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Schule

Präv Gesundheitsf 2009 · 4:259–264 J.R. Thyrian1 · M. Franze1 · W. Hoffmann1 · C. Splieth2 · U. John3


DOI 10.1007/s11553-009-0192-y 1 Abteilung Versorgungsepidemiologie u. Community Health,
Online publiziert: 27. September 2009
Institut für Community Medicine, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald
© Springer-Verlag 2009 2 Abteilung für Präventive Zahnmedizin & Kinderzahnheilkunde, Zentrum für

Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald


3 Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin,

Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald

Eine Analyse des Rauch-


verhaltens von Fünftklässlern
in Vorpommern
Ergebnisse des Projekts „Gesundheitskompe-
tenz bei Kindern in der Schule“ (GeKoKidS)

Hintergrund und Fragestellung re Schulbildung, stärkere Neigung zu de- risch hat sich der Einfluss des Geschlechts,
viantem Verhalten und Neugier dar. Bei der Familie, der sozialen Unterstützung
Die 5. Klasse bzw. die Altersgruppe der 11- Siebtklässlern führte auch die Wahrneh- und der Einstellung auf das Rauchverhal-
bis 13-Jährigen wird als bevorzugter An- mung eines höheren Ausmaßes norma- ten bestätigen lassen [4, 13, 23].
satzpunkt für präventive Bemühungen tiven Rauchens zu der Aufnahme wö- Haben Jugendliche das Zigarettenrau-
gewählt, den Einstieg in das Rauchen zu chentlichen Rauchens [6]. Sowohl mo- chen schon einmal probiert, zeigen sich
verhindern bzw. zumindest zu verzögern tivationale Variablen, wie das Vorhaben laut einer aktuellen Studie 4 mögliche
[z. B. beginnen die pädagogischen Materi- mit dem Rauchen anzufangen, kognitive Verläufe [12]. Diese Verläufe werden an-
alien der Bundeszentrale für gesundheit- Variablen, wie die Einstellung gegenüber hand der Intensität und der Progression
liche Aufklärung (BzgA) mit dieser Alters- dem Rauchen, wahrgenommene Verhal- des Rauchens unterschieden. So geht die
stufe]. Nach aktuellen Erhebungen steigen tenskontrolle als auch subjektive Norme Studie davon aus, dass 72,4% der Probie-
die Prävalenzen des Zigarettenrauchens beeinflussen die Intention, mit dem Rau- rer zu „low intensity, non-progressing“
von <2% bei den 11- und 12-Jährigen auf chen zu beginnen und sagen so die Auf- Rauchern werden. Bei 11,1% bzw. 10,8%
>40% bei den 17-Jährigen [14]. Als regel- nahme des Rauchens voraus [22]. Psycho- kommt es zu einer langsamen oder mo-
mäßige Raucher bezeichnen sich 2,1% der logische Modelle wie das transtheoretische deraten Progression und bei 5,7% eska-
11- bis 13-Jährigen, welches in dieser Er- Modell der Verhaltensänderung von Pro- liert das Rauchverhalten nach dem Pro-
hebung bedeutete, mindestens einmal pro chaska u. DiClemente [17] postulieren da- bieren. Diese Schüler rauchen bereits zu
Woche Zigaretten zu rauchen. Die Rauch- bei, dass die Intention, ein Verhalten aus- Beginn der Probierphase intensiver als ih-
prävalenz für die gesamte Gruppe der 12- führen zu wollen, die Wahrscheinlichkeit re Mitschüler (184 Zigaretten/Monat) und
bis 17-Jährigen liegt bei 15,7% [2]. Die be- erhöht, das Verhalten in Wirklichkeit aus- zeigen einen starken Anstieg der Intensi-
sondere Sensibilität dieses Alters für den zuüben. Dies hat sich für das Rauchen bei tät innerhalb von 2 Jahren (auf 671 Ziga-
Einstieg in das Rauchen zeigen Ergebnisse Jugendlichen empirisch bestätigen lassen retten/Monat). Einflussfaktoren auf das
retrospektiver Befragungen, denen zufol- [15]. Sozial-kognitive Theorien beschrei- Verhaltensmuster in dieser Studie waren
ge im Alter von durchschnittlich 14,2 Jah- ben darüber hinaus, dass die Intention ab- das Geschlecht, geringe schulische Leis-
ren mit dem täglichen Konsum begonnen hängig oder beeinflussbar ist durch u. a.
wird [14]. (a) die Selbstwirksamkeitserwartung [1], Förderhinweis: Die Evaluation des Programms
Internationalen Studien zufolge ist der die wahrgenommene Fähigkeit ein Ver- GeKoKidS wird vom Bundesministerium für Bil-
Einstieg in das wöchentliche Rauchen mit halten wirklich auch ausführen zu können dung und Forschung finanziert (FKZ: 01EL0610).
Diese Arbeit wurde aus Mitteln des Bundesmi-
dem Rauchstatus von Eltern, Geschwis- und (b) generell einem Satz an Kogniti- nisteriums für Bildung und Forschung (Förder-
tern und guten Freunden assoziiert [6]. onen wie z. B. Einstellungen und wahrge- kennzeichen: 01EB0420) und der Deutschen
Weitere Faktoren stellten eine geringe- nommenen sozialen Einflüssen [3]. Empi- Krebshilfe e.V. gefördert.

