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- Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de ++ Ausgabe
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- Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM

EBM-Report

(vormals HÜTTENREPORT)

www.einheit-berlin-mitte.de ++ Ausgabe 3/2015 (63)

die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de ++ Ausgabe 3/2015 (63)

Inhalt

Editorial

Seite 3

Neues von der Hütte

4

Dröhnung im Kopf

6

Elbsandsteinsplitter

9

Hüttenostern

8

EBM-intern

12

77 und noch immer Klettern

12b

Hüttenputz 2015

14

Frühlingsradtour

16

Bauchgefühl

18a

Termine

19

Nachrichten aus Berlin und der Welt

22

Zahlen

22b

Bussardboofe

23

Nepal – Manaslu-Runde)

26

150 Jahre Matterhorn-Erstersteigung

28a

Leute

32

Und was sagt Messner?

34

Glowacz – 50 Jahre alt

35

Luis Trenker – vor 25 Jahren gestorben

36

Ziele setzen

37

Leserbrief

38

EBM – Impressum

39

Letzte Seite/Rätsel

40

Hinweis: Es sind immer noch einige Mitglieder mit ihrem Beitrag für 2015 offen (12 Euro Jahresbeitrag für die EBM-Mitgliedschaft; ggf. 30 Euro für eine Hüttenmitgliedschaft). Bitte unterstützt uns bei dem Erhalt und dem Betrieb unserer Hütte

Titel : Blick von der Rotkelchenstiege zu den Falknertürmen von Klaus Föllmer Bilder, sofern nicht anders gekennzeichnet, von den Autoren, bzw.Internet

Liebe EBMler, liebe Sympathisanten,

und schon ist der Sommer da, auch wenn er hin und wieder Regen im Gefolge hat. Unsere Hütte ist aber auch im Sommer heizbar, da macht das Durchnässen doch richtig Spaß, da man die Klamotten ja dann in der Hütte gegebenenfalls trocknen kann.

Wir hoffen aber, dass das die Ausnahme bleiben wird. Im vorliegenden Heft hat Harald wieder allerhand Informatives zusammen getragen. Viel Spaß bei der Lektüre.

Ein besonderer Schwerpunkt ist auch in diesem Heft das Jubiläum des Jahres, nämlich das der Erstersteigung des Matterhorns, die sich im Juli zum 150. Mal jährt. Auch EBM-Mitglieder haben diesen Berg in der Vergangenheit berannt und berichten. Beachtung verdient auch der Beitrag von Harald über die Bussardboofe.

Für die, die zum Vortrag von Eva Kostede und Jens Müller zum Gruppenabend im März nicht da sein konnten, hat Eva für diese Ausgabe noch einen Beitrag verfasst. Großer Dank geht deshalb auch an sie.

Es grüßen Euch

Thomas und Ulf

Neues von der Weinberg-Hütte

Alle Vögel sind schon da. – Wer auf unserer Hütte am frühen Morgen die Muße findet, seinen Blick entspannt auf das Grün drum herum zu werfen, wird mit Sicherheit ein paar gefiederte Zeitgenossen beobachten können, die er/sie zu Hause so nicht findet. Mangelware sind zunächst die Sperlinge bzw. Spatzen, was natürlich nicht weiter verwundert. Aus deren üblichen Gefilden, nämlich den Städten sind wir auf unserer Hütte ja geflüchtet. Zu beobachten sind selbstverständlich die üblichen Verdächtigen, wie Amsel, Drossel sowie Blau- und Kohlmeise. Wenn man Glück hat, kann man sogar dem Konzert einer Singdrossel lauschen.

hat, kann man sogar dem Konzert einer Singdrossel lauschen. Rotkelchen Buchfink Als ich Anfang April allein
hat, kann man sogar dem Konzert einer Singdrossel lauschen. Rotkelchen Buchfink Als ich Anfang April allein

Rotkelchen Buchfink

Als ich Anfang April allein auf der Hütte war, konnte ich gleich drei “Exoten” auf einmal beobachten, sozusagen die “Rotfrontfraktion” unter den heimischen Vögeln, nämlich ein Rotkelchen, ein Dompfaff (Gimpel) und einen Buchfinken, deren Bauch/Brust allesamt rötlich eingefärbt ist, sowie eine Haubenlerche. Später dann sah ich noch eine Tannenmeise und einen Baumläufer. An jenem Tag nicht, aber früher schon einmal, konnte ich einen Buntspecht mit zwei Jungen beobachten und auch einen Kleiber sowie einen Eichelhäher immer direkt vor meiner Nase. Wenn ein Tag so erlebnisreich beginnt, ist der Start für mich gelungen.

Dompfaff

Eine runde Sache.- Bis vor kurzem

wusste ich nicht, was eine Scheitelfeihe ist. Jetzt haben wir eine auf dem Hüttengelände links unter der Fichte. Es handelt sich dabei um einen kreisrunden Holzstapel, der das Trocknen des feuchten Holzes ermöglichen soll. Er soll mindestens ein Jahr unberührt vor sich hin stehen, damit wir trockenes Holz für unseren Kaminofen haben.

soll. Er soll mindestens ein Jahr unberührt vor sich hin stehen, damit wir trockenes Holz für

Wenn feuchtes Holz verfeuert wird, verrußt nämlich die Scheibe wesentlich stärker als ohnehin. Der Schornstein natürlich auch. Dass feuchtes Holz in unserem Aufenthaltsraum schneller trocknet ist ein Trugschluss. Lediglich im Winter, wenn der Raum durchgehend warm ist, wird der Trock- nungsprozess geringfügig beschleunigt.

ist, wird der Trock- nungsprozess geringfügig beschleunigt. Neu im Aufenthaltsraum.- Für den Kamin-ofen haben wir

Neu im Aufenthaltsraum.- Für den Kamin-ofen

haben wir jetzt auch ein ordentliches schmiedeeisernes Kaminbesteck. Steffi hat es zu Hause in Kodersdorf in einem Schuppen gefunden, es vor dem Schrotthändler gerettet und uns dann ge- spendet. Ulf hat ein Teil davon noch aufgearbeitet.

Neu

am

Geräteschuppen.-

An

unserem

Geräte-/Werkstattschuppen haben wir eine Dachrinne angebracht sowie zwei Wasserbehälter

aufgestellt. Damit steht jetzt Gießwasser für diesen Bereich und vor allem auch Wasser für die Bewässerung des Komposters ortsnah zur Verfügung. Bitte denkt alle mit daran, für ein gelungenes Humuswachstum die beiden Kammern stets schön feucht zu halten.

Merkwürdige Aktivitäten.-

Rechts von

feucht zu halten. Merkwürdige Aktivitäten.- Rechts von der Tür des Schuppens war zwischen der Konifere und

der Tür des Schuppens war zwischen der Konifere und der Ecke Brennholz zum Trocknen gestapelt. Neben dem Wacholder

fiel aus diesem Stapel immer wieder ein großer Teil der Scheite. Zunächst wurde Sturm als Ursache vermutet, aber auch bei Windstille war der Effekt zu beobachten. Es sieht so aus, als ob ein Tier (Marder,

Eichhörnchen,

bringt. Etwas Verdächtiges hat aber bis jetzt noch niemand gesehen. Bestimmt fünf, sechs Mal habe ich den Stapel erneuert. Beim nächsten Besuch lagen die Teile wieder auf dem Boden. Auch Ulf hatte solche Erscheinungen festgestellt. Auch als ich dann den Holzstapel zur Hälfte in

die die Scheitelfeihe umgebettet hatte >>>

) den Stapel zum Einsturz

Dröhnung im Kopf

Die ersten warmen Tage nach den kaltnassen Wintermonaten überkommen einen wie eine Dröhnung nach der Einnahme von Haschisch. Was macht man also, wenn Anfang April das Wetter überraschend mit Sonnenschein die winterkalte Seele mit Gefühlen volldröhnt, es also auf ”schön” umschaltet und noch dazu ”schön warm”? Man fährt auf unsere Hütte, erledigt dort fällige Freiluftarbeiten und versucht auch noch, eine Wanderung oder sogar einen leichten Klettergipfel zu machen. So jedenfalls meine Ambitionen.

Andere kommen auf andere Ideen. Zum Beispiel die Zweiradfahrer mit den schweren Maschinen. Von unserer Hütte aus hört man sie schon auf der gegenüber liegenden Elbseite (B 172), aber durch den Abstand gedämpft. Das ändert sich, wenn man eine Straße benutzen muss, so wie ich, der ich die Märzenbecherwiesen im oberen Polenztal endlich mal besuchen wollte. Die Zwischengasfetischisten waren dort auf den zu querenden oder zu benutzenden Straßen zahlreich unterwegs. Mein Rückweg ging über die Hocksteinschänke, seit je her ein Motorradtreffpunkt. Was ich dort allerdings erleben musste, machte mir die Motorradfahrer nicht gerade zu Freunden. Die langgezogene Kurve an der Schänke, wurde von manchem Biker zur Rennstecke wie in früheren Zeiten erklärt. Mit Vollgas, auch die Gegenfahrbahn nutzend, erzeugten sie einen Lärm, den man höchsten noch neben einem startenden Düsenjet stehend ertragen müsste. Das Ganze mit unfreiwilligen Zuschauern, wie den spielenden Kindern oder den zahlreichen Erwachsenen auf der Terrasse oder eben mit mir. Den

schönen Eindruck der Wanderung zuvor konnten mir diese allerdings nicht nehmen. Die Märzenbecher blühten nämlich noch in großer Zahl, am Bachlauf entdeckte ich zudem zum ersten Mal bewusst den Pestwurz in

voller Blüte, den man sonst eigentlich nur wegen seiner fleischigen Blätter wahrnimmt. Nach über 40 Jahren Sächsische Schweiz hatte ich endlich die Zeit gefunden,

fleischigen Blätter wahrnimmt. Nach über 40 Jahren Sächsische Schweiz hatte ich endlich die Zeit gefunden, 

die Märzenbecherwiesen „abzuhaken“. Daneben gab es noch ein gutes Gespräch mit dem Gaststättenwirt der Schei- benmühle, der mir unter anderem versprach, die Gaststätte auch im Winter auf einen Glühwein und eine Rostbratwurst zu öffnen, wenn ich rechtzeitig zuvor anriefe.

Vielleicht ja eine Option für eine der nächsten Winterwanderungen. Den unteren Teil des Polenztales sind wir ja schon einmal im Winter abgewandert, allerdings ohne die Gautschgrotte zu besuchen. Das würde mich wegen der sich dort bildenden Eisgebilde in einem langen, kalten Winter auch sehr interessieren.

Pestwurz an der Polenz
Pestwurz an der Polenz

Eine Dröhnung der leichteren Art gab es auch bei unserer Hütte, denn bei dem gegenwärtig Ausbau des Hauses am Abzweig zu unserer Bleibe wird kräftig gebohrt, wie man hört für eine Nutzung der Erdwärme für die Wassererwärmung. Knapp 200 Meter tief will man dort bohren.

Heeselicht Mühle
Heeselicht Mühle

Eine letzte, unerwartete Dröhnung kam, als mir zur Abreise klar wurde, dass ich ja die Hütte ordentlich verlassen müsste. Als Alleinkämpfer merkt man schnell, dass eine Stunde da bei weitem nicht reicht, das alles zu tun, was sonst mehrere Gäste erledigen.

Eine allerletzte Dröhnung verpasste mir das 1000-Teile-Puzzle, das mir unvollendet von der vorherigen Hüttenbesatzung übergeben worden war. Es fehlten zwar wohl nur etwa 100 Teile, das waren aber die, die kaum Hinweise enthielten, wie und wo sie anzusetzen seien. Bis tief in die Nächte beschäftigte mich diese komplizierte Aufgabe. In der zweiten gelang es mir dann, sie zu lösen. Bis auf ein einziges Segment, das offensichtlich gemeinerweise irgendwo in der Hütte versteckt worden war.

Harald

Elbsandsteinsplitter

Das Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz in Bad

Schandau ist am 21. März 2015 nach umfangreicher Instandsetzung wiedereröffnet worden. Knapp zwei Millionen Euro wurden aufgebracht, um die Schäden, die das Elbehochwasser im Juni 2013 angerichtet hatten, zu beseitigen. Rund eineinhalb Jahre dauerte die Instandsetzung. Ein Viertel der Mittel kamen aus dem Fluthilfefonds. Um für eventuelle weitere Hochwasser gerüstet zu sein, wurde fast die komplette Haustechnik nach oben verlegt und wasserresistente Baustoffe verbaut. Über tausend Besucher feierten die Wiedereröffnung. Jährlich besuchen

etwa 70 000 Gäste das 1990 eingerichtete Haus.

