Sie sind auf Seite 1von 47

EIN VOLLES HEIL

Josef Kausemann

1
2
Ein
volles
Heil

Ein volles Heil für jeden Schaden,


für jedes Herz ein volles Heil.
Schöpf‘ aus dem reichen Born der Gnaden
dein zugesagtes volles Teil.

Auflage 500.000

Titelzeichnung, Hannelore Noss-Heukelbach

KAHEWI- Druck

Missionswerk Werner Heukelbach, 5275 Bergneustadt 2, Deutschland


3
4
Zum Geleit

Diese Broschüre möchte einen Beitrag leisten, um den Lesern das


vollkommene Heil in Christus Jesus, dem großen Erlöser, dem Gottes-
und Menschensohn, vorzustellen. Es gibt so viele, die noch ruhe-, fried-
und freudlos ihr Dasein führen. Wenn einigen durch das Lesen dieser
Schrift das innere Auge aufgetan wird, dann hat sich die Mühe gelohnt.
Es geht einzig und allein um Frucht für den großen Bahnbrecher unse-
rer Seligkeit.
Weiter möchten diese Zeilen eine Hilfe für die Ängstlichen sein, die
meinen, man könnte hier auf Erden keine Heilsgewißheit besitzen. Sie
zum Ruhen in dem vollkommenen Opfer Jesu zu führen, und ihr Ver-
trauen völlig auf die Aussprüche Gottes zu setzen, ist weiter die Ab-
sicht dieser Ausführungen.
Als letztes sollen auch die Kinder Gottes aktiviert werden, in der prak-
tischen Heiligung zu leben. So viele haben die Freude im Heiligen Geiste
verloren. Sünde ist in ihr Leben eingedrungen, die Reinigung im Be-
kenntnis der Schuld hat aufgehört und dadurch kann kein Siegesleben
in der Kraft des Heiligen Geistes geführt werden. Gerade auch solche
zu einem neuen Anfang zu bewegen, damit Friede und Freude im Hei-
ligen Geiste ihr täglicher Genuß wird, hat den Schreiber bewogen. Möge
der Herr diese Schrift mit Seinem Segen begleiten.

Josef Kausemann

5
Fruchtbare Besinnung

,,Ohne Rast eilt die Uhr, eine Stunde oft nur zeigt die Freude des
Lebens sich hold!“ So klagt der Mensch, der mit Schrecken die Flüch-
tigkeit des Lebens wahrnimmt. Er will ja genießen, und er erhofft im
irdischen Glück den Sinn des Lebens zu finden. Doch an Stelle der
erhofften Freude und der inneren Befriedigung zwingt sich ihm die
schmerzliche Tatsache auf, daß die innere Leere bleibt. Das Stunden-
glas läßt sich jedoch in seinem Lauf nicht aufhalten. Was gewesen, ist
dahin. Das Rad der Zeit läßt sich nicht zurückdrehen. Man mag über
Zeit und Ewigkeit Diskussionen anstellen oder Erklärungen suchen,
das alles ändert aber nichts an der Tatsache, daß der Zeiger an der Welt-
uhr unaufhaltsam weiterrückt. Das Los des Menschen ist vom Schatten
des Todes verdunkelt. Alle, ohne Ausnahme, schreiten wir unaufhaltsam
der Ewigkeit entgegen. Ob uns das gefällt oder nicht, wir müssen täg-
lich mit diesem Gedanken leben. Nichts ist uns sicherer als der Tod. Es
vergeht nicht eine Sekunde, in der nicht zwei oder drei Menschen das
Tor der Ewigkeit durchschreiten müssen.
Besonders unsere atemberaubende Zeit der Technik Und Moto-
risierung fordert täglich ihre Opfer. Leider haben wir uns an die Nach-
richten über die schrecklichen Verkehrsunfälle schon gewöhnt. Wer
empfindet noch etwas beim Hören und Lesen von solchen Katastro-
phen, die Menschen hinrafften, die morgens gesund ihr Heim verlie-
ßen und nie mehr zurückkehrten? Wie ist doch die Inschrift auf einem
alten Grabstein heute noch so aktuell: ,,Aus der Zeit, in die Ewigkeit,
ist nicht weit. Um neun Uhr ging ich fort, um zehn Uhr war ich dort!“
Da unsere Reise der langen, langen Ewigkeit zugeht, sollten diese Worte
uns allen eine Mahnung sein.
Die Frage, was Ewigkeit ist, beantworten zu wollen, ist unnütz. Kei-
ner wird die Antwort finden. Aber aus der Frage, wo ich die Ewigkeit
zubringen werde, die Entscheidung für den Ewigen reifen zu lassen,
sollte unsere höchste Aufgabe sein. Nun wäre es eine große Torheit,
dem ernsten Gedanken an die Ewigkeit ausweichen zu wollen. Das
wäre schrecklicher Selbstbetrug. Vielmehr sollte der Ernst uns veran-
lassen, dem Unausweichbaren Ausdruck zu geben mit den Worten der
Bibel: 0 Gott, wir sind Fremdlinge vor dir und Beisassen, wie alle
unsere Väter; wie ein Schatten sind unsere Tage auf Erden, und kei-
6
ne Hoffnung ist da, hienieden zu bleiben (1. Chronika 29,5). - Und
weiter sollten wir beten: Tue mir kund, Herr, mein Ende, und das
Maß meiner Tage, welches es ist, daß ich wisse, wie vergänglich ich
bin! Siehe, Handbreiten gleich hast du meine Tage gemacht, und
meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir; ja, eitel Hauch ist jeder
Mensch, dar dasteht. Ja, als ein Schattenbild wandelt der Mensch
einher; ja, vergebens ist er voll Unruhe; er häuft auf und weiß nicht,
wer es einsammeln wird. Und nun, auf was harre ich, Herr? Meine
Hoffnung ist auf dich! (Psalm 39).-

Selige Geborgenheit - oder Gericht

Für alle, die nämlich ihre Hoffnung einzig und allein auf ihren Erlö-
ser setzen, sind die Grauen des Todes gewichen. Gott sei Dank, daß die
Zahl derer nicht gering ist. Ihre Hoffnung gründet sich auf den Tod und
die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. Sie erfreuen sich im Glau-
ben der Vergebung ihrer Sünden. Das kostbare Blut ihres Retters hat
sie frei gemacht von Schuld und Sünde. Ausgesöhnt mit einem dreimal
heiligen Gott besitzen sie die Gotteskindschaft. Sie ist ihr unverlierba-
res Teil. Gott selbst hat sie gerechtfertigt durch Seine Gnade, damit sie
Erben würden nach der Hoffnung des ewigen Lebens. Somit sind sie
Erben Gottes und Miterben Jesu Christi und rühmen sich der Herrlich-
keit Gottes. Diese Erlösten haben den Sinn des Lebens gefunden. Die
ewige Geborgenheit in Gott befreit aber nicht nur von Todesfurcht, son-
dern führt, wie wir schon aufzeigten, zu einer nicht zu überbietenden
Sicherheit für Zeit und Ewigkeit. Sie haben den Gedanken an Tod und
Gericht recht genutzt und dürfen in tiefer Dankbarkeit mit dem Dichter
sagen: ,,Ich bin ja geborgen in Jesu, das machet mein Herze so froh !“
Fritz Reuter, dessen Werke nicht immer frei von Spott waren, scheint
auch zu diesem Erlebnis unter dem Kreuze gekommen zu sein. Er ver-
anlaßte nämlich, daß auf seinem Grabstein der Vers niedergeschrieben
wurde: ,,Anfang und Ende, Herr, die sind Dein. Die Spanne dazwi-
schen, die war mein; und irrt ich im Dunkeln und fand mich nicht aus,
bei Dir, Herr, ist Klarheit und Licht ist Dein Haus!“
Wer aber bezeugen kann, daß Klarheit und Licht ihm zuteil geworden
sind, der muß notwendig sich selbst in diesem Lichte erkannt haben.
7
Die Folge davon aber ist, daß man sich als ein verlorener, verdammungs-
würdiger Sünder sieht, der Gnade und Vergebung benötigt. Diese ist
aber nur unter dem Kreuze Jesu zu finden. Hier ist der einzige Ort, wo
der Sünder mit Gott zusammentreffen kann. Am Kreuze auf Golgatha
hat sich nämlich unser Stellvertreter von Gott richten lassen. Unsere
Sünden warf Er auf das heilige Opferlamm, und Gott strafte ihn, als
hätte Er die Sünden selbst verübt. Restlos goß der Richter Seinen Zorn
über die Sünde aus, und der Herr Jesus hing an unserer Stelle drei Stun-
den lang unter dem Fluch Gottes. Nur zu gut ist deshalb Sein Schrei:
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? zu verstehen.
Jeder, der nun an ihn glaubt, hat Vergebung der Sünden in Seinem Na-
men. Und in Johannes 3, 36 lesen wir:
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne
nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes
bleibt auf ihm. Unter dem Kreuze Jesu fällt die Entscheidung für Zeit
und Ewigkeit. Hier gibt es ein Entweder-Oder! Wer glaubt, der hat; wer
nicht glaubt, geht verloren. Jeder von uns sollte seine Lage überprüfen
und die Chance des Lebens recht nutzen. Die Gnadenzeit ist nämlich
beschränkt. Wo wird nun deine Reise enden? Wo wirst du die Ewigkeit
zubringen?

Lippenbekenner

Leider gibt es viele Menschen, die sich mit einer christlichen Form
begnügen. Sie sind der Meinung, die Zugehörigkeit zu einer Religion
müßte ausreichen. Von diesen Lippenbekennern sagt der Herr Jesus:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt
von mir (Matthäus 15, 8). - Welch einem Selbstbetrug fallen diese
Menschen doch zum Opfer. In der größten Sorglosigkeit leben sie in
ihrem Sonntagschristentum dahin. Sie können beides, Gott und auch
den Vergnügen der Welt dienen. Ihre Gleichgültigkeit wiegt sie in eine
gefährliche Ruhe. Auch der Gedanke: Es wird schon alles gut gehen,
ist ein falscher Trugschluß. Nicht das bloße Wissen um die biblischen
Lehren, auch nicht die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft,
bringen mir die Seligkeit. Wer in den Himmel kommen will, muß das
ewige Leben haben. Ob ich es habe, stellt sich aber
8
nicht erst an der Himmelspforte heraus, sondern hier auf Erden muß
ich die absolute Gewißheit des ewigen Lebens haben. Das ewige Le-
ben ist keine Sache, die ich mir aneignen, oder im Religionsunterricht
erlernen kann, noch kann ich dasselbe von meinen Eltern ererben. Das
ewige Leben ist eine Person, die persönlich Wohnung in mir machen
muß durch den Heiligen Geist. Darum heißt es im Worte Gottes: Wer
den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das
Leben nicht (1. Johannes 5, 12). - Wie klar und unzweideutig sind
diese Aussprüche. Sie lassen für ein Formchristentum keinen Raum.
Im Grunde genommen wollen die Namenchristen auch gar keine Aus-
einandersetzung über Gott und die Ewigkeit führen. Es ist ihnen sehr
unangenehm mit diesen Fragen belästigt zu werden. Wie tragisch ist
solch eine Einstellung. Die ganze Ewigkeit steht hier auf dem Spiel.
Wie sollten doch alle das Wort Jesu bedenken: Nicht jeder, der zu mir
sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern
wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist (Matthäus
7, 21). - Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den
Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe (Johannes 6, 40).-
Ohne die Aussöhnung durch das Opfer Jesu am Kreuze gibt es keine
Vergebung. Ohne Vergebung gibt es keine Annahme bei Gott, sondern
nur das furchtvolle Erwarten des Gerichts, welches die Widersacher
verschlingen wird. Das aber bedeutet ewige Verdammnis.

Die lange Bank

In einer sehr großen Gefahr leben darum auch solche Menschen, die
das Evangelium gehört haben, und überzeugt sind, daß sie einen Retter
und Erlöser haben müssen, aber die Umkehr auf eine spätere Zeit ver-
schieben. Sie haben - wie der Volksmund sagt - die Entscheidung auf
die lange Bank geschoben. Der Teufel beruhigt sie und flüstert: Du
hast noch lange Zeit; bekehren kannst du dich immer noch. Mach dir
nur erst etwas aus dem Leben. Sterben wirst du ja noch lange nicht.
Warte mal ab, bis du siebzig oder achtzig Jahre alt bist, dann ist das
immer noch früh genug. - Doch ein Sprichwort sagt zu Recht:
Der Weg ,,Später einmal“ führt zu der Stadt ,,Niemals“!
Der Landpfleger Felix gehörte auch zu den Unentschiedenen. Er
9
interessierte sich für das Evangelium. Mehrmals ließ er den gefangenen
Paulus rufen und hörte ihm zu, wenn er über den Glauben an Jesus
Christus sprach. Sobald Paulus über die Gerechtigkeit und Enthaltsam-
keit und das kommende Gericht redete, wurde der Mann mit Furcht
erfüllt und sprach: Für jetzt gehe hin; wenn ich aber gelegene Zeit
habe, werde ich dich rufen lassen (Apostelgeschichte 24, 25). - Diese
gelegene Zeit ist wohl nie gekommen. Der Unglückliche hat den Tag
seiner Heimsuchung nicht erkannt. Doch wie viele Menschen gleichen
diesem Manne. Sobald es um die Entscheidung für den Herrn Jesus
geht, suchen sie Auswege und versuchen sich zu tarnen. Völlig mit
allem brechen und sich auf die Seite Jesu stellen, nein, jetzt noch nicht,
vielleicht später. Doch aufgeschoben ist meistens aufgehoben.

