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Markus – neverending Wahnsinn?

Die Party hat ein Ende – das Leben beginnt

Frühling 1963. Mein Opa feierte gerade seinen Geburtstag am Abend


des 29. Aprils. Ich war dabei – vielmehr: Ich wollte dabei sein, denn
ich war noch im hochschwangeren Bauch meiner Mutter. Am
gleichen Abend wurde ich geboren.

Partystimmung. Dieses Ereignis prägte vielleicht mein ganzes


weiteres Leben. Als Kind war ich ein ungebändigter, fröhlicher und
sorgloser Wirbelwind, der alle zu begeistern und zu vereinnahmen
schien. Gegen den Kindergarten rebellierte ich erfolgreich, mit der
Schule war das nicht möglich; das versetzte mir einen ersten
handfesten Schock. Meine kindliche Welt von Freiheit und Abenteuer
war zerbrochen.

Rebellion. Die Schule eröffnete jedoch neue, interessante


Möglichkeiten der Selbstverwirklichung. Ich tat meistens alles andere,
nur nicht das, was ich eigentlich sollte. Lange Haare, verwaschene,
löchrige Jeans, laute Rock- und Punkmusik waren Lehrern und Eltern
ein Dorn in Auge und Ohr. Bier, Wein und Haschisch gehörten dazu.
Von guten Noten, Abitur und Studium konnte deshalb keine Rede
sein. Ich war ein Freak.

1984. Mit 21 Jahren war meine schulische Karriere beendet. Es war


keine glanzvolle Karriere, zugegebenermaßen. Immerhin hatte ich die
Mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Doch das
war in meinen Augen nichts wert. Meine Vorstellung vom Leben glich
der eines Künstlers. Und genau das hatte ich im Sinn: Künstler sein!
Kompromisslose Kunst wollte ich machen und eine Menge Kohle
damit verdienen.

Berlin war damals ein Magnet für so Ausgeflippte wie mich. Die
wenigsten waren wirkliche Künstler, aber die meisten waren wahre
Lebenskünstler. Bunte Malereien spiegelten mein schön-verrücktes
Berlin-Party-Feeling wider. Drogen gehörten dazu: Haschisch, LSD,
Meskalin, Speed, Kokain und Heroin.

Junk. Eines Morgens wachte ich auf und ich wusste: Ich bin süchtig!
„Heroine, it’s my wife and it’s my life!“, das sang Lou Reed und es
wurde auch zu meiner Wahrheit. Harte Jahre des Straßen-
Junkietums begannen. Die Künstlerkarriere sowie alle damit
verbundenen Träume und Illusionen waren begraben unter der Last
der Drogensucht. Ich war als fast schon toter Junkie ein
Einzelkämpfer in einer Hölle auf Erden. Alles was ich aufgebaut
hatte, zerfiel ins Nichts. Ich lebte auf der Straße, in besetzten
Häusern, unter Brücken, bei „Freunden“ und mein ganzer
Tagesablauf drehte sich nur noch um Heroin und ähnliche
Substanzen.

Totentanz. Die Dosis wurde immer höher. Wenn ich ein wenig
unterversorgt war, dann wurde mir der ganze Wahnsinn ein wenig
bewusst. Dann hatte ich Schmerzen, Angst und Verfolgungswahn.
Jede neue Injektion konnte den Tod bedeuten: Ich wusste nie, ob ich
mir nicht Rattengift oder Strychnin mit verabreichte. Wenn ein
Mensch in der Sucht der Spritzgifte gefangen ist, dann gibt es für ihn
nur zwei Zustände: Entweder der Affe (Entzugssymptome) wie vorher
beschrieben oder der Zustand des Rausches und je praller man ist,
desto besser. Ich wollte einfach gar nichts mehr mitkriegen, weder
mein eigenes Elend, noch das Elend der anderen und dieser Zustand
war schon totengleich. Einmal wachte ich an einem Wintermorgen in
einem Berliner Park (zum Glück wieder) auf und konnte mich an
nichts mehr erinnern. Ich lag im Schnee, doch ich verspürte weder
Kälte noch Angst, weil das Heroin so stark gewesen war, dass ich
noch „gut versorgt“ war. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, wo ich
nur knapp dem Tod entronnen bin.

