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Im Zürcher Nobelhotel schnappte die Falle
zu
Ex-Polizist und früher Beschützer von UBS-Spitzen: Wie der 52-jährige Peter K. Schweizer Banken
ausspionierte. Das Verrückte an der Geschichte: Er ist Agent des NDB – wenn auch inoffiziell.
Von Martin Stoll 08:11

Stichworte
Banken

Artikel zum Thema

Die löchrige Abwehr stopfen

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Kommentar Der Finanzplatz Schweiz hat ein
Problem: Er lässt sich ausspionieren, als
wäre er Kulisse eines Films. Mehr...
Von Von Thomas Knellwolf. 00:08

Der Mann stellte sich am Nachmittag des 2. Februar 2015 im Zürcher Hotel Savoy
Baur en Ville mit «Herr Ladner» vor. Der 52-jährige Zürcher Privatermittler Peter K.
(Name geändert) sah diesen Herrn zum ersten Mal. Trotzdem war das Eis rasch
gebrochen. «Herr Ladner» kam stellvertretend für einen Menschen, dem Peter K.
blind vertraute, den in Deutschland bekannten Buchautor und
Enthüllungsjournalisten Willhelm Dietl. Gemeinsam hatten die beiden in den letzten
Monaten ein brandheisses Geschäft aufgegleist: die Lieferung von Bankkundendaten.
Im Hotel am Paradeplatz drehten sich die Gespräche um Informationen zu Personen
mit Konto bei der russischen Gazprom-Bank. K. hatte sich Datenmaterial über einen
seiner vielen Auslandkontakte, einen israelischen Sicherheitsexperten, beschafft.
Eine Teillieferung war bereits vor Monaten abgewickelt worden: K. hatte laut
Unterlagen, die dem Tagesanzeiger.ch/Newsnet vorliegen, seinem Gewährsmann
Dietl am 20. September 2014 eine Liste mit 7000 deutschen Kunden der russischen
Bank übergeben.

Spionage in der Schweiz
Angriffsziel Wirtschaft
Amerikas grosse Ohren in Genf:
Alle mächtigen Staaten schicken Agenten in die
Schweiz. Über die amerikanische und die
britische Spionage ist – dank Whistleblower
Edward Snowden und der Enthüllungsplattform
Wikileaks – am meisten bekannt. Die
US-Dienste CIA und NSA betreiben in Genf
einen «Special Collection Service». In der
UNO-Mission an der Rhone befindet sich eine
leistungsfähige Abhöranlage. Dokumentiert
sind US-Lauschangriffe auf eine Handelsdelegation Japans in Genf von 1995 oder auf die
Schweizer Zahlungsverkehr-Drehscheibe Swift
in den Nullerjahren. Die USA bestreiten
Spionage gegen den schweizerischen
Finanzsektor. Der frühere CIA- und NSA-Agent
Snowden sagt aber, dies geschehe sehr wohl.
Grossbritanniens Absauger:
Das britische NSA-Pendant GCHQ hat es auf
unbekannte Schweizer Roamingfirmen
abgesehen: die Berner Comfone und die
Zürcher Starhome Mach. Die Datensammler
nahmen auch den Genfer Ex-Diplomaten
Nicolas Imboden ins Visier, der afrikanische
Staaten im Kampf gegen westliche
Baumwollsubventionen unterstützt. Sie
versuchten zudem, den Telecom-Daten-Riesen
Bics zu hacken, an dem die Swisscom beteiligt

