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Nane

Freiheit – danach hatte ich schon immer einen großen Drang und bin
bereits in meiner Kindheit öfters ausgerissen. Als Teenager kam in
meinem Herzen immer mehr Rebellion gegen meine Eltern, Lehrer,
die Gesellschaft etc. auf. Mit 14 fing ich an zu rauchen. Den ersten
Joint zog ich mir mit ca. 15 rein. Gras oder Shit waren ab diesem
Zeitpunkt mein fast ständiger Begleiter.

Nach einem Todesfall in der Punkszene hatte ich genug von Dreck,
Alkoholgestank, Krätze und der wahnsinnigen Anarchie. Danach
probierte ich Flower Power, bis es mir zu kindisch wurde. Dann folgte
Gothic, Todessehnsucht und Selbstmordgedanken.

Viel wohler fühlte ich mich in der FP-Szene (Flower Power). Janis
Joplin, The Doors, Tom Waits etc. waren mit ihrem Sound meine
absoluten Favoriten. Wie so oft, packte mich wieder einmal die Wut
auf meine Eltern – das Gefühl ungeliebt und abhängig zu sein hielt
ich einfach nicht mehr aus. Ich packte meine Sachen und floh für eine
Woche nach Paris …

In dieser Phase hing ich mir überall selbstgemachten Perlenschmuck


um. Ich klaute alles was ging. Die Perlen, Klamotten, Schminkzeug.
In dieser Zeit trieben wir allerhand Unsinn, begannen sogar
Einbrüche – einfach aus Spaß.

Warum existiere ich überhaupt? Warum muss ich zur Schule gehen,
wenn ich eh mal sterben muss? Was kommt nach dem Tod? Das
waren Fragen die mich in dieser Zeit häufig beschäftigten. Antworten
fand ich jedoch keine. Zudem war ich ständig unglücklich verliebt.

1993: der nächste Umzug. Durch die häufigen Umzüge hatte ich nie
„richtige Freunde“ gehabt. Gekannt hatte ich zwar viele Leute, doch
sehnte ich mich einfach nach einem festen Freundeskreis oder einer
guten Freundin, der ich alles erzählen konnte, was mich bewegt. Mit
diesem Umzug fiel auch mein Interesse am Flower Power ab. Mir
wurde das „zu bunt“ und kindisch. Mit Vorliebe fing ich an, Dark Wave
und Gothic Musik zu hören. Ich kleidete mich schwarz und dachte
immer mehr über diese komische Welt nach und suchte nach der
„wahren Liebe“. Oft hatte ich eine totale Todessehnsucht. Mich
faszinierte der Tod und mich beschäftigten häufig Suizidgedanken.
Doch diesen Schritt hatte ich dann doch nie gewagt – es gab immer
etwas, was mich zurück hielt. Meistens waren es ganz einfache
Dinge wie die Natur oder auch das Gewissen, das mich zurückhielt.
Ich hörte gerne düstere und melancholische Musik, doch hatte ich
einen großen Respekt vor jener Welt und öffnete mich nie zu sehr für
sie.

Abends gingen wir oft in Kneipen, spielten Dart oder Flipper. Wenn
wir in eine Disco gingen war natürlich Techno angesagt. Es blieb also
nicht aus, dass ich eines Tages neben meiner Kifferei auch Ecstasy
nahm. Bei einer Techno-Veranstaltung, zu der ich mit einer Freundin
gegangen bin, nahm ich nach reichlich Alkohol und Ecstasy mein
erstes Ticket ein (LSD). Dies war der absolut schrecklichste Zustand,
in dem ich jemals war. In meiner Angst fing ich an zu beten und flehte
Gott an, wenn es ihn geben würde, dass er mein Hirn wieder normal
macht, weil ich total durchgespult war. Ich habe Ihm versprochen,
dieses Zeug nie wieder zu nehmen. Am nächsten Tag konnte ich
wieder klar denken und habe mein Versprechen auch eingehalten,
mir nie wieder ein Ticket reinzupfeifen. Später probierte ich dann
Pilze und Tabletten …

Für alles mystische und magische war ich total offen und interessiert.
Ich fühlte mich dazu richtig hingezogen. In meinen Träumen malte ich
mir manchmal aus, dass ich nach meinem Tod einfach ein Vampir
werde. So würde ich ewig leben können und dabei sogar noch fliegen
;-)