Gewagtes Spiel
Mancher lebt mit einem gläubigen Partner zusammen. Er weiß, täg-
lich wird für mich gebetet. Meine Frau - oder mein Mann -bangt um
mein Seelenheil. Ein anderer ist in einem gläubigen Elternhaus groß
geworden. Mit ihm hat die Mutter schon gebetet und ihm auf ihrem
Schoße von der Liebe Jesu erzählt. Der eine wurde am Sterbebett, der
andere in einer Evangelisation gemahnt. Keiner von ihnen hat eine
Entschuldigung. Sie stehen unter großer Verantwortung. Leichtfertig
schieben sie die Entscheidung vor sich her. Sie tun, als hätten sie selbst
über die Gnadenfrist zu entscheiden. Und doch sagt die Bibel so ernst:
Heute, wenn du seine Stimme hörst, verhärte dein Herz nichtl Jetzt
ist die wohlangenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils
(2. Korinther 6, 2). - Heute bekehre dich! Morgen kann es für immer
zu spät sein. Möge sich nur keiner der trügerischen Hoffnung hinge-
ben, im Alter oder auf dem Sterbebett wäre das immer noch früh ge-
nug. Dies wäre ein frivoles Spiel mit Gottes Langmut und Geduld. Die
Schächergnade ist eine Seltenheit, und die Sterbebettbekehrung eine
Ausnahme.
Ein lieber Freund von mir lag im Sterben. Als seine körperliche Not
groß wurde und er nach Luft rang, sagte er zu seinen Kindern: ,,Kinder,
wenn ich jetzt nicht ein Eigentum Jesu wäre, könnte ich die Entschei-
dung nicht mehr treffen und ging ewig verloren.“ Dazu war die physi-
sche Kraft nicht mehr vorhanden.
10
Darum sollte sich jeder erneut von Gott gerufen wissen. Es geht um
die Buße über die große Schuld des Lebens. Buße heißt, den Sinn än-
dern. Alle Vorurteile müssen fallen. Das Licht Gottes muß in mein fin-
steres Herz kommen. Nur in dem göttlichen Licht kann ich mein Versa-
gens meine Sünde und Schuld erkennen. Ich sehe mich in meiner Ge-
bundenheit einem heiligen Gott gegenüber. Hier bricht dann die große
Not auf: Wie komme ich durch Tod und Gericht? Wo finde ich einen
gnädigen Gott? Darum führt diese gottgemäße Buße unter das Kreuz.
Hier ist der Ort des Zusammentreffens. Buße und Glauben gehören
zusammen. Der Glaube nimmt nämlich den einzigen Ausweg aus aller
Not an und läßt sich von Gott mit der Vergebung und dem ewigen Le-
ben beschenken. Alles kann aber nur um Christi willen geschehen, weil
Er der große Mittler ist zwischen Gott und Mensch.

Auch ein Trugschluß

Wieder andere versuchen mit religiösen Motiven die persönliche


Entscheidung zu umgehen. Sie führen ein sittlich moralisches Leben,
besuchen fleißig die Gottesdienste, nehmen regen Anteil an den sozia-
len Einrichtungen, ja, sie sind sehr aktiv in ihren guten Werken. Diese
menschliche Frömmigkeit werfen sie in die Waagschale und wähnen
sich bei Gott in der besten Gunst und sind sich Seiner Anerkennung
sicher. Man glaubt, die schlechten Taten mit den guten aufwiegen zu
können. Nie will ihnen in den Sinn kommen, daß sie rettungslos verlo-
ren gehen. Woher kommt nun solche Einstellung? Sie kennen Gottes
Wort nicht, darum halten sie so große Stücke auf sich. Wer nämlich das
Urteil Gottes aus Römer 3 anerkennt, der ist gerne bereit, seinen tota-
len Bankrott einzugestehen. Schon die wenigen Verse 10 bis 19 genü-
gen, um jedem Aufrichtigen seine ganze Verlorenheit zu zeigen. Sie
offenbaren den furchtbaren Zustand, in den wir hineingeboren sind.
Hier stehen wir alle, ohne Ausnahme, auf demselben Boden. Die Sün-
de haben wir geerbt und darum das schwerwiegende Urteil: Da ist kein
Gerechter,auch nicht einer; da ist keiner, der verständig sei, da ist
keiner, der Gott suche. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt un-
tauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht
einer. Dieses Urteil Gottes endet dann mit dem Ausspruch: ... jeder
11
Mund wird verstopft werden, und die ganze Welt verfällt dem Gericht
Gottes. -
Würde die Bibel mit dieser Feststellung schließen, dann gäbe es für
uns Menschen keinen Lichtschimmer mehr. Alle ständen wir dann in
der Erwartung des Zorngerichts Gottes. Darum sei IHM ewig Lob und
Dank, daß gerade in diese hoffnungslose Lage das herrliche Evangeli-
um hineinleuchtet. Die Freudenbotschaft unseres Gottes kommt in den
Worten zum Ausdruck: ... und werden umsonst gerechtfertigt durch
seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist; welchen
Gott dargestellt hat zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an
sein Blut (Römer 3, 25).- Golgatha ist der Ort, wo der Gnadenstuhl
aufgerichtet ist. Unter dem Kreuze erfolgt die Begegnung des schuldi-
gen Sünders mit Gott. Hier erwartet Er, daß der Mensch einsieht, wie
schwer seine Verschuldungen sind, und daß zu ihrer Tilgung ein solch
schweres Opfer gebracht werden mußte. Diese Einsicht nennt die
Bibel: Buße, und wie wir schon vorher sagten, ist mit ihr der Glaube
verbunden; denn es ist wohl kaum vorstellbar, daß jemand sein verlo-
renes Leben erkennt, das Angebot der völligen Erlösung wahrnimmt
und sich dennoch abwendet und zu dem Liebesangebot Gottes ,,nein“
sagt. Der Glaube läßt sich dankbar beschenken. Er ist die Hand, die
sich ausstreckt, nimmt und dankt.
Nun ist deutlich erwiesen, daß kein Mensch imstande ist, zu dieser
Erlösung auch nur das geringste beizutragen. Die Beteiligung an den
sozialen Einrichtungen der Welt - die sehr lobenswert sind - können
aber nicht eine einzige Notlüge tilgen oder beseitigen. Darum blieb
Gott keine Wahl. Sollten wir aus dem schrecklichen Zustand der Sünde
erlöst werden, dann mußte der Herr Jesus, der Sohn Gottes, für uns
sterben und auferstehen.

Ändere deine Einstellung


Würden sich die vielen Namenchristen eine Vorstellung von der Hei-
ligkeit und Gerechtigkeit Gottes machen, in dessen Augen die Himmel
nicht rein sind, wie schnell wären sie von ihrer Selbstgerechtigkeit über-
führt. Ein heiliges Erschrecken würde sie bei dem Wort überfallen:
Wir sind allesamt dem Unreinen gleich geworden, und alle unsere
Gerechtigkeiten gleichen einem unflätigen Kleide (Jesaja 64,6). -
12
Viele gehören zu den törichten Jungfrauen, die der Herr Jesus in dem
Gleichnis in Matthäus 25 uns zur Warnung vorstellt. Zu spät erkennen
sie, daß beim Kommen des Bräutigams ihre Lampen erlöschen. Zu spät
aber auch wird ihnen bewußt, daß sie kein Öl in ihren Gefäßen haben.
Jetzt, wo es auf die brennende Lampe ankommt, um mit zur Hochzeit
gehen zu können, fehlt das Öl! Welch eine Tragik! Das Öl ist in der
Bibel stets ein Hinweis auf den Heiligen Geist. Ohne ihn gibt es kein
göttliches Leben, kein Licht und keine Wärme. Er ist Gott! Er nimmt
persönlich Wohnung in dem Herzen dessen, der durch Buße und Glau-
ben das Heil angenommen hat; denn erst durch diese Innewohnung des
Heiligen Geistes empfängt die Seele Frieden und Freude, ja völlige
Gewißheit. Doch darüber später noch Näheres.
Jenen törichten Jungfrauen, die den Tag des Heils verschlafen haben,
tönt das ernste Wort entgegen: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne
euch nicht. - Sie meinten, alles zu besitzen, glaubten, das christliche
Bekenntnis würde genügen und nun, nun ist es zu spät. Der Name nützt
nichts, es geht ums Leben, und zwar um das ewige Leben. Allen Säu-
migen ruft der Herr noch einmal zu: Ich weiß, daß du den Namen
hast, daß du lebest, und bist tot (Offenbarung 3, 2). - ... und weißt
nicht, daß du der Elende und der Jämmerliche und arm und blind
und bloß bist. Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, geläutert im Feu-
er, auf daß du reich werdest; und weiße Kleider, auf daß du bekleidet
werdest, und Augensalbe, deine Augen zu salben, auf daß du sehen
mögest (Offenbarung 3, 17 und 18).-

Welch liebliche Bildersprache. Wie will der Herr doch allen das Heil,
die Erlösung und den damit verbundenen himmlischen Reichtum, so
begehrenswert machen. Die göttliche Gerechtigkeit, die Er am Kreuze
erworben hat - die aber auch jeder besitzen muß, der vor Gott bestehen.
will - möchte Er so gerne jedem schenken. Im Gericht über die Sünde
nahm Er, als das Gotteslamm, unseren Platz ein. Er wurde zu dem ge-
macht, was wir sind: Sünde, damit wir werden, was Er ist: Gottes
Gerechtigkeit. Also nicht die Religion rettet, noch alle menschlich erfun-
denen Heilmittel, sondern einzig und allein der Heilsmittler, Jesus Chri-
stus. Man kann sich nämlich ,,Christ“ nennen, ohne Christus zu besit-
zen. Solche möchten wir bitten, doch nicht auf diesem selbstgewählten
Wege weiterzugehen. Er endet nämlich in ewiger Nacht. Alle Christen
13
ohne Christus gehen ewig verloren. Sie müssen dem Retter als Richter
begegnen.

Gefährliches Treiben

Für das Gros der Menschen bedeutet die unendliche Liebe Jesu über-
haupt nichts. Gleichgültig gehen sie in ihrer gefaßten Meinung an dem
Kreuzesgeschehen vorbei, ohne sich Rechenschaft über dessen Sinn
zu geben. Den Weltklugen, den Gebildeten ist der Gekreuzigte eine
vernunftwidrige Torheit, den Frommen ein lästiges Ärgernis und den
Gleichgültigen bedeutet der Name JESUS überhaupt nichts. In ihrer
Vermessenheit versteigen sich sogar manche bis zur öffenen Feindschaft.
Sie wollen in ihrem sündigen Treiben weder gehindert, noch gemahnt
oder gestört werden. Jeder Gedanke an Gott und an die Ewigkeit wird
unterdrückt, und jeden Hinweis auf das kommende Gericht versucht
man ins Lächerliche zu ziehen. Das Diesseits ist ihr Himmel. Sie scheuen
sich auch nicht, Gott öffentlich zu lästern Doch die Bibel sagt: Für die
Spötter sind Gerichte bereitet. -In Galater 6, 7 lesen wir: Irret euch
nicht; Gott läßt sich nicht spotten! Was irgend der Mensch sät, das
wird er auch ernten. -Die gemeinsten Spötter sind meistens die größ-
ten Feiglinge. Die Zivilcourage, die sie vortäuschen, ist Angeberei.
Hinter ihren großspurigen Reden verbirgt sich ihre ganze Erbärmlich-
keit. Doch wie manchem hat Gott schon schnell die Antwort gegeben.
Das erlebte ich im zweiten Weltkrieg bei meinem Kompaniechef. Er
spielte so gerne den großen Mann. Stand er vor der Kompanie, dann
schwoll ihm der Kamm, und mit den größten Beschimpfungen fauchte
er seine Leute an. An einem Sonntagmorgen ließ er die Soldaten zum
Nationalsozialistischen Unterricht antreten. In einer Dorfschule waren
wir versammelt, als er seiner Ansprache den Titel ,,Das Lügenbuch“
gab. Wir mußten eine Stunde lang seine gotteslästerlichen Reden an-
hören. Alle biblischen Gestalten bewarf der Spötter mit Schmutz und
Dreck. Unter dem vielfachen Gelächter der Kameraden wuchs sein Mut
zur Vermessenheit. Mein Herz blutete. Innerlich schrie ich zum Herrn,
mir jetzt Mut und die Kraft zum Widerspruch zu geben. Doch ich be-
kam eine innere, klare Antwort: überlaß ihn Mir ! Du kannst nichts
ausrichten. Er wird verstummen! - Ich erschrak über den deutlichen
14
Hinweis. Am anderen Morgen kam er nicht zur Abnahme der Kompa-
nie. Schwer erkrankt lag er in seinem Quartier. In einigen Stunden war
er erstickt. So redet Gott, wenn das Maß des Spötters voll ist.

