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Deutsches Institut für Normung

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Logo des Deutschen Instituts für Normung

für Normung Logo des Deutschen Instituts für Normung Sitz des Deutschen Institutes für Normung am DIN-Platz

Sitz des Deutschen Institutes für Normung am DIN-Platz in Berlin-Tiergarten

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) ist die bedeutendste nationale Normungsorganisation in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde am 22. Dezem- ber 1917 unter dem Namen „Normenausschuß der deut- schen Industrie“ gegründet. Eine erste Umbenennung er- folgte 1926 zu „Deutscher Normenausschuß“, um auszu- drücken, dass sich das Arbeitsgebiet nicht mehr auf die Industrie beschränkte. Der heutige Name „DIN Deut- sches Institut für Normung e. V.“ wurde 1975 im Zu- sammenhang mit dem zwischen der Organisation und der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossenen Nor- menvertrag gewählt. Die unter der Leitung von Arbeits- ausschüssen dieser Normungsorganisation erarbeiteten Normen werden als DIN-Normen bezeichnet.

Das Deutsche Institut für Normung ist ein eingetrage- ner Verein, wird privatwirtschaftlich getragen und bei sei-

Verein , wird privatwirtschaftlich getragen und bei sei- Sitz des Deutschen Institutes für Normung in

Sitz des Deutschen Institutes für Normung in Berlin-Tiergarten von Osten aus gesehen

nen europäischen und internationalen Normungsaktivitä- ten von der Bundesrepublik Deutschland als einzige na- tionale Normungsorganisation unterstützt. Es bietet den sogenannten „interessierten Kreisen“ (Hersteller, Handel, Industrie, Wissenschaft, Verbraucher, Prüfinstitute und Behörden) ein Forum, im Konsensverfahren Normen zu erarbeiten. Der interessierte Kreis der Verbraucher wird durch den Verbraucherrat des DIN vertreten. Das DIN ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschlands.

1 Grundprinzipien

Die Grundprinzipien der Arbeit des DIN sind in DIN 820 festgeschrieben:

Anwenderfreundlichkeit

Beteiligung aller interessierten Kreise

Einheitlichkeit

Freiwilligkeit

Internationalität

Kartellrechtliche Unbedenklichkeit

Konsens

Marktorientierung

Nutzen für die Allgemeinheit

Öffentlichkeit

Orientierung am Gemeinwohl

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3 ORGANISATION UND ARBEITSWEISE

Sachbezogenheit

Stand der Wissenschaft und Technik

Transparenz

Widerspruchsfreiheit

Wirtschaftlichkeit

2 Aufgabe

Aufgabe des DIN ist es, zum Nutzen der Allgemein- heit unter Wahrung des öffentlichen Interesses die Normung anzuregen, zu organisieren, zu steuern und zu moderieren. Die Arbeitsergebnisse dienen der Innovation, der Rationalisierung, Verständigung in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Öffent- lichkeit, der Sicherung von Gebrauchstauglichkeit, Qualitätssicherung, Kompatibilität, Austauschbarkeit, Gesundheit, Sicherheit, dem Verbraucherschutz, Ar- beitsschutz und dem Umweltschutz. Bei ihrer Erstellung wird angestrebt, dass die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und der aktuelle Stand der Technik berücksichtigt wird.

Die elektrotechnischen Themen werden von DIN und dem deutschen Verband der Elektrotechnik (VDE) ge- meinsam in der DKE Deutsche Kommission Elektrotech- nik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE bearbeitet.

Das DIN arbeitet in den internationalen und europäischen Normengremien ISO und CEN und in den elektrotech- nischen Organisationen IEC und CENELEC mit, um die deutschen Interessen zu vertreten und den internationalen freien Warenverkehr zu fördern. Es organisiert die Ein- gliederung internationaler Normen in das deutsche Nor- menwerk.

Die DIN-Normen werden über den Beuth Verlag, ein Tochterunternehmen der DIN-Gruppe, in Papierform und als Download kostenpflichtig vertrieben. Der Ver- lag vertreibt auch Normdokumente anderer und auslän- discher Normungsstellen.

3 Organisation und Arbeitsweise

Das DIN ist ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder juristische Personen sind. Die Mitgliederversammlung wählt das Präsidium, das aus Vertretern aller beteilig- ten interessierten Kreise (sämtliche Wirtschaftssektoren, die Verbraucher, die Wissenschaft und der Staat) besteht. Präsident seit 2009 ist Klaus Homann.