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Schule

Tab. 1  Rauchstatus nach Geschlecht beschriebenen Erreichungsquote steht so-


Rauchst Du? Jungen Mädchen Gesamt mit eine Maßnahme mit quantifizierbarer
n % n % n % Bevölkerungswirksamkeit zur Verfügung
Nein, noch nie, habe auch noch nie probiert 335 76,0 336 87,0 671 81,1 [20, 21]. Andere Programme machen kei-
Nein, habe aber schon probiert 96 21,8 48 12,4 144 17,4 ne Aussage über Bevölkerungswirksam-
Ja, ich rauche ab und zu, aber nicht jeden Tag 9 2,0 2 0,5 11 1,3 keit und zeigen nur geringe Effekte [10].
Ja, ich rauche jeden Tag 1 0,2     1 0,1 Das Ziel präventiver Maßnahmen
Gesamt 441   386       kann jedoch nicht allein aufgrund bun-
desweit, repräsentativ erhobener Daten
bestimmt werden [10, 19], sondern muss
tungen und ein Freundeskreis, in dem trale Zielgruppen für präventive Bemü- regional angepasst werden und den An-
mehr als die Hälfte rauchen. Die Gruppe hungen hin. teil der Zielpopulation, der tatsächlich an
der „schnellen Eskalierer“ zeigte zudem Es gibt eine Vielzahl von Präventi- präventiven Maßnahmen teilnimmt, be-
schon sehr bald nach dem Beginn des onsprogrammen, die sich meist entwe- achten. Das Ziel der vorliegenden Unter-
Rauchens (manche bereits nach drei Mo- der auf Verhaltens- oder Verhältnisprä- suchung ist deshalb eine Erhebung des
naten) Nikotinabhängigkeitssymptome vention konzentrieren. Verhältnispräven- Rauchverhaltens und möglicher assozi-
und eine gesteigerte Nikotintoleranz [12]. tion beginnt zumeist mit einem forma- ierter Faktoren für alle Fünftklässler im
Diese Daten lassen erwarten, dass unter len, schriftlichen Rauchverbot, wie dies Landkreis Ostvorpommern und der Stadt
den Probierern nur ein geringer Anteil an in Gesetzen meist der Fall ist. Die Über- Greifswald.
Jugendlichen ist, der sehr schnell ein Pro- nahme dieser Rauchverbote allein hat je-
blem entwickelt, wenn auch andere Stu- doch keine Auswirkung auf das Rauch- Methode
dien zeigen, dass sich sehr schnell einzel- verhalten der Schüler [16]. Erst die Einbe-
ne Symptome einer Nikotinabhängigkeit ziehung zusätzlicher Gesichtspunkte, v. a. Diese Arbeit ist Teil der Evaluation des
einstellen können [8, 24]. Während die- die regelmäßige Kontrolle der Verbote schulbezogenen Präventionsprogramms
se Studie jedoch mit 13-jährigen Schülern und konsequente Sanktionierung von GeKoKidS. Dieses erfolgt in Form einer
durchgeführt wurde, ist unklar, ob bereits Regelverstößen geht mit einer Senkung randomisierten Kontrollgruppenstudie
bei Fünftklässlern Differenzierungen zwi- der Rauchprävalenz einher [16]. Jedoch in Schulen in der Studienregion Greifs-
schen den Schülern möglich sind, die den unterliegen die meisten Untersuchungen wald/Landkreis Ostvorpommern. An
Schluss auf verschiedene Raucherkarrie- schulischer Verhältnisprävention metho- dem Programm beteiligen sich Schulen,
ren zulassen könnten. dischen Mängeln durch Begrenzung auf die im Schuljahr 2007/2008 über eine 5.
Die zzt. komplexeste Untersuchung Querschnittserhebungen [16]. Jahrgangsstufe verfügten. Die Datener-
zum Rauchverhalten von Jugendlichen Eines der größten Präventionspro- hebungen fanden zu Beginn des Schul-
und potenziellen Einflussfaktoren für gramme in Deutschland, das sich expli- jahres 2007/2008 im Rahmen der erwei-
das Rauchen in Deutschland stellt eine zit an Grundschüler wendet, ist „Klas- terten schulzahnärztlichen Untersuchung
Teilstichprobe des Kindergesundheits- se 2000“. Es ist theoretisch fundiert und statt. Sie umfassen medizinische Unter-
surveys (KiGGs) dar [14]. Zwischen Mai folgt dem Grundverständnis der Gesund- suchungen von Schülern und schriftliche
2003 und Mai 2006 wurden 6813 Jugend- heitsförderung. So ist es Ziel, dass die Teil- Befragungen von Schülern, Eltern und
liche im Alter von 11–17 Jahren unter- nehmer Lebenskompetenzen stärken und Lehrkräften. Die vorliegende Arbeit fo-
sucht und nach ihrem Rauchstatus („ja“ über das verhaltensbezogene Element kussiert das Thema Rauchen bei Schü-
vs. „nein“) befragt. Als mögliche Einfluss- hinaus auch auf die Schule und die Eltern lern. Aus diesem Grund werden lediglich
faktoren wurden der soziale Status der Fa- wirken [5]. Einzelne Maßnahmen der fo- die schriftlichen Befragungen der Schüler
milie, die Schule, der Rauchstatus der El- kussierten Verhaltensprävention zeigen verwendet, die sich auf das Thema Rau-
tern und der Freunde untersucht. Als Er- bevölkerungsbezogene kurzfristige Ef- chen beziehen.
gebnis der Querschnittstudie wurde die fekte [11] und können den Einstieg in das Die Evaluation des Präventionspro-
besuchte Schulform, der Rauchstatus der Rauchen verzögern [9]. Im Jahre 2005 gramms beruht auf einem Studiendesign
Eltern und insbesondere der Rauchstatus nahmen z. B. 20% aller 12- bis 15-jährigen mit randomisierter Zuweisung zu einer
der Freunde als mit dem Rauchen assozi- und 9% aller 16- bis 19-jährigen Schüler an Kontroll- bzw. Interventionsgruppe. In
iert ermittelt. Aufgrund der Methode der dem Programm „Be smart – don’t start“ beiden Gruppen wurden die hier analy-
Querschnittserhebung sind jedoch keine teil. Von Baseline hin zur Nachfolgeerhe- sierten Daten erhoben, um eine eventu-
Aussagen über den Zusammenhang der bungen (12–24 Monate später) stieg die elle Wirksamkeit der Intervention auf das
Faktoren möglich, d. h. ob die einzelnen Rauchprävalenz in einer Kontrollgruppe Rauchverhalten untersuchen zu können.
Faktoren fördernd oder hinderlich für um 21,7%, während sie in der Interventi- Eine Rückmeldung der Daten war nicht
das Tabakrauchen sind. Als Schlussfolge- onsgruppe lediglich um 16,0% stieg. Ein Bestandteil der Intervention und erfolgte
rung aus den Ergebnissen weisen die Au- Odds-Ratio von 0,65 (Konfidenzinter- weder für die Kontroll- noch für die In-
toren auf die Bedeutung der Schule, Fa- vall=0,57–0,84) beschreibt den protek- terventionsgruppe. Die Intervention zur
milie und Gleichaltrigengruppe als zen- tiven Charakter der Intervention. Mit der Rauchprävention bestand in der Fort- und

