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Grundkenntnisse Destillation 1

Schulungsunterlagen Grundkenntnisse Destillation

Inhaltsverzeichnis

1

Einleitung

2

Was ist eine Destillation?

3

Aggregatzustände

4

Der Siedepunkt

5

Abhängigkeit der Siedetemperatur vom Druck

6

Verdampfungswärme

7

Wärmeübergänge beim Sieden und Kondensieren

8

Sieden von Flüssigkeiten

9

Siedeverzug

10

Trennen von Gemischen

11

Fachbegriffe

10 Trennen von Gemischen 11 Fachbegriffe Progress built on tradition Copyright© Rosemary Högger;

Progress built on tradition

Copyright© Rosemary Högger; BÜCHI Labortechnik AG 1998

Deutsch, Version B (10 Seiten)

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Grundkenntnisse Destillation

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Grundkenntnisse Destillation 2

1

Einleitung

Haben Sie schon einmal Wasser gekocht? Sicher hat der Dampf an einer Fläche Tropfen gebildet (kondensiert) und getropft. Das war Ihre erste Destillation. Wie Sie die Destillation wissenschaftlicher durch- führen, erfahren Sie im folgenden Bericht.

2

Was ist eine Destillation?

Die Destillation ist eine der ältesten Trennungsmethoden für flüssige respektive geschmolzene Substanzen. Beim Destillieren werden die Teilchen einer Flüssigkeit durch äussere Wärmezufuhr verdampft. Anschliessend werden die gasförmigen Teilchen durch Abkühlen kon- densiert, das heisst vom gasförmigen wieder in den flüssigen Zustand zurückgeführt. Bei diesem Vorgang bewegt sich nur eine Phase, nämlich der Dampf der siedenden Flüssigkeit.

Siedepunkt Verdampfungswärme Wärmeübergänge beim Sieden und Kondensieren
Siedepunkt
Verdampfungswärme
Wärmeübergänge beim
Sieden und Kondensieren

Aufbau einer Destillationsapparatur

Abhängigkeit der Siedetemperatur vom Druck

Trennen von Gemischen

Dampfder Siedetemperatur vom Druck Trennen von Gemischen Aggregatzustand Kondensat Siedeverzug Sieden von

Aggregatzustand

Kondensat vom Druck Trennen von Gemischen Dampf Aggregatzustand Siedeverzug Sieden von Flüssigkeiten Zweck einer

Siedeverzug

Sieden von Flüssigkeiten

Zweck einer Destillation

Die Destillation ist eine rasche, einfache und wirksame Reinigungs- und Trennmethode. Sie trennt Lösungsmittel und flüchtige Substanzen von nicht flüchtigen Flüssigkeiten und Feststoffen. (Lösungsmittel = z.B. Wasser, Alkohol, Ether, Benzin, Chloroform, Aceton etc.)

Anwendungen sind:

Forschung und Entwicklung:

Technische Anwendung:

- Das Aufkonzentrieren oder Einengen von Lösungen: Hier wird das Lösungsmittel abdestilliert und zurück bleibt ein höhersiedender oder fester Rückstand.

- Reinigung leichtflüchtiger Substanzen: Ist das flüchtige Produkt mit farbigen, harzigen oder hochsiedenden Anteilen verunreinigt, so bleiben diese Verunreinigungen im Verdampferkolben, während die gereinigte Substanz im Kühler kondensiert und im Auffangkolben aufgefangen wird.

In der Erdölraffinerie wird das Erdölgemisch destilliert und dabei Leichtbenzin, Benzin und Heizöl gewonnen.

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Grundkenntnisse Destillation 3

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Aggregatzustände

Die kleinsten Teilchen (Moleküle, Atome, lonen) eines Stoffes werden durch gegenseitige Anziehung (Kohäsion) mehr oder weniger stark zusammengehalten. Von der Grösse dieser Anziehungskraft und der eigenen Bewegungsenergie (Temperatur) hängt es weitgehend ab, in welchem Aggregatzustand sich ein Stoff befindet.

Es werden drei Aggre- gatzustände (Phasen) unterschieden.