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21.08.15 09:59

Beigefügt waren «streng vertraulich» gekennzeichnete Ermittlungsberichte. wie die «SonntagsZeitung» berichtete.und Werkplatzes Schweiz».. Blog K. schreibt aber. als die Fahnder dessen Wohn.. besteht in der Sache kein weiterer Handlungsbedarf. brachte die Ermittlungen bei der Bundesanwaltschaft mit der Strafanzeige am 12. war nicht einfach: Peter K. Die Bundeskriminalpolizei beschlagnahmte unter anderem einen Laptop und ein Handy. Diese Unterlagen seien ihr «von einer Drittperson auf deren Initiative» übergeben worden. http://www. wegen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes eröffnet. Bei dieser Drittperson handelt es sich gemäss Recherchen von Tagesanzeiger. Foto: Dominque Meienberg Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) erklärt.15 09:59 . Im Anschluss an das vertrauensvolle Tête-à-Tête wurde K. welche ihm vom NDB zur vertraulichen Übermittlung von Informationen übergeben worden waren. er unternehme «keine Anstrengungen zum generellen Schutz des Wirtschafts-. arbeitete auch als Informant für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Er arbeitete während 16 Jahren als Fahnder gegen die organisierte Kriminalität bei der Zürcher Polizei.Schweiz: Sta. Die Redaktion auf Twitter Stets informiert und aktuell. Januar denn auch ins Rollen. Schwache schweizerische Abwehr: Ein Schweizer Agent mit fremden Datenmaterial Geschäfte gemacht. ehemaliger Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes. Es wurden über sechs Wochen daraus. Hier war er ein Mann für heikle Fälle und infiltrierte angeblich als Undercover-Agent in Südamerika Drogenkartelle.tagesanzeiger. Der NDB will zum Fall keine Stellung nehmen.Im Zürcher Nobelhotel schnappte die Falle zu . der Bundesanwaltschaft und SVP-Bundesrat Ueli Maurer ins Bild setzen. Ein entsprechendes Mandat wurde ihm verweigert. Deutschland und Frankreich interessieren sich für Fluchtgeld in der Schweiz. liess sich vom NDB. Das wurde offensichtlich. ist. er erfülle «seinen Auftrag im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben».. Denn «Herr Ladner» war ein V-Mann der Schweizer Bundesanwaltschaft. Sein ehemaliger Arbeitgeber. Ständerat Paul Niederberger. Weil ein Angestellter des Nachrichtendienstes intensive Kontakte zum Verhafteten pflegte.08. Ausgerüstet vom Geheimdienst K. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen drei deutsche Beamte wegen Anstiftung zu BankdatenDiebstahl. festgenommen und in U-Haft gesetzt. Die Geheimdienstaufsicht des Parlaments.. E-Mails. ist mit vielen BKP-Fahndern per Du. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst. wurden sie hierzulande aktiv.. arbeitete bis 2010 auch in der Sicherheitsabteilung der UBS. Trotzdem bekämpft der NDB Spionageangriffe auch in diesen Bereichen – mit bescheidenen Mitteln. Um Vermögen aufzuspüren. Erst nach eineinhalb Monaten kam er frei. Die Ermittler des Bundes hatten bereits im Januar ein Ermittlungsverfahren gegen K.(tok) Der Termin an jenem Montag im Februar im Zürcher Nobelhotel dauerte länger als vorgesehen. schrieb die UBS der Bundesanwaltschaft. die Zielperson. In der Folge heftete sich ein Observationstrupp der Bundeskriminalpolizei (BKP) an die Fersen des 52-jährigen Schweizers. Gesprächsprotokolle und Angaben zu Bankkunden. August Hanning.und Arbeitsort im Kanton Zürich durchsuchten. Personal für die Beschattungsoperation zu finden. die Geschäftsprüfungsdelegation. Die Fiskalfahnder aus der Nachbarschaft: Steuerbeamte aus Italien. Mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz könnte die wirtschaftliche Abwehr verstärkt werden. Finanz.ch/Newsnet und «SonntagsZeitung» um den umstrittenen deutschen 2 von 3 21. die Grossbank.ch/schweiz/standard/Im-Zuercher-. wurde dieser im Februar für mehrere Wochen freigestellt. Für den Präsidenten der Geschäftsprüfungsdelegation.

