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198 MMG 13 (1988) Müieugestaltung als therapeutisches Prinzip im Maßregelvollzug 199

MMG 13 (1988) 198-205 Namen verdient hätte, unternommen worden von Menschen, „auf deren .Wirklichkeit' das
'•'^j Ferdinand Enke Verlag Stuttgart war. Die Eindrücke der Kriminalpsychiater über soziotherapeutische Milieu eine Antwort zu ge-
die Psychopathen stammen aus der Massenver- ben versucht", fehlender zwischenmenschlicher
wahrung in .Anstalten ohne geeignetes und ge- Bindung wie emotionaler Geborgenheit und Zu-
Milieugestaltung als therapeutisches Prinzip im Maßregelvollzug. schultes Personal; mit im Spiel ist der latente wendung mit der administrativen Logik staat-
Eine programmatische Utopie?* Zorn, daß man neben ,Kranken' durch eine un- licher Erziehungs- und Verwahrungsinstitutionen
glückliche Gesetzesregelung nun auch Krimi- begegnet wird. „Zu allermeist bleibt es nicht bei
nelle zu betreuen habe. Man kann ohne Übertrei- einer einzigen solchen Instanz; die Kinder werden
Ulrich Kobbe bung sagen, daß die Kriminalpsychiater mit von einer Institution in die andere geschickt -
negativen Behandlungsprognosen nur so um sich hauen ab, werden wieder gefaßt. Irgendwann ein-
warfen, ohne mit dieser Behandlung überhaupt mal heißt die nächste Station Jugendhaft - und
vernünftige Erfahrungen gemacht zu haben. Und daran anschließend immer länger werdende Er-
ZUSAMMENFASSUNG: Die Zwangsunterbringung straffälliger Patienten in der forensischen die Rezeption ausländischer Literatur zur Psycho- wachsenenhaftstrafen, die nach Art eines Dreh-
Psychiatrie beinhaltet den Auftrag der Behandlung und Sicherung. Gerade der therapeutische pathenbehandlung blieb in aller Regel fragmen- türeffekts aufeinanderfolgen. Viele dieser ,alten
Aspekt der totalen Institution wird öffentlich nur selten bezüglich des Behandlungsmilieus dis- tarisch" (13, S. 205-206). Diebe' haben die längste Zeit ihres bewußten Er-
kutiert. Der Autor versucht anhand der Arbeiten von Bruno Bettelheim, Möglichkeiten und For- wachsenenlebens in Haft verbracht, ihre Biogra-
derungen einer angemessenen Milieugestaltung darzustellen und Defizite herauszuarbeiten. Kein Zweifel, daß derartige Meinungen und Über- phien sind verwaltete und nicht gelebte Biogra-
Hierbei beziehen sich die therapeutischen Prinzipien auf das alltägliche Erleben und Handeln zeugungen auch heute noch das Milieu der Maß- phien" (18, S. 70). Toussaint schreibt weiter:
in der Arbeit mit frühgestörten dissozialen Erwachsenen. regelvollzugsanstalten prägen (14); immerhin sag-
te Schumann noch 1986: „Gerade die Öffent- „Der äußere lebensgeschichtliche Rahmen für die
SUMMARY: The coercive measure to place patients liable to prosecution in forensic psych- lichkeit ist von der Unheilbarkeit psychisch kran- fraglichen frühkindlichen Beziehungsstörungen
iatry includes the mandate of therapy and custody. Specially the therapeutic aspect of these ker Rechtsbrecher zutiefst überzeugt. Gerade auf wurde bereits angesprochen: In aller Regel fin-
total institutions is with regard to the milieu of therapy rarely discussed in public. The author diese unumstößliche Überzeugung ist ja ein gro- den sich schwere emotionale Vernachlässigungen
bases his conception on the therapeutic and pedagogic experiences of Bruno Büttelheim. He ßer Teil der Abwehr und Empörung gegen Re- der Kinder, die sich besonders gravierend und für
tries to describe possibilities and implications of a milieu arrangement and to emphasize defi- formen im Maßregelvollzug zurückzuführen — die weitere psychische Entwicklung bestimmend
cits. So therapeutic principles referred to are daily experience and acting in the work with eine Überzeugung, von der man ehrlicherweise auswirken, wenn es den Kindern (etwa zwischen
early disturbed antisocial adults. sagen muß. daß sie .drinnen' wie .draußen' an- dem l . und dem 2. Lebensjahr) real unmöglich
zutreffen ist" (15, S. 25). gemacht und erheblich erschwert wurde, sich aus
der versorgenden und beschützenden symbioti-
schen Beziehung zur Mutter oder zum anderen
Eine andere Sicht des Irreseins Elternteil zu lösen und die Kränkung angemessen
Einleitung Arbeit, um die Einstellung zu ihr und zum Pa- zu verarbeiten, klein, defizitär, und sehr wenig
tienten selbst! Um so mehr kam der Thematik ein Vortrag von grandios der Welt der Objekte, der Realität ge-
In der Behandlung von gemäß § 63 oder § 64 Duncker (8) entgegen, in dem dieser sich eng genüberzustehen. Kinder, die in dieser, für die
StGB untergebrachten Patienten bleibt der Bc- Bezüglich dieser Einstellung ist zunächst aus der auf die Vorstellungen Bettelheims (2, 4) zur Entwicklung eines realistischen Selbstbildes ent-
