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4. Vorlesung

Einführung in die Wirtschaftspsychologie

Thema: Klassische und operante Konditionierung

Prof. Dr. Rainer Höger

Gliederung

Klassische Konditionierung

Reizgeneralisierung

Reizdiskrimination

Operante Konditionierung

Verstärkung und Bestrafung

Stimuluskontrolle

Klassische Konditionierung nach Ivan Pavlov

Klassische Konditionierung nach Ivan Pavlov 3

Klassische Konditionierung: Versuchsanordnung

Klassische Konditionierung: Versuchsanordnung 4

Klassische Konditionierung: Versuchsablauf

Klassische Konditionierung: Versuchsablauf 5

Klassische Konditionierung: Begriffe

UCS = unkonditionierter Stimulus (z.B.Futter)

UCR = unkonditionierte Reaktion (z.B. Speichel-

fluss)

CS = konditionierter Stimulus (z.B. Ton)

CR = konditionierte Reaktion (z.B. Speichel-

fluss)

Kontiguitätsprinzip: Gleichzeitige Darbietung von UCS und CS

Klassische Konditionierung: Reizgeneralisierung

Klassische Konditionierung mit einem

Ton definierter Tonhöhe als CS

UCS = leichter elektr. Schlag

UCR = Galvanic Skin Response (GSR)

Variation der Tonhöhe des CS in der Testphase

Beobachtung der Intensität der CR

Klassische Konditionierung: Reizgeneralisierung

Klassische Konditionierung: Reizgeneralisierung 8

8

Klassische Konditionierung: Reizdiskrimination

2 Töne: CS1 = 700 Hz

CS2 = 3500 Hz

UCS = leichter elektr. Schlag UCR = Galvanic Skin Response (GSR)

Kopplung von UCS und CS1 Löschung von UCS und CS2

Beobachtung der Intensität der CR

Klassische Konditionierung: Reizdiskrimination

Klassische Konditionierung: Reizdiskrimination 10

10

Operante Konditionierung: Skinnerbox

Operante Konditionierung: Skinnerbox 11
Operante Konditionierung: Skinnerbox 11

11

Operante Konditionierung: Versuchsanordnung

Operante Konditionierung: Versuchsanordnung 12

Operante Konditionierung: Versuchsergebnis

Operante Konditionierung: Versuchsergebnis 13

13

Operante Konditionierung: Prinzipien & Definition

Verknüpfung eines Verhaltens mit einer

Konsequenz

Einführung des Verstärkungsbegriffs

Verstärker = Reiz der die Auftretens- wahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöht

positive Verstärkung = Belohnung

negative Verstärkung = Wegnahme eines aversiven Reizes

Operante Konditionierung: Prinzipien & Definition

positiver

positiver

Darbietung

Entzug oder

Beendigung

Positive

Bestrafung d.

Verstärkung

Verstärker-

entzug

Reiz

Reiz

Bestrafung d. Verstärkung Verstärker- entzug Reiz Negativer Reiz Bestrafung d. aversiven Reiz
Bestrafung d. Verstärkung Verstärker- entzug Reiz Negativer Reiz Bestrafung d. aversiven Reiz

Negativer

Reiz

Bestrafung

d. aversiven

Reiz

Negative

Verstärkung

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle

Versuch zur Reizdiskrimination

Stimuli: zwei unterschiedlich farbige Scheiben (z.B. rot und grün)

Taube soll lernen, nur auf rote Scheibe

zu picken

Picken auf rote Scheibe wird durch Futter verstärkt, Picken auf grüne Scheibe wird nicht verstärkt

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle 17

17

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle Versuch zum Erwerb des Symmetriekonzepts (Delius, 1986) 1 8

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle

Versuch von Delius (1986)

Operante Konditionierung: Stimuluskontrolle Versuch von Delius (1986) 19

Operante Konditionierung: Anwendung

Operante Konditionierung: Anwendung 3 Tauben (vorne, links, rechts) in Plexiglasbox, picken auf Scheibe, wenn sie

3 Tauben (vorne, links, rechts) in Plexiglasbox, picken auf

Scheibe, wenn sie orangefarbene Schwimmwesten sehen

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Zusammenfassung

Klassische Konditionierung: Auslösung von ange-

borenen Reaktionen durch neutrale Reize

Kontiguitätsprinzip

Operante Konditionierung: Erhöhung der Wahr-

scheinlichkeit eines Verhaltens durch positive oder

negative Verstärkung

Verhaltenswahrscheinlichkeit wird durch Ausbleiben der Verstärkung gelöscht bzw. durch Bestrafung

reduziert

Verhalten kann durch Verstärkung an einen

diskriminativen Reiz gekoppelt werden