«Diese müsse man nach der Übergabe des Grunddossiers bestellen und extra bezahlen».» Nicht inbegriffen seien Kontobewegungen. «Für die Grunddaten eines Dossiers verlangt er 150 000 Euro. er habe laut Protokollen «in grösserem Rahmen» Bankkundendaten für 130'000 Euro verkauft. detailliert beschrieben: «Er ist ein typischer Deutschschweizer. «Aura eines Erfolgsmannes» Die UBS. Dies sei aus den konspirativ geführten Gesprächen mit K.Im Zürcher Nobelhotel schnappte die Falle zu . Drogenhandel und Geldwäsche zu bekämpfen. im Auftrag westlicher Sicherheitsbehörden Terrorismus. In den der UBS-Strafanzeige beigelegten Berichten wird K. Neben Daten zu Kunden der Gazprom-Bank wechselte offenbar auch das Dossier zu Hanning die Hände. So bleibt im Dunkeln. wer Mauss’ Ermittlungsaktion finanziert hat.ch/schweiz/standard/Im-Zuercher-. hat letzte Woche bei der Bundesanwaltschaft Strafantrag gegen unbekannt eingereicht. vor. heisst es. Konkrete Beweise für diese Vorwürfe fehlen in den Berichten. http://www. eine Anzahl leitender Angestellter «seit Jahren korrumpiert». die in den Besitz der Mauss-Protokolle gekommen war und diese der Bundesanwaltschaft weiterleitete. Oktober 2014 in Frankfurt. sehr charmant und mit der Aura eines Erfolgsmannes. welche eigentlich die Aufgabe hätten. weisses. 23:54 Uhr) 3 von 3 21. als «Kopf einer kriminellen Vereinigung» bezeichnet.08.» Bei August Hanning handelt es sich um den früheren Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND). Das letzte Mal in die Schlagzeilen geriet der «selbst ernannte Pionier gegen das Verbrechen» («Der Spiegel») im Zusammenhang mit der Beschaffung der 2008 verschwundenen Leiche des Milliardärs Friedrich Karl Flick.. K. So liessen sich die relativ hohen Kosten erklären. «Er kam erneut mit Chauffeur aus Zürich». schwarzer Anzug. Auch in fast allen Schweizer Grossbanken habe K. Auch in fast allen Schweizer Grossbanken habe K. K. Kontobewegungen weltweit bis zu zehn Jahre zurück auszuforschen. Geld ist wohl geflossen: Bei Hafteröffnung hielt Carlo Bulletti. dass sämtliche Transaktionen der beiden Schweizer Bankkonten von August Hanning für den zurückliegenden Zeitraum von zwölf Monaten 70'000 Euro kosten würden.08. heisst es in der Aktennotiz zur Zusammenkunft am 28. «in dieser Angelegenheit keinerlei Anweisungen oder Aufträge an private Ermittler erteilt oder finanziert» zu haben. hervorgegangen. Hanning. eine Anzahl leitender Angestellter «seit Jahren korrumpiert».» Er sei nur Mittelsmann und bei der Lieferung von Bankdaten auf seine Zuträger angewiesen. Und: «Er brachte die Information.s Leute seien in der Lage.. erhalte Informationen von Mitarbeitern der Interbanken-Organisation Swift.tagesanzeiger. heisst es im Bericht. K.2015. In den der UBS übergebenen Berichten wird K. Wohl im Auftrag von Werner Mauss traf der Journalist Dietl den Zürcher Privatermittler K. Die darin enthaltenen Daten zu Bankkonten seien gefälscht. Diese mit Sicherheitsaufgaben beauftragten Personen hätten «ihre Hemmschwelle verloren» und würden sich durch illegalen Datenverkauf bereichern. teures Hemd..15 09:59 .. Bei einer grösseren Bestellung gebe es Rabatt. (Tages-Anzeiger) (Erstellt: 20. Die Treffen wurden akribisch dokumentiert. Der 75-Jährige war in der Vergangenheit Akteur in spektakulären Kriminalfällen. wiederholt in Deutschland und der Schweiz. Privatagenten Werner Mauss. Leitender Staatsanwalt des Bundes. betont.Schweiz: Sta. der seinen Namen missbraucht sieht.