Kreativität

1 Etymologie

Kreativität ist allgemein die Fähigkeit, etwas vorher
nicht da gewesenes, originelles und beständiges Neues zu
kreieren.[1] Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im einzelnen auszeichnet und wie sie
entsteht (s. u. Abschnitt über die Definitionen von Kreativität).

Der Begriff Kreativität geht auf das lateinische Wort
creare zurück, was so viel bedeutet wie „etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“, aber auch
die Nebenbedeutung von „auswählen“ hat. Der Begriff
enthält als weitere Wurzel das lateinische „crescere“, das
“geschehen und wachsen” bedeutet. Diese Doppelgesichtigkeit der Kreativität zwischen aktiven Tun und passivem Geschehen-Lassen findet sich auch in modernen
Kreativitätskonzepten (s. Csikszentmihalyi 1996, Runco
2007, Holm-Hadulla 2010).

Der Begriff Kreativität bezeichnet im allgemeinen
Sprachgebrauch vor allem die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch zu sein, was wiederum auf seinen Ursprung aus dem Lateinischen zurückgeht. „Creare“ bedeutet übersetzt „schöpfen“. Das Schöpferische im Menschen wird deswegen meist mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst und der
darstellenden Kunst verbunden.
Neurobiologisch findet sich von frühester Kindheit an eine Plastizität des Gehirns, das sich selbst organisierend
in ständigem kreativen Austausch mit der Umwelt steht.
Schon Säuglinge nehmen Reize aus der Innen- und Umwelt wahr und verarbeiten sie aktiv. Deshalb wird davon ausgegangen, dass schon sehr kleine Kinder ihre Welt
unbewusst „komponieren“. Diese Fähigkeit bleibt bis ins
hohe Erwachsenenalter erhalten.

2 Kulturgeschichte der Kreativität
Das Schöpferische beschäftigt die Menschheit seit ihren
Anfängen. In Schöpfungsmythen verständigten sich Menschen über sich selbst und ihre Stellung in der Welt. Sie
bildeten Vorstellungen über das Schöpferische, die bis
heute bedeutsam sind (Holm-Hadulla 2011). So beginnt
die Schöpfung in der griechischen Mythologie mit der
Ordnung des Chaos, aus dem der Kosmos, die geordnete Welt, hervorgeht. Anschließend entsteht die Erdmutter Gaia, die mit ihrem Gatten Uranos die ersten Götter
erzeugt. Diese sind einerseits schöpferisch und andererseits zerstörerisch. Kronos, ein Sohn von Gaia und Uranos, in der lateinischen Welt Saturn genannt, wird zum
Inbegriff des Schöpferischen. Er ist einerseits konstruktiv tätig und andererseits von destruktiven Leidenschaften
und melancholischen Stimmungen beherrscht (Klinbansky, Panofsky & Saxl 1964). Seine Kreativität bewegt sich
zwischen Schöpfung und Zerstörung, Ordnung und Chaos. Ähnliche Vorstellungen finden sich in der Bibel, im
Hinduismus und Konfuzianismus. Auch in der Moderne
findet sich die Vorstellung einer Dialektik von Ordnung
und Chaos. So sagt Nietzsche in „Also sprach Zarathustra“: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären“. In der Periode des Sturm und
Drang wurde der Geniebegriff aus der antiken Vorstellung der Führung durch einen Genius weiter entwickelt.
Das Genie wurde einerseits als neue Formen erschaffender Heros, der unbewussten Eingebungen folgt, gedacht.
Es ist aber auch dunklen und chaotischen Leidenschaften
unterworfen. Für die Psychologie sollte die Dialektik zwischen bewussten und unbewussten Denkformen und das
Wechselspiel zwischen disziplinierter Arbeit und freiem
Assoziieren besonders wichtig werden. Auch in der modernen Neurobiologie findet sich eine Dialektik zwischen

Der Psychologe Csikszentmihalyi geht davon aus, dass
Kreativität immer in einem System von Individuum, Domäne und anerkennender Umwelt stattfindet.[2] Laut der
Kognitionswissenschaftlerin Boden ist außergewöhnliche
Kreativität im Gegensatz zur alltäglichen nicht nur für
die kreative Person, sondern auch für andere Menschen
bedeutsam (Boden 1990). Dabei existieren viele Übergänge von alltäglicher und außergewöhnlicher Kreativität. Beide entwickeln sich in einem Zusammenspiel
von Begabungen, Wissen, Können, intrinsischer Motivation, Persönlichkeitseigenschaften und unterstützenden
Umgebungsbedingungen (Holm-Hadulla 2010). Allerdings ist Kreativität nicht immer leicht zu verwirklichen.
Schöpferische Tätigkeiten sind häufig mit Spannungszuständen verbunden (s. u.). Aus psychologischer Sicht sind
neben guten, aber nicht notwendigerweise Höchstbegabungen für Kreativität flüssiges Denken und Assoziationsfreude sowie die Fähigkeit zum Perspektivwechsel
und zur Grenzüberschreitung bedeutsam. Aus diesen Fähigkeiten und Einstellungen entstehen aber nur neue und
brauchbare Produktionen, wenn flüchtige Einfälle festgehalten und kompetent ausgearbeitet werden.