0

Einmal im Jahr

das 1990 eingerichtete Haus. 0  Einmal im Jahr herrscht in Rathen Jagdfieber . Aber nicht

herrscht in Rathen Jagdfieber. Aber nicht auf Kletterfelsen, sondern auf künstliches Wild, Biber oder sogar Saurier. Als Dschingis Khan, Robin Hood oder als mittelalterliche Jäger verkleidete Bogenschützen streifen dann durch den Amselgrund oder den Gamrig. Gefahr bestehe für die Besucher

nicht, verheißt ein großes Plakat an der Fähre, die Schützen zielten nicht auf Touristen. Man solle aber auf den Wegen bleiben. Wie das beim Ansteuern von Kletterfelsen gehen soll, wird unterschlagen. Auf jeden Fall ein amüsantes Frühjahrs-Event.

Die Sächsische Schweiz wird zunehmend von Zecken in Besitz

genommen. Vom Robert-Koch-Institut ist das Gebiet der Sächsischen

Schweiz zum Risikogebiet erklärt worden.

Das Ergebnis von 25 Jahren Forschung ist jetzt auf dem

Königstein in der neuen Dauerausstellung ”In lapide regis” zu sehen. Waren bisher nur die auf dem Felsplateau versammelten Gebäude und Inventarien erläutert, so kann man jetzt auf 1200 Quadratmetern lange Verborgenes, bisher Verschwiegenes und gänzlich Unbekanntes erfahren. Insbesondere die Einbettung der Festung in die europäische Geschichte verdient das Interesse. Auch Amüsantes bietet die Ausstellung. So z. B. die Waage, die August

der

kontrollieren.

Starke

aufstellen

ließ,

um

die

Verzehrmenge

seiner

Gäste

zu

Retrorunning: Beim diesjährigen Oberelbe-Marathon hat der 30-

jährige Schwarzwälder Thomas Dold einen neuen Weltrekord über 10 Kilometer im rückwärts Rennen aufgestellt. Als Erster lief er die Strecke unter 40 Minuten. Da muss man die 1000 Meter unter vier Minuten laufen! (Wettbewerbe im Retroklettern gibt es aber noch nicht. Aber wer weiß!?)

Die Bergwacht Sachsen hat Nachwuchssorgen. Es sei unter

anderem ein Problem, die heutige Jugend von den Tablets wegzubekommen, sagte der Landesreferent der Bergwacht Thomas Eckert. Er appellierte an die Politik, das Ehrenamt stärker zu fördern. 2014 gab es insgesamt 423 Einsätze. In nur 23 Fällen waren Bergsteiger beim Klettern betroffen, wobei allerdings drei Kletterer leider ums Leben kamen. Die Bergwacht Sachen zählt noch 566 Mitglieder. 14 von ihnen machen als Luftretter am Seil von Helikoptern einen nicht ganz ungefährlichen Job.

200 000 Junglachse sind im April in den Gewässern der

Böhmischen und der Sächsischen Schweiz ausgesetzt worden. Darunter waren der Lachsbach und die Polenz. Ausgebrütet worden sind die Junglachse in einem Betrieb in Langburkersdorf. Das Prtogramm läuft schon seit 20 Jahren. Rund sechs Millionen Brütlinge wurden inzwischen ins Wasser gelassen. Ziel ist es, das gesamte Elbe-Einzugsgebiet wieder Heimat für den Lachs wird.

Zum Beginn der diesjährigen Wandersaison hat die National-

parkverwaltung (NPV) vier Schutzhütten wieder auf Vordermann gebracht. Es sind dies die Hütten am Arnstein, auf den Helfrichs Wiesen, im Kleinen Zschand und am Fremdenweg. Rund 500 000 Euro gibt die NPV pro Jahr aus, um die touristische Infrastruktur instand zu halten.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz hat jetzt eine eigene

Hymne. Er erhielt sie zu seinem 25. Geburtstag. Am 24. Mai wurde sie auf

der Felsenbühne Rathen uraufgeführt. Sie heißt: ”Von Uttewalde bis zum Hermannseck”.

Und hier noch ein Splitter aus dem Zittauer Gebirge

Beim diesjährigen Zittauer Gebirgslauf, der inzwischen 42.

Auflage, war ein Teilnehmer am Start, der alle bisherigen 42 Läufe mit absolviert hat. Roland Kluttig, Jahrgang 47, erreichte in seiner Altersklasse

über vier Kilometer den fünften Platz. Rund 5000 Läufer waren insgesamt am Start, darunter auch Berliner.

Hüttenostern 2015

Wir hatten kein großes Programm und hatten uns deshalb erst für Freitag im Laufe des Tages auf der Hütte verabredet. Als wir, Bärbel und ich dort eintrafen, waren wir die ersten. Wir bemühten uns um das Feuer, damit die nächsten schon eine warme Hütte vorfinden würden. Danach erschienen auch Christiane und Ulf. Micha war er schon seit Donnerstag da, sein Schlafsack, der Rucksack und das Hundefutter hatten ihn verraten. Alle Mitbringsel wurden ausgeladen und draußen (wieder eine Pflanzenspende der persönlichen Gartenbetreuerin – siehe dazu EBM-Report 1/15, S.5) sowie in der Hütte verstaut. Das Programm der nächsten Tage stand schon so gut wie fest – Gipfelsuche (der nicht existenten) Saugrundnadel. Über diverse Recherchen (bis hin zum Kletterführerpapst Dietmar Heinicke) wussten wir, wo wir hin mussten. Also Kletterkrempel geschultert und ab, Richtung Lok. Und richtig, das Bild kam uns vertraut vor: die Lammscheibe war das Ziel unserer Sehnsüchte. Nun ja, es wurde ein geruhsames Klettern, das zu guter Letzt mit Kniebier geahndet wurde.

Der Sonntag führte uns, trotz Ostern zur Bastei und siehe da, Frechheit siegt, auf dem Basteiparkplatz war trotz anders lautender Auskünfte noch ein Plätzchen frei. Danach suchten und fanden wir den Abstieg von hinten in den Wehlgrund. Ein wenig steilen, schiefen Waldhang, ein Stückchen so was wie Kamin und wir hatten es geschafft. Unten und ganz hinten, wo man sich sonst ansteigend hocharbeiten muß. Mit ein wenig Felsensortieren landeten wir zu guter Letzt am Pavillonwächter. Ulf versuchte sich am Alten Weg und ein, zwei gute Schlingen verhinderten Schlim- meres, die Finger waren aber auch so was von kalt. Na ja, ein Sturzbier war der Ausgleich für gestern.

Vor der Schlüsselstelle am AW III des Pavilionwächters
Vor der Schlüsselstelle am AW III
des Pavilionwächters

Auf der Heimfahrt stoppten wir noch einmal auf der Straße zwischen Porschdorf und der Hütte, denn wir hatten schon lange eine Felsgruppe im Blick, die wir so recht nicht zusammensortieren konnten. Dass es die Lok war, war uns ja eigentlich längst klar, doch wie sie so in der Gegend stand, der hohe Kamin – Esse oder was? Jetzt wissen wir’s. Der Blick geht von hinten zwischen Lamm und Lok-Esse hindurch, daher die hohe Lücke.

Der Montag brachte uns dann das Oster- und Wetter- Highlight.

O-Ton Bärbel: ”Ich war gerade aufgestanden und blickte aus dem Fenster des Aufenthaltsraums. Aber alles war weg, der Königstein, der Lilienstein, die Elbe und ein paar spärliche Schneeflocken tanzten heran. Na, so was. Und sie wurden größer und größer, richtig schöne Bilderbuchflocken. So verhüllte sich von der Elbe kommend die ganze Gegend. Rundrum Schneegewusel. Die Flocken wurden wieder kleiner und kleiner, die Sicht lockerte sich auf und übrig blieb eine weiß gezuckerte Landschaft, mit Sonne obendrauf, zum Verlieben.”

Zwanzig Minuten April-Osterwetter-Schauspiel, keiner kann’s bestellen, geliefert frei Hütte. War das schööön, mit drei Ö.

Jochen

 neu erschienen:

Paules Kletterbibel Belogradtschik

Eine neue Auflage ist für 23,40 Euro im panico-Verlag erschienen! Über 1000 Wege auf mehr als 500 Gipfel! Im Nordwesten Bulgariens umrahmt von den Zweitausendern des Balkangebirges, befindet sich eines der malerischsten Klettergebiete in Europa. Hunderte Klettergipfel, trutzige Felsburgen, mächtige Türme, grazile Nadeln und skurrile Felspilze geben dem Gebiet einen einzigartigen Charakter. Die Gastfreundschaft der Bewohner und die hervoragende bulgarische Küche sorgen dort für unvergessliche Klettertage.

Die Gastfreundschaft der Bewohner und die hervoragende bulgarische Küche sorgen dort für unvergessliche Klettertage. 11

EBM-intern

“Schwergewichtiges” Jubiläum

EBM-intern  “Schwergewichtiges” Jubiläum Einer aus dem EBM-Inventar wurde am 20. April 75 Jahre alt. Seit

Einer aus dem EBM-Inventar wurde am 20. April 75 Jahre alt. Seit 1968 bewegt er sich meist unüberhörbar in unserer Gruppe. Geklettert ist Adolf bis in den VIIer-Bereich, gehörte also gewissermaßen zur nachstrebenden Elite. Seinen Geburtstag feierte er outdoor auf seinem Grundstück, verbunden mit einem interessanten Verdauungsausflug durch Biotop und Botanischem Park in Rosenthal. Von EBM waren etliche

Gruppenmitglieder erschienen. EBM-Report gratuliert dem Schwergewicht nachträglich und wünscht ihm weiterhin alles Gute.

Sekt auf dem Honigstein

ihm weiterhin alles Gute.  Sekt auf dem Honigstein Da muss schon ein besonderes Ereignis her,
ihm weiterhin alles Gute.  Sekt auf dem Honigstein Da muss schon ein besonderes Ereignis her,

Da muss schon ein besonderes Ereignis her, wenn auf dem Honigstein mit Sekt angestoßen wird. Hannelore hat sich dafür hergegeben, sprich: Hat es bis zur 77 ausgehalten. Und das musste natürlich angemessen gefeiert werden. Wegbegleiter aus alten Zeiten hatten die Einladung dankbar angenommen und sich von Hannelore bewirten lassen. (Siehe auch weiteren Bericht in diesem Heft.)

Korrekturen:

Schon vor einiger Zeit hatte ich Herrn Messner ein Jahr jünger gemacht. Das ist mir jetzt bei der Erinnerung an Rüdiger im letzten Heft wieder passiert. Aber wir haben ja aufmerksame Leser und Leserinnen, die so etwas schnell bemerken. Eine Leserin habe ich so verunsichert, dass sie extra auf den Friedhof gegangen ist und sich am Grabstein vergewissert hat, dass sie sich nicht irrt. Also: Rüdiger wäre erst im nächsten Jahr 80 geworden, was aber an der Aussage des Artikels nichts ändert. Und hier noch die Reaktion von PeterSchrumpf, dem dieser Lapsus natürlich auch aufgefallen war: >>>

Betr.: Rüdiger Schubert Heft 02/2015, Seite 4

Manchmal, wenn ich in der Stadt unterwegs bin, sehe ich in ein Gesicht und stutze plötzlich, nanu – weißer Bart und auf dem Kopf eher nichts als glatte Platte. Dann denke ich – Rüdiger? Nein, beim genauen Hinsehen entpuppt sich das dann als Fata Morgana und mir wird wieder bewusst, dass es mittlerweile 6 Jahre her ist, dass wir uns von ihm verabschieden mussten. Wie schön war es da im letzten Hüttenreport (EBM-Report) zu sehen, dass dort an ihn erinnert wurde und er in der Montur zu sehen war, die er gerne für seine Freizeitaktivitäten genutzt hat. Der Artikel zeigt, dass Rüdiger zwar weg ist, aber irgendwie immer noch da ist. Dafür möchten Anne und ich lieben Dank sagen. Nur zwei kleine Anmerkungen zum Artikel möchte ich dann doch machen. Rüdiger hatte am 05. Februar Geburtstag und geboren wurde er 1936. Also seinen 80. Geburtstag hätte er 2016 gehabt. Finden wir nun im Heft 01/2016 noch ein Foto von ihm?

Peter

Da findet sich sicherlich etwas in meinem Archiv. (Harald)

Danksagung an unsere Hütte:

in meinem Archiv. (Harald)  Danksagung an unsere Hütte: wurde inzwischen überwiesen. Dass wir eine wunderbare

wurde inzwischen überwiesen.