Kampf. Nach langen und harten Jahren der Sucht in Berlin hatte ich
nun endlich den Willen, damit aufzuhören. Ein furchtbarer,
wochenlanger Entzug ließ mich die ganze Realität des
Süchtigendaseins erkennen. Trotz schlimmer Vergangenheit, krasser
Gegenwart und hoffnungsloser Zukunft wollte ich nicht aufgeben. Es
begann ein ziemlich nervenaufreibender Kreislauf von Entzug,
Therapie, Arbeit, Beziehung, Cleansein, Zweifel, Sinnlosigkeit und
Rückfall. Sieben Jahre fuhr ich in diesem Trottel-Karussell und es
bewegte sich immer schneller. Ich kam an einen Punkt, wo ich
verzweifelt erkannte, dass ich keine Chance gegen meine Sucht
hatte. Nach zwei abgeschlossenen Therapien und einem
Methadonprogramm resignierte ich im Rausch und dachte: Dies ist
halt mein Leben! Ich war bereit, den Kampf aufzugeben. Das erste
Mal in meinem Leben hatte ich jegliche Hoffnung verloren und ich
war bereit zu sterben. Doch war ich dazu wirklich bereit? Das war
1995.

End(s)partystimmung. Ein x-ter Rückfall bewirkte, dass ich mich voll


pumpte mit allem, was ich in die Finger bekam. Es war ein grotesker
Tanz auf dem Vulkan. Mein Arsch würde sowieso bald im Sarg liegen
und dann wäre alles vorbei, so dachte ich. Alle meine Beziehungen
zu Menschen waren zerstört. Unzählige Versuche, drogenfrei zu
leben, lagen hinter mir. Selbst die zwei abgeschlossenen Therapien
hatten mein Leben nicht wirklich verändert. Meine private Party
schien ein Ende zu haben. Wo waren all die Freiheitsgedanken und
die Glücksgefühle geblieben? Ich war fest an die Droge gekettet,
innerlich war ich hohl und abgestumpft, mir war alles egal, weil ich
nichts mehr spürte. Ohne Sinn und ohne Ziel hauste ich in einem
Kellerloch, aus dem ich nur dann hervorkam, wenn ich Drogen oder
Geld für Drogen benötigte.

Todesangst. Und dennoch regte sich in diesem Zustand noch einmal


mein altes Kämpferherz. Noch einmal wollte ich den Kampf gegen die
Sucht aufnehmen, mehr als verlieren konnte ich nicht. Wieder einmal
wollte ich die Qualen des Entzugs auf mich nehmen. Ich setzte alles
ab und 24 Stunden später war ich voll auf’m Affen. Aber es war
extremer als sonst. Die Symptome waren stärker und plötzlich befand
ich mich in einem Zustand, den ich vorher nicht gekannt hatte. Mein
Herz raste, der Brustkorb vibrierte, meine Hände wurden grün-blau,
mein Augeninnendruck war so stark, dass ich dachte, mir platzt
gleich der Kopf. Ich hatte Todesangst und ich wusste, dass ich jetzt
gleich sterbe und dass ich dann verloren bin, irgendwie konnte ich in
diesem Moment ein bisschen über den Punkt des Todes
hinausblicken und das bereitete mir in diesem unvorbereiteten
Zustand eine unsagbare, nie gekannte Angst vor etwas ganz
Schrecklichem. Wenn jetzt nichts passierte, dann käme ich an einen
Ort, an den ich nie und nimmer wollte. Es war schrecklich.

Retter in der Not. Dann tat ich etwas in dieser Agonie, was ich mir nie
gedacht hätte: Ich betete. Seltsam, ich wollte doch mein ganzes
Leben nichts mit Gott zu tun haben. Gott war das egal. Er erhörte
mein Gebet. Schlagartig ging es mir besser und ich hatte einen nie
gekannten Frieden. Ich wusste, es wird alles gut, nur nicht wie, wann
und warum. Plötzlich war da ein Vertrauen und Hoffnung und das
Beste: Ich wusste, es gibt einen Gott, der in meiner höchsten Not
meinen Schrei nach Leben gehört hat und sofort reagierte.

Gott lässt nicht los. Kurze Zeit danach ging es mir wieder besser und
ich vergaß mein Erlebnis, bzw. ich verdrängte es, da mein rationaler
Verstand solcherart Gedanken nicht zuließ. Auf der Drogenszene
begegnete ich jedoch Menschen, die sehr freundlich und bestimmt
auf uns Drogenfreaks zugingen, mit Kaffee, Kuchen und Einladungen
zum Bibellesen. Moment mal? Bibellesen? Ich? Aber: Da war doch
was. Ich erinnerte mich sofort an das Gebet und dann dachte ich,
weil ich auch vorher niemals in meinem Leben so konkret
angesprochen wurde, dass ich mir diese Chance einfach mal gebe.
So verabredete ich mich mit einem jungen Mann und ging mit zu
einer Familie, wo mehrere Leute im Wohnzimmer saßen, die mich
alle recht freundlich begrüßten, so als gehörte ich schon immer dazu
und ich dachte, die spinnen, die verwechseln mich. Aber nein, sie
nahmen mich wirklich freundlich auf und dann kam der Hammer: Der
Gastgeber las aus der Bibel vor und erklärte in seinen eigenen
Worten, was es damit auf sich hat. Jedes einzelne Wort traf mich
mitten ins Herz. In mir drinnen rührte sich etwas und ich erkannte,
dass alles, was hier mit Gottes Worten erklärt wurde, die Wahrheit ist,
nach der ich so lange suchte. Ich weinte und betete. Ich erkannte
mein kaputtes Leben mit einem Schlag und ich wusste, dass nur Gott
mir helfen kann.

