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GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde - 10.8.1941

2022 Sorglosigkeit - Gefahr .... Nachdenken - Beginn


geistigen Einwirkens ....

Das für das Erdenleben Nützliche ist nicht immer fördernd für die
Gestaltung der Seele, sondern oft sind die menschlichen
Bestrebungen gerade dazu geeignet, die Arbeit an der Seele zu
verhindern oder ungünstig zu beeinflussen. Und darum soll der
Mensch Verständnis haben dafür, daß ihm Fehlschläge vom
Schicksal beschieden werden, er soll wissen, daß sich bei dauernder
günstiger Lebenslage eine gewisse Sorglosigkeit der Seele
bemächtigt, daß das geistige Streben geringer wird und umgekehrt
das Verlangen nach der Welt wiedererwacht oder zunimmt.

Gerade die Sorglosigkeit läßt den Menschen trachten nach mehr ....
nach Erfüllung des Lebensgenusses .... während Sorgen und Nöte
das Verlangen danach abschwächen und der Mensch im Geistigen
aufgeht.

Der ständige Kampf des Menschen auf Erden regt ihn zum
Nachdenken an, und Nachdenken ist der Beginn der geistigen
Verbindung und also auch der Beginn geistigen Einwirkens. Durch
das Nachdenken begibt sich der Mensch in die Macht jenseitiger
guter oder böser Kräfte, je nach dem Objekt, das ihn zum
Nachdenken veranlaßt. Denkt der Mensch nach, so ist dies schon
sein Wille, Aufklärung zu erhalten ....

Ein sorgloses Leben aber bringt dem Menschen so viele irdische


Dinge nahe, die dann seinen Gedankengang lenken in verkehrter
Richtung. Nur, wenn der Mensch gänzlich abgeschlossen hat mit der
Welt, wenn das geistige Streben sein ganzes Denken bewegt, dann
kann ihm ein Leben in Sorglosigkeit beschieden sein, denn dann
wird dies wenig an seinem Denken und Streben ändern, und seine
Seelenarbeit wird keine Unterbrechung oder ungünstige
Beeinflussung erleiden ....

Was euch Menschen in Mißstimmung versetzt, ist oft unsagbar


segensreich für die Seele, gibt es doch Anlaß dazu, daß der Mensch
in sich geht, besonders dann, wenn er selbst unter seiner
Mißstimmung leidet. Dann wird er sich Rechenschaft abzulegen
versuchen und, so er ehrlich ist gegen sich selbst, auch bei sich die
Ursache suchen und dann die besten Vorsätze fassen, sich zu
ändern.

Das Wichtigste im Erdenleben bleibt immer das Erkennen seiner


selbst. Unbarmherzig mit sich selbst ins Gericht gehen, strengste
Kritik üben und nicht aufhören, Gott um Kraft zu bitten zur
Veredlung seines Wesens, das ist unbedingt erforderlich zur
bewußten Seelenarbeit. Und wenn der Mensch sich unbelastet fühlt,
läßt er oft nach; ein Nachlassen aber ist eine Stockung, die weit
eher zum Rückschritt als zum Fortschritt führt.

Das menschliche Leben muß daher dem Menschen Enttäuschungen,


Fehlschläge oder mehr oder weniger schwere Leiden und Nöte
bringen, um der Gestaltung seiner Seele willen ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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