GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde
1921

Gedanke .... Parallele ....
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit,
und Er wird sein bis in alle Ewigkeit. Dieses Mysterium wird den
Menschen ein Mysterium bleiben, denn Wesen, deren Dasein
inmitten des Materiellen sich abspielt, können das nicht fassen, was
außerhalb der Materie, also völlig unabhängig von dieser, ist.
Doch die materielle Schöpfung ist nur ein kleines Reich der
Wesenheiten, welche Form-gewordene Dinge benötigen, um wieder
dem geistigen Reich sich angliedern zu können ....
Das geistige Reich aber hat keine Raum- und Zeitbegrenzung ....
es ist immer und überall .... denn in ihm ist Gott, und Gott ist
immer und überall .... Die einzige Erklärung, die euch Menschen zu
geben wäre, ist, den Gedanken als Parallele dazu hinzustellen, der
Gedanke, der nichts Schaubares und nichts Greifbares ist und doch
das Größte im menschlichen Dasein ausmacht ....
Was wäre der Mensch ohne Denken .... ein maschinenhaftes
Wesen, das trotz äußerer Tätigkeit tot genannt werden müßte ....
Der Gedanke ist erst das Lebendige im Menschen, und doch ist es
etwas, wofür sich der Mensch auch keine Erklärung geben kann.
Es ist der Mensch gleichsam durch seine Gedankentätigkeit erst ein
freies Wesen geworden, denn weder Zwang noch Einfluß von außen
kann den Gedanken des Menschen bestimmen .... Der Gedanke ist
sein Alleingut, das ihm niemals genommen werden kann; denn der
Gedanke ist etwas Geistiges, etwas, was mit der Materie an sich
nichts zu tun hat, was daher auch bleibt, wenn das Wesen frei von
jeglicher Materie geworden ist.
Es kann also der Mensch inmitten der Materie sein und doch alles
um sich ausschalten und im Geistigen weilen, sowie er seinen
Gedanken freien Lauf läßt.

Selbst wenn sich der Gedanke irdischen Dingen zuwendet, bleibt er
dennoch etwas Geistiges, denn der Gedanke an sich ist nichts
Materielles, er ist geistige Kraft, die nur falsch genützt wird.
Sowie nun der Mensch, unbeeindruckt von seiner irdisch materiellen
Umgebung, die Gedanken schweifen läßt, ganz gleich wohin,
bewegt sich das Wesenhafte im Menschen im geistigen Reich,
und also wird es nun verständlich sein, daß alles Materielle, alles
Sichtbare, schwinden kann und doch das Eigentliche bestehenbleibt
.... daß das denkende Wesenhafte keine materielle Umgebung
benötigt .... daß nur von Bedeutung ist, welchem Ziel sich das
Denken des Wesens zuwendet ....

Herausgegeben von Freunden der Offenbarung
Weiterführende Informationen, Studium aller Kundgaben in
Online- und Offlineversionen, eBook-Editionen des
Gesamtwerkes mit Themenheften, PDF-Editionen für Bücher
und Themenhefte, Volltextsuchfunktion im Gesamtwerk
u.v.m. Im Internet unter: http://www.bertha-dudde.info/
siehe auch: http://www.bertha-dudde.org

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful