Standpunkte Wolfsburg

Meldungen und Meinungen der SPD-Fraktion Wolfsburg
Ausgabe Oktober 2015

Liebe Genossinnen und Genossen,
quasi aus heiterem Himmel schlugen in der
zweiten Septemberhälfte die Schlagzeilen
um Volkswagen ein. Praktisch von heute
auf morgen wurde alles anders - nicht nur
für Volkswagen, sondern auch für die Stadt
Wolfsburg. Denn es wird erhebliche Auswirkungen auf die städtischen Finanzen geben,
auch wenn derzeit noch niemand den Umfang genau beziffern kann. Die Menschen
erwarten von uns in dieser Lage, dass wir
die Stadt gut durch die Krise steuern. Das
heißt für uns Kommunalpolitiker, den
Schalter von Vollgas auf kontrollierte Fahrt
umzulegen.
Oberbürgermeister Klaus Mohrs hat schnell
und konsequent, aber dennoch besonnen
erste Schritte eingeleitet, um der neuen
Lage Rechnung zu tragen: Sofortige Haushaltssperre, Anhalten aller geplanten Neuinvestitionen, weitgehender Einstellungsstopp und die Verschiebung der Haushaltseinbringung 2016 dienen dazu, alle städtischen Aufgaben neu zu sortieren und auf
den Prüfstand zu stellen. Vor allem das Investitionsprogramm werden wir zeitlich
strecken müssen. Im letzten Verwaltungsausschuss hat die Verwaltung eine erste
Liste mit Sparvorschlägen für das laufende
Jahr vorgelegt. So können beispielsweise 8
Millionen Euro für Grunderwerb vorerst
eingespart werden. In den nächsten Wochen wird diese Liste im Detail mit Blick
auf den Haushaltsplan 2016 eingehend beraten.
Die SPD-Fraktion hat sich bereits frühzeitig
mit den SPD-Ortsbürgermeistern und Ortsratssprechern zusammengesetzt und darüber ausgetauscht, wo wir unter den neuen
finanziellen Gegebenheiten die Prioritäten
sehen, um die richtigen Weichen für die
Zukunftsfähigkeit Wolfsburgs zu stellen.
Klar ist für uns als SPD: Der Kita-Ausbau
muss fortgeführt werden. Aufgrund der hohen Geburtenzahlen ist die Nachfrage an

Kinderbetreuungsangeboten deutlich
angestiegen.
Wolfsburg als familienfreundliche
Kommune muss den
Anspruch
haben,
diesem Bedarf auch
in Zukunft gerecht
werden.
Darum
sage ich: Ausbau geht vor Sanierung. Wobei
zu prüfen ist, ob die Kitas auch preiswerter
gebaut werden können.
Auch der Wohnungsneubau muss fortgesetzt werden. Stillstand in der Stadtentwicklung ist keine Antwort auf die jetzige
Situation, sondern würde Probleme nur
verschärfen. Gerade eine steigende Einwohnerzahl sichert und stärkt die Zukunftsfähigkeit Wolfsburgs.
Ein weiteres wichtiges Thema bleibt für die
SPD die Unterbringung und Integration der
Flüchtlinge. Das können wir nicht verschieben. In unserer jetzigen schwierigen Finanzlage kommt uns dabei sehr entgegen,
dass der Bund seine Flüchtlingszuschüsse
deutlich aufstockt und eine Pauschale pro
Flüchtling bezahlt. Damit sind die Flüchtlingskosten der Stadt weitgehend finanziert.
Liebe Genossinnen und Genossen,
ich bin sicher, dass die Bürgerinnen und
Bürger von Wolfsburg eine Politik des maßvollen Sparens unterstützen, wenn diese
ausgewogen und nachvollziehbar begründet
ist. Das ist die Herausforderung, der wir
uns stellen müssen. Ich zähle dabei auch
auf Euch.
Herzlich Euer