Fest Ein Stoff ist fest , wenn die Bewegungsenergie der Teilchen kleiner ist als ihre gegenseitige Ein Stoff ist fest, wenn die Bewegungsenergie der Teilchen kleiner ist als ihre gegenseitige Anziehungskraft.

Flüssig Ein Stoff ist flüssig , wenn die Bewegungs- energie der Teilchen ausreicht, ihre gegenseitige Anziehung Ein Stoff ist flüssig, wenn die Bewegungs- energie der Teilchen ausreicht, ihre gegenseitige Anziehung auszugleichen. Die Teilchen können sich gegeneinander verschieben.

Gasförmig Ein Stoff ist gasförmig , wenn die Bewegungs- energie der Teilchen so gross ist, dass Ein Stoff ist gasförmig, wenn die Bewegungs- energie der Teilchen so gross ist, dass ihre gegenseitige Anziehung überwunden wird. Sie sind frei beweglich.

Aggregatzustands-

änderung

Die Aggregatzustandsänderungen von fest nach flüssig nennt man schmelzen, umgekehrt erstarren; diejenigen von flüssig nach gasförmig verdampfen oder sieden, umgekehrt kondensieren oder verflüssigen. Es gibt auch den Übergang von fest direkt nach gasförmig und umge- kehrt. Man spricht dann in beiden Fällen von Sublimation, was wörtlich eigentlich Unterdrückung (von flüssig) heisst.

wörtlich eigentlich Unterdrückung (von flüssig) heisst. sublimieren Bewegungsenergie der Teilchen    

sublimieren

Bewegungsenergie der Teilchen

   
   
 

gasförmig

   
   
   

verdampfen

verdampfen kondensieren

kondensieren

   

flüssig

   

verfestigen

   
   

schmelzen

schmelzen erstarren

erstarren

   

fest

    fest

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Grundkenntnisse Destillation 4

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Der Siedepunkt

Die Siedetemperatur einer Flüssigkeit ist diejenige Temperatur, bei wel- cher ihr Dampfdruck gleich gross wie der Umgebungsdruck ist und der Übergang von flüssig nach gasförmig stattfindet. Eine Flüssigkeit kocht, wenn sie ihren Siedepunkt erreicht hat. Der Siedepunkt ist eine substanzspezifische physikalische Grösse (z.B. Wasser 100 °C, Ethanol 78°C). Eine Flüssigkeit kann in der Regel nur bis zu ihrem Siedepunkt erhitzt werden (Ausnahme siehe 9. Siedeverzug).

Verdunsten/Sieden

Dampfdruck

Zwischen dem Verdunsten und dem Sieden einer Flüssigkeit bestehen grosse Unterschiede. Verdunsten: Die Moleküle verdampfen nur an der Flüssigkeitsober- fläche. Die benötigte Energie wird der Umgebung entzogen, die Flüssigkeit kühlt sich ab. Sieden: Die Moleküle verdampfen in der ganzen Flüssigkeit. Die benötigte Energie muss durch Heizen zugeführt werden. Verdampfen: Im allgemeinen versteht man unter Verdampfen eine Umwandlung bei erhöhter Temperatur. Der Begriff ist nicht klar definiert.

erhöhter Temperatur. Der Begriff ist nicht klar definiert. Verdunsten Sieden Heizbad Moleküle oder Teilchen, die sich

Verdunsten

Sieden
Sieden

Heizbad

Moleküle oder Teilchen, die sich aus der Flüssigkeitsoberfläche gelöst haben, erzeugen gegen die Umgebung einen Druck, der als Dampf- druck der betreffenden Flüssigkeit bezeichnet wird. Der Dampfdruck einer Flüssigkeit ist einzig und allein abhängig von der Temperatur einer Flüssigkeit und ist ein Mass für die Flüchtigkeit einer Verbindung.