Endlich frei! Das liegt nun einige Jahre zurück. Seit dieser Zeit ist
eine ganze Menge passiert, so viel, dass ich mindestens noch mal so
viel wie bis hierher schreiben müsste, doch das mag ich jetzt keinem
mehr zumuten. Um es kurz zu machen: Ich begann dann selbst in der
Bibel, im Neuen Testament, zu lesen und lernte einen Jesus kennen,
wie ich ihn vorher nicht kannte. Ich weinte und betete immer wieder,
bis ich an einen Punkt kam, an dem ich realisierte, dass ich ein Kind
Gottes bin, weil ich erkannt hatte, dass Gott Jesus auch für mich
geschickt hatte, dass er für all meine Sünden stellvertretend bezahlt
hat am Kreuz auf Golgatha. Durch den Glauben daran und an die
Auferstehung Christi habe ich ein neues Leben bekommen. Das ist
mein voller Ernst. Gott hat mein Leben wunderbar verändert und tut
es weiterhin, tagtäglich und ich bin ihm so dankbar dafür. Es ist das
Beste, was mir passieren konnte.

Wenn du mich kennen lernen willst, Fragen hast oder wissen willst,
wie es weitergegangen ist oder wenn du in einer ähnlichen Situation
bist und Hilfe brauchst, dann schreibe mir! Ich werde dir garantiert
antworten.

--

Oktay – wie kommt ein Türke zu Jesus?

Na ja, an Gott habe ich immer geglaubt in dem Sinne, dass er


existiert! Das bloße Wissen, dass es ihn gibt, hat mein Leben aber
gar nicht beeinflusst! Gott war für mich eine unpersönliche Person im
Sinne von: „Der will ja von mir gar nichts wissen! Wahrscheinlich hat
er gar kein persönliches Interesse, sich mit mir abzugeben! Er sitzt
irgendwo in einer uns unbekannten und unzugänglichen Dimension,
die man Himmel nennt und macht irgendetwas. Was er macht, das
weiß niemand!“ Im Islam kann der Mensch gar keine persönliche
Beziehung zu Gott haben, denn Er ist zu erhaben, um sich mit uns
abzugeben. Selbst Mohammed hatte keine Beziehung zu Gott, er
führte nur Gespräche mit einem Engel!

So hat sich also mein Leben vor allem um die Dinge in der Welt
gedreht, denn die Welt da oben war mir verschlossen. Das Leben:
Eine Herausforderung möglichst viel zu erleben und zu erreichen, viel
Spaß und Freude! Wenn ich mich zurückerinnere, dann habe ich viel
schönes in meiner Jugend erlebt: die Gespräche mit meinen
Freunden über gemeinsame Probleme wie Schule, Ziele, Frauen
usw., die nächtlichen Touren in Kneipen und Discos, die Musik, die
meine Gefühle und meinen Körper zum Tanzen brachte … die Nacht
so richtig ausleben und nach dem anderen Geschlecht Ausschau
halten! Doch irgendwann einmal ergriff mich die finstere Gestalt der
Depression und stellte mir die Frage, was ich denn auf dieser Welt
tue – meistens nach solchen Parties, wo es in mir und um mich
herum still wurde.
Der Spaß war immer von kurzer Dauer, die Freude immer abhängig
von gewissen Umständen. Mir wurde klar, dass es eigentlich
Selbstbetrug ist, in all dem die Befriedigung und Erfüllung zu suchen.
Gab es denn nichts, was mehr Bestand hat? Etwas, wo die Freude
bleibt, auch wenn die Umstände nicht so gut sind?

Wir Menschen manipulieren unsere Umgebung um etwas Freude


herauszupressen, doch wie viel kommt dabei heraus? Es reicht
gerade für einen Augenblick. Aber von solchen kurzen Augenblicken
wollte ich nicht leben. So begann ich mich nach dem Sinn meines
Daseins zu fragen. Das erste, was mir in den Sinn kam, war meinen
Schöpfer zu fragen, denn er hatte mich ja erfunden und wusste, wie
ich am besten funktionieren würde! Er wusste auch, warum er mich
geschaffen hatte! Also machte ich mich auf die Suche nach Gott!
Doch wo sollte ich anfangen?