Falsche Ideale
Nun gibt es wieder andere, die vergessen in der Hetze des Alltags,
daß sie zu Höherem bestimmt sind, als hier auf Erden Reichtümer zu
erwerben. Sie mühen sich Tag und Nacht ab, um möglichst viel von
den vergänglichen Werten zu erjagen. Ihr Lebensinhalt bedeutet höhe-
rer Lebensstandard, mehr Lebensfreude und Genuß. Zur Erreichung
dieser Ziele verwenden sie ihre ganze Kraft, ihre Intelligenz und ihre
kostbare Zeit. Jeder andere Gedanke muß unterdrückt werden. Das
Gewissen darf sich nicht melden. Die Ziele sind gesteckt, und es geht
darum, die Spitze zu erreichen. Ist man erst so weit, dann kann man
sich auch anderen Dingen zuwenden. So denkt der arme Mensch und
macht seine Rechnung ohne den Wirt - wie man im Volksmund sagt -.
Wer gibt uns schon die Garantie, daß wir die selbstgesteckten Ziele
erreichen? Leben wir nicht alle unter einer beängstigenden Unsicherheit?
Unser Tun und Lassen steht unter dem Schatten der Vergänglichkeit.
Die furchtbare Tragik des Todes starrt uns doch von allen Seiten an.
Aber auch die verwirklichten Ideale bergen keine innere Beruhigung in
sich, noch bringen sie einen Gewinn für die Ewigkeit. Eisern steht über
uns allen das ernste Wort:
Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das
Gericht (Hebräer 9, 27). - Und was dann? -
In der Sterbestunde gelten ganz andere Maßstäbe. Dann brechen Er-
folg und erreichte irdische Ziele in sich zusammen. Ein Mann in den
besten Jahren, der endlich das gesteckte Ziel erreicht und nun eine glän-
zende Karriere vor sich hatte, kam mit vielen Ehrungen und Auszeich-
nungen nach Hause. In der darauffolgenden Nacht starb er in den Ar-
men seiner erschrockenen Frau. Herzinfarkt. In der letzten Stunde, so
erzählte später seine Gattin, habe er geweint wie ein Kind. ,,Es ist mir,
als hätte ich mein Leben verträumt!“ war einer seiner letzten Aussprü-
che. Eigenartig. Man kann also im Leben ein kühler Rechner sein, und
am Schluß geht die Rechnung doch nicht auf. Man hat sich also schwer
verrechnet!
15
Dann hilft auch die Theorie jenes Klugen nicht, der so weise ausrief:
,,Wenn mich der kühle Rasen deckt, dann habe ich Ruhe und vergesse
alles!“ Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Es kommt näm-
lich ganz anders. Dann beginnt die lange, lange Ewigkeit. Für alle Ver-
ächter des Heils kommt die ewige Nacht des Gerichts, die Qual ohne
Ende.

Eines Besseren belehrt

Nun sehe ich den einen oder anderen der Leser mitleidig und erhaben
lächeln. Das ist doch eine rückständige, längst überholte Ansicht. Gibt
es denn auch heute noch solche naive Menschen, die von einer Begeg-
nung mit Gott, von Gericht und Verdammnis überzeugt sind? O ja,
lieber Freund, die Zahl derer ist sehr groß. Wir sind aber davon über-
zeugt, daß heute oder morgen manch kühnes Lächeln sich in Entsetzen
verwandeln wird. Dann, wenn der einzelne mit der Wirklichkeit kon-
frontiert wird, um eines Besseren belehrt zu werden. Furchtbar wird
sich ihnen dann die Erkenntnis aufzwingen: Ich habe mich um den
Preis meiner Seele geirrt. Oder sie stimmen in den Schreckensruf jenes
Unglücklichen mit ein, der in der Todesstunde schrie: ,,Der Sommer ist
vergangen, die Ernte ist vorbei und ich bin nicht gerettet !“
Gottes Absicht ist, alle Sünder zu erretten. Das Opfer zu ihrer Selig-
keit ist gebracht. Der Ruf des Evangeliums geht hinaus in alle Welt.
Wer aber dieser werbenden Liebe Gottes die kalte Schulter zeigt und
allen Versuchen Seiner Gnade trotzt, wird das nicht ungestraft können.
Wer die Erlösung ablehnt, wird dem Erlöser als dem Richter begegnen.
Gott wollte des ewige Leben schenken, und der Mensch wählte den
Tod, die Nacht, das ewige Grauen. Wie entsetzlich!
Ist nun Gott schuld an dieser Misere? Kann jemand Ihm einen Vor-
wurf machen? Wollte der Mensch nicht selbst seines Glückes Schmied
sein? Was hat er gewählt? Das Los ewiger Hoffnungslosigkeit! Wer
nicht mit mir ist, der ist wider mich! sagt der Herr Jesus. Keiner wird
gezwungen. Wie man sich bettet,so schläft man. Doch Gottes Wort ruft
uns mahnend zu: Es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein
anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gege-
ben ist, in welchem wir errettet werden müssen (Apostelgeschichte 4,
16
12).- Es ist der kostbare Name JESUS!

Hoffen oder Wissen

Da gibt es nun noch eine Gruppe von Menschen, die sich wesentlich
von den anderen unterscheidet. Sie sind keineswegs gleichgültig in
bezug auf ihr Seelenheil. Im Gegenteil, sie sind darüber in großer Un-
ruhe und Sorge. Es geht ihnen wie jenem jungen Manne, der in seiner
Sündennot mich um Hilfe bat. Als ich ihm den Weg des Heils im Worte
Gottes gezeigt hatte, beugten wir unsere Knie zum Gebet. Er bekannte
dem Herrn Jesus seine grosse Sündenschuld und dankte Ihm für Sei-
nen Opfertod und für Seine Auferstehung. Doch so oft wir auch nieder-
knieten, beteten und aufstanden, jedesmal blickte er mich enttäuscht
an. Auf meine Frage: ,,Bist du dir jetzt. der Vergebung deiner Sünden
und des Heils gewiß?“ kam das zagende ,,Nein!“ Solchen ehrlichen
Suchern möchten wir auch gerne mit diesen Zeilen helfen. Wie man-
cher beugt nämlich tagtäglich seine Knie und bittet um die Sündenver-
gebung und kommt doch nicht zum Genuß der Heilsgewißheit. Diese
Menschen geben vor, an das Opfer von Golgatha zu glauben. Sie sagen
auch, daß sie überzeugt sind, daß jeder, der an Jesus Christus glaubt, an
Ihn, der am Kreuze die Sühnung für unsere Sünden erwirkte, Verge-
bung erlangt. Und trotzdem leben sie in ständiger Angst, verlorenzuge-
hen. In der Tat ist diese Angst auch zu verstehen. Solcher Zustand of-
fenbart nämlich den Unglauben, und diese Einstellung ist sehr verhäng-
nisvoll. Denn nicht nur solche leben im Unglauben, die den Herrn Je-
sus verwerfen und sich über Gott, Gericht und Ewigkeit lustig machen,
sondern auch die, die nicht an die Allgenugsamkeit, die Vollkommen-
heit und Vollgültigkeit des Opfers Jesu glauben, die an den göttlichen,
unverbrüchlichen Zusagen Gottes zweifeln. Sie halten es sogar für Hoch-
mut und Überheblichkeit, wenn jemand behauptet: Ich weiß, daß ich in
den Himmel komme. So leben diese Zweifelnden in ständiger Angst.
Jeder Tag kann auch für sie der letzte sein, und bei dem Gedanken an
die Ewigkeit nicht zu wissen wohin, kann nur Furcht und Schrecken
auslösen. Wie will man dem heiligen Gott begegnen? Der Gedanke,
ich hoffe angenommen zu werden, kann doch nie zufriedenstellen. Diese
Einstellung ist aber weitverbreitet. Solchen möchten wir auch gerne
17
mit diesen Zeilen eine Hilfe geben. Diese Unsicherheit ist nämlich sehr
qualvoll. Wenn bange Zweifel nagen, kann es ja nie zum Genuß des
seligen Gottesfriedens kommen.
Hier ein Bild: Wer im Kriege war, der weiß auch von den Gefahren
zu berichten, die aufbrachen, wenn man sich verirrt hatte. Man begnügte
sich nicht mit dem Gedanken, hoffentlich geht alles gut, hoffentlich
falle ich nicht dem Gegner in die Hände, oder ich hoffe, daß ich doch
noch ans richtige Ziel komme, sondern man tat keinen unbesonnenen
Schritt mehr, nahm den Kompaß zur Hand, und wenn dieser fehlte,
stellte man mit der Uhr am Stand der Sonne den eigenen Standpunkt
fest. War man sich der Richtung gewiß, dann aber ging es im Eiltempo
dem angepeilten Ziele zu.
Dazu möchte ich auch allen raten, die nicht wissen, wohin ihr Le-
bensweg führt. Bei ihnen steht ja mehr auf dem Spiel, als der Verlust
des irdischen Lebens. Hier geht es um die lange, lange Ewigkeit, um
den Verlust des ewigen Lebens. Darum möge jeder den rechten Kom-
paß zur Hand nehmen, das teure Gotteswort. Es zeigt ganz klar den
Weg des Lebens. Weiter nimmt es jeden Zweifel an der Heilsgewißheit.
Wie furchtbar wäre das Los der Erlösten, wenn sie nur hoffen könnten,
das Ziel zu erreichen. In ihren Herzen könnte nie Freude und Dankbar-
keit aufsteigen. Gott aber will fröhliche Kinder, solche, die sich ständig
in der Geborgenheit wissen, denn nur die, die in der völligen Gewiß-
heit dem wunderbaren Ziele entgegeneilen, können anderen Menschen
von ihrem Glück erzählen und von dem Erlöser zeugen.

Der rechte Blick

Wie kommt es nun, daß so mancher, trotz aufrichtigen Suchens, in


solchen Zweifeln lebt? Nun, es gibt einige Gründe, die aber alle auf
derselben Grundlage beruhen. Nämlich der, daß man in sich selbst, in
seinem Wesen, die Begründung der Gewißheit sucht. Das ist ein Weg,
der in die Verzweiflung führt.
Bevor wir einige Gründe aufzeigen, möchten wir den Leser auf fol-
genden Grundsatz aufmerksam machen: Der Blick auf mich

18
führt zur Verzweiflung; der Blick auf andere, macht mich mutlos.
Der Blick auf den Herrn Jesus erhält mich glücklich und dankbar! Dar-
um: Hinschauend auf Jesum, den Anfänge, und Vollender des Glau-
bens! Sie blickten auf Ihn, und ihre Angesichter wurden froh!-
Die, welche die Heilsgewißheit als Anmaßung und geistlichen Hoch-
mut zurückweisen, wie auch jene, die zu ängstlich sind, dieselbe als
ihren Besitz zu bezeugen, tun dies meist aus der ehrlichen Überzeu-
gung heraus, daß sie sich dazu nicht würdig fühlen. Wie kann ich es
wagen zu behaupten, ich komme in den Himmel, wo ich doch so oft
noch strauchle und sündige! Trotzdem bekennt mancher, daß er seine
Ohnmacht erkannt habe und sich einzig und allein auf das Erlösungs-
werk Jesus Christi stütze. Wo liegt nun die Not? Er blickt in sich und
sucht dort die Würdigkeit. Was findet er aber dort? Seine ganze mensch-
liche Armut, seine sündigen Gedanken und Begierden. Das macht ihn
unsicher und bringt ihn in Not. Genau das aber ist die Taktik des Fein-
des, der unter allen Umständen verhindern will, daß man allein auf den
Herrn Jesus blickt und in Ihm und in Seinem Erlösungswerk die Wür-
digkeit findet, die alleine vor Gott gilt. Solange der Teufel den Men-
schen mit sich und seinem Wollen und Können beschäftigt, bleibt er
ein ängstliches Geschöpf, das hin und her geworfen wird. Fragt man
dann solchen Unglücklichen: „ist der Herr Jesus denn würdig?“ so wer-
den die Augen immer grösser. So würdig wie Er ist, ist aber auch jeder,
der zu Ihm seine Zuflucht nahm. In Ihm, dem Geliebten des Vaters,
diesem Heiligen und Gerechten, ist der Erlöste tadellos und unsträflich
vor Gott hingestellt (Kolosser 1,22). Er ist uns von Gott geschenkt wor-
den zu unserer ewigen Seligkeit. Der Apostel schreibt diesbezüglich:
Aus Gott aber seid ihr in Christo Jesu, der uns geworden ist von
Gott zur Weisheit und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung;
auf daß, wie geschrieben steht: ,,Wer sich rühmt, der rühme sich des
Herrn“ (1.Korinther 1,3o-31). - Alles, was der Herr Jesus ist und hat,
wird dem Erlösten zu- und angerechnet. Daher, wenn jemand in Christo
ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist
neu geworden. Alles aber von dem Gott, der uns mit sich selbst ver-
söhnt hat durch Jesum Christum
(2. Korinther 5, 17 - 18).-