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die sie als kreative. dass Kreativität kein scharf eingrenzbarer Begriff ist. deren Kreativität sich auf dem Niveau eines Kleinkindes bewegt. wissenschaftliche und pädagogische Gesichtspunkte in Bezug auf die Definition von Kreativität bei und schuf somit die Grundlage zur Messung kreativer individueller Problemlösungen. der in der deutschen Sprache als Querdenken in die Umgangssprache Einzug hielt. Die Erforschung kreativer Prozesse unter den Aspekten ihrer Beherrschbarkeit. ausgelöst durch den Psychologen Joy Paul Guilford. W. Beispielsweise können Lernbehinderte und sogar geisteskranke Menschen künstlerisch außerordentlich kreativ sein. Nach der Korrumpierung des Geniebegriffs durch „geniale“ Despoten des 20. Außergewöhnliche Kreativität lässt sich empirisch-psychologisch und experimentell nicht untersuchen (Andreasen 2005). Jahrhunderts[3] wurde der Begriff obsolet und durch „Kreativität“ ersetzt. Sie konnten das Wesen der Kreativität aber nur teilweise erhellen. u. Denkens. MacKinnon (1962) und F. Er unterschied konvergentes Denken (bei klar . De Bono prägte unter anderem den Begriff des lateral thinking. intelligente. neue Sichtweisen entwickeln) umrissener Problemstellung mit genau einer Lösung) von divergentem Denken („the kind that goes off in different directions“.000 erschienenen psychologischen Arbeiten nur etwa 186 relevante Titel zum Thema Kreativität verfasst worden waren. Auch Wissenschaftler wie Stein (1953). und rief dazu auf. John E. da Psychologie und Neurobiologie nur alltägliche Kreativität untersuchen können. z. B. sondern erklärte sie mit psychologischen Motiven. Barron (1965).[5] Weitere Definitionen stammen von D.[7] Schumpeter erkannte das Wechselspiel aus Innovation und Imitation als Triebkraft des Wettbewerbs. wenn sie sich in irgendeiner Weise als nützlich für • Elaboration (anpassen der Ideen an Realität) andere erweisen. moralische und psychologische Fähigkeiten bezeichneten. Außerdem wird die außergewöhnlich kreative Leistung oft erst nach langer Zeit erkannt. die zu verwirklichen ist und die der Verbesserung oder der Veränderung dient. Berechenbar• Originalität. Die stark überarbeitete Neuauflage 1926 machte die Begriffe Schöpferische Zerstörung und 'kreative Zerstörung' in der Makroökonomie (und darüber hinaus) sehr bekannt. damit widersprach er dem bis dahin vorherrschenden Hochbegabten-Paradigma und öffnete die Tür für ein breiteres Kreativitätsverständnis und nachfolgende spezielle Kreativitätsforschungen. Andererseits gibt es hochintelligente Menschen. die neu ist und gleichzeitig selten von mehreren Menschen gedacht wird. dass sie also Raum zur Spekulation bietet. intensive empirische Forschungen.[5] Es zeigte sich jedoch bald. Schumpeter (1883–1950) schrieb in seinem 1911 erschienenen Werk Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung Pionierleistungen nicht vorwiegend ökonomischem Eigennutz zu. was aber mit dem spontanen Charakter vieler kreativer Leistungen unvereinbar ist. der Wissenschaftsgeschichte und der Wirtschaftswissenschaften.[5] 1962 versuchten Getzel und Jackson. wenn die Testperson im Scanner liegt und man müsste vergleichbare Kontrollgruppen bilden können. Guilford steuerte weitere Aspekte wie sozioökonomische. Dabei legten sie vier Hauptmerkmale fest.[8] Zur unternehmerischen Kreativität gehört laut Schumpeter die Fähigkeit zur erfolgreichen Rekombination existierender Ressourcen und Kräfte.[4] keit und Verwertung hat in der Innovationsforschung an [10] Nach Guilford ist Kreativität eine spezielle Form des Bedeutung gewonnen. 3 Forschungsgeschichte der Kreativität Seit 1950 begannen. zu denen auch „Freude am Gestalten“ zählt. diesem Bereich mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Dasselbe Problem haben die modernen Neuroimaging-Verfahren: Die kreative Leistung müsste ausgelöst werden.[6] Dabei definierte McKinnon Kreativität als eine Idee. In einem Test müsste die Person „auf Kommando” kreativ sein. Dorsch kam 1994 (wie andere Forscher auch) zu dem Schluss. dass in den 25 Jahren zuvor von 121. bei unklarer Problemstellung und mehreren Lösungsmöglichkeiten). Kreativität zu definieren.und Forschungsobjekt mehrerer Wissenschaften. Guilford beschrieb das Wesen individueller Kreativität durch folgende grundlegende psychische Merkmale: • Problemsensitivität (erkennen.[9] • Redefinition (bekannte Objekte neu verwenden. improvisieren) Kreative Leistungen werden meist erst als solche anerkannt.2 3 FORSCHUNGSGESCHICHTE DER KREATIVITÄT ordnender Formgebung und entordnender Labilisierung des Bekannten im kreativen Prozess (s. dass und wo ein Problem besteht) • Flüssigkeit (in kurzer Zeit viele Ideen hervorbringen) • Flexibilität (gewohnte Wege des Denkens verlassen. die den kreativen Menschen als solchen erkennbar machen sollten. Guilford markierte einen Wendepunkt in der Kreativitätsforschung.[6] Schon seit sehr langer Zeit sind kreative Fähigkeiten und Leistungen Betrachtungs.). Kriterien festzulegen. Er stellte zum Einen fest. Zum Anderen gipfelte seine Rede in der These: „Jeder Mensch ist kreativ!”. dass die Kreativität eines Menschen nicht mit seinem IQ korreliert (Andreasen 2005). um sie messbar zu machen. Drevdahl (1956) und Edward de Bono (1957) versuchten.