Dass wir eine wunderbare Herberge haben, da-von war ich von Anfang an überzeugt. Jetzt weiß ich aber auch, dass wir ein „echtes Raumwunder“ haben. Und wenn ich‘s mir recht überlege, stimmt das wohl auch (siehe auch Beitrag „Neues von der Hütte“)

EBM-Spende für

Kinder in Nepal: Bei

unserer Mai-Gruppen versammlung und bei der Festwoche „Hanne 77“ auf unserer Hütte sind bei der Sammlung für die „Kinder in Nepal“ insgesamt 152 Euro zusammen gekom- men. Die Spendensumme

Wer Hannelore kennt, der weiß, das Feiern kann sie nicht lassen und das Klettern eigentlich auch nicht, auch wenn sie Letzteres schon mehrmals an den Nagel hängen wollte. Nun bin ich gespannt auf ihre nächsten Jubiläen. Nachstehend erst einmal ein Resumé des vorläufig letzten Jubiläums:

77 Jahre alt und immer noch Fan unserer Sächsischen Schweiz

Gute Freunde haben mit mir gefeiert. Jochen S. hat mich 1969 auf einer Wanderfahrt angeworben, mit Evi S. bin ich seit 1970 unterwegs. 1973 – 77 hatte ich mit Harald und Sigurd eine gute Zeit. Leider kann „Kaiser“ Franz nicht mehr dabei sein, der mein wichtigster Vorsteiger war und Kampi fehlte auch, und da gibt es noch einige, die nicht mehr im Verein sind, wie Horst Wichmann, Peter Gosse und Gerhard Wohlberedt.

Ein Wermuthstropfen war der leichte Regen auf dem Honigstein zum dortigen Picknick. Auf dem AW (I) bestiegen ihn Hiltrud und Werner H. Bärbel und Jochen S. Steffi, Harald, Evi S. und Evelyn K., Sigurd, Wolfgang Pu., Peter und ich.

Blauen Himmel hatten wir nicht immer, trotzdem wurde jeden Tag geklettert.

Und Wolfgang Pu. Erlebte eine Wiedergeburt als Vorsteiger. Jochen S. überreichte ihm feierlich das „scharfe“ Seilende und wir beide durften bei ihm nachsteigen. Die zweite Seilschaft führte Harald an.

Richtig fleißig klotzten die Männer und einige starke Frauen bei den Arbeiten rund um die Hütte ran.

Täglich warmes Abendessen für alle in der Hütte dank Bärbel und Steffi.(Hmmm!)

Superklettertag im Bielatal, mein Körper zeigte mir dafür viele neue Schmerzpunkte auf.

Tapfere Evi S. war trotz Unfallfolgen mit auf der Hütte und auch auf dem Honigstein.

Auf alle Fälle waren auch Hiltrud H., Peter Funke und ab 1978 mein Peter wichtig für mich. Ab 1983 war auch Evelyn K. dabei.

Gute Fahrten hatten wir nach der Wende in die Dolomiten mit Wolfgang Pu., Kampi, Evi S. Evelyn K. und Regina.

>>>

Herzlichen Dank an alle für ihre langjährige Bergfreundschaft und ihre Mithilfe zum Gelingen der Feier. Dank auch an Haralds Gitarre und Jochens Lache, für Bärbels und Steffis Kochkünste, den Autofahrern, die uns jeden Tag in die Klettergebiete gebracht haben. Dank an alle für ihre Teilnahme und die Überraschungen. Sigurds Auftauchen nach langer Zeit (und er konnte noch klettern) hat mich sehr gefreut. Wenn es die letzte Feier und die letzten Klettergipfel waren, so waren es doch sehr schöne Erlebnisse. Ein großes Dankeschön für diese Bergfreundschaft. Es gibt noch mehr Bergfreunde, die meine Kletterwege gekreuzt haben. Wenn ich die alle aufzähle, wird es ein Roman. Deshalb entschuldige ich mich bei allen nicht genannten Sportfreunden. Hannelore Hentschel

Auf dem Honigstein Fast 50 Kletterjahre
Auf dem Honigstein
Fast 50 Kletterjahre

Hüttenputz

Hüttenputz Er lässt sich leider nicht umgehen, und deshalb haben wir jeweils im Frühjahr und Herbst

Er lässt sich leider nicht umgehen, und deshalb haben wir jeweils im Frühjahr und Herbst einen Hüttenputz im Programm. Schwerpunkt in diesem Jahr war neben dem Fensterputz, dem intensiven Scheuern des Fußbodens im Küchenbereich sowie den obligatorischen Gartenarbeiten das Zerkleinern von Holz auf passende Kamingröße und die Reinigung der Dächer einschließlich der Dachrinnen. Klaus Föllmer hatte eine

Kettensäge mitgebracht, und so konnte allerhand geschafft

werden.

Die

Regenwassersammelstelle am Schuppen wurde fertiggestellt.

In der Woche zuvor gab es auch schon einen Arbeitseinsatz von Steffi und Harald, bei dem unter anderem die verschiedenen Holzstapel zu einer Scheitelfeihe vereinigt worden waren sowie das an unser Grundstück angrenzende Spielplatzterrain bearbeitet wurde. Letzteres hatte zur Folge, dass andere Feriensiedler auch mit Hand anlegten, und so konnte in der Feierwoche „Hanne 77“ das Gras der restlichen Fläche geschnitten werden. Auf unseren Flächen natürlich auch. In dieser Woche wurde noch so manches Andere erledigt, hervor zu heben

vor allem die Zerkleinerung der auf dem Gelände lagernden alten

Wurzelstöcke.

>>>

Das

Vorschlaghammers ging dabei sogar zu Bruch, so wuchtig waren die

Schläge. Die alten Männer haben eben doch noch überraschend viel Bums. Sie wurden ja auch wie immer gut bekocht bzw.

in

gelöster Runde gehört bei uns immer mit zum Rahmenprogramm, mag die Arbeit noch so bergehoch warten. Auch die Nachbarin, Frau Schünemann profitierte von

unserem Hüttenputz, denn auf ihrem Grundstück wurde dank der vorhandenen Werkzeuge auch ein Stubben aus dem Boden geholt. Ein weiterer Baustein einer guten Nachbarschaft. Mit dabei waren diesmal Bärbel und Jochen, Ulf und Christiane, Harald und Klaus Föllmer sowie Hiltrud und Werner Hammer nebst Enkelin Fanny aus Freiberg, ein kleines, aber dennoch schlagkräftiges Team.

ziemlich anstrengende Arbeit, der Stiel des

war

eine

Team. ziemlich anstrengende Arbeit, der Stiel des war eine bebackt Kaffeetrinken

bebackt

Kaffeetrinken

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Neues aus dem weltweiten Gewebe

Eine informative, lesenswerte Website zum Klettern und

Bergsteigen unterhält der Leipziger Kletterer Erhard Klingner unter der Web- Adresse www.barbarine.de.

web-Auftritt des

Bergsteigermagazins „alpin“ (www.alpin.de) einen Relaunch erfahren. Sie ist

damit schlanker und übersichtlicher geworden. Wichtigstes Anliegen dabei war, die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Einen „Soft-Relaunch“ hatte im Jahr zuvor schon die Printausgabe bekommen.

Anfang

dieses

Jahres

hat

der

≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡

Da war noch ein Klett’rer aus Mitte, der nahm oft die Ringe als Tritte. Als man’s ihm erklärte, dass sich’s nicht gehörte, sprach er, bei ihm sei’s halt Sitte.

- wie –

Hier nun wieder eine Empfehlung unserer Ein-Gang- Radler

Frühlingsradtour an Ilm, Saale, Elster und Luppe

Dieses Mal haben wir uns vorwiegend durch Thüringen bewegt, dem Land mit den meisten Sehenswürdigkeiten in Deutschlands Mitte. Nachdem wir von Leipzig aus mit 2 x Umsteigen (Weißenfels und Erfurt – hier 1. Bratwurstverkostung) ca. 14 Uhr Ilmenau erreicht hatten, stiegen wir bei 20°C und Sonnenschein auf unsere Drahtesel. Wir – das waren Angelika und Martin Gander, Gerhard und Barbara. Letztere wieder mit ihren von den Eltern vererbten ca. 45 Jahre alten 1-Gang-Fahrrädern. Der Einstieg über das Schortetal Richtung Kamm des Thüringer Waldes (Rennsteig) war schnell gefunden. So erreichten wir nach 25 km mit teils steileren Anstiegen über den Auerhahn, Dreiherrenstein und Allzunah den Ort Stützerbach, wo wir das erste Mal Quartier nahmen. Das war übrigens das einzige, das wir vorgebucht hatten. Den direkt am Rennsteig liegenden Ort Allzunah haben wir mitgenommen, da hier eine der Quellen der Ilm liegt. Die nächste Ilmquelle (vor Ort genannt Ülm-Brunnen) besuchten wir vor dem Abendessen vom Quartier aus zu Fuß (ca. 10 km hin und zurück). Die Quelle war dürftig gefasst, bot uns aber zum Glück einen kühlen Trunk, denn sie lag auch fast wieder auf Kammhöhe, was bedeutete, dass der Anstieg von Stützerbach aus unsere letzten Kräfte an diesem Tag kostete.

Nach angenehmer Nacht in der Pension „Marianne“ (Doppelzimmer mit Frühstück 50 ) ging es 9.30 Uhr wieder auf´s Rad. Über Meyersgrund, dem bekannten Winterzeltplatz, und Manebach ging es ständig bergab bis Ilmenau. Hier machten wir „Damen“ einen kleinen Stadtrundgang, während die Männer sich intensiv der Orgel mit 4200 Pfeifen in der Stadtkirche widmeten. Als auf der Weiterfahrt Ilm abwärts der Hinweis „Singen“ kam, fiel uns ein, dass dort die „kleinste Brauerei der ehemaligen DDR“ war. Und da uns der Durst plagte, scheuten wir keine Mühe, den Singener Berg ohne abzusteigen zu bezwingen, um in der Brauerei Schmitt bei Bier und Dorschleber zu pausieren. Da es dann bis Paulinzella nicht mehr weit schien, statteten wir dieser aus dem 11. Jhd. stammenden Klosterruine auch gleich noch einen Besuch ab. Über eine Landstraße ging es bergauf und bergab wieder zurück auf den Ilmradweg. In der fünftgrößten Stadt des Ilmtales, Stadtilm, pausierten wir nur kurz, aber der Ort ist durchaus sehenswert. 5 km weiter Ilm abwärts liegt in Kleinhettstedt die Senf- und Kunstmühle, wo wir uns mit einer Senfverkostung stärkten. Bei nach wie vor herrlichstem Wetter trafen wir nach 79 km gegen 19 Uhr in Bad Berka ein und bezogen in der Pension „Ilmhof“ zwei Doppelzimmer (je 75 ).

Der 3. Tourtag begann mit einer Orts- und Kurparkbegehung. Immerhin hat Goethe auch hier seine Spuren hinterlassen (na, wo in Thürigen nicht). Weiter Ilm abwärts radelten wir durch eine beeindruckende Karstlandschaft. Auf teils schmalen Pfaden entlang meterhoher Kalksteinfelsen ging es über Buchfahrt mit einer überdachten Holzbrücke und über Mellingen mit dem „Feinigerturm“ nach Weimar. Die Stadt wäre natürlich einen längeren Aufenthalt wert gewesen; wir beließen es bei der Verkostung mehrerer Bratwürste auf dem Markt vor dem schönen Rathaus und stellten dabei

Qualitätsunterschiede fest Auf der weiteren Radstrecke besuchten wir noch das museal ausgebaute Wie- land-Gut in Ossmannstedt. Hier hat Christian Martin Wieland etliche seiner Lebensjahre verbracht, und auch Goethe als Gast empfangen. Da wir kein festes Tagesziel hatten und der Durst mal wieder groß war, machten wir in Eberstedt, kurz vor Bad Sulza, an einer Mühle

halt. Das Ambiente gefiel uns so gut, dass wir in einer der im

Mühlteich schwimmenden Holzhütten übernachteten (ohne seekrank geworden zu sein). Da hatten wir

nur lausige 54 km in den Beinen.

zu sein). Da hatten wir nur lausige 54 km in den Beinen. Saale Das Tagesziel für
Saale
Saale
sein). Da hatten wir nur lausige 54 km in den Beinen. Saale Das Tagesziel für den

Das Tagesziel für den 4. Tag war Merseburg. Nach ca. 15 km von Eberstedt aus, vorbei an Bad Sulza und Bad Kösen, endet der Ilmradweg mit der Mündung der Ilm in die Saale bei Kaatschen. Ab hier nahmen wir den Saaleradweg. Leicht irritiert waren wir, als wir plötzlich die Saale aufwärts radelten. Doch schnell war klar – es mußte eine Brücke kommen, und danach waren Fahrrichtung und Fließrichtung wieder im Einklang. Daß uns der Radweg über die Rudelsburg und die Burg Saaleck führte, fanden wir dann gar nicht so toll, denn selbst abwärts mussten wir wegen schlechten Weges und Steilheit schieben.