handlungsauftrag des Gesetzgebers mindestens so- Arbeit von Moser über „Repressive Kriminal- (Milieu-)Therapie frühgestörter Kinder und Ju- scheidenden Phase tatsächlichen emotionalen
lange unerfüllt, wie nicht explizit über die Ausge- psychiatrie" zu zitieren: gendlicher bezieht. D.h., daß die nachfolgenden Mangelsituationen ausgesetzt sind, greifen in
staltung des Behandlungsmilieus in den entspre- Vorstellungen an sich nichts Neues, sondern Konfliktsituationen verständlicherweise häufig
chenden Einrichtungen diskutiert wird. Bislang „Am vorteilhaftesten für die eigenen Anstalten, vielmehr bereits erprobt und in der Chicagoer auf realitätsverkennende, lediglich wunscherfül-
stehen eher Fragen der Begutachtung, der Pro- wie überhaupt für die Gewissensentlastung, Praxis bewährt sind, daß es aber für sich „neu" lende Größenphantasien zurück, um sich vor den
gnose und der Psychotherapie von Patienten im mußte es für die Kriminalpsychiater sein, wenn isi. Bette/heim in Deutschland zu rezipieren und Kränkungen durch die Realität zu schützen.
Maßregelvollzug zur Diskussion, wird über die in der Öffentlichkeit und unter Strafjuristen sich auf den Maßregelvollzug zu beziehen. (Entspre- Dabei bleibt fast zwangsläufig ihre Abgrenzung
unabdingbare Gestaltung des Milieus auf den der Eindruck verfestigte, daß die Psychopathen chend werden im folgenden Bettelheim und auch zwischen ,psychischem Innen' und .realem
Therapiestationen weder gesprochen noch ge- unkorrigierbar, unbehandelbar, starr, nicht reso- Duncker exzerpiert.) Außen', zwischen der eigenen Person und ande-
stritten. Doch macht gerade dieses Fehlen einer zialisicrbar usw. seien, bzw. daß Behandlungsauf- ren diffus wie die Grenze zwischen Realität und
systematischen Aufarbeitung der Thematik stut- wand und Pädagogisierung des Umgangs mit Nun arbeitet 'Bettelheim in seiner Orihogene- Wünschen bzw. Phantasie. In einem derartigen
zig, geht es doch um die Grundlagen der eigenen ihnen nicht lohnend seien. Die Strategie, die in- tischen Schule mit psychotischen und autisti- Sozialisationsklima kann sich vor allem eines
folgedessen eingeschlagen wurde, war die der ge- schen Kindern ebenso wie mit verwahrlosten, wohl kaum entwickeln: Selbstverantwortete
* Überarbeitetes Hinführungsreferat auf dem Fortbil- zielten Verbreitung von Skepsis gegenüber allem, kriminellen oder drogenabhängigen Jugendlichen, I iandlungskompetenz auf der Basis angemesse-
dungsseminar de: Landschaftsverbandes Rheinland zum was die Therapie betraf. Dabei muß man beden- also mit frühgestörten Persönlichkeiten wie sie ner emotionaler menschlicher Beziehungen zur
Thema ,.Die Gestaltung des Stationslebens als Mittel der Umwelt. Eben dies ist nun das .Verbindungs-
individuellen Förderung der Patienten in den foren- ken, daß nirgendwo in Deutschland auch nur ein sich auch bei den erwachsenen Patienten des
sischen Abteilungen" am 23. bis 26.6.1987 in Düssel- halbwegs tauglicher Versuch zur Resozialisierung Maßregelvollzugs finden (vgl. 16). Toussaint be- stück' zur Realität dieser Erwachsenen: Sosehr
dorf. oder Behandlung von Psychopathen, die diesen schreibt sehr eindrücklich, daß bei der Gruppe es einerseits zum .Milieu' dazuzugehören scheint,
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daß das Delikt des einzelnen als identitätsstif- 1. In das, was die Institution insgesamt leistet, S. 6). Dem Patienten wird also Hoffnung nicht Institution gegeneinander auszuspielen. (. . .) Mit
tende Tat phantasiert wird, über die die eigene nämlich das Leben erträglich zu machen und über das eigene Wissen um die Möglichkeiten von Größenphantasien nach Art des psychischen Ab-
Rolle in der Gemeinschaft bestimmt wird, zeigt es so (wieder) lebenswert zu finden; sowie Liebe und Freundschaft, von einem erfüllten Le- wehrmechanismus der Spaltung und der Exter-
sich doch vielfältig an der tatsächlichen Realität 2. wieder Freude am Leben zu empfinden. ben vermittelt, denn er ist davon überzeugt, „daß nalisierung versuchen die Häftlinge, ihre Ohn-
der Delikte, wie sehr dies eine Phantasie (mit fa- dies alles für ihn nicht gilt" (4, S. 45). Oder an- macht und Depression, ihre panische Angst, in
talen Folgen) ist, wie wenig diese Personen Ak- Diese beiden Schritte bedeuten für die Einrich- ders ausgedrückt: Es zählt nicht das, was die The- solchen Situationen nicht überleben zu können,
teure ihrer eigenen Handlungen sind - und folge- tungen des Maßregelvollzugs, daß zunächst ein rapeuten sagen, sondern das was sie tun, was für abzuwehren" (18, S. 73-74).