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Zusammenfassung · Abstract

Präv Gesundheitsf 2009 · 4:259–264  DOI 10.1007/s11553-009-0192-y


© Springer-Verlag 2009

J.R. Thyrian · M. Franze · W. Hoffmann · C. Splieth · U. John


Eine Analyse des Rauchverhaltens von Fünftklässlern in Vorpommern.
Ergebnisse des Projekts „Gesundheitskompetenz bei Kindern in der Schule“ (GeKoKidS)
Zusammenfassung
Einleitung.  Nach aktuellen repräsentativen Ergebnis.  Generell bezeichnen sich 98,5% ventiver Maßnahmen mit dem Ziel, das Pro-
Erhebungen rauchen ca. 20% der 11 bis 17- der Schüler der 5. Klassen als Nichtraucher. bieren zu verhindern und den Einstieg in das
Jährigen. Die Prävalenzen steigen von <2% Die Rauchprävalenz beträgt 0,1% tägliche Rauchen zu verzögern. Die Gruppe der Schü-
bei den 11- und 12-Jährigen auf >40% bei und 1,3% gelegentliche Raucher. Mehr als ler der Jahrgangsstufe 5 besteht nahezu aus-
den 17-Jährigen. Weniger als 2,1% der 11- 80% der Schüler geben an, noch nie das Ziga- schließlich aus Nichtrauchern und zu einem
bis 13-Jährigen greift regelmäßig zur Zigaret- rettenrauchen probiert zu haben. Es zeigen überwiegenden Teil aus Nierauchern. Ge-
te – 1,4% täglich. Das Ziel der Untersuchung sich signifikante Geschlechterunterschiede schlechterunterschiede im Rauchverhalten
ist eine Vollerhebung des Rauchverhaltens in der Motivation Nichtraucher zu bleiben legen Präventionsmaßnahmen z. B. außer-
und möglicher assoziierter Faktoren für Mäd- und in der Beantwortung der Frage, wie viele halb des Schulsettings nahe. Der Zusammen-
chen und Jungen in 5. Klassen einer Regi- der Freunde rauchen. Die Unterschiede zwi- hang zwischen einem rauchendem Umfeld
on Vorpommerns. Die Klassenstufe 5 gilt im schen Nierauchern und Probierern sind si- und dem eigenen Rauchverhalten konnte be-
Allgemeinen als die Klassenstufe, in der Prä- gnifikant in nahezu allen erhobenen Variab- stätigt werden, wobei längsschnittliche Stu-
ventionsmaßnahmen zur Verschiebung des len. Nieraucher zeigen eine signifikant nied- dien notwendig sind, um zu klären, in welche
Raucheinstiegs beginnen sollten. rigere Motivation mit dem Rauchen anzu- Richtung dieser Zusammenhang besteht.
Methode.  Diese Arbeit ist Teil der Evalua- fangen, sind sich sicher, am Ende des Schul-
tion des schulbezogenen Präventionspro- jahres immer noch Nichtraucher zu sein, ha- Schlüsselwörter
gramms GeKoKidS, einer randomisierten ben weniger beste Freunde/Freundinnen, die Rauchen · Prävention · Kinder · Jugendliche ·
Kontrollgruppenstudie in Schulen. An dem rauchen, haben weniger Personen im Freun- Epidemiologie
Programm beteiligen sich Schulen, die im deskreis und zu Hause, die rauchen und spü-
Schuljahr 2007/2008 über eine 5. Jahrgangs- ren eine geringere situative Versuchung rau-
stufe verfügten. Die Datenerhebungen zum chen zu müssen.
Rauchverhalten fanden zu Beginn des Schul- Diskussion.  Die Ergebnisse der Vollerhe-
jahres 2007/2008 mit 852 Schülern statt. bung unterstützen die Notwendigkeit prä-

An analysis of smoking behaviour in 5th-graders.