Fraktionsvorsitzender

-2-

Das gab’s im Rat – Ratsnotizen vom
7. Oktober 2015
Oberbürgermeister stellt Wolfsburg auf
Sparkurs ein. Angesichts der Situation um
Volkswagen kündigt Oberbürgermeister
Klaus Mohrs einschneidende Konsolidierungsmaßnahmen für den städtischen Haus
halt an. Der Haushaltsentwurf 2016, dessen
Einbringung auf Dezember verschoben wurde,
werde keine einfache
Kost. Notwendig sei ein
deutliches Zurückfahren
der Investitionen; aber
auch im Ergebnishaushalt werde ein erhebliches
Einsparvolumen
notwendig. Der OB appelliert an die Fraktionen, sich möglichst einvernehmlich über
den Sparkurs zu verständigen. „Klein klein
hilft nicht weiter, das versteht auch die
Bevölkerung.“ Weiter forciert werden soll
der Wohnungsbau; das sei notwendig, um
die Stadtentwicklung nicht zu gefährden,
zudem für die Stadt mit relativ geringen
Kosten verbunden. Keine Abstriche wird es
bei der Flüchtlingshilfe geben; die Kosten
hierfür werden zum allergrößten Teil durch
Bund und Land refinanziert. „Jammern hilft
nicht, wir müssen uns der Situation stellen.
Die Bevölkerung erwartet das von uns“,
schließt der Oberbürgermeister.
Bebauungsplan „Steimker Gärten“ bekommt grünes Licht. Der Rat stimmt den
Planungen für das Neubaugebiet einstimmig
zu, nachdem der städtebauliche Vertrag
mit VW Immobilien um eine Klausel für sozialen Wohnungsbau ergänzt wurde. SPDFraktionschef Hans-Georg Bachmann mahnt
allerdings an, die Anbindung des Baugebiets
an die Nordsteimker Straße nicht zu beampeln, sondern längere Einfädelspuren an
den Knotenpunkten zu planen. Zustimmung
gibt der Rat auch für die Bebauungspläne
„Handwerkerviertel“ und die „VfL-Nachwuchsakademie“ an der Dieselstraße.
„Grüne Route“ für den Verkehr im Osten
der Stadt wird geplant. Diese Trasse soll
ausschließlich dem ÖPNV und dem Radver-

Inhalt dieser Ausgabe
S. 2 Das gab’s im Rat: Ratsnotizen vom
7. Oktober 2015
S. 3 SPD-Spitzengespräch zur Haushaltssituation. Jetzt klare Prioritäten setzen!
S. 4 Ehemaligentreffen der SPD-Fraktion beim
Wolfsburger Ruder-Club
S. 4 SPD Wolfsburg vor 70 Jahren gegründet
S. 5 SPD-Fraktion hält Gutachten zur Fußgängerbrücke für unnötig
S. 6 SPD-Kulturpolitiker begrüßen Kulturfreiwillige
S. 6 Impressum

kehr vorbehalten sein, um diesen zu beschleunigen und damit attraktiver zu machen. „Pendlern wird hier eine echte Alternative zur Nutzung des eigenen Autos
geboten, um den Arbeitsplatz schneller zu
erreichen“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender
Hans-Georg Bachmann. „Die Grüne Route
ist ein wichtiger Baustein, um den Verkehr
im östlichen Stadtgebiet zu entlasten, aber
nur einer von mehreren“, betont Bachmann. Die SPD-Fraktion erwarte von der
Verwaltung, dass sie weiter mit Hochdruck
an einer Gesamtlösung für eine leistungsfähige, zukunftsorientierte Verkehrsinfrastruktur im Osten der Stadt arbeitet.
Rat beschließt weitere Flüchtlingsheime.
In Mitte-West wird zwischen der Hagebergstraße und der Heinrich-Nordhoff-Straße
eine neue Asylunterkunft für bis zu 200
Menschen errichtet. Das Flüchtlingswohnheim an der Dieselstraße wird um bis zu 77
Plätzen erweitert. Sozialdezernent Werner
Borcherding macht deutlich, dass die zusätzlichen Plätze dringend benötigt werden, weil die Zahl der nach Wolfsburg
kommenden Flüchtlinge stark angestiegen
ist. Zu Beginn des Jahres habe die Stadt
mit 350 Flüchtlingen geplant, jetzt geht
man von bis zu 1400 Personen. Daher werde man noch weitere Flächen finden müssen,sagt Sozialausschussvorsitzende Immacolata Glosemeyer (SPD). „Ich hoffe, dass
das Gesprächsangebot angenommen wird,
um die Ängste und Probleme der Anwohner
zu klären.“ Einstimmig beschließt der Rat
beide Flüchtlingswohnheime.
Forts. der Ratsnotizen auf S. 3

-3Weitere Ratsbeschlüsse zur Flüchtlingshilfe. Bedingt durch das wachsende Aufkommen an Flüchtlingsfamilien hat sich der
Raumbedarf an den Schulen erhöht. Am
Schulzentrum Fallersleben werden daher
zum 1. November Mobilbauten für zusätzliche Integrationsklassen errichtet. Ankauf

und Aufstellung der Container kosten rund
330.000 Euro. Außerdem verabschiedet der
Rat ein Strategiekonzept zur Begleitung von
Flüchtlingen bis 27 Jahre entlang der Bildungsbiographie. Damit soll die Integration
von jungen Flüchtlingen zielgerichtet gefördert werden.