richtig und notwendig immer wieder zu Gefan- therapeutisches Milieu geschaffen werden muß den Patienten erfahrbar ist. Hier ist z.B. auch die
genen werden. Das Gefängnis ist der immer wie- und erst später individuelle Therapie im eigent- Frage der Gestaltung der eigenen Umgebung, Und noch ein Beispiel der Belastung der Mitar-
der durchlaufene und durclüittene komplemen- lichen Sinne erfolgen kann. Treffend wendet der persönlichen Umgestaltung vorgegebener bau- beiter findet sich klassisch bei Toussaint beschrie-
täre Gegenpol zur infantilen Erfahrung von lie- nuchDuncker (7) ein, daß die Aufgabe einer Be- licher Strukturen gemeint (vgl. 9, S. 26). ben: I-Jurch die permanente Konfrontation in
hesbedrohender Abhängigkeit und Ohnmacht als handlung im Maßregelvollzug sicher nicht darin der Institution wird „notwendigerweise das ge-
Folge undurchschaubarer und im Kern unverläß- bestehen kann, daß der Patient das Leben liebt, samte infantile Potential an Aggression, Wut und
licher emotionaler Bindung" (18, S. 71 -72). denn hierfür sind die Bedingungen der Zwangs- Das Erleben von Akzeptanz Haß einerseits und Angst und Ohnmacht anderer-
unterbringung fraglos zu liebesfeindlich. Den- seits, geweckt. Denn um die Wahrnehmung eben
D.h. Toussaint postuliert - und dies erscheint noch kann und muß es darum gehen, Patienten Hoffnung erlangen derartig beziehungsgestörte dieser Gefühle zu vermeiden, zu verleugnen, oder
mir auch richtig -, daß diese große Gruppe von an die Vielfalt der Ausdrucks- und Erlebnisfor- Patienten nur über die Erfahrung, daß sie ver- sonstwie ungeschehen zu machen, hatte das
Untergebrachten sowohl im Gefängnis wie im men und -fähigkeiten (wieder) heranzuführen, standen und akzeptiert werden, was nicht unbe- kleine Kind ja auf die magischen Techniken der
Milieu ,draußen' wie auch im Maßregelvollzug Interesse zu wecken. Bereits in den 30er Jahren dingt heißt, daß man ihr Verhalten billigt. Bettel- wahnhaften Wunscherfüllung zurückgegriffen.
wiederkehrende Erfahrungen macht, die struktu- formulierten die Vertreter der psychoanalyti- heim beschreibt für seine Kinder: „Wir akzeptie- Werden diese Gefühle und Wahrnehmungen nun
rell eine Wiederholung der frühkindlichen und schen Pädagogik, es müsse darum gehen, „mit ren diese Verhaltensweisen, weil wir denken, daß dadurch wiedererweckt, daß die Abwehrformen,
extrem traumatischen Beziehungskonflikte sind, dem Patienten die Begrenztheit, aber auch die sie das Beste sind, was das Kind in diesem Augen- die zu ihrer Verleugnung eingesetzt werden,
so daß sich somit die Frage nach der Art sowohl Vielfalt möglicher Befriedigungs- und Erlebnis- blick tun kann, und weil sie die logische Folge durch die therapeutische Arbeit kontinuierlich
der früh kindlichen Beziehungserfahrungen wie weisen zu erarbeiten" (7, S. 76). Ähnlich be- daraus sind, wie das Kind die Welt sieht. Wir sa- destruiert werden, so ist es unabdingbar, daß das
auch der Erfahrungen im Gefängnis stellt und schreibt Bettelheim (4, S. 10—11) in einem völlig gen den Kindern jedoch nicht, daß ihre Art, die soziale Milieu angemessen darauf vorbereitet ist,
die Frage, inwieweit ein soziotherapeutisches anderen Kontext, daß es um den Zugang zu dem Welt zu sehen, unbedingt die beste sei. Unsere erhebliche Quanten und Qualitäten infantiler,
Milieu in diesen Zirkel eingreifen kann. Und dies geht, was dem Leben auf der jeweiligen Entwick- Aufgabe ist es deshalb, Situationen zu schaffen, ,vorsymbolischer' Wut, Aggression und Angst/
sind die Fragen an die Autonomie und Regres- lungsstufe einen Sinn gibt, daß Neugier geweckt in denen ihre Art, die Welt und sich selbst zu Ohnmacht zu ertragen, aufzufangen. Das setzt
sion fördernden Bedingungen forensischer Ab- und Phantasie angereichert werden müssen. sehen, sich Schritt für Schritt ändern kann. voraus, daß die Organisationsform, das Milieu,
teilungen in der Psychiatrie; im Kontext zur to- Milieutherapie muß die Fähigkeiten zum Denken (. . .) Und dazu ist es nötig, daß wir uns bis zu so gestaltet ist und so funktioniert, daß inner-
talen Institution des Maßregelvollzugs erscheint entwickeln und Emotionen klären bzw. diffe- einem gewissen Grade auf sie einlassen. Daß wir halb ihrer selbst die ,vorsymbolische' infantile