Results of the project “Health Literacy in School Children”
Abstract
Introduction.  The prevalence of smoking in- lence was 0.1% for daily smoking and 1.3% Discussion.  The results of the total as-
creases from 2% in 11–12-year-olds to more for occasional smoking. More than 80% in- sessment support the necessity of preven-
than 40% in 17-year-olds. Less than 2.1% of dicated they had never smoked. There were tive measures aiming at delaying the on-
the 11–13-year-olds smoke regularly, and significant differences between boys and set of both experiencing smoking and smok-
1.4% smoke daily. The aim of this study was girls in their motivation to remain non- ing regularly. The group of 5th-graders main-
to fully assess smoking behaviour and asso- smokers and in the number of their friends ly consisted of nonsmokers, with the majori-
ciated factors in 5th-graders in the entire re- who smoked. In nearly all the variables as- ty being never-smokers. Differences between
gion of Western Pomerania, Germany. The 5th sessed, there were significant differen­ces boys and girls imply that preventive mea-
grade is generally when preventive measures between“never-smokers” and children who sures should be established outside of school.
to delay smoking acquisition are initiated. had at least tried smoking. Never-smok- An association exists between a smoking en-
Methods.  This study is part of a randomized ers were significantly less motivated to start vironment and smoking behaviour; however,
controlled trial in schools. All schools with a smoking, were more confident about remain- longitudinal studies need to be conducted to
5th-grade class in the 2007/2008 school year ing nonsmokers during 5th grade, had fewer examine the direction of this association.
in Western Pomerania were asked to partici- best friends who smoked, had fewer friends
pate. Data for 852 pupils were assessed. who smoked, were more likely to come from Keywords
Results.  In all, 98.5% of the 5th-graders con- smokeless households, and experienced a Smoking · Prevention · Children ·
sidered themselves nonsmokers. The preva- lesser urge to smoke. Adolescence · Epidemiology

Prävention und Gesundheitsförderung 4 · 2009  | 261


Schule

Tab. 2  Zigarettenbezogene Fragen aufgeteilt nach Rauchstatus und Geschlecht


Frage Antwort Nieraucher Probierer Chi2
Junge (n=335; %) Mädchen (n=336; %) Junge (n=106; %) Mädchen (n=15; %)
Hast Du vor in der Nein, niemals 95,1 96,3 60,6 70,5 XX
nächsten Zeit mit Nein, wahrscheinlich nicht 4,0 3,1 21,2 25,0 AAA
dem Rauchen an-
Ja, ich denke darüber nach 0,9 0,6 10,6 2,3
zufangen 
Ja, ganz sicher     7,7 2,3
Wie sicher bist Du Ganz sicher 88,5 85,9 63,7 59,5 AAA
am Ende des Schul- Sehr sicher 7,4% 8,6% 11,8% 26,2%
jahres noch Nicht-
Teils-teils 2,5 4,3 9,8 2,4
raucher zu sein
Nicht so sicher 0,9 0,9 10,8 9,5
Überhaupt nicht sicher 0,6 0,3 3,9 2,4
Raucht Dein bester Ja 4,0 5,5 17,8 21,3 AAA
Freund/ Deine  
beste Freundin
Raucht jemand bei Ja 55,3 57,5 76,2 83,7 AAA
Euch zu Hause
Rauchen Deine Keiner 88,5 92,6 59,2 61,7 AAA
Freunde Ein paar 10,8 7,1 34,7 31,9 X
Viele 0,6 0,3 2,0 6,4
Alle     4,1  
Rauchen Deine Keiner 73,6 67,1 67,4 67,6 X
Lehrer Ein paar 24,6 32,9 28,3 32,4
Viele 1,8   3,3  
alle     1,1  
Situative   Mittelwert (SD) 0,16 (1, 09) 0,06 (0, 49) 1,44 (3, 27) 0,9 (3, 37) XX
Versuchung AAA
X signifikanter Geschlechterunterschied p<0,05, XX p<0,01, XXX p<0,001, A signifikanter Unterschied zwischen den Raucherkategorien p<0,05, AA p<0,01, AAA p<0,001.