Islam, Judentum oder Christentum? Das war für mich sehr komisch!
Warum, wenn es doch nur einen Gott gibt, hat er dann so viele Wege
geschaffen? Konnte er es uns denn nicht leichter machen? Oder gab
es wirklich nur einen Weg und alle anderen wurden von Menschen
erfunden? Das war für mich logischer, denn Gott muss ein logisch
denkendes Wesen sein, das doch keine sich widersprechenden
Religionen schafft! Dass ich aus dem islamischen Hintergrund kam,
war mir nicht so wichtig, musste ich doch selbst wissen, an was ich
glaube und diese Dinge ganz objektiv betrachten. Im Islam fand ich
keine Erfüllung! Es war für mich ein bloßes Halten von Geboten und
Gesetzen.

Eines Tages begegnete ich einem Christen. Er erzählte mir, dass er


eine persönliche Beziehung zu Gott hat, was ich mir überhaupt nicht
vorstellen konnte. Er erzählte mir, dass Gott mich liebt, was für mich
total neu war. Ich bin also Gott nicht egal, sondern er interessiert sich
für mich! Da wusste ich, dass ich wertvoll bin, denn wenn er mich
liebt, dann bin ich ja wichtig für ihn.

Dann sagte er etwas, was mich sehr berührte: Gott hat dich so sehr
geliebt, dass er seinen Sohn Jesus für dich geopfert hat! Das hat
mich getroffen. Hatten das nicht immer meine Mama und mein Papa
zu mir gesagt? Mein Sohn ich liebe dich so sehr, dass ich bereit bin
mein Leben für dich zu geben! (Im Türkischen heißt es in etwa so: Ich
möchte für dich Kurban sein! Ein Kurban ist ein Opferlamm.) Wie oft
habe ich meinen Vater gesehen, wie er ein Lamm schlachtete und
das Lamm hat sich nicht gewehrt und keinen Laut gemacht. Dieses
Bild kam mir vor Augen und die Aussage meiner Eltern. Gott sagt
nicht nur, dass er mich liebt, sondern er bewies es auch! Es stand für
mich fest: Eine größere Liebe gibt es nicht, als diese, dass einer sein
Leben für einen anderen gibt. Das war meine Definition der Liebe.
Und so hat Gott geliebt!

Dann sagte er, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist und das
war der nächste Hammer! Dadurch erkannte ich, dass Sünde etwas
ganz schlimmes und schwerwiegendes ist, was Gott gar nicht mag.
Ja, da musste einer für meine Sünden einen hohen Preis bezahlen.
Jesus musste dafür einen schrecklichen Tod sterben, weil ich
gesündigt hatte! Diese Nachricht hatte mich nicht mehr losgelassen,
es war eine gute Nachricht, unübertrefflich, aber auch eine
demütigende Nachricht, denn es war meine Schuld, für die Jesus
gestorben ist. Dann wusste ich, dass ich ans Ende meiner Suche
gekommen war, Gott hat mir den Weg zu ihm gezeigt. Ich sollte
Jesus in mein Leben aufnehmen und ihm das Steuer meines Lebens
geben. Was hatte ich zu verlieren? Ich hatte doch nur zu gewinnen!
Vergebung, ewiges Leben, Liebe von Gott und Freude, die bleibend
ist! Gab es denn etwas besseres?

So entschied ich mich, Jesus in mein Leben aufzunehmen. Ich bat


ihn: „Jesus, komm und mach mich frei von meiner Schuld. Ich
möchte, dass du über mein Leben bestimmen sollst. Du sollst mein
König sein und deinen Willen will ich tun, nicht meinen, bitte!“

Da wusste ich plötzlich, dass es eine Freude gab, die nicht mehr von
Umständen abhing, sondern von einer Person, die sich nicht ändert
und mich liebt! Ich verstand, dass der Sinn meines Lebens darin
bestand, mit ihm eine Beziehung zu haben, mit Jesus selbst. Er hat
einen Plan für mein Leben und wenn ich diesen erfüllt habe, werde
ich zu ihm nach Hause in den Himmel gehen. Ich fing dann auch an,
intensiver die Bibel zu lesen und kam nicht aus dem Staunen heraus.
All die Fragen, die ich über das Leben hatte, wurden dadurch
beantwortet: Fragen über Liebe, Beziehung, Tod, Leid, Werte,
Vergangenheit und Zukunft der Menschen usw. Früher habe ich auch
Angst vor dem Tod gehabt, doch weil Jesus auferstanden ist, habe
ich Hoffnung auf ein Weiterleben!