19
Vollkommen in Christo
Nirgendwo findest du in der Bibel auch nur eine Stelle, daß deine
Würdigkeit gesucht oder in Anrechnung gestellt würde. In dir, in dei-
ner Natur, da wohnt die Sünde. An diesem Fleische kann Gott nichts
ändern. Es ist verdorben von der Fußsohle bis zum Scheitel. Daran
kann nur das Gericht vollzogen werden. Dies aber ist geschehen am
Stamme des Kreuzes. Der Tod Jesu ist unser Tod. Wir sind mit Ihm
gekreuzigt, gestorben, begraben und auferstanden. Die sündige Natur
ist beseitigt. Gott sieht sie nicht mehr. Er sieht uns nur in der Vollkom-
menheit Christi, Seines Sohnes. Das ist die Stellung, in die uns Seine
Gnade gebracht hat. Natürlich tragen wir noch Fleisch und Blut an uns,
und manchmal machen wir die traurige Erfahrung, daß die Sünde noch
nach uns greift und uns zu schaffen macht. Jeder von uns führt diesen
Kampf, aber nur in der Kraft des Heiligen Geistes, und zwar nicht mehr
als Sünder, sondern als Kind Gottes. Doch darauf werden wir noch
näher zu sprechen kommen.
Jeder Erlöste ist durch die Wiedergeburt zur Versammlung des leben-
digen Gottes gekommen. Für sie hat der Herr Jesus alles getan und für
alles Vorsorge getroffen. Wir lesen: Christus hat die Versammlung
geliebt und sich selbst für sie hingegeben, auf daß er sie heiligte, sie
reinigend durch die Waschung mit Wasser durch das Wort, auf daß
er die Versammlung sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flek-
ken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig
und tadellos sei (Epheser 5, 25 - 27).- Diese und noch viele andere
Stellen zeigen uns, daß unser Heil und unsere Gewißheit nur auf dem
Werke von Golgatha beruhen, wovon uns die Bibel allein Zeugnis gibt.
Es geht um die rechte Blickrichtung!
Wer bin ich, wenn es mich betrifft?
Ein Abgrund voller Sündengift.
Wer bin ich, Lamm, in Deiner Pracht?
Ein Mensch, der Engel weichen macht.
So rein, so weiß, so schön, so auserwählt,
daß mir‘s an Worten zur Beschreibung fehlt!
Also halte fest: Durch Gottes Willen sind wir geheiligt durch das
ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Christi ... Denn mit ei-
nem Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt
werden ... Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde
20
ich nie mehr gedenken. Wo aber eine Vergebung derselben ist, da ist
nicht mehr ein Opfer für die Sünde (Hebräer 10, 10, 14).- Darum ist
das Kreuz von Golgatha aller Liebe Höhepunkt. Dort trug das Lamm
Gottes die Sünde der Welt! Dazu aber auch deine Missetaten und emp-
fing dafür die Strafe, die dich sonst getroffen hätte. Gott kann nun nie
mehr an dich eine Forderung in bezug auf deine Sünden stellen. Ein-
mal hat er gefordert, und zwar in heiligem Zorn, und der Herr Jesus hat
bezahlt. Sein kostbares Blut ist der Kaufpreis für deine Seele. Gottes
Auge ruht mit Seinem ganzen Wohlgefallen auf dem Gekreuzigten und
Auferstandenen, mit demselben Wohlgefallen aber auch auf jedem, der
des Glaubens an Jesum ist. Erkennst du nicht bei den vielen Hinwei-
sen, daß es tatsächlich auf die rechte Blickrichtung ankommt? Ihm,
dem wunderbaren Erlöser, kommt alle Ehre zu. In Ihm haben wir ewi-
ge Geborgenheit. Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Le-
ben, weder. Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch
Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgend
ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe
Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn (Römer 8,38-39).-

Es steht geschrieben

Nun blicke endlich von dir und deiner armseligen Würdigkeit weg.
Dein Heil und deine Sicherheit sowie deine Gewißheit, alles besitzt du
in deinem Erlöser, und dieses alles verbürgt dir dein Gott in Seinem
Wort.
In dieser Zuversicht rief ein Freund im Sterben: ,,Es ist eine Tatsache,
daß ich ein verlorener Sünder bin, daß der Herr Jesus für solche Sünder
starb. Es ist eine Tatsache, daß Er für mich starb; auf diese Tatsache hin
sterbe ich getrost!“ - Der liebe Freund schaute nicht auf sich angesichts
des Todes - dann hätte ihn das kalte Grauen befallen müssen - sondern
er schaute auf den einzig Vollkommenen, in dessen Gerechtigkeit und
Heiligkeit auch er dem lebendigen Gott begegnen konnte.
Nun, vielleicht sagst du jetzt: Aber ich fühle doch gar nichts von
meinem Heil und von dem Besitz. des ewigen Lebens! Darauf muß ich
dir antworten: Auch das Bauen auf die Gefühle ist trügerisch. Niemals
können sie jemand das ersehnte Glück der Heilsgewißheit
21
verschaffen.Gefühle sind schwankend und werden von inneren und
äußeren Einflüssen bestimmt. Welch eine unsichere und schwankende
Grundlage wäre das. Trauer und Schmerz, Not und Angst, würden die
Gefühle so herunterdrücken, daß damit auch die Heilsgewißheit stark
beeinträchtigt, wenn nicht sogar ganz verschwinden würde. Heute wä-
ren wir dann himmelhochjauchzend und morgen zu Tode betrübt. Um
zum Ruhen in Christo zu kommen, müssen wir uns einzig und allein
auf Gottes Wort gründen. Nimm deshalb deine Bibel zur Hand und lies
1. Johannes 5, 13: Dies habe ich euch geschrieben, auf daß ihr wis-
set, daß ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des
Sohnes Gottes? Lügt nun Gott? Oder kann Er etwas widerrufen, was
Er zugesagt hat? Unmöglich ! Sonst müßte Er sich verleugnen. Gottes
Gnadengaben und Berufung sind unbereubar (Römer 11, 29). - Je-
der Zweifel an Gottes Aussagen ist Unglaube. Darum lesen wir das
ernste Wort in 1. Johannes 5, 10 und 11: . . . wer Gott nicht glaubt, hat
ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat,
welches Gott gezeugt hat über seinen Sohn. Und dies ist das Zeug-
nis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in
seinem Sohne. - Es gibt nichts Zuverlässigeres, als die Bibel, das Wort
Gottes. Der Glaube singt mit Zinzendorf:
Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist‘s nicht um tausend Welten,
aber um Dein Wort zu tun.
Gott selbst übernimmt die Garantie für die Erlösten. Er schickt kei-
nen Engel, um es dem einzelnen zu garantieren, sondern Er verpflich-
tet sich selbst in Seinem untrüglichen Wort. Von diesem aber heißt es:
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht
vergehen (Matthäus 24, 35). - Petrus schreibt in seinem ersten Brief,
Kapitel 1, 24- 25: Denn alles Fleisch ist wie Gras, und alle seine
Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt, und seine
Blume ist abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.
Dies aber ist das Wort, welches euch verkündigt worden ist. - Alles,
was unser Auge sieht, ist dem Untergang geweiht, aber die Zusagen
Gottes bleiben in alle Ewigkeit. Das Wort Gottes ist das unverrückbare
Fundament. Wer sich darauf gründet, lebt in der Freude der Gewißheit.
Der ruft mit dem Dichter:
22
Ich weiß es, ich weiß es und werd‘ es behalten,
so wahr Gottes Hände das Reich noch verwalten.
So wahr Gottes Sonne am Himmel noch pranget,
so wahr hab ich Sünder Vergebung erlanget!
Weshalb kann man nun so rufen? Weil Gott es gesagt hat:
Ich werde deiner Sünden nicht mehr gedenken. - Er sagt nirgends
in Seinem Worte: Ich habe dir so glückliche Gefühle gegeben, sondern:
Ich habe es euch geschrieben, damit ihr es wisset.
Glaubst du dem Worte Gottes? Verstehst du denn jetzt, daß jeder
Zweifel an der Bibel Unglaube. ist, und daß der Ungläubige kein Teil
hat im Reiche Gottes? Darum ist die Lage solcher so gefahrvoll. Man
kommt sich fromm und religiös vor und traut Gottes Zusagen nicht.
Unglaube heißt aber nichts anderes als:
Du lügst, o Gott! Wie vermessen!
Als ich mit dem schon erwähnten jungen Mann In der Seelsorge stand
und ihn darauf aufmerksam machte, indem ich ihm das Wort aus
1. Johannes 5, 13 vorlas, da betete er: „Herr Jesus, wenn ich auch gar
nichts fühle, so bin ich doch jetzt überzeugt, weil Gott selbst es mir
sagt. Ich danke Dir, jetzt habe ich ewiges Leben, weil Du für mich
starbst und ich deshalb in völliger Sicherheit bin. Nun habe ich die
Gewißheit, daß ich angenommen bin, weil Dein Wort es mir garan-
tiert.“ -

Ich kann nicht glauben


Wiederholt begegneten mir Menschen, die sagten: ,,Ich kann nicht
glauben! Ich möchte wohl, aber das alles sind mir - um im Volksmunde
zu sprechen - Böhmische Dörfer. Ich begreife es einfach nicht. - Hier
steht der Verstand im Wege. Sie wollen mit ihrem Gehirn den allmäch-
tigen Gott in Seinem Tun begreifen und erfassen. Das ist aber unmög-
lich! Der Glaube ist ein Geschenk Gottes, und zwar an jeden, der sei-
nen Verstand unter das Wort Gottes stellt. Wie betete doch der Herr
Jesus zum Vater: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der
Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast, und
hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn also war es wohlge-
fällig vor dir. Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und nie-
mand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater, und wer der Vater
ist, als nur der Sohn und wem irgend der Sohn ihn
23
offenbaren will (Lukas 10, 21 - 22).-
Und wie offenbart der Herr Jesus den Vater? Nur in Seinem Wort,
durch den Heiligen Geist.Wer ehrfürchtig, mit verlangendem Herzen
das Wort Gottes liest, dem schenkt der Geist Gottes Licht. Das Licht
des Lebens aber bringt die Erkenntnis Gottes: Dies aber ist das ewige
Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt
hast, Jesum Christum, erkennen (Johannes 17,3). -
Gott schenkt den Glauben jedem aufrichtig Suchenden. Der Verstand
kann nie die göttlichen Offenbarungen fassen, sie sind nur durch Got-
tes Geist zu verstehen. Es sind also unwahre Behauptungen, wenn je-
mand sagt: Ich kann nicht glauben. Vielmehr müßte er zugeben: Ich
will nicht glauben. Hier wird manche Not sichtbar. Der Hochmut, der
Stolz, die Menschengefälligkeit, Ruhm- und Ehrsucht und was es sonst
alles an Hindernissen gibt, sperren dem Verstand den Durchbruch zur
Gotteserkenntnis. Wer da will, der komme! sagt die Bibel und der Herr
Jesus bringt zum Ausdruck: Wenn jemand seinen Willen tun will, so
wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist, oder ob ich aus mir
selbst rede (Johannes 7, 17). - Also, wenn jemand will! Wer bereit ist,
den Willen Gottes zu tun, der kommt zum Ziel.
Nach einer Evangelisation kam ein Mann zu mir und sagte: ,,Sie sind
zu beneiden. Mir ergeht es wie jenem, der rief: Die Botschaft höre ich,
ach könnte ich es nur glauben. Ich habe mich mit allem beschäftigt,
Berge von Büchern habe ich gelesen. Nun bin ich so vollgepfropft mit
menschlicher Wissenschaft und Weisheit, daß ich das andere nicht mehr
fassen kann. Viele Dinge gewannen mein Interesse, doch die Bibel habe
ich nie gelesen! -Als ich ihn darauf aufmerksam machte, daß es zu
einem neuen Anfang noch früh genug sei, glng er traurig von dannen.
Das letzte fehlte: Er wollte sich mit den geistlichen Dingen nicht be-
schäftigen. Das ist die Einstellung der Vielen, die sagen: ich kann nicht
glauben!

Unmündigen ist es geoffenbart

Diesen Weisen und Klugen sagt der Herr: Wenn ihr nicht umkehret
und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Him-
mel eingehen ... Darum, wer irgend sich selbst erniedrigen wird, wie
dieses Kindlein, dieser ist der Größte im
24
Reiche der Himmel (Matthäus 18,3 u. 4). - Ein Kind ist unkompliziert.
Ihm steht der Verstand nicht im Wege. Es dünkt sich nicht weise, son-
dern nimmt das Geschenk der Gnade Gottes einfältig und dankbar an.
Manchmal habe ich erlebt, wie leicht es ist, Kinder zu Jesu zu führen,
und wie sie im kindlichen Glauben dann die Erwachsenen beschämen.
Aufgeregt rief mir eine Frau zu: ,,Ich muß mich schämen vor meinem
Kind! Denken Sie sich, meine Kleine kam aus einer Kinderstunde nach
Hause und erzählte mir mit vor Glück strahlenden Augen, sie wüßte,
daß der Herr Jesus ihr alle Sünden vergeben hätte. Weil Er am Kreuze
für sie gestorben sei, hätte sie nun ein reines Herz. Weißt du, Mutti, das
Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht rein von aller Sünde, so
steht es in der Bibel. Den Spruch haben wir gelernt. Das Kind beschämt
mich! Was soll ich machen? Dieses Glück möchte ich auch besitzen.
Ich kenne keine Vergebung. Mein ganzes Leben lang habe ich mich um
diese Dinge nicht gekümmert. Die Kleine hat recht, wenn sie sagt, ich
ginge ohne den Heiland ewig verloren. Stimmt das alles? Kann man
auf Erden schon wissen, daß man in den Himmel kommt? Wie herrlich
wäre ein Leben in solcher Sicherheit und Gewißheit! Dann kann man
ja ohne Angst sterben.“ -
Dieser Mutter durfte ich dienen mit den Worten: ,,Liebe Frau, ganz
gewiß gibt es diese Gewißheit. Was Ihr Kind besitzt, ist eine Realität.
Mit einem doppelten wahrlich, wahrlich bekräftigt der Herr Jesus Sei-
ne Zusage, wenn Er spricht: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der
mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht,
sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen (Johannes
5,24). - Aus dem Tode ins Leben übergehen heißt, aus der Gottesferne,
dem geistlichen Tode, in Seine Gemeinschaft gelangen, auf Grund des
Opfers von Golgatha. Ihre Tochter hat kindlich dem Evangelium ge-
glaubt. Dasselbe ruft den Sünder zum Kreuze, denn nur hier kann die
Frage der Sünde geklärt werden. Weil sie ihre Schuld auf das Lamm
Gottes legte, ist sie dieselbe los. Sie wußte, daß der Herr keinen ab-
weist, der zu Ihm kommt, sondern allen Heil und Leben schenkt. Sie
stützt sich nun auf die Bibel, die jedem Glaubenden zusichert: Fürchte
dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Na-
men gerufen, du bist mein (Jesaja 43, 1),-
Ebenfalls im 25. Verse steht eine wunderbare Zusicherung: Ich,