Das DIN wird von einer Geschäftsleitung geführt, wel- cher der Vorsitzende des Vorstandes vorsteht. Der Vor- sitzende des Vorstandes ist auch Mitglied des Präsidiums. Die fest angestellten Mitarbeiter des DIN sorgen als Se- kretäre dafür, dass die Grundprinzipien des DIN einge- halten werden, d.h. dass zum Beispiel kein interessierter Kreis unberücksichtigt bleibt. Sie organisieren die Arbeit in den Gremien (auch in internationalen), stellen das Ar- beitsprogramm und den Haushaltsplan der Normenaus- schüsse auf und stimmen beides mit dem Lenkungsgre- mium ab, das aus Vertretern der interessierten Kreise be- steht. Das DIN stellt die elektronische Infrastruktur für die Normenentwicklung zur Verfügung.

Die ergebnisorientierten Aktivitäten (zum Beispiel der Vertrieb der Norm-Dokumente durch den Beuth-Verlag) erfolgen in GmbHs als Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Sie tragen zur Kosten- deckung der gemeinnützigen Normungsaktivitäten bei.

3.1 Normenausschüsse

Die fachliche Arbeit der Normung wird in Arbeitsaus- schüssen beziehungsweise Komitees durchgeführt. Für eine bestimmte Normungsaufgabe ist jeweils nur ein Ar- beitsausschuss beziehungsweise ein Technisches Komi- tee zuständig. Diese Ausschüsse bzw. Komitees vertreten ihre Aufgabe zugleich in den regionalen und internatio- nalen Normungsorganisationen. Im Regelfall sind mehre- re Arbeitsausschüsse zu einem Normenausschuss im DIN zusammengefasst.

Einige Normenausschüsse führen den Namen „Normen- stelle“, die Groß/Kleinschreibung innerhalb der Abkür- zungen der Normenausschüsse ist unsystematisch, viele, aber nicht alle Abkürzungen für Normenausschüsse be- ginnen mit „N“. Die Namen einiger Normenausschüsse sind irreführend, z. B. vertritt der Normenausschuss Au- tomobiltechnik das gesamte Gebiet des Kraftfahrzeugwe- sens. Zurzeit (Ende Mai 2013) gibt es ca. 70 Normen- ausschüsse. Eine vollständige Liste findet man über die Homepage des DIN e. V.

3.1.1 Liste von Normenausschüssen (Auswahl)

Normenausschuss Armaturen (NAA)

Normenausschuss Automobiltechnik (NAAutomo- bil)

Normenausschuss Bauwesen (NABau)

Fachnormenausschuss Bergbau (FABERG)

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Fachnormenausschuss Kautschuktechnik (FAKAU)

Normenausschuss Dental (NADENT)

Normenausschuss Dienstleistungen (NADL)

Normenausschuss Messen und Regeln (NAMUR)

Normenstelle Elektrotechnik (NE)

Normenausschuss Ergonomie

Normenausschuss Feinmechanik und Optik

Normenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW)

Normenausschuss Heiz-, Koch- und Wärmgerät (FNH)

Normenausschuss Persönliche Schutzausrüstung

Normenausschuss Pigmente und Füllstoffe

Normenausschuss Sachmerkmale (NSM)

Normenstelle Schiffs- und Meerestechnik (NSMT)

Normenausschuss Sport- und Freizeitgerät (NASport)

Normenausschuss Tankanlagen (NATank)

Normenausschuss Technische Grundlagen (NATG)

Normenausschuss Terminologie (NAT)

Normenausschuss Wasserwesen

Normenausschuss Luft- und Raumfahrt (NL)

4 Finanzierung

Das Budget des DIN und damit die Finanzierung der Nor- mungsarbeit wird aus drei Quellen gespeist:

1. Beiträge der öffentlichen Hand werden im Interes- se der allgemeinen Gewerbeförderung, der Förde- rung des Wettbewerbs und im Interesse der öffent- lichen Ordnung (Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz etc.) geleistet. Diese Mittel sind zweckgebunden zur Durchführung bestimmter Normungsvorhaben im öffentlichen Interesse.