Als ich mich für Jesus entschieden habe, bekam ich Schwierigkeiten
mit meinen Eltern. Doch die Beziehung zu ihnen ist nach einer Zeit
besser geworden, als sie vorher war. Sie sahen die Veränderung in
meinem Leben und akzeptierten mich. Diese Entscheidung für Jesus
habe ich nie bereut, denn er hat mich nie enttäuscht!

Wenn du Fragen hast, schreib mir einfach einen Leserbrief!

--

Ingrid

Als ich acht Jahre alt war, habe ich die Entscheidung getroffen,
anders zu werden, als meine Eltern. Ich lag in meinem Bett und
dachte, dass ich niemals jemanden so anschreien möchte. Und
niemals so laut weinen. Ein Jahr später reichte meine Mutter die
Scheidung ein, nahm meine kleine Schwester und ging fort. Mein
Vater fing an viel zu arbeiten. Er war irgendwie nicht mehr derselbe,
hat aufgehört zu reden und zu lachen. Ich blieb mir selbst überlassen,
konnte schlafen, spielen, essen und anziehen was ich wollte. So
dümpelten wir drei lange Jahre vor uns hin. Aber er hat mich lieb
gehabt. Es hat viele gute Momente gegeben, Zeiten in denen er mit
mir geredet, gelacht und gespielt hat – wie früher.

Als ich zwölf war, lernte er eine Frau kennen, mit der er
zusammenzog. Sie hatte zwei Töchter und bekam bald ein weiteres
Kind von ihm. Ich mochte sie nicht und wollte nur in Ruhe gelassen
werden. Deshalb tobte in diesem Sechs-Personen-Haushalt der
absolute Krieg. Mein Vater schrieb mich ab; sagte, ich wäre nichts
wert. Auf der Straße habe ich Menschen lästern hören, in der Schule
fiel mein Blick auf schwache Gestalten, die fertig gemacht wurden,
einschließlich mir, in den Nachrichten Grausamkeiten, Krieg, Unfälle
– Katastrophen aller Art. Ich fühlte mich wie Dreck und ich fühlte mich
umgeben von Dreck. In der Zeit bin ich irgendwie traurig geworden
und habe nur noch geredet, wenn es mit Schweigen nicht ging. Ich
dachte, der Mensch ist von Natur aus schlecht und der blaue Planet
ein grauenvoller Ort, der sinnlos durch das Dunkel geistert. „Gott?“,
hab’ ich gedacht, „gibt es keinen.“

Mit 19 war ich am Ende. Wenn ich es nicht bis zum Psychiater
geschafft habe, lag ich betrunken oder zugekifft auf dem Boden
meiner jeweiligen Bruchbude und hörte Musik, bei abgedunkelten
Fenstern, zehn, fünfzehn Stunden lang, Tag für Tag. Ich wollte
sterben. Rita war einer meiner besten Freunde. Ich saß in ihrer
Küche und rauchte mein Dope, als sie mir erzählte, Jesus gäbe es
wirklich. Spinnerei, dachte ich. Wieder mal was neues im Fluss der
Dinge. Sie war begeistert von ihrer neuen Erkenntnis, dass Jesus
wirklich lebt, dass er irgendwie da ist und dass er Gottes Sohn ist.
Meine schöne, intelligente Freundin Rita: stabile Psyche,
messerscharfer Verstand, sachlich, logisch, unabhängig. Ich habe ihr
drei Tage lang zugehört. Mit aller Nachsicht.

Dann bin ich nach Hause gegangen, um zu überprüfen, ob Jesus


Gottes Sohn ist. Ich dachte, wenn ich höre, was er sagt, müsste ich ja
wissen, ob er von Gott kommt. Meine Quelle war ein Film, in dem
Bibelverse zitiert werden. Sonst hatte ich nichts. Naiv, ahnungslos
habe ich vorgespult, auf Play gedrückt und meine Augen über den
Bildschirm wandern lassen: Bärtige, alte Männer mit langen Haaren,
in sackartigen Gewändern, an einem langen Tisch sitzend, irgendwo
im alten Rom … eine Geschichte, oft gesehen und abserviert in die
Schubladen meines ach so abgebrühten Verstandes und dann traf
mich der Satz wie ein dicker, großer, schwerer Stein, mitten in mich
hinein und zerschmetterte meine atheistische, kleine Welt in einer
Sekunde: „Selig sind die Barmherzigen.“ (Matthäus 5,7)