die Erfahrung-ß('f?e//!Cfms wichtig, der aus seiner renzieren helfen: Sie muß beim Patienten „auf uns auf ihre Art zu denken einlassen, statt von Wut und Aggression (als Beispiel) der Bewohner
persönlichen Erfahrung im Konzentrationslager seine Ängste und Sehnsüchte abgestimmt sein, ihnen zu fordern, daß sie unsere Art zu denken zunächst durch die Mitarbeiter und für die Mit-
mit den dort bewirkten tiefsten Persönlichkeits- seine Schwierigkeiten aufgreifen und zugleich akzeptieren; ich glaube nämlich, daß sie unsere arbeiter resymbolisiert, verstehbar gemacht und
vcränderungen die Überlegung ableitet, daß es Lösungen für seine Probleme anbieten. Kurz: Art teilweise - und nur teilweise! — erst dann so erträglich, verarbeitbar, wird" (18, S. 75-76).
möglich sein müßte, „eine Umgebung aufzu- Sie muß sich auf alle Persönlichkeitsaspekte be- akzeptieren können, wenn sie sich seit langem
bauen, die einen ebenso machtvollen Einfluß ziehen. Dabei darf sie die (. . .) Nöte nicht ver- darüber im klaren sind, daß wir ihre Art akzep-
zum Guten hin haben würde, wie ihn das Kon- niedlichen; sie muß sie in ihrer Schwere ernst tieren" (4, S. 56-57). Das Erleben von Nähe und Distanz
zentrationslager im Sinne der Persönlichkeits- nehmen und gleichzeitig das Vertrauen des (Pa-
vernichtung gehabt hatte" (4, S. 112). Gewöhn- tienten) in sich selbst und in seine Zukunft stär- Diese Fähigkeit zur Akzeptanz werden erwach- Wie läßt sich gerade dieser Einbruch nur schwer
liche psychiatrische Krankenhäuser bezeichnet er ken" (4, S. 11). sene Patienten im Maßregelvollzug ebenso verständlicher Gefühle ins therapeutische Feld er-
als „einfach grauenhaft" und stellt fest, daß ein „testen" wie die Kinder in der Orthogenetischen tragen und verarbeiten? Ein wesentlicher Aspekt
Ort, an dem gesunde Menschen nicht bleiben Die Gestaltung des Milieus impliziert ein Klima Schule Bettelheims, wozu anzumerken ist, der Milieugestaltung zur Ermöglichung und zum
würden, nicht leben könnten, auch kein geeigne- in der Einrichtung und auf der Station, in dem daß es leicht ist, immer gewährend zu sein und Ertragen von Splittingversuchen wie von archai-
ter Ort für tiefgreifend gestörte Patienten sein Patienten (wieder) Hoffnung haben können. ebenso leicht, sich immer versagend oder ver- schen Aggressionen ist die Schaffung von Privat-
kann, Ls ginge also darum, eine Atmosphäre an- Hoffnung jedoch läßt sich weder lehren noch neinend zu verhalten. Keine der beiden Hal- bereichen, die sozusagen ,heilig'sind. Um so eher
zubieten, die dem Patienten vermittelt, daß aufzwingen: Nur die „andere" Art zu leben und tungen aber ist therapeutisch (vgl. 9, S. 26). sind Patienten in der Lage und bereit, sich ande-
ein besseres Leben möglich ist. zu reagieren, die Tatsache, daß sich die Einrich- Toussaint beschreibt entsprechend für die sich ren früher — und damit weniger affektgeladen -
tung total auf die Seite des Patienten stellt, ohne strukturell wiederholenden frühkindlichen trau- mitzuteilen. Dieser Privatbereich ist zwar für den
symbiotisch mit ihm zu verschmelzen, läßt Hoff- matischen Situationen der Überforderung der intellektuellen und emotionalen Bereich wesent-
Das Aufkeimen von Hoffnung nung keimen. Duncker schreibt hierzu: „Die zwischenmenschlichen Beziehung die Enttäu- lich wichtiger als für den physischen, doch ist
Hoffnung, die der Patient schöpfen muß, ist die schung des Patienten und „sein gängiges Klischee, dies für Patienten zuerst nur im physischen Be-
Für die gesamte Therapie bedeutet dies eine auf ein Leben in Freiheit, in Würde, ein Leben, das davon träumt, die einzelnen Instanzen der reich erfahrbar und vermittelbar, „lange bevor
Gliederung in zwei Schritte: das interessant ist und Befriedigung bietet (8,
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sie überzeugt sind, daß es auch für den emotio- Nähe und Distanz beziehen sich auf die Art des Die dritte Form der Regression ist nach Zauner affektiv schnell affizierbaren Patienten zu Regres-
nalen und intellektuellen Bereich gilt" (4, S. 152). Umgangs miteinander in bezug auf das Symptom bedingt durch die Hospitalisierung selbst in Ver- sionen auf Uraffekte, zum Ausagieren archaischer
Konkret beinhaltet dies Stationen oder besser des anderen, so daß dieses therapeutische Prinzip • bindung mit der therapeutisch induzierten Intro- (aggressiver) Impulse führen kann bzw. muß.