Nach der Mündung der Unstrut in die Saale in Höhe Naumburg/Freyburg kamen kaum noch Steigungen. Vorbei an Goseck, Weissenfels, Bad Dürrenberg und Leuna erreichten wir ca. 17 Uhr Merseburg und hatten immerhin 78 km zurückgelegt, übrigens wieder bei bestem Wetter (Sonne, Wolken und mit meist unterstützendem Rückenwind).

Merseburg mit Schloß und Dom ist sehr sehenswert. Und die „Ritter- stuben“, wo wir für 67 pro Dop- pelzimmer Quartier fanden, sind es auch. Das Restau- rant hat immerhin einen Michelin- Stern, was wir natürlich über- prüften. Ja, das Essen war gut und interessant in der

Zusammenstellung. Am fünften Tag ging es dann von Merseburg nach Leipzig entlang der Schwarzen Elster und der Luppe (beide Flüsse reguliert wegen benachbarter Tagebauaufschlüsse). Bei Kilometerstand 50 waren wir Im Leipziger Stadtzentrum angelangt. Zusammenfassung: Wir sind vom Rennsteig aus an 4 Flußläufen (Ilm, Saale, Elster und Luppe) durch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen über 285 km an 5 Tagen (einschl. Zuganreise) nach Leipzig geradelt. Gute Übernachtungsmöglichkeiten zu finden war um diese Jahreszeit noch kein Problem. Auch gab es jede Menge Einkehrmöglichkeiten. Und an kulturellen sowie landschaftlichen Höhepunkten jeglicher Art mangelte es keineswegs. Das Landschaftsbild war äußerst abwechslungsreich; es dominierte die Farbe gelb – Löwenzahn und Raps (sind es nicht ein wenig zu viele Biosprit- Rapsfelder?). Wir vier sind alle ohne Pannen und Stürze durchgekommen, obwohl der Untergrund teilweise etwas „ruppig“ war, im Allgemeinen. aber asphaltierte Wege. Die Strecken an Ilm und Saale sind bestens ausgeschildert. Die Wehwehchen an Po und Beinen konnten wir dank der durchfahrenen Weinanbaugebiete allabendlich lindern getreu Friedrich Schiller:

„Trink ihn aus, den Trank der Labe, und vergiss den großen Schmerz! Wundervoll ist Bacchus` Gabe, Balsam fürs zerriss‘ne Herz“.

Fazit: Man kann diese Radtour nur wärmstens empfehlen.

(Eine tabellarische Zusammenfassung der Tour auf Seite 19)

kann diese Radtour nur wärmstens empfehlen. (Eine tabellarische Zusammenfassung der Tour auf Seite 19) Barbara Angelmi

Barbara Angelmi

Bauchgefühl

Man soll sich also doch auf sein Baugefühl verlassen. Das signalisierte mir nämlich bei der Absicht, von Hinterhermsdorf nach Brtnky (Zeidler) zu wandern, dass es ja jedenfalls irgendwann bergab gehen müsse, da die Kirnitzsch gequert werden sollte. Ich ließ mich aber von weiblicher Logik beeindrucken, die feststellte, dass es da, wo auch andere Wanderer laufen, wohl richtig sei. So landeten wir erst einmal trotz Karte, aber auf meine Begleiterin hörend, am Weifberg. Und wieder einmal wurde es mir so richtig bewusst, dass das richtige Einnorden am Beginn einer Tour überaus wichtig ist. Den jetzt nur noch 10 Minuten entfernten Aussichtsturm ignorierten wir angesichts des zu erwartenden Zeitverzuges, nutzten aber eine der beiden sehr idyllisch gelegenen Rastplätze am Fuße des Berges. Dann ging es zunächst quer über eine Wiese zum Folgenweg (rot) und auf ihm zum Heidelbachweg. Der führte uns immer leicht bergab vorbei an der Obermühle (ab 1. April geöffnet) vorbei bis zum Abzweig des Langewiesenweges (gelb). Wenn man diesen nimmt, spart man einige Meter gegenüber der Variante, bis zur Kirnitzsch mit der Grenzbrücke durchzulaufen. Dort, wo der Weißbach (Bily potok) und der Zeidlerbach in die Kirnitzsch münden, wechselt man auf die andere Seite der Kirnitzsch und folgt ihr flussaufwärts bis zur Mittleren Brücke (Postredni most). Dort steigt auf der anderen Flussseite ein unmarkierter, in der Böhmkarte gekennzeichnet als „vom Hochwasser 2010 zerstörter Weg“, steil an. Auf diesem geht es durch den Tiefen Grund (Hluboky dul) auf wirklich häufig sehr tieffeuchtem Grund bis zu einer Stelle, an der es unübersichtlich wird. Begängnis ist nicht mehr so eindeutig auszumachen. Rechts geht es morastig zum Zeidler Raubschloss, und dort gelangt man wohl auf den grün gekennzeichneten Weg nach Brtniky. Wir haben uns allerdings trockener links hinauf gekämpft. Anfangs war der Pfad noch gut erkennbar, weiter oben dominierte eher das Gefühl, es könne ein Pfad sein. Aber oben am Kamm kommt man dann schließlich auf einem gut ausgebauten Weg an, der auch nach Brtniky führt. Er trifft nach etwa einem Kilometer auf den bereits genannten grünen Weg nach Brtniky. Dieser Weg führt an etlichen Aussichten vorbei, von denen man schöne Blicke über das Gebiet und in die tiefen Schlüchte hat. Auch etliche Klettergipfel liegen an der Route. Wir hatten zwar ein Seil und etwas Sicherungsmaterial im Rucksack, verzichteten angesichts des Zeitverzuges aber auf ernsthafte Kletterversuche. Über Sternberg (Sternberk) geht es auf dem Horni cesta zuerst eben, dann moderat bergab hinein nach Brtniky. Man sollte es so einrichten, dass man in etwa pünktlich dort ankommt, denn das Umfeld der Bahnstation ist eher öde und abschreckend. >>>

Hintergrund unserer Wanderung war die Absicht, die neue Bahnlinie U28 (Rumburk – Bad Schandau) zu testen. Entsprechend meines Vorschlages am Ende des Beitrags von Volkmar Otto im Heft 1/2015, die Route umgekehrt zu laufen, weil man dann nicht den Druck des relativ früh zurück fahrenden Busses von Hinterhermsdorf aushalten muss, fuhren wir also zuerst mit dem Wanderbus bis Hinterhermsdorf. Von da aus ging es bis auf den oben beschriebenen Umweg in etwa in Gegenrichtung wie von Volkmar beschrieben. Obwohl ich eine Böhmkarte vom Khaatal hatte, war die Orientierung gar nicht so einfach, denn es existiert eine eingezeichnete Brücke nicht bzw. so mancher Weg war nicht ganz eindeutig. Nun sind wir trainiert, uns auch quer durchs Gelände zurecht zu finden, und so fanden wir uns am Schluss auch in Brtniky ein, von wo uns zunächst ein moderner Triebwagen nach Mikulasovice (Nixdorf) brachte. Dort stiegen wir dann in einen anderen der Linie U28 um, der uns bis Bad Schandau kutschierte. Das geht in sehr gemütlichem Tempo, so dass man die Landschaft dabei so richtig genießen kann.

Die Tour hatte für uns noch ein angenehmes Ende, sowohl finanziell als auch lukullisch. Wir wurden nämlich in eine Wandergruppe eingeladen, deren 10er-Fahrschein noch drei offene Plätze auswies, und die uns zudem anlässlich des Geburtstages eines der Mitglieder zu einer Runde Sekt eingeladen hat.

Harald

PS. Zu Hause habe ich dann mal die beiden Böhm-Karten von Hinterhermsdorf und vom Khaatal neben- und übereinander gehalten und festgestellt, dass sie gar nicht dort, wo sich die Randteile überdecken, wirklich deckungsgleich sind. Obwohl beide laut Impressum 2013 überarbeitet worden sind und beide den gleichen Maßstab haben, weichen sie im Überlappungsbereich an der einen oder anderen Stelle deutlich, aber nun nicht desorientierend von einander ab. Meine ursprüngliche Absicht, beide Karten aneinander zu kleben und so zu vereinigen, erledigte sich damit.

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Die Jahresabschlussfahrt führt uns in diesem

Jahr wieder nach Mezni Louka und in diesem Jahr das Besondere daran ist, dass wir von EBM für die Organisation verantwortlich sind. Bitte unterstützt Ulf bei den Arbeiten dafür.

Tabellarische Übersicht zur Fahrradtour auf Seite 16-18

Tag

von

Übernachtung

nach

km

Übernachtung

4.5.

Ilmenau

Allzunah am

Stützer-

25

Pension „Marianne“

Rennsteig

bach

5.5.

Stützer-

Paulinzella,

Bad Berka

79

Pension „Ilmhof“

bach

Stadtilm;

Kleinhettstedt;

Kranichfeld

6.5.

Bad

Weimar,

Eberstedt

54

Historische Mühle

Berka

Oßmannstedt

Eberstedt

7.5.

Eber-

Bad Sulza,

Merse-

78

Pension

stedt

Kaatschen, Leuna

burg

„Ritterstuben“

8.5.

Merse-

 

Leipzig

50

 

burg

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Termine zum Vormerken

19. – 21. 6

Sommerwend-Sektionsfahrt „Brandenburger Tor“ nach Jetrichovice/Tschechien

3. –5. 7.

Elbsandstein Bouldercup auf den Elbwiesen bei Bad Schandau; abends Open A ir- Bergfilmnacht; Infos: www.elbsandsteincup.eu

11. 7.

4. – 5. 9.

20.-27. 9.

13. – 15. 11

20. Auflage des DLRG-Elbeschwimmens

4. Sommer-Bergsichten; Aktivhof Porschdorf

Wanderfahrt in die Fränkische Schweiz (Muggendorf)

12. Bergsichten – Berg und Outdoor - Filmfestival Dresden; Hörsaalzentrum der TU Dresden

BIWAK-Termine (jeweils 21.15 Uhr auf MdR): 1./8./15. Juli Biwak in der Sächsischen Schweiz und 7./14./21. Oktober Biwak auf dem unbekannten Dach der Welt. Wiederholung am Folgetag 5.50 Uhr.

20 21

Nachrichten aus Berlin und der Welt

Bekanntlich will der Senat am .Mauerpark Wohnungen bauen.

Allerdings sicherte er zu, dass der künstliche Kletterfelsen erhalten bleiben

soll, der Kinderbauernhof ebenfalls.

In der Rangfolge der beliebtesten Sportarten in Berlin rangiert das

Bergsteigen auf dem fünften Platz. Fußball rangiert erwartungsgemäß auf

dem ersten.

Vor zehn Jahren – 2005 – erreichte der Südkoreaner Park Young Seok

als erster Mensch den so genannten Grand Slam der Alpinisten. Darunter

versteht man die Bewältigung aller 8000er, sowie der jeweils höchsten Gipfel aller Kontinente und jeweils einen Fußmarsch zum Süd- und zum Nordpol.

Das Gemium, das den „Oscar der Bergsteiger“, den Piolet d’Or, also

den „Goldenen Eispickel“ für die beste bergsteigerische Leistung des Jahres vergibt, hat sich neu organisiert. Ihm gehören jetzt keine Journalisten mehr an, sondern ausnahmslos nur noch bekannte Bergsteiger wie zum Beispiel die ehemalige Weltcup-Siegerin im Eisklettern Ines Papert. Hintergrund ist der Streit um die Verleihung des Preises an Uli Steck für

seine Solobesteigung der Annapurna Südwand in 28 Stunden, die er aber nicht mittels Foto oder GPS-Daten belegen konnte. (Den Fotoapparat hätte er beim Aufstieg verloren und im Stress „vergessen“, sein GPS-Gerät einzuschalten, gab er zu Protokoll.) Jetzt werden nur noch Nominierungen entgegengenommen, die den Gipfelerfolg zweifelsfrei dokumentieren.

Vor dem Beginn der Klettersaison in Japan haben die Behörden den

Fuji-Aspiranten dringend empfohlen, einen Helm und vor allem eine Atemschutzmaske im Rucksack bereit zu halten. Auch eine Schutzbrille wird empfohlen. Hintergrund dafür sind Befürchtungen, der Vulkan könne ausbrechen, so wie der vom Fuji nur 120 Kilometer entfernte Ontake, bei dessen Ausbruch im vergangenen Jahr 56 Menschen ums Leben kamen. Weitere werden bis heute vermisst. Der 3776 Meter hohe Fuji war zuletzt im Jahr 1707 aktiv. Geologen befürchten einen Ausbruch im kommenden Jahrzehnt.