25
ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinetwillen; und dei-
ner Sünden will ich nicht mehr gedenken. - Ist das nicht wunderbar?
Jeder, der seine Schuld eingesteht und bekennt, findet im Glauben an
Gottes Zusagen ewiges Leben durch die Vergebung auf Grund des To-
des Jesu am Kreuze.“ -
»Dieses Heil, diese Gewißheit, muß ich auch haben! Helfen Sie mir,
denn so wie bisher kann ich nicht weiterleben. Mit Schrecken habe ich
immer an den Tod denken müssen. Ich konnte Gott nicht begegnen.
Der Gedanke an die Ewigkeit war mir unerträglich. Wie muß erst die
Wirklichkeit sein. Ich glaube schon, daß es furchtbar ist, unversöhnt in
die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Bitte, helfen Sie mir doch,
daß ich von dem Druck des Gewissens und von dieser Angst frei wer-
de.“
Wir knieten nieder zum Gebet. Die Heilsverlangende offenbarte dem
Herrn Jesus ihr ganzes Leben, bekannte ihre Sünden und rief um Gna-
de und Vergebung. Als sie dann zu ihrem Retter aufschaute, der am
Kreuze um ihrer Sünden willen zerschlagen und gerichtet wurde, zog
tiefer Friede in ihr wundes Herz. Überwältigt von dieser Liebe konnte
sie nun jubeln:
Sein Kreuz bedeckt meine Schuld,
Sein Blut macht hell mich und rein.
Mein Wille gehört meinem Gott,
ich traue auf Jesum allein.
Glauben ist mehr als ein ,,Fürwahrhalten“! Glauben heißt verwirkli-
chen, überzeugt sein, das große Angebot Gottes zu besitzen. Diese
Überzeugung erstreckt sich über Dinge, die man mit den Sinnen nicht
wahrnehmen kann. Luther sagte einmal:
,,Der Glaube ist die Hand, die nimmt.“ - Mehr kann kein Mensch tun,
als nehmen und danken. Dabei erfährt man die wunderbare Tatsache:
Herr Jesus, Du bist meine Gerechtigkeit, und ich bin deine Sünde. Du
nimmst das meine und gibst mir das deine. Du nimmst meine Sünden
und tust, als hättest du sie begangen und gibst mir Deine Gerechtigkeit,
so daß ich vor Gott stehe wie Du!

26
Es ist das Werk des Geistes Gottes

Nun ist es wohl jedem klar geworden, daß das Tun Gottes mit dem
Verstande nicht zu erfassen ist. Gott offenbart sich jedem auf Grund
des Wortes Gottes, durch den Heiligen Geist. Ein Dichter erklärt dies
in dem Vers:
Gott kannst du nie ergründen;
Er muß sich dir verkünden!
Und willst du Ihn verstehn,
muß dich Sein Geist durchwehn.
Dem Verstande des Menschen ist ein Eindringen in Gottes Gedanken
und in Sein Wort unmöglich. Es steht geschrieben:
,,Ich will die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der
Verständigen will Ich hinwegtun“. .. Hat nicht Gott die Weisheit der
Welt zur Torheit gemacht? Denn weil.., die Welt durch die Weisheit
Gott nicht erkannte, so gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der
Predigt die Glaubenden zu erretten
(1. Korinther 1, 19,21). - Die Botschaft Gottes war und ist bis zum
heutigen Tage für den natürlichen Menschen eine Torheit. Weil er Got-
tes Tun nicht begreifen kann, stellt er sich erhaben über die nach seiner
Meinung veralteten Ansichten. Doch gerade diese seine Einstellung ist
der sicherste Beweis der Echtheit der göttlichen Aussagen. In 1. Korin-
ther 2,11 u. 12 lesen wir: Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als
nur der Geist Gottes- Wir - das heißt die Erlösten - aber haben nicht
den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist,
auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. - Wer
sich diesem Wirken des Heiligen Geistes öffnet, kommt zum Ziele und
somit zum lebendigen Glauben. Er allein überführt den Menschen von
seiner Schuld. Aber auch nur ER allein schenkt das Verständnis über
das vollkommene Opfer des Herrn Jesu am Kreuze. Auch die Buße, die
zum Glauben führt, bewirkt der Geist Gottes, und zwar - und das kann
nicht oft genug wiederholt werden - an jedem Menschen, der nur das
leiseste Verlangen hat, mit Gott ins reine zu kommen. Darum kann sich
auch niemand entschuldigen. An jedem Herzen klopft Er an, und jeden
versucht Er ins Licht Gottes zu stellen. Darum: Wer da will, der kom-
me, und nehme das Wasser des Lebens umsonst. - Kommen und Neh-
men!
27
Immer noch Zweifel

Bei den vielen Aussprachen mit suchenden Seelen fiel mir noch eine
andere Gruppe auf. Es sind ängstliche Menschenkinder, die die Frage
aufwerfen: Wie kann ich denn sicher sein, daß ich auch richtig oder
genug glaube? Diese Frage, so ehrlich sie auch gestellt wird, beweist
aber dasselbe, was wir auch schon vorhin besprachen. Solche sind im-
mer noch nicht fertig mit sich. Sie blicken in sich und suchen bei sich
selbst die Bestätigung über die Echtheit und Richtigkeit sowie auch die
Größe des Glaubens. Hier gibt es nur eine Antwort. Sie lautet: Auf wen
setzt du dein Vertrauen? Ist es die rechte Person, auf die du dich stützt?
Nicht die Größe des Glaubens kommt hier in Frage, sondern ob du der
Person vertrauen kannst ob sie glaubwürdig ist.
Bärtimäus, der blinde Bettler vor den Toren Jerichos glaubte an die
Hilfe Jesu und rief so laut er konnte: ,,Jesus, Sohn Davids, erbarme
dich meiner!“ Die große Volksmenge fuhr ihn an, daß er schweigen
sollte, aber desto lauter rief er. Er wandte sich an die richtige Person
und erfuhr sofort Heilung. Die arme kranke Frau in Markus 5, kam still
in die Volksmenge. Sie sagte gar nichts, sondern rührte im kindlichen
Vertrauen Sein Kleid an und ward geheilt. Wer besaß von den beiden
nun den größeren Glauben? Der eine rief ganz offen, und die andere
kam ängstlich verborgen, ohne daß jemand etwas merkte, bis der Herr
Jesus die Heilung bekannt machte. Der Glaube beider war derselbe,
weil sich beide an die rechte Person wandten. Beide erkannten ihre
Ohnmacht, und deshalb wandten sie sich im Glauben an die Allmacht,
an den, der nur helfen konnte. Er antwortet immer, und zwar jedem,
der ihm vertraut. Er und Sein Wort sind eins. Die größte Ehre, die Ihm
ein Mensch entgegenbringen kann, ist, wenn er Ihm und Seinem Wort
Glauben schenkt: In Ewigkeit, Herr, steht dein Wort fest in den Him-
meln (Psalm 119, 89).- Kann es noch etwas Zuverlässigeres geben?
Nicht ein Mensch ist Gott, daß er lüge, noch ein Menschensohn,
daß er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun, und ge-
redet haben und es nicht aufrecht halten? (4.Mose 23,19). -
Ist bei solchen Zusagen noch Ängstlichkeit am Platze? Der Herr Je-
sus ist der Garant deiner Annahme. Alles, auf das du vertraust außer
Ihm, ob auf gute Werke, auf religiöse Bräuche, sowie auf sämtliche
Heilmittel, die der Mensch in den Jahrhunderten
28
erfunden hat, führt in die Verdammnis und ist Un- und Aberglauben.

Ein Beispiel

Da kommt eine Bekannter, der es mit der Wahrheit nicht so genau


nimmt und erzählt dir eine zweifelhafte Neuigkeit. Bist du gleich be-
reit, ihm das Gesagte abzunehmen? Sicher nicht. Mit Recht steigen dir
bei seinem Bericht Zweifel auf. Du magst sogar versuchen, seinen Wor-
ten zu glauben, aber es gelingt nicht ganz, der Mann ist nicht zuverläs-
sig. Irgend etwas ist faul an der Sache. Du schaust also nicht auf deine
Gefühle oder die Echtheit deines Glaubens, sondern auf den, der dir
die Nachricht brachte.
Nun kommt deine Frau oder deine Mutter vom Einkauf nach Hause
und erzählt dir dieselbe Neuigkeit. Jetzt ist alles klar. Ihr kannst du bis
ins letzte Glauben schenken. Sie hat dich noch nie belogen. Ihr Wort
gilt bei dir. Warum? Fühlst du jetzt die Echtheit, oder glaubst du, weil
deine Frau dein Vertrauen verdient hat? Du bist überzeugt, weil du ihr
jedes Wort abnehmen kannst.
Die Zusagen unseres Gottes sind weit zuverlässiger als die eines
Menschen. Rückhaltlos glauben wir Seinen Aussprüchen. Da wartet
man nicht auf die rechten Gefühle, fragt auch nicht, ob der Glaube groß
oder stark genug ist, sondern der Glaube ist auf IHN gerichtet in der
Gewißheit: Eher gehen Himmel und Erde unter, ehe Er nicht Seine
Worte einlöst. Darum lesen wir in 1. Johannes 5: Wenn wir das Zeug-
nis der Menschen annehmen, das Zeugnis Gottes ist größer; denn
dies ist das Zeugnis Gottes; welches er gezeugt hat über seinen Sohn.
Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich selbst; wer
Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht... Und dies ist das
Zeugnis: daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben
ist in seinem Sohne. Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn
Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. -

29
Heilssicherheit

Laßt uns das Gelesene nochmals zusammenfassen ! Wir haben gese-


hen, daß es eine Heilssicherheit gibt, die sich ganz allein auf das Opfer
von Golgatha gründet. Geborgen in Jesu zieht der Erlöste fröhlich sei-
ne Straße. Er weiß, es gibt keine Verdammnis mehr für die, welche in
Christo Jesu sind. In dem Opfer Jesu am Kreuze wurde Gott völlig
zufriedengestellt im Blick auf unsere Sünden. Sie wurden durch unse-
ren Stellvertreter gesühnt. Der Garant ist der Herr selbst. Er ist gestor-
ben unserer Übertretungen wegen, und unserer Rechtfertigung wegen
wurde Er auferweckt. Nun sitzt Er zur Rechten Gottes, und zwar in
Menschengestalt und vertritt uns als unser Rechtsanwalt, bis auch wir
das herrliche Ziel erreicht haben. Zu Recht singt ein Dichter:
Kann der Kläger noch bestehen,
da zur Rechten Gottes jetzt
er des Menschen Sohn muß sehen,
auf den Thron von Gott gesetzt?
Alle Klagen, abgeschlagen,
sind dort außer Kraft gesetzt.
Vor dem Lamm auf Gottes Thron,
geht der Kläger stumm davon.

Heilsgewißheit

Weiter sahen wir, daß es eine Heilsgewißheit gibt, und daß diese sich
nicht auf unsere Würdigkeit, noch auf unsere Gefühle, noch auf die
Größe des Glaubens, sondern nur auf Gottes Aussagen, auf Sein Wort
stützt. Ohne das Wort Gottes könnte keiner wissen, ob er ein Kind Gottes
ist. Gott schickt uns keinen Engel, der uns dieses bezeugt, sondern Er
selbst übernimmt die Garantie unserer Annahme. Selbst bei der Sen-
dung eines Engels hätten wir keine Garantie; denn auch der Teufel nimmt
zuweilen die Gestalt eines Engels des Lichts an. Darum dürfen wir so
dankbar sein, daß wir die absolute Gewißheit durch das Wort Gottes
besitzen, welches der Geist Gottes uns vermittelt. Der Geist selbst be-
zeugt mit unserem Geiste, daß wir Kinder Gottes sind
(Römer 8, 16). -Wem schlägt das Herz nicht höher, wenn er die
30
Zusagen liest, wie: Dem aber, der nicht wirkt - mit eigenen Werken
kommt - , sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt (oder
gerecht macht) wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet (Rö-
mer 4,5). - Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde
gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm (2. Korin-
ther 5,21). - Diesem geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der an
ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen
(Apostelgeschichte 10,43). -
Keiner wird zuschanden, welcher Gottes harrt;
sollt ich sein der erste, der zuschanden ward?
Nein, das ist unmöglich, du getreuer Hort!
Eher fällt der Himmel, eh mich täuscht Dein Wort.