Temperatur einer Flüssigkeit und ist ein Mass für die Flüchtigkeit einer Verbindung. Tiefer Dampfdruck Hoher Dampfdruck

Tiefer Dampfdruck

Temperatur einer Flüssigkeit und ist ein Mass für die Flüchtigkeit einer Verbindung. Tiefer Dampfdruck Hoher Dampfdruck

Hoher Dampfdruck

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Abhängigkeit der Siedetemperatur vom Druck (Luftdruck)

Die Siedetemperatur ist im Gegensatz zum Schmelzpunkt sehr druck- abhängig. Mit zunehmendem Umgebungsdruck steigt die Siedetem- peratur, mit abnehmendem Umgebungsdruck sinkt sie (z.B. Wasser: 100°C in Nizza auf Meereshöhe, ca. 84°C auf dem Mont Blanc; 4810 m). Hochsiedende Stoffe können durch verminderten Druck bei tieferer Siedetemperatur destilliert werden. In der Praxis werden Destillationen unter reduziertem Druck durchge- führt (Vakuumdestillationen), damit temperaturempfindliche Substanzen keinen Schaden nehmen. Substanzen mit einem Siedepunkt von 100°C oder höher werden oft unter Vakuum destilliert, damit als Heizquelle ein Wasserbad verwendet werden kann (Temperaturbereich bis max. 100°C).

Luftmoleküle Lösungsmittel oder Substanz- moleküle
Luftmoleküle Lösungsmittel oder Substanz- moleküle

Luftmoleküle

Lösungsmittel

oder Substanz-

moleküle

Normaldruck Vakuum

Loslösen der Flüssigkeitsteilchen

Loslösen der Flüssigkeitsteilchen

unter Normaldruck. Kampf gegen viele Luftmoleküle

unter reduziertem Druck (Vakuum) Kampf gegen wenig Luftmoleküle

"Hoher" Siedepunkt

"Niedriger" Siedepunkt

6

Verdampfungswärme

Hat eine Flüssigkeit ihre Siedetemperatur erreicht, dann verdampft sie, ohne dass die Temperatur weiter ansteigt. Während des Verdampfens muss (zur Überwindung der Anziehungs- kräfte der Moleküle) der Flüssigkeit ständig Energie in Form von Wärme, der Verdampfungswärme, zugeführt werden.

°C

Siede-

temperatur

flüssig Verdampfungs- wärme
flüssig
Verdampfungs-
wärme

gasförmig

°C Siede- temperatur flüssig Verdampfungs- wärme gasförmig k j

kj

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Die Verdampfungswärme ist eine substanzspezifische physikalische Grösse und im Gegensatz zum Siedepunkt praktisch nicht vom Druck abhängig. Die spezifische Verdampfungswärme ist die Wärmemenge (in kJ), die nötig ist, um 1 kg Flüssigkeit zu verdampfen. Die Einheit wird in kJ/kg angegeben. Die Verdampfungswärme eines Stoffes ist gleich, ob die Flüssigkeit durch Sieden oder durch Verdunsten in den gasförmigen Zustand über- geht.

z.B. Wasser

z.B. Dioxan

   
   
   
   

335 kJ

2261 kJ

167 kJ

360 kJ

(80 kcal)

(541 kcal)

(40 kcal)

(86 kcal)

Erwärmen auf

Verdampfen

Erwärmen auf

Verdampfen

Siedepunkt

bei 100°C

Siedepunkt

bei 101°C

von 20°C

von 20°C

auf 100°C

auf 101°C

Die Verdampfungswärme ist unabhängig vom Siedepunkt, d.h. ein hoher Siedepunkt heisst nicht automatisch auch hohe Verdampfungswärme, wie folgende Beispiele zeigen:

Substanz

Siedepunkt

Verdampfungswärme

Xylol

144°C

345 kJ/kg

(82 kcal/kg)

Toluol

110°C

347 kJ/kg

(83 kcal/kg)

Dioxan

101°C

360 kJ/kg

(86 kcal/kg)

Wasser

100°C

2261 kJ/kg

(541 kcal/kg)

Ethanol

78°C

837 kJ/kg

(200 kcal/kg)

Chloroform

62°C

246 kJ/kg

(59 kcal/kg)

Aceton

56°C

546 kJ/kg

(131 kcal/kg)

Wasser hat die höchste Verdampfungswärme aller Lösungsmittel. Alle Grundlagen betreffend Verdampfen und Verdampfungswärme gel- ten im umgekehrten Sinn auch für die Begriffe Kondensieren und Kondensationswärme.

