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Inhalt/Impressum

03 Jens Höner: Jahreslosung 2010

05 DCTB-Intern

06 Pfr. Winrich Scheffbuch: Mein Glaube - Vorbild für andere

13 DCTB-Regionaltreffen und Seminare

22 DCTB-Kalender 2010

32 Reinhold Wennagel: Beten am Arbeitsplatz

37 Gottfried Meskemper: „Haben Sie ein Fundament?“

39 Elke Friebe: Google Earth und Co

42 Martin Dillig: Mission im äußersten Süden Russlands

Geleitwort zur Jahreslosung 2010


Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott
und glaubt an mich. Johannes 14, 1

Liebe Freunde und Geschwister im DCTB!

  Wie bereits in den beiden vorangegangenen Jahren ist auch die Jah-
reslosung für 2010 ein Jesus-Zitat. Als Wort des Trostes und der Ermun-
terung soll es uns durch das vor uns liegende Jahr begleiten. Das ist auch
bitter nötig. Kann man bei dem, was wir täglich sehen und hören, nicht
erschrecken oder geradezu bestürzt sein? Doch! Trotzdem gibt uns das
Wort Gottes einen guten Grund, nicht bestürzt zu sein.

„Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Mit
dieser Aussage Jesu werden wir mitten in das Passionsgeschehen hinein
genommen. Es ist der Vorabend der Kreuzigung. In einem angemieteten
Raum ist Jesus mit seinen Jüngern zum Passahmahl versammelt. Dort gibt

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er seinen Jüngern noch einige abschließen- ihrem Herrn und Meister? Das übersteigt
de Hinweise, denn sein irdisches Wirken ihr Vorstellungsvermögen bei weitem.
wird bald zu Ende sein. Am Beispiel der Es ist ein eindringliches Werben Jesu um
praktischen Tat durch die Fußwaschung für Vertrauen. Mit den Worten „Ihr glaubt
alle Jünger, einschließlich des Judas, lässt er an Gott, glaubt auch an mich“ versucht er
keinen Zweifel an seiner eigenen Position erneut, seine Gottgleichheit in Menschen-
gegenüber seinem himmlischen Vater gestalt seinen Jüngern nahe zu bringen.
aufkommen. Zugleich rückt er die persönli- Johannes berichtet schon in Kapitel 10, 30
chen Wünsche und Vorlieben seiner Jünger die Worte: „Ich und der Vater sind eins“. Un-
zurecht. „Ein Diener ist nicht größer als sein trennbar sind Vater und Sohn miteinander
Herr und ein Gesandter nicht größer als der, der verbunden. Diese Untrennbarkeit ist das
ihn gesandt hat“ ( Johannes 13 ,16). Charakteristikum der Beziehung zwi-
schen Jesus und seinem Vater im Himmel.
In diese angespannte und für die Jünger
zunehmend befremdliche Situation Als Jesus später mit seinen Jüngern in den
hinein sagt Jesus seinen unmittelbar Garten Gethsemane geht, wird auch er
bevorstehenden Verrat voraus: „Als Jesus von Angst erfüllt. Doch im Gebet bringt er
dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert diese Angst vor seinen Vater und erfährt
und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahr- Stärkung durch ihn.
lich, ich sage euch: Einer von euch wird mich
überliefern“ (Johannes 13, 21). Die Jünger „Not lehrt beten“, sagt der Volksmund.
erkennen die ganze Dimension dessen, was Bei Jesus war es allerdings weniger die
da vor sich geht, noch gar nicht. Aber Jesus eigene, sondern die Not anderer, die ihn
weiß, dass auch für sie die Erschütterung immer wieder in die Zweisamkeit, in die
kommen wird. Es stehen ihnen harte Glau- Stille mit Gott, führte. Das soll uns erneut
bensprüfungen bevor. Gleich zwei Mal in Hinweis, Ermahnung und Ansporn sein,
diesem Kapitel ermutigt Jesus seine Jünger, dass das persönliche Gebet und die Zeit
nicht zu erschrecken, nicht im Glauben zu mit Gottes Wort unersetzlich sind. Wenn
verzagen. Erstens in Johannes 14 Vers 1 und schon Jesus, der Sohn Gottes, das so prak-
dann einige Sätze später: „Frieden lasse ich tizierte, wie viel mehr brauchen wir dann
euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Zeiten der Zweisamkeit mit Jesus.
die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz sei nicht
bestürzt, sei auch nicht furchtsam“ (Vers 27).
Die Situation spitzt sich noch zu, als Jesus
zum bevorstehenden Verrat den Hinweis
gibt, dass dieser Verräter sogar aus dem
Kreis der Jünger sein wird. Das traut wirk-
lich keiner dem anderen zu. Verrat an

4 Das Fundament 01.2010


Jahreslosung 2010

Die Jahreslosung für 2010 fordert uns in zu verdanken haben, und betrachten das
gewisser Weise dazu auf, uns mehr zu Wohlbefinden als Selbstverständlichkeit.
Jesus Christus zu bekennen. Im allgemei- Wenn der Wind kräftiger bläst, lässt uns das
nen Sprachgebrauch und selbst auf großen näher zusammen und vor allem näher an
evangelistischen Veranstaltungen ist unseren Erlöser rücken. Das ist gerade jetzt,
meist ganz allgemein von Gott die Rede. wo die Welt in den letzten Atemzügen liegt,
Wir sollten sagen, welchen Gott wir mei- das Entscheidende. Auch im DCTB kann es
nen. Wer Christ ist, weist auf Christus hin. 2010 nur darum gehen, Jesus zu vertrauen.
Wir wissen alle nur zu gut, dass auch Wer das tut, dessen Herz kann unverzagt
unsere Herzen leicht verzagen können. Das und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Leben als Christ ist im vergangenen Jahr in
den meisten Fällen wohl nicht unbedingt Ich wünsche uns allen den zuversichtli-
leichter geworden. Das Gute an Krisen aller- chen Aufblick auf unseren wiederkom-
dings ist die Suche nach Auswegen und die menden Herrn Jesus Christus. 
Erkenntnis, dass es bei Jesus neue Hoffnung
gibt. Geht es uns Menschen gut, dann ver-
gessen wir sehr schnell, wem wir das alles Ihr Jens Höner, 1. Vorsitzender