Ausbildung von Lehrern, die in einem tisches Verdichtungsgebiet ein. Die Stu- Schule bin, ist meine Versuchung zu rau-
Curriculum angeleitet wurden, bereits be- dienregion weist bundesweit eine der chen …“)
stehende und evaluierte Maßnahmen um- höchsten Arbeitslosenquoten auf (Greifs-
zusetzen. wald: 20,6%, Ostvorpommern: 24,0%). Stichprobenbeschreibung
Eine Genehmigung der Studie er-
folgte durch den Landesbeauftragten für Instrumente und Messgeräte An der Studie beteiligen sich 19 Schulen
den Datenschutz Mecklenburg-Vorpom- mit einer 5. Jahrgangsstufe in der Studien-
mern und das Ministerium für Bildung, Die für diese Analyse maßgeblichen Va- region (Response: 86,3%; n=914 Schüler).
Wissenschaft und Kultur Mecklenburg- riablen wurden per Fragebogen erhoben Im Rahmen der schriftlichen Schülerbe-
Vorpommern. Die Ethikkommission der und bestehen aus Variablen zum (Nicht-)­ fragung konnten Daten von n=852 Schü-
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifs- rauchverhalten (. Tab. 1), der Motivati- lern (401 Mädchen) mit einem durch-
wald stellte fest, dass gegen die Durch- on, das (Nicht-)rauchverhalten zu ändern schnittlichen Alter von 10 Jahren erhoben
führung der Studie keine ethischen und und der Einschätzung des persönlichen werden. Dies entspricht einer Response
rechtlichen Bedenken bestehen. Umfelds bezogen auf das Rauchverhalten von 93,2%, wobei sich die fehlenden Schü-
(Familie, bester Freund, Freunde, Lehrer; ler zu 4,2% wegen Krankheit des Kindes,
Studienregion . Tab. 2). Zusätzlich wird zur Erhebung 2,1% durch Verweigerung durch die Eltern
der Selbstwirksamkeitserwartung die si- und 0,3% durch Auswanderung/ Verzug
Die Studienregion umfasst die kreis- tuative Versuchung, in bestimmten Situ- erklären lassen [7].
freie Stadt Greifswald und den direkt an- ationen rauchen zu müssen, erhoben [13].
grenzenden Landkreis Ostvorpommern Diese Skala erfordert für 9 Aussagen, die Ergebnisse
(162.653 Einwohner, davon 16.727 unter Versuchungssituationen wiedergeben, ei-
15 Jahren [18]). Das Studiengebiet schließt ne Einschätzung von 1 = gar keine bis 5 . Tab. 1 gibt den Rauchstatus für die
mit dem Kreis Ostvorpommern sowohl = sehr starke Versuchung (z. B. „Wenn untersuchte Gruppe getrennt nach Ge-
einen sehr dünn besiedelten ländlichen ich Kummer habe, ist mein Verlangen zu schlecht an. Generell bezeichnen sich
Raum (57 Einwohner/km2) als auch mit rauchen …“; „Wenn ich auf dem Weg zur 98,5% der Schüler der fünften Klassen als
Greifswald (53.434 Einwohner) ein städ- Nichtraucher. Die Rauchprävalenz be-