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Grundkenntnisse Destillation 7

7

Wärmeübergänge beim Sieden und Kondensieren

Wird ein Gefäss von unten beheizt, erwärmt sich zuerst die Gefäss- wand, die wiederum die Wärme an den Gefässinhalt weitergibt. Die erwärmte Flüssigkeit (z.B. Wasser) steigt auf und die kältere sinkt auf den Gefässboden. Dies nennt man Konvektion. Der Wärmeübergang bei der Konvektion geht sehr langsam vonstatten und ist abhängig von physikalischen Grössen wie Viskosität, Dichte, Wärmeleitfähigkeit und thermischen Ausdehnungskoeffizienten. Wird die Flüssigkeit im Heizbad z.B. durch einen rotierenden Kolben zusätz- lich bewegt und durchmischt, so spricht man von einer "Erzwungenen Konvektion".

Der Wärmeübergang

"Erzwungenen Konvektion" . Der Wärmeübergang Konvektion Die warme Flüssigkeit dehnt sich aus, wird

Konvektion

Die warme Flüssigkeit dehnt sich aus, wird dadurch leichter und steigt nach oben, während die kältere Schicht langsam nach unten sinkt. Die Bewegung, und damit der Temperaturausgleich, findet sehr, sehr langsam statt.

der Temperaturausgleich, findet sehr, sehr langsam statt. Turbulenz Durch Rühren (oder auch Rota- tion des

Turbulenz

Durch Rühren (oder auch Rota- tion des Verdampferkolbens im Wasserbad) werden Flüssigkeits- schichten mechanisch durch- mischt. Die Durchmischung, und damit der Temperaturausgleich, findet sehr schnell statt.

Man nennt diesen Vorgang auch Man nennt diesen Vorgang auch Freie Konvektion Erzwungene Konvektion

Erst beim Sieden sind diejenigen Grössen von Bedeutung, die mit der Phasenumwandlung verknüpft sind (Verdampfungswärme, Siedepunkt, Oberflächenspannung). Während man auf der Verdampferseite die Energie gezielt und in kon- zentrierter Form zuführen kann, muss diese Energie auf der Konden- sationsseite von den weit verteilten Gasteilchen erst wieder "eingesam- melt" werden. Die Kühlfläche ist deshalb in der Regel um ein Vielfaches grösser als die Heizfläche.

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Normales Blasensieden

Sieden von Flüssigkeiten

Beim Sieden befinden sich an den Gefässwänden und am Gefäss- boden feine Poren und Unebenheiten, die beim Einfüllen kleinste Luftbläschen einschliessen. Diese feinsten Bläschen werden durch die Wärmeausdehnung noch vergrössert. Verdampfende Flüssigkeitsteil- chen treten in diese Bläschen über. Sie werden dadurch grösser, bis sie schliesslich abreissen und als Siedeblasen aufsteigen. Das führt zur bekannten Erscheinungsform des Siedens normales Blasensieden.

Erscheinungsform des Siedens normales Blasensieden. Dampfblase Blasenbildung an Keimstellen (feine Poren und

Dampfblase

des Siedens normales Blasensieden. Dampfblase Blasenbildung an Keimstellen (feine Poren und Uneben-

Blasenbildung an Keimstellen (feine Poren und Uneben- heiten in der Gefäss- oberfläche, welche beim Einfüllen feine Luftbläschen ein- schliessen.)

beim Einfüllen feine Luftbläschen ein- schliessen.) Abreissen: Flüssigkeit: In der Regel gibt es keine saubere
beim Einfüllen feine Luftbläschen ein- schliessen.) Abreissen: Flüssigkeit: In der Regel gibt es keine saubere

Abreissen: Flüssigkeit:

In der Regel gibt es keine saubere Tren- nung der Gasblase an der Gefässwand, es bleibt ein Restdampf.