2. Direkte finanzielle Beiträge der Wirtschaft beste- hen aus Mitgliedsbeiträgen und Förderbeiträgen, die ein praxisnahes Steuerungsinstrument für die Nor- mungsarbeit darstellen.

3. Eigene wirtschaftliche Aktivitäten – den größten Anteil, ca. 68 % am Gesamthaushalt, erwirtschaf- tet das DIN mit seinen Tochtergesellschaften. Hier- zu zählen die Erlöse aus dem Verkauf der Nor- men und Norm-Entwürfe, weitere Verlagsaktivitä- ten, Einnahmen aus Dienstleistungen sowie Beteili- gungserträge.

5 Geschichte

Dienstleistungen sowie Beteili- gungserträge. 5 Geschichte Statuen von Christian Peter Wilhelm Beuth und Wilhelm

Statuen von Christian Peter Wilhelm Beuth und Wilhelm von Humboldt vor dem Gebäude des DIN in Berlin.

Die Vorarbeiten zur Rationalisierung der Rüstungspro- duktion im Januar 1917 führten zu der Erkenntnis, dass

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6 NORMEN IN DER RECHTSORDNUNG

ganz Deutschland zu einer Produktionsgemeinschaft für einen Abnehmer, die Streitkräfte, werden musste, und dass hierfür grundlegende Normen, insbesondere zur Zu- sammenarbeit im Maschinenbauwesen, notwendig wa- ren. Die zur folgenden Gründung des DIN führende In- itiative ging deshalb vom „Königlichen Fabrikationsbüro für Artillerie (Fabo-A)“ in Berlin aus.

Das DIN im Deutschen Reich wurde im Mai 1917 als „Normalienauschuß für den Maschinenbau“ gegründet mit der Aufgabe die wichtigsten Maschinenelemente zu vereinheitlichen. Am 22. Dezember 1917 erfolgte die Umbenennung zum „Normenausschuß der deutschen In-

dustrie“ (NADI). Die Arbeitsergebnisse des NADI wa- ren die „Deutschen Industrie-Normen“ (zuerst als „DI- Norm,“ aber bald als „DIN“ abgekürzt). Die erste Norm (DI-Norm 1 Kegelstifte) erschien im März 1918. Seit

1920 ist das DIN ein eingetragener Verein und 1922

wurde die für den Verbraucher wohl bekannteste Norm DIN 476 Papierformate (zum Beispiel DIN A 4) veröf- fentlicht. Im deutschen Alltag vertraut ist ebenfalls die Normschrift auf den Verkehrsschildern DIN 1451, die als Schrift umgangssprachlich kurz die DIN genannt wird.

1926 wurde das DIN von „Normenausschuß der deut-

schen Industrie“ in „Deutscher Normenausschuß“ (DNA) umbenannt, denn bereits in den 1920er-Jahren hatte die Normung im Reich das engere Gebiet der Industrie über- schritten. Aus demselben Grund versuchte der DNA, die Abkürzung „DIN“ mit „Das Ist Norm“ zu belegen, um „Deutsche Industrie-Norm“ abzulösen. Allerdings konn- te sich dieser Begriff in der Öffentlichkeit nicht durchset- zen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg genehmigte der Alliierte Kontrollrat 1946 dem DIN die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit. Das DIN wurde 1951 Mitglied in der Interna- tionalen Organisation für Standardisierungen (ISO) mit dem Anspruch, den deutschen Sprachraum zu vertreten.

Im Mai 1975 (kurz vor Schließen des Normenvertrages, siehe unten) änderten sich der Name der Organisation und der ihrer Arbeitsergebnisse erneut. Seitdem heißt die Organisation „DIN Deutsches Institut für Normung e. V.“, und die Arbeitsergebnisse sind die „Deutschen Nor- men“ oder „DIN-Normen“.