SPD-Spitzengespräch zur neuen Haushaltssituation

Jetzt klare Prioritäten setzen!
Die Spitzen der Wolfsburger SPD, der
SPD-Ratsfraktion und Ortsratsfraktionen
trafen sich mit Oberbürgermeister Klaus
Mohrs, um über die Volkswagenkrise und
ihre Auswirkungen auf die städtische
Haushaltspolitik zu beraten. „Volkswagen
muss alles daran setzen, umfassend und
möglichst schnell alles aufzuarbeiten und
die notwendigen Konsequenzen daraus zu
ziehen, um den Imageschaden und damit
verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen,
erklärte SPD-Vorsitzende Immacolata Glosemeyer. „Ministerpräsident Stephan
Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies
werden im VW-Aufsichtsrat für lückenlose Aufklärung sorgen. Wir sind aber bei
den Beschäftigten und dem Betriebsrat
und erwarten von Volkswagen, die Folgen
der Krise nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter auszutragen“ betonte die SPDVorsitzende.
Dass auf die Stadt Wolfsburg schwierige
finanzielle Zeiten zukommen, darüber waren sich die SPD und Oberbürgermeister
Klaus Mohrs absolut im Klaren. Nach Einschätzung von Mohrs hat die Stadt bereits
im laufenden Haushalt einer deutlich reduzierten Gewerbesteuereinnahme zu rechnen. Allerdings ist die Stadt schuldenfrei
und hat auch mit einer Rücklage für
schwierigere Zeiten teilweise vorgesorgt.
Mit strikter Haushaltsdisziplin und einer
klaren Prioritätensetzung soll in den kommenden Wochen gegengesteuert werden,
sagte der Oberbürgermeister.

„Die Stadtentwicklung wird weitergehen,
aber wir werden eine Reihe von Projekten
auf den Prüfstand stellen und auch zeitlich
verschieben müssen“, erklärte Fraktionssprecher Hans-Georg Bachmann nach dem
Treffen mit den Ortsratsvertretern. Dazu
zählen Großprojekte, aber auch eine Vielzahl von kleineren Objekten im gesamten
Stadtgebiet. Von den Kürzungen weitgehend ausgenommen werden sollten nach
SPD-Auffassung aber der Ausbau der Kinderbetreuung und die Wohnbauoffensive
der Stadt. Bis zum Jahr 2020 sollen bedarfsgerecht zusätzlich bis zu 6000 neue
Wohnungen entstehen. „Alles was Arbeit
schafft und sichert, soll Priorität besitzen“,
so Bachmann. Gerade eine steigende Einwohnerzahl sichere und stärke die Zukunftsfähigkeit Wolfsburgs.
Konkrete Konsolidierungsvorschläge will die
SPD-Ratsfraktion in den nächsten Wochen
in enger Abstimmung mit den Ortsratsfraktionen erarbeiten. „Ich bin sicher, dass es
in der Bevölkerung viel Verständnis für die
Sparmaßnahmen gibt, wenn dabei die richtigen Weichenstellungen vorgenommen
werden“, betonte Immacolata Glosemeyer.