Helissicherheit, Heilsgewißheit und Heilsfreude

Nun müssen wir noch auf einen dritten, und zwar sehr wichtigen Punkt
zu sprechen kommen, nämlich auf die Heilsfreude. Diese drei Wahr-
heiten: Heilssicherheit, Heilsgewißheit und Heilsfreude gehören zu-
sammen, und doch ist jeder Punkt ein besonderer Gegenstand der Be-
lehrung. Es gibt Menschen, die behaupten die Heilssicherheit zu ha-
ben, ohne sich der Heilsgewißheit bewußt zu sein. Sie geben vor, an
den Herrn Jesus als an ihren persönlichen Erlöser zu glauben. Fragt
man sie dann: Hast du die Gewißheit, daß du zu Jesus gehst, wenn du
jetzt tot umfallen würdest? so werden sie sehr unsicher und meinen,
daß kann doch keiner wissen. Auf den vorhergehenden Blättern haben
wir ja ausgiebig über diese Unsicherheit gesprochen. Nun kann man
aber auch die Heilssicherheit im Opfer des Herrn Jesus und die Heils-
gewißheit durch die Zusage des Wortes Gottes besitzen, ohne die Heils-
freude zu genießen.
Bei seelsorgerlichen Aussprachen kommen immer wieder Leute mit
den Fragen: Wie kommt es, daß ich mich trotz meiner Bekehrung und
der vollen Gewißheit meiner Errettung, doch nicht mehr freuen kann?
Oh, wie war ich doch anfangs glücklich! Immer wieder dankte ich mei-
nem Retter auf den Knien, daß Er für mich am Kreuze gestorben ist,
und daß ich durch Gottes Gnade ein frohes Gotteskind sein darf. Die
Bibel war mein Lieblingsbuch. Täglich habe ich einige Kapitel gele-
31
sen, doch nun bin ich oft so bedrückt und traurig. Die rechte Freude
fehlt mir. Zum Beten und Bibellesen muß ich mich zwingen, verspüre
gar keine Lust dazu. Manchmal kommen mir sogar Zweifel, ob meine
Bekehrung echt war. Wie kommt das wohl? -
Wir sehen, wie wichtig es ist, daß wir uns nun mit der Heilsfreude
oder mit dem Genuß an der Errettung beschäftigen.

Das Werk des Heiligen Geistes


Bei der Annahme des Heils vollzieht der Heilige Geist in uns die
Wiedergeburt. Er nimmt Wohnung in dem Erlösten, und dadurch ver-
mittelt er uns die Gotteskindschaft. Das Werk Gottes zu unserer Erret-
tung ist damit abgeschlossen. Gott drückt, durch die Gabe des Heiligen
Geistes, Sein Siegel auf. In Epheser 1, 13 heißt es: ... nachdem ihr
geglaubt habt, seid ihr versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der
Verheißung. - Das Siegel bedeutet:
Der oder die, die ich erlöst habe durch das Blut meines Sohnes, ge-
hört mir. Keiner hat mehr ein Anrecht an solche. Niemand und nichts
ist imstande, sie aus meiner Hand zu rauben. Wie wir schon hörten,
zeugt der Geist selbst mit unserem Geiste, daß wir Kinder Gottes sind.
Wir haben nämlich nicht einen Geist der Knechtschaft, der Furcht, der
Angst empfangen, sondern den Geist der Sohnschaft, in welchem wir
rufen: Abba, Vater! Auf Grund dieser Feststellung schreibt Paulus in
Römer 8: Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder
Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes
Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die
in Christo Jesu ist, unserem Herrn.

Friede und Freude


Also ist die Sicherheit und Gewißheit des Heils unumstößlich. Für
alles übernimmt Gott, der Heilige Geist, die Garantie. Nun will Er,
weil Er in uns wohnt, auch die Führung übernehmen und uns in die
praktische Heiligung bringen. Gelingt es Ihm, alle Lebensgebiete zu
besetzen, so wird das Leben und die Kraft des Herrn Jesus durch uns
32
sichtbar. Die Folge davon ist Friede und Freude im Heiligen Geiste.
Nur solange diese Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohne, im
Heiligen Geiste, ungetrübt genossen wird, lebt das Kind Gottes in der
Heilsfreude. Jede Sünde betrübt den Hei1igen Geist, und dadurch wird
die Gemeinschaft unterbrochen und das Herz verliert den Genuß des
Friedens und der Freude. Nur wer in dem Lichte wandelt, wie Gott im
Lichte ist, hat Gemeinschaft mit Ihm und allen denen, die ebenfalls so
wandeln. Um nun die ständige Heilsfreude genießen zu können, ist ein
Leben ohne Sünde erforderlich. Ist das aber möglich?

Die zwei Naturen


Um diese Frage richtig beantworten zu können, müssen wir zum bes-
seren Verständnis auf eine wichtige Tatsache aufmerksam machen. Es
ist der ständige Kampf zwischen zwei Naturen. Der Kampf zwischen
Geist und Fleisch. Die Bibel bezeichnet mit dem Wort ,,Fleisch“ die
sündige Natur, die wir alle geerbt haben. Die Bibel spricht auch von
der ,,Sünde im Fleische“. Das heißt, die Sünde wohnt darin. Somit
spricht sie auch in bezug auf den Erlösten vom alten und neuen Men-
schen. In dem Kinde Gottes sind gleichsam zwei Naturen. Die göttli-
che, die wir in der Wiedergeburt empfingen und die sündige, menschli-
che, die wir von den Eltern geerbt haben.
Laßt uns zunächst sehen, was die Bibel über das ,,Fleisch“ sagt. In
Johannes 2 sagt der Herr Jesus: Was aus dem Fleische geboren Ist, Ist
Fleisch? - Weiter heißt es in Römer 7: Es wohnt in ihm nichts Gutes.
- In Römer 8: Es kann Gott nicht gefallen! In Johannes 6: Es nützt
nichts. Viele Benennungen finden wir in der Bibel für diese sündige
Natur. Hier ist der Mensch gemeint, so wie er in die Welt hineingeboren
ist. Die Bibel spricht von ,,natürlichen Menschen; von alten Men-
schen; vom äußeren Menschen von der fleischlichen Gesinnung“
und so weiter. Diese Gesinnung des Fleisches ist: Feindschaft wider
Gott. - Dem Gesetz Gottes nicht untertan, und daran knüpft sich weiter
der Hinweis: Sie vermag oder kann es auch nicht! - Also völlige
Kraftlosigkeit in bezug auf die Erreichung des ewigen Lebens.

33
Sünde und Sünden
Laßt uns weiter den Unterschied erkennen, den die Bibel zwischen
Sünde und Sünden macht. Wie wir schon feststellten, wohnt die Sünde
in uns als Erbmasse. Es ist der sündige Naturtrieb. Ihm muß jeder
Mensch folgen. Darum hat man zu Recht gesagt: Die ,,Sünde“ ist, was
ich bin; die ,,Sünden“ das, was ich tue. Die Sünde ist meine Natur, die
Sünden, was aus ihr herauskommt. Die Sünde ist die kranke Wurzel,
die Sünden die bösen, faulen Früchte. Diese Veranlagung ändern oder
bessern zu wollen, ist unmöglich. Nie - und wenn tausend Generatio-
nen geboren werden -kann aus einem Löwen ein Lamm geboren wer-
den. Die Raubtiernatur bleibt. Der Löwe wirft junge Löwen, und das
Lamm wirft weiter junge Lämmer. Die Art bleibt. Das niederschmet-
ternde wird uns deutlich, wenn die Bibel sagt: In unserem Fleische
wohnt nichts Gutes. - Darum können wir Gott nicht gefallen. Im Ge-
genteil, der Rebell in uns widersetzt sich jeder göttlichen Anordnung.
Darum sagt uns Gottes Wort: Die Gesinnung des Fleisches ist der
Tod. - Der geistliche Tod - Tod ist Trennung - trat ein, als die Sünde in
die Welt kam. Das geschah durch den Sündenfall des ersten Menschen-
paares. Die Sünde trennte den Sünder von dem heiligen Gott. Die Fol-
ge davon ist der physische oder leibliche Tod. Ihm folgt, wenn der
Mensch nicht das ewige Leben besitzt, der ewige Tod, die Verdamm-
nis.

Die Hilfe in der größten Ausweglosigkeit


Da nun der Mensch zu seiner Errettung auch nicht einmal einen Fin-
ger krümmen kann, und er infolgedessen durch seine Kraftlosigkeit
dem Gericht entgegeneilt, muß ihm, wenn er nicht ewig verlorengehen
will, die Rettung von anderer Seite zuteil werden. Auf Erden ist der
Retter aber nicht zu finden. Wo soll nun der Mensch herkommen, der
die Erlösung bewirken muß? Alle Menschen stammen von dem gefal-
lenen Menschenpaare ab und sind deshalb alle unter die Sünde und den
Tod verkauft. Also mußte die Rettung von oben kommen. Gott selbst -
und das ist das unbegreifliche Geheimnis, welches nur der Glaube er-
faßt - wurde Mensch und betrat in Christo Jesu den Schauplatz der
Sünde und des Todes.
34
Wir sahen schon bereits, daß Er an unsere Stelle trat, sich mit uns
eins machte, den Fluch der Sünde auf sich nahm und sich dafür strafen
ließ, damit wir erlöst und gerechtfertigt werden konnten. Er wurde was
wir sind, ,,Sünde“ damit wir wurden, was Er ist:
,,Gerechtigkeit Gottes!“ In Seinem Tode wurde unsere Erbmasse mit
gerichtet und in den Tod genommen. Somit wurde in dem Stellvertre-
ter die Sünde mit am Kreuze gerichtet und getötet. Vor Gott existiert
nun der nicht mehr, welcher gesündigt hat. Gott sieht den Erlösten in
Christo als eine neue Schöpfung. Er hat nun eine neue Abstammung.
Durch die Wiedergeburt hat er das göttliche Leben empfangen. Nun ist
der Sünder gerichtet und seine Sünden sind gesühnt. Das aber löst gro-
ße Freude und Dankbarkeit aus.

Eine schmerzliche Entdeckung

Nun passiert es oft, was wir vorhin anschnitten. Der Erlöste entdeckt
auf dem Wege der Nachfolge, daß es in der Praxis manchmal anders
aussieht. Die sündige Natur regt sich wieder. Die alte Eitelkeit will
wieder wirksam werden. Es geht etwas schief, und man wird böse,
schimpft und macht Vorhaltungen. Der alte beleidigte Mensch ist wie-
der erwacht. Mit dem Durchbruch der Sünde gehen aber, wie wir auch
schon feststellten, der Herzensfriede und die Freude verloren. Man ist
unglücklich und traurig. War denn alles nur Einbildung? O nein. Das
wäre ja eine billige Erlösung, wenn man sich nun wieder im alten Zu-
stand befände. Gerade der Kampf, der nun eingesetzt hat, ist der Be-
weis der Gotteskindschaft. Deshalb müssen wir verstehen lernen, daß
ja die Sünde nie stirbt, sondern ich, der gesündigt hat, bin mit Christus
gestorben. Der Glaube jubelt mit Recht: Sein Tod ist mein Tod, und
Sein Leben ist mein Leben; Seine Gerechtigkeit, Heiligkeit und Herr-
lichkeit ist auch meine. So wie Er ist, so bin auch ich! Bleibe ich nun
im Alltag in Christo, lebe ich in Seiner Gemeinschaft, dann bleibt der
alte Mensch im Tode Jesu und der neue Mensch erfreut sich der ständi-
gen Verbindung mit dem Herrn. An einem Gestorbenen kann die Sün-
de nichts mehr bewirken. Sie bricht aber sofort wieder durch und wird
wirksam, wenn wir, in den Dingen des alltäglichen Lebens diese Verbin-
dung lockern. In Christo kann die Sünde mich nie angreifen.
35
In unserer menschlichen Veranlagung hat sie Anknüpfungspunkte in
Fülle. Es muß also im Glauben genommen werden, was uns das Wort
Gottes vorstellt.
Das Fleisch bessern, ist unmöglich. Darum haben wir es im Glauben
genommen, daß es am Kreuze in Christus gerichtet und beseitigt wor-
den ist. Darum der Hinweis im Worte Gottes: Haltet euch der Sünde
für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu!
Ich halte mich für etwas, was auch tatsächlich geschehen ist. Glau-
ben heißt ja verwirklichen, überzeugtsein.
Der neue Mensch ist das, was die Bibel mit den Worten ausdrückt:
Was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist. - Was Gott tut, wird für
ewig sein. - Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt
hat, wird ausgerottet werden. Darum hat nur das Bestand, was durch
Gottes Geist gezeugt worden ist. In 1. Johannes 3, 9 lesen wir: Jeder,
der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in
ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. - Das
heißt, das aus Gott gezeugte Leben hat keine Beziehung zur Sünde.
Dieses göttliche Leben bringt nie Sünde als Frucht hervor. Das ist völ-
lig unmöglich, sonst müßte ja Gott selbst sündigen können. In 1. Johan-
nes 5, 18 u. 19 heißt es nochmal eindeutig: Wir wissen, daß jeder, der
aus Gott geboren ist, nicht sündigt, sondern der aus Gott Geborene
bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an. Also, der neue Mensch,
das von Gott gezeugte Leben, kann vom Bösen, vom Teufel, nicht an-
getastet werden. Dazu hat er keine Möglichkeit. Dieser neue Mensch,
diese neue Natur, ist ,,Geist“. Sie wurde indem Wiedergeborenen durch
die Macht des Heiligen Geistes gezeugt. Somit redet die Bibel vom
,,alten“ und vom ,,neuen“ Menschen. Was den alten Menschen anbe-
trifft, so schreibt Johannes: Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt
haben, so machen wir ihn zum Lügner und sein Wort ist nicht in uns
(1.Johannes 1, 10).- Dann fährt er fort: Meine Kinder, ich schreibe
euch dieses, auf daß ihr nicht sündiget; und wenn jemand gesündigt
hat - wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesum Christum,
den Gerechten. -