Nach meinem Realschulabschluss Ende 1995 wusste ich noch nicht


gleich, was für eine Ausbildung ich machen sollte und jobbte deshalb
ca. ein Jahr. Ein Freund von mir, in den ich seit Jahren total verliebt
war, erzählte mir, dass er nach München ziehe, um dort zu studieren.
Aus diesem Grunde wolle er keine Beziehung mit mir eingehen.
Natürlich war das für mich kein Hindernis. Anfang 1997 fing ich meine
Ausbildung als Hotelfachfrau in München an. Aus der Beziehung mit
diesem Jungen wurde trotzdem nichts und ich war total traurig.
In meiner Ausbildung fand ich schnell zwei gute Freundinnen, Maike
und Irena. Ich genoss meine lang ersehnte Freiheit in vollen Zügen.
Bei unseren vielen Parties floss viel Alkohol und das Kiffen ging
natürlich auch weiter. Oft gingen wir abends weg und machten die
ganze Nacht durch, um morgens um sechs Uhr wieder zu arbeiten.
Unser neuester Gag war Sahnekapseln zu inhalieren. Darin war
Lachgas enthalten und wir krümmten uns vor kichern auf dem Boden
… Im Oktober 1998 wollte Iris, die Zwillingsschwester meiner
Freundin Irena, nach Afrika in die Mission gehen. Irena und ich
fuhren zu ihr nach Memmingen auf die Abschiedsparty. Genau eine
Woche davor hatte ich ein seltsames Erlebnis, welches ich kurz
schildern möchte:

Ich hatte einen freien Tag, lag auf meinem Bett und sinnte, wie so oft,
über das Leben nach. Plötzlich, wie von einer Tarantel gestochen,
machte ich mich auf und fuhr mit meinem Fahrrad zur nächsten
Kirche. Dort angekommen schaute ich mich um. Dort fühlte ich nichts
als Kälte und Leere. Ich dachte mir nur: „Nee, dort findest du nix“.
Also radelte ich weiter zu einer Buchhandlung. Ich wollte mich nun
nach einem guten Buch umschauen, das etwas sinnvolles von sich
gibt. Doch was fand ich – nichts! Nur Bücher über Diäten etc. Es
machte mich traurig und ich dachte mir: „Das gibt’s doch nicht.
Bücher sind doch eigentlich etwas total wertvolles und da liegen nur
solche Bücher mit total sinnlosen Inhalten herum.“ Ich fragte mich,
was wohl das „Buch der Bücher“ wäre. Ich überlegte und dachte mir,
dass das bestimmt die Bibel ist …

Nun, auf der Fahrt zu besagter Abschiedsparty machte ich mir


natürlich viele Gedanken, wie so ein Mädchen in meinem Alter, mit
damals 21 Jahren, auf die Idee kommen kann, nach Afrika(!) in die
Mission(!) zu gehen. An diesem Abend löcherte ich sie mit vielen
Fragen. Sie sagte mir, dass ich, so wie ich bin, nicht in den Himmel
kommen kann. Ich würde in die Hölle kommen. Das hat gesessen.
Natürlich wollte ich in den Himmel!

Sie sagte, ich sei ein Sünder, und, da Gott heilig ist, kann er keinen
Sünder in den Himmel lassen. Da er mich aber liebt, auch als
„Sünder“, hat er eine Lösung für dieses Problem geschenkt: Sein
Sohn, Jesus Christus, der ohne Sünde ist, wurde für uns zur Sünde
gemacht. Er starb für mich (und dich!) am Kreuz auf Golgatha.
„Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass
er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für
unsere Sünden.“ (1. Johannes 4,10)

Das waren für mich wirklich ganz neue Worte. Für mich war Jesus
und alles was mit ihm zusammenhängt immer 2000 Jahre weit
entfernt gewesen. Für mich war das Geschichte. Aber die Worte von
Iris leuchteten mir irgendwie ein. Dass ich ein sündiger Mensch war,
glaubte ich sofort. Wie oft habe ich schlecht über jemanden gedacht,
schlechtes und böses getan …

Am nächsten Morgen war ich total erstaunt darüber, dass Iris in der
Bibel liest. Ich dachte an mein Erlebnis von letzter Woche, was mir
für Gedanken über die Bibel kamen. Wer hätte das gedacht, dass ich
eine Woche später wirklich eine echte Bibel in der Hand halten
würde?