4 Definitionen von Kreativität Kreativität wird ganz allgemein als die Erschaffung neuer und brauchbarer Formen definiert (Amabile 1996). B. Sie kann . Das heißt. Da die kreativen Denkprozesse weitgehend unbewusst ablaufen. Musenkuss usw. dass kreative Leistungen oft an Grenzstellen zwischen wissenschaftlichen Domänen auftreten. Berühmte Beispiele sind Nikola Teslas Vision von der Drehstromübertragung oder Friedrich August Kekulés Traum von der Benzolformel. noch nicht da gewesene. die Voraussetzung divergenten Denkens sind. sie müssen durch Lernen im Gedächtnis vorhanden sein. Guilford bezeichnet als kreativ jede neue. Gelatt 2003).[12] Neben der Bestimmung von Kreativität als intelligente Fähigkeit wurde diese Auffassung dahingehend kritisiert. neurobiologische. Die kreative Sinnproduktion ist besonders in jungen Jahren ausgeprägt und wird später zunehmend durch wissensbezogene. die es ermöglichen. Aus Sicht der modernen Neurobiologie kann man Kreativität als: „Neuformation von Informationen“ definieren (Holm-Hadulla 2011). Ideenflüssigkeit. vorher nicht gedachten Mitteln (Originalität) und mehreren Möglichkeiten der Problemlösung (Ideenflüssigkeit). B. Geld zu verdienen. So gehören auch ungewohnte Kombinationen von bekannten Materialien oder die Durchbrechung der üblichen Verwendungsschemata von funktionsgebundenen Gebrauchsgegenständen im Spiel. werden kreative Einfälle oft als Eingebung einer überpersönlichen Intelligenz oder Wesenheit (Inspiration. Dieser Zustand ist zugleich konzentriert und dissoziativ. psychologische und kulturelle Kreativitätsforschung miteinander zu verbinden (HolmHadulla 2013). was schon vorhanden ist. Gelatt/C. wie man Kreativität als Wirtschaftstätigkeit verstehen und interpretieren kann.[13] Bei der Definition von Kreativität spielen folgende Faktoren eine entscheidende Rolle: • die individuellen Möglichkeiten einer einzelnen Person • die Möglichkeiten der Kreativität und deren Entstehung im sozialen Kontext und deren mögliche Bewertungen • die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gesellschaftsformen und deren Bewertungsformen der Kreativität im Einzelnen. Flexibilität und Originalität. dass divergentes Denken und Kreativität nicht gleichzusetzen sind: Während ursprünglich angenommen wurde. durch die Investmenttheorie der Kreativität von Sternberg und Lubart (1996) neue Impulse durch Analogien aus anderen Domänen empfangen hat. logische Sinnproduktion ersetzt. Seit Ende der 1990er Jahre wird auch der Begriff Kulturoder Kreativwirtschaft verwendet. Kreativität im weitesten Sinn beruht auf der Fähigkeit. entspricht diese Dichotomie nicht mehr dem aktuellen Stand der Kreativitätsforschung. Beim Menschen kommt der weniger begrifflichisolierenden und logisch-kausalen. um alle Aktivitäten zur Herstellung und zum Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Produkten zu beschreiben.[11] Weitere Impulse erhielt die Kreativitätsforschung aus der sprunghaften Entwicklung der Hirnforschung durch die Anwendung neuer bildgebender Verfahren. Heute gibt es in Europa eine Vielzahl von Ansätzen. die z. Nach Csikszentmihalyi (1996) tritt im kreativen Schaffensprozess oft ein besonderer Bewusstseinszustand – eine Art Trance – auf. Guilford leitet sein Verständnis von Kreativität von seinem Strukturmodell der Intelligenz ab. Es gibt Versuche. Daraus ergeben sich praktische Konsequenzen: Um Informationen neu kombinieren und verarbeiten zu können. Das gilt auch für die psychologische Kreativitätsforschung selbst.3 Wissenschaftstheoretiker haben festgestellt. Der kreative Funke kann nur das entzünden. die Lücke zwischen nicht sinnvoll miteinander verbundenen oder logisch aufeinander bezogenen materiellen und nichtmateriellen Gegebenheiten durch Schaffung von Sinnbezügen (freie Assoziation) mit bereits Bekanntem und spielerischer Theoriebildung (Phantasie) auszufüllen. assoziativ und ganzheitlich denkenden (in der Regel rechten) Hirnhälfte für kausale Problemlösungen eine besondere Bedeutung zu (H. Beteiligt am kreativen Prozess sind aber letztlich beide Hirnhälften. müssen sie neuronal gespeichert sein. der als Flow (Fließen) bezeichnet wird und meist mit einem vorübergehenden Verlust des Zeitbewusstseins einhergeht. ein Problem zu lösen beziehungsweise die Miteinbeziehung von Faktoren wie Problemsensitivität. seltener in den Domänenkernen selbst. beim Probehandeln und als Gedankenspiel wesentlich zur Kreativität. indem er diejenigen Intelligenzfaktoren als für die Kreativität relevant bestimmt. Kreative Prozesse können auch im Schlaf oder Halbschlaf ablaufen. Das Kulturministerium Großbritanniens spricht von Creative Industries und hat dazu verschiedene Studien veröffentlicht.) oder als ein mystisches Geführtwerden erlebt. Diese halten lange an etablierten Theorieansätzen fest (siehe auch Paradigmenwechsel). In den Wirtschaftswissenschaften gilt Kreativität heute als eine wichtige Ressource bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. die dem Ziel dienen. dass divergentes Denken Kreativität ausdrückt und konvergentes Denken dessen Fehlen. von wenigen Menschen gedachte und effektive Methode. die für das Individuum vor der Problemlösung in irgendeiner Weise nicht denkbar ist (Problemsensitivität). Denkprozesse im Gehirn in verschiedenen Arealen genau zu lokalisieren und voneinander abzugrenzen. dafür aber nonverbal. Demzufolge wäre Kreativität die zeitnahe Lösung (Flexibilität) für ein Problem mit ungewöhnlichen.