Meine Gedanken schrieen. Das kann doch nicht wahr sein … kein
Mensch kann so etwas sagen! Ich hab’ angefangen zu weinen. Er
lehnt all das ab, was ich auch ablehne! All die Lügen, die ganze
Boshaftigkeit, den Sadismus der Menschen, ihren Egoismus, ihre
Selbstsucht, ihre Gier nach Besitz und Macht! Er liebt das Gute und
er ist voller Mitgefühl. Welch ein Trost, welch eine Erleichterung –
Gott ist gut. Was er sagt, ist voller Leben. Ich konnte seine Existenz
nicht leugnen. Es hat ein paar Monate gedauert, bis ich das verdaut
hatte. Dann habe ich Ihn gebeten, mein Leben in Seine Hand zu
nehmen, weil ich es selbst nicht kann. Er hat es gemacht. Er hat mein
Leben im wahrsten Sinne des Wortes gerettet.
Heute kann ich arbeiten, andere Menschen mögen und Beziehungen
zu ihnen aufbauen. Ich hab’ meine Eltern lieb. Und ich freu’ mich so
am Leben zu sein. Ich hätte nie gedacht, dass ich so alt werde: 28 –
ohne Alkohol, ohne Dope und ohne Depressionen. Gott ist gut!

--

Matt †

Alkolenker verursacht tödlichen Unfall

Ein betrunkener 19-jähriger Präsenzdiener ist in der Nacht auf Freitag


in Weißbach bei Lofer (Pinzgau) frontal gegen ein anderes Auto
geprallt. Dabei wurde der 23-jähriger Saalfeldener Mathias Pichler
getötet. 1,78 Promille Alkohol im Blut. Der 23-Jährige war bei einem
25-jährigen Bekannten mitgefahren, als der Präsenzdiener ihr Auto
rammte. Das Auto des 25-Jährigen wurde auf eine Wiese neben der
Pinzgauer Bundesstraße geschleudert. Der 23-jährige Beifahrer starb
noch an der Unfallstelle.

Ein Freund schickt mir heute diese Nachricht, mit der Überschrift
„WARUM?????“. Ich bin gespannt was sich wohl dahinter verbergen
mag. Ich fange an zu lesen, und denke: „Naja, wieder mal ein
Besoffener an einen Baum gefahren“. Doch ich lese weiter, und
plötzlich lese ich „Mathias Pichler getötet“. Erschrocken stöhne ich
auf und falle verzweifelt in mich zusammen, mein Kopf zwischen die
Knie und die Hände bedecken mein Gesicht. – Nein, nicht der Matt!

Ich bin getroffen. Bilder und Gedanken schießen mir durch den Kopf.
Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer die wir mit Jesus erlebt
aben. Ich bin traurig. Weinend lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf
und gehe in den Wald spazieren. Jetzt auch bei mir die Frage –
Warum?

– Gott, warum? –

Matt hat einen großen Teil der Soulsaver Homepage programmiert


und auch eine eigene Seite in Österreich gemacht (www.get-
alive.com). Er war auch Christ wie ich, er wollte auch wie ich
Menschen mit der frohen Botschaft von Jesus erreichen. Er war mit
Gott unterwegs, ein Vorbild für viele. Doch plötzlich schießt mir ein
Gedanke durch den Kopf. Ich werde ihn wieder sehen, im Himmel.
Ja, all die vielen Dinge die ich in meinem Leben schon mit Gott erlebt
habe bestätigen es – ich werde ihn wieder sehen. Was für ein Trost
in dieser Trauer!

Doch was wäre gewesen, wenn Matt nicht die Rettung, die in Jesus
ist, angenommen hätte, und jetzt nicht bei Jesus wäre! Ich muss an
all die Menschen denken, die ich kenne, die nichts mit Jesus zu tun
haben wollen. Schrecklich, diese Vorstellung, aber eine Ermutigung,
weiter zu machen.

Matt, ich und alle die Soulsaver machen, haben ein einziges Ziel vor
Augen – dass wir dich, lieber Leser, im Himmel bei Gott wiedersehen.
Alles andere wird im Licht des Todes unbedeutend. Wofür lebst du,
für was setzt du dein Leben ein und wo wirst du sein nach deinem
Tod? Welchen Trost werden die Menschen haben, die du
zurücklässt?

Das Leben von Mathias und die Dinge die er gemacht hat, haben
Bestand und Wert in der Ewigkeit. Lass dein Leben nicht sinnlos an
dir vorüberziehen, nutze die Chance Gott kennen zu lernen – jetzt,
durch die Bibel.

Ich freue mich jetzt schon Matt wiederzusehen. Werde ich dich auch
sehen?

