sis

RIC 264

asis*

1,48 g

18

× 16 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 156

 

(constantius II.)

                 

*53

cen

335–336

Tes

RIC 200

SMTSΓ

1,91 g

19

× 18 mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 172

*54

cen

335–336

Tes

RIC 200

SMTSΓ

2,52 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*55

cen

335–336

Tes

RIC 200

SMTS?

2,56 g

18

mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 162

*56

cen

330–333

con

RIC 61

consi

2,43 g

19

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 172

*57

cen

330–335

Nic

RIC 191

smna

2,28 g

17

mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 172

*58

cen

330–335

Nic

RIC 191

SMNΓ

2,91 g

18

× 17 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 141

*59

cen

331–334

Cyz

RIC 84

SMKD

1,79 g

19

× 18 mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

grab 157

*60

cen

333–334

Cyz

RIC 84

SMK ?

2,51 g

17

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 172

*61

cen

333–334

Cyz

RIC 84

SMKA

2,22 g

17

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

 

(delmatius)

                 

*62

cen

335–336

Sis

RIC 256

.?SIS

1,56 g

17

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

*63

cen

336–337

Tes

RIC 227

SMTSЄ

1,89 g

18

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 162

 

(urBs roma)

                 

*64

cen

336

rom

RIC 390

R Q

1,95 g

19

× 17 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 145

*65

cen

334–335

Sis

RIC 240

. ΓSIS.

2,34 g

17

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 162

*66

cen

330–333

Tes

RIC 187

SMTSЄ

2,46 g

17

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 162

*67

cen

330–333

her

RIC 129

.SMHЄ

2,69 g

17

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 156

*68

cen

330–333

con

RIC 62

CONSЄ

2,32 g

18

mm

stst 5

Mäßig abgenutzt

grab 162

*69

cen

333–335

con

RIC 85

.CON ?

2,05 g

17

mm

stst 12

Stark abgenutzt

grab 172

*70

cen

333–335

con

RIC 85

.CONSΓ

3,17 g

18

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 172

*71

cen

333–335

con

RIC 85

consia

2,55 g

18

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 162

*72

cen

331–334

Cyz

RIC 91

SMKΓ

2,67 g

18

× 17 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 157

*73

cen

330–337

?

RIC ?

 

2,66 g

17

× 18 mm

stst 12

Stark abgenutzt

grab 157

Die spätantike Nekropole in Zmajevac (Kroatien): numismatische Funde

129

Nr.

Nominal

Datierung

Münz-

Zitat

Beizeichen

Gewicht

Durchmesser

Stempel-

Erhaltung

Grab

stätte

stellung

 

(constantinoPolis)

                 

*74

cen

330–333

Tes

RIC 188

SMTSЄ

2,88 g

19

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 162

*75

cen

330–333

Tes

RIC 188

SMTS?

1,97 g

17

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 157

*76

cen

333–335

con

RIC 79

CONSZ.

2,00 g

19

mm

stst 11

Mäßig abgenutzt

grab 171

 

Prägeperiode 337–341

 
 

constantinus ii

                 

*77

cen

337–340

Sis

RIC 95

?SIS?

1,90 g

17

× 16 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 141

 

constans

                 

*78

cen

337–340

Sis

RIC 87

?SIS

1,46 g

17

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 157

*79

cen

337–340

?

RIC ?

 

1,20 g

16

× 15 mm

stst 12

Stark abgenutzt

Grab 20

 

constantius ii

                 

*80

cen

337–340

?

RIC ?

 

1,99 g

17

mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

grab 157

 

constantinus ii, constans und constantius ii

 
 

(divus constantinus I.)

*81

cen

337–340

ant

RIC 39

SMANΓ

1,69 g

14

mm

stst 6

Stark abgenutzt

Grab 141

 

constantinus ii, constans oder constantius ii

 

*82

cen

337–340

?

RIC ?

 

1,18 g

17

× 15 mm

stst 6

Stark abgenutzt

Grab 141

 

Prägeperiode 341–348

 
 

constans

                 

*83

cen

347–348

Tre

RIC 185

TRP

1,38 g

18

× 17 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 145

*84

cen

347–348

Sis

RIC 183?

asis

1,49 g

14

mm

stst 7

Mäßig abgenutzt

grab 172

 

constantius ii

                 

*85

cen

347–348

Sis

RIC 194

asis

1,50 g

16

× 15 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 145

 

Prägeperiode 348–351

 
 

constans

                 

*86

AE 3

348–350

Sis

RIC 230

 

2,41 g

19

× 18 mm

stst 1

Mäßig abgenutzt

grab 158

*87

AE 3

348–350

Tes

RIC 120

TESΓ

2,77 g

19

× 18 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

grab 158

*88

AE 3

348–350

?

RIC ?

 

2,50 g

19

× 17 mm

stst 12

Stark abgenutzt

grab 158

130

Slavica Filipović – Tomislav Šeparović

Nr.

Nominal

Datierung

Münz-

Zitat

Beizeichen

Gewicht

Durchmesser

Stempel-

Erhaltung

Grab

stätte

stellung

 

constantius ii

                 

*89

ae 1

348–350

Aq

RIC 113

A

AQP.

5,82 g

23

mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 134

*90

ae 1

350

Sis

RIC 272

a

sis

5,12 g

22

× 21 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 143

*91

ae 1

350

Tes

RIC 134

B

.TS?.*

4,26 g

24

× 22 mm

stst 12

Mäßig abgenutzt

Grab 143

 

vetranio

                 

*92

ae 1

350

Sis

RIC 274

a

asis

5,12 g

24

× 23 mm

stst 6

Mäßig abgenutzt

Grab 143

 

Prägeperiode 350–355

 
 

constantius ii

                 
 

(constantius gallus)

*93

AE 3

351–354

?

RIC ?

 

4,57 g

19

mm

Stst. 4

Stark abgenutzt

Grab 143

 

Prägeperiode 355–361

 
 

constantius ii

                 

*94

AE 3/AE 4

355–361

?