Wohngruppen mit sechs bis acht Patienten, des Annehmen* auch des unverständlichen Sym- spektion, die zusammenwirkend die Abwehrlei-
die bei einer solchen Patientenzahl klein ge- ptoms zunächst unterstreicht, daß die Wahl des stungen des Ich schwächen.
nug sind, um nicht unter der permanenten Prä- Symptoms einen Sinn hat und daß der Patient Ja und Nein
senz der anderen zu leiden, zugleich jedoch groß das Symptom benötigt. Insofern „hat der Kranke „Im Klinikalltag werden Patienten dann nicht
genug sind, um der Angst vor der Einsamkeit immer Recht" (9, S. 21). selten als ansprüchlich, kontaktsüchtig und an- Ich-Autonomie bedeutet bzgl. der Ich-Funktio-
zu entgehen (vgl. 9, S. 26). lehnungsbedürftig, als vermehrt reizbar und nen dementsprechend die Fähigkeit zum Wahr-
Es ist Aufgabe der Therapeuten, sich in den Pa- aggressiv, oder als zunehmend zurückgezogen er- nehmen, Diskriminieren, Antizipieren und Ent-
So geht es einerseits um die Möglichkeit zu tienten hineinzuversetzen, zu entdecken,in wel- lebt. Mobilisieren diese Signale an die Hilfsbe- scheiden, d.h, die Fähigkeit zur kritischen Sicht
räumlicher Nähe und Distanz, andererseits auch chen (emotionalen) Situationen sie mit eben die- reitschaft der Betreuer anstelle einer Bereitschaft der eigenen Person wie der Umwelt und zur
um die richtige Einschätzung der in der Situation sen Symptomen reagieren würden. Wenn Akzep- zu therapeutischer Auseinandersetzung unreflek- Entscheidung oder Wahl zwischen verschiede-
geforderten physischen und psychologischen Ent- tanz und Respekt des Patienten durch uns ein tiertes übermäßiges Verständnis oder eine aggres- nen Verhaltensmöglichkeiten. Im Sinne der oben
fernung oder Nähe. „Für den seelisch gestörten Thema sein sollten, erscheint es folgerichtig und sive Zurückweisung, so kann es zu der gefürchte- erwähnten Triangulierung ist einer der wesent-
Menschen symbolisiert die physische Distanz sinnvoll, die Beziehung eindeutig zu gestalten, Pa- ten regressiven Subkultur einer ganzen Station lichen Schritte in dieser Entwicklung die Identi-
mehr als für jeden anderen entweder eine psycho- tienten zu siezen, weder kumpelhaft noch gönner- kommen. Gratifikationen der infantilen An- fikation des Patienten mit dem Therapeuten, d.h.
logische Ferne und nicht Verfügbarkeit, eine haft zu duzen, dem Patienten seine Ehre, seinen sprüche können dann leicht zu dem führen, was seine Identifikation mit dem Aggressor: Spitz
schützende .Objektivität'und eine Losgelöstheit, Selbstwert wiederzugeben, ihn zu (be-)achten: man einen .regressiven Besitzstand' nennen könn- (17) beschreibt u.a. den hierfür entscheidenden
eine Furcht vor Beziehungen, oder die Gewiß- „Wir müssen die Selbstachtung wieder aufbauen te, dessen Entzug dann als schwere Frustration Mechanismus im Erwerb des „Nein " des Thera-
heit und Entschlossenheit, die Autonomie des oder erstmals aufbauen. Es genügt nicht, daß sie und Kränkung erlebt wird und zu aggressiven peuten hier nun durch den Patienten selbst.