Am 1. April 2002 hat Matt folgenden Artikel im Forum von www.get-


alive.com geschrieben: (hier leicht gekürzt wiedergegeben -> zum
Originalartikel)

… life …

weißt du, was für mich wahre freiheit bedeutet? für mich persönlich.
ein leben, das nicht abhängig ist von …

geld … denn es könnte sein, dass ich alles verliere.


freunden … denn ich könnte eines tages alleine sein.
liebe … denn mein herz könnte daran zu grunde gehen und was
hätte ich, wenn ich alle hoffnung darauf gesetzt habe (so theoretisch
ist das alles gar nicht …)

alle diese dinge wären es wert, dafür zu leben, wenn sie für immer
halten würden, aber die zeit rinnt dir wie der sand zwischen den
fingern davon.

wenn ich morgen tot bin, was habe ich noch?

fass es bitte nicht als missionierungsversuch auf, denn diese


grundwahrheit beschränkt sich nicht auf eine religion oder lehre.

„herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir
klug werden.“

was hättest du, wenn du krank wärst, ohne freunde und ohne familie?
nur rein theoretisch gefragt. was hättest du?

hättest du etwas, was dir ruhe geben kann? eine perspektive? eine
innere geborgenheit?

das ist nicht sarkastisch gemeint, oder so im sinne von „was weißt du
schon“. nein, überhaupt nicht.

ich denk aber schon oft drüber nach, und der gedanke hat mich
bereits einmal sehr traurig gemacht. die tatsache, abhängig von
glücklichen umständen zu sein. ich hätte nichts, wenn ich all diese
glücklichen dinge verlieren und gott nicht kennen würde. das ist keine
floskel, sondern genau so würde MEIN persönliches leben aussehen.

was hättest du?


oder geh ich mit hypothesen und „was-sein-könnte“ zu weit?

hm, weißt du, wie wenig menschen solches glücklichen umstände


genießen können (westliche welt …), wie du und ich? sehr, sehr
wenige. erschreckend wenige …

denk doch ehrlich darüber nach …

schöne grüsse
matt

--

Ben - ein Berliner lässt's krachen

Gekifft, gedealt, geraubt – gerettet!

Mein Bruder wurde vier und ich war siebeneinhalb Jahre alt, als
unsere Eltern sich trennten. Es war nicht leicht sich für einen
Elternteil zu entscheiden zu dem wir gehen sollten. Deshalb haben
wir es zuerst bei der Mutter und dann beim Vater ausprobiert, doch in
beiden Fällen existierte so etwas wie Familie nicht mehr. Meine
Mutter musste von nun an Vollzeit arbeiten und hatte nur wenig Zeit
für uns. Die Zeit die wir bei unserem Vater wohnten, weil wir dachten
es dort mit mehr Liebe und Familie zu tun zu haben, verlief nicht viel
anders.

Mit 14 begann ich auf den Geschmack zu kommen, die


Wochenendnächte vollkommen unterwegs zu sein. Meine Mutter
konnte nicht viel dagegen tun. Es schien geradezu normal, dass ich
von Freitag bis Sonntag weg war. Als dann das regelmäßige Kiffen
nicht mehr mein inneres Vakuum ausfüllen konnte, wuchs die
Bereitschaft andere Drogen wie LSD, Amphetamine und ähnliche
Designerdrogen zu konsumieren.

Da es mit 15-16 nicht ohne weiteres möglich ist sich so etwas zu


leisten, begann ich das Zeug zu verkaufen und meine damaligen
Freunde mit in die Abhängigkeit zu ziehen. Ich verbrachte meine
Freizeit mit Gleichgesinnten und in der Techno-Szene. Außerdem
hatte ich ein paar russische Freunde die mich zu einem Laden
führten der unterm Tisch Waffen verkaufte, eine kleine Chance für
mich schnell Geld nebenbei zu „verdienen“.

Um zusätzlich Geld zu machen und noch einige Adrenalin-Kicks zu


genießen, haben wir dann zu viert und zu fünft mit Ninja-Masken
verkleidet Ladengeschäfte und Apotheken ausgeraubt. Uns hat nur
das Geld interessiert; es waren immer nur 30-Sekunden-Aktionen.
Doch der Hammer war, dass wir immer mit öffentlichen
Verkehrsmitteln flüchteten. Einer von uns machte sich einen Sport
daraus die jeweiligen Zeitungsartikel zu sammeln in denen wir
erwähnt wurden. Die „Serie“ (von der Polizei als solche bezeichnet)
hörte für mich aber damit auf, dass es irgendwann sehr knapp mit der
Polizei wurde. Ich wollte mir nicht unbedingt irgendwelche Türen für
meine Zukunft vor der Nase zuknallen.

Also ging mein Leben einfach so weiter wie vorher, ich lebte für und
mit Drogen und es war normal in den Schulpausen zu kiffen, oder
spätestens wenn ich zuhause war. Die Wochenenden waren dann
mit härteren Drogen ausgefüllt. 1995 begann meine Ausbildung und
ich lernte immer mehr Leute kennen die den gleichen Weg gingen
wie ich. Es gab keine Alternative und abgesehen davon wollte ich
auch keine, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte,
dass es einen wirklichen Sinn im Leben geben könnte.