Nachströmen der Teilkondensation des Restdampfes, neue Keimbildung an der gleichen Stelle.

Fehlen solche Poren und Unebenheiten und damit die eingeschlosse- nen feinen Luftbläschen als "Keimlinge", so werden sie künstlich geschaffen: z.B. durch Siedesteine oder die erhitzte Flüssigkeit wird künstlich an die Oberfläche gebracht (z.B. Rühren, Rotation des Verdampferkolbens etc.).

9

Siedeverzug

Wird eine Flüssigkeit nicht künstlich bewegt und fehlen "Keimlinge" in Form von Luftbläschen, so kann die Flüssigkeit nicht verdampfen. Sie wird überhitzt. Die Konvektionsströmung ist sehr langsam und vermag die zugeführte Wärme nicht genügend schnell abzuführen, bzw. zu verteilen. Erst wenn die stark überhitzte Flüssigkeit durch die langsame Konvektion an die Oberfläche gelangt, setzt die Verdampfung schlagartig ein. Die nun austretenden Dampfblasen können einen grossen Teil der Flüssigkeit mitreissen. Die Dampfbläschen steigen nicht einzeln zur Flüssigkeitsoberfläche empor, sondern vereinigen sich am Boden des Gefässes zu grossen Dampfblasen, die dann plötzlich unter kräftigem Stossen an die Oberfläche aufsteigen. Diesen Vorgang beobachtet man häufig bei Flüssigkeiten mit Bodensatz.

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Entstehung eines Siedeverzugs (z.B. Wasser)

1 3 2
1
3
2
2 1
2
1

1. Oberfläche

2. Temperaturverteilung

3. Konvektionsströmung

Die Konvektionsströmung ist sehr langsam und vermag die zugeführte Wärme nicht genü- gend schnell abzuführen. Die Flüssigkeit wird nahe der Heizquelle über- hitzt.

1. Sobald überhitzte Flüssigkeitsteile die

Oberfläche erreichen, setzt eine sehr schnelle, schlagartige Verdampfung ein.

2. Durch die explosionsartige Volumenzunahme um den Faktor 1'000 bis 20'000 (beim Verdampfen von Wasser) entsteht eine Druckwelle, die kältere überstehende Flüssigkeit hoch- schleudert.

Der Siedeverzug kann durch Rühren bzw. Schütteln der Flüssigkeit oder durch Verwendung von Siedesteinen verhindert werden.

10

Feststoffe und hoch- siedende Lösungsmit- telrückstände

Trennen von Gemischen

Liegen die Siedepunkte der zu trennenden Substanzen mindestens 100°C auseinander, so ist auch eine Trennung ohne grösseren Aufwand möglich:

- Wird ein Gemisch aus Lösungsmittel und Feststoffen destilliert, so verdampft das Lösungsmittel, während die Feststoffe als Rückstand zurückbleiben.

- Genau so erfolgt die Abtrennung von Lösungsmittel aus hochsie- denden Rückständen (z.B. Öle, Fette, Glycerine etc.).

Eine vollständige Trennung ist durch einmaliges Destillieren möglich.

Tiefsiedende

-

Zeigen die zu trennenden Substanzen in ihren Siedetemperaturen

Rückstände

nur kleine Unterschiede, lassen sie sich durch einmaliges Verdamp- fen und Kondensieren nicht mit genügender Reinheit trennen; dieser Vorgang muss deshalb mehrmals wiederholt werden.

Technische Destillationsanlagen werden so ausgelegt, dass mehrstufige Destillationen bei kontinuierlicher Arbeitsweise möglich sind. Man spricht dann nicht mehr von Destillation, sondern von Rektifikation respektive fraktionierte Destillation.

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Fachbegriffe

Flüchtigkeit

Tendenz der Flüssigkeit, ohne viel Wärmezufuhr in den gasförmigen Zustand überzugehen.

Substanzspezifische, physikalische Grösse

Jede Substanz hat ihre eigenen Eigenschaften wie Schmelzpunkt, Siedepunkt etc.

Viskosität

Fliesseigenschaften, Zähflüssigkeit (z.B. Honig)

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