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Projektbeschreibung

„PROJEKT.SCHULD“ der Hans-Böckler-Schule, Fürth

Vorträge-Schulfahrt-Recherche-Theaterinszenierung

Luther sagte „man müsse frei und mu- tig in allen Dingen sein“. Vor fast 500 Jahren hat die Reformation Freiheit neu erstritten. Wie sieht es heute mit der Freiheit aus? In einer Welt, die, vernetzt, digitalisiert, technisiert und globalisiert ist, haben die Menschen scheinbar un- zählige Freiheiten. Dass Menschen sich aber innerhalb dieser Welt zusehends verlieren, dass feste Konstanten, Werte und Normen verloren gehen, ist ebenso festzustellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Staatschuldenkrise um v.a. Griechen- land, aber auch vor dem Hintergrund der Entwicklung des Konflikts zwischen Russland und Europa hinsichtlich der Krim, wurde vor nun eineinhalb Jahren das „Projekt.Schuld“ ins Leben gerufen. Uns lag von Anfang an viel daran, eben nicht die politischen oder wirtschaftli- chen Hintergründe aufzuarbeiten, son- dern zu zeigen, wie es den Menschen in den betroffenen Ländern exemplarisch ergeht. Und damit eben direkt auf- zuzeigen, wie schnell die persönliche Freiheit heute eingeschränkt sein kann, wenn bestimmt Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Unser Projekt umfasste Vorträge zum

Thema „Grundgedanken der Europäi- schen Union“ in der Schule vor Schülern der Abschlussklassen und auch eine viertägige Reise nach Portugal, wäh- rend welcher wir vor Ort zum Thema „Schulden & Schuld“ recherchierten. Die Schülerinnen und Schülern gewannen so einen sehr tiefgehenden Eindruck davon, wie sehr die persönliche Freiheit eingeschränkt sein kann, wenn man in einem Land lebt, dessen Jugendarbeits- losenquote bei knapp 35% liegt. Des- sen junge Bildungselite das Heimatland verlassen muss, um eine Perspektive für die Zukunft zu haben. Kern und Finale unseres Projekts stellte das eigens für das Projekt geschriebene Theaterstück mit dem gleichnamigen Titel: „Projekt.Schuld“. Dieses wurde am 01.07.2015 vor großer Kulisse im Fürther Stadttheater aufgeführt. Das Stück beginnt mit zwei Einzelschicksa- len. Da ist auf der einen Seite die serbi- sche Mutter, die mit ihrer Tochter nach Griechenland auswanderte, um dort ihre Vorstellung von Freiheit und Glück zu suchen, den Job verlor, und schließ- lich die an Rauchvergiftung gestorbe- ne Tochter in der Wohnung vorfindet, weil der staatliche Stromanbieter die

schließ- lich die an Rauchvergiftung gestorbe- ne Tochter in der Wohnung vorfindet, weil der staatliche Stromanbieter
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Heizung wegen unbezahlter Rechnun- gen abgedreht hatte. Da ist aber auch der Mann, der sich das Leben nimmt, weil er sich nach Job, Wohnung, Frei- heit und Perspektive nicht auch noch die Würde nehmen lassen wollte. Wäh- rend des Stückes werden die Ursachen aufgearbeitet. Aber auch unsere Ju- gend in Deutschland kommt auf die Bühne und zu Wort. Die haben eigene Sorgen, die nicht annähernd so essen- tiell sind, sie aber trotzdem in ihrem Handeln beeinflussen und die eigene „gefühlte“ Freiheit einschränken. Da sind die Banken, die sich in ihrem Tun „Freiheiten herausnehmen“ und schein- bar keinerlei Moral oder Werten unter- worfen sind. Und zwischen all diesen Polen haben wir ein zentrales Symbol gewählt, dass durch Text innerhalb des Stückes überhaupt nicht erwähnt wird, aber eine ganz zentrale Rolle trägt: Eine große Kerze. Diese Kerze brennt bereits zu Beginn des Stückes. Und sie brennt auch am Ende noch, wenn alle Prota- gonisten in der letzten Szene sinnlos im Kreis laufen, so wie sich ihr Leben in Wirklichkeit im Kreis dreht. Diese Kerze symbolisiert das Licht. Sie steht für alle, die auf der Strecke geblieben sind

genauso, wie für den Glauben, der in unserer schnelllebigen und unsicheren Zeit für die Menschen mehr denn je von Bedeutung ist. Das Ende des Theater- stückes ist bewusst offen gehalten.

Regie & Leitung: Daniel Winning Theaterpädagogische Unterstützung: Sue Rose Theologische Begleitung: Philipp Stiegler Organisation: Antje Heinrichs, Kathrin Müller Musik: Carl Thum Solowjow Veronika, Pietsch Michelle, Karatas Laura, Zyska Julia, Antonic Natasa, Gredic Benjamin, Ma- gner Nico , Fettahler Selin, Wirth Tanja, Tiefel Willi, Bozkiroglu Dilara, Mangarov Alexander, Klein Chris- tina, Grünbeck Lea, Drozd Amanda, Kilubi Naledi, Post Sarah, Bickel Jennifer, Tang Simira

Alexander, Klein Chris- tina, Grünbeck Lea, Drozd Amanda, Kilubi Naledi, Post Sarah, Bickel Jennifer, Tang Simira