Arbeitsklima etc. Starke Erfolgsfixierung kann dazu verleiten. alte Glaubenssätze („das macht man nicht . Normen etc. ä. Ausbildung.) hat. „Alltägliche Kreativität“ kann durchaus geweckt oder erlernt werden (Knieß 2006). weil die Einzelleistung unbekannt ist. Neugier und Selbstwertsteigerung als wichtige Motivationsfaktoren beschrieben. von Vorgesetzten. kann dies kreative Ideen begünstigen (wenn spontane Einfälle zugelassen werden). Glaubenssätze stammen z. • Angst vor Versagen / Misserfolg. Teresa Amabile (2008) und Shelley Carson (2010) haben typische Kreativitätsblockaden aufgezeigt: • Strikte Zielorientierung. damit der Lernende seine Umwelt als ein Feld von Hürden. die Ideen und Lösungen schon beim Entstehen verwirft.[15] Vielen Schulsystemen wird vorgeworfen. Howard Gardner (1997). B. der „Schere im Kopf“. Fehlerängstlichkeit – In unserer Kultur besteht ein schlechtes Verhältnis zu Fehlern (siehe Fehlerkultur. nach effizienteren Vorgehensweisen Ausschau zu halten oder neue Lösungen auszuprobieren. B. Stress kann stimulierend wirken. Überarbeitung kann körperliche (z. leidet ihre Kreativität darunter. • Leistungsdruck. Lernen aus Fehlern). weil an mögliche negative Konsequenzen gedacht wird. • Schwache Bindungen zwischen Betroffenen. es entsteht eine Nachfrage. bekanntem Terrain zu bewegen. Im schlimmsten Fall führt das zu einem selbst auferlegten Denkverbot. Neben Begabungsprofilen hat Holm-Hadulla (2010) das intrinsische Interesse. Perfektionisten setzen sich (und manchmal auch andere) unter Druck. Die nordamerikanischen Kreativitätsforscher Sternberg und Lubart (2006) beschreiben in ihrer Investmenttheorie der Kreativität eine spezifische Erfolgsintelligenz. 5 Kreativitätsblockaden Impulse aus der Umwelt (Erziehung. Laut Pohl (2011) gibt es ohne Fehler keine Weiterentwicklung. oberhalb des Optimums kann er den Wahrnehmungs. B. Mitarbeitern). Perfektion kann andere Menschen verunsichern und sie ängstigen. sich zu überarbeiten. Burnout-Syndrom).[14] • Zeitdruck – kann förderlich und/oder hinderlich sein: Wenn man (zu) wenig Zeit zum (rationalen) Denken (Analysieren. • Perfektion – Zu Perfektionismus neigende Menschen wollen Probleme besser lösen als andere. den Ideenfluss. sie führt selten zu neuen Ideen. Wissenschaftler wie z.). Enge Zeitvorgaben können das Reifen von Ideen auch verhindern und negativen Stress verursachen. starre Lösungswegfixierung und Methodismus im Sinne der Bindung an etablierte Problemlösungsrituale – Die mechanische Vorgehensweise bei der Problemlösung und das Handeln nach vorgeprägtem Ritual hält davon ab. die das kreative Potential hemmen oder sogar blockieren. Mögliche Motive dafür sind Angst und ein starker Wunsch nach Anerkennung. Bluthochdruck) und seelische Folgen haben (z. Kollegen. Andererseits kann diese Fähigkeit auch durch eine einseitig auf verbalisierbares Wissen orientierte Erziehung und Bildung überlagert werden.[18] • Soziales Faulenzen – Die einzelnen Teammitglieder sind bei einfachen Aufgaben zur Ideengenerierung weniger kreativ.[19] . Ideen ungefiltert zu produzieren und diese nicht zu früh zu bewerten bzw. Kaizen). Die Lerntheorien des Konstruktivismus kombinieren deshalb den klassischen Wissenserwerb mit freien Unterrichtsmethoden. Fehler implizieren die Chance auf Neues (siehe Veränderungsmanagement. führen oft zu Verhaltensweisen. So müssen kreative Personen hohe Problemsensibilität und einen guten Sinn für Themenwahl haben. Edward de Bono (1992). Erfolgsorientierung – Hohe Leistungsforderungen kommen meist von außen (z.) oder vermeintliche äußere Schranken innovative Ideen bzw. Es gilt als bei kreativen Prozessen hilfreich. durch eine zu starke Orientierung auf Wissenserwerb und Begrifflichkeit zur frühzeitigen Verkümmerung von Kreativität beizutragen. zu verwerfen (Trennung von Ideengenerierung und Ideenbewertung).. oder die Ideen vergessen werden. Einer guten Idee folgt die Überzeugung der Umwelt vom Wert dieser Idee. da die eigene Ideenfindung unterbrochen wird. die kreativ sein wollen – Schwache Bindungen mit begrenztem Wissen und soziale Distanz hemmen die Kreativität.[17] • Ideenäußerung der anderer Teammitglieder – Durch die Kommentare und Ideen von anderen kommt es zu eigenen Produktionsblockaden. B.“ etc. Es wird am Althergebrachten festgehalten. die den Wert der Idee steigert. aus Erziehung und Religion. Sie können Menschen veranlassen.4 5 KREATIVITÄTSBLOCKADEN durch Übung bis ins hohe Alter erhalten bleiben. B. • Bewertungsängste – Wenn Personen Angst vor Bewertungen ihrer Person oder ihrer Idee haben. Der kreative Denkprozess kann durch spezielle Kreativitätstechniken gefördert und beschleunigt werden.und Handlungsspielraum aber einengen.). Abwägen u. die er mit Hilfe kreativer Lösungsansätze überwinden kann. erlebt. sich eher auf sicherem.[16] • Gedankliche Schranken – Vielfach behindern individuelle Befindlichkeiten (Werte. Mark Runco (2007)..