Die kürzlich in Neuseeland im Eis gefundene Leiche (sh. EBM-

Report 2/2015) ist jetzt nach 42 Jahren noch identifiziert worden. Die Identifizierung einer weiteren Leiche, die am nahe gelegenen Hochstetter- Gletscher gefunden worden war, ist noch nicht gelungen.

Zwei US-Bürger haben eine Mission im Westjordanland gestartet. Sie

wollen den Palästinensern das Klettern beibringen. Interessierte haben bereits „Blut geleckt“ und in den Bergen rund um Ramallah die ersten Kurse absolviert. Bald soll sogar für passionierte Klettersportler eine Indoor-Anlage entstehen.

Das Gemium, das den „Oscar der Bergsteiger“, den Piolet d’Or, also den

„Goldenen Eispickel“ für die beste bergsteigerische Leistung des Jahres vergibt,

hat sich neu organisiert. Ihm gehören jetzt keine Journalisten mehr an, sondern ausnahmslos nur noch bekannte Bergsteiger wie zum Beispiel die ehemalige Weltcup-Siegerin im Eisklettern Ines Papert. Hintergrund ist der Streit um die Verleihung des Preises an Uli Steck für seine Solobesteigung der Annapurna Südwand in 28 Stunden, die er aber nicht mittels Foto oder GPS-Daten belegen konnte. (Den Fotoapparat hätte er beim Aufstieg verloren und im Stress „vergessen“, sein GPS-Gerät einzuschalten, gab er zu Protokoll.) Jetzt werden nur noch Nominierungen entgegengenommen, die den Gipfelerfolg zweifelsfrei dokumentieren.

Ende März ist im Alpinen Museums des Deutschen Alpenvereins die

sehenswerte Ausstellung über die Gebrüder Schlagintweit eröffnet worden. Lange hielten die Schlagintweits den Höhenrekord deutscher Bergsteiger, den sie bereit 1855 am Kamet mit 6785 Metern aufgestellt hatten. 1857 kehrten Robert und Hermann Schlagintweit nach Berlin zurück, während ihr Bruder Adolf in China gefangengenommen und dort ohne Prozess als mutmaßlicher Spion enthauptet wurde.

Bei den Kommunalwahlen in Sachsen am 7. Juni 2015 hat sich der

bisherige Landrat für die Sächsische Schweiz, Michael Geisler, erneut

durchgesetzt. Er ist das schon seit 1994.

Das massive Abschmelzen des bisher als relativ stabil geltende Eisschild

der Antarktis hat nach Satellitenmessungen bereits zu kleinen Veränderungen

im Schwerefeld der Erde geführt.

19 Tote im Gebiet des Mount Kinabalu (4095 m), dem höchsten Berg

Malaysias, gab es Anfang Juni bei einem Erdbeben auf Borneo. 167 Bergsteiger und Wanderer saßen zunächst fest, konnten dann aber in Sicherheit gebracht werden. Der Kinabalu ist ein beliebtes Touristenziel, weil sein Gipfel selbst von untrainierten Wanderern auf einer einfachen Route zu bezwingen ist.

in Thüringen. Die Zahl der

Bergsportbegeisterten wird aber wesentlich höher eingeschätzt.

Der DAV hatte Ende 2014 1,09 Millionen Mitglieder, fast 100 000 mehr als

2013.

Etwa

10

000

Mitglieder

hat

der

DAV

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahl

Je eine Erstbegehung in den Schwierigkeiten I und II gab es 2014.

Es gibt also auch noch in diesem Schwierigkeitsbereich Erschließungspotential, wenn auch mit der Lupe zu suchen. Die weitaus meisten Erstbegehungen wurden allerdings in den oberen Bereichen gemeldet und hier mit acht Meldungen bei der IXc. Die meisten Wege eröffnet wurden in den Schrammsteinen (28) und im Rathener Gebiet (24). Ein Großteil der insgesamt 122 neuen Wege entfiel auf Sprungwege (64), wobei Sprung 4 (28x) vorn lag. Es gab aber auch wieder 5er und 6er Sprünge. Die schwierigste Erstbegehung schaffte wie auch bereits 2013 der Stolpener Thomas Willenberg am „Mittleren Torstein“ mit der Route „Schmetterling und Taucherglocke“ (RP XIIb). Der Weg hat 11 Ringe.

Die Bergwacht Sachsen wurde 2014 insgesamt 77 Mal zu Einsätzen

gerufen. Dazu gehörten auch drei Leichenbergungen (davon zwei tödliche Abstürze). Reine Kletterunfälle gab es „nur“ 23, dagegen 58 Wanderunfälle. 20 Mal wurde mit Helikopter und Bergetau geholfen.

In drei Schutzzonen sind die Bayerischen Alpen aufgeteilt (A/B/C). In

die höchste Schutzzone C (keinerlei Erschließung erlaubt) sind 42 Prozent eingestuft, in die Schutzzone B (Erschließung nur unter strengen Auflagen) 23 Prozent, in die Zone A 35 Prozent. Auch in der Zone A sind immer Umweltverträglichkeitsuntersuchungen erforderlich.

Nur noch 20 Teams haben sich in diesem Jahr für den Everest

angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es noch 32. Dies ist erstaunlich, aber wegen des schweren Unfalls im Khumbu-Eisbruch auch wiederum nicht verwunderlich, denn fast alle Teams waren nach dem Unfall abgereist. Offensichtlich haben etliche dieser Teams den Everest abgeschrieben. Nach dem kürzlichen Erdbeben ist die diesjährige Saison beendet worden. Es wird keine neue Route mehr durch den >Khumbu-Eisbruch eingerichtet.

Etwa 21 Kilometer Stiegen und Treppen gibt es in der Sächsischen

Schweiz. Wollte man sie alle ablaufen, müsste man insgesamt etwa 5000 Höhenmeter überwinden.

Mehr als 100 000 Euro musste der Landkreis Osterzgebirge-

Sächsische Schweiz für die Beseitigung von illegalen Müllablagerungen im Jahr 2014 ausgeben. Hunderte Autoreifen, tonnenweise Bauschutt, gefährliche Asbestreste oder Dosen voller Farbreste führen die Müllliste an.

(Bussard-)Boofe (N 5090639/E 14.23317; 365 m üNN)

„Essen, Schlafsack und ‘ne Iso-Matte, das war alles, was ich bei mir hatte. War mit Freunden mitmarschiert, hab‘ unterm Felsen zum ersten Mal kampiert. Die Bussardboofe bot mir erstmals Schutz. Lernte diesen Ort schnell lieben, bin zur Nacht dort oft geblieben

So beginnt eines meiner Lieder, dessen Text ich schon vor geraumer Zeit meiner Lieblingsboofe gewidmet habe.

schon vor geraumer Zeit meiner Lieblingsboofe gewidmet habe. Die Bussardboofe (Bild oben aus dem Jahre 1974

Die Bussardboofe (Bild oben aus dem Jahre 1974 mit dem Autor am Tisch) ist die allererste Boofe, die ich am Beginn meiner Kletterlaufbahn kennen gelernt habe. In der Dunkelheit hatte ich mich damals, zusätzlich beladen mit zehn Litern Wasser aus der Ilmquelle, die Heilige Stiege hinauf gequält. Als Neuling war ich in der Dunkelheit den anderen blind hinterher getrottet und hatte auch den mir zugewiesenen Liegeplatz eingenommen. Alles war ein wenig gespenstisch, denn der Mond leuchtete mit seinem fahlen Licht die Szenerie nur schwach aus. Mit dem Taschenlampenlicht wurde sehr sparsam umgegangen. Es musste ein ganzes Wochenende reichen, und LED-Licht gab es damals noch nicht. Nach dem anstrengenden Aufstieg war ich ohnehin froh, bald in den Schlafsack kriechen zu können.

Und dann kam der Morgen. Strahlender Sonnenschein stand über dem Heringsgrund, der sich tief unter mir ausbreitete. Diesen Moment mit dem herrlichen Ausblick, der stillen Morgenstimmung und der Überraschung seines unerwarteten Auftretens werde ich immer vor mir sehen. In diesem Moment wusste ich auch, dass ich bei den Kletterern und Bergsteigern richtig war. Das ist jetzt über 40 Jahre her, aber es ist mir so, als ob es erst gestern gewesen wäre. ►►►

Die Bussardboofe war gut ausgebaut. Es gab einen Tisch, Hocker und sogar zwei Bänke und ein „Hochzeitszimmer“, eine kleine Blockhütte in der rechten hinteren Ecke. Außen am Türrahmen hatten Witzbolde einen Lichtschalter angebracht, der natürlich keine Funktion hatte. Am „Mobiliar“ und bei der

Müllentsorgung, die leider auch schon damals ab und zu notwendig war, hatte ich mit gebaut bzw. mit geholfen. Durch diese Annehmlichkeiten war die Bussardboofe auch bei Regenwetter ein angenehmer Aufenthaltsort. Sogar mit dem harten Kern meines „sozialistischen Kollektivs“ war ich dort gewesen, und gern erinnere ich mich an das schmackhafte Kesselgulasch, das es dann immer gab. Der

Haken für den Topf an der Decke über dem ehemaligen Lagerfeuerplatz ist immer noch vorhanden. Viele schöne Erlebnisse verbinden sich für mich mit dieser Boofe. Unter anderem lernte ich dort auch Andreas Pomp (Pompi) kennen, zu dem ich noch heute kulturelle Verbindung trotz seines Schweizer Exils pflege. Apropos Kultur: Es muss öfter Regenwetter geherrscht haben, denn die ganze Boofe ist mit künstlerischen Langeweile-Tötern versehen. Höhepunkt war ein Sandsteinkopf (auf dem Foto Seite 23 noch zu sehen), der auf dem größten Block in der Boofe thronte bis ihn später dann Kunstbanausen den Hang haben runter kullern lassen. Schade! Er war so eine Art Wahrzeichen der Boofe.

lassen. Schade! Er war so eine Art Wahrzeichen der Boofe. So wie bei anderen ausgebauten Boofen

So wie bei anderen ausgebauten Boofen geschehen, wurde leider auch die Bussardboofe später komplett geschleift. Noch heute zeugen die vielen Reliefs von der Beliebtheit dieser Boofe und von den Regentagen, die es gegeben haben muss.

Kein Wunder, dass ich bei dieser Sachlage die Route der diesjährige EBM- Winterwanderung so legte, dass sie mit einem Besuch der Bussardboofe verbunden war. Und mein eingangs zitiertes Lied endet daher auch nicht überraschend. „ Schaue in den Heringsgrund mit einer Seele wild und wund. Die Bussardboofe, sie gab mir so viel.“

Harald

„Kunst“ in der Bussardboofe
„Kunst“
in
der
Bussardboofe

An dieser Stelle nun der erste Teil des Berichtes von Eva Kostede über eine Nepal-Trekking-Tour am Manaslu und an der Annapurna

Nepal 2014

Als wir (Charly & Marlene, JeMü & Eva) uns am 18.04.2014 auf eine lange Wanderung in Nepal auf den Weg begaben, waren die Details unserer Reise noch nicht ganz geklärt. Unser Ziel hieß Annapurna und noch ein bisschen zum Manaslu. Unser Zwischenstopp in Istanbul gab dann genügend Gelegenheit, bei Bier und Wein die Dinge zu vertiefen. Danach hieß unser Ziel erst Manaslu und dann noch ein bisschen Annapurna. Als wir in Kathmandu ankamen, suchten wir ein Treckingbüro in Thamel (alter Stadtkern von Kathmandu) auf. Wir wurden aufgeklärt, dass eine Begehung ohne Guide, am Manaslu-Treck nicht möglich sein würde. So lernten wir Robin kennen, eine Begegnung die sich gelohnt hat. Zur Aufgabe unseres Guides gehörte es, uns nicht nur auf dem Weg zu begleiten und das Tempo so zu steuern, dass wir erfolgreich die Höhe vertragen würden. Nein, es ging auch darum, vor uns das Teahouse anzusteuern und Zimmer zu sichern, bzw. am Abend das Essen zu bestellen. Da es zum guten Ton des Guides gehört, nach seinen Gästen zu essen und Robin immer hungrig war, hatte er ein eindeutiges Interesse, dass wir pünktlich unser Essen bekamen.