An diesem Tag, wie der Herr Jesus so wollte, war in der Memminger
Stadthalle eine Glaubenskonferenz von der dortigen Christlichen
Gemeinde. Es war für mich auch zum ersten Mal, dass ich hörte,
dass es noch etwas anderes „christliches“ außer der katholischen
und evangelischen Kirche gibt. Irena und ich entschlossen uns, da
ich noch viele, viele Fragen hatte, mit auf diese Konferenz zu gehen.

Als wir den Eingang betraten, wurden wir sofort von einem überaus
freundlich lächelnden Mann ganz herzlich empfangen. So etwas hatte
ich noch nie erlebt. Wir staunten total, dass uns jemand, der uns
überhaupt nicht kennt so nett empfängt. Das Thema des Vortrages
war „Argumente für den Unglauben“. Doch gab es da recht wenig
Argumente. Der Vortrag wurde von Prof. Dr. Werner Gitt gehalten. Er
erklärte die Schöpfung, das Wunderwerk des menschlichen Körpers.
Während des Vortrages herrschte in mir ein ganz großer Kampf. Es
war so, als ob ein Engelchen auf der einen Schulter von mir säße und
ein Teufelchen auf der anderen. Die eine Seite sagte mir: „He, das ist
die absolute Wahrheit. Hör genau hin. Das ist das, was du schon
immer wissen wolltest!“ Die andere Seite sagte mir: „So ein Quatsch.
Glaub das bloß nicht. Das ist doch peinlich!“. Es war ein wirklich
großer Kampf, doch fiel es mir wirklich wie Schuppen von den Augen.
Es ist die Wahrheit. Es muss einen Schöpfer geben, der Himmel und
Erde gemacht hat. Ich bin sein Geschöpf, das er liebt. Und ich? Liebe
ich ihn auch?

Am Ende des Vortrages wurden alle noch eingeladen, die mehr über
die Person Jesus Christus wissen wollten. Wir sind mit in den
anderen Konferenzraum gegangen. Dort erklärte Prof. Dr. Werner
Gitt noch mal ganz ausführlich das Evangelium. Die Liebe Jesu
überwältigte mich total. Er starb für mich! Es war für mich unfassbar,
dass Gott sich wirklich für mein Leben interessiert. Dennoch ist es
logisch, wenn man genauer darüber nachdenkt: Wenn er mich
erschaffen hat, muss er mich doch lieben!

Werner Gitt fragte jede einzelne Person im Raum, ob er hier und jetzt
sein Leben dem Herrn Jesus Christus übergeben möchte. Ob er sich
als Sünder anerkennt und daran glaubt, dass Jesus Christus für ihn
am Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist.

Ich nahm die Liebe Jesu zu mir liebend gerne an und überließ Ihm
das Steuer meines Lebensschiffes, indem ich die Frage ganz einfach
mit „ja“ beantwortete. Ich bekam von der dortigen Gemeinde eine
Bibel geschenkt, in der ich heute, fast fünf Jahre später, immer noch
gerne jeden Tag lese.

Nun frage ich dich – möchtest du hier und jetzt dein Leben Jesus
Christus übergeben?

„dass wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in
deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten
auferweckt hat, du errettet werden wirst.“ (Römer 10,9)

Glaub’ mir, er wird dich nicht enttäuschen. Der HERR ist gnädig und
gütig, erhört Gebet und kann Menschenherzen verändern. So hat er
mir vor zwei Jahren auch einen wundervollen Ehemann geschenkt,
mit dem ich glücklich verheiratet bin.

Du kannst mir gerne schreiben!

--

Claudia
Vor mehr als 20 Jahren erblickte ich in Dresden das Licht der Welt
und wurde von meinen Eltern in Empfang genommen. Sie waren
(und sind noch) echt gute Eltern, die sich liebevoll um mich und
meine Schwester kümmerten und viel mit uns unternahmen. Nach
der Ausreise in den Westen kamen wir nach München. Wir zogen
öfter um und ich fand überall schnell Freunde und fühlte mich
geborgen. In der höheren Schule wurde ich allerdings immer öfter
ausgegrenzt und begann auch selber anderen Leid zuzufügen, indem
ich sie beleidigte, oder verlachte. Ich wurde Opfer und Täter zugleich.