anderen zu respektieren. Die physische Nähe uns achten, sie müssen sich selbst achten; nur Ausbrüchen, u.U. sogar zu Suizidversuchen füh-
kann erfahren werden als eine psychologische Ver- wenn sie sich wirklich selbst achten, können sie ren kann. Tendenzen zu phobischen Verarbeitun- „Die Erwerbung des ,N'ein' ist der Indikator für
fügbarkeit, als Sicherheit, Verständnis und Ak- tatsächlich die anderen achten" (4, S. 58). gen tragen in manchen Fällen zu einer Fixierung die neuerreichte Stufe der Autonomie, für die
zeptanz oder als ein allzu starkes, gefährliches in diesem Schutzraum um jeden Preis bei" (19, Wahrnehmung des .Anderen' und die Gewahrung
Eindringen, ein Diktat, das die Autonomie und S. 46). des,Selbst'. Er bezeichnet den Beginn einer Neu-
Selbstachtung in Frage stellt." Bcttelheim (4, Regression versus Autonomie strukturierung der Denkvorgänge auf einer höhe-
S. 233—234) schreibt weiter: „Ich bin überzeugt, Neben diesen negativen Aspekten d.er Regression ren, komplexeren Ebene. Es gibt den Anstoß zu
daß für Erfolg oder Scheitern in der Psychothe- Nähe und Distanz, Achtung und Nichtbeachtung werden gerade bei der letzten Regressionsform einer ausgedehnten Ichentwicklung, in deren
rapie nichts so entscheidend ist wie die Haltung stellen zugleich wesentliche Aspekte für die För- auf ein konflikthaftes Niveau diese Phänomene Rahmen die Vorherrschaft des Reaiitätsprinzips
des Therapeuten, die es dem Patienten erlaubt — derung bzw. Verhinderung von Ich-Autonomie pointiert, können sie entsprechend grundlegend über das Lustprinzip immer ausgeprägter wird"
oder auch nicht erlaubt —, seine Isolierung, seine und Regressionen dar. Bezüglich des Begriffs der und exemplarisch verdeutlicht und bearbeitet, (127, s. 111). Die Verinnerlichung dieses „Nein"
Angst und Verzweiflung aufzugeben, um eine Regression (1) wird dieser oft global, verallgemei- dji. therapeutisch genutzt werden. Dies ist bzw. hängt ganz wesentlich vom therapeutischen
beruhigende und ermutigende Beziehung herzu- nernd gebraucht, z.B. auch im Sinne von Hospi- war z.B. ein Ansatz im Therapiekonzept des Milieu der Einrichtung und der Station sowie der
stellen, die seine Autonomie in jedem Augen- talisierungsschäden (10). In einem Aufsatz von Westfälischen Therapiezentrums Marsberg-Bil- Patient-Therapeut-ßeziehung ab und ist gerade
blick respektiert. Die beiden Motive - Respekt Zauner (19) beschreibt dieser drei Formen der stein, in dem mit Hilfe der Reizarmut, der feh- bei den ichstrukturschwachen, gegen viele gesell-
vor der Autonomie des anderen und ein aufrich- Regression: Die formale Regression, die maligne lenden Ablenkungsmöglichkeit und der Selbst- schaftliche Regeln verstoßenden, im Maßregel-
tiger Wunsch, eine Beziehung mit ihm herzustel- Regression und die Regression auf konflikthaftes konfrontation auf der Aufnahmestation in Ver- vollzug untergebrachten Patienten eine wesent-
len - mag man haben oder nicht, am ehesten Niveau. Daß bei längeren Unterbringungen, wie bindung mit oraler Bedürfnisbefriedigung, mit liche Leistung! Daß diese Leistung ein entschei-
wird man es ihm verständlich machen, wenn man sie in der Maßregel der Fall sind, erst recht Hospi- Omnipräsenz der Therapeuten und mit emotio- dender Entwicklungsschritt innerhalb der Objekt-
in spontaner und flexibler Weise die angemessene talisierungsschäden im Sinne einer Überversor- naler Zuwendung eine Regression auf die Stö- beziehung ist, ergibt sich bereits daraus, daß der
physische und psychologische Distanz - oder, je gung und Unterforderung auftreten, ist aus den rungsebene der Dualunion von Mutter und Kind, Patient durch die Formulierung des „Nein" die
nachdem, Nähe — respektiert; dies gilt ganz be- kustodialen Zeiten der Psychiatrie und insbe- auf eine symbiotische Beziehungsebene von The- Möglichkeit hat, seine libidinösen und aggressiven
sonders für den Schizophrenen." sondere der forensischen Psychiatrie vertraut, rapeut und Patient induziert wurde (s. 12, insb. Triebimpulse auf der verbalen statt auf der Hand-