Ständiger Kampf
Wir müssen also genau unterscheiden zwischen dem inwendigen, (In-
neren) neuen vom Geiste Gottes gezeugten Leben und dem
36
äußeren, fleischlichen Menschen, das was wir von den Eltern her sind.
Zwischen den beiden Naturen gibt es keinen Frieden. Der Geist gelü-
stet wider das Fleisch und das Fleisch wider den Geist, schreibt Pau-
lus, damit ihr nicht tut, was ihr wollt. - Der äußere Mensch verfällt
(verdirbt), doch der innere wird Tag für Tag erneuert (2. Korinther
4,16).- Der neue Mensch kann nie verfallen, da er jeden Tag durch die
Kraft des Heiligen Geistes neu erfüllt und belebt wird. Er bewirkt die
Frucht des Geistes, so daß in dem neuen Menschen das Bild Jesu sicht-
bar wird. Der Heilige Geist widersteht dem Trieb der Natur. Und des-
halb heißt es: Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Lust des Flei-
sches nicht vollbringen (Galater 5, 16).-
Hier wird uns die Kraftquelle des Siegeslebens gezeigt. Nur in der
Kraft Gottes ist es möglich, die nach uns greifende Sünde zu überwin-
den. Mancher hat das mit gesetzlichen Mitteln versucht und ist elend
zuschanden geworden. Den gesetzlichen, fleischlichen Kampf eines
Menschen schildert Paulus in Römer 7. Das Ende davon ist der
Verzweiflungsschrei: Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von
diesem Leibe des Todes? Die sündige Natur kann nicht zum Halten der
Gebote gezwungen werden. Es ist keine Kraft dazu vorhanden. Dage-
gen hat der inwendige Mensch, das neue göttliche Leben, Wohlgefal-
len am Gesetz Gottes. Die Antwort auf den Ruf in Römer 7 heißt des-
halb: Ich danke Gott durch Jesum Christum, unseren Herrn! Also
nun diene ich selbst mit dem Sinne (erneuerten Sinn) Gottes Gesetz,
mit dem Fleische aber der Sünde Gesetz. -
Wir sehen erneut, Sieg über die Sünde gibt es nur in der Kraft des
Heiligen Geistes. Damm die ständige Warnung: Bleibet in mir, und
ihr bringt viel Frucht denn außer mir könnt ihr nichts tun. - Wandelt
im Geiste, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen! -
Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend durch unseren Herrn
Jesus Christus. - In Galater 2 beschreibt Paulus es so: ich bin mit
Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt
in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben,
durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für
mich hingegeben hat. -
Diese und viele andere Stellen der Heiligen Schrift zeigen ganz deut-
lich, daß nur in der engsten Gemeinschaft mit dem

37
Herrn Jesus die Freude des Heils genossen werden kann. Bleiben wir
als Mitgekreuzigte und Mitauferstandene in dieser praktischen Verbin-
dung, dann kann die Sünde nicht einbrechen. Lösen wir diese Verbin-
dung nur ein wenig, werden wir erfahren, wie der Feind die Spalte
schon benutzt und zu unserem Schaden eindringt, die Lust erzeugt und
uns zu Fall bringt.

Die Not der Kinder Gottes

Wir stehen alle in der Gefahr, die erste Liebe zu verlassen. Sie be-
steht ja in der ganzen Hingabe an den Herrn Jesus. Diese reine, bräutliche
Liebe hat ihr völliges Genüge an dem, den sie liebt. Neben Ihm hat sie
an nichts Interesse. Jede freie Stunde ist Ihm geweiht. Darum ist die
Zeit nach der Bekehrung so segensreich. Das Lesen des Wortes, die
Stille im Gebet sind eine Erquickung für die Seele. Das Zeugnis ist so
freudig, und deshalb sind Friede und Freude im Heiligen Geiste groß.
So lesen wir es auch von den ersten Christen: Sie wandelten in der
Furcht des Herrn und wurden vermehrt durch den Trost des Heili-
gen Geistes (Apostelgeschichte 9,31). - Jede Untreue (wir können das
nicht oft genug wiederholen) betrübt den Heiligen Geist, und damit ist
die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohne unterbrochen. Sofort
sind Friede und Freude auch gewichen, da sie ja nur im Heiligen Geiste
genossen werden können.
Wohl gemerkt, die Gemeinschaft, nicht die Kindschaft ist unterbro-
chen. Kind ist und bleibt Kind! Die göttliche Zeugung und Geburt kann
nicht rückgängig gemacht werden. Wo Gott ein Werk beginnt und es
zum Abschluß bringt durch die Versiegelung mit dem Heiligen Geiste,
wird Er nicht sich bei der nächsten Gelegenheit revidieren müssen, weil
Er sich geirrt hat. Gerade im Zusammenhang mit dem Sündigen wird
uns zugesichert, daß Gott noch unser Vater ist. Die Stelle: Wenn je-
mand gesündigt hat - wir haben einen Sachwalter bei dem Vater,
Jesum Christum, den Gerechten, und er ist (und bleibt) die Sühnung
für unsere Sünden, beweist also, wenn sich ein Kind Gottes überrum-
peln ließ, wenn jemand in einem unbewachten Augenblick durch die
Sünde zu Fall kam, daß der Fürsprecher, der die Sühnung ist, beim
Vater ist und das Verhältnis, des Kindes zum Vater aufrecht erhält. Dar-
38
um ist die Sünde im Leben des Erretteten etwas Unnormales. Vor der
Wiedergeburt mußte er sündigen, es war normal, da die Sünde sein
Wesen beherrschte. Nun aber ist er mit dem Herrn Jesus am Kreuze
gestorben. Es heißt: Wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sün-
de. -Hier kommt die wunderbare Tatsache des ,,Einsseins“ mit Chri-
stus zum Ausdruck. Eins mit Ihm am Kreuze; eins mit Ihm im Tode;
eins aber auch mit Ihm in der Auferstehung. Was er (der Herr Jesus)
gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber
lebt, lebt er Gott. Also auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott
aber lebend in Christo Jesu (Römer 6, 10, 11).- Ich kann mich aber
nur für etwas halten, was ich auch bin. Wir wiesen bereits darauf hin,
daß das im Glauben geschieht. Halte ich mich dafür, daß ich mit Christo
der Sünde gestorben bin, kann sie locken was sie will, der Tote reagiert
nicht darauf. Der innere Mensch, das von Gott gezeugte Leben, ist wirk-
sam, und wir bleiben in der gefahrvollen Welt bewahrt. Es müßte ja
von einer großen Gleichgültigkeit und Undankbarkeit zeugen, wenn
sich jemand, der ein Kind Gottes sein will, einfach gehen ließe, wenn
er sich den fleischlichen Lüsten hingäbe. Es heißt: ,,Wenn jemand.“
Wenn es der Sünde mal gelang einzubrechen. Es ist und muß die Sel-
tenheit, das völlig Unnormale bleiben. Von dem neuen Menschen in
Christo heißt es so schön: Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren
ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott geborene bewahrt sich, und
der -Böse tastet ihn nicht an (1. Johannes 5, 18).- Das aus Gott ge-
borene Leben ist in Christo und darum von der Sünde nicht angreifbar.
Die Bibel sagt: Dieses Leben ist in seinem Sohn. In Kolosser 3 heißt
es sogar: Unser Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn
der Christus, unser Leben, geoffenbart wird, dann werdet auch ihr
mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit. Welch eine Sicherheit
und Geborgenheit.
Nun verstehen wir das ,,Bewahren“ des aus Gott Geborenen besser.
Beide Naturen leben ihren Trieben entsprechend. Der ,,neue Mensch“
lebt aus den Kräften Gottes und ist von der Sünde nicht zu erreichen.
Der ,,alte Mensch“ ist mit gekreuzigt und muß im Tode bleiben. Er ist
anfällig für die Sünde. Er macht uns zu schaffen, wenn er wirksam
wird. Doch wenn ein Kind Gottes von der Sünde übereilt wird, so ist
damit nicht die Kindschaft aufgehoben. Das zu erkennen ist überaus
wichtig. Gott kann
39
doch nicht zweimal richten, um eine Sache aus der Welt zu schaffen.
Der, welcher gesündigt hat, ist gerichtet. Einen Gestorbenen kann man
nicht noch mal töten. Christus ist der Garant unseres Heils und die
Sühnung für unsere Sünden. So steht Er als der Fürsprecher beim Va-
ter. In Ihm stehen aber auch wir so tadellos vor Gott wie auch Er. In
Christo sind wir vollkommen gemacht

Also zwei Fürspecher oder Tröster

Im Johannes-Evangelium spricht der Herr Jesus oft von dem Für-


sprecher oder Tröster, dem Heiligen Geist, den Er senden würde, damit
er bei uns und in uns bleibe in Ewigkeit. Er ist der treue Führer, der uns
in die ganze Wahrheit leitet, der uns beisteht und Kraft zum Sieg ver-
leiht. Er ist es, der in uns wohnt, das neue Leben anfacht und uns vor
der Sünde warnt. Wohl uns, wenn wir ein ständiges Gemerk für Sein
Wirken und für Seine Stimme haben.Wenn Gefahr droht, dann tritt Er
in Tätigkeit. Somit haben wir einen Beistand, damit wir der Sünde kei-
nen Raum in uns geben. Lassen wir uns von Ihm warnen und bewah-
ren, dann ist der Sieg über die Sünde vorhanden.
Der zweite Fürsprecher, der Herr Jesus, ist beim Vater droben. Er tritt
in Aktion, wenn wir doch gestrauchelt sind und gesündigt haben. Er
verwaltet unsere Sache, darum wird Er Sachwalter genannt. Er ist der
Gerechte, in dessen Gerechtigkeit uns Gott nur sehen kann, aber Er ist
auch der Sühner, der alles am Kreuze auf Golgatha zur völligen Befrie-
digung Gottes hinausgeführt hat. Wir sehen, Gott hat für alles gesorgt,
da Ihm ja alles schon vorher bekannt war. ,Somit ist auch nichts und
niemand imstande, uns diese wunderbare Gabe Gottes zu rauben oder
zu nehmen. In Johannes 10,28 sagt der Herr Jesus: Und sie gehen nicht
verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. -
Nun höre ich den einen oder anderen sagen: Ihr macht es euch ja
leicht. Dann kann ja jeder machen, was er will. Verlorengehen kann
man nicht, also kann man ja lustig drauflos sündigen!
Schon diese Sprache ist verwerflich, geschweige solches Handeln.
Verrät sie doch die furchtbare Unwissenheit über die Gotteskindschaft.
Wer so redet, bei dem kann nie göttliches Leben vorhanden sein. Wie
ernst weist gerade in dieser Hinsicht der Apostel Paulus in Römer 6 auf
40
solche hin. Kein Gotteskind wird mit Mutwillen sündigen. Es ist jedes-
mal ein Unglück, ein tragisches Verhängnis, wenn es von der Sünde
übereilt wird.

Was muß nun geschehen, wenn jemand gesündigt hat?

Über alles gibt uns die Bibel Aufschluß. Die Beschäftigung mit dem
Worte Gottes ist für jedes Kind Gottes wichtig und notwendig.
In 1. Johannes 1 stehen drei wichtige Verse, die diese Frage beant-
worten. Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so betrügen wir
uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns! -Hier wird wieder von
der Sünde als Zustand geredet. Diese Sünde, das heißt, dieser sündige
Zustand, macht uns zu schaffen, solange wir auf Erden sind. Wer da
sagt, daß dies bei ihm nicht der Fall ist, der lebt in einem verhängnis-
vollen Selbstbetrug und hat keine Verbindung mit dem Herrn Jesus,
der die Wahrheit ist; ihn hat auch der Geist der Wahrheit nicht überfüh-
ren können von seinem verderbten Dasein.
Die zweite Stelle lautet: Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt
haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in
uns. Hier spricht der Apostel vom ,,gesündigt haben“ als in der Ver-
gangenheit. Er setzt keineswegs voraus, daß wir weiter sündigen. Das
Normale ist ,,das Wandeln im Licht“ ,wie Gott im Lichte ist. In diesem
Lichte wird alles offenbar, was nicht vor ihm bestehen kann. Darum
steht mit dem Wandeln im Licht der kostbare Vers in Verbindung: Und
das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde (1.
Johannes 1,7).- Ohne dieses immerwährende reinigende Blut Christi
gäbe es keine Gemeinschaft mehr. Es heißt nicht: Hat uns gereinigt,
sondern reinigt uns! Es handelt sich um die Wirkung des Blutes Jesu.
Die Wirkung ist immer Reinigung. Wer könnte wohl sagen, er hätte
noch nie gesündigt? Wäre das keine Vermessenheit? Derjenige macht
Gott zum Lügner, der ihn ja tausendfach durch Sein Wort überführt hat.
Solche Behauptungen bewiesen aufs neue, daß keine Lebensverbindung
mit Gott bestehen kann.
Der dritte, ebenfalls so wichtige Hinweis lautet: Wenn wir unsere
41
Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden
vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit Auch bei diesem
Vers ist es wichtig zu beachten, daß es nicht heißt: Hat uns vergeben,
oder wird uns vergeben, sondern vergibt uns! Es ist die immerwäh-
rende Gegenwart. Es ist ein Grundsatz: Auf das Bekennen kommt die
Vergebung! Das Licht Gottes oder der Heilige Geist, überführt von je-
der Sünde. Wir wiesen schon darauf hin, daß der Fehltritt traurig macht.
Der Heilige Geist ist betrübt; Friede und Freude, die ich nur in Ihm
genießen kann, sind verlorengegangen. Das Wandeln im Lichte, wie
auch Gott im Lichte ist, ist unterbrochen. Wie könnte es nun möglich
sein, daß ein wahres Kind Gottes in einem solchen Zustand weiterle-
ben würde? Es sucht doch die nächste Gelegenheit, um wieder mit dem
Vater in die traute Gemeinschaft zu kommen. Im Kämmerlein, auf den
Knien, findet das Bekennen statt. Hier beugt es sich unter die Sünde
und beklagt seine Untreue. Und was geschieht? Der Herr ist treu und
gerecht, Er vergibt die Sünde und Er reinigt von aller Ungerechtigkeit.
- Bekennen heißt, die Sünde mit Namen nennen. Ich habe ihre ganze
Abscheulichkeit eingesehen und mich entschieden von ihr abgewandt.