Robin immer hungrig war, hatte er ein eindeutiges Interesse, dass wir pünktlich unser Essen bekamen. >>>

>>>

1. Manaslu-Treck

Wir starteten unsere Tour am Ostersonntag und fuhren mit dem Jeep bis zu unserem Ausgangspunkt. Nach Verlassen der, auch als Bundesstraße geführten breiten teilweise asphaltierten bzw. festgefahrenen Sandstrasse führte das letzte Drittel dieser Fahrt durch den Wald. Bei Einbrechen der Dunkelheit wurden wir Beobachter diverser Zündler. Teilweise brannte der Wald über ganze Talzüge. In Arughat übernachteten wir, um am Ostermontag nun endlich das Abenteuer zu beginnen. Prinzipiell starteten wir morgens um 6.00 und nach allen morgendlichen Ritualen konnten wir im Durchschnitt gegen 7.30 Uhr unsere Wanderungen beginnen. Die Touren am Mansalu befinden sich auf den traditionellen Transportwegen der Nepali. Sie transportieren hier ihre Waren und Materialien auf den Schultern ihrer Träger

oder, immer öfter, auf den Rücken ihrer kleinen Muliherden. Zu Beginn der Tour, war der ehemalige Pfad einer breiten Sandstraße gewichen. Schulbusse, aber auch die steigende Zahl der Autos, die Touristen bzw. ihr Gepäck transportierten, führen dazu, das die schmalen Pfade verschwinden und die Spuren der Träger vielleicht bald der Vergangenheit angehören werden. Nach der ersten Etappe folgten wir dem wieder schmalen Pfad und

genossen ab sofort diesen traditionellen Weg mit seinen grandiosen Ausblicken, seinen Hängebrücken, die unseren Weg immer wieder kreuzten und unsere Höhenmeter summierten, denn zu den Brücken ging es immer hinab, um dann wieder steil aufwärts zu gehen. Um die Mittagszeit gab es immer einen kleinen Lunch, in einem Bauernhaus am Wegesrand bzw. zu Beginn an den noch reichlich

vorhandenen Verkaufslädchen. Bis zum Ort Tatopani begegneten wir vielen Touristengruppen mit ihren Guides. Mit zunehmender Höhe limitierte sich die Zahl der Touristen.

Überquerung des Larke Pass (5160m)

Nach einer unruhigen Nacht, im

wohl höchsten und auch ungemütlichsten Quartier in Dharamsala (4460m), standen wir um 3.00 Uhr auf, um nach einem kurzen Frühstück im Büchsenlicht aufzusteigen. >>>

(4460m), standen wir um 3.00 Uhr auf, um nach einem kurzen Frühstück im Büchsenlicht aufzusteigen. >>>
(4460m), standen wir um 3.00 Uhr auf, um nach einem kurzen Frühstück im Büchsenlicht aufzusteigen. >>>
Mit zunehmender Tageszeit zeigte sich der blaue Himmel und die Sonne begleitet uns den gesamten
Mit zunehmender Tageszeit zeigte sich der blaue Himmel und die Sonne begleitet uns den gesamten

Mit zunehmender Tageszeit zeigte sich der blaue Himmel und die Sonne begleitet uns den gesamten Tag. Den Pass erreichten wir um 11.00 Uhr. Wir standen auf dem Plateau umgeben von weißen Bergen. Ein unglaublicher und sehr berührender Moment. Marlene und ich begriffen da noch nicht so ganz, was wir gerade erlebt hatten. Nach ein Paar Fotos ging es zum Abstieg. Und der war nicht ohne. Ein links geneigtes steiles Schneefeld, gestaltete den Beginn des Abstieges sehr anspruchsvoll. Steigeisen wären in dieser Passage angebracht. Danach folgte ein langes Geröllfeld mit schmalem Pfad. Dieser gipfelte in einem nicht enden wollenden Wanderweg ins Tal, bis nach Bhin Tang. Der Grappa aus Charlys Flachmann am Abend und lecker Essen, erweckte die müden Lebensgeister für neue Abenteuer.

Der letzte Tag unserer Manaslutour führte nach Dharapani. Hier betraten wir den Annapurnatreck. In einem lustig bunten Bungalow machte wir große Wäsche, genossen das Gorkha-Bier, um am nächsten Tag nach Pokhara zu fahren, Geld zu tauschen, zu chillen und die zweite Wanderung zu planen. (Teil 2 Annapurna im nächsten Heft)

150 Jahre Erstbesteigung des Matterhorns

Auch EBM-Mitglieder waren oben oder zumindest dicht dran. Nachstehend ein paar Erinnerungen von Leuten, die den Atem dieses berühmten Berges gespürt haben.

Fast oben (Eveline Sievers)

Warten auf Jochen – er kommt, aber will nicht weiter gehen – schade, weil Zeitverlust; es geht los – am Schneefeld Steigeisen – es geht gut voran – dann: an der letzten Seilleiter Erneuerung der Seile – mit den Steigeisen senkrecht hoch? – da Sicherung wegen der „Bauarbeiten“ durch Wolfgang nicht möglich, bleibe ich dort sitzen, baue mir eine Selbstsicherung; schaue den Seilbauern zu und bin traurig, dass ich es nicht bis oben schaffe – als W. wieder unten bei mir ist, geht es gleich weiter nach unten – gesichert oder Abseilen – das dauert – W.s Stirnlampe gibt den Geist auf -es wird dunkel und wir biwakieren – sternenklare ,aber kalte Nacht – wunderbar – Bilder, die für immer bleiben – vergesse dabei, dass ich im Rucksack eine Rettungsdecke und einen Schneeanorak habe. Im Morgengrauen kommen die ersten Bergführer hoch – sitzen im Weg und brechen deshalb zur Hütte auf – Hütte kaum 10 Minuten entfernt! – dort dann im Gastraum vom Schlaf übermannt – Schlafsäcke liegen oben in der Hütte. Trotz des verpassten Gipfels war es eine der schönsten Touren (von Hannelore organisiert).

Lob am Matterhorn (Jochen Söhler)

Juli ´94, die Wende liegt knapp fünf Jahre zurück, und wir können inzwischen Ziele wählen, die uns einst als unerreichbar erschienen. Mit Karin und Klaus habe ich mich zu einer gemeinsamen Alpenfahrt nach Zermatt verabredet. So recht mit einer Aufstiegsbeschreibung fürs Matterhorn bin ich nicht vorbereitet. Doch meine Form ist gut, und ich hoffe auf ein wenig moralische Unterstützung durch andere Seilschaften, die uns die Richtung weisen werden und denen wir dann auch im morgendlichen Halbdunkel hinterher gestiegen sind. Wir sind eingebunden, und ich führe Klaus und Karin am kurzen Seil, steigen gemeinsam und sichern uns nur dort, wo es wirklich erforderlich ist. Eine Bemerkung eines Bergführers hat mich später in der Hörnlihütte besonders gefreut, als er mich nämlich unvermittelt ansprach und mir sagte, dass ich

mit dem kurzen Seil gut gesichert

>>>

Wir kommen gut voran und legen an der Solvayhütte eine kurze Rast ein. Danach kommt eine glatte Felsplatte, wir müssen ein wenig wachsam sein, bis der Grat uns weiterführt. Die folgende Steilstufe ist mit dicken Fixseilen „entschärft“, sodass sich auch dieses Hindernis überwinden lässt. Danach beginnt das „Hochgebirge“ und wir waren gut beraten, die Steigeisen in den Rucksack gepackt zu haben. Das Gehen mit Steigeisen haben wir ja auf vielen Wintertatrafahrten fleißig geübt. Der Gipfel grüßt uns mit einer schmalen Firnschneide und wunderschönem Wetter und wir beglückwünschen uns gegenseitig mit einem „Berg Heil“. Nach einer kurzen Rast begeben wir uns zum Abstieg. Hierbei machen wir leider einen taktischen Fehler, indem wir so viel es geht abseilen. Das kostet uns viel Zeit, denn es bewegt sich ja stets nur einer und dazu kommt noch der Zeitverlust mit dem Abziehen und Umsetzen des Seiles (im Ergebnis haben wir runter mehr Zeit ge-ver-braucht als hoch). Alles in allem war es eine wunderschöne Bergfahrt, einen Traumgipfel haben wir bestiegen und die Fahrt war ja noch nicht zu Ende.

Ich will da hoch (Wolfgang Puchmüller)

Wieso bin ich überhaupt aufs Matterhorn gestiegen? Die Idee dazu kam von Hannelore. Sie hatte bei der ITB eine Reise gefunden, den „Bärentreck“. Das war in der Schweiz. Jeden Tag ca. 1000m Aufstieg zu einem Pass und wieder ca. 1000m Abstieg auf der anderen Seite, eine Woche lang. Das wäre doch eine gute Konditionstour um dann anschließend nach Zermatt zu fahren und aufs Matterhorn zu steigen. Das haben wir dann gemacht. Als ich dann von der Terrasse des Naturfreundehauses auf den Hörnligrat schaute war ich entsetzt. Da wollte ich morgen hoch? Könnte jetzt nicht ein Wetterumschwung kommen? Dann hätte ich eben einen „Wettersack“ aufgezogen. Der Wetterumschwung kam aber nicht, und ich musste mich mit dem Gedanken anfreunden: Ich will da hoch. Am nächsten Tag bis zur Hörnlihütte war es noch nicht schlimm, das ist ja nur Seilbahn fahren und wandern. Bei der Kletterei am darauf folgenden Morgen hörten wir dann einen Hubschrauber oben am Gipfel kreisen. Das war nicht angenehm. Wir klettern hier und dort oben muß vielleicht jemand gerettet werden? Zwei Tage Später erfuhren wir dann: Die haben dort oben nur Filmaufnahmen gemacht. Als ich allein ganz oben auf dem Matterhorn stand, war ich dann doch ein wenig stolz: Ich habe es geschafft! Leider ganz allein. Beim Abstieg gerieten wir noch ungeplant in die Dunkelheit. Dann fiel auch noch meine Stirnlampe aus. Da habe ich mir gedacht: Lieber ein paar Stunden frierend aber gesichert auf einem Absatz sitzen als 2000m in die Ostwand abstürzen. >>>

Am nächsten Morgen um 4 Uhr kam dann die Lichterkarawane von der Hörnlihütte hoch. Damit war der weitere Abstieg klar und wir waren eine halbe Stunde später in der Hütte. Wir waren also heil und gesund wieder unten angekommen, was ja bekanntlich das wichtigste bei der Besteigung eines Berges ist.

Turnerrhythmus versus Ausdauer (Jochen Kampowski)

Mit freudiger Erwartung quäle ich mich über das Klamottenfeld zur Hütte am Hörnligrat. Allerdings wird die Freude gedämpft, als mein Körper mir signalisiert: „Ist nichts mit ufta-ufta-Dauerleistung. Du musst regenerieren, kurz, dann aber schnell weiter.“ (Im Turnerrhythmus also.) Evi und Wolfgang haben oft gewartet. An der Hütte kamen wir dann zusammen. Ich sagte: „Trennung muss sein, ich will nicht als Dritter ans Seil und bremsen.“ 200 Meter über der Hütte entscheide ich dann –zurück über die Südflanke! Noch heute wird mir mulmig, wenn ich mir klar mache, was passiert wäre, wenn ich in der Nachwende-Matterhorn-Euphorie nicht so entschieden hätte. Ich bin nicht für das Hochgebirgsklettern konstruiert. Basta!

Matterhorn – da muss ich nicht rauf (Harald Wiemann)

Vor der Wende hatte ich mir öfter vorgestellt, was ich wohl als erstes machen würde, wenn ich denn dereinst reisen dürfte. Eines der Projekte hieß Matterhorn. Und dann kam die Wende, und ich hatte erst einmal anderes zu tun, als in die Wunschberge zu ziehen. Nach zwei Jahren ziemlicher Abstinenz kamen zunächst erst einmal die westdeutschen Mittelgebirgsklettergebiete dran, später die deutschen und österreichischen Alpen. Vom Matterhorn wurde von anderen soviel erzählt, dass es mir nach einiger Zeit vorkam, als sei ich selber oben gewesen. Da beschloss ich, dass ich den „Sehnsuchtsberg“ nur dann angehe, wenn es sich so ergibt. Es ergab sich aber nicht, und heute brauche ich den total vermarkteten Berg nicht mehr. Es gibt so viele interessante wie einsame Gebiete auf unserem Planeten, da muss ich mich nicht ins Getümmel werfen.