Eines Tages entdeckte ich einen besonderen Reiz – Klauen ohne


erwischt zu werden (allerdings wurde ich nach einigen Jahren
erwischt, was mir einen gehörigen Denkzettel verpasste). Ich konnte
irgendwann nicht mehr in eine Drogerie gehen, ohne irgendetwas –
egal was – in meiner Tasche verschwinden zu lassen.

Auch die Drogen hielten Einzug in mein Leben. Ich wollte total cool
sein, fuhr Snowboard, ging am Abend fort, kiffte und meine Hosen
konnten nicht tief genug in den Kniekehlen sitzen. Ich hatte durch den
Haschkonsum öfter Angstzustände und hinter meiner coolen Maske
verbarg sich eine totale Unsicherheit, doch dies gestand ich mir
natürlich nie ein.

Vor zwei Jahren im April, nachdem ich recht viel Stress durch Arbeit,
Freunde etc. hatte und mein Shitkonsum beträchtlich gestiegen war,
veränderte sich alles: In der Fachsprache nennt sich solch ein
Zustand Psychose, doch für mich war es das Erwachen in einer
neuen Welt. Ich hatte die Gewissheit, dass Gott mich zur Weltrettung
berufen hatte. An dieser Stelle ist kein Platz für Details, aber ich war
total verstrickt in unrealistische, verwirrende Gedanken und Gefühle
und lief von zu Hause weg. Nach drei Tagen wurde ich dann vom
Notarzt aufgegriffen, und nach einer kurzen Untersuchung nach
Hause geschickt. Ich redete nicht, war total daneben und meine
Eltern und meine Schwester hatten zu dieser Zeit wohl die größten
Ängste ihres Lebens um mich auszustehen.

Meine Eltern sind Atheisten, und hatten nie etwas mit Gott am Hut,
doch ich wusste, dass in irgendeinem Schrank ein dickes Buch lag,
welches ich mir unbedingt genauer anschauen wollte. Es war eine
Bibel in altdeutscher Schrift. Nun las ich jeden Abend in diesem
Wälzer und es war mir irgendwie klar, dass dieses Buch die Wahrheit
beinhaltete.

In dieser Zeit lernte ich Coni (eine ehemalige Klassenkameradin)


näher kennen, die von den Vorfällen gehört und mich sofort besucht
hatte. Sie war einfach da, und bezeugte durch ihre fröhliche und
hilfsbereite Art ihren Glauben an Jesus Christus. Im Neuen
Testament las ich dann von Jesus, und konnte erst mal nichts mit ihm
anfangen. Ich glaubte daran, dass sein Leben etwas mit meinem zu
tun haben musste, wusste aber nicht inwiefern.

Dann fand ich eine CD von Nightlightstation, die mir irgendwann mal
jemand zugesteckt haben musste und hörte sie an. Es war von einer
Frau die Rede, die Jesus persönlich kennen gelernt hatte. Jesus
sprach zu ihr:

„[…] Jeden, der von diesem Wasser trinkt, “ – sie waren bei einem
Brunnen – „wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken
wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit
[…]“ die Frau antwortete: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich
nicht dürste […]“ (Johannes 4,13-15)

Danach spricht er sie auf ihre Sünden an, und sie antwortet ihm
ehrlich von ihrer Schuld.

Der Sprecher erklärte daraufhin, dass jeder Mensch, der zu Gott


kommen will, seine Sünden ehrlich vor ihm bekennen und ihn um
Vergebung bitten muss (darf), denn:

„Gottes Gerechtigkeit aber durch den Glauben an Jesus Christus für


alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben
gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden
umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in
Jesus Christus ist. Ihn hat Gott hingestellt als einen Sühneort […]“
(Römer 3,22-25)

Das tat ich dann auch, und fing an, mit Gott zu reden. Ich gestand
Ihm meine Schuld, dankte für seine Rettung und bat Ihn in mein
Leben zu kommen und mir zu helfen. Gott fing an in mir zu wirken
und Er ließ mich spüren, dass Er mich liebt und mich festhält in
Ängsten und Zweifeln.