muß dann entsprechend als maligne Regression S. 276). lungsebene zu formulieren: „Dieser entschei-
Die Notwendigkeit einer soziotherapeutischen charakterisiert werden. Hier erfolgt die Regres- dende Schritt eröffnet die Möglichkeit der Dis-
Arbeit durch reale soziale Beziehungen als the- sion auf ein Entwicklungsniveau, bei dem die Auf der Grundlage dieser Überlegungen ist zur kussion anstelle des Angriffs" (17, S. 113), so
rapeutisches Instrument, durch ein Funktionie- Klinik als bergender, idealisierter Raum, als so- Milieugestaltung unter dem Gesichtspunkt der daß die Identifikation mit dem Angreifer in die-
ren des gesamten Milieus im alltäglichen Handeln zusagen „gutes Objekt" empfunden wird, so daß formalen und der malignen Regression eine Un- sem Falle viel mehr bedeutet als eine bloße Wen-
im Gegensatz zur therapeutischen Intervention jede Veränderung dieser Beziehung zur Umwelt terforderung im Sinne der „low expressed dung der Aggression nach außen durch die Über-
durch Sprache und Deutung wird u.a. auch von als Objektverlust erlebt wird und ein Leben außer- emotions" zu vermeiden, zugleich jedoch auch nahme des „Nein". Indem der Patient sich mit
Comel(5, 6) beschrieben. halb der betreffenden Station oder der schützen- ein Stationsklima mit .Jiigh expressed emotions" anderen, mit dem als Aggressor erlebten Thera-
den Klinik kaum noch vorstellbar erscheint. ebenso kontrainduziert. da dies bei den meist peuten identifiziert, wendet er die Beobachtung
204 Ulrich Kobbe M.MG 13 (1988) M MG 13 (1988) Organtransplantation - Gesetzesstand und Gesetzeshandhabung in Österreich 205

gegen sich selbst, nimmt also das eigene Selbst forderung durch die Ansprüche der Patienten ner Arbeitsgruppe der Fachtagung „Therapie in Maß- 15 Schumann, K: Grenzen stationärer Behandlung. In:
zum Beobachtungsgegenstand und hat damit eine stehen; regelvollzug" am 5.-6.3.1987 in Lippstadt-Eickel- //. Kammeier, V. Schumann (Hrsg.), Wiederein-
born 1987 gliederung psychisch kranker Rechtsbrecher. 1. Lipp-
der wichtigsten Funktionen des Überich erreicht. die Gestaltung des Teams hat zu berücksichti- 9 Elliot, M.-F.: Bruno Bettelheim: Un Homme de coeur städter Fachtagung zur forensischen Psychiatrie am
Im Zusammenhang mit „der Erwerbung des gen, daß die Institution insgesamt therapeu- reconnu, un hommede science conteste. Psychologie 27.-28.2.1986 im Westfälischen Zentrum für
.Nein'" stellt Spitz (17, S. 120) fest, daß dies tisch ist mit allen Mitarbeitern, die darin ar- 99(1978)25 Forensische Psychiatrie Lippstadt-Eickclborn, 1986,
ein kritisches Stadium und zugleich ein (fehlen- beiten, und daß die wechselnde Kompetenz- 10 F'inzcn, A.: Hospitalisierungsschäden in psychiatri- S. 21
schen Krankenhäusern. Ursachen, Behandlung, Prä- 16 Schumann, V.: Psychisch kranke Rechtsbrecher.
der) Entwicklungsschritt ist, der die Entwick- verteilung je nach Gewichtung der Anteile vention. München 1974 Fjne Querschnittsuntersuchung. Reihe Kriminolo-
lung zur psychopathischen Persönlichkeit beein- milieutherapeutischen Gestaltens und psycho- 11 Freud, S.: Wege der analytischen Therapie. GW XII gie. Abhandlungen über abwegiges Sozialverhalten
flußt. Gerade deshalb erscheint es erforderlich, therapeutischen Aufklärens nicht verwechselt (1919), insbes. S. 188 Nr. 24. Stuttgart, 1987
auf den Stellenwert und die Notwendigkeit die- werden dürfe mit hierarchischen Forderun- 12 Kobbe, U.: Vom Drogenmißbrauch zur Wunschöko- 17 Spitz, R.A.: Nein und Ja. Die Ursprünge der mensch-
ser Identifikationsleistung und des Erwerbs des gen und Gewohnheiten; nomie. Perspektiven der Therapie mit Sucht- und lichen Kommunikation. Stuttgart, 1978
Drogenabhängigen unter Zwangsbedingungen. MMG 18 Toussaint, J.: Das soziotherapeutische Milieu als
.Nein' abzuheben. dies hat letztlich eine systematische Kontrolle 10(1985)273 psychoanalytische Antwort auf „die Wirklichkeit
der Übertragungsreaktion zur Konsequenz: in 13 Moser, T.: Repressive Kriminalpsychiatrie. Vom des Straftäters". In: K. Menne (Hrsg.), Psychoana-