Am 5. Juni 1975 unterzeichneten das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. und die Bundesrepublik Deutschland den Normenvertrag [1] Dadurch wurde dem DIN eine erhebliche öffentliche Anerkennung zuteil, denn die Bundesrepublik verpflichtete sich, sich bei ein- schlägigen Fragen und Aufgaben, die vom Staat gestellt werden, ausschließlich an ihn zu wenden. Ebenso aus- schließlich empfiehlt die Bundesrepublik für internatio- nale Normungsarbeit nur das DIN. Im Gegenzug mach- te das DIN seine bisher nach innen geltenden Grund- prinzipien (DIN 820) öffentlich verbindlich und ver- pflichtete sich, vom Staat angeregte Normungsaufgaben nicht nur aufzugreifen, sondern sie bevorzugt zu behan- deln. Infolge des mit dem Vertrag eingebrachten öffent-

lichen Interesses entstanden beim DIN die Kommissio- nen für Sicherheitstechnik und für Umweltschutz und der Verbraucherrat. Entgegen einer verbreiteten Auffassung, blieb das DIN eine unabhängige nicht-staatliche Organi- sation. Die Bundesrepublik hat kein Weisungsrecht zur Arbeit des DIN erhalten, hat aber auch keinen Teil ihrer eigenen Hoheit an das DIN abgegeben.

Das Gegenstück zur DIN-Norm war in der DDR die TGL, die anfänglich weitgehend auf den DIN-Normen beruhte, später verstärkt RGW-Standards berücksichtig- te. Die ost-/westdeutsche Zusammenarbeit auf dem Ge- biet der Normung ließ stark nach, nachdem die DDR- Regierung die DIN-Geschäftsstellen in Ost-Berlin, Jena und Ilmenau 1961 geschlossen hatte. Seit der 1990 erfolg- ten Auflösung des Amtes für Standardisierung, Messwe- sen und Warenprüfung (ASMW) der DDR ist das DIN wieder für die Normungsarbeit in ganz Deutschland zu- ständig.

Heute ist die Normungsarbeit zunehmend europäisch und international geprägt: Nur noch 15 % aller Normungspro-

jekte sind rein nationaler Natur. Das DIN führte im Jahr

2012 17 % aller Sekretariate in ISO- und 28 % aller Se-

kretariate in CEN-Arbeitsgremien.

2007 ist DIN durch kontroverse Entscheidungen für das

groß geschriebene ß (Versal-ß) [2] sowie für den von Mi-

crosoft eingeführten Dokumentenstandard Office Open XML [3] aufgefallen.

6 Normen in der Rechtsordnung

„Die DIN-Normen sind keine Rechtsnor- men, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Sie können die an- erkannten Regeln der Technik wiedergeben oder hinter diesen zurückbleiben.“

– BGH, Urteil vom 14. Mai 1998, Az. VII ZR 184/97, Volltext = BGHZ 139, 16. [4]

DIN-Normen bilden einen Maßstab für einwandfrei- es technisches Verhalten und sind daher im Rahmen der Rechtsordnung von Bedeutung. Grundsätzlich ha- ben DIN-Normen den Charakter von Empfehlungen. Ih- re Anwendung steht jedem frei, d. h., man kann sie an- wenden, muss es aber nicht. Verbindlich werden Nor- men dann, wenn in privaten Verträgen oder in Gesetzen und Verordnungen auf sie Bezug genommen und dort de- ren Anwendung festgelegt wird. Weil Normen eindeuti- ge Aussagen sind, lassen sich durch ihre einzelvertrag- lich vereinbarte Verbindlichkeit Rechtsstreitigkeiten ver- meiden. Die Bezugnahme in Gesetzen und Verordnungen entlastet den Staat und die Bürger von rechtlichen Detail- regelungen.

Auch in den Fällen, in denen DIN-Normen von Vertrags- parteien nicht zum Inhalt eines Vertrages gemacht wor-

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den sind, dienen sie im Streitfall wegen Sachmängeln (Kauf- und Werkvertragsrecht) als Entscheidungshil- fe. Hierbei besteht grundsätzlich die Vermutung, dass die DIN-Normen den anerkannten Regeln der Tech- nik entsprechen. Eine solche Vermutung kann den- noch erschüttert oder widerlegt werden, etwa wenn erst ein unfertiger Normentwurf besteht oder durch ein Sachverständigengutachten. [5]

Urheberrecht

DIN-Normen sind schöpferische Leistungen und genießen als Sprachwerke den Schutz durch das Urheberrechtsgesetz. Dieser Grundsatz wurde auch vom Bundesgerichtshof mehrfach bestätigt. DIN- Normen dürfen deshalb nicht ohne Zustimmung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. als Nut- zungsrechtsinhaber vervielfältigt und verbreitet oder im Internet öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Schranken des Urheberrechts gelten aber auch für die Normen. So dürfen z. B. einzelne Norm-Blätter für private Zwecke auf Papier kopiert werden (§ 53 UrhG).

