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22.03.2010

22.03.2010 J UGEND B EHI ND ERTENHI LF E ksta.de Ersatz für die Familie Von Johannes

J UGEND B EHI ND ERTENHI LF E

ksta.de

Ersatz für die Familie

Von Johannes Schmitz, 14.03.10, 17:29h

Ein neues Zuhause haben rund ein Dutzend junger Menschen in einer neuen Wohngruppe durch die Jugendbehindertenhilfe gefunden. Ohne ein wenig Hilfe im Alltag können sie nicht leben, doch hier haben sie ein eigenes Zimmer, eine große Küche und ein Wohnzimmer.

ein eigenes Zimmer, eine große Küche und ein Wohnzimmer. Kiran, Bewohne rin der W ohngruppe ,

Kiran, Bewohne rin der

W ohngruppe , mit ihre r

Be treue rin Julia Heck bei de r Eröffnung „Am

W ahnba ch“ in Much.

(Bild: js)

MUCH Es ist kein Haus wie jedes andere. Nicht nur,

weil alle Zimmer Richtung Süden liegen. Die

Gemeinschaft, die hier wohnt, ist etwas Besonderes.

Und das sieht man ihr an. Kiran etwa kuschelt sich in

die Arme von Julia Heck. Kiran gilt nach allgemeinem

Sprachgebrauch als behindert, Julia Heck ist ihre

Betreuerin. Beide freuen sich über Kirans neues

Zuhause, das sie mit knapp einem anderen Dutzend

junger Menschen teilt, die ebenfalls auf Hilfe

angewiesen sind. Jeder hat sein eigenes Zimmer,

außerdem gibt es eine große Küche und ein

gemütliches Wohnzimmer. Alles ist sehr offen

gestaltet, das Haus wirkt, als würde eine große Familie darin leben. Wolfgang

Schmidt, Geschäftsführer der Jugendbehindertenhilfe Michaelshoven, zitiert

die Tageslosung, mit der viele protestantische und freikirchliche Christen in

den Tag gehen, in diesem Fall einen Bibelvers, der vom Ansporn zu guten

Taten spricht. Und genau darum gehe es hier. Schmidt betont die gute Lage

des Hauses nahe des Schwimmbades und des Ortskerns.

Und der Fußgängerüberweg an der Hauptstraße „kommt bestimmt noch“,

sagt er in Richtung des Bürgermeisters Alfred Haas. Die Wohngruppe „Am

Wahnbach“ lebte bis vor einigen Jahren am Növerhof. Gegründet wurde das

Projekt vor einem Vierteljahrhundert im oberbergischen Morsbach als

familiäre Lebensgemeinschaft. „Damals waren sie Kleinkinder, heute sind sie

Erwachsene mit Behinderung“, sagte Schmidt. Bürgermeister Alfred Haas

verwies in seinem Grußwort darauf, dass Much bereits mehrere Einrichtungen

für Menschen mit Handycaps biete. Das würden zwar nicht alle unterstützen,

Haas will diese Linie aber beibehalten. Dass im Bockemsweg die Menschen

anders über einander nachdenken und miteinander umgehen als gewöhnlich,

wird auch deutlich, als Christoph Lübbert, der Leiter der Wohngruppe in

seinen Dank bei der kleinen Eröffnungsfeier die Bauarbeiter einbezieht, die

das Haus gebaut haben.

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