• Neugier. Problemsensibilität. Sie suchen nach abwechslungsreichen Erfahrungen. Konformität kann Denken und Handeln einengen. „trifft nicht zu“. hohe Motivation und Frustrationstoleranz. Die Reliabilität und Validität der verfügbaren Testverfahren ist jedoch sehr gering (Funke 2000). noch bewirken. den oftmals noch diffusen Begriff praxisbezogen zu unterteilen. beschreibender Sicht. das Ertragen von Ambivalenzen und ungelösten Spannungen sowie die Ablehnung von zu schnellen bzw. Persönlichkeiten sind zu komplex. dass sie die Fähigkeit zur kreativen Aufgaben. sind offen für die Umwelt und geben sich . d. die kreative Einfälle begünstigen. ein amerikanischer Wissenschaftler. Offenheit gegenüber externen Einflüssen – Kreative Menschen sind ständig auf der Suche nach Neuem und Unbekanntem. einseitigen Lösungen. die Innovationsprozesse und damit Kreativität unterbrechen. Sie wollen erkennen. Kreativitätsfördernde Persönlichkeitsmerkmale 6 Die kreativen Bausteine Mel Rhodes. Beispielsweise werden in Eignungstests für Bewerber auch kreative Potentiale ermittelt. modifiziert und ergänzt von Manuela Pohl (2012). Dies zeigt sich durch konstruktive Hartnäckigkeit. • Starker Netzwerkzusammenhalt – Dieser kann di.6. aus konzeptionelltern es. Zweitens wird durch das Gruppendenken der soziale Druck bei der Ideenfindung erhöht. dass die betroffenen Personen eine schnelle Lösung finden sollen. welche von der Gruppe akzeptiert wird. Dazu zählen auch die kreativen Fähigkeiten wie z. h. verstehen.[22] • Zweiteilung zwischen Arbeit und Spiel – Das Trennen zwischen „hier die Arbeit“ und „dort das Vergnügen bzw. sondern erfordern ein überdurchschnittliches Energiepotential. bis heute noch eine fundamentale Bedeutung und wird vor allem im anglo-amerikanischen • Die Überzeugung. B. Kreative Kompetenz kann trainiert sich in der Kreativanwendung durchsetzen konnten. ist man freier von Bürokratie und anderen Verantwortungen.1 Merkmale kreativer Menschen vergentes Denken (mit vielen Alternativmöglichkeiten. die vier P’s um weitere P-Begrifflichkeiten zu oder abgelehnte Ideen können Verunsicherung ergänzen. die zu neuer Kreativität führen) hindern. da alle sich „das gleiche erzählen” und scheinbar „das gleiche wissen”.: press. neu kombinieren. und umfassen • Die kreative Person • Den kreativen Prozess • Das kreative Produkt • Das kreative Umfeld (orig. Dabei kann der soziale Druck dazu führen. die aber bislang weder schlüssig waren. denn Anpassung und Angleichung an gesellschaftliche Normen ist für deren Funktionieren notwendig. Es gab und gibt wiederholte Merkmale kreativer Menschen. die so genannten vier P’s der Kreativität. Spiel“ kann ein Nachteil sein. Spielerisches Ausprobieren kann die Entwicklung von Neuem begünstigen (siehe Kreativitätstechniken). Natürlich lassen sich diese Merkmale und der Arbeitsstil nicht wie eine Checkliste zur Bestimmung der eigenen kreativen Persönlichkeit anwenden: „trifft zu“.1 Merkmale kreativer Menschen 5 • Negative Einstellung – Positive Sichtweisen erleich. aus dem Buch „Innovation und Kreativität“ von Michael A. Tab. da man Zu den Merkmalen kreativer Menschen gibt es folgende nach einer schnellen Lösung strebt.6. Diese Eigenschaften und Fähigkeiten lassen sich zumindest teilweise fördern.[21] • Keine Autonomie – Wenn man jedoch autonom arbeiten kann. Die Identifizierung von kreativen Persönlichkeitseigenschaften hat heute eine ähnliche Bedeutung wie die Bestimmung intelligenter Leistungsfähigkeiten. Nicht umgesetzte Versuche.[20] Liste: • Konformitätsdruck – Wir werden zu einem gewissen Konformismus erzogen. gab dem Begriff Kreativität in den 1960er Jahren eine bis heute noch immer gültige Unterteilung in vier verschiedene Grundelemente. werden. In vielen Stellenausschreibungen wird Kreativität wie selbstverständlich von qualifizierten und engagierten Mitarbeitern verlangt. • Gruppendenken – Erstens werden dadurch ausgetauschte Informationen eher redundant. um auf diese Weise analysiert zu werden und kreative Personen müssen nicht alle diese Eigenschaften aufweisen. anstatt nach originellen und kreativen Ideen zu suchen. von Führungskräften wird erwartet. der Problemlösungsdruck der Umwelt). weiterspinnen und ausprobieren. offen auf die Umwelt zuzugehen.Diese Beschreibung hat.und Problemlösung besitzen und vorleben. • Ausdauer – Problemlöseprozesse und Herausforderungen sind nicht immer schnell zu erledigen. West (1999). nicht kreativ zu sein – Sprachraum mit dem Begriff „absichtliche Kreativität“ Selbstbewusstsein und Reflexionsfähigkeit sind in Verbindung gebracht. Auf obigen Tabelle ist eine Vielzahl von kreativen Merkmalen aufgeführt. sammeln Informationen zu relevanten Themen. Einzig der Torrance Test of Creative Thinking weist passable Testgütekriterien auf.[23] Sie helfen. Flexibilität.