-4Ehemaligentreffen der SPD

SPD-Fraktion besuchte den Wolfsburger Ruderclub
WOLFSBURG. Zu einem Treffen hatte die
SPD-Ratsfraktion ihre ehemaligen Ratskollegen ins Vereinshaus des Wolfsburger
Ruder-Clubs am Allersee eingeladen. Im
Mittelpunkt standen der Rundgang über
das Vereinsgelände – insbesondere zu den
Bootshäusern am Mittellandkanal – und
ein Vortrag von Manfred Günterberg, Vorstand der Wolfsburg AG, zum Thema Allerpark.
„Der Allerpark ist insgesamt auf einem hervorragenden Weg. Die SPD hat diese Entwicklung in den vergangenen Jahren positiv
forciert und wird dieses auch in Zukunft
weiter tun“, betonte Fraktionsvorsitzender
Hans-Georg Bachmann.
Der Club hat derzeit etwa 250 Mitglieder,
von denen etwa 60 in der Sparte Rudern
ganz aktiv sind. „Wir haben Mitglieder, die
im Jahr 5000 Kilometer in ihrem Boot zurück legen“, erklärte Vorsitzender Uwe
Birnbaum. Die beiden Bootshäuser am Mittellandkanal werden zum Ende der Saison
dem Erdboden gleich gemacht. Bei einem
der Häuser handelt es sich um eine Baracke aus dem Jahr der Vereinsgründung 1957
– sie hatte als Eingangsstation am Krankenhaus gestanden.
An der Stelle wird eine knapp 500 Quadratmeter große Bootshalle für die vereinseigenen 50 Boote errichtet plus eine 130
Quadratmeter große Werkstatt und ein 120
Quadratmeter großes Vordach. Birnbaum:
„Ende Mai, Anfang Juni soll Einweihung gefeiert werden.“ Der Vereinsvorsitzende
hofft, dass 2016 Wettkämpfe im Rahmen
der Ruder-Bundesliga auf dem Al-lersee
ausgetragen werden.
Günterberg schaute auf die Entwicklung
des Allerparks zurück: „Mit über zwei Millionen Besuchern jährlich ist der Allerpark
eine der meist frequentierten Freizeiteinrichtungen in der Region Braunschweig-

Wolfsburg. Kein Wunder, denn der 130
Hektar große öffentliche Themenpark vereint innenstadtnah einzigartige Naturbegebenheiten und abwechslungsreiche Freizeiterlebnisse wie das Badeland, die SoccaFive-Arena, den Kletterpark und das Strike-Bowlingcenter zu einem harmonischen
Miteinander und sucht damit deutschlandweit seines-gleichen.“ In Kürze soll der
Spatenstich für das 4-geschossige Hotel mit
zirka 150 Zimmern er-folgen, dessen Eröffnung für 2017 geplant ist. Investitionsvolumen: 23 Millionen Euro.

SPD Wolfsburg wurde vor 70 Jahren
gegründet
An die Gründung des ersten SPDOrtsvereins in der Stadt Wolfsburg vor 70
Jahren hat die SPD-Vorsitzende Immacolata Glosemeyer im Rahmen einer kleinen Feierstunde erinnert. Am 30. September 1945 wurde der Ortsverein
Wolfsburg gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte Werner Kunze, der
ein Jahr später bei der ersten Kommunalwahl zum Bürgermeister von Wolfsburg gewählt wurde, sowie sein Stellvertreter Wilhelm Kiesel. Das Parteibüro befand sich damals in der Lönsstraße und
Erich Schilling wurde Parteisekretär.
Forts. S. 5

-5„Alle Mitglieder der ersten Stunde waren
bereits vor 1933 in SPD oder Sympathisanten, aber sie lernten sich erst in Wolfsburg
kennen“, blickte Glosemeyer zurück. Innerhalb eines Jahres stieg die Mitgliederzahl von 225 auf 852 an.
„Die ersten Nachkriegsjahre waren für den
Aufbau der SPD nicht leicht. Es geschah auf
Basis einer zusammengewürfelten Bevölkerung und ohne sozialdemokratische und
gewerkschaftliche Tradition sowie einer
zeitweilig rechtsradikalen Mehrheit im Rat.
Unsere Gründer haben aber niemals aufgegeben“, erinnert Glosemeyer an die Anfänge der Wolfsburger SPD.
Zu den vielen Persönlichkeiten aus der SPD,
die sich als Oberbürgermeister große Verdienste beim Aufbau der Volkswagenstadt
erworben haben, gehörten nach den Worten von Oberbürgermeister Klaus Mohrs
Hugo Bork, Helmut Simson und Ingrid Eckel,
die als erste Frau an der Spitze der Stadt
Wolfsburg stand.

SPD-Fraktionsvorsitzender
Hans-Georg
Bachmann erinnerte an die vielen Frauen
und Männer, die sich für das Wohl und die
Entwicklung ihrer neuen Heimat eingesetzt
haben, darunter Irmela Hammelstein, die
sich als Vizepräsidentin im Landtag einen
hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Der
Ehrenbürger Walter Hiller, VW-Betriebsratsvorsitzender und früherer Sozialminister, hat sich mit der Aufarbeitung der Geschichte von Stadt und Werk hat sich bleibende Verdienste erworben.