Traum vom Matterhorn (JeMü)

Mitte der 90er Jahre zogen drei Berliner los, um eine Winterbegehung am Matterhorn zu wagen.¦ Freunde aus Zermatt, kündigten eine konstante Wetterlage an. Eins fix drei ging es ab in die Schweiz , um tatsächlich bei sagenhaftem Traumwetter in Zermatt anzukommen. Der Gipfel erstrahlte im Sonnenlicht. Für einen damals unvorstellbaren Preis fuhren die drei mit der Gondelbahn zur Bergstation. Dort angekommen, zeigte sich der ersehnte Berg ein letztes Mal, um dann in den schnell aufziehenden Wolken zu verschwinden. Der Hüttenwirt zerstörte alle Hoffnungen, das Wetter würde kippen. Der Gipfel ward bis zur Abfahrt nicht mehr gesehen.

Kleine Mediennachlese

Geschätzte 17 000 Kilometer Wanderwege führen durch Südtirol.

Jeder findet da seine Möglichkeit zum selig werden, ob gemütlich oder zwischen schroffen Drei- tausendern. Kein Wunder, dass von MERIAN im April ein komplettes Heft zu Südtirol erschienen ist. Viele teils interessante Beiträge enthält es. Ins-gesamt macht es aber eher den Eindruck, ein Heft der südtiroler Tourismus- industrie zu sein, denn ein unabhängiges Gebiets- almanach. So dürfen natürlich auch der Ötzi und ein Interview mit Reinhold Messner nicht fehlen. Entsprechend umfang-reich ist auch die Werbung vertreten. Und auch die

meisten anderen Beiträge sind vom Stil her eher auf Werbung gebürstet. Auf 51 von 154 Seiten ist Reklame zu finden, ganze 30 komplette Seiten. Sie liegt damit allerdings noch unter unserem DAV-panorama, das teilweise noch mehr Werbung enthält. Trotzdem: Angesichts der Qualität der Bilder und manches gelungenen Beitrags ist das 8,95 Euro teure Heft ein kurzweiliges Lesevergnügen. Da kann man zum Beispiel von Reinhold Messner erfahren, wie er sich seine Zukunft in der Medienwelt vorstellt. Und da sieht er sich auf der einen Seite als Geschichtenerzähler am Lagerfeuer und auf der anderen Seite als Filmemacher. Er plant eine Familiensaga über 120 Jahre. Und das könnte wirklich spannend werden, denn mit seiner eigenen Familie hat er bestimmt

genug Material zur Verfügung.

könnte wirklich spannend werden, denn mit seiner eigenen Familie hat er bestimmt genug Material zur Verfügung.

Ein Film abseits vom Besteigungsheroismus, aber dennoch im Bergsteigermilieu beheimatet, könnte bestimmt Wirkung haben. Und er wäre nicht Messner, wenn er nicht meinte, “die können alle nur mit Wasser kochen. Das kann man besser machen.” Der gut sortierte Zeitschriftenhandel führt das Heft.

Der gut sortierte Zeitschriftenhandel führt das Heft.  Freude und Glück soll man bekanntlich mit anderen

Freude und Glück soll man bekanntlich mit anderen teilen. Und das gilt auch

beim Bergsteigen. Bei der Besteigung des Mount Everests und damit beim “Abenteuer ihres Lebens” wollten die beiden Filmemacher Hannes Künkel und Nils Peuse dies beherzigen und mittels Film- und Fotoaufnahmen in hochauflösenden 4K-Bildern in einer multimedialen Live-Berichterstattung auf dem Blog “everest4k.com” jedermann daran teilhaben lassen. Begleitet wurden die beiden von dem bekannten Bergsteigerehepaar Alix von Melle und Luis Stitzinger sowie von Domenik Müller. Aufgebrochen ist das auch vom Bayerischen Rundfunk gesponserte Team am 6. April. Über die Nordroute sollte es eigentlich nach oben

gehen.

Daneben sollte auch ein Projekt “Everest in 4K” umgesetzt werden, das die Dreharbeiten am Berg in den Mittelpunkt stellt, aber auch den respektvollen und sicherheitsfokussierten Umgang mit dem Berg. >>>

Leute

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Dass dem Bergsteigen durchaus Verletzungsgefahr innewohnt, musste die Top- Biathletin Laura Dahlmeier schmerzhaft zur Kenntnis nehmen, die sich beim Bergsteigen verletzte und deshalb die Wintersaison nur verspätet in Angriff nehmen konnte. Bei einem Sturz beim Klettern im Zugspitzmassiv zog sie sich einen Bänderriss am rechten Sprunggelenk sowie eine Knochenprellung am Knöchel zu.

Ob der Bundestrainer mit ihren Risiko behafteten

zu. Ob der Bundestrainer mit ihren Risiko behafteten Hobbies, einverstanden ist? nämlich Klettern, Bergsteigen

Hobbies,

einverstanden ist?

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Klettern,

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Mountainbiking

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ist? nämlich Klettern, Bergsteigen und Mountainbiking wohl Dr. Heiner Geißler , der ehemalige Generalsekretär der CDU

Dr. Heiner Geißler, der ehemalige Generalsekretär der CDU und auch Bundesminister ist am 3. März 85 Jahre altgeworden. Er ist einer der wenigen gewesen, die im Bundestag bei Gesetzen, die den Natursport berührten, unsere Interessen vertrat. Er selbst war leidenschaftlicher Bergsteiger und Sportkletterer und hat sich da sogar literarisch verewigt.

Sportkletterer und hat sich da sogar literarisch verewigt.  Passend zum diesjährigen Matterhorn- Jubiläum besingt

Passend zum diesjährigen Matterhorn-

Jubiläum besingt der Ex- ABBA-Star Frida (Anni-Frid Lyngstad) den Berg, der sie angeblich geheilt habe. Die jetzt 69-Jährige lebt seit 15 Jahren in Zermatt. Das Wahrzeichen von Zermatt habe ihr den Schmerz über den Verlust ihres Mannes im Jahr 1999 genommen. Das neue Lied der Sängerin heißt ”1865”. Das ist das Jahr der Erstbesteigung des Gipfels.

Das ist das Jahr der Erstbesteigung des Gipfels.  In den Schweizer Alpen wird sich wohl

In den Schweizer Alpen wird sich wohl

Dietrich Wersich nach der Wahlniederlage bei der Hamburger Bürgerschaftswahl trösten müssen. Die Schweizer Berge sind für den Oppositionsführer der CDU nach eigenem Bekunden nämlich der beliebteste Ort in seiner Freizeit.

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”Wenn ich frei hab`, bin ich am Berg”, das sagt der

selbst ernannte Alpen Rock‘n’Roller Andreas Gabalier. Alles, was die Berge ihm ermöglichten, stehe dabei bei dem Grazer auf dem Programm: Im Winter Skifahren und im Sommer Bergsteigen, Klettern und Mountainbike.

Leute ….

im Sommer Bergsteigen, Klettern und Mountainbike. Leute ….  Vor 25 Jahren starb der Südtiroler ”Alpenkönig”

Vor 25 Jahren starb der Südtiroler ”Alpenkönig” Luis Trenker. Mit

seinen Filmen und Büchern war er in der Nachkriegszeit die Bergsteigerikone schlechthin. Einer seiner bekanntesten Sprüche war wohl: ”Das wichtigste am Bergsteigen ist, dass man lange lebt.” Dieser Maxime ist er treu geblieben, denn er starb mit 97 Jahren (siehe auch Seite 36).

denn er starb mit 97 Jahren (siehe auch Seite 36).  Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf

Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf

will sich beim Klimaschutz mächtig ins Zeug legen. Unter anderem will sie die Forschung zum Klimaschutz verstärken. Dazu soll auch die Umweltstation im Schneefernerhaus unterhalb der Zugspitze beitragen. Denn die Temperatur im Alpenraum habe sich nach den Worten der Ministerin in den letzten hundert Jahren mit plus 1,5 Grad Celsius doppelt so schnell erhöht wie der weltweite Durchschnitt. Und sie befürchtet, dass es in 20 bis 30 Jahren keine bayerischen Gletscher mehr geben werde.

bis 30 Jahren keine bayerischen Gletscher mehr geben werde.  Spätes Eingeständnis von Heiner Geißler (85):

Spätes Eingeständnis von Heiner

Geißler (85): In seinen frühen Kletterjahren war er oft in den Dolomiten mit einem Motorrad unterwegs und hatte einmal für Bergfreunde auf deren bitten einen Rucksack mitgenommen. Wie er jetzt zugab, hatte er damit unwissentlich Sprengstoff für Südtiroler Separatisten

transportiert, die damit Strommasten sprengten.

hatte er damit unwissentlich Sprengstoff für Südtiroler Separatisten transportiert, die damit Strommasten sprengten. 33

Und was sagt Messner ?

"Ich bin, was ich tue." (auf seiner Homepage), oder: "Der Sinn fällt nicht vom Himmel, er wird auch nicht von einer Religion gestiftet, sondern ich selbst stifte Sinn, indem ich mir mein Tun wichtig mache." (In der Stuttgarter Zeitung Nr. 182/2008 vom 6. August 2008, S. 8). Das sind Zitate, die den Extrembergsteiger in die Reihe der Philosophen erhebt. Und folgerichtig wurde er zur „Phil.Cologne“, dem „Festival der Philosophie“ in Köln, als Mitdiskutant eingeladen, um zusammen mit dem Expolitiker Franz Müntefering über das Leben mit dem Tod zu philosophieren.

Peter Sloterdijk, einer der Starphilosophen im „Philosophischen Quartett“ des ZDF konstatierte in besagter Sendung im Juni 2008 über den mitwirkenden Messner: „Sie waren 30 Jahre lang sozusagen das Maß aller Dinge in den Fragen des Bergsteigens, des Alpinismus. Sozusagen unser Mann im ewigen Eis. Sie waren so lange in Nepal, dass die Yetis jetzt sich schon über Sie unterhalten und sich fragen, ob es den Messner wirklich gibt!" Es gibt ihn wirklich, nun auch in einer Greenpeace-Foto-Ausstellung, die der Frage nachgeht, was bleibt nach dem Tod. „Alles, was ein Mensch auf dieser Erde geschaffen hat, hat nur einen Fortbestand, wenn es von anderen belebt und weitergetragen wird.“ Dieses Statement gab der Gründer der MMM-Museen gegenüber Greenpeace ab. Die Umweltschutz-Organisation unterstützt dieses Ausstellungsprojekt, bei dem sich Prominente an eindrucksvollen Orten fotografieren ließen und dazu ihre Gedanken über ihren persönlichen Sinn des Lebens offenbaren. Das Motto der Ausstellung, die leider in Berlin nicht zu sehen sein wird, lautet „Mein Erbe tut Gutes – das Prinzip Apfelbaum“.

lautet „Mein Erbe tut Gutes – das Prinzip Apfelbaum“. Bei der Verleihung des „Marketing-Award 2015“ war

Bei der Verleihung des „Marketing-Award 2015“ war auch Reinhold Messner mit von der Partie und zwar als unterhaltsamer und pointierter Laudator in einer der Preiskategorien. Beim Marketing kann man ihm gewiss eine hohe Kompetenz bescheinigen. Beim abschließenden Konfettiregen für die Preisträger musste die Bergsteigerlegende den Sektglasinhalt schützen.

Glowacz 50 Jahre alt

”Abstürze vermeiden, am Berg wie auch im Beruf”. Dies ist einer der Tipps, die der Extremkletterer und Abenteurer Stefan Glowacz aus Garmisch-Parten-kirchen gelegentlich zum Besten gibt. Hintergrund: Er coacht auch Firmenbosse. Im März ist Glowacz 50 Jahre alt geworden. Er kann nicht nur außergewöhnlich gut klettern, sondern er schreibt auch darüber. In seinem neuen Buch ”10 Gebote, um Abstürze zu vermeiden” erläutert er seine

Lebensstrategie. Glowacz kletterte nicht nur in den Plaisiergebirgen der Welt, sondern auch in den entlegensten Gebieten der Erde wie zum Beispiel in der Antarktis, auf Baffin Island oder in Grönland. Natürlich versuchte er sich auch erfolgreich in Patagonien. Für dieses Jahr hat er sich eine Wand im 11. UIAA-Schwierigkeitsgrad im Wettersteingebirge vorgenommen. Die 250 Meter hohe Wand ist unterhalb des Jubiläumsgrates. Er brauche das Ausgesetztsein abseits der Zivilisation, ebenso wie seine Familie (Glowacz hat drei Kinder.), meint er und auf sein Alter angesprochen: ”Die Berge werden kleiner. Das Abenteurertum aber wird immer bleiben.” Für sich hat er ein Erfolgsrezept postuliert: ”Der ehrliche Blick in den Spiegel – dazu ist man als Bergsteiger gezwungen. Man müsse sich ständig selber prüfen und fragen: ”Für was kann ich noch Leidenschaft entwickeln, für was brenne ich?”

ich noch Leidenschaft entwickeln, für was brenne ich?” Ende März ist im Alpinen Museum die sehenswerte

Ende März ist im Alpinen Museum die sehenswerte Ausstellung über die Gebrüder Schlagintweit eröffnet worden. Lange hielten die Brüder den Höhenrekord deutscher Bergsteiger, den sie bereits 1855 am Kamet mit 6785 Metern aufgestellt hatten. 1857 kehrten Robert und Hermann Schlagintweit nach Berlin zurück, während ihr Bruder Adolf in China gefangen genommen und dort ohne Prozess als mutmaßlicher Spion enthauptet wurde.