Diese Fähigkeit ist typisch für kreatives Denken. in unterschiedliche Richtungen zu denken. Neugieri. Beispielsweise bei massiven Überschneidungen in der Aufgabenverteilung im Arbeitsalltag. Die Psychologie benutzt dafür den Begriff Ambiguitätstoleranz. • Originalität – entsteht. „bedeutet Erstarrung und Verzicht auf Lebendigkeit“ (Preiser/Buchholz 2008). vorschnelle Vereinfachungen werden durch Komplexität verhindert. Probleme zu erkennen. Selbstreflexion. Selbstbewusstsein heißt.6 6 DIE KREATIVEN BAUSTEINE nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Informationen und Ideen in völlig neuer Weise zu sehen. Energieeinsatz). wenn unkonventionelle und innovative Lösungen gefunden werden. Gelatt 2003). Widersprüchen. unterschiedliche Kategorien zu nutzen. welche Fähigkeiten einen zesses notwendig ist. • Selbstvertrauen und innere Unabhängigkeit – Selbstvertrauen bedeutet. Die an vielen Stellen nötige Reduktion von Komplexität kann zu einem „Schwarz-Weiß-Denken“ und einer vereinfachenden Sichtweise führen. • Komplexität – Die Bereitschaft. • Ausarbeitung – damit ist das Anpassen der Ideen an die Realität gemeint. Voraussetzung für das Entwickeln von kreativer Kompetenz ist zunächst das Erkennen von Stärken und Schwächen. es lässt sionale Denken zu entwickeln. gen in der Umwelt. sich etwas zuzutrauen. zu einem Thema in kurzer Zeit möglichst viele Ideen zu entwickeln. begünstigt wirklichkeitsnahe Problemwahrnehmungen und kreative Lösungen und ist eine gute Voraussetzung für eine umfassende und realistische Sicht auf die Umwelt. kritische Haltung. • Umstrukturierung – ist die Fähigkeit. ein Freundeskreis aus sehr unterschiedlichen Charakteren) und der Akzeptanz von mehrdeutigen Situationen (J. die gewohnten Wege des Denkens zu verlassen und neue Sichtweisen zu entwickeln. Voreingenommenheit und unsichere Situationen zu. Außer diesen kreativen Fähigkeiten gibt es individuelle Persönlichkeitseigenschaften wie . verrückte Einfälle. Ein gutes Beinicht auch an äußeren Regelungen und Veränderunspiel dafür ist die Mitarbeit beim Vorschlagswesen. Komplexität trägt dazu bei. spontan zu genüber aufgeschlossen ist und auch Bestehendes in handeln und zu reagieren. ausgefallene. das mehrdimenges Verhalten birgt auch ein gewisses Risiko. Intensität führt zum Kern des Problembereichs. Der Blick für neue Ordnungen und Sichtweisen wird geschärft. da es für verschiedene Stufen des kreativen Pro. d. neue Zusammenhänge herzustellen oder den Gebrauchswert von Gegenständen zu ändern. vielschichtige Informationen. widersprüchliche und unsichere Situation aushalten und gleichwohl beharrlich an deren Bewältigung arbeiten zu können. anzuordnen und zu nutzen. verschiedene Lebensentwürfe. eine verwickelte. Einbindung von Wissen. Gegebenheiten unvoreingenommen und unabhängig von anderen Menschen zu beurteilen. ein Problem aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Unklarheiten und Komplexität nicht eingeschüchtert. sondern versucht. sich über sein Selbst bewusst zu sein. die Sie in Bezug auf die oben genannten Kreativitätsfähigkeiten aufweisen. Unterscheidung guter und schlechter Ideen. B. seinem Selbst zu vertrauen. kann Konflikte ertragen und wird sich nicht kritiklos anpassen. Kreative Menschen favorisieren eher viele Baustellen mit unfertigen Entwürfen. wenn sich bewusst auf die Umgebung. Kreative Menschen werden von Ambivalenz. Flexibilität – ist die Fähigkeit. ist damit verbunden. mit parallelen Welten (z. geht Schwierigkeiten nicht aus dem Weg. Verhaltensweisen und DenkUmwelt. Anstrengungsbereitschaft. aber auch mit der eigenen Person voraus. vom langfristigen Planen abzusehen. die Fähigkeit. Gefragt sind einmalige. B. es kokettiert mit „Gefahr“. Kritikfähigkeit und der Mut zur Veränderung. unterschiedliche Gewohnheiten oder mehrere Lösungsansätze nebeneinander bestehen zu lassen. Sie fördert konstruktiv-kritische Denkansätze und unterstützt die Überwindung konventioneller Barrieren und Denkblockaden (Pohl 2012). ein Problemgebiet in Gedanken gründlich zu durchdringen. sondern • Einfalls. Objekte und Geschehnisse konzentriert levanter kreativer Fähigkeiten zusammengestellt: wird (Preiser/Buchholz 2008).stile tive Menschen sollten ihr Wahrnehmungsvermögen trainieren. die Idee in einen konkreten und realistischen Plan umzusetzen (Detailreichtum. Kreatives Handeln setzt eine Auseinandersetzung mit der Kreative Fähigkeiten.Als erstes stellt sich die Frage.und Denkflüssigkeit – ist die Fähigkeit. Das Bewusstsein für VerbessePrinzipien und Gewohnheiten zu orientieren und rungsmöglichkeiten wird geschärft. leisten. • Durchdringung – ist die Fähigkeit.stimuliert. Sich nur an den eigenen Frage stellen kann. • Aktives Problembewusstsein – ist die Fähigkeit. Auch die Fähigkeit. Gegenstände. Denn Wahrnehmung wird genauer entscheidenden Beitrag zur Entwicklung kreativer Ideen und umfassender. Preiser/Buchholz (2008) haben einen Katalog reauf Menschen. Wer sich über sich selbst bewusst ist. Unabhängigkeit äußert sich oft in nonkonformen und selbstsicheren Verhaltensweisen. seltene. die Veränderungen gege. h. aber vor allem der Glaube an die eigene Kreativität sind hierfür entscheidend (Pohl 2011). Voraussetzung dafür ist ei• Spontanität – Kreative Menschen sind in der Lane offene. Krea.