„Ich liebe den HERRN, denn er hörte meine Stimme, mein Flehen.“
(Psalm 116,1)

Ich dachte oft, dass ich es nicht schaffe, weiterhin Gott zu gehorchen
und Ihm zu glauben, aber Er hat mich bis heute festgehalten und mir
geholfen.

„Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich zu
finden.“ (Psalm 46,2)

Er hat mir versprochen, dass ich bei Ihm sein werde in Ewigkeit, weil
ich an Ihn glaube und Seine Rettung angenommen habe und dieses
Leben mit Ihm fängt schon hier an:

„Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn
nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes
bleibt auf ihm.“ (Johannes 3,36)

Gott liebt dich und will nicht, dass du verloren gehst, sondern dass du
gerettet wirst! Also, denk mal darüber nach, denn das Angebot der
Rettung steht für jeden Menschen. Lauf nicht daran vorbei, sondern
beschäftige dich mit dem, was Gott sagt in – der Bibel.

Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, dann schreib mir einfach


einen Leserbrief!

--

Jeannot – der Hooligan

Hallo, ich heiße Jean, bin 33 Jahre alt und war ein Hooligan. Die
Erfüllung meines Lebens war, kaputt zu machen, was andere
aufgebaut haben. Worüber andere sich gefreut haben, war mir ein
Dorn im Auge.

Ich habe in meinem Leben viel versagt, sei es in der Schule oder im
Beruf. Überall flog ich raus, nirgends brachte ich Leistung. Außerdem
litt ich noch unter meinen zwei Nationalitäten (deutsch/griechisch).
Ich wusste weder, wer ich war, noch zu wem ich gehörte. Ich war
weder ein Deutscher, noch ein Grieche und fühlte mich ziemlich
einsam auf diesem Planeten. Immer dachte ich, so viel Pech wie ich
hat niemand, und jedem geht es besser als mir.

Später, Ende der 70er, Anfang der 80er, als sich die Punks und
Skinheads in München breit machten, fühlte ich mich sehr stark zu
ihnen hingezogen. Ich habe dann überall reingeschnuppert und mich
für die Skinheads entschieden. Da war es egal, wer du warst,
Hauptsache Randale. Eine große Vorliebe hatten wir für das
Fußballstadion entdeckt. Mich interessierte weniger das Spiel,
sondern mehr das Drumherum – die Atmosphäre, die Action, die
Exzesse usw. Alles in meinem Leben drehte sich um Fußball und ich
wurde ein Hooligan.

Anfangs fand ich es super, ohne Gesetz zu leben, ohne zu arbeiten,


ohne weitere Verpflichtungen, und einfach nur das zu machen, was
ich wollte. Aber irgendwann war auch das nichts neues mehr für
mich. Ich wusste auch, dass es so nicht weitergehen konnte. Das
Leben konnte nicht nur Stadion und Randale sein. Ich hatte keine
Perspektive mehr für die Zukunft. Das Leben musste mehr sein als
das, was ich bisher erlebt hatte. Ich hatte keine Lust darauf, wie Janis
Joplin sang: „Lebe kurz, intensiv und stirb jung.“

Ich wollte durchaus alt werden, mit Familie usw., aber ich konnte mir
nicht vorstellen, wie das bei mir gehen sollte. Ich hatte gar nichts.
Weder Ausbildung noch Schulabschluss, noch Führerschein und eine
Wohnung hatte ich auch nicht. Ich lebte mal hier, mal da. So lebte ich
mein Dasein weiter, manchmal depressiv, manchmal aggressiv, je
nachdem, welche Droge ich grad’ intus hatte (Haschisch oder
Alkohol), aber immer ziel- und sinnlos. Kurz vor meinem 18.
Geburtstag wurde ich bei einem Straßenraub erwischt und kam in
den Knast. 20 Monate war ich weg vom Fenster. In dieser Situation
hatte ich Zeit zum Nachdenken. Ich wollte nach meiner Entlassung
ein neues Leben beginnen.

Mit vielen neuen Ideen und Motivationen verließ ich das Gefängnis,
aber kaum in Freiheit, holte mich meine Vergangenheit ein, und ich
war wieder der Alte. Falsch – ich war noch schlimmer! Durch die
Erzählungen meiner Freunde, was in der Zwischenzeit alles
geschehen war, verspürte ich starken Nachholbedarf und wollte das
„Verpasste“ so schnell wie möglich nachholen. Das brachte mich
nach fünf Monaten Freiheit wieder für 16 Monate in den Knast.