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trägt 0,1% tägliche und 1,3% gelegentliche Selektionsproblemen bei der Datenerhe- beste Freund oder viele der Freunde rau-
Raucher. Die Nichtraucher lassen sich in bung ausgeschlossen werden. chen würden, unter den Probierern grö-
zwei große Gruppen aufteilen. Mehr als Die Gruppe der Schüler der Jahrgangs- ßer ist als unter den Nierauchern. Über
80% der Schüler geben an, noch nie das stufe 5 besteht nahezu ausschließlich aus die Kausalität dieses Zusammenhangs
Zigarettenrauchen probiert zu haben. Bei Nichtrauchern und zu einem überwie- können jedoch nur längsschnittliche Da-
den Mädchen sind es 11% mehr als bei genden Teil aus Nierauchern. Dies un- ten Auskunft geben. Unsere Daten erlau-
den Jungen. Die genauen Prozentanga- terstreicht die Notwendigkeit präventiver ben keine Aussagen, ob die Fünftklässler,
ben sind in . Tab. 1 getrennt für Jungen Maßnahmen mit dem Ziel Probieren und die bereits probiert haben und angeben,
und Mädchen zusammengefasst. Der Un- Einstieg in das Rauchen zu verhindern dass ihr Freundeskreis aus Rauchern be-
terschied zwischen Jungen und Mädchen, oder mindestens zu verzögern. Insofern stehe, diesen Freundeskreis neu erschlos-
die angeben Nichtraucher zu sein, ist be- unterstützt diese Untersuchung die bun- sen haben, weil sie jetzt rauchen, oder, ob
züglich des Probierstatus statistisch signi- desweiten Erhebungen, nach denen das sie aufgrund der Zugehörigkeit zu diesem
fikant (χ2=16,519, df=1, p<0,001). Eine sta- regelmäßige Rauchen mit ca. 14 Jahren Freundeskreis zu Rauchern geworden
tistische Auswertung bezüglich der Rau- beginnt, nachdem ein Jahr gelegentlichen sind. Dieser Einschränkung der vorge-
cher ist aufgrund der geringen Fallzahlen Rauchens vorausgegangen ist. Demnach legten Daten folgt noch eine weitere, näm-
nicht adäquat/durchführbar. also anzunehmen ist, dass für die Grup- lich dass die Angaben zum Rauchverhal-
Aufgrund der geringen Anzahl an pe der 10- bis 12-Jährigen das regelmäßige ten per Fragebogen erhoben wurden und
Schülern, die angeben Raucher zu sein, Rauchen ein Randphänomen darstellt. In nur subjektive Einschätzungen sind ohne
werden für weitergehende Analysen zwei der KiGGS-Studie wird die Rauchpräva- die Möglichkeit externer Validierung. Es
Gruppen gebildet: eine Gruppe der Nie- lenz der 11-jährigen Jungen mit 1,0% bzw. ist nicht klar, ob die Angabe schon einmal
raucher und eine Gruppe der Probierer. die der Mädchen mit 0,2% angegeben. In- das Zigarettenrauchen probiert zu haben
Je nach untersuchter Variable werden die wieweit die Gruppe der Probierer unter mit der Realität übereinstimmt. Vielleicht
Gelegenheitsraucher und auch die täglich den untersuchten Fünftklässlern eine Ri- sehen es gerade Jungen als eine von ih-
Rauchenden der Gruppe der Probier­er sikogruppe für den Einstieg in den regel- nen erwartete Handlung an, das Rauchen
hinzugefügt. Statistische Analysen haben mäßigen Konsum ist und inwieweit die bereits einmal probiert zu haben. Oder
wir auf Vergleiche der einzelnen Angaben erhobenen motivationalen Variablen den sie sehen das Rauchen als etwas Mutiges