.6. ders zu bewältigen ist. wird in seiner Biografie als aufbrauBegriffs die Wertung eines einzelnen Individuums fast send und von Selbstvorwürfen geplagt beschrieben.form. bringt weniger Störungen und vermeintlich der Bewertung nicht auszuschließen. wenn eine Problemlösung von Kreativleistungen einzelner Personen der Gruppe für nicht durchführbar gehalten und verwor- fen wird. also die Frage. der Erfinder der Das bedeutet. 1996): Besonders eingehend hat sich Goethe mit dem kreativen Prozess auseinandergesetzt.bzw. Kreativität neutral formistischen Durchsetzungswillen.Gründe hierfür dürften in dem anfänglichen Unverständschen mit ihren verschiedenen Maßstäben zur Messung nis der Fachkollegen für die Kreativität Einsteins und devon Kreativität und einer internen Absprache von Regeln ren Resultate gelegen haben. Albert Einstein. weil Weigold zufolge gehen Kreative in dem Maße nicht konbekannte und gleichzeitig gültige und verlässliche Defi.– Johann Wolfgang von Goethe stützen. Reifungsphase nen psychischen Krisen schöpferische Impulse gewann (Holm-Hadulla 2009). wenn es keine Norm. die zusätzlich das kreative Potential einer Person beeinflussen und begünstigen. Das kann bei Spracharmut der Gruppenmitglieder ohne jegliche Begründung geschehen. psychische Stabilität. kanalisieren. wie er aus sei• Inkubations. also dem Verstoß gegen tradierte Normen einhergeht. nach eigenen Kriterien bewertet. Geduld. 7 und nach verschiedenen.und Frustrationstoleranz. Diese Einteilung geht zurück auf das 4-Phasen-Modell von Graham Wallas aus dem Jahr 1926. Vitalität. Eine Gruppe legt die Normwerte fest. beherrschbar machen und zielgerichtet optimieren. Ein nonkonformes Individuum wird bei dieser Konstellation unterdrückt oder ausgegrenzt. da jedes Individuum weniger Rückschläge in den Erfolgen der Gruppe. De Bonos Six Thinking Hats u. Eigensinnigkeit. dass durch die mangelnde Definition des Relativitätstheorie. auch TRIZ oder die 6. etwa wie Leonardo da Vinci. das eine Gruppe von sich selbst hat. der Einzelne kann mit diesen konform gehen oder nonkonform sein. Auch in vielen seiner Werke – • Einsicht bzw. Aha-Erlebnis vom „Werther“ bis zum „Faust“ – stellt er dar. die Synektik. Faustus: Kapitel XXV).a. das Brainstorming. Jeder.[25] In krassen Fällen werden Kreative als verrückt angesehen. . In der Kunst erfordert der hier geltende Innovations6. a. wie der Einzelne von außen über seine Kreativität und die dadurch entstehenden Problemlösungsfähigkeiten bewertet wird.v. in dem das Problem nach ihren Kriterien nicht annition von Kreativität zur Bewertung herangezogen wird.“ Kreativitätstechniken sollen den kreativen Prozess unter. In seinen biografischen • Vorbereitungsphase Schriften finden sich zahlreiche Hinweise. Hier spielt einerseits die Eigenbewertung eine Rolle: Wie bewertet der Einzelne seine Kreativität und sein daraus entstehendes Problemlösungsverhalten im Vergleich zu anderen Personen? Andererseits gilt es aber auch die Bewertung durch andere Menschen einzubeziehen. Doktor fünf Schritten oder Phasen definiert (Csikszentmihalyi. Dazu rechnet man u. In seinem Gedicht Selige Sehnsucht resümiert • Ausarbeitung. vorher festgelegten Gütekriterien zu bewerten und zu messen.3 Die Bewertung von Kreativität durch eine soziale Grup- Individuelle und soziale Bewertung der pe erweist sich als Barriere.2 Der kreative Prozess und Techniken zu zwang. die jedoch nach ihrem Ableben gefeiert wurden.4 Der soziale Kontext: Entstehung und Bewertung der Kreativität Konflikt. dass Kreativität mit Normenbruch.4 Der soziale Kontext: Entstehung und Bewertung der Kreativität Kepner-Tregoe-Matrix. er: Diese Phasen treten jedoch selten in Reinform auf und sind eher rekursiv als linear. Die immer subjektiv ausfällt und erst eine Gruppe von Men. Diese Reaktion entspringt dem Gruppengefühl und dem Bild. wie Kreativität aus ständiger Selbstüberwindung und -erneuerung • Bewertung erwächst. Motivation und Interesse. in den Ingenieurwissenschaften z. „Und solang du das nicht hast. das auch heute noch vielen Phasen-Theorien zugrunde liegt. B. Dieses: Stirb und werde! Bist Du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde. wie auch in seinem nonkonzur Definition dazu in der Lage ist. James Watt oder Sir Alexander Graham Bell.[24] 6. Eine dichteriseiner Unterstützung sche Pointe: Goethe und Thomas Mann haben in ihren Fassungen des Faust-Mythos den kreativen Anstoß dem Der kreative Prozess wird traditionell als Abfolge von Teufel zugeschrieben (Faust I: Prolog im Himmel.Forschungen in der Sozialpsychologie von Schlenker und werte zur Verfügung hat und keine allgemeingültige. der mit der Gruppe Eine subjektive Sichtweise jeder einzelnen Person ist in konform ist.