Jetzt war der letzte Funken Hoffnung weg, jemals wieder ein
normales Leben zu beginnen. Ich nahm mir vor, sämtliche
Moralmaßstäbe über Bord zu werfen und nach meiner Entlassung
einfach nur so viel Kohle wie möglich zu machen, egal auf welche
Art. Ich hatte die Schnauze voll, immer nur wie ein Idiot durch die
Gegend zu schlendern, mit leeren Taschen und leerem Herzen, und
am Schluss auch noch im Knast zu sitzen. Ich war am Abstürzen,
aber mitten in meinen neuen Plänen trat auf einmal Gott in mein
Leben.

Immer wenn ich alleine in meiner Zelle auf dem Bett lag und über die
Zukunft nachdachte, sah ich mich in meinen Gedanken von einem
Berg abstürzen und immer, kurz vor dem Aufprall, schrak ich auf.
Immer und immer wieder sah ich in Gedanken diese Szene; doch auf
einmal hatte dieser „Traum“, oder wie man es sonst nennen mag,
eine Wende: Jedes mal, wenn ich von diesem Berg abstürzte, fiel ich
nicht mehr in den Tod, sondern es wuchs auf einmal, direkt aus
diesem Bergmassiv, ein Ast. Er war dünn genug, dass ich ihn greifen
konnte und dick genug, um meinen Fall aufzufangen. Ich griff diesen
Ast und durch den Schwung, den ich durch den Fall hatte, wippte ich
immer rauf und runter. Und immer wenn ich „unten“ war, konnte ich in
eine Höhle sehen und sah die Krippe mit Jesus und allem, was
dazugehörte. Ich begriff mal wieder gar nichts, aber ich sollte einige
Monate später merken, dass Jesus der Halt in meinem Leben werden
sollte.

Jedenfalls begann ich, mir Gedanken über Jesus zu machen, rief mir
in Erinnerung, was ich noch von ihm wusste und betete ab und zu.
Der Gedanke und Wunsch, Gott kennen zu lernen, wurde immer
größer, aber ich wusste nicht, wie das geschehen sollte. Gott war
irgendwo so weit weg und die Bibel ein Buch mit sieben Siegeln.
Außerdem wusste ich nicht, ob Gott überhaupt was mit mir zu tun
haben wollte. Immerhin hatte ich mein Leben lang gegen Gott gelebt
und das gemacht, was ich wollte.
Nach meiner Verlegung in ein anderes Gefängnis wurde ich von
einem Beamten gefragt, ob ich eine Bibelstunde besuchen möchte,
und ich willigte ein. Dort erfuhr ich über Gott und seinen Sohn Jesus
Christus, was ich nur wollte. Ich erfuhr, dass wir Menschen Sünder
sind und reif für die Hölle. Mir war das sowieso klar, dass, wenn es
einen Gott gibt, ich zur Hölle fahren würde.

Aber ich erfuhr noch etwas großartiges, nämlich, dass Jesus, der
Sohn Gottes, gekommen ist, um unsere Schuld am Kreuz zu sühnen.
Vollständig und für uns völlig kostenlos – und ich erfuhr, dass, wenn
ich es wollte, er einen völlig neuen Menschen aus mir machen
könnte. Das wollte ich wissen und nahm im Glauben sein Geschenk
der Vergebung an. Ich bat ihn im Gebet, doch in mein Leben zu
kommen und aus mir einen neuen Menschen zu machen. Nach
diesem Gebet geschah nichts weiter, kein Gefühl folgte, noch sonst
etwas übersinnliches, aber ich wusste, dass irgendetwas anders war,
ich wusste nur noch nicht was.

Von dem Gefängnisbeamten bekam ich dann auch eine Adresse von
einer Gemeinde, bei der ich mich nach meiner Entlassung melden
konnte. Hier bin ich noch heute.

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Margit – Selbstmord oder neues Leben?