Kein Urheberrecht für vom Gesetzgeber abgedruckte Normen (amtliche Werke)

Für amtlich in Bezug genommene und in Gesetzen ab- gedruckte technische Regeln gilt nach § 5 Abs. 3 UrhG folgende Ausnahme:

(1) Gesetze, Verordnungen, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Ent- scheidungen und amtlich verfasste Leitsätze zu Entscheidungen genießen keinen urheber- rechtlichen Schutz.

(2) Das Gleiche gilt für andere amtli- che Werke, die im amtlichen Interesse zur allgemeinen Kenntnisnahme veröffentlicht worden sind, mit der Einschränkung, dass die Bestimmungen über Änderungsverbot und Quellenangabe in § 62 Abs. 1 bis 3 und § 63 Abs. 1 und 2 entsprechend anzuwenden sind.

(3) Das Urheberrecht an privaten Norm- werken wird durch die Absätze 1 und 2 nicht berührt, wenn Gesetze, Verordnungen, Erlasse oder amtliche Bekanntmachungen auf sie ver- weisen, ohne ihren Wortlaut wiederzugeben. In diesem Fall ist der Urheber verpflichtet, je- dem Verleger zu angemessenen Bedingungen ein Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung einzuräumen. Ist ein Dritter Inhaber des aus- schließlichen Rechts zur Vervielfältigung und Verbreitung, so ist dieser zur Einräumung des Nutzungsrechts nach Satz 2 verpflichtet.

Die Initiative gegen die Direktgeltung privater Normen im Bauwesen hat im Jahr 2003 vergeblich versucht, die Ein- fügung des Absatzes 3 zu verhindern. Kritisiert wurde,

dass vom Staat für verbindlich erklärte Normen nicht ge- meinfrei sind (außer sie sind als Volltext in einer amt- lichen Bekanntmachung enthalten), also gekauft werden müssen.

7 Waldemar-Hellmich-Kreis

Der Waldemar-Hellmich-Kreis ist der Ehrensenat des DIN Deutsches Institut für Normung. Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens hat das DIN 1957 zur Erinnerung an seinen Begründer Waldemar Hellmich und zur Ehrung von Persönlichkeiten, die sich in ihrer beruflichen Tä- tigkeit auf dem Gebiet der Normung verdient gemacht haben, den Waldemar-Hellmich-Kreis gegründet. Er soll die Tradition des DIN pflegen und durch Empfehlungen zur lebendigen Weiterentwicklung der Normungsarbeit beitragen. Die Mitglieder des Kreises werden vom Präsi- dium des DIN berufen. Als sichtbares Zeichen der Zuge- hörigkeit zum Waldemar-Hellmich-Kreis dient eine An- stecknadel, die die Papierformate darstellt. Die Mitglie- derzahl des Kreises wird auf 50 beschränkt. [6]

8 Literatur

Rudolf Muschalla: Zur Vorgeschichte der techni- schen Normung (= DIN-Normungskunde 29). Her- ausgegeben von DIN Deutsches Institut für Nor- mung e. V. Beuth, Berlin u. a. 1992, ISBN 3-410-

Albrecht Geuther: 75 Jahre DIN. 1917 bis 1992. Be- richtsband (= DIN-Normungskunde 31). Herausge- geben von DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Beuth, Berlin u. a. 1993, ISBN 3-410-12889-1.

Josef Falke: Rechtliche Aspekte der technischen Nor- mung in der Bundesrepublik Deutschland. Zentrum für Europäische Rechtspolitik an der Universität Bremen, Bremen 1999.

DIN, Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.):

Gesamtwirtschaftlicher Nutzen der Normung. Zu- sammenfassung der Ergebnisse. Wissenschaftlicher Endbericht mit praktischen Beispielen „Executive Summary“. Beuth, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-410-

DIN, Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.):

Grundlagen der Normungsarbeit des DIN (= DIN- Normenheft 10). 7., geänderte Auflage. Beuth, Ber- lin u. a. 2001, ISBN 3-410-14873-6.

Torsten Bahke, Ulrich Blum, Gisela Eickhoff (Hrsg.): Normen und Wettbewerb. Beuth, Berlin u. a. 2002, ISBN 3-410-15478-7.