zwischen Jungen und Mädchen und zwi- natürlichen Verlauf des Rauchverhaltens oder vielleicht Verbotenes, welches ihrem
schen Nierauchern und Probierern be- über die Zeit beschreiben und vorher- Image förderlich sei.
schränkt. sagen können, müssen längsschnittliche Weiterhin ist unklar, ob die Wahrneh-
Es zeigen sich signifikante Geschlech- Untersuchungen zeigen. mung des Rauchverhaltens im sozialen
terunterschiede in der Motivation Nicht- Die Gruppe der Probierraucher un- Umfeld der Realität entspricht und/oder
raucher zu bleiben und in der Beantwor- terscheidet sich auch in anderen Variab- vielleicht viel zu stark vereinfacht wird.
tung der Frage, wie viele der Freunde rau- len als dem reinen Rauchstatus von der Es ist unklar, ob sich z. B. die Antwort „ja,
chen (. Tab. 2). Die Unterschiede zwi- Gruppe der Nieraucher. Zum einen zeigt mein bester Freund raucht“ auf einen täg-
schen den Nierauchern und den Probie- sich, dass in der Jahrgangstufe 5 die Jun- lich Zigaretten konsumierenden Freund
rern sind signifikant in nahezu allen er- gen den Hauptanteil an Jugendlichen stel- bezieht, oder ob damit vielleicht auch
hobenen Variablen. Nieraucher zeigen ei- len, die bereits einmal das Zigarettenrau- schon gemeint ist, dass der beste Freund
ne signifikant niedrigere Motivation mit chen probiert haben. Dies spricht für eine Zigaretten probiert.
dem Rauchen anzufangen, sind sich si- geschlechtsspezifische Herangehensweise Generell zeigen sich jedoch statistische
cher, am Ende des Schuljahres immer präventiver Maßnahmen. Im Schulsetting Unterschiede in der Beantwortung der
noch Nichtraucher zu sein, haben weni- gestaltet sich dies häufig als sehr schwie- Fragen, die vorherige Untersuchungen be-
ger beste Freunde/Freundinnen, die rau- rig. Aber darüber hinaus gehend müs- stätigen. Inwieweit diese Angaben valide
chen, haben weniger Raucher im Freun- sen Konzepte und Interventionen geför- sind, kann nicht beantwortet werden. Es
deskreis und zu Hause und spüren eine dert werden, die in zum Teil geschlechts- bleibt jedoch abzuwarten, ob sie in einem
geringere situative Versuchung, rauchen spezifischen Settings (z. B. Sportvereinen) längsschnittlichen Verlauf trotz ihrer Un-
zu müssen. durchgeführt werden. Tiefergehende Un- schärfe dazu dienen können, Risikogrup-
tersuchungen müssen herausfinden, aus pen zu identifizieren, wie sie dies bereits
Diskussion welchen Gründen Jungen dazu neigen, in vorherigen Studien getan haben.
das Rauchen zu probieren. Dies kann un-
Mit dieser Studie liegen zum ersten Mal sere Studie nicht erreichen. Fazit für die Praxis
Daten über das Rauchverhalten von Es besteht ein Zusammenhang zwi-
Fünftklässlern einer gesamten Region in schen dem sozialen Umfeld und dem Das Ziel substanzspezifischer Maßnah-
Deutschland vor. Die Ergebnisse spiegeln Rauchverhalten. Bereits bei den Fünft­ men bei Fünftklässlern ist das Hinauszö-
Erkenntnisse und Schlussfolgerungen an- klässlern wird offensichtlich, dass der gern des Probierens und das Verhindern
derer Studien wider und durch die Voll- Anteil derer, die angeben zu Hause wür- des regelmäßigen Rauchens.
ständigkeit der erfassten Schüler können de geraucht oder die angeben, dass der