Hallo! Ich heiße Margit und komme aus einem kleinen Ort in
Österreich. Ich war ein braves, ehrgeiziges Mädchen und erbrachte
gute Leistungen in der Schule. Mit 16 änderte sich das. Ich begann,
Drogen zu nehmen und rannte mit zerrissenen Klamotten herum. Mit
nicht einmal 18 Jahren zog ich mit meinem damaligen Freund
zusammen. Ein Jahr später machte ich die Matura (das Abitur). Die
bestandenen Prüfungen feierte ich so, dass ich ein paar Wochen
dauerdicht (ständig zugekifft, betrunken etc.) war. Im Herbst ging’s
mir dann gar nicht gut.

Ich wollte Physiotherapeutin werden, wurde aber an der Akademie


nicht genommen. So machte ich ein Jahr lang eine Ausbildung zur
Masseurin. Anfangs war ich total depressiv, antriebslos und konnte
mich auf nichts konzentrieren. Dann schlug auf einmal alles ins
Gegenteil um. Ich war nur mehr unterwegs, nächtelang fort, soff,
kiffte und schlief kaum mehr. Meine Freunde machten sich große
Sorgen und wollten mich schon in die Psychiatrie stecken, aber ich
mäßigte mich dann wieder von selbst. Damals sah ich das nicht so,
aber heute weiß ich, dass ich in eine Manie gefallen war.

Nach meiner Ausbildung nahm ich einen Job in einem kleinen Dorf
an. Ohne Auto war man da ziemlich von der Außenwelt
abgeschnitten. Meine Freunde sah ich fast nur am Wochenende.
Obwohl ich meinen Beruf mag, war Arbeiten für mich ein
notwendiges Übel. Ich lebte nur für die Wochenenden, die ich dann
total dicht mit meinen Freunden verbrachte.

Mit der Zeit dachte ich mir: „Das hat doch alles keinen Sinn: Nur von
Wochenende zu Wochenende leben, und sonst nur
dahinzuvegetieren.“ Ich bekam schwere Depressionen und konnte
nicht mehr schlafen. Ich wollte nicht mehr leben. Am 21. Januar 2000
sprang ich aus dem sechsten Stock eines Hochhauses. Trotz
schwerer Verletzungen überlebte ich wie durch ein Wunder. Nach
fünf Monaten Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation war ich dann
wieder so fit, dass ich arbeiten konnte.

Mir ging’s dann auch mehrere Monate wieder sehr gut, bis die
nächste Depression kam. Wieder dachte ich, dass alles sinnlos sei
und ich sowieso nie wieder glücklich werde. Als sich meine
Gedanken nur noch um Selbstmord drehten, ging ich freiwillig in die
Psychiatrie, aber die Ärzte und Therapeuten konnten mir nicht helfen.
Als ich wieder raus kam, ging’s mir noch schlechter.

Meine Eltern steckten mich dann in eine christliche Einrichtung. Dort


waren Menschen, die Probleme mit Drogen hatten, psychisch krank
waren oder in einer Lebenskrise steckten. Ich lernte Leute kennen,
die eine total kaputte Vergangenheit hatten, von ihrer Familie
misshandelt wurden und keine Berufsausbildung hatten. Aber sie
vertrauten auf Gott und sahen mit Zuversicht in die Zukunft. Das
faszinierte mich. Ein Mädchen dort schenkte mir einen Anhänger, wo
ein Bibelvers draufstand: „Denn ich kenne die Pläne, die ich für euch
habe, spricht der Herr, Pläne des Friedens und nicht zum Unheil, um
euch Hoffnung und eine Zukunft zu geben.“ (Jeremia 29,11)
Ich dachte mir: Gott hat auch einen Plan für mich und mein kaputtes
Leben! Ich hatte auch ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich meine
Eltern jahrelang angelogen hatte. Ich durfte erfahren, dass mir Jesus
alles verzeiht, wenn ich ihn darum bitte. Ich betete: „Jesus, ich habe
versucht, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist im
Endeffekt nur Mist herausgekommen. Bitte nimm du mein Leben in
die Hand.“

Und Jesus hat wirklich etwas Gutes aus meinem Leben gemacht: Er
hat mich geheilt von meiner psychischen Krankheit. Er hat mich frei
gemacht von Drogen, Alkohol und Zigaretten. Mir geht’s jetzt seit
eineinhalb Jahren wirklich gut, und das ohne Medikamente oder
Drogen. Jesus hat meinem Leben wirklich einen Sinn gegeben. Jetzt.

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