Ganz unerwartet klingelte dann irgendwann das Telefon und ein


damaliger Komplize war dran. Er wurde bei einer anderen Sache
erwischt und man hat ihn aufgrund von Fingerabdrücken auf die
Apotheken zurückgeführt. Ich hatte nun die Wahl Geld zu zahlen oder
er würde mich verraten. Ich weiß nicht mehr wie ich dazu kam, aber
ich entschloss mich die Sache selbst mit der Polizei zu klären, reinen
Tisch zu machen. Das lief eigentlich auch ganz gut, doch wollte
keines der Geschäfte das Geld von mir zurückhaben. Da es
inzwischen auch ca. ein Jahr her gewesen ist und die betroffenen
Personen sich immer noch daran erinnerten als sei es gestern
passiert, wurde mir klar was für einen Schaden wir eigentlich
angerichtet hatten. Es folgte dann die Gerichtsverhandlung, bei der
ich am schlechtesten abschnitt und mit den meisten Arbeitsstunden
davon kam.
Mir gelang es schließlich auch die Stunden so abzuleisten, ohne dass
mein Arbeitgeber etwas davon mitbekam. Der Fall war vollkommen
überstanden – dachte ich, aber die Schuld lag trotzdem noch auf mir.

Viele Jahre schon bemerkte ich, dass meine Mutter auf irgendeiner
Suche war. Inzwischen weiß ich, dass es die Suche nach dem
wahren Sinn im Leben war. Sie befasste sich intensiv mit Esoterik.
Pendeln, Meditieren, Tarotkarten, irgendwelche gläsernen Pyramiden
und andere esoterische Praktiken wechselten einander bei uns
zuhause über Jahre ab. Ich dachte mir nichts besonderes dabei als
plötzlich eine Bibel da lag und bald in der ganzen Wohnung
Bibelverse an den Wänden klebten. Für mich hatte meine Mutter halt
eine neue Macke. Doch schon nach kurzer Zeit herrschte ein
ungekannter Friede zwischen uns, ganz seltsam.

Nach zweieinhalb Jahren, als es bei mir anscheinend nicht weiter


runter ging startete ich erste Versuche, ernsthaft herauszufinden aus
was für einer Quelle dieser Friede stammt. Mitte 1997 wurde ich mit
meinem Bruder zu einer christlichen Jugendfreizeit nach Schweden
eingeladen, an der ich eigentlich nur teilnahm, weil ich anders nicht
die Möglichkeit gehabt hätte für zwei Wochen Urlaub zu machen.
Obwohl ich auf dieser Freizeit relativ viel vom Christsein mitbekam
und es mich auch richtig abschreckte, habe ich nicht aufgehört
darüber nachzudenken auch irgendwann einmal Christ zu werden,
denn die Ungereimtheiten in meinem Leben ließen nicht den Frieden
zu, den ich den Christen ansah.

Allerdings wollte ich noch lange warten, meine Mutter wurde erst mit
47 Jahren Christ, bis dahin habe ich ja noch lange Zeit. Dass ich in
meinem Leben durch die Sünde keine Beziehung zu Gott haben
konnte, darüber war ich mir im klaren. Und doch wartete ich noch.
Ein paar Tage vor Sylvester war ich wieder mit Christen zusammen.
Dort wurde ich so von Gott angesprochen und von göttlichem Frieden
bewegt, dass ich mich am 03.01.1998, nachdem ich die Kosten
überschlagen hatte, dafür entschied, mein Leben Jesus
anzuvertrauen. Ich betete zu Gott: „Wenn du willst, dass ich mit dir
lebe dann befreie mich von all meinen Sünden und meiner Schuld
und mein Leben soll dir gehören“.

Von nun an wurde das Vakuum meines Herzens gegen die Liebe
Jesu ausgetauscht und die Bibel mein Wegweiser. Ich stellte am
eigenen Leib fest, dass das innere Vakuum, das sich jeder Mensch
irgendwo und irgendwann eingestehen muss, nur von Gott
vollkommen und für immer ausgefüllt werden kann. Jesus hat mich
ganz frei gemacht, von allen Süchten und Sünden, weil er vor fast
2000 Jahren für mich am Kreuz gestorben ist und alles damit bezahlt
hat. Die Bibel ist das erste Buch in meinem Leben, das ich gerne und
freiwillig lese und durch sie lerne ich meinen Herrn immer mehr und
mehr kennen. Jeden Tag hat Er neue Überraschungen für mich
vorbereitet.
Jesus starb – auch für dich.