SPD-Fraktion hält Gutachten zur
Fußgängerbrücke für unnötig
• Verwaltung prüft, wie es zu dem Schaden kommen konnte
• Geld für zukunftsträchtige Vorhaben
sparen
Sehr verwundert
zeigte sich SPDFraktionssprecher
Hans-Georg
Bachmann gegenüber der Forderung der PUG
nach einem Gutachten für die
beschädigte und
jetzt abgerissene Fußgängerbrücke über
die Braunschweiger Straße. „Die Verwaltung hat bereits im Rat zugesagt, dass sie
eingehend prüfen wird, wie es zu dem
Schaden kommen konnte“, sagte Bachmann. „Als ob wir - gerade in der jetzigen Haushaltssituation der Stadt - nicht
andere Sorgen hätten als jetzt unnötig
Geld zu verpulvern für ein Gutachten zu
einer Brücke, die es gar nicht mehr gibt.“
Er halte es für selbstverständlich, dass die
Verwaltung genau untersucht, was passiert
ist. Sollen sich daraus mögliche Schadensersatzansprüche an Firmen ergeben, gehe
er davon aus, dass die Verwaltung diese
geltend macht. Jetzt irgendwelche Spekulationen über die Schadensursache in die
Welt zu setzen, bringe keinen Schritt weiter. „Viel wichtiger ist mir, die Mittel für
dringlichere und zukunftsträchtige Vorhaben zu verwenden.“
Aus SPD-Sicht soll erst einmal abgewartet
werden, was die Prüfung durch die Stadt
ergibt. Danach kann man sich über eventuelle weitere Schritte unterhalten. Zum
jetzigen Zeitpunkt ein externes Gutachten
zu beauftragen, lehne die SPD jedenfalls
ab.

-6-

SPD-Kulturpolitiker begrüßen Kulturfreiwillige
Wolfsburg – Jahr für Jahr kommen junge
Menschen nach Wolfsburg, um hier in vielen städtischen oder privaten Kultureinrichtungen ein freiwilliges Jahr zu absolvieren. „Die FSJ-Kultur ist in dieser Stadt
ein echte Erfolgsgeschichte“, sagte der
kulturpolitische Sprecher der SPDRatsfraktion Frank Helmut Zaddach. 13
Jugendliche haben in diesem Jahr am
1. September ihre Arbeit in Wolfsburg
aufgenommen. „So viele FSJ-ler im Bereich Kultur gibt es in keiner vergleichbaren Stadt“, berichtete SPD-Ratsherr Willi
Dörr. Sie arbeiten im Theater Wolfsburg
ebenso wie in der Musikschule, bei der
Figurencompagnie wie beim Tanzenden
Theater, ergänzte Bürgervertreterin Iris
Schubert.
Diese Erfolgsstory wäre ohne die SPDKulturpolitiker im Rat der Stadt nicht möglich gewesen. Sie haben vor Jahren die Initiative ergriffen, dass die Stadt Wolfsburg
sich für das Projekt FS Kultur öffnet und
finanziell engagiert. Waren es anfangs zwei

Impressum
Hrsg: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wolfsburg
Goethestraße 48, 38440 Wolfsburg
05361-282802
E-Mail: spd-fraktion@stadt.wolfsburg.de;
Internet: www.fraktion.spd-wolfsburg.de
ViSdP: Hans-Georg Bachmann
Fraktionsvorsitzender
Redaktion: Hedi Rehse
Fraktionsgeschäftsführerin
Die nächste Ausgabe von Standpunkte
Wolfsburg erscheint nach der Ratssitzung am
18. November 2015.

Jugendliche, so stieg die Anzahl kontinuierlich auf nun 13 an. Zaddach dankte der
Kulturverwaltung, dass sie sich so intensiv
um die FSJ-ler kümmert. Mittlerweile konnten mit ihrer Hilfe auch zwei Wohngemeinschaften für fünf Personen angemietet
werden.
Jedes Jahr werden die jungen Frauen und
Männer von Zaddach, Dörr und Schubert im
Rahmen eines gemeinsamen Mittagessens
im Kulturzentrum Hallenbad begrüßt. Hallenbad-Geschäftsführer führte die Jugendlichen dann durch sein Haus. Anschließend
zeigten Schubert und Dörr den FSJ-lern bei
einer Stadtrundfahrt interessante Kulturund Freizeitangebote in dieser Stadt.