Zur Erläuterung dessen, was in Anlehnung an die der Institution muß eine diesen Strukturen Elend einer Wissenschaft. Eine Streitschrift. Frank- lyse und Justiz. Zur Begutachtung und Rehabilita-
obengenannten Aussagen über Autonomieent- gegenüber adäquater Supervision der Mitar- furt 1971 tion von Straftätern. Baden-Baden, 1984, S. 69
wicklung, Triangulierung, Identifizierung, was beiter erreichen, daß die Übertragungsaffekte 14 Rasch, W.: Gutachten zur Situation und zur Ent- 19 Zauner. J.: Das Problem der Regression und die
wicklungsmögiichkeit in der Durchführung des Rolle des Durcharbeitens im Realitätsraum der psy-
unter der Fähigkeit oder Freiheit zur Entschei- den Mitarbeitern verständlich werden und sie Maßregelvollzugs nach §§ 63, 64 StGB im foren- chotherapeutischen Klinik. In: F. Becsc (Hrsg.),
dung als Charakteristikum von Autonomie zu hierunter nicht in ihrem Selbstverständnis lei- sischen Bereich des Westfälischen Landeskranken- Stationäre Psychotherapie. Modifiziertes psychoana-
verstehen ist, kann noch einmal auf Bettelheim den; hauses Eickelborn. In: Landschaftsverband West- lytisches Behandlungsverfahren und therapeutisch
verwiesen werden: Er sagt explizit, daß seine Pa- letztlich muß die Forderung bestehen, daß je- falen-Lippe (Hrsg.), Krank und/oder kriminell? Maß- nutzbares Großgruppengeschehen. Göttingen 1978,
regelvollzug in Westfalen-Lippe. Münster, 1983, S. 42
tienten nicht bei ihm sind, um zu lernen, draußen dem Mitarbeiter ein derartiges Maß an Selbst- S. 7
zu leben! Er formuliert vielmehr: „Dieses Ziel ist, verantwortung zur Verfugung gestellt wird,
denke ich, derart, wie sie die Welt sehen, fremd. daß er sich derartigen Prozessen unbeschadet
Sie sind hier, um sie selbst zu werden und um auf stellen kann".
dieser Grundlage zu entscheiden, was sie aus
ihrem Leben machen wollen. Nicht, um sich in
eine bestimmte Gesellschaft einzufügen" (4, Literatur
S. 134).
1 Baiini, M.: Therapeutische Aspekte der Regression.
Die Theorie der Grundstörung. Reinbek 1973
Schluß 2 Benelheim, B.: Der Weg aus dem Labyrinth. Leben
lernen als Therapie. Frankfurt 1978
3 Benelheim, B.: Kinderbrauchen Märchen. München
Für eine derartige Entwicklung innerhalb eines 1984
wohlwollenden und hoffnungsgebenden Milieus 4 Bettelheim, B., D. Karlin: Liebe als Therapie. Ge-
fordert Duncker: „In der Ausgestaltung einer spräche über das Seelenleben des Kindes. München
1986
derartigen Einrichtung steht also die Ausgestal- 5 Cornel, H.: Rehabilitationshilfen für Delinquente auf
tung des Milieus an erster Stelle als Basis aller der Basis psychoanalytischer Erkenntnisse und Me-
anderen Schritte einschließlich der Transparenz thoden. Mschr. Krim. 68 (1985) 88
zur Vermeidung der Willkür. Hieraus ergeben sich 6 Cornel, H.: Psychoanalytisch verstehende Sozialar-
Forderungen: beit und Soziotherapie im offenen Setting - lebens-
lageorientierte Rehabilitationshilfen für entwicklungs-
gestörte Delinquenten und ihre kriminalpolitischen
— Ein derartiges Milieu kann nur in Wohngrup- Implikationen. Hektografiertes Thesenpapier einer
pen gestaltet werden, die für Patienten und Arbeitsgruppe der Fachtagung „Therapie im Maß-
Mitarbeiter überschaubar sind und in denen regelvollzug" am 5.-6.3.1987 in Lippstadt-Eickel-
sich individuelle Bezüge zwischen Mitarbei- born 1987
7 Duncker, H.: Grenzen der Einschränkung von Grund-
tern und Patienten herstellen lassen; rechten bei Patienten des Maßregelvollzuges „aus
- die Gestaltung eines positiven therapeutischen Gründen der Behandlung". In: Landschaftsverband
Klimas auf der Station ist abhängig von der Westfalen-Lippe (Hrsg.), Maßregelvollzug in West-
Akzeptanz der Patienten durch die Mitarbei- falen-Lippe. 2. Expertengespräch zu Fragen der
Durchführung des Maßregelvollzugsgesetzes in West-
ter, dies ist nur möglich, wenn ausreichend falen-Lippe am 8.-9.12.1985 in Lippstadt-Bad
qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen, Waldliesborn. Münster, 1985, S. 71
die nicht aus Gründen personeller Unterbe- 8 Duncker, H,: Die totale Institution zwischen The-
setzung dauernd vor der Situation der Über- rapie und Terror. Unveröffentl. Redemanuskript ei-