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11 EINZELNACHWEISE

9 Siehe auch

DQS, Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, eine Beteiligungsgesell- schaft des DIN

10 Weblinks

schaft des DIN • Liste der DIN-Normen 10 Weblinks Wiktionary: DIN – Bedeutungserklärungen, Wort-

Wiktionary: DIN – Bedeutungserklärungen, Wort- herkunft, Synonyme, Übersetzungen

www.din.de – Offizielle Website

11 Einzelnachweise

[2] ISO-Arbeitsgruppe schlagt Unicode mit "ß" als Großbuch- staben vor – heise online. In: heise.de. 15. Mai 2007, ab- gerufen am 2. März 2015.

[3]

DIN sagt “Ja” zu Microsofts Dokumentenformat OpenXML – heise open. In: heise.de. 22. August 2007, abgerufen am 2. März 2015.

[5]

BGH, Urteil vom 14. Mai 1998, Az. VII ZR 184/97, Voll- text = BGHZ 139, 16.

Normdaten (Körperschaft): GND: 1030066-1

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12 Text- und Bildquellen, Autoren und Lizenzen

12.1 Text

Deutsches Institut für Normung Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Normung?oldid=146133272 Autoren: Ben-Zin, Elian, Jed, Aka, Head, FProg, Crissov, Seewolf, Ute-s, Paddy, Zwobot, Robbot, APPER, Sinn, Peter200, Montauk, Haeber, Nina, Steschke, Nb, Aloiswuest, HoHun, Weede, Benji, Miklas, Störfix, PhilipErdös, AHZ, Kristjan, Cepheiden, Afrank99, Ste- fan h, Wotan, VanGore, Historiograf, Melancholie, Juesch, Raktop, Abdull, André Huf, Chillmann, Mikano, Geisslr, Dapete, Bubo bubo, Udo T., M.L, Diba, Gustavf, Jergen, FlaBot, Achim Raschka, Flothi, RedBot, Eisenacher, HolgerB, Erfurth, Kolja21, Ellywa, Scooter, Itti, Frumpy, JuTa, Mulno, Magnus Nufer, Flea, JPB, Roblion, Mukdener, W!B:, Vipper3, Helmut Zenz, Eschweiler, Saehrimnir, Pa- jz, RobotQuistnix, Tsca.bot, YurikBot, Wegner8, B. N., Löschfix, Wikisp, Wezel, MarcoBorn, JCS, Eskimbot, Joerg.schulz, 888344, Jü, F.Bulla, Fomafix, Bjb, DINer, Krakatid, Leichtbau, Mfb, Edoe, Jonas.lang, Emmridet, Wikinger77, Elbe1, E-W, Tönjes, Wolfgang H., Rfortner, Spuk968, Bautsch, Standardizer, Visi-on, Thijs!bot, KatBot, Kriddl, Arno Matthias, Superzerocool, Rowan, Gohnarch, Nicolas G., Kickof, Tom md, IqRS, Leinwand, KleinKlio, MusenMuddi, Kuebi, Don Magnifico, Juja, DodekBot, Complex, Digamma, Volkov- Bot, Codeispoetry, TXiKiBoT, Regi51, Gereon K., AlleborgoBot, Krawi, SieBot, EWriter, Brazzouk, Der.Traeumer, Tasma3197, OKBot, Trustable, Avoided, KnopfBot, Broadbot, Alnilam, Pittimann, Se4598, Woches, Ute Erb, Ngowatchtransparent, Fish-guts, DumZiBoT, BotSottile, Geitost, G-41614, MagnusA.Bot, APPERbot, Komischn, Sesa.planck, Snoopy99~dewiki, Luckas-bot, Enth'ust'eac, PrismaNN, GrouchoBot, Rubinbot, ArthurBot, Howwi, Geierkrächz, RibotBOT, D'ohBot, MorbZ-Bot, Borsanova, Schnupf, Wurmkraut, Contributer, Letdemsay, EmausBot, ZéroBot, Zeitgeisterfahrer, Trigonomie, Iste Praetor, Ohrnwuzler, Himbear, Klabauter2, DarafshBot, Rmcharb, Buchexperte, Dorop, Pia86, Beste Zeit, Deutsches Institut für Normung, Pkw98, Addbot, Rodillo, RonaldG2013 und Anonyme: 124

12.2 Bilder

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12.3 Inhaltslizenz