Und was ist das Ergebnis?

Der Vater vergibt um Jesu willen, dessen Blut rein macht von jeder
Sünde. Die Seele erfreut sich wieder der seligen Gemeinschaft mit dem
Vater und dem Sohne im Heiligen Geiste. Die Sünde ist verurteilt. Wir
haben uns selbst gerichtet, und somit erfreut man sich wieder des seli-
gen Verhältnisses mit dem Vater. Wohlgemerkt, die Sohnschaft hört
nicht auf, sondern die Gemeinschaft ist getrübt durch die Sünde.
Wenn dein Kind dich betrübt oder gar schwer beleidigt hat, ist es
dann dein Kind nicht mehr? Die Kindschaft beruht doch auf der Ge-
burt, nicht in dem Verhalten. Was könnte dich wohl mehr erfreuen, als
wenn dein Kind die Verfehlungen einsieht und dann kommt, um dir
alles zu bekennen und um Vergebung zu bitten. Wirst du es von dir
stoßen? Oder schließt du es nicht überglücklich in deine Arme und
sprichst ihm die Vergebung zu? Wie wird dein Herz jubeln,

42
daß dein Kind seine Schuld eingesehen hat. Die Kluft, die vorher
bestand, ist zugeschüttet. Du bist glücklich, und dein Kind ist glück-
lich. Alles ist wieder wie vorher. Wenn du Psalm 51 liest, dann hast du
ein Bild aus der Praxis. David liegt vor Seinem Gott im Staube und
bekennt seine Sünde. In seiner tiefen Reue betete er aber nicht: Laß
mir dein Heil wiederkehren, sondern: Laß mir wiederkehren die Freu-
de des Heils!
Um diese ,,Freude des Heils“ aber geht es. Wer nicht mehr glücklich
ist, wer die Lust zum Gebet und zum Lesen der Bibel verloren hat, der
lebt in ungerichteten Sünden. Es gibt ja nichts Zarteres, als die Ge-
meinschaft mit dem Vater. Unmöglich kann sie genossen werden, wenn
sich die Seele in weltlichen Dingen wohlfühlt; oder wenn Lieblosig-
keit, Gehässigkeit und Undank vorliegen. Gott ist heilig und ist Licht.
Alles, was das Licht scheut und nicht verträgt, ist Unreinheit und Sün-
de. Das geringste Böse paßt nicht in Gottes Gegenwart und muß ge-
richtet und im Bekenntnis beseitigt werden. Nur so können wir wieder
glücklich werden.
Wir wollen deshalb unser Glaubensleben überprüfen. Der Geist Got-
tes soll alle Lebensgebiete durchleuchten, und schonungslos wollen
wir unsere Verfehlungen aufdecken lassen. Sünde bleibt Sünde, und
sie ist Gott ein Greuel. Die Sünden des Gotteskindes sind genauso
hassenswürdig, wie die des Ungläubigen, nur mit dem Unterschied,
daß der Gläubige Buße tat und Vergebung fand. Doch Gott ist zu rein
von Augen, um Böses zu sehen (Habakuk. 1,13).- Darum ist völliger
Bruch mit allem, was sich an Bösem bei uns eingeschlichen hat, so
überaus nötig. Ein totaler Hausputz muß geschehen. Jeden Tag sollte
das Gotteskind sein Tun und Lassen überprüfen und alles, was nicht in
Gottes Gegenwart paßt, verurteilen und bekennen. Dadurch wird dann
das Eintreten eines lauen Zustandes verhindert. Der Heilige Geist will
uns so gerne den Weg der Heiligung führen. Vor allem will Er uns auf
die Stimme Gottes aufmerksam machen. Überhören wir sie, so straft
Er uns in unserem Gewissen und überführt uns von dem Fehltritt. Unter-
bleibt dann das Bekenntnis, so muß der Vater mit Zucht eingreifen. Nie
kann Er uns gehen lassen. Seine Liebe zu uns muß sich dann in der
Züchtigung erweisen. Zucht ist keine Strafe. Gott kann uns nicht mehr
für die Sünde strafen. Die Strafe für unsere Missetaten lag auf unserem
Herrn Jesus, als Er
43
am Kreuz alles auf sich nahm, was uns treffen mußte. Das Wort
,,Zucht“ hat es mit ziehen zu tun. Der Vater will uns durch Leiden und
Nöte neu zu sich ziehen. Wie wenig wird das heute verstanden. Man
hält Trübsal, Leiden, Krankheit und Nöte für normal als zu unserer
Glaubenslaufbahn gehörig. Wer fragt sich noch, was der Vater im Leid
ihm sagen will? Wir sollen ganz nahe an Sein Herz kommen. Dazu ist
Reinigung und Heiligung so notwendig. Wir wollen den Wunsch des
Dichters auch uns zu eigen machen, wenn er in einem Lied zum Aus-
druck bringt:
Näher, noch näher, ganz in den Tod,
gebe ich willig, mein Heiland und Gott,
was Deinen Segen hemmte in mir:
weltliche Freuden und irdische Zier.
Näher, noch näher, völlger und frei,
bis alles eigene Ringen vorbei,
bis all mein Leben Dein Abglanz ist,
und Du, Herr Jesus, mein alles mir bist.
Unterbleibt also das Selbstgericht, so muß Gott uns zurechtbringen.
Der Apostel Paulus schreibt da ein sehr wichtiges Wort: Aber wenn
wir uns selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir
aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, auf daß
wir nicht mit der Welt verurteilt werden (1. Korinther 31,32). - In dem
Vers vorher hatte er nämlich den Korinthern mitgeteilt, daß durch ihr
unheiliges Verhalten viele unter ihnen schwach und krank seien, und
daß der Herr schon einige durch den Tod weggenommen habe. Auf
jeden Fall wollen wir festhalten, daß die Zucht des Vaters nur diese
Absicht hat, die ein Dichter beschreibt:
Unter Leiden prägt der Meister,
in die Herzen, in die Geister
Sein allgeltend Bildnis ein.
Leiden macht im Glauben gründlich,
macht gebeugt, barmherzig, kindlich.
Leiden, wer ist deiner wert?
Hier nennt man dich eine Bürde,
droben bist du eine Würde,
die nicht jedem widerfährt.
Sollte der Dank für die Liebe Jesu am Kreuze nicht unser
44
ganzes Leben bestimmen? Sollte dieser Dank nicht ein duftender
Wohlgeruch für den Vater und den Sohn sein? Wie sind doch Seine
Gnade und Sein Erbarmen so groß! Eine hohe Berufung ist uns als
Kindern Gottes zuteil geworden. Laßt uns derselben würdig wandeln,
als Kinder des Lichts und des Tages. Die Zeit drängt, die Wiederkunft
des Herrn Jesus steht nahe bevor. So laßt uns nüchtern sein, und ange-
tan mit den Waffen des Lichts, jenen neuen Morgen, den Morgen ohne
Wolken erwarten. Sehet, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat,
daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Deswegen erkennt uns die Welt
nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder
Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein wer-
den; wir wissen, daß, wenn es offenbar werden wird, wir ihm gleich
sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der
diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich selbst, gleichwie er rein ist
(1. Johannes 3, 1, - 3).- Und nun, Kinder, bleibet in ihm, auf daß wir,
wenn er geoffenbart wird, Freimütigkeit haben und nicht von Ihm
beschämt werden bei seiner Ankunft (1. Joh. 2, 28).- Diesem Ziele
laßt uns mit brennendem Herzen entgegeneilen. Unterlassene Möglich-
keiten können wir nicht mehr aufholen. Doch die uns verbleibenden
Tage wollen wir recht ausnutzen zu Seiner Ehre. Wir dürfen uns gegen-
seitig Mut machen mit den Worten des Dichters:

Bruder, was immer auch sei dein Geschick


komm, und auch dir schenkt der Heiland dies Glück.
Stelle dich unter Sein schützendes Blut,
Stunde um Stunde - und alles wird gut.
Stunde um Stunde hast in Ihm du Ruh,
fließt Seine Kraft und Sein Leben dir zu.
Laß es fortan deine Losung nur sein:
Stunde um Stunde, o Herr, ich bin Dein.

45
Völlig kostenlos
erhältst du von uns außer dieser Broschüre noch folgende:

Wer betet, siegt,


bringt zum Ausdruck: Siege müssen auf den Knien errungen werden!
Hand ans Werk,
will dir zeigen, wie du mehr für deinen Heiland im Einsatz stehen kannst.
Gott hat die Fülle,
sagt dir, wie du täglich reichlich aus den Segensstätten Gottes nehmen kannst.
Ruhe in Gottes Hand,
diese Schrift will jedem Leser eine tiefe, innere Ruhe vermitteln.
Das Glück des Geborgenseins,
will dir in den Stürmen des Lebens Mut machen.
Gott sucht Werkzeuge,
sagt dir, daß der Herr auch dich als ein Werkzeug besonders segnen möchte.
Der entscheidende Schritt,
will jedem Mut zur Entscheidung für den Heiland vermitteln.
Rechne doch mehr mit Gott,
will dich ermuntern, in allen Schwierigkeiten auf Gottes Hilfe zu vertrauen.
Der Siegeszug des Weiterlösers,
klärt dich darüber auf, daß das größte Ereignis der Weltgeschichte bald kommt.
Ein Blick Ins Jenseits,
läßt dich hinter den Vorhang zur Ewigkeit schauen!
Auch schwere Wege sind Segenswege,
will dich ermuntern, deine Mutlosigkeit zu begraben.
Gott löst deine Probleme,
diese Schrift will dir sagen, daß Gott deine Sache völlig regeln will.
Die Verheißungen Gottes,
sagt dir, daß Gott große Schätze für dich bereithält.
Geführt von Gottes Hand,
ermuntert dich, Gott zu vertrauen; denn: Er führt doch recht!
Betritt den rechten Weg,
ist eine Schrift, die dir helfen soll, die rechten Entscheidungen zu treffen.
Die frohe Kunde,
diese Schrift will dir eine frohmachende Botschaft vermitteln.
Glücklich wer Vergebung fand,
eine Schrift, die wirklich froh macht.
Vom Gottesleugner zum Evangelisten,
die Schrift, in der Werner Heukelbach die Wende seines Lebens schildert.
Die Broschüre von Friedheim Zopf
Auf der Suche nach Glück, will jungen Menschen den Weg zu Jesus zeigen.
Die zeitnahe Broschüre von Josef Kausemann
Bevorstehende Ereignisse gibt Antwort auf brennende Fragen.
Der Vater wartet,
die Schrift von Josef Kausemann behandelt das Gleichnis vom “Verlorenen Sohn”.
Das Evangelium Johannes,
mit evangelistischen Anmerkungen von Werner Heukelbach.
Was steht kurz bevor?
Diese Broschüre sollte unbedingt jeder besitzen!
46
Anmerkung der EDV-Brüder:

„Wo ist das Missionswerk Werner Heukelbach im Internet


(www) zu finden?“ wurde ich per EMail, über meine HP gefragt. Ich
wußte es nicht.
Die Schriften werden aber verlangt. So haben manche die Schriften
von den Originalbroschüren und Traktaten eingescannt und sie ins Welt-
netz - Ihnen zur Verfügung - gestellt. Dieses wurde sehr sorgfältig ge-
tan. Trotzdem können sich Fehler eingestellt haben.
Diese bitten wir schon im Vorwege zu entschuldigen.

Beachten Sie bitte, dass Anschriften etc. nicht mehr aktuell sein kön-
nen.

Wir wünschen Ihnen den reichen Segen Gottes!

Im November 2003
Kde

Sofern Sie über Internet verfügen, würden wir uns freuen, wenn Sie
mithelfen die Schriften bekannter zu machen. Setzen Sie bitte einen
Link auf die folgende Seite:
http://www.bibel-wissen.de/heukelbach
Danke!

Sie erreichen das Missionswerk unter:

Missionswerk Werner Heukelbach


Radiomission - Literatur - Telefonmission - Seelsorge
D-51700 Bergneustadt

Anschrift für die Schweiz:


Postfach 650, CH-4800 Zofingen

47