in denen auf Ermutigung Wert gelegt wird. Allerdings fährt der Text fort. sowie reger Austausch und niedrige • Nancy Andreasen: The creating brain. berühmte Beispiele dafür sind Arnold Schönberg (Zwölftonmusik). Dana Press. warum Kreativität im sozialen Kontext immer wieder einen schweren Stand hatte und bis heute in vielen Gesellschaftsbereichen um Anerkennung ringen muss. dass sie krank würden. Als Voraussetzung für die Realisierung gelten neben der räum.5 Kreativität und psychische Störungen Seit der Antike existiert der Mythos eines Zusammenhangs von Kreativität mit psychischen Störungen. einem Schüler des Aristoteles. wenn sie einhergeht mit einer völligen Neudefinition bekannter und akzeptierter Gesetzmäßigkeiten oder Bereiche. „Performing Artists“ wie Jazz. Zugehörigkeitsgefühl. Plato spricht von poetischer Verrücktheit und von Theophrast.1 Grundlagen und Allgemeines lichen Nähe auch das Vorhandensein von gemeinsamen Wertvorstellungen und Vertrauen. • Teresa Amabile: Creativity in Context: Update to ein zusammenhängender Wahrnehmungsraum. so dass sich die Herkunft der kreativen Lösungen nicht immer nachweisen lässt. die UnsiPress.8. Picassos kubistische Werke wie Der Mann an der Gitarre von 1918 und seine Collagen entstanden durch die Vorstellungskraft des Einzelnen. Seit 1984 forscht ei• Phasen des kreativen Prozesses ne Gruppe französischer Soziologen und Regionalwissenschaftler nach den Ursachen für die Unterschiede in der • Problemlösen Innovationsfähigkeit und -tätigkeit verschiedener Regionen. Die unterschiedlichen Kulturen der Menschheit. Unbewiesenen oder Spekulativen.[27] ence of genius. GREMI-Gruppe („Groupe de Recherche Européen sur • Laterales Denken les Milieux Innovateurs“) geprägt. Erziehungs. Pablo Picasso (Kubismus). So zum Beispiel das erste Fluggerät nach den Zeichnungen von da Vinci oder die Entwicklung des ersten Fernglases durch die Entdeckung Galileo Galileis.[26] Vielfach wird Kreativität erst als solche bezeichnet und bewertet. Co 1996. .[28] 7 Siehe auch • Entwerfen • Ideenfindung • Innovation • Intuition • Kreative Klasse • Kreativer Prozess • Kreatives Schreiben • Kreativitätstechniken Der Begriff des kreativen Milieus wurde durch die sog. Wird eine Idee von verschiedenen Menschen nacheinander gedanklich einer Überprüfung unterzogen. eingebunden in das soziokulturelle Umfeld (Embeddedness). Moderne Studien zeigen dementsprechend. kann es geschehen. cherheits reduzieren. gemein„The social psychology of creativity”.8 Literatur nem kreativen kollektiven Lernprozess führen. dass die Melancholie bei manchen so stark werde. nach Roberto Camagni (1991) zu ei.und Bildungseinrichtungen. In diesem Sinne ist Melancholie also nicht primär als krankhaft anzusehen. verbunden mit der dazugehörigen Unsicherheit des Unbekannten. Häufig dienen kreative Aktivitäten auch der Bewältigung und Transformation psychischer Störungen. dass die meisten außergewöhnlich Kreativen nicht psychisch beeinträchtigter sind als die Durchschnittsbevölkerung. dass diese erst spät für durchführbar erklärt wird. ist der Satz überliefert. Albert Einstein (relative Sicht von Zeit und Raum). Westview same organisatorischer Formen und Methoden.und Popmusiker neigen wesentlicher häufiger zu schädlichem Gebrauch von Alkohol und Drogen. Die Gesamtheit der Beziehungen in einem kreativen Milieu soll. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: Dichter sowie Jazz. und Friedensreich Hundertwasser mit seinen architektonischen Höchstleistungen sollte auf diesem Gebiet erwähnt werden. sondern eher als Zustand psychischer Labilität.und Popmusiker. Boulder.8 Anregung und Herausforderung spielen bei der Entwicklung einer kreativen Lebenseinstellung eine besondere Rolle. New York 2005. fördern die Kreativität (Frederick Mayer). Der Bruch mit alten Vorstellungen und Normen und die Schaffung eines neuen Paradigmas. 8 LITERATUR 6. dass alle außergewöhnlichen Männer Melancholiker seien. Joan Miró und sein Werk sind ein Beispiel für die bildhauerische Kunst. Eine Herausforderung kann zu existenziellen Veränderungen führen. ISBN 1-932594-07-8. Bei „poetic writers“ sind klinische Aufenthalte wegen Depressionen und Suizide dreimal so häufig wie in der Durchschnittsbevölkerung. verdeutlichen gleichzeitig. The neurosciTransaktionskosten. deren Gepflogenheiten und das Lebensumfeld bringen immer wieder neue Formen der Verarbeitung und Rekombination der in ihr vorhandenen Materialien und Ideen hervor.

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