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Fachnachrichten

Geschlechterunterschiede im Rauchver- 10. Hanewinkel R, Asshauer M (2004) Fifteen-month Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch
follow-up results of a school-based life-skills ap-
halten legen Präventionsmaßnahmen proach to smoking prevention. Health Educ Res fettreiche Ernährung
z. B. außerhalb des Schulsettings nahe. 19:125–137
Der Zusammenhang zwischen einem 11. Hanewinkel R, Wiborg G, Abdennbi K et al (2007) Die Entstehung von Brustkrebs wird unter
European smokefree class competition: a measu-
rauchendem Umfeld und dem eigenen re to decrease smoking in youth. J Epidemiol Com- anderem maßgeblich durch die Ernäh-
Rauchverhalten konnte bestätigt wer- munity Health 61:750–751 rung beeinflusst. Dabei gilt insbesondere
den, wobei längsschnittliche Studien 12. Karp I, O’Loughlin J, Paradis G et al (2005) Smo- eine fettreiche Ernährung als Risikofaktor.
king trajectories of adolescent novice smokers in a
notwendig sind, um zu klären, in welcher longitudinal study of tobacco use. Ann Epidemiol Forscher untersuchten nun Ratten, die
Richtung dieser Zusammenhang besteht. 15:445–452 in verschiedenen Stadien ihres Lebens
Es ist unklar, wie valide die subjektiven 13. Kremers SP, Mudde AN, De VH (2001) Subtypes wi- fettreiches Futter erhielten. Ein signifikant
thin the precontemplation stage of adolescent
Angaben zum Rauchverhalten einer Per- smoking acquisition. Addict Behav 26:237–251 erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigten die Tiere,
son oder ihrem Umfeld sind. 14. Lampert T, Thamm M (2007) Tabak-, Alkohol- und die in den ersten 230 Tage nach der Geburt
Drogenkonsum von Jugendlichen in Deutschland. und ungeboren, also über die Ernährung
Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheits-
Korrespondenzadresse surveys (KiGGS). Bundesgesundheitsblatt Gesund- der Mutter, der fettreichen Ernährung
Dr. J.R. Thyrian heitsforschung Gesundheitsschutz 50:600–608 ausgesetzt waren. Interessanterweise hat-
Abteilung Versorgungsepide- 15. Pallonen UE, Prochaska JO, Velicer WF et al (1998) ten die Ratten, die nur im Muttertier der
miologie u. Community Health, Stages of acquisition and cessation for adolescent
smoking: an empirical integration. Addict Behav fettreichen Ernährung ausgesetzt waren,
Institut für Community
Medicine, Ernst-Moritz-Arndt-
23:303–324 ein höheres Brustkrebsrisiko als Tiere, die
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Interessenskonflikt.  Der korrespondierende Autor
gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. 18. Statistisches Landesamt Mecklenburg-Vorpom- gleiche Brustkrebsrisiko wie Tiere, die 230
mern (2006) Tabelle 173-32-4 Bevölkerungsstand: Tage, also zehn Mal so lange, fettreich
Durchschnittliche Jahresbevölkerung nach Ge-
schlecht – Jahresdurchschnitt – regionale Tiefe: ernährt wurden. Daraus leiten die Wissen-
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lenburg-Vorpommern, Schwerin, http://www.regi- punkt einer falschen Ernährung darüber
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264 |  Prävention und Gesundheitsförderung 4 · 2009