Luis Trenker vor 25 Jahren gestorben

Die drei berühmtesten Südtiroler sind Reinhold Messner, der Ötzi und Luis Trenker. Letzterer starb vor 25 Jahren. Alle drei füllten bzw. füllen noch die Seiten und Kanäle der Medien. Messner und Trenker waren bzw. sind exzellente Selbstvermarkter. Dabei nahm es Trenker aber nicht immer so genau. Er erhielt sogar mal den Münchener Karl-Valentin-Orden als „Meister ungezwungenen Fabulieren“, wie es in der zugehörigen Laudatio hieß. Geschichten erzählen, das konnte das Urbild eines Naturburschen wie kein anderer. Seine Bücher erreichten Millionenauflagen. Einiges erschien sogar in der ehemaligen DDR.

Einiges erschien sogar in der ehemaligen DDR. Aber auch Filme konnte er machen. Der wohl bekannteste

Aber auch Filme konnte er machen. Der wohl bekannteste unter uns Bergsteigern ist wohl sein „Kampf ums Matterhorn“, in dem er auch selbst mitspielte. Beide, Trenker und Messner, hielten nicht viel voneinander. Immer wenn es in seinen Filmen gefährlich wurde, ließ er sich Trenker gern doubeln. Allerdings war er vor dem Ersten Weltkrieg als junger Bergführer auch Partner von damaligen Top-Kletterern, und es gelangen ihm in den Dolomiten etwa ein Dutzend Erstbegehungen bis in den fünften Grad. Damals gab es noch nicht viele schwerere Routen. Ein guter war er im Fels allemal.

Messner mit etwas Ironie über Trenker: „Der Trenker war lange Zeit der berühmteste Südtiroler. Heute ist es der Ötzi“. Und Trenker über Messner:

„Ein großartiger Bergsteiger, ein fabelhafter Techniker, intelligent, draufgängerisch, weiß was er will, alle Hochachtung! Auf der anderen Seite:

Maßlose Eitelkeit, der Presse gegenüber zu viel Reklame, keine Ehrfurcht vor der Natur, glaubt nicht an den Herrgott – und das darf einem Bergsteiger nicht fehlen, das mag ich nicht.

Ziele setzen

Im Letzten Heft war ein Artikel über die Ziele zu finden, die man sich setzen kann, um in unseren Kreisen berühmt zu werden. Nun habe ich da eine Gruppe vergessen: Die Wanderer. Auch die können natürlich in die Presse kommen, wenn sie sich etwas Besonderes ausgedacht haben. Ich erinnere mich an frühere Zeiten, als in meinen Augen leicht verrückte Wanderer hundert Kilometer auf ehemaligen Bahndämme entlang geschrubbt sind. Start in der Dunkelheit, Zielankunft auch. Na ja, wenn’s denn Spaß macht. Heutzutage müssen aber spektakulärere Leistung her. Da hätte ich einen Vorschlag:

Besteigung bzw. Erwanderung der jeweils höchsten Berge der einzelnen Bundesländer. Als da wären (nach der Höhe sortiert): Zugspitze (2963m), Feldberg (1493m), Fichtelberg (1214m), Brocken (1141m), Großer Beerberg (983m), Wurmberg (971m), Wasserkuppe (950m), Langenberg (843m), Erbeskopf (816m), Dollberg (693m), Kutschenberg (201m), Helpter Berg (179m), Bungsberg (168m), Hasselbrack (116m), Großer Müggelberg (115m) und eine namenlose Erhebung im Friedehorstpark (30m).

Da sind also immerhin vier 1000er und zwei fast 1000er dabei.

Läuft man alles vom jeweiligen Fuß des Berges ab, kommen circa die Höhenmeter für den Mount Everest zusammen. Leute, die gut drauf sind, können die Anforderungen steigern, indem alle Gipfel in einem knappen Zeitfenster oder mit einem 15kg-Rucksack auf dem Rücken absolviert werden oder dass man überhaupt komplett alles zu Fuß abläuft.

Bei den hohen Bergen ist vermutlich bis zur Wasserkuppe alles klar. Aber in welchen Bundesländern liegen die restlichen? Hier wird, außer beim Müggelberg, wohl Stirnrunzeln einsetzen. Im nächsten Heft findet ihr die Lösung.

einsetzen. Im nächsten Heft findet ihr die Lösung. Harald Das Messner-Zitat “Die Natur hat immer Recht.

Harald

Das Messner-Zitat

“Die Natur hat immer Recht. Die Fehler machen immer nur wir. Und der große Fehler, den wir Extrembergsteiger machen, ist, den

Unsinn überhaupt anzufangen.”

(Stuttgarter Zeitung vom 6.8.2008)

Leserreaktion zu: Radtour, Hüttenreport 01/2015 Seite 6

Da wir auch gerne Rad fahren, lesen Anne und ich immer wieder gerne die Artikel im Hüttenreport, in denen von ausgiebigen Touren berichtet wird. Leider haben wir selber nicht die Zeit, solche Mehrtages-Touren durchzuführen, da der Urlaub immer knapp bemessen ist.

In den Berichten wird auch immer wieder deutlich, dass wir gar nicht so weit in die Ferne schweifen müssen um uns erholen, oder die Landschaft genießen zu können. Das Schöne ist meist sehr nah und liegt förmlich vor der Haustür.

Jedenfalls konnten wir im Bericht von Barbara förmlich die Lust am Radeln spüren. Liest man jetzt noch die zusammenfasssenden Tourdaten und ruft sich in Erinnerung, dass das Barbara womöglich wieder mit ihrem Drahtesel aus der DDR Schmiede unterwegs war, dann bewundert man die Leistung noch viel mehr.

Ausgerüstet ohne Voll- einem Multifunktionsgang für Höhenlagen kurbelt sie die stant und ohne Anstrengung ich immer wieder ins Staunen wenn wir mal zusam- immer wieder schafft an mir wenn ich noch den richtigen

Anstieg suche. Geschmunzelt habe ich über ihre Fachtermini auf Seite 9. Bei dem Tattoowahn, der im Moment scheinbar jeden ergreift, fand ich in dem Artikel dabei ein völlig neues kreatives Motivfeld. Anstatt sich die Namen seiner Kinder tätowieren zu lassen (die man in der Pubertät sowieso wieder wegätzen lassen möchte), lässt man sich nun ein Abdruck seiner durch Schweiß und hunderttausende Kilometer abgenuddelten Fahrradkette als Zeichen seiner innigen Liebe zum Drahtesel auf die Lenden malen. Cooles Geschäftsmodell. Auch stehe ich dazu, dass ich auf dem Rad gerne ein Weichei bin. Denn erstens bin ich ein wenig technikverliebt und zweitens macht es schon Spaß am Rad eine gute Federung und eine präzise Schaltung zu haben. Vielleicht probiert Barbara ja so etwas mal aus und findet auch Gefallen daran?

federung, mit alle Straßen- und Kilometer kon- herunter, dass komme. Zumal, menradeln, sie es vorbeizuziehen, Gang für den

Zumal, menradeln, sie es vorbeizuziehen, Gang für den Ich gebe zu, dass ich auch ein Fan

Ich gebe zu, dass ich auch ein Fan von meinem alten DDR-Diamant Fahrrad war. Das hat mir in den vielen Jahren immer gute Dienste geleistet. Zuletzt fast nur noch auf dem Weg zum Bahnhof und zurück. Aber letztlich gab es keine Ersatzteile mehr und ich habe mich nun von ihm getrennt. Schweren Herzens natürlich und ich habe es ordentlich zum Schrotthändler gebracht.

Bei einem Kilopreis von etwa 13 Cent gab es nicht mal einen Euro und hat somit nicht einmal für ein Bier gereicht, damit ich meinen Abschiedsschmerz runterspülen konnte. Also uns viel Spaß beim Radeln in 2015 und ärgert euch nicht, wenn euch auf dem Rad von hinten jemand energisch anbimmelt wenn ihr gegen den Wind bergauf kämpft und dann feststellen müsst, dass zwei Radler auf Elektroräder an euch vorbeiziehen und dabei angepummelt sind wie im Winter – damit sie bei dem Wind nicht frieren.

Peter Schrumpf

EBM in Kürze:

Gruppenabende monatlich, jeweils am 3. Dienstag 18 Uhr (im Dezember am 2. Dienstag). im Begegnungszentrum LIBEZEM, Rhinstraße 9, 10315 Berlin-Friedrichsfelde Tel.: 5229200

Gruppenmitgliedschaft 12,– Euro Beitrag/Jahr unabhängig von einer Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein (DAV). Eine Mitgliedschaft im DAV ist nicht Bedingung.

Unsere Hütte in Prossen steht allen Gruppenmitgliedern zur Nutzung offen, genauso deren Freunden und Bekannten, vorausgesetzt, es ist jemand von der Gruppe mit auf der Hütte, Übernachtungsgebühr. 6.- Euro pP, Schüler ab 10 Jahre 3.- Euro und unter 10 Jahren 1 Euro. Hüttenmitgliedschaft 30 Euro/Jahr, dann Übernachtungsgebühr nur 2,50 Euro, Schüler ab 10 Jahre 1 Euro, darunter frei. Abrechnung bei Willy Göricke (sh.unten).

Die Hütte befindet sich in 01814 Prossen, in der Ferienanlage Weinberg, Nummer 20 und 21; Anfahrt über Bergstraße Hüttenschlüssel gegen Pfand bei Thomas Klenz. Anmeldung über die Homepage oder bei Thomas Klenz (im Verhinderungsfall auch bei Ulf Knoll).

Kontakte:

Ulf Knoll 0160/98 15 98 77, Alfred-Randt-Str. 16, 12559 Berlin Thomas Klenz 67820278, Walchenseestr. 12, 12527 Berlin Harald Wiemann 80 90 89 70, Akeleiweg 11,12487 Berlin Jochen Söhler 564 87 73, Cecilienstr. 172, 12683 Berlin EBM-Finanzen: Willy Göricke, wgo99@t-online.de IBAN: DE51160500001100334366, BIC: WELADED1PMB

Ausführliche Infos über www.einheit-berlin-mitte.de

Der EBM-Report gratuliert mit dieser Aus-gabe nachträglich zu den ‚Runden‘ in den vergangenen Monaten:

zu den ‚Runden‘ in den vergangenen Monaten: Manuela Prill zum 50. Geburtstag am 04. Juni Evelyn

Manuela Prill

zum 50. Geburtstag am 04. Juni

Evelyn Krecksch

zum 60. Geburtstag am 06

Juni

Michael Fincke

zum 60. Geburtstag am 19. Juli

Steffi Göricke Willy Göricke Günter Hempel Holger Lehmann Thomas Klenz Evelyn Kostede Wolfgang Puchmüller

zu 30 Jahren EBM am 01. Mai 2015 zu 30 Jahren EBM am 01. Mai 2015 zu 40 Jahren EBM am 01. April 2015 zu 20 Jahren EBM am 01. April 2015 zu 35 Jahren EBM am 20. Mai 2015 zu 25 Jahren EBM am 01. Juli 2015 zu 35 Jahren EBM am 01. Juni 2015

EBM am 01. Juli 2015 zu 35 Jahren EBM am 01. Juni 2015 Fotorätsel „Lösung“ aus

Fotorätsel

„Lösung“ aus dem letzten Heft: Diesmal gab es, gemessen an den sonstigen Meldungen, zahlreiche Lösungsvorschläge. Wer das Googeln beherrscht, hatte die Lösung schnell gefunden, denn auf dem Foto war ein Name deutlich zu lesen. Manche wussten es aber auch ohne Wikipedia. Es handelt sich um die Inschrift an einer Mauer in einer Kurve der Straße von der Russigmühle hinauf zur Hocksteinschenke.

Und hier nun das neue Foto-Rätsel:

zur Hocksteinschenke. Und hier nun das neue Foto-Rätsel: Auf welchem Gipfel stehen die beiden Kletterer? Er

Auf welchem Gipfel stehen die beiden Kletterer? Er ist ein sehr beliebtes Ziel, und wurde schon vor über 100 Jahren von Oscar Schuster, F. Meurer, F. Böhme und O. Weidenbach erstbestiegen.

Lösungen wie